Spain
Paradela

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11 travelers at this place:

  • Day27

    Samos nach Mercadoido

    May 3, 2017 in Spain

    Der Tag heute begann relativ früh, obwohl es kurz nach 6 noch frisch war und es noch dazu gestern spät wurde. Wir hatten uns nach dem Dinner das 3:0 Desaster von Athletiko gegen Real mit Fans der Verlierer angesehen und dazu 2 Flaschen Wein aufgerissen... Also war die Nacht ziemlich kurz, aber ich wollte ein paar Kilometer mehr machen und bin deshalb mit Taschenlampe los. Laufen ging heute recht gut. Nur die Strecke war schwierig, weil viele Teile noch durch den Regentag schmierig sind. Aber gut, ich hatte ja Zeit, die mit den kleinen Unterhaltungen am Weg auch zügig verging. Heute bin ich in einer Herberge. Wie üblich war das Pilger Menü voll für den Eimer, aber dafür wenigstens mit 13 Euro völlig überteuert. In guter Gesellschaft fiel das zwar weiter nicht so auf, aber so schnell, werde ich wohl keines mehr bestellen. Aber das beste am Tag war das passieren des 100 km Steins :-).Read more

  • Day20

    Tag 19 geschafft

    June 27 in Spain

    Man sollte meinen, je mehr man vom Weg geschafft hat umso fitter wird man und die letzten KM wären dann wie fliegen. Aber für mich fühlt es sich gerade komplett anders, an denn ich spüre sehr deutlich jeden bereits zurück gelegten KM in meinen Beinen. Ok ich bin dazu jetzt auch noch verletzt aber die anderen Pilger erzählen das gleiche.
    Nix desto trotz ging es heute sehr gemütlich von Sarria nach Ferreiros also 12,97 km. Und nun sind es von hier bis Santiago noch genau 100 km! Also bin ich ab morgen ein UHU 🦉 ein unter Hundert Pilger! Allein das lässt mich weiter laufen, ja langsam und ja, kleine Etappen!
    Die Landschaft hier in Galicien ist einfach wunder wunderschön und wenn nicht hier und da mal moderne landwirtschaftliche Geräte stehen würden, könnte man denken jeden Augenblick kommen Asterix und Obelix aus dem Unterholz gesprungen und haben ein Wildschwein auf den Schultern. Bisher muss ich sagen, ist das mit den Bergen von Leon mein schönster Abschnitt von der Natur. Auch wenn es körperlich wohl der schmerzvollste ist. Morgen plane ich auch nur eine kleine Etappe mit maximal 18 km. Wenn es blöd ist unterwegs sogar nur 10. Da ich ja Zeit habe ist das Ok. Auch wenn ich gern gerade so fit wäre um am WE schon in Santiago zu sein.
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  • Day27

    Ferreiros, 24.10.2017, 13:00

    October 24, 2017 in Spain

    Natürlich schaffe ich es beim Frühstück NICHT, all meine Lebensmittel aufzuessen. Ich brauche ja unbedingt noch etwas, das meinen Rucksack schwerer macht. So ist zumindest auch das Mittagessen gesichert, als ich gegen 10 Uhr von der Pension aufbreche.
    Der Pilgerstrom verdichtet sich wirklich zusehends. Scheinbar starten viele ihre Pilgerschaft in Sarria. Normalerweise finde ich irgendwann am Tag meine Lücke, wo ich dann ziemlich allein sein kann. Das ist ab heute vermutlich Geschichte. Teilweise muss ich mich im Slalom durch ganze Reisegruppen schlängeln.

    Es hat aber auch Vorteile, nicht allein auf der Piste zu sein. Kurz vor einem Dorf begegnen mir zwei Frauen und halten mir irgendeine Schreibkladde unter die Nase. Ich denke es geht um eine Unterschriftenaktion oder so. Da rufen die Pilger vor mir: „Hey, Mister!“ Ich schalte schnell und wimmele die Frauen ab. Dann lasse ich mich aufklären: Das ist ein Trick, eine lenkt dich ab, die andere beklaut dich! Bin froh, noch alle meine Sachen bei mir zu haben und bedanke mich natürlich aufrichtig. Definitiv eine der wenigen Negativ-Erfahrungen auf dem Camino.

    Die Landschaft ist nicht mehr so reizvoll. Eigentlich wird sie nur schön, wenn man ein wenig außerhalb einen Blick in die Ferne richten kann, entfernte Hügel, Täler, Dörfchen.
    Im Grunde geht es größtenteils an der Landstraße entlang oder durch kleine Wäldchen und durch Dörfer. Stinkende, ärmliche Kuhdörfer, so dass ich beschließe - selbst wenn hier Herbergen wären - lieber in den größeren Städtchen meine Stops einzulegen, wo zumindest mehrere Herbergen und ein Supermarkt sind. Hier wäre man ziemlich angewiesen und die Häuser sehen nicht so wirklich gepflegt aus. Im Sommer würde ich vermutlich anders vorgehen, weil gerade die Städte von allen Pilgern angesteuert werden.

    Die Wegweiser sehen anders aus, hier in Galicien sind es quaderförmige Felsblöcke, auf denen nicht nur die Richtung, sondern auch die verbleibende Kilometerzahl bis Santiago (mit 3 Nachkommastellen!) angegeben werden. Jetzt kann man sich also über jeden absolvierten METER freuen.
    Zwischen den zahlreichen kleinen Dörfern gibt es Verbindungswege oder -pisten. Teilweise werden diese „corradeiros“ genannt, wenn sie aus großen, grob behauenen Felsblöcken bestehen und bereits von den Römern angelegt wurden. In einem Wald treffe ich dann auch ein Überbleibsel aus der keltischen Vergangenheit Galiciens, einen Dudelsackspieler. Ich glaube der Dudelsack ist auch das Nationalinstrument der Provinz.

    Da es schon morgens nach einem sonnigen Tag aussah, hab ich meine Mütze erst gar nicht aufgezogen. Mittlerweile sind die Haare ja doch etwas länger geworden. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung - auch wenn meine Kurzhaarfrisur nicht mehr so komfortabel ist wie die anfängliche Glatze - diese überaus praktische Frisur für die Zukunft einfach beizubehalten. Kann aber jetzt noch kein abschließendes Urteil fällen. Muss warten was Mama zuhause sagt…

    Nach einer kurzen Mittagspause erreiche ich den 100-Kilometer-Stein. Ab jetzt also nur noch zweistellige Restkilometer. Der Stein wurde zuletzt 2016 verpflanzt, weil sich die Streckenführung immer wieder ändert und damit auch die Länge. Ob es also nun wirklich 100 Kilometer sind, sei mal dahingestellt.
    Ich finde die Sprüche, die überall raufgekritzelt werden, manchmal wirklich super (weiß echt nicht wieso die Pilger offensichtlich Eddings mitschleppen!). Neben den üblichen Schimpftiraden oder Buen-Camino-Schriftzügen stehen ein ums andere Mal gute Sprüche da. „Jesus loves you“ oder „Jesus is the way“ oder „Time to pray“. Mein Favorit heute: „Jesus didn’t start in Sarria!“ und darunter: „Pretty sure Jesus never walked the Camino…“ :-)
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You might also know this place by the following names:

Paradela, パラデーラ, Парадела, 帕拉德拉

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