Indonesia
Gunung Bromo

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74 travelers at this place
  • Day46

    Mount Bromo

    November 22, 2019 in Indonesia ⋅ ☁️ 14 °C

    Um 0 Uhr ging es mit dem Jeep Richtung Bromo.
    Dort wollten wir den Sonnenaufgang anschauen. In unserer Gruppe waren wir zu viert.
    Es ging also los durch die Nacht und holprigen Straßen. Nach ca 2,5 Stunden kamen wir am Viewpoint an. Da dieser auf ca. 2.900m lag wurde es auch etwas frisch dort oben 🥶 Super Voraussetzung, dass der Sonnenaufgang erst um ca. 4.30 Uhr startet.

    Lustige Geschichte:
    In der Ferne und in der Richtung wo der Vulkan Bromo liegen sollte, sahen wir einen Vulkan über diesem gerade eine Rauchwolke aufstieg. Kurz fragten wir uns ob es die Richtige Entscheidung war den 'Bromo' zu erklimmen 😅 Als es heller wurde, erkannte man etwas Näher einen weiteren Vulkan. Dieses Bild hatten wir doch Schonmal gesehen. Schnell wurde uns klar, dass der erste Vulkan (mit der Rauchwolke) garnicht der Mount Bromo war 😅 Nun waren wir uns aber sicher!
    Noch lustiger: unser Guide erzählte uns dann später, bevor wir zum Krater gingen das auch unser zweiter vermeintlicher Mount Bromo, nicht der Mount Bromo war 🙈😂

    Wir waren froh als der Sonnenaufgang startete und die Kälte etwas nachlies. Wir genossen das tolle Farbspiel und den tollen Ausblick. Da wir noch etwas den Berg hoch kletterten, konnten wir dies gerade mal mit einer Handvoll Menschen genießen.
    Danach ging es weiter Richtung Krater. Dafür mussten wir durch den 'Sea of Sands' und um den Mount Batok herum fahren. Der Weg zum Krater führte ca eine halbe Stunde durch Sand und 200 Treppenstufen hinauf.
    Einzigartig wie man dann dort oben steht und das Brodeln des Vulkans hört und den Rauch aufsteigen sieht.

    Zum Abschluss ging es noch zum Air Tumpak Wasserfall. Gegen 11 Uhr erreichten wir wieder das Hostel. Nun steht erstmal ein kleines Nickerchen an 😊
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  • Day191

    Mt Bromo (Java/Bali 1/3)

    February 24, 2020 in Indonesia ⋅ 🌧 18 °C

    Da unser Visum für Indonesien bald auslief und wir so viel Zeit wie möglich in Raja Ampat verbringen wollten, haben wir nur knapp zwei Wochen um das östliche Java und Bali zu bereisen.

    Wir versuchen so viel Unternehmungen wie möglich einzubauen und besteigen auf Java gleich zwei Vulkane, bevor wir uns in Bali vornehmlich auf die ländliche Umgebung Ubuds inkl. Reisterrassen und jede Menge hinduistischer Tempel konzentrieren.

    Wir erreichen Java per Flugzeug in Surabaja und unsere anschließende Fahrt mit dem Zug zum größten Vulkan Indonesiens verläuft wie so viele Transporte in Südostasien. Der Zug ist ausgebucht und jeder Platz belegt, als wir uns mit unseren Rucksäcken den Weg durch die viel zu schmalen Gänge zu unseren Sitzplätzen bahnen, die definitiv nicht für europäische Rucksacktouristen ausgelegt sind. Vom Einstieg an werden wir von unzähligen Augenpaaren verfolgt, die manchmal schnell wegsehen wenn ihr Blick erwidert wird aber häufiger noch von vielen Lachfalten umschlossen werden und uns so international verständlich lächelnd begrüßen.
    Trotz der vielen Touristen sind die meisten Indonesier immer noch an Europäern interessiert und neugierig und bieten uns immer wieder ihre Hilfe an.

    Als wir schließlich unsere Plätze in der Wagonmitte erreichen strahlt uns auf den Plätzen gegenüber eine Familie mit zwei Kindern an, die sich auf eine Bank drängt, die zwar offiziell für drei Personen ausgelegt, aber kaum größer ist als ein Doppelsitz im Metronom zwischen Bremen und Hamburg.
    Nach anfänglicher Schüchternheit ist das Eis schnell gebrochen, Namen und Herkunft ausgetauscht, Gruppenselfies gemacht und am Ende sogar das berühmte und omnipräsente Nasi Goreng geteilt.

    Bei unserem Aufstieg auf den Mt Bromo haben wir am nächsten Morgen Glück, dass das Wetter mitspielt und uns einen ausreichend wolkenfreien Sonnenaufgang mit wunderbarem Blick über eine weite, pitoreske Ebene gesäumt von verschiedenen Vulkanen und Bergen beschert, die uns wiedermal an eine abenteuerliche Reise verschiedener Romanhelden erinnert. Bei der anschließenden Besteigung des aktiven Vulkans laufen wir durch eine erstarrte aber durch die Temperaturunterschiede dauerhaft dampfende Lava-Landschaft und sind dieses Mal eher an eine intergalaktische Mondoberfläche erinnert als an das sonst so häufig tropische Südostasien.

    Für unsere Besteigung des Mt Ijen werden wir ein paar Tage später um 0:30 Uhr abgeholt. Dementsprechend müde sind wir also, als wir uns nach einer guten Stunde Autofahrt schließlich an den ca. dreistündigen Aufstieg machen.
    Doch die frühe Anstrengung hat sich spätestens dann gelohnt, als wir nach dem Abstieg ins Kraterinnere die blauen Flammen des brennenden Schwefels sehen.
    Ein insgesamt schon beeindruckendes Erlebnis, was aber hauptsächlich dadurch zu erklären ist, dass zwischen den Touristengruppen mit Atemschutzmasken die einheimischen Schwefelstecher ihre tägliche Arbeit verrichten und (ohne Masken) mit Eisenstangen den gerronnenen Schwefel aus der Erde brechen bevor sie ihn in Körben auf der Schulter bis zum Kraterrand hinauftragen. Bis zu 200kg pro Tag, 6 Tage die Woche, für umgerechnet 300 Euro pro Monat.
    Die anschließende Wanderung auf dem Kraterrand gibt uns einen Überblick über das gesamte Ausmaß des Vulkans und erlaubt uns Blicke zu werfen auf türkisblaues hochgiftiges Wasser, die steilen Hänge des inneren Kraters und die dampfende Schwefelszenerie.

    Zwei Tage später empfängt uns Bali in der Nebensaison wenig überlaufen und trotzdem meist sonnig, aber leider auch mit sehr viel Plastikmüll an den Stränden. Ubud gilt als spirituelles Zentrum der Insel und schon auf dem Weg zu unserer netten Unterkunft sehen wir geschmückte hinduistische Tempelanlagen und Bögen voller Blüten die Straßen schmücken.
    Wir nutzen das gute Wetter und machen einige Fahrten mit dem Roller durch die umliegenden Reisterrassen und zu Wasserfällen und genießen die hohe Dichte und Diversität an guten günstigen Restaurants. Unsere letzten Tage in Indonesien verbringen wir in Amed im Norden Balis, bekannt für seinen schwarzen Sandstrand, die schönen Schnorchelspots und den guten Blick auf den Vulkan Mt Agung (den wir ausnahmsweise nicht besteigen).

    Mit unserer letzten Station auf Bali geht auch unsere Zeit in Indonsien und insgesamt in Südostasien zu Ende. Seit der Ankunft in Kambodscha im Oktober sind mehr als 4 Monate vergangen, in denen wir wahnsinnig viel gesehen und erlebt haben. Wir sind gewandert, geschwommen, getaucht und geschnorchelt, haben Tempel, Dschungel, Strände und Vulkane besucht, waren in traditionellen Bergdörfern und mordernen Metropolen, haben viele nette Menschen getroffen, Einheimische und Mitreisende, sind mit Rollern gefahren, mit Fahrrädern und Tuk Tuks und vor allem haben wir wahnsinnig viel und gut gegessen.

    Doch jetzt ist Zeit für etwas neues und so machen wir uns schon im bedrohlichen Schatten der nahenden Corona-Welle auf nach Australien und freuen uns auf einen kulturellen Wechsel in Perth, das Camper-Leben, den Roadtrip nach Darwin und scheinbar selbstverständliche und profane Dinge wie grüne Parks, Bürgersteige oder leckeren Käse.
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  • Day14

    Blick in den Schlund der Erde

    October 9, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 22 °C

    Jetzt geht es auf die raue Seite Javas. Wir verzichten bewusst auf eine organisierte Tour und fahren selbst mit einem Moped in Richtung Mount Bromo, einen der vielen aktiven Vulkane hier in Indonesien🌋.

    Wrooooom... Wir düsen steile Bergstrassen bis auf 2.300 Meter hinauf🛵. Die letzten Höhenmeter wollen zu Fuß bewältigt werden. Ganz schön anstrengend. Nur mit einer Stirnlampe geht es nachts bei 4 Grad die engen Bergpfade hinauf. Über uns das klare Sternenzelt und die Milchstraße. Aber viel Zeit zum staunen bleibt nicht. Denn wir wollen vor Sonnenaufgang an einem geheimen Aussichtspunkt sein.

    Wir schaffen es rechtzeitig und werden mit einem stimmungsvollen indonesischen Sonnenaufgang belohnt. Zu unseren Füßen liegt die riesige Vulkanlandschaft, die von der Morgensonne nun langsam in die verschiedensten Rottöne getaucht wird. Überall kleine rauchende Schlote. Wow.

    Wir wollen näher an die Schlote ran und beginnen die Wanderung durch das Aschefeld zum rauchenden Mount Bromo. Es ist staubig, es ist dreckig, es ist trocken. Der steile Aufstieg an den Vulkanwänden hinauf kostet sehr viel Kraft. Doch plötzlich stehen wir mitten drin im Krater. Nur ein paar Meter unter uns klafft ein riesiges Loch. Wir hören und sehen es brodeln. Überall dampft es. Was für ein Naturschauspiel😳.
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    Franziska Schmiederer

    So viele wunderbare Eindrücke...da nimmt man die Strapazen gern in Kauf

    10/12/19Reply
    Globigtrotters

    Wie abgefahren! Tolle Eindrücke und toll geschrieben... wroooommm 😁

    10/12/19Reply
    Melissa Gerards

    Was ein Abenteuer!!! Kras 😱

    10/13/19Reply
     
  • Day23

    Bromo (Java)

    September 27, 2017 in Indonesia ⋅ 🌫 11 °C

    Tijd voor een snelle tussenstop om een vulkaan te bezoeken. Na onze dagelijkse portie selfies en foto's met locals tijdens de treinrit, stonden we om 2u 's nachts op om de zonsopgang te bewonderen boven de populaire Bromo vulkaan. Helaas konden we dankzij het slechte weer nog geen 5 meter voor ons zien. Teleurgesteld begonnen we aan de beklimming van de Bromo. Het klaarde echter op en onze bewondering was groot toen we aan de afgrond van de brullende, rokende krater stonden. Wat een natuurgeweld!Read more

    Marjan Delobelle

    Waaaw 😍

    9/27/17Reply
    Heidi Masschaele

    En nu snel weg hoop ik...

    9/27/17Reply
    Michiel Van Ooteghem

    Awesome!!

    9/27/17Reply
     
  • Day89

    Mount Bromo at the crater

    March 3, 2020 in Indonesia ⋅ ☁️ 19 °C

    I'm at the lip of the crater of the cinder cone of Mount Bromo the mountain that is visible from the previous post. The 1st 2 pictures look down into the crater. That is probably steam, not smoke, as it is the rainy season, and I'm told you don't see this in the dry season. The next 3 pictures look at the area around the cinder cone from the top. The last picture is of some carvings someone did along side the path to the top.Read more

  • Day18

    Einfach KRASS...

    August 26, 2017 in Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C

    9 Uhr: Nach etwa sechs Stunden Schlaf im gemütlichen Hotelbett klingelt der Wecker. Wir haben uns für 9.30 mit den Spaniern zum Frühstück verabredet. Unser Plan sieht vor, so schnell wie möglich weiter zum Bromo zu fahren. Denn dort wird es gegen 17.30Uhr dunkel. Dann kann man besonders am Vulkan nicht mehr viel machen. Wir hoffen, die Spanier ziehen mit und wir können mit ihnen mitfahren. Erstmal stellen wir fest, dass wir das Frühstück doch extra bezahlen müssen - Mist. Kurz nach uns kommt nur er, um sich einen Kaffee zu holen. Er macht nicht den Eindruck, als hätten sie den Plan schnell weiterzufahren. Ihr Problem ist, dass wegen der Verspätung beim Flug ihnen ihre Unterkunft abgesagt hat und er jetzt etwas neues suchen muss. Leider ist in unmittelbarer Nähe zum Vulkan nicht mehr viel übers Internet verfügbar. Vor Ort sieht es bestimmt besser aus, aber das ist ihn zu unsicher. Als er sich nach 30 Minuten mit den Worten verabschiedet, dass er sich nochmal hinlegen will, wussten wir, dass wir uns selber etwas organisieren müssen. Echt doof! Es wäre perfekt gewesen, mit den beiden mitzufahren. Egal, wir checken an der Rezeption, wie wir am besten zum Vulkan kommen. Bus, Minibus, fährt irgendwas zeitnah zum Bromo? Die Frau sagt, wir brauchen einen Jeep für 1.500.000 Rupien (ca. 100€), um die Strecke fahren zu können. Wieso? Bei Google ist es als normale Route angegeben. Nach etwas Hin und Her stellt sich raus, dass kein Bus direkt fährt. Der kürzeste Weg ist nur mit dem Jeep möglich, denn wir sind auf der falschen Seite des Vulkans. Wären wir am Abend nach Probolinggo im Osten gefahren, würden wir ohne Probleme hoch zum Vulkan kommen. Ach Mist, aber woher sollten wir das wissen? Die Frau an der Rezeption telefoniert etwas herum und bietet uns ein Taxi für 650 000 Rupien an. Nicht günstig, aber OK. Wann kann es losgehen? Vielleicht in 30 Minuten, vielleicht aber erst um 13 Uhr (es war gerade kurz vor 10.30Uhr). Wir entschließen uns, erstmal alles zu packen und uns dann eventuell selber ein Taxi zu suchen. Nach dem Packen mache ich mich also auf den Weg. Als ich aus dem Hotel gehe, kommt mir unser Fahrer aber schon entgegen - das ging aber schnell. Also Sachen holen, auschecken und los. Nach kurzer Fahrt frage ich den Fahrer, wie lang wir fahren. Er sagt 3,5h. Was? Google sagt, dass wir nur 2h brauchen. Er meint wiederum, dass wir die vorgeschlagene Strecke nicht fahren können, da die Straße "zu extrem" ist. Fantastisch! Also müssen wir einmal von Westen nach Norden, um den Vulkan herrum und dann hoch ins Bergland. Der Weg raus aus Malang wird schon zur Qual, da der Verkehr mal wieder kollabierte und man eigentlich nicht vorwärts kommt. Ich bin mega genervt. Wir verschwenden das kostbare Tageslicht im Auto, statt auf dem Vulkan sein zu können. Wären wir doch nur gestern Nacht in die andere Stadt gefahren. Der Fahrer merkt, dass ich genervt bin und die Stimmung etwas angespannt ist. Das bringt ihn dazu, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu beeilen. Allerdings nützt das im Stau nicht viel. Wir fahren also einen Großteil der Strecke zurück und können nach über 2,5h Fahrt endlich auf die Straße zum Bromo einbiegen. Er sagt: "Noch 25 km". Sandra ist erleichtert, es ist ja nicht mehr weit. Aber für die 25km veranschlagt Google etwas über 1h. So ist das halt hier... Langsam werden die Straßen auch immer schlechter, dafür wird die Umgebung immer eindrucksvoller je weiter wir den Berg hochfahren. Wir sind begeistert und hoffen, den Vulkan heute noch anschauen zu können.  Geplante Ankunftszeit in unserer Unterkunft: 15 Uhr. Allerdings ist diese ca. 3km vom Vulkan entfernt. Nachdem wir unser Hotel übersehen haben und einmal fast bis zum Vulkan gefahren sind, geht es den Berg wieder runter. Das werden drei lange Kilometer. Am Hotel angekommen noch schnell das mittlerweile obligatorische Foto mit dem Fahrer machen, einchecken und nach einem Roller fragen. Roller? Nein, sowas haben sie nicht und sie weiß auch nicht, ob sowas hier vermietet wird. Stattdessen möchte sie uns die Touri-Sunrise Jeep Tour für 450.000 pro Person andrehen. Wir machen ihr klar, dass wir kein Interesse an einer solchen Tour haben und stattdessen lieber selbständig unterwegs sein möchten.  Schnell noch das einfach aber schöne Zimmer etwas außerhalb, an einem Berghang gelegene Zimmer beziehen und dann los. Auf dem Rückweg nochmal schnell Internet im Foyer abcheken und probieren, die Spanier zu uns zu lotsen. Denn dann hätten wir die perfekte Rückfahrt zum Flughafen. Ich schreibe ihnen kurz, Sandra geht schon mal vor. Als ich nachkomme, hat sie bereits nach wenigen Metern jemanden gefunden, der uns seinen Roller für teuer Geld anbietet oder, für etwas mehr, eine richtige Motocross-Maschine. Sandra fragt mich, ob ich mir das zutraue. Es ist halt keine Automatik-Schaltung wie bei den Rollern und das Teil hat auch ordentlich Power. Natürlich will ich die Motocross Maschine haben!!! 😆 Er erklärt mir mehr schlecht als recht, wie die Schaltung funktioniert und dann soll ich mal ein Runde drehen. Der erste Versuch misslingt, der zweite auch. Mit viel Respekt fahre ich allein eine Runde auf der höllisch lauten Maschine. Mit dem Schalten und Berganfahrten habe ich anfänglich so meine Probleme, aber das wird schon schief gehen. 😉 Mit Sandra als Passagier geht es dann die teilweise steilen Straßen hinauf - nicht mehr ganz so souverän, aber irgendwie schaffen wir es. Vor dem Nationalpark, in dem sich der Bromo befindet, müssen wir mal wieder das 10-fache an Eintritt zahlen und fahren vor zum äußeren Kraterrand des ursprünglichen Vulkans, von dem aus man den ca. 2km entfernten Bromo sieht. Er gilt als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane in Indonesien, was auch die Rauchschwaden über dem Schlot erklärt.
    Die Abfahrt in die Caldera, dem Abschnitt zwischen äußeren Kraterrand und Vulkan, ist sehr steil und die Straße ist übersät von Schlaglöchern. Unten angekommen offenbart sich eine unwirklich scheinende, dunkelsandige Landschaft, das sogenannte Sandmeer. Man könnte meinen, in der Wüste zu sein, wären da nicht die saftig grünen Hänge des äußeren Kraterrands, den wir soeben hinunter gefahren sind. Hier müssen wir uns für die Fahrt durch den sehr feinen Sand vorbereiten. Leider haben wir unseren Mundschutz vergessen, also müssen andere Kleidungsstück herhalten. Vermummt wie ein Bankräuber suchen wir uns einen Weg durch die Sandlandschaft. Nach kurzer aber abenteuerlicher Fahrt parken wir unser Bike vor einer kleinen Schlucht. Von hier aus geht es zu Fuß weiter. Wir laufen ca. 15 Minuten bergauf zu einer Treppe, die hoch zum Kraterrand des Bromos führt. Schon beim  Abstellen des Motorrads hörten wir ein Geräusch, wie das eines Flugzeugtriebwerk.  Mit jeder Stufe, die wir hochgingen, wurde das Geräusch lauter. Oben angekommen verschlägt es uns den Atem. So etwas haben wir noch nie erlebt. Man schaut in ein tiefes dunkles Loch, aus dem weißer, nach Schwefel stinkender Rauch aufsteigt. Außerdem ist es so laut, als würde man neben einem Kampfjet stehen. Das ist so krass... Wir wussten beide nicht, was uns erwartet, aber darauf waren wir nicht vorbereitet. Wir brauchten ein Moment, um uns wieder zu sammeln. Nach dem kurzen Schock setzte die Faszination ein. Wir laufen ein wenig auf dem Kraterrand entlang und warten auf den Sonnenuntergang. Es sind nur noch wenige andere Leute hier. Ein Stück weiter entdecken wir eine Art Schrein, vor dem ein dünner, kleiner Mann in ein Tuch gehüllt sitzt. Er hat Blumen, Räucherstäbchen und kleine Hünchen bei sich. Wir vermuten, dass es eine Art Mahnwache ist und dass er die ganze Nacht dort oben sitzt und Opfer darbringt, um den Vulkan zu besänftigen. Nach dem Sonnenuntergang wurde es recht schnell kalt. Fasziniert von dem Ort traten wir den Rückweg an. Wie immer boten uns Einheimische an, uns zurück zu fahren. Aber als ich mich auf die Motocross-Maschine setzte, staunten sie nicht schlecht. Einen solchen Anblick waren sie nicht gewohnt. In der Dunkelheit gestaltete sich der Rückweg noch schwieriger als der Hinweg. Wo fahren wir eigentlich lang? Wo ist der Weg raus aus der Caldera?
    Wir orientierten uns an den anderen Lichtern, die noch unterwegs sind. Die Wege waren allerdings nicht für unsere Maschine gemacht, sondern eher für Fußgänger und Wanderer. Irgendwie schaffen wir es allerdings zurück und fahren den äußeren Kraterrand hinauf. Oben angekommen sehen wir viele Lichter, die noch im Sandmeer unterwegs sind und können die Straße erahnen. Uns ist langsam echt kalt, also suchen wir uns ein Lokal und bestellen zum ersten Mal heißen Tee. Wir bestellen etwas essen und lesen einige Blogs, die uns Aufschluss geben sollen über unsere geplante Sonnenaufgangstour am morgigen Tag. Vor allen müssen wir den Weg zu den view points finden. Wir treffen schließlich auch eine Gruppe von Deutschen, die zur selben Zeit auf dem Bromo waren wie wir. Wir tauschen uns kurz bezüglich unserer Pläne für den Sonnenaufgang aus sowie über den Preis, den sie für ihre Bromo-Wollmütze bezahlt habe. Als wir das Restaurant verlaßen, werden wir natürlich auch von einem Mützen-Verkäufer abgefangen und feilschen um den Preis. Er wollte 50 000 für eine. Wir darauf: 40 000 für zwei. Als wir ihm sagten, dass wir Deutsche sind, fing er an zu lachen und sagt, dass er das doch heute schon mal hatte. Wir machen uns einen Spaß daraus und bezahlen ihm letztlich 45 000 für zwei Mützen. Jetzt noch kurz den Weg für den Sonnenaufgang abfahren und dann ab ins Hotel. Gegen 23 Uhr legten wir uns schließlich schlafen, um 4 Uhr sollte ja schon der Wecker klingeln.
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    Christa Reineboth

    Da ist unsere Schwalbe nichts dagegen. Hattet ihr hoffentlich Helme auf!

    9/3/17Reply
     
  • Day22

    Bis zum Bromo und noch viel weiter...

    September 24, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 18 °C

    Um 03.00 schrillt der Wecker und um 03.30 sitzen wir im Jeep richtung Aussichtsplattform. (Annatina sogar kaum nörgelnd) Zusammen mit vielen anderen Jeeps werden wir durchgerüttelt und sind bei der Ankunft somit auch wach. Beim Aussichtspunkt, mit sicht auf den Bromo und andere Vulkane angekommen heisst es warten. Da wir im Gepäck nicht so viel Platz haben trugen wir vergleichsmässig mit den anderen Touristen nicht sehr viele Kleider, was ohne Wind auch geklappt hätte. Durch den starken Wind wünschten wir uns den Sonnenaufgang noch schneller herbei. Dieser war dann auch wunderschön und das Wetter perfekt. Unser Guide erwies sich als toller Hobbyfotograf und platzierte uns jeweils für sämtliche Fotos perfekt. Zudem nötigte er uns auch zu mehr Fotos, (wir stehen sonst nicht so auf das Tourigehabe) was im Nachhinein dann doch toll ist.
    So die Sonne ist oben, ab in de Jeep, über die Ebene und ab zum Bromo. Nach 30 Minuten wandern und Treppen steigen haben wir es geschafft. Die Luft ist dünn, riecht nach Schwefel und man kann den Vulkan blubber hören. Es ist 06.30!
    Nach einem Foto mit dem Jeep dem Guide und Fahrer gehts ins Hotel, Sachen packen und weiter. Um 09.30 essen wir dann endlich Frühstück, Reis und Nudelsuppe und Curry 😅.
    In den nächsten 5 Stunden fahren wir durch das Land zu unserem zweiten Ziel. Doch bevor wir im Hotel ankommen, besuchen wir einen Wasserfall (mal wieder) und ein Dorf der Minenarbeiter, welche wir morgen auf dem Ijen treffen werden. Unser Guide ist in dem Dorf aufgewachsen und erzählt uns wie sein Grossvater schon in der Mine arbeitete.
    Nach einem kleinen Abendessen liegen wir nun im Bett (in einem Hotelzimmer, mit Klimaanlage und einem Badezimmer mit einer Heisswasserdusche, Annatina ist fast ausgeflippt vor Freude) und schlafen bis 00.00 um um 00.30 wieder bereit zum Abmarsch zu sein.
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    Heinz Roth

    So schön hei mir ne nid gseh

    9/25/18Reply
     
  • Day167

    Sonnenaufgang über'm Bromo Vulkankrater

    August 29, 2018 in Indonesia ⋅ ⛅ 13 °C

    Was für ’ne für uns typische Aktion mal wieder! 🙈Am Vorabend wussten wir 2 Perfektionisten nach 3 Tagen Grübelei noch immer nicht, wie wir am liebsten/ besten zum Bromo Vulkan im Landesinneren der Insel Java kommen. Der Warung und Homestay Besitzer sowie Tour Guide unseres Vertrauens namens Hendro bot uns an, uns sehr komfortabel über Nacht 8 Stunden (!) 😳 lang mit dem Auto von Pulau Merah zum Berg zu fahren. Doch dies zu einem verhältnismässig sehr hohen Preis. Vielleicht wagen wir doch das Abenteuer mit dem Zug quer durch’s Land? Doch dann müssten wir häufig umsteigen und hatten keine Ahnung, ob das alles so nahtlos klappen würde.
    Um 19h diskutierten wir noch mit Hendro beim Abendessen was wir tun sollten. Züge wären für heute Nacht noch verfügbar. Hendro sei ausgeschlafen und könnte uns fahren, doch gab auch ehrlich zu, dass die lange Fahrt im Dunkeln durch‘s Nirgendwo sehr an ihm zehren würde. Nach viel Hin und Her - es war mittlerweile 20h - entschieden wir die Bahn zu nehmen. Jetzt war es auch schon zu spät mit dem Auto, denn wir würden es nicht mehr rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Vulkan schaffen. Doch als wir die Zugtickets online buchen wollten, wurden uns plötzlich keine Verfügbarkeiten mehr angezeigt. Was nun?!? Hendro packte uns mit Kind und Kegel ins Auto und düste 2 Stunden lang zum übernächsten Bahnhof. Denn wenn wir hier keinen Zug mehr erwischen würden, hätten wir schon ein wenig Strecke in Richtung Vulkan gemeistert. Nun hiess es Daumen drücken, ob wir es rechtzeitig zum Bahnhof schafften, ob wir überhaupt noch Plätze an Board kriegen würden, und wenn nicht, ob wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Bromo Berg wären.

    Letztendlich schafften wir es in die Bahn um 23h. Die auch recht komfortabel war. 🚞 In Probollingo um 2:15h angekommen, wartete auch schon ein Fahrer auf uns - alles perfekt von Hendro aus der Ferne spontan organisiert. Wir luden unser Gepäck in der Unterkunft ab und fuhren um 2:45h nach Cemoro Lawang, einen Ort am Fusse der Vulkanlandschaft. Um 4h angekommen, begann der Fussmarsch den Berg hinauf, soweit wir kamen bis die Sonne aufging, um von dort einen hoffentlich atemberaubenden Blick über die Bergkette zu haben. Wir kraxelten im Dunkeln hoch, der Sternenhimmel schenkte uns Licht. 🌌 Nah und Fern sah man menschliche Glühwürmchen: Touris, die mit Stirnlampen bewaffnet durch die Aschefelder oder Bergklippen der umliegenden Vulkane stapften.
    Hier hoch oben wurde es auch ein wenig schneller hell als gedacht. Wir suchten uns ein leises Plätzchen und bewaffneten uns mit allen Kameras, die wir hatten. 🤣📱📸📹📱

    Das Faszinierende an diesem Aufstieg ist, dass man im Dunkeln die Umgebung kaum erkennt. Doch wenn dann die Morgenröte erstrahlt, findet man sich inmitten einer unbeschreiblich schönen Vulkanlandschaft wieder. Rechts und links türmen sich die Bergklippen, unten das Tal besteht aus einer ewigen Aschewüste, man ist trotz der Ferne auf Augenhöhe mit dem riesigen Vulkankrater. Das alles erstrahlt in unterschiedlichen, warmen gelb-orange-roten Farbtönen entsprechend der Höhe und Intensität der Sonne. 🌄 Wir waren ganz gefesselt von der Schönheit Mutter Naturs. Die Strapazen der Anreise waren damit auch vergessen. Für diesen wunderbaren Anblick hatte es sich sowas von gelohnt, auf 1 Nacht Schlaf zu verzichten.

    Eine gute Stunde nach Sonnenaufgang ging es mit einem Geländewagen rüber zum Krater. Das Aschemeer überquerten wir auf dem letzten Stück zu Fuss. Hoch oben angekommen, verschlug es uns den Atem. Wir hatten auf unserer Reise zwar schon aktive Vulkane gesehen, doch so nah am Kraterrand mit direktem Blick in seinen tiefen Schlund waren wir noch nie zuvor. Wahnsinn, was für ein Naturschauspiel!! 😳🤗 Man bekam ganz weiche Knie, und das nicht nur, weil der Kraterrand kein bisschen Sicherheitsbegrenzung aufwies. Wer hier stolperte, würde als Schwefelwolke wieder raufkommen. 😱😉 Bei dem Kopfkino wurden Maggis Beine auf einmal schwer wie Blei und den Weg zurück meisterte sie nur, indem sie nicht den Abhang hinunter schaute, sondern sich einzig und allein auf ihren Gänsefüßchenmarsch konzentrierte. 😅

    Um 11h zurück in der Unterkunft setzte die Müdigkeit ein. Wir befreiten uns unter der Dusche und unsere Klamotten im Waschsalon von all der Asche bevor wir dann nach einer laaaangen aber faszinierenden Nacht am Mount Bromo todmüde ins Bett fielen und Mittagsschläfchen hielten. 😴👍🏽
    Abends haben wir uns eine Massage gegönnt. Leider die schlechteste EVER, aber nun gut, nach so vielen tollen Erlebnissen wollen wir uns mal nicht beschweren. 🙊
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  • Day68

    Mt. Bromo – spektakulär !

    June 17, 2017 in Indonesia ⋅ ⛅ 21 °C

    Schon während meiner kurzen Anfahrt mit dem Roller zum Startpunkt meiner Treckingtour konnte ich die Staubwolke erkennen. In der großen Caldera um den Mt. Bromo wehte heute schon sehr früh ein starker Wind. Beim Durchqueren der großen Fläche wütete ein Sand- oder eher ein Staubsturm. Es ist eine Mischung aus Staub, Asche und Sand. Schon das alleine war nach dem vielen Grün in den letzten Wochen ein Erlebnis. Der Bromo ist einer der aktivsten Vulkane auf Java. 2004 starben bei einem Ausbruch 2 Menschen. Kurz vor dem Vulkan steht ein Hindutempel um die Götter zu besänftigen. Daneben stehen Pferde bereit um die Touris bis zur langen Treppe die zum Kraterrand führt, zu transportieren. Die meisten Besucher nutzen diesen einfachen Weg. Vorbei am Tempel und durch einen erkalteten Lavastrom bin auch ich an der Treppe angekommen. Sie scheint endlos zu sein. Schon am Anfang der Treppe höre ich zum ersten mal das dumpfe Grummeln des Vulkanes. Ein leichter Schwefelgeruch macht sich auch schon bemerkbar. Oben angekommen stockte mir der Atem. Zum einen von dem starken Schwefelgeruch, zum anderen von dem Blick direkt in den Schlund des Vulkanes. Der Geräuschpegel war vergleichbar mit einem Düsenflugzeug. Es ist unbeschreiblich, was für eine Kraft unter mir brodelt dachte ich mir. So stelle ich mir das Tor zur Hölle vor. Für die meisten ist hier der Punkt zum umkehren. Ich habe mir vorgenommen um den Kraterrand herum zum nächsten höheren Berg zu wandern. Kein einfacher Weg, der Kraterrand ist stellenweise nicht breiter als 30 bis 40 cm und dann geht es auf beiden Seiten steil nach unten. Da gibt es dann kein Halten mehr, der Untergrund ist weich und rutschig. Ein Hoch auf meine Treckingstöcke, sie waren mir schon mehrfach eine große Hilfe. Ich muss zugeben, während der gesamten Strecke am Kraterrand hatte ich weiche Knie. Ich konzentrierte mich zu 100% immer nur auf den nächsten Schritt. Kein Schritt ohne die Augen auf den Boden zu richten. Am höchsten Punkt meiner Tour auf 2600m angekommen, wurde ich dann für meine Mühen belohnt. Dank des klaren Himmels konnte ich auf der einen Seite bis zur Nordküste von Java, auf der anderen Seite noch viele andere aktive Vulkane sehen. Was für eine Kulisse. Auf dem gleichen Weg bin ich dann wider zurück zum Ausgangspunkt und habe mir im nächsten Warung eine große Portion Mie Goreng spicy gegönnt.
    Heute Nacht um 3Uhr werde ich zum Aussichtspunkt auf der gegenüber liegenden Seite aufbrechen. Dort angekommen kann ich dann den Sonnenaufgang über den Mt. Bromo bestaunen und wenn die Bedingungen passen, mit meinem Gleitschirm über die große Caldera fliegen. Habe ich aber auch nur den geringsten Zweifel ob die Bedingungen passen oder nicht, werde ich nicht starten. Ich konnte heute ja selbst erleben welche Naturkräfte hier wüten.
    Mehr Bilder von der Tour könnt ihr auf meiner Webseite sehen.
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    Soulgliding

    Am Kraterrand des Mt. Bromo.

    6/17/17Reply
    Soulgliding

    Spektakuläre Vulkanlandschaft.

    6/17/17Reply
    Soulgliding

    Sandsturm in der Caldera des Mt. Bromo.

    6/17/17Reply
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  • Day18

    Bromo, Java

    October 10, 2014 in Indonesia ⋅ 🌙 20 °C

    We got up at 3.30 am this morning to climb the still partly active volcano Gunung Bromo. Equipped with our torches and all warm clothes we could wear - interesting feeling this "cold" as you Europeans call it - and started our way first through the vast, pitch black plateau toward the volcano where no path or anything resembling that marked our way. We had to get rid of a couple of motorcycle drivers who wanted to make us believe that there was no way at all we would make it to the top in time for sunrise. One would only leave after we made more than clear that he couldn't expect any money from us.

    But after finding our way across the plateau and pretty much running up the really steep, sandy (in fact the ground was covered in ashes) climb including 250 steps we made it and were rewarded with a magnificent view on the sunset, the plateau still veiled in mist, and the great surrounding landscape. Totally worth it!

    After, we hopped back on a minibus for 12 hours - with 4 passengers for 12 seats pretty bearable - and are now in Yogjakarta, the cultural centre of Java.
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    Marie Allard

    Super photo :-)

    10/10/14Reply
    maid of honour

    a little jealous...

    10/11/14Reply
    Françoise Gosset

    Perhaps difficult ...but worth it !

    10/11/14Reply
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You might also know this place by the following names:

Gunung Bromo