• Helonia Ruin
  • Helonia Ruin

Die Irren sind los

Auf nach Irland! Lue lisää
  • Auch Pennertage müssen mal sein

    11. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute haben wir nichts gemacht. Also das ist etwas untertrieben, irgendwie macht man ja immer was. Aber heute gingen wir es langsam an. Das heißt keine Tour, kein Bootstrip oder sonstige anstrengende Tätigkeiten. Wir hatten beschlossen uns heute "frei" zu nehmen und uns etwas auszuruhen.
    Das bedeutet aber auch nicht, dass wir nur untätig rumlagen und es uns zur Tagesaufgabe machten Netflix durchzuschauen. Nein, wir waren dennoch an der frischen Luft gewesen und haben uns bewegt- wenn auch nicht ganz so aktiv, wie die Tage zuvor.
    Nach einem guten Frühstück und einer Verabschiedung von Xabi, schlief Antonia noch eine Runde (sei ihr gegönnt!). Ich hielt mich währenddessen draußen auf und schlenderte durch die Gegend. Gegen zwei machte ich mich auf den Heimweg, wir regelten die ein oder andere Sache (weitere Unterkünfte etc.) und liefen erneut eine Stunde spazieren.
    Den ganzen Tag lang bemühten wir uns, unsere Wäsche so schnell wie möglich zu trocknen und alle möglichen Techniken für uns zu nutzen.
    Abends waren wir dann alleine im Esszimmer und machten uns über Knoblauchbrot, Kartoffeln und Salat her. Als Absacker gab es dann noch Brownie mit Vanilleeis und, je nachdem, Irish Coffee oder Baileys Coffee.
    Zu guter Letzt schauten wir noch einen Film und kümmerten uns erneut um die Wäsche und das Verstauen dieser. Und jetzt (während ich diese Zeilen schreibe) liegen wir im Bett, zufrieden mit unserem Pennertag, denn eines ist doch ganz klar: auch Pennertage müssen mal sein...
    Lue lisää

  • Die Regenbögen Killarneys

    12. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute würde es weitergehen! Von Killarney nach...Killarney? Warum?
    Ganz einfach: so schön und angenehm die Zeit im B&B für uns auch war, so sehr leerte sie auch unsere Brieftaschen. Zudem waren wir andauernd auf andere angewiesen, dadurch, dass das B&B am Arsch der Welt liegt, aber das sollte sich jetzt ändern! Wir hatten nämlich beschlossen bis Montag in einem Hostel mitten in Killarney zu verweilen.
    Und da ging es auch hin. Das hieß, nach dem Frühstück und der Bekanntschaft von Paula und ihren Eltern (ich bin mir zu 100% sicher, dass zumindest ihr Vater Lehrer ist), fuhr uns Brigid nach unten. Dabei machten wir einen kurzen Stopp bei ihrem Haus und lernten die beiden Labradore von ihrem Mann kennen (Bo hatten wir bereits am Tag zuvor schon getroffen, aber die Hündin noch nicht). Die beiden sprangen kurzerhand ins Auto, was einen halben Anfall Brigids zur Folge hatte. ("Das hat sie ja noch nie gemacht"...typisch)
    In der Stadt angekommen stellten wir unser Gepäck im Hostel unter und liefen umher. Da unser Zimmer erst gegen 5 Uhr eincheckbereit war, hatten wir noch mehr als 5 Stunden Zeit die Stadt zu erkunden und spazieren zu gehen.
    Und das taten wir dann auch. Gemeinsam setzten wir uns auf eine Bank im Park (der im National Park Killarneys mündet wie sich herausstellte) und schauten uns die Ausstellung über eben diesen Park an. Später kauften wir uns etwas zu essen und verkosteten das unter einem trockenen Torbogen, während es um uns herum schüttete und sich ein Regenbogen am Himmel abbildete.
    Danach schlenderten wir durch den National Park, schauten den Rehen und Kühen beim Grasen, und den Pferden beim Ziehen der Kutschen zu. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie viel Natur- ob Wiesen, Berge oder Wälder- und wie nah diese doch in und um Killarney herum ist! Genauso erstaunlich ist es, dass wir in dieser doch so kurzen Zeit (im Vergleich gesetzt zu unserem restlichen Leben) so unglaublich viele Regenbögen gesehen haben. Ein bis zwei Mal am Tag einen am Himmel zu erblicken, ist hier völlig normal.
    Nach 17 Uhr liefen wir dann wieder zurück zum Hostel und setzten uns in das Gemeinschaftszimmer (denn unser einer Raumgenosse schläft gefühlt den ganze Tag, während ich diese Zeilen schreibe auch) und vergnügten uns mit Film (Tons) und Hörbuch (ich).
    Gegen 11 schleppten wir uns dann aber die Treppen hoch und fielen in einen unruhigen Schlaf...
    Lue lisää

  • Kevin allein zu Haus

    13. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 12 °C

    Ein weiterer Tag in Killarney und er begann recht schnell (wie so oft) mit Laufen. Nach dem spärlichen Frühstück im Hostel ging es für uns in den Park Musik/Hörbuch hören, telefonieren oder einfach nur die Natur (und den damit einhergehenden Regen) genießen. Um die Mittagszeit entschieden wir uns dann aber, doch etwas weniger der Natur und unseren Sinnen und etwas mehr unseren Mägen (da sind sie wieder, die 8 Mägen...das hört sich einfach nicht so an, als hätte jeder nur einen) unsere Aufmerksamkeit zu schenken und setzten uns in ein nettes Restaurant, wo wir entweder Beef Lasagne oder Tortellini verschlangen - in beiden Fällen aber Baileys Cheesecake, der sich auf der Liste der besten Kuchen nach ganz oben gekämpft hat.
    Zurück im Hostel setzten wir uns in den Gemeinschaftsraum, um zu malen oder die Wochenabrechnung zu machen, während jeder für sich seine Ohren volldröhnte (mit Musik oder Tobias Kluckerts Stimme).
    Wir hatten uns zuvor vorgenommen noch einmal in ein Pub zu gehen und gegen 8 Uhr beschlossen wir, dass nun die beste Zeit dazu wäre. Also gingen wir erneut ins O'connors (dasselbe Pub wie am Donnerstag zuvor mit Xabi) und lauschten den ohrenbetäubenden Klängen der Live Musik.
    Inzwischen muss ich meine Aussage, die ich vor einigen Tagen geschrieben hatte, revidieren und mich ganz ehrlich bei meiner Mütze entschuldigen, denn auch ohne ihren Fluch wurde unsere Zweisamkeit (also die von mir und meinem Baileys... ;p) vorerst gestört.
    Neben mir saß nämlich ein älterer Herr, der zunächst mit einem alten Freund vor sich sprach und dann begannen die beiden uns in eine freundliche Unterhaltung zu verwickeln.
    Wir sind eben wahre Männermagneten ;).
    Als der Mann den Hocker neben mir frei machte, setzte sich sogleich jemand anderes neben uns. Es war Kevin, den wir zuvor schon an der Bar entdeckt hatten. Beiläufig begann er ein Gespräch.
    Allerdings schienen Kevins Alkoholkonsum (den ich gar nicht mal so hoch eingeschätzt hätte) und sein Kurzzeitgedächtnis sich nicht so prächtig zu verstehen, denn erkannt hat er uns nicht.

    Und so wurde ein großer Teil des Gesprächs von Donnerstag einfach nochmal geführt (wobei man sagen muss, dass das vermutlich gut war, denn so konnte ich wenigstens die meisten Antworten, ohne dreimal nachfragen zu müssen, geben, was die viel zu laute, aber gute Musik ansonsten nicht zugelassen hätte).
    Zu Kevins Enttäuschung blieben wir aber nicht so lange im Pub, nachdem Baileys und Guinness leer getrunken waren, machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg ins Hostel, um dort den Da Vinci Code anzufangen und recht schnell in einen unruhigen Schlaf zu verfallen. Als wir merkten, dass wir die 3 Stunden Tom Hanks keinesfalls an diesem Abend wach schaffen würden, entschieden wir uns dann doch für das Stockbett. Warum wir nicht Kevin allein zu Haus geschaut haben, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben...
    Lue lisää

  • Ich hab keine Ahnung, wie ich den nenne

    14. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 12 °C

    Auf nach Kenmare! Nachdem wir bis kurz vor drei die Zeit im Hostel totgeschlagen hatten mit Hörbüchern oder Essen, liefen wir zur Bus Station Killarneys, um von dort aus nach Kenmare zu fahren.
    Kenmare ist eine kleine Stadt (die uns irgendwie sehr an Clifden erinnert). So klein, dass im Internet nicht mal die Einwohnerzahl steht, aber noch so groß, dass sie Lidl, Aldi und weitere Shops, sowie viele Restaurants besitzt.
    Das Hostel, indem wir unterkamen, ist auch das einzige der Stadt, dafür aber nicht gerade sehr besucht und so bekamen wir ein Viererzimmer ganz für uns.
    Nach kurzem Einfinden ging es dann auch schon spazieren und die Umgebung erkunden. Dabei fanden wir eine Kirche (mal wieder. Keine Ahnung, wie die heißt, aber vermutlich St. John oder St. Mary, so heißt hier nämlich alles) und einen Labrador mit Mann. Ich will auch wieder einen Hund - selbst ein Labi ist besser als gar kein Hund. Dieser (also der Mann) bot uns sogar an mit Tobi Gassi zu gehen und ich hätte zu gern ja gesagt, wären wir nicht auf dem Weg zum Supermarkt gewesen und hätten gewusst, wo der alte Mann eigentlich wohnte.
    Am Abend suchten wir dann noch den Park, fanden ihn aber nicht und verschoben so die Suche auf Morgen. Fast pünktlich zur Prime Time schauten wir dann Zurück in die Zukunft 2, aber leider schlief Tons mal wieder ein und ich dann auch...
    Lue lisää

  • Deutsche und Amerikaner

    15. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 14 °C

    Heute Morgen ließen wir uns Zeit. Das soll nicht heißen, dass wir bis in die Puppen schliefen, nein, es bedeutet lediglich, dass wir vor dem Frühstück noch allerhand andere Dinge machten, z.B. Waschen. Erst danach nahmen wir unser Toast entgegen und kurz darauf liefen wir auch schon wieder durch die Gassen Kenmares.
    Wir wollten diesmal den Park finden und abenteuerlustig wie wir waren versuchten wir es gleich mal beim ersten offenen Tor, das wir finden konnten. Nach 40 Meter unglaublichen Gestank und der Überlegung, womöglich doch eher auf einer Müllhalde landen zu werden, mussten wir uns eingestehen, dass wir das falsche Tor genommen hatten. Das Grundstück war privat. Schnellstmöglich verließen wir es wieder.
    Naja, vielleicht beim nächsten Tor.
    Und tatsächlich! Das nächste offene Tor, das wir durchkreuzten führte uns zum gewünschten Ziel. Kenmares Park- auch wenn dieser gar nicht so lebensfroh aussah wie der in Killarney. Eher trist.
    Aber das hielt uns nicht auf und so wanderten wir (eher liefen, aber das schreib ich zu oft) den Pfad entlang bis es anfing zu regnen und wir uns auf den Weg in die Stadt zurück machten.
    Unser Weg führte uns zum Lidl (oder war es Aldi?), wo wir alle Zutaten für einen Nudelsalat kauften.
    Als wir Zuhause ankamen, wurde dieser liebevoll gemacht und serviert (also an uns von uns).
    Außerdem trafen wir einen Amerikaner, der (wie so viele andere Amis) Wurzeln in Irland hat und deshalb hier war. Es gibt echt viele Amerikaner hier in Irland- fast so viele wie Deutsche. Allerdings bleiben sie meist nur eine Woche, Deutsche hingegen oftmals länger. Dadurch, dass viele irische Wurzeln haben verstehe ich ja sogar, was sie hier machen (den Grund der Deutschen kenn ich nicht - vermutlich, weil wir so gerne Ferien machen und das an einem erholsamen Ort. Außerdem nutzen wir die Privilegien der EU eben aus!)
    Nach dem Essen und einer Tasse Tee verabschiedeten wir uns und gingen auf unser Zimmer, um Zurück in die Zukunft II fertig zu schauen und den dritten anzufangen. Danach wurden noch schnell die Reste des Salats verputzt und jetzt, jetzt sitze ich hier und schreibe diesen Bericht, während Antonia noch etwas spazieren geht. Der Tag verlief recht gediegen, aber dennoch freue ich mich morgen mal zu entspannen, denn Morgen hab ich mir strikt frei genommen! Also keinen Bericht morgen, dafür dieser heute schon und übermorgen geht es dann weiter. Vermutlich werden wir heute früh schlafen, denn wir wissen ja frische Luft macht müde und Irland hat viel davon- vielleicht kommen deshalb so viele Amis und Deutsche, um besser und schneller zu schlafen...
    Lue lisää

  • Ein schreibloser Tag

    16. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute passierte eigentlich nicht so viel. Was womöglich daran lag, dass ich mir den Tag frei von Schreiben genommen und als Pennertag deklariert habe- es leben die Tage, an denen das krasseste, was man vorhat, Treppen steigen, um an den Kühlschrank zu kommen, ist. Derweil entschied sich Antonia dafür dennoch mehrere Stunden bei Wind und Wetter im Park zu verbringen und von fremden Hunden auf einer Bank liegend beschnüffelt zu werden (direkt entschieden hat sie das zwar nicht schätze ich, aber passiert ist es trotzdem). Und ich nutzte diese Zeit, um jemanden ganz besonderen und vielseitigen besser kennenzulernen: Netflix. So verbrachte ich also die Morgenstunden mit lustigen Serien, während Tons die ab und zu regenfreien Momente genoss. Vor dem Mittagessen, verließ ich dann aber doch mal das sichere Bett, um Sahne und andere Lebensmittel einzukaufen, denn zum Essen sollte es Sahnepilzsoße mit Nudeln und Salat geben- typische Resteverwertung eben.
    Danach wiederholte sich eigentlich das Ganze Procedere. Wir gingen gemeinsam raus, um einen Steinkreis zu suchen, der allerdings 2 Euro Eintritt abverlangt hätte (also der Kreis selbst nicht, aber der Mann im Kassenhäuschen davor schon) oder schauten zusammen die ersten eineinhalb Teile Maze Runner- bis spät in die Nacht
    ...also bis 10 Uhr oder so, dann ging es auch ganz brav schlafen...
    Lue lisää

  • Dinos im Hirschsfell

    17. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 9 °C

    Was hat es denn jetzt schon wieder mit dieser Überschrift auf sich?
    Dazu kommen wir erst später, zuvor mussten wir zunächst mal aus dem Hostel zur Bus Station, aus Kenmare nach Killarney zurückreisen. Die Koffer wurden also gepackt, das Rührei vernichtet und nach knapp drei Stunden Warten im Hostel, wurde auch schon losgerollt.
    Die Busfahrt selbst erspare ich euch. Mein kreidebleiches Gesicht und meine vor Überanstrengung zitternden Hände und Beine danach, ließen darauf schließen, dass sie eine der schlimmsten Busfahrten seit langem war (und Antonia fand sie glaube ich ähnlich bescheiden).
    Aus dem Grund und der Tatsache, dass wir noch irgendwas schnelles Essen wollten, blieben wir erstmal bei der Bus Station in Killarney und aßen einen Salat. Danach ging es auf ins Hostel- diesmal ins Black Sheep Hostel!
    Und man muss sagen, der Wechsel von Neptunes Hostel hier her hat sich gelohnt! Das Hostel ist noch recht neu, die Zimmer sauber und ich hab mich auf den ersten Blick in meine "Bärenhöhle" verliebt (#Nostalgie!).
    Dennoch hielt uns das nicht ab, zum Park zu laufen und in der Natur umherzuschlendern. Ein heftiger Regenschauer machte uns zwischendurch einen Strich durch die Rechnung und so mussten wir uns erstmal unter einen Baum verschanzen, bis es wenigstens etwas weniger wurde, auch, wenn es nicht komplett aufhörte. Dementsprechend nass waren wir auch und beschlossen den Rückweg anzutreten.
    Wir nahmen den gleichen Weg, den wir auf den Hinweg genommen hatten, da der Park teilweise einem Labyrinth gleicht.
    Hätte ich nicht gewusst, dass in diesem Teil besonders viele Rote Rehe und damit verbunden Rote Hirsche grasen/hausen/..., so wäre ich vermutlich (vermutlich nicht) davon ausgegangen, dass einige Großreptilien aus vergangener Zeit überlebt haben und nun wilde Hetzjagden auf kleinere Lebewesen vornahmen. Die Rufe der Hirsche klangen wie jene eines Dinosauriers oder aber wie eine Kuh auf Drogen.
    Ein Hirsch lief stolz auf uns zu. Entweder er war äußerst neugierig oder aber er hatte unsere Unterhaltung über Knödel mit Hirschgulasch mitbekommen- egal, was es nun war, wie machten uns recht schnell (aber langsam, sodass wir keine Rehe erschreckten...) aus dem Staub.
    Zuhause (also im Hostel, in meiner mega bequemen Bärenhöhle) schauten wir dann Maze Runner zu Ende und gingen dann unsere eigene Wege...also Antonia verließ mich, um in ihr Bett zu steigen...davor war sie allerdings nochmal draußen und versorgte uns mit Chips und Cookies (Danke Tons <3 ). Nach einem regnerischen Tag, gefühlt 80 Folgen Brooklyn Nine-Nine (und auf einer bequemen Matratze!) schlief man dann ein...
    Lue lisää

  • Der geheime Geheimauftrag

    18. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 9 °C

    Die erste Nacht im Black Sheep Hostel war vorüber und wir können uns nicht beklagen, denn die Matratzen sind echt bequem!
    Das Frühstück war auch nicht übel. Natürlich kam es nicht ansatzweise an ein B&B oder Hotelfrühstück dran, aber das frische Brotdings (ich weigere mich das Brot zu nennen, aber es ist halt mehr oder weniger...Brot) ist auf jeden Fall eines der besten Gebäcksdinger (keine Ahnung, wo dieser Satz hinführen soll), das wir bis jetzt hier gegessen haben.
    Nach dem Frühstück wollten wir den Markt besuchen, der im Essraum an der Tafel aufge...tafelt...war. Also wurde im Zimmer alles zusammengepackt, was man für einen Milch Market benötigt (nichts?), dem Putzmann noch schnell Tschüss gesagt und piu, schon waren wir mitten in der City...Kleinstadt...was auch immer.
    Es regnete (Wer hätte damit gerechnet?), aber das war nicht weiter schlimm, denn wir hatten uns nicht nur den Markt, sondern auch noch einen geheimen Auftrag zum/als (Franzi help!) Ziel gesetzt.
    Der Markt war schnell gefunden, bestand er doch nur aus drei Ständen...DREI! Und das ist nicht mal untertrieben. Ich hab keine Ahnung, warum daraus so ein großes Ding gemacht wird. Drei Stände, das ist ein Viertel Hemsbacher Kerwe! Über die Laudenbacher redet man doch auch nicht, als würde man die ernst nehmen...
    Aber gut, wir hatten unser Bestes gegeben, zudem hatten wir ja immer noch den geheimen Geheimauftrag (so geheim, dass ich ihn euch vorenthalten, ist er aber auch nicht). Schuhe kaufen! 'Schon wieder shoppen? Was soll daran noch besonders sein?'
    Da kennt ihr aber die Größe und Schwierigkeit dieses Spezialauftrags nicht. Klamotten shoppen ist schon eine gewiefte Sache, besonders bei mir und meiner Beziehung zur heutigen Mode. Aber Schuhe kaufen, das ist als würde man sich freiwillig dazu entscheiden Folter zu begehen (keine Ahnung, ob das möglich ist. Begeht man Folter?).
    Also zumindest für mich und da ich diejenige war (Und Spoiler! bin), deren Schuhe sich langsam aber sicher von selbst auflösen (#idontfeelsogoodmrstark - ich liebe Hashtags, die sind wie Deutsch, man kann einfach alles zusammensetzen und es ist ok), war die Stimmung recht unbehaglich.
    Und deshalb endete die Suche auch nach knapp allen Schuhläden Killarneys, und wir machten uns auf den Weg zu einem viel wichtigeren und komplexeren Auftrag: das richtige Restaurant finden!
    Denn unser Hunger meldete sich und den zu befriedigen hat nun mal oberste Priorität!
    Nach einigem Umherlaufen und überlegen fanden wir dann auch schließlich den richtigen Laden und ließen uns dort für Mittagessen und Kaffee nieder.
    Danach liefen wir wieder zurück zum Hostel, wobei Antonia sich für einen weiteren kurzen Spaziergang entschied - ich unterhielt mich derweil mit Skippy, dem Australier vom Morgen (der Putzmann).
    Irgendwann an diesem Tag liefen wir dann nochmal zusammen herum...keine Ahnung, warum wir mehr Zeit mit Laufen verbringen als mit Essen- dabei macht letzteres doch so viel Spaß.
    Abends wurde dann noch irgendwas geguckt (jeder für sich) und dann wurde wieder gelaufen...ähh geschlafen...
    Lue lisää

  • Über Seelenverwandtschaft und Brot

    19. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 10 °C

    Heute waren wir Fahrradfahren und das eigentlich den gesamten Morgen und Mittag. Wir hatten uns nämlich bereits um 10 Uhr Fahrräder geliehen und cruisten damit in Stadt und Park herum.
    Es war wahrhaftig ein schöner Tag mit wenig Regen und viel viel Natur. Der National Park Killarneys ist einfach so schön und so friedlich! Wir fuhren zu Ross Castle, bei welchem auch die Bootstour begonnen hatte, dann weiter zum Mining Trail, das direkt am See liegt, und von dort aus zum Gouverness Rock. Von dort wollten wir zum Library Trail fahren, allerdings stand der Weg dorthin unter Wasser und so radelten wir wieder zurück in die Stadt. Doch zu Ende war unsere Tour noch lange nicht. Sobald wir aus dem National Park waren, fuhren wir weiter die Straße entlang, raus aus der Stadt und zu Muckross House und Garden, ein großes Haus mit einer riesen Fläche an Garten.
    Bevor wir dort ankamen fanden wir allerdings unsere Seelenverwandten wieder: Kühe. Die Leben einfach das perfekte Leben! Grasen den ganzen Tag, liegen auf der Weide und wenn sie mal keine Lust haben sich zu bewegen, kauen sie eben das Zeug von vorhin erneut!
    Wir verharrten sicher 30 Minuten bei unseren neuen Freunden, dann ging es wirklich zum Muckross House und vor allem in dessen Garten. Hier irrte jeder alleine umher, bis der Hunger uns überkam und wir zurückfuhren, um einkaufen zu gehen.
    Gesagt getan! Der Rucksack wurde vollgepackt und das Laib Brot unter der Jacke verfrachtet, was dazu führte, dass ich aussah wie in der 24.Schwangerschaftswoche (hab es Bread/Brad genannt). Meine Blitzschwangerschaft brachte mir bereits auf dem Heimweg die ersten Orientierungsstörung, als ich in die falsche Richtung fuhr (Hormone!) Auf dem Rückweg machte mir ein älterer Herr machte unverzüglich den Weg frei, als ich mit Fahrrad und Brot am Laib unter dem Mantel den Gehweg entlangbretterte.
    Im Hostel wurde dann, ich zitiere Tons "Nudeln mit Avocadogedöns" gekocht und Salat und danach machte jeder sein eigenes Ding. Müde und mit schmerzenden Hintern (der blöde Sattel!) schmissen wir uns auf unsere Betten und schauten Serie oder...schliefen zufrieden ein...
    Lue lisää

  • Der Purple Mountain

    20. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 10 °C

    Dieser Eintrag wird zweispaltig - also indirekt. Ich erzähle die eine Seite und Antonia die andere.
    Fangen wir an...
    Der Morgen begann natürlich gemeinsam. Wir standen auf und gingen frühstücken. Marco und Lisa, die wir bereits in Kenmare getroffen hatten, waren seit gestern ebenfalls im Black Sheep Hostel und wir hatten schon zuvor zusammen gefrühstückt. Auch heute würde gemeinsam gegessen und über die Planung des Tages geredet.
    Die beiden wollten wandern gehen und da Antonia auch gerne was unternehmen wollte, ging sie kurzerhand mit. Ich blieb derweil im Hostel, berechnete meine Finanzen, zeichnete, hörte Hörbuch oder schaute Serien. Später ging ich auch noch spazieren...
    Währenddessen bewanderte Tons den Purple Mountain, aber das soll sie euch selbst erzählen....

    Beim Frühstück kam Marco nochmals auf das Angebot zurück, uns beide auf eine Wanderung mitzunehmen. Während Helena dankend ablehnte, entschloss ich mich kurzerhand dazu gemeinsam mit Lisa und Marco den Purple mountain hochzukrakzeln. Glücklicherweise entschlossen sich die beiden für diesen Berg, denn es hätte ursprünglich Irlands höchster Berg werden sollen mit 1038 Metern, was ich, als Bergbezwinger-Sprössling sicher nicht so einfach gepackt hätte!
    Eine halbe Stunde später und mit dem Satz "na das sieht doch schonmal gut aus" mein Wanderoutfit betreffend, ging es auch schon los. Startpunkt war Kate Kearney Cottage.
    Der Weg war zunächst - nun ja, matschig. Man kann ihn auch nicht wirklich als Weg bezeichnen, es war wohl eher ein hin und wieder niedergetrampelter schmaler Pfad, der sich unauffällig den Berg hinaufschlängelte. An Pferden und Schafen vorbei und nassen Schuhen nach bereits 10 Minuten, verlief der Aufstieg recht steil. Weit voraus Marco, der als Forstwirt das Laufen im Blut hat.
    Lisa und ich trotteten hinterher. Derweil ärgerte ich mich, mich viel zu dick angezogen zu haben, denn ich schwitzte aus jeder Pore meines Körpers! Als der Aufstieg nach einer gefühlten Ewigkeit eeendlich etwas weniger steil wurde, unterhielt ich mich mit Lisa über dies und das und jenes über das man so redet, um sich näher kennenzulernen... Weit voraus Marco, der den knallgelben Regenüberzug seines Rucksacks ausgepackt hatte, damit wir ihn nicht verlieren würden. In der Zwischenzeit hatte sich der Himmel nämlich ganz schön zugezogen, und Nebelschwaden verdecken uns die Sicht.
    Nach ca. 2 Stunden standen wir vor der Entscheidung, aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse, entweder umzudrehen oder abzuwarten und Salamibrot zu mampfen. Wir entscheiden uns für letzteres und yey wir hatten Glück, die Schlechtwetterfront verzog sich, und wir konnten unseren Weg fortsetzen. Schritt um Schritt kamen wir unserem Ziel ein Stückchen näher und dann...ja, endlich die Bergspitze kam in Sicht. Als wir oben ankamen, fielen wir uns erschöpft in die Arme.
    Wir hielten uns allerdings nicht lange dort auf, da der Wind uns ganz schön zu schaffen machte und unsere Haare mindestens genauso verstrubbelte wie bei den Cliffs of Moher. Der Abstieg hatte auch so seine Tücken. So wich der Boden lockerem Geröll, das, wenn man nicht aufpasste, einfach den Abgang machte...
    Nun ja irgendwie haben wir auch diese Hürde gemeistert und gelangten schließlich auf die Landstraße des Gap of Dunloe.

    Na, kommt die euch nicht bekannt vor? Genau, wir drei sind, zumindest einen beachtlichen Teil der Strecke, die Helena und ich bereits vor 2 Wochen hinter uns gebracht hatten, auf ein Neues entlang gelaufen, um zum Parkplatz zurück zu gelangen.
    Nach insgesamt 6 Stunden kamen wir durchnässt, ausgelaugt und müde im Hostel an. Abends wurde dann noch gemeinsam gekocht und dann ging auch schon in die Heia...
    Lue lisää

  • Kinsale- wie Dingle und Kenmare zusammen

    21. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 10 °C

    (HAPPY BIRTHDAY MAMA!)
    Auf nach Kinsale- keine Ahnung, warum wir momentan dauernd Städte mit K bereisen...
    Gestern hatten wir abends noch entschieden montags weiterzuziehen und da Cork uns als vielseitig, aber "ähnlich wie Limerick"/"nicht schön" beschrieben wurde, hatten wir beschlossen lieber in der Nähe eine Bleibe zu suchen und weniger in der Großstadt selbst. Dabei fiel unsere Wahl auf Kinsale. Es liegt im Süden Irlands, allerdings mittig und somit nur eine halbe Stunde von Cork selbst entfernt.
    Also liefen wir, nach einem langen Spaziergang im Park Killarneys, zur Bus Station und fuhren nach Cork und von dort aus weiter nach Kinsale.
    Kinsale ist eine kleine Hafenstadt, die vermutlich mehr Shops als Einwohner besitzt- das konnten wir natürlich durch genauste Untersuchungen feststellen (und die bestanden mehr oder weniger nur aus Laufen). Irgendwie erinnert sie stark an eine Mischung aus Kenmare und Dingle (aber irgendwie auch nicht…) - viele Boote und viele Shops.
    Abends kochten wir dann noch im Hostel, ein heruntergekommenes, nicht einladendes (Zitat Tons), kühles Haus (aber die Leute sind nett, aber irgendwie auch schräg - Zitat immer noch Tons...aber immerhin haben sie einen Hund!- Zitat Helena), und fingen dann Grindelwalds Verbrechen an.
    Gegen 11 Uhr knipsten wir dann aber das Licht aus und schliefen einige Zeit später ein...
    Lue lisää

  • 7 Euro zu teuer!

    22. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 10 °C

    Heute gab es nur Kaffe zum Frühstück. Allem Anschein nach hatten wir nämlich kein Frühstück inklusive und deshalb und aus dem Grund, dass wir die Salami am Vortag leer gemacht hatten, gab es ein brotloses Mahl.
    Mit nahezu leeren, aber dafür erstaunlich ruhigen Ma(/ä)gen liefen wir die Straße entlang und bogen ab, so wie es ausgeschildert war - geradewegs zu Charles Fort, einer Ruine. Der Weg war steil und langweilig (also wirklich lang- er zog sich), aber wir unterhielten uns dennoch gut. Oben angekommen kam der "Schock" (eher die zu erwartende Enttäuschung): Charles Fort kostete 6€ Eintritt...also 7€ zu viel!
    Darum entschieden wir uns weiterzulaufen und uns auf eine Bank zu pflanzen- mit Blick auf die graue See.
    Doch auch dieses Bild vermochte unseren aufkommenden Hunger nicht zu stillen, weshalb wir, nachdem wir bis zum Bootshafen gelaufen waren, zurück in die Stadt bouncten (ich brauchte mal ein anderes Wort für laufen!) Und uns dort ins Dinos (das ist ein traditionelles Fish and Chips Lokal) setzten, um (logischerweise) etwas zu essen und zudem einige Abrechnungen zu machen.
    Danach liefen wir kurzerhand wieder zur Bank bei Charles Fort, diesmal jedoch mit Buch und Stift. Außerdem nutzten wir eine Abkürzung, die viel steiler war als der normale Weg und deshalb unglaublich anstrengend, aber auch um einiges schneller war.
    Wir ließen uns wieder auf die Bank fallen und verharrten solange dort, bis es dämmerte, erst dann machten wir uns auf den Weg zurück, liefen aber noch bis abends in der Stadt umher, bevor wir beim Lidl einkaufen gingen und uns dann auf den Heimweg machten.
    Nach einem laufvollen Tag plumpsten wir ins Bett und schliefen (mehr oder weniger) schnell ein...

    Ach ja und die Fotos, die wir bei den Cliffs of Moher gemacht hatten, sind angekommen...
    Lue lisää

  • Zwischen Weinachten und Halloween

    23. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 13 °C

    Cork. Eine der fünf Großstädte Irlands und jene, die uns sowohl als großartig als auch als "nicht schön" beschrieben wurde - daher beschlossen wir uns ein eigenes Bild von der Stadt und ihrer Vielfältigkeit zu machen.
    Bereits gegen 11 Uhr traf unser Bus in Cork ein, keine zwei Straßen vom Zentrum entfernt. Und was soll ich sagen, Cork verzaubert auf...seine Weise. Klar, es ist kein Galway, aber auch kein Limerick.
    "Wenn Limerick Mannheim ist, dann ist Cork Heidelberg" ungefähr das hat Tons gesagt, als wir durch die Einkaufsstraßen liefen und von einem Gemisch aus Weihnachtsdeko und Halloweengedöns begrüßt wurden. Denn eines ist sicher: Halloween wird in Irland groß geschrieben! Jedes (und ich meine wirklich JEDES) Geschäft bietet Halloweenmasken, -süßigkeiten oder -dekoration an, und Läden die so etwas nicht verkaufen, weil sie zum Beispiel einer der 1000 Friseurläden sind, die stimmen mit Perücken und Fratzen im Schaufenster ins Halloweengeschäft mit ein. Jeder hier liebt Halloween und jeder hier kann es kaum erwarten seine 50.000 verschiedenen Arten von Gummibärchen dem nächsten Kind anzudrehen. Yaaaay! Perfekt für zwei halloweenvermeidende (gar halloweenhassende) Traveller wie wir es sind.
    Wuuuhuuu (oder buhuuu?).
    Fast genauso beliebt wie das Halloweenfest ist auch Weihnachten, das lassen uns die Läden, die Ende Oktober schon voller Weihnachtsmänner und -gebäck sind, wissen. Man könnte also sagen, Cork ist gerade in Hallonachtstimmung... Weihween? Irgendwas zwischen Weihnachten und Halloween eben...
    Irland ist nun mal christlich geprägt, was man auch an den 10.000 Kirchen merkt, die über ganz Irland "verteilt" stehen. "Verteilt", weil eine Stadt meistens mehr als eine Kirche besitzt (wenn nicht sogar Kathedralen) - egal wie klein die Stadt auch sein mag.
    Cork natürlich auch. Und so kamen wir nicht darum herum zumindest zwei genauer unter die Lupe zu nehmen, auch wenn eine nur äußerlich begutachtet wurde (sechs Euro Eintritt sind einfach sieben zu viel!).
    Allerdings hat Cork noch viel mehr zu bieten! Das fanden wir heraus, nachdem wir (nach dauernden verlaufen...danke Google Maps, dass du uns durchgehend von A nach C geschickt hast, anstatt bei B zu stoppen!) den English Market aufgesucht hatten. Lasst euch gesagt sein: er ist größer als der Milk Market in Killarney und zwar um einiges! Die schönen Hallen, die frischen Waren und die gute Qualität ließen uns dahin schmelzen und machten unsere Mägen (da sind sie wieder: Panzen, Lab-, Netz- und Blättermagen) auf den kommenden Hunger aufmerksam.
    Zuvor ging es jedoch noch zum Fitzgerald Park, mit dem 30 Minuten Fußmarsch einherging. Inzwischen hatte unser Magen (jetzt haben wir plötzlich nur noch einen... okay?) deutlich gemacht, dass er jetzt etwas zu Essen will und nicht später. Er wurde zur Kenntnis genommen und keine 33 Minuten später irrten wir auch wieder im Zentrum umher, um die Pizzeria zu finden, die Google Maps uns nicht so einfach finden lassen wollte.
    Als wir sie dann endlich fanden, entschieden wir uns aus reinem Protest für die andere, eine Straße weiter (die war billiger!).
    Das Essen war vorzüglich, unsere Laune gehoben und wir bereit erneut den Markt zu betreten, um Brot zu kaufen.
    Zufrieden und mit Brot fuhren wir dann zurück nach Kinsale, um dort im strömenden Regen (der sich übrigens den ganzen Tag über durchgezogen hatte, aber in Irland regnet es nun mal viel, deshalb hielt ich es nicht mehr für nötig ihn zu erwähnen) beim Lidl einzukaufen und kurz darauf in unserem Zimmer zu verschwinden.
    Der Tag war mehr oder weniger anstrengend gewesen, aber dennoch zufriedenstellend und mit dieser Laune schliefen wir dann auch ein...irgendwann zumindest, denn unsere Zimmergenossin schnarcht wie ein Walross, versucht da mal zu schlafen...
    Lue lisää

  • Ein halber Tag voller Sonne

    24. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Tag begann mit Sonnenschein. `Oh mein Gott´; wird der ein oder andere nun sagen `mit Sonne? Was haben die Iren zu diesem befremdlichen Bild gesagt?´
    Die waren eigentlich recht entspannt, Hostelleiter Alex (den ich, aufgrund seiner visuellen Ähnlichkeit mit Four/Tobias aus der Divergentsaga, nur „Divergent Typ“ nenne) meinte lediglich, dass dies der beste Tag für einen Spaziergang wäre und das hatten wir auch vor.
    Bereits kurz vor 10 Uhr liefen wir durch die Stadt, mit dem Ziel James Fort (jap, wieder nichts mit John, wir waren auch enttäuscht) zu erreichen. Das befand sich allerdings auf der anderen Seite des Flusses und so mussten wir über eine Brücke (was ein Brückenselfie einforderte) und mehrere Steine bis wir auf einer von rasenbedeckter Lichtung standen. Nicht James Fort, aber plötzlich war das gar nicht mehr so wichtig, denn wir hatten soeben die perfekte Stelle gefunden, um uns niederzulassen und zu zeichnen (oder einfach nur zu entspannen). Hinzu kam, dass dieses Plätzchen ein viel besuchter Ort von Hunden und ihren Besitzern war und wir somit in den Genuss einer Menge Vierbeinern kamen (yaaay <3).
    Nach vier Stunden malen und genießen machten sich nicht nur unsere Mägen bemerkbar, sondern auch das irische Wetter, das sich für den gängigen Regen entschied und das ziemlich unerwartet und heftig.
    Also watschelten wir schleunigst zurück zum Hostel und dann weiter zum Lidl, um Zutaten für unser Pilzpfeffersoßengeschnätzeltes mit Nudeln zu kaufen. War lecker (Danke Papa für den Tipp!).
    Da es immer noch regnete machten wir es uns im Zimmer bequem (so gut das eben bei einem Metallbett geht), schauten Grindelwalds Verbrechen zu Ende und Aquaman.
    Kurz darauf ging es auch schon schlafen...mit viel Geschnarche und Lachanfällen der Verzweiflung, aber keine Sorge, so schlimm wie gestern war es nicht...
    Lue lisää

  • B&B ohne B

    25. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ 🌧 6 °C

    Heute sind wir Bus gefahren.
    Und das den ganzen lieben Tag lang. Morgens von Kinsale nach Cork, was für uns bedeutete, dass wir dem Divergent Typ Lebewohl sagen mussten, mittags von Cork nach Cashel und von dort aus drei Minuten laufen bis zum B&B. Leider stellte sich heraus, dass wir ohne Frühstück gebucht hatten (wirklich jetzt, wie ist so etwas möglich?! Ein Bed and Breakfast ohne Breakfast. Ein B&_.
    Immerhin haben wir ein eigenes Zimmer. Viel haben wir dann auch nicht mehr gemacht, außer gekocht und die Stadt erkundet (mit Wanderschuhen, da meine anderen nun völlig den Geist aufgegeben hatten).
    Abends wurden Serien geschaut und dann auch schon geschlafen...
    Jap, recht kurz, aber präzise. Es ist halt einfach nichts passiert....
    Lue lisää

  • Weißwein-Soße ohne Wein

    26. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 6 °C

    Heute waren wir bei einer alten Ruine Hore Abbey (einer Abtei). Diese liegt in der Nähe der Stadt und ist...typisch irisch (vor allem, da sie mehrere Gräber von John's und Mary's beinhaltete). Da wir aber heute eher einen ruhigen Tag genießen wollten, ging es recht schnell zum B&B zurück (wir machten lediglich einen kurzen Abstecher zum Supermarkt).
    Da wir allerdings nicht alles bekommen hatten, was wir wollten, liefen wir einige Stunden später nochmal los, um den Aldi aufzusuchen. Leider haben die Iren eine verkappte Ansicht, was Alkohol angeht. Denn der Verkäufer wollte uns partout nicht die Flasche Wein verkaufen, die wir zum Kochen nutzen wollten, da Antonia (die irgendwann neben mich getreten war und theoretisch nichts mit "meinem"/unserem Einkauf zu tun hatte) ihren Ausweis nicht dabei hatte, obwohl ich nicht nur den Einkauf bezahlte, sondern auch meinen Ausweis hin hielt. Also bekamen wir keinen Wein.
    Dann eben Zucchini-Weißwein-Soße ohne Weißwein...
    War trotzdem ganz gut.
    Abends lagen wir dann auf dem Bett und schauten Serien, zwischendrin besuchte ich via Videochat kurz die Feier meiner Mutter, um mal zu schauen, wie Deutschland sich so ohne uns macht ;).
    Und dann? Dann ging es auch schon schlafen, ohne zu wissen, dass am nächsten Tag die Uhren ganz anders ticken und uns so eine Stunde mehr Schlaf verschaffen würde...
    Lue lisää

  • Zeit für Rock of Cashel

    27. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute wurde die Zeit umgestellt, was zu allgemeiner Verwirrung am Morgen geführt hatte. Aber genug Reden über Zeit... denn heute konnten wir endlich mal wieder Müsli essen (da wir am Tag zuvor Milch gekauft hatten und noch Müslireste hatten) und genossen das beide sehr. Immer auf dem Zwieback ähnlichen Toast herumzukauen ist nämlich nach einiger Zeit recht ermüdend.
    Es ist immer noch merkwürdig für mich, dass man ein Bed&Breakfast ohne Frühstück buchen kann, aber inzwischen haben wir auch das hingenommen (klingt grauenvoll, aber so schlimm war das nicht). Was wir jedoch dafür bekommen hatten, war ein Gutschein für Rock of Cashel (klingt wie ein Konzert), eine alte Ruine (wer hätte damit gerechnet, dass die Ruine alt ist?). So konnten wir, ohne je 8€ zählen zu müssen, wenigstens die meisten Räume und den Friedhof begutachten (natürlich kamen wir nicht drum rum, die unglaublich vielen Gräber der John's und Mary's zu bemerken).
    Allerdings waren wir schneller als angenommen fertig und setzten uns so auf die nächstgelegene Wiese, um zu zeichnen oder zu telefonieren.
    Danach waren ma ma wieder einkaufen und gegen Nachmittag "kochten" wir (angeschmierte Pfeffersauce mit Fleisch, Karotten und Reis).
    Daraufhin verfolgte jeder seine Serie (ich bin mit meiner durch ;( ).
    Gegen 12 Uhr (ja, wir sind richtig jugendlich geworden, Dank der Zeitumstellung!) schliefen wir dann ein...
    Lue lisää

  • Ein rettendes Mahl

    28. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 9 °C

    Es war ein Tag wie jeder andere...nein, eigentlich nicht...es war einer dieser Tage an dem es wieder Zeit war unsere Koffer zu packen...

    Heute ging's nach Kilkenny! Allerdings nicht so schnell, wie es mit dem Auto möglich wäre, denn anstatt die kurze Strecke direkt von Cashel nach Kilkenny zu fahren, fuhren wir über Dublin. Das bedeutete eine zweistündige Fahrt nach Dublin; raus aus dem Bus, rein in den nächsten und eindreiviertel Stunden Richtung Kilkenny. Und das zunächst ohne Frühstück im Magen (glücklicherweise hatten wir in Dublin kurz Zeit eine Kleinigkeit zu kaufen).
    In Kilkenny angekommen liefen wir dann auch erstmal zum Hostel, nur um von dort aus einen Bankautomaten zu finden (da diese STA Karten nicht so richtig funktionieren wollen) und dann wieder zurück zum Hostel zu hechten.
    Das Backpacktralalalablabliblubbblubbhostel gehört wohl zu den traditionelleren Backpackerhostels (mit Schimmel in der Dusche, aber! es ist eine private Dusche in einem Badezimmer, dass an unserem privaten Familienzimmer andockt und wir haben mehr Platz als im B&B - zudem ist es billiger und...privates Bad!).
    Da gutes Wetter war, wollten uns aber nicht lange im Hostel aufhalten und so schlenderten wir schon kurze Zeit später durch die Gassen Kilkennys, um die Stadt besser kennenlernen (mal abgesehen davon waren wir am Verhungern und suchten dringend ein Restaurant).
    Knapp zwei Stunden später, mit einer Pause am Castle Kilkennys, sowie eines dortigen Latte Macchiatos, fanden wir auch endlich ein freies Plätzchen in einem Hotelrestaurant und hatten dort (mit Abstand- zumindest für mich) das beste Essen (Nachtisch ausgenommen), was wir auf dieser Reise verzerrt haben - Roast Beef mit allen möglichem Gemüse (darunter einen wirklich genialen Pilz), Kartoffelbrei und einer dunklen Soße.
    Dieses Essen hatte unseren Hunger nicht nur gestillt, sondern unseren Tag verschönert und ich hatte es somit heimlich zum Retter des Tages gekürt.
    Aber nicht nur das Essen, auch das Lokal selbst hatte uns in seinen Bann gezogen und wir wollten gar nicht mehr aufbrechen, obwohl es draußen bereits dunkel wurde (haben dann herausgefunden, dass es trotz dessen erst kurz vor 6 Uhr war).
    Mit einem Guinness mehr im Bauch und beinahe gefüllten Mägen (...ich sag zum Plural jetzt einfach nichts mehr) verließen wir das Restaurant, machten noch einen schnellen Abstecher im Dunnes Store, um Wasser, Kekse und Chips zu kaufen und liefen dann zurück zum Hostel. Dort wurden die Chips vernichtet und tausendundeinmal "I want it that way" gesummt, bevor wir uns zu Bett legten...
    Lue lisää

  • Der Tag an dem...

    29. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ⛅ 11 °C

    ...an dem...an dem was?
    An dem
    ...sich die Sonne zeigte?
    ...wir lauter Kirchen abklapperten?
    ...wir uns verliefen?

    Wenn ihr euch das gefragt habt, hattet ihr mit allem Recht behalten -aber der Tag brachte uns noch weitaus mehr.
    Da sich am Himmel keinerlei graue Wolken abbildeten, nutzten wir den Tag, um die Stadt besser kennenzulernen. Und was bringt da mehr als alle möglichen alten, begehbaren (und öffentlichen) Gebäude abzulaufen und genauer unter die Lupe zu nehmen? Richtig, nichts.
    Deshalb begann unser Trip bei der nächstgelegenen Kathedrale, zog sich über die ein oder andere Kirche (darunter eine weitere Mary's Church) und eine Abtei namens Black Abbey und endete mit irgendeinem alten College. Auf dem Weg wurden allerhand interessante Informationen ausgetauscht (= kommuniziert) und Lieblingsmärchen erzählt. Und nachdem wir uns zum tausendsten Mal vorgestellt hatten, wie es wäre nach Irland zu ziehen, mussten wir uns erneut eingestehen, dass wir uns verlaufen hatten...und...und in einer Sackgasse gelandet waren.
    Aber auch dieses Problem wurde behoben und wir marschierten zurück zum Zentrum der Stadt, um dort beim Dunnes Store Baguette, Salami, Humos und Kekse zu holen und uns damit auf die nächste Bank im Burgpark zu setzen.
    Nachdem wir alles gefuttert hatten ging es mit eiskalten Händen spazieren und dann schließlich zurück zum Hostel, um zu pausieren und zu philosophieren - es ging hautsächlich um Kaffee und Unterschiede zwischen verschiedenen Zubereitungsweisen (in der Küche hängt eine Beschreibung von allen möglichen Kaffeearten, aber die Erleuchtung brachte uns eigentlich Silke), und dann wurde zusammen Charité zu Ende geschaut und bald darauf geschlafen...

    Also was war das für ein Tag? Es war der Tag an dem wir von Enten verjagt worden waren und Eichhörnchen gesichtet hatten. An dem wir Kaffee getrunken und die kalten Finger gewärmt hatten. An dem wir zum fünfzigtausendsten Mal I want it that way gesungen hatten.
    Aber vor allem war es der Tag an dem wir den Unterschied zwischen Latte und Mocha lernten...
    Lue lisää

  • Ein einzigartiger Tag

    30. lokakuuta 2019, Irlanti ⋅ ☁️ 9 °C

    Wie fang ich heute an? Dieser Frage stehe ich inzwischen tagtäglich gegenüber. Was unterscheidet diesen Tag von dem gestrigen?
    Angefangen hat er gleich, mit einem einfältigen Frühstück bestehend aus Toast und Kaffee (diesmal sogar schwarz, da die Milch alle war).
    Allerdings veränderte er sich sogleich als wir beschlossen abends in ein Pub zu gehen, um der Live Musik zu lauschen und als wir nicht einen Spaziergang um das Castle machten, sondern in den Vorraum der Burg traten, um ein Ticket für die Besichtigung Kilkenny Castles zu kaufen.
    Tatsächlich waren es weniger Räume als erwartet, aber dennoch das Geld (mehr oder weniger) wert. Besonders die kleinen Details, wie die unterschiedlichen Holzornamente, die in die Säulen geschnitzt worden waren (vor allem als Säulen der Erde-Hörer war ich davon ganz hin und weg!) oder die Vielfalt der Bilderwahl im zweitlängsten Saal Irlands, machten die Burg sehenswert.
    Es war bereits mittags als wir wieder im Burgpark standen. Bevor wir die weise Entscheidung unserer Mägen (...Plural...) Ernst nahmen und uns zu dem kleinen Café in und über dem Bücherladen aufmachen wollten (der bot Smoothies an *_*), machten wir zunächst noch einen kurzen Abstecher zum Butlers House und Garden (die Butlers waren eine sehr einflussreiche Familie in Kilkenny). Erst danach folgten wir unserem Hungerbedürfnis.
    Das Café war voll. Und zwar komplett! Deshalb entschieden wir uns, es morgen nochmal zu probieren und heute ein anderes zu suchen. Kurz darauf fanden wir auch schon eines und verbrachten dort, mit lesen und Mocha trinken, unsere Mittagsstunden.
    Als wir am Hostel ankamen, beschlossen wir unsere Zeit (immerhin wollten wir abends ja noch weg) nicht auf dem Zimmer totzuschlagen, sondern den Aufenthaltsraum in Angriff zu nehmen und so wurde dort gezeichnet, Hörbücher gehört oder auf einer Gitarre ohne H-Seite rumgezupft, allerdings verzogen wir uns dann doch nach oben, als es dann zu laut wurde.
    Dort versuchten wir uns dann an Portraits und mich überkam ein plötzliches Verlangen nach Cookies. Ja, manche Tätigkeiten würden sich halt nie vom Tag davor unterscheiden und so schlenderten wir zum Dunnes Store, um diesem Verlangen nachzukommen.
    Raus kamen wir mit einer Packung Schokokeksen und begannen diese bereits auf dem Weg zu vernichten. Außerdem entschieden wir uns dazu, in der Gegend umherzuschlendern.
    Anstatt also der Live Musik in einem Pub zu lauschen, hörten wir die verschiedensten Musikausschnitte aus unterschiedlichen Pubs, während wir die Tüte leerten und uns auf den Heimweg begaben.
    Dort feuerte ich Tons beim Yoga an, bevor wir gemeinsam Jumanji schauten.
    Also was unterscheidet diesen Tag von jedem anderen? Der Aufenthaltsraum, das Café, die Burg? Ganz ehrlich? Keine Ahnung, er hatte ein Morgen und auch ein Abend und begann und endete mit schlafen. Aber (Vorsicht, das könnte jetzt kitschig werden!) die Erinnerungen, die wir an diesem Tag geschaffen hatten, bauen auf denen der vorherigen Tage auf und wenn ihn das nicht einzigartig macht, weiß ich auch nicht…
    Lue lisää