Israel
Tel Aviv

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147 travelers at this place

  • Day146

    Familienbesuch in Tel Aviv

    January 26, 2020 in Israel ⋅ ☀️ 15 °C

    Obwohl wir es anders erwartet hatten, verlief die Einreise nach Israel ziemlich reibungslos und wir kommen pünktlich zum Beginn des Shabatts in Tel Aviv an. Was ist eigentlich Shabatt?! Eigentlich soll der Shabatt, der Freitagmittags beginnt und Samstags mit dem Sonnenuntergang endet, zum Ruhen genutzt werden. Um zum Beispiel Zeit mit der Familie zu verbringen, auf Fernsehen und Internet zu verzichten oder aber wie wir es erlebt haben sich schon Mittags so richtig die Kante zu geben 🍻🍾🍷🍸🍹🥃 In jedem noch so kleinen Imbiss läuft Musik und alle sitzen draußen und feiern den Beginn des Shabatts - Für uns, die so lange in muslimischen Ländern unterwegs waren, ein richtiger Kulturschock :D Hinzu kommt das genau heute in unserem Hostel ein Varieté-Abend stattfindet bei dem das ganze Hostel in eine Art Messe verwandelt wurde, mit zahlreichen kleinen Ständen und einigen richtig guten Show-Acts, welche in einer bunten Mischung aus Hebräisch, Englisch und Spanisch performen. Ein gelungener Start....
    Aber noch viel mehr haben wir uns gefreut am nächsten Tag meine Schwester Michelle und meinen Schwager Kai am Flughafen in Empfang zu nehmen ✈️ Unser erster Familienbesuch auf unserem Trip und es stellte sich heraus, dass der erste Abend in Tel Aviv nicht die letzte durchfeierte Nacht bleiben sollte 😝
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    Marlu Prinz

    Hallo ihr lieben. Ich hatte gerade überlegt, ob ich nach einem Foto fragen soll. Schon ist es da. Ich wünsche euch eine tolle Zeit mit wunderbaren Erinnerungsmomenten. Alles Liebe eure marlu. Viele Grüße an Michele und Kai

    1/27/20Reply
    Janina Lampe

    Danke Marlu! LG zurück von uns allen ❤️

    1/28/20Reply
     
  • Day2

    TA Overkill Pt. 1 Vin Diesel & La Rambla

    May 4, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 20 °C

    Gefühlt brauche ich den Rest des Urlaubs absolute Ruhe und Zeit, um nur die Informationen dieses einen Tages zu verarbeiten, wie soll das weiter gehen?

    Wunderschöne Eindrücke und tolle Informationen, Fotos bleiben auf der Strecke... Gut, dass ich am Ende noch einen Tag hier habe 😁

    Also häppchenweise...

    Vom Flughafen zum Hostel spannende Taxifahrt mit russischstämmiger, junger Fahrerin. Mit 150 km/h durch Tel Aviv bei Nacht, dazu nie endende "Yallah, Yallah"-Flüche, verbunden mit möglichst dichtem Drängeln der wenigen anderen Autos lässt wider Willen meinen Türgriffreflex zucken.
    Was ihr nicht entgeht *peinlich*...

    Sie entschuldigt sich, meistens fährt sie Russen, da ihr Englisch nicht so gut ist, die stehen auf sowas.
    Ob es Radarkontrollen gäbe? "Yes, of course, but it's ok 👌" und sie beschleunigt wieder.
    Sie beruhigt mich: mit 15 ist sie bereits ein 150 Kilo Motorrad gefahren. Mit 18 dann den Führerschein und täglich mit ihren Freunden... Wie heißt noch der Film... Mit Vin Diesel? "The Fast and the Furious", vermute ich und sie explodiert fast vor Freude. Ja, genau den haben sie nachgespielt, sodass sie mit 20 perfekt darin war. Was sie mir freudestrahlend auch beim gekonnten Schneiden der anderen Autofahrer beweist 😅

    Die erste Nacht im Hostel gut überstanden, habe ich den Vormittag frei und gehe zum Strand.

    Durch eine Art La Rambla, gesäumt von wunderschönen alten Ficus Bäumen mit kunstvollen Luftwurzeln und seltsamen Beerenparasiten, lasse ich die Eindrücke auf mich wirken:

    🚲 Stadt der Fahrräder, am besten elektronisch. Die Radwege sind größtenteils vom Fußweg separiert, und die Fahrer schießen ganz schön schnell durch die Gegend. Noch beliebter sind Elektro Roller, genauso schnell aber noch kleiner. Und mit wechselnder Unterbodenbeleuchtung nachts 😁 Außerdem e-Skateboards, Einräder, kurzum alles, was sich auf Rädern auf Rad- oder Fußweg bewegt.

    🌳🌷🐈🌹🐕🌿🐶🌼🐱🌺

    Stadt der Hunde und Katzen und wechselnden Gerüche.
    Erst hat duftet alles nach Blumen, im nächsten Moment intensiv nach Katzenklo. Wenn Jasmin gegen Eau de Chat kämpft, gibt es keinen Sieger 😅

    Hunde sind auch überall.
    Laut einem lokalen Sprichwort hat
    die Familie in Jerusalem 8 Kinder; die Familie in Tel Aviv hat ein Kind und zwei Hunde. Könnte passen 😁

    Trotzdem auch:
    Stadt der Kinder 👨‍👩‍👧‍👦
    Der reinste Slalomlauf durch Massen von Kinderwagen. Wegen des Sabbats sitzen außerdem an jeder Ecke Familien beim Picknick, richtig gemütlich.
    Später erfahre ich, dass das erst seit kurzem so ist. Früher gab es kaum Kinder in Tel Aviv, sobald das erste Kind kam, zog die Familie weg, da die Stadt nichts zu bieten hatte. Erst in den letzten Jahren zieht es die Familien wieder her. Denn Tel Aviv ist die einzige Stadt in Israel, in der man ein modernes urbanes Leben führen kann.

    🌿🏢Stadt der grünen Bauhausarchitektur:
    Ich muss mein Urteil revidieren, Bauhaus wäre nicht meins.
    In Tel Aviv so schön inszeniert und grün bewachsen, fühle ich mich einfach nur wohl.
    Der Name Tel Aviv wurde bei der Gründung als Vision gewählt und bedeutet in etwa grüner / neuer Hügel.
    Pflanzen wurden beim Bau der Häuser fest mit eingeplant, unter den Gebäuden als Säulen und in Hinterhöfen als Gärten.

    Mittlerweile werden sie aufgrund des teuren Wohnraums natürlich auch zu Parkplätzen und Wohnraum, aber alles in allem ist es immer noch sehr schön anzusehen.

    Die Immobilienpreise im Zentrum von Tel Aviv sollen sich mittlerweile mit denen von Manhattan oder der Innenstadt Londons vergleichen lassen, das erklärt auch, warum es hier AirBnB's für bis zu 1000 Euro die Nacht gibt.
    Es darf wohl bis zu 1,5 Etagen nach oben angebaut werden, aber der alte Stil muss erhalten bleiben.
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    Michi Kru

    Eau de Chat...😂🤣 ich schmeiß mich weg

    5/10/19Reply
     
  • Day2

    TA Overkill Pt. 3 Radtour und Paranoia

    May 4, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Guide auf der Radtour ist der Wahnsinn, nicht ohne Grund muss ich die Eindrücke von einem Tag in drei Teilen verarbeiten.

    Generell verzeichnet Israel steigende Touristenzahlen. Letztes Jahr waren es 4 Millionen. Da mittlerweile überall auf der Welt Attentate sind, werden die Leute mutiger.
    Noch ist die Aufteilung in etwa:
    25 % Pilger
    25 % Juden (allein Paris hat 500. 000 Juden)
    50% dann restliche Touristen

    Wir fahren die Strecke meines Spaziergangs ab, vorbei an einigen Botschaften, die teilweise nur an einer kleinen Fahne auf dem Dach ganz oben zu erkennen sind.

    Ich erfahre, dass die Botschaften aller Länder in Tel Aviv sitzen, da sie Jerusalem nicht als Hauptstadt anerkennen.

    Weiter geht es zum Rabin Square, benannt nach Jitzchak Rabin, dem großen General der 60er (zu der Zeit war seine Position quasi die des Staatsoberhaupts), welcher berühmt wurde für Friedensverhandlungen mit den Palästinensern.

    Der Platz wird für alles mögliche genutzt, Konzerte, Demonstrationen, Party...

    Und los geht es mit der Philosophie über Israel. Das Land sei verrückt, erklärt der Guide. Gegen Israel seien die USA homogen.

    Die Religion ist über allem das wichtigste, was besonders durch die (ultra-) orthodoxen Juden zum Problem wird. Die machen es sich zur Aufgabe, ihre Religion mit aller Macht zu schützen und werden es nicht müde, immer neue Regeln für das Land zu erfinden.

    Für den Staat Israel hat der Israeli übrigens tatsächlich nicht die israelische, sondern die jüdische Staatsbürgerschaft. Menschen ohne Religion haben die Nationalität "Leute".

    Das Land befindet sich in einem extremen Wandel.
    Gab es vor 100 Jahren nur etwa 500.000 Juden im Land, sind es heute 7 Millionen, die der Staat mit aller Macht beschützen will.
    Und das Einwanderungsrecht erlaubt es nach wie vor jedem Menschen, israelischer Staatsbürger zu werden, wenn nur eine Oma Jüdin war.
    Während sich die Kinder früher als Israelis verstanden haben, sehen sie sich jetzt eher als Juden, sicherlich auch ausgelöst durch die Diaspora, denn die Einwanderer duften zwar in Israel leben, waren aber doch nicht gleichberechtigt.

    Der Guide betrachtet die Entwicklung mit etwas Sorge.

    "Klar, die Vergangenheit ist jung und sicher stimmt es auch, dass wir uns schützen müssen, aber das ist paranoid".

    Die meisten Orthodoxen schauen auf Nicht-Gläubige herab. Sie würden sie nie heiraten, in extremen Fällen nicht einmal die Hand geben.

    Die Hochzeit selbst wird ohnehin nur anerkannt, wenn sie orthodox ist und unser Guide berichtet, wie er früher seine Frau unter Druck der Schwiegereltern orthodox geheiratet hat, was er heute fast bereut, doch er hatte Angst um seine Aussteuer 😅

    Eine Hintertür gibt es wohl nur durch Heirat auf Zypern.

    In den letzten Wahlen Anfang diesen Jahres
    wurde zum ersten Mal rechts gewählt, sonst immer links.

    Einfacher Hintergrund:

    Die israelische Frau hat im Durchschnitt 3,5 Kinder.
    In Tel Aviv durchschnittlich eher 2.
    Ultra orthodoxe Familien haben durchschnittlich 7,5 ⚠️ Kinder.
    Und das sind die hauptsächlichen Rechts-Wähler.

    Die Einwohner von Tel Aviv sind darüber wenig glücklich. Tel Aviv ist reich, Jerusalem arm.

    Tel Aviv hat 5 Prozent der Einwohner des Landes, zahlt aber 25 Prozent der Steuern.

    Er beschreibt noch ein wenig die Lage bei den Ultra-Orthodoxen.

    Während die Männer natürlich den Glauben studieren, bekommen die Frauen nur eine kurze Grundausbildung und dürfen sich dann der Kindererziehung widmen.

    Die Familien leben fast ausschließlich von sozialer Unterstützung und leisten keinen nennenswerten sozialen Beitrag. Natürlich gehen sie nicht zum Militär aber leisten auch keinen Sozialdienst.
    Sollte jemand Arbeit finden (natürlich wenn, dann Frauen, die Männer müssen ja studieren), ist sie einfach, da die schulische Ausbildung nur rudimentär ist. Außerdem aufgepasst: Wer zu viel verdient, bekommt weniger Sozialunterstützung 🤫

    Ärzte gibt es bei den ultra Orthodoxen, aber natürlich nicht aus den eigenen Reihen, sondern dann z. B. aus aus Amerika.

    Ich bin durch für den Tag, die Radtour führt noch mal am Strand vorbei zurück zum Hostel.

    Auf der abendlichen Nahrungssuche kapituliere ich aufgrund geschundener Füße und diniere am sauteuren Dizengoff Square, wo sogar am Sabbat die Geschäfte auf sind, Security vor jedem Eingang.

    Witziges Detail: außer in dieser teuren Ecke haben an Sabbat nur wenige Supermärkte geöffnet, aber im Vorbeigehen entdecke ich tatsächlich einen Späti für Hunde- und Katzen Bedarf 🐶🐱😁
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  • Day2

    TA Overkill Pt. 2 erfundene Kultur

    May 4, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 20 °C

    Zum Sabbat:
    Juden wurden früher von Anhängern anderer Religionen oft als faul bezeichnet, weil sie sich diesen freien Tag "gönnen". Andererseits soll das Judentum aber viel anspruchsvoller sein als viele andere Religionen, da es allumfassender im Alltag ist, nicht nur sonntags in die Kirche oder 5 x am Tag den Gebetsteppich ausrollen... Interessante Theorie.

    Auf dem Weg zum Strand lande ich an einem friedlichen Plätzchen, dem Habima Square.

    Neben großer Konzerthalle, dem Charles Bronfman Auditorium, stehen hier das Nationaltheater und Museum of Modern Art.

    Für mich heute jedoch bemerkenswert der wunderschöne, idyllische Vorplatz.
    Vor 10 Jahren war Tel Aviv noch Großbaustelle und dieser Ort noch schlammiger Parkplatz. Heute sitzen hier Familien im Blumenpark und Kinder spielen am schön angelegten künstlichen Teich. Das alles vor dem Hintergrund entspannender klassischer Musik - ich brauche einige Zeit, um mich zum weitergehen aufzuraffen.

    Danach noch einen frisch gepressten Granatapfelsaft, lande ich endlich am Meer.

    Auch hier tobt durch den freien Tag das Familienleben.

    An einer Ecke tanzen scheinbar willkürlich Menschen zu südländischen Klängen. Was zunächst wie ein Flashmob oder simpler Spaß wirkt, hat einen anderen Hintergrund:

    Das Land besteht fast nur aus Einwanderern aller Herrenländer...
    Oatasien, Afrika, Polen, USA, Frankreich, Irak, Marokko, Russland, Ägypten, Indien, Argentinien, Mexiko, Kanada Australien, England... Der Guide, der mir diese Informationen gibt, hört nicht auf, aufzuzählen.
    In seiner Kindheit wurde in jedem Haus anders gesprochen, anders gekocht. Es fehlte neben gemeinsamer Sprache auch an gemeinsamer Kultur.

    So wurden kurzerhand einige gemeinsame Kinderlieder und Volkstänze erfunden und publik gemacht. Eben diese Volkstänze können immer noch regelmäßig am Strand einstudiert werden, die Kinder lernen es einmal pro Woche in der Schule.

    Auch, dass hebräisch - eine Sprache, die 400 Jahre tot war - heute wieder als Amtssprache dient, grenzt an ein Wunder.
    Ben Jehuda, Namensgeber vieler Straßen, hat sich im "Krieg der Sprachen" schließlich durchgesetzt und auch wichtige Wörter wie Blumenkohl oder Eiscreme ins Hebräische hineinerfunden 😁
    Nur eine Generation hat es gedauert, um alles zu vereinheitlichen, die Mütter brachten es in der Regel den Kindern bei, während die Männer etwas nachlässig beim. Lernen sein durften.

    Einerseits unglaublich und bemerkenswert, bringt diese Vereinheitlichung auch Schattenseiten mit sich - alles unter dem Deckmantel zum Schutz der jüdischen Religion - doch dazu später mehr.

    Zurück zum Strand: da noch kein Sommer ist, ist es zwar belebt, aber noch nicht total überfüllt.

    Eine Bebauungsverordnung schreibt vor, dass maximal bis zu 300 Meter an den Strand herangebaut werden darf, Privatstrände gibt es nicht.

    Es gibt einen Hundestrand, einen Schwulenstrand und einen Abschnitt, wo man sich der biologischen Erforschung anderer Mitmenschen widmen kann, vornehmlich nachts 😅

    Ich bin über die Offenheit der Stadt erstaunt, viele Homosexuelle laufen Hand in Hand und zeigen offen ihre Zuneigung. Dagegen ist Lübeck wirklich hinterwäldlerisch und ich schäme mich fast dafür.

    Jedes Jahr gibt es einer der weltweit größten Gay Parades mit 700.000 Besuchern und riesiger Party.

    Zum Vergleich: In Jerusalem gibt es auch jährlich eine solche Veranstaltung... Mit 25.000 Besuchern, 2.500 Polizeikräften, komplett abgesperrter Innenstadt, Sicherheitskontrollen, Demonstionen und Petitionen, Schwule als widerlich und schädlich abzustempeln.
    Vor drei Jahren erstach ein streng-religiöser Jude bei der Kundgebung einen 16-Jährigen.

    Ich habe wirklich Respekt vor Jerusalem und dem Kulturschock, der mich erwartet, aber es ist ja noch etwas Zeit 🍀

    Ach ja, Polizei gibt es kaum. Nur einmal sehe ich, wie sie in Windeseile eine einsame Tasche am Strand durchsuchen, vor dem "Tatort" stehen zwei Kräfte, die auf 5 Metern Entfernung ein flatteriges Absperrband halbherzig festhalten. In nicht mal einer Minute ist das Spektakel beendet. Und ehrlich gesagt, entspannt mich die Schnelligkeit und Professionalität.
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  • Day20

    Tel Aviv

    December 25, 2018 in Israel ⋅ ☀️ 20 °C

    Christmas Day was a little different this year. We spent it in Tel Aviv who don’t recognise Christmas as a holiday so it was just a normal work day for them. The Tel Aviv beach was absolutely beautiful. People were everywhere using the beach to throw frisbees, play some weird squash like game and walking their dogs. We even got our feet wet in the Mediterranean Sea. It is a cool place that feels a lot like the Gold Coast.Read more

  • Day14

    Drained in Tel Aviv

    October 3, 2019 in Israel ⋅ ⛅ 26 °C

    Tel Aviv portrays a mixture of L.A. and Middle East and thus it's absolutely contrary to the cultural-religious Jerusalem. Since my hostel is located close to the beach, the rooftop terrace allows me an excellent view of the daily life at the boardwalk. Instead of dangling sidelocks people are wearing muscle shirts and patrol along the promenade with their fashion dogs. Even though Tel Aviv is called Hollywood's new sin city, has numerous of scene clubs and is promoted as party capital, just having a drink can already become quite expensive. Nevertheless, six to seven euros for a small beer is no usury due to a 25% taxation of alcohol. Although, I therefore spent most of my time on the dry dock, I reluctantly leave the fine sand beach and the summer-like weather and fly back to Vienna.Read more

  • Day3

    Die bunte weiße Stadt

    April 30, 2019 in Israel ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach einer etwas unruhigen Nacht - gegen 3h kam die Müllabfuhr, gegen 6.30h war Arbeitsbeginn auf der benachbarten Baustelle - erwartet uns ein weiterer sonniger Tag in Tel Aviv.
    Leider muss ich heute morgen noch an einer Skype-Konferenz teilnehmen :( In der Zeit genießen Marisa und Addi ihr erstes Shakshouka, das israelische Nationalgericht aus Eiern, Zwiebeln und Tomate. Sie bringen mir netterweise auch etwas zum Frühstück mit: herrliches Pita mit Zatar, einer Gewürzpulvermischung auf Basis von Thymian und Sesam, mit einem Schuss Olivenöl und dazu frische Erdbeeren, Kiwi und Ananas.
    Kurz nach halb zwölf holen uns dann Adi und Hanna ab und wir starten unsere Erkundungstour. Zunächst schlendern wir wieder durch die Straßen von Lev Hair, wieder vorbei am Carmel Market bis wir zur Nachhalat Binyamin Street kommen, einer Fußgängerzone, in der zweimal in der Woche Straßenmarkt stattfindet, der sich auf alle Arten von Kunsthandwerk aus allen Ecken Israels spezialisiert hat. Er wurde 1987 mit nur einer Handvoll Künstlern gegründet, heute gibt mehr als 200 Stände. Links und rechts säumen Straßencafés den Weg, immer mal wieder spielt ein Straßenmusiker - die Stimmung und die Atmosphäre ist einfach fantastisch. Häufig fühlen wir uns an Istanbul erinnert, auch an Nordzypern im Allgemeinen und an Nikosia im Besonderen erinnert uns das Stadtbild immer mal wieder. Letzteres ist beeindruckend abwechslungsreich: wunderschöne viktorianische Stadthäuser stehen neben verfallenen Ruinen, dahinter futuristische Hochhäuser. Der Bauhaus-Stil ist extrem stark vertreten: bescheidene, weiß getünchte Ein- oder Mehrfamilienhäuser, einfach und funktional haben der Stadt den Spitznamen "Weiße Stadt" eingebracht und außerdem den Titel UNSESCO Weltkulturerbe. Die Bauhaus-Idee wurde genau wie die Juden von den Nazis verfolgt, um hier zu einer neuen Blüte zu gelangen. Oft wird der Stil auch als "internationaler Stil" bezeichnet, den tatsächlich haben die Architekten auf Wunsch der zugewanderten Bauherren Stilelemente aller möglichen Richtungen und Regionen vermischt und so einen ganz eigenen Stil in Tel Aviv entwickelt. Im Kontrast mit dem tiefblauen Himmel, den allgegenwärtigen Palmen und den farbenprächtigen Bougainvillen entsteht ein extrem gefälliges Gesamtbild.
    Wir verlassen die Nachhalat Binyamin Street und gelangen auf den Boulevard Rothschild, den Prachtboulevard der Stadt sowie eine der sozial, ökonomisch sowie politisch wichtigsten Straßen der Stadt. Benannt wurde er nach Baron Abraham Edmond James de Rothschild, Mitglied der berühmten Bankiersfamilie. Die Straße ist durch einen breiten, mit Bäumen gesäumten Grünstreifen getrennt, der Fuß- und Radweg sowie immer wieder kleine Spielplätze, Sportgeräte, Stände und Bänke bietet. Hier stand das erste Rathaus, hier wurde erstmal im Land auf das Fahrrad als modernes, urbanes Verkehrsmittel gesetzt und Israel gegründet: mangels alternativer Versammlungsorte rief David Ben-Gurion nämlich am 14. Mai 1948, acht Stunden vor Ablauf des britischen Mandats, in der Eingangshalle des bunkerartigen Gebäudes mit der Hausnummer 49 die Republik Israel aus. Nicht nur das Ereignis selbst war in höchstem Maße improvisiert, auch der Text der Unabhängigkeitserklärung wurde bis zum letzten Moment diskutiert, wobei sich schon der Bruch zwischen Religiösen und Säkularen abzeichnete, als es um die Nennung Gottes in der Erklärung ging. Auch der Name des neuen Staates zwar zwei Tage vor seiner Ausrufung noch umstritten. Neben Israel standen auch Judäa, Zion, Fiona und Ivriya zur Debatte. Ben-Gurions Vorschlag setzte sich schließlich durch. Ort und Zeit der Staatsgründung wurden zunächst geheim gehalten, da man fürchtete, die Briten könnten den Akt noch verhindern wollen. Die Einladungen an die 250 Gäste wurden am selben Morgen verteilt. Um genügend Anreisezeit zu bieten, aber auch nicht mit den religiösen Vorschriften des Sabbat ins Gehege zu kommen, wurde der Veranstaltungsbeginn auf 16h gelegt. Ein Angestellter der Jewish Agency vervielfältigte in letzter Sekunde noch den Deklarationstext. Mangels eigenen Wagens musst er auf der Straße ein Privatfahrzeug anhalten und um Mitnahme bitten. Allerdings besaß der hilfsbereite Fahrer keinen Führerschein, der Wagen war nur geliehen und wurde prompt wegen Geschwindigkeitsübertretung angehalten. Die nationale Notlage erkennend, ließ der Polizist Gnade vor Recht ergehen und der Staatsgründungstext erreichte die Zeremonie in letzter Sekunde.
    Nach so viel Geschichte und dem langen Spaziergang den gesamten Rothschild Boulevard hinunter, lassen wir uns in einem Café für einen Snack nieder. Es gibt Tomatensalat mit Koriander, Kichererbsen, Kebab, Tahini - klassisch und in grün mit Petersilie - und eine etwas undefinierbare Fischpaste. Lecker!
    Am Nachmittag wollen wir noch einen Ausflug nach Yaffa machen. Das 1909 gegründete Tel Aviv war ursprünglich ein Vorort der bereits seit der Antike bestehenden Hafenstadt Jaffa. Dem UN Teilungsplan zu Folge sollte Jaffa dem palästinensischen Staat zugeordnet werden, doch Israel beschloss die Annektierung und Eingliederung in das neue Stadtgebilde Tel Aviv-Yafo.
    Die gut 3km dort hin wollen wir mit den allgegenwärtigen Elektrorollern zurücklegen, die man an jeder Ecke per App leihen kann. Anja hatte mir vorher schon davon erzählt und ich hatte die App bereits installiert. Nachdem sich auch alle anderen mit der App ausgerüstet und wir uns alle gegenseitig eingeladen haben, damit jeder jeweils eine Freifahrt bekommt, sammeln wir die Roller in der Nachbarschaft zusammen und machen uns auf den Weg die Strandpromenade hinunter - ein Heidenspaß. Und bei einer Maximalgeschwindigkeit von 25kmh sind wir in Nullkommanichts da.
    Das Gebiet von Jaffa ist seit 7500 Jahren vor Christus besiedelt. Hier soll der Prophet Jona abgesegelt und nachdem er von seinen Mitreisenden von Bord geworfen wurde auch wieder vom Wal ausgespuckt worden sein, in der griechischen Mythologie soll die Königstochter Andromeda an den Felsen vor Jaffa geschmiedet worden sein, um sie dem Seeungeheuer Ketos zu opfern und die Ägypter sollen eine dem trojanischen Pferd ähnliche List angewandt haben, um die Stadt 1440 vor Christus zu erobern.
    Nach der Zusammenlegung mit Tel Aviv verharrte Jaffa in den darauffolgenden Jahrzehnten im Schatten der schnellwachsenden Metropole auf dem Niveau eines städtischen Slums. Erst in den 1990er Jahren entdeckte Israel den touristischen Wert der historischen Altstadt und investierte in die Renovierung. Dabei wurde leider ein Großteil des alten Gebäudebestandes beseitigt, neu aufgebaut und dann wieder auf alt getrimmt. Dieser Prozess dauerte bis weit ins neue Jahrtausend hinein. Dank des Zustroms von Künstlern und jungen Leuten ist Jaffa heute ein hippes Viertel mit vielen Bars, Restaurants und Cafés. Wir schlendern durch die engen Gassen der Altstadt hinauf und genießen oben den Blick auf das Meer und die Skyline von Tel Aviv. Auf der "Wunschbrücke" soll man sich mit der Hand auf das Abbild seines Sternbildes und den Blick aufs Meer gerichtet etwas wünschen, was dann in Erfüllung gehen soll - wir sind gespannt. Zum Glück ist keiner von uns Widder, das Abbild sieht nämlich eher aus wie ein Schaf, da ihm vor allem die charakteristischen Hörner fehlen. Wie sehr das die Erfüllung des Wunsches beeinflussen würde, vermögen wir uns nur auszumalen.
    So langsam regt sich Durst und Hunger und wir suchen uns eine Bar / Restaurant, wo wir uns sowohl durch die Essens- als auch die Getränkekarte probieren. Es gibt Lahmajun mit Lamm und Spinat, Frischkäse mit Oliven und Tomaten, Blumenkohl mit Lamm, Rind, Koriander, Petersilie und Tomaten und eine Art Börek, als Blätterteig gefüllt mit Käse und in diesem Fall Kartoffeln. Als Abschluss lassen wir uns bei der Abouelafia Bäckerei noch verschiedene kleine Brote gefüllt mit Käse, Tomate oder Kartoffel.
    Mit kugelrunden Bäuchen schnappen wir uns wieder fünf Roller für den Rückweg und stellen beim Erreichen der Strandpromenade fest, dass hier gerade ein riesiger Nachtlauf stattfindet: es wuselt von vor allem Frauen, die die Promenade auf und ab joggen. Weiter oben stellen wir fest, dass auch die große Hauptverkehrsstraße für den Lauf gesperrt ist. Wir verabschieden uns von Hanna und Adi, die sich einen Weg durch die Läuferinnen schlagen, um zu ihrem Auto zu kommen. Auch wir schaffen es den Boulevard zu überqueren und cruisen bis zu unserem Apartment.
    Im Späti wollen wir noch eine Flasche Wein erstehen, beschließen aber bei Preise von über 20€ die Flasche auf Bier und Cola umzusteigen. In unserem gemütlichen kleinen Gärtchen lassen wir den Abend ausklingen.
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  • Day2

    Schalom Tel Aviv

    April 29, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 26 °C

    Mit etwas Verspätung machen wir uns auf zum Flughafen, nachdem ein Reiseteilnehmer noch Handy und Portemonnaie einsammeln musste, die gestern irgendwie nicht den Weg ins Auto gefunden haben.
    Aber kein Problem, 6.30h sind wir am Flughafen und da wir von B fliegen, wo auch nur unser Flieger abgefertigt wird, können wir entspannt Pass- und Sicherheitskontrolle passieren. Zeit für ein Frühstück bleibt auch noch und dann wird pünktlich geboardet. Wir verlassen Berlin bei Nieselregen und 8 Grad und freuen uns gleich noch mehr, als der Kapitän Sonne und 31 Grad in Tel Aviv ankündigt.
    Die Flugzeit von knapp 4 Std. nutzen wir für einen etwas intensiveren Blick in den Reiseführer, der bisher eindeutig zu kurz gekommen ist, obwohl Anja uns extra noch ihren Reiseführer vorab per Post geschickt hat. Denn auch wenn wir in der komfortablen Situation sind, dass wir ja einen Experten dabei haben, wollen wir dennoch ein bisschen vorbereitet sein.
    Pünktlich um 13.15 Ortszeit landen wir. Nach Bustranafer zum Terminal stiefeln wir mit etwas gemischten Gefühlen zur Einreise, denn man hört ja immer wieder von intensiven Befragungen durch die Behörden.... Wir reihen uns also ein und beobachten schon den ein oder anderen, der von einem Flughafenmitarbeiter aus der Schlange weggeführt wird... Nun sind Addi und ich an der Reihe - und passieren ohne eine Frage gestellt zu bekommen! Marisa ist als nächstes dran und muss lediglich erklären, dass sie mit uns reist und woher wir uns kennen. Also alles problemlos.
    In der Ankunftshalle warten schon Hanna und Adi auf uns, die so lieb sind, uns mit dem Auto abzuholen. Los gehts in die Stadt, zu unserem Airbnb. Wir sehen erste Palmen und freuen uns wie kleine Kinder.
    Unser Airbnb ist ein süßes, kleines Häuschen, nur ein paar hundert Meter vom Strand entfernt. Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, ziehen wir zu Fuß los, denn seit dem Frühstück um 7.30h gab es nichts mehr zu essen.
    Um die Ecke vom Carmel Markt, Tel Avis größtem Markt, der nur ein paar Gehminuten von unserem Apartment entfernt liegt, lassen wir uns in einem kleinen Restaurant nieder und genießen fantastisches Pitabrot mit Salat, Koriander, Petersilie, Zwiebeln, Tahini (Sesamsoße) und zusätzlich wahlweise mit Merguez oder Lamm Kebab. Herrlich! Dazu gibts noch gebackenen Blumenkohl, ebenfalls mit Tahini.
    So gestärkt machen wir uns auf den Weg über den Carmel Markt: ein quirlige Straße, auf dem Händler links und rechts so gut wie alles verkaufen, von Kleidung über Gewürze und Obst bis hin zu Elektronik. Es herrscht lebhaftes Treiben, herrlicher Trubel, eine fantastische Vielfalt an Farben und Gerüchen - alle Sinne werden auf einmal angeregt.
    Wir lassen uns noch einen frischen Smoothie schmecken, kaufen Trauben und Halva, ein festes, trockenes Mus aus Sesampaste, was süß schmeckt und genießen die Atmosphäre. Wir stellen fest, dass vor allem das Gemüse gerne mal etwas größer ausfällt als bei uns.
    Wir schlendern noch etwas weiter durch das Viertel Lev Hair und kehren schließlich auf ein Bierchen in einer netten, kleinen Bar ein.
    Später beschließen wir noch einen Abstecher an den Strand zu machen, der ja nicht weit von unserem Apartment liegt, wo wir uns noch einen Sundowner schmecken lassen. Der "extremely drinkable rosé" bleibt etwas hinter seiner vollmundigen Ankündigung zurück, aber das verzeihen wir ihm. Schließlich machen wir uns auf den Heimweg, denn der Tag war lang und wir sind ziemlich müde.
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  • Day13

    Auf in den Nahen Osten/Tel Aviv, Israel

    September 7, 2019 in Israel ⋅ ⛅ 27 °C

    Shabbat Shalom,
    so sagt man hier heute, da Shabbat (wöchentlicher Ruhetag von Freitag Abend bis Samstag Abend) ist. Wir sind in Tel Aviv angekommen.

    Das Shabbat ist, erfuhren wir sogleich am Flughafen, da nämlich die ÖPNV nicht fahren. Nach dem sparsamen Georgienurlaub sind wir, obwohl es auf dem Flug kostenloses Essen gab, auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nach 15minütiger Taxifahrt und knapp 175 Schekel (rd. 45 Euronen) leichter fanden wir uns im Florentin House wieder und bezogen unser Zimmer. Wir werden hier wohl auch recht sicher sein (siehe Bild).

    Der Empfang war herzlich (es gab Bier-aufs-Haus-Gutscheine). Wir also rein in die Flip Flops und auf zum ersten kurzen Spaziergang über die Strandpromenade und auf der Suche nach was Essbaren, sodass es für Stephi noch nicht allzu viel wird. Wenn alles gut läuft, können wir morgen unser Pensum wieder etwas steigern.

    Tel Aviv sei heiß und wild, sagt man. Ersteres können wir direkt bestätigen :)

    Beste Grüße
    Stephi&Chris
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    Robert Bohm

    Mit den Taxen dort zu fahren, raten die meisten auch ab. Das sollen alles Abzocker sein. :D

    9/8/19Reply
    Stephanie Bohm

    Das waren autorisierte Taxen und wir hatten keine andere Wahl. Aber glaub mir, ich fahre ab jetzt nur mit den Öffentlichen. :-)

    9/8/19Reply
    Robert Bohm

    Auch noch staatlich organisierte Abzocke 😂

    9/8/19Reply
     
  • Day48

    Akka & Recovered Crusader Castle, etc.

    November 17, 2019 in Israel ⋅ ☀️ 23 °C

    We drove to Akka, where the Muslims covered over a Crusader castle before building a Mosque etc on top of the same spot. Prisoners found some remains of the Castle when making an unsuccessful attempt to tunnel out of the prison. The Crusaders built the castle around 1100AD, and the recovery is still underway, but they have made tremendous discoveries in the past hundred years. It was a fantastic view of old castle life, and they still have much more excavation to do. We then drove to a Mosque, which we entered, the women with their head and shoulders covered, for a quick look. Then on to the location where the Virgin Mary was told that she was pregnant, and its the location of a present day Catholic Church. We saw lots of mosaic work. The walk back to the bus involved buying a few Israel sweets, which were good but extremely expensive. At 6pm, the bus took us down to Tiberius, where our hotel was way up the mountain, so that we could have a walk, look around, and bite to eat.Read more

You might also know this place by the following names:

Tel Aviv, Tel Aviv-Jaffa, ቴል አቪቭ, تل أبيب, ܬܠ ܐܒܝܒ, تل ابيب, Tel-Əviv, Тэль-Авіў, Тел Авив, তেল আভিভ, Тель-Авив, تێل ئەڤیڤ, Tel Eviv, Τελ Αβίβ, Tel-Avivo, تل‌آویو, Tel-Aviv, Tel Aviv-Yafo, תל אביב-יפו, तेल अविव, Թել Ավիվ, TLV, Tel Avív, テルアビブ, თელ-ავივი, 텔아비브, Telavivum, Tel Avivas, Telaviva, ടെൽ അവീവ്, Тел-Авив, तेल अवीव, तेल अभिव, Tel Awiw, Tel Avėvs, Tel Aviv-Jafo, டெல் அவீவ், เทลอาวีฟ, Lungsod ng Tel Aviv-Yafo, تېلاۋىف, Тель-Авів, تل ابیب, Tel-aviv, 特拉維夫, 特拉维夫