Turkey
Gelemiş

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8 travelers at this place:

  • Day2

    The one hour storm

    October 5 in Turkey ⋅ ⛅ 25 °C

    Selten war eine Wettervorhersage so zutreffend! Für den heutigen Vormittag wurden Gewitter und Starkregen gemeldet - also ab an den Patara Beach, Elemente spüren!

    Auf dem Weg dorthin liegen die Ruinen der antiken Hafenstadt Patara. Eine Besichtigung des UNESCO-Welterbe lohnt sich heute besonders, da der Mix aus Sonne und schwarzen Gewitterwolken für eine tolle Stimmung sorgt - Bericht folgt!

    Wenig später erwartet mich am riesigen Strand "Stoof-Wetter" ( Wind, Wolken, Wellen ), daß binnen weniger Minuten zu einem richtigen Sturm heran wächst! Rasend schnell ist der Himmel bedrohlich pechschwarz und von Blitzen durchzogen. Heftige Winde und Starkregen setzen ein - was für ein Naturspektakel!

    Eine Stunde später, ist der Sturm vorbei! Blauer Himmel, toller Wind und türkis farbenes Meer, wo kurz zuvor noch Chaos war - unglaublich!

    Prima, wenn man(n) solche Naturgewalten sicher von der Strandbude aus beobachten kann - mit einem Glas Çay! Ein etwas ungewöhnlicher Start in meinen ersten Strandtag!
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  • Day3

    Encounter

    October 6 in Turkey ⋅ ⛅ 24 °C

    Ist doch nicht zu fassen! Da fokusiere ich heute Morgen auf dem Weg zum Patara Beach den Hirtenhund, der herrenlos mitten auf der Straße liegt und wäre dabei fast auf eine kleine Schlange getreten. Der küçük Wurm fand das überhaupt nicht toll, zischte was ging und zeigte für seine Größe erstaunlich viel Courage - mir egal....., Fototermin 😅!Read more

  • Day11

    My Ode to the time

    October 14 in Turkey ⋅ ☀️ 26 °C

    Freiraum, Gefängnis, Luxus, Notwendigkeit, Struktur, Chaos, Lehrer, Bestrafer, Reichtum, Fluch, Freud, Leid und Neid....., die Zeit!

    Ich habe leider keine Zeit, meine aber keine Lust! Wo ist nur die Zeit hin, bedeutend oft ich will jetzt gehen. Anstatt sich einfach Zeit zu nehmen....., Zeit befreit!

    Prioritäten wollen überlegt sein....., nimm dir dafür Zeit! Du bist dir über die Reihenfolge unsicher? Kommt Zeit, kommt Rat!

    Zeit ist immer eins, sie ist gerecht! Für Jeden 24 Stunden jeden Tag....., Gleichzeit!

    Gehe sorgfältig um mit deiner Zeit....., es gibt noch keine Zeitreisen!

    Ist Lebenszeit gerecht? Sie vergeht immer viel zu schnell....., es ist Zeit zu gehen, ich will noch nicht! Wo ist nur die Zeit hin?

    Diese Zeit kommt für Jeden! Darum nimm dir Zeit....., Zeit zu Leben - Leben braucht Zeit!
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  • Day5

    Lycian Way 4.0 - Part 3

    October 8 in Turkey ⋅ ⛅ 23 °C

    From Çurkubağ to Kaş:

    Die erstaunliche Tagesetappe bietet noch viel mehr! An der Moschee, wo ich mich von meinem vierbeinigen Guide verabschiede, wird noch einmal die Wasserflasche aufgefüllt. Bei dieser Aktion treffe ich auf vier Wanderer die ebenfalls nach Kaş wollen - Achmet, Abdul und deren Mutter, die vor zwei Wochen in Fethiye gestartet sind, sowie Michael aus Belgien, der sich der türkischen Familie angeschlossen hat.

    Da sich über den Bergen dunkle Gewitterwolken zeigen, ist mein spontaner Plan, mit dem Dolmus nach Kaş zu fahren! Lieber komme ich bei schönem Wetter noch einmal zurück nach Çurkubağ, bevor mich ein Unwetter während des gefährlichen Abstiegs in die Hafenstadt überrascht. Und so frage ich die Jungs nach der nächsten Bushaltestelle. Als wir auf Kaş zu sprechen kommen, überzeugen mich die Brüder die letzten 8 Kilometer zu laufen - sie hätten aktuell das Wetter gecheckt, das Gewitter würde vorbeiziehen!

    So setzen wir zu fünft die Wanderung fort. Der Weg ist einfach, aber extrem schlecht markiert! Wiederum ist es ein großes Glück, daß ich hier nicht alleine laufen muß, denn Michael ist technisch bestens mit GPS ausgestattet! Trotz alledem ist es schwierig, in der dichten Maccina auf den richtigen Trail zu stoßen - auf mich alleine gestellt, wäre es beinahe unmöglich gewesen!

    Und so laufen wir einen schmalen Pfad, bis wir an einer 500 Meter hohen Steilwand mit atemberaubenden Blick auf Kaş und die vorgelagerten Inseln stehen. Und da soll es einen Weg nach unten geben? Unmöglich! Nun....., es gibt einen - und was für einen! Steil, steiler und noch steiler - Bergziegen hätten großen Spaß hier! Aber irgendwie habe auch ich es runter geschafft, bloß wie! Einer meiner schwierigsten Wanderungen bisher - inklusive Rutschpartien und Stürzen..... nahezu die ganze Strecke besteht aus losem Geröll!

    Was bin ich froh, als nach 21 Kilometer heute, die Straße nach Kaş erreicht ist. Meinen ursprünglichen Plan, mir hier für zwei Tage ein Zimmer zu nehmen, verschiebe ich. Ich bin platt, meine Knie sind im Eimer - tauchen könnte ich damit Morgen eh nicht! Eine Flasche eiskaltes Coke Zero weckt letzte Reserven, um mich wie ein schwerst Gehbehinderter in den nächsten Dolmus nach Patara zu setzen.

    Was freue ich mich auf eine Dusche, Köfte bei "Gözleme Abla" und mein Bett! Als "Betthupferl" wird's ne Ibuprofen 400 und ordentlich Franzbranntwein auf die Beine geben - Übermorgen will ich wieder nach Kaş zum Tauchen..... bei umgerechnet 1,70 € für's Busticket kein Problem - vorausgesetzt, die Knie machen mit!

    Ich hatte heute unfassbares Glück mit meiner Wandergesellschaft - wenn's mal läuft.....! Die Hälfte des 500 Kilometer langen Fernwanderwegs wäre somit gelaufen 😎!
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  • Day3

    The sanded city

    October 6 in Turkey ⋅ ⛅ 21 °C

    Wo heute auf riesiger Fläche nur noch Schilf wächst, lag vor über 2300 Jahren der größte Hafen des Lykischen Reiches - einer der wichtigsten Knotenpunkte des damaligen Mittelmeerverkehrs. Das antike Patara war nach historischen Maßstäben eine Großstadt und multikulturelles Handelszentrum - in ihm lebten u.a. ägyptische Händler, römische Beamte, germanische Legionäre, lykische Patrizier.

    Offiziell wurde die Stadt erstmalig anlässig der Eroberung durch Alexander des Großen im Jahre 333 v. Chr. erwähnt - nur einer von vielen berühmten Namen. Der heilige Nikolaus soll hier geboren sein und Paulus wechselte in Patara auf einer seiner Missionsreisen nach Judäa das Schiff, nicht ohne sich vorher den "Schildkröten Strand" anzusehen - Geschichte pur!

    Seit der Antike verlandete der lykische Seehafen, der zwei Kilometer vom Meer entfernt liegt, zusehens. Das lag an den kontinuierlichen Anschwemmungen durch den Xanthos Fluss und den großen Stranddünen. Im 13. Jahrhundert gaben die Einwohner den Jahrhunderte andauernden Kampf dagegen auf - Patara verlandete entgültigt!
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  • Day4

    Lycian Way 4.0 - Part 1

    October 7 in Turkey ⋅ ☀️ 23 °C

    From Gökçeören to the Plane tree:

    Mit dem Dolmus ( Minibus ) von Patara nach Kaş, dann mit dem Taxi nach Gökçeören - die Anreise zum Endpunkt meiner Wanderung 2018, dauert rund zwei Stunden. Gegen Mittag stehe ich an der Moschee des kleines Ortes - weiter geht's auf dem Lykischen Weg! Meine Gedanken sind bei Jessi und Jo, mit denen ich im Juni 2017 die ersten Etappen von Fethiye bis nach Akbel gelaufen bin - gefühlt vor einer halben Ewigkeit!

    Gleich hinter Gökçeören befinde ich mich zurück in der Natur - eine mir mittlerweile vertraute Landschaft. Der Weg ist einfach, leichter Wind, 27 Grad und Sonnenschein, sorgen für optimale Bedingungen.

    Dann wird es knifflig - als eine Schotterstraße erreicht wird, fehlen plötzlich weitere Markierungen! Eine halbe Stunde verbringe ich damit, sämtliche Optionen abzugehen - leider vergebens, wo sind nur die rot-weißen Zeichen?

    Da kommt mir völlig überraschend eine Vierergruppe Wanderer entgegen. Die jungen Deutschen haben das gleiche Tagesziel und..... es geht die Straße entlang, die ich zuerst gewählt habe - eine neue Streckenführung, noch völlig ohne Markierungen! Glück gehabt - muss man eben wissen! In diesem Zusammenhang passt einmal mehr eine Bemerkung zu Michael Hennemanns Wanderführer über den Lykischen Weg - der ist definitiv überholt, ein Stadtplan für Bruchsal hätte es heute auch getan!

    Eine halbe Stunde später umgibt mich wieder Wald und dann endlich, nach vier langen Kilometer sind wieder Schilder und Markierungen zu sehen - Allah'a şükür!

    Bis jetzt war die Wanderung einfach - bis jetzt! Die nächsten drei Kilometer aber geht es auf schmalen Schotterpfaden steil bergauf - 400 Höhenmeter, was für eine Anstrengung! Die Wegzeichen sind manchmal schwer zu finden - Aufmerksamkeit und Weitblick sind jetzt wichtig. Ich stolpere und es knackt laut - Glück gehabt, es ist nur ein Wanderstock gebrochen! Was für eine Freude, daß ich Ersatz mit dabei habe!

    Nach 15 Kilometer Tagesmarsch ( ohne Verlaufen wären es 13,5 Kilometer gewesen ) ist das Tagesziel, eine große Platane auf einem Bergsattel, erreicht! Die besten Plätze für die Nacht, haben sich bereits die jungen Hiker genommen, die natürlich viel schneller unterwegs waren! Für mein Zelt findet sich dennoch eine hübsche Fläche etwas abseits - mit Premiumaussicht ( zumindest damit hatte Herr Hennemann Recht behalten )!

    Jetzt ist es 19.30 Uhr - seit einer Stunde ist es dunkel. Ein Konzert aus Wind und Grillengezirpe sorgt für Unterhaltung - hoffentlich bleibt es dabei..... Iyi geceler 😴!
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  • Day6

    For now, it needs not more

    October 9 in Turkey ⋅ ☀️ 27 °C

    Gelemiş ist ein winziger Ort - eine "Hauptstraße" in der sich die meisten Dienstleister befinden, zwei Neben- und eine Durchgangsstraße, fertig! Langweilig denk ihr? Überhaupt nicht - Gelemiş hat alles was man benötigt und..... noch deutlich mehr, nämlich freundliche Menschen, eine friedliche, ruhige Atmosphäre und.... viel Zeit!

    Hier kennt natürlich jeder jeden und man merkt sich die Gesichter der Urlauber - die Gästeanzahl in dem Ort bleibt bei der überschaubaren Anzahl an Unterkünften selbstredend übersichtlich! Irgendwie ist es ja auch schön, wenn man nach einem Jahr Abwesenheit immer wieder erkannt und begrüßt wird.

    Und so bietet diese winzige Oase der Ruhe, in Verbindung mit dem herrlichen Patara-Strand und einer stündlichen Busverbindung in die "Weite Welt", alles was ich für eine Auszeit brauche.

    Auch mit meiner Unterkunft, dem "Golden Lighthouse Hotel" bin ich sehr zufrieden. Das gepflegte Haus mit 25 Zimmern liegt völlig ruhig am Ortsrand, umgeben von einer üppigen Gartenanlage und ist gerade maximal zu 30% ( ohne Schreibratzen oder sonstigen, verhaltensauffälligen Personen ) belegt - Erholung ist also garantiert! Die Zimmer sind zugegebenermaßen basic, aber sauber und überdurchschnittlich groß für diese Ecke der Türkei - da würde ein Hotelier in Kaş sicherlich zwei Zimmer daraus basteln!

    Käffchen und Kuchen gibt's bei Bedarf täglich in der "SimBar", direkt dort gegenüber befindet sich das "Patara Gözleme Evi", die Futterstube meines Vertrauens und der Friseur "Best Unisex Barber" ist auch nur zwei Häuser weiter zu finden. Auf dem kurzen Weg zurück zu meiner Unterkunft, komme ich am Supermarkt des Ortes vorbei - was braucht es mehr?!
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  • Day10

    A hotel, for me all alone!

    October 13 in Turkey ⋅ ☀️ 27 °C

    Im gestrigen Footprint war ja mein Schlußsatz, daß ich mich wieder auf die Ruhe in Gelemiş freue. Die Atmosphäre der letzten drei Tage in Kaş, war natürlich im Vergleich zur Hochsaison entspannt. Trotzdem war ich etwas überrascht, das es Mitte Oktober immer noch so lebhaft in dem Küstenort zuging - gefühlt kaum weniger Gäste als in den Sommermonaten. Im Vergleich dazu, wird man, wieder zurück in Gelemiş, von der Ruhe hier fast "erschlagen" !

    Der Start in den heutigen Tag begann mit leichtem Erstaunen, daß das Frühstück-Buffet bereits abgebaut war. Erster Gedanke, ich bin wohl zu spät! War ich aber nicht! Der Hotelbesitzer überraschte mich mit der Ankündigung, daß er heute persönlich das Frühstück servieren würde - ich wäre nun der einzigste Gast im Haus!

    Vielleicht kommt da jetzt bei dem ein oder anderen die Frage auf, ob dies nicht ein seltsames Gefühl ist? Nein, überhaupt nicht! Ich finde es ganz wunderbar und genieße mein "eigenes" Hotel in vollen Zügen - wer bitte hat denn so etwas schon erlebt! Es ist ja auch nicht so, wie bei dem Schriftsteller Jack in dem Hollywood Klassiker "Shining", der im stürmischen, winterlichen Colorado alleine mit seiner Familie ein leerstehendes Hotel bewohnt und dort recht Gruseliges erlebt. An der türkischen Ägäis ist immer noch schönstes Hochsommerwetter mit 30 Grad und die gesamte Eignerfamilie vom "Golden Lighthouse Hotel" ist anwesend.

    Anbieter von Luxuskreuzfahrten werben ja immer gerne damit, das sich um einen Kabinengast bis zu drei Crewmitglieder kümmern - nun, das kann ich zur Zeit mit Sicherheit toppen 😅😅😅!
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  • Day11

    Olive harvest

    October 14 in Turkey ⋅ ☀️ 30 °C

    Ab Oktober startet an der türkischen Ägäis die Olivenernte. Der Eigentümer vom "Golden Lighthouse Hotel" hat selbstverständlich auch mehrere Olivenhaine. Das gehört hier in der Gegend anscheinend dazu - Selbstversorger, oder manchmal auch etwas mehr, sind hier immer noch die meisten Haushalte.

    Der Sohn des Hauses, nimmt mich am Nachmittag zu einer kleinen Plantage in unmittelbarer Nähe zum Hotel mit. Der Hain besteht aus 6jährigen Bäumen, die aber schon ordentlich Früchte tragen.

    Letztes Jahr waren die jungen Bäume in der Ruhephase ( Ruhephase Frau Stoof, nicht Püppiphase ), jetzt kann geerntet werden. Die Familie pflückt ausschließlich von Hand - somit ist allerbeste Qualität gewährleistet. Einiges ist für den Eigenbedarf, aber bei über 100 Bäumen, wird der Großteil zu einer Kooperative gebracht, die je nach Qualität der Früchte Olivenöl, schwarze "Frühstücksoliven", oder sonstige eingelegte Leckerlies daraus herstellt.

    Auf dem heutigen Grundstück befinden sich drei verschiedene Arten von Olivenbäumen. Der Reifeprozess geht immer von grünen Früchten, über diverse Farben bis zu glänzend schwarzen Oliven. Für 1 Liter reines Öl werden durchschnittlich 5 bis 6 Kilo Früchte benötigt. Die erhoffte Ernte dieses Jahr wird auf ca. 5000 Kilo beziffert - İnşallah natürlich!

    Derzeit zahlt die Kooperative umgerechnet 0,90 € für 1 Kilo Oliven - ein schöner "Nebenverdienst"!
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You might also know this place by the following names:

Gelemiş, Gelemis

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