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Reise ins Ungewisse

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    🇨🇦 Rural Municipality of Ste. Anne, Kanada

    Neuer Alltag in Manitoba

    22. februar, Canada ⋅ 🌙 -21 °C

    Von Vancouver geht es mit dem Flieger nach Winnipeg in Manitoba. Die ersten Stunden fühlen sich an wie ein Scenic Flight. Unter uns ziehen schneebedeckte Bergketten vorbei, endlose weiße Gipfel, Gletscher, Täler - ein letzter Blick auf die dramatische Kulisse von British Columbia. Doch schnell verschwinden die Berge, und das Bild ändert sich. Stattdessen nur noch flaches Farmland, schnurgerade Straßen, geometrische Felder.

    In Winnipeg trifft uns dann der Kälteschock. Natürlich wussten wir, was uns erwartet, aber es ist noch einmal etwas völlig anderes, tiefe Minusgrade am eigenen Körper zu spüren. Die Luft ist so kalt, dass sie in der Nase brennt. Südlich von Winnipeg, zwischen La Broquerie und Steinbach, beginnt für uns nun wieder das Farmleben. Auf einer Dairy Farm startet der Arbeitsteil unseres Working-Holiday-Visums. Die ersten Tage sind geprägt von Eingewöhnung. Vieles ist vertraut, schließlich haben wir bereits Farm-Erfahrung aus Australien, doch es gibt auch einige Unterschiede - andere Abläufe, andere Technik, andere Routinen. Und vor allem: ein komplett anderes Klima. Während wir in Australien oft mit Hitze zu tun hatten, geht es hier teils bis auf –30 Grad herunter. Das liefert auch ungewohnte Anblicke wie Pferdeschlitten und Schneemobile auf und neben den Straßen.

    Jetzt tauchen wir erst einmal ab - hinein in den Arbeitsalltag, in frühe Starts, lange Tage und den Rhythmus der Farm. Der Fokus liegt klar darauf, den Kontostand wieder aufzubessern. Ein neuer Abschnitt beginnt, rau, kalt und arbeitsreich, aber genau dafür sind wir hier.
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  • Vancouver - tiefere Einblicke

    9. februar, Canada ⋅ 🌧 6 °C

    Den Rest unserer Zeit in Vancouver verbringen wir - auch wetterbedingt - damit, die Innenstadt noch etwas genauer zu erkunden. Wir laufen viel, treiben durch verschiedene Viertel und bekommen ein immer klareres Bild der Stadt. Gastown ist dabei der markanteste Kontrast. Das älteste Viertel Vancouvers wirkt mit seinen Backsteinhäusern, Kopfsteinpflasterstraßen und alten Straßenlampen fast ein bisschen aus der Zeit gefallen. Wahrzeichen ist die berühmte Dampfuhr, die Dampf ausstößt und stündlich pfeift - eigentlich mehr Show als Technik, aber trotzdem ein Anziehungspunkt. Zwischen Souvenirshops, Galerien, Cafés und Bars spürt man hier viel Geschichte, denn genau hier begann Vancouver im 19. Jahrhundert als kleine Hafensiedlung rund um „Gassy Jack“.

    Von dort geht es weiter Richtung Waterfront. Der Blick auf den Hafen und die Berge im Hintergrund. Man merkt schnell, wie unterschiedlich die Stadt auf engstem Raum sein kann. Gleichzeitig sind wir auch etwas geschockt. Vancouver zeigt nicht nur seine schöne Seite. In manchen Gegenden liegen Licht und Schatten extrem nah beieinander. Ein guter, gepflegter Block geht fast nahtlos in einen sehr schwierigen über. Die Obdachlosigkeit und die offene Drogenszene sind deutlich sichtbar, Menschen wirken verloren, manche Straßen fühlen sich bedrückend an. Es ist kein Gefühl von akuter Gefahr, eher ein bedrückendes Beobachten, wie präsent soziale Probleme hier sind und wie stark sie das Stadtbild prägen.

    Mit all diesen Eindrücken verabschieden wir uns vorerst von Vancouver. Eine Stadt mit spektakulärer Lage zwischen Meer und Bergen, mit viel Natur direkt vor der Haustür, aber auch mit harten Gegensätzen. Unser nächster Stopp wartet schon auf uns.
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  • Grouse Mountain

    6. februar, Canada ⋅ ☁️ 8 °C

    Heute machen wir einen Ausflug auf den Grouse Mountain und starten gleich mit der größten Herausforderung: dem Grouse Grind. Auf nur etwa 2,5 Kilometern geht es über 800 Höhenmeter nach oben, fast ausschließlich über steile Treppenstufen. Einer der anstrengendsten Anstiege seit dem Te Araroa, und das merken wir deutlich. Wir kämpfen uns den Berg hinauf, mit brennenden Beinen, kurzen Pausen und dem Gefühl, dass es irgendwie kein Ende nimmt. Der Weg ist zu recht eine der bekanntesten Fitnessherausforderungen Vancouvers. Umso besser fühlt es sich an, als wir schließlich auf über 1.100m ankommen.

    Auf dem Berg erwartet uns eine ganz andere Welt. Es liegt Schnee, etwas, das wir schon lange nicht mehr bewusst erlebt haben. Der Berg ist voller Leben: Menschen sind beim Schlittschuhlaufen, andere fahren Ski oder rodeln den Hang hinunter, überall herrscht eine geschäftige Winteratmosphäre. Wir stapfen noch eine Weile durch den Schnee, freuen uns über das ungewohnte Gefühl unter den Füßen und genießen die kalte, klare Luft. Wann wir das letzte Mal durch richtigen Schnee gelaufen sind, lässt sich kaum noch sagen. Irgendwann reicht es uns dann aber und wir entscheiden uns für den bequemen Weg zurück. Mit der Seilbahn schweben wir wieder hinunter ins Tal.
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  • Stanley Park

    4. februar, Canada ⋅ ☁️ 11 °C

    Das Wetter wird endlich besser, und plötzlich fühlt sich Vancouver ganz anders an. An zwei Tagen hintereinander sind wir im Stanley Park unterwegs und holen das nach, worauf wir die ganze Zeit gewartet haben. Der riesige Stadtpark liegt direkt am Wasser und wirkt wie eine grüne Insel mitten in der Stadt. Dichte Wälder mit jahrhundertealten Zedern und Douglasien wechseln sich mit offenen Aussichtspunkten ab, immer wieder öffnet sich der Blick auf das Meer, die Stadt und die Berge.

    Wir laufen entlang der Seawall, die sich einmal um den Park zieht und immer neue Perspektiven bietet. Von hier aus sehen wir die Skyline von Downtown, die North Shore Mountains und sogar den schneebedeckten Mount Baker im US-Bundesstaat Washington, der mit über 3.200 Metern majestätisch im Hintergrund auftaucht.

    Die Lions Gate Bridge fasziniert vor allem Robin. Die grün lackierte Hängebrücke erinnert ein wenig an die Golden Gate Bridge in San Francisco, auch wenn sie kleiner ist. Sie verbindet Downtown mit North Vancouver und spannt sich elegant über das Burrard Inlet, eingerahmt von Bergen und Wasser. Je nach Blickwinkel wirkt sie jedes Mal anders. Zwischen Waldwegen, Aussichtspunkten und dem Blick auf schneebedeckte Gipfel merken wir, wie sehr uns genau diese Mischung anspricht. Natur ist hier nicht weit weg, selbst mitten in der Stadt. Das erste wirkliche Erlebnis in Vancouver hat etwas auf sich warten lassen, doch jetzt ist es da und macht Lust auf mehr.
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  • Ankunft in Vancouver

    31. januar, Canada ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir kommen in Vancouver an, nach einer gefühlten Ewigkeit im Flieger von Hongkong, und erleben den 27.01. gleich zweimal. Ein seltsames, leicht verschwommenes Ankommen irgendwo zwischen Zeitzonen und Müdigkeit. Die ersten Tage verbringen wir damit, allen notwendigen Krams zu erledigen: Steuernummer beantragen, Konto eröffnen, Jobsuche. Viel Organisation, viel Papierkram, wenig Romantik, aber genau das gehört jetzt dazu.

    Für eine Woche sind wir im Pet-Sitting und passen auf einen Kater auf. Der kleine Typ ist frech, charakterstark und hält uns ordentlich auf Trab. Abgesehen vom Ankunftstag zeigt sich Vancouver allerdings nicht von seiner besten Seite. Es regnet fast durchgehend, tagelang, grau in grau. Die Stadt wirkt dadurch etwas verschlossen, und wir verkriechen uns wann immer möglich drinnen, schauen aus dem Fenster, hören dem Regen zu und lassen es ruhig angehen. Kein spektakulärer Start. Vancouver lässt sich Zeit mit uns - und wir uns auch mit Vancouver.
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  • Hongkong Island

    26. januar, Hong Kong ⋅ ☀️ 21 °C

    Unser letzter Tag bricht an, und wir lassen uns ein letztes Mal ganz ohne festen Plan durch die pulsierende Innenstadt von Hongkong Island treiben. Es ist einfach eine faszinierende Stadt!

    Wir spazieren durch die Straßenschluchten von Central, wo die gläsernen Wolkenkratzer so hoch in den Himmel ragen, dass wir den Kopf weit in den Nacken legen müssen. Das Licht spiegelt sich in den Glasfassaden, während neben uns die berühmten doppelstöckigen Ding-Ding-Trams mit lautem Klingeln an uns vorbeiziehen. Wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, in einer solchen Tram für ein paar Haltestellen mitzufahren.

    Überall entdecken wir spannende Kontraste. Hier ein hochmodernes Geschäft, nur wenige Schritte weiter ein traditioneller Marktstand mit getrockneten Kräutern und exotischen Früchten. Jeder Blickwinkel bietet etwas Neues - die neonfarbenen Schilder, die Wäsche, die an Bambusstangen aus den Fenstern ragt, und dazwischen immer wieder kleine, versteckte Tempel, aus denen der schwere Duft von Räucherstäbchen dringt. Hongkong hat uns in wenigen Tagen komplett in seinen Bann gezogen.
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  • Sonnenuntergang am Lion Rock

    25. januar, Hong Kong ⋅ 🌙 18 °C

    Gerade als die Sonne tiefer sinkt, nehmen wir unsere letzte Herausforderung für heute in Angriff: Wir flitzen hinauf auf den legendären Lion Rock. Den Tipp für diese Wanderung haben wir von unseren Find-Penguins-Freunden Basti und Lena bekommen - an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an euch beide! Ohne eure Empfehlung hätten wir dieses Highlight wohl verpasst.

    Der Aufstieg bringt uns wegen unseres Tempos ordentlich ins Schwitzen, denn wir haben für die 1,6km inkl. 350 Höhenmeter nur knappe 40 Miniten Zeit, um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen. Auf dem Weg hoch raschelt es plötzlich über uns in den Zweigen: Wir halten inne und trauen unseren Augen kaum, als wir tatsächlich ein paar Äffchen entdecken, die neugierig durch die Baumkronen turnen. Ein kleiner Wildnis-Moment mitten im Großstadtdschungel!

    Oben angekommen, verschlägt es uns endgültig die Sprache. Der Blick auf Hongkong ist einfach sagenhaft. Zu unseren Füßen breitet sich das endlose Häusermeer von Kowloon aus, dahinter glitzert der Victoria Harbour und die Skyline von Hong Kong Island.
    Dann beginnt das große Finale: Der Sonnenuntergang ist absolut spektakulär. Der Himmel verwandelt sich in ein glühendes Meer aus Orange, Pink und Rot, während in der Stadt unter uns langsam die Lichter angehen und ein funkelndes Lichtermeer entfachen. Wir sitzen einfach nur da, lassen uns den Wind um die Nase wehen und genießen diesen magischen Augenblick. Was für ein genialer Abschluss für diesen ereignisreichen Tag!
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  • Tempelanlagen in der Stadt

    25. januar, Hong Kong ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach unserer Wanderung tauchen wir wieder ein in das pulsierende Herz der Stadt, um eine völlig andere Seite Hongkongs zu entdecken.

    Unser erster Halt ist der Nan Lian Garden. Wir folgen dem Rundweg durch diese präzise gestaltete Gartenanlage, in der jeder Stein und jeder Baum seinen festen Platz und Sinn haben. Das Highlight für uns ist der leuchtend goldene Pavillon der Vollkommenheit, der inmitten eines Teiches umgeben von Bonsais thront und über zwei rote Holzbrücken erreichbar ist. Der Kontrast zwischen der traditionellen Architektur und den modernen Hochhäusern im Hintergrund ist einfach verrückt.

    Direkt gegenüber, verbunden durch eine Brücke, betreten wir die Chi Lin Nunnery. Wir bewundern die elegante Holzarchitektur im Stil der Tang-Dynastie. Faszinierend ist, dass dieser riesige Komplex aus Zedernholz ohne einen einzigen Nagel erbaut wurde. Wir schlendern durch die drei Höfe, vorbei an Teichen mit blühenden Lotusblumen und goldenen Statuen, die eine fast meditative Ruhe ausstrahlen. Im Herzen der Tempelanlage ist das Fotografieren verboten, aber lasst euch sagen: die Gestaltung dieser Anlage ist an Detail und Schönheit schwer zu übertreffen.

    Zum Abschluss des kulturellen Teils des Tages besuchen wir den farbenfrohen Wong Tai Sin Tempel. Hier herrscht geschäftiges Treiben: Der Duft von tausenden Räucherstäbchen liegt in der Luft, während Gläubige um Glück und Gesundheit bitten. Wir lassen uns von der prachtvollen Gestaltung mit den roten Säulen und dem gelben Gitterwerk verzaubern und genießen die spirituelle Energie dieses Ortes, der Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus vereint.
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  • Dragon's Back Trail

    25. januar, Hong Kong ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir starten den Tag mit einem echter Klassiker in Hongkong: der Wanderung auf den Dragon’s Back, den wohl berühmtesten Kammweg der Stadt. Unsere Wanderung startet an der Tei Wan Road, wo der Pfad mit einem sanften Anstieg durch dichtes, sattes Grün beginnt. Es dauert nicht lange, bis wir den Kamm erreichen. Vor uns windet sich der Pfad und die Szenerie erinnert tatsächlich ein bisschen an den geschuppten Rücken eines schlafenden Drachens. Der Name könnte nicht passender sein.

    Während wir über den schmalen Grat wandern, genießen wir ein spektakuläres 360-Grad-Panorama. Zur Linken glitzert das smaragdgrüne Wasser von Shek O und die Weite des Südchinesischen Meeres, zur Rechten blicken wir auf die bewaldeten Hänge von Tai Tam.
    Der Wind weht hier oben kräftig und erfrischend, während wir den Gipfel des Shek O Peak auf 284 Metern erreichen. Es ist faszinierend, wie nah Wildnis und Weltstadt hier beieinanderliegen.

    Der Abstieg führt uns über schattige Waldwege zurück an die Straße, wo wir den Bus in die Stadt nehmen. Das nächste Abenteuer wartet dort schon auf uns.
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  • Symphonie of Lights Show

    24. januar, Hong Kong ⋅ 🌙 15 °C

    Nach dem vollgepackten Tag auf Lantau Island, kehren wir nun zurück in den Trubel der Stadt. Unsere Beine sind zwar etwas müde, aber die Vorfreude auf den Abend treibt uns an. Es ist bereits dunkel und die Skyline von Hong Kong Island verwandelt sich in ein funkelndes Lichtermeer. Wir suchen uns einen guten Platz direkt an der Uferpromenade, an der „Avenue of Stars“ in TsimShaTsui.
    Um 20:00 Uhr geht es los: Die Symphony of Lights beginnt. Wir beobachten, wie mehr als 40 Wolkenkratzer auf der gegenüberliegenden Seite zum Rhythmus der Musik zum Leben erwachen. Überall blitzen Laserstrahlen auf, bunte Scheinwerfer tanzen über die Fassaden und spiegeln sich im dunklen Wasser des Hafens wider. Als wahres Spektakel würden wir die 10-minütige Show allerdings nicht bezeichnen.
    Dennoch ist es ein perfekter, glitzernder Abschluss für einen Tag, der so kontrastreich im grünen Lantau begann.
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  • Lantau Island

    24. januar, Hong Kong ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir beginnen den Tag wieder früh, lassen den Trubel von Central hinter uns und machen uns auf den Weg nach Tung Chung. Unser Ziel: Lantau Island. Schon die Auffahrt mit der Ngong Ping 360 Bergbahn ist ein absolutes Highlight. Wir schweben in der Gondel über das glitzernde Wasser der Tung Chung Bay. Unter uns windet sich der hölzerne Wanderpfad steil nach oben, während wir den Panoramablick auf den riesigen Flughafen und die Berge um uns herum genießen. Je höher wir gleiten, desto grüner wird die Landschaft, bis wir schließlich das charmante, wenn auch touristische Ngong Ping Village erreichen.

    Es dauert nicht lange, bis wir am Fuße der Treppen zum Tian Tan Buddha stehen. Majestätisch thront die 34 Meter hohe Bronzestatue auf dem Gipfel eines kleinen Berges. Wir steigen die 268 Stufen hinauf, wo der Anblick des „Großen Buddhas“, der über die sanften Hügel blickt, entschädigt für jede Anstrengung. Direkt gegenüber besuchen wir im Anschluss das Po Lin Kloster. Der Duft von Räucherstäbchen liegt schwer in der Luft, und die kunstvollen, farbenprächtigen Verzierungen der Hallen sind eindrucksvoll.

    Doch wir wollen tiefer in die Natur eintauchen. Deshalb starten wir eine etwa 11 Kilometer lange Wanderung auf dem Lantau Trail. Wir steigen in die Sektion 5 dieses Mehrtagesabenteuers ein. Der Weg führt uns hinauf zum Gipfel des Sham Wat Road Passes. Der Pfad ist fordernd, aber die Aussicht spektakulär: Auf der einen Seite das Südchinesische Meer, auf der anderen die schroffen Gipfel des Lantau Peak. Mit dem Übergang in die Sektion 6 beginnt der Abstieg nach Tai O. Nach gut drei Stunden erreichen wir das historische Fischerdorf, das auch als „Venedig von Hongkong“ bekannt ist.

    In Tai O scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Wir spazieren auf schmalen Stegen vorbei an den charakteristischen Stelzenhäusern, in denen die Fischerfamilien seit Generationen leben. Überall trocknet gesalzener Fisch und Shrimp-Paste in der Sonne - ein intensiver, authentischer Geruch. Wir beobachten die kleinen Boote, die durch die Kanäle manövrieren und lassen das Treiben auf uns wirken.

    Am späten Nachmittag nehmen den Bus der Linie 21, der uns in engen Kurven die Berge hinauf zurück zur Bergstation Ngong Ping bringt. Ein letzter Blick auf den leuchtenden Buddha im Abendlicht, dann treten wir die Rückreise nach Hongkong Island an.
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  • Tsim Sha Tsui Promenade

    23. januar, Hong Kong ⋅ ⛅ 15 °C

    ...Nach einem späten Mittagessen setzen wir gegen Abend mit der Fähre nach Tsim Sha Tsui über. Am Pier und entlang der Avenue of Stars genießen wir die legendäre Aussicht auf die Skyline von Hong Kong Island. Pünktlich zum Sonnenuntergang klart das Wetter auf, und die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Wolkenkratzer in goldenes Licht, bis langsam die Lichter der Stadt zu leuchten beginnen.

    Nach diesem langen und ereignisreichen Tag nehmen wir die Fähre zurück nach Central und fallen schließlich erschöpft in unsere Betten.
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  • Erster Tag auf Hongkong Island

    23. januar, Hong Kong ⋅ ⛅ 13 °C

    Am Morgen starten wir unseren ersten Tag in Hongkong im Herzen der Stadt - im Hong Kong Park. Wir schlendern durch diese üppige Oase, umgeben von aufragenden Wolkenkratzern, vorbei an Teichen, dem Olympic Square und spannenden Bäumen und genießen die friedliche Atmosphäre. Ein besonderes Highlight ist die begehbare Voliere, in der wir etliche Vogelarten beobachten können.

    Vom Park aus ist es nicht mehr weit zur Talstation der historischen Peak Tram. Diese ikonische Standseilbahn, die bereits 1888 als Asiens erste in Betrieb genommen wurde, befördert uns auf einer extrem steilen Fahrt hinauf zum Victoria Peak. Die Neigung ist so stark, dass die umliegenden Gebäude optisch schief erscheinen! Oben angekommen, bietet sich uns ein gigantischer Ausblick über die Stadt und den Victoria Harbour. Leider ist das Wetter heute etwas diesig. Dieses Phänomen ist typisch für die Wintermonate in Hongkong, die oft kühl, trocken und bewölkt sind, im Gegensatz zu den regenreicheren Sommern.

    Wir lassen die belebten Aussichtsplattformen hinter uns und beginnen unsere Wanderung entlang der malerischen Lugard Road. Der betonierte Rundweg bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Metropole unter uns und führt uns über einen kleinen Umweg hinauf zum West Peak, wo uns ein 360-Grad-Panorama für den steilen Aufstieg belohnt.

    Auf unserem Weg hinab in die Stadt stoßen wir auf die Überreste der Pinewood Battery. Diese historischen Ruinen erinnern an die Kriegszeiten Hongkongs und bieten interessante Einblicke in die militärische Vergangenheit der Region. Die alten Geschützstellungen und Bunker sind frei zugänglich und ein lehrreicher Zwischenstopp. Inzwischen der Ruinen stolpern wir tatsächlich auch über eines der zahlreichen Wildschweine, die in dieser Region wie eine Pest herumrennen.

    Unten in der Stadt angekommen, erkunden wir die geschäftige Innenstadt. Die Gassen sind gesäumt von kleinen Geschäften, Bars und Restaurants.
    Unser nächster Halt ist der Man Mo Tempel an der Hollywood Road. Dieser ist eine neue Art von Tempel, die wir so noch nicht gesehen haben. Er ist dominiert von riesigen, spiralförmigen Räucherstäbchen, die von der Decke hängen und die Luft mit einem intensiven, mystischen Rauch erfüllen. Es ist ein faszinierender Ort des Glaubens und der Ruhe inmitten des städtischen Chaos.

    Auf unserem Weg durch die Straßen fallen uns immer wieder die beeindruckenden Bambusgerüste an Baustellen auf. In Hongkong ist dies eine traditionelle und weit verbreitete Bauweise, die für ihre Stärke und Flexibilität bekannt ist. Für uns ein ungewöhnlicher Anblick, denn auch sowas haben wir noch nicht gesehen...
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  • Zurück an der Great Ocean Road

    19. januar, Australia ⋅ ☁️ 22 °C

    Unser letztes großes Erlebnis in Australien ist noch einmal die Great Ocean Road. Vor zwei Jahren sind wir schon hier gewesen, haben die Küste kennengelernt und mehrere Monate auf einer Farm hier gelebt und gearbeitet. Nun kehren wir noch einmal zurück, fast wie zu einem vertrauten Ort, und schauen uns die spektakuläre Küstenlandschaft von Childers Cove bis zu den Twelve Apostles ein weiteres Mal an.

    Die Eindrücke sind nach wie vor überwältigend. Childers Cove begeistert uns am frühen Morgen mit einem tollen Lichtspiel am Himmel und auf dem Wasser. An der London Bridge waren wir schon oft, aber jedes Mal beeindruckt uns die große Brücke im Wasser erneut. Loch Ard Gorge mit seinen steilen Wänden, dem ruhigen Strand und den vielen Inseln im Wasser ist ein Abenteuer für sich. Und dann natürlich die Twelve Apostles - das Wahrzeichen der Great Ocean Road. Auch wenn wir sie schon kennen, verlieren sie nichts von ihrer Wirkung. Die mächtigen Kalksteinsäulen ragen aus dem Ozean, die Wellen schlagen an ihre Füße, und man steht einfach nur da und staunt.

    Wenn wir zurück blicken, wird uns erst richtig bewusst, wie viel wir in Australien gesehen und erlebt haben. Knapp 50.000 Kilometer sind wir gefahren, haben unsere etwas krumme Acht einmal durch das gesamte Land vervollständigt - von Wüsten über tropische Küsten, Schluchten, Regenwälder und endlose Highways. Nur Tasmanien bleibt noch auf dem Wunschzettel. Über die letzten Jahre verteilt haben wir insgesamt mehr als zwei Jahre in Australien verbracht. Dieses Land hat uns geprägt, überrascht, herausgefordert und immer wieder belohnt. Die Rückkehr an die Great Ocean Road fühlt sich deshalb weniger wie ein Abschied an, sondern vielmehr wie ein würdiger Schlusspunkt - mit dem Wissen, dass Australien uns ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat.
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  • Eyre Halbinsel

    16. januar, Australia ⋅ 🌬 23 °C

    Von Ceduna aus fahren wir in zwei Tagen über die Eyre-Halbinsel. Grundsätzlich ist die Region schön, mit viel Küste, kleinen Orten und einer entspannten Atmosphäre, doch für uns ist es nicht ganz das Nonplusultra. Die Eyre Peninsula wirkt wie ein Ort, an dem man sich vor allem Zeit nimmt - perfekt zum Fischen, für ruhige Strandtage und zum Abschalten, weniger für großes Staunen oder spektakuläre Highlights.

    Dazu kommt das Wetter, das uns hier nicht gerade in die Karten spielt. Es ist sehr windig, deutlich kühler als zuvor und immer wieder ziehen dichte Wolken durch, begleitet von Regen. Die Küste zeigt sich dadurch eher rau als einladend, das Meer ist unruhig, und viele Plätze laden mehr zum kurzen Anhalten als zum längeren Verweilen ein.

    Wir genießen die Fahrt trotzdem, auch wenn die Halbinsel für uns eher ein Durchgangskapitel als ein absolutes Highlight ist.
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  • Across the Nullarbor

    14. januar, Australia ⋅ 🌬 22 °C

    „Gottverdammt ist das scheiße weit!“ - das Zitat aus dem Film New Kids Turbo passt hier einfach perfekt.

    In Norseman beginnt unsere Fahrt ins sprichwörtliche Nichts. Vor uns liegen 1.200 Kilometer bis Ceduna, verteilt auf zwei Tage, quer durch eine Landschaft, die auf den ersten Blick kaum Abwechslung verspricht. Manche würden genau darin eine Besonderheit sehen.

    Wir rollen hinein in die Weite des Nullarbor Plains, eine der größten baumlosen Kalksteinflächen der Welt. Der Name kommt nicht von ungefähr: nullus arbor - kein Baum. Der Horizont wirkt endlos, Himmel und Erde scheinen miteinander zu verschmelzen. Eines der wenigen „Highlights“ auf der Straße ist die berühmte längste gerade Straße Australiens: knapp 150 Kilometer ohne eine einzige Kurve! Selbst danach bleiben die Richtungsänderungen eher sanfte Biegungen als alles, was man ernsthaft Kurve nennen könnte. Autofahren wird hier zur meditativen Angelegenheit.

    Ganz ohne Abwechslung ist es dann aber doch nicht. Immer wieder tauchen Roadhouses wie kleine Oasen auf, willkommene Stopps für Kaffee, Tanken und kurze Gespräche. An der Grenze zwischen Western Australia und South Australia begrüßt uns das riesige Känguru als obligatorisches Fotomotiv. Und dann kommt das absolute Highlight dieser Strecke: die Bunda Cliffs. Steil abbrechende Kalksteinfelsen fallen spektakulär bis zu 100 Meter senkrecht in den Südlichen Ozean ab. Die Weite des Meeres, die schroffen Klippen und das Gefühl, am Rand des Kontinents zu stehen, sind schlicht überwältigend.

    Dazwischen gibt es allerdings auch jede Menge Langeweile. Kilometer um Kilometer passiert nichts, der Blick schweift immer wieder über die gleiche Landschaft, und wir merken, wie wichtig eine gute Playlist für diese Fahrtage ist. Das Gefühl von „Australien ist einfach riesig“ war wahrscheinlich noch nie so stark wie hier. Am Ende sind es nicht nur die spektakulären Orte wie die Bunda Cliffs, sondern auch die schiere Entfernung selbst, die diese Strecke so eindrücklich macht.
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  • Cape Le Grand Nationalpark

    13. januar, Australia ⋅ ☀️ 21 °C

    Am späten Nachmittag erreichen wir Lucky Bay, wo wir die Nacht verbringen. Schon der erste Eindruck vom Nationalpark lässt uns den Atem stocken. Die Landschaft wirkt unwirklich schön. Am nächsten Morgen zeigt sich der Cape Le Grand Nationalpark dann von seiner allerbesten Seite - strahlender Sonnenschein, kaum Wind und Farben, die nicht real erscheinen. Der absolute Traum.

    Der Nationalpark liegt östlich von Esperance und ist bekannt für seine spektakuläre Kombination aus blendend weißem Quarzsand, kristallklarem, türkisfarbenem Wasser und mächtigen Granitfelsen, die direkt aus dem Meer und der Küstenlandschaft aufragen. Genau diese Mischung macht Cape Le Grand so einzigartig. Das Wasser ist so klar, dass man selbst vom Ufer aus jeden Stein sehen kann, und der feine Sand quietscht unter den Füßen.

    Wir stoppen an allen Stränden des Parks, und jedes Mal denken wir, schöner könne es eigentlich nicht mehr werden - nur um wenige Minuten später eines Besseren belehrt zu werden. Lucky Bay, Hellfire Bay, Thistle Cove und die vielen kleineren Buchten wirken jede für sich wie ein eigenes kleines Postkartenmotiv. Manche sind weit und offen, andere geschützt zwischen Felsen eingebettet, doch alle strahlen eine unfassbare Reinheit aus.

    Cape Le Grand übertrifft all unsere Erwartungen - schöner geht es für uns kaum, und wir genießen jede Minute dieses Traums.
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  • Great Ocean Drive - Esperance

    12. januar, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Am frühen Nachmittag erreichen wir den nächsten Stopp: Esperance und den berühmten Great Ocean Drive. Der Himmel ist heute zwar nicht strahlend blau, aber genau das macht den besonderen Reiz aus. Die Wolken hängen tief, reißen immer wieder auf und lassen Licht und Schatten über Meer, Küste und Felsen wandern. Dadurch entsteht eine dramatische Szenerie.

    Wir folgen dem Scenic Drive Stück für Stück und halten immer wieder an den Aussichtspunkten. Jeder Blick wirkt anders, jede Kurve eröffnet eine neue Perspektive auf das türkisfarbene Wasser, die weißen Strände und die rauen Granitfelsen.
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  • Fitzgerald River Nationalpark

    12. januar, Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Am Morgen legen wir unseren ersten Stopp des Tages im Fitzgerald River Nationalpark ein, den wir von Hopetoun aus ansteuern. Bevor es jedoch in die Natur geht, feuern wir erst einmal die 49ers in der NFL Wild Card Runde an - ein unterhaltsamer Start in den Tag.

    Danach fahren wir zum entlegensten Zugang des Nationalparks und starten unsere Erkundung am Hamersley Inlet. Der Fitzgerald River Nationalpark zählt zu den botanisch artenreichsten Regionen Australiens, mit einer enormen Vielfalt an endemischen Pflanzenarten. Besonders in der Blütezeit verwandelt sich die Landschaft in ein Farbenmeer, doch auch außerhalb dieser Zeit beeindruckt die Natur. Granit-Hügel, sandige Ebenen, Flussläufe und eine zerklüftete Küste. Vom Inlet aus arbeiten wir uns mit mehreren Stopps langsam zurück Richtung Hopetoun. Immer wieder halten wir an Aussichtspunkten, kurzen Walks und ruhigen Plätzen. Am Ende des Vormittags erreichen wir wieder Hopetoun - und fahren weiter nach Esperance.
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  • Castle Rock und Flinders Halbinsel

    11. januar, Australia ⋅ 🌬 19 °C

    Wieder geht es früh los. Unser erster Stopp ist der Granite Skywalk am Castle Rock. Eine kurze Wanderung führt uns hinauf durch Buschland zu den riesigen Granitblöcken, die hier wie zufällig aufeinandergestapelt wirken. Castle Rock selbst ist Teil eines uralten Granitmassivs, das durch Erosion über Millionen von Jahre freigelegt wurde. Der Skywalk schmiegt sich spektakulär an den Fels und ermöglicht einen sicheren, aber dennoch luftigen Zugang bis ganz nach oben. Von hier oben genießen wir einen weiten Rundumblick über die bewaldete Landschaft der Porongurup Range.

    Anschließend fahren wir weiter nach Albany und hinein in den Torndirrup Nationalpark, der für seine dramatische Küstenlandschaft bekannt ist. Wir starten eine Wanderung in Richtung Bald Head, einer schmalen, langgezogenen Landzunge, die weit in den Southern Ocean hinausragt. Während wir laufen, wird das Wetter zunehmend besser. Die Wolken reißen auf, das Licht verändert sich, und plötzlich beginnen Meer und Berge in intensiven Blau- und Grüntönen zu leuchten. Der Weg führt über offene Hügel, vorbei an niedriger Vegetation, immer begleitet vom Blick auf die tosende Küste und die schroffen Klippen.

    Nach der Wanderung legen wir noch mehrere kleine Stopps im Nationalpark ein und bestaunen weitere Küstenformationen. Kurz darauf fahren wir durch Albany und halten dort am äußerst windigen Strand zum Mittagessen. Wir sind froh, dass unsere Würstchen nicht vom Grill fliegen! Danach sitzen wir noch einige Stunden im Auto und fahren Richtung Osten.
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  • Sterling Range Nationalpark

    10. januar, Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir erkunden die Stirling Range, eine der geologisch ältesten und zugleich ungewöhnlichsten Berglandschaften Westaustraliens. Anders als viele andere Gebirge ist sie nicht vulkanischen Ursprungs, sondern besteht aus extrem altem Sedimentgestein, das vor über einer Milliarde Jahren entstanden ist. Durch tektonische Hebungen und jahrmillionelange Erosion ragen die Berge heute isoliert aus der ansonsten flachen Landschaft heraus. Genau das verleiht der Range ihren rauen, fast alpinen Charakter – ein seltener Kontrast im sonst oft sanften Südwesten Australiens.

    Die ikonische Wanderung auf den Bluff Knoll steht ganz oben auf unserer Liste. Zu Beginn ist das Wetter alles andere als einladend. Dichte, tiefhängende Wolken hüllen die Berge ein, es nieselt leicht und die Umgebung wirkt mystisch. Trotz der Bedingungen entscheiden wir uns, loszulaufen - eine Entscheidung, die sich auszahlt. Mit jedem Höhenmeter lichtet sich auch die Wolkendecke ein Stück mehr. Der Wind ist stark und eisig kalt, wir können kaum glauben, dass Sommer sein soll. Schließlich steigen die Wolken ganz auf und geben die Sicht frei auf die zerklüfteten Gipfel und weiten Ebenen. Entlang des Weges entdecken wir erstaunlich farbenfrohe Wildblumen.

    Nach der Wanderung fahren wir den rund 42 Kilometer langen Scenic Drive durch die Range. An mehreren Aussichtspunkten halten wir an und lassen den Blick über die schroffen Berge und grünen Ebenen schweifen. Immer wieder müssen wir an die Grampians denken, die uns damals schon so begeistert haben - ähnliche Formen, ähnliche Dramatik, nur mit einem ganz eigenen Charakter. Die Stirling Range überrascht uns mit ihrer Vielfalt, ihrer Wildheit und einer unerwarteten Bergatmosphäre.
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  • Wunderschöne Südwestküste

    9. januar, Australia ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir unseren Zeitplan verändert haben und Australien nun früher verlassen werden als ursprünglich geplant, sind wir etwas zügiger unterwegs. Das heißt mehr Strecke und mehr Erlebnisse pro Tag. Wir legen früh los und fahren nach Hamelin Bay Beach. Schon kurz nach der Ankunft sehen wir die ersten großen Stachelrochen, die sich im flachen Wasser entlang der Küste bewegen. Es sind viele Menschen hier, viele kommen den Tieren unserer Meinung nach viel zu nah. Schön zu beobachten, aber gleichzeitig wünscht man sich etwas mehr Abstand und Respekt.
    Weiter geht es zum Cape Leeuwin. Hier treffen der Indische Ozean und der Southern Ocean aufeinander - eine geografische Besonderheit, die man nicht unbedingt sehen kann (aber gut zu wissen).

    Es folgt eine lange Fahrt durch eine überraschend abwechslungsreiche Landschaft. Ganz anders als der trockenere Norden über Perth ist es hier grün und dicht bewaldet. Besonders die Karri-Wälder haben es uns angetan. Diese riesigen Eukalyptusbäume gehören zu den höchsten der Welt und prägen die Landschaft mit ihren hellen, glatten Stämmen und dem hohen Blätterdach.
    Ein nächster Stopp führt uns ins Valley of the Giants. Hier tauchen wir in die Welt der uralten Bäume ein, vor allem der mächtigen Red Tingle Trees, die nur im Südwesten Australiens vorkommen. Das absolute Highlight ist der Tree Top Walk: ein erhöhter Steg, der sich durch den Wald schlängelt und stellenweise bis zu 40 Meter über dem Waldboden verläuft. Von hier oben sehen wir die Baumkronen auf Augenhöhe, spüren, wie sich die Konstruktion leicht im Wind bewegt, und bekommen eine völlig neue Perspektive auf den Wald. Ergänzt wird das Ganze durch den Ancient Empire Walk am Boden, der zwischen riesigen Stämmen und hohlen Bäumen hindurchführt und eindrucksvoll zeigt, wie alt und widerstandsfähig diese Giganten sind.

    Zum Abschluss des Tages wartet ein lange ersehntes Highlight auf uns: Elephant Rocks und Green Pool bei Denmark. Auch wenn dichte Wolken die Sonne verdecken, leuchten die Farben des Meeres in erstaunlichen Türkis- und Grüntönen. Riesige, rundgeschliffene Granitblöcke liegen im Wasser und erinnern tatsächlich an eine Herde Elefanten, die zum Baden ins Meer stapft. Wir spazieren zwischen den Felsen hindurch, bleiben immer wieder stehen und erkunden die Gegend ausführlich.

    Am Ende des Tages fahren wir weiter ins Landesinnere zu unserem Campingplatz im Stirling Range Nationalpark. Die Landschaft wird wieder rauer, die Berge zeichnen sich am Horizont ab. Ein langer, vollgepackter Tag geht zu Ende.
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  • Back on the road

    8. januar, Australia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach Wochen in Perth geht es endlich weiter. Wochen, in denen wir vieles neu durchdenken, Entscheidungen treffen und Pläne über den Haufen werfen. Das Auto ist verkauft, unsere Besitztümer wieder auf ein Minimum reduziert. Wir entscheiden uns bewusst gegen einen Flug, denn es juckt einfach zu sehr in den Fingern, die Runde - oder besser gesagt die große Acht - durch Australien zu vervollständigen.

    Mit einem gemieteten 4x4 starten wir die noch fehlenden knapp 4.000 Kilometer, an deren Ende wir wieder in Melbourne sein werden. Zuerst geht es nach Süden. Der erste Stopp ist Lake Clifton. Hier liegen die berühmten Thromboliten, uralte, lebende Gesteinsstrukturen, die zu den ältesten Lebensformen der Erde zählen. Sie entstehen durch Mikroorganismen, die Sedimente miteinander verbinden und so langsam feste Gebilde wachsen lassen. Weltweit gibt es nur sehr wenige Orte, an denen Thromboliten noch aktiv sind – Lake Clifton ist einer davon. Ein Holzsteg führt über das flache Wasser, darunter diese unscheinbaren, aber unglaublich bedeutenden Kuppeln.

    Weiter geht es nach Busselton. Schon bei der Ankunft merken wir, wie viel hier los ist. Ferienzeit, Hochsaison, überall Menschen. Der Ort ist lebendig und das Zentrum ist die Busselton Jetty. Mit fast zwei Kilometern ist sie der längste Holzpier der südlichen Hemisphäre.

    Es folgt ein kurzer Stopp in Margaret River - ein kleiner, charmanter Ort mit Cafés, Läden und entspannter Atmosphäre. Wir treiben ohne Ziel durch die Straßen, schauen, bleiben stehen, gehen weiter. Danach zieht es uns an die Küste. Surfers Point zeigt sich von seiner besten Seite: kraftvolle Wellen, Wind in der Luft, Surfer im Wasser. Am Margaret River Mouth wird es noch einmal ruhiger. Fluss und Ozean treffen aufeinander, Sandbänke, Dünen, weite Ausblicke - es ist einfach nur schön hier.

    Zum Abschluss des Tages tauchen wir in den Karri Forest des Leeuwin-Naturaliste Nationalparks ein. Riesige Karri-Bäume ragen hoch in den Himmel, einer der höchsten Eukalyptusbäume der Welt, das Licht fällt gefiltert durch die Kronen. Hier schlagen wir unser Lager auf einem einfachen Campingplatz auf. Zwischen den hohen Bäumen kehrt Stille ein, nur unterbrochen von Vogelstimmen und dem Rascheln im Wald. Ein perfekter erster Tag zurück auf der Straße - und das Gefühl, dass wir genau das Richtige tun.
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  • Rottnest Island

    29. desember 2025, Australia ⋅ 🌬 22 °C

    Wir machen einen Tagesausflug mit der Fähre nach Rottnest Island. Die Überfahrt dauert nicht lange. Rottnest Island, oder Wadjemup, wie die Insel bei den Noongar heißt, liegt nur rund 20 Kilometer vor der Küste von Perth.

    Wir entscheiden uns bewusst gegen Fahrräder und erkunden die Insel zu Fuß. So nehmen wir jede Kurve, jede Bucht und jeden Anstieg viel intensiver wahr. Unsere große Runde führt uns gegen den Uhrzeigersinn einmal über weite Teile der Insel. Der erste Strand nahe eines Leuchtturms ist sehr voll, viele Tagesgäste, viele Fotos, viel Trubel. Doch je weiter wir laufen, desto ruhiger wird es. Immer wieder öffnen sich traumhafte Buchten mit weißem Sand, türkisfarbenem Wasser und felsigen Küstenabschnitten. Trotz angekündigtem Wind ist es in der Sonne extrem warm und wir kommen ganz schön ins Schwitzen.

    Wir laufen tatsächlich eine sehr große Runde und erreichen schließlich auch das Wadjemup Lighthouse auf dem höchsten Punkt der Insel. Hinauf gehen wir nicht - der Eintritt ist uns zu teuer - aber auch von unten ist die Aussicht beeindruckend. Am späten Nachmittag schließen wir langsam unseren Rundweg.

    Mit dem Abend werden die Quokkas immer aktiver. Die kleinen Beuteltiere, die nur in Westaustralien vorkommen und vor allem auf Rottnest Island leben, kommen aus ihren Verstecken hervor. Sie wirken neugierig, entspannt und völlig unbeeindruckt von den Menschen, die sich um sie herum bewegen. Quokkas sind nachtaktiv und besonders in der Dämmerung unterwegs - genau diese Stunden erleben wir jetzt. Für uns beginnt damit das eigentliche Highlight des Ausflugs: stundenlanges Beobachten, stilles Staunen, viele kleine Begegnungen. Dann wird es langsam Zeit zurück nach Perth zu fahren.
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