Portugal
Vila do Bispo

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Travelers at this place
    • Day 103

      Zwischen Traumstränden und Wassernot 🏖️

      November 25, 2022 in Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

      Am Vormittag starteten wir eine kleine Wanderung vom Praia do Bodeira zum Praia do Armado, hier geht es entlang eines wunderschön angelegten Küstenwanderweges. 🌊
      Die Aussicht war atemberaubend, rötliche hohe Felsen, türkisblaues Wasser und dazu Sonnenschein, was will man mehr? Und das Ende November.☀️😎

      Wieder zurück beim Rüdi fuhren wir die Straße noch mit dem Auto entlang und machten beim Strand eine kurze Rast und genossen die Sonne. ☀️

      Nächstes Ziel war, Trinkwasser finden. Tja, das stellte sich wieder als schwierig heraus. In der ganzen Region Sagres hängt die Camper Wasserversorgung von der Station beim Intermarché ab und die ist derzeit defekt. 🙈
      Sehr, sehr ärgerlich ..
      Wir entschieden noch heute zum Cabo de São Vicente zu fahren. Das ist eine Landzunge und bildet die Südwestspitze des europäischen Festlands.
      Als wir dort ankamen, waren wir etwas enttäuscht, den es hat sich seit 2018 einiges verändert. Der Stand mit der letzten Bratwurst vor Amerika ist weg und der Leuchtturm wird gerade renoviert und ist daher mit einem Gerüst umhüllt.

      Naja, zumindest hatten wir einen traumhaften Sonnenuntergang über dem Atlantik. 🥰 Die letzten Tage sind wir etwas wehmütig, denn die Tage beim Atlantik sind langsam gezählt und vor allem umso südlicher wir kommen, umso sanfter wird das Meer. Vorbei mit Monsterwellen 🌊 aber wir freuen uns natürlich auch auf neue Abenteuer. 😊

      Nach dem Sonnenuntergang fuhren wir zum Lidl, wir dachten das man dort auf den WOMO Stellplätzen übernachten darf, dem war nicht so. Wir gingen noch einkaufen und zwei Kanister Wasser gingen auch mit, den wir sind komplett leer. 🙈 Zum Glück war nur ein paar hundert Meter vom Lidl entfernt ein Parkplatz, wo wir die Nacht verbringen können. 😊
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    • Day 53

      Die Hummel

      January 30 in Portugal ⋅ 🌬 17 °C

      An der offenen Seitentüre ertönt ein lautes Brummen, gedankenschnell knalle ich die Türe zu, es wird totenstill, und ich meine fast, dass der Wind plötzlich weggeblieben ist. Mein Herz pocht laut, das war denkbar knapp, eine Hummel, die vom Wind in den Bus geweht wird, ist, bei meiner allgemeinen Panik gegen diese stechenden Bewohner unseres Planeten, der Supergau.

      Aber wo ist sie. Vorsichtig öffne ich die Seitentür, sie fällt runter. Rappelt sie ein bisschen auf, bewegt sich vom Schatten des Busses bis zu Sonne. Ich weiß nicht, wie schwer verletzt sie ist, aber ich möchte sie begleiten, stelle mir vor, dass sie meine Augen spürt und Kraft bekommt. Wenn sie stirbt, dann ist sie wenigstens nicht alleine.

      Tatsächlich habe ich keine andere Möglichkeit, ihr zu helfen. Zu groß ist die Sorge, sie könne mich stechen, was durchaus eine gelungene Revanche wäre, weil ich möglicherweise allergisch reagieren könnte. Auch weiß ich nicht, ob sie einen Duft verströmt wie sterbende Wespen, der Artgenossen herbeiruft. Auch aus diesem Grund versuche ich niemals Wespen zu töten.

      Sie hat es bis zur sonnenbeschienenen Stelle im Kies geschafft, versucht es mit Fliegen, aber kommt nicht wirklich vom Boden hoch. Mittlerweile sind wir in einer Art Glasglocke, ich glaube fast, sie wird es wieder schaffen zu überleben. Ich sammele meine ganze Energie auf sie, wenn sie es über die Erhöhung schafft, die sie trennt von der feuchten Erde, dann kann sie vielleicht Flüssigkeit in sich aufnehmen.

      Plötzlich fliegt sie ein kleines bisschen und landet auf der feuchten Erde, wo ich sie nicht mehr sehen kann. Ich sende ihr meinen Abschiedsgruss nach und fahre weg, muss an einer anderen Stelle mit Hilde spazieren gehen.

      Heute bin ich wieder auf dem Platz und könnte über den kleinen Hügel schauen, ob sie noch dort ist. Ich werde es nicht tun, weil ich glaube, dass sie es geschafft hat. Und wenn nicht, dann habe ich mein Bestes gegeben, um ihr zu helfen.

      Das ist Sozialarbeit pur. Wir können die Welt nicht retten, geschweige denn die verletzten, misshandelten Menschen, aber wir können ihre Wege ebnen, ihnen beibringen, wie sie Hindernisse überwinden können. Aber letztendlich müssen sie selber in der Lage sein, weiterzuleben.

      Und dabei bin ich doch in Rente. Aber dann darfst du auch keine Biografie über Janis Joplin lesen. Weil das ist Schmerz pur. Zum einen reißt es alte Wunden auf, von denen ich eigentlich dachte, ich hätte sie unter vielen Binden gut verschlossen, weil sie einfach nicht heilen wollten. Sehnsucht ist durchaus eine solche Wunde, meine Arroganz gegenüber manchen Menschen eine andere Wunde. Die frühen Verluste, an denen ich auf die ein oder andere Weise mitverantwortlich bin. Aber auch die Wege, die uns in verschiedene Richtungen getragen haben.

      Natürlich bleibt bei einer solchen Biografie auch der naive Traum auf der Strecke, dass Janis Joplin ein tolles Leben gehabt hat. Damit haben wir uns versucht zu retten, wenn wir an Jim Morrison, Brian Jones, Gram Parsons, Janis Joplin denken, die mit 27 Jahren gestorben sind. Jimi Hendrix gehört dazu, Amy Winehouse und Kurt Cobain.

      In einem bemerkenswerten Artikel dazu, habe ich folgende These gefunden.

      "Der Facharzt Borwin Bandelow vermutet außerdem, dass viele Mitglieder des Club 27 am Borderline-Syndrom litten. Borderline Symptome sind unter anderem Impulskontrollstörungen, der Drang zum Selbstverletzen und Suizidalität. In einer Studie fand er heraus, dass Borderline-Betroffene durchschnittlich im Alter von 26,9 Jahren ihren schwierigsten Höhepunkt erreichen und dadurch besonders Suizid gefährdet sind."

      https://www.delamar.de/fun/club-27-69587/

      Natürlich brennt meine Seele als Sozialarbeiter, wenn ich lese, was ich weiß, und auch welche Folgen ein solches Leben auf die seelische Gesundheit hat. Sind wir doch alle Kinder dieser Kriegs- und Nachkriegsgeneration, mit Eltern, die gehofft haben, es gäbe ein neues Leben, wenn sie die alten Verletzungen einfach vergessen.

      Warum ich überlebt habe. Ich habe schon eine Ahnung, letztendlich glaube ich schon, dass Gott mich bewahrt hat, dass die Gebete meiner Eltern einen Schutz um mich gelegt haben. Wenn sie schon nicht mehr viel zu geben hatten, weil der Krieg mehr als ihre Jugend zerstört hat, so konnten sie mich wenigstens los lassen.

      Ich weiß noch, als mich mein Vater an einem Tag zur Autobahnauffahrt gebracht hat. Ich war in diesem kritischen Alter, da habe ich ihm gesagt, dass ich glaube, verrückt zu werden. Nein, das wirst du nicht, sagte mir der Mann, der Heiligabend 1944 an die Front nach Stalingrad musste, sechs Wochen im Schützengraben gekämpft hat, und erst 1947 aus der Kriegsgefangenschaft in Sibirien zurückgekehrt ist.

      Weihnachten hätten wir schon damals ausfallen lassen sollen, nicht erst über eine Generation später. Nein, das wirst du nicht. Diese fünf Worte haben mich in mancher Situation gerettet. Sie werden mein Mantra bis zum letzten Atemzug sein.

      Wir sind in Sagres geblieben, fahren zweimal am Tag zu den beiden Stränden, Castelejo und Cordoama, über den Berg hinter dem Ort Vila do Bispo. Morgens spazieren wir oberhalb des Strandes Mareta in Sagres über die Steilküste. Tagsüber schauen wir ein bisschen in der Umgebung herum, wenn wir nicht auf dem Kiesplateau stehen in Wind und Sonne, wo ich auch diese Geschichte geschrieben habe.

      So sind alle Bilder von diesen Orten.
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    • Day 80

      Die Strände rund um Sagres

      March 29, 2023 in Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

      Die letzten 2 Wochen haben wir immer wieder sehenswerte Strände gesehen - allerdings ohne Wohnmobil!Verbotsschilder an allen Zufahrten, man kann teilweise garnicht bis zum Parkplatz, geschweige dort parken. Es ist traurig, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Zum Glück sind meine Eltern hier mit ihrem PKW in einem Hotel und nehmen uns mit zu den Stränden.Read more

    • Day 16

      Der leere Strand 🤔

      May 11, 2023 in Portugal ⋅ 🌬 18 °C

      Da wir heute mal etwas früher wach waren nutzten wir die noch etwas angenehmeren Temperaturen und fuhren nach Lagos.
      Wie immer schlenderten wir durch die kleinen Gassen und gönnten uns zum Mittag Sandwiches und frisch gepresstes O-Saft in einem niedlichen kleinen Laden.
      Durch den Leiter einer Reisegruppe die an dem Laden vorbeigingen erfuhren wir, dass es dort die besten Pastel de Nata geben sollte.
      Probiert haben wir keine mehr, die aus dem Supermarkt waren aber auch ganz gut 🥲
      Danach ging es dann zum Praia do Camilo. Dort entspannten wir zwei Stündchen und fuhren dann weiter zu einem anderen wunderschönen Strand, wo wir den restlichen Tag verbringen wollten.
      Am Praia do Martinhal angekommen wunderten wir uns schon warum dieser tolle Strand so Menschenleer war. Umso näher wir zum Wasser gingen umso klarer wurde es uns.. der Wind war so stark, dass wir es keine 5 Minuten dort aushalten konnten und bereits voller Sand waren.
      Das war’s dann mit den Stränden für heute.
      Wir fuhren zu unserem heutigen Stellplatz, nahe der Klippen mit Blick auf das Meer und die riesigen Wellen. Bei einer Runde Phase 10 genoßen wir den Sonnenuntergang 🌅
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    • Day 48

      Sagres 2

      February 20 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

      Es ist relativ warm, bereits der Morgenspaziergang im T-Shirt. Vom Camping geradeaus auf einem sandigen Weg. Dann Hundegebell. Sierra windet sich fast aus dem Gstältli. Mit gut zureden und an kurzer Leine schaffen wir es doch noch an den 5 Hunden hinter dem Hag vorbei. Bald sind wir zwischen Häusern von Sagres Aussenquartier. Googlemap hilft mir die richtige Abzweigung zunehmen. Natürlich steht ein grosser Hund mitten auf der Strasse. Doch der hat von uns mehr Angst als umgekehrt. So nähern wir uns wieder dem Camping. Jetzt gab es nur noch einen Streuner zu überwinden. Auf dem Camping kurz nach dem Eingang eine ca. 3 Meter lange Kette von Prozessionsraupen. Nach dem Frühstück packen wir für den Tagesausflug. Zuerst zum Kiosk. Bei der netten Dame, konnten wir mehrere 2€ Münzen erwerben und 3 eintauschen. Für die neuen deutschsprachigen Hefte waren wir zu früh. Der Miradouro da Cordoama ist unser Ziel. Diesen Aussichtspunkt kennen wir seit Jahren. Ausser einer Parkverbotstafel über Nacht hat sich nichts verändert. Wir sind hoch über dem Meer. Unter uns die rauschenden Wellen, die an der Felsen brechen.. Mittagessen, spazieren etwas draussen sitzen und geniessen. Dann wieder zurück mit einem Abstecher zum Cabo San Vicente. Oh Schreck. Ein Getränkestand, Würstlistand der nach schlechtem Öl stank, Kleider und Souverniers. Die Parkpläzte sind gut belegt aber wir hatten Glück. Früher konnte man auf einer grossen Fläche frei parieren. Heute ist das alles gesperrt. Nach einigen Fotos geht es zurück zum Camping.Read more

    • Day 115

      Vom Aussichtspunkt zum Strand

      November 7, 2023 in Portugal ⋅ 🌙 17 °C

      Wir sind heute auf unserem Aussichtspunkt mit einem malerischen Sonnenaufgang aufgewacht, haben gefrühstückt und die Gleitschirmflieger beobachtet. Danach haben wir einen Ausflug zum benachbarten Strand gemacht.

      Maya hat uns noch ein Brot gebacken und Max hat uns später im Sonnenuntergang eine leckere Pasta 🍝 zubereitet und serviert.
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    • Day 114

      Sonnenuntergang am Miradouro do Cordoama

      November 6, 2023 in Portugal ⋅ ☀️ 16 °C

      Wir durften heute Abend vom Aussichtspunkt einen tollen Ausblick auf das Meer und die untergehende Sonne genießen… einfach herrlich und besser als jedes Kinoprogramm ☺️🌅👍🏻

      So schön, hier werden wir auch die Nacht verbringen 😴😴.Read more

    • Day 50

      Wassertage

      January 27 in Portugal ⋅ ⛅ 18 °C

      Es gibt Wassertage. Das sind solche Morgenstunden, an denen dir der Hund die feuchte, sandgekörnte Leine heftig durch die Hand zieht, sodass dir kurzzeitig einfällt, dass die alten Physiker durchaus recht haben mit ihrer Erkenntnis, wie Wärme entsteht. Und wenn du jetzt nicht unmittelbar fest zupackst, dann wird es wehtun.

      Solche Tage habe oft ihren Ursprung in wunderschönen Erfahrungen am Tag zuvor. Erst als ich das Photo mit der Sonne, deren Strahl durch das Loch im Felsen weiterläuft, verschicke, sehe ich, wie wunderbar diese Aufnahme geworden ist. Gegenlichtbilder auf verschmiertem Display sind, wenn überhaupt, nur schemenhaft zu sehen. Ich spüre eher eine gute Aufnahme, als dass ich sie wirklich bewusst mache.

      Das Bild mit Hilde und einem ähnlichen Hintergrund zeigt deutlich, dass das Loch hier nicht zu erkennen ist. Wir haben einen wunderschönen Abendspaziergang am Castelejo Beach gemacht, dort wo wir tags zuvor die netten Wesen, Jessi und Ivy, getroffen haben, die just angekommen sind, als wir eigentlich abfahren wollten. Es sind immer jene Sekunden, die entscheiden, wem wir begegnen, und wen wir verpassen werden.

      Ja sie habe Lust drauf, dass wir ihren Spaziergang ɓegleiten, wobei das Vergnügen nicht unbedingt Hilde mit so großer Freude anspringt, wie das die kleine Ivy macht, die begeistert vor dem älteren Hund, große Sprünge macht und sich zu ihren Füßen auf den Rücken wälzt. Nimm das weg, Papa, meint Hilde verzweifelt, als selbst wildes Zähnefletschen nichts bringt. Ich lache zurück, du bist der Hund, du musst das alleine regeln.

      Zu angenehm und interessant ist die Unterhaltung mit Jessi, die in der Gegend lebt und arbeitet. Ein Mensch, der sich bewusst in durchaus jungen Jahren für das Leben in einem anderen Land entscheidet, wo die Landessprache eine Herausforderung ist, besonders wenn das tägliche Leben in Englisch und Deutsch erfolgt. Solche Schritte sind mir durchaus nicht unbekannt, gab es solche Überlegungen nicht nur in den Jahren, als ich durch Europa getrampt bin. Letztens noch sagte mein Sohn, miete dir doch ne Wohnung dort, wo es dir gut gefällt.

      Als die Beiden uns am nächsten Tag für einen weiteren Strandspaziergang abholen, ist das Interesse von Ivy an Hilde weitgehend erloschen, dafür versucht sie dieses Mal eigene Wege zu gehen, was ihre Besitzerin zu einigen ersteren Worten bringt. Auf diesem Spaziergang sind wir 90 Minuten unterwegs, und auch wenn ich später ein bisschen länger ausruhen muss, bin ich doch über die Erweiterung meiner Möglichkeiten sehr froh.

      Vor einem solchen Wassertag liegt also meist eine euphorische Gratwanderung, an der ich manchmal den Überblick verliere, und mich grade noch vor spitzen Jubelschreien bewahren kann, aber nicht vor so manchen Gedanken, die es in Worte schaffen, die auch ihre Adressaten finden müssen. Und dann denke ich immer, bloß mich nicht jetzt falsch verstehen...

      An solchen Tagen fällt mir auch mal das Handy in Hilde's Wassernapf, dieses Mal ist es nur eine Socke. Aber wir finden keinen guten Platz zum Schlafen, es ist schon dunkel, und ich muss mich irgendwo hinquetschen, wohl wissend, dass wir morgens vorm Spaziergang auf jeden Fall wegfahren müssen. Noch ewig höre ich nachts Musik, und wenn ich schon nicht schlafen kann, dann findet sich doch noch ein Fläschchen Alkohol zwischen dem Hundefutter.

      Entsprechend unruhig ist die Nacht, der ich leider auch nicht früh ein Ende bereiten will. Alle Fenster sind nass, es sieht nach Bodennebel aus, die Sonne geht über der Mülltonne auf. Der Morgen ist kalt und natürlich nass, so wie das Gras im Naturschutzgebiet, die Hundeleine, meine Schuhe, überhaupt alles, was mir in die Hände kommt.

      An solchen Tagen rate ich mir immer, langsam zu fahren, möglichst viel Land um den Bus zu lassen. Am Ende stehen wir oben auf dem Berg, auf dem sich eine große freie Fläche gebildet hat. Von hier aus bin ich gestern zu den Stränden gefahren, hier fegt der Wind wie das Geräusch eines einfahrenden Zuges auf den Bus zu. Blau und Grau wechselt mit Dunkel und Sonne.

      Oben auf dem Berg steht ein Haus im Licht, bei dem ich nicht erkennen kann, ob dort immer noch Menschen übers weite Meer schauen. Und wenn es verlassen wurde, stelle ich mir oft die Frage nach dem Warum. Ob es die Einsamkeit ist, die die Seele auffrisst, oder der Wind, der die Menschen übers Land jagt. Die Ungeheuer der Nacht oder die brennende Sonne, die die Augen blendet.

      Tief im Tal unter mir, gibt es ebenfalls eine mögliche Bauruine, da wo das Licht nur einen begrenzten Zugang hat, und die Sonne lediglich um die Mittagsstunden herum ihre Wärme verteilen kann. Vielleicht ist der Sturm dort unten gebunden, die Wölfe kommen überall hin, egal wo du dich versteckst. Wenn sie einmal auf deiner Fährte sind, werden sie dich finden.

      Vor einigen Monaten hatte mir Birgit eine Biografie von Holly-Warren über Janis Joplin in die Hand gelegt, dass ich es lesen möge. In der Einführung wird eine Aussage von Janis zitiert, auf deren Fährte die Wölfe schon früh gekommen sind. Das Zitat findet sich original im Buch von Laura Joplin, ' Janis Joplin. Ein wildes kurzes Leben.'

      "Mach keine Kompromisse mit dir selbst. Du bist alles, was Du hast."

      Ich hatte früher eine der ersten Langspielplatten von Janis Joplin, aus der Zeit, als sie lange noch nicht so bekannt war. Wenn ich jetzt im Abstand von fünfzig Jahren darauf zurückblicke, erfüllt es mich mit Dankbarkeit, ein Teil dieser Geschichte gewesen zu sein, mit meinen Wölfen letztendlich in einigen spektakulären Situationen Frieden schließen konnte, ohne vielleicht nie ganz sicher zu sein.

      Die LP habe ich mit einigen anderen gegen Essen getauscht, also mit einem Übergang in Form von Geld. Aber vielleicht habe ich schon damals gewusst, dass Erinnerungen wertvoller sind als Besitz. So geht es mir auch mit allen Begegnungen, mit jedem Menschen, der meinen Weg kreuzt, und mir ein dankbares Herz und eine glückliche Seele hinterlässt.
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    • Day 51

      Wetterwechsel

      January 28 in Portugal ⋅ ☁️ 18 °C

      Gestern abend waren wir oben am Aussichtspunkt, von dem wir auf die beiden Strände schauen konnten, an denen wir jetzt bald eine Woche lang, schöne Spaziergänge gehabt haben.

      Heute morgen kommt die Sonne nur mühsam durch die Wolken, der Wind rauscht beständig, trotzdem sind die Bilder sehr ansprechend, die Atmosphäre geradezu bezaubernd.

      Unser neues Video ist da. Mit drei Filmen von den erwähnten Stränden und einer schönen Geschichte über alte Autos und überraschende Begegnungen. Vielleicht magst Du es Dir anschauen.

      https://youtu.be/IWp9fBolG_Q?si=MkDeNWMld_DNBZ5e
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    • Day 13

      TP08 - Vila do Bispo

      November 8, 2022 in Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

      Nach dem Pausentag geht es weiter, auch wenn das Knie immer noch etwas schmerzt. Ich laufe langsam los und mache viele Pausen. In der zweiten Tageshälfte ist der Schmerz dann auch quasi weg.
      Die Landschaft sieht hier anders aus als zuvor, statt Dünen gibt es Hügel bis zum Meer und dementsprechend ist der Weg mehr Bergwandern, rauf und runter. Eine Stelle erinnert mich ein bisschen an die Lofoten.
      Ich laufe noch einen Umweg um mehr von der Küste zu sehen. Rechtzeitig kurz vor Sonnenuntergang und Beginn des Regen komme ich in meiner Unterkunft an, irgendwo im nirgendwo, kurz vor Vila do Bispo. Ich treffe auf zwei Österreicher die in der Nähe Land gekauft haben um ökologische Landwirtschaft zu betreiben. Doch ihr Vorhaben wird vom Nachbarn blockiert der den Zuweg mit großen Steinen versperrt hat.
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    You might also know this place by the following names:

    Vila do Bispo

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