Peru
Puno

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246 travelers at this place

  • Day126

    Puno - schwimmende Uros Inseln (Peru)

    March 12, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Ein ganz spezielles Erlebnis erwartet uns hier in Peru! Mit einem Motorbötchen werden wir am Morgen am Hafen von Puno, Peru abgeholt und zu unserem Zuhause für die nächste Nacht gebracht. Es ist eine schwimmende Schilfinsel auf dem Titicacasee. Die Uros sind ein Volk, welches schon seit eh und je so lebt. Habraham ist mit seinen Eltern auf einer anderen Schilfinsel aufgewachsen und wohnt jetzt hier auf der Insel Khantati mit Freundin Maribel (beide 29) und ihren Eltern. Er erzählt uns, dass die Uros vermutlich einst Sklaven auf den karibischen Inseln waren und von dort geflohen sind. Sie haben sich im Titicacasee niedergelassen und zuerst auf Booten gelebt. Auch die Incas haben sie überlebt, wenn auch nicht ganz ohne Zwischenfälle.
    Unsere Insel ist etwa 60 Meter lang und 40 Meter breit. Es schwimmen etwa 100 Inseln herum und beheimaten ca 2000 Einwohner. Mit dem Schilfböötchen (gebaut aus Schilf und Petflaschen) machen wir eine Runde um die Insel und lernen dabei, wie diese Inseln gebaut werden: Zuerst braucht es Schilfwurzeln, welche sie in einigen Kilometer Entfernung in Blöcken von 10-15 Meter Länge abschneiden und hierher transportieren. Diese Blöcke sind ca 1-1.5 Meter tief, werden zusammengebunden und bilden die Basis. Dann wird Schilf geholt und nochmals etwa 1 - 1.5 Meter gestapelt. Da die unterste Schilfschicht immer wieder zergeht, muss alle 10-15 Tage neues Schilf geholt werden. Die Häuschen sind etwas höher gebaut und das darunterliegende Schilf muss einmal im Jahr aufgestapelt werden - man stelle ein paar starke Arbeiter an, welche das Haus kurz wegtragen und dann wieder hinstellen:-)
    Wenn starker Wind einsetzt kann es durchaus sein, dass die Insel mal um 2 bis 3 Kilometer wegschwimmt. Wenn sich die Lage wieder beruhigt, bringt man sie mit den Motorbooten wieder an ihren Platz zurück. Die Khantati Insel war nicht immer da, wo sie jetzt ist. Zuerst war sie im "Zentrum" inmitten anderer Inseln, doch die Familie wollte einen Ort, an dem Touristen mehr Ruhe haben. So sind sie auf die offene See umgezogen, doch dort war das Wasser unruhiger und somit wellte die Insel auf und ab. Nach 15 Tagen hielten sie es nicht mehr aus und sind nun an den jetzigen Standort umgezogen - etwas entfernt von den anderen Inseln aber nach wie vor in der Nähe des Festlandes. Eigentlich noch praktisch, wenn man seine Nachbarn nicht mag, verschifft man einfach mal schnell seine Insel!
    Früher lebten die Urus vom Fischen und von der Vogeljagd. Geld kannte man nicht und die Ware wurde gegen andere Nahrungsmittel getauscht. Im Jahre 1950 kamen die ersten Tagestouristen und brachten den Einwohnern Geschenke. Dies nahm jedoch über die Jahre ein solches Mass an, dass die Einwohner nur noch auf die Geschenke warteten und ihre Traditionen vernachlässigten, bis den Touristen abgeraten wurde, Geschenke mit zu bringen. So besannen sich die Urus wieder zurück zu den Traditionen und begannen mit Kunsthandwerk, um dieses den Touristen zu verkaufen. Erst vor 15 Jahren bauten Christina und ihr Mann Victor, die Schwiegereltern von Abraham, die ersten Touristenunterkünfte auf ihrer Insel. Die ganze Gemeinde dachte, die spinnen doch, Touristen wollen doch hier nicht übernachten. Doch ihre Willenskraft bewährte sich und so können wir nun stolz sagen, dass wir auf der Pinoier Touristen Insel wohnen. In der Zwischenzeit sind viele Nachahmer dazugekommen, welche ebenfalls Übernachtungen anbieten.
    Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen auch so schöne Zimmer haben. Wir haben während unserer ganzen Reise noch nie ein so schönes Zimmer gehabt, eingerichtet mit so vielen härzigen Details. Sogar eine Dusche mit Massagedrüssen ist vorhanden - wie sich jedoch später herausstellt ziemlich überflüssig, da der Wasserdruck fast gleich null ist. Aber man muss ja nicht immer alles verstehen. Auch sehr lecker bekocht werden wir, man könne meinen man sei in einem 5 Sterne Hotel und nicht auf einer Schilfinsel.
    Die Insel hat für bis zu 20 Touris Platz, dank der Nebensaison haben wir sie jedoch ganz alleine für uns.
    Ich frage Abraham, ob er und Maribel schon verheiratet sind. Er verneint, dass sei eine komplizierte Sache! Gemäss Tradition darf man nur immer in den geraden Jahren heiraten, ansonsten werde man nicht gemeinsam alt. Eigentlich wollten sie im 2014 heiraten, doch sein älterer Bruder hatte dies auch vor. Und zwei Geschwister dürfen nicht im selben Jahr heiraten, sonst wird es einem Paar schlecht gehen. Nächster Plan war 2016 doch der Bruder hat seine Hochzeit auf 2016 verschoben. Im 2018 gab es ein Problem mit dem Geld auf der Bank und im 2020 heiratet schon die ältere Schwester. Nun hoffen sie, dass es dann im 2022 klappt. So eine Hochzeit dauert etwa eine Woche, man lädt etwa 500 Leute ein und gibt mindestens 10'000 Dollars aus. Wie sie das finanzieren können ist mir ein Rätsel!
    Damit wir uns auch mal wie Urus fühlen können, werden wir in traditionelle Kleider (welche sie auch heute noch tragen) eingekleidet, für mich gibt es noch zwei Zöpfe mit Bömbeln verschönert und anschliessend folgt das Fotoshooting.
    Da es in der Nacht kalt wird, werden wir mit einer warmen Bettflasche ausgerüstet und vielen warmen Decken.
    Am nächsten Morgen geniessen wir noch die Sonne und die Ruhe, bevor es dann wieder zurück ans Festland geht.
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  • Day128

    Start in Peru mit Hindernissen

    March 14, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 13 °C

    Ausser der Schilfinseln ist unser Start in Peru nicht optimal geglückt. Als wir nach der Busfahrt im Hostel angekommen sind, merkte ich, dass mein geliebter treuer blauer Bag / Stoffrucksack fehlt, er war nicht in meinem Tagesrucksack und auch sonst nicht auffindbar. Ich vermute, dass er im Bus blieb doch nach Rücksprache mit der Busfirma wurde nichts gefunden. Wie durch ein Wunder hatte ich jedoch vorher alle Wertsachen rausgenommen und in die Jackentasche gesteckt. So heisst es nun halt Ciao Sonnenbrille, ciao Tagesnecessairli, ciao Halstuch. Per Zufall habe ich vor vier Tagen in Bolivien einen neuen Bag gekauft, so bin ich wenigstens nicht Bag los. Und betreffend verlorenem Inhalt, habe ich wenigstens einen Grund, endlich mal zu shoppen.

    Dann hätten wir nach den Schilfinsel eigentlich nach Cusco weiterreisen wollen, die Basis um den Machu Pichus zu besuchen. Doch ich halte es keine 30 Minuten ohne WC aus. In meinem Magen finden starke Turbulenzen statt, vermutlich etwas schlechtes gegessen. So müssen wir in Puno noch einen Zimmer-WC Tag einlegen, bevor wir dann die 6.5 Stündige Busreise nach Cusco anstreben. Ich ernähre mich von Haferflocken, Suppen und Äpfeln. Zum Glück befinden sich direkt neben unserem Hostel einige Restaurants. Ich bin ganz schön eifersüchtig auf Dani's leckere Menüs!

    Imodium sei dank und wir sitzen nun am folgenden Tag im Bus "Cruz del Sur". Wir sind begeistert! Einen himmelweiten Unterschied zu den Bussen in Bolivien. Zuerst einmal wird das Ticket via PC ausgestellt und nicht wie in Bolivien von Hand oder mit der Schreibmaschine. Das Gepäck wird eingecheckt und wir werden mit Scamner abgescannt. Im Bus drin beginnt dann die Begeisterung erst richtig. Wir haben eine persönlichen Fernseh Bildschirm wie im Flugzeug! Zudem eine Stewardess, die eine Ansage hält und ausserdem funktionierende Sitzgurte! Toiletten hat es sogar zwei an Board, jedoch dürfen diese nur benutzt werden um zu urinieren, hoffen wir mal, dass das gut kommt! Und jetzt geniessen wir die Fahrt.
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  • Day407

    Seitenwechsel am Titicacasee

    March 19, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Von Copacabana ging es über die Grenze nach Puno. Wir bleiben noch zwei Nächte auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Zwar berichten viele Reisende, Puno sei eine hässliche Stadt und man solle sie wenn möglich auslassen, wir konnten in der Stadt jedoch einige schöne Ecken entdecken.

    Ausserdem ist die Stadt als Ausgangspunkt für die Islas flotantes (schwimmende Inseln) bekannt. Wir besuchten die Urus, eine ethnische Gruppe Indigener, welche auf rund 50 Inseln leben, bestehen aus getrocknetem Schilf.
    Wir besuchen die Collana Corazon, auf der 5 Familien leben. Nach einer kurzen Erklärung über die Herstellung der Insel durch den Präsidenten, werden wir in das Haus einer Familie eingeladen. Dieses ist winzig klein und besteht aus nur einem Raum. Danach lädt der Präsident der Insel noch zu einer Spritzfahrt mit seinem Mercedes ein. Natürlich ist damit kein Auto gemeint, sondern wie auf einer Insel üblich, ein Boot. Ein spezielles jedoch: wie die Insel besteht das Boot aus Schilf und wurde von den Vorfahren gar als Haus genutzt.

    Wir erlebten eine spannende Zeit am Titicacasee, nun hopsen wir wieder an Bord unseres Busses und fahren weiter in die Hauptstadt des Inkareiches.
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  • Day95

    Puno

    November 19, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Puno, ach ja es gibt sicher viel schönere Städte und eigentlich besucht man Puno auch nicht wirklich, wenn da nicht der Titicaca-See wäre. Der Größte See Südamerikas und das weltweit höhst gelegene Gewässer welches von Schiffen befahren werden kann. Der See liegt auf 3800 Meter über dem Meeresspiegel.

    Und eigentlich wären wir gar nicht hier, denn wie gesagt ist die Stadt ist nicht sehenswert und der See soll von der bolivianischen Seite aus, viel schöner sein. Die Lage in Bolivien ist undurchsichtig, die Wochen davor unterhalte ich mich immer wieder mit Reisenden, die einen sagen man könne nach Bolivien reisen die anderen genau das Gegenteil. Die Chancen stehen nicht gut das wir einreisen können, wir versuchen also unser Glück direkt in Puno unweit der bolivianischen Grenze und erhoffen uns hier gesicherte Informationen. Es stellt sich sehr schnell raus, dass aktuell niemand nach Bolivien rein kommt, Touren werden nicht gefahren ebenfalls fährt kein Bus über die Grenze. Das wars also mit den Reiseplänen für Bolivien...

    Plan B steht recht schnell wir wollen nichts unversucht lassen, wenigstens den "Salar den Uyuni" zu machen, die größte Salzpfanne der Erde. Obwohl diese in Bolivien liegt ist sie sehr nah an der chilenischen Grenze. Tatsächlich finden wir raus, dass von San Pedro de Atacama (Chile), geführte Jeep-Touren auf den See nach Bolivien gemacht werden. Also geht es nach Puno weiter nach Chile!

    Aber wir haben noch einen Tag in Puno und wir beschließen dem hässlichen Grau der Innenstadt zu entfliehen, nehmen einen kleinen Colectivo (öffentlicher Nahverkehr) und fahren ca. 1,5 Stunden auf eine kleine Landzunge. Die Fahrt im Colectivo ist immer ein kleines Abendteuer, die Einheimischen nehmen nicht selten einfach alles mit was sie von A nach B bringen wollen und so sitzt Jenny neben einer kleinen Peruanerin die in ein großes Touch gewickelt, Feuerholz auf ihrem Rücken trägt und so irgendwie Platz für 2 einnimmt. Der kleine Bus hat Sitzplätze für 9 Personen...nicht selten sind trotzdem 12-14 Personen drin, der Mann vor mir sitzt auf meinem kleinen Plastikstuhl damit auch wirklich kein Platz verloren geht. Was ihn Deutschland jeden TÜV in den Wahnsinn treiben würde, ist hier Alltag und Normalität. :-)

    Die kleine Landzunge erweckt den Anschein als wäre man in der Toskana oder in Griechenland. Kleine hübsche Wanderwege, alle samt mit Stein unterlegt schlängeln sich zu kleinen Aussichtspunkten wo der See sich im schönsten Blau zeigt. Das Wetter ist super und irgendwie auch nicht! Hier spürt man direkt die Höhe, wenn die Sonne draußen ist brennt sie ungehindert herunter, hüllt sie sich kurz in eine kleine Wolke sind es, wegen des Windes und der Höhe gefühlt, 10 Grad....Trotzdem ist es fast menschenleer und wir genießen die gemütliche Wanderung und den fantastischen Ausblick auf den See.
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  • Day123

    Wir sind in Peru angelangt

    June 12, 2019 in Peru ⋅ ☀️ 13 °C

    Mit einem einfachen Touristenbus fuhren wir auf die andere Seite des Titicaca Sees und somit über die peruanische Grenze nach Puno. Der Ort wimmelte förmlich von anderen Touristen, guten Restaurants und Polizisten. Warum es vom letzteren so viel hatte, ist uns leider nicht bekannt. Da Alois am nächsten Tag immer noch nicht ganz auf der Höhe war, machten wir Mädels uns alleine auf, die Stadt zu erkunden. Als erstes schlenderten wir zum Hafen um eines der vielen Boote zu erwischen, welches uns auf die schwimmenden Schilfinseln der Ureinwohner fuhr. Nach einer halben Stunden legte unser Boot an einer der vielen Inseln an und wir konnten aussteigen. Im Kreis, wie im Kindergarten, gab es eine kurze Vorstellungsrunde und dann die Geschichte zur Insel und wie sie einmal in der Woche eine neue Schicht Schilf auslegen damit die Insel stabil bleibt. Die meisten der Uro Ureinwohner leben heute auf dem Festland und kommen nur für die Touris zu den Inseln um unter anderem ihre selbstgemachten Souvenirs zu verkaufen. Irgendwie hatte ich mir das Ganze etwas weniger touristisch vorgestellt. Nach knapp drei Stunden hatten wir den Ausflug auch geschafft und waren froh wieder auf dem Festland zu sein. Nach einer kleinen Stärkung erklommen wir gefühlte 100 Treppen um auf den Aussichtspunkt „Kuntur Wasi“ zu gelangen. Die Mühe hat sich gelohnt. Die Aussicht war grandios und der Blick über die Stadt und den See eindrücklich. Folglich ging auch dieser Tag schnell vorbei und somit sitzen wir bereits wieder in unserem geliebten Fortbewegungsmittel, dem Bus, auf dem Weg nach Arequipa.Read more

  • Day76

    Titicacasee

    May 24, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 15 °C

    Bereits um 06:00 bin ich im Hostel in Puno, wo ich mein Gepäck deponieren darf. Kurz darauf gehts los zum weltberühmten Titicacasee - dem höchstgelegenen schiffbaren Gewässer der Welt und grösster Süsswassersee Südamerikas. Wir besuchten die Uros-Inseln, wo die Bewohner noch ganz traditionell auf ihren schwimmenden Inseln leben, die sie alle 14 Tage mit neuem Schilf bedecken müssen. Spannend aber mehr touristisch geht nicht mehr.
    Weiter zur Isla Taquile, wo die strickenden Männer zuhause sind - ausser es wird gerade irgendein Fest gefeiert (was ständig der Fall ist, und eine Hochzeit wird nicht selten eine ganze Woche lang gefeiert).
    Per Boot zurück nach Puno und um 21:00 weiter nach Arequipa - jetzt gehts Schlag auf Schlag.
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  • Day139

    Unser Fazit für Peru

    August 7, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 13 °C

    Eigentlich wollten wir uns schon gestern auf den Weg zum Titicacasee machen, wo wir über die Grenze nach Bolivien wollen. Dann tauchten allerdings zwei Schweizer auf dem Campingplatz auf, die uns zum Glück informierten, dass sämtliche Straßen aus der Stadt heraus gesperrt sind. Bauern protestierten gegen eine geplante neue Mine, durch die sie ihr Land verlieren würden. Die Straßen sind wohl mit Autos, großen Steinen und Reifen blockiert, zusätzlich werfen die Leute wohl mit den Steinen auf Autos. Darauf können wir verzichten, deshalb haben wir uns dem Plan der Schweizer angeschlossen und wollten am nächsten Morgen um 4 Uhr einen Fluchtversuch aus der Stadt wagen. 😀 Wir nutzten die Zeit, Julio bekam einen Ölwechsel. Abends haben wir den Grill angeworfen und zu viert ein leckeres Abendessen gezaubert. Nach einer kurzen Nacht sind wir mal wieder schon um halb 4 aufgestanden, aber es hat sich gelohnt. Ohne Probleme kamen wir aus der Stadt heraus, die Demonstranten schliefen wohl noch. Allerdings sah es an manchen Stellen aus wie auf einem Schlachtfeld, überall lagen die Steine herum, auch der ein oder andere Reifen lag noch auf der Straße und hin und wieder sah man zersplitterte Scheiben rumliegen.

    Unser Eindruck von Peru ist zweiseitig. Einerseits ist es landschaftlich ein wunderschönes Land, das vor allem zum Wandern wahnsinnig viel zu bieten hat. Die Natur hat uns immer wieder begeistert! Auch das Essen hier war im Vergleich zu den vorherigen Ländern abwechslungsreicher und interessanter, vom peruanischen Ceviche können wir nicht genug bekommen. Genial sind die Lamas, Alpakas und Vicuñas, die wir unterwegs immer wieder gesehen haben. Die peruanischen Frauen mit ihren traditionellen Kleidern sind wie aus dem Bilderbuch.

    Den positiven Eindrücken steht das Gefühl gegenüber, dass wir in diesem Land einfach nicht willkommen waren. In den 5 Wochen die wir hier verbracht haben sind wir aus den Peruanern einfach nicht schlau geworden. Sie sind wesentlich kühler als die superfreundlichen Kolumbianer und Ecuadorianer, an die wir uns wohl schon gewöhnt hatten. Viele schauen einen nicht mal an wenn sie mit einem reden, sagen nicht Hallo nicht Tschüss, und oft mussten wir erleben dass sich Einheimische extrem dreist vordrängeln und nicht mit der Wimper zucken, wenn man sie darauf anspricht. Natürlich sind nicht alle gleich, es gab auch hier sehr freundliche Leute, nur der Gesamteindruck ist eben ein anderer. Wir haben oft überlegt woran das abweisende Verhalten uns gegenüber liegen könnte, vielleicht sind sie hier mittlerweile einfach genervt von den Touristen. Während der Tourismus in Kolumbien und Ecuador (noch) nicht so stark ausgeprägt ist, lockt alleine der Machu Picchu schon lange Menschenmassen nach Peru. Interessant war aber die Beobachtung, dass die Peruaner untereinander auch nicht freundlicher miteinander umgehen. Beispielsweise ist ein Taxifahrer an die Tankstelle gefahren, hat nicht Hallo gesagt, dem Tankwart, der das Tanken übernimmt, das Geld gegeben und ist ohne Danke oder Tschüss zu sagen wieder weggefahren. Für uns irgendwie unvorstellbar.

    Wir erwähnen es nicht zum ersten Mal, aber beim Autofahren in Städten hatten wir regelmäßig damit zu kämpfen unsere Aggressionen unter Kontrolle zu behalten 😂 Das ist hier extrem unentspannt und bei waghalsigen Überholmanövern wird viel riskiert. Gehupt wird pausenlos und gerne auch grundlos. Die hohe Polizeipräsenz, vor allem im Norden, passt mit dem Verkehrsverhalten so gar nicht zusammen. Wir wurden sehr oft kontrolliert, auch mitten im Nirgendwo. Bei manchen Polizisten hatten wir den Eindruck, dass sie krampfhaft nach einem Grund suchen uns abzukassieren, natürlich in die private Tasche. Beispielsweise haben sie behauptet unsere Revision Tecnica (Tüv) oder Versicherung sei abgelaufen, was beides einfach frei erfunden war, denn natürlich haben wir eine gültige RT und Versicherung. Also zeigten wir unsere Dokumente mit Gültigkeitsdatum noch einmal geduldig, bis sie uns widerwillig weiter ließen. Aber die meisten Polizisten waren freundlich oder zumindest korrekt und machten nur ihren Job.

    Nachdem wir die Nordküste Perus hinter uns gelassen hatten, waren wir ständig auf 2500 Höhenmetern oder noch höher, dadurch war es auch oft ziemlich kalt. Für die Küste haben wir die falsche Jahreszeit erwischt, dort war gerade Winter und wir hatten nur wenig Sonne. Mit Sonne wäre die Gegend wahrscheinlich um einiges schöner gewesen.

    Egal wo wir waren, leider lag überall viel Müll am Straßenrand. Oft haben wir gesehen, wie bei Autos einfach die Fenster aufgehen und ein Sack Müll in der Landschaft landet, das ist leider Normalität. Auch Armut ist allgegenwärtig. Viele Menschen leben in Blechhütten oder halbfertigen Häuschen. Halbfertige Häuser sind hier ein Phänomen für sich, und erst vor kurzem haben wir erfahren was dahintersteckt: jeder Peruaner darf sich einfach bis zu 160 qm staatliches Land nehmen, auch ohne vorher zu fragen. Allerdings muss er dem Staat beweisen, dass er das Stück Land wirklich braucht. Das tut er, indem er anfängt etwas darauf zu bauen. Für die niedrigste und mittlerer Einkommensschicht gibt der Staat Kredite für die Baumaterialien, die für ein Stockwerk benötigt werden. Erst wenn dieses Geld zurückgezahlt ist, gibt es den Kredit fürs nächste Stockwerk, weshalb aus unzähligen Häusern oben Metallstäbe herausragen, falls mal noch ein Stockwerk draufkommt.

    Auch wenn wir mit den Menschen nicht ganz warm geworden sind, sicher gefühlt haben wir uns eigentlich immer. Trotz allem hatten wir eine tolle Zeit in Peru, haben auch viele nette Begegnungen gehabt und einige Highlights erlebt. Nur wollen wir ehrlich bleiben und die Dinge auch beim Namen nennen, die uns nicht so gefallen, da nehmen wir kein Blatt vor den Mund. 😊 Beruhigend war für uns, dass andere Reisende die wir getroffen haben den gleichen Eindruck hatten was die Menschen in Peru angeht.
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  • Day284

    Puno

    August 28, 2019 in Peru ⋅ 🌙 11 °C

    Eine Stadt die überwiegend als Ausgangspunkt für die schwimmenden Inseln dient.
    Sehenswürdigkeiten sind nicht wirklich da. Jedoch lebt die Stadt auf der Straße.
    Einfaches, gutes Leben.
    Die Taxis, Essens Stände, wie auch die Frauen die ihr Gemüse auf einem Tuch, auf Straße verkaufen. Ich bin den ganzen Tag nur durch Märkte und am See entlang gelaufen. Traumhaft! Ebenso konnte ich mir ein Schläfchen auf einer Bank in der Sonne nicht verkneifen.
    Auf dem zweiten Bild sieht man unzählige Sammel Taxis, die sind günstig und sehr eng. 😆
    Ist nicht die schönste Stadt, aber ich habe sie genossen.
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  • Day2

    Puno - Coca-Tabletten & Coca-Tee

    July 22, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 5 °C

    Bis jetzt ne echt coole Gruppe, zwei Filipinos aus L.A. eine Walisin aus Kanada, eine US-Amerikanierin auch aus Kanada, mehr nicht. Super nett und entspannt. Perfekt.
    Kurzer Flug, dann eine Stunde Fahrt nach Puno, einer Stadt mit 200.000 Einwohnern, hoch über dem Titicacasee. Wir durchqueren die Stadt Juliaca. Überall Polizei, Menschen werden festgenommen und verhört, egal wohin man schaut. Auf Frage erklärt der Fahrer, dass die Stadt viele Einwanderer aus Bolivien hat und extrem viel Kriminalität in Verbindung mit Drogenhandel. Kaum vorstellbar, dass es ein paar Kilometer weiter ganz anders sein soll.
    In Puno angekommen, machen sich Schlafmangel gepaart mit einer Höhe von 3.800 Metern bemerkbar. Es fühlt sich an, als wäre man in einen Vakuumbeutel gepresst worden. Jeder Schritt ist anstrengend und alle müssen schon nach kurzer Zeit pausieren, Treppen steigen ist fast unmöglich.
    Essen im Restaurant mit interessanter Speisekarte 😁 Und Coca-Energy-Tee, super lecker 💓
    Und dann doch rauf auf den Berg, gaaaaanz langsam mit vielen Pausen, die Lunge explodiert. Aber die Mühe hat sich gelohnt!
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  • Day65

    Puno

    June 6, 2017 in Peru ⋅ ☀️ 13 °C

    Our day started with a web call with Push Dr, a service that we had included with our travel insurance, to double check whether I needed a rabies shot after my run in with the dog yesterday. Fortunately I was given the all clear however it wasn't particularly reassuring that she didn't know where Bolivia was so we got Simon's Mum to double check for us as well.

    Today we tackled our final border crossing of South America into Peru. Our bus wasn't until 1:30pm so we treated ourselves to breakfast in El Conder & the Eagle, which is run by an Irish guy. We both had a latte which was one of the nicest coffees we have had in a long time. Simon opted for the homemade baked beans and I had homemade muesli with fruit, yoghurt and honey. It was so good to have real Greek yoghurt as in other places in Bolivia, if you order yogurt it's usually pineapple or strawberry flavour which just doesn't work with muesli.

    After breakfast we finished packing and checked out of our hostel, said our farewells to the alpacas and headed to the bus company to drop off our rucksacks. We had a couple of hours to kill until our bus so we sat in a coffee shop on the lake.

    Once on the bus it didn't take long for us to reach the border. We first visited Bolivian customs to get our stamp out of Bolivia. Some nationalities have to pay an exit fee from Bolivia but the U.K. isn't one of them. The Bolivian police however sometimes like to try their luck and con you out of 30 bolívianos. On the way to the border, the bus driver also pointed out a mark on our entry stamp that also shows we don't need to pay. As we reached customs, the policeman looked at Simons passport and asked for 30 bolívianos. After some pointing at the stamp and saying free the policeman nodded his head and let us off the fee. Nice try mate!

    After getting our Bolivia stamps we had to walk across no mans land into Peru where we got our entry stamp. This was very quick and simple and before long we were back on the bus to Puno.

    We were dropped at the main bus station so headed out to get a taxi to our hostel. The bus driver had kindly warned us that we shouldn't pay more than 7 Peruvian soles for a taxi. The taxi driver started at 10 but we managed to haggle him down to 8. We have certainly found our travelling feet now, 2 months ago we would have just paid the taxi man and police at the border.

    From the outside, our hostel looked very dodgy but fortunately it wasn't so bad inside. There is no toilet seat in our bathroom though and the lights don't work! It will be do the job for 2 nights though. Fingers crossed the shower has hot water!

    It was around 5pm at this point so we headed to the main street to locate an ATM, book our bus to Cusco and find somewhere for dinner. We stumbled across a restaurant called Colors which had a set menu which was 30 soles (£7.10) for 3 courses and a drink. What a bargain and it was delicious! I had a Greek salad to start, followed by steak and chocolate cake and ice cream. Simon is now open to trying all different kinds of foods and went for quinoa soup, followed by alpaca and chocolate cake and ice cream. It seems that every animal we take selfies with ends up on our dinner plate at some point. Now we are in Peru we are going to have to try guinea pig at some point too!

    After dinner we went for a wander around the town. Most people miss out Puno as it's considered a dive but the town is actually pretty lively. There are lots of grockle shops to wander round selling all kinds of alpaca goodies. I've had to reign Simon in and stop him from buying ridiculous ponchos and colourful pyjama type pants! I think he is 'finding himself' and turning into a hippie!
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You might also know this place by the following names:

Puno, Punu, Горад Пуна, Пуно, San Carlos de Puno, Πούνο, Punjo, Պունո, プーノ, პუნო, 푸노, Punum, Punas, ปูโน, 普诺