Irgendwann ist irgendwann zu spät.
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  • Day124

    Prag

    September 27 in Czech Republic ⋅ ☁️ 12 °C

    Here we go. Für mich ein 3. Mal und für Christoph das 2. Mal; Tschechiens Hauptstadt Prag. Eine der schönsten Städte Europas. Da Prag sowohl den 1. als auch den 2. Weltkrieg fast gar keinen Schaden genommen hat, fühlt man sich wie in vergangene Jahrhunderte versetzt. Leider ist geschichtlich nicht viel hängen geblieben, weshalb wir wieder eine free-walking Tour gebucht haben. Ein deutscher Chemiker führte uns bei "schönstem" Regenwetter durch Prag. 🌧☂️ Unser free-walking Führer suchte sich Prag als seine Wahlheimat vor einigen Jahren aus und ist nach wie vor sehr begeistert von der Stadt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht chronologisch den Aufbau der Stadt zu erklären, was ihm sehr gut gelungen ist. Fangen wir mal an:
    Karl IV. hatte sehr viel zur Vergrößerung der Stadt beigetragen (sämtliche Gebäude und Einrichtungen wurden nach ihm benannt und existieren heute noch unter seinem Namen). Abgesehen von Karl IV. ist auch sehr oft der Name 'Wenzel' gefallen. Der heilige Herr Wenzel war nämlich derjenige, welcher das Christentum nach Prag brachte (im 10. Jahrhundert), er wurde aus Habgier von seinem Bruder geköpft. Da er aber auf Grund seiner Taten so beliebt war, wurde sein Todestag zu einem Feiertag ernannt. Zufällig waren wir genau zu diesem Zeitpunkt in Prag. Da wurde nämlich sein 1087. Todestag gefeiert. 😅 Und an diesem Tag wird der Kopf bei einem kirchlichen Umzug von A nach B getragen... Ja klingt irgendwie seltsam... Wie dem auch sei, Kaiser Karl IV. stammte auch aus der Wenzel Familie, wurde aber viel später, nämlich 1316 geboren... ich diskutiere gerade mit Christoph darüber, ob ich die Geschichte überhaupt erzählen soll. Er meint das langweile eh alle meine Leser:innen...🤔
    Jetzt hab ich aber schon angefangen; ich halte es kurz. 🙄
    Selbstverständlich wurde uns die Aposteluhr erklärt. Diese Uhr stammt aus dem Jahre 1410. Damals war die Uhr technisch gesehen ein Meisterwerk. Es gibt einen Uhrzeiger, Sonnenzeiger, Mondzeiger, Tierkreiszeichen und man kann die böhmische Zeit ablesen. Und bestimmt noch mehr. Aus der böhmischen Zeit kommt übrigens das Wort Sonnabend. In Bayern sagt man das heute noch. Sonnabend ist so gesehen am Samstagabend. Also man kann dann ablesen wann Sonnabend ist.
    Highlight der Uhr: zu jeder vollen Stunde kommen die 12 Aposteln (Figuren) aus der Uhr. So ähnlich wie bei ner Kuckucksuhr. Also vor dem Rathaus ist immer viel los, wie auch auf der Karlsbrücke. Hier sieht man übrigens sehr viele Statuen (irgendwelche Heiligen) in unterschiedlichen Farbtönen. Das liegt daran, dass die Originalen nach und nach ins Museum gestellt werden um diese zu erhalten. Die originalen Nachbauten sehen halt 'neuer' aus, weshalb auf der Brücke aktuell die Farben der Statuen auffallen.
    Es gibt noch so, so viel Geschichte die erzählt werden könnte. Allein Franz Kafka, der 2. Weltkrieg und das jüdische Viertel, der Prager Frühling oder weit vorher der Prager Fenstersturz. Was ich sagen will: Prag lohnt sich!
    Früher hat mich das nicht wirklich interessiert, aber je älter man wird umso mehr verändert sich auch die Art zu reisen. Also ich bin bei weitem kein Mensch der Geschichte jetzt ultra spannend findet, aber wenn man an einem Ort mit so viel prägender Vergangenheit vorbei kommt, sollte man sich schon etwas damit beschäftigen. 🤓
    So kommen wir nun zu meinen 'Insider' Tipps. Das Maitrea Restaurant (kenn ich noch vom 1. Mal) ist ein vegetarisch/veganes Restaurant in der Prager Altstadt. Das Ambiente ist einfach so wundervoll und das Essen natürlich auch. So hat man die Möglichkeit traditionelle Gerichte ohne Tierleid zu probieren. Für mich gab es Gulasch und für Christoph Svíčková (eig. Lendenbraten). Sehr schmackhaft! Generell ist die tschechische Küche sehr böhmisch. Sprich viele Knödel und Kartoffel Gerichte. Die Knödel waren aber bei weitem nicht so gut wie von Oma Hilde. 😚 Natürlich ist Tschechien auch sehr bekannt für Bier! Es gibt zahlreiche urige Brauereien mit richtig leckeren Bier.
    Dann gibt es da eine Cocktail Bar: Tretters. Im 50er Jahre Style gibt es hier richtig gute Cocktails. 🍸So und die grandiose Neuentdeckung war die Banksy Ausstellung.🤯 Banksy ist ein Straßenkünstler (Niemand weiß wie er aussieht) der bekannt für seine gesellschaftskritischen Kunstwerke ist. Diese werden öffentlich auf Wände gesprayt. In Venedig haben wir ein Original bereits bestaunen dürfen. Oft sind es Themen über Ungerechtigkeit, Politik und Weltgeschehen. Und ich bin ein kleiner Fan geworden. 🤩
    Mein bzw. unser letzter Tipp: der botanische Garten. Liegt etwas außerhalb in Prag, doch der Weg lohnt sich. Eigentlich sind wir eher zufällig auf die Idee gekommen den Garten zu besuchen, da unser Campingplatz sich in der Nähe befand. Und mich wundert es sehr, dass der Garten in keine der Top Sehenswürdigkeiten auftaucht. Wirklich riesig und toll angelegt; Kräutergarten, Rosengarten, Kaktushaus, ein Wald und sogar der japanische Garten waren einfach wunderschön und gepflegt. Allerdings gibt es noch einen Kritikpunkt: das Tropenhaus. 😑 Leider bleibt es im Tropenhaus nicht bei Pflanzen, nein es müssen natürlich wieder irgendwelche Fische in Aquarien gesperrt werden. Für alle Menschen die es noch nicht wissen: Zoos sind scheiße und einfach nicht mehr zeitgemäß. Hört einfach auf mit euren Kindern in Zoos zu rennen. Das klingt jetzt wieder sehr hart, aber das Leid der Tiere ist um einiges härter. Es gibt abgesehen vom eigenen egoistischen Bedürfnis kein Argument das für das Gefängnis Zoo spricht... also ich muss da noch ne Mail an den botanischen Garten schreiben.
    Zurück zum Thema: Veganismus wird allgemein in Prag auch wieder sehr groß geschrieben, was uns natürlich sehr gefreut hat. So haben wir wieder ausgesprochen gut gefuttert. 💚
    Als wir durch Prags Altstadt-Gassen liefen, hörten wir zufällig eine Opernsängerin die offenbar bei geöffneten Fenster gerade Probte, da bekam ich wirklich Lust mal ein Opernhaus zu besuchen. Haben wir leider nicht, da ich Christoph ein 3 Stunden Stück nicht antun wollte... Irgendwann mach ich das aber!
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  • Day122

    Wandern in Österreich

    September 25 in Austria ⋅ ☁️ 15 °C

    Einfach nur Natur! Allerdings mit einer besonderen Begegnung- unser erster Feuersalamander in freier Wildbahn 💛🖤.
    Nach Wien wollten wir ein bisschen Kraft beim Wandern tanken, daher steuerten wir den wunderschönen Nationalpark Thayatal an.Read more

  • Day120

    Wien, Geburtstag & globaler Klimastreik

    September 23 in Austria ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich hoffe du sitzt bequem mit ner Tasse Tee oder Kaffee, denn dieser Beitrag wird etwas länger. 😉
    Es gibt sehr viele Gründe Wien zu besuchen. Für uns lag es auf dem Weg, ich wollte meinen Geburtstag etwas zelebrieren und der globale Klimastreik stand an. Angekommen in Wien suchten wir uns einen Platz auf einem recht großen Campingplatz ungefähr 10 km außerhalb von Wien. Der Campingplatz war ein typischer Stadtcampingplatz. Nicht sonderlich gemütlich aber man hatte alles was man brauchte. Im Hochsommer fehlt hier allerdings eindeutig Schatten. Da wir aber herbstliche Temperaturen hatten, war uns das in dem Moment egal. 🍂
    Am 1. Tag sind wir mit dem Fahrrad in die Wiener Innenstadt gefahren. Was sich allerdings als super stressig herausgestellt hat. Wien hat zwar viele Fahrradwege, die enden aber gerne plötzlich oder man muss auf der entgegen gesetzten Straßenseite fahren. Und das ganze Theater dann bei viel Verkehr. 🙈
    Unser erstes Ziel war Schloss Schönbrunn, die Residenz von Kaiserin Elisabeth (Sisi) und Kaiser Franz Joseph (er ist hier geboren und gestorben). Mir kam dieser Park des Schlosses so unfassbar riesig vor. Mit einer Fläche von 186,28 ha, kann man auch von riesig sprechen. Man hätte hier mindestens einen halb Tag verbringen können. Neben all den verschiedenen Gärten, Brunnen und Volieren gibt es ja auch noch das prächtige Schloss. Doch uns reichte ein Spaziergang im Park, schließlich hatten wir noch eine free-walking Tour gebucht. 😊 Da die Tour für die Mittagszeit angesetzt war, mussten wir natürlich noch ein traditionelles Leberkässemmel essen. In der Fleischloserei (eine vegane Metzgerei) heißt dieses Brötchen allerdings Lebenkässemmel. Was mir natürlich ausgesprochen gut gefällt. Christoph hat sich für ein Roastbeef Brötchen entschieden und empfand auch diese vegane Version als äußerst schmackhaft. 💚 Mal wieder entpuppt sich eine Stadt als veganes Paradies! Gestärkt ging es dann zur free-walking Tour. Die Erwartungen waren sehr hoch, da wir in Sarajevo eine wirklich hervorragende Tour hatten. Allerdings wurden wir gleich zu Beginn etwas enttäuscht. Obwohl die Rede von kleinen Gruppen war, kamen insgesamt 15 Leute zusammen. In Sarajevo waren wir 5. Naja gut, Wien ist deutlich größer und vlt. passt dann das Verhältnis zur Stadt. 🤔 Eine Frau in unserem Alter, eine bekennende Wienerin führte uns 2 Stunden durch die Stadt. Angefangen mit der Wiener Staatsoper, welche im 1. Weltkrieg so krass zerstört wurde, dass nur noch die äußeren Wände standen, haben wir außerdem erfahren, dass Wien als eigenes Bundesland mit 1,9 Millionen Einwohnern nicht auf dem Höchststand der Einwohnerzahl stand. Im Jahr 1910 waren auf Grund der Bauarbeiten in ganz Wien, so viele Arbeiter in der Stadt, dass mehr als 2,08 Millionen Einwohner gezählt wurden. Zu dieser Zeit war Wien auf Platz 5 der größten Städte weltweit. Es wurde viel gebaut und all die hübschen Altbauwohnungen konnte sich damals nur die Mittelschicht bis Oberschicht leisten. So haben die Arbeiter selbst außerhalb in weniger hübschen Häusern gewohnt. Ich würde mal behaupten viel hat sich nicht geändert. Altbauwohnungen verkommen leider in der heutigen Zeit in Wien sehr oft. Es gibt nämlich eine Mietdeckelung für Altbauten. So wollen die Vermieter nicht viel Geld rein investieren und hoffen auf einen so krassen Verfall, dass am Ende nur noch abreißen und neu bauen zur Wahl steht. Denn bei Neubauten gibt es keine Mietdeckelung, so lassen sich schicke Luxus Wohnungen bauen, welche natürlich eher Gewinn versprechen. 🤑 Was natürlich unglaublich traurig ist. Btw. ist Wien die lebenswerteste Stadt in Europa. Japp, auf Platz 1. Dazu gehören die öffentlichen Verkehrsanbindungen und auch, dass die Stadt mehr Grünflächen plant um sie Klimagerechter zu machen. Unsere Führerin zog den Vergleich zu Salzburg, dort soll es im Sommer wie im Backofen sein, weil alles aus Beton und Asphalt bestehe...
    Es ging weiter und vorbei an DER Konditorei, Café Sacher. Wie der Name verrät gibt es hier die berühmte Sacher Torte. Hier stehen die Leute für diesen Kuchen an. Doch wo gibt es jetzt DAS Original? Im 18. Jahrhundert wurde die Grundform von Franz Sacher erfunden. Sein Sohn vollendete das Rezept in seinem Lehrhaus Demel. So bestand Sacher als auch Demel auf den Titel der originalen Sachertorte.
    Christoph findet den Hype um ein Stück Schokokuchen etwas übertrieben. Wir haben die vegane Version gegessen und wären die original Rezepturen auf pflanzlicher Basis, könnte ich den Hype nachvollziehen. Denn es ist schließlich SCHOKOTORTE. 🤤
    Viel Hype wird auch um den heimischen Wein gemacht. Wohlgemerkt durch einen Skandal. Es gibt bestimmte Vorgaben die einen guten Wein ausmachen, dazu gehört der Zuckergehalt. Ist dieser zu hoch, ist von minderwertigen Wein die Rede. Was haben die Wiener gemacht?! Statt mit Zucker zu süßen, hat man Frostschutzmittel in den Wein gekippt. 💁🏼‍♀️Frei nach dem Motto: des geht sich scho aus. 😎 Da man Zucker nachweisen kann, Frostschutzmittel aber nur am süßen Geschmack erkennbar ist und nicht messbar. 🥸 Natürlich ist dieser Betrug aufgefallen und nun gibt es sehr viele Regeln und Auflagen bei der Weinherstellung, somit hat man hier qualitativ hochwertigen Wein. Was Christoph und mich allerdings immernoch verwirrt, ist der Begriff 'Sturm'. Was zur Hölle ist das? Wir haben auf dem Naschmarkt 'Sturm' bestellt, der wie Federweißer geschmeckt hat. Passt ja auch zeitlich. In einem anderen Lokal haben wir dann einen 'Spritzer', also Weinschorle bekommen. Kann uns das jmd. erklären? 🤔
    Wie dem auch sei, weiter ging es zu einem sehr historischen Gebäude bzw. Balkon. Wir standen am Heldenplatz. Auf dem Balkon des neusten Teil der Hofburg hatte Hitler damals verkündet, dass Österreich nun auch 'Anschluss' zu Nazi- Deutschland gefunden hat. Damals wurde natürlich auch gejubelt und gefeiert, was in Österreich wohl lange nicht so dargestellt wurde. Hier kam die Aufarbeitung und das Verantwortungsbewusssein sehr spät. So hat Österreich sich sehr lange, gerne als das 1. Opfer Hitlers gegeben. Der Balkon ist seit der Rede Hitlers nicht mehr verwendet wurden. Alle Österreicher machen einen großen Bogen um diesen Balkon. Obwohl dieses Gebäude wunderschön aussieht. Doch um ehrlich zu sein, sieht hier einfach fast jedes historische Gebäude schön aus. Die ganzen Kutschen sind allerdings alles andere als schön. Mich macht es so wütend, dass Pferdekutschen noch immer als Touristenattraktionen dienen. Pferde gehören nicht in Großstädte! Erst vor ein paar Monaten ging ein Video viral, dort ist ein Pferd vor einer Kutsche kollabiert. Vor Erschöpfung und Stress. Pferde sind Fluchttiere; sobald eine ungewöhnliche, laute Situation entsteht sagt denen ihr Instinkt: wegrennen! Also bitte unterstützt solch eine Touri-Scheiße nicht! 😤 Danke. 🙌🏼
    Zurück zur Tour, allgemein wurde noch viel zu Sisi erzählt, die wird hier nämlich richtig gefeiert.
    Fazit zur Tour: auf jeden Fall positiv, doch nicht so grandios wie in Sarajevo. In Sarajevo wurden wir mehr integriert, man hat viele Vergleiche zu Deutschland gezogen usw. Das war einfach persönlicher. Trotzdem wollen wir weiterhin free-walking Touren empfehlen. 👌🏼
    Kommen wir zur nächsten 'free-walking Tour'. Schließlich hatte ich Geburtstag und so ging kein Weg am globalen Klimastreik vorbei. Das Datum war für mich quasi ein Zeichen. 😅
    Ich gehöre zu den Menschen die sogenannten Weltschmerz empfinden und da war es einfach so erfreulich, dass so viele (junge) Menschen auf die Straße gehen. 📣 Vermutlich weil sie auch so empfinden und aktiv ihr Recht nutzen und demonstrieren. Mit sage und schreibe 12.000 Menschen allein in Wien. Es waren unglaublich viele kreative und aussagekräftige Schilder dabei, Fahnen und Musik. Es gab Bands und so viele kluge und aufklärende Reden von jungen Menschen die was verändern wollen. Die Organisation war wirklich großartig. Und irgendwie war es ein ganz besonderes Sightseeing mit all den Menschen durch Wien zu ziehen. Leider muss ich da wieder den Vergleich zu Krefeld ziehen. Man sieht leider, dass halt besonders in Großstädten viele junge Menschen leben die was verändern wollen und auf die Straßen ziehen. In Krefeld sind einfach zu viele 'alte' Menschen aus der Generation die Umweltaktivissmus als Hippiebewegung sehen. Vor einigen Monaten hatte ich eine heftige Diskussion mit einem Herrn (der sich für sehr schlau hält auf Grund seines Berufes), seiner Meinung nach dürfen nur Menschen zum globalen Klimastreik kommen, die sich zu 100 % ökologisch verhalten. Sprich kein Handy besitzen, nur Fahrrad fahren und kein Netflix schauen. Hier fiel auch der Satz: die Kinder wollen ja nur Schule schwänzen. Für mich klingt das ganze ganz klar nach Bildzeitung. Der globale Klimastreik fordert im großen und ganzen eine Welt in welcher unsere Kinder noch eine Zukunft haben. Wir als Bürger können im einzelnen noch so perfekt und klimaneutral leben, ohne eine Klima orientierte Politik nützt das alles leider nichts. Was sehr schade ist. Nichts desto trotz, werden wir den nächsten globalen Klimastreik wieder in Krefeld antreten. Und ich hoffe sehr auf mehr Unterstützung, auch von noch mehr Menschen aller Altersklasse. So! Aktivismus-Rede Ende.
    Nach der Demo hatten wir offenbar das Gefühl noch nicht genug gelaufen zu sein. 😅 Besucht wurde noch der Prater, das Hundertwasser Haus, die Donauinsel und zum Schluss das besagte Restaurant mit der Sachertorte. Am Ende hatten wir über 16 km zurückgelegt und waren ziemlich k.o. in unserem Camper angekommen.
    Wien war mega schön und ganz bestimmt nicht das letzte Mal... ich meine hier kommen Mannerschnitten her... 😍
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  • Day113

    Budapest

    September 16 in Hungary ⋅ ☁️ 18 °C

    Für mich ist Budapest eine der schönsten Städte die ich bisher bereist habe. Christoph stimmt mir da übrigens zu. Die Stadt ist cool, jung, historisch, urig, bunt, grün und lecker.
    Abgesehen davon, dass 'vegan' hier groß geschrieben wird, kann man Budapest einfach nur mögen. 💚 Aber fangen wir von vorne an.
    Über Park4night haben wir unseren Stellplatz ausfindig gemacht. Auf einem Hotelparkplatz, recht geschützt vor Lärm und Menschen durften wir parken. Für sage und schreibe 5 € für 2 Nächte. Die Toilette durften wir in der Hotellobby auch benutzen.
    Die Bushaltestelle war 3 min entfernt und brachte uns in 20 min ins Stadtzentrum. 😎
    Da wir 2017 schon einmal in Budapest waren, kannten wir uns ein wenig aus. Wir besuchten viele vegane Restaurants (sogar das Nationalgericht: Lagos, gab es veganisiert!) und einige historische Sehenswürdigkeiten. Wie z.B. das Wahrzeichen: die Brücke der Freiheit. Aber auch einige Kirchen und die größte Synagoge Europas.
    Uns ist leider mal wieder aufgefallen wie unfassbar teuer kulturelle Sehenswürdigkeiten sind. Sehr gerne hätte ich ein Kunstmuseum besucht. Mit 20 € pro Person haben wir es allerdings gelassen. Da wir ja jetzt auch keine Kunstaffinen Menschen sind kam uns das einfach überteuert vor. Und das Museum war jetzt nur ein Beispiel.
    Aber da es auch einfach Spaß macht durch diese Stadt zu laufen und die Häuserfassaden aus dem 19. Jahrhundert zu bewundern, waren wir nicht lange traurig um das Kunstmuseum. Und Christoph wohl eher erleichtert. 😏 Wenn man das 1. Mal in Budapest ist, muss man auch eines der Thermalbäder besuchen. Haben wir jetzt nach Hévíz nicht gemacht, lohnt sich aber.
    Besonders hat uns Ungarn bei Nacht gefallen. Wie wunderschön ist bitte das Parlamentgebäude bei Nacht?! Das Nachtleben bietet auch einfach alles, von schicki-micki Weinbars bis zu ranzigen Bars in Ruinen ist alles dabei. Außerdem gibt es da die Markthalle. Unten wieder eher ein Gang durch die Hölle (als Veganerin) von Salami, über Käse und Gänseleber ist leider alles dabei. 🤢 Obere Etage besteht aus Souvenirshops. Da macht es echt Spaß sich durchzustöbern. 😊
    Und sonst gibt es da gefühlt noch 100 Burgen, Parkanlagen, Gedänkstätten und Aussichtspunkte.
    Ich denke man muss Budapest einfach selbst erleben.
    Und unbedingt einen Baum- Striezel essen!
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    Traveler

    Schön wärs mit den Geschäften in Ungarn

     
  • Day106

    Balaton oder auch das Rentner-Paradies

    September 9 in Hungary ⋅ ⛅ 24 °C

    Wenn man sich mit Anfang bis Mitte 30 noch richtig jung fühlt, kann es evtl. daher kommen, dass man im Rentner-Paradies angekommen ist. Warum ist Hévíz so ein Magnet für Menschen ü60 ? Das liegt klar auf der Hand. Zuallererst ist da dieser Thermalsee, um genau zu sein der größte schwimmbare Thermalsee der Welt. Wenn es um den größten Thermalsee geht, in welchem man nicht schwimmen kann, weil er viel zu heiß ist, muss man nach Neuseeland reisen. ✈
    Also der Hévízer Thermalsee ist bekannt für seine heilende Wirkung. Menschen mit Gelenkproblemen, gynäkologischen Erkrankungen und auch neurologischen Beschwerden sollen hier geholfen werden.
    Dann wären da die relativ günstigen Hotels und Ferienwohnungen. Selbst eine Zahnsanierung ist hier ein absolutes Schnäppchen. 🦷
    Und keine Sorge, die Verständigung findet hier ganz selbstverständlich auf deutsch statt. 😌 Kulinarisch bietet die ungarische Küche eine deftige Hausmannskost... Ja auch das finden Rentner in der Regel richtig toll. Vegan ist da Fehlanzeige. 🙄
    Außerdem wären da rund um den Balaton einige Weinberge. 🍇
    Nicht zu vergessen man kann hier unglaublich viel Fahrrad fahren, quasi von einer Burg zur nächsten Burg. 🚲
    So! Wir haben auch einige Tage das Rentnerleben geführt und herausgefunden, dass es mal ganz nett ist, aber wir noch nicht soweit sind.
    Der Hévízer See ist wirklich wunderbar warm und hat eine Geschichte die bis in die Römerzeit ragt. Außerdem gibt es hier einen kleinen Fluss der ebenfalls mit warmen Wasser zum Schwimmen einlädt.
    Es gibt hier viel Natur und die Fahrradstrecken sind echt gut ausgebaut. Wir hatten uns an einem Tag E-bikes geliehen und sind sage und schreibe 92 km geradelt. Wir hatten allerdings das Gefühl, dass die Räder zur 1. Generation der E-bikes gehörten. Wirklich viel Unterstützung war da nicht. 🥵
    Jedenfalls sind wir zu einer Burg und zu einem buddhistischen Tempel gefahren. Von der Burg hatte man einen wahnsinns Ausblick. Und als wir am Tempel angekommen sind, hatten wir direkt wieder Fernweh und wären am liebsten direkt nach Thailand geflogen. 🇹🇭
    Als wir nach unserer Tour wieder am Campingplatz angekommen sind waren wir echt fertig. Ich bin noch nie so viele Kilometer geradelt. Allgemein würden wir empfehlen in den Ferien herzukommen, ja ich finde diese Empfehlung von uns auch merkwürdig allerdings gibt es hier keine richtige Nebensaison und viele Restaurants machen dicht.
    Der Campingplatz lag etwas außerhalb von Hévíz auf einem Hügel. Der Platz gehörte einem deutschen Ehepaar. Das Paar war ausgewandert auf Grund der Veränderungen in Deutschland. Häuser bekomme man hier ab 35.000 € und es gäbe wohl einige Deutsche die Ungarn als Alternative sehen. So war der halbe Campingplatz mit Deutschen auf Haussuche am Balaton. Die andere Hälfte war beim Zahnarzt.... Politisch gesehen herrscht hier Korruption und Manipulation. Btw. ist Orban auch ein Putin-Freund. Ganz merkwürdig sind hier z.B. auch die Sprit Preise. Da denkt man wow 1,20 € ist ja ein richtiges Schnäppchen, allerdings gilt dieses Angebot nur für Einheimische. Wir zahlen schön 1,70 €. Da kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen wie man bei dieser Politik hier herziehen will. Die aktuellen Berichte in den Medien werfen kein gutes Licht auf Ungarn.

    Insgesamt waren wir 5 Nächte am Balaton. Es war auf jeden Fall eine erholsame und sehr ruhige Zeit die wir nach Bosnien-Herzegowina gebraucht haben. Besonders nach der Strecke über Kroatien die wir aufgeteilt auf 2 Tage gefahren sind. In Kroatien hatten wir dann auch unseren ersten Kontakt mit der Polizei. 😒
    Wir wurden von unserem Stellplatz verscheucht. Entschuldigung?! Warum darf man auf dem Parkplatz der Kirche keinen Unterschlupf finden?! Klingt nicht besonderes christlich wie ich finde. Da fällt mir ein ich muss unbedingt aus der Kirche austreten...
    Die Polizisten waren aber so freundlich und haben uns auf einen Stellplatz am Dorf-Fußballplatz verwiesen.
    Nach der Balaton-Ruhe brauchten wir wieder ein bisschen Aktion. So führte uns der Weg nach Ungarn.
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  • Day104

    Touri-Modus on

    September 7 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 31 °C

    Nächster Stopp: Mostar. Das Wahrzeichen ist die Brücke, welche einen eher muslimischen Teil mit einem eher katholischen Teil verbindet. Ehrlich gesagt war der Ort für uns zu touristisch, klar die Brücke sah ganz nett aus und der Blick von der Brücke sah auch fast schon malerisch aus. Und wir waren auch wie alle anderen sehr schaulustig und haben darauf gewartet, dass endlich jemand von der Brücke springt
    (was übrigens auch eine Touristenattraktion in Mostar ist).
    Aber sonst reihte sich Souvenirshop an Souvenirshop.
    Unser Campingplatz befand sich ungefähr eine halbe Stunde von Mostar entfernt.
    Der Campingplatz selbst war vermutlich der günstigste den wir bisher hatten. 15 € pro Nacht, inkl. Willkommensgetränk, riesige Obstplatte und zwei Stücke Kuchen. Außerdem noch eine Flasche Wein von einem Winzer der Umgebung. Man fühlte sich wirklich sehr willkommen. Der Campingplatz hatte Zugang zum Fluss und ein eigenes Restaurant.
    Doch das beste an diesem Fluss war, dass jeden Tag gegen Abend mind. ein Eisvogel vorbei flog. Dies bestätigte uns auch ein älteres Pärchen aus den Niederlanden.
    Vom Campingplatz aus konnten wir zur Quelle Vrelo Bune laufen, die größte Quelle Europas. Hier strömen 43.000 l die Sekunde aus dem massiven Kalkstein. Im Sommer fließt das Wasser ganz gemächlich im Winter sind die Wassermassen dann eher zu verinnerlichen. Außerdem befindet sich dort das Derwisch Kloster, welches vor 600 Jahren in die Felswand eingebaut wurde. War für uns auf jeden Fall ein Besuch wert.
    Sonst haben wir noch einen Stopp an den wunderschönen Kravica Wasserfällen kurz vor der kroatischen Grenze gemacht. Es war auch super touristisch, dennoch wunderschön. Theoretisch hätte man dort auch schwimmen können, es war uns nur etwas zu frisch.
    Joa und dann haben wir Bosnien-Herzegowina schon wieder verlassen.
    Wir haben zu Bosnien-Herzegowina eine geteilte Meinung. Landschaftlich ist es eines der Länder die wir nicht vergessen werden, entlang von Flüssen und Bergen, gehört Bosnien-Herzegowina zu den Ländern mit den schönsten Strecken. Die Menschen die wir getroffen haben waren auch alle unglaublich herzlich. Doch besonders das Problem Straßenhunde und Katzen ist allgegenwärtig. Jedes Land hat ein Müll-Problem, Bosnien-Herzegowina ganz besonders. Das behaupte ich einfach als Touri, da einfach überall Müll rum liegt. Wobei uns Sarajevo einfach völlig geflasht hat... die Reise dorthin war es auf jeden Fall wert. Ob wir wiederkommen würden?! Keine Ahnung...
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  • Day102

    Okzident trifft Orient

    September 5 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ⛅ 24 °C

    Was verbindet man mit Bosnien-Herzegowina? Diese Frage hatte uns Amir als erstes gestellt bevor es mit der free-walking Tour durch Sarajevo losging. Gemeinsam mit 3 weiteren Touris aus der Schweiz und aus Deutschland, fielen uns da leider nur negative Dinge ein. z.B. Krieg, Genozid und Armut. 😥 Amir hatte uns trotz der Antworten eine spaßige Tour versprochen.
    Zu allererst ging es in eine Kupfer-Werkstatt. Diese befand sich direkt in der bekanntesten Handwerker Straße Sarajevos. Denn seit über 500 Jahren hat sich optisch hier nicht viel verändert. Die Werkstätten bzw. Geschäfte sind Familienbetriebe die über Generationen existieren. Somit gehört die Kazandžiluk-Straße zum UNESCO Weltkulturerbe.
    So beeindruckend das auch alles klingt unser 1. Gedanke war: Hoffentlich wird das keine Shoppingtour. Uns wurde zwar erklärt welche Ware original hier hergestellt wird und welche Ware aus China kommt, aber tatsächlich wurden wir nicht zu irgendeinen Kauf animiert. In der Werkstatt selbst saß ein Mann der ein Lesezeichen bearbeitete. Eigentlich kann man diese Menschen als richtige Künstler bezeichnen. Jedes Werkstück, egal ob Lesezeichen, Vase, Teller oder Teekanne ist ein Unikat und wird ohne Schablone angefertigt. Es geht dabei um die Verzierungen, welche in Kupfer gestanzt oder gemeißelt werden. Per Hand versteht sich.
    Er erklärte uns die Vorgehensweise und Arbeitsschritte. Auch in der Werkstatt waren Spuren vom Krieg sichtbar. Nicht nur die angebotenen Artikel wie z.B. eine Vase aus einer alten Granatenhülse oder Kugelschreiber aus übriggebliebenen Patronen waren Zeichen aus dieser dunklen Zeit. Sondern auch das Geschäft an sich. Da war ein Teil der Decke etwas tiefer als der Rest und ein zu zementiertes Loch in der Wand. Der Künstler aus der Werkstatt kann sich genau daran erinnern wie eine Granate seine Werkstatt getroffen hatte und ist sehr froh und stolz auch nach dem Krieg wieder hier arbeiten zu können. Übrigens hat er nur auf Nachfrage vom Krieg erzählt. Also wir hatten nicht das Gefühl, dass er Mitleid erwecken wollte.
    Nach der Werkstatt ging es weiter. Wir sprachen über den Kaffee der sich hier deutlich vom türkischen Kaffe unterscheidet. Der typisch bosnische Kaffee ist stärker. Und die Art der Zubereitung unterscheidet sich ebenfalls. Bosnien-Herzegowina ist übrigens auf Platz 9 der Welt, wenn es ums Kaffeetrinken geht. Man treffe sich hier auf einen Kaffe und eine Zigarette, um die Probleme der Welt zu lösen. Christoph hat auch einen traditionellen Kaffe probiert und für gut befunden. 👌🏼 Warum ich gerade türkischen und bosnischen Kaffe voneinander unterscheide liegt daran, dass Sarajevo früher zum osmanischen Reich gehörte. Weshalb hier Muslime, Christen und Juden friedlich zusammen leben. Was wiederum der Grund dafür ist, dass Sarajevo auch als das 'Jerusalem Europas' bezeichnet wird.
    So gibt es hier eine Kirche, welche unweit von einer Moschee liegt. Zwischen diesen Gebäuden gibt es eine Kneipe; hier kommen dann beide Religionen zusammen um ein Bier zu trinken. 🍻
    Laut Amir sind hier die wenigsten wirklich streng religiös. Was ein friedliches Miteinander deutlich einfacher macht.
    Läuft man durch die Stadt erkennt man die 4 unterschiedlichen Zeiten welche die Stadt prägen. So hat man orientalische Teile aus der Zeit der Osmanen, einen habsburgischen aus der Besetzung von Österreich-Ungarn, einen aus der Zeit des Kommunismus und natürlich ganz moderne Bauten. Und so formt sich eine Multi-Kulti Stadt.
    Auch interessant ist, dass der Auslöser für den 1. Weltkrieg in Sarajevo stattgefunden hat. Prinz Franz Ferdinand (österreichisch-ungarisch) und seine Frau wurden 1914 durch einen nationalistischen Serben auf offener Straße ermordet.
    Also man merkt Sarajevo hat unglaublich viel Geschichte. Und es ist einfach so traurig und surreal, dass der Krieg gerade mal 27 Jahre her ist. Besonders die ganzen Friedhöfe und Grabsteine erinnern an diese furchtbare Zeit.
    Sarajevo liegt in einem Tal umgeben von Bergen auch sehr schlecht um einen Krieg zu überleben. 100.000 Menschen sind bei diesen Krieg insgesamt gestorben. Und noch heute werden Massengräber gefunden.
    Amir hat uns erzählt wie traumatisierend jetzt auch der Ukraine Krieg für viele Menschen sei...
    Aber lassen wir das Kriegsthema jetzt mal ruhen. Bei einer free-walking Tour entscheidet man am Ende selbst wie viel einem die Tour wert ist. Wir waren wirklich positiv überrascht. Amir war Mitte 20, sprach perfekt Deutsch (selbst beigebracht durch super RTL als Kind) und wusste einfach ALLES. Auch die Politik hat er versucht uns verständlich zu machen, aber die politischen Verhältnisse sind hier wirklich kompliziert. Irgendwas von demokratisch, korrupt und einfach nicht zukunftsweisend. Weshalb ungefähr 1 Millionen Menschen in den letzten 8 Jahren das Land verlassen haben. Auch Amir träumt davon eines Tages in den USA zu leben.
    Immerhin gehört er zu den wohlhabenden Menschen die studieren können, da ein Studium sehr kostspielig ist, gibt es viele junge Menschen denen es nicht möglich ist. Wirklich schade. Wir haben noch viele bedeutende Gebäude besichtigt. Unter anderem eine Kirche deren Dach einst aus Blei war und nun aus Kupfer. Man hatte damals für den Krieg das Blei gebraucht um daraus Munition herzustellen. Crazy?! Und jetzt bin ich schon wieder beim Krieg angekommen....
    Also Ende der Tour war ein Brunnen (auch Wahrzeichen der Stadt). Wer Wasser aus diesem Brunnen trinkt, kehrt nach Sarajevo zurück, so sagt man.
    Sollten wir zurückkommen, würden wir wieder eine free-walking Tour machen. Und überhaupt werden wir in Großstädten solche Touren buchen. 100% Empfehlung. 👍🏻👍🏻👍🏻
    Übrigens sind wir nach der Tour zurück in die Werkstatt und haben ein Lesezeichen gekauft. Christoph durfte die Buchstaben selbst einstanzen. Das Lesezeichen ist so besonders. Nirgendwo haben wir sonst Lesezeichen dieser Art gesehen und der Mann war einfach so freundlich und hat sich die Zeit genommen für dieses eine Lesezeichen. 🥰
    Des Weiteren gab es zum probieren Lokum und Börek beides türkische Spezialitäten. Für Christoph gab es Civapi.
    Außerdem waren wir beim Friseur. Neuer Haarschnitt kostete einfach nur 15 €. 😂 Für Christoph nur 10€ inkl. Bart. 😂😂 Und wir sind sehr zufrieden! Die Friseure haben sich sehr viel Mühe gegeben und waren unglaublich freundlich.
    Geschlafen haben wir auf einem Campingplatz oben auf einem Hügel mit Blick über Sarajevo. Der Hügel war seeehr steil, locker 15% Steigung. Da wollten wir auf keinen Fall mit dem Van runter oder hoch. Daher sind wir gelaufen und richtig ins Schwitzen gekommen. 😵
    Apropo ins Schwitzen gekommen. Ich habe noch nichts über unseren abenteuerlichen Grenzübergang von Montenegro nach Bosnien-Herzegowina erzählt.
    Wir sind über die Grenze sehr weit im Norden, also in den Bergen Montenegros gereist. In Montenegro waren die Straßenverhältnisse noch ok. Ab und zu ein Schlagloch oder ein Felsbrocken dem man ausweichen musste, aber sonst auf jeden Fall machbar.
    Die Grenzkontrolle in einer kleinen Blechhütte verlief ohne Probleme.
    Schlagartig! Änderten sich die Straßen bei Grenzüberschreitung. Es war eine Mischung aus nicht asphaltiert und kaputt. Riesige Schlaglöcher, Serpentinen, teilweise einspurig ohne Ausweich-Möglchkeit. An einer Stelle lag vor uns ein riesiges Loch frisch vom Regen gefüllt. Wir hatten keine Ahnung wie tief dieses Loch war und ausweichen nach links erwies sich auch als riskant, da es hunderte Meter Hang abwärts ging. Da half nur Augen zu und durch. Die Strecke ging ja nur 20 km. 🥲
    Was gibt es sonst zu Bosnien-Herzegowina zu sagen?!
    Es ist ein Land aus Herzlichkeit der Menschen, Straßenhunden, Korruption, wunderschöner Landschaften, leckeren Essen, kaputten Straßen und einer spürbar traurigen Geschichte.
    Wir haben auch aus dem Brunnen getrunken und Sarajevo würden wir für einen Städtetrip gern wieder besuchen.
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    Traveler

    Super Frisur und wie immer ein ganz toller Bericht 🥰🥰

     
  • Day97

    Žabljak und Durmitor NP

    August 31 in Montenegro ⋅ ⛅ 18 °C

    Nachdem wir den Skadar See besucht hatten wurde uns klar, dass Montenegros Natur 1000 mal schöner als die Städte ist.
    So war uns auch klar, unbedingt in die Berge, zum berühmten Durmitor Nationalpark zu reisen.
    Der Weg dorthin gestaltete sich mit, sagen wir mal, einer unerwarteten Pause, länger als gedacht.
    Um ein paar vegane Lebensmittel wie z.B. Tofu zu kaufen sind wir extra zu einem Biomarkt/Reformhaus gefahren. Montenegro ist bzgl. Veganismus nämlich noch so weit wie Deutschland vor 10 Jahren. 🙄
    Als es dann immer weiter in die Berge ging, (Straßenverhältnisse waren okay) mussten wir durch einen Tunnel fahren. Btw. Tunnel in Montenegro sind super schlecht bis überhaupt nicht beleuchtet und auch super schlecht bis überhaupt nicht belüftet. 😑
    Im Tunnel fiel uns da schon ein merkwürdiges Geräusch auf. Ein Zischen. Und irgendwie rappelte der Motor mehr als sonst. Hmm... erstmal haben wir uns da nichts bei gedacht.
    Doch dann hat Christoph sofort bemerkt: Reifen ist platt. 😱
    Also rollten wir die nächste Abfahrt raus. Sofort ausgestiegen und sofort festgestellt, dass der rechte hintere Reifen platt war. 😭
    ABER! Wir hatten ultra Glück, denn die "Abfahrt" war eigentlich eine Einfahrt in eine Werkstatt. 🙌🏼
    Was für ein Glück im Unglück!
    In der Werkstatt war die Kommunikation etwas holprig, mit Google Übersetzer ging es aber. Uns wurde gesagt, man müsse die Reifen erst bestellen. Na toll. Wir haben damit gerechnet wieder Tage lang festzusitzen. Und das hier am Arsch der Heide. 😑 Wir fuhren mit den Rädern in die nächste Stadt und rechneten damit in der Werkstatt schlafen zu müssen...
    Jetzt kommt das nächste ABER! Noch am selben Tag konnten wir nachmittags weiter fahren, mit 2 neuen Reifen! 🥳
    Vermutlich ist uns der Reifen aufgrund von Verschleiß kaputt gegangen. Wir hatten vor der Reise nämlich nur die beiden vorderen Reifen durch Neue ersetzt. Deshalb haben wir gleich den 2. Hinteren auch ersetzen lassen.
    Also ging es weiter hoch in die Berge bis nach Pluzine. Dort wurden wir von einem alten Mann im Auto per Lichthupe angesprochen.
    Er machte uns mit seiner Visitenkarte verständlich einen Stellplatz für unseren Camper zuhaben. Sein Englisch bezog sich auf Camping, 15 €, Toilette und WiFi (obwohl keine Ahnung wo das sein sollte). Hörte sich gut an. So folgten wir dem Herrn. Der Platz war auch recht schön mit Blick auf den Fluss und später gesellten sich noch 2 polnische Camper zu uns. Zwischenzeitlich wurde uns vom Campingplatz-Besitzer auch noch ein Fläschchen Pflaumenschnaps geschenkt. Der hat es auf jeden Fall in sich! Es war leider sehr viel Regen angesagt so verbrachten wir einen ganzen Tag im Camper.
    Bisher hatten wir noch nie den ganzen Tag Regen, daher war das auch neu für uns. Gehört dazu und wird auch sicher nicht das letzte Mal sein.
    Leider mussten wir feststellen, dass der Weg bis zum Nationalpark von Pluzine aus, für uns nicht möglich sein würde. Die Straße dorthin ist quasi einspurig, steil und serpentinenartig.
    Wir mussten dann auch noch feststellen, dass kein Bus von unserem Startpunkt aus zum Nationalpark fahren wird.
    Es fahre aber ein Bus ab dem Ort wo unsere Werkstatt gewesen ist. Toll. 🥲
    Wir wollten den Weg nicht wieder runter. Da blieb nur noch der Weg per Anhalter.
    Am nächsten Tag haben wir alles vorbereitet und unsere Komfortzone verlassen um ein kleines extra Abenteuer mitzunehmen.
    Unser Schild war sowohl auf Englisch als auch auf Kyrill verständlich.
    Es dauerte 40 min bis uns ein freundlicher Mann mitnehmen wollte. Während der Wartezeit gesellte sich ein Straßenhund zu uns. Und das war wirklich der süßeste Hund den ich während unserer Reise gesehen habe. Aber wir konnten ihn natürlich nicht mitnehmen. 💔
    Jedenfalls mussten wir erst ein gutes Stück in die andere Richtung, da unser Fahrer uns zuverstehen gab, dort eher mitgenommen zuwerden. Angekommen an einer Kreuzung im Nirgendwo wurden wir von einem Israeli (so um die 60) angesprochen. Eigentlich wollte er uns nur sagen wie cool er Trampen findet. Und ja es ist cool. Es ist aufregend und man trifft super interessante Menschen.
    Nach 20 min wurden wir von einem Pärchen in unserem Alter eingesammelt. Ein Spanier und eine Deutsche. Sehr sympathische Menschen. Wir wurden bis zu unserem Wunschort gefahren. Insgesamt trampten wir ungefähr 100 km, was quer durch die Berge aber eine 2-3 Stunden Fahrt ist.
    Wir suchten uns ein Hotelzimmer in der Nähe vom Zentrum. Bei einer freundlichen Familie bekamen wir für 16 € die Nacht, ein gemütliches Zimmer mit Ostblock-Charme (siehe Foto Bettwäsche). Noch am gleichen Tag wanderten wir zum 'Black Lake' im Durmitor Nationalpark.
    Es war etwas neblig, was der ganzen Atmosphäre etwas mystisches gab. Der Wanderweg um den See ging, teilweise im Wald und teilweise direkt am See herum. Tatsächlich wirkte der See sehr dunkel und somit fast schwarz. Besonders waren wir von den dichten Wäldern beeindruckt. Insgeheim hofften wir auch auf einen Bären zu treffen, obwohl uns klar war, an diesem bekanntenTouri-Spot sicher keine zu treffen. 😅
    Übrigens gibt es in Montenegro einen von zwei letzten Urwäldern in Europa. Dort gibt es Bären, Luchse und sogar Wölfe. Doch der Ort war dann doch noch 80 km weit entfernt.
    Auch am nächsten Tag bei unserer 2. Wanderung im Durmitor Nationalpark begegneten wir keinen Bären. 🤷🏼‍♀️ Allerdings einigen Pilzen. Und Fliegenpilze sind wirklich richtige Schönheiten. 🍄
    Die Aussicht in die Tara Schlucht (übrigens der größte Canyon Europas) war auch einfach nur der Wahnsinn. Die Wolken schienen richtig nah gewesen zu sein, uns kam es ein bisschen unreal vor.
    Zabljak als "Stadt" hat uns richtig gut gefallen. Lauter Holzhütten mit spitzen Dächern und richtig urigen Restaurants waren ganz typisch und prägten das Dorf. Im Winter ist die Gegend ein beliebtes Skigebiet und man hat das Gefühl Montenegro scheint ein aufstrebendes Land in der Tourismus-Branche zu sein bzw. zu werden. Überall wird gebaut und man achtet hier ein bisschen mehr auf Ordnung und Sauberkeit. 👌🏼
    Nach 2 Tagen Natur pur, ging es für uns Sonntag wieder zurück zu unserem Camper nach Pluzine.
    Es war also wieder Trampen angesagt.
    Nach 20 min wurden wir von einem alten Mann (mind. 70) mitgenommen. Er sprach kein Wort Englisch, müffelte etwas und hatte verschleimten Husten. Ich saß direkt neben ihm und hoffte mein Immunsystem lässt mich nicht im Stich. Nach ungefähr 50 km sind wir an der selben Kreuzung wie auch beim Hinweg ausgestiegen. Und dann stand da doch tatsächlich ein alter Mann der auch per Anhalter mitfahren wollte. 😒
    Wir sind ca. 50 m weiter gelaufen in der Hoffnung uns nehme jemand mit.
    Vor uns wurde der alte Mann jedenfalls mitgenommen... also gingen wir die 50 m wieder zurück. Nach 40 min hielt dann der nächste ältere Herr. Im Renault Kangoo gab es einen Beifahrerplatz und sonst nur die Ladefläche ohne Rückbank. Da hat es sich Christoph dann bequem gemacht.
    Der Opa war lustig drauf. Hat viel erzählt obwohl wir kein Wort verstanden haben. Und geraucht wie ein Schornstein. Zwischenzeitlich haben wir ihm dabei geholfen Feuerholz zu sammeln.
    Denn eig. war er deshalb unterwegs.
    Wir schleppten wirklich einen halben Baumstamm, ohne Hilfe hätte der Opa es niemals geschafft, dieses Teil von Holz in den Wagen zu hieven. Ich konnte mich nicht anschnallen, der Opa war nicht angeschnallt und Christoph saß hinten auf gesammelten Holz, als wir an einem Polizisten vorbeifuhren. Wir dachten schon oh shit, jetzt werden wir angehalten. Aber der Opi hupte und grüßte die Polizisten. Die grüßten zurück und das war's. Da mussten wir alle 3 erstmal lachen. Hier läuft halt einiges etwas anders.
    Die letzten 20 km brauchten wir dann noch eine 3. Mitfahrgelegenheit.
    Diese kam nach ca. 30 min. Ein Pärchen in unserem Alter aus Russland um genau zu sein aus Moskau. Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch über den Krieg. Sie haben uns erzählt wie viel Diskriminierung sie seitdem erfahren. Besonders das Reisen sei richtig schwierig geworden. Flugreisen kosten unglaublich viel Geld und in einige Länder kann man überhaupt nicht mehr einreisen. Sie sind definitiv nicht pro Putin und hoffen wie wir alle auf Frieden. 🕊
    Dennoch empfehlen sie Russland zu bereisen obwohl ihnen auch klar ist, dass es aktuell eine eher moralische Entscheidung ist. Sicherheit sei aber auf jeden Fall gegeben. Man darf halt nicht für Frieden demonstrieren, dann drohen nämlich Gefängnisstrafen. 🤷🏼‍♀️
    Keine Sorge, wir werden Russland nicht bereisen. Wobei ich den Kreml wirklich gerne mal besichtigen würde.
    Jetzt liegen wir wieder im Camper, es regnet und wir verabschieden uns innerlich schon von Montenegro.
    Es war eine sehr aufregende und intensive Zeit.
    Wir freuen uns schon riesig auf Bosnien-Herzegowina...
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    Traveler

    Ich liebe eure (Melinas) Reiseberichte und finde toll, was ihr alles erlebt🤗. Weiter so und bleibt gesund🥰🥰

    9/4/22Reply
    Traveler

    🥰🥰🥰

    9/4/22Reply

    Hallo ihr zwei, habe die urlaub karte bekommen vielen Dank. Wünsche euch noch eine schöne Reise. 🍀❤️❤️ [Renate Molnar]

    9/5/22Reply
     
  • Day95

    Skadar Nationalpark

    August 29 in Montenegro ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir mussten bereits an Tag 1 feststellen, dass die Straßenverhältnisse in Montenegro leider nicht die besten waren. So ging es für uns recht steile Serpentinen rauf und runter.
    Als wir unseren 1. Campingplatz verließen ging es nach nur wenigen Kilometern serpentinenartig steil bergauf. Geschätzt waren es ca. 10 % Steigung. 😓
    Mitten auf einer Steigung machte der Motor plötzlich schlapp. Wir reden hier von einer einspurigen Straße mit dem ein oder andere Schlagloch. 🥲
    Christoph versuchte mehrmals den Wagen neuzustarten. Vergeblich. Also rollte er die Straße wieder rückwärts runter. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, kam hinter uns ein Auto. Ein niederländischen Pärchen, unsere Nachbarn vom Campingplatz.
    Nun stand Christoph halb auf der Straße und halb im Gebüsch (bei 10 % Steigung) damit die Niederländer vorbei konnten. Auf unserer Höhe hielt das Pärchen an und fragte ob alles okay sei.
    Ich verneinte und faselte was von ADAC, Motor kaputt usw.
    Darauf antwortete der Niederländer mit: ,,Oh good luck!" Good luck, am Arsch! 🤝🏻
    Zum Glück kam uns der Gedanke, dass vermutlich nicht genug Sprit im Umlauf ist und bei der Schräglage auch nicht genug am Motor ankommt. Wir waren bestens vorbereitet und hatten einen 5 l Ersatzkanister dabei. Also schnell nachgefüllt und alle Daumen gedrückt.
    Beim 3. Startversuch lief der Motor wieder wie geschmiert. Zugegeben wir waren die ersten hundert Meter alles andere als entspannt. 😨
    Als wir dann die Hauptstraße erreichten, konnten wir aufatmen.
    Wir mussten schnell noch was einkaufen und natürlich tanken bevor es zum nächsten Stellplatz ging.
    Und um ehrlich zu sein, die Städte sind einfach unfassbar hässlich. An der Schnellstraße reihen sich die Supermärkte und überall liegt Müll. Die Geschäfte sehen von außen richtig herunter gekommen aus. Schnell packten wir unsere Lebensmittel ein und fuhren weiter. Richtung Natur.
    Wir kamen zu einem kleinen wirklich super schönen Campingplatz. Sehr alternativ gehalten mit groß angelegten Blumen- und Gemüsebeet.
    Eine Eselweide grenzte direkt an unseren Stellplatz. Außerdem hörte man hin und wieder die Glocke einer Kuh, die in der Nähe graste. Sehr idyllisch und absolut kein Vergleich zur Stadt. 🐄🌻🌿
    Wir befanden uns ganz in der Nähe, des größten Süßwassersees des Balkans. Nämlich am Skadarsko jezero. Grob gesagt gehört 2/3 zu Montenegro und 1/3 zu Albanien. Wobei leider nur der Teil von Montenegro zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.
    Mit den Rädern sind wir zum See gefahren um eine Bootstour zu buchen. Wir entschieden uns für eine 3,5 h Fahrt. Geworben wird natürlich auch mit all der Vogelvielfalt die hier die Seelandschaft besiedelt. 🦢🦅🐦
    Btw. hieß unser Anbieter "Kingfisher", auf deutsch ist das der "Eisvogel". Diese unglaublich hübschen Vögel gibt es hier nämlich auch ! Tatsächlich hatten wir wenige Tage zuvor einen Eisvogel in Kroatien beobachten können.
    Naja, es ging mit 12 Leuten im Boot mittags um 12 Uhr los. Nach nur wenigen Metern auf dem Wasser war man umgeben von Natur pur.
    Eine unglaubliche Weite an Wasser, teils mit Seerosen bedeckt, teils ragten alte Bäume aus dem See auf denen sich Kormorane trocken sonnten (Das sind die braunen Vögel welche ihre Flügel aufspannen). Und rundherum Berge die wie Fjorde in Norwegen aussehen.
    Unser Bootsfahrer war vlt. 25 und sein Kollege der die Beschreibungen auf Englisch machte max. 20 Jahre alt. Die 2 haben das ganze auch echt gut gemacht. Allerdings hätten wir uns mehr 'Birdwatching' gewünscht.
    Ich glaube ich hab auf die anderen Gäste etwas übertrieben gewirkt, da ich die einzige mit Fernglas um den Hals war.
    Unsere Guides haben jedenfalls noch NIE einen Eisvogel gesehen. Entschuldigung?! 🧐 Eure Firma heißt 'Kingfisher'. Da war der Reiz umso größer einen dieser ach so seltenen Vögel zu finden. Und siehe da! Christoph hat einen gesehen. 🤗 Leider war das Boot zu schnell und ich konnte den Vogel nicht mehr sehen.
    Dafür haben wir einige andere Vögel gesehen. Wie z.B. den Rallenreiher oder den Haubentaucher. Es gab einen Stop auf einer kleinen Insel mit einem kleinen Kloster. Innerhalb des Klosters durften keine Fotos gemacht werden, aber die Gemälde und Verzierungen waren sehr gut erhalten und sahen noch ziemlich original aus.
    Außerdem gab es eine Terrasse mit Aussicht über den Nationalpark. Wahnsinn!
    Ich glaube man kann heraushören wie begeistert wir von dieser Seelandschaft waren. Es gab sogar noch die Möglichkeit vom Boot aus, für eine Erfrischung in den See zu hüpfen. Zusammen mit einem 10 jährigen Mädchen aus Frankreich waren wir die Einzigen die diese Chance wahrgenommen haben. Bei der Kulisse, war's quasi ein Muss.
    Glücklich und zufrieden sind wir an diesem Tag bei Grillenzirpen eingeschlafen.
    Ach, ich wollte euch Christoph's Aufnahme von der Schlange die einen Frosch gejagt hat nicht vorenthalten. Das war übrigens auch auf unserem Campingplatz. 😆
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  • Day94

    Kotor

    August 28 in Montenegro ⋅ ⛅ 28 °C

    Da sind wir nun in unserem 3. Balkanland angekommen. 🥳 Wir haben uns die Frage gestellt welche Länder eigentlich zum Balkan gehören.
    Der Balkan ist zunächst einmal ein Gebirge. Dieses liegt im südöstlichen Teil von Europa und zieht sich vom schwarzen Meer aus ca. 600 Kilometer ins Landesinnere. Insgesamt gibt es 12 Länder die zum Balkan gezählt werden, wenn auch nur ein Teil des Gebirges in einigen Ländern zugehörig ist.
    [Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Kosovo, Griechenland, Nordmazedonien, Bulgarien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und die Türkei]
    Natürlich unterscheiden sich alle Länder voneinander in Landschaft, Kultur und Politik.
    Als wir die montenegrinische Grenze überschritten hatten, konnte man erstmal keinen Unterschied zu Kroatien feststellen.
    Mit der Autofähre ging es für uns Richtung Kotor. Eine Stadt die in einer Bucht an der Adriaküste gelegen ist.
    Die Stadt ist aufgrund der Lage (umgeben von Bergen) und des Alters (aus dem Mittelalter) sehr bekannt.
    Der Weg dorthin war allerdings etwas anstrengend. Es führte nur eine Straße direkt um die Bucht herum nach Kotor. Einspurig.
    Man hatte also Haus, Straße, Meer nebeneinander gereiht, ohne Ausweichmöglichkeit. 😑 Mit Gegenverkehr natürlich! Bei einem 3 m hohen und 5 m langen Camper macht das wenig Spaß. An dieser Stelle muss ich Christoph wieder für sein Fahrtalent loben. Er kann einfach richtig gut Auto fahren. 🙌🏼
    Wir haben ungefähr 1 km außerhalb der Stadt geparkt und sind mit den Rädern bis in die City gefahren.
    Kotor als eine Stadt aus dem Mittelalter ist schon schön und mit den Bergen im Hintergrund noch viel schöner. Nicht zu vergessen sind all die Katzen welche wohlgenährt in den Gassen rumhängen. Es gibt zahlreiche Restaurants und Cafés und die typischen Souvenirshops.
    Kotor war für uns auf jeden Fall ein Besuch wert. 😺
    Genächtigt haben wir auf einem ganz neuen Campingplatz, mit gerade mal 5 Stellplätzen. Wir hatten Glück es war noch genau ein Platz frei.
    Jeder Stellplatz hatte ein eigenes Badezimmer und es gab eine super schöne Bar. Und sogar eine Art Baumhaus in einem Olivenbaum mit Meerblick. Bei 15 € die Nacht haben wir dann auch bemerkt: wir sind in Montenegro. Bisher hatten wir nicht ansatzweise so einen "Luxusplatz" für so wenig Geld. Der Besitzer war auch super bemüht es seinen Gästen recht zumachen. Wir haben uns auf jeden Fall wohlgefühlt. 😊
    Nach einem vorerst letzten Tag am Meer, ging es für uns weiter Richtung Süden...
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