Norway
Storbuhaugen

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30 travelers at this place

  • Day15

    Auf nach Gimsøy oder der Herbst ist da

    September 7, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C

    Die Nacht hat den fiesen Fisselregen aufgefuttert. Der Morgen beginnt trüb aber trocken. Doch auch die Trübnes hält sich nicht. Die Sonne hat den unbedingten Drang, ab und an zwischen den Wolken durchzulunzen. Die lockeren Wolken vor den Bergen verleihen der Landschaft Bewegung.
    Ich hätte gern in einem der beiden Kafes hier gefrühstückt, aber die haben beide geschlossen. Anscheinend ist eine Frühstückskultur nicht so ausgeprägt. So gibt es ein Teilchen aus dem Laden, der auch die Souveniere verkauft.
    Wir können also los.
    Rüber über die beiden Brücken, hinaus in die Welt der Mittellofoten.
    Zunächst verläuft die Strasse dicht an den Felsen geschmiegt. Wie immer also und doch ist es jedes Mal anders. Die Felsen gehören zu den aufstrebenden Bergen rechts von uns. Links öffnet sich das Wasser mit weitem Blick auf die Bergketten der Mittellofoten bis hinunter Richtung Å. Ein paar spärlich bewachsene Inselchen, eher größere Felsplatten, liegen , günstig dekoriert, im türkisfarbenem Wasser. Diese Farben sind schon irre. Diese Vielfalt an Grün, türkis, blau innert kurzer Zeit ist genial schön .
    Weiter vorn, da, wo der Fjord endet, schimmert das Wasser grün, wie Pfeffilikör früher. Unfassbar, das niemand vom Poolservice gekommen ist und den Boden anmalte. Die Natur kann das ziemlich gut alleine vollbringen. Ich bin angemessen beeindruckt. Allerdings muss man klar sagen, je höher man steht um so mehr ist das grüne Leuchten zu erkennen . Unten am Strand wirkt es eher ausgewaschen.
    Wir wollen heute Strände schauen und nehmen uns als erstes die Insel Gimsøya vor.
    Also über die Brücke rüber und dann gleich scharf links abbiegen.
    Fv863 lautet völlig kühl der Strassenname.
    Es geht wie immer um den Berg herum. Also links der Berg, rechts das Wasser, gegenüber neuer Berg mit Strasse herum. Die Sonne scheint gerade mal zwischen zwei Wolkenlücken hervor. Sie taucht die nun doch zumeist schon herbstliche Landschaft in kräftige Farben.
    Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an heisst es in einem Lied. Ohne Frage. Hier hat er schon mal gut gemalt.
    Gegenüber die Berge auf der anderen Seite der Bucht werden gerade von neuen dichten weissgrauen Wolken überrollt. Diese entziehen ihnen offenbar die Farben, dazu das Gegenlicht, so entsteht eine besondere Aussicht. Unsere Seite der Bucht leuchtet herrlich farbenfroh, die andere ist komplett vergraut und präsentiert sich in dunkelblaugrauer Einheitsfarbe.
    Am besten gefallen mir die kleinen Felder, die Straßenränder, die mit Fireweed bewachsen sind. Ich kenne die Blume aus Alaska und dort heisst es, wenn sie verblüht ist, der Sommer ist vorbei. In deutsch heißt die Blume schmalblättriges Weideröschen, den Älteren vielleicht auch noch bekannt als Trümmerblume.
    Hier kann sich der Somner noch nicht so richtig zum Gehen entschliessen, denn wir finden das Fireweeed noch in vielen Formen. Von mit Rosapinken Blüten übersäht, bis hin zu zur verblühten Version, wo die Samen schon aufgesprungen sind und ähnlich wie bei der Pusteblume, sich weiße kleine Federchen bilden. Es wirkt als hätte jemand dezent dünne, ganz feine Watte auf den Blütenstengeln verteilt. Die Blätter der Pflanze färben sich dann auch noch ein und schwupps, bunter, satter gehen keine Herbstfarben. Ich könnte jedesmal anhalten, einfach nur um mich an der bunten Pracht zu erfreuen. Nur einige Meter weiter breiten sie sattgrün Wiesen aus, als wäre es gerade Frühling geworden. Vögelchen zwitschern begeistert. Das Rote Haus auf der herrlich grünen Wiese vor dem blauem Himmel, den angeleuchteten Bergen, das kann kein Zufall sein. Das hat wer gemalt.
    Klar, ist kein Trollfjord, keine spektakuläre Wanderung mit Aussichten, die einem den Atem rauben. Es ist so gesehen nur Landschaft, an der viele mal eben vorbeirauschen um ans nächste spektakuläre Ziel zu gelangen. Aber was passiert, wenn man alles höher, weiter, toller erlebt hat? Was kommt danach? Der nächste Run auf Spektakuläres? Was steigert sich zu am tollsten, verrücktesten, gigantischsten? Leere?
    Wir sind ziemlich glücklich über diese unverhoffte Farbenpracht um uns herum. Wir bestaunen die kleinen Ortschaften, deren Häuser wie hingewürfelt die Landschaft verzieren. Wir halten Zwiesprache mit Frieda, einer Kuh, die interessiert auf uns zukommt und tatsächlich die Ohren spitzt, als ich mit ihr rede. Wir beobachten eine Gruppe Reiter, die wohl gerade ihren Ausritt üben. Artig in einer Reihe trabt ein Pferd ums andere daher. Richtig glücklich sehen die Leute auf dem Pferd aber nicht aus. Einzig der letzte Reiter der Gruppe lächelt. Ein Mann, der sich bemüht, recht locker im Sattel zu sitzen, als er langsam an uns vorüber zieht. Einen kurzen Augemblick treffen sich unsere Blicke und wir verstehen uns. Er wäre gerne woanders Cowboy. Im Radio läuft Slade, Far, far away, ich singe laut mit. I've seen t morning in the Mountains of Alaska ... mein Herz blutet ein wenig. Ich schniefe und bin trotzdem froh, hier zu sein. Nicht als Ersatz, sondern weil es mir gefällt. Vielleicht erobert mich Norwegen ja doch auf eine leise, feine, zarte Art, wer weiss?
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  • Day14

    Abends in Henningsvær

    September 6, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir erreichen Henningsvær gegen 7 Uhr. Wir sind nicht die E 10 gefahren, sondern die Landstrasse einmal im diesen Fjord herum, einmal um jenen. Aber schön war es, wenn auch für die perfekten Spiegelungen, die Abends einsetzen, zu windig.
    Wir finden die Unterkunft gleich, sind begeistert über die grosse Wohnung.
    Nachdem alles verstaut ist, laufen wir noch eine Eunde ums Eck. Viel ist hier ja nicht, es ist eine kleine Insel. Ebbe ist auch und die hier erhofften Spiegellungen bleiben auch sud. Also rüber auf die andere Seite.
    Hemmingswær liegt ja um einen Naturhafen herum drapiert. Ist man auf der einen Seite und will auf die andere, muss man laufen.
    Es gibt so etwas wie ein Stadtzentrum mit einigen Geschäften, Restaurants, Kafes. Es ist menschenleer. Kein Wunder, der gemeine Herr Fisselregen hat uns eingeholt und schickt seine Ausläufer mit ausgebreiteten Armen übers Land. Wie Schleier wirkt der feine, äußerst ätzende Fisselregen, der sich wie eine zweite , unangenehme, nasse Haut sofort über jeden Menschen legt, der draussen ist. Er sucht definitiv Körperkontakt, der feine, ätzende Fisselregen, er kriecht sofort in jede Ritze, die er findet. Dazu der eisig wirkende Wind. Es ist nicht nett draussen, also kehren wir ein.
    Diesmal müssen wir Name und Telefonnummer angeben. Fast ein bisschen wie zu Hause. Wir landen im Fiskekrogen. Ein schönes modernes Restaurant mit Blick auf das Wasser und die andere Seite des Ortes, wenn es denn Blick gäbe. Herr Fisselregen verdirbt selbst den.
    Nach dem Essen laufen wir den Rest des Ortes noch ab. Es ist dunkel geworden, die Nacht hat ihre schwarze Zudecke bereits ausgerollt. Warmes Licht sucht sich vom Drinnen der Häuser einen Weg nach draussen. Hüllt vieles in heimelige Athmosphäre und lässt erahnen, die Dunkelzeit ist nicht mehr weit. Bald gehen wir wieder im Dunklen morgens aus dem Haus und kommen im Dunklen wieder heim.
    Es gibt echt einen kleinen hübschen Ortskern und das orange angeleuchtete Bäumchen ist doch wohl der Hit. Auch die Tür an einem dunkelroten Haus, über der Expedition steht, ist der Bringer. Ich hätte allerdings Adventure drüber geschrieben.
    Durchfrohren, aber nicht unglücklich laufen wir wieder auf unsere Seite. Der Herr Fisselregen, der kann uns mal.
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  • Day6

    Henningsvær

    July 7, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Wer hätte gedacht, dass es nach so einer stürmischen und regnerischen Nacht ein so herrlicher Morgen werden würde...wir sind heute bei strahlendem Sonnenschein und spiegelglatter See aufgewacht und haben relativ flott die Hühner gesattelt. Torsten war sogar bei 11 Grad Wassertemperatur schwimmen! Bei den Frühstücksvorbereitungen gabs deutsch-russische Völkerverständigung, ich sollte den ziemlich fiesriechenden Eintopf oder die kindsfußgroße Miesmuscheln mit Zitrone im Austausch für einen Becher deutschen Kaffee bekommen, habe mich dann aber mit dem Probieren einer Moskauer Erdbeere aus der Situation retten können....jetzt hab ich strahlende Laune.
    Zunächst ging es ins beschauliche, wunderschöne aber leider auch touristische Fischerörtchen Henningsvær, wo wir sehr optimistisch zur „Kaviar Factory“ gefahren sind und uns auf ein zweites, leicht dekadentes Frühstück gefreut haben. Leider mussten wir dann vor Ort feststellen, dass diese Fabrik inzwischen in eine Kunstgalerie umgewandelt wurde, schade! Und das einzige Bild, das uns gefiel sollte 700€ kosten. Also sind wir mit leeren Taschen weitergezogen und haben den Rest des Örtchens erkundet. Das Wasser schillert in den schönsten Farben, die Berge im Hintergrund sind der totale Traum und dazu blauer Himmel - schöner kann ein Sonntag nicht beginnen.
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  • Day4

    Mittagessen in Henningsvær

    June 18, 2019 in Norway ⋅ 🌧 10 °C

    Südlichster Punkt der Insel „Austvågøy“. Es sind jetzt schon relativ viele Camper und Touristen hier, kaum vorstellbar wie das bei gutem Wetter, Wochenende und Ferienzeit sein soll.
    Also schnell wieder weg von hier, wir suchen mal die Brauerei vom Bier „Lofotenpils“.Read more

  • Day7

    Henningsvær, Norge

    September 20, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 4 °C

    Der heutige Tag begann mal nicht mit Kaviar und auserlesenem Tee, sondern mit Bananenquark. Spektakulär war nur die Morgenstimmung rund um das Haus in Gimsøystrand. Der letzte Morgen an diesem herrlichen Ferienort, denn heute gehts über Henningsvær weiter ins Land hinein.
    Heute war Henningsvær definitiv sehenswerter, denn die Sonne schien oder es regnete einfach nicht. Trotzallem haben wir es mit dem Wettee ziemlichim gut getroffen denn 250 von 365 Regentage ist die Bilanz der Lofoten.
    Henningsvær ein kleines herzigs Fischerdorf mit dem bekannten Fussballplatz, der von der UEFA zu schönsten der Welte gekoren.
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  • Day16

    Borg & Henningsvær

    August 6, 2019 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

    Heute sind wir an einem wunderschönen weißen Sandstrand vorbeigekommen. Da konnte Franzi es sich nicht nehmen lassen, ein kurzes erfrischendes Bad im 7 Grad warmen Polarmeer zu nehmen. Natürlich war sie nicht allein im Wasser, ein paar Quallen waren auch in der Nähe. Nach der Erfrischung fuhren wir weiter Richtung Borg. Dort wurde das größte Winkingerhaus ausgegraben und eine Art Museumsdorf gebaut. Hier leben die Menschen wie die Wikinger damals.
    Abends sind wir nach Henningsvær, einem kleinen Fischerdorf, welches sich über mehrere kleine Inseln erstreckt, gefahren. Unser Parkplatz lag direkt an Klippen , Fjörden und steilen Bergen. Michi konnte es sich nicht nehmen lassen auf einen von ihnen zu wandern bzw. fast zu klettern, die Anstrengung wurde belohnt mit einem 360 Grad Rundumblick auf andere Berge, den Fjord und das Dorf Henningsvær.
    Den Abend verbrachten wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf den Fjord.
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Storbuhaugen

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