Kenya
Diani Beach

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4 travelers at this place:

  • Day2

    Tag 2: Jambo Jambo......

    November 12, 2017 in Kenya ⋅

    Der Anschlußflug von Istanbul nach Mombasa dauerte 6,5 Stunden. Im Rückblick betrachtet ist diese Zeit doch recht zügig vergangen - im Rückblick.......! Die Einreiseformalitäten waren schnell erledigt, da wir bereits im Vorfeld das umfangreiche "Formblatt 22" ausgefüllt hatten und auch einer der Ersten waren, die das Flugzeug nach der Landung verlassen konnten. Weiterhin ist in Kenia das vorgeschriebene Touristenvisa bei Einreise für 40 € am Flughafen erhältlich - deutlich günstiger als bei der Botschaft von Kenia in Berlin, oder über einen der Visa-Dienste, bei denen teils über 100 € für die Ausstellung / Versand berechnet werden. Abgesehen davon.....einfacher als direkt am Flughafen geht es nun wirklich nicht. Gegen 6.00 Uhr waren wir dann nach einem 90minütigem Transfer endlich in unserem Domizil auf Zeit angekommen - dem "Leopard Beach Resort & Spa" am traumhaften "Diani Beach". Die Anlage begeistert sofort durch den wunderschönen, weitläufigen Garten - eher eine tropische Parkanlage - und die Wohngebäude im afrikanischen Stil. Überall ergeben sich tolle Blicke auf den Indischen Ozean, der sich hier in den schönsten Blau- und Türkistönen zeigt. Es gibt wahrlich schlimmere Schicksale, als im November an Kenias Küste zu Urlauben :-). Vor dem Frühstück ging es noch auf einen kurzen Abstecher an den weißen Puderzuckerstrand - um 7.00 Uhr fast menschenleer und wunderschön im Licht der frühen Morgensonne. Jambo Kenia - Hukuna Matata!Read more

  • Day12

    Tag 13: "Überfall" am Nachmittag

    November 22, 2017 in Kenya ⋅

    Nachdem wir ( eigentlich eher ich ) nach Tagen des Abwägens aller Eventualitäten, unter Berücksichtigung verhaltensauffälliger Miturlauber und eines wertigen Raum / Aussichtsverhältnisses den für uns ( eigentlich eher für mich ) besten Liegeplatz am Strand gefunden hatten, konnten wir natürlich nicht ahnen, das sich selbiger einmal zum "Tatort" wandeln würde. Seit einigen Tagen gehe ich nachmittags einer Gewohnheit nach, die Susi heute fast zum Verhängnis wurde. Während ich mir zu dieser Zeit in unserem Zimmer ein Käffchen zu bereite, mit dem ich dann zurück an den Strand komme, bleibt Frau Stoof immer alleine lesend zurück. Vorab sei allerdings gesagt, die komplette Schuld auf mich zu nehmen, bin ich nicht bereit! Susi hatte sich am Frühstücksbuffet wieder einmal für den Nachmittagssnack am Strand Bananen gediebt. In meiner Abwesenheit war es dann für sie an der Zeit, eine der Bananen heimlich aus ihrem Rucksack zu nehmen und zu verspeisen. Wohl wissend, daß der listige "Feind" überall lauert, hatte sie die Südfrucht ganz bewusst mit ihrem Körper während des Verzehrs abgeschirmt. Vergebens, die "Grünen Meerkatzen" wurden auf die List aufmerksam und schickten einen ihrer dominantesten Männchen los, das plötzlich keinen Meter von Susi entfernt, hinter ihr auf derselben Sonnenliege lauernd, auf seine Chance wartete. Mutiges Abwehrverhalten, lautes Schreien und fliegende Flip Flops zeigten keinerlei Wirkung. Im Gegenteil, der selbstbewußte Primate startete eine neue Offensive, drohte und griff sogar Susi an. Wohl wissend, daß sich im Rucksack eine weitere Banane befindet, versuchte er rasch den Reißverschluß zu öffnen. Als dies mißglückte, schnappte sich der Dieb einfach den Rucksack und versuchte, mit seiner Beute zu entkommen. Mittlerweile kamen Susi Urlauber zu Hilfe, aber erst das resolute Auftreten des "Affenbeauftragten" am "Tatort", entschärfte die Situation und der kriminelle Affe suchte das Weite. Abenteuer in der Ferne :-)!Read more

  • Day16

    Tag 18: CSI Kenia - It happend again!

    November 26, 2017 in Kenya ⋅

    Das Verbrechen hat wieder zugeschlagen! Erst kürzlich wurde Susi fast zum Opfer eines hinterhältigen Raubüberfalls - diesmal hat es leider mich erwischt! Doch alles der Reihe nach! Schon den ganzen Tag über hatte ich heftige Magen/Darmbeschwerden und war froh, wenn bei Bedarf rechtzeitig irgendeine Toilette in der Nähe war. Gegen Nachmittag war ich dann gezwungen, starke Medikamente einzunehmen. Durch die enormen Nebenwirkungen der Retardkapseln, fühlte ich mich sehr geschwächt, benommen und hilflos. Im Nachgang betrachtet, hatte dies der listige Räuber sicherlich bemerkt und seine Chance erkannt. Niemals wäre ich bei guter Gesundheit in diese Opferrolle geraten - ein besonders abscheuliches Verhalten des Täters, meine Hilflosigkeit derart schamlos auszunutzen. Verstärkend kam hinzu, daß auf den Schutz der Dunkelheit gewartet wurde - mein Schicksal war besiegelt!
    Nun zum perfiden Tathergang: Pünktlich um 19.30 Uhr öffnete das Buffetrestaurant für die Gäste. Der von uns favorisierte Tisch war leider schon reserviert und so war es an der Reihe, einen Alternativplatz zu finden. Susi freute sich sehr darüber, daß der Zweiertisch direkt vor dem "Buschbabybaum" noch zur Verfügung stand - "unsere" Wahl war gefallen! Abends waren dort die putzigen Baumbewohner in der letzten Zeit immer wieder zu beobachten, besonders wenn sie mit geschnittenem Obst angefüttert wurden. Um 19.51 Uhr kehrte ich mit der zweiten Portion gegrilltem Fisch und Reis, sowie etwas Nachtisch vom Buffet zurück an unseren Tisch. Ich hatte mich heute ganz besonders auf das Dessert gefreut, da es u.a selbstgemachte Schokomousse-Pralinen ( mit Zuckerguss! ) gab. Um 19.53 Uhr wurde ich durch Aktivitäten im "Buschbabybaum" direkt neben mir abgelenkt und versuchte die Verursacher der Geräusche im Dunkeln zu entdecken. Genau in diesem Augenblick - so Frau Stoof - kam einer der Halbaffen flink auf unseren Tisch gesprungen und hatte sich eine der leckeren Schokopralinen ( mit Zuckerguss! ) gediebt - einfach unglaublich! Die ganze Aktion ging so schnell von Statten, daß ich überhaupt nichts davon mitbekommen hatte. "Sind wir mal froh", dachte ich etwas einfältig, daß Susi so aufmerksam war - wir beide wären sonst im Dunkeln getappt ob der verlorenen Praline ( mit Zuckerguss! ). Um 19.56 Uhr - nach dem ersten Schreck - versuchten wir den Tathergang zu analysieren. Wie hätten wir uns umsichtiger verhalten können? Hätten sogar Vorkehrungen getroffen werden müssen? Ich wurde neugierig und wollte von Susi mehr Details über das Verbrechen erfahren. Ein angeregtes Gespräch nahm seinen Lauf - Frau Stoof wurde immer aufgeregter! Um 20.09 Uhr - auf dem Weg zurück in unser Zimmer - dann die überraschende Wende. Susi gestand mir reuig ( sicherlich verunsichert durch den Druck meiner Befragung ), daß sie die leckere Schokopraline ( mit Zuckerguss! ) von meinem Dessertteller gestohlen und sogleich verzehrt hatte. Den flinken, wuscheligen Baumbewohner hatte sie aus Verlegenheit nur vorgeschoben - die Umstände hatten einfach zu gut gepasst! Für mich ein Schicksalsschlag - wie soll ich jetzt nur damit umgehen?
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  • Day14

    Tag 15: G'schichten aus'm Paulanergarten

    November 24, 2017 in Kenya ⋅

    Im Footprint "Das Helfersyndrom" hatte ich ja bereits das Thema rührseelige Geschichten bedacht. So wie in freier Wildbahn, führen auch bei der "Jagd" auf naive Urlaubsgäste in den Hotels, die unterschiedlichsten Taktiken zum Erfolg - wenn auch nicht immer! Eine plumpe Rhetorik wie beispielsweise von "Sandro" ( einem der vielen "Beach Boys" ) erzielt allerdings selten das gewünschte Ergebnis. Während des üblichen Smalltalks am Strand, in dem immer irgendwie die Frage aufkommt, wie es dem Gegenüber so geht, kommt dann natürlich bei einigen Akteuren ( in diesem Beispiel bei Sandro ) eine Antwort, die man eigentlich nicht hören will! Das Business läuft furchtbar schlecht, kein Geld für nix ist da, schon gar nicht für Essen, Sandro hat ganz arg Hunger, Hunger ist nicht gut für Sandro, wäre toll wenn wir aus unserem Restaurant einmal eine Kleinigkeit mitbringen könnten usw, usw! Gehofft wird dabei natürlich weniger auf Lebensmittel, sondern vielmehr, daß aus Mitleid das mitgeführte Sortiment an Schnickschnack, zu weit übertriebenen Preisen einen Abnehmer findet. Etwas "feinsinniger" ist da auf jeden Fall die herzerweichende Geschichte von der schwerkranken Mutti, die unbedingt ärztliche Versorgung bräuchte. Gerne wird diese Taktik ab und an auch von Serviceangestellten in den Hotels genutzt, die über viele Tage zu "ausgewählten" Gäste eine lockere Bindung aufgebaut haben. Eines Morgens - sehr oft gegen Ende des Urlaubs - ist dann z.B beim Frühstück, ein auffallend bedrückter Kellner anzutreffen. Da dieser ja sonst immer mit bester Laune unterwegs war, wird nicht selten nachgefragt, ob alles in Ordnung sei. Jetzt kommt die "kranke" Mutti ins Spiel - genauso vor Kurzem geschehen bei "Paul und Petra" - die "Spinne" hat Ihre Beute nun im Netz! Geradezu "subtil" - allerdings nur zu Beginn - ist die "G'schichte aus'm Paulanergarten" die uns einer der Kellner kürzlich beim Frühstück erzählt hatte. Auf meine Frage, wie denn Gestern sein freier Tag war, öffnete ich die "Büchse der Pandora". "Thomas" ( nennen wir ihn einfach Mal so ) hatte geradezu Dramatisches erlebt. Nach der Fahrt in einem Tuk Tuk ( ein kleines motorisiertes Dreirad, daß hier als Taxi eingesetzt wird ) hatte er bemerkt, daß während der Fahrt wohl sein Handy aus der Hosentasche gerutscht sein mußte. Vergebens wurde versucht, über die zuständige "Tuk Tuk-Zentrale" den Fahrer des Gefährts ausfindig zu machen. Ohne Erfolg machte sich dann "Thomas" auf den Weg, den Verlust in der nächsten Polizei Station anzuzeigen - soweit so gut! So.......und jetzt kommt's: Man musste "Thomas" dort leider mitteilen, daß die Zuständigkeit für derartige Verlustanzeigen outgesourst wurde und zwar......in die Hauptstadt Nairobi ( gefühlt zwei Tagesreisen entfernt )! Dort gäbe es, und nur dort, die landesweit einzig staatlich authorisierte "Ichhabmeinhandyimtuktukverloren" Anzeigenaufnahmestelle. Ist natürlich schon grausam, wenn man(n) dafür von Ukunda durch das ganze Land reisen muß. Bleibt für alle Kenianer zu hoffen, daß die Landesregierung die Dienstleistungen der fernen Behörde gebündelt hat mit - sagen wir Mal - der Anzeigenaufnahmestelle für "Mirwurdemeinhandyvomaffengestohlen". Da "Thomas" aus Zeitgründen nicht nach Nairobi fahren kann ( die genannte Behörde hat wohl bedauerlicherweise auch keinen Telefonanschluss ), muß er den Verlust wohl auf sich beruhen lassen und ist eben fortan leider nicht mehr mobil erreichbar. Man kann sich denken, wohin das Ganze jetzt führt. Sorry "Thomas" - tolle Geschichte - aber manchmal ist Weniger einfach Mehr!
    Ganz wichtig als Nachtrag: Die allermeisten Kenianer denen wir bis jetzt begegnet sind, waren extrem freundlich und hilfsbereit. Leider gibt es überall, so auch hier "Schwarze Schafe" - in diesem Fall trifft die Beschreibung doppelt zu!
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  • Day15

    Tag 17: .......die "Gärten von Damaskus"

    November 25, 2017 in Kenya ⋅

    Als das formelle Gespräch zu Ende ist und sich die beiden britischen Offiziere nach der höflichen Verabschiedung aufmachen, die Privatgemächer von Prinz Feisal zu verlassen, bittet der arabische Stammesfürst den jungen Leutnant Lawrence noch zu bleiben. "Ich sehne mich nach den Gärten von Damaskus" beginnt der Prinz die Unterhaltung. "Sie sind wunderschön" antwortet der Gegenüber und versetzt damit den Araber ins Staunen. "Waren Sie schon einmal dort"? "Nein", antwortet der Offizier, "aber ich habe gehört das sie es sind"! Die Unterhaltung der beiden Männer stammt aus dem Hollywood-Klassiker "Lawrence von Arabien" mit Peter O' Toole und Alec Guinness in einer der Hauptrollen. Als ich diesen Film vor sicherlich dreißig Jahren das erste Mal gesehen habe, fragte ich mich damals als junger Mann, warum diese Gärten so einen Ort der Sehnsucht für Prinz Feisal darstellen. Wenn ich nun jetzt viele, viele Jahre später - man sagt hier in der Landessprache zu einem Mann meines Alters "Mzee Hamekula Chuvi Nyingi" ( Er hat schon sehr viel Salz gegessen ) - durch die wunderschöne Parkanlage im Hotel wandle, kann ich es sehr gut verstehen. Während der Mittagshitze bieten die vielen großen Bäume, durch die am Tag die Affen und in der Nacht die Buschbabys toben, Schatten. Die verschiedenen Grüntöne und exotischen Blüten der üppigen Pflanzen, schaffen einen tollen Kontrast zum stahlblauen Himmel. Es ist wunderbar ruhig im "Hoteldschungel" - eine Wohltat für gestresste Ohren. Einmal treffe ich auf dem Weg zu unserem Zimmer große Ansammlungen von bunten Schmetterlingen, ein anderes Mal streiten sich Eidechsen am Weg. Ein leuchtend gelber Webervogel baut zur Zeit geschickt an seinem Nest. Früh am Morgen trifft sich im Schatten eines alten Baumes meistens der "Affenkindergarten" - zur gleichen Zeit patrollieren die älteren Artgenossen durch die Hotelanlage und "checken" die Lage. Einige Affenmütter haben erst kürzlich Nachwuchs bekommen und mich erstaunt, mit welcher Kraft sich schon jetzt die kleinen Primaten an ihre Mütter klammern. Fleißig kümmert sich eine Armada von Gärtnern um die Parklandschaft - gerade vorhin wurden einige große Kokosnusspalmen beschnitten. Eine sehr sportliche Leistung des Landschaftsgärtners, der dazu barfuß und ohne Hilfsmittel die über zehn Meter hohen Palmen hinauf steigt. Es gibt einfach immer etwas Interessantes zu entdecken. Ich bin mir ganz sicher - zurück im Alltag werde ich mich sehnen nach dem Garten vom "Leopard Beach Resort".Read more

  • Day13

    Tag 14: Sisyphos, Krabben und Kunst

    November 23, 2017 in Kenya ⋅

    Wegen diverser Frevel, sowie dem Verrat an Göttervater Zeus, wurde Sisyphos laut griechischer Mythologie, von Hermes.....( Gott der Päckchen und Pakete.....Sorry, kleiner Schenkelklopfer - der passte einfach zu gut ) in die Unterwelt verbannt. Fortan wurde er dort zur tragischen Figur, da er als Strafe für seine Vergehen gezwungen wurde, bis auf alle Ewigkeit immer wieder einen riesigen Felsbrocken bergauf zu wälzen - nur um festzustellen, daß dieser kurz vor dem Gipfel ebenso regelmäßig wieder zurück ins Tal rollt. Eine schwere, wenig ertragreiche Tätigkeit ohne absehbares Ende, wird deshalb in Anlehnung an diesen Mythos "Sisyphusarbeit" genannt. Welche Frevel die Sandkugelkrabben ( Scopimera globosa ) in vergangen Zeiten begannen haben, bleibt wohl ewig ein Geheimnis. Ein ähnliches "Schicksal" wie Sisyphos, bleibt den winzigen Tierchen trotzdem als Bürde. Wenn bei fortgeschrittener Ebbe der Strand immer breiter und der Sand trockener wird, regen sich bei genauem Hinsehen, unendlich viele, fleißige Minikrabben. Kaum einen Zentimeter groß, verbringen sie wahre Wunder! Während der Flut im Sand verborgen, erscheinen sie bei Ebbe an der Oberfläche. Unermüdlich wird der Sand, in dem sich während des Hochwassers wieder Nährstoffe angereichert haben, "durchgekaut". Das so verwertete Material wird danach zu winzig kleinen Kügelchen geformt und aus der unterirdischen Behausung gerollt. Nach ca. sechs Stunden kommt die Flut natürlich zurück und die mühsame Nahrungsaufnahme ruht bis zur nächsten Ebbe. Als Nebenprodukt entstehen in jeder "Arbeitsschicht" durch die unzähligen Sandkügelchen wahre Kunstwerke auf dem Sand, die dann durch das steigende Wasser wieder verschwinden - eine wahre Sisyphusarbeit! Fast entsteht der Eindruck, daß die winzigen Künstler ganz verschiedene, kreative Workshops besucht haben. Während an bestimmten Stellen die Kügelchen in Form einer Palme drapiert werden, finden sich schon wenige Meter weiter auffallend viele Fächer- oder Shrimps-Muster. Ab und zu sind unter den "Künstlern" auch Grobmotoriker zu finden, die einfach einen großen, wenig ansprechenden Haufen an Sandkügelchen hinterlassen. Jedenfalls bleibt die Erkenntnis, daß Kunst im Auge des Betrachters liegt, auch bei dieser Spezie bestehen.
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  • Day7

    Tag 7: Tsavo Ost NP Safari - Teil 3

    November 17, 2017 in Kenya ⋅

    Gestern früh morgens ging es noch einmal auf ausgedehnte Pirschfahrt, mit einem absoluten Highlight - doch dazu später! Gegen 11.00 Uhr verließen wir dann den Tsavo Ost Nationalpark und machten uns auf zur Rückfahrt an den "Diani Beach". Nachdem ich im letzten Footprint meine Eindrücke zur spektakulären Landschaft des Park zum Besten gegeben habe, soll der heutige Bericht die Tierwelt von Tsavo Ost berücksichtigen.

    Teil 3: Rote Elefanten und mähnenlose Löwen

    Die Big Five ( Elefanten, Löwen, Leoparden, Nashörner und Kaffernbüffel ) bei einer Safari in Ostafrika zu sehen, ist das Ziel vieler Besucher der Nationalparks. Die beiden Tsavo NP's ( Ost und West ), die mit einer Gesamtfläche von ca. 22.000 Quadratmetern etwa halb so groß wie die Schweiz sind, beheimaten 60 Arten von Säugetieren - darunter auch die genannten Spezien. Berühmt für den Ostteil von Tsavo sind die "Roten Elefanten". Die grauen, bis zu vier Meter großen Dickhäuter bekommen diese Farbe durch ausgiebige Staub- und Schlammbäder in der roten Erde von Tsavo Ost. Ebenfalls ungewöhnlich sind hier die männlichen Löwen, die keine oder nur eine sehr schüttere Mähne tragen. Dies erklärt man sich als Anpassung an die große Hitze, die über viele Monate vorherrscht. Leoparden sind nur sehr wenige im Nationalpark beheimatet - sie hier während einer Safari zu entdecken, ist schon ein großer Glücksfall. Fast gänzlich verschwunden sind die in Tsavo ebenfalls beheimateten Spitzmaulnashörner. Durch starke Wilderei, bedingt durch die seinerzeit große Nachfrage an Elfenbein, wurden die mächtigen Tiere in den 1970er und 1980er Jahren nahezu ausgerottet. Damals hatten nur zwei Prozent der ursprünglichen Population überlebt. Heute erholt sich der Bestand wieder sehr langsam und die Spitzmaulnashörner leben in den für Safaritouristen gesperrten Teilen von Tsavo. Nicht viel besser erging es damals den Elefanten. Von ausgehend 40000 Exemplaren, hatten bis 1990 nur knapp 5000 Tiere das Massaker überlebt. Erst ein weltweites Verbot für den Elfenbeinhandel und rigeroser Schutz der verbliebenen Tiere, half den Bestand der übrig gebliebenen Dickhäuter zu erhalten. Mittlerweile hat sich ja leider das Handelsverbot für Elfenbein wieder gelockert und die Wilderei nimmt seit Jahren leicht zu. Jetzt zum Highlight der zweitägigen Safari: Als über Funk ( die Guides sind in ihren Fahrzeugen darüber ständig in Kontakt miteinander ) die Nachricht umging, daß ein Löwenrudel gesichtet wurde, hatte sich Shabani unser Fahrer sofort auf den Weg dorthin gemacht. Die Löwen lagen nach erfolgreicher Jagd im Schatten einer Akazie und dösten. Wenig später sind wir den Großkatzen noch einmal etwas weiter entfernt begegnet. Ganz nahe, keine fünf Meter von uns entfernt, führte die Löwenmutter ihre vier halbwüchsigen Jungen an ein Wasserloch. So nahe kommt man den imposanten Tieren nicht einmal in einem Zoo - das hätten wir niemals erwartet!
    Eine Story, die auf einer wahren Begebenheit beruht, noch zum Schluß: Im Jahre 1898 hielten zwei menschenfressende Löwen auf dem heutigen Gebiet der Tsavo Nationalparks über Monate den Bau der "Ostafrika Eisenbahn" auf. Immer wieder starteten die Großkatzen Angriffe auf die Bahnarbeiter - 138 Menschenopfer wurden damals den Löwen zugeschrieben. Die Geschichte wurde 1996 mit Michael Douglas und Val Kilmer verfilmt - "Der Geist und die Dunkelheit".
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  • Day3

    Tag 3: Just walking at the Beach......

    November 13, 2017 in Kenya ⋅

    Strandspaziergänge bei Sonne, einer leichten Brise und sommerlichen Temperaturen sind toll - wer mag das nicht?! Der Bilderbuchstrand hier ganz im Süden Kenias bietet eine Menge unterschiedlicher Eindrücke. Besonders magisch sind die ständig wechselnden Farben und Lichtverhältnisse. Von sanft bis richtig dramatisch braucht es oft nur kurze Momente. Sehr beeindruckend ist vor allem ein teils dunkel Himmel mit schweren, schwarzen Regenwolken, der noch Raum für die Sonnenstrahlen lässt. Das smaragdgrüne Meer sieht dann besonders​ spektakulär aus. Leider fällt manchmal am Strand das Auftreten einiger der zahlreichen "Beach Boys" negativ auf. In Kenia versteht man darunter meist junge Männer, die dort versuchen ihre Waren oder diverse Dienstleistungen, wie z.B Ausflüge an die Touristen zu verkaufen. Am Strandabschnitt der Hotelanlage ist man "sicher" vor ihnen, aber sobald der öffentlichen Strand betreten wird, starten die Jungs zu ihren "Überfällen" - ganz besonders bei den "Neuurlaubern". Selten helfen freundliche Worte - oft muß sehr arrogant und barsch aufgetreten werden, um die Strandverkäufer in ihre Schranken zu weisen. Allerdings ist festzustellen, daß wahre Sprachgenies darunter sind. Zwei oder drei Fremdsprachen werden oft soweit beherrscht, daß eine Unterhaltung - oder eher ein "Verkaufsgespräch" - geführt werden kann, immerhin! Dafür aus Respekt von mir den Daumen hoch - aber nur dafür! Nach einigen Tagen lässt das Interesse der "Beach Boys" aber merklich nach - dann wissen die Jungs ganz genau, wer ein potentieller Interessent sein könnte, oder bei wem sie auf Granit beißen. Ungewöhnlich beim heutigen Morgenspaziergang waren zwei Männer, die große, prachtvolle Muscheln angeboten haben. Es ist eine harte, mühsame Arbeit, die Tiere im Riff zu suchen und dann das Fleisch mit einem Haken herauszulösen. Tierschützer werden jetzt empört aufschreien, aber von etwas wollen diese Menschen eben auch leben. Die Muscheln zu kaufen wäre aber fatal, da das Reisegepäck bei der Ausreise von den kenianischen Behörden sehr penibel kontrolliert wird. Derartige Souveniers würden äußerst empfindliche Geldstrafen zur Folge haben. Trotzdem sind mir persönlich solche Strandverkäufer deutlich lieber, als beispielsweise der einbeinig junge Mann, der heute in der Nähe unseres Hotels im Sand auf Krücken stehend mit vorwurfsvollem, mitleidigem Blick auf sein abhanden gekommenes Bein gezeigt hat. Was für ein Pfosten - betteln geht gar nicht!Read more

  • Day7

    Tag 6: Tsavo Ost NP Safari - Teil 2

    November 17, 2017 in Kenya ⋅

    Natürlich verbindet man mit einer Safari in Ostafrika zu allererst Tierbeobachtungen. An was die meisten Naturbegeisterten vor ihrer ersten Safari im Tsavo Ost NP aber gar nicht denken, ist die unglaubliche Landschaft, die den Besucher nachhaltig beeindruckt.

    Teil 2: Weites Land - dramatische Farben

    Gestern Vormittag hatten wir nach Einfahrt in den Nationalpark auf dem Weg zu unserer Lodge ja bereits die erste Pirschfahrt. Nach der dreistündigen Abendpirsch am gleichen Tag, folgt heute früh am Morgen die dritte und letzte Jeepfahrt auf unserer zweitägigen Safari. Aufbruch ist kurz nach 6.00 Uhr - eine gute Zeit um vielleicht noch Leoparden und Löwen zu sehen, die sich mit dann mit zunehmender Hitze zurück ziehen. In diesem Footprint möchte ich aber über die unglaublich schöne, weite Landschaft vonTsavo berichten. Im 1948 gegründeten Nationalpark ( ein Jahr später erfolgte dann die Teilung in Tsavo Ost und West ) findet der Besucher alle Landschaften vor, die man bei Naturdokumentationen über Kenia oder auch in Hollywoodklassikern wie "Jenseits von Afrika" mit Robert Redford und Meryl Streeb schon gesehen hat. Es ist aber etwas ganz anderes, diese wunderschöne Landschaft live und mit allen Sinnen zu erleben. Gras- und Buschsavannen wechseln sich mit lichten Akazienwäldern und halbwüstenartigen Steppen ab. Die weite, menschenleere Savannenlandschaft erlaubt dem Staunenden einen ungehinderten Blick bis zum Horizont. Dramatisches Licht, das vor allem in den Morgen- und Abendstunden vorherrscht, sorgt in Verbindung mit sich ständig änderten Wolkenformationen für fantastische Farb- und Lichtspiele die absolut beeindruckend sind. Der immer vorhandene Wind treibt die Wolken oft so schnell vor sich her, daß sich binnen Sekunden das Licht und somit auch die Farben komplett ändern können - was für ein Naturschauspiel! Bei hochstehender Sonne haben mir persönlich die Busch- und Akazienwälder am besten gefallen. Dort findet man die "berühmte" rote Erde, die bei voller Sonnenbestrahlung besonders intensiv leuchtet - ein ganz toller Kontrast zum oft dunkelblauem Himmel mit weißen Wolken. Akazienwälder sind aber auch in den Abendstunden ein Highlight. Die untergehende Sonne hinter einem dieser für Ostafrika so typischen Bäume bedient wohl alle Klischees - ein Bild, daß garantiert im Gedächtnis bleibt!
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  • Day8

    Tag 8: Fishermen at Diani Beach

    November 18, 2017 in Kenya ⋅

    Bei fortgeschrittener Ebbe ist ein Spaziergang am Diani Beach ( da dann besonders breit ) ausgesprochen schön. Der Strandabschnitt beginnend vor unserem Hotel wird unmittelbar rechts von einem Riffplateau begrenzt - nach links kann man wunderbar auf einer Strecke von ca. 2,5 Kilometer bis hin zu einer kleinen Flussmündung laufen. Unterwegs sieht man immer wieder Speerfischer, die bei Niedrigwasser zwischen den Riffblöcken und in den Seegraswiesen ihrer Arbeit nachgehen. Bis zur einsetzenden Flut sind die meist jungen Männer dann wieder zurück am Strand, wo sie versuchen, ihren Fang entweder gleich vor Ort zu verkaufen, oder aber etwas weiter in Ukunda ihre Abnehmer zu finden. Am Meisten werden Tintenfische erbeutet, die für weniger als einen Euro das Stück verkauft werden - kleinere Riffbarsche, Papageienfische etc. werden ebenfalls harpuniert. Seltener auch mittelgroße Lobster, die in Europa ein Vermögen kosten würden. Etwas weiter am Strand Richtung Flussmündung, haben die Netz- und Leinenfischer ihre traditionellen Boote vor Anker liegen. Oft aus dem Holz des Mango- oder Mahagonibaums handgefertigt und mit Auslegern und kleiner Segelfläche versehen, wird ebenfalls bei Niedrigwasser hinaus gefahren. Allerdings arbeiten diese Fischer weit vom Strand entfernt draussen vor der Riffkante in den tieferen Gewässern des Indischen Ozeans, wo auch große Beute wie Schwertfische zu finden ist.Read more

You might also know this place by the following names:

Diani Beach

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