Ecuador
Provincia de Sucumbíos

Here you’ll find travel reports about Provincia de Sucumbíos. Discover travel destinations in Ecuador of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

16 travelers at this place:

  • Day134

    Im Oriente

    March 23 in Ecuador

    Die letzten Tage waren wir am Strand, danach gings wieder in die Anden, erst unmerklich aber dann nach einer Nacht an der Tankstelle in großen Schritten.
    An unserer Ersten Unterkunft am Strand welche fast direkt am Strand war und der Bus sogar noch näher als das eigentliche Areal da wir vor der Tür parkten. Die ersten zwei Tage waren wir sehr ruhig unterwegs da Dolly leichte Magen Probleme hatte ( woher wissen wir nicht) nach dem wir diese mit Hühnersuppe und Salcipapa ( Pommes mit frittierten Würstchen) wieder in den Griff bekommen haben ging es dann noch in ein kleines Dschungel Dorf mit einer kleinen kulturellen Führung auf Spanisch der Begegnung einer kleinen Giftschlange ( vor dem kleinen Ding hatte die Führerin mehr Angst als ich) und dem Bad in einem stinkigem Schwefel Vulkankegel mit Schlamm Packung inbegriffen. Weiter haben wir einen Ausflug auf die Isla de la Plate ( welche auch Silver Island heißt und für Verwirrung sorgte) aber weiter im Text es war recht einfach unseren Vermieter des Meerparkplatzes angesprochen der hat dann kurz telefoniert und wir wurden am nächsten Morgen von unserem Tour Agenten abgeholt. Es ging erstmal in die nächst größere Stadt nach Puerto Lopez dort warteten wir am Strand und wurden unruhig weil ja das Boot um 9.30 Uhr abfahren sollten. Aber man ist ja in Südamerika und da wird mal schnell aus 9.30 Uhr 10.15 aber es ging dann ja doch los. Also aufs Boot und Schwimmwesten an ( das erwartet man ja gar nicht hier in Ecuador obwohl die hier fahren als wären sie keine Südamerikaner) kurz die Plätze verteilt alle sassen weiter hinten das die Schläge der Wellen nicht so hart sind. Nach einer Stunde waren wir dann auf der Insel und es ging los mit einer kleinen Wanderung über oder durch die Brutgründe der Blau Fuß Tölpel und der Fregatte Vögel was sehr interessant war und die Vögel wirklich zum Teil direkt neben einem waren. Es ging weiter zurück aufs Boot mit einer kleinen Stärkung zu den Unterwasser Abenteuern an einem Farben frohen Riff mit unzähligen Fischen ( so wurde es verkauft) um es mit der Frage einer Kanadierin zu beschreiben “ do you saw anithing jet? “Nein auch ich nicht ausser kleine Qualen die leicht im Gesicht brannten. Na ja die angefütterten Lila Fisch mit Gelbenstreifen waren allerdings schön anzusehen und der Ausflug rundum gelungen. Im Hafen angekommen gingen wir Richtung unserer Rückfahrt Gelegenheit aber nicht ohne noch einen Cocktail an Strand zu uns zu nehmen. Der Abend war kurz und warm . Am nächsten Morgen also Dienstag war hier ein Feiertag mit Parade der Polizei, Feuerwehr, Fischer Vereinigung und sogar der Gewerkschaft der Minions ( die Mototaxi Fahrer oder Tuc Tuc Fahrer Verbrecher) die wir uns auf unserm weg nach Playa Farailes ansahen um dann eine weiter Runde zu Schnorcheln an einem der schönsten Strände Südamerikas. Kaiser Wetter und ein fast leerer Strand erwarteten uns und luden zum verweilen ein. Am Abend wollten wir dann essen gehen doch das einzige Restaurant sprach Dolly mit nur Fisch auf der Karte nicht wirklich an. Zu unserem Glück war aber am Plaza eine kleine Fressmeile aufgebaut (Aufgrund der Feierlichkeiten des Tages ) an dem wir uns mit Schweinebraten Sandwiches, Würstchen am Spieß und süße Maisbällchen verköstigten. Der Abreisetag war unspektakulär bis auf den Regen der uns dann bei der Übernachtungstankstelle überraschte. Am nächsten Morgen gings dann rasant in die Höhe so das wir dann auch wieder teilweise auf über 4000 Metern waren. Auf unserm Weg lag eine Wunderschöne Lagune in einem Vulkankrater, der Weg hinunter war nicht leicht aber doch einfach machbar der Weg wieder hinauf war auf Grund der Höhe dann doch Anstrengend wobei sich Dolly schon unten für die Variante Mädchen auf Esel entschied und hoch ritt. Ich musste auch feststellen das Ecuador ein eher kleines Land ist und so kam es dann auch das wir wie aus dem nichts vor den Toren von Quito standen der Hauptstadt. Wie das in großen Städten so ist brauchten wir einen Schlafplatz den wir nach 2 gescheiterten versuchen dann auch außerhalb fanden und Dolly sich direkt mit einem der Hunde angefreundet hat zu meiner Überraschung. Es stand eine Besichtigung der Altstadt an, allerdings scheiterte dies Aufgrund von Parkplatz Mangel und einer Polizeikontrolle bei der man mir erklärte das ich meinen Führerschein doch auf Spanisch übersetzen lassen sollte ( mit dem Internationalem Führerschein konnte der arme Analphabet leider auch nichts anfangen) und dann erklärte er mir noch das getönte Scheiben in Ecuador verboten sein ( nur Polizei, Militär und besondere Personen dürfen das) was aber nicht so schlimm war den es gab keine Straffe. So allerdings begab es sich dann das es weiter in den Dschungel von Ecuador ging und wir nun kurz vorder kolumbianischen Grenze sind und heute wahrscheinlich rüberfahren um dann ein paar Tage am Karibischen Meer zu verweilen.Read more

  • Day110

    Amazonas Teil 2

    May 25, 2017 in Ecuador

    Tatsächlich wieder sehr gut geschlafen und nicht von Riesen Spinnen geträumt. Dafür hat sich eine kleine Maus durch unsere Mülltüte im Rucksack geknabbert. Eine Kakerlake wollte nachts in den Genuss einer Dusche kommen. Wir haben uns darauf geeinigt das wir uns gegenseitig in Ruhe lassen.

    Wir starten den dritten Tag unseres Dschungelabenteuers mit einer weiteren Bootsfahrt. Das Ziel heute: Piranhas angeln! Ein langer Stock, ein Nylonfaden, ein Haken und Stück Fleisch als Köder und schon geht es los. Unser Guide Rom versucht sein Glück, aber es will einfach nicht klappen. Er gibt die Angel an unseren Bootslenker Manu weiter und keine Minute später hat er einen am Haken. Ein ganz besonders großes Exemplar des weißen Piranhas. Er zieht den Haken ab und wir können die Zähne bestaunen!
    Wir dürfen dann auch noch ran und uns beiden gelingt es, einen an die Angel zu bekommen, aber das Fleisch ging leider zu leicht vom Haken und mit ihm der Piranha. Aber hey, jetzt hatten wir mal einen am Haken!

    Wir schippern wieder weiter, denn wir besuchen die Siona Gemeinschaft, die mitten im Regenwald leben. Aus unserem Plan, die Umgebung zu observieren wird leider nichts, denn plötzlich schüttet es aus Eimern! Manu brettert einfach ohne Rücksicht Richtung Dorf und wir schauen, dass die Ponchos möglichst alles bedecken.

    Im Dorf angekommen, dürfen wir beim Yuca ernten helfen. Marcel hilft der Bewohnerin die Wurzel rauszuziehen und Lisa fühlt sich dabei an die Alraunen in Harry Potter erinnert. Der Schrei bleibt aber aus und so begeben wir uns wieder in die Hütte, um die Yuca zu verarbeiten und daraus Brot herzustellen. Wir raspeln die Wurzel, nachdem wir sie geschält haben und die Masse wird in einem speziellen​ Palmenblattgeflecht ausgedrückt, bis alles Wasser rausgepresst ist. Heraus kommt feinstes Yucamehl.
    Dieses wird ohne Wasser oder Öl einfach auf eine Art heißen Stein verteilt und gebacken. Einmal gedreht und fertig! Schmeckt sehr lecker!

    Da Marcel scheinbar nicht satt geworden ist, stillt er seinen Hunger oder besser seine Abenteuerlust mit Mayon auch besser bekannt als riesige, gelbe Larve. Ein echter Eiweißspender!
    Lebendig (!) werden diese aufgespießt oder gleich auf den Grill geworfen. Marcel's Fazit: "Schmeckt wie geräucherte Forelle".

    Wenn man so tief im Amazonas ist, versteht es sich von selbst, einen Schamanen zu besuchen. Er erklärt uns seine Ausbildung und wedelt und singt die böse Energie weg. Anschließend dürfen wir noch Blasrohrpfeile schießen. Das Rohr ist unheimlich groß und schwer. Während Marcel fast das Ziel trifft, scheitert Lisa kläglich.

    Da es immer noch regnet, rasen wir zur Lodge zurück und versuchen unser Glück nochmal bei einer Nachtfahrt. Und wir werden fündig: wir erspähen zwei Schlangen, sogar eine, die selbst Rom nicht so häufig zu Gesicht bekommt: die Boa Esmeralda.
    Eigentlich ganz hübsch, die Tierchen.

    Am nächsten Morgen schauen wir uns vom Boot den Sonnenaufgang an, in unseren Augen faszinierender als der Sonnenuntergang. Die Sonne steigt so schnell empor, dass wir uns mit einem Bild beeilen müssen. Dafür steht das Licht so gut, dass​ wir auf dem Rückweg zum Frühstück in der Lodge noch ein Faultier im Baum entdecken. Wie ein Ball hat es sich zusammengerollt und ist auf den ersten Blick nicht als Tier zu erkennen. Ganz langsam bewegt es sich und wir erkennen sogar die drei Finger an seiner Hand. Nach dem Frühstück fahren wir wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt Lago Agrio.
    Die Tierbeobachtung endet wie sie angefangen hat: mit einer Anaconda. Diesmal einem ausgewachsenem Tier, mehr als drei Meter lang. Atemberaubend! Das größte im Amazonas gefundene Exemplar war 9 m lang und 200 Pfund schwer.

    Der Amazonas war ein einmaliges Erlebnis. Die Abgeschiedenheit und Nähe zur Natur lässt einen alles viel bewusster wahrnehmen und es gilt den Regenwald, dieses einzigartige Stück Erde, zu schützen!
    Read more

  • Day108

    Amazonas Teil 1

    May 23, 2017 in Ecuador

    Wir haben es geschafft! Nachdem wir den Regenwald in Bolivien und Peru links (bzw. eher rechts) liegen lassen haben, wagen wir uns für 4 Tage und 3 Nächte in Ecuador ins Amazonasgebiet Cuyabeno.
    Mit dem Boot geht es bei sonnigstem Wetter zum Basecamp der Caiman Lodge, aber der Regenwald heißt ja nicht umsonst "Regen"wald und schon setzt ein schöner Schauer ein. Schnell geht dieser über in einen sinnflutartigen Monsun und die riesigen, im Boot bereitgelegten Ponchos, in denen man aussieht wie ein Michelin-Männchen, machen sich bezahlt.
    So schnell wie er kommt, ist er auch wieder vorüber und wir können die Aussicht auf Palmen, Lianen und jede Menge Buschgestrüpp genießen. Auf dem Zwei-Stunden-Ritt zur Lodge sehen wir schon jede​ Menge Affen und sogar eine Baby Anaconda! Sie hat es sich auf einem Ast in der Sonne gemütlich gemacht.

    Die Lodge liegt ganz abgeschieden irgendwo im nirgendwo. Bleibt uns bis jetzt ein Rätsel, wie der Guide den Eingang findet. Es ist so schön gemütlich und die ganze Zeit hört man typische Dschungelgeräusche wie Grillenzirpen, Affengebrüll und Vogelgezwitscher. Unser Programm startet mit einer weiteren Fahrt, bei der wir verschiedene Vögel erspähen und einen Kaiman sehen. Gegen Abend schwimmen wir eine Runde in der großen Lagune, die nicht das ganze​ Jahr über existiert. In der Trockenzeit sinkt der Wasserspiegel um 4 m und nur ein schmaler Fluss bleibt übrig. Das Schwimmen in der Lagune ist auch sehr sicher, in anderen Teilen des Flusses können Piranhas, Kaimane oder Zitteraale lauern. Die Aale setzen bei Berührung einen 2000 Volt Stromschlag frei, der nichts am Leben lässt. Im Dschungel hat man wirklich das Gefühl, von allem getötet werden zu können. Vom kleinen Moskito zum Krokodil ist alles dabei.

    Am nächsten Tag geht es auf zur Dschungelexpedition. Rein in die Gummistiefel (aber erstmal nachschauen, ob sich auch keine Spinnen, Käfer oder sonstiges eingenistet haben) und allerlei über die Flora und Fauna erfahren. Wir kauen bittere Blätter, die bei Malaria helfen sollen, trinken den Saft eines Baumes, der bei Durchfall wirkt, schreiben auf Blätter, die von den Einwohnern als Landkarten genutzt worden sind und sehen lauter kleines Getier: Spinnen, Schmetterlinge, Heuschrecken. Am faszinierendsten sind die Ameisen, die eine ellenlange Straße bilden und die Blätter zum Ameisenhaufen tragen. Hier könnten wir stundenlang stehen und zuschauen! Wir machen halt an einem riesigen Wespennest. Dort müssen wir nun alle ganz laut schreien und die Wespen machen anschließend als Abwehrsignal ein Geräusch welches genau dem marschierender Soldaten gleicht. Daher auch der Name "marschierende Wespen". Die Luftfeuchtigkeit nimmt gefühlt Meter für Meter zu und wir sehnen uns nach einem erfrischendem Bad in der Lagune. Das Gefühl, sich nach dem Dschungel aus den verschwitzen Klamotten zu schälen und vom Boot in das angenehm warme Wasser zu springen ist unbeschreiblich.
    Auf dem Rückweg zur Lodge ruft unser Bootslenker ganz aufgeregt: "Delfine"! Ja richtig gelesen: im Amazonas leben Flussdelfine. Sie sind sehr träge und kommen nur zum Atmen an die Wasseroberfläche, aber wir sind glücklich, dass​ wir sie gesehen haben.

    Auf dem Rückweg zur Lodge genießen wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. Grandios diese Spiegelung!

    Nach dem Abendessen laufen wir noch eine Runde durch den Dschungel. Viel bekommen wir leider nicht zu sehen, aber es reicht um die Spinnenphobie bei einigen zu festigen. Sogar eine riesige Tarantel ist dabei, allerdings verkriecht sie sich schnell in ihr Loch. Verständlich bei dem Getrampel und Taschenlampenlicht.

    Anschließend gehen wir auf den Turm unserer Lodge. Von hier hat man tagsüber einen Überblick über das schier endlose Blätterdach des Amazonas und nachts einen traumhaften Blick auf dem Sternhimmel. Anschließend heißt es aber auch schon bettfertig machen, Strom gibt es nämlich nur morgens​ von 6 bis 9 und abends von 18 bis 22 Uhr.

    Mal schauen, ob es sich heute auch so gut wie in den ersten beiden Nächten schlafen lässt!
    Read more

  • Day63

    Off to the Amazon

    February 26 in Ecuador

    Sacha Lodge to be precise. But very hard to get out of my Wyndham Hotel bed - could have stayed there all day watching TV.

    So the amazon is an hour flight, 2 1/2 hours by boat, a 20 minute walk and then a half hour canoe ride away!

    It produces 75% of the world's oxygen - the lungs of the world.
    Ecuador's amazon is small but has an extensive biodiversity.

    The lodge is upmarket and when at capacity accommodates 65 guests. We have about 40 I think. You are divided into groups of 4 -5 and each group had a naturalist and a native guide. The native guide spots the animals/insects.

    Only ceiling fans in the room and the fast speed is not that fast but its a very nice room and bathroom. There is also a balcony with a hammock but not sure if it will be too humid to lay in.

    Think I will be having several cold water showers a day. So humid!

    So after snacks, briefings and room settling we have dinner and then do a night walk.

    Its beautiful here and the jungle is lush. No rain for a couple of weeks which is unusual but we are lucky that it rained earlier as it means more animals and insects will come out. When its hot they are hard to spot.

    So early starts - 5.30am! We will do walks and/or canoe trips morning, late afternoon and night. Siesta time during the hottest part of the day.
    Read more

  • Day104

    Cuyabeno, Amazonas

    April 10, 2017 in Ecuador

    Der Regenwald ist nass. Also so richtig nass. Scheiße ist das nass, nass. So richtig “wir sind zwar nicht gekentert, aber ein Unterschied macht das auch nicht“, nass. ... So nass, dass man nicht mehr weiß ob das Regencape das Wasser drinnen oder draußen halten soll, nass.
    Okay, man kann jetzt behaupten das ist nun mal der REGENwald. Oder man kann auch sagen, dass wir gerade mitten in der Regenzeit sind. Das können wir ja nicht leugnen... Aber wir sind gerade einmal 3h vom Eingang des Reservates auf dem Kanu bis zu unserer Lodge gefahren und bis auf die Knochen nass. Schon ein bisschen frech...
    Um den folgenden Beitrag nicht unnötig spannend zu gestalten, wird hier jetzt vorweg genommen, dass wir im weiteren Verlauf unserer Tour bis auf den letzten Tag, von schlimmeren Regenfällen verschont worden sind. Um die Spannung allerdings nicht vollkommen zu nehmen, wird hier verraten, dass sich einer von uns böse verkühlt, ABER nicht wer.
    Nach unserem ersten, nicht wirklich zufrieden stellenden Ausflug in den peruanischen Dschungel, wagen wir in Ecuador nun also einen zweiten Anlauf.
    Am ersten Tag geht es also von Lago Agrio (Nueva Loja) erst 2h mit dem Shuttle und dann weitere 3h im Kanu auf dem Cuyabeno-River zu unserer Unterkunft für die nächsten fünf Tage, der Guacamayo Ecolodge. (Hier ist darauf hinzuweisen, dass der Name Guacamayo nicht wie anfänglich von uns vermutet von den Wörtern Guacamole und Mayonese herrührt, sondern der hiesige Name für Aras ist.)
    Schon auf den ersten Kilometern (kurz bevor der starke Regen einsetzt) bekommen wir die ersten exotischen Tiere zu Gesicht, einen Tucan und Totenkopf Äffchen. Kurz darauf wird der Regen so stark, dass man kaum noch die eigene Hand vor den Augen sehen kann, deshalb geht es von nun ohne Ausschau zu halten so schnell wie möglich zur Lodge.
    Am frühen Abend, nachdem wir uns ein wenig ausruhen und stärken konnten, geht es mit dem Kanu wieder los, diesmal zur Laguna Grande. Hier bekommen wir die Möglichkeit, bei einem atemberaubenden Sonnenuntergang (siehe Fotos) zusammen mit Kaimanen und Piranhas im Amazonas zu baden. Ein Punkt mehr abgehackt auf der Bucketlist.

    In den nächsten Tagen machen wir immer wieder Touren zu Land und zu Wasser, am Tage und bei Nacht, um die Flora und Fauna des ecuadorianischen Amazonasgebietes zu erkunden. Unser Guide Jakob (Sohn eines Shamanen und selbst aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Cuyabeno-Reservat) stellt sich als wahrer Profi im spotten von Wildtieren heraus. Glück gehört natürlich auch dazu, aber das war häufig auf unserer Seite und so bekommen wir überdurchschnittlich viel zu Gesicht. 8 von 10 Affenarten (Totenkopfäffchen, Wollaffen, Mönchsaffen, Löwenkopfaffen, Nachtaffen, Kapuzineraffen, Yellow Hand Titi Monkey (Callicebus Lucifer) und White Mustache Affe). Die neunte, der Brüllaffe, war allabendlich nur zu hören. Des weiteren durften wir (pinke) Flussdelfine, Kaimane,
    Anacondas (und andere Boas), Piranhas, Aras, Hoatzine und vieles mehr beobachten. Unser Highlight waren allerdings die Zwei-Finger-Faultiere die unser Guide dreimal für uns entdeckt hat, obwohl sie sich nahezu perfekt vor unseren Augen als Termitennester getarnt haben.
    Am vierten Tag reduziert sich unsere Gruppe um die Hälfte auf fünf Personen, was uns für den Rest der Zeit die Möglichkeit gibt, vom Motorkanu auf eins mit Muskelantrieb umzusteigen. Dies hat wiederum den Vorteil, dass wir uns auf kleine Flussausläufer und auf für Motorboote gesperrte Gebiete konzentrieren können. Dazu gehört unter anderem die Kaiman Lagune des Reservats, welche eine der größten ihrer Art und von Kaimanen am stärksten besiedelten Lagune des gesamten Amazonasgebietes ist. Ein unglaublich schönes Terrain mit einem ganz speziellen Flair. Hier bekommen wir zwar keine der (momentan Nester bauenden) Kaimane zu sehen, dennoch ist es ein weiteres besonderes Highlight. Besonders als Remo, ein Möchtegern-Deutscher (Schweizer) aus unserer Gruppe, genau in diesem Gebiet, als einziger auf der gesamten Tour, unfreiwillig baden geht. Er war tatsächlich genauso schnell drinnen, wie wieder draußen. Ein hoch auf die Schwerkraft. Selbst unserem Guide stockte in diesem Moment kurz der Atem.
    Dies ist auch der Tag an dem uns das Wetter wieder nicht ganz so wohl gesinnt ist. Es regnet den ganzen Tag... also wirklich den ganzen. Ohne Unterbrechung. Da es allerdings angenehm warm ist und unsere Regencapes mal wieder ihren Dienst verweigern, finden wir uns schnell damit ab komplett durchnässt zu paddeln und finden bald sogar Gefallen daran. Da wir eh schon nass sind, gehen wir kurzerhand mit Klamotten baden und legen den größten Teil des Rückwegs außerhalb des Kanus zurück. Ich schwimme oder lasse mich am Seil wie ein Lebendköder hinterherziehen, Saskia stapelt sich mit zwei anderen auf einem Kajak und “paddelt“ mehr schlecht als recht den Weg so zurück. (Laura aus Dänemark hat sich eine speziell “ich will immer selber paddeln“ Kajak-Tour gebucht, warum auch immer).

    Unser zweiter Anlauf in den Dschungel war also ein voller Erfolg, mit viel Abenteuer, lustigen Leuten, einer Menge Spaß und ... Regen. Leider waren die fünf Tage viel zu schnell vorbei. Der einzige Vorteil wieder zurück in die Zivilisation zu kommen liegt darin unsere Wäsche endlich mal wieder waschen und trocknen zu können. Kurz nach unserer Abfahrt von Lago Agrio zurück nach Quito hatten wir dann unseren ersten Busunfall hier in Südamerika, aber wir sind zum Glück unverletzt geblieben.
    Read more

  • Day64

    Amazon day 2

    February 27 in Ecuador

    Rained all night so hopefully we see lots of wildlife today as they come out to dry and warm up.

    First off its a canoe ride. Then we climb a tower 40 metres up.

  • Day15

    3 Tage im Amazonas

    March 16 in Ecuador

    Wir waren nun die letzten drei Tage im Amazonas Gebiet unterwegs und es war großartig! Wir haben so viel gesehen von Tukan über Totenkopfäffchen und Kaimane 🐒🐦🐊 nur große Schlangen waren leider nicht dabei. Zudem war unsere Unterkunft Nicky Lodge hervorragend gutes Essen und prima Guides

  • Day22

    Amazonas / Ausflüge

    June 22, 2016 in Ecuador

    Ecuador wurde in diesen Tagen in einigen Teilen des Landes von heftigen Regenfällen heimgesucht. Diese bekamen auch wir zu spüren und sassen manchmal bei strömendem Regen im Boot - eingekleidet mit den (so wie sie rochen) immerfeuchten Regenmäntel und Stiefeln, die wir von der Lodge glücklicherweise ausgeliehen bekamen.
    Meistens hatten wir aber Glück und es war trocken, und ein paar Mal sahen wir sogar die Sonne.
    Wir unternahmen verschiedene Touren, welche jede für sich eindrücklich war.

    Bootstour: Im Amazonasgebiet leben die einzigen Süsswasserdelfine der Welt; der Amazonasdelfin oder auch Pinke Delfin genannt. Er ist nicht ganz so springfreudig wie seine anderen Artgenossen und darum muss man von Glück reden, wenn man genau im richtigen Moment an die richtige Stelle blickt, wo der Delfin auftaucht um Luft zu holen. Tatsächlich ist er übrigens leicht rosa!
    Unser Tourguide entdeckte ziemlich viele verschiedene und zum Teil auch recht grosse Schlangen, wie zum Beispiel Boa Constrictors oder Anacondas. Um diese im Gebüsch gut sehen zu können, war es von Vorteil, aufzustehen. Und so versenkte ich kurzerhand meinen Feldstecher im braunen Flusswasser, da ich vergass, dass besagter noch auf meiner Schoss lag...
    In der Mitte einer Lagune konnten wir den Sonnenuntergang geniessen und ein Sprung ins kühle Nass wagen, denn Schlangen und Kaimane entfernen sich nicht so weit weg vom Ufer. Als einzige Gefahr gilt der in der Umgangssprache so genannte Penisfisch, der dem Urin folgt, in die Harnröhre schlüpft und sich mittels Widerhacken festkrallt. Also nie pinkeln im Amazonas! ;-)
    Viele Tiere sind nachtaktiv. Wir suchten auf dem Wasserweg nach Schlangen und Kaimanen. Schlangen waren wesentlich einfacher zu finden. Sie bewegten sich sehr aktiv in den Bäumen und wir konnten sogar unter ihnen durchfahren und sie von ganz nahe beobachten, was einige sehr begeisterte (zum Beispiel mich), jedoch andere in Angst und Schrecken versetzte und diese beinahe aus dem Boot gesprungen wären (dabei spielte das Geschlecht gar keine Rolle, wo ich doch solche Reaktionen vorher nur von weiblichen Spinnenhassern kannte...).

    Spaziergang im Regenwald: Was nach Abenteuer klang, war in Tat und Wahrheit tatsächlich nur ein Spaziergang, denn die Trampelpfade der Menschen waren deutlich zu sehen und wir mussten uns nicht mit der Machete den Weg freischlagen. Wir sahen ein paar interessante Pflanzen und Blüten sowie etliche Insekten. Das Highlight dieses Ausfluges war jedoch die Über-, bzw. Durchquerung eines Sumpfes. Während unser Guides scheinbar spielend den Sumpf überquerte - nein überflog! - und von der anderen Seite aus total sauber und trocken gute Ratschläge herüberrief ('ihr müsst auf die Holzbretter stehen!'), versuchten wir anderen, diese Herausforderung irgendwie zu meistern. Diese Hölzer zu finden war schier unmöglich, denn je länger man nach festem Grund suchte, desto tiefer sank man mit dem anderen Fuss ein und konnte diesen kaum noch herausziehen, ohne den Stiefel zu verlieren. Es gab viele Lacher, zwei, drei Stürze bei einzelnen und sobald der erste Stiefel mit Schlamm gefüllt war, war es sowieso überflüssig, sich die Mühe zu machen, sauber und trocken auf der anderen Seite ankommen zu wollen.
    Der Schlamm liess sich aber erstaunlich gut auswaschen - wenigsten das!

    Nachttour zu Fuss: Ich versprach mir viel von der bevorstehenden Nachttour im 'gefährlichen' Regenwald. Aber die zu grosse und vorallem zu laute Gruppe mit zu vielen Leuten, die aus irgendwelchen Gründen Angst hatten, lies es leider nicht zu, irgendetwas Spektakuläres zu sehen. Immerhin bekamen wir ein paar sehr grosse (und giftige) Spinnen zu Gesicht und ein grosser Falter, welcher gerade aus seinem Kokon schlüpfte.

    Besuch bei einem Stamm: Die Lady zeigte uns, wie sie die Yucapflanze erntet. Die grossen Wurzelknollen verarbeiteten wir mit mehreren Schritten zu einer Art Mehl, welches die Frauen auf eine Steinplatte über dem Feuer verteilte und auf beiden Seiten kurz backen liessen. Das ergab eine Art eher geschmackloses Fladenbrot.
    Zudem demonstrierte uns der Shamane (Medizinmann) des Stammes, wie er herausfinden kann, was seinem Patienten fehlt; jedoch ohne vorher seinen Trank zu trinken, den ihn danach in Trance versetzt.
    Das Beste am ganzen Ausflug war aber, dass ausgerechnet ein Schweizer Zivildienstler unserer Gruppe als einziger den Pfeil per Blasrohr perfekt ins Ziel blies (abgesehen vom Einheimischen selber natürlich), kurz nachdem uns der Shamane erklärt hatte, dass die Jäger jahrelanges Training absolvieren, bevor sie auf die Jagd gehen könnten (wohlbemerkt, der Treffer war reiner Zufall und versetzte auch den Medizinmann ins Staunen).
    Read more

  • Day20

    Amazonas / Cayman Lodge

    June 20, 2016 in Ecuador

    Die Anfahrt von Quito zur 'Brücke' kam uns schon ellenlang vor, trotz der Tatsache, dass wir durch die Nacht durch fahren konnten.
    Die 'Brücke' in Tarapoa ist der Ausgangspunkt für viele im Amazonas liegende Lodgen im Cuyabeno Nationalpark. Von hier aus werden die Lebensmittel via Boot zu den Unterkünften verteilt und von hier aus fuhren auch wir drei weitere Stunden hinein in den vermeindlich unberührten Regenwald auf dem Wasserweg.

    Leider wird die Menschheit von Geld gesteuert und das trifft erschreckenderweise auch auf die Völker im Amazonas zu, welche zwar steif und fest behaupten, immer noch die alten Traditionen zu leben, in denen Geld keine Rolle übernehme, denn man lebe von Mutter Natur - aber schlussendlich wohl doch eher vom Geld der grossen Ölindustrie...
    Tatsächlich gebe es aber ganz tief im Amazonasgebiet noch Völker, die noch nie in Berührung mit der modernen Zivilisation kamen.

    Unsere Lodge, welche wir nach über drei Stunden dann doch noch erreichten, denn unterwegs sahen wir bereits verschiedenste Tiere, wie zum Beispiel diverse Affenarten oder gar eine Anakonda, bot genug, aber nicht zuviel Luxus, verfügte über hübsche Holzhäusschen, und das Essen war sehr lecker.
    Viele Äffchen näherten sich jeweils neugierig der Anlage, Papageien in den schönsten Farben flogen mit lärmigem Krächzen über unsere Köpfe hinweg, Libellen, Grashüpfer und Frösche kreuzten unsere Wege, aber abgesehen von zwei, drei Kakerlaken und kleinen Spinnen im Raum, war alles nicht so gefährlich und furchteinflössend, wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Auch Mücken waren eher rar, was uns sehr beruhigte, barg der Amazonas in unseren Augen das grösste Malariarisiko. Doch Malaria sei in diesem Gebiet fast nicht mehr vorhanden.
    Read more

You might also know this place by the following names:

Provincia de Sucumbíos, Provincia de Sucumbios

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now