Spain
La Calzada de Béjar

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7 travelers at this place:

  • Day31

    Hostal Asturias - Calzada de Bejar 10.6.

    June 10, 2018 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Was für ein Tag! 😁

    Der Camino ist doch immer wieder für Überraschungen gut. Auch wenn es nicht immer die sind, die man sich wirklich wünscht 😎

    Heute morgen sehr gut erholt erwacht und natürlich erst einmal das Wichtigste gecheckt - das Wetter. Hier wartete schon mal keine Überraschung auf mich. Regen war angekündigt, und die Extremadura hält ihre Versprechen.

    Spielte mir aber insoweit in die Karten, als daß ich beim Studium des Weges mit Freude feststellte, dass die N630 heute mein treuer Begleiter sein kann. Die Etappe führte von meinem Hostal zunächst über 12 km nach Aldeanueva del Camino, anschliessend über 9 km nach Banos de Montemayor und zuguterletzt über 4 km nach Puerto de Bejar. 12 + 9 + 4 = 30? So schlecht war ich in Mathe nie. Aber der Etappenbeschreibungen zufolge hätten es heute mehr sein müssen.

    Aber gut, ich beschwerte mich nicht und gab Gas. Die ersten 12 km feuerte ich in 2 Stunden über die Bahn, dann einen Cafe-Booster samt Pause in Aldeanueva. Dann noch mal 9 KM nach Banos de Montemayor in 90 Minuten und dort dasselbe Spiel. Booster und durchschnaufen. Dann wurde es allerdings spaßig 😁

    Ich startete gegen 12.30 Uhr wieder durch, jetzt stand der garstige Aufstieg am Berg an. War aber nicht so garstig wie befürchtet, ich reduzierte einfach das Tempo auf Minimalgeschwindigkeit und schlich den Hang hoch. Die Piste war zwar sehr felsig, aber breit und nicht zugewachsen. Das änderte sich plötzlich.

    Der Weg wechselte die Seite nach einer Straßenüberquerung und verschwand grußlos im Unterholz. Aber so richtig. Da ahnte ich, was mir blüht. Und so kam es auch. Wieder durch einen zugewachsenen Pfad samt der dazu gehörigen Geschenke. Klitschnasse Hose und Schuhe. "Egal" dachte ich, für die 4 Kilometer spielt das jetzt auch keine Geige mehr.

    So kam ich also nach Puerto de Bejar und stiefelte zur Herberge. Die Werbung an der Landstraße hing noch, war aber ebenfalls schon zugewachsen. Als ich in den Weg zur Herberge einbog, sagte mir ein zweites Schild, dass die Herberge nun unter einem anderen Namen firmiert. Ich weiter getrabt und die Herberge gesucht. Aber weit und breit keine in Sicht. Dann bei einem Haus geklingelt, das bewohnt aussah, und ein netter älterer Herr eröffnete mir, dass die Herberge bereits seit letztem September dicht sei. Prima! 😁

    Ich bat ihn, ein Taxi zu rufen, das mich wieder runter nach Banos de Montemayor bringt. Er wieder rein und telefonierte. Ich hörte, wie es drinnen irgendwie etwas lauter am Telefon wurde. Dann stand er wieder vor der Tür und erklärte gestenreich: "Impossible!" Und wiederholte ständig "Madrid, Madrid" 😁 Keine Ahnung, was er mir sagen wollte. Aber ich musste nun eine Entscheidung treffen.

    Wieder runter ins Kaff wollte ich nicht, also blieb nur die Flucht nach vorne. Auf weitere 9 km. In der Hoffnung, dass da eine Albergue geöffnet ist. Ich fühlte mich gut, gerade mal 25 km in den Socken, also: ATTACKE! 😎

    Der Weg dann war richtig gut zu gehen. Die N630 war zwar keine Option mehr, da sie sich nun in eine andere Richtung verabschiedet hatte, aber dafür ging es erstmal 4 km durch den Wald und zwar kontinuierlich bergab 😁 sehr brav. Da rauschte ich durch und fand am Ende der 4 km einen super Rastplatz am Fluss Cuerpo del Hombre. Einen Felsen, herrlich mit Moos bewachsen in idealer Sitzhöhe. Formschön und komfortabel. Foto anbei.

    Dort 15 Minuten gechillt und dann ging es weiter. Durch ein wunderschönes Tal. Hier noch mal die Ausblicke genossen, Foto anbei, und dann ging es auf den letzten 2 KM nochmal richtig steil bergan. Wieder auf einem Meer von Felsen. Aber auch das war bald geschafft und nun sitze ich hier in Calzada de Bejar. Das hübsche Nest hat 84 Einwohner 😊 ein Bergdorf, wie es im Buche steht. Und die Herberge hat Internet. Alleine bin ich natürlich auch, hier ist weit und breit kein anderer Wanderer zu sichten. Hat auch seine Vorteile: Die Uhrzeit fürs Abendessen konnte ich mir bei Manuela, der sehr netten Inhaberin der Herberge, frei aussuchen. Nichts mit Spachteln erst um 20 Uhr 😎 heute werde ich schon um 19 Uhr schlemmen 🍜😊

    Und morgen sind es dann nur 21 statt 30 km. Ich will nicht maulen 😎

    Stand heute: 660 km 🚶☘
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  • Day31

    Nachtrag Schlemmen vom 10.6.2018

    June 10, 2018 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Manchmal sagen Bilder mehr als Worte 🤓

    Wer auf der Via de la Plata in Calzada de Bejar übernachten will, sollte das unbedingt in der Albergue Alba-Soraya direkt am Ortseingang links tun.

    Phantastisch! 😊

    Vielen lieben Dank für das grandiose Essen und deine herzliche Gastfreundschaft, Manuela! 😊

  • Day17

    Szenenwechsel

    May 25 in Spain ⋅ ☀️ 16 °C

    Auf der heutigen Etappe wechselten wir vom der Provinz Extremadura nach Castilla y Leon, was die dritte von vier Provinzen ist, die man auf der Via de la Plata durchläuft. Mit dem Übertritt in die nächste Provinz wechselte auch die Landschaft schlagartig.

    Da heute nur 22 km auf dem Plan standen, haben wir heute schön ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Um 8:30 Uhr lief ich dann los. Ganz langsam. Ich hatte auch überhaupt keinen Stress mit Ankommen, denn im Dorf von unserem Tagesziel ist absolut nichts abgesehen von der Herberge und einer Bar. Das langsame Gehen war wahrscheinlich auch der Grund, dass ich heute keine Schmerzen im Fuss hatte. Das muss ich mir merken.

    Die ersten 10 km liefen noch der Strasse entlang, waren absolut hässlich und teilweise ziemlich gefährlich. Im Dorf Baños de Montemayor gab es dann eine ausgiebige, zweistündige Pause mit Louis und danach meisterten wir die darauffolgenden 12 km noch gemeinsam. Kaum aus dem Dorf raus, überquerten wir eine Strasse und traten in einen dichten, kühlen Wald ein. Mit so was hat vermutlich keiner gerechnet. Darauf folgten 12 km, die an eine wunderschöne, schweizerische Voralpenlandschaft erinnern. Alles grün, hügelig und abwechslungsreich. Neben uns ragten Berge in die Höhe, die sogar noch mit einigen Flecken Schnee bedeckt waren. Mit so hohen Bergen hätte ich hier gar nicht gerechnet.

    Da wir immernoch ziemlich früh dran waren, trödelten wir gemeinsam die Hügel rauf und runter und kamen kurz nach 14 Uhr in der Herberge an.
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  • Day25

    The hills

    May 16, 2018 in Spain ⋅ 🌙 18 °C

    I’m in them. A beautiful walk from Baños to Calzada. A steep climb out of Baños, a pretty shady path, walking alongside a babbling river, over a Roman bridge and road, with the sun shining but a cool wind blowing, wildflowers, cows, calves, the occasional horse, an eagle soaring high above and snow covered mountains visible nearby. What’s not to like? Now in Calzada, tiny little village in which time has stood still.Read more

  • Day34

    More snow in the mountains

    May 11, 2018 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    I told myself when I went to bed last night that I would decide today after the first 20 km whether to continue another 20 or stop in Calzada de Bejar. Who was I kidding? I slept till 7, sat chatting in the albergue over coffee till almost 8 and at that point the decision was essentially made. No way could I start at 8 and have an enjoyable 40 km walk.

    Aside from a few early morning kms on the side of the highway, virtually all the rest was off road and very very nice. In forests, alongside pastures and rivers, going up gradually and then descending. I had a lot of time and stopped a lot to talk. Interesting to hear a lot of local opinion about the Catalán “issue.” There seems to be no reasonable solution in sight.

    The Guardia Civil patrol a portion of today’s walk because it is also part of a system of local trails. They were in no hurry to get anywhere and spent ten or fifteen minutes interrogating me about walking alone, etc. They have never had an incident on the camino and have never heard of one in their area. The bigger problem seems to be a bit of illegal dumping!

    I am in a very nice Casa Rural, Calzada Romana. 20 € for private room with bath and breakfast. The owners will also cook dinner, an offer I happily seized upon because there is no store and no restaurant.

    Three more days walking! How crazy is that?!
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  • Day144

    Aldeanueva - Calzada de Béjar

    April 16, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Den Eric hatte es schlimm erwischt. Eric kommt aus Belgien und ist mit seinem Sohn Nico unterwegs. Beide habe ich schon einmal erwähnt und hin und wieder traf ich sie unterwegs oder in den Herbergen. Eric ist ca. 55 und recht sportlich. Lächelt dauernd - was sehr sympathisch ist. Leider hat sich Eric mehrere Blasen gelaufen und war so schlimm, dass diese bereits blutig waren. An der linken Fusssohle der Ferse, hatte er eine 4x4 cm große, blutige und noch mit den Hautresten offene Blase. Am rechten Fuß eine ebensolche, aber die war noch nicht offen. Aber dafür die Blase am rechten Zeh und die war ebenfalls blutig und schon infiziert. Aber er ging weiter, obwohl er wusste, dass er seine Füße ärztlich versorgen und Ruhetage einlegen musste. Er musste höllische Schmerzen bei diesen Wunden gehabt haben. Zumindest ließ er sich belehren und sah es ein, dass er für 3 Tage aussetzen und einen Arzt aufsuchen muss. Am Abend ging ich durch Aldeanueva, netter kleiner Ort mit geselligem Plaza de Major und einigen Bars. Gemeinsam mit 3 anderen konnten wir das Zimmer unter dem Dach haben. Es waren 4 Einzelbetten und ich vermutete, dass es nachts warm werden würde. Und so war es dann auch. Aber es war ertragbar.

    Da die nächste Etappe nur 22km hatte, habe ich am Vorabend mit Frühstück gebucht. Es wurde dazu alles hingestellt und man konnte sich bedienen. Es gab das übliche, aber der Orangensaft war ok. Der Kaffee war kalt und man konnte ihn in der Mikrowelle erwärmen. Auf meinem Toast schmierte ich etwas Marmelade - wobei - war es Marmelade? Es war einfach nur süß. Trotzdem gestärkt ging ich dann gegen 07:00 Uhr los. Da es bereits leicht dämmerte, benötigte ich auch keine Stirnlampe. Auch Aldeanueva war schnell durchquert u d es sollte zunächst eine längere Strecke auf der Straße weiter gehen. Das nervte etwas, weil es keinen Seitenstreifen gab. Kurz überlegte ich, ob ich den Umweg über Hervás machen sollte (4,4km mehr). Denn so konnte ich zumindest etwas die Straße umgehen. Zunächst folgte ich dem Umweg, entschloss mich dann aber doch lieber wieder an der Straße zu gehen - und zwar schneller. Aber dazu müsste ich erst wieder zu dieser zurück. Ich schaute mir auf meinem Smartphone die Karte an. Kleine Wege sollten wieder zur Straße führen. Aber diese kleine Wege gab es fast nicht mehr und so musste ich durch nasses Gras gehen. Was auch nicht schlimm ist und meine Füße blieben dran. Wieder auf der Straße folgte ich dieser etwas gelangweilt. Ich hörte Musik. Ab und zu konnte man doch rechts oder links gehen und irgendwann erreichte ich Baños de Montemayor. Der Ort ist übrigens, wie es der Name Baños (deutsch: Heilbad) schon vermuten lässt, eine der ältesten bis in die Römerzeit zurückreichenden Kurorte Spaniens. Besonders bei der älteren Generation sei der Ort beliebt und es gibt viele Hotels hier. In der Tat gab es so etwas wie "Kurort-Flair". Im Wanderführer steht, man solle prüfen, ob man noch genug Geld dabei habe. Denn bis Salamanca gäbe es keinen Geldautomaten mehr. Wie gut das ich erst vor 5 Tagen etwas abgehoben hatte.

    Den Ort durchquerte ich doch recht zügig und am Ortsrand sollte ein restaurierter römischer Weg sein. Diesen sah ich zunächst nicht, denn ca. 40 Wandertouristen mit Reiseführerin gingen auf diesem entlang. Solch "Massen" von Menschen war ich seit zwei Wochen nicht gewöhnt und so erschreckte mich doch schier deren Anzahl. Schnellen Schrittes überholte ich die jenseits meines Alters waren und sah dann auch den restaurierten Weg. Wenn man sich mal vorstellte, dass der Wer zu Zeiten der Römer gewesen sein soll, dann war das wie eine Autobahn von heute. Es ließ sich darauf sehr gut gehen und wenn darüber Karren gezogen würden, waren die Erschütterungen durchaus ertragbar.

    Wieder näherte sich die Via der Straße und einige hundert Meter musste man auf dieser gehen. Der Bergpass war erreicht. Aber bald konnte man in einen kleinen Weg einbiegen, der wiederum auf eine kleine Landstraße mündete. Irgendwann unterquerte man dann die Autobahn und zugleich verließ man die Extremadura und kam in die Region Kastilien und León. Da man sich nun in den bergen angekommen war, änderte sich die Landschaft. Teilweise kam es mir sogar vor, als wäre ich im Harz. Zahlreiche Meilensteine (Steinsäulen) ließen einen erkennen, dass es sich um einen gut erhaltenen authentischen Teil der Via de la Plata handelt. Auf einem Feld- und dann Waldweg pilgerte ich bergab und auf halber Höhe entlang eines Tales. Ein Fluss musste ich über eine alte Steinbrücke überqueren und ging dann auf einem Feldweg entlang. Immer wieder an weidenden Tieren, plätschernden Bächen und verfolgt von zwitschernden vögeln. Besonders die letzte Strecke dieser anfangs langweiligen Strassenetappe war wieder sehr schön. Noch einmal ein kleiner Anstieg und ich war in Calzada de Béjar meinem heutigen Ziel angekommen. Die rustikale Herberge wurde 2004 in einem ehemaligen Kornspeicher eröffnet und sei die älteste private Herberge auf der Via. Kostenpunkt 10€. Die Hospitaliera Manuela war sehr nett, aber beim Reden leider sehr laut mit vielen "R". Erneut war ich der "Primero" und langsam ist das auch mir peinlich. Gehe ich zu schnell?

    Fazit des Tages: Es wird immer besser als man denkt
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You might also know this place by the following names:

La Calzada de Béjar, La Calzada de Bejar

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