• Werner Götz
7月 2025

In Luxemburg und Belgien

Eine rund zweiwöchige Tour durch Luxemburg und Belgien mit dem Wohnmobil もっと詳しく
  • 旅行の開始
    2025年7月13日

    Die Stadt Luxemburg

    7月14日, ルクセンブルク ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir starten unsere Tour durch Luxemburg und Belgien in der Stadt Luxemburg, Lëtzebuerg, so auf Luxemburgisch ist die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg und eine geschichtsträchtige sowie multikulturelle Stadt. Sie ist für ihre Festungsanlagen, ihre Altstadt (Weltkulturerbe der Unesco) und ihre Rolle als einer der Hauptsitze der Europäischen Union bekannt.
    Top Sehenswürdigkeit sind etwa die Bockkasematten, ein unterirdisches Gangsystem von 17 km Länge aus dem 17. Jahrhundert, einst ein wichtiger Teil der riesigen Festungsanlage, die im 19. Jahrhundert geschleift wurde. Bei dem Marsch durch die dunklen Gänge hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Altstadt.
    Besucht haben wir natürlich auch die Altstadt mit ihren historischen Gebäuden, engen Gassen und der mittelalterlichen Stadtmauern. Hier bietet sich der Wenzel-Rundweg an, einen Plan gibt es im Tourismusbüro. Beworben wird er mit 1000 Jahren Stadtgeschichte in 100 Minuten, und das passt für den rund drei Kilometer langen Rundweg, der zahlreiche Höhenmeter und Stufen aufweist. Und das eine oder andere Cafe verlängert die Zeit doch spürbar. In einem Tag hat man aber so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten inklusive den Pausen durch, dazu gehören auch der Grand Ducal Palace und die Kathedrale Notre-Dame. Nicht zu vergessen die Panoramapromenade Chemin de la Corniche, sie wird gern als der schönste Balkon Europas bezeichnet. Er bietet einen einzigartigen Ausblick über das Alzette-Tal und die Altstadt.
    Luxemburg ist zugleich einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt, Verwaltungssitz vieler EU-Institutionen sowie des Europäischen Rechnungshofs und des Europäischen Gerichtshofs. Bemerkenswert: rund 70 % der städtischen Bewohner sollen Ausländer sein, ein Rekordwert in Europa.
    Von unserem, etwas außerhalb gelegenen Campingplatz kommt man am besten mit dem Bus in die Stadt, der fährt Wochentags alle zehn Minuten auch in der Peripherie (Sonntags alle 30 Minuten) und ist wie der gesamte öffentliche Nahverkehr für alle kostenfrei.
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  • Echternach, die älteste Stadt Luxemburgs

    7月15日, ルクセンブルク ⋅ ☁️ 19 °C

    Echternach, unser heutiges Besuchsziel ist die älteste Stadt Luxemburgs, bietet viel Geschichte, alte Gemäuer und reizvolle Natur. Besonders erwähnenswert ist sicherlich die Basilika St. Willibrord. Seit ihrer Gründung den heiligen Willibrord im Jahr 698 prägt die Abtei mit ihrer romanisch-gotischen Basilika, den gotischen und barocken Elementen sowie der berühmten Krypta nicht nur das Stadtbild, sondern ist zudem Schauplatz der europaweit bekannten Echternacher Springprozession, die immer am Pfingstdienstag stattfindet. Bei dieser Prozession springen die Teilnehmer zu Polkamelodien in Reihen durch die Straßen der Stadt hin bis zum Grab des 739 verstorbenen heiligen Willibrord in der Basilika. Die Prozession ist als immaterielles Kulturerbe der Menschheit von der Unesco geadelt.
    Im Oktober 1886 erhielt Echternach übrigens als erste Stadt Luxemburgs und als eine der ersten Städte Europas eine öffentliche und private elektrische Beleuchtung. Initiator und Betreiber der Anlage war der Erfinder Henri Tudor, Erfinder des ersten brauchbaren Bleiakkus.
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  • Beaufort - eine mittelalterliche Ruine

    7月16日, ルクセンブルク ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Burg Beaufort, unser nächstes Ziel, wurde zwischen 1150 und 1650 erbaut und vereint verschiedene Baustile, darunter Romanik und Renaissance. Die alte Burgruine ist seit 1932 für die Öffentlichkeit zugänglich und kann frei besichtigt werden, während das oberhalb liegende jüngere Schloss nur im Rahmen von Führungen besucht werden kann. Die begann etwa fünf Minuten bevor wir eintrafen, die nächste ist erst in drei Stunden. Zu spät für uns, also begnügen wir uns mit der Ruine - die ich sowieso faszinierender finde. Hier ist einfach mehr Fantasie gefragt.もっと詳しく

  • Vianden, eine Perle Luxemburgs

    7月16日, ルクセンブルク ⋅ ☁️ 20 °C

    Vianden ist eine eine malerische Stadt im Norden Luxemburgs, bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und eine schöne Landschaft ringsherum. Highlight ist sicherlich die Burg Vianden, nationales Kulturgut der Luxemburger und wirklich beeindruckend, auch wenn man schon unzählige Burgen gesehen und besucht hat. Sie gilt als eine der bedeutendsten mittelalterlichen Festungen in Luxemburg und weist eine reiche Geschichte auf, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich als Residenz der Grafen von Vianden erbaut, diente sie im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz. Ihre Blütezeit erreichte sie im 13. und 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert versterben die Grafen von Vianden, sie geht in den Besitz der Herren von Nassau über und verliert ihre Bedeutung. Im 17. und 18. Jahrhundert beginnt sie zu verfallen, wird von Spekulanten ausgeschlachtet und diente als Steinbruch. Ab 1977, inzwischen im Besitz des Luxemburgischen Staates, beginnt die Restauration.
    Die Burg Vianden vereint verschiedene Baustile, von Romanik bis Gotik, und ist ein herausragendes Beispiel für die mittelalterliche Baukunst und inzwischen ein nationales Symbol Luxemburgs. Heute zieht die Burg jährlich Tausende von Besuchern an und beherbergt kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen.
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  • Naturpark Robbesscheier

    7月17日, ルクセンブルク ⋅ ⛅ 18 °C

    Am Vormittag liegt das Naturerlebniszentrum Robbesscheier auf dem Weg, also hin und einen Halt gemacht. Das etwa sechs Hektar große Gelände bietet eine Mischung aus Naturerfahrung, traditionellem Handwerk und Tieren, besonders gut geeignet für Kinder und ihre Familien. Aber auch unsereins kann hier schön entlang schlendern, besonders wenn man wie wir fast allein ist.
    Wir schauen uns an, wie aus Schafwolle der Garn entsteht und versponnen wird, ein Treibhaus und große Gemüsegärten bringen dem Nachwuchs nahe, wie man Gemüse und Obst anbaut, auch Esel und Ardenner Pferde, kräftige Kaltblüter sind zu sehen. Mit letzteren wird bei verschiedenen Events und Workshops auch die Holzarbeit im Wald gezeigt, darunter auch Holzrücken, Thema sind zudem Bienen, die Imkerei und Kerzenherstellung und vieles mehr. Ein schöner Platz für die Kids und einen Spaziergang für die Alten wert. Kostet übrigens keinen Eintritt. In Robbesscheier werden regelmäßig Events, Workshops und verschiedene Programme für Schulklassen angeboten, die auf die Natur und Umweltbildung fokussiert sind. Das Naturerlebniszentrum Robbesscheier ist ein toller Ort, um Natur zu erleben und mit der Familie oder Freunden einen informativen Tag zu verbringen.
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  • The Familiy of Man

    7月17日, ルクセンブルク ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir sind in Clervaux angekommen. Dominiert wird die kleine Stadt von Schloss und Kirche. Wir starten unseren Rundgang bei der Église de Clervaux, von außen ein imposanter Bau, innen dagegen recht schlicht. Erbaut wurde sie erst zwischen 1925 und 1928 im neogotischen Baustil. Während des zweiten Weltkrieges in der Ardennenschlacht schwer beschädigt, restaurierte man sie in den 1950er-Jahren.
    Das gleichnamige Schloss des kleinen Ortes thront majestätisch über der Stadt und spiegelt die reiche Geschichte der Region wider. Erbaut um 1096 diente es ursprünglich als Verteidigungsanlage und Wohnsitz für die Grafen von Clervaux und entwickelte sich zu einem wichtigen strategischen Punkt, war ein Zentrum der Macht und des Einflusses in der Region. In den Jahren 1635 bis 1648, während der Fronde und des Dreißigjährigen Krieges, wurde das Schloss stark beschädigt und fiel in den Besitz der französischen Krone. Im 18. Jahrhundert baute man es wieder auf, mit der Zeit verlor es jedoch seine Bedeutung als militärische Festung und wurde zunehmend zu einem Wohnsitz.
    Während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere im Jahr 1945, wurde das Schloss erneut erheblich beschädigt, Teile des Gebäudes brannten nieder. Nach dem Krieg wurde das Schloss erneut umfangreich restauriert und seit den 1990er Jahren wurde es zu einem kulturellen Zentrum, das die berühmte Fotoausstellung **„The Family of Man“** von Edward Steichen beherbergt. Diese Ausstellung zeigt Bilder von Lebens- und Kulturmomenten aus der ganzen Welt und ist ein Muss für jeden Besucher, ist zugleich Weltdokumentenerbe der Unesco. Für uns übrigens der Hauptgrund für den Besuch des Schlosses. Zugleich finden sich in dem Schloss umfangreiche Modelle sämtlicher Burgen des Landes und ein Militärmuseum zur Ardennenschlacht.
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  • Musée Rural A Schiewesch

    7月18日, ルクセンブルク ⋅ ☁️ 21 °C

    Nicht weit weg von Clervaux befindet sich das Musée Rural A Schiewesch. Die ganze Zeit über waren wir hier die einzigen Besucher, neben den Beschäftigten natürlich. Das ist etwas schade, denn das Museum bietet Besuchern einen guten Einblick in das ländliche Leben und die Kultur in den Ardennen im 19. und 20. Jahrhundert.
    So findet sich eine umfangreiche Sammlung von landwirtschaftlichen Geräten und Werkzeugen. Austellungen zur Handwerkskunst und den Bräuchen, die das tägliche Leben prägten, sind ebenfalls Teil der Sammlung.
    Untergebracht ist das Museum ist in einem typischen luxemburgischen Bauernhaus, bietet somit auch Einblicke in die Architektur und das Interieur der ländlichen Bevölkerung.
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  • In Belgien: La Roche-en-Ardenne

    7月18日, ベルギー ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir haben Luxemburg verlassen, sind jetzt in Belgien. Unser erster Stopp und zugleich Campingplatz liegt bei La Roche-en-Ardenne, ein kleines Städtchen in der belgischen Region Wallonien, bekannt für seine schöne Landschaft, historische Stätten und viele Freizeitmöglichkeiten. Das sieht man auch daran, dass es in der Region zahlreiche größere Campingplätze gibt. Nicht unbedingt unsere Priorität, wir bevorzugen kleine oder private Stellplätze. Aber will man die Stadt besuchen, muss man in den sauren Apfel beißen. La Roche-en-Ardenne liegt im Herzen der Ardennen und ist ein beliebtes Ziel für Natur- und Geschichtsinteressierte.
    Der Ort hat eine lange Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1050, als die Gegend von Grafen aus den Ardennen als strategischer Ort anerkannt wurde.
    Die wichtigste historische Stätte ist die Burg von La Roche, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Diese Festung diente als wichtiger Verteidigungspunkt in den Kämpfen zwischen verschiedenen Herrschern und wurde im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach erweitert und restauriert, bis man sie im 18. Jahrhundert während diverser Kriege schwer beschädigte. Sie erlebte zwar im 19. und 20. Jahrhundert mehrere Restaurierungsphasen, um die Ruinen zu sichern, aber viel ist von der einstigen Burg nicht mehr vorhanden. Dennoch, die Burg bietet wunderbare Aussichten auf die umliegende Landschaft.
    Es folgt der obligatorische Bummel mit Restaurantbesuch im alten Stadtzentrum mit seinen engen Gassen. Hier gibt es mehr Cafe´s und Restaurants als Einkaufsläden. Die scheinen das bessere Geschäft mit den Touristen zu machen. Die Stadt ist umgeben von dichten Wäldern und einem Fluss, so bieten sich Wanderungen, Radtouren und Wassersportarten wie Kajakfahren an, falls man länger bleiben will. Uns aber zieht es weiter, außerdem ist zu viel los.
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  • Durbuy, die kleinste Stadt Europas

    7月19日, ベルギー ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir sind in Durbuy, gern als die kleinste Stadt Europas mit 400 Einwohnern tituliert. Das aber ist nicht ganz so sicher und hängt auch von der Definition des Begriffes Stadt ab. Was aber auf jeden Fall stimmt, ist, dass sie einen Besuch wert ist und eine Menge zu bieten hat, besonders die Altstadt von Durbuy mit ihren charmanten und engen Gassen. Man sollte einfach durch die malerischen Gassen mit ihren gut erhaltenen alten Häusern schlendern, das eine oder andere Geschäft durchstöbern und die Süßigkeiten probieren oder auch ein Restaurant oder Cafe genießen. Die Atmosphäre ist besonders im Frühling und Sommer zauberhaft. Besuchen kann man dann noch die
    St. Nascentius Kirche. Und will man länger bleiben, kann man zum Beispiel den Adventure Park Durbuy besuchen. Hochseilgärten oder Zip-Lines stehen auf dem Programm. Oder man nimmt sich Mini-Europa vor, hier sind Miniaturnachbildungen berühmter europäischer Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Und die Umgebung ist gut geeignet für Wanderungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Für uns aber geht es nach dem Altstadtbummel weiter zu unserem nächsten Ziel.
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  • Weltkulturerbe Blegny-Mine

    7月19日, ベルギー ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Blegny-Mine, seit 2012 Weltkulturerbe der Unesco, liegt in der Nähe von Lüttich. Das war unser nächstes Ziel. Schon im 16. Jahrhundert begann hier der Kohleabbau. In den besten Jahren um 1970 förderten 680 Bergarbeiter über 230.000 t hochwertige Anthrazitkohle. Die Mine reichte 700 m in die Tiefe, die unteren Bereiche sind jedoch inzwischen verfüllt respektive überflutet. Bei einem Rundgang kann man Schacht Nr. 1 besuchen, der in 30 und 60 m Tiefe verläuft. Geschlossen hat man die Mine 1980, da man 1975 beschloss, die Subventionen für die wallonischen Bergwerke zu streichen. Damit lohnte der Abbau nicht mehr.
    Heute besuchen jährlich um die 50.000 bis 70.000 Menschen die Mine, können dort im Rahmen von Führungen in den Stollen einfahren und den Ablauf der Kohleförderung vom Abbau bis zur Wasch-und Sortieranlage und der Verladung besichtigen. Dabei kann man auch kurz die Druckluftwerkzeuge in Betrieb nehmen und den Lärm genießen, den die Arbeiter den ganzen Tag ausgesetzt waren. Ein Bergwerksmuseum ergänzt das alles und wer noch Zeit und Lust hat, kann sich mit der überraschenden Artenvielfalt und dem Biotop auf der ehemaligen Abraumhalde befassen. Auf dem Schieferberg, einem Überbleibsel der Halde, hat die Natur ihren Platz zurückerobert. Und in 57 m Höhe bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Gegend.
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  • Am Tongeren Antikmarkt

    7月20日, ベルギー ⋅ ☁️ 19 °C

    Der Antikmarkt in Tongeren ist ein Paradies für Liebhaber von Antiquitäten und Vintage-Objekten und soll mit rund 350 Anbietern zugleich der größte in ganz Benelux sein. Er findet jeden Sonntag Morgen ab 7 Uhr statt, früh dort sein heißt es also. Besonders positiv, gegenüber anderen Antikmärkten etwa in Deutschland ist das Preisniveau deutlich niedriger, dürfte etwa bei der Hälfte liegen. Dementsprechend sind schon früh professionelle Händler unterwegs. So konnten wir selbst Asiaten beobachten, die Antiquitäten per Videochat mit Kunden oder Händlern in Asien bewerteten und einkauften. Einer war zum Beispiel auf Lampen fokussiert. Viele der professionellen Händler waren mit größeren Handwagen unterwegs und standen schon an, wenn die Fahrzeuge von den Anbietern ausgeräumt wurden..
    Zu finden ist so ziemlich alles was alt ist wie antike Möbel, Spielzeug, Technik, Geschirr, Besteck, Vasen, alte Teppiche, Vorhänge und Tischdecken, Bekleidung, Militaria, Gemälde, Drucke und Zeichnungen, Fotografien und zeitgenössische Kunstwerke, Skulpturen, Uhren und natürlich Schmuck, Bücher, Schelllackplatten mit den dazugehörigen Grammophonen, Schallplatten, alte Radios und Lautsprecher sowie Gartendekorationen, Pflanzengefäße und Werkzeug. Zudem finden sich auch ungewöhnliche und kuriose Gegenstände, die das Stöbern spannend machen. Für das leibliche Wohl sorgen zahlreiche Stände und Cafes, liegt der Markt doch im Zentrum von Tongeren.
    Tongeren selbst ist zugleich die älteste Stadt Belgiens wurde von den Römern als Atuatuca Tungrorum gegründet. So finden sich auch römische Reste, darunter Ruinen eines Amphitheaters. Das aber ließen wir aus. Wir bummelten noch über den zentralen Marktplatz und besichtigten die Kirche Groot Synthe. Dann ging es zurück zum etwas außerhalb gelegenen Stellplatz zu unserem Wohnmobil.
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  • Waterloo - Napoleons Ende

    7月21日, ベルギー ⋅ ⛅ 20 °C

    Waterloo, an diesem Ort erlebte Napoleon die entscheidende Niederlage und das veränderte die Geschichte Europas nachhaltig. Wenn jemand ein Fiasko mit irreversiblen Folgen erleidet, hat er sein persönliches Waterloo erlebt. Die entscheidende Schlacht fand am 18. Juni 1815 statt, beteiligt waren u. a. die Armeen Napoleons und die koalitionierten Truppen unter dem Befehl vom Duke of Wellington (Großbritannien) und von Blücher (Preußen). Versuchte Napoleon nach seiner Rückkehr aus dem Exil auf der Insel Elba seine Macht in Frankreich wiederherzustellen und die Kontrolle über Europa zurückzugewinnen. Die Kämpfe in Waterloo waren hart und sehr blutig. Letzendlich führten taktische Fehler seitens Napoleons zu seiner Niederlage und dass die Preußen rechtzeitig eintrafen, um Wellington zu unterstützen. Nach dieser Schlacht wurde Napoleon erneut ins Exil, diesmal auf die Insel St. Helena verbannt, wo er bis zu seinem Tod 1821 blieb. Die Schlacht von Waterloo hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die europäische Politik und das Machtgefüge des Kontinents. Sie führte zur Gründung des Wiener Kongresses 1815 und zu einer langen Friedensperiode in Europa, die als Pax Britannica bekannt wurde.
    Auf französischer Seite dürften etwa 73.000 Soldaten an der Schlacht beteiligt gewesen sein, unter Wellington dienten 68.000 Mann und die Preussen boten noch mal 50.000 Mann auf. Schätzungen zufolge gab es an diesem Tag 25.000 bis 30.000 Tote und Verletzte auf französischer Seite und 20.000 bis 25.000 bei der Koalition. Zu Tausenden säumten Tote und Sterbende und tausende tote Pferde das Schlachtfeld. Einheimische versuchten sich zu bereichern und nach wenigen Tagen kamen die ersten Souvenirsammler und Touristen.
    Die Toten begrub man in Massengräbern in diesen für ihre Löss-Gegend typischen Hohlwege. Bei späteren Grabungen fand man nur noch zwei Skelette. Erst 2022 fanden Historiker heraus, dass man etwa 20 Jahre nach der Schlacht die Gebeine ausgegraben hatte, um sie an die Zuckerindustrie zu verkaufen. Knochenkohle verwendete man damals als Filtermaterial, um den Zucker zu entfärben.
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  • Brüssels Wahrzeichen, das Atomium

    7月22日, ベルギー ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir sind beim Atomium in Brüssel angekommen, das vermutlich bekannteste Wahrzeichen der Stadt und ein architektonisches Meisterwerk. Eröffnet wurde es zur Weltausstellung 1958 und stellt einen Eisenkristall in 165 Milliarden fach vergrößerter Form dar. Es besteht aus neun kugelförmigen Strukturen, die durch Röhren miteinander verbunden sind. Sechs der Kugeln sind für Besucher zugänglich. Ein Rundgang führt mit dem Aufzug zur obersten Kugel, von hier aus hat man schöne Ausblicke auf die Stadt. Wieder runter mit dem Aufzug geht es mit Rolltreppen und zu Fuß in fünf weitere Kugeln. Jede hat einen Durchmesser von 18 Metern und die höchste liegt 102 Meter über dem Boden. In den ersten zwei findet sich eine Dauerausstellung zu Geschichte und Bau des Atomiums. In weiteren finden sich wechselnde Ausstellungen und mehrere Licht- und Soundshows. Auch die Rolltreppen sind in die Lichtshows integriert und bieten ein futuristisches Erlebnis. Und am Ende findet sich natürlich ein Souvenirshop in dem man Andenken an das Atomium erwerben kann. Und auch vieles zum Thema Comics, denn Brüssel gilt als die Hauptstadt der Comics, finden sich doch zahlreiche über die Stadt verteilte großformatige Wandmalereien zum Thema auf dem Comic Strip oder ein Comic-Museum und mehrere einschlägige Läden. So kommen etwa die Schlümpfe aus Belgien, Lucky Luke, Tim und Struppi oder Spirou und Fantasio.もっと詳しく

  • Feiern und Staunen in Gent

    7月22日, ベルギー ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Stadt Gent ist bekannt für ihre reiche Geschichte, beeindruckende Architektur und lebendige Kultur. Die kann man derzeit hautnah und live erleben. So finden jedes Jahr die Genter Feste statt, ein Muss für alle Kultur- und Musikliebhaber. Vom 18. bis 27. Juli verwandelt sich die Innenstadt in ein lebendiges Festivalgelände mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Bühnen. Wir sind durch Zufall darauf gestoßen und habe unsere Route entsprechend abgeändert, sind einen Tag in Gent um wenigstens etwas mitzubekommen. So finden sich zahlreiche Bühnen in der Altstadt, auf denen ein vielfältiges musikalisches Programm mit Auftritten von verschiedenen Bands und Künstlern zelebriert wird. Die Genres reichen von Rock über Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik. Daneben finden zahlreiche Theatervorführungen statt, man kann Kunst- und Fotoausstellungen anschauen, und das alles für umsonst. Zugleich lassen sich in den unzähligen Restaurants, Cafés und Ständen lokale Spezialitäten genießen, natürlich nicht für umsonst, oder einfach die Atmosphäre genießen.
    Zudem bieten sich ein Besuch der zahlreichen Sehenswürdigkeiten an. Denn die Stadt hat ihren Ursprung im Mittelalter, wobei ihre Ursprünge bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen. Ein besonders bedeutendes Bauwerk ist die St. Bavo-Kathedrale, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde und den berühmten Genter Altar beherbergt, ein Meisterwerk des flämischen Malers Jan van Eyck. Ein weiteres Highlight ist die Gravensteen, eine eindrucksvolle Burg, die im 10. Jahrhundert erbaut wurde und heute als Museum dient. Hierzu gibt es einen eigenen Post.
    Gent ist auch für ihre Kanäle bekannt, manche bezeichnen die Stadt deswegen als Venedig des Nordens. Besonders die Graslei und die Korenlei sind beliebte Plätze, um das Treiben am Wasser zu genießen und die alten Zunfthäuser zu bewundern. Zudem ist die Stadt ein Zentrum für Kunst und Kultur, mit zahlreichen Museen.
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  • Gravensteen, Zeugnis blutiger Geschichte

    7月22日, ベルギー ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Gravensteen, oder auch Grafenburg, ist eines der markantesten Wahrzeichen der Stadt Gent. Die mittelalterliche Burg wurde im Jahr 1180 von Graf Philip von Elsass erbaut und diente als Residenz für die Grafen von Flandern. Die Gravensteen ist ein Beispiel für die militärische Architektur des Mittelalters und erhebt sich majestätisch im Herzen der Stadt.
    Sie besteht aus massivem Kalkstein und verfügt über mächtige Mauern, einem Wassergraben und runden Türmen. Ihre strategische Lage und robuste Bauweise machten sie zu einer wichtigen Verteidigungsanlage.
    Im Inneren findet sich ein Museum, das man mit einem hervorragend gemachten Audioguide auf Deutsch erkunden kann. Er beschreibt anschaulich das Leben im Mittelalter, aber auch die Folterpraktiken und Hinrichtungen in der Geschichte Flanderns. Gravensteen war damals ein Zentrum für Rechtsprechung in ihrer finstersten Form und auch für Folter, diente als Gefängnis und Ort der Bestrafungen. Im Laufe der Jahrhunderte erwarb sich die Burg einen makabren Ruf für die grausamen Strafen, die in ihren Mauern vollstreckt wurden. Dementsprechend findet sich auch ein großer Folterkeller, um Geständnisse zu erzwingen und Strafen zu verhängen. Die eigentlich immer mit einem grausamen Tod endeten, sei es durch die Folter oder nach einem vermeintlichen Geständnis. Egal. Eine Geschichte - dessen Details ich Euch lieber ersparen möchte, handelt von einem brutalen Aufseher, der als der Henker von Gent bekannt und berüchtigt dafür war, seine Gefangenen auf grausamste Weise zu behandeln. Es wird gesagt, dass sein Geist heute noch in den dunklen Kellern der Burg umherirrt.
    Insgesamt ist die Gravensteen mitten in Gent ein faszinierendes, aber auch düsteres Symbol für die blutige Vergangenheit, das sowohl Touristen als auch Geschichtsinteressierte gleichermaßen anzieht. Heute ist Gravensteen nicht nur ein wichtiges historisches Monument, sondern auch ein lebendiger Teil der Stadt. So finden zahlreiche Veranstaltungen, kostümierte Führungen und Aktivitäten zur Förderung des historischen Erbes finden hier das ganze Jahr über statt.
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  • Eine Stippvisite in Sint Niklaas

    7月23日, ベルギー ⋅ ☁️ 18 °C

    Da wir nur eine kürzere Strecke nach Antwerpen haben und erst um 15 Uhr auf den diesmal gebuchten Campingplatz in Stadtnähe können, haben wir eine Stippvisite in Sint Niklaas eingelegt. Der Name leitet sich vom heiligen Nikolaus ab, der Patron der Händler und Seefahrer ist.
    Wir wollen den historische Marktplatz, den Grote Markt ansehen, der als einer der größten Marktplätze Europas gilt. Nur ist er bis in den Herbst hinein eine riesige Baustelle, wird umgestaltet. Dann auf ins Mercator Museum dass sich hier ebenfalls findet. Es ist eine Hommage an den 1512 in Belgien geborenen Gerard Mercator, einen Kartografen, dessen Beiträge die Welt der Kartografie nachhaltig geprägt haben. Er ist vor allem für die Schaffung der Mercator-Projektion bekannt, die auch heute noch in der modernen Navigation und GPS-Technologie verwendet wird.
    Das Museum präsentiert Mercators seltene Globen aus den Jahren 1541 und 1551. Diese sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch historische Schätze. Nur wird gerade umgebaut und alles interaktiv neu gestaltet. Also geschlossen.
    Bleibt für uns ein Museum mit alter Technik, Stick- und Webemaschinen und das nahe gelegene Kuriositätenmuseum, das eine eine breite Palette von Objekten beherbergt, die von merkwürdigen Alltagsgegenständen bis hin zu historisch bedeutenden Artefakten reichen. Es wurde vom belgischen Sammler Eddy Van Sande ins Leben gerufen. Er begann in den 1990er Jahren mit dem Sammeln von außergewöhnlichen und kuriosen Objekten, hat eine Leidenschaft für bizarre und ungewöhnliche Gegenstände. Dann machte er einen Teil seines recht großen historischen Hauses zu einem privaten Museum und öffnete es für das Publikum. Auch uns lief er kurz über den Weg, hat er Zeit und Lust fügt Van Sande oft persönliche Erzählungen und Hintergrundinformationen zu den Exponaten hinzu, was das Besuchserlebnis noch intensiver machen soll.
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  • Antwerpen, Rubens und die Diamanten

    7月24日, ベルギー ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind in Antwerpen, kommen von unserem Campingplatz in wenigen Minuten mit dem Wassertaxi in die Altstadt. Die hat es in sich. Architektonisch ganz anders als Gent, wo wir ja gestern waren. In fußläufiger Entfernung um den Grote Markt finden sich prächtige Gildehäuser aus verschiedenen Epochen, etwa dem Renaissance oder dem Barock, das Rathaus oder die gotische Kathedrale St. Paulus, der wir einen eigenen Post widmen. Zahlreiche Bürgerhäuser hat man in der Jugenstil-Architektur errichtet. In Antwerpen finden sich zahlreiche Museen, da wir aber nur einen Tag durch die Stadt bummeln wollen, fokussieren wir uns auf zwei. Das wären das Diamantenmuseum und das Rubens-Haus. Leider ist das Wohnhaus des berühmten Barockmalers wegen Renovierungsarbeiten innen nicht zu besichtigen. Es gibt aber eine gut gemachte Videoshow und eine interaktive Ausstellung zu dem Maler und seinen Bildern. Auch lässt sich der Garten Rubens durchwandeln und sein Haus von außen besichtigen. Peter Paul Rubens lebte mit seiner Familie hier von 1610 bis zu seinem Tod im Jahr 1640. Rubens gestaltete Haus und Garten selbst und fügte viele künstlerische Elemente hinzu. Im Inneren finden sich eine umfangreiche Sammlung von Rubens’ Kunstwerken, darunter viele seiner berühmtesten Gemälde.
    Antwerpen ist natürlich auch für seinen Diamantenhandel bekannt. Schon seit dem 15. Jahrhundert handelt man hier mit dem edlen Stein. Damit befasst sich das Diamantenmuseum, und auch der der Geschichte, Gewinnung, Verarbeitung und Bedeutung des edlen Steines. So findet aich eine beeindruckende Sammlung von Diamanten sowie Schmuckstücken, aus Gold und Silber. Interaktive Präsentationen zeigen den gesamten Prozess der Diamantenbearbeitung und Schmuckherstellung.
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  • Die Kathedrale Notre-Dame

    7月24日, ベルギー ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Kathedrale von Antwerpen, auch bekannt als die Kathedrale Notre-Dame, ist eine der beeindruckendsten gotischen Kathedralen in Europa. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und ist seit 1999 Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Die Kathedrale besticht durch ihre 123 m hohen Türme und die kunstvollen Fassaden. Sie gilt als Meisterwerk der gotischen Architektur.
    Im Inneren der Kathedrale finden sich eine Fülle von Kunstwerken, darunter prächtige Altäre und beeindruckende Glasfenster. Etwas ungewöhnlich, für den Eintritt muss man zahlen. Dafür ist die Kathedrale aber auch nicht überlaufen.
    Besonders spektakulär sind vier Werke von Rubens. So schuf der flämische Maler mehrere Altarbilder für die Kathedrale, darunter die berühmte Auferstehung Christi und Die Anbetung der Hirten. Sie zeichnen sich auch nach Jahrhunderten durch lebendige Farben, dynamische Kompositionen und emotionale Ausdruckskraft aus, die das Barock perfekt verkörpern.
    Der Besuch der Kathedrale führt einem sowohl die beeindruckende Architektur als auch die bemerkenswerten Künstlerleistungen von Rubens vor. Ein Muss für Kunstliebhaber und Geschichtsinteressierte.
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  • Brügge, das Venedig des Nordens

    7月25日, ベルギー ⋅ ☁️ 19 °C

    Brügge wird gern als das Venedig des Nordens bezeichnet, auch wenn das etwas übertrieben ist. Dennoch ist es eine faszinierende Stadt von hohem historischen und kulturellen Wert. Gegründet im Mittelalter, erlebte Brügge im 12. bis 15. Jahrhundert eine Blütezeit, als sie zu einem der wichtigsten Handelszentren Europas aufstieg. Der Wohlstand der Stadt spiegelt sich in ihrer beeindruckenden Architektur wider, die eine Mischung aus gotischen und Renaissance-Elementen umfasst.
    Die Altstadt von Brügge ist Weltkulturerbe der Unesco und besticht durch ihre gut erhaltenen Gebäude und Wasserkanäle. Die berühmte Belfried von Brügge, ein Campanile aus dem 13. Jahrhundert, bietet nicht nur einen atemberaubenden Blick über die Stadt, sondern ist auch ein Symbol für die Unabhängigkeit und den Reichtum der Bürger. Nur muss man 366 Stufen hinauf um eben diesen Blick zu genießen.
    Kulturell ist Brügge für seine Kunstszene bekannt. Die Stadt war Heimat berühmter Maler wie Jan van Eyck, und in zahlreichen Museen kann man Meisterwerke der flämischen Malerei bewundern. Zur Zeit gibt es auch eine Ausstellung von Salvador Dali, die wir besuche (gibt einen separaten Post).
    Was aber zuallererst auffällt ist die immense Zahl an Geschäften die Schokolade, Marzipan, Pralinen und Süßigkeiten aller Art verkaufen. Fast alles aus lokaler Schokoladentradition. Nicht vergessen darf man auch das belgische Bier, so findet sich natürlich auch ein Biermuseum.
    Und ein Highlight ist sicherlich die Kathedrale von Brügge, findet sich in ihr doch eine echte Statue von Michelangelo. Auch diese Kirche ist einen separaten Post wert.
    Brügge, ist eine malerische Stadt, die inzwischen jedoch unter dem Touristenansturm in der Saison leidet, zumal seit Corona Brügge ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffe wurde. Also sollte man die Stadt außerhalb der Saison besuchen, wenn es denn möglich ist.
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  • Brügge, Michelangelos Kunstwerk

    7月25日, ベルギー ⋅ ☁️ 20 °C

    In Brügge steht die Basilika des Heiligen Blutes, eine beeindruckende Kathedrale mit reicher Geschichte und besonderen Kunstwerken. Eines der bemerkenswertesten ist sicherlich die Madonna mit Kind, ein Meisterwerk, das von Michelangelo höchstselbst geschaffen wurde. Er erschuf sie zwischen 1503 und 1505. Die Marmorskulptur zeigt die Jungfrau Maria, die das Jesuskind hält. Die Skulptur ist das erste von nur wenigen Werken Michelangelos, die bereits zu dessen Lebzeiten Italien verließ. Die Gebrüder Mouscron aus einer Tuchhändlerfamilie aus Brügge stammend, bestellen das Werk bei Michelangelo zum stolzen Preis von 100 Dukaten. Das entspricht ungefähr einem Handwerkerlohn über anderthalb Jahre. 1514 stiften Jan Mouscron und seine Ehefrau die Skulptur und einen neuen Altar der Liebfrauenkirche. Maßgabe dabei, die Statue dürfe niemals versetzt werden. Während der Französischen Revolution wurde die Madonna jedoch beschlagnahmt und nach Paris gebracht, nach Napoleons Niederlage in der Schlacht von Waterloo brachte man sie 1816 wieder zurück in die Kirche. Im Zweiten Weltkrieg wird die Madonna ein zweites Mal Objekt eines Kunstraubs, Hiltler ließ sie für sein Museum in Linz entwenden. Die Monuments Men, eine Kunstexpertengruppe der Alliierten, retten die Skulptur schließlich zusammen mit anderen Kunstschätzen aus den Salzbergwerken von Altaussee in Österreich. Seitdem ist sie wieder in Brügge.
    Die Basilika wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist nicht nur wegen der Statue ein wichtiger Wallfahrtsort. Soll sie doch eine Reliquie beherbergen, die einen Tropfen des Blutes Christi enthält. Zudem sind hier in der Kirche die Sarkophage mit den sterblichen Überresten von König Karl der Kühne und seiner Frau Margarete von York zu besichtigen.
    König Karl der Kühne war der letzte Herzog von Burgund und lebte von 1433 bis 1477. Seine Herrschaft war geprägt von militärischen Ambitionen und dem Streben nach einer einheitlichen Burgundischen Nation. Sein Tod in der Schlacht bei Nancy führte zum Verlust großer Teile seines Herzogtums. Margarete von York war die Tochter von König Eduard IV. von England und heiratete Karl im Jahr 1468. Ihre Ehe sollte politische Allianzen zwischen Burgund und England stärken.
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  • Brügge, Surrealismus a la Salvador Dali

    7月25日, ベルギー ⋅ ⛅ 23 °C

    Derzeit findet in Brügge eine Ausstellung statt, die dem surrealistischen Meister Salvador Dalí gewidmet ist. Die wir natürlich auch besucht haben. Diese Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in das kreative Genie Dalís und zeigt eine Vielzahl seiner ikonischen Werke. Wenn man das nötige Kleingeld hat, kann man sogar signierte Zeichnungen erwerben. Wobei Dali nicht ganz so teuer ist wie etwa Rubens. Sein teuerstes Werk, das Portait De Paul Eluard brachte es nur auf etwa 16 Millionen Dollar, während für einen Rubens schon mal 77 Millionen erzielt wurden.
    Zu sehen gibt es eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen. Interaktive Elemente ermöglichen es dem Besucher zudem, in die surrealistische Welt Dalís einzutauchen. Sonderschauen befassen sich außerdem mit mit verschiedenen Phasen seines Lebens und Schaffens.
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  • In Zeebrügge und an der Nordsee

    7月26日, ベルギー ⋅ ⛅ 20 °C

    Bevor es wieder Richtung Südosten geht machen wir noch einen Abstecher an die Nordsee und nach Zeebrügge. Der Ort liegt an der belgischen Küste, nördlich von Brügge und ist bekannt für seinen großen Hafen. Der dient als wichtiger Handels- und Fährhafen zwischen Belgien und Großbritannien. Wir schlendern nur kurz durch bei der alten Mole herum, schauen uns den Containerhafen aus der Ferne an und das Denkmal in Kreuzform für die ertrunkenen Seeleute.
    Dann fahren wir die Küste entlang, vom Fahrzeug ist das Meer aber nicht zu sehen. Entweder zugebaut oder hohe Dünen versperren die Sicht. Wir finden aber etwas abseits einen Platz zum Parken, ist hier ob der Unmenge an Fahrzeugen die in Strandnähe parken nicht einfach. So können wir doch noch ein Stück den Strand entlang wandern und ein Cafe genießen. Der feine Sandstrand lädt ein, die Seele baumeln zu lassen und die frische Seeluft zu genießen. Dann geht es schon weiter zu unserem nächsten Halt in Richtung Heimat.
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  • Schiffshebewerk am Canal du Centre

    7月26日, ベルギー ⋅ ☁️ 25 °C

    Das Schiffshebewerk 4 am belgischen Canal du Centre ist ein technisches Meisterwerk und gehört im Rahmen des alten Canal du Centre zum Unesco-Weltkulturerbe. Erbaut wurden die Hebewerke im 19. Jahrhundert, genauer zwischen 1888 und 1917. Der Kanal wurde geschaffen, um den Transport von Kohle und anderen Gütern zwischen Mons und Brüssel zu optimieren.
    Das Hebewerk umfaßt zwei Behälter mit 45 Metern Länge, 5,80 Metern Breite und 3,15 Metern Tiefe. Jeder mit Wasser gefüllte Behälter wiegt etwa 1100 Tonnen. Beide Behälter werden durch je einen Kolben gestützt, der über einen Durchmesser von zwei Metern und eine Höhe von knapp 20 Metern verfügt. Die Kolben gleiten in einem Zylinder von 2,06 Metern Durchmesser, der ebenfalls mit Wasser gefüllt ist.
    Die beiden Zylinder sind durch eine Röhrenleitung verbunden, die aus ihnen zusammenhängende Behälter machen. Wenn das Ventil geschlossen ist, werden die beiden Behälter in ihrer jeweiligen Position blockiert.
    Fahrt ein Schiff nun etwa in den unteren Behälter schließt man die Schleussentore. In den oberen Behälter wird eine zusätzliche Wassermenge von 30 cm gelassen, was einem Gewicht von ungefähr 75 Tonnen entspricht. Der obere, schwerere Behälter sinkt, wodurch der untere Behälter mit dem Schiff nach oben bewegt wird.
    Nahe gelegen findet sich das neue Hebewerk, dass man 2002 eröffnet hat, als Teil eines größeren Projekts zur Erneuerung des Kanals. Es ermöglicht, Schiffe über eine Höhe von etwa 73 Metern anzuheben. Gehoben werden bis zu 1.350 Tonnen, was es zu einer der größten Anlagen in Europa macht.
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  • Dinant, die Stadt des Saxophons

    7月27日, ベルギー ⋅ ☁️ 19 °C

    Dinant ist eine malerische Stadt am Ufer der Maas und war Jahrhunderte lang heftig umkämpft. Dementsprechend hat Dinant eine reiche Geschichte, die bis in die römische Zeit zurückreicht. Mit ihrem markanten Glockenturm prägt vor allem die Collegiate-Stiftskirche St. Hubertus das Stadtbild, ansonsten ist von älteren Gebäuden nur wenig übrig, wurde die Stadt doch mehrmals komplett zerstört, zuletzt im zweiten Weltkrieg.
    Für uns besonders interessant ist, dass Dinant die Geburtstadt des 1814 geborenen Adolphe Sax ist, dem Erfinder des Saxophons. Sax zeigte frühzeitig Talent für Musik und hatte ein großes Interesse an Instrumenten. Seine Leidenschaft für das Musizieren und das Experimentieren mit verschiedenen Klangformen brachten ihn zum Saxophon, das 1846 patentiert wurde. Er wollte ein Instrument schaffen, das die Wärme der Holzblasinstrumente mit der Durchdringungskraft der Blechblasinstrumente kombiniert. Dies brachte ihm nicht nur Ruhm, sondern auch einige Herausforderungen, da er finanzielle Schwierigkeiten hatte und oft gegen Missgunst in der Musikwelt ankämpfen musste. Drei mal ging er bankrott.
    Auch nach seinem Umzug nach Paris blieb Sax mit Dinant verbunden. Die Stadt ehrt ihn durch verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen, die seinen Beitrag zur Musik feiern. Das Saxophon hat nicht nur die klassische Musik, sondern auch Jazz und viele andere Musikgenres maßgeblich beeinflusst.
    Leider gibt es hier nur eine kleine Ausstellung zu dem Instrumentenbauer, aber das Saxophon spielt überall in der Stadt einen Rolle. Zur Zeit findet zum Beispiel gerade das Dinant Sax Festival statt. Sax Erbe lebt in Dinant weiter, und die Stadt zieht viele Musikliebhaber an, die an seiner Geschichte und den Einfluss seines Instruments auf die Musikwelt interessiert sind.
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  • Dinant, die Zitadelle und das Massaker

    7月27日, ベルギー ⋅ ☁️ 19 °C

    Hoch auf die Zitadelle kommt man entweder zu Fuß, es sind 466 Stufen, oder mit einer kleinen Seilbahn. Die bevorzugen wir. Die Zitadelle ist eng mit der Geschichte von Dinant verbunden. Im 11. Jahrhundert erbaut, diente die Zitadelle als strategischer Punkt, um die Stadt und den wichtigen Handelsweg über die Maas zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders im 19. Jahrhundert erlebte die Zitadelle bedeutende Veränderungen, als sie modernisiert wurde, um den neuen militärischen Anforderungen gerecht zu werden.
    Die Zitadelle selbst hat eine symbolische Bedeutung für Dinant, da sie den Widerstand, die Geschichte und die Identität der Stadt verkörpert. Der Grund, ein Massaker der Deutschen während des ersten Weltkrieges. Es ist ein dunkles Kapitel: Im August 1914, als die deutsche Armee in das neutrale Belgien einmarschierte, kam es in Dinant zu eben diesem Massaker. Nach schweren Kämpfen mit französischen Soldaten und der Eroberung der Stadt töteten die Deutschen 674 Zivilisten, das jüngste Opfer war drei Wochen alt, das älteste 88 Jahre. Manche sagen aus Vergeltung für Angriffe von Zivilisten auf Soldaten, andere durch Frust, weil sie auf Widerstand stießen. Zugleich zerstörten sie rund 1300 der 1800 Häuser in der Stadt.
    Dieses Massaker hat bis heute tiefe Spuren in der Erinnerungskultur von Dinant hinterlassen und wird bis heute als Symbol für das Leid und die Schrecken des Krieges betrachtet. In Deutschland ist das Massaker dagegen kaum präsent. In der Stadt gibt es Denkmäler und Gedenkstätten, die an die Opfer erinnern und die Zitadelle stellt einen wichtigen Teil des Erbes dar, das die Erinnerungen an vergangene Konflikte und die Entschlossenheit der Stadt, ihre Geschichte zu bewahren, verkörpert. In der Zitadelle gibt es eine ausführliche Ausstellung zu den Vorgängen im ersten Weltkrieg.
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