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Marokko

93-päiväinen seikkaillu — Stefan und Birgit on tour & Birgit und Stefa on Tour Lue lisää
  • Rundgang durch Essaouira

    19. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 15 °C

    Wie vorgesehen kam gegen Mittag der Taxifahrer und brachte uns die rund 10 Kilometer nach Essaouira.
    Zunächst liefern wir durch den Hafen, in dem massenhaft kleinere Fischerboote und auch rund 20 große Trawler lagen. Es herrschte viel Betrieb und alles, was man so an Fisch und sonstigem Meeresgetier kennt, wurde feilgeboten. Die hygienischen Bedingungen hätten allerdings jeden deutschen Amtsarzt sofort auf den Plan gebracht. Auch geruchstechnisch galt gelegentlich Alarmstufe.
    Vom Hafen dann in die Altstadt und die Medina. Spätestens dort merkte man den besonderen Flair der Stadt. Geschäfte mit allerlei Handarbeiten bis hin zu "original porte de Dogon" suchten den geneigten Käufer. Zahlreiche kleinste und kleine Restaurants mit den unterschiedlichsten Angeboten und auch Riads, die man in manchen dunklen Straßen nicht vermutete.
    Und dann noch der Soukh der Medina, in dem wir einer Versteigerung, in der vom Kleidchen über Schnellkochtopf bis zum Fahrrad alles angeboten wurde, zuschauen könnten.
    Ein Spaziergang über die alte Wehrmauer mit Blick auf den eifrig an dem Felsen nahenden Atlantik, ein Tee und ein Avocadosaft bildeten neben dem Einkauf von Argan-Öl in einer Berberfrauen Kooperative und Gemüse für unser Abendessen den Abschluss eines interessantenStadtrundganges.
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  • Über Ouassane nach Sidi Kaouki

    20. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌬 16 °C

    Vom wunderschönen Stellplatz bei Essaouira ging es heute weiter in Richtung Süden. Am Cap Sim in Ouassane wollten wir uns das Surferparadies und die Felsenhöhlen anschauen, was mit einer rund zweistündigen, interessanten Wanderung verbunden war. Esel, Hunde und Katzen boten ihre Begleitung an.
    Danach ging es rund 15 Kilometer weiter ins nächste Surferparadies mit einem traumhaften Strand. Sidi Kaouaki, auf den Camping Soleil, der über den grünen Klee gelobt wird. Außer den warmen Duschen konnten wir dem total überfüllten Platz allerdings keinen besonderen Charme abgewinnen und das Dörfchen selbst bot uns außer Surfschulen und Restaurants jetzt auch nichts, was groß zum Bleiben verlockt hätte. Also geht es morgen weiter in die gewohnte Richtung.
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  • Von Sidi Kaouki in die Wildnis

    21. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 16 °C

    Weiter ging es wie vorgesehen. Zunächst noch einige Kilometer am Meer vorbei und dann kurvenreich in die Ausläufer des Anti Atlas. Durch zwei mittelgroße Städte, die am heutigen Sonntag Markttag hatten und demgemäß war auch der Verkehr. Im Schritttempo vorbei an allem was sich irgendwie auf zwei oder vier Beinen fortbewegen kann.
    Rast in einem gemütlichen Restaurant mit Innenhof, in dem in zwei großen Säälen die Stühle für Public Viewing gestellt wurden. Marokko gegen Kongo im Afrika Cup.
    Nochmals an riesigen Stränden vorbei mit einigen Surfspots und Touristenburgen und dann wieder in die Berge.
    Wild umherlaufende Kamele, Ziegen auf Arganbäumen, Esel als Autoersatz und winkende Kinder fielen uns unterwegs auf.
    Und jetzt stehen wir in der Wildnis auf dem Campingplatz Aourir, 6 Kilometer hinter der gleichnamigen Stadt, wo wir einige Tage mit Nichtstun verbringen werden.
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  • Baustelle suf CP Aourir

    22. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 18 °C

    Gestern hier angekommen und gesagt, hier bleiben wir einige Tage und ruhen vom Reisen mal aus. So stehen wir nun fernab der Zivilisation auf einem Platz, dem nichts fehlt.
    Und was gibt es noch? Auf dem Platz geht ein Polsterer seiner Arbeit nach und augenscheinlich hat er auch ausreichend Kundschaft. Da ich seit Kauf des Womos im Juni 2022 die 12 Jahre alten Schonbezüge wechseln will, aber die Kosten von über 1000 Euro gescheut habe, schaute ich mir mal alles genauer an und kam mit dem Meister himself ins Gespräch. Er zeigte mir bei einem Franzosen das Ergebnis seiner Arbeit, schaute sich unser Auto an und meinte, für 6500 Dirham mache er alles neu, bzw. besser als neu.
    Jetzt sitzen wir in einer Baustelle, die Sitzbank ist in Arbeit, morgen werden die Sitze ausgebaut und Donnerstag Abend soll alles für 550 Euro besser als neu sein.
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  • Wanderung

    24. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute machten wir uns zu Fuß auf, um dem Städtchen Aourir einen Besuch abzustatten. Nach etwa zwei Kilometern sahen wir einen großen Markt, den wir natürlich inspizieren mussten. Das größte Angebot bestand aus Lebensmitteln, dazu kamen noch einige Haushaltswaren und ein Schmuckverkäufer, der tatsächlich in der Lage war eine Halskette aus Edelsteinen innerhalb von drei Minuten von 50 Euro auf 25 Euro zu verbilligen, und dann hätte er bestimmt immer noch ein gutes Geschäft gemacht.
    In der Stadt selbst fielen die zahlreichen Schlossereien und Kfz- Werkstätten auf, in denen massenhaft neben PKW kleine Mofas und Mopeds repariert und ausgeschlachtet wurden.
    Auch waren viele Jugendliche so um die 13 bis 18 Jahre mit Reparaturen am Werk und darauf angesprochen ob sie die herumliegenden Motorteile auch wieder zusammen bekommen, haben sie sich köstlich amüsiert.
    Dann den obligatorischen Minztee genossen, Obst und Gemüse erstanden und wieder 7 Kilometer mit gut gefülltem Rucksack bei 27 Grad zurück.
    Der Markt, der eigentlich um 13 Uhr hätte schließen sollen war immer noch da und die echten Edelsteine hätten auch nur noch 20 Euro gekostet.
    Der Polsterer, der eigentlich um 18.00 Uhr die Vordersitze ausbauen wollte, kommt dann bestimmt morgen? Wir sind in Afrika.
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  • größter Soukh Afrikas

    25. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen zunächst die Vordersitze selbst ausgebaut, nachdem mir der Polsterer den dafür passenden Inbus-Schlüssel auslieh. So was hat man natürlich nicht im Werkzeugkoffer dabei. Kommt aber jetzt rein.
    Danach mit dem Taxi nach Agadir. Der freundliche Fahrer erklärte uns alles, was es auf den 15 Kilometern zu sehen gab, inklusive zweier Königsschlösser.
    Agadir expandiert in einem ungeheuren Maße und der Fahrer erklärte uns auch, dass im Sommer fast noch mehr Touristen aus Marokko in die Stadt und die Region kommen als es Einwohner gibt.
    Danach liefen wir durch den Soukh, mit 13 Hektar Fläche der größte in Afrika in dem man tatsächlich von der Avocado über. Bekleidung, Handys und Elektroartikel bis zur Zigarette alles kaufen kann.
    In einer der vielen kleinen Lädchen ließen wir uns einen Tee schmecken und später ließen wir uns noch zu einer Tajine mit Fisch und einer Extraportion Calamares nieder. Hat prima gemundet und für rund 11 Euro auch durchaus erschwinglich.
    Bevor uns der freundliche Taxifahrer wieder zurück fuhr, gingen wir noch etwas weiter zu einem älteren Markt mit Ramschwaren und einem Flohmarkt, in dem krumme Nägel, alle möglichen gebrauchten Elektroartikel, diverse Werkzeuge, Antibabypillen und halbgeleerte Zahnpastatuben, abgelaufene Schuhe, eben rundweg alles, feil geboten wurden.
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  • Cooperative Agricole Artane

    26. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 19 °C

    Etwas 4,5 Kilometer vom Campingplatz gibt es eine bäuerliche Kooperative, der wir einen Besuch abstatten. Der Fußmarsch bergauf war bei 27 Grad im Schatten etwas beschwerlich, wurde aber mit einem Kaffee und einem Tee wieder versüßt. Der Kaffee war typisch für die Region mit Kardamon und der grüne Tee mit verschiedenen Gewürzen und Blüten zum Selbermischen. Dazu wurde eine Tonkaraffe gereicht, die das darin befindliche Wasser wunderbar kühl hielt. In dem bunt eingerichteten Raum und den darum herum befindlichen Räumen, die alle lediglich mit einigen Holzwändchen abgeteilt sind, wurden die verschiedensten Töpferwaren angeboten. Dort werden wir am Sonntag zum Einkaufen hin fahren.
    Gegen Abend kamen auch die neu bezogenen Sitze, die Stefan fachgerecht einbaute, sogar ohne den Anschluss der Airbags zu vergessen.
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  • Aourir und Aufbruchstimmung

    27. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 19 °C

    Seit Sonntag sind wir nunmehr auf dem Campingplatz Aourir und haben uns eigentlich nicht gelangweilt. Ein prima Platz mit durchaus europäischem Standard und das zu einem Preis für 7 Übernachtungen mit Strom von rund 75 Euro.
    Die letzten Einbauten mit der neuen Sitzgarnitur noch eigenhändig vorgenommen und dann nochmals zu Fuß ins Städtchen und einfach mal links und rechts alles angeschaut und uns teilweise immer noch gewundert, gewundert über das Geschick der Handwerker, die Sauberkeit direkt an den Wohnhäusern, die Freundlichkeit der Passanten, das muntere Handeln, den prima Minztee und die fürchterliche Umweltverschmutzung, insbesondere mit Plastikmüll. Wie man aus den Städten raus ist wird es umweltmäßig immer trostloser.
    Morgen geht es weiter zum "vallee de paradis". Sind wir mal gespannt wie paradiesisch es dort aussieht.
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  • Paradiestal

    28. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 15 °C

    Wie gestern bereits angekündigt ging es heute ca 25 Kilometer weiter ins beginnende Gebirge und dort ins "Vallee de Paradis".
    Zunächst galt es jedoch ein kleines Restproblem des Sitzeinbaus zu klären. Der Sitz stand, natürlich fachgerecht eingebaut, so hoch, dass ich mit den Füßen kaum noch an die Pedale kam. Losfahren nicht möglich. Ich weiß aber jetzt nach gut eineinhalb Jahren, mein Fahrersitz ist höhenverstellbar!
    Die Fahrt zum Tal ließ schon einiges erwarten. Die Fahrbahn wurde immer enger, die etwa 200 Meter hohen Felswände rückten immer dichter ran und es war überwältigend zu sehen, welches breite und tiefe, aber jetzt ausgetrocknete Bett sich der Fluss aus dem Gebirge gegraben hatte.
    Das Tal ist wirklich paradiesisch. Von einem Parkplatz ging es fußläufig über einen kleinen Hügel und dann ins Flusstal. Im und am Fluss gab es einige Restaurants und überall saßen oder lagen auf Kissen und Decken meist Marokkaner und wir begegneten auch nur wenigen Touristen, die meist mit Kleinbussen herbeigeschafft wurden.
    Die Marokkaner genossen offensichtlich ihr Wochenende.
    Jetzt stehen wir im Garten eines kleinen Gasthofes, haben uns eine Gemüsetajine. -dss einzige,, was es gab- geleistet und fahren morgen weiter Richtung Süden.
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  • Von Momo über Carrefour zum Atlantik

    29. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 20 °C

    Von unserem abenteuerlichen Stellplatz im Vallee de Paradis ging es zunächst über eine Nebenstraße zum Carrefour nach Agadir. Die Verbindungsstraße bestand im wesentlichen aus abgefahrener Teerschicht und auf etwa 50 % aus Baustellen, auf denen eifrig gearbeitet wurde. Also langsam angehen lassen, den Staub Staub sein lassen sowie Ruhe und Übersicht behalten.
    Im Carrefour neben Fleisch und sonstigem Kram ein paar Flaschen Wein erstanden und weiter nach Sidi Wassay in der Nähe des Naturschutzgebietes "Parque national de souss massa", dem wir eventuell morgen einen Besuch abstatten wollen.
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  • Tee beim Höhlenbewohner und Tiznit

    30. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ ☁️ 18 °C

    Zunächst ging es vom Campingplatz einige Kilometer zurück nach Sidi R'ab, ein kleines, verträumtes Dörfchen mit beginnender Tourismus-Struktur. Wir wollten uns die Grotten ansehen, davon ausgehend, dass es sich um Felsformationen handelt. Was wir entdeckten waren allerdings verlassene Höhlenwohnungen. Wie uns Omar, der uns in eine Höhle zum Tee einlud, erklärte, seien die Höhlen vor gut 10 Jahren einem Sturm zum Opfer gefallen. Er selbst komme noch täglich in die teilweise wieder hergerichtete Wohnung seines Vaters, um den Strand von Müll zu säubern. Wir vermuten, dass er von der Gemeinde dafür bezahlt wird.
    Danach machten wir uns auf nach Tiznit, einer für ihre Silberbearbeitung bekannte Stadt. Da alle drei Campingplätze überfüllt waren, parkten wir auf einem Parkplatz an der Stadtmauer und liefen einige Stunden durch die Stadt.
    Unter anderem besichtigten wir die blaue Quelle und die Moschee mit dem einzigartigen in Saharastil von senegalesischen Sklaven erbauten Minarett.
    Jetzt stehen wir auf dem Campingplatz Aglou Plage, wo wir eigentlich zwei Nächte bleiben wollten, aber ein Blick auf die noch vor uns liegende Route schäucht und schon morgen weiter.
    Übrigens wird es in Europa bald Frühling. Das sehen wir an den Kranichen und Gänsen, die Richtung Norden ziehen.
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  • Bummeln durch Tiznit und Aglou

    31. tammikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 18 °C

    Nachdem die Waschmaschine angeworfen war fuhren wir mit dem Womo wieder nach Tiznit, um uns nochmals das Treiben in der Stadt der Silberschmiede angedeihen zu lassen. Bei näherem Hinsehen bemerkten wir einen wesentlichen Unterschied zu bislang besuchten Gemeinden; kaum Müll auf den Straßen und gelegentlich aufgestellte Mülleimer. Auch ein Schild mit dem Hinweis "Müll wegwerfen verboten - Strafe 100 Dirham". Ein strammer Betrag für den Tizniter Normalbürger. Es gilt wohl, dass die Furcht den Wald hütet.
    Nachmittags besuchten wir dann den Küstenort Aglou, das Freizeitparadies für Tiznit und Umgebung. Auch hier, eine prosperierenden Gemeinde, in der ebenfalls auf Sauberkeit geachtet wird, ein riesiges Neubaugebiet ausgewiesen ist und sehr viele Neubauten in einer neo-marrokanische Bauweise erstellt sind, eine Bauweise, die europäische Elemente anschaulich mit marokkanischen mischt und "etwas daher macht".
    Eine kilometerlange Uferpromenade lädt zum Wandern ein und einer Einladung einer Saftbar sind wir auch gefolgt.
    Sehr viele Franzosen wohnen in Aglou, genau wie sie auch die Campingplätze hier fest im Griff haben.
    Morgen geht es weiter an der Küste entlang nach Sidi Ifni.
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  • Antonius hat geholfen

    1. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 18 °C

    Von Aglou ging es heute weiter an der traumhaften Küste vorbei bis nach Sidi Ifni. Die Landschaft ändert sich immer mehr in eine trockene, mit jetzt rötlicher Erde und Steinen bedeckten wüstenähnlichen Gegend.
    In der Nähe von Mirleft haben wir eine Pause eingelegt und uns die Felsformationen angeschaut, die etwas an vergleichbare Gesteinsvorkommen an der Algarve erinnern.
    In Sidi Ifni, einer Stadt, die erst 1969 von Spanien an Marokko zurückgegeben wurde, gefiel uns die Bauweise der alten Häuser, die in einem gewissen morbiden Charme an Spanien erinnern.
    Die Stadt ist im Wesentlichen in einen älteren und einen jüngeren Bereich unterteilt, wobei in der "Altstadt" eher das Leben mit den typischen kleinen Läden und einem Soukh stattfindet.
    Zum Antonius: der war mal wieder gefragt, als die Reiseleiterin bei der rund 4 Kilometer langen Strandwanderung ihr Handy verlor. Beim Rückmarsch zum suchen kam uns ein heftig winkender, freundlicher Marokkaner entgegen und gab ihr das vermisste Stück zurück.
    Und da die Bürgersteige nicht immer die besten sind, geschweige wenn sie aus Treppen bestehen, musste auch der Verbandskasten geöffnet werden und sie wird wohl die nächsten Tage den ein oder anderen blauen Fleck bedauern.
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  • Kein Öl dafür Tajine in der Oase

    2. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 14 °C

    Wie vorgesehen starteten wir in Richtung Mesti, wo wir in der Frauencooperative Tafyoucht Argan-Öl kaufen wollten. Freitag, gleich marokkanischer Sonntag, gleich Cooperative fermee.
    Weiter nach Guelmim, wo wir nur einen Zwischenstopp einlegen wollten. Etwas durch die lebhafte Stadt gelaufen, nolens volens einem muselmanischen Gottesdienst mit einem Tee beigewohnt und dann den Plan geändert.
    Jetzt stehen wir auf dem kleinen aber feinen Camping Auberge Tuareg in Ait Boukha (glaube mal, dass der Ort so heißt) haben nach einer Wanderung und Erkundung des verlassenen Ortsteils mit ausschließlich Lehmbauten im Maison Auberge Nomades vorzüglich zu Abend gegessen und morgen geht es wieder zurück nach Guelmim zum bekannten Kamelmarkt und halt dann weiter nach Tafraoute.
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  • Vom Kamelmarkt nach Tafraoute

    3. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ ⛅ 9 °C

    Vom kleinen Oasenplatz ging es heute Morgen planmäßig zurück nach Guelmim, wo samstags ein großer Markt mit allem Drum und Dran durchgeführt wird. Die Besonderheit liegt hier allerdings auf dem Teil des Viehmarktes, auf dem neben Schafen, Ziegen und Kühen insbesondere Dromedare gehandelt werden. Es gibt eben immer noch Ecken, die mit Toyota oder Defender nicht erreichbar sind. Die Preise sind für ein Kamel ziemlich unterschiedlich. Ein großes Dromedar wird mit 2000 und mehr Euro angesetzt und der Preis sinkt wie bei allem anderen mit der Qualität. Ein Kamel zum Schlachten wird dann etwas bei 700 Euro aufgekauft.
    Ein chaotischeres Gewusel als auf diesem Markt kann man sich eigentlich nicht vorstellen und man ist nur verwundert wie reibungslos und trotzdem für unseren irgendwie geordnet alles abläuft.
    Der Umgang mit den Tieren ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. PETA hätte da alle Hände voll zu tun.
    Nach dem Durcheinander ging es dann auf gut ausgebauten Straßen, die allerdings über viele Kilometer mit Baustellen zu echten Herausforderungen wurden, nach Tafraoute.
    Für die rund 170 Kilometer brauchten dann auch etwas länger als dreieinhalb Stunden.
    Die Berglandschaft ist traumhaft schön. Am Wegesrand sahen wir zahlreiche aufgegebene kashbaartige Gebäudekomplexe. In einen gingen wir auch rein und kamen uns vor wie in einer antiken Ausgrabungsstätte. Eine etwas drei Meter breite Straße mit seitlichem Abflusskanal und links und rechts aneinander gebaute schmale Häuser mit einigen räumen in die Tiefe.
    Jetzt stehen wir frei in einem baumbewachsenen Gelände vor Tafraoute.
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  • Tafraoute

    4. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ ⛅ 8 °C

    Wie vorgesehen haben wir uns heute die Stadt angeschaut. Die sauberste, die wir auf unserer bisherigen Reise erlebt haben. Alles tip-top. Viele Neubauten, wie in der ganzen Region und eine Sporthalle,die ihresgleichen bei uns sucht. Ansonsten gibt es hier keine besonderen touristischen Highlights, aber die Stadt lädt zum Bummeln und verweilen ein. So haben wir dann auch ein paar Hausschuhe, eine Berberkette und einen Boubou erstanden, das Sonderangebot für 70 Jahre alte Teppiche ab 1000 Euro hat leider unser Budget nicht ganz hergegeben. Zum Abschluss haben wir uns in einem kleinen, typischen Lokal noch ein prima Couscous Royal schmecken lassen.
    Morgen geht's dann weiter in Richtung Taroudannt.
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  • in engen Kurven über Berg und Tal

    5. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 21 °C

    Wie vorgesehen starteten wir heute nach Taroudannte. Noch getankt und etwas Schmuck gekauft und ab ging es. Für die rund 180 Kilometer haben wir mit einer einzigen kurzen Kaffeepause rund vier Stunden gebraucht.
    Zunächst ging es in engen Kurven und einer gut ausgebauten einspurigen Straße auf 1680 Meter hoch und dann auf einer weniger gut ausgebauten Straße, immer noch einspurig, aber noch schmaler und mit ausgefransten Rändern wieder nach unten. Das Ganze so etwa die Hälfte der Strecke. Die ander Hälfte war zumindest von Straßenbreite und -belag ordentlich bis sehr gut.
    Die Landschaft ist einfach atemberaubend. Berge und zerklüftete Täler wechseln sich ab, kleine und kleinste Siedlungen, sehr viele mittlerweile mit Ruinen aus Lehmbauten und daneben neu gebauten zwei- bis dreistöckigen Steinhäusern, alle mit mehr oder minder großen Mauern eingerahmt.
    Was auch auffiel, der in der Küstenregion beklagte Müll an allen Ecken und Enden ist hier kaum bis gar nicht vorzufinden.
    Neben den Ruinendörfchen sahen wir auch noch einige Erdhäuser, Wohnungen, die in den Bodengebaut sind und oberhalb etwa 1 bis 1,5 Meter Steinbebauung aufweisen, die teilweise auch bewohnt waren.
    Jetzt stehen wir auf dem " Grand Camping de Taroudant", dem besten Platz, den wir bis jetzt in Marokko aufgesucht haben.
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  • Taroudant

    6. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ ⛅ 15 °C

    Gegen Mittag haben wir direkt am Stellplatz wie vom Mitarbeiter geraten, den großen, weißen Bus mit roten Streifen angehalten und sind damit die rund 7 Kilometer für 30 Cent pro Person in die große Medina der Stadt gefahren. War alles überfüllt und eng, aber ansonsten wie bisher alles in Marokko stressfrei und unaufgeregt.
    In der Stadt haben wir uns insbesondere die rund 600 Jahre alte Stadtmauer aus Lehm angeschaut und uns im Soukh herumgetrieben und uns immer noch gewundert, wie so ein Soukh funktioniert. Schön aufgeteilt in einzelne Gewerke, Schuhmacher neben Schreinern und Schneidern, Obst und Gemüse neben Gewürzen, Metzger neben Bäckern, Fischhändler bei Töpfern und Spenglern und die Friseure ebenfalls in aller Regel friedfertig in ihren kleinen Eckchen schneidend und rasierend. Das Handwerk wird auch traditionell ausgeführt und es ist wirklich interessant zuzuschauen und sich an Kindheitszeiten zu erinnern als man auch noch dem ein oder anderen Handwerker andächtig und bewundernd zuschauen konnte.
    Und zurück ging es dann wieder mit dem überfüllten Bus. Ein Passant, den wir fragten, ob der ankommende Bus zum Campingplatz fahre, hat dann freundlich und zuvorkommend für uns auf arabisch die nachfolgenden Fahrer befragt und uns dann in den richtigen Bus bugsiert. Beim Ein- uns Aussteigen hat sich das englische System mit geordnetem Anstehen noch nicht so rumgesprochen.
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  • 340 - 1780 - 690 / 5 Grad - 180 Grad

    7. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 15 °C

    Da es Freitag und Samstag in Marrakesch sicher regnen soll, haben wir unseren Plan geändert und fahren Richtung Süden.
    Auf 340 Meter über NN sind wir in Taroudannt gestartet, kurz nach 1780 Meter im Anti-Atlas in Igherm einen Kaffee getrunken und jetzt auf dem Tata Camping Palmier bei 690 Meter, das heißt auf einem Nebenplatz, da alles komplett.
    Zwischen 5 Grad und 180 Grad waren die gefühlt 1000 Kurven, die allerdings auf einer sehr gut ausgebauten R 109 abgefahren werden konnten.
    Für die rund 180 Kilometer benötigten wir trotzdem fast 4 Stunden.
    Wir waren fast alleine auf weiter Straße. Nur ganz selten begegnete uns ein Fahrzeug, genau zwei LKWs haben wir überholt und von maximal 6/7 Pkw wurden wir überholt.
    In Igherm, wo heute Markttag war und der Ortskern mit den angrenzenden Nebenstraßen einer riesigen, wuseligen Fußgängerzone glich, waren wir die einzigen Touristen. Viele Berberfrauen in traditioneller schwarzer Kleidung mit blauen, breiten Schultertüchern gingen neben ihren Ein- und Verkäufen auch dem ein oder anderen Schwätzchen nach. Die zahlreichen Cafés und Restaurants mussten sich mit männlichen Gästen begnügen.
    Wie klein die Welt ist, merkt man, wenn einen ein Marokkaner anspricht und erzählt, dass er fünf Jahre im französischen Merlebach, einem kleinen Ort in Lothringen, etwas 20 km von uns entfernt, gearbeitet hat.
    Die Landschaft war von Anfang bis zum Schluss einfach atemberaubend,
    Es wurde immer wüstenhafter. Die Berge scheinen mit einem großen Kamm durchzogen. Die bizarren Formen wechseln ständig. Erdgeschichte kann man hautnah erleben. Liegen die einzelnen Sedimentschichten auf der rechten Fahrbahnseite waagerecht oder nur etwas angehoben stehen sie 3 - vierhundert Meter auf der linken Seite fast senkrecht empor. Oder auch umgekehrt. Die Witterung hat wie mit einem großen Bleistift Dreiecke und Kreisbögen in die Hänge gemalt. Mehrfach überquerten wir trockene Flussbette, die durch herumliegende dicke und tonnenschwere Felsbrocken erahnen lassen mit welcher unbändigen Kraft sich das Wasser, wenn es denn tatsächlich kommt, seinen Weg bahnt.
    Wie schon gestern bemerkten wir viele verlassene Lehmbaukomplexe. Entweder einfach verlassen und weit und breit nichts, meist wie Schwalbennester im Berg angeklebt, oder direkt nebenan schicke Neubauten.
    Neben den Wundern der Natur bemerkten wir auch die der Technik, zumindest wundersam für manches Bergdorf. Wie schon mal angemerkt: kein einziger Punkt ohne Netzempfang und es scheint zu stimmen, was uns erzählt wurde: die Beliebtheit von König Mohammed VI wird unter anderem damit begründet, dass es kaum noch eine Ortschaft in ganz Marokko ohne Anbindung an das Stromnetz gibt.
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  • Einsam durch die Wüste

    8. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ ☁️ 19 °C

    Von Tata aus machten wir uns auf den Weg nach dem rund 140 Kilometer entfernten Foum Zguid. Auf gut ausgebauter Straße erreichten wir nach etwa 1,5 Stunden die Stadt Tissint. Auf dem Weg dahin waren wir wie gestern fast ganz alleine. Allerdings schauten uns viele Ziegenaugen hinterher, ein/zwei Hunde überquerten seelenruhig die Straße, genau so wie Dromedare, von denen es viele entweder als Einzelexplare oder in Herden zu sehen gab. Nach einem Kaffee in der Stadt wollten wir uns noch die Cascades d' Atiq anschauen, Wasserfälle, die aus dem Anti-Atlas kommend über Kaskaden in den Fluss fließen. Da wenig Wasser auch wenig Fall. Was wir allerdings sehen konnten war die Versorgung der Stadt mit Nutzwasser zur Bewässerung. Das Wasser wird einem Zufluss entnommen und über eine lange Leitung auch durch die Stadt zu den Gärten gebracht. Zum Trinken ist das Wasser nicht geeignet, da es mitten in der Wüste salzhaltig ist.
    Hinter Tissint wurde die Landschaft auf 40 Kilometer noch trockener und nur einige Arganbäume, Akazien und vereinzelte Palmen trotzten der Wüste. Danach wechselte die Landschaft in eine Steppe mit Akazienbewuchs, unterbrochen von einigen großen Oasen.
    Auffallend waren die Ziegen und Kamele, die trotz der mehrere Zentimeter langen Dornen munter an den Akazien knabberten. Und dann fiel mir mein alter Biologielehrer ein, der erzählenderweise "jahrelang durch die Wüste gelaufen" war. Wegen der weichen Lippen stechen die Dornen die Kamele nicht und so können sie diese selbst und die Blätter wegbeißen und müssen nicht verhungern. Die Natur ist halt clever!
    Jetzt sind wir auf einem Platz in einer kleinen Oase und bleiben mal zwei Tage.
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  • Das Tor zur Wüste

    9. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute gibt es nicht viel zu berichten. Wie gesagt, wir stehen jetzt in Foum Zguid, das wegen seiner Nähe zu den großen Sanddünen auch Tor zur Wüste genannt wird. Das Dorf hat außer zweier Campingplätze und einigen Hotels nichts touristisches anzubieten außer den angebotenen Touren in die Wüste mit 4x4, Quad oder Dromedar.
    Die Menschen werden immer dunkelhäutiger, was daran liegt, dass viele von ehemaligen Sklaven abstammen. Die Frauen tragen fast alle Trachten, die im Grunde gleich sind, aber für jedes Dorf doch minimal unterschiedliche Muster haben.
    Wir haben einen Rundgang durch das Dorf gemacht, mal aufgeräumt und im Innenraum etwas den Staub beseitigt.
    Gestern habe ich von Dornen des Akazienbaumes geschrieben. Heute habe ich mal einige fotografiert, damit man sich ein Bild machen kann, mit was die Kamele und Ziegen es zu tun haben.
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  • knapp am Gefängnis vorbei

    10. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 18 °C

    Zur Sicherheitslage in Marokko muss man wissen, dass fast an jedem Städtchen Polizisten am Ortsein oder -ausgang stehen und sich die Fahrzeuge anschauen. Im letzten Monat bestimmt 50 mal erlebt. Langsam ranfahren, freundliches gegenseitiges Grüßen, freundlich winken und weiter geht's. Nicht so heute. Führerschein, Kfz-Schein, Versicherungsschein und Einreisenachweis. Genau Inaugenscheinnahme des Womos. Meine Frage, was das alles soll, beantwortete der sehr freundliche Polizist locker und höflich: "la femme ne porte pas de ceinture de sécurité". Er hatte Recht, die Reiseleiterin war nicht angeschnallt. Wo wir hin wollen, wo wir herkommen, ob es uns in Marokko gefällt, was wir in Deutschland so treiben. Das Tragen eines Sicherheitsgurtes sei obligatorisch und normalerweise kostet das 500 Dirham, also rund 50 Euro. Weil ich ihm beim Treiben in Deutschland erzählt habe, dass wir Kollegen sind, hat er das mit den Dirham aber nur erwähnt, gemeint Madame solle sich jetzt immer anschnallen und uns eine gute Fahrt gewünscht. Die Drei waren an Freundlichkeit nicht zu überbieten.
    Lustigerweise erschien dann auch einige Kilometer weiter erstmals in Marokko ein entsprechendes, großes Hinweisschild.
    Mit den ersparten 50 Euro konnten wir heute Abend auf dem prima Campingplatz Palmeraie in Zagora eine gute Flasche Wein für 12 Euro erstehen. Also drei sind noch drin.
    Ansonsten kommen wir langsam in die Sandwüste. Die Straße hierher war in sehr gutem Zustand und wie die letzten Tage begleiteten uns Kamele und Ziegen und Autos waren ebenfalls wieder sehr rar.
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  • Kashba statt Gemüsehändler

    11. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 17 °C

    Am späten Vormittag sind wir etwas durch das alte Dörfchen Amezrou mit seinen Palmengärten gewandert, haben danach etwas gechillt und gegen Nachmittag haben wir uns aufgemacht und wollten eigentlich zum Gemüsehändler. Gestern hatte uns ein Camper berichtet, dass es in Amezrou einen alten Stadtteil mit engen, verwinkelten und überbauten Gässchen und einigen traditionellen Handwerkern sowie eine Synagoge gibt, was alles einen Besuch wert sei.
    Also schauten wir danach, haben aber außer einer langen Mauer mit einigen Einfahrten nichts entdecken können. Aber wie immer kam dann der freundliche Führer, der bereitwillig seine Heimat zeigt und erklärt. Über eine Stunde ging es dann durch enge und engere Gässchen, oft derart überbaut, dass man kaum etwas sehen konnte. Er erklärte uns die Bauweise, die verschiedenen Regenrinnen, sowohl von den flachen Dächern wie am Boden, die verschiedenen Baumaterialien, die Holzarten für die verschiedenen Bauteile, führte uns zu einem Schmied, einem Schreiner und einem Kunsthandwerker, ließ uns die Synagoge aufsperren und erklärte und erklärte.
    Und dann kam, was kommen musste: die große Handelsstation, zunächst Antiquitäten im Obergeschoss, dann im Erdgeschoss in jeweils anderen Räumen, Schmuck, Bekleidung und natürlich Teppiche. Und was kommt spätestens beim Teppich, richtig, der Tee.
    Und beim Tee dann nach dem Smalltalk der Beginn eines Verkaufsgespräches. Da Birgit ein befüllbares Kissen suchte, das man auch als Läufer benutzen kann, konzentrierte sich die Auswahl dann statt auf teure Berber auf denselben.
    Dann kam der Handel. Angebot 1.200 Dirham, 120 Euro. Oh nee, maximal 250, geht gar nicht, mindestens 1000, na ja so dringend ist es auch nicht, 270, prima Qualität, alles Handarbeit aber weil Birgit so nett ist 800, so wichtig ist das nicht, 300, dann musste ich mit ihm in sein Büro, was ich denn bezahlen würde, er gibt mir den Teppich als Geschenk für meine Frau für 600, nein, die macht das schon selbst und ich habe damit nichts zu tun, oh je, wieder zurück, letztes Angebot, dann setzt er aber zu und nur weil Frau so lieb und nett ist 500 Dirham. So ging es dann noch ein kleines Weilchen und der Teppich wechselte für 400 Dirham den Eigentümer. Der Händler hat zwar gejammert, aber noch ein Geschäft gemacht.
    Wir hatten über eine Stunde sehr informative Stadtführung, einen prima Tee, eine lustige Verhandlung und einen Teppich, den Birgit, wie wir vergleichend im Internet feststellten, zu einem guten Preis gekauft hat für 40 Euro.
    Aber Gemüse hatten wir nicht.
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  • festgefahren in der Wüste

    12. helmikuuta 2024, Marokko ⋅ 🌙 20 °C

    steht der Carado da..
    So kann es gehen,wenn man statt nachzudenken einfach Google Maps folgt. Vom Campingplatz in Zagora fuhren wir los in die Wüste und kamen wenige Kilometer vor dem Ziel von Maps geführt an eine Strecke durch einen trockenen Fluss.. Da bei der Anfahrtsbeschreibung zum Campingplatz die Anfahrt als sehr schwierige aber durchaus zu schaffende beschrieben wurde, dachte ich, das sei die Schwierigkeit, die dann auch etwa Mitte Flussbett in einer tiefen nicht direkt erkennbaren Sandverwehung endete. Nichts ging mehr und als hätten sie drauf gewartet kamen auch schon zwei junge Männer und halfen uns, allerdings vergeblich. Aber in Marokko ist das alles kein Problem. Handy raus, Anruf, Traktorfahrer, der uns im Nu an der Anhängerkupplung nach hinten aus dem Loch zog, noch den richtigen Weg erklärte und mit 200 Dirham für die jetzt drei Helfer und den Traktorfahrer war die Sache dann erledigt. Also ab, mitten durch die Ortschaft und die als so dramatisch zu fahrend geschilderte Anfahrt war letztendlich eine Waschbrettpiste, die außer Ruckelei gut zu fahren war.
    Im Camp hatte ich dann gleich in verschiedenen Apps die Anfahrt von Google als falsch dargestellt und die richtige eingegeben. Und siehe da, zwei Stunden später kam ein Paar aus Berlin mit einem umgebauten Lieferwagen. Die Zwei standen bereits im Flussbett, haben dann klugerweise nochmal die Anfahrt bei park4night studiert und mir danach berichtet "ohne den Eintrag, den vor zwei Stunden einer gemacht hat, hätten wir uns da bestimmt festgefahren."
    Noch etwas zu Mechoui.
    Gestern hatten wir ein ziemlich großes Feuer in einem runden Lehmkegel gesehen und wollten uns ansehen, ob da Müll verbrannt wird oder eventuell Brot gebacken wird. Nix von beidem. Der Lehmkegel wurde mit Holz ordentlich befeuert bis er richtig heiß war. Danach wurde das Luftloch am Boden verschlossen und ein Lamm, natürlich vorher geschlachtet und ausgenommen, in den auch von Holzresten vollkommen geleerten aber heißen Lehmkegel gegeben, derselbe geschlossen und das Lamm für eineinhalb Stunden darin geschmort. Dazu gibt es dann viel Gemüse und Hirse und schmeckt prima.
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