Cachi - Molinos 25.12.23 - 2
25. desember 2023, Argentina ⋅ ☀️ 31 °C
Das Wetter hat weiter aufgemacht seit der Hochebene. Nach 5 Stunden komme ich in Cachi an, schmuckes, sauberes Dörfchen, mit vielen Artesanas -Läden. Drehe eine Runde, bin aber früh in der Zeit. Esse einen Apfel und prüfe die Hotels und im nächsten Dorf auch - Molinos ist deutlich günstiger, buche da was um die 6 $ - Booking.com gibt immer noch nicht entweder den Kurs oder die Pesos-Kosten an. Kriege auch gleich eine Antwort und die Frage, wann ich komme. Cachi hat Internet/Telefon, also kann ich sagen in etwa 1,5 Stunden 47 km Schotterpiste mit Wasserlachen. Doch ich werde bald von einem Wasserlauf gestoppt, welcher die Strasse deutlich überflutet, keiner getraut sich rüber. Der Wagen vor mir kehrt dann, nachkommende drängeln ich vor, teils zweispurig auf der Strassenbreite.
Das Wasser geht etwas zurück, ein Motorradfahrer wagt sich zuerst von der anderen Seite herüber. Bei uns sind jetzt 6 Wagen da, einer hat umgedreht. Der Motofahrer hilft noch einer Frau mit Kind, die hat eine Enduro - keine Sache für das Gerät, sein kleiner Pfupfer ist aber mitten im Fluss abgestorben, er brauchte 5 Minuten bis das Ding wieder lief.
Der Wasserstand ist in der Zwischenzeit gesunken. Ein Golffahrer von unserer Seite macht sich als erster auf den Weg, alle anderen bleiben verunsichert am Ufer stehen. Ich entschliesse mich auch für die Durchfahrt, komme heil durch, doch das Auto ist natürlich voll verspritzt.
Ein Vorteil hat das, ich habe keine Autos vor mir, kann fahren. Muss nur auf die Entgegenkommenden achten, welche teils trotz Allrad mitten in der Strasse fahren, nicht Platz machen, Zweimal halte ich auch an, weil Ich sehe wie die Strasse verengt - ich habe keine Chance da auszuweichen - nur kein Blechschaden …
Die Strasse will nicht enden, da ist eine Umleitung, weil eine neue Strasse gebaut wird. Eigentlich ist mir schleierhaft, wieso die für die paar Bewohner eine Strasse bauen wollen. Aber gehört halt in die Entwicklung des Landes!
Ich geniesse aber die Rally-Fahrt langsam auch etwas … - dann bin ich schon in Molinos, habe die Abzweigung gut gesehen! Aber da ist keine Hausnummer in der Adresse, sehe andere Hotels/Hostels - am Ende der Strasse kehre ich und blicke auf ein Haus mit einem unscheinbaren Schild, welches den Namen des Hotels trägt - parke und packe mein Zeug, eine junge Indiofrau öffnet, sie ist allein, weiss nicht recht, telefoniert dann und ich kriege ein Zimmer, welches dann aber 10 kostet, dafür Bad für mich, aber leider gerade bei der klemmenden Eingangstür … - ich mache keine Einwände und habe Glück, nur ein Pärchen kommt noch etwa 1,5 Stunden später, die waren auch am Fluss.!
Bin echt etwas geschafft heute, mache einen Powernap und gehe nach 21== durchs Dorf. Ausser dem Hotel bei der Kirche finde ich nichts zum Essen, sehe da die geöffnete Küchentüre und frage ob ich hier essen kann, was eine Köchin bejaht und sagt ich solle eine Tür weiter vorne hinein. Die Kellnerin ist allerdings nicht begeistert, sie hat aber noch zwei Gäste, die anderen sind gegangen. Sie weist darauf hin, dass auch die Küche gerne Feierabend hätte.
Ich schaue die Speisekarte an und denke nicht zu viel, will einen Salat und nehme Nudeln Bolognese. Bin dann halt wirklich der Letzte, aber im Normalfall essen die Luet auch hier eher spät, worauf mich auch die Dame im Hostel hingewiesen hat - nur es ist halt Weihnachten.
In der Nacht erwache ich und habe Durchfall. Tabletten habe ich mit, nehme mal zwei, schlafe aber nicht so gut.Les mer
Molinos nach Cafayate 26.12.23
26. desember 2023, Argentina ⋅ ☀️ 26 °C
Am Morgen geht mein Durchfall natürlich weiter - das Hostel hat kein Frühstück, so ist auch weniger Gefahr für meinen Bauch. Ich habe aber laufend Luft und muss dann noch die Unterhose wechseln, eine kurz waschen … - nicht aufgepasst.
Bin müde, mache nochmals einen Powernap und fahre dann weiter auf der „Ruta 40“. Gelegentlich gibt es Reben neben der Strasse.
Die Zeit zieht sich hin, man kommt auf Schotter zuwenig vorwärts. Dazu kommen noch die von Bagger- oder anderen Raupenfahrzeugen in die Strasse gedrückten Spuren, welche die Stossdämpfer strapazieren, zudem mein Gehör und die schwachen Nerven. Diese relativ feinen Spuren in der Strasse machen es noch holpriger, versuche dem auszuweichen wo es geht. Es gibt hier wenige gute Szenerien zu sehen, halt einfach Flusstal, da grün, weidende Ziegenherden mit Hirten, mache wenig Fotos, die Strasse ist monoton und doch muss man auf Richtungsänderungen der Strasse und entgegenkommende Fahrzeuge achten. Ich bin immer noch müde. Bei irgendeinem Schatten spendenden Baum wieder ein Powernap., dann erreiche ich die geteerte Strasse nach Cafayate, mache am Beginn eine Foto, bin echt erleichtert. Wieder ist ein Halt nötig, Sitz nach hinten, 15 Minuten,, danach gehe ich dann noch rasch einen Friedhofsbesuch machen.
Beim Eingang von Cafayate bestaune ich das Geröll im Flussbett bei der Brücke, da arbeiten vor der Brücke 2 grosse Lader im Geröll. Nach der Brücke ist das Geschiebe deutlich geringer.
Habe ja noch keine Unterkunft, buche auf dem Hauptplatz erst das Hostel del Suri, ansprechend in bester Lage neben drei anderen Hotels, aber am günstigsten. Es sind nur Holzhäuschen, ohne Klimaanlage aber nicht zu warm, schöner Innenhof. Die Inhaberin begrüsst mich sehr nett und stellt mir gleich ein Programm zusammen, was ich sehen sollte - super hatte ich jetzt noch nie so!
Aber ich bin nur unendlich müde und will schlafen, gehe nur am Abend noch kurz raus um eine Omlettte und Salat zu essen, dann gleich wieder ins Bett. So vergeht der Tag auch …
Was mir im Ort echt auch wieder auffällt - die Ortschaften sind noch sauberer als die Hauptstädtchen Salta und San Salvador de Jujuy. Die grösseren Städte haben alle etwas ein Entsorgungsproblem - da wird einfach mehr weggeschmissen in die grossen Container, wo die „Entsorgen“ herausfischen, was noch brauchbar ist - der Rest liegt dann halt einfach herum. Hier holen die Entsorgen das Zeug gleich in den Geschäften - man kennt sich! Die Leute sind auch nicht so schmutzig wie in den grösseren Städten. Ausserdem liegen auch keine Penner herum - gebettelt wird allerdings auch hier, jedoch auch im kleineren Rahmen. Auch Schnorrer, welche unter einem Vorwand nach Geld fragen, sind überall vertreten. Von Geld verloren, knapp bei Kasse, zuwenig für Heimreise oder man sagt schlicht man hat Hunger.Les mer
Cafayate - Salta 27.12.23
27. desember 2023, Argentina ⋅ ☁️ 25 °C
Mit der deutlich besseren Straße heute ist mein Befinden auch wegen der langen Ruhezeit deutlich besser.
Ich mache den gestern verpassten Stadtrundgang, auch die frische Luft und Bewegung tun gut, das Frühstück meldet sich auch nicht, kein Grummeln, etwas Luft. Alles geht gut.
Die Fahrt wird aber trotzdem lange, ich mache doch noch einige Fotohalte von der teils sehr beeindruckenden Fels/Sandlandschft, welche durch Wettereinflüsse geprägt ist.
Dann erlebe ich eine Überraschung — bei einer Fotosession stelle ich das Auto wie gewöhnlich ab, steige aus und wieder ein, lasse den Motor an, die Kupplung gehen - nichts passiert, das Auto bleibt einfach stehen, der Motor läuft, Gang eingelegt. Kupplung auf, ab, auskuppeln, Fahrzeug rollen lassen, nichts. Sitze da, und überlege - die Kupplung hängt aussen irgendwie, kein Wunder bei dem Dreck, Vorderradantrieb - meine letzte Hoffnung die Vorderräder zu bewegen, links, rechts, geht immer noch nicht, rollen, wieder bewegen, Carrosserie schaukeln, nochmals das Gleiche an den vorderen Rädern, möglichst heftig und länger, und … Gottseidank … bei diesem Versuch kommt danach die Kupplung wieder - bin unendlich froh, die Umtriebe mit einem nicht fahrenden Untersatz nicht zu haben.
Mache im Schatten eines Felsen nochmal einen Nap, einige Fotos sind noch zu schiessen, unter anderem bei der Quebrada dell Diablo, eine tiefer Einschnitt in Schiefergestein, leider wirkt die Tiefe und Höhe auf der Foto nicht sehr.
Komme nun flott voran, hoffe noch auf Regen, denn mein Wagen ist echt schmutzig, doch ausser ein paar Tropfen und wenige Pfützen, durch welche ich extra fahre, ist da nichts.
In Salta habe ich wieder das gleiche Hotel, diesmal aber den günstigeren Preis allerdings ohne Frühstück, worüber ich nicht unglücklich bin in meinem Zustand. Stelle das Auto in der Nähe ab, beziehe das Zimmer, handle noch etwas wegen dem Preis. Frage noch nach dem Geldwechselplatz. Lasse es mir auf dem Handy eintragen. Da war ich doch schon - diesmal sind die Händler aber da, keine Weihnachtsferien mehr, erhalte 959 Peso für einen Dollar, es muss aber eine 100er Note sein.
Gehe danach Essen. Es gibt eine Lasagne, 0,5 cm Spinat, 0,2 cm Teigwaren, 1,5 cm Gehacktes mit Gummifleisch gespickt, ich bin da heikel! Salat dazu, ich mag nicht alles. Gehe zum Wagen und bemerke, das da Abstellen kostenpflichtig ist. Fahre woanders hin und gerate da anscheinend etwas ins Rotlichtviertel von Salta - eher Travestie, aber man versucht auf sich aufmerksam zu machen. Wie ich nach Schildern schaue hier,, lasse ich meine Wasserflasche kurz stehen, eines der „Angebote“ hat aber rasch die Strasse überquert, meine Flasche genommen und stolziert nun an mir vorbei, wie die andern mit der Zunge spitzelnd und die Haare aus der Wasserflasche benetzend.
Na ja, „the little sisters are watching me“ - ich beschliesse den Wagen im bewachten Parkplatz gleich neben der Autovermietung abzugeben, bezahle die 5 Dollar pro Nacht und habe meine Ruhe, keine Bussen oder irgendwas weg oder beschädigt noch kurz vor der Abgabe. Kann dazu noch etwas Spanisch reden mich mit den Leuten austauschen, erzählen, Fragen beantworten.
Bin glücklich zu schlafen, doch mein Bauch grummelt und es pfeift noch … - nehme nochmals eine Tablette.Les mer
Fahrt Salta-Cordoba-La Cumbre 28./29.12.
29. desember 2023, Argentina
Kurz nach 6 Uhr weckt mich wieder mein Durchfall-Problem. Immer noch nicht gut. Habe gestern gehofft, es wird mit den Tabletten besser und habe auch gegessen, doch ... - ich nehme nochmals eine Tablette.
Heute ist Abgabetag meines Renault Sendero, Sollte bis spätestens 11 Uhr geschehen. Habe vergessen zu fragen, ob ich den Wagen waschen muss. Bin heute hier ohne Frühstück im Zimmer. Nicht sicher wegen meiner etwas prekären Darmsituation. Dusche und Packe, da erreicht mich die Nachricht, ich solle den Wagen erst um 11:30 Uhr abliefern. Bestätige das und frage gleich, ob ich das Auto waschen soll vor der Abgabe oder nicht. Ich bin dann schon unterwegs, wie die Nachricht kommt, das sei im Preis inbegriffen. Lasse den Wagen bei der Garage gleich um die Ecke und gehe an der Tankstelle in den Shop Kaffee trinken, Mails lesen und bereinigen und etwas News, Börsengeschehen. Es ist ein schöner Tag und wird warm. Erhalte eine Nachricht von der Vermietungsfirma, es sei jetzt jemand im Büro, ich könne abgeben - kurz nach elf.. Bezahle meine Kaffees und Medialunas. Beim Büro der Vermietungsfirma ist gerade der gleiche junge Mann da, welcher mir das Auto übergeben hat. Es geht rasch, er sagt, in zwei Tagen sollte meine Kaution aufgelöst werden.
Lustig, ich muss nur noch unterschreiben, kriege aber keine Kopie der Abgabepapiere, fällt mir aber erst zu spät auf, das Büro ist geschlossen, ich muss vertrauen … - Doofie!
Setze mich in den Park und beginne Tagebuch zu schreiben. Ein junger Indio, welcher Musik studiert, macht bald neben mir Aufgaben. Wir sprechen miteinander, ich natürlich immer noch etwas holperig … - er macht Aufgaben. Will wissen woher ich komme. ERklöäre es, er ist es zufrieden. Macht dann weiter Aufgaben und ich beginne auch wieder zu schreiben. Ein Vogel macht über uns ziemlich Lärm, landet unweit und frisst etwas vom Boden - mein Nachbar erklärt mir es sei ein Raubvogel, welcher Insekten frisst.
Langsam macht der Himmel über uns zu, wahrscheinlich zu warm, ich befürchte ein späteres Gewitter (kenne es ja schon etwas …). Packe und mache mich auf den Weg zur Busstation, welche nicht weit ist aber Schut vor schlechtem Wetter bietet. Ich habe heute Zeit zum Nachtragen - mein Bauch behindert mich aktuell nicht.
Im Terminal schreibe ich dann meist - fast alles nachgetragen, nur die Fotos sind dann noch zuzufügen, die habe ich am Nachmittag im Park schon auf den Mac geladen. Langsam komme ich da auch klar, wie amBesten machen, braucht halt Zeit.
Ich esse mal kurz noch ein Sandwich mit Kalbfleisch, Ei und Tomate, dazu eine Original Cola, soll ja helfen bei meiner Art Krankheit. Dann ist es schon fast Zeit für den Bus.
meinen Freund Pedro habe ich auch über die morgige Ankunft informiert, und gebeten, mal echt wieder Gemüse essen zu dürfen …
Die Nachtfahrt nach Cordoba ist halt holprig, wie immer. Der Sitz nicht ganz so bequem wie die breiteren. Aber ich überlebe es.
Bei der Ankunft in Cordoba natürlich zuerst für kleine Jungs. Dann suche ich das zweite Terminal. Als Doofie gehe ich natürlich wieder aussen rum, dabei hat es ja eine unterirdische Direktverbindung.
Dann suche ich auch schon den angegebenen Schalter der Busse, welche nach La Cumbre fahren. Beide Firmen gehören anscheinend zusammen. Ich stehe mal an, vor mir sind doch schon 5 Leute.
Die Dame am Schalter sagt, sie hätte keine Internetverbindung. Dann verstehe ich nur, dass sie für gewisse Fahrten doch Tickets ausstellen kann. Die vor mir müssen warten, brauchen anscheinend das Internet, eine Gruppe junger Leute kommt nach vorne, dann frage ich auch wegen La Cumbre Direktbus. Das Ticket ist im Nu bereit.
Nur mit der Abfahrt ist das so eine Sache - Terminal ist immer von bis. Nicht nur bei mir ist die Konfusion wieder gross, auch Einheimische fragen sich durch. Re ist die Endstation zu meinem Glück, bin nach gut 2 Stunden Fahrt mit Transierra da und gehe zum angegebenen Hotel, wo ich auch gleich ein Zimmer kriege.
Gross ist La Cumbre nicht, aber anscheinend ist es ziemlich touristisch ausgerichtet, ich habe so ziemlich das günstigste Hotel, bezahle aber doch etwa 50 CHF. Ja, klar, mit Pool und schönem Garten..
Pedro holt mich dann Sam Nachmittag und zeigt mir sein Haus. Am Abend sind wir eingeladen zu einem Anlass, Sein Sohn organisiert einen Festivalabend mit drei Bands. Ich bin eingeladen, Essen und Trinken umsonst, auch keine Eintritt - lade die Familie für den Folgeabend zum Essen ein.Les mer
Jahresende-Festival La Cumbre Zusatz
29. desember 2023, Argentina
Leider kann ich nur 2 Videos posten - die Band war echt Spitze!
La Cumbre Flug mit Pedro
30. desember 2023, Argentina
Am Vorabend hat mich Pedro schon vorgewarnt, je nach Wetter werde er Fliegen gehen, entweder als Auftrag, oder er werde mich mit seiner Maschine auf einen Rundflug mitnehmen.
Um halb acht Uhr kommt die erste Nachricht, das Wetter sei zu schlecht, es müsse weiter aufhellen. Für mich günstig, kann mich meinem Frühstück und weiterem widmen.
Dann ist es soweit, er bringt noch jemanden mit, mit dem er schon gearbeiteten hat, Sean ein Schweizer aus dem Waadtland, welcher hier mit seiner Familie einige Zeit gelebt hat.
Er kann auch fliegen, hat es hier gelernt, hilft Pedro beim Aufbau. Zuerst darf aber ich. Doch, es gibt ein Problem, der Motor springt trotz umfangreicher Checkliste schussendlich nicht an. Mechanikaer anrufen - der gibt Anweisungen, schlussendlich startet das Ding - anscheinend war der Vergaser ausgetrocknet. Trotz Benzinpumpe kam dann aus irgendeinem Grund nichts in die Brennkammern. Doch Problem erledigt, es geht los.
Bin schon lange nicht mehr geflogen mit so einer kleinen Kiste - immer ein Erlebnis. Beim Start mache ich zuerst eine Foto, dann ein Video - umdrehen der Kamera war keine gute Idee. Der Wind geht ziemlich stark, wir schaukeln uns hoch.
Kontakt mit dem Tower in Cordoba - Pedro muss sich da anmelden.
Wir fliegen über La Cumbre, nicht gross, aber die Aussengebiete mit den Einfamilienhäusern/Villen sind weitläufig. Ich finde nahe dem Zentrum sogar mein Hotel - dank dem grünen Pool. Auch das Festivalgelände mit Gebäuden und Weinbergen überfliegen wir. Ich sehe die Hauptstrasse mit der Abzweigung nach La Cumbre. Das Land/Outback ist hügelig und karg, wenige Schotterstrassen, aber man könnte hier auch Wandern meint Pedro. Rasch ist der Rundflug fertig, Wegen Wind muss Pedro 2 mal die Piste anfliegen, es hat uns weg- und hochgeblasen. Saubere Landung, kein Geholper. Sean ist nun dran, ich gehe auf ein Bier im Restaurant mit origineller Dekoration und Bestuhlung.Les mer
Fahrt Cordoba und Stadt Cordoba
3. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 29 °C
Heute Morgen verlasse ich La Cumbre, weiss noch nicht wann der Buss geht. In meinem Zimmer hat es seit Neujahr einen Wasserschaden gleich eii der Tür. Melde es Flor, der Recepcionistin/Managerin, wenn Maria, Pedro’s Schwiegertochter nicht da ist. Maria kommt später und scheint etwas zu organisieren, sie meint, es geschehe häufig. Ich frage auch nach der schlechten Internet-Verbindung - sie sagt, der Repeater da sei letzthin geklaut worden. Mein Telefon war immer besser mit der Internet-Verbindung, teils sass ich dann im Gang, wo es Sessel und Sofa hat.
Ich will gleich zum Busbahnhof, aber Maria schaut nach und meint, das sei viel zu lange bis dahin, wenn der direkte Bus fährt. Also schreibe ich noch im Garten vor der Türe und mache mich dann auf, benötige rund 10 Minuten. Tickets werden anscheinend nur bis 20 Minuten vor der Abfahrt verkauft - ist angeschrieben. Der Bus kommt leicht verspätet, mein bekannter Fahrer sitzt drin und macht erst mal Pause. Es geht los, bald steigen zwei weitere Angestellte zu, der Fahrer wechselt, zwei steigen aus und einer der Neuen fährt nun.
Bei einer der nächsten Stationen sagt der Fahrer, wir hätten einen Defekt, der Bus könne nicht weiter fahren. Wir müssen warten, bis ein Ersatzbus kommt. Doch das dauert. Da ist zwar ein Fahrer, welcher kommt und den Bus mitnimmt, doch der andere mit dem er gekommen ist, ist auch nicht fahrtüchtig. Nach etwa 1,25 Stundenn trifft endlich Ersatz ein. Mit dem Bummler wäre ich schneller in Cordoba gewesen.
Es bleibt mir genügend Zeit, mich in Cordoba umzuschauen. Zuerst Info, wo ist das Zentrum, was ist sehenswert, dann Abmarsch, für mich immer auch etwas ein Fitnessprogramm, eine Stadt zu entdecken. Die kleinen Orte lohnen sich nicht - rasch gesehen!
Ich bin dann vorzeitig wieder zurück, Studiere bei einem kleinen Restaurant, ob ich da Nudeln essen soll, das ist um 1900 schon fast voll. Gehe aber weiter, zum Busbahnhof und erkunde da rundherum die Strassen. Einiges an Verpflegungsmöglichkeiten ist vorhanden. Meist aber wieder nur frühstücksartig oder Take away. In so einen Shop steige ich ein, weil die vegetarische Empanadas haben. Dazu trinke ich ein Bier. Die Dinger sind eher klein, ich bestelle mir eines dazu, danach noch ein Dessert, welches mir winkt - aber dann viel zu süss ist , Dulce di Leche! Das Tiramisu ist nur bräunlich, habe mich nicht getraut, frage wie sie es machen …. - erkläre wie Europa es macht und aussieht (ist ja auch bei uns sehr unterschiedlich).
Dann trinke ich noch einen Kaffee im Busbahnhof, nochmals ein Bier und ein Wasser (welches ich dann stehenlasse - vergessen). Vorzeitig auf derPlatform, doch der Bus ist eine halbe Stunde zu spät dran. Ausserdem ist es nicht der angesagte Betreiber „Sierras de Cordoba“, sondern ein Bus von Urquiza. Wieder grosse Konfusion auch bei vielen anderen Nutzern. Schlussendlich sitze ich auf meinem gebuchten Platz in einem anderen Bus. Wenn ich nur ankomme!Les mer
Rosario 3.-5.2024
5. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 24 °C
Die Fahrt in der Nacht verläuft unruhig, die Strassen sind nicht die Besten, doch ich komme pünktlich an in Rosario. Will in Zukunft nicht mehr den hintersten Sessel auf dem Rad …
Ich genehmige mir einen Kaffee, schwarz und ein Medialuna - Saldo ist keines vorhanden (salzig). Beim Sitzen entdecke ich, dass ich ein Primo hätte haben können mit einem zusätzlichen Medialuna und einem Café con Leche - günstiger als ich es hatte! Lappi mach d’Auge uf! Aber eben - habe meine Jacke gegen die Kälte im Bus wieder verstaut und mache mich auf den Weg in die Stadt, wo ich mit Airbnb eine Unterkunft habe. Ich darf sogar früher kommen, Gepäck da lassen. Rund 50 Minuten weg. Es überholt mich gleich eine Gruppe junger Männer in weissen Hemden - Rosario ist eine Universitätsstadt. Die haben ein zügiges Tempo drauf. Wie ich mal eine Foto mache, plagen mich Mücken. Die umschwärmen mich förmlich. Vermeide es tunlich lange anzuhalten - so etwas habe ich auch noch nicht erlebt in einer Stadt - nur in Florida und Finnland waren die Plagegeister schlimmer. Die Stadt ist noch nicht richtig wach, die Mücken schon. Solange ich gehe, geschieht wenig. Sobald ich stehe, bildet sich eine kleine Wolke um mich, Auch entgegenkommende Personen sind umschwärmt, alle gehen rasch. Fotos vermeide ich und mache mich auf zur Unterkunft, wo ich kurz vor acht Uhr ankomme und eine Nachricht schreibe. Es dauert und ich bemerke, meine Füsse sind voll von Mücken, da wo die Sandalen nicht sind - ich habe zum Glück noch Jeans an. An den Armen habe ich es unter Kontrolle und der Hut schützt mich im Gesicht und Hals auch. An den Füssen lasse ich Blutzoll, bis mein Gastgeber aufmacht - mit Hund, wieder ein grosser Windhund. Gut, der interessiert sich nicht für mich.
Ich sage gleich, dass ich eine Allergie habe und Agustin/Joel und Juliana (Brasilianer) halten den Hund von mir fern. Ich lasse ihn mal schnuppern, berühre ihn aber nicht.
Bin ziemlich gerädert von der Busnacht, ich kriege gleich den Schlüssel für die Wohnung, das Zimmer kann ich nicht abschliessen. Mit all den Mücken macht es mir hier keinen Spass. Google mal, die haben eine Mückenplage. Gut habe ich Mückenmittel mit! Ich mache erst mal ein Nickerchen und traue mich erst gegen 1100 hinaus - in Jeans, Jacke, Mückenmittel, Socken und Halbschuhe. Es gibt in der Stadt nur noch wenige, wie mir scheint. Ich quere einen Park und gehe übers Gras - da steigt eine Wolke auf, meine Jeans sind voll von Mücken und ich muss mich für meine nackten Arme wehren - als Gras meiden, wie auch Erdflächen, dann geht es gut.
Ich wandere durch die Stadt, zum Fahnendenkmal der Nation, leider in Renovation. Komme zum Flussufer und muss da erneut lernen - ohne Wind und in der Nähe von Grünflächen sind die Biester hungrig. Bewege mich zurück, komme erstspäter wieder zum Ufer, stärkere bevölkert, da sind die Mücken nicht so hungrig, kann mich da auf den Wegen bewegen. Wehe man geht ins Gras, da hocken sie zu tausenden. Im Internet wird über eine nie dagewesene Mückenplage geschrieben, auch in den Nachrichten war es - ich keine Ahnung. Die Mückenmittel sind hier ausfverkauft.
Gehe noch in ein Musikrestautant, woran ich zufällig vorbeikomme. Es ist aber eine Sehenswürdigkeit hier „Rock & Feller“, trinke ein Bier - echt sehenswert.
Gehe dann zurück, dusche und gehe wieder zum Nachtessen - die Restaurants von Google sind alles kleine Dinger, welche die Leute überbewerten, Gefälligkeiten …
Ich finde zufällig einen Essenspunkt gegenüber einer Bushaltestelle, da sind mehrere Anbieter und in der Mitte Tische und Stühle. Esse da einmal einen Gemüsekuche, ein Bier dazu. Kaufe dann eine Falsche Wein für meine Gastgeber und mich.
Die haben dann Gottseidank einen Kühlschrank, in einer halben Stunde ist der Wein kühl. Wir schwatzen und trinken die Flasche.
Am nächsten Tag mache ich mein Tagebuch, vor allem Fotozuweisung, auch immer eine Arbeit, bin aber besser organisiert, mache jetzt Alben, so muss ich dann nicht so viel suchen, nur noch auswählen, entscheiden, was ich an Fotos zeige.
Gehe um 1000 Uhr zu Kaffee und Medialunas, lese wieder mal News aus der Welt - in der Sicherheit eines Kaffees in einer Einkaufsstrasse. Die Mücken sind heute schon weniger.. Gehe nachher zu einem grossen Park mit See undFussballstadion. Wenig Leute da, die Mücken sind hungrig …
Beim zurück gehen überhole ich eine Dame, da hupt es hinterr, ein Motorradfahrer mit Packtasche auf dem Rücksitz, drängelt sich zwischen mich und die Hauswand, ich bin überrascht. Beim vorbeifahren versucht der Kerl mein Handy zu grabschen, welches ich in der Hand habe zum Fotografieren, doch mein Griff ist stärker als sein Versuch. Wegen der Packtasche und dem Handy in der Hand kann ich ihn nicht greifen, seine Gashand ist am Griff, er kann entkommen. Na ja, kein Schaden, wenigstens das, das Handy hätte mir schon gefehlt - ich mache ja damit Fotos.
Ich gehe zurück in die Unterkunft, habe mein Gerät aber natürlich eher in der Tasche und bin auch überall vorsichtig …
Zurück in der Unterkunft schreibe und ergänze ich Fotos, mache erneut ein Nickerchen. Gehe dann essen - wieder an denselben Ort, ich entdecke da, dass die auch nur Gemüse mit Reis haben, was neben einem Empanada mit Gleich und einem mit Käse heute auf dem Speiseplan steht.
Auf dem Rückweg kaufe ich wieder eine Flasche Wein. Stelle die in den Kühlschrank, sage bis später, der Wein ist für uns. Wie ich aber nach einer halben Stunde aus dem Zimmer komme ist alles dunkel, sie sind im Bett.
Mache den Wein trotzdem auf, der Zapfen kann nicht angestochen werden, landet in der Flasche. Der Wein ist gut, trinke die halbe Flasche, während ich Tagebuch schreibe. Gehe wieder zu spät ins Bett, muss packen. Am Morgen geht mein Bus um 0830 Uhr und ich brauche 45 Minuten zum Bus.
Die App Busbud hätte einen anderen Einstieg erlaubt - aber da konnte ich irgendwie nicht buchen - auch eine andere App welche ich versuchte ging nicht - da verliert man manchmal Stunden, beim versuchen. Ticketonline ist für mich bewährt, auch wenn ich jedesmal alles eingeben muss - es funktioniert, ich muss nicht zum Busbahnhof oder einer Agentur, einfach übers Internet. Zahle zwar so 5-10 % mehr, aber es ist einfach und nicht zeitraubend. Allerdings brauche isch so auch nicht Spanisch zu sprechen, ein Nachteil!.
Nachtruhe um etwa 0100 Uhr am 5. Januar - aufstehen 0645 Uhr.Les mer
Fahrt Cordoba - Buenos Aires 5.1.2023
5. januar 2024, Argentina ⋅ ☀️ 31 °C
Am Morgen auf den Bus, musste Joel früh aufstehen lassen. Hätte natürlich auch später ein Taxi nehmen können, aber laufen ist gesund! Von den Mückenschwärmen vor 2 Tagen war fast nichts mehr zu spüren - nur in den Pärken war noch starke Präsenz, in den Strassen wenige, dafür sehr agressiv!
Am Busbahnhof genehmigte ich mir einen Milchkaffee mit zwei Medialunas saladas, kleine Gipfel gesalzen - sonst ist hier einfach alles süss, ausser so Käsebrötchen mit Schinken.
Der Bus steht schon da, aber die warten bis fast 5 Minuten vorher bis sie uns einsteigen lassen! Diesmal will der Fahrer mein Ticket sehen, dann fragt er nach dem Sitz (steht da drauf). Dann auch noch den Pass zeigen, das volle Programm. Dafür sagt er mir dann noch der Sitz sei oben - danke! Wir fahren erst später ab - treffen dann noch zusätzlich auf einen Unfall - ein Lastwagen ist in Brückenpfeiler gefahren. Zwei von drei Spuren gesperrt. Ein Riesenaufgebot an Polizei und Rettungskräften mit vor allem Blechbearbeitungsgeräten und ein Rettungswagen.
Dann geht es wieder flott voran. Meine Unterkunft ist Privat/Airbnb. Die drängeln etwas, wann ich komme. Man hat auch schon vom Unfall gehört. Da ich wegen des Unfalls erst rund eine Stunde später ankomme, muss ich ein Taxi nehmen, um in der Zeit zu sein.. Taxi kostet 7000, wollte ein Trinkgeld geben, der hat kein Wechselgeld,
Pablo trifft zur selben Zeit ein wie ich, sehr nett der Mann. Die Frau arbeitet. Ich scheine aktuell der einzige Gast zu sein. Das Zimmer ist sehr sauber, wie die ganze Wohnung. Ausser einem Bad alles zur Mitbenutzung.
Ich gehe dann raus mit der Absicht zu wechseln. Google führt mich zu einem Bus - der nicht kommt - es braust mal einer vorbei, doch so schnell, ich erkenne nicht einmal die Nummer. Suche nach einer Alternative und gehe weiter, kurz mal in die Irre. Eigentlich sollte es ja eine U-Bahn haben, wird mir aber nicht angegeben. Endlich eine Hauptstrasse, ich suche die Station, da stehen schon Leute - mal gut. Meine Subte-Karte funktioniert noch, wird in Bussen auch akzeptiert. Steige nächst zur Calle Florida aus. Jede Menge „Wechsler“. Aber die bringen einen nur zu einem Büro. Ich frage etwas herum, weiss, dass ich in Cordoba schon 990 erhalten habe vorgestern. Einer ist sehr nett, bietet 985/$. Der Spielraum war ab 940. Schlage da ein. Heute habe ich nichts dabei, nur die 100 $ gefaltet im Handy. Es geht schnell, nur meine Hose ist dann deutlich enger mit dem Bündel.
Will Essen, habe ein bestimmtes Restaurant im Blick - etwas teurer, gut ausgestattet.
Das Theatermenü gibt es noch nicht, egal, will Essen. Bestelle einen Caprese Salat (viel und gut). Dann noch eine mit Mozzarella überbackene Pouletbrust. Dazu ein kleines Bier und ein Glas Rotwein. Das Poulet ist unter einer dicken Käseschicht, dazu viel zu trocken. Dazu gibt es Aubergine, Rüebli, Zwiebeln und natürlich Kartoffel. Echt lecker das Gemüse, hatte lange nich so viel. Der Chef kommt mich noch fragen - ich sage ihm das wegen dem trockenen Huhn, wir diskutieren kurz, es ist halt Italia nach argentinischem Stil, kein mediterranes Essen. Gemüse meint er auch, sei rar! Erstaunlich für ein Landwirtschaftsland.
In der Stadt , speziell an der Corriente mit Kinos, Theater, ist in der Zwischenzeit die Menschenmenge deutlich angeschwollen, es ist Nacht geworden,
An vielen Orten haben sich Frauen mit Kindern oder ganze Familien an den nicht besetzten Rändern niedergelassen- alle am Betteln. Auch die Kleingeldschnorrer sind zahlreich, wie auch die wegen knapp bei Kasse und weiteren kreativen Begründungen. Auch ältere Leute Betteln, einzeln. Da lasse ich jeweils etwas springen.
Dann will ich mit der U-Bahn zurück, da steht schon etwas von Unterbruch, aber ausgerechnet die Seite, welche ich hin möchte ist gesperrt. Darum hat mich Google auf den Bus gesetzt. Ich ziehe unverrichteter Dinge wieder ab und an die Oberfläche. Gehe zum nächsten Bus - da sind auf der Hauptachse ellenlange Perrons, wo jeweils an einem Ort max 3 Busse halten. Ich bin der Erste, setzt mich, bis der Bus kommt ist eine ziemliche Schlange entstanden, aber ich habe dennoch Platz - nur der Busfahrer schaut ungeduldig, hört mir nicht zu wie ich die Strassennummer sage und bucht mir nur für um die Ecke ab - die Haltestelle heisst gleich, hat nur eine andere Nummer, Soll mir recht sein, laufe dann von der Haltestelle zu meiner Unterkunft, kaufe irgendwo an einem Kiosk noch einen halben Liter Wasser. Der Junge ist gut abgeschottet, einkleines Fenster, der Kopf passt nicht rein und er kommuniziert mit mir auf etwa 8 Meter, fragt nach der Marke welche ich möchte - egal, dann sagt er den Preis und wie er meinen 1000er sieht, fragt er ob ich einen 50er hätte. Ich sage ich schenke ihm die fünfzig und muss es 2 x sagen, bis er mir das Wasser dann bringt. Aber ich weiss auch - es ist gefährlich hier.
Dann bin ich glücklich zurück wo ich schlafe. Der erste Lift ist irgendwie blockiert, da sind immer auch die Innentüren zu schliessen. Aber es gibt ja einen zweiten.Meine Schlummereltern - sind etwas jünger als ich - wollen um kurz nach 2300 Nachtessen - er macht die Küche und sie sitzt am Tisch mit einer Jacke über! Es ist aber schwül ..
Pablo und ich scherzen noch etwas miteinander wegen der Küche und Rollenverteilung, er ist ein lustiger Vogel.
Später kann ich dann das Licht nicht mehr löschen im Zimmer, er schraubt dann einfach die Birne raus. Da ist eine Installation, welche Licht und Ventilator eigentlich trennen sollte - bei eingeschaltetem Ventilator brennt das Licht aber immer.
Plötzlich muss ich mal und merke, ich habe wieder einen Durchfall. Es drückt mich dann nochmals, ich komme leicht zu spät und habe dann noch Reinigungsaufgaben … - nehme wieder eine Tablette - es war doch gut noch am Morgen!
Dann gleich noch geduscht und rasiert - muss dann nur noch Packen!Les mer
Flug nach El Calafate
6. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 26 °C
Früh erwacht, Spanisch gelernt/repetiert. Gepackt und kurz vor 10 Uhr habe ich mich von den Beiden Netten im 7. Stock von Paraguay 4636, verabschiedet. Die Gepäckaufbewahrung ist nicht weit weg. Da aber schon Leute drin sind, frühstücke ich im Kaffee nebenan zuerst. Löse dann mein Gepäck aus - 22 Tage macht rund 50 Dollar. Geputzt wird hinten in den Lagerräumen anscheinend mit gelagertem Gepäck, meines ist einseitig ganz schmutzig. Die Jungs hier merken das aber nicht, der es geholt hat, klopft es nicht mal ab. Er will mir aber beim Anziehen helfen. Ich muss jedoch noch die Tragegurte entfesseln, nehme meine Quittungen, fotografiere diese. Dann ziehe ich aufs Bänkchen vor der Tür, denn es ist ein reges Kommen und Gehen in der Depositenstelle und wenig Platz.
Hier ziehe ich zuerst den kleinen vorne, dann den grossen Rucksack hinten an. So kann mir der Kleine nicht wegrutschen. Da ich genug Zeit habe, will ich zuertst laufen, es ist heute bedeckt und angenehm kühl. Dann beginnt es jodoch zu regnen, ich gehe zum Bus. Google zeigt aber die Haltestelle falsch an, ich frage und werde eine Strasse weiter verwiesen. Da kommt dann auch bald der Bus.
Am Airportsd muss ich dann doch noch etwas laufen - ich bin erst bei den Arrivals. Packe noch um - wechsle, weil sich dann da plötzlich die Leute drängeln. Aber auch in der neuen Ecke macht sich neben mir eine Grossfamilie breit und bedrängt mich beim Umpacken. Echt keine Kinderstube!
Dann gehe ich Anstehen. Unglaublich die Menschenmenge und der Flughafen ist nicht klein! Ich stehe sicher eine Stunde an, dann fragen sie nach Passagieren für meinen Flug. Ich bin zwar fast vorne und wäre vermutlich etwa gleich schnell gewesen …
Dann ist mir unklar, wo es nach oben geht, die Rolltreppe da ist gesperrt - aber da ist noch eine auf der anderen Seite, nicht ersichtlich. Das erkenne ich erst, wie jemand an mir vorbeigeht und verschwindet.
Dann das übliche Prozedere - Scannen! Muss PC nicht auspacken, dafür Schuhe ausziehen (habe meine Bergschuhe angezogen). Das Gewicht des Rucksack mit Zelt wurde als 14,8 kg angegeben. Mein Rucksack ist 9,8 kg. Manchmal ist es unglaublich was die Leute so mitschleppen. Ich habe schon grosses Gepäck für meinen Begriff.
Lustig ist dann am Gate - der Flug ist eine halbe Stunde verspätet. Aber dann fliegen wir rasch. Alle Plätze im Flug sind besetzt! Schreibe an meinem Tagbuch. Geht fast besser auf dem Iphone als auf dem Laptop.
Es wird mal Wasser, Tee oder Kaffee gereicht,
Bin noch eingeschlafen, dann plötzlich Landung in El Calafate. Mein Rucksack kommt spät, stehe wieder an - hier wird wie in Chile auch nach Früchten und Samen gesucht - Eindringlinge in die Fauna.
Habe extra kein Taxi vorgebucht, mir stinkt auch ein Sammelbus, schaue nicht und zahle dann 18000, die sind glücklich, ich auch, zahle einiges weniger als für Abholung über Booking oder die Unterkunft - zum Glück habe ich noch gewechselt!
In der Unterkunft besteht Unsicherheit - bei mir auch, weiss nicht was ich genau gebucht habe! Aber es ist nur ein Einzelbett in einem 8-er Zimmer. Muss schauen wegen Handy‘s laden. Da ist nur eine Steckleiste. Auch meine Schlösschen schliesse ich an - die brauchen auch Strom, halten aber lange.
Zum Nachtessen habe ich nicht weit - um die Ecke, viel Auswahl hat es nicht. Da ist eine Pizzeria. Bei mir machen Sie es noch etwas schwierig, haben noch wenige Kunden - ich muss noch eine halbe Pizza kaufen, welche aber gut ist . Echt gut, knuspriger Bosen, gute Füllung. Da später alle Plätze besetzt sind, lade ich einen Touristen zu mir an den Tisch, Name vergessen, er lebt in England und hat die Südafrikanische und GB Staatsbürgerschaft, ist Ingenieur, hat sich aber die letzte. Jahre auf Immobilienhandel verlegt.
Nehme noch ein Bier mit in die Unterkunft - das Zimmer ist voll, da ist noch ein Asiate dazu gekommen über mir. Er und ich sind die einzigen, welche noch wach sind. Mein drittes Bier zeigt Wirkung, es ist fast halb eins, verkrieche mich - merke nicht wann der Asiate zum Schlafen kommt.Les mer

ReisendeNick, da hast du eine unglaubliche Tour gemacht. 8-er Schlag. Machte ich vor 30 Jahren! Geniess es!
Fahrt nach Puerto Natales
7. januar 2024, Argentina ⋅ 🌬 13 °C
Es schellt ein Wecker … - habe mein Handy am Laden, springe auf, meine es sei meiner. Fehlalarm! Lade aber dann gleich noch das zeitenHandy und bin wieder im Bett, wie zwei aufstehen und gehen. Die sind echt leise und rasch, im Gegensatz zu zwei Franzosen, wo sie echt eine Katastrophe ist, laut, Licht, unorganisiert - sie stammt vermutlich aus Sri Lanka. Na ja, ist halt in Gemeinschaftsräumen!
Die Hälfte ist gegangen, ich stehe um halb acht dann auch auf, Klo und dann Frühstücken. Da sitzt auch der Engländer alleine im Raum. Ich will gerade Kaffee nehmen, da kommt eine Frau, welche insistiert - sie muss servieren, vorbereiten, vergisst aber dann meinen Kaffee …
Um neun Uhr packe ich, mein kleiner Rucksack macht wieder Reissverschlussprobleme, kriege die untere Ecke nicht mehr geschlossen. Die Gurte sichern mir seine weitere Verwendung. Da sehe ich, dass es regnet. Bald aber klart es auf.
Um halb zehn Uhr gehe ich zur nahen Busstation. Fülle mein Einreiseformular aus für Chile - Deklaration wegen Früchte und Samen. Mache mal noch etwas Spanisch.
Dann denke ich für etwas haben sie ja den Check-In Zettel fûr Puerto Natales da und melde mich. Der Junge stellt mir ein Papier-Ticket aus. In der Schlange bemerke ich, dass im Busbahnhof auch viele Brasilianer sind!
Verpacke meine Rucksackträger zum Einladen. Die Lader machen darauf aufmerksam, dass sie nicht bezahlt werden und fordern Trinkgeld.
Der Bus wird schlussendlich fast voll, wo waren nur all die Leute? Auf der Fahrt regnet es wieder, dicht vor der Grenze. Ich sehe nichts mehr zum Fenster hinaus, so läuft der Regen über die Scheibe - auch ist da wieder die Klimaanlage, welche zusätzlich das Fenster beschlagen lässt. Aber es gibt auch nichts zu sehen!
Wie ich wieder leicht tiefgekühlt erwache, fahren wir bei einem Hotel „La Esperanza“ zu. Es gibt 20 Minuten Aufenthalt, das erste Mal in Argentinien, dass man irgendwo aussteigen darf. Kaufe einen Schinken-Käse Toast und ein Wasser.
Es folgen Kilometer ohne ein Lebenszeichen, aber das Gelände ist häufig eingehagt, einmal eine Schafherde. Erst vor Rio Turbio ist Bergbau e ersichtlich, eine ?alte Kohlefabrik? Kilometerlange Förderbänder, teils am verrosten, angehäufter Abraum. In der Fabrik brennt zwar Licht. Die Fenster sind grossenteils defekt, alles bis auf neuere Förderbänder wirkt verwahrlost an der Einrichtung.
An Rio Turbio ist auffallend, dass die wenigsten Häuser verputzt sind, Blechdächer. Nach der Ortschaft geht es in eine bewaldete Region, bergauf. Da ist der argentinische Grenzposten, wir halten länger. Dann weiter nach Chile. Pass und Stempel kriege ich ohne Problem, dann muss ich zur Früchtekontrolle. Ich darf meinen Rucksack aufmachen - die staunen über mein Fingerabdruck-Schloss . Aber ich muss ihn aufmachen und den Inhalt zeigen. Eine Seite meines Reißverschlusses will nicht mehr so richtig, daher habe ich zwei Gurten rundherum. Auf- und Zumachen dauert halt dann.
Keiner wird heute verhaftet - Chile macht diese Durchsuchungen schon seit Jahrzehnten. Aktuell sogar mit Hilfe von Hundenasen!
Die Fahrt dauert dann nicht mehr lange, wir sind da.
Die beiden schweren Rucksäcke aufzunehmen und anzulegen ist keine leichte Sache.
Da ich Depp vor lauter Reissverschluss vergessen habe mir den Weg vom Busbahnhof zur Unterkunft auf Google zu zeigen und fotografieren, muss ich zum Infoschalter, welcher da zum Glück vorhanden ist. Die zeichnen mir das auf einem Plänchen an - perfekt, finde es gleich. Booking.com ist da nicht gut - vor allem auch wenn man kein Internet hat.
Checke ein, bezahle gleich mit Karte, samt einem Bier.
Machtessen muss ich dann suchen, es ist Sonntag und nur wenige Restaurants haben offen. Irre etwas umher, bis ich mich für eines entscheide. Es gibt Lachs, unerwarteterweise liegt der auf Gemüse, fast ein Wunder. Sas Essen ist gut, doch bei der Rechnung haben sie zuviel verrechnet, ausserdem kostet ein halber Liter Bier hier fast 8 $, auch der Wein ist teuer im Vergleich zu Argentinien.
Doch für mich sind die Preise immer noch moderat. Trinkgeld von 10 % ist auch schon drauf.
Es ist kalt hier, doch das Bett ist gut ausgestattet, trotz etwas altmodischer Einrichtung, Schlafe sehr gut!Les mer
Puerto Natales Eindrücke
7. januar 2024, Chile ⋅ 🌬 13 °C
Ich bin ja zwei volle Tage hier, bis ich auf den Trek kann.
Was ich da nicht weiss, ich wäre besser 2 Nächte in El Calafate verbracht und wäre da gleich zum Perito Moreno gefahren. Aber manchmal ist es schwierig etwas im Netz herauszufinden. Viel, zu viele nichtssagende Beiträge im Internet. Meist solche, welche mit Klicks und Werbung Geld verdienen wollen, oder gar bezahlen um vorne als Haupttreffer zu erscheinen und nichts mit dem Thema drauf haben. Vielleicht wäre ein aktueller Reiseführer in Buchform doch besser!!!
Puerto Natales ist echt einfach ein teures Kaff, mit meiner Unterkunft war ich jedoc zufrieden. Sie war allerdings nach dem Trek nicht günstiger und ich hatte keinen Fernseher. Booking.com nimmt 15% Gebühr.
Die Häuser hier sind teils nur mit Zementsäulen oder Stahlgerüsten und dazwischen Pressspanplatten, dann eine Isolation aus Kunststoff, darüber bzw. zu äusserst noch verzinktes Wellblech, das dann noch gemalt wird. Teils wird innen noch etwas aufgezogen.
Meine Wirtin hat gesagt, sie lebe im Winter auch hier, ziehe aber in ein besser isoliertes und beheizbares Haus, wo sie auch Zimmer vermiete. Das wo ich ein Zimmer hatte, steht dann leer.Les mer
Fahrt zu Nationalpark Torres del Paine
10. januar 2024, Chile ⋅ ☁️ 7 °C
Bin früh wach um 0500. Versuche nochmals zu schlafen, stehe aber nach einer Viertelstunde auf und dusche. Anziehen und den Rest noch einpacken. Habe nur den grossen Rucksack, der Kleine ist platschvoll, ich darf ihn einfach stehen lassen im Zimmer.
Beim Frühstück sitzt schon eine junge Deutsche. Wir reden wenige Worte - ich will auf den Bus. Das Ei wird verspiesen, einen Kaffee, kaufe noch 3 Halbliter Wasser bei meiner Schlummermutter. Dann mach ich mich auf den Weg. Die grösste Hürde ist gleich der schleusenartige Ausgang - mit Gepäck muss ich zuerst beide Türen öffnen, hinaus, mich drehen, wieder in die Schleuse, die Innere schliessen, rückwärts hinaus und Aussen zumachen. Ich schliesse den Hüftgurt nicht, geht ja blos max. 15 Minuten bis zum Rodoviario (Busstation).
Auf der Strasse ist reger Betrieb, eine kleine Völkerwanderung. Bei den Bussen herrscht dann wieder eher Verwirrung. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie einen Rucksack tragen!
Unglaublich, wieviele Busse um fast die gleiche Zeit gehen. Auch nach Puerto Natales und El Calafate. fahren sie zur gleichen Zeit!
Es ist heute deutlich wärmer als gestern, der Wind bläst nicht so böenartig. Hier am Busbahnhof zieht es aber trotzdem, die Menschenmenge mildert das aber. Alle Busplätze sind besetzt. Jetzt fährt anstelle des wegfahrenden 0645 ein anderer Bus ein - mein 0700, ich darf mein Gepäck abladen - der ladende junge Mann will aber mein Ticket auch sehen - klar, sonst landet es womöglich irgendwo …
Wir fahren an einer Piste vorbei, sehe auch den Tower, wo die Strasse entlang führt. Daneben stehen zwei kleine Düsenjets, 10-20 Personen.
Die Strasse ist aus Betonelementen, relativ kurz, was eine eilige Kadenz der Federung/Lärm im Innern verursacht. Bald folgt dann Schotterpiste, der Bus fährt langsamer.
Mein Iphone erinnert mich an eine Tablette - hab ich auf dem Nachttisch liegen gelaassen - daran gedacht, es war noch zu früh- nun wird es zu spät 😝! Die Probleme bei ungeregelten Tagesabläufen!
Auf der Fahrt sehe ich Kuhherden, angepflockte Pferde, je eine kleine Pferdeherde und Schafherden, dazu unendlich lange Zäune …Einmal ein Raubvogelpaar in einem Baum.
Die Strasse ist wieder aus Beton, aber besser zusammengefügt, sieht neu aus. Nun sind auch lamaartige Tiere auf den Weiden. Rechts im Tal mäandert ein Fluss.
Neben der Strasse sind Wasserauffangbecken erstellt, welche in die Weiden ragen. Da sind nun auch Reiter, immer mit Hunden
Vereinzelt sind grössere Vögel zu sehen, unidentifizierbar, einmal sehe ich eine kleine Gänseschar.
Neben den Häusern sind hier häufig Solarpaneele aufgestellt.
Wieder Schotterpiste, aber daneben wird eine Strasse gebaut, schwere Maschinen stehen da.
Ein Gebirgsbereich wird sichtbar, gezackt, hôher als die flachen abgerundeten Hügel rundherum.
Wir halten manchmal wegen der Baumaschinen oder Gegenverkehr. Auf meiner Seite ist eine neue, erst einspurige Betonpiste am Trocknen. Weiter vorne ist ein kleines Betonwerk mit vielen Lastwagen, dazu Container. Dann gent es auf eine geteerte Strasse, welche Wohltat. Doch man sieht hier überall Vorarbeiten - Kiesabbau etc.
Dann endlich kommt die Anlegestelle des Katamarans. Schlange stehen, ich bezahle mit dreissig $., die kleinen Noten sind beim Wechseln nirgends beliebt, kriege auch ein anderes Ticket als die mit Chile-Pesos bezahlenden. Rucksäcke müssten alle in den Bug, so gibt es mehr Platz für die Passagiere. Es hat so schon welche, die mit kleinen Rucksäcken Sitzplätze belegen. Aber nur wenige müssen schlussendlich stehen, einige gehen aufs Oberdeck. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde.
Beim vom Boot gehen muss man einen Teil seines Tickets abgeben - doppelte Kontrolle. Und es ist nicht gleich, welcher Teil!Les mer
W-Trek 1 Camp Grey
10. januar 2024, Chile ⋅ ⛅ 9 °C
Nach dem Boot ist da das Camp Paine Grande.
Gut ausgeschildert geht es für mich nach Camp Grey. Das sind zwar nur etwa 275 Höhenmeter, doch mit ständigem auf und ab, dazu der kräftige, von vorne kommende Wind, sind es gefühlt viel mehr - fast 500 Höhenmeter. Ich marschiere durch, komme an meine Grenze, bin echt froh wie ich in Grey eintreffe! Kurz vor Grey ist da ein Tier, reh-/hirschartig , drei Männer filmen wie verrückt, verlangen Ruhe, ich mache deswegen eine Pause, gehe dann vorbei, das Tier ist eta 3 Meter über mir und guckt, geht nicht weg, ich mache eine Foto gehe weiter. Ein paar Minuten später kann ich schon Einchecken, Gutschein für Essen und Campingplatz erhalten, dann einen Platz fürs Zelt suchen. Aufstellen geht gut. Isomatte - da habe ich kurz ein Problem, bis ich begreife, wie der Luftsack zu benutzen ist 😄 - es geht doch rasch damit die Matte zu füllen! Schlafsack aufschütteln.
Dann schauen wo Handy und Uhr laden - alle Plätze besetzt - gönne mir einen Halbliter Bier für etwa 10 CHF (Süssgetränke meist 3,3 dl sind um 4 CHF) sehe dabei im Laden auch Steckdosen - frage - und darf da laden. Ich schaue auch nach Internet. Die Station selbst hat, aber kein Öffentliches. Da ist eine Wifi-Zone - aber eine Stunde kostet über 10 US$, ich gönne mir lieber ein zweites Bier dafür!
Gehe dann Duschen, wie immer ist vor den Duschen eine ziemlich braune Sosse. Schaffe es aber einigermassen das zu umgehen und nicht wieder dreckige Füsse zu kriegen. So leicht bekleidet geht es auch gut, friere nicht. Hatte beim Hochgehen zuviel an und Stück für Stück ausgezogen.
Auf 1800 ist meine Essenszeit angesetzt. Ich bin überrascht über das Angebot Huhn in Sosse, ein Mix aus Samen, Reis und schwarze Bohnen. Dazu Suppe, ein Tellerchen Salat, alles Buffet. Man kann Orangensaft oder Wasser trinken, es gibt Kaffee und dazu noch ein Dessert. Das beste Essen seit langem und ich habe einen Mordshunger! Mein Magen/Darmproblem scheint auch gut zu sein. In Puerto Natales war das Essen in Restaurants eintöniger, nur einmal so gut, Preis Leistung ist hier echt ok! Direkt vor Ort hätte ich weniger bezahlt als mit der Vorbuchung - muss man aber wissen!
Ich rede noch mit Leuten, es wird hauptsächlich Englisch gesprochen, auch deutsch und Portugiesisch - bald verziehe ich mich aber! Um 10 Uhr schlafe ich schon.Les mer
W-Trek 2 Camp Grey zurück
11. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 19 °C
In der Nacht muss ich mal, es bewährt sich meine Petzl Stirnlampe.
Am Morgen wieder gleich Klo, Fühle mich ausgeruht, habe die erste Schicht beim Frühstücken. Buffet, Selbstbedienung - echt gut organisiert.
Danach baue ich mein Zelt ab. Nach der Erfahrung von gestern versuche ich etwas umzupacken und das Zelt im Rucksack zu haben - nehme den leichten Schlafsack nach oben.
Ich will gerade zum Mirador/Aussichtspunkt, da kommt eine junge Deutsche von gestern und geht auch da hin - also zusammen. sie ist auch alleine unterwegs, etwas rund und ist 18 Jahre alt.
Im Camp zurück lade ich nochmals Handy und Uhr nach, dauert. Maike macht sich schon auf den Weg.
Ich hole sie irgendwann ein, wir laufen zusammen, leider ist sie halt schon langsam, dazu ist es heite fast windstill gegen gestern und deutlich wärmer. Doch wir schaffen es mit drei Pausen, gebe Ihr noch die Hälfte meines Apfels ab.
Wie wir ankommen, will Sie sich erst mal setzen, ich hole mir meine Zeltbewilligung und die Essen-Gutscheine. Suche mir einen Zeltplatz, sichere heute das Zelt besser als gestern im Waldstück, spanne auch die Schnüre und setze Eckheringe - es ist hier offen und windet teils heftig - böenartig.
Dann Duschen und in lockerer Kleidung an der Sonne etwas Chillen! Am
schatten ist es aber kühl, vor allem der Wind macht es aus. Zum Nachtessen trage ich dann wieder lange Hose und Daunenjacke.
Nachtessen gut, Menü wie gestern nur Dessert anders. Bin dann um 2100 schon im Schlafsack, lese etwas …
Habe hier noch Fotos von Pflanzen zugefügt- eine ist eine Art von Alpenrose, wird aber bis zu Strauchgrösse - Blüte rot oder auch weiss.Les mer
W-Trek 3 nach Camp Cuernos
12. januar 2024, Argentina ⋅ ⛅ 19 °C
Heute Nacht hatte ich keinen Drang, dafür am Morgen. Bin in der ersten Esschicht 0700 eingetragen, daher kann ich das Zelt nicht schon abbauen. Da ich es wieder in den Rucksack packen will (hat sich gestern bewährt), kann ich da auch nichts fertig machen - es windet immer noch heftig. Der Abbau wird zur Denkaufgabe - falten und zusammenstellen, dass nicht alles wieder eingesammelt werden muss. Habe mir steinerne Hilfe besorgt.
Verabschiede mich von der in der Nähe zeltenden Maike und ziehe los. Jan, ein Pole, welcher mir auch immer wieder über den Weg läuft, ist auch schon gegangen.
Die zwei Tage gutes Essen haben mir gut getan, Magen und Darm meckern nicht mehr!
Die Wege nach der Rangerstation Italiano sind auch meist angenehm zu laufen. Ab und zu Feuchtstellen, Bäche, wenig Geröllstellen. Bin flott unterwegs, überhole einige mit weniger Gepäck. Lasse meinen grossen Rucksack da beim Camp, gut verpackt wegen Regenmöglichkeit. Beginne den Aufstieg zum Mirador Frances und danach Britannico. Hier jetzt wieder Bachbeet-Wege und Geröll. Es geht flott voran, aber ich biege an einem Ort falsch ab!?! Der Weg wir schmaler, es kann nicht sein, dass hier die Massen unterwegs sind!Verrichte bei dieser Gelegenheit meine Notdurft und kehre um. Passiere dann wieder die gleichen Leute. Dieses Vallee Frances ist ein waschechtes Bergtal mit Fluss, Geröll und Geschiebe. Der Weg ist nach dem ersten Anstieg eher im Wald und wieder besser. Man erreicht den Mirador Frances mit Blick auf einen Gletscher hinüber, wo immer mal wieder etwas abbricht, schon spektakulär. Hier ist der Gletscher um einiges tiefer gelegen als in der Schweiz. Die Luft ist daher nicht so dünn, atmen und gehen fällt leichter.
Vom Italiano bis zum Mirador Britannico sind es nur 5,5 km, aber fast 1000 Höhenmeter. Das macht den Ausflug in die Bergwelt anforderungsreich. Vor dem Top Aussichtspunkt macht meine Uhr leider schlapp, habe die Batterie nicht mit, kann nichts tun. Das Handy habe ich immer wieder ausgeschaltet, um sicher fotografieren zu können! Aber das hat natürlich deswegen auch nicht mitgerechnet. Oben sind doch einige Leute versammelt. Ich versuche da Videos zu machen, ergänze mit Fotos.
Dann der Abstieg - wegen meiner Kniekehlen vor allem im ersten steilen Teil etwas steif, kann die Knie immer noch nicht gut biegen. Dann geht es flott, irgendwann sitzt Maike dann auf einem Fels und schlisst sich mir an. Sie schläft mit zwei anderen Deutschen im Camp Frances, ich muss noch etwa 4 km weiter. Obwohl der Weg eher bergab geht, sind diese 4 km echt hart! Aber es waren ja auch etwa 25 km Laufstrecke und etwa 10 km Leistung wegen Höhendifferenz.
Mit dem Camp hier bin ich nicht so zufrieden - 8er Zimmer, kein Platz für Gepäck oder Trocknen, schlechte Organisation beim Essen, Tellerservice, knapp Getränke - aber man kann ja draussen seine Trinkflasche an einem Hahn nachfüllen.
Die Zeit- und Kilometerangaben sind alle etwas suspekt. Hier sehe ich nun das erste Mal eine Höhenkurve vom O-Trek, beinhaltet den W-Trek. Trinke noch ein Bier, alle sind schon im Bett wie ich komme.Les mer
W-Trek 4 nach Camp Central
13. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 13 °C
Ein Wecker schellt, nicht meiner, aber ich bin wach. Drei von uns sechs stehen auf. Ich habe auch die erste Frühstücksschicht, muss auch bald auf. Gehe mal meine gestern feuchte Kleidung holen. Hier pufft eine Frau aus dem Zimmer ihr Zeug um, es ist wenig Platz, überall eng. Frühstücks-Sitzplätze werden auch hier angewiesen. Es gibt wieder alles auf den Tisch, ausser Kaffee, Müesli, welches an der Bar geholt werden muss. Packe mir mein Schüsselchen ziemlich randvoll Müesli - hält länger hin als das Weissbrot. Packen muss ich nicht, ausser den Toilettensachen habe ich nichts mehr raus, mein Badetuch habe ich schon versorgt.
Um halb neun statte ich, schwatze noch kurz mit einem Deutschen, dabei geht Jan an mir vorbei. Ich überhole einige, immer auch chinesisch stämmige junge Leute, von denen es hier erstaunlich viele hat - auch ältere! Jan passiere ich auf einem anderen Weg, wir reden kurz. Dann mache ich eine Pause, er geht vorbei, macht aber dann auch Pause. Da reden wir nochmal, weil ich stehenbleibe. Beide haben wir die Absicht heute noch den Mirador Base Torres zu machen. Doch schlussendlich zieht die Strecke sich hin, nach den rund 38 Leistungskilometern von gestern halt nicht einfach mit Vollgepäck! Dazu ist es heiss, wenig Wind!
Unterwegs muss ich mal. Weil ich gerade noch etwas trinken will, stelle ich den Rucksack ab. Er steht schön, wie ich aber an meiner Notdurft bin, kippt er plötzlich und rollt mir gegen einen Abgrund, unten mit Sträuchern und Bäumen besetzt. Erwische ihn gerade noch vor dem hinunterfallen. Das hätte mich sicher eine Viertelstunde gekostet, ev. mehr, um das Ding zu bergen.
Das Camp Central ist nicht gut ausgeschildert, laufe fast an der Reception vorbei, entdecke eher zufällig ein kleines, blaues Central Schild.
Bin da echt geschafft, keine Lust mehr, mich mit weiteren elf km und fast 1000 Höhenmetern herum zu schlagen.
Dies obwohl der Wetterbericht deutlich schlechter ist. Es würde sicher zur Tortur für mich.
Lerne im Receptionsbereich dann noch einen Brasilianer kennen, 63, aus der Region Recife. Den Namen weiss ich leider nicht mehr. Wir schwatzen auf Spanisch, geht ganz gut. Er muss auf seinen Raum warten, ich auch. Bin 2 Stunden zu früh, gehe mal auf ein Bier, hier 1000 Pesos günstiger als in den anderen Camps.
Dann ist es soweit, ich kann ins Zimmer, da sind schon zwei junge Schweizer aus Uri - Pärchen, wir schwatzen kurz. Er ist anscheinend Mitglied beim SAC. Aber für mich haben sie sich ziemlich unanständig ausgebreitet. Sie gehen dann weg, aber die nächsten Zwei kommen und trauen sich nicht das Zeug auf die Seite zu schieben. Ich biete ihnen auch meinen Spind an, da ich meinen Rucksack beim Bett lasse, ich will ihn am Morgen rasch aus dem Zimmer nehmen können.
Gehe Duschen, welche gerade frisch gereinigt sind, doch zwei ältere Herren sind schon da - es hat nur zwei Duschen. Der eine ist fertig, hat es aber echt geschafft bis im den Vorraum alles nass zu machen, Drecksosse. Dabei hat die Dusche noch eine Türe, wenn man die schliesst bleibt der Vorraum trocken. Die 8 Haken haben die Beiden auch vollgehängt. Aber der eine zieht ab und für mich gibt es nun 4 Kleiderhaken + im Vorraum der Dusche noch für das Tüchlein - Luxus. Der Abgehende hat die Putzkolonne gesehen und um Reinigung gebeten (danke!) wie ich rauskomme ist es sauber. Aber meine Schlappen sind noch feucht, hinterlasse auch Spuren - etwas WC-Papier, kurze Sache.
Lege mich zu einem Powernap hin, dann lasse ich meine feuchten Sachen innert 10 Minuten von Wind und Sonne trocknen.
Beim Abendessen werde ich zu Kanadiern an den Tisch gesetzt. Wir schwatzen, zu dritt fragen sie mich aus - sie beginnen den Trek hier.
Ich habe am Nachmittag noch ein frühes Morgenessen bestellt, weil ich befürchte, der Trek zum Base Torres könnte meine Zeit für die Busabfahrt um 1500 Uhr übersteigen.
Es sind schon alle im Zimmer, es ist dunkel, das Bett über mir bleibt leer.Les mer
W-Trek 5 zum Mirador Base Torres
14. januar 2024, Chile ⋅ ☁️ 5 °C
Schon vor dem Wecker bin ich wach. Im Nebenzimmer hat jemand eine Art Knall verursacht.
Ziehe mich an, aus dem Zimmer in die Wanderschuhe, dann mal Toilette. Nachher Rucksack rausnehmen, alles ist vorbereitet. Ich lade meine Uhr und Handy während ich frühstücke. Nur wenige der vorbereiteten Essen sind um fünf Uhr schon gegessen. Bis ich gegen 0545 weggehe, kommen dann noch acht Personen - gedeckt sind aber viel mehr. Na ja, was kümmert mich das - ich mache mich auf den Weg. Es ist gerade Sonnenaufgang, die Sonne scheint an die Berge. Zuerst laufe ich langsam, erhöhe dann das Tempo und überhole viele, ua eine grosse Gruppe junger Ukrainerinnen, nur der Junge Mann widersteht bis zum Camp Chileno - er muss auf die Frauen warten! Bis hier hatte ich 1:20 Stunden (5,5 km mit Steigung).
Hier beginnt es etwas zu nieseln, macht nichts, der Wald hält es zurück. Flott geht es voran.
Dann kommt mir eine Gruppe entgegen, welche schon um 02:00 gestartet ist, einen davon kenne ich - der Sonnenaufgang war nichts, die Torres im Nebel/Wolken.
Es regnet immer stärker, ich ziehe mal meine Jacke an, muss aber merken, der kleine Rucksack und die Hosen werden nass, dazu komme ich immer mehr in freie Geröllfelder, wo auch der Wind stark bläst. Also wechsle ich zur Pellerine, bereue nicht auch die Gamaschen zu haben. Es regnet mittlerweile stark, in Waldteilen klar weniger, in Geröllfeldern mit wechselndem, böigem Wind von allen Seiten. Zwei drei Gruppen Nachtwanderer kommen mir entgegen, einmal überholt mich ein Läufer. Weiter oben ist ein Schild, der Weg sei „cerrado“, geschlossen. Kümmert mich nicht, will hoch, fluche aber über die Böen und den Regen immer wieder. Vor allem in Geröll kämpfe ich dan mit dem Gleichgewicht.Les mer
Zurück nach El Calafate - El Chalten
16. januar 2024, Chile ⋅ ☁️ 6 °C
Früher erwacht, etwas Spanisch gemacht, einen Kaffee und zur Bushaltestelle.
Vorzeitig da, muss aber am Schalter einchecken. Das dauert natürlich. Im Glauben der Bus nach El Calafate sei nur einer, habe ich mein Gepäck schon mal eingeladen. Ich gehe mir ein Wasser und einen Riegel holen. Zurück will uch in den Bus, der Mann sagt mir, es sei ein anderer, er sei der spätere Bus!. Na ja, aber ich muss mein Gepäck wieder holen. Dann saust einer gestikulieren durch die Menge und sucht sechs Leute, es werden nur fünf. Jemand muss noch einchecken. Dann geht es zu einem Kleinbus. Alle hocken sich zuerst in die erste Reihe - blockieren den Zugang nach hinten - junge Leute … Der Letztein der Bank lappt über die Sitzbank und blockiert mir den Weg auf die freien Sitze hinten, ich muss etwas sagen, sonst komme ich nicht vorbei.
Der Wagen fährt wieder ins Dorf zurück. Da stehen bei der Kirche zwei Busse, wir müssen wechseln - für mich wäre es gleich um die Ecke gewesen!
Ich trete noch fast auf einen Hund, welcher da liegt, wie ich mein Gepäck wieder aus dem Wagen hieve. Es war zuoberst, aber weil ich der Hinterste war …
Natürlich müssen im Bus dann wieder Leute die Plätze wechseln, die haben sich mal vorsorglich breit gemacht. Auf dem Ticket steht Semicama, aber es sind 4 Sitze, die sind nicht breiter, nur die Sitzfunktion kann gewechselt werden.
Der Buschauffeur sagt,
Dass an der Grenze nur die in Personen nach El Calafate aussteigen müssen, die nach Perito Moreno nicht - auch die Chilenen fahren mit Bussen zu diesem Gletscher!
Wir sind an der Grenze, warten, ich bin der Erste der nach vorne geht kurz vor acht. Was sich dann als Vorteil erweist, denn ich bin rasch durch Kontrolle, obwohl mich der Fahrbegleiter zurechtweist ich solle warten. Bei der Ausreise machen die Chilenen ja keine Frucht und Samenkontrolle. So geht alles deutlich schneller. Auch gibt es mir die Möglichkeit mein zweites Handy hervorzukramen - in Argentinien bin ich dann wieder im Internet.
An der argentinischen Grenze bin ich dann unter ferner liefen - lange Wartezeit! Die Grenzen überqueren wir an anderer Stelle als bei der Hinfahrt, erstaunt mich - und die Strasse ist echt schlecht hier.
Das Wetter ist trüb, Grauschleier über mir und es tröpfelt leicht, aber kein Wind.
An der Grenze beobachte ich eine kleine Übergabe, ein Kanister wechselt von Leuten des Busunternehmens an die Gendarmerie Argentiniens - deutliche Erwähnung von Wasser - Feuerwasser? Denn der Mann ist sichtlich erfreut!
Bei dem Geholper wegen der schlechten Strasse konnte ich nicht schreiben, es hat so geschüttetlt.
In El Calafate esse ich etwas - leider ist die Dame für zwei Shops zuständig und hat gerade in den Souvenir-Shop gewechselt. Das dauert bis ich etwas kaufen kann - Banane und 2 Empanadas! Hier im Busbahnhof habe ich keine Verbindung zum Internet. Der Bus steht dann schon länger da, bis man einsteigen kann. Ich bin da vor der Tür meines ehemaligen Hostels, muss zurück! Bin so etwa der Letzte der einsteigt! Wir fahren noch zum Flughafen, dann schlafe ich ob der eintönigen Rumpelei und Gegend.
Wie ich erwache, steht der Bus, kein Motor und etwas Aufregung - Panne. Der Motor kommt, wir fahren aber nur bis zu einer Ausstelle. Ich bleibe im Bus, das ist bequemer zum herumhängen. Schreibe etwas Tagebuch.
Irgendwie konnte der Chauffeur und ein Mann aus der Gegend den Bus wieder flott machen. Wir fahren nach etwas mehr als einer halben Stunde weiter.
Dann liegt mal ein lamaartiges Tier halb verwest neben der Strasse, ich sehe Windräder, wahrscheinlich Brunnen. In der Ferne sehe ich jetzt wieder Berge, nach dem endlos scheinenden Hügelland ohne Bäume und wenig Büschen, mutet es mich fast heimelig an.
Neben der Strasse sind immer Zäune, doch häufig defekt. Sollen vermutlich die Tiere von
der Strasse fern halten.
Dann treffen wie in El Chalten ein. Muss zuerst mal aufs Klo - mein Vollgepäck lasse ich aussen vor. Habe dann aber Mühe mein Gepäck wieder ordentlich auf mich zu laden …
Eine Viertelstunde zum Campingplatz. Habe mich entschlossen zu Campen, habe das Zeug ja dabei und sollte es auch brauchen, nicht nur mitschleppen!
Ein Dorm hier kostet um die $40.
Der Zeltplatz etwa 10 und ich bin etwas privater, obwohl meist auch rundherum Geschnatter ist.
Die besten Plätze sind besetzt, entschliesse mich für eine Ecke.
Beim Aufstellen verbiege ich ganze 2 Häringe. Es windet stark, das heisst Beutel sichern und das Zelt gut fest machen. Ecke um Ecke, das Schwierigste ist das as Überzelt, weil winddicht! Zweimal reisst es mir der Wind aus den Händen, dann kann ich endlich einziehen 😅.
Schaue mir mal den Camping an. Gross, überall viel Betrieb! Zwei Küchen mit Gasherden, Aufenthaltsräume mit vielen Lademöglichkeiten, Duschen in Containern.
Dann ab in den Ort, suche einen Lebensmittelladen. Da stehen aber so viele Leute an der Kasse an, dass ich wieder weggehe. In einer Cafeteria bieten sie einen Veggiekuchen an. Esse so einen, dazu ein Weissbier. Nehme da noch einen Apfelstreuselkuchen mit. Dann weiter Ort erkunden. Schaue auch nach einem Wein. Werde in einer Seitengasse fündig. Der Laden hat wenige Leute drin und sogar Preise angeschrieben. Überschlage meine Finanzen in ARS. Ich mache die Flasche Wein auf, versuche und gehe dann meine Uhr und Handy laden.
Das Internet funktioniert irgendwie nicht, mein Handy meint man müsste es Restarten, weil verschiedene Router mit den Kanälen überlappen. Wollte eigentlich noch eine Routenplanung für Spaziergänge und Foto-Shootings machen. Doch auch meine SIM Karte ist hier schwach, schlechte Verbindung, dazu dauernd Unterbrüche!Les mer
El Chalten 16.-19.1.
16. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 16 °C
El Chalten ist kein schöner Ort, etwas hingewürfelt, jeder macht so was er will. Keller gibt es sicher keine, meist stehen die Häuser auf Betonstützen. Trotzdem schaffen es viele Häuser etwas Besonderes zu sein.
Aber der Ort liegt in einem Windkanal, unglaublich wie der Wind da zieh/fegt. Man steht teils still, wenn eine Böe kommt. In den Schrunsen/Tälern wo die Wege verlaufen ist es dann geschützter, jedoch wenn der Wind hin mag …Temperaturunrerschiede sind je nach Wetter deutlich, die Nacht vor dem Regentag war die Nacht echt kalt - hatte irgendwie immer kalte Füsse im Schlafsack. Bei Regenwetter ist das Leben hier noch viel unangenehmer. Ich kam in den Genuss dieses Szenarios. Zuerst nur Wind, dann noch Regen. Und am Regentag ist dann natürlich die Temperatur nachts gefallen. Hatte kalte Füsse.
Doch der Wind hat manchmal auch etwas Gutes, er trocknet alles immer wieder rasch ab! Nicht starke Regenfälle. Aber so Landregen - nur das Gepäck und die Kleidung sind länger nass.Les mer
17.1. Org. + Besuch Mirador Torre
17. januar 2024, Argentina ⋅ ☁️ 13 °C
Früh erwacht und gebummelt, geduscht und ab zu einem Kaffee mit gesalzenen Medialunas, aber es gibt hier nur Süsse! Habe mich stattdessen für einen Apfelstreuselkuchen entschieden.
Dann etwas durch die Ortschaft gebummelt. Am Busbahnhof beim Infoschalter nach Möglichkeiten für Perito Moreno erkundigt. Das ist „der Gletscher“ hier. Der junge Mann hat mich an eine Busfirma verwiesen. Stehe lange an. Dann bin ich dran. Erkläre, dass ich zwei Sachen will, eben zu dem Gletscher und dann habe ich gesehen, dass sie auch nach Bariloche fahren. Will das auch buchen, der Bus fährt von El Chalten! Wir einigen uns den Gletscherbesuch am 18. zu machen, hin und zurück. Er beginnt an seinem System zu werken, bucht zuerst Bariloche. Dann werkelt er an der Gletscherfahrt - was ich noch nicht weiss, es gibt keine Rückkehr am gleichen Tag hierher - nur nach El Calafate, das meinen die mit hin und zurück. Wie er mir das Ticket nochmals erklärt, ist es nur nach Calafate. Es gibt keinen Bus nachher sagt er. Erst am nächsten Tag. Ich habe aber mein Camping bis 19. In der Zwischenzeit kommt seine Kollegin, Ablösung. Beide erklären mir nochmals, es gibt keinen Bus mehr zurück. Ev. eine andere Busgesellschaft - was ich innerlich bezweifle, sie wüssten das, denke ich mir. Dann schiebe ich die Buchung um einen Tag, was mich 10 % kostet, es sei eine Umbuchung, sagt die Frau - na ja es sind 5 Dollar, mache kein Theater, hinter mir wartet eine Schlange. Ich muss dafür heute keine Vermittlungsgebühr im Internet zahlen. Toll, einen Zubringerbus haben sie, aber keinen Rückbringer.
Meine alte Dorm in El Calafate ist noch frei in der Nacht. Dann muss ich aber am 20. wieder die Rückfahrt haben. Entscheide mich für die früheste Verbindung mit der Gesellschaft - habe nun schon zweimal rinen Busausfall gehabt, das dauert dann immer 1-2 Stunden länger bis man dort ist. Den Bus nach Bariloche zu verpassen will ich nicht riskieren, kostet mich ja $140.
Gehe zurück ins Zelt, es windet sehr heftig, stehe manchmal still. Mache eine Pause und krame mein Zeug hervor, will zum Mirador des Torres. Draussen scheint die Sonne, trotzdem regnet es leicht. Die Berge sind im Grauschleier.
Die Bergschuhe verschmähe ich heute, am rechten Fuss ein Zeh angekratzt, am linken zwei, der eine Nagel ist blau, der andere ist wegen Druckstelle eingepackt.
Ich suche dann den Einstieg in den Weg. Finde etwas, auch von anderen begangen - bei der Rückkehr sehe ich dann aber, dass ich einen Umweg gemacht habe.
Es regnet immer leicht und windet stark - bei der einen steilen Steigung habe ich so Rückenwind, dass es mich echt fast hinaufbläst. Der Weg ist echt schön. Zwar leicht auf und ab, aber gut zu gehen, etwas sandig, vor allem in steilen Partien! Überhole Viele mit Gepäck und ohne, einige kommen auch entgegen. Der Torres ist immer noch im Grauschleier, wo ich stehe, ist Sonne und ab und zu Kühlung durch leichten Regen. Zurück jogge ich des öfters und erschrecke manchmal Leute. Auch meine Kniekehlen machen wieder mit, bis auf einmal keine Probleme. 8 km mit rund 200 Meter Steigung in 1:52 Std.
Wenn man zeltet hat man keine Steckdosen, man muss in allgemeinen Bereichen laden, teils Risiko, doch Stunden da stehen … - kombinieren mit Essen, schwatzen, ist echt komunokativ! Ich lerne da unter anderem einen Russen (Fetja) kennen - er ist Anwalt und wegen dem Krieg nun auf Reisen - im Zelt.
Mache mir heute mein Essen aus mitgeschleppten Vorräten. In der Küche hat es sogar Wasserkocher, so ist das mit dem Trekkingfood rasch gemacht. Könnte etwas Salz vertragen, doch …
Nach dem Essen gehe ich noch Milch holen - für das Frühstück, da habe ich auch 300 Gramm dabei - muss weg. Ich habe einfach zuviel Gepäck. Ich kaufe noch zwei Bier, eines für Fetja, welcher Schlafen gehen wollte, doch der ist gerade auf dem Weg in den Ausgang, dann halt nicht.
Schreibe beim Laden noch Tagebuch.Les mer
Ausflug Perito Moreno
19. januar 2024, Argentina ⋅ ⛅ 9 °C
Bin schon kurz nach fünf Uhr wach, höre wie der Regen leicht auf mein Zelt tröpfelt, Der Wind hat deutlich nachgegeben.
Ziehe mich an und geh mal aufs Klo. Über mir haben die Wolken aufgerissen, es nieselt noch leicht. Dann packe ich meine Isomatte und den Schlafsack ein. Alles aus dem Zelt nehmen. Es ist jetzt um 0600, ganz hell, Das Aussenzelt hat nur noch wenige Tropfen drauf, schüttle die ab. Das Aussenzelt ist mit dem Innenzelt/Boden durch eine Klickverbindung gesichert. Den Boden habe ich hier mir Häringen gesichert (dabei aber zwei verbogen). Beschwere das Aussenzelt mit einem Rucksack. Ich habe Wetterglück - kein Regen und wenig Windböen. Innenzelt Häringe auf einer Seite weg, einfalten, beschweren. Andere Seite dito. Dann das Aussenzelt alten und drauflegen.
Der Wind spielt mit mir … - mit Beschwerungen schaffe ich es schliesslich die beiden Stücke einzurollen und in die Hülle zu zwängen. Noch die Häringe dazu, fertig - 45 Minuten. Glück gehabt, fast kein Regen und wenig Wind. Wie ich aufblicke ist da ein wunderschöner Regenbogen. Nun noch den grossen Rucksack packen und meine beiden Gepäckstücke aufnehmen. Trotz leichtem Regen und wieder stärkerem Wind verzichte ich darauf das Regencape anzuziehen und marschiere zum Busbahnhof.
Da trinke ich den Rest meiner Milch und gebe mein Campingzeug ab - ein Tag kostet 1000 Pesos. Wobei immer ein Kalendertag gemeint ist - ich bezahle also 2000. Im Bus schlafe ich grossenteils. In El Calafate gehe ich zum Brownie-Shop. Der ist voller Leute, nehme einen Milchkaffee und ein süsses Medialuna mit Schinken und Käse. Warten im Busbahnhof - schlechte Internetverbindung hier. Ich will meine Geräte laden, doch nur Stecker für argentinische und ich habe meinen Adapter natürlich im anderen Gepäck!
Kontrolliere alle Stecker - und tatsächlich hat da jemand schon eine Abänderung vorgenommen. Kann nachladen!
Dann in den Bus, es wird beim Einstieg auch eine Schifffahrt vor dem Gletscherabbruch angeboten - klar, mache ich - 30000 Peso. Da ich gestern im Camping noch 100 $ (Kurs 1100) gewechselt habe, bin ich flüssig. Im Bus benehmen sich vier junge Leute nicht so ganz - wie wenn sie den Bus gemietet hätten und auch laut, Musik und Singen, Füsse oben, na ja.
Dann sind wir an der Parkgrenze, wo Barzahler des Eintrittstickets von 12000 Peso im Bus bleiben können, die mit Karte müssen im Gebäude zahlen gehen. Die Frau fragt nach der Nationalität, ich erhalte dann ein Ticket mit russischer Nationalität 😎!
Es geht ins Gebirge, das Wetter wird schlecht, da hängen überall Wolken. Im See sind die ersten schwimmenden Eisbrocken zu sehen. Das Seeufer besteht meist aus schwarzem Sand oder Stein, Geröll.
Dann am Parkplatz beim Gletscher. Der Chauffeur weist mir den Weg zu einem Häuschen, welches Bootstickets verkauft, Reservation Martin. Klappt alles bestens und in 10 Minuten geht mein Boot. Beim Einsteigepunkt rennen dann einige wieder zurück um ein Ticket zu kaufen.
Auf dem Boot müssen zuerst alle unten hinein, eine Reiseführerin gibt Kommentar ab und Vorsichtsmassnahmen bei Kindern und auf Treppen sitzen oder lange da stehen ist nicht erlaubt. Dann stürmt alles aufs Oberdeck.
Unglaublich, wie man sich so selbst darstellen kann und vordrängeln - vor alem die Frauen posen in allen Lagen, es dauert immer. Zum Glück bin ich hier immer noch etwas grösser - kann darüber hinweg fotografieren.
Schnell ist Schluss mit der Bootsfahrt (knapp eine Stunde) schlussendlich finde ich die Aussichten vom Gehweg aus deutlich besser! Ausserdem fahren die Schiffe aus Sicherheitsgründen nicht sehr nahe an die Eiswände heran. Auf dem Gehweg mache ich dann etwa 7 km. Es gäbe zwar einen Bus, doch ich habe mich heute noch nicht genug bewegt.
Ich möchte einen Kaffee, doch sinnigerweise macht das Restaurant um 16:30 Schluss?!?
Mein Bus fährt erst um 1800. Alles sehr gut koordiniert! Man wartet halt draussen irgendwo. Jetzt merke ich, dass ich doch auch geschwitzt habe, der Wind geht nur leicht, aber ich muss die Jacke schliessen, meine Finger sind ziemlich klamm. Ich sehe zu spät, dass da noch ein geschlossener Aufenthaltsraum ist - windfrei. Der Bus steht gegenüber an der Strasse, an der Haltestelle steht noch ein anderer Bus von Caltur - Pannenfirma!
Es geht flott zurück, unser Chauffeur fährt wieder auf einen langsamen PW auf, welchem es nicht in den Sinn kommt Platz zu machen. Geschwindigkeitsbegrenzung ist 40 im Park - wenige kümmert es. Trotzdem sind wir schneller zurück.
Gehe in die Dorm, sehr eng da, kein Platz für Rucksackdepot. Mein Bett hat auch keinen Stromanschluss. Vermutlich hat ma. Irgendwann noch ein Kajütenbett zusätzlich hineingestellt, so eng.
Es ist schon nach acht, ich dusche rasch (Duschkopf ist verkalkt, wenig Druck, schlecht regulierbar warm/kalt, verzichte auf Kopfwäsche, rasiere mich aber) und gehe Essen, kleine Sightseeingtour inbegriffen. Der Ort ist sehr sauber, trotz vielen Hunden sehe ich keine Hundekegel hier an der Hauptstrasse. Viele Läden, aber auch viele Bäume, meist pappelartig oder Nadelbäume, ähnlich Föhre. El Calafate liegt in einer Senke, ist geschützter vor Wind und die Bäume bremsen auch noch. Ich muss sagen, ein hübscher kleiner Ort.
An der Hauptstrasse sind viele Restaurants und alle gut besucht. An meiner Nebenstrasse lag das Restaurant Napoleon, nicht so frequentiert und günstiger, esse da eine Forelle, trinke ein Bier, ein Glas Rotwein sowie Kaffee und Flan. Kostet mich rund 27 $, gebe 4 $ Trinkgeld, Service war top, die Forelle auch mal nicht getrocknet …
Meine Stromreserven müssen aufgefüllt werden - nehme den Laptop raus, das Ladegerät ist stark, hoffe schneller zu laden, bemerke aber, dass der Laptop nicht heruntergefahren hat (nicht aufgepasst, da war ein Programm noch aktiv). Lade bis 0100 Uhr, wenigstens die Uhr ist nun voll, beide Handy‘s wenigstens über 90%. Lade dabei auch meine Footprints von Findpenguin hoch - auch jetzt nachts gibt es im Netz immer wieder Unterbrüche, es geht langsam, doch es geht! Ich bin wieder der Letzte im Dorm!Les mer
Zurück nach El Chalten - dann Bariloche
20. januar 2024, Argentina ⋅ ☀️ 12 °C
Die Erste steht im Dorm um 0400 auf, um 0600 zwei weitere, ich eine halbe Stunde später. Die Kleider hatte ich bei mir auf dem engen Bett als zusätzliches Kopfkissen, wusste nicht wohin sonst, nirgends Platz!
Aufs Klo, habe viel Luft, aber vor allem „Pee“, dann Fruhstück, etwas Fruchtsalat, Cornflakes mit Milch, ein Brot und zwei Kaffee - dann gehe ich los. Mein Bus fährt um 0815. Ich bin dann zu früh da. Aber da ist schon wieder grosses Gedränge, nach Puerto Natales gehen jetzt viele Busse weg.
Auf dem Weg hierher hat sich ein grosserer Schäferhund- Welpe mir angeschlossen. Läuft wunderbar bei Fuss, er war echt nett, aber etwas dreckig, nicht mager. An Strassen verstand er wenn zu warten war. Ein hübscher, süsser Kerl - zum Glück war er dann im Busbahnhof wiederum von mir abgelenkt, mit anderen Hunden und vielen Menschen.
Mir fällt immer wieder auf, wie viele vor allem junge Leute sich breit machen versuchen, sei es ausufernde Gepäckdeponie, auch vor Türen oder Kleidung und halb volle Kaffeebecher länger liegen/stehen lassen um Raum zu reservieren, in Bussen Sitzplätze besetzen, welche Ihnen nicht zustehen, müssen dann wechseln.
Auch das Engpass-Syndrom ist heute Morgen verbreitet - viele bleiben an Engstellen stehen und sind sich ihres Rücken-gepäcks wenig bewusst.
Gut sind die Sitze jeweils reserviert in den Bussen.
Wir haben nach El Chalten tüchtig Gegenwind, der Bus braucht deutlich länger hinauf‘ als hinunter - wir brauchen fast 2,75 Stunden, hinunter gestern waren es nur 1,75. Ausserdem bemerke ich, dass anscheinend Schnee gefallen ist - oder täuscht es mich nur, weil gutes Wetter ist und keine Wolken die Sicht verdecken, sie sich heute hinter den Bergen verstecken? Mir präsentiert sich eine wunderbare Sicht auf die Berge - El Chalten und der Fitz Roy sind frei und gut sichtbar!
Will in El Chalten auf die Toilette, hier ist aber auch kein Papier vorhanden. Die Frauen stehen sicher 10 Meter Schlange. Ich gehe mal ins Restaurant und genehmige mir einen Kaffee und 2 Empanadas - das Queso + Jamon ist etwas mit Käse und Zwiebel. Gehe hier aufs Klo, aber auch da hat es kein Papier, die Bedienung meint, sie hätten keines mehr. Ich habe aber Servietten auf dem Tisch - geht doch … - bin deutlich erleichtert, körperlich und geistig im Hinblick auf die lange Fahrt!
Mein deponiertes Gepäck hole ich erst um 1330 ab.
Dann warte ich auf den Bus, welcher ziemlich verspätet auftaucht und zuerst von Passagieren und Gepäck befreit werden muss.
Dann geht es los. Der Ablösechauffeur verteilt gleich einen kleinen Imbiss, dazu ein Wasser. Ich habe mich mit zwei Bananen und Haferflocken-Guetzli sowie einem Liter Milch eingedeckt.
Lange ist noch gute Strasse, dann plötzlich nur noch Geholper, Schotterstrasse. Mache da eine Foto. Google war nicht in der Lage mir eine Verbindung nach Bariloche aufzuzeichnen. Etwas abenteuerlich anscheinend und nicht sehr gewöhnlich. Ich bemerke, dass doch rechte Erdbewegumgen gemacht wurden hier - das gehört sicher auch zur Ruta 40, auf welche die Argentinier so stolz sind. Es liegen auch immer wieder betonierte Vierecke und eine Art zerbrochene Betonmauern neben der Strasse - Versickerungen/Bauhilfen für die Schotterstrasse?
Der Bus fährt häufig nicht mehr als 20 oder 30 kmh und es staubt und holpert stark. Nach einer Weile kommt der Wind von hinten, wir stauben uns selbst ein. Ab und zu kommen uns andere Busse und auch PW‘s entgegen. Das Geschwindigkeitslimit wird mit 60 ausgeschildert. Ich bezweifle, ob wir so viel erreichen, die Spuren in der Strasse sind tief. Vor einer Kurve ist dann sogar nur 20 ausgeschildert, der Bus fährt da deutlich schneller. Aber wenn es regnet, kann das wahrscheinlich zur Seifenbahn werden.
Neben der Strasse hat es einmal ein vertieftes Bachtālchen, wie ein grüner Teppich, sicher von Vögeln genutzt. Es scheint auch abgeweidet zu werden. Einmal sehe ich dann eine grasende Pferdeherde und daneben gleich eine kleine lamaartige Herde, sonst sind die Lamas eher nur zu zweit zu sehen - auch hier wohnen demnach Menschen und leben davon.
Auf die eine Seite scheint die Ebene endlos, auf der andern ist sie durch eine Hügel-/Bergkette begrenzt. Trockenes Grasland mit Buschflecken darin, ab und zu liegt auch ein totes Lama da - vermutlich über- oder angefahren. Auch kleine Vögel sehe ich, spatzenartig. Manchmal taucht auch ein See auf. Und immer wieder Betontrümmer neben der Strasse.
In der Ebene ist auf einer Seite eher Erdwall, auf der anderen Abflussgraben, in Tälern ist die Strasse deutlich höher als die Umgebung,
Mit der Zeit meine ich den Staub im Innern zu riechen - der Wind weht von hinten, wir stauben uns selbst ein, fahren langsam!
Hoch ist es nicht, wir bewegen uns aktuell auf 420 Metern Höhe.
Dann endlich, die Holperei hat ein Ende, wieder asphaltierte Strasse, es geht nun flott voran. Nun säumen auch wieder kilometerlange Zäune die Strasse. Ich sehe einmal ein Skelett am Hag, der eine Fuss oben am Zaun eingehängt, das andere Mal beide Hinterbeine auf der einen Seite.
Endlos die Ebenen hier, kein Haus, kein Mensch, nur vereinzelt Lamas, einzeln oder in Herden.
Es wird grüner als weiter unten - und an der Strasse sind sogar SOS Pfosten - mit Solarzellen. Man sieht Büsche, Bäche, auch Rinder und Häuser.
Wir kommen in ein Tal, wo überall Pappeln gepflanzt sind, teils in Doppelreihen, dazwischen noch Weiden. Die Bäume schützen die Felder, es gibt auch Bewässerungsgräben. Der Ort heisst Gobernador Gregores, wo eine Taqsa (Busunternehmen) Örtlichkeit ist. Aber man darf da nicht aussteigen! Dann geht es zu einer Tankstelle, wo man etwas kaufen kann.
Wir fahren in die Nacht, ich lese lange. Es ist etwa Halbmond, entdecke die Sterne, decke das noch schwache Licht im Innern mit der Hand ab. Durch die Scheibe wirkt der Himmel irgendwie dreidimensionaler, unwirklich, spiegelt es? Sehe ich da die Milchstrasse? Auf alle Fälle habe ich lange nicht so viele Sterne gesehen - einfach schön!
Neben dem Bus erscheint mir die Landschaft im fahlen Licht wie verschneit, ist aber sicher nur Sand und Gras.
Dann gibt es nach acht Uhr morgens einen Halt in Gobernador Costa, Tankstelle. Nehme meine Abfälle mit, natürlich Klo, kaufe und esse ein Sandwich und trinke den Rest meiner Milch. Gerade habe ich die Zahnbürste in der Hand, da geht es weiter. Nehme mir aber noch die Zeit, spüle den Mund und die Bürste aus, komme halt als Letzter in den Bus - wunderbar so ein reines Gefühl im Mund 😄.
Ich habe gelesen und nochmals geschlafen, kurz nach Mittag treffen wir in der Provinz Chubut ein, sind am Busbahnhof von Esquel, wo einige rund um mich aussteigen. Schalte meine Handys ein, nach Bariloche sind es noch gut 4 Stunden.
Hier ist es deutlich gebirgiger, schroffer, viele Nadelbäume, langnadelig. Wir sind nach meinem Handy-Kompass jetzt auf 850 Meter Höhe. Daneben aber immer noch die Steppe, sandig, steinig, Gras und Büsche. Hier ist anscheinend weniger Wind, die Gewächse dünken mich allesamt höher wachsend als in Patagonien.
Eine zeitlang dominiert Büschelgras die Ebene, In Senken stehen entlang Flussläufen immer Laubbäume oder Büsche. Ich erkenne Weiden und Pappeln. Nadelbäume sind eher weiter weg vom Wasser.
Wir haben immer wieder Schotterpassagen, dann geht es sehr langsam.
Vor Lago Puelo/Chubut hat es viele Cabanas und Hosterias, und eher Wochenendhäuschen, da steigen zwei aus. Danach war eine Waldbrandregion.
Dann queren wir die Provinzgrenze Rio Negro, es kommt die Ortschaft El Bolson, wieder viele Cabanas und ein grosses Touristen-Infocenter. Echt gross die Ortschaft, es wird ein neues Busterminal erstellt. Irgendwo wird Marmor abgebaut. Auch hier wird noch der Ausdruck Patagonien verwendet - umfasst anscheinend mehrere Provinzen.
Im Tal sind nun mehr und mehr grosse Bäume, auch die Berge sind mit Nadelbäumen bewachsen, Tannen, Föhren und Weiden, Pappeln seltener. Hier schaut es nun echt aus wie in den Ch-Bergen. Allerdings ist der Buschbewuchs dichter zwischen den Bäumen. Wir sind auf 4-550 Metern.
Der Bus fährt seit geraumer Zeit nicht mehr schnell, ich vermute da ist etwas mit dem Getriebe, auch Lastwagen überholen uns!Aber dann schafft er es plötzlich wieder hochzuschalten, es geht bergab. Unbemerkt haben wir fast 900 Meter Höhe erreicht, die Steigung war der Grund. Die schmalbrüstig motorisierten Busse fordert das halt. Die Passhöhe war auf 1070 gemäss meinem Höhenmesser.
Wir fahren an einem See vorbei - dann eine Tourisreninfo - corredor de los lagos - es sind also mehrere und gleichzeitig Nationalpark. Das andere Ufer ist gut belegt, auf unserer Seite sitzen die Leute in der Badehose/Bikini an den Bachläufen. Dann See links und überall Autos. Aber es ist halt Sonntag! Wahnsinnig viele Leute an den Ufern. Das Gleiche am nächsten See, hier sogar beidseitig Autos abgestellt.
Dann endlich wird der Flugplatz von Bariloche angezeigt.
Der Ort liegt ja auch an einem See. Alles Blechdachhäuser. Die Hauptstrassen sind geteert, Nebenstrassen Schotterpiste.
Dann sind wir endlich am Terminal de Omnibus.
Ich steige als einer der letzten aus, fühle mich etwas gerädert,
leichte Gliederschmerzen - suche meinen Rucksack und finde ihn unter einigen Anderen, mein Stoffrucksack ist stockdreckig. Klopfe ihn etwas ab, aber es nutzt nicht viel. Nehme ihn mit, lasse ihn vor dem Klo liegen - sowas klaut keiner. Nehme dann ein Taxi zum Campingplatz, traue mir den etwas über einstündigen Marsch nicht zu. Den Black Forest Camping kennt der Taxifahrer nicht, ich zeige ihm Google maps und er weiss wo. Leider steht da schon an der Strasse er sei voll besetzt!
Also weiter, zum Yeti. Taxi knapp unter 8000, runde. Nach demmEingangstor nimmt mich eine ältere Dame zwischen Rosen in Empfang und zeigt mir kurz das Wichtigste. 9000 Pesos, etwa 8 $. Ich mag auch nicht weiter, bin echt geschafft von der 27 stündigen Fahrt! Installiere mich, schliesse meine Geräte zum Laden an (es hat Steckdosen). Hole mir ein Bier, lasse mir von der Küche eine Teigwaren-Mahlzeit zubereiten, gehe Duschen, dann verziehe ich mich. Habe etwas Kopf- und Halsschmerzen, nehme noch die Lutschtabletten , welche mir von Kambodscha geblieben sind.Les mer
San Carlos de Bariloche 1 - 22./23.1.
22. januar 2024, Argentina ⋅ ☀️ 36 °C
Ich erwache mit leichten Kopfschmerzen. Frühstück aus meinem Essensvorrat, Buchweizen mit getrocknetem Apfel und Zimt - schmeckt auch mit Wasser. Gehe wieder ins Zelt, habe auch in den Hüften Probleme, wie schon gestern aus dem Bus, dachte aber das sei wegen der langen Unbeweglichkeit - doch immer noch - Grippesymptome?
Lese und verschlafe den Tag, dazu wieder die Lutschtabletten für den Hals, wegen Schluckbeschwerden, Heiserkeit und dazu Schnupfen. Mein Nastuchvorrat reicht vorläufig, zusammen mit gehamsterten Servietten. Auch wie die Sonne voll auf mein Zelt brennt, fühle ich zwar Wärme, schwitze, mir ist es jedoch nicht unangenehm!
Ich trinke nur Wasser dazu und gehe dann gleich wieder in den Schlafsack und weitere Lutschtabletten.
Am nächsten Morgen ist mir viel besser, entschliesse mich auf den Cerro Otto zu gehen, ein Aussichtspunkt, welcher einen echt guten Rundblick ermöglicht. Und das Beste - es hat eine Seilbahn 🚠! Dazu komme ich in den Genuss eines Altersbonus 8 statt 12000 Pesos, die Schalterangestellte fragt nach, muss beweisen!
Oben ist starker Betrieb, für das Drehrestaurant stehen sie sicher 15 Meter Schlange, darauf verzichte ich! Gehe die Station sonst ab, erfrischend da oben auf 1405 Metern.
Es hat verschiedene Attraktionen, Standseilbahn, Drahtrutsche, Labyrinth, spezielle Fotospots, welche bezahlt sein wollen! Wo man das Skifahren könnte hier, sehe ich nicht. Aber Otto war ein Deutscher und ist hier Ski gefahren - sieht man an Fotos!
Wieder unten genehmige ich mir einen Milchkaffee, dazu ein Spinattörtchen. Dann will ich zu einer Apotheke, lande aber nur in einem Supermarkt, wo ich Früchte kaufe und wieder einen Liter Milch, dazu ein kühles Bier, welches ich gleich trinke.
Unglaublich der Staub auch hier. Trotzt geteerter Hauptstrasse! Aber daneben liegt so viel feiner Staub, der wird bei jedem Windstoss auch hochgewirbelt, dazu kommen noch die Fahrzeuge aus den Nebenstrassen, welch Staubschleppen mit sich führen!
Ich kehre um, bin müde, gehe zum Zeltplatz. Esse da noch Früchte, gehe Füsse waschen (kriege die gar nicht mehr ganz sauber …) und kuschle mich in den Schlafsack, lade meine Geräte draussen und lese. Ich jabe Durst und trinke mehr als die Hälfte der Milch. Wie ich sehe ich werde mit laden nicht fertig, bin müde, packe ich alles zusammen und schalte die Geräte über Nacht aus.Les mer
Bariloche 2, 24.1.
24. januar 2024, Argentina ⋅ ☀️ 34 °C
Stehe erst gegen halb neun Uhr auf. Mache mir von den gekauften Knorr Hühnerbrühe Würfel eine Suppe zum Frühstück. Wieder muss ich zum Anzünden Hilfe haben der Piezo- Sturmzünder ist unbrauchbar hier! Rasiere mich nach dem Frühstück umd laufe dann zum grösseren Teil, dem Hauptteil von Bariloche. Mache da einen Rundgang, Kaffee trinken. Es existieren hier einige Schokoladeläden, der grösste heisst Havanna. Auch Eisdielen hat es viele, wo ich bei einem in einer Seitenstrasse etwas kaufe, wo ich nicht Schlange stehen muss. Auch Outdoorläden und jede Menge Souvenirs, viele Restaurants hat es natürlich.
Dann zurück zum Camping. In die Stadt hatte ich 80 Minuten, zurück bin ich eine Viertelstunde schneller, ohne Fotos!
Heute hole ich mein letztes Trekkingessen heraus, will Wasser kochen dafür, es gibt hier Gasherde für die Touristen, wie überall hier. Meinen Campingkocher werde ich vermutlich nicht brauchen …
Ich habe ja extra auch noch einen Piezozünder gekauft für Outdoorzwecke - der funktioniert bei den beiden vorhandenen Gasrechauds nicht. Ein Mann hört und sieht mein Problem und gibt mir sein Feuerzeug, womit es bestens klappt. Ich hole mir an der Rezeption noch ein Bier, welches ich fast nicht mag.
Nach meiner Erfahrung mit dem Marsch in die Stadt, ist es mir mit Vollgepäck zu viel Aufwand zum Busbahnhof zu marschieren. Mit Staub, teils im Sand, ans andere Ende sind es 10 km, keine Lust so grippegeschwächt. Ich höre auch rundherum viele Leute Husten und Schnupfen (Staub?). Ich habe es eher von El Chalten, habe aber schon in Puerto Natales mal etwas erwischt, Vielleicht halt einfach erst jetzt ausgebrochen!
Gehe wieder früh im den Schlafsack, lese nicht lange …Les mer



















































































































































































































































































































































































