Check-In und ab die Post
19 oktober 2017, Schweiz ⋅ ⛅ 11 °C
Das Abenteuer hat begonnen, der erste Schritt vor die Haustüre ist getan. Und es gibt schon viel zu erzählen und wir sind erst im Flugzeug. Ferien ihr könnt starten, Leben lass es knallen... und ab in die Luft! bye bye an alle die zuhause bleiben... ✈️🐘☀️Läs mer
Hello South Africa
20 oktober 2017, Sydafrika ⋅ 🌙 11 °C
Wir sind gelandet, nach einem ziemlich ruhigen Nachtflug. Geschlafen wurde aber natürlich nur so gut wie man halt in der Holzklasse schläft. Alles ging reibungslos, das Gepäck mussten wir in JNB in Empfang nehmen und nach 5 Minuten selber schleppen wieder am nächsten Check-In abgeben. Der Aufenthalt war sehr kurzweilig, da die meiste Zeit beim Warten an der Passkontrolle aufgebraucht wurde. Und schwups gings wieder in die Lüfte, CapeTown ist zum Greifen nah. Auch dieser Flug war kurzweilig, denn wir haben ihn mit Kreuzworträtsel (machen wir ja NIE) lösen verbracht. Haha und ich wurde auch noch angesprochen ob ich direkt von Berlin komme, dabei hatte ich nur mein Ampelmännchen T-Shirt an. In CPT angekommen wurden wir von unserem Chauffeur in Empfang genommen der uns durch die „rush hour“ in Cape Town heil nach Franschhoek brachte (in einem neuen Landy). Unser Hotelzimmer bezogen „wooow“ und gleich OMG die Zähne geputzt und ab unter die Dusche. Ohne gross Zeit zu verlieren gings dann schon weiter, zu Fuss haben wir das kleine Franschhoek begutachtet. Denn schliesslich wollen wir heute Abend hier irgendwo essen. Das kleine Städtli ist sehr touristisch und hat viele kleine Shops - zum Glück waren die schon alle geschlossen, sonst hätte ich glaub meine Rand alle ausgegeben.
Aber das Beste habe ich noch verschwiegen, wir hatten einen richtig guten Riecher bei unserer Wahl vom Restaurant. Oh ja. OMG - Geschmacks Explosionen bei jedem Biss! Der erste Springbock war auch dabei, Hammer! Sagen wir mal so .... 7 Gänge mit einer sehr ausführlichen Erklärung was wir auf dem Teller haben, dann bei jedem Gang ein anderer Wein und auch hier wurde ausführlich erzählt woher er kommt und wie es schmeckt (für 1 Person) genau und für DAS alles zusammen haben wir 107.- CHF bezahlt. Wahnsinn! Und das Dessert... unteranderem mit einem Soufflé. Ich konnte mich nicht mehr erholen - so lecker wars!
Ich freu mich auf morgen: 9:00 Uhr (mal gucken wann genau die kommen TIA) wird unser Auto gebracht. So können wir dann schon üben auf der falschen Seite zu fahren.
Gute Nacht 🌙Läs mer
Lernfahrt nach Bettys Bay
21 oktober 2017, Sydafrika ⋅ 🌙 15 °C
Was für eine Nacht, in einem Bett und mit Beinfreiheit. Mit 7h Schlaf sind wir heute um 7.30 aufgestanden und dann gab’s gleich ein „WOW“ Effekt des Tages, das Frühstücksbüffet. So schön hergerichtet und so viel Früchte und selfmade things. Auch die Eggs Benedict von Andy auserwählt und meine Omelette war einfach der Hammer. Ganz gemütlich wollten wir um 8:55 noch zu unserem Zimmer gehen und etwas vor der Türe chillen bis unser Auto geliefert wird, ähh.. der wartete aber schon direkt vor dem Hoteleingang. Los gings, mit Papierkram und danach ans vorführen von „High Lift Jack“, Kompressor und wie wir das Ersatzrad ab- und wieder anmontieren können. Very nice Car nur mit 49‘130km ein Toyota Hilux 2.4 und 6 Gänge (davon wird bei Andy nur bis 4 benutzt haha) ich sage nichts - morgen bin ich dran mit Fahren. So, Auto ist jetzt übergeben, und schon geht’s gleich los zum Shoppen - zu Fuss! Andy wollte unbedingt Schuhe shoppen die gibt’s nur hier in Africa (Tsonga Hand Made). Danach einen Africa Hut (Rogue) für mich und dann ab ins Auto und über den Pass (ooh ja auch hier gibt’s Berge, aber ohne Schnee) zum Meer nach Bettys Bay. Dort angekommen, machen wir Pinguinwatching, dazu gab’s auch noch Lizards, Kormorane und Rockdassies. Es war sehr windy und obwohl die Sonne schien gab’s „chickenskin“. Danach gings weiter in Richtung Gordonsbay entlang einer atemberaubenden und wunderschönen Küstenstrasse. Links wir und der Ozean und rechts Felsen (Berge). Inkl. Einer Baustelle (One Way) mit ca. 10 Fähnchenschwingern, fast wie in der Schweiz beim Eidgenössischen Schwingfest (*haha*) 😂 In Gordonsbay in der Nähe vom Harbour (sehr vertraut) fanden wir einen seitlichen Parkplatz und auch ein nettes Café um uns zu stärken. Cappuccino am Nachmittag... und auch sehr lecker. Die ganze Szenerie und die Aussicht waren einfach genial. (Foto mit Andy) Nachher gings wieder zurück über Stellenbosch nach Franschhoek. Auch das seitlich parken vor dem Hotel hat super geklappt und wir wurden noch darauf hingewiesen das es hinter dem Hotel noch einen eigenen Gäste-PP hat. Haha. Danach ab um unser heutiges Restaurant auszusuchen, gleich reserviert auf 20:00 und ooh ich freu mich ... habe einen Bären hunger. Vorher gibt’s jetzt noch ein Happy Hour Bier.. mit 3 Min. Erklärung auf afrikanisch, die wir einfach nicht verstanden haben. Schlussendlich standen 2 Bier auf dem Tisch und mein Tonicwater wurde “ignoriert“… tja. Auf leeren Magen macht sich ein Bier ja super.
So, jetzt geht’s ab zum STEAK essen. Ich muss jetzt Schluss machen. Byebye bis morgen...Läs mer
Chapmans Peak Drive
22 oktober 2017, Sydafrika ⋅ 🌙 16 °C
Der Wecker war nicht mein Freund heute, aber die Freude auf das sagenhafte Frühstück liess mich dann doch aus dem Bett hüpfen. Wir sassen heute draussen und ich hoffte sehr auf den Besuch vom Hotelbüsi. Nix da, aber das Frühstück war wieder einfach Hammer. Beim letzten Bissen, wortwörtlich kam dann doch das Hauskätzchen vorbei und machte es sich auf meinem Schoss sehr gemütlich. Nun hatte ich mich gestärkt psychisch und physisch für meine heutige Aufgabe mit dem riesen Auto (nicht untertrieben und den innen Rückspiegel kann man auch nicht benutzen), auf der falschen Seite zu fahren und zu kuppeln. Dann gings auch schon los, Richtung Pick&Pay 500m weiter zum rasch noch ein paar Snacks und Getränke zu kaufen. Dann gleich wieder ab Richtung Cape Town. Das fahren ging recht gut, nur der linke Strassenrand kam Andy immer etwas zu sehr nah… und sein meist gebrauchtes Wort von heute war, „MITTE-MITTE“ mit einer zusätzlichen hektischen Geste in die rechte Richtung. Ab mir selbst musste ich mich auch kaputtlachen... dauernd betätigte ich den Scheibenwischer anstatt den Blinker, und dann weiss man nicht wie ausschalten. Andy ist dies gestern auch passiert und ich musste mich sooo zusammenreissen um nicht einen Lachanfall zu bekommen. Tja daran erkennt man wohl hier auch die Touris die aus den „rechtsfahrenden“ Ländern kommen. Also ganz cool haben mich die Motorradfahrer gefunden (sogar gewinkt oder ein Thumbs-Up gemacht), die freuten sich sehr, wenn ich ihnen etwas Platz zum Überholen machte... schliesslich war mir die linke Seite ja eh schon sehr Sympathisch. Haha (Gell Andy).
Und dann kamen SIE, zuerst vereinzelt und dann in Scharen, die Velofahrer - Wer um Himmelswillen fährt denn freiwillig irgendwo in Afrika mit dem Velo, ausser es ist für einen guten Zweck oder es ist ein „Farbiger“ auf dem Weg von A nach B. Naja irgendwie konnte ich das dann doch noch irgendwie verdrängen aber durch die lieben Velofahrer kamen wir noch zu einer innerstädtischen Sightseeingtour durch Stellenbosch vorbei an der University bis wir dann unseren weg wieder „gefunden“ haben. Das nur wegen einem Velorennen oder so, tztz ...(Aber es kommt noch besser)
Auf dem Weg zum Meer kamen wir an den „Slums“ vorbei (Shantytown), kilometerlang nur Blechhütten aber mit Stromversorgung und Satellitenschüsseln. Ein sehr befremdliches Bild und unvorstellbar, hier herrschen sowieso riesige Gegensätze die wohl kaum jemand in Worte fassen kann.
Dann eine Strasse am Strand, ganz nah am Meer und weiter via Muizenberg, Kalkbay, Fishhoek zum Chapmanspeak. Wir fuhren zur zweiten Aussichtsplattform beim Chapmanspeak und machten aber wegen meiner Blase einen kleinen U-turn wieder zurück denn da stand was von „Farmvillage“ (hat Andy gesehen). Also rasch zum Farmvillage, rasch parken und ab aufs Klo, aber zuerst mussten wir uns über den künstlichen Rasen und durch die riesen Menschenmengen im Burger-Restaurant zwängen. Weshalb dies Farmvillage heisst wissen wir jetzt noch nicht. Auf jeden Fall der Cappuccino und der Old style Apple Pie schmeckten ausgezeichnet. Lange verweilten wir dort nicht und zischten wieder ab an den Strand den man vom Chapmanspeak aus gut sah. Es herrschte rauer Wind und kaltes Meer. Ich glaubte es kaum aber es trauten sich doch etwa 2 Personen ins Meer. Ich fror schon nach 1x Zehen „tunken“ brrr. Danach fuhren wir endlich über den Chapmanspeak und da kam ER - der Schweizer Velorennfahrer der über den Peak fuhr. (Wir haben ihn erkannt am verbissenen Gesichtsausdruck und am Trikot mit Schweizerkreuz). OMG ... welche die nicht wissen wie die Fahrverhältnisse sind, SIE SIND ENG und für Velofahrer ist da einfach kein Platz. Man muss schon wie ein „Häftlimacher“ schauen das man die „Farbigen“ Lebensmüden am Strassenrand (dort wo es keinen gibt) nicht unfreiwillig mitnimmt (gell ändy) hihi.
Ganz vergessen zu erwähnen die Aussicht war einfach atemberaubend. Links das Meer und rechts Felsen (dazwischen wir und die Velofahrer - es blieb natürlich nicht nur bei einem!)
Einfach traumhaft und wir haben die paar Stopps mit der Aussicht sehr genossen. Das Wetter hat auch perfekt mitgespielt. Hammer!Läs mer
Groot Constantia
22 oktober 2017, Sydafrika ⋅ 🌙 14 °C
Nach dem Chapmanspeak wollten wir nach Groot Constantia, dort war ich in meiner Jugend ca. 1998 und ich konnte mich erinnern das es dort so mega coole PIE‘s gab. Andy war dort auch schon mal ca. 2003 und wir wollten somit beide Erinnerungen wiederauffrischen. Dort angekommen, kam mir noch gar nichts bekannt vor, erst als ich die markanten Häuser sah, sonst nada. Wir spazierten etwas in der Gegend herum und irgendwo gab’s dann sogar ein Visitor Tasting Zeugs und Andy kaufte gleich 2 Weine. Also den PIE hatten die 3 Restaurants (früher ich würde schwören gab’s nur eines) nicht mehr im Angebot. Schade und ab wieder nach Franschhoek. Auf dem Rückweg gab’s eine grosse Herausforderung für mich - Autobahnen. Es ist ziemlich ungewohnt falsch um einen Kreisel zu fahren und eben auch falsch in eine Autobahn einzufahren. Das gucken wo die Autos herkommen, schwierig. Aber auch das haben wir zusammen gemeistert, 4 Augen sind super!
Auf dem Rückweg wollten wir noch in Franschhoek (nicht weit weg von unserem Hotel) eine Winery anschauen um dort ggf. unser Abendessen einzunehmen. Wir fuhren ungefähr in diese Region (Andy wusste ungefähr wo) und irgendwie kam die Farm einfach nie. Bei einem grossen Hotel mussten wir den Portier erklären, dass wir nur bei ihm kurz das Auto wenden möchten. Ich glaube das war auch verständlich für ihn wenn eine „Madam“ am Steuer sitzt. Haha. Dann fuhren wir noch etwas mehr in die andere Himmelsrichtung, und auch dort fanden wir die Winery nicht, dafür bogen wir ab in Richtung „Ermitage“ wir dachten da ist es sicherlich besser mit dem Auto zu wenden als bei der Bergstrasse... tja. Die Strasse war Einbahn, ok, dann rein ins kitschige Italienvillage, die Strassen nur für Fiat 500 geeignet. Mit Steinbrunnenkreisel (Andy meinte ich soll mal da rum fahren... haha da hätte ich wohl einen neuen Brunnen nach Hause genommen.) Naja, die Strasse hatte dummerweise ein Ende, und mit ein bisschen vorwärts und rückwärts gings dann irgendwie zurück. Gesehen haben wir dort keinen Menschen, die Einbahn wieder weiter und ich hoffte nur endlich auf einen Ausgang. Ja, den hatten wir - aber mit Schranke. Äh, die ging nicht auf, aber es kam natürlich gleich ein Portier. Andy meinte sag ihm wir haben uns verfahren... ja äh, was heisst verfahren auf Englisch? Im gleichen Zug meinten wir beide - „We get lost“ und er fragte wo wir hinwollen - naja wieder nach Franschhoek (wir waren ja eigentlich noch in Franschhoek haha). Ich glaube er fands recht lustig und sagte das wir da unten gleich links abbiegen müssen und er würde uns die Schranke öffnen. Yeah... und den Weg zurück fanden wir ohne Probleme. Auf die Winery haben wir dann verzichtet. Rasch ins Hotel, dann halt das Restaurant welches Andy auch noch ins Auge gestochen ist begutachten. Es stellte sich heraus, dass es ein Italienisches ist, und das wollten wir nun beide nicht. Dann gab’s noch eines das erst 18.30 öffnete und in der Nähe war ein Pub dort wollten wir warten. 2 Cocktails und 2 Bier später konnten wir endlich um 20:15 dort unseren reservierten Tisch in Anspruch nehmen. Die Karte erhalten, ein wenig geschaut was es denn so gibt und schon wird der Wein geliefert. Äähh... sehr verwirrt fragte ich den Kellner „are you sure?“ „Yes Madam“, meinte er prompt. Er schenkte gemütlich ein und meinte dann ganz freundlich: „Thats the Cabernet - Sauvignon“, hmm... und ich erklärte ihm das wir noch gar nicht bestellt haben. Ups dann gings zackig und er packte die zwei Gläser und Karaffen wieder ein. Später kam der Kellner wieder zu uns und brachte dann mit seinem Witz „den richtigen Wein“ hihi. Das Essen war ganz vorzüglich, sogar mit einem richtigen Salat. Punkt 21:30 verflüchtigten sich alle Gäste, das scheint hier so ein Phänomen zu sein. Als letzte Gäste machten wir uns dann auch auf wieder ins Hotel und wollten den (also diesen Teil) vom Bericht noch fertig schreiben, wir beide schafften es NICHT. Sogar das Licht musste ich um 1:40 noch ausmachen. Mein Gegenüber schaffte das vorher nicht mehr... haha... What a day!
🚗😂👍🏻Läs mer
Bunkern und Paternoster
23 oktober 2017, Sydafrika ⋅ ⛅ 15 °C
Heute Morgen haben wir uns gekringelt wegen unserer Szenerie von gestern Abend. 😂 Letztes Frühstück im Hotel, packen, Toyota laden und Check Out. Ab in die Shoppingmall in Paarl. Schliesslich müssen wir Wasser bunkern für die nächsten Tage in Namibia. Zuerst geht’s in den Outdoorshop um für mich einen neuen Hut zu kaufen (ja der andere ist leider zu gross - er hat sich im Wind gar nicht bewährt).
Dann aber in den grossen Pick&Pay und 15 x 6er Packungen a 500ml Wasserfläschli und diverse Snacks /Chips. Toyota beladen und ab geht’s nach Paternoster, die Strecke hatte ziemlich viele Fahnenschwinger das heisst Baustellen, auch hier ist man davon nicht verschont. Hihi.
Die Strecke nach Paternoster war sehr kurz im Vergleich was uns morgen bevorsteht.
Unser Hotel hier ist wirklich auch sehr schmuck, also mind. 3 Hotelbüsis, und zur Begrüssung gab’s gleich ne halb lebendige Maus *gröhl*. Die Zimmeraussicht ist direkt aufs Meer und wir hätten noch ein Jacuzzi auf der Terrasse gehabt, leider fehlte uns die Zeit. Wir gingen nur kurz für 1h an den Strand, es windete sehr und Andy hat die Temperatur getestet - es ist kälter als in Nordhoek. Die Zeit raste denn schon mussten wir uns bereit machen fürs Abendessen. Den Sonnenuntergang von dem wir zuerst dachten, dass es keinen gibt (da es so bewölkt war), konnten wir noch vom Zimmer aus und dann von unserem Hammer Sitzplatz im Resti. Das Essen ist wieder einmal einfach nur HAMMER.
Morgen geht’s früh aus den Federn, 6.00 Tagwache und spätestens 7.00 Abfahrt ... morgen ist Überfahrt/Grenzüberquerung nach Namibia und die längste Tagesstrecke.
🚗👍🏻Läs mer
Grenzübergang nach Namibia
24 oktober 2017, Namibia ⋅ ☀️ 33 °C
Andy schreibt: Nach einer guten, erholsamen Nacht mit beruhigendem Meeresrauschen und Windgeräuschen (fast wie beim Segeln, einfach das surren der Wanten fehlte) wurden wir heute Morgen von niedlichem Vogelgezwitscher geweckt. Ich habe sogar bemerkt das ein Vogel Singschwierigkeiten hatte und sein pfeifen neu beginnen musste, fast wie Keef am 20.9. Unten an der Reception war dann Landlady Zackzack am Werk, besorgte uns warme, butterige Sandwiches in der Küche sodass wir pünktlich um 7:04 losfahren konnten. Interessant war das es vom Meer her recht neblig war, nach 10km ins Landesinnere fahren war dann der Nebel weg. Mimi kurbelte und ich schaute aus dem Fenster (nein, ein Witz, ich kümmerte mich um das Navi, die Wegweiser, die Getränke und was sonst alles dem Beifahrer seine Aufgaben sind). Nach 2 Std. war dann wechseln angesagt, doch wo blieb der Rastplatz, so kurbelt Mimi halt noch 60 oder 80km weiter zum nächsten Rastplatz. Kurz darauf kamen dann die Rastplätze alle 10km. In Klawer gab’s beim Wimpy ein Cappuccino «to go» und weiter gings. Interessant war der Wechsel der Landschaft je tiefer man ins Namaqua-Land vorstiess, am Morgen noch grüne Reben im Wachstum, dann endlose Getreidefelder und je näher an Namibia wurde es dann immer röter und sandiger mit spärlichem Bewuchs. Z.T. war die Strecke recht bergig und die vielen Versorgungs-LKWs nach Namibia keuchten den Berg mit gefühlten 40kmh hoch. Dann fährt man halt ein wenig hinter dem Laster her und wartet geduldig auf eine Ueberholmöglichkeit. Obwohl wir heute über 660km gefahren sind fühlte sich das nicht so stressig an wie anderswo, es fehlen die Jo Geilos die jede Sicherheitsabstandlücke ausfüllen und auch die "Schweizer" Flügelmuttern die den auf die Schwester eingelösten BMW spazierenfahren und im Klappenauspuff ein tolle Erfindung sehen. 1x war es sogar lustig, man fährt zig Kilometer alleine, vorne ein Laster (zum Überholen) und genau dann gibt’s auch Gegenverkehr, fast wie von Wallisellen nach Kloten durch den Wald wo der Kreuzverkehr auch genau dort ist dass man in den Kanaldeckel fahren muss. So musste ich halt vom 6.Gang in den 3. runterschalten (Insider...). In Springbok gab’s dann auch mal ein Getränk für unseren Hilux, ca. 120l Diesel aufs mal. Frisch gestärkt kurbelte dann Mimi bis zur Grenze. Für uns beide das erste Mal ein Landübertritt in Afrika. Auf Südafrika-Seite wollte die Uniformlady im Kabäuschen Mimis Driverslicense sehen und notierte unsere Autonummer auf einen fotokopierten Zettel. Sie fragte noch ob wir wissen wie es läuft und als wir verneinten gab’s den Tipp uns an Schalter 1 weiter vorne zu melden. So fuhr Mimi ein paar Meter weiter unters Sonnendach und wir begaben und zu Schalter 1 (separate Tür), dort gab’s den Ausreisestempel von ZA. Danach gab’s die mehr oder wenige unhöfliche Anweisung jetzt zu Schalter 3 zu gehen, dort wurde dann kontrolliert ob Mimi eine DriversLicense hat und unsere Pässe nicht ausgeschrieben sind. Auch das klappte natürlich nur mit stempeln. Danach dann zum Schlagbaum wo ein weiterer Sergeant dann alle Zettel nochmals auf die korrekten Stempel prüfte, schlussendlich durften wir dann über die Brücke den Oranje queren. In Namibia angekommen musste dann so eine "Visitors-Card" ausgefüllt werden (wie bei den Engländern, dabei waren doch hier mal Deutsche am Werk...). Naja, Mann muss nicht immer alles verstehen. Die Stempellady mit neckischem Hut war noch unfreundlicher als die auf der anderen Seite des Oranje, aber der Stempel war schlussendlich drin und weiter zum nächsten Schalter wo 277 NAD für irgendeine Strassengebühr zu entrichten waren, inkl. Kontrolle ob das Auto nicht gestohlen ist und VIN Nummer aufschreiben, ca. 20stellige Fahrgestellnummer auf einem 2cm Feld....fast wie mit der AHV-Nummer und der Steuererklärung. Das Beamtenverhalten ist halt ein globales Fehlverhalten und überall und nirgends kundenorientiert. Aber auch diesen Zettel hatten wir in der Hand schlussendlich. Die letzte Kontrolle nahm ein Junge mit zu grosser Uniform am Schlagbaum vor und da Mimi kein Afrikaans verstand und die Autonummer nicht auswendig wusste scheiterte unser Grenzübertritt fast noch. Kleiner Witz, nein alles ok, er hatte Freude an den CH-Pässen und wünschte und einen guten Trip. Nach 3km kam dann auch schon unsere Unterkunft für diese Nacht und zu dieser gibt es bewusst keinen weiteren Kommentar. Bis morgen.Läs mer
Noordoewer - Fishriver Canyon
25 oktober 2017, Namibia ⋅ ⛅ 30 °C
Wir waren uns heute Morgen absolut einig, ohne Frühstück und ggf. nur einen Kaffee zu nehmen und dann gleich los in Richtung Fishriver Canyon zu fahren. Der bestellte Kaffee bestätige unsere Vermutungen und weg waren wir.
Der Standort von diesem „Motel“ ist im „Nichts“ zwischen Steinen, Sand und einer Tankstelle und eben gleich nach der Grenze von ZA. Unser Zimmernachbar (Businessmän) hat die ganze Nacht mit seinen Ladys telefoniert. Und von unserem Toyota hat er noch den Alarm ausgelöst mit seinem kleinen VW Polo da er dauernd das Auto öffnete, schloss und dies immer mit Gehupe! Ich habe noch mit Andy darüber gewitzelt, das ich am nächsten Morgen auch mit Gehupe losfahre und dann hornt gleich unser Toyota, gar nicht gewusst, dass wir einen Alarm drin haben, wahrscheinlich mag unser Hilux auch keine emsigen Geschäftsmänner mit Hochglanz-Schuhen.
Also genug gemotzt von Wimpy Food und afrikanischen Businessmeni - jetzt ab die Post in Richtung Fishrivercanyon.
Der Weg führte uns durch Richtersveld, das erste Mal Gravel für mich und vorher vorbei an den Tafeltraubenplantagen welche dann auch im Migros Kloten zu finden sind. Da stand auch ein Wärter am Eingang vom Naturschutzgebiet. Er war sehr freundlich und nahm unsere Daten schön in sein Buch auf und Andy hat noch erfahren das wir die Ersten sind die heute in den Park fahren (um 8:24). Wir haben gezählt wieviel Fahrzeugen wir auf dieser Strecke begegnet sind: 1 x Grader, gekreuzt haben uns 5 und 1 Auto hat uns überholt beim Fotohalt.
Irgendwann war die Strasse wieder zu Ende und wir standen wieder vor einer Schranke. Hier kam ein netter Herr von der Police raus und wollte auch unsere Daten wie auch unser ganzes Auto auf Waffen, Drogen und sonstiges durchsuchen. Ähm, ja bitte schauen Sie nur... und dann schaut er in meinen Rucksack und nimmt alles raus und guckt es sich an. Ich fülle so rasch als möglich die gewünschten Daten ins Feld, bin aber sehr irritiert über das genaue rumschnüffeln. Andy wartet schon hinten beim Toyota - da er auch sehen will was wir geladen haben. Auch Andys Koffer wird durchsucht und das Interesse fällt auf unser Wasser - Andy schenkte ihm dann eine Flasche. Und nein, dann war er noch nicht fertig. Dummerweise habe ich meine Bauchtasche im Auto liegen lassen und jetzt prompt wird auch diese noch durchsucht... grrr. Aber wir bleiben freundlich und smilen die ganze Zeit, schliesslich wollen wir ja einfach durch - und er lässt uns auch.
Unser nächstes Etappenziel ist Rosh Pinah, dort wollte ich unbedingt aufs Klo und einen Kaffee haben und Andy wollte eine Namibische SIM Karte kaufen. WC hat bei der Tankstelle (für 2Rand) super geklappt, beim Kaffee sind wir gescheitert (es gab dann kalten möchtegern „Emmi“ Kaffee vom Spar) und die SIM Karte hat Andy am Strassenrand an einem Handyflick Stand gekauft. Hihi (Foto)
Weiter geht’s zum Canyon, zuerst noch geteerte Strasse dann abgebogen und wieder auf Schotter unterwegs. Ab genau DA haben wir KEIN Auto mehr gesehen bis wir bei unserer Lodge angekommen sind. Und das müssen gute 2 Stunden gewesen sein. Wir haben freundliche Zaun-Bauer getroffen die einen unendlichen Zaun im Nirgendwo aufstellen müssen. Dann fast am Schluss die letzten 19km sind die schlimmsten gem. Reiseführer. Und das waren sie auch, 20km/h ist das Maximum und Teilweise sehr steil nach oben und unten. Andy hats gefallen, ich habe meinen Powernap wohlweislich vorher genommen. Hihi.
In der Lodge angekommen, wurden wir schon mit einem Lychee Drink empfangen. Und die Aussicht auf der Terrasse war der Hammer. Check-In und schon haben wir den Sundowner gebucht. Mit Guide um 17:30 geht’s los. Aber zuerst gab’s noch einen Light-Lunch, und mir kam das sehr recht, denn ich hatte Bärenhunger. Danach Zimmer beziehen und waschen, denn es war sehr warm und es windet sooo stark, fast unheimlich. Die meisten Kleider waren wieder nach 1-2 h trocken. Und dann ab zum Sundowner. Das war ganz cool bis an den Abgrund konnten wir beim Canyon gehen und der Guide erklärte uns alles über Köcherbäume und die hochgiftigen Büsche in allen Grössen. Dann aber gab’s am Sundowner Point... das Bier ein paar Snacks und die Stimmung vom Sonnenuntergang! This is Africa! Um ca. 19.10 fuhren wir wieder zur Lodge zurück und bekamen unseren Oryx auf dem Teller mit Rotebeete. Später gab’s noch eine Singeinlage vom ganzen Koch/Service-Team. Das Internet funktionierte nicht mehr, da die Lodge ihr Datenguthaben scheinbar aufgebraucht hat. hihi „TIA“ gute Nacht.Läs mer
Fishriver Canyon
26 oktober 2017, Namibia ⋅ ⛅ 17 °C
Was für eine stürmische Nacht, sie hatte ein Ende um 5:30 und 7:00Uhr war Abfahrt vor der Lodge mit unserem Guide mit dem wir den Fishriver besichtigen. Mit Jacke und Pullover und langer Hose war es immer noch ziemlich frisch, wir hofften doch sehr das bald die Sonne rauskommt. Unser Guide hat uns auf dem Weg vieles erklärt über die Vegetation, Steine und ein bisschen über die Geschichte von Namibia. Ein netter älterer Herr hat sich als (wir vermuten) Fishriverkenner und schon ewiger Besucher oder Dauerbewohner von hier entpuppt. Er erklärte uns viel über die Steingravuren und fand beim Rundgang auch einen „Faustkeil“… einfach so. Es hat uns richtig angesteckt, seine Begeisterung und sein Wissen, er war auch gut beim Spotten. Klippspringer, Rockdassies, Groundsquirrel, Kudu, Strauss, Baboons, Zebra, Springbock, diverse Vögel und ein Skorpion haben wir alles heute gesehen. Etwas weit weg - da waren wir in Tanzania oft viel näher dran. Aber wir sind ja auch nicht hier um unbedingt Tiere zu sehen, sondern eher um sie zu essen 😂. Unser Guide hatte ein T-Shirt an mit dem Spruch „I survived the Terror Pass“ und macht noch Witze darüber. Aha, darum mussten wir wahrscheinlich am Vorabend eine Verzichtserklärung für diesen Ausflug unterschreiben. Ich übertreibe nicht aber die Strassen, nein, keine Strassen es waren Spuren im Felsen/Sand/Boden. Unser Guide Dessie sagte die Spuren wurden teils von Hand von den Bauern in den 50er Jahren gemacht. Und ich wiederhole mich wahrscheinlich - aber ich übertreibe nicht, wenn ich sage es fühlte sich fast an wie auf der Achterbahn, einfach in Zeitlupe. Oft sah man im Auto nur noch den Himmel oder eben keinen Himmel mehr, und dummerweise ist dies auf keinem Bild wirklich so rübergekommen. Man kann das nicht bildlich festhalten, DAS muss man erlebt haben. Dazu kam noch, wenn man die Achterbahnsteigung oder Neigung hatte, der Schütteleffekt. Dessie sagte immer mal wieder „Here comes the little Massage“ haha. Aber in keinem einzigen Moment hatte ich Angst oder ein ungutes Gefühl. Zuerst gings mal zu einem schönen Aussichtspunkt ungefähr auf der gleichen Höhe wie unser Hotel ist - einfach etwas weiter weg. Hier sahen wir in der Schlucht auch einen kleinen Fluss, der bei guten Zeiten etwas mehr Wasser führen könnte. Was uns aufgefallen ist - wenig Tiere - obwohl es Wasser hat. Dann gings die Achterbahn hinunter in die Schlucht inkl. Schütteleffekt in Zeitlupe - was für ein Spektakel. Den Comfort-Stop wollte niemand in Anspruch nehmen, und weiter gings zum Rockpool, unsere schöne Lunchdestination. Wir assen unser kaltes Wienerli und Sandwich und die Holländer sprangen in den Pool. Ich fütterte noch die netten Fischlis mit dem Brot vom Sandwich und nach einer gemütlichen, ruhigen Zeit bekamen wir den Befehl das es in 5min wieder losgeht. Vor dem Auto noch ein Belohnungs-Bier und ab die Post ... äh ... Zeitlupe wieder straight zurück zur Lodge (ca. 2.5h). Um 14:30 waren wir etwa wieder zurück (geplant 13-14Uhr ... TIA) und wir genehmigten uns einen Filtercoffee, danach ab ins Zimmer und die Aussicht geniessen - kleine Dinge erledigen bevor es morgen wieder heisst - Koffer packen.
Etwas muss ich einfach noch erwähnen - die Haare - man kann sie waschen und sie sind auch gleich schon trocken, wenn man aus der Dusche kommt. Und sie sind so elektrisch und fein da nützt kein Gel oder eine Tonne Spray um sie zu bändigen. Geschweige denn mit diesem Wind der hier herrscht - da ist der Föhn im Rhiintl doch eher noch der kleine Bruder. Alles für die Katz mit den Haaren. Das Abendessen ist nun auch hinter uns und am Feuer wärmen wir uns noch etwas auf, da es hier durch alle Ritzen zieht und klappert. Happy Windy ... 🌪🌪Läs mer
Fishriver - Aus - Lüderitz
27 oktober 2017, Namibia ⋅ ☀️ 25 °C
Andy schreibt:
Bei der Tagwache heute um 05:30 war im Gegensatz zu gestern kein bedeckter Himmel und so konnten wir den Sonnenaufgang vom Bett aus geniessen. Wer musste die Vorhänge zurückziehen...klar, ich... war schliesslich saukalt im Bungalow. Beim Frühstück machte der Schreiber auf kulinarischen Tiefflieger da alles so fad war, es gab selbstgebastelten Schinken-Käsetoast mit Ketchup, aromatisiert mit grünem Tabasco. Nach dem Check Out mit Versuch an Bargeld zu kommen (ou ich habe vergessen den Sundowner zu verrechnen und bei 2 x Verwendung der gleichen CC muss er höhere Gebühren abliefern ob ich nicht in Cash zahlen könne blahblah aber macht nichts, resp. Pech für Jack mit den bleached teeth, ich konnte so erstmalig meine gebührenfreie Prepaid Euro-CC antesten) gings dann auf die Morgenfahrt mit Mimi inkl. Zwischenstopp bei einem neckischen Köcherbaum. Bei der Weiterfahrt mussten wir mal einen Zwangsstopp bei einem engen Bahnübergang einlegen da das Auto vor uns an der wirklich dümmsten Stelle im Umkreis von 1426km2 angehalten hatte und wir nicht überholen konnten. Naja, wir sind in Afrika, warten und schauen was passiert. Plötzlich öffnete sich die Beifahrertür, eine Frau steigt aus, sieht das grosse Auto 5cm hinter der eigenen Stossstange, stieg wieder ein, gefuchtel im Wagen mit der Fahrerin, ruckeliges beiseite fahren und der Weg war für uns frei. Das selbe Grüppchen haben wir dann in Lüderitz nochmals getroffen und unsere Detektivarbeit woher die wohl kommen wurde bestätigt (komisches Deutsch in der Lodge gehört, der Begleitmann mit Reinhold-Bart, daher Vermutung=Südtirol) da sie bei der Reservation der Kolmannskuppentour als Nationalität Italy - ten points - angegeben haben. In Aus dann eine kleine Stadtrundfahrt (Bahnhof Hotel) und geradeAus weiter. Kurzer Stopp bei Garub und den Wild Horses (war leider am 20.9. nicht auf der Setlist). Die gemäldehafte Landschaft entlang der B4 faszinierte uns beide sodass mit offenem Mund gefahren wurde. In Lüderitz angekommen gab’s dann im Garten des ehemaligen Woermann Linie Hauses (sehr schmuck) an der "Waterfront" ein "richtiger Kaffee" (Nespresso) mit Quiche und Salat. Alles hatte wieder Geschmack, ich war richtig froh. Danach Kuppentour für Sonntag buchen inkl. Spitzeleinlage (siehe oben). Dann Abstecher zum Achatstrand inkl. kleiner Verfahrt in den Lüderitzer Suburbs. Wieder zurück in Lüderitz waren die Geschäfte geschlossen und daher wuselfrei und alles relaxed, richtig passend für mich. Eine kleine Stadtrundfahrt zu all den historischen deutschen Gebäuden im Anschluss war einfach "strange". Europäischer Baustil, deutsche Schriftzüge, sogar der Geruch in der Kirche kam einem bekannt vor...und das an der Südwestküste in einer Wüste in Afrika. Dann zum Hotel mit perfektem Rückwärtsparkieren per Seitenspiegel. Abendessen gab’s dann bei "Essenzeit" an der Waterfront. Interessant war das hier ein gemixtes Publikum verkehrt, also weiss/schwarz gemischt. Und die Kinder richtig "well educated" sind, also kein rumrennen zwischen den Tischen und sinnfreies Geschrei einfach damit geschrien ist damit sich Mami alternativ vorkommt. Nach all den Wildtieren gab’s heute zur Abwechslung mal Fisch auf dem Teller, war sehr lecker. Und zum Dessert gab’s so was Einheimisches, eine Art heisser Kuchen (Malva) mit Custard. Vor Jahren wurde mir von einem Südafrikaner erzählt das er in seiner Kindheit Custard wegen den darin enthaltenen Vitaminen vorgesetzt bekam...irgendwie glaub ich das nicht ganz. Jedenfalls war das Dessert sehr lecker und das Restaurant inkl. netter Bedienung (der WiFi Code wird einem eingetippt, das ist Service wie beim tanken) sehr empfehlenswert. Wir aktivieren bei Gelegenheit den Tripadvisor-Account um eine positive Bewertung zu hinterlassen. Genug für heute, morgen geht’s rein ins Sperrgebiet zu den ehemaligen Diamantenminen und zum Bogenfels.Läs mer
Bogenfelstour (Diamantensperrgebiet)
28 oktober 2017, Namibia ⋅ ☀️ 27 °C
Mirka schreibt:
Am Morgen frühstücken mal im grossen Stil d.h. «Big Hotel», viele Leute und Rushhour am Buffet. Der Kaffee, nur durch den Filter getropft, langsam schmecken wir hier auch schon Unterschiede. „What else“ würde Clooney wohl sagen. Um 8:30Uhr soll der Pickup im Hotel sein für unsere Bogenfelstour im Diamantensperrgebiet. Diese mussten wir im vornherein buchen und da mussten auch Passkopien geliefert werden, was natürlich unser Reisebüro machte. Überpünktlich für Afrika um 8:25 holte uns der Fahrer ab und unterwegs pickten wir noch zwei Backpacker von US/Boston auf. Der Driver brachte uns zur Kolmanskoppe, dort schien es ein Office von Namdeb (Halbstaatlicher Betrieb/Diamantenförderung) zu geben. Nach 5 Minuten warten kam unser Fahrer wieder zurück zum Auto, oh das „Permit“ wurde vergessen. Oh, äh er geht es rasch holen - wir warten - TIA.
Driver wieder da, alle ins Auto steigen (wir sind 2 Cars) der Tourguide ist im Auto vor uns und unser Fahrer hat ein Walkie-Talkie was er in der Hand hält und wir hören mit. Wenn etwas nicht verstanden wird oder wir Fragen haben wird das vom Tourguide im vorderen Auto wiederholt/beantwortet. Unser Fahrer schweigt und fährt - das ist sein Job.
Erster Halt ist Grillental (nur der Name ist schon skurril), dort standen Pumpen um Wasser zu fördern, alles zerbröckelt, kaputte Scheiben, überall liegen Metallteile oder Fässer rum. Beim zweiten Stopp (Mondlandschaft) auf einem Hügel wurden bei den Pneus Luft rausgelassen damit sie etwa noch 1.8bar (normal etwa 2.8-3bar) hatten, so fährt man besser auf dem Sand. Der nächste verlassene Ort war die Diamantenwaschanlage, dort gab es ganz viele Gestelle aus Holz mit einem Sieb drin die einfach in der Gegend lagen. In dem einten Gebäude waren Maschinen, die man kaum noch erkennen konnte. Weiter etwas den Hügel hinauf kamen wir zum Dorf Pomona, dort wohnten einst ganz viele Arbeiter und auch gehobeneres Volk. Es gab eine Schule und ein Doktorhaus und das Herrenhaus vom Chef und viele einfache Arbeiterquartiere. Die Häuser waren teils in ganz unterschiedlichen Zuständen, die einten schon fast Ruinen (vom Wind und Sand zerfressen und in sich zusammengefallen), andere wiederrum waren fast ganz erhalten z.B. das Doktorhaus war geschlossen man konnte nicht rein, aber durch ein Fenster habe ich noch ein weisses Metallstangenbett mit Matratze erblickt. Sehr skurril. Auch hier liegen überall immer Metallteile oder Bahnschienen oder Wellblech am Boden. Irgendwie kann man sich hier gar nicht satt sehen, irgendwie ist das einfach so schräg und irgendwie ist das auch noch gar nicht lange her. Die letzten Personen sind ca. 1931/1934 weg und seither sind das alles Geisterhäuser / Dörfer. Oft hat man in den Häusern irgendetwas gesehen das noch in Deutsch angeschrieben war - irgendwo in Afrika!
In Pomona gab’s Lunch (Buffet aus Tupperware: Brot, Gemüse, Poulet, Käse und Nudelsalat) im Schulhaus mit Tischen und Stühlen und mit kühlem Bier oder sonstigen Getränken. Sehr schräg!
Nach Speis und Trank fuhren wir nur wenige Meter bis zum Friedhof (mit Aussicht aufs Meer) und man sah nur noch wenige Beschriftungen die leserlich waren - aber diese sind alle etwas älter als 40ig geworden. Weiter geht’s nun in Richtung Meer, zum Bogenfels der sehr eindrücklich sein soll. Vorher fahren wir an ganz vielen kleinen Steinhügeln vorbei, uns wird erklärt, dass die Steine nach dem Sieben (um die Diamanten auszuwaschen) so hinterlassen wurden - dies ist im Fairytale-Valley.
Die Strecke generell durch das Diamantensperrgebiet, ist ungeteert und teils auf Sand oder Schotter - oft kommt es mir auch vor das wir einfach irgendwo durchfahren. Aber wir kommen auch am Bogenfels heil an. Dieser ist wirklich gigantisch und wird auf dem Foto ehrlich unterschätzt. Er ist riesig und man kann ihn besteigen, was wir nicht dürfen ist an den Strand runter laufen. Hier wird noch Kaffee (instant) inkl. Milchpulver ausgeschenkt und Guetzli - hihi. Wir haben hier eine Stunde Aufenthalt, wir machen Fotos und Andy steigt noch auf den Bogenfels - mir ist es zu mulmig (Höhenangst) dann Kaffee und schwups ist die Stunde vorbei. Mir ist es sowieso extrem kurzweilig vorgekommen, teilweise so viel Eindrücke, Licht und Schattenspiele, so viel Farben und Formen, kaputte Sachen und Herumliegendes überall... das hätte noch viel länger gebraucht um dies alles aufzusaugen. Nun denn, nach dem Bogenfels geht’s wieder zurück (nicht den gleichen Weg). Abgeladen wieder vor dem Hotel, waren wir echt erschlagen - also zuerst ein Bier (und ich ein Rock-Shandy) in der Hotelbar. Oh, schon wieder so spät 18:00 - wir müssen essen gehen. Rasch umziehen, ab ins Auto und zum Diaz Coffee - ein anderes Restaurant und wieder eine gute Wahl. Haben uns auch gleich entschlossen im Diaz Coffee morgen unser Frühstück zu essen und nicht im Hotel. :) Morgen geht’s schon wieder weiter zur Namtib Desert Lodge (am Rand der Namib Wüste).Läs mer
Lüderitz - Tirasberge/Namib Desert
29 oktober 2017, Namibia ⋅ 🌙 22 °C
Was für eine Nacht, um etwa 00:07 aus dem Nichts aufgewacht und erschrocken das da dauernd was piepst. Wollte natürlich Licht anmachen, und da ging gar nichts, alle Schalter die ich betätigen wollte - tot. Licht gibt’s auch im Handy und dann habe ich mal den Ursprung von dem Gepiepe gesucht, aber ausser das es vom Bad/WC kommt - habe ich nichts gefunden. Völlig genervt wollte ich Andy die Situation erklären, der natürlich von meiner bisherigen Suche nichts mitbekommen hat. Ausser ein paar unkoordinierte Worte die ich von ihm hörte - schlief mein Gegenüber gleich wieder. Okey dann versuchte ich halt auch wieder zu schlafen und das Gepiepe zu ignorieren. Irgendwann in der Nacht schaltete der Strom wohl für kurz wieder ein und das grelle Licht weckte mich natürlich aber das schaltete gleich dann von selbst wieder aus. Mein mitternächtliches am Schalter hin- und her zappen, hat sich nun dann doch noch gerächt am Morgen als der Strom dann definitiv zurückkam. Ich wachte natürlich vom Licht wieder auf und Andy stand in dem Moment auf, er wollte aufs WC und wunderte sich wieso das Licht brannte. Wie vermutet, weiss er nichts mehr von allem und ich hatte eine ziemlich durchwachte Nacht. Nun, ab heute gibt zwischen hier und der Schweiz einen Zeitunterschied. Auf jeden Fall haben wir hier immer noch die gleiche Zeit. Wir hatten vor um 07.00 das Hotel zu verlassen. Es wurde ca. 07.17 und dann gleich tanken und ggf. nochmals Geld am Automat abheben. Wir fuhren durch das am Sonntagmorgen ausgestorbene Lüderitz auf die Shell Tankstelle zu. Auf einmal sprangen die Arbeiter mit ihren blauen Skianzügen aus allen Löchern hervor, fuchtelten herum und hatten wohl Freude das da endlich wer kommt. Da waren sicher 5 am Fensterputzen, die einten putzen das gleiche Fenster gleich zweimal. Ich gab Andy eine 50N$ Note und die hatten Freude. An der Tankstelle funktionierte das EC Gerät nicht und darum Cash bezahlen, easy sind ja nur 860N$ für 1.1/4 Tankfüllung. Hier ist zu sagen, dass wir 2 Tanks haben mit total ca. 160 Liter Fassungsvermögen. Denn ab jetzt gibt es nicht mehr an jeder Ecke eine Tankstelle und darum nochmals Cash aus dem Automaten abheben - damit wir immer genug Geld für eine Tankfüllung hätten. So, alles erledigt, dann wollten wir nochmals zum Diaz Coffee Shop wo wir gestern zu Abend gegessen hatten, denn wir sahen dort das es eine richtige Kaffeemaschine gab. Voller Freude bestellen wir das Frühstück und irgendwann kam sie zurück und meinte Cappuccino können sie nicht machen da noch kein Strom vorhanden ist. „This is Africa“ okey, wir entschieden uns lächelnd für einen „French Press“ = Bodum Kaffee. Und dann nochmals später hiess es - no Toast - da der Toaster ja auch nicht funktionierte ohne Strom, was halb so schlimm war. Frühstück war hier auch sehr köstlich, wir werden hier sicherlich eine gute Bewertung auf TripAdvisor machen. Denn das Kaffee scheint nur von Frauen betrieben zu werden und es klappt hervorragend und besser ohne Männer. Rechnung verlangt und erhalten, natürlich von Hand geschrieben und in bar bezahlt - war schwups der Strom wieder da. Haha, „This is Africa“!
Unser Weg führte nun nach Kolmanskuppe, den Eintritt hatten wir am Freitag schon bezahlt und um 10:00 findet dann eine Führung statt durch die Geisterstadt. Zuerst hatten wir noch Zeit ein paar Häuser selbst zu inspizieren. Wieder von Sand und Wind und bis vor den 80er Jahren von Menschen zerstörte Häuser. Wie am Vortag im Diamantensperrgebiet einfach so skurril und es erschlägt dich einfach mit so vielen Eindrücken. Nach der Führung waren wir beide einfach nur K.O. Und obwohl wir nicht alles gesehen haben wollten wir gehen. Es war auch nicht grad das schönste Wetter - dunstig und eher kühl. Wir versuchten unser Glück am Diaz Point, ein kleiner Ausflug zur Lüderitz Halbinsel mit einigen Buchten. Und beim Diaz Point errichtete Bartolomeu Dias 1488 ein Kalksteinkreuz. Zu diesem wollten wir, aber die Holzbrücke ist kaputt, wir mussten halt rundum laufen. Denke, wenn wir in 10 Jahren wieder einmal hier vorbeikommen würden, wäre die Brücke immer noch kaputt.
Der Strand war sehr relaxed, und wir erkannten 2 ältere deutsche Touris wieder die wir schon bei der Diamantentour und dann bei Kolmanskuppe wieder gehen haben. Sonst war da niemand. Dann freuten wir uns auf das Strandkaffee und da sitzen dann schon unsere deutschen Pensionierten wieder. Wir kamen ein bisschen ins Gespräch und plauderten über das Reisen in Afrika.
Die Sonne kam wieder zum Vorschein und die Reise nach Namib Desert konnte beginnen. Einen Stopp machten wir nochmals bei Garub (Wasserloch für die Wildpferde), dieses Mal sahen wir nur «freezeframe» Strausse 😂. Weiter zur unserer nächsten Station. Fast am Schluss von der Strecke bemerkten wir Pfützen auf der Strasse, teils auch recht grosse, es hatte geregnet! Auf der Farm angekommen wurden wir von Thorsten auf Deutsch begrüsst, kurzer Willkommensdrink und Erklärung, dann den Sundowner auf dem Hügel beobachten. Kurz den Sand abduschen und um 20:00 gibt’s Essen am grossen Tisch. Es waren noch 4 andere Gäste hier und wir alle stellten uns einander vor. Dann am Tisch gab’s self „schöpfen“, und die Besitzer der Farm (2te Generation ausgewanderte Deutsche) assen mit uns. War wirklich noch eine coole Erfahrung!
Und heute Nacht bin ich eingeschlafen beim Berichtschreiben...😴Läs mer
Auszeit
30 oktober 2017, Namibia ⋅ ⛅ 16 °C
Mirka schreibt:
In dieser Lodge kann man einfach nur relaxen und runterfahren, anders geht’s nicht. Genau das haben wir gemacht, mal etwas länger geschlafen. Einen Spaziergang um den Hügel hinter der Lodge gemacht. Der Weg war mit gelben Punkten an den Felsen gekennzeichnet, der Mann ging voraus und nach 5 Min. hatte er schon keine Punkte mehr in Sicht, die Frau musste zurück und fand die Markierungen wieder. Danach lief ich dann voraus. Es wurde schon recht heiss hier, denke um die 30 Grad. Dann gab’s wieder relaxen, dösen, Wäsche waschen, hängen und dem Wetter zuschauen. Denn am Nachmittag hat es sicher 3-4x gedonnert und wenig Wassertröpfli haben den Boden erreicht. Am späteren Nachmittag machten wir uns nochmals auf um einen guten View auf den Sundowner zu bekommen. Haben uns auf einem Felsen Platz gemacht und genossen (Andy hat Bier und Chips mitgenommen). Dann Rückweg, duschen, umziehen und Abendessen wieder am grossen Tisch mit neuen Gästen.
Auch vom ganzen Tag relaxen und den Vögeln zuschauen wird man müde, gute Nacht!Läs mer
Tok Tokkie Trail - 2.11.
31 oktober 2017, Namibia ⋅ 🌙 5 °C
Heute ist das letzte WiFi bis sicher am 2.11. Denn heute checken wir in der Wüste aus und beim Tok Tokkie Trail ein. Wenn ihr wissen wollt was wir so ungefähr machen, http://www.toktokkietrails.com/ wir melden uns nach dem Trail wieder. byebyeLäs mer
Tok Tokkie Trail "start"
31 oktober 2017, Namibia ⋅ ⛅ 31 °C
Von der Desert Lodge aus hatten wir ziemlich sandige Strassen, das heisst ein Teil davon. Andy hat mit seiner Voraussicht schon Luft aus den Reifen gelassen, damit wir weniger Druck drin haben. Das ESP mussten wir in der Hitze des Gefechtes dann ganz schnell noch ausschalten. Einige Oryx haben wir auf dem Weg gesehen teils tot und natürlich auch lebendige. Beim schmucken Örtchen Betta gab’s ein WC, da konnte man grad davor parken! Und ein sehr netter Curio-Shop mit Food und alles was Man(n) oder Frau so braucht. Wir entschieden uns für ein Glacé-Cornet! Und weiter geht’s zum Tok Tokkie Trail Start. Wir haben es gefunden, und wurden herzlich begrüsst. Es sind 7 Personen inkl. wir und zusätzlich noch der TrailGuide Ricardo. Er hat uns alles erklärt, wo laufen wir, wie lange und wo gibt’s Lunch etc. Dann hatten wir noch Zeit das Gepäck zu reorganisieren. Wohlwissend habe ich das meiste schon so am Morgen gepackt, hatte mich schon mit Sonnencreme eingeschmiert und die richtigen Schuhe/Socken/T-Shirt schon an. Der Rest tat das dann halt vor dem Auto. Alles gepackt und dann wurden wir zu einem Schulprojekt gebracht. Dort kommen Kinder für eine Woche hin und lernen wie man Wasser spart, was wieviel Energie braucht, Solarkochen, Sternenkunde und Recycling.
Aber danach ging es mit dem Fahrer in Richtung Toki Tokkie Trail Start.
Das Wetter hinter uns war sehr wolkig/düster und auch fast schwarz. Ein paar einzelne Wassertropfen hatten wir schon abbekommen. Wir liefen auf Sand und das war sehr speziell, irgendwie brauchte man sehr viel Energie für wenig Schritte. Nach etwa 1.5-2h waren wir schon in unserem ersten Camp. Wir lernten Willie und Teresa kennen die für den Background zuständig waren. Bei Willie konnte man die Bucketshower (Eimerdusche) bestellen und auch den Gin Tonic an der Bar.
Zuerst genossen wir das Getränk und irgendwann gingen die ersten unter die Shower. Wir waren die letzten und ich sage, die Aussicht war einfach der Börner! Beim Klo gab’s eine Regelung, man musste die Kelle auf Rot drehen und nicht vergessen wieder auf Weiss umzustellen wenn man fertig war. Das Wasser und die Seife standen vor dem WC und die Aussicht war wie schon bei der Dusche einfach cool. Irgendwann kam Ricardo mit einem Chamäleon angelaufen auf einem Ast sitzend. Diesem wurde dann ein Toktokkie Beetle vorgesetzt, damit wir sehen konnten wie lang seine Zunge war. Und es dauerte keine 2 Sekunden und der Käfer war im Maul vom Chamäleon, das knackste auch so richtig, sehr faszinierend. Irgendwann nach dem Sundowner gab’s so gegen 20:00Uhr das Essen. Es wurde uns von Teresa auf English und von Willie in der einheimischen „Klick-Laut-Sprache“ erläutert. Das war so lustig, denn die Einheimischen haben für die Dinge die sie früher nicht hatten (z.B. Rotebeete oder Salat) keine Worte, darum wird das dann ganz gross umschrieben und mit viel Gestik erklärt.
Das Essen war einfach aber sehr gut. Danach hat uns Ricardo den Himmel erklärt, denn die Wolken hatten sich zum Glück fast alle verzogen. Nur noch weit weg sah man immer noch ganz viele Blitze am Himmel. Kurz vor 22Uhr verzogen wir uns alle mal in unser neues Himmelbett (Wortwörtlich). Unsere Suite bestand aus zwei Feldbetten, je einem Nachttischli, zwei kleine Teppiche, eine Bank für den Koffer/Tasche und noch je ein Tischli für die Schuhe drauf, die sollte man nicht auf den Boden stellen.
Auf dem Feldbett war zuerst der Schlafsack eingerollt und als wir zurück kamen leuchtete ein Solarlämpchen (obwohl man das kaum brauchte weil der Mond so hell schien) und der Schlafsack (Fester Militärschlafsack mit Daunendecke und Kissen innendrin) war ausgerollt und bereit zum reinschlüpfen. Aber zuerst noch Zähneputzen, auch bei uns stand ein Wasserbehälter zum frisch machen und Hände waschen. Ins Pyjama schlüpfen war auch ein bisschen eine Herausforderung, damit man nicht gleich überall Sand drin hatte. Hihi. Und dann endlich alles ist da wo man es haben möchte, alle Reissverschlüsse sind zu und man liegt eingekuschelt im Schlafsack und der Blick geht in die unendliche Weite ins Universum der Sterne. Und schon ist man eingeschlafen.Läs mer
Tok Tokkie Trail
1 november 2017, Namibia ⋅ ⛅ 18 °C
Andy schreibt:
Nach dem zügigen Einschlafen (ganzer Tag an der frischen Luft, Wandern, Eindrücke) waren wir dann ca.2 Std. später schon wieder wach... Der Grund: es tröpfelte auf den Schlafsack...Ja, in Namibia, einem der trockensten Länder der Welt und wenn wir da sind und draussen übernachten schifft es... den ganzen Optik- und Elektronik-Krimskrams in Sicherheit/ins Trockene bringen und wieder in den Schlafsack kriechen...danach war dann zum Glück Schluss mit dem Getröpfel und das "Hören und Sehen bei Nacht" wurde nicht im Regen ertränkt. Mimi schubste mich ein paar Mal in der Nacht, warum weiss ich nicht aber um ca. 04.30 war das Geschubse recht energisch und ich fragte was los sei: "Schau mal nach oben"...oh, der Störenfried zunehmender Mond war weg und wir genossen den unglaublichen Sternenhimmel den es so vermutlich nur noch in Afrika zu bewundern gibt. Danach noch eine Runde dösen. Als es dann schon hell war kam zuerst Ricardo im Sand angestapft, mit einem Tablett.
Bei uns angekommen konnten wir dann wählen zwischen Kaffee, Tee, mit/ohne Zucker/Milch. Wow! Das ist Service...(guten) Kaffee in den Dünen ans Bett serviert.
Kurz darauf stapfte Willie heran um uns warmes Wasser in unser persönliches Wasch-Basin einzufüllen. Besserer Service als in der Fish-River Lodge...
Frühstück gab’s dann an der gemeinsamen Tafel, sogar warmes Porridge wurde aufgetragen für die welche es mögen. Nach dem üblichen Gesuche der sieben Sachen (Sonnenbrille/Sonnencreme/Akku) und dem Einsetzen der Kontaktlinsen unter erschwerten Bedingungen war dann ca. 08:00Uhr Abmarsch zu unserer heutigen 11km-Tour. Zuerst stapften wir 3 hintereinanderliegende Sanddünen hoch (ächz), dazwischen eine Physik-Lektion mit dem Magneten um das schwarze Eisenoxyd vom roten Sand zu trennen. Dann wurde es "rocky" und wir fühlten und sogleich an unsere bekannten Wanderwege erinnert. Sand stapfen ist definitiv nicht unser Ding.
Auf dem Sattel des "Horse-Shoe" genannten Berges angekommen machte Ricardo dann ein Witz das wir jetzt Pause machen und uns einen Kaffee gönnen können. Bis wir dann merkten das dies gar kein Witz war, sondern bitterer Ernst: Er kramte eine grosse Thermosflasche aus seinem Rucksack und der Kaffee wurde zusammen mit Muffins serviert. Oha! Danach dann runter vom Berg, mit Erklärungen zum Parfümbaum und einem Teestrauch der Buschmänner. Sieht völlig verdorrt aus, aber nach 3 Std. im Wasser war der Testzweig grün wie das Blut der Vulkanier, faszinierend. Eine Lion-Ant musste nach unserer Visite ihr Zuhause wieder in Ordnung bringen.
Dann weiter durch eine Ebene zu unserem Lunchspot, Punkt 11:50 waren wir dort. Unter einer Akazie mit obligatem Webervogelnest war ein schattenspendender Baldachin mit Liegestühlen vorbereitet. Es gab Sandwiches, eine Quiche mit viel Zwiebeln (pupsgefahr) und ein Coke oder die lustigen künstlichen Fruchtsäfte. Die Webervögel kamen sehr Nahe und nutzten ihre Chance, aktiv füttern durften wir sie aber nicht. Dann dösen/lesen/toilette bis 15.30 und Abmarsch zu unserem 2ten Nachtlager. Dort angekommen hatten dann alle unser Gruppe (2 deutsche Paare, 1 Belgier aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens) genug von Sonne und Heiss und darum setzen wir uns in den Windschatten der "Küche" und das gekühlte Windhoek aus Willies Kühlbox schmeckte fantastisch.
Der Wind war derart stark das Sandkörner mitgetragen wurden, so wurden damit alle Ritzen gefüllt und auch zwischen den Zähnen knirschte es gelegentlich.
Dann BucketShower (was für eine Wohltat/Luxus) mit Bush-Rasur (heute habe ich sogar Sand zwischen den Blades festgestellt und den Rasierer entsorgt) und ab zum Sundowner. Danach Abendessen mit so einer Art Gemüsefrühlingsrolle, Kudugulasch und als Nachtisch Melktart. Es war ziemlich windig und kühl und in der Ferne waren Wetterleuchten zu sehen. Ob es wohl wieder auf den Schlafsack tröpfeln wird?Läs mer
Tok Tokkie Trail "the end"
2 november 2017, Namibia ⋅ ⛅ 17 °C
Mirka schreibt:
Die letzte Nacht war einiges ruhiger, obwohl immer ein Lüftchen über die Dünen und uns zog, konnte ich sehr gut schlafen. Um etwa 5 Uhr bin ich aufgewacht und der Mond war untergegangen. Da habe ich gleich Andy geweckt und wir bestaunten beide ohne grosse Worte den wunderschönen Sternenhimmel. Wenig später fing schon merklich die Dämmerung zum Sonnenaufgang an. Wir legten unsere Brillen wieder auf das Nachttischli und schliefen nochmals ein paar Minuten bis Ricardo mit dem morgendlichen 6-Uhr Kaffee und Willie mit dem heissen Wasser für unsere Morgenkatzenwäsche anstapften. Was will man mehr?
Schon fast ein wenig routiniert zog ich mich um und wusch mir allen Sand aus dem Gesicht und ab zum Frühstück. Dazwischen noch 2-3 Fotos vom Sonnenaufgang schiessen.
Nach der Stärkung das letzte Mal die tolle Aussicht vom WC geniessen, Wasserflaschen nochmals auffüllen und ab der Sonne entgegen.
Ricardo meinte 2-2.5h für 6km ... ok. Ganz in der Nähe von unserem Camp fand Ricardo Spuren von einem Leoparden. Aber keine Panik die tun nichts... na dann weiter... und nur wenige Minuten später fand Ricardo Schlangenspuren (CapeCobra und Puffotter) und er wollte sie suchen, da die Spuren auch frisch waren. Oh somit lief ich einfach genau dort wo Ricardo lief, zum Glück hatte er keine gefunden. Der letzte Gang auf dem Sand und über die Ebene, dann nochmals ein paar Dünen. Dazwischen sahen wir noch Oryx mit Babys und dann waren wir schon wieder an der Base von TokTokkie Trail und somit auch wieder bei unserem Auto. Es gab noch Kaffee und Kuchen und feinen hausgemachten kalten Icetea und dabei verabschiedete und trennte sich unsere kleine Tokkie-Family wieder. Alle gingen ihren Weg und Ricardo hat heute gleich wieder einen Trailstart. Wir suchten unsere 7 Sachen wieder zusammen, schauten wohin der Weg zur Winery geht und los geht’s. Oh ja, ich habe Winery geschrieben, es gibt tatsächlich so Verrückte die in Namibia Wein produzieren und wir wollen die besuchen. Der Weg am Schluss ist ziemlich hügelig, bei solchen kommt es mir immer vor wie beim Segeln mit viel grossen Wellen, rauf und runter...rauf und runter und irgendwann schreit mein Beifahrer und ich bekomm ein halbes „Herzkriesi“ ... naja der Weg war unten etwas uneben und ich etwas schneller als es mein Beifahrer *räusper* wünschte, aber Frau hats im Griff und nix passiert. Alle sind gut in der Winery angekommen und wir wurden von Rebecca empfangen, welche mich sehr unmotiviert begrüsste. Dann kurz warten auf die persönliche Führung, die Zeit etwas ausnützen und kurz auf die Toilette. Rein in die Kabine, und als ich schon fast auf dem Topf sass merkte ich das die Tür ja noch offensteht. haha ... wollte dann die Türe zu ziehen, das ging gar nicht - Tür passt da nicht in den Rahmen... TIA! Und dann kam ER, unser Winery Führer, etwa in meinem Alter, gross, stämmig, Dutch und er kennt Zermatt und konnte „guet“ in schweizerdeutsch perfekt aussprechen und erzählte von Frau Aufdenblatten. Er führte uns zu den Reben, zeigte ihre Wasserquellen und alte Reben vom Grundstück die etwas über 100 Jahre alt sein müssen. Das Bewässerungssystem der Reben funktioniert wie zur Steinzeit, aber bewährt und warum soll man da was ändern. Auch die Geschichte der Farm hat er uns erzählt, wie viele Vorbesitzer hier waren und was da alles so passiert ist. Den alten und neuen Weinkeller wie auch die Schnapsbrennerei, welches wohl sein Baby war. Bei uns ist immer noch eine Dame mitgelaufen die uns als Volunteer vorgestellt wurde. Am Tisch (mit Käseplatte... die kam wie gerufen, denn mein Magen knurrte so das ich schon erschrak) nach der Wein- und Rumverkostung habe ich die Volunteer dann etwas ausgequetscht, sehr interessant. Draussen hats übrigens auch während der Führung geregnet! Andy hat sich noch entschlossen 2 Rotweine zu kaufen und Mirka zahlt mit Kreditkarte - deswegen musste ich sogar ins Büro und die Angaben wurden in den PC getippt. Ungewöhnlich, aber es passte alles irgendwie zusammen, das Ganze war so skurril!
So jetzt gings endlich zurück zu unserer neuen Lodge, wir freuten und so auf eine Dusche! Ganz vorsichtig fuhr ich den gleichen Weg zurück 😂 und irgendwann waren wir auf der „Hauptstrasse“ C19 und irgendwann kam der Punkt als mein Beifahrer zurecht Stopp rief! Auf unserer „Linken“ Seite hatte es die Strasse weggespült und ausweichen ging genau NICHT da mir ein Bus entgegenkam. Dazu muss man sagen, dass wir bis jetzt nirgends sooo viel Traffic hatten wie auf dieser C19, und das nur wegen Sossusvlei!
Alles gut gegangen und auf dieser Strecke hatten wir dann noch ein paar Mal solche RIESEN Löcher, aber jetzt waren wir gefasst.
Kaum angekommen in der Lodge wurden wir schon von weitem mit Winken begrüsst (später erfuhren wir, dass sie jemand anderen erwartet hatten). Auf jeden Fall gab’s frische feuchte Tüechli als Empfang mit Drink und einem sehr sehr gesprächigen und lustigen Lodge Besitzer. Ach und das WiFi ist ausgefallen - TIA! Egal, wir wollten einfach unter die Dusche.
Geschafft und dann gemütlich Abendessen - Berichtschreiben der letzten Tage und endlich schlafen! 😴Läs mer
Sossusvlei
3 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 -1 °C
Mirka schreibt:
Um 5Uhr hats geklingelt, der blöde Wecker! Aber heute hatten wir wieder grosses Programm vor uns und wir wollten keinen Stress. 5:45 beim Frühstück waren wir ganz alleine, alle andern sind 5:30 abgefahren nach Sossusvlei. Bei uns gings dann etwa um 6:45 los, da war die Sonne schon da. Wir erwarteten riesen Menschenmengen und Anstehen am Eingang vom Park, aber nichts ist eingetroffen. Sogar bei der 60km Teerstrasse kamen uns im Verhältnis nur wenige in die Quere! Wir kamen zu dem Parkplatz wo es für uns hiess Luft aus den Reifen zu lassen. Andy hat überall noch 1Bar Luftdruck drin gelassen und sich dann physisch und psychisch auf die nächsten 4-5Km Tiefsand vorbereitet. Wir haben den 4x4 LOW eingestellt und das ESP ausgestellt. Dann raste Andy schon los und das Auto piepste unentwegt... ich intervenierte noch das da sicher was nicht stimmt, aber da waren wir schon auf dem Tiefsand und jetzt mussten wir da einfach durch. Das ist keine Strasse da sind einfach Spuren im Sand denen man einfach folgt, links/rechts fahren ist hier auch egal, einfach schauen das man nicht mit jemandem kollidiert. Wir sind auf der anderen Seite gut angekommen, obwohl es uns teils recht geschüttelt und hin und her geschleudert hat.
Beim aussteigen und Rucksack bereitmachen hat uns ein Fahrer einer Lodge angesprochen der auf seine Gäste warten musste. Er wollte wissen wo wir hinwollen, naja, eigentlich wussten wir es noch gar nicht. Wir hatten besprochen das spontan vor Ort zu entscheiden, da wir die Menschenmassen nicht einschätzen konnten. Er hat uns dann ein paar Tipps gegeben die wir ganz gut fanden und somit war die Entscheidung sofort gefällt. Wir bedankten uns und los ging der Sandspaziergang auf Big Daddy (eben gemäss einheimischem Tipp) - die höchste Sanddüne der Welt! Irgendwie hatte ich die letzten Tage grundsätzlich genug Sand in den Schuhen und auf dem Sand gehen ist auch eine Wissenschaft für sich. Aber wir haben dem getrotzt und rauf auf die Düne! Ich durfte nie nach oben schauen, man sah einfach den Weg in den Himmel steigen, der nie endet („sandway“ to heaven)!! Oben angekommen hatte ich meega Freude und es war nicht so schlimm anstrengend wie befürchtet. Irgendwie kann man es hier einfach nie einschätzen mit der Hitze etc. Pflichtprogramm, Aussicht geniessen, Foto machen und dann wieder runter Richtung Death Vlei. Yeah am Anfang machten wir noch Fotos, Videos beim runtersliden und irgendwann ging das ganze doch in die Knie, und auch dieser Weg wollte nicht enden, hihi. Danach mussten wir unsere Schuhe ausleeren, das war wie eine Sanduhr!!
Weiter gings auf dem marmorierten Boden vom Death Vlei der ganz weiss war. In diesem Kessel staute sich die Hitze extrem. Bekannt für dieses Vlei sind die abgestorbenen Bäume, das Farbenspiel ist hier auch sehr überwältigend. Zwischen Death Vlei und Parkplatz lag wieder Sand und man merkt das man nur schleppend vorwärtskommt. Nein, jetzt hatte ich also ehrlich genug vom Sand! Vom Parkplatz konnte man noch einen kleinen Weg zum Namensgeber Sossusvlei machen die bei Big Mama (Düne, kleiner als Big Daddy) liegt. Der Weg war auch mit Tiefsand - dieses Mal piepste nichts und das ESP war aus. Andy fuhr los und am anderen Ende kamen wir auch an, rasch Fotostopp - mehr wollte ich nicht mehr.
Dann fragte ich ob ich das kleine Stück weg zum Parkplatz zurück durch den Tiefsand probieren darf. Klar, ich bekam Instruktionen, nie bremsen, nie schalten, nicht anhalten, immer stetiges Tempo zwischen 30-40km/h - ok - na dann los! Komisches lenken im tiefen Sand aber wir kamen heil auf dem Parkplatz an und dann hiess es, dann kannst ja auch gleich ganz zurückfahren. ääh... ok... na dann, tief durchatmen und die nächsten ca. 5km Tiefsand in Angriff nehmen. Zwischendurch gab’s Kommandos - schneller - links - mehr rechts - Achtung Gegenverkehr. Dazwischen haben wir noch ein Auto gesehen das stecken geblieben ist. Yuhui und mir kam die Strecke ewig vor, aber ich habe es geschafft, ohne stecken zu bleiben. So und jetzt an einem schattigen Platz die Reifen wieder auf 2.1Bar füllen. Nebenan waren lange Tische aufgestellt und da wurde gegessen. Wir packten den Kompressor aus, stellten das Auto an im Leerlauf und benutzten die Batterie als Stromquelle und schon machte der Kompressor noch mehr Lärm als das Auto. Naja, Reifen füllen, und das x 4 dauert schon einen Moment. Als wir den Kompressor schon fast eingepackt hatten, kam ein Österreicher angelaufen. Er hätte einen platten Reifen ob er diesen Kompressor kurz benutzen dürfte. Na klar, er kam mit dem Duster (kleiner SUV) und beim hinteren Reifen war die Luft draussen. Kompressor angeschlossen, 1.5minuten füllen und auf 2.3bar. Die sagten uns noch was sie alles vor haben heute und ich verstand die Welt nicht mehr. Die wollten tatsächlich mit ihrem Auto (die anderen 3 Reifen sahen sehr abgetragen aus) den Tiefsand fahren obwohl es Shuttles gab. Auf jeden Fall keine 2 Minuten später Stand nochmals jemand neben uns der fragte ob er unser Verbindungsteil vom Kompressor benutzen darf, welche Nationalität die zwei hatten konnten wir nicht eruieren. Egal auch das Teil liehen wir doch aus, Andy und ich mussten lachen (Kompressorverleih wäre dort eine Marktlücke)! Beim Österreicher haben wir dann nochmals den Druck gemessen und der war schon abgefallen auf 1.7bar, somit hiess es Reifenwechseln für ihn, weiss zwar nicht ob sie dann noch all ihre Vorhaben machen konnten, aber egal. Nun alle Verleihteile wieder im Auto und Andy fuhr die Teerstrasse zurück, ich machte einen Powernap nach all diesen Anstrengungen, noch einen Schwenker zur Elim Düne da war ich wieder wach (Elende Schüttelstrasse!!) wo wir Gnus unter dem Baum erblickten. Dann vor dem Ausgang noch das Permit bezahlen, Formular ausfüllen, Quittung anheften und DER Stempel darf natürlich auch hier nicht fehlen! Beim Shop noch 3 Süssgetränke gekauft vom Hause Cola in Variationen die wir noch nie gesehen hatten. Ähm... naja nicht identifizierbare Geschmäcker, komische Farben und sehr süss... wir übergaben den Rest der Wüste (die Dosen natürlich nicht). Heimfahrt in die Lodge, zuerst noch Kaffee und Cookies im Haupthaus, dann ab unter die Dusche im Zimmer. Kameras mussten auch wieder mal gereinigt werden und da es morgen wieder weitergeht, schauen wir welchen Weg wir machen wollen. Die Zeit rast und schon wieder ist Essenszeit, und wir freuen uns sehr darauf, denn hier ist das Essen exzellent! WiFi funktioniert immer noch nicht, die ganze Lodge ist von der Kommunikationswelt abgeschnitten, darum sind auch immer mal wieder Leute von der Telecom Namibia auf dem Dach, hihi. Gute Nacht!Läs mer
Sossusvlei - Swakopmund
4 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 16 °C
Mirka schreibt:
Von morgendlicher Routine können wir noch nicht sprechen, aber wir werden immer besser. Alles einsammeln, bereitmachen fürs Auto, Kontrollgang durchs Zimmer etc. Frühstücken war heute wieder ganz cool - wie schon gestern ganz alleine!
Auschecken und ab zur nächsten Tankstelle in Sesriem, wir hatten den Tipp bekommen dort zu tanken anstatt in Solitär, da es dort nicht so sicher ist das es Treibstoff gibt "wenn die die Rechnungen wieder mal nicht bezahlt haben" meinte unser Host Thomas.
In der Tankstelle noch in den Shop - Andy hat Milch gesehen und gleich gekauft (aus Deutschland und 1 Jahr ungekühlt haltbar) und geschlürft, ich habe wieder Value gekauft für das Namibia Prepaid Handy, also das soll mal einer verstehen. Das Guthaben verfällt in 10 Tagen wenn man es nicht braucht... HALLO? Also das ginge bei uns schon mal gar nicht - und den Sinn dahinter verstehe ich sowieso nicht.
Andy schreibt:
Nachdem uns der Tankwart noch seine Tante als Passagier nach Swakopmund aufschwatzen wollte, wir heute "bedauerlicherweise" aber ausgerechnet den Sossusvlei Dünenausflug geplant haben machen wir uns ohne weitere Passagiere auf den Weg. Ca. 90km auf der Rumpelpiste nach Solitaire. Hat sich ziemlich verändert seit ich vor 10 Jahren mal dort war. Die Tanke war noch gleich, aber daneben war ein Shop extra für den Apfelkuchenverkauf hingestellt worden. Wir schnappten uns den letzten Schattenparkplatz unter einem Baum und ab in den Shop. Juhui, wir erblickten eine richtige Kaffeemaschine und bestellten sogleich einen doppelten Cappuccino im Pappbecher. Der erste richtige Kaffee seit Südafrika, abgesehen vom Nespresso in Lüderitz. Dazu 2 Stück Apfelkuchen. Und eine Cinnamon-Roll "to go". Der Kaffee war so aufputschend das ich bis 110km vor Walvis-Bay durchgefahren bin. Mimi übernahm dann die Lenkung und bestätigte mir meine Erfahrung das dies eine sehr anstrengende Strecke ist (holterdipolter, 2 x Pass rauf/runter, eintönig etc.). Auch in diesem Nirgendwo kam uns ein Velofahrer entgegen, man sah seine schwankenden Reifenspuren zig kilometerlang im Sand entlang des Gravel, ob es Weiblein oder Männlein war können wir nicht sagen, Gesicht war hinter einer Staubmaske wie sie auf dem Bau getragen wird. Je näher wir Walvis-Bay kamen desto nebliger wurde es. Von 36 Grad runter auf 18. Walvis-Bay erkannte ich nicht wieder. Eingangs eine Riesen-Mall und der Strand zugebaut mit Kitsch-Ferienhäuschen. Hier werden die Fehler von Spanien wiederholt. Danach 30km entlang dem Strand Richtung Swakopmund Rasen/Überholen was das Zeug hält, unsere "Krass Mann"-Flügelmuttern wären hier im Element und dauerprovoziert. Dann flexible Routenänderung zum checken ob der Vellie-Shop noch offen hat. Samstags leider nur bis 12Uhr mittags offen. Ok, dann halt weiter und Check-In im Hansa-Hotel welches ich als äussert schräg in Erinnerung hatte. Mimi wurde nicht enttäuscht, es ist immer noch schräg, so mit Hotelpage welcher so ein Hütchen und Uniform trägt wie wir es nur noch aus Cartoons oder aus 70erJahre-Erwachsenenfilmen her kennen. Dann Einweisung in den bewachten Hotelparkplatz durch den Pagen welcher auch unser staubiges Gepäck extra mit einem Tuch abklopfte wie zu Zeiten von Postkutsche und WellsFargo. Kurz duschen und ab auf den Stadtrundgang. Die Gegensätze welche wir hier innert kurzer Zeit erfahren schafften uns beide erneut. Leicht erholt haben wir uns beim Sundowner am Strand, die Sonne versank im Meer. Zum Glück kein Stress wegen Abendessen am Samstagabend, da wir gerade bei Ankunft einen Tisch im Hotelrestaurant gebucht hatten. Zum Glück haben wir einen guten Tisch in der Ecke zugewiesen bekommen und konnten so die ganze Szenerie beobachten: Welch ein Jungbrunnen. Bis auf ein Kind und ein anderes junges Paar waren wir mit Abstand die jüngsten. Bald kam schon der Gruss aus der Küche, Melone mit Schwarzwaldrohschinken, etwas Anderes hätten wir in Afrika auch nicht erwartet. Hauptgang 2 x gutes Fleisch und als Dessert warme, eingemachte Kirschen mit hausgemachtem Vanille-Eis, typisch Afrika halt. Wein gab es diesmal nicht von der Karte, sondern nach Prinzip BYOB, den Merlot welchen wir von Groot-Konstantia (siehe Tag 4) bis hierhin durchgeschüttelt haben. Die Flasche sah schon recht lädiert aus da sie aus dem Karton gerutscht war und in Bier (Büchse geplatzt) und sparkling AppleJuice (ebenfalls Büchse geplatzt) gebadet und geschüttelt wurde, die Etikette sah richtig antik aus. Die Flasche fand ich im "Kofferraum" auf Anhieb nicht sofort, sie wurde durch das ewige Geholpere nach hinten befördert und mit Müh und Not fand ich sie zwischen Spaten und den "Sand-Ladders". Das die nicht kaputt ging ist wohl reiner Zufall gewesen. Von all den erlebten Eindrücken/Gegensätzen innerhalb eines Tages und ein paar hundert Kilometern Fahrdistanz fallen wir auch heute Müde ins Bett.Läs mer
Swakopmund
5 november 2017, Namibia ⋅ ☀️ 19 °C
Heute Nacht hat es um 02:30 einen riesen Knall gegeben - ich erschrecke, neben mir schnarcht es weiter. Wenig später fängt es an zu regnen, irgendwie brauchte ich wieder einen Moment bis ich einschlafen konnte. Heute kann ich endlich wieder einmal ausschlafen und auf das freute ich mich sehr. Um 06.00 war jemand schon wach und schrieb am gestrigen Tagesbericht und somit wars das mit ausschlafen. haha
Heute nehmen wir die Laundry Dienstleistung in Anspruch, da muss man genau aufschreiben was man in den Sack steckt. Ok, mal schauen wie das heute Abend zurück ins Zimmer kommt, eventuell Hosen mit Bügelfalten?
Frühstück gab’s wieder in dem grossen Saal mit den vielen runden Tischen alles ist so «old fashion», es ist so als wäre dies noch von Grossmutters Zeiten. Kaffee gibt’s wie überall den aus der Kanne und als wir uns zum Buffet schlängelten lief die Filmmusik «Spiel mir das Lied von Tod» in der "Weichspülfassung". Auch das passte perfekt in dieses Bild, sogar der Rollmops war vorhanden. Aber man muss sagen, die Auswahl und die Qualität vom Essen hier ist wirklich gut. Was einfach auf einen Schlag etwas mühsam ist, sind die Menschenmassen die hier abgefertigt werden und die wir uns nun nicht mehr gewohnt sind. Beim Frühstück konnten wir auch beobachten wie sich die Leute welche mit dem Bus gekommen sind wieder dort reinzwängen, lieber die als wir!
Um 09:30 pünktlich das muss erwähnt werden, wurden wir von der Firma Desert Explorers beim Hotel abgeholt. Die Fahrt dauerte keine 5min und wir wurden ausgeladen und unser Guide "Mo" hat uns Helme aufgesetzt und gefragt ob "geschalten" oder "automatik" alle (wir waren nur zu viert) wählten einen Automat Quad. Das ging zackzack und schon sitzen wir auf dem Teil, bekamen eine kurze Instruktion und los geht’s. Am Anfang etwas "gstabig" und dann immer etwas mutiger in die Kurven liegen. Wir hatten nicht die Rasertour gebucht, sondern das wo man auch noch Pflänzchen und Tierchen sehen sollte. Wir hatten kaum Pflanzen gesehen und nur ein Tierchen - Wüsteneidechse - aber das war uns egal. Wir hatten mega den Spass am Quad fahren. Einmal fuhr er uns an eine sehr abfallende Stelle, dort fühlte es sich an wie auf der Achterbahn. Zwischendurch kreuzten wir auch andere Quadfahrer-Gruppen, und dort konnten wir beobachten das jemand probierte dem Quad hinten nach zu rennen! Oh ja, das war ein Bild für Götter, wir lachten uns kaputt. Die 2-2.5h vergingen wie im Flug und wir wurden wieder zum Hotel gebracht. Wir machten gleich einen Spaziergang durch die Shops die grad so offen haben und landen schliesslich beim neuen Strandhotel Restaurant. Dort assen wir eine Kleinigkeit (Foto) und bestellten einen richtigen Kaffee. Dort wollte ich dann noch kurz auf die Toilette - wow - alles so neu und voll schön. Denke mir gar nichts und wollte grad vom WC wieder aufstehen, macht doch ehrlich jemand die Türe auf - autsch - und äh - Sorry - Ich bin mich wohl nicht mehr gewohnt die Türe zu schliessen!! Naja wieder zurück in unser "Since 1905" Hansa Hotel. So geniessen wir den Nachmittag noch im Wunderland-Garten. Andy studiert die Auto-Gebrauchsanleitung, er will wissen wieso das 4x4LOW bei ihm gepiepst hat. Wenn hier im Garten die Gäste vorbeilaufen, wird überall Hallo gesagt - es wird so quasi angenommen das man "Deutsch" ist. Wie schräg ist das denn? Auch wurde ich angesprochen, Hey ihr seid doch unsere Retter von Sossusvlei, ja klar, die Österreicher mit dem platten Reifen. Wir erkundigten uns ob sie noch ihre Vorhaben einhalten konnten. Naja, sie fuhren mit dem Shuttle nach hinten, haben Reifen gewechselt, waren noch auf Düne 45, sind zu der Garage gefahren (der wollte keine Reifen mehr flicken), dann so zur Lodge gefahren ca. 10km vorher platzt ein anderer Reifen - kein Ersatz mehr vorhanden. Naja kurz vor Mitternacht waren sie dann wieder bei ihrer Unterkunft.
Das ist Afrika Abenteuer!
So, wir wollten dann etwa 18:20 mit dem Auto an "The Beach", Andy hat im Restaurant Jetty einen Tisch reserviert. Das Restaurant ist auf dem Steg der ins Meer führt (früher um Schiffe zu entladen). Auf jeden Fall ist noch zu erwähnen, dass wir das Auto im Hinterhof parkiert haben, zuerst sieht es von der Strasse aus wie eine Garageneinfahrt (Eng) aber nachher kommen zuerst schräge Parkplätze und dann links um das Eck nochmals 5-6 Parkplätze dies aber auf einer eher viereckigen Fläche. Und es gibt nur den weg raus wie ich reingekommen bin. Ohja, wenn im hinteren Viereck einige Parkplätze besetzt wären, hätten wir wohl keine Chance zum nur irgendwie mit unserem 5.33m langen und 1.80m breiten Toyota zu wenden! Also wir wollten ja essen gehen, neben mir Auto, andere Seite ein Motorrad, hinter mir die Hauswand. Eingespieltes Team, Andy steht draussen, Fenster sind unten und mit Handzeichen funktioniert das super. Hinten steht zum Glück nur 1 Auto und so kann ich mit etwa 4x hin und her den gleichen Weg rausnehmen. Und irgendwie kommt jetzt Hektik auf, aber da habe ich noch nicht verstanden um was es genau geht. Da kam ein Herr (denke der Besitzer) und ein Bediensteter mit der Leiter, ein hin- und her und wir noch nichtsahnend drücken auf den Garagenöffner aber da tut sich nichts. Der Herr meinte Sie versuchen das Tor manuell zu öffnen, es ging dann auch - nur einer stand auf der Leiter und musste es festhalten bis ich durchgefahren bin. Ein Bild für Götter! TIA!
Bei Jetty angekommen motzt der Parkwächter bei mir über Andy das er ihm zu wenig Geld gegeben hat. Haha, wir meinten den Rest bekommst du wenn wir wiederkommen. Dann über den Steg laufen, ein paar Pflichtbilder, dann ins Resti und den tollen Platz geniessen. Andy hat sogar Delphine entdeckt (als erster). Der Sonnenuntergang war etwas dunstig aber man kann nicht alles haben. Das Essen war sehr gut, und der RedVelvet Cake zum Dessert auch, aber es war soo laut im Restaurant ich verstand oft meine eigenen Worte nicht. Zurück am Parkplatz suchten wir unseren Motzi wieder und Andy gab ihm eine 10N$ Note - Ziel erreicht! Nach Hause ins "Hansa" fahren, vor dem Tor warten. Andy geht rein zur Rezeption und meldet das wir vor dem Tor stehen. Es geht einen Moment, dann kommen 2 Bedienstete und es hat schon 2 Leitern dort. Bis die Herren sich arrangiert hatten war das wieder ein Bild für Götter - denn man muss wissen die Bediensteten hier im Hansa Hotel haben eine Uniform an wie man sie anfangs des 20. Jahrhundert trug. Der Toyota und ich quetschten uns wieder in die Parklücke und hoffen nun das wir das morgen auch wieder so hinbekommen. Sodeli, Gute Nacht - Neben mir schnarcht es schon und es ist erst 22:28 :)Läs mer

Resenär
Super cooles Foto. Ihr seht fast aus wie zwei Astronauten. Vermutlich braucht ihr solche "Sicherheitshelme" beim nächsten Garagentor, das nicht richtig funktioniert... Super Fotos und Berichte, die ihr schickt. He Mirka, du schreibst so viel und interessantes, hast du da noch Zeit für Urlaub? Ganz liebe Grüsse von Peter & Ida
Swakopmund - Damaraland Camp
6 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 22 °C
Mirka schreibt:
Heute heisst es wieder abreisen. Damit wir keinen Stress haben stehen wir um 6Uhr auf, damit wir um 7Uhr zum Frühstück gehen können. Danach Auschecken, Schuhladen, Tanken etc.
Alles tiptop bis wir zum Frühstücksbuffet kamen "Wehe wenn Sie losgelassen" die Graupanther-Busrudel-Touristen. Dann hat es uns gleich "abgelöscht"! Zwei Busse heisst = nur noch 3 Tische frei für die normalen Gäste. Das Gewusel und das anstehen am Buffet – ohje – den Fehler werden wir nie mehr machen. Wir stressten dann auch gleich los, Gepäck ins Auto und gleich Auschecken. Ich wieder mit dem Auto «hin und her sagen» damit ich rauskam, das Garagentor wurde irgendwie befestigt und benötigte niemanden mehr zum Aufmachen. Dann ab zum speziellen Schuhladen, der sah ziemlich "Vergriffen" (ausverkauft) aus. Die Besitzerin erklärte uns auch (auf Deutsch), das nach dem Wochenende sie immer fast ausverkauft sind und die Produktion halt nicht so schnell geht. Wir schauen uns um, finden nichts was für Saskia passt und weiter geht’s zur Puma Tankstelle nebenan. Pistole ist schon im Stutzen drin aber Andy besteht sofort drauf das der Zähler vorher auf «Null» gestellt wird, dann putzen und ja wir nehmen nur Cash (haha)... Ok.
Andy erblickte einen Alk-Store von der Tankstelle her und wollte gleich eine neue Brandyflasche kaufen, denn die welche er anfangs Ferien gekauft hatte war schon leer.
Wir fahren hin, Andy geht rein, kauft ein und wird beim Ausgang noch kontrolliert (2m Distanz von Kasse zu Ausgang). Er ist wohl auch seit langem der einzige Weisse in diesem Store. Dann ab nach Henties Bay, noch ein grösseres Kaff mit Infrastruktur.
Wir finden dort einen Spar mit ATM und Prepaid-Guthaben-Aufladen. Da wir das System immer noch nicht begreifen frage ich eine Sparmitarbeiterin, was wir denn kaufen müssen für Data und nicht 199 SMS. Also wir können irgendeinen Betrag kaufen und dann mit Codes in Data umwandeln. Sie war so nett und hat dies gleich in mein Handy eingetippt. *682# und tippen da und nochmals dort und irgendwann habe ich den Faden wieder verloren. Egal, sie hat mir das ganze auf Data umgebucht. Dann zum Coffee-Shop auf die Hauptstrasse zurück, der hat auch eine super Kolbenmaschine! 2 x Kaffee zum hier trinken und 2 x Kaffee «to go». Lustig war hier wieder mal mein Toilettenbesuch, es gab schon gar keinen Schlüssel und wer braucht denn WC Papier und Papier zum Hände trocknen? Dann weiter in Richtung Skeleton Coast, die Strasse war eine Salzpiste. Geradeaus... nicht so eintönig wie vorgestern, aber ja. Irgendwann hiess es bei meinem Beifahrer das wir wohl das Cape Cross verpasst haben, wir haben beide nichts angeschrieben gesehen. Es war uns dann zu blöd wieder umzudrehen. Dann meinte das Navi es hätte ein Wrack an der Küste und wir sahen nix. Ich fuhr bis zum Skeleton Coast Eingang. Dort mussten wir uns Anmelden, Formular ausfüllen dann gab’s ein Stempel drauf. Bezahlt haben wir nichts, dann noch ein paar Fotos machen bis uns vom Haus her ein kleiner Jung "Hello" rief. Wir riefen auch "Hello" und ich holte rasch den Lolly und ein kleines Pack Nüsse und fragte ihn was er denn möchte. Zuerst ging die einte Hand zu dem Lolly und dann doch die andere Hand bei den Nüssen, er bekam natürlich auch beides. Dann «Byebye» und weg war er. Andy war mit Fahren dran, und nach den ersten 50m sah unser Auto aus als würden wir eine "Schlamm-Rally" fahren. Einfach nur vorne und die Beifahrerseite – da war nix mehr mit aus dem Fenster fotografieren. Nachher gab’s keine Schlammschlacht mehr, sondern nur eintönige Landschaft, flach und eher schlechte Strassenverhältnisse. Man fühlte sich an Star Wars erinnert. Ein Wrack das unser Navi angezeigt hat haben wir dann auch gefunden. Es war erstaunlicherweise noch recht viel vorhanden und gut erkennbar. Bei Springbock mussten wir uns von der Permit-Strasse wieder auschecken. Dann weiter noch ca. 1.5h ins Damaraland Camp, die letzten 13km waren nur noch Holterdiepolter und nur für 4x4 zugänglich.
Angekommen und es hat uns fast erschlagen – die Temperaturanzeige vom Auto meinte genau 39Grad, da gibt es noch zu erwähnen das wir bei 17Grad am Morgen in Swakopmund abgefahren sind. Der Empfang war sehr freundlich, mit kaltem Tuch und Begrüssungssong! Einweisung, wir wurden gefragt ob wir irgendwelche Sachen nicht essen oder Allergien hätten? Wir verneinten beide und der Campleiter drückte im Gesicht sein Erstaunen aus und fragte ganz entsetzt: "Are you sure"? Gepäck wurde ins Zelt gebracht, der Wagen wurde vom Personal weggeparkt. Wir sind die einzigen Gäste hier mit eigenem Wagen – Hierhin lässt man sich entweder fliegen oder mit eigenem Guide chauffieren. Wir bekamen das beste Chalet – ganz am Rand aussen. Da es Montag ist findet das Abendessen immer draussen statt. Yeah. Gemeinsames hinlaufen mit den "Japanern" (die meines Erachtens kein Gleichgewicht haben um auf Steinen zu gehen). Dann wurden wir vom "Chef-Japaner" ausgefragt, woher wir denn kommen und was wir so machen. Ja, und als wir Selfdriving erwähnten – kam Erstaunen auf, vorallem bei seiner Handtaschen-Frau. Komisch – das wir uns so eine teure Lodge leisten können. Haha. Sie kennen die Schweiz und gehen immer in Davos Skifahren. Die andere grosse Gruppe kam mir bekannt vor, wir sahen sie im Hansahotel beim Dinner. Ihr Guide hat die Statur wie der schwarze Typ aus der Serie A-TEAM inkl. Bart. Sie sind Flugtouris und erkunden in etwa 10-14 Tagen Namibia.
Das Abendessen war mega cool, zuerst am Feuer. Danach am eigenen Tisch. Andy und ich – einen eigenen. Essen war grandios wie immer und der Sternenhimmel auch, denn irgendwie kommt der Mond hier nicht so früh aus seinem Versteck. Hier ist es wirklich – STOCKDUNKEL.
(Da wir in dieser Lodge kein WiFi haben – nur Mitarbeiter – das ist ein grosser Bär den sie uns hier aufbinden wollen. Haha. Auf jeden Fall hats einen PC bei dem wir versuchen das Internet abzuzapfen – kein Erfolg. Am Mittwoch geht’s ab ins Nachbarcamp Desert Rhino)Läs mer
Damaraland Camp
7 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 18 °C
Mimi schreibt:
Wir haben abgemacht für eine Tour am Morgen und einen Sundowner um 5Uhr am Nachmittag. Unser Guide (den Namen konnte ich weder aussprechen noch buchstabieren) hat mit uns gefrühstückt und pünktlich ging es los. Es war noch recht kalt auf dem Wagen obwohl wir gestern ja so heiss hatten. Es war eine wunderschöne Sonnenaufgangs-Morgenstimmung. Die Landschaft war teils wie ein angelegter Steingarten. Rote Steine und grüne Büsche oder Bäume dazwischen oder dann wieder sehr steinig und fast kahl. Viel Tiere haben wir hier nicht gesehen, aber das war auch ok. Die Landschaft hat alles wettgemacht. Dann gab’s irgendwann einen Kaffeestopp (Tisch aufstellen, Cookies, Kaffee, Zucker und Kaffeerahm - aus Deutschland) auf einem Hügel mit 360• Aussicht. Atemberaubend. Dann gings weiter in eine andere Gegend, die war sehr grün, teils verwachsen. Hier fanden wir die 6-8 Elefantenfamilie mit dem 5 Wochen alten Baby. Sooo herzig, das Baby war müde und legte sich immer zwischen Mamas Beinen hin, und wenn Mama sich zum nächsten Busch/Baum bewegte, wurde der Kleine sanft mit dem Rüssel oder Fuss zum Aufstehen bewegt. Aber dann gleich wieder hinlegen und schlafen. Auch der Teenager-Dickhäuter war wohl sehr müde und legte sich keine 5m von unserem Auto entfernt einfach hin. Man hört sie schnarchen/schnaufen, ganz cool. Also ich hätte den ganzen Tag die Elefanten beobachten können, das ist so richtig entschleunigend.
Aber es ging natürlich weiter, hin und her kurven - die Orientierung hatten wir natürlich schon lang nicht mehr.
Lunch gab’s dann wieder in der Lodge, hier wurde man immer mit frischem Tuch und Drink begrüsst.
Andy und ich genossen mal die freien paar Stunden, ich versuchte es mit meinem Buch oder Bericht schreiben und Andy machte Datensicherung (auch das hat seine Ordnung!). Die Zeit verging schnell und es war wieder 17Uhr unser Sundowner Drive. Games haben wir hier kaum gesehen, aber einen super Platz für den Sundowner hat er uns ausgesucht.
In der Lodge gab’s Abendessen am grossen Tisch, und das ist auch wirklich cool. Da waren Amis (zusammengewürfelt) aber doch eine Gruppe, mit denen hatten wir es sehr lustig. Beim Abendsong den uns die ganze Crew vorsang waren die Amis gleich dabei und haben mitgetanzt. „Hey folks - good night!“Läs mer
Damaraland Camp - Desert Rhino Camp
8 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 22 °C
Mirka schreibt:
Wir haben beschlossen heute auszuschlafen, wer Andy kennt weiss was das heisst. Es wurde etwa 7Uhr! Packen, Frühstücken, Auto abholen, Gepäck einladen - dann gab’s noch einen byebye Song und langsam die 13km wieder zur Hauptstrasse. Ein kleines Stück gefahren, da sahen wir Personen auf der Fahrbahn. Mal etwas langsamer fahren - und schon bekam ich das Zeichen zum Stopp. Es war Polizei/Militär und die wollte alles wissen, woher wir kommen, wohin wir gehen und meine Driverslicence. Danke und Adieu. Wir hatten nicht lange zu fahren und unterwegs sahen wir ca. 3 Autos am Strassenrand stehen, das ist eine grosse Ansammlung für dieses Land. Langsam fuhren wir vorbei, dann Stopp, retour da waren doch Elefanten im Gebüsch! Wir haben etwa 5 Stück gesehen, teils noch Teenies. Als dann noch ein Bus mit 10 Touris anhielt wollte ich weiter. Wir schauten uns etwas um für weitere Elefanten weil wir einen Tipp bekommen haben. Doch haben wir keine mehr gefunden. Nicht mehr weit kam das Tor bei dem wir nochmals kontrolliert werden, hier aber geht’s um die Veterinärgrenze. Unsere Angaben werden aufgenommen und weiter geht’s bis zum nächsten Tor TWE PALMS, hier nochmals ein Wächter. Wir können nur bis hierhin fahren, Auto abstellen und jemand von Camp holt uns ab. Ja, der Guide war schon da, aber herrje wir haben den etwas aus dem Konzept gebracht. Es ist erst 11.30, ob man uns nicht gesagt hat das wir erst um 15.00 hier sein müssen? Nein, wir schütteln den Kopf, bei uns stand nur „spätestens“! Tja, er funkte hin und her und er schien irgendwie nur mit Andy reden zu wollen. Und da ich seine Probleme grad nicht nachvollziehen konnte war mir das sehr recht. Hin und Her und 3h auf die anderen Gäste warten hatten wir keine Lust. Gut, dann hiess es, er fährt mit uns nachher ab, 2.5 - 3h Fahrt bis zum Camp! Zuerst noch ein Teller mit Sandwich und Biltong, Bier, Tonicwater etc... Gepäck ins andere Auto umladen, dann gings los mit Chicco unserem Guide für die nächsten 3 Tage. Er hat uns erklärt das der Guide welcher die Gäste in Empfang nimmt, diese die ganze Zeit im Camp betreut etc. Darum gabs wohl auch etwas Hektik. Und somit hatten wir wieder ganz allein für uns ein Auto mit persönlichem Führer. Lucky! Auf dem Weg zum Camp haben wir einige Autos gekreuzt, unteranderem eines mit einem Sessel auf dem Dach. Es wurde angehalten, gequatscht und die dicke Lady (Andy meinte es sei die Köchin) wünschte uns eine gute Reise und schönen Aufenthalt. Später meinte Chicco das ist die „MainLady“ von diversen Wilderness Camps. Bei Ankunft im Camp gab’s wieder ein Begrüssungssong und gleich Lunch mit dem Manager. Er war sehr ausführlich, alles erklärt und auch das es vor dem Dinner noch einen kleinen Scorpion Watching Trip gibt. Andy freute sich schon und machte die spez. UV Taschenlampe bereit. Wir hatten ca. 1.5h Zimmerstunde, etwas einrichten, Rucksack packen für den Sundowner um 17Uhr. Eigentlich sollte ich Bericht schreiben, aber da wir schon wieder kein Wifi haben eilt es ja nicht. In Lüderitz habe ich mir ja ein deutsches Buch gekauft «Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste», das wollte ich weiterlesen. Denke es waren höchstens 5 Seiten, dann musste ich die Augen schliessen. Und in diesem Zustand rumpelte es bei mir weiter wie es halt holpert auf den Strassen von Namibia. „Bumpeee“!!
Wir wollten etwas früher da sein um noch einen Kaffee zu geniessen, da hiess es «Planänderung» - es gibt noch ein Rhino-Watching am Abend. Andy muss noch sein rotes T-Shirt und seine Schuhe wechseln und dann gings gleich los. Irgendwann kamen wir an einen Aussichtspunkt wo schon einige Wagen warteten. Wir sahen von dort nur den Rhinohintern und danach bekamen wir von der Rhino-Trust-Foundation eine Instruktion wie wir uns zu verhalten haben wenn wir zum Rhino gehen. Da war nicht gross viel Zeit zum überlegen, und schon gings mit den Autos in Reih und Glied den Trackers der Rhino Trust Foundation hinterher. Auto parken, aussteigen und in einer Linie hintereinandergehen, nichts reden und kein Lärm machen. Und schon war das Rhino ca. 100-120m vor uns. Nun konnten wir so stehen, dass alle etwas sahen und konnten Fotos machen. Das war wirklich sehr cool. Das Rhino hiess „Dont Worry“ und ist etwa 35 Jahre alt. Irgendwann sagen die Tracker dann Fertig! und dann wird wieder im Gänsemarsch zurückgegangen. Das war wirklich ein Glück! Chicco meinte dass wir etwas knapp mit der Zeit sind für unseren Sundowner und dann noch für den Watching Scorpions Teil. Naja... ich meinte - kein Tisch aufstellen wir trinken unseren Gin-Tonic auch so. Und zack zack hatten wir den GT in der Hand, Sonnenuntergang geniessen, Glas austrinken und schon wieder ab ins Camp. 3-4 Minuten später packten sie schon wieder alle Gäste in 2 Autos und wir fuhren auf den Skorpiondrive. Ich habe nur meine Kamera mitgenommen, Rucksack und so haben wir für den kurzen Ausflug im Camp gelassen.
Auf einmal sehen wir ganz viel Kerzenlicht, Feuer, Tische und Stühle. OMG die haben uns ja ehrlich überrascht. Wir hatten ein Dinner draussen! Das war so genial schön und einfach gemütlich hergerichtet! Natürlich mit Lieder zur Begrüssung. Das Essen war wieder sehr phantastisch und irgendwann realisierten wir, dass Andy das UV-Light vergebens mitgenommen hat :-)
Nach dem Dessert brachten sie uns wieder nach Hause. Mit einem Guide konnten wir dann schlussendlich auch ans Haus laufen. Gute Nacht!Läs mer
Desert Rhino Camp / Rhino Tracking
9 november 2017, Namibia ⋅ 🌬 14 °C
Andy schreibt:
Meine Güte, wie gestern angekündigt klingelte heute Morgen um 05.45 der Wecker und um 6Uhr gab’s den WakeUpCall von unserem Führer, in unserem Fall zum Glück nicht namens Adolf, sondern Chicco. Zähneputzen, 7-Sachen zusammenkramen und um 06:30 wurden wir von Chicco von unserem Bungalow abgeholt da es noch dunkel war und so Touris aus gewissen Weltgegenden halt mal auf den Latz fallen, weil sie nie gelernt haben selbständig einen Fuss vor den anderen zu setzen und sich auf den 20m bis zum Hauptzelt verirren könnten. Wir mussten bei diesen 2 Wilderness-Camps auch allgemeine Verzichtserklärungen unterschreiben. Der Grund ist wohl das hier hauptsächlich Nordamerika-Touris hinkommen, aufgewachsen im Schilderwald mit "Watch your step" "Wet Floor" etc. und falls das dann ausserhalb der Heimat nicht so ist und etwas passiert gibt’s anstatt sein eigenes Verhalten zu hinterfragen eine Schadenersatzklage. So, genug gemotzt für heute :-)
Frühstück so früh ist nicht meine Sache, daher gab’s kein Smalltalk sondern einfach 2 Eier "Sunny side up" welche ich dann auf einen Toast mit Käse und (Dosen)Schinken verfrachtete, so kann wenigstens ein bisschen Essenswürde mit Messer und Gabel gewahrt werden.
Um 6 Uhr gings ab auf den offenen Landcruiser. Chicco erklärte wo es hingeht und wir heute in die "remote" Areas 3 und 4 fahren um dort die Rhinos zu suchen/tracken. Area 1 und 2 wären näher am Camp, man kann nicht alles haben. Wir haben ja schon unser Privatfahrzeug. Es ist wirklich "tracken", d.h. den Spuren folgen falls man welche findet und keine "Show" bei welchen die Rhinos per Peilsender oder so geortet werden können. Das macht die ganze Sache aus meiner Sicht so einzigartig, keine "Erfolgsgarantie". "Its a 5 hours drive"... ich fragte mich noch ob das wohl für den Hinweg oder Roundtrip ist.... Im Dunkeln schüttelten und rüttelten wir dann irgendwo in der Landschaft rum, er war recht kühl und Mimi und ich teilten uns eine Wolldecke um die Beine zu bedecken und um uns warm zu halten. Bis ich dann mal rausgefunden habe das diese Wolldecke ein "Poncho" ist, so mit Ausschnitt und Kapuze und es mir daher immer irgendwo reingezogen hat. Wir kamen immer wieder an so einer Art "Oasen" vorbei wo es unterirdische Flussläufe gibt und die Umgebung in der sonst steinigen, kargen, roten Landschaft grün ist. Daher sind hier auch Tiere zu erwarten. 1x entdeckten wir frische Löwenspuren welchen wir folgten und die sich dann aber im zu dichten Gesträucherdschungel verloren und wir so keine Löwen ausfindig machen konnten. Einmal meinte ich gar ein Löwengebrüll zu hören, war aber nix da.
Weiter gings, stundenlang über "bumpy" pads/Fahrwege durch die Landschaft, kein Auto kam uns entgegen, kein Mensch und (oho) auch kein Velofahrer. Wir waren wirkliche die einzigen in dieser abgelegenen Gegend, die Tracker vom Rhino-Trust mit ihrem weissen Landcruiser, der Landcuiser mit den anderen Gästen der Lodge und unser Privat-Mobil zur allein Benutzung durch Mimi/Andy ;-). Immer wieder gab’s mal Spuren (old) oder Droppings (ebenfalls old) der Rhinos zu sehen. Immer wieder auch neue Ideen wo wir wohl hingehen um die Rhinos zu treffen. Und dann plötzlich ca. 11:30 waren auf einer vor uns liegenden Anhöhe 2 Rhinos zu erblicken. Das eine machte sich recht schnell aus dem Staub und verschwand hinter dem Bergrücken, einer der Tracker rannte (!) noch den Berg hoch um von der Anhöhe aus zu sehen in welche Richtung es verschwand. Das andere blieb stehen und wir konnten es aus der Ferne beobachten/fotografieren. Irgendwann verschwand auch das hinter dem Hügel. Dann 5 Minuten weiterfahren und da waren sie wieder, unsere 2 Rhinos. Das eine verschwand wieder ziemlich schnell hinter dem nächsten Hügel, das andere blieb stehen und spitzte die Ohren. Leise stiegen wir aus dem Wagen und in 1ner Kolonne folgten wir dem Tracker zu Fuss Richtung Rhino. Dann erster "Fotohalt" in etwas grösserer Distanz. Ein Prachtexemplar, gut genährt, Bulle, nicht enthornt. Ein sehr eindrücklicher Moment für mich. Mitten im Nirgendwo in Gehdistanz einem der seltenen schwarzen Rhinos gegenüberzustehen. Dann nochmals 1ner Kolonne und nochmals näher ran. Wunderbar, ich beobachtete es meistens durchs Fernglas und genoss einfach den Moment. Einmal nieste es sogar was man deutlich hörte. Der Führer der anderen Gruppe namens Bons zeigte uns noch den Trick mit Fernglas als Teleobjektiv für Handykamera/Gopro. Dem anderen Schweizer "entriss" er das Handy was diesen ziemlich erstaunte, aber es gilt das Motto keine Zeit verlieren mit Bitten und Erklärungen vor der Tat :-) wenn ein Rhino ca. 50m vor einem steht. Nach 5 Minuten dann Rückzug und ab auf den Schüttelwagen und Mittagessenplatz suchen. Nach weiteren 45 Minuten war dann der einzige Baum im Umkreis von 50km gefunden und der Tisch mit Stühlen wurde aufgestellt. Essen war vegetarisch. Es gab (wie üblich) Pastasalad mit Chicken-Pie (Chicken gilt nicht als Fleisch hier) und Salat und als Dessert Käse mit Crackern. Ich genehmigte mir zur Feier des Tages ausnahmsweise ein Windhoek-Lager zur Mittagszeit. Danach dann noch ein wenig Schulstunde durch den einen Tracker welcher das System der Sichtungen, erkennen welches Rhino es ist etc. erklärte. Jede Sichtung wird inkl. GPS-Lokation protokolliert und im Nachgang dem Staat übermittelt welcher damit eine "Database" füllt. Statistiken werden aber nicht veröffentlicht damit sich Wilderer nicht ein lukratives Ziel aussuchen können. Das System mit den Trackern und den Touris wird auch aus diesem Grund so gehandhabt. Falls Wilderer sich diese Gegend aussuchen würden wären sie nicht lange unentdeckt, da fast jeden Tag irgendwo Tracker und Touris durchfahren und so andere Fahrzeuge/Personen auffallen würden. "Unser" Bulle war übrigens «Tony», erstmals 2014 in diesem Gebiet gesichtet. Nach dem Mittagessen dann Rückfahrt in die Lodge und geniessen der endlosen Landschaft und Geschüttel was das Zeug hält, gab richtig Muskelkater vom ewigen ausgleichen. Was diese Fahrzeuge/Reifen/Fahrer aushalten müssen...Unterwegs dann noch eine Showeinlage von Bons, Kopfball mit einem Rhino-Dung. Er erklärte uns auch den Weg retour, frage mich wo ich das Camp vermute, ich zeigte dorthin wo es ist und es war genau 180° in der anderen Richtung. Ich hatte total die Orientierung verloren, was sonst eher meine Paradedisziplin ist, fand ich lustig. Kurz vor 17:30 Uhr waren wir dann wieder in der Lodge, wurden mit kalten Tuechli begrüsst und im Anschluss genehmigten wir uns einen Kaffee mit frischem/gutem salzigem Blätterteig-Gebäck. Wir fühlten uns wie nach einem Langstreckenflug, immerhin waren wir seit 6Uhr morgens auf dieser Schüttelkarre unterwegs. Mit Chicco verabredeten wir uns noch zu einem Privat-Sundowner unter der Bedingung das nicht nochmals stundenlang rumgefahren wird, kein Problem, ist gibt einen Short-One, d.h. nur 10 Minuten von der Lodge entfernt. Also ab unter die Dusche. Sundowner war wegen den Wolken nicht bilderbuchmässig dafür friedlich und entspannend. Danach ab zum Dinner mit der bekannten Präsentations-Show der Ladies (1x in english und in der lokalen beschreibenden Klicklautsprache). Bons sass neben uns und erzählte noch so witzige Geschichten, statt "Seemannsgarn" wohl "Rangersgarn". Er ist so ein wenig der Mackertyp, aber auf die angenehme Art und passend. Danach wurden wir durch den Camp-Manager mit Taschenlampe zu unserem Bungalow eskortiert. Endlich schlafen.Läs mer
Desert Rhino Camp- Twyfelfontein
10 november 2017, Namibia ⋅ 🌙 18 °C
Andy scheibt:
Heute nahmen wir es gemütlich, erst um 7Uhr gings zum Frühstück. Kram packen, Zimmerkontrolle, Tip für Staff und Tracker bereitmachen, ab auf den Wagen und warten bis sich die Belegschaft fürs Abschiedsliedli versammelt hat. Winken und byebye. Dann nochmals 2 Stunden Geschüttel bis zum Tor. Unser Fahrzeug war noch vorhanden, der Wächter hat also aufgepasst. Verabschieden/Tippen von Chicco welcher jetzt hier auf seine nächsten 6 Gäste warten muss welche vermutlich "brav" um 15Uhr aufkreuzen und nicht wie wir Chaoten schon um 11:30 hier waren und eine kleine Verwirrung zu unseren Gunsten auslösten. Dann ab auf die Gravel-Road welche sich für uns wie eine Autobahn anfühlte (!). Dann den Veterinärzaun in die andere Richtung passieren. Der Nampol Beamte nahm wie üblich unsere Daten (Autonummer/Fahrername/woher/wohin/Nationalität) auf, wollte zu Sicherheit dann aber trotzdem noch in unsere Kühlbox schauen (Rohfleisch Süd-Nord ok, in Richtung Nord-Süd verboten) aber alles freundlich und ok. Der Veterinärbeamte spritze noch unsere Pneus mit Gift gegen Maul/Klauenseuche ein, danach Smalltalk betreffend Käse/Schoggi etc. und byebye. Auf der Fahrt nach Twyfelfontein hielt ich Ausschau nach Elefanten welche wir auf der Hinfahrt auf derselben Strecke vom Strassenrand aus beobachten konnten. Ausser ein paar Oryx und einer Giraffe war aber nix da. Vorbei an "Tyre repairs" und "Curio-Shops" kam dann weiter vorne eine Baustelle bei welcher der Fahnenschwinger seinen Job nicht gemacht hat und wir beide nicht mit letzter Sicherheit wussten ob wir jetzt auf der richtigen Spur sind. Weiter vorne dann nur noch Erdhaufen und Bagger und Lastwagen, Mimi war in Panik, dabei kann man einfach den nächsten Baggerführer fragen welches wohl die richtige Spur sein könnte und schon gings vorsichtig weiter. TIA. Dann kamen wir bei Twyfelfontein an, bei Mimi machte sich ein ungutes Gefühl im Magen bemerkbar, bei mir war das ungute Gefühl wegen dem vielen Fahrzeugverkehr hier, sogar 2 Busse kamen uns entgegen. Der PP ist jetzt "shaded" sogar mit 4 Kojen für Busse. Eine Lady kam daher und dann wieder woher/wohin/Autonummer etc. und die Erklärung wo die Tour startet etc. Mimi kaufte die Eintritte (100NAD p.P.) was ich im Vergleich zu anderen Permits hier eher als teuer empfinde. Als Führer wurde uns Matthew zugeteilt. Wir liefen der Strasse entlang und ich fragte ihn sogleich ob er schon länger da arbeite. Er bejahte und ich erzählte ihm das ich vor 10 Jahren mal hier war und den Weg anders in Erinnerung habe. Er bestätigte das und meinte das dieser Weg noch besteht, sie ihn aber nicht mehr benutzen. Beim Farmhaus (Jahrgang 1964) angekommen erzählte er die Geschichte der zweifelhaften Quelle (mal gabs Wasser/mal nicht) und man konnte die Ruinen fotografieren. Beim Anblick der Ruinen fühlte ich mich richtig gut erhalten, Mimi gings leider sehr schlecht und musst die Tour hier abbrechen. Schnell Fotoapparat tauschen und weiter gings mit Matthew. Die Erklärungen waren gut, aber nach ca. 5 Platten war schon Schluss. Das hatte ich anders in Erinnerung. Man konnte damals noch weitergehen und auch die speziellen Gesteinsformationen bewundern und auch gemalte Zeichnungen (also nicht nur die in den Felsen gekratzten). Gibts alles nicht mehr, «gesperrt für die Zukunft» wie es Matthew nannte. Auf dem Rückweg dann Horden von Besuchern, die verschiedenen Gruppen kamen sich teils auf der Tour in die Quere, es war so ein Gehetz, man konnte es nicht geniessen, ich war enttäuscht, gab aber Matthew trotzdem ein Tip da er seinen Job mit Erklärungen zu den Zeichnungen wirklich gut machte. Dann ab in die Lodge. Kurz erholen und dann ab zum hauseigenen Sundowner-Spot. Der "nette" Kellner hatte Freude an mir und ich bedankte dies mit 2 Gin-Tonics («Malaria-Prophylaxe» wie früher, nur hatte damals das Tonic tatsächlich noch Chinin drin...). Dann ab zum Dinner, diesmal ohne Show-Einlage dafür mit einem guten Merlot aus Franschhoek an dessen Strassenschild ich mich erinnerte. Der Name kam mir irgendwie bekannt vor...Mimi musste leider auf Schmalhans machen. Die netten Leute hier sind jedoch flexibel und so gab es eine Portion Reis mit Garnitur. Danach ab ins Bungalow mit Sternenhimmel beobachten und dann ins Bett (21:50)Läs mer























































































































































