Peru
Chullune

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Top 10 Travel Destinations Chullune

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104 travelers at this place

  • Day132

    Fussball spielen auf schwimmenden Inseln

    May 9, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Ich blicke aus dem linken Fenster unseres Ausflugsbootes. Auf einem mehrere Meter hohen Bambusgeflecht befindet sich ein kleiner improvisierter Fussballplatz mitten auf dem Titicaca-See. Die Grenzen des Platzes sind auf natürliche Weise durch den Uferrand der schwimmenden Insel vorgegeben. „Das Spiel muss hier häufig unterbrochen werden...“ informiert uns unser Guide. Nämlich praktisch immer dann, wenn der Ball im aus landet und man den Ball mit einem kleinen Boot wieder aus dem Wasser fischen muss. Ich wundere mich da kaum, dass es Bolivien noch nicht zur Weltmeisterschaft geschafft hat... 😂

    Ich befinde mich wenige Kilometer vor der Küste der peruanischen Hafenstadt Puno auf dem Lake Titicaca. Für heute steht ein Tagesausflug zu den Floating Islands an, die inzwischen den Schutz des UNESCO-Weltkulturerbe genießen. Auf etwa 90 schwimmenden Inseln lebt hier eine peruanische Gemeinschaft von etwa 2000 Einwohnern. Es gibt eine Schule, Kindergarten, ein kleines Krankenhaus, ein paar Werkstätten, ein Verwaltungsgebäude, einen kleinen Marktplatz, usw.. Also praktisch alles, was ein kleines Dorf benötigt um autark zu sein. Die Einwohner haben das Recht, jederzeit ihre Landfläche zu erweitern. Wie wir erfahren, werden hierzu viele Erdblöcke zusammengebunden und mit einer ganzen Menge Bambus aufgestockt, um sowohl den benötigten Auftrieb als auch eine Feuchtigkeitsisolierung zu gewährleisten. In ca. 6 Monaten kann mit dieser Technik dann eine neue schwimmende Insel geschaffen werden, auf der dann primitive Hütten für Familien errichtet werden können.

    Als wir unseren Ausflug im Hafen von Puno starten, merke ich schnell, dass die Floating Islands inzwischen vom Massentourismus überschwemmt werden. Zig Boote schwärmen gleichzeitig zu den Inseln aus, und das im 2-Stunden-Takt. Auf der Insel winkt uns bereits die ansässige Familie freundlich zu und begrüßt uns mit einem traditionellen Lied. Dann erfahren wir die wesentlichen Informationen zur Entstehung der Inseln und zur Lebensweise der Familien und besichtigen ihre kleinen Hütten. Im Anschluss werden dann natürlich einige Tische mit Souvenirs ausgebreitet, mit der Bitte die Familien mit einem Kauf zu unterstützen. Abschließend werden wir dann noch für 10 Minuten in einem traditionellen Reed-Boot chauffiert (natürlich gegen einen extra Obulus) und nach einer knappen Stunde ist das Spektakel dann auch schon vorbei. Auch wenn die Einwohner sehr freundlich und die Floating Islands durchaus auch interessant waren, stehe ich solchen inszenierten Ausflügen etwas skeptisch entgegen. Umso besser, dass wir unseren Ausflug noch auf die Insel Taquile fortsetzen, die ähnlich schön wie die Isla Del Sol ist und abseits des Massentourismus liegt. Neben einem schönen Spaziergang und einem Mittagessen erfahren wir hier einiges über die Sitten und Bräuche der Einwohner. Die Menschen hier verbringen insbesondere viel Zeit mit dem Weben von Mützen und Gürteln. In Erinnerung bleibt mir ein schönes Hochzeitsritual, bei dem die Gürtel von Mann und Frau als Zeichen der Vereinigung vom Ehemann zusammengebunden werden und anschließend von ihm ähnlich wie ein Ehering getragen werden. Übrigens lässt sich auch am Muster der Mützen (die hier jeder Mann trägt) erkennen, ob er noch Single ist. Praktisch, eine etwas andere Form der Partnerbörse. Anscheinend wird hier noch nicht „getindert“ 😂

    Ich bin jedenfalls froh, mich heute für einen Tagesausflug entschieden zu haben, um dem eher hässlichen Puno entfliehen zu können. Ganz anders als Copacabana lädt Puno so gar nicht zum Verweilen ein: laut, viel Verkehr, dunkel. Manchmal setzt sich auch einfach der erste Eindruck fest, aber ich habe mich von Anfang an nicht wohl gefühlt, als ich gestern Abend im Dunkeln und im Regen vor meinem wenig einladenden Hostal herausgelassen wurde. Das Zimmer ist zwar sauber, aber äußerst spartanisch, in die Jahre gekommen, kalt und dunkel. Ich war froh, am Abend schnell eingeschlafen zu sein und am frühen Morgen das Zimmer wieder verlassen zu können. Mit 19 Euro die Nacht war es sogar etwas teurer als meine schöne Unterkunft an der Copacabana, an die ich bereits jetzt wehmütig zurückdenke.

    Immerhin der Grenzübergang von Bolivien nach Peru verlief zuvor heute Nachmittag überraschend reibungslos. Ich war fast verwundert, dass die Abfertigung digital und mit Webcam verlief, fast schon europäischer Standard 😉 Meine Freude, als ich meinen Fuß auf peruanischen Boden gesetzt habe, war allerdings nur von kurzer Dauer. Verdammt, ich habe meine Jacke im Bus gelassen. In der Ferne sehe ich, wie dieser bereits wieder die Rückreise nach Copacabana angetreten hat. Noch zuversichtlich darüber, dass mir die Jacke in den nächsten Tagen nachgesendet werden kann, informiere ich sofort unseren neuen peruanischen Guide. Leider erfahre ich am nächsten Morgen per e-mail, dass meine Jacke nicht gefunden wurde. Ich werde mit dem Verlust leben müssen, aber die Situation ist schon etwas seltsam. Als ich dann am Abend meine Tasche auspacke, muss ich einen weiteren Verlust feststellen. Ich habe mein praktisches Campinggeschirr in meinem Zimmer in Copacabana liegen lassen. Auch hier wurde auf Nachfrage bei der Unterkunft leider nichts gefunden. Äußerst merkwürdig. Ein rabenschwarzer Tag für mich. Wenn Susi noch bei mir gewesen wäre, wäre mir das sicher nicht passiert. Ich vermisse das Vier-Augen-Prinzip 😔 (@Susi: immerhin habe ich meine Sonnenbrille noch nicht verloren... 😉). Ich versuche den Verlust schnell abzuhaken und drücke fest meine Daumen, dass ich für den Rest meiner Reise von ausgiebigen Regenfällen verschont bleibe und auf meine schöne Regenjacke verzichten kann. Zumindest reise ich jetzt mit leichterem Gepäck 😄
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  • Day11

    Islas de Los uros, Pérou

    December 15, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 13 °C

    Tout d'abord les îles de Uros ont la particularité d'être entièrement construites avec des roseaux ! Ils existent une centaines de petites îles qui constituent Uros et qui hébergent environ 2500 habitants. Ils ont une île avec un hôpital et une île avec école afin de ne manquer de rien. Nous n'avons pu en visiter qu'une seule, malheureusement très touristique... On refuse même avec nos futurs amis Morgane et Thomas de faire la fameuse excursion en bateau construit en roseau car on se sentais forcé d'y participer et c'est tout ce que l'on peut fuir en voyage ! C'est sans doute ce qui nous a tous les quatre rapprochés cherchant uniquement l'authenticité...
    On nous explique que toutes les îles ont été créés par l'homme, elles ne sont pas naturelles, ce qui font d'eux des maçons hors pairs ! Pendant l'explication un drone vole au dessus de nos têtes, un habitant brandit sont arme en faisant mine de vouloir lui tirer dessus ce qui nous a tous fais bien rire 😂
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  • Day183

    Eine Nacht aufm Titicaca-See 1/2

    November 25, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Sooo, wir sind am Titicaca-See, letzte Station in Peru (😭). Die Peruaner haben eine ganz eigene Definition für den Namen, wie unser Wanderführer vom Huayhuash Trek abends beim Pisco Sour rausgehauen hat: “Titi für Peru, caca für Bolivien” 😂

    Der Titicaca See bildet teilweise die Grenze zwischen Peru und Bolivien. Er liegt auf 3.800m und ist damit das höchste von der Schifffahrt befahrbare Gewässer. 3.800m muss man sich mal reinziehen, auf der Wanderung über die Alpen war unser höchster Berg etwas über 3.000m! Der See gilt auch als Geburtsort der Inkakultur (😍), mal gucken ob wir ein paar der Ruinen sehen.

    Um hier hinzukommen haben wir den Peru Hop Nachtbus genommen, um damit 8 Stunden von Cusco nach Puno zu fahren. Puno ist die peruanische Stadt direkt am See. Nach ner semi Nacht sind wir hier um 5:30Uhr angekommen, und dann gings direkt zum Frühstück und weiter zu einer spontan gebuchten Tour zu den schwimmenden “Uros” Inseln und noch einer anderen Insel mittem aufm Titicaca-See. Die Uros sind künstliche, per Hand gemachte Inseln aus Wurzeln und Schilf. Die Einheimischen haben vor hunderten Jahren die Inseln gebaut, um einer kämpferischen Übernahme durch andere Völker zu fliehen. Heute gibt es immer noch 100 dieser Uros, die Leute wohnen also wirklich noch auf diesen primitiven Inseln, die meisten leben allerdings vom Tourismus. Total unwirklich jetzt auf so einer sich bewegenden Schilfinsel zu stehen 😅 Ich könnte hier für keinen Preis der Welt leben. Die Hütten sind mega simpel, kalt und feucht, und die ganze Familie wohnt auf engstem Raum. War gerade in einer Hütte drin in der eine 5köpfige Familie lebt. 10m2, die Matratzen lagen aufm Boden, oben drüber lagen alle Kleidungsstücke der Familie auf einem Regal aufgestapelt, neben den Matratzen stand ein kleiner Fernseher und über allem schwirrten die ganze Zeit hartnäckig 10 Fliegen. Und es hat nach hart verbrauchter Luft gerochen, denn ein Fenster (und damit frische Luft und natürliches Licht) gab es in der Hütte nicht. Oh man.

    Dazu kommt noch dass der See in der Nähe von Puno, einer grösseren Stadt, stark verschmutzt ist. Die Inselbewohner sind aber auf das Wasser angewiesen, und benuzten es trotzdem. Daher haben jetzt alle Parasiten und Rheumaerkrankungen. Und wir, die Touristen, können uns einfach nen mega geilen aber super teuren Wasserfilter leisten...wie traurig!

    Ohne es zu wissen habe ich uns über Booking eine Unterkunft auf eine der Uros gebucht. 😑 Als wir in Puno ankamen hab ich die Adresse in Booking gesucht und dachte so hä?, steht ja gar kein Adresse, bis unser Busfahrer mir sagte, dass wir auf einer der Inseln schlafen. Hähä. Bis vorhin fand ich das noch Jackpot, nachdem ich jetzt auf dem nassen Schilf der einen Insel gestanden und die Butzen gesehen hab bin ich nicht mehr ganz so euphorisch 😅 Gerade fragt mich auch eine von unserer Bootstour etwas mitleidig, ob wir uns schon auf unsere Unterkunft freuen. 🥵

    Morgen gehts dann weiter nach Chile. Eeeigentlich wollten wir noch auf die bolivianische Seite des Titicaca-Sees und dann weiter durch Bolivien reisen, aber wie schon in Ecuador wurde uns wieder ein Strich durch die Rechnung gezogen. Es sind aktuell Demos und Straßenblockaden in Bolivien, und daher ist die Grenze geschlossen. 🤷‍♀️ Naja, aber zum Glück sind wir diesmal nicht hinter der Grenze und stecken erneut fest, sondern noch davor! 🥳 Wir haben irgendwie nicht sooo die allerbeste Zeit für rumreisen in Südamerika erwischt. Denn in Chile waren gerade Demos und man merkt in der Hauptstadt wohl noch ein paar Nachwehen, in Kolumbien starten sie gerade und für Peru ist nun ebenfalls was angemeldet. Kolumbien und Peru waren wir zum Glück schon, mal hoffen, dass sich unsere nächsten Ziele in Südamerika noch halten!

    Wir sind gerade mitm Boot von unserer Uros-Familie für heute Nacht abgeholt worden. Die Unterkunft ist mega! Die kleine vielleicht 3-jährige Tochter hat uns sofort in ihr Herz geschlossen und spanische Tanz- und Singspiele mit uns gespielt. Die zum Wasser gerichtete Front unseres Zimmers ist komplett aus Glas, sodass wir ein schönen Blick auf das Gewitter haben, dass sich uns gerade bietet. Schön in die warmen Daunenschlafsäcke eingemummelt (ich reise nie wieder ohne geil warmen Schlafsack!) und mit Stirnlampe aufm Kopp (haben grad kein Strom) liegen wir gut zufrieden aufm Bett, Micha liest Buch und ist mit der Kamera beschäftigt, und ich halte unsere schönen letzten Tage in meinem neuen Lieblingsland in Südamerika fest. Peru ist nach München-Venedig mein zweites Highlight dieser Reise. ❤️
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  • Day94

    Am und auf den Titicaca See

    January 11, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir kommen zum langersehnten Titicacasee und überschreiten am Abend die sehr professionelle Grenzstelle nach Peru. Wir übernachten am See und wachen am nächsten Morgen zwischen wilden Meerschweinchen, Eseln, Rindern und Schweinen auf.

    Der Titicaca See liegt in 3808 Meter Höhe und ist der größter Hochgebirgsee mit 8400 km2.
    Richard, ein junger Peruaner, bietet uns an, mit seinem Boot zu den weltbekannten, künstlich angelegten Schilfinseln (Islas Uros) zu fahren. Wir sind begeistert und fahren durch dichtes Schilf auf den See. Die Uros sind vor hunderten von Jahren vor den kriegerischen Collas und Inkas auf die Schilfinseln im Titicaca See geflüchtet. Auf den über 50 Inseln leben noch mehr als 1000 Uros in sehr einfachen Verhältnissen. Einige Inseln widmen sich dem Tourismus. Dort bekommen wir eine kurze Erklärung zu den Uros und den Schilfinseln, sowie Kaffee, Kuchen und sogar WLAN. Andere Inseln beherbergen eine Kirchen und eine Schule. Wir fahren zwischen den Inseln umher und Regina kauft noch einen frischen Fisch aus dem Titicaca See, bevor wir wieder zurück zum Festland fahren.
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  • Day7

    Iles d'Uros

    August 7, 2019 in Peru ⋅ 🌙 12 °C

    Cet après midi nous avons pris le bateau pour une vingtaine de minutes depuis Puno où se trouvent 80 petites îles.
    Celles ci existent depuis 1000 avant JC. Des populations s'y sont réfugiées pour échapper aux différentes conquêtes sur les rives du lac tititcaca. A l'origine les familles vivent de la chasse et de la pêche. Une école et un dispensaire sont présents dans la lagune.
    Ces îlots reposent sur des blocs de racines (15 par île environ) sur lesquels sont entassés des roseaux. Une île a une durée de vie d'une vingtaine d'années, et les roseaux sont remplacés une a deux fois par mois.
    Ces îles ont été ouvertes au tourisme en 1996. Depuis elles ont perdu de leur authenticité, certains prétendent que les locaux ne vivent plus dessus, mais font seulement l'aller retour depuis le continent pour accueillir les touristes. Récemment des panneaux solaires et des toilettes y ont été installé. La cuisine de fait toujours à l'extérieur des maisons, dans des "fours" en terre cuite, sur la pierre (pour éviter les incendies) comme sur la photo du petit Andy.
    Pour notre part nous avons passé un bon moment, chaque duo a été invité dans une maisonnette pour voir leur lieu de vie. Nous avons rencontré le petit Andy. La maison est constituée d'une seule pièce avec le lit et quelques vêtements, ainsi qu'une table. A la sortie nous étions fortement encouragés a acheter des souvenirs fabriqués par la personne qui nous a accueillie, Anna. Pour notre part ce fut un bateau fait de roseau, impossible d'aller voir sur les autres étales si quelque chose nous tente plus.
    Six familles partage l'île que nous avons visité. S'il y avait des dissencions irréconciliables entre les familles, les habitants scient l'île pour la séparer en deux. A ce jour, nous ne savons toujours pas si ces îles sont habitées ou pas. Une chose est certaine, les Uros sont éteints depuis 1950 et les ayamaras ont récupérés leurs terres.
    Nous aurions souhaité visiter les îles Taquilé, où l'on peut dormir chez l'habitant, mais elles sont trop loin de Puno. 🤗
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  • Day54

    Wenn aus non-Hipstern Hopster werden

    March 11, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Kaum in La Paz angekommen, geht es auch schon wieder weiter. Weiter, weiter, weiter. Es ist nicht ganz einfach, die perfekte Balance zwischen erleben / entspannen und „let’s get around the globe at least once“ zu finden. In jeder bisherigen Destination hätten wir problemlos doppelt so lange und länger verweilen können, ohne dass uns auch nur im Ansatz langweilig geworden wäre. Ok, ausser bei Crazy-Cat-Lady, da war die Zeit bis zum Äussersten ausgereizt. In ganz vereinzelten Momenten fühlt sich unser Trip ein wenig nach „High-Paced-Turbo-Traveling“ an. Heute Morgen ist so ein Moment. Und was macht man beim kleinsten Anflug von völlig übertrieben empfundenem Stress? Genau, man bucht Ferien. In unserem Fall fünf Tage im wohl geilsten Hostel der Welt. Und zwar in exakt zwei Monaten. Anders kann man diese Bleibe nämlich nicht buchen. Mehr verraten wir aber noch nicht. Sind schliesslich unsere Ferien. Und wir teilen ja sonst (fast) alles.

    Auch die lieben Freunde von Bolivia-/Peru-Hop - deren Motto „Safe-Flexible-Fun“ Ferienspass à la Club Med verspricht - starten früh, 06:30. Die überpünktlichen Guides sind top organisiert und genauso zuvorkommend und freundlich wie scheinbar ganz Bolivien. Coca-Blätter sei Dank. Zur Wiedererkennung gibt es sogar diese dämlichen All-inclusive-Armbändeli. Beim reflexartigen und unkontrollierten Versuch, das eben verklebte Bändeli wieder vom Handgelenk zu säbeln, verfehle ich die Pulsader nur knapp. Hm, dann bleibt es eben dran. Wir sind Team „Yellow“, was auch immer das heisst. Ich hoffe auf artgetechten VIP-Lounge-Zugang. Irgendwo. Ausserdem sind wir nun offiziell „Hopster“, wie wir vom vor Energie strotzenden Guide (/Animateur) erfahren. Echt jetzt?! Naja, Hauptsache All-inclusive. Aber morgendliche Wassergymnastic mach ich definitiv nicht mit! Jetzt will ich Kaffee. Der ist an der Tanke allerdings trotz „Hopster Team Yellow“ nicht inclusive. Es wird leider nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir unseren Konsum selber berappen. Scheiss Bändeli.

    Unsere erste Etappe führt von La Paz nach Copacabana - genau, „nach“, nicht „an die“ -, von wo wir per Boot die wunderschöne Isla del Sol im bolivianischen Teil des Titicacasees besuchen, bevor wir Bolivien hinter uns lassen und nach Puno in Peru weiterreisen. Leider begrüsst uns Peru äusserst unfreundlich. Nachdem wir die Grenze zu Fuss passiert hatten, ging die Reise in einem peruanischen Doppelstöcker-Bus weiter. Wie üblich schaffe ich es im Leader-Trio den Bus zu besteigen, um uns die beliebtesten Plätze zu sichern. Sue klettert wie gewohnt im Schlussgrüppchen in den Bus und freut sich ebenfalls wie gewohnt über die ergatterten Plätze in der vordersten Reihe. Die Freude wärt aber nur bis zum Sonnenuntergang. Wie die Dunkelheit enthüllt, verfügt der Bus lediglich über funktionierende Standlichter, während der Chauffeur (Ramon) ganz offensichtlich über keinerlei Nachtsichtfähigkeiten verfügt. Was ihn aber zum Entsetzen einiger nicht an allerlei waghalsiger Überhohlmanöver hindert. Das konnte nicht gut gehen. Ich bin durchaus froh, dass Ramon der Stümper am Steuer ein massives Schlagloch und kein massives Hindernis erwischte. Ich sehe das positiv. Der Wechsel des geplatzten Reifens verlängerte die Reise um etwa eine Stunde, unser Leben aber wohl um einige Jahrzehnte. Sue fand das nicht lustig. Scheiss Plätze die ich da ausgesucht habe. Zur Aufheiterung gabs Pizza und einmal mehr haben alle überlebt.

    Nach einem weiteren eindrücklichen Ausflug auf ein auf dem peruanischen Teil des Titicacasees schwimmendes Dorf, werden wir bereits sehnlichst in Cusco erwartet. Denke ich.

    Ein Video dazu findet ihr hier: https://youtu.be/Ll5C_rw2m38
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  • Day157

    Puno - Lac Titikaka - Iles Uros

    February 10 in Peru ⋅ ☁️ 12 °C

    Le mythique lac Titikaka, le plus haut lac navigable du monde (3800 m), sépare le Pérou de la Bolivie. Les Incas y auraient abandonné un trésor au XVIeme siecle. Le coté Péruvien acueille, à 5 Km de la côte, une communauté qui vit sur des iles fabriquées en roseaux et ammarées a la terre ferme. La partie qui se visite est très touristique mais permet tout de même de montrer au enfants cet étonnant mode de vie...."oui ils vivent là pour de vrai" !Read more

  • Day34

    Es gibt ihn wirklich

    February 3, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Wenn Pippi Langstrumpf von Ihrem Vater schwärmt, der am Titicacasee wohnt, dann könnte man meinen, das Ganze ist eine Astrid-Lindgren-Phantasie, zumal einem schon der Name "Titicacasee" sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber es gibt ihn wirklich. Er ist 15 mal so groß wie der Bodensee, liegt auf 3.800 m Höhe und wir erreichen ihn nach 400 km Fahrt in schönstem Sonnenlicht (obwohl es nach Sonnenuntergang schnell ziemlich frisch wird). Morgen werden wir den See vormittags per Boot erkunden, deswegen heute nur kurz zur Einstimmung: The Mambo Craze von De-Phazz, zu hören und sehen über youtube: https://youtu.be/WsHY_4RW0_Y

    Außerdem ein paar Bilder von Wegesrand. Wir fahren einmal mehr auf der Andenhochebene (Altiplano), haben weite Grünlandschaften und schneebedeckte Gipfel im Blick und kommen durch (wenige) Ortschaften, die zum Teil so verschlafen sind, dass sich nicht einmal die Hunde für uns interessieren. Gut 6.000 km liegen nun hinter uns, das Motorrad ist in einem guten Zustand, auf den Koffern sammeln sich die Aufkleber, auch die Reifen sind noch in Ordnung. Dennoch wird gemeinschaftlich entschieden, in knapp 3 Wochen die BMW-Werkstatt in Santiago de Chile anzufahren, um die Motorräder komplett durchzuchecken, Reifen zu wechseln, Luftfilter zu tauschen, Bremsbeläge zu erneuern und so weiter. Denn dann, nach ca. 10.000 km, dürfte bei vielen Teilen die Verschleißgrenze erreicht sein.
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  • Day60

    Die schwimmenden Inseln

    November 6, 2017 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Mit dem Bus geht es nun zum 600km entfernten Puno an der nordöstlichen Seite des Titicaca-Sees. Die Tagesfahrt bot uns sehr schöne Eindrücke der felsig, hügeligen Landschaft, die irgendwie auch trocken wirkt aber dann auch wieder viele Miniseen. Dazwischen finden sich immer wieder grasende Lama und Alpaka Herden. Eindrucksvoll war auch auf halbem Weg die Laguna Lagunillas, die mit ihren Inselchen wie eine Miniatur des Titicaca aussieht.

    Abends in Puno angekommen wurden wir bei unserer Stadterkundung (eigl. waren wir nur auf der Suche nach einem guten Restaurant) wieder mal mit einem Stadtfest begrüßt. Feuerwerk, traditionelle Tänze und Parade, alles dabei.

    Am nächsten Tag sind wir früh mit einer Tour zu den schwimmenden Inseln der Urus gefahren. Die Urus sind eine alte Volksgruppe, die aus der Prä-Inkazeit stammt. Aus Angst vor der Eroberung durch die Inka haben sich die Fischer einst mit ihren Schlifbooten auf dem Titicaca-See versteckt. Nach und nach haben sie ihre Boote zu größeren Inseln verbunden auf denen dann sogar Hütten für Familien und sogar ganze Dörfer Platz fanden. Irgendwann kam es zu unüberwindbaren Konflikten, sodass die Megaflose wieder auf Familienklangröße auseinandergesägt wurden.

    Die Inseln bestehen aus bis zu drei Meter dicken Schlifschichten, deren oberste Schicht wegen der durchdringenden Feuchtigkeit alle zwei Wochen neu aufgestockt werden muss. Volkskrankheit Nummer eins ist Rheuma.

    Obwohl die Inka schon lange passé sind können die Urus nicht wieder an Land, da sie keinen Grund besitzen. Sehr kurios das Ganze.

    Die Gesamtfläche der 40 Inseln beträgt 71qkm auf denen ca. 2.000 Urus leben.
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  • Day3

    Titikaka See

    July 23, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 1 °C

    Internationale Gruppe schön und gut, aber langsam fange ich an, englisch zu denken 😵
    Heute auf zum Titikaka-See. Titi heißt Puma, der See ist wie ein Puma geformt, der einen Hasen fängt.
    Rund 8.500 km² Wasser erinnern eher an ein Meer und sind Heimat für verschiedene Volksstämme mit verschiedenen Sprachen.
    Wir besuchen die Uros auf ihren über 100 Schilfinseln. Unheimlich beeindruckend, wie sie aus den Schilfwurzeln mit etwas Bindfaden und viel Geduld in einem Jahr ein Dorf aus Schilf für rund 6 Familien bauen, was dann 25 Jahre hält. Jede Insel hat ihr eigenes Oberhaupt.
    Die Uros können komplett autonom leben, vom Fischfang und Gemüse, auch das Schilf dient ihnen als Nahrung, wäre für uns aber giftig.
    Es gibt Schulen bis zum 12. Lebensjahr auf den Inseln, Kirchen, Viehzucht, alles was man zum Leben braucht.
    Doch natürlich hält auch hier die Moderne Einzug. Die berühmten Schilfboote nur noch Touristenattraktionen, die Menschen fahren lieber mit Motorbooten und streben danach, mit den Erlösen aus dem Tourismus ihren Lebensstandard zu verbessern.
    Wir dürfen die Wohnungen besuchen und ganz stolz zeigt mir das Mädchen den Stromgenerator für Licht.
    Ich schäme mich, denn zum Höhepunkt (müssen?) die Mädchen singen und tanzen und allen die Hand reichen, die Blicke auf den Boden gerichtet, kein Lächeln erkennbar, während unser Guide versucht, uns zu versichern, wie glücklich alle über unseren Besuch wären. Weiter fahren wir ein Stück mit dem Schilfboot, von vielen Inseln erklingt der selbe Gesang.

    Weiter zur etwas abgelegeneren Insel Taquile, deren Bewohner etwas für sich sind und Quechua sprechen.
    Ein idyllischer Ort der Ruhe auch wenn die Steigungen anstrengend sind bei der dünnen Luft. Die Bewohner versuchen, sich ihre Traditionen zu bewahren und verpflichten sich alle, ihre traditionellen Kleider zu tragen. Mit dem Tourismus hat das angeblich nichts zu tun.

    Abends Essen mit Guinea Pig 🐾
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Chullune

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