• Unser eigenes Halloween...

    31 października 2019, Irlandia ⋅ ☁️ 9 °C

    (buuuujuu- ein Geist mit Autokorrektur)
    Nun war es soweit. Der Tag vor dem es uns graute war gekommen. Halloween! Den Tag, den die Iren und ihre Geschäfte liebten und wir eigentlich nur hinter uns bringen wollten...
    Die Küche war voll und es herrschte ein Verkehr wie auf einem Wochenmarkt. Das war auch ein Grund, warum wir heute nur ein schnelles Frühstück zu uns nahmen und dann schleunigst aus Küche und Hostel verschwanden.
    Der Eigentümer des Hostels hatte uns den Tipp gegeben, den Markt zu besuchen (mit der Vorwarnung, dass er nicht wirklich groß sei) und so machten wir uns auf den Weg zum Castle, vor dem der Markt stattfinden sollte.
    Und tatsächlich, ein Markt war vorzufinden, wenn auch kein großer (aber immer noch größer als der in Killarney).
    Da wir schon mal beim Castle waren, entschieden wir uns für einen Spaziergang im Park. Dort machten wir Bekanntschaft mit einem Herrn mit Hund. Der Hund hieß Calsie und der Mann Kevin.
    Kevin redete viel und schnell (und hoch), wobei er seine Meinung recht direkt mitteilte. Nachdem er uns gefragt hatte, woher wir sind, ob wir uns gestritten hatten (Antonia holte mich gerade ein, da sie noch etwas länger auf der Bank gesessen hatte) und wie lange wir schon in Irland waren und noch sein werden, teilte er uns auch mit, wie er politisch eingestellt war und dass Tons ein Babygesicht hätte (er meinte es nicht böse, ich wollte es nur festhalten, weil ich es so lustig fand und mir das womöglich nicht merken kann. Und Antonia ist, was das angeht auch nicht unbedingt eine Hilfe, hat sie doch das Gedächtnis eines Goldfisches...)
    Irgendwann war aber auch dieses Gespräch beendete und wir setzten unseren Spaziergang fort, über Stock und über Stein und auch über Holzstege außerhalb des Parks.
    Mittags aßen wir dann (wie gestern schon angeteasert) bei dem kleinen Café über dem Buchladen, wobei Tons ihren frischen Orangensaft und ich meinen Smoothie bekam, allerdings war die Kaffeemaschine kapuschikofski, weshalb der Mocha leider ausfiel.
    Nachdem Tons einen weiteren Spaziergang unternahm und für abends einkaufte, beendete ich mein Buch (welches ich nur sehr empfehlen kann!) im Café und machte mich dann auf den Heimweg. Unterwegs traf ich Tons mitsamt neuer Jacke und Chips und wir liefen gemeinsam heim.
    Kurz darauf zog ich nochmal alleine los, um eine Kirche zu finden und Kerzen anzuzünden (<3) und als ich zurückkam waren wir beide bereit für Halloween. Unser ganz persönliches Halloween. Das hieß also, Chips essen (die quasi vor dem Film leer war)en und dabei (eher danach) Ghostbusters schauen. Und danach noch Prinz aus Zamunda (irgendwie waren die beiden Filme cooler, als man jünger war!).
    Die Klingel machte ihrem Ruf alle Ehre und klingelte dauernd, um kleinen Kindern den Weg zu Süßigkeiten zu ermöglichen, aber gegen 11 Uhr verstummte auch sie und verschaffte uns die Gelegenheit zu schlafen...
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  • Ein schönes Wiedersehen

    1 listopada 2019, Irlandia ⋅ ☁️ 14 °C

    Der Tag begann mit Regen- viel Regen. Nichts Ungewöhnliches für Irland und schon gar nicht für einen weiteren Abreisetag. Denn richtig! Wir würden heute Kilkenny verlassen und uns bereit für Wicklow machen. Doch noch war es nicht soweit. Zunächst würde es ein Wiedersehen geben und darauf freuten wir uns wirklich.
    Unser Bus sollte erst um 15.40 Uhr eintreffen, weshalb wir die Zeit nutzten, um den Vormittag mit Schuhe anprobieren und in Cafés sitzen (man bemerke den Plural) zu verbringen. Und da der Schuhkauf nicht so lief, wie ich mir es erwünschte (wir fanden keine), saßen wir uns schon bald in einem Café. Die Eingebung, dass Mocha eine Mischung aus Kaffee und (Mama jetzt ganz genau zuhören!) heißer Schoki ist, hatte uns dazu verleitet (zumindest mich) nur noch Mocha zu bestellen.
    Kurz nach eins wechselten wir dann aber zu dem Büchercafé und mampften dort Lasagne oder Fish and Chips (Wer was hatte, kann man sich vermutlich denken, oder?).
    Gegen Viertel vor zwei machten wir uns auf den Weg ins Hostel uns dann recht schnell zur Bushaltestellte auf.
    Und was kann man dann noch sagen?
    Der Bus kam 40 Minuten später als geplant und so warteten wir mit viel Gepäck bei mildem Wetter. Ach ja, und es schüttete- und zwar wirklich heftig!
    Also standen wir, ohne Schutz (außer Antonias kleinen Regenschirms) wortwörtlich im Regen und versuchten unser Gepäck mit dem eigenen Körper zu schützen.
    Klitschnass (und durchgefroren) hechteten wir in den Bus.
    Nach ungefähr zwei Stunden kamen wir endlich an unserem Ziel an. Dublin! Die Stadt war hell erleuchtet und es regnete nicht mehr. Was für ein schönes Wiedersehen! Aber es war nicht das einzige, denn wir mussten ja auch noch irgendwo unterkommen. Und das war bei niemand geringerem als Aine, unserer Gastmutter von vor zwei Monaten.
    Wir freuten uns schon riesig, auf der bequemen Matratze zu liegen und (vor allem!) Milas weiches Fell unter unseren Fingern zu spüren.
    Gegen 7 Uhr kamen wir dann, durchnässt und erschöpft, aber auch erleichtert an und wurden freundlich in Empfang genommen.
    Und nachdem wir uns umgezogen hatten, saßen wir noch lange mit Aine in der Küche und erzählten mit ihr oder schauten zusammen fernsehen.
    Gegen 10 Uhr verließen wir dann aber doch das Wohnzimmer und zogen uns nach oben zurück, wo wir noch einige Zeit Serien schauten und dann ging es auch schon schlafen...
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  • Schuhe für Hulk

    2 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌧 11 °C

    Der Morgen begann mit einem langen Gespräch mit Aine bzw. ihrem Monolog über Matratzen (nicht, dass wir dessen abgeneigt waren, wir kamen jedoch nur selten zu Wort, was womöglich auch an dem Müsli und Toast vor uns lag).
    Nach dem Frühstück machten wir uns auf ins Zentrum Dublins. Wie schon vor zwei Monaten kamen wir bei Connolly Station an, entschieden uns aber dafür, diesmal die andere Seite Dublins zu erkunden.
    So streiften wir in Dublin City, Nähe der Temple Bar, umher, in der Hoffnung ein Schuhgeschäft zu finden. Inzwischen war es in meinen Wanderschuhen nämlich nicht mehr aushaltbar und ich humpelte die Gassen entlang.
    Kurz bevor wir einen Markt fanden, begann es zu regnen. Weiche, sanfte Tropfen machten es sich auf Haut und Haar bequem (das ist jener typische Regen, den man zunächst nicht spürt und dann plötzlich bemerkt, dass man klatschnass ist und friert).
    Also stellten wir uns zunächst bei jenem Markt unter, liefen dann aber doch weiter
    - Richtung Shopping Mall.
    Glücklicherweise konnten wir uns in ein Einkaufszentrum flüchten - zu meinem großen Glück, denn dort fand ich endlich einen Laden, der flache Damenschuhe anbot!
    Nach 20 Minuten ernsthaften Entscheidungsproblemen, nahm mein Körper mir die Schuhwahl dann ab und entschied sich für das wasserdurchlässige, uncoolere, aber dafür teurere Paar.

    Aber alles war besser als sich weiter in diesen Wanderschuhen fortzubewegen und so feierten wir diesen Erfolg mit Pizza (den Laden hatten wir schon vor zwei Monaten gesichtet).
    Aber nicht nur einem kleinen Stück. Nein, stattdessen teilten wir uns eine ganze Partypizza- zu Freuden und Verwirrung der anderen Besucher.
    Es regnete unermüdlich, auch nach dem Pizzaschmaus. Das hielt uns allerdings nicht davon ab erneut in die Shopping Mall zu schlendern und dort den Disneyladen unter die Lupe zu nehmen.
    Dort trafen wir auf Hulk, Iron Man und Cap (<3) und sooo viele coole Spielsachen!
    Nachdem Tons als Fotograf missbraucht worden war, liefen wir erneut zum Markt, um dort einen Smoothie zu schlürfen und machten uns dann langsam auf den Heimweg.
    Meine Tasche, in welche ich die Wanderschuhe gestopft hatte, löste sich allmählich auf, weshalb sich eine grüne Schicht um alles, was ich mit den farbigen Fingern anfasste, bildete.
    Somit glich ich dem Hulk immer mehr, insbesondere dann, als ich mir - aus Versehen - einen Kung-Fu- Meister-Bart zeichnete.
    Am Bahnhof kauften wir uns noch eine Cola (als Ausgleich zum gesunden Smoothie...) und dann ging es auch schon Heim, wo sich sportlich betätigt (Tons...) oder auf dem Bett entspannt wurde (...schuldig...). Nach Film oder Serien schliefen wir dann auch (Achtung!) gegen 1 Uhr nachts (!!! Wir sind so jugendlich!) ein...
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  • Diesmal

    3 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 8 °C

    Ein weiterer Sonntag in Irland, diesmal aber ohne viel Regen.
    Wie am Vortag schon hatten wir zu Frühstück eine lange Konversation mit Aine/Aine hielt einen weiteren Monolog (dem wir aber mit großem Interesse verfolgten), diesmal über die Konjunktur und die Kirche.
    Wir hatten beschlossen heute wieder ins Zentrum Dublins zu fahren, zuvor liefen wir allerdings noch 2 Stunden im St. Annes Park spazieren, so wie wir es schon vor 2 Monaten getan hatten- diesmal aber eine größere Runde (ihr merkt schon, in diesem Beitrag wird oft das Wort "diesmal" hinzugezogen). Hier fanden wir nicht nur tausende von Eichhörnchen vor, nein, wir integrierten Antonia auch endlich als eigenständigen Baum...
    Mit neuen Schuhen und neuer Lust ging es dann weiter ins Zentrum Dublins, wo wir uns recht schnell in den Laden vom Vortag setzten, diesmal zum Mocha schlürften, sowie, einige Stunden danach, zum Mittagessen.
    Daraufhin liefen wir noch umher und stöberten in einigen Shops. Gegen 5 Uhr, als wir uns erneut in den Schlosspark gesetzt hatten, machten wir uns auf und traten den Heimweg an.
    Obwohl dieser Beitrag eher beiläufig und belanglos klingen mag, war unser Tag stets kurzweilig gewesen -was meine Füße nicht so unterschreiben würden, denn die sind echt platt vom vielen Laufen!

    Auf unserem Zimmer schauten wir dann Filme oder eine Serie und genossen den ruhigen Abend (obwohl draußen irgendwo ein Feuerwerk gezündet wurde), bevor es schlafen ging, diesmal um 11 Uhr... Ich weiß...wir lassen nach...
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  • Schokolade, Äpfel und andre Geheimnisse

    4 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌧 9 °C

    (Jap, ich weiß, in der Überschrift fehlt ein e, aber es gibt nun mal eine Zeichenbegrenzung, also denkt euch das einfach;) )

    Der Morgen begann wie die letzten beiden Tage mit Toast und Müsli, allerdings verabschiedeten wir uns recht schnell, sodass wir gegen 10 Uhr am Bahnhof standen und auf den Zug zu Connolly Station warteten. Von dort aus wollten wir dann ins Zentrum Dublins laufen und auf unseren Bus um 1 warten. Aber natürlich regnete es (wie hätte es auch anders sein können?) und so flüchteten wir uns in die Omnibus Station, in der wir vor 2 Monaten auf den Bus nach Athlone gewartet hatten. Nur dass wir diesmal gar nicht in diese Station mussten (aber die andere lag irgendwo in mitten der Straßen Dublins und hatte, wie sich herausstellte, kein wirkliches Dach, also war es eine gute Idee gewesen die drei Stunden im warmen mit Mocha und Latte zu verbringen).
    Aine hatte uns beiden Äpfel mitgegeben, dessen Menge wir dort minimierten (= ich hab einen meiner zwei gegessen...Wieso mögen so viele Leute Äpfel?).
    Um halb eins machten wir uns dann aber doch auf die regnerische Reise (in der vor allem meine große Tasche sehr leiden musste).
    Nach einer kurzen nassen Verzögerung fuhren wir los nach Wicklow, wo wir die nächsten drei Wochen unseres Lebens auf einer Pferdefarm verbringen würden.
    Schon bei unserer Ankunft war uns klar, diese Farm würde sich von der in Athlone unterscheiden.

    Amelia holte uns von der Bus Station ab und fuhr uns durch das mechanische Tor (so ein cooles Tor! Es öffnete sich per Anruf!), was uns den Weg frei machte, um auf die großen Koppeln (mit den vielen Pferden) des Anwesens zu schauen.
    Das Haus ist der Wahnsinn: dreimal so groß wie Danis und dreimal so sauber - was Amelia besonders wichtig ist.
    Kaum kamen wir an, wurden wir auch schon herumgeführt, sodass wir letztendlich bei den Ställen landeten. Amelia zeigte uns, wie sie diese ausmistet und kurz darauf schaufelten wir auch schon Kacke von Calypso und Hannah auf den Schubkarren.
    Zwischendurch wurde immer mal wieder in den Stall mit den sechs Hundewelpen geschielt und letztendlich durften diese sogar kurz in der Scheune frei herumspringen (der erste Eindruck täuscht, die Krallen sind um einiges schärfer und die Kleinen schwerer als gedacht). Generell gibt es hier viele Hunde, darunter Sherlock und Watson und meine Lieblinge Bernie und Alfi...
    Gegen 6 Uhr waren wir fertig. Es war bereits dunkel und es schüttete immer noch aus Kübeln. Keine Ahnung, wie es möglich ist, dass so viel Wasser in den Wolken hängt, dass es in diesem Land durchgehend regnen kann (vermutlich liegt es an der Zone...Geheimnis gelüftet)
    Immerhin war es drinnen warm und Kate, die Köchin, servierte uns Irish Stew mit Rindfleisch. Kurz vor halb acht kam dann auch Marine, unsere französische Zimmergenossin.
    Bevor wir zu Bett gingen schnabulieren wir noch ein Stückchen Schokotorte von Kates...Schokokuchen. Dass es nur ein Stückchen war bemerkte auch Amelia und "zwang" uns zu einem weiteren - keine Ahnung, wie sie es bei ihrer Ernährung (bestehend aus Schokolade und Pepsi) schafft, so schlank zu bleiben...selbst ihre Haut ist total rein, aber manche Geheimnisse werden wohl nie gelüftet werden...
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  • Frodo und der Rest der Bande

    5 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 9 °C

    Wir waren bereits gegen halb acht wach. Auch wenn Amelia uns mitgeteilt hatte, dass wir erst um 10 Uhr anfangen müssten, begannen wir schon um 9 Uhr mit ausmisten.
    Also 6 Ställe entkoten und neues Stroh auslegen sowie Heu. Hinzu kamen die Welpen im siebten Stall, welche wir füttern und misten sollten, während Amelia mit Marine reiten war.
    Zuvor zeigte uns Amelia aber noch, wie man ein Pferd richtig sattelt. Als sie dann weg waren begann der wahre Wahnsinn.
    Vermeintlich sechs Welpen (stellte sich heraus, wir können nicht zählen und es sind sieben) im Alter von 14 Monaten, bestehend aus einer Mischung aus Jagdhund und belgischer Schäferhund, auszumisten und zu füttern, während sie durchgehend an einem hochspringen oder irgendetwas zerstören wollen, stellte sich als schwieriger heraus als zunächst gedacht - besonders das einfangen.
    Als Amelia und Marine zurückkamen fingen wir gerade den letzten Welpen Frodo (so haben wir ihn getauft) ein und schlossen ihn zu seinen restlichen Gefährten/Geschwistern. Amelia zeigte uns wie man ein Pferd bürstete und kurz darauf wurde Starskys Schweif von Tons durchgebürstet, während ich sein Fell zum Glänzen brachte.
    Nach einer Pause, wurde dann erneut Kacke geschaufelt und Heu gefüttert. Außerdem durften Marine und ich Sattel und Zaumzeug einfetten.
    Abends kochte Kate uns Spaghetti mit Fleischbällchen. Kurz nach 11 Uhr (oder 12 Uhr) schliefen wir aber auch schon ein...
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  • Ein Tag mitten in der Woche...

    6 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 8 °C

    Mittwoch, der Name trügt, so wirklich mitten in der Woche ist dieser Tag nämlich gar nicht - zumindest nicht auf einer Pferdefarm, denn Tiere machen keine Wochenenddiät.
    Allerdings würden wir zwei Mal in der Woche frei bekommen und ich glaube, (wir sind uns nicht ganz sicher, aber es ist gut möglich...) heute war so ein Tag.
    Wir waren trotzdem um 9 Uhr draußen bei den Pferden und misteten fleißig aus. Ebenso fütterten wir sie.
    Allerdings würden Amelia und Micheal auf die Jagd gehen (mit ihren Pferden), weshalb sie ab 11 Uhr nicht mehr auf dem Hof waren- und mit ihnen auch nicht Starsky und Calypso (gut für uns, das hieß nämlich nur einmal misten).
    Amelia hatte uns zuvor mitgeteilt, dass wir den Mittag frei machen könnten und erst gegen halb fünf erneut sauber machen sollten. Vor der Pause mussten jedoch die Welpen ausgemistet werden und das war mehr arbeitet als gedacht - vor allem, wenn man sich dabei noch Namen ausdenkt (ich weiß, ich seh auf jedem Bild angewidert oder komplett angepisst aus, aber eigentlich war es echt toll!).
    Nachdem wir die kleinen Teufel -...Schätze wieder eingefangen hatten und etwas mit ihnen gespielt hatten, aßen wir eine Kleinigkeit und beschlossen dann den Wald neben dem Grundstück zu erkunden (natürlich zu dritt).
    Und wie hätte es auch anders sein können, wenn man mit uns unterwegs ist, als in eine Sackgasse zu laufen? In diesem Fall ein Stacheldrahtzaun, der uns davon abhielt in ein anderes Stück Wald vorzudringen...
    Letztendlich haben wir es doch dorthin geschafft, allerdings über einen anderen Weg und eine gute Stunde später.
    Bis dato hielt das Wetter noch gut, erst jetzt begann es sanft zu nieseln und wir verbrachten die restliche Zeit mit reden im Freiem oder Trockenem.
    Dann säuberten wir erneut die Pferde und Hunde. Amelia kam gegen 5 Uhr zurück und Tons und ich putzten das Geschirr (also vom Pferd, ansonsten gibt es hier eine Spülmaschine...).
    Kurz vor sechs waren wir durch für heute. Alle Pferde waren versorgt und die Welpen zumindest teils erschöpft. In der Küche fanden wir Lasagne mit Pommes vor und abends wurden noch einige Videos geschaut, bevor es dann in die Heia ging...
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  • Schlüssel, Regen und andere

    7 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌧 7 °C

    ...Unannehmlichkeiten

    Der Morgen begann mit der strahlenden Herbstsonne, die uns zwar nicht weckte (Danke Vorhänge!) - was auch nicht nötig war, da wir sowieso um halb acht bereits wach waren-, die aber eine schöne Abwechslung war.
    Wir gingen also frühstücken- ganz gemächlich, da wir erst gegen 10 Uhr beginnen sollten- waren aber schon um 9 Uhr arbeitsfähig und entschlossen uns darum früher loszulegen.
    Nur war da noch eine klitzekleine Sache, die wir davor zu erledigen hatten. Da Amelia noch nicht draußen gewesen war, hatte sie Alfie (ihr erinnert euch? Der wunderschöne belgische Schäferhund von den Fotos?) noch nicht in seinen Käfig gesperrt, in welchem er den Tag verbringt. Denn Alfie ist ein Beschützer und attackiert deshalb die Pferde, wenn diese einem zu nahe kommen. Alfie attackiert aber nicht nur Pferde, er schikaniert auch Menschen bzw. deren Arme und strapaziert meine Nerven (zumindest, wenn er draußen ist). Unsere Aufgabe war es also, den großen Hund in seinen Terrassenkäfig zu bringen, ohne dabei Sherlock, seinen Mitbewohner entkommen zu lassen (der haut nämlich sonst ab) und die anderen Hunde daran zu hindern, mit in den Käfig zu laufen.
    Leichter gesagt als getan, denn im Gegensatz zu Alfie setzten wir nicht unsere Zähne ein, um sie in seine Vorder- oder Hinterbeine zu pressen (weh tat's zwar nicht, aber blaue Flecken sind vorhanden).
    Auch das einsperren stellte sich also äußert schwierig raus. Anstatt den Kerl auf die Terrasse zu schaffen, beförderte er uns geradewegs in seinen Käfig und bewachte die Tür, sodass wir zunächst festsaßen. Gefangen im Käfig des Gegners? So ähnlich auf jeden Fall.
    Letztendlich mussten wir Amelia schreiben und um Rat bitten (und das alles unter den härtesten Bedingungen: denn unsere Augen waren völlig nass, von den Lachanfällen...der Verzweiflung, inzwischen war nämlich auch Sherlock aus der Box). Sie teilte uns ihren Plan mit und so rannten Marine und ich zurück zum Eingang (ich eigentlich nur als Ablenkung), sodass Marine von innen die Tür öffnen und Alfiee mit Brot in die Box locken konnte (Box/Käfig/Terrasse). Es funktionierte! Alfie lief geradewegs auf die Terrasse und Tons und ich verriegelten schnell das Tor. Leider war auch Bernie auf die Brotfalle hereingefallen und so war sie nun statt Sherlock mit Alfie im Gehege. Also beförderten wir sie durch das Haus, um sie letztendlich wieder draußen abzusetzen (ansonsten wäre Alfie nämlich wieder entkommen). Währenddessen hatte Sherlock es sich auf der Wiese gut gehen lassen und die restlichen Hunde etwas aufgemischt. Noch völlig erschöpft von der vorherigen Aktion versuchten wir den kleinen Hund zu fangen, was mir dann auch letzten Endes gelang und brachten ihn zurück zu Alfie.
    Nun (9.30 Uhr) konnten wir endlich mit der eigentlichen Arbeit beginnen! Hätten wir den Schlüssel für die Scheune gehabt! Aber das Schicksal meinte es an diesem Tag anscheinend nicht sonderlich gut mit uns und so war diese verschlossen. Also öffneten wir erneut die Haustür und fanden auch sogleich das Schlüsselkästchen. Kennt ihr diese Kästchen, die immer ganz brav im Flur stehen und ungefähr 1000 Schlüssel beinhalten, von denen selbst der Inhaber nicht genau weiß, wofür er die braucht? Jap, genau so eins fanden wir dort vor. Allerdings waren wir noch viel zu adrenalingeladen um daraus ein großes Ding zu machen. Wir schnappten uns also vier Schlüssel und begaben uns erneut zur Scheune. Nur um kurz davor wieder kehrt zu machen, sodass wir Amelia den richtigen Schlüssel abnehmen konnten...
    An der Scheune angekommen kam dann das nächste Problem auf. Wir bekamen das Tor nicht auf. Trotz Schlüssels. Tons versuchte es, ich versuchte es, aber ohne Erfolg.
    Ohne große Erwartungen versuchte es auch Marine und blub, da war sie, unsere (Er)Lösung. Der Schlüsselmeister. Der Schlüssel zum Schlüssel. Sie öffnete ohne weiteres das Schloss, sodass wir endlich mit unserer Arbeit beginnen konnten...
    Nachdem wir alle Ställe gesäubert und allen Pferden Heu und Futter gegeben hatten, striegelten Tons und ich je ein Pferd: Snowflake und Dollar (<3 siehe Bild). Dollar ist wundervoll und war einfach zu handhaben (auch wenn er unglaublich staubig war), Tons hatte es da mit Snowflake etwas schwieriger. Ob dennoch alles gut lief oder nicht, kann ich nicht sagen, denn Amelia bat mich mit ihr die Welpen zu dem Hundeschuppen zu bringen.
    Anstatt sie aber, wie zuvor überlegt, einzeln rüberzutragen, entschied sich Amelia dazu, einfach alle auf einmal rauszulassen und mit ihnen vor zu laufen.
    Soweit so gut. Die Welpen rannten umher, der Wind preschte uns entgegen und der Regen begann stärker zu werden. Und dann waren wir auch schon bei den ehemaligen Ställen und dem eingezäunten Vorbau. Zusammen schoben wir die ersten fünf Welpen in das eingezäunte Stück und ich bemühte mich das kalte Tor geschlossen zu halten. Der Regen war inzwischen noch stärker geworden und schräg, sodass das kleine Vordach des Schuppens uns keinerlei Schutz bot. Ja uns, mir und den fünf verängstigten Welpen, die sich allesamt zwischen mich und das Gitter gequetscht hatten und mit großen Augen um sich starrten. Immerhin war das ihre erste richtige Erfahrung mit Regen und dazu noch eine komplett neue Umgebung mit fremden Gerüchen und Eindrücken.
    Amelia meinte, dass ich bei den Welpen bleiben solle.
    "Ich hole den letzten Welpen"; sagte sie. "Die letzten beiden", korrigierte ich. Sie sah mich verwirrt an und hob eine Augenbraue. "Ich habe 6 Welpen." Sie schien sich ziemlich sicher zu sein, doch ich schüttelte entschlossen den Kopf. "Du hast sieben."
    "Ohhh scheiße", meinte sie und rannte davon.

    Während sie also die anderen beiden holte, welche zurück zu Tons und Marine in den Stall gelaufen waren, schlug ich mich mit den restlichen fünf herum. Darunter Nala, welche mir am liebsten (mit zwei weiteren) auf den Arm gesprungen wäre. Inzwischen waren wir allesamt komplett durchnässt und ich begann ernsthaft in Erwägung zu ziehen, einfach zwei von den Kleinen als Wärmflasche an mich zu drücken, aber ich musste ja noch immer das Tor halten.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit (vermutlich drei Minuten später) Schritten Amelia und Tons mit den zwei verbliebenen Welpen auf die Hütte zu und gemeinsam sperrten wie die Kleinen zu den beiden Rüden, die Amelia "ihre Babysitter" nennt (die heißen beide irgendwas mit B, da alle Jagdhunde mit B beginnen. Wirklich. Alle 20!).
    Durchnässt und durchfroren rannten wir ins Haus, um uns bei einer heißen Schokolade aufzuwärmen. In unserer Pause begannen Tons, Marine und ich einen Film zu schauen, obwohl Amelia uns anbot mit nach Wicklow zu fahren. Aber ganz ehrlich? Es war einfach sehr bescheidenes Wetter und mir immer noch kalt, also bevorzugte ich die Couch um einiges mehr!
    Gegen halb fünf mussten wir dann aber doch nochmal raus und die Ställe misten. Es regnete immer noch, aber das größere Problem war: es war bereits dunkel. Das ist ja kein Problem im Stall, wo die Lichter leuchten, außerhalb aber schon. Schon mal nen Schubkarren voller Scheiße im Dunkeln geleert? Wir schon! Genauso wie Stroh und Heu geholt. Obwohl wir recht zügig nach einer Außenbeleuchtung suchten und auch eine fanden, die dank eines Bewegungssensors sogleich Licht scheinen ließ, sofern sie einen wahrnahm.
    Mit ihr schaltete sich allerdings auch die Securitykamera an und so war der Satz "warning, you have been recorded by a security camera" (zu Deutsch: Warnung, du wirst von einer Sicherheitskamera aufgenommen) unser ständiger Begleiter- ich wusste nicht, dass ich so eine große Gefahr für die Gesellschaft darstelle, bis ich zum 300 mal von der Kamera darauf hingewiesen wurde, beim Stroh holen, überwacht zu werden...
    Um 7 Uhr rum gab es dann was zu futtern! Und zwar Irish Stew- wie am ersten Tag (leider diesmal kein Schokokuchen danach...). Gemeinsam mit Amelia saßen wir noch lange im Esszimmer und dachten uns zu viert Namen für die Welpen aus und weitere B-Namen, falls sie noch mehr Jagdhunde kriegen sollte.
    Mit Stolz kann ich euch hier die Liste der Namen der Welpen präsentieren:
    Frodo, wie wir ihn getauft hatten, würde auch weiterhin so heißen
    Fred und George heißen nun Cappuccino und (ich glaube der hat noch keinen Namen, aber ich wäre ja für Mocha, Tacco oder Burrito); die angebliche Cappuccino heißt eigentlich Milo; Nora wurde zu Pumpkin(=Kürbis); Pizza zu Pepsi (was sehr viel besser passt! Ich hab Amelia noch nie Wasser trinken sehen!) und Nala durfte bleiben (yaaaay).
    Kurz bevor wir zu Bett gingen, schauten wir noch Videos und Serien und dann wurde froh geschlafen, da wir am nächsten Tag bereits um acht Uhr auf der Matte stehen sollten...
    Trotz der vielen unerfreulicheren und etwas schwierigen Situationen (oder vielleicht auch genau deshalb) war der Tag durchgängig unterhaltsam und wir stets am Lachen (vielleicht auch aus Verzweiflung)- außer bei der Security Cam, die hat am Ende nur noch genervt...
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  • Der verschwundene Sherlock

    8 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 8 °C

    Heute sollten wir schon früh anfangen. Das bedeutete also für uns, um 7 Uhr aufstehen und Sherlock im Bad einsperren, sodass wir Alfi ohne Probleme einschließen konnten. Aber so einfach wollte man es uns nicht machten. Alfi einzusperren war in wenigen Minuten erledigt, aber Bernie und Busco waren ebenfalls im Käfig.
    Wir entschieden uns dazu, sie dort zu lassen, weil Alfi sonst vermutlich wieder entkommen wäre. Jetzt mussten wir nur noch Sherlock zurück in den Käfig setzen und dann könnten wir mit der Arbeit beginnen.
    Aber wie ich oben schon gesagt hab, so einfach wollte man es uns nicht machen (oder war es Toni, die gelangweilt von der Einfachheit dieses Plans war?).
    Antonia ließ Sherlock frei. Frei im Sinne von wirklich frei...also so richtig. Bevor irgendjemand wirklich realisierte, was gerade passiert war, sprang Sherlock auch schon von der einen Seite zur anderen.
    Da hatten wir nun das Chaos. Mit allen möglichen Techniken versuchten wir den kleinen Hund zu fangen, doch keine Chance. Er verschwand mit Bonnie, der Mutter der Welpen, in Wald - genau das, was wir fürchteten. Amelia hatte uns erzählt, dass sie ihn nicht mehr finden würde, würde er frei herum rennen, und das war unser größter Alptraum!
    Allerdings war es bereits 8 Uhr, um 8.30 Uhr sollten wir regulär mit der Arbeit beginnen und zu dritt den Waldweg entlang zu rennen, hätte ihn vermutlich nicht gerade in unsere Arme rennen lassen.
    Ich entschied mich alleine zu gehen, während die anderen beiden mit ausmisten begannen.
    Wie eine Irre stapfte ich den Waldweg ab, neben mir Watson und Heidi, von denen ich mir die größte Hilfe erhoffte. Wenn Bonnie weiterhin bei dem kleinen Hund war, hatten wir vielleicht eine Chance ihn wiederzufinden. Immerhin kannte Bonnie sich im Wald aus und war zudem nicht nur einiges größer, sondern auch heller als Sherlock. Es war gegen 8.20 Uhr und ich hoffte inständig, dass ich Sherlock bis 8.30 Uhr finden würde, sodass Amelia ihn gar nicht erst vermissen würde. Doch ich fand ihn nicht. Als ich den Weg zur Hälfte abgelaufen war, hörte ich Bonnie Bellen. Sie war also in der Nähe!
    Schnellstmöglich versuchte ich die Richtung ausfindig zu machen, aus dem das Bellen kam. Watson und Heidi rannten vor und...fanden Bonnie auf einem nahegelegenen Feld. Und zu unserem Glück:
    mit Sherlock!
    Ihr könnt mir glauben, die Erleichterung stand mir nicht nur ins Gesicht geschrieben, ich war quasi die Erleichterung in Person, nur musste ich ihn ja noch irgendwie nach Hause bringen. Zu meinem Glück übernahm Watson diese Aufgabe und eskortierte Sherlock zurück zur Scheune, wo Marine ihn dann aufsammelte (wollte eigentlich aufgabelte schreiben, aber in Anbetracht der Tatsache, dass sie gerade den Stall mit einer Mistgabel ausmisteten, hätte das vielleicht zu Missverständnissen führen können). Kurz bevor Sherlock und Watson in die Scheune rannten, rief mich Amelia an, um zu fragen wo Sherlock war, den ich gerade dadurch wieder aus den Augen verloren hatte. Allerdings war der Empfang so schlecht, dass ich sie nicht hörte und so nicht antworten konnte (war vielleicht besser so).

    Mit hochrotem Kopf und außer Atem kam ich bei den Ställen an und half beim Ausmisten. Danach fütterten wir die Pferde, striegelten sie,...
    und dann saßen wir endlich auf einem Pferd- also beide je auf einem, Tons auf Sparkles und ich auch Starsky.
    Und dann ritten wir los (allen voran Amelia auf Miss Murphy und als Schlusslicht Marine auf Snowflake) den Weg, den ich schon am Morgen abgelaufen war.
    Nach einer guten Dreiviertelstunde waren wir wieder da und striegelten und misteten erneut, bevor wir dann eine Pause machen und aus auf eine Bank setzte, um die Sonne zu genießen. Dabei schauten uns die Welpen aus ihrem Gehege zu. Nach und nach wurden sie aber immer aufgeregter bis Nala, die Kleinste, begann sich durch das Gitter zu schlängeln und das in einer Höhe von ca. 50 cm. Also rannten wir zu ihr und ich hielt sie, sodass sie sich nicht verletzen konnte. Marine holte Amelia und gemeinsam mit Tons schlossen wir die Kleinen wieder ein.
    Einige Zeit später bot uns Amelia an, uns mit nach unten zu nehmen. Also liefen wir keine Stunde später durch die Straßen Wicklows bzw. über einen Golfplatz, wobei Tons fiel, was sehr lustig für die restlichen Beteiligten war, und fanden uns gegen fünf in einem Pub wieder, wo Marine ihr erstes wahres Guinness kostete und uns eine Runde ausgab. Zwei Guinness oder Baileys später fuhren wir zurück und aßen zu Abend (Kartoffelbrei mit Gemüse und Hühnchen). Danach schauten wir noch einige Videos und schliefen dann erschöpft ein...
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  • Nudeln aus dem Fegefeuer

    9 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌬 7 °C

    Heute tat alles weh. Wirklich alles. Und das Wetter war auch kacke. Es war einer dieser Tage, an denen man einfach drinnen bleiben sollte.
    Wir standen auf wie immer (+ Muskelkater des Todes), frühstückten und machten uns bereit Alfie einzufangen. Doch Amelia war schon auf und schloss ihn ein, ohne, dass es irgendwelche Zwischenfälle gab (wie ein wahrer Profi eben!). Wir begannen also unsere Arbeit. Misten, Füttern, auf Besen abstützen, weil alles schmerzte, kehren, striegeln, misten- ich denke, ihr habt das Prinzip verstanden.
    Ich striegelte Calypso (meine neue Liebe, da ich die Welpen nicht mehr um mich habe, muss ich das ja irgendwie kompensieren!) und Guinness.
    Diesmal war nicht sonderlich viel zu tun und so machten wir gegen 1 Uhr eine Pause. Amelia sagte uns, dass nur einer nochmal abends die Ställe sauber machen und den Pferdis Futter geben solle (und Marine meldete sich freiwillig), weshalb wir den Nachmittag frei hatten. Das war unsere Rettung, denn außer Schokolade gab es nichts auf was ich wirklich Lust hatte- schon gar nicht bewegen.
    Und was macht man, wenn man Zeit hat? Genau! Essen.
    Also probierte ich zum ersten Mal in meinem Leben Instant Nudeln. Und vermutlich, wird es auch das letzte Mal gewesen sein!
    Was wir nämlich nicht bedacht hatten war, wie gerne Amelia scharf isst. Huiuiui ging da die Post ab! Ich war kaum imstande diese Nudeln runterzubringen, ohne dabei ein Glas Milch zu exen. Zur Schärfe kam noch die Hitze. Die Dinger brannten wie Hölle!
    Tons hat das etwas besser verkraftet, doch auch sie fand es scharf. Wenn ich mir jetzt noch überlege, dass Amelia ihre extrascharfe Sauce in die Suppe kippt als wäre es Wasser...
    Ich tippe darauf, dass sie einfach keine Geschmacksknospen mehr hat (oder da kommen die jamaikanischen Wurzeln durch!).
    Zu essen gab es Reste vom Vortag, allerdings diesmal mit Blumenkohl und danach aßen wir noch Kekse oder Chips, während wir den Copsfilm beendeten. Daraufhin schauten Tons und ich noch einen weiteren im Wohnzimmer (da war es so schön warm, durch das Feuer) und dann ging es auch schon schlafen...
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  • Taschenlampen machen Feuer

    10 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 6 °C

    Sonntag. Für viele ein Tag der Entspannung und Freizeit. Aber nicht für uns! Im Gegenteil, heute war der Plan voll und Amelia nahezu ausgebucht. Denn wenn viele Leute frei haben, wollen auch mehr Leute reiten. Dennoch starteten wir unseren Tag wie sonst auch. Unterhielten uns wie immer und versuchten Alfie durchs Fenster zum Sitzen zu bringen (diesmal hab ich es geschafft!). Und dann ging es raus in den Stall, wo im Schelldurchlauf die Ställe gemistet und beheut wurden (ja, jetzt existiert das Wort...), außerdem wurde es draußen immer kälter, weshalb Amelia verschiedene Pferde reinholte, sodass diese mal eine Pause vom kalten Wind hatten und wir sie vom Dreck befreien konnten. Folglich wurde Pferd nach Pferd gestriegelt und gewaschen. Marine und ich sollten Hannah, eines der ersten Pferde, das wir kennengelernt hatten, den Dreck von den Beinen waschen und als Marine mit Toni weitere Pferde von der Koppel holen sollte, war ich alleine mit Hannah beschäftigt. Diese fand das alles aber gar nicht cool und riss sich von der Wand los, um dem kalten Wasser zu entkommen. Ich, komplett überfordert und perplex, rief nach Amelia, welche sofort schaltete und Hannah wieder einfing.
    Danach ritt sie mit einigen Besuchern weg und beauftragte uns Miss Murphy, die mit Calypso auf einer abgelegenen Weide graste, auf eine andere und Bo (Amelias Pferd) in den Stall zu bringen.
    Darum holten wir Miss Murphys von der einen Koppel und wollten sie zu Bos Weide eskotieren. Calypso gefiel das allerdings noch weniger, als Hannah meine Waschaktion, weshalb sie kurzerhand über die Absperrung sprang und auf uns zu trabte.
    Sensibel wie sie ist, musste Marine sehr vorsichtig vorgehen und Calypso einzufangen beanspruchte viel Zeit, weshalb Tons und ich MM alleine zur Koppel brachten und Bo (den Riesen!) zu den Ställen führten...
    Der Rest des Tages verlief recht ruhig (also ohne weitere Zwischenfälle), dennoch hatten wir unseren Spaß!
    Marine und Tons machten eine Pause, während ich Snowflake noch zu Ende kämmte.
    Am Nachmittag (gegen 3 Uhr, aber es wird inzwischen echt früh dunkel!) sattelnden wir Guinness und Elsa ab, welche wir zuvor für die Reitstunde gesattelt hatten, und fetteten das Geschirr ein. Abends wurde es dann richtig windig und wir waren froh, als alle Ställe gesäubert und befüllt waren und wir wieder zurück ins warme Haus rennen konnten. Bevor es allerdings zu Bett gehen sollte, gab es noch Abendessen (Kartoffelbrei mit Fleisch und Gemüse) und wir stopften uns anschließend mit Keksen voll. Zusammen mit Marine saßen wir noch eine Weile im Esszimmer und unterhielten uns angeregt.
    Irgendwann kam Amelia ins Zimmer und fragte Marine nach einem Feuerzeug für eine Kerze. Marine nickte verstehend. Ich hab vielleicht Augen gemacht, als sie Amelia ihr Handy reichte -die Taschenlampenapp geöffnet. Man kann mit dem Handy Kerzen anzünden? Nein, natürlich nicht, das wäre ziemlich bizarr! Genauso verwirrt und überrascht wie ich waren anscheinend auch Tons und Amelia und keine 5 Sekunden später ging auch Marine ein Licht auf, dass "Lighter" nicht Taschenlampe, sondern Feuerzeug hieß, was zu üppigen Gelächter führte...
    Gegen 11 Uhr fielen wir dann ins Bett und fielen in einen unruhigen Schlaf...
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  • Pisstag mit Marine

    11 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌬 8 °C

    Seit einer Woche sind wir nun bei Amelia und seit 10.Wochen in Irland. In dieser Zeit hat sich einiges verändert. Unser Gepäck, unsere Sprache (wir sprechen inzwischen teilweise miteinander unabsichtlich Englisch), das Wetter... Dinge entwickeln sich, man bekommt andere Sichtweisen, erweitert seinen Horizont. Aber trotz dieser ganzen Erfahrungen, Errungenschaften und Entwicklungen kommt man manchmal einfach nicht um eine bestimmte Art von Tag. Den Scheißtag. In einigen Beiträgen haben wir schon über so manch einen Scheißtag und dessen Auswirkungen auf unser Leben geschrieben, auch darüber, dass es diesen in verschiedener Art gibt. Den physischen Scheißtag, voll mit Kacke von Pferden und Co (in der letzten Woche gab es davon einen massiven Anstieg) und den um einiges belastenderen (obwohl Pferdeäpfel auch gut und viel wiegen können!), den psychischen Scheißtag. Letztere verursacht häufig unangebrachte Lachanfälle oder einen erhöhten Frustrationspegel, der zu unkontrollierten Fressattacken führen kann.
    Was für ein Tag dieser Montag war, kann ich ehrlich gesagt noch nicht ganz sagen (Montage gelten generell eher als psychische Scheißtag, aber da wir das Wochenende über ebenfalls gearbeitet hatten, war der Unterschied nicht so groß).
    Vermutlich würde ich diesen Tag eher als einen aufregenden Pisstag beschreiben. Und das begann schon am Morgen vor dem Frühstück. Der Wind war so stark, dass die Fenster im Esszimmer zitterten und wir die ganze Nacht über das laute Rauschen durch unser Fenster hören konnten. Und ich sollte es wissen, denn mein Schlafrhythmus ist inzwischen so beschissen (aha, sowohl psychisch als auch physisch blöd), dass ich um 5 Uhr Ställe hätte ausmisten können - der Wind und die quietschende Tür, die alle geweckt hätte hielten mich allerdings davon ab. Gegen 7 Uhr verließ ich dann aber doch mein warmes Bett und begab mich zu der sanitären Anlage schräg gegenüber (ich musste pinkeln...).
    Sherlock begrüßte mich schon ungeduldig an der Badezimmertür (er hatte die Nacht im Bad verbracht). Ohne ihn groß Beachtung zu schenken, setzte mich auf den weißen Pott, um einem meiner Grundbedürfnisse nachzugehen.
    Sherlock gesellte sich zu mir, aber ich war zu sehr mit...erleichtern (?) beschäftigt.
    Dem Anschein nach hatte ich Sherlock inspiriert, denn sobald er bei mir war, verdrückte er sich unter meine Beine. Ich konnte kaum meinen fürchterlichen Gedanken beenden, da pisste mir die kleine Ratte auch schon ans Bein. Wäre es nicht 7 Uhr morgens gewesen (wo noch jeder am schlafen war), hätte ich das Häufchen von Hund vor mir, vermutlich im hohen Bogen gegen die nächste Wand gekickt (hätte ich nicht, aber lauter wäre ich schon geworden), aber ich war ja gerade mit einem ganz anderen Häufchen beschäftigt und so blieb es bei empörten Schnaufen, Bein anheben, um einen größeren Fleck auf meiner Hose zu verhindern und leisen aneinandergereihten Beleidigungen. Angepisst (im wahrsten Sinne des Wortes) verließ ich das Badezimmer und stapfte in unser Zimmer, wo ich geradewegs auf Tons und Marine traf und ihnen von meinem Scheißtag berichtete (oder eher Pisstag). Gut, die Hose musste eh mal gewaschen werden...
    Nachdem ich aus dem Wäscheraum kam, erzählte Marine, dass sie ihren Flug unabsichtlich einen Monat zu früh gebucht hatte und das Hostel für Dublin storniert worden war und stellte meine Probleme recht schnell in den Schatten! (Armes Ding!)
    Die Arbeit begann für mich um 10.30 Uhr mit den typischen Aufgaben, die im Stall eben anfielen, während Tons und Marine mit Mike erst später in den Wald gehen würden.
    Amelia mistete aus, während ich die Pferde fütterte und Snowflake auf die Koppel brachte. Zudem hatte Amelia mir aufgetragen Huggybear, ein kleines fettes Pony, das am Morgen von der Weide ausgebrochen war, in den Stall zu bringen und ihn anschließen zu säubern.
    Leichter gesagt als getan!
    Amelia selbst wusste nicht, wo genau sich der Kleine befand. Ein Glück wusste es Bruce, einer ihrer Helfer, und fuhr mich mit dem ATV (das war so cool!) nach oben zur Sandarena.
    Allerdings stellte sich heraus, dass Huggybear um einiges mehr Kondition hatte als zunächst gedacht. Denn so richtig einfangen ließ er sich nicht. Stattdessen rannte er in der Arena umher und trat heftig aus (obwohl ich Meter von ihm entfernt war). Bruce reichte mir Heu über den Zaun mit den Worten "he's the devil" (= er ist der Teufel). So richtig glauben, wollte ich das nicht. Nach 20 Minuten erfolglosem Locken und Fangen, dachte ich nochmal über diese Aussage nach und nach weiteren 15 Minuten mit Bruce Hilfe und einem Koppelwechsel (weil Huggybear einfach auf eine andere Weide gerannt war, trotz Stromzaun!) stimmte ich ihm zu.
    Huggybear war der Teufel! - und für mich, wie ein zweiter Sherlock!
    45 Minuten dauerte die Aktion, bis ich mit dem Pony zurück zum Stall lief und begann die Scheiße aus seinem (für ihn) überdimensionalen Schweif zu popeln (mit den Händen...ohne Handschuhe...). Amelia verpasste ihm währenddessen einen Topfschnitt und zerstörte die Hälfte meiner Arbeit, als sie ihm den Schweif stutzte (die halbe Kacke war umsonst T.T). Dann wusch sie ihm die Beine, wobei ich eher zuschaute als assistierte. Und letztendlich kämmte ich erneut den Schweif, bevor es in die verdiente Pause ging.
    Amelia erklärte mir, dass ich später Joshua und Bo striegeln sollte und sie währenddessen das schwedische Mädchen abholen würde. Denn heute sollte Nina, aus Schweden, eintreffen und für drei Wochen die Jadghunde umsorgen (und die Welpen ;( ).
    Also kümmerte ich mich um Joshi, mit dem ich kurzerhand Freundschaft schloss. Bevor ich Bo striegeln konnte, kamen Marine und Tons aus dem Wald zurück, wo sie mit Mike und Bruce das Grundstück mit Stacheldrahtzäunen abgegrenzt hatten. Die beiden hatten den Tag über die Spule abwickeln müssen und kamen sich dabei vor, wie (ich zitiere:) "Lastenesel oder Arbeitspferde". Zwischendurch mussten sie immer wieder stehen bleiben, sodass der Draht unter Spannung stand, dabei wurden sie von Mike spaßeshalber rumkommandiert wie Soldaten.

    Gemeinsam striegelten wir Bo, misteten und fütterten die Pferde, sodass wir gegen 5 Uhr fertig waren.

    Nina ist wirklich sehr nett, war aber noch recht schüchtern als wir uns Abends ein bisschen mit ihr unterhielten, während wir auf das Essen warteten (Tipp am Rande: schaut euch niemals Essenvideos auf YouTube an, während ihr am Verhungern seid!).
    Bevor wir allerdings durch zu wenig Nahrung starben, gab es Lasagne mit Pommes und wir füllten unsere leeren Mägen (...) auf.
    Morgen und übermorgen hatten wir frei, weshalb wir uns entschieden Glendalough zu besuchen, einen Park einige Kilometer von Wicklow, und dort eine Nacht in einem Hostel in der Nähe unterzukommen. Aus diesem Grund reservierten wir ein Hostel und packten, bevor es zu Bett ging...
    War das nun ein Scheißtag? Vermutlich doch eher ein Pisstag. War es trotzdem lustig? Ja, eigentlich schon- immerhin können auch Scheißtag unterhaltsam sein. Würde es der letzte Scheißtag sein? Ziemlich sicher nicht...
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  • Der Fail von Glendalough

    12 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 7 °C

    Bereits gegen 5 Uhr war meine Nacht erneut zu Ende, was mich aber nicht davon abhielt weitere zwei Stunden zu versuchen zu schlafen. Um 7 Uhr gab ich mich dann geschlagen und genoss lieber den traumhaften Sonnenaufgang, der sich mir durch das Küchenfenster bot.
    Ich konnte es kaum erwarten...heute würden wir nach Glendalough gehen und lauter schöne Erinnerungen mit uns nehmen- so der Plan!
    Tons schloss sich mir eine gute Stunde später mit frühstücken an. Gegen kurz vor 10 Uhr fuhr uns Mike mach Wicklow runter und wir warteten an der Haltestelle an der wir angekommen waren auf den Bus um 10.40 Uhr, der uns nach Glendalough bringen sollte.
    Gegen 10.40 Uhr kam er auch, fuhr aber nicht an unserer Haltestelle vorbei. Stattdessen fuhr er die Straße weiter und machte keine Anstalten umzukehren. Ob der Busfahrer nun schuld war und uns übersehen hatte oder wir einfach falsch gestanden waren, überlass ich ganz eurer Vorstellung, jedenfalls standen wir immer noch in Wicklow und der nächste Bus nach Glendalough sollte erst um 14.25 Uhr abfahren.
    Also setzten wir uns in ein Café und nahmen schweigend unseren Mocha zu uns. Frust lag in der Luft - immerhin sollten wir schon längst im Park wandern. Insbesondere bei diesem schönen Wetter, mit Sonne und klarem Himmel!
    Gegen 1 Uhr machten wir uns auf den Weg. Diesmal zum ehemaligem Gefängnis (nun ein Museum) Wicklows, wo der Bus starten sollte. Eineinhalb Stunden warteten wir vor dem Gefängnis auf den Bus, bis wir ihn in einer anderen Straße fahren sahen. Und kam er an uns vorbei? Nein.
    Wie wir herausfanden fuhr er nämlich nicht vor dem Museum, sondern dahinter ab, was allerdings keineswegs ausgeschildert worden war. Gefrustet mussten wir uns geschlagen geben. Es war bereits kurz vor drei Uhr und inzwischen wurde es schon gegen 4 Uhr dunkel. Der nächste Bus würde laut dem Plan aber erst um 17.45 Uhr fahren - wenn er denn kommen würde. Allerdings konnte man nur bis 17.00 Uhr im Hostel einchecken. Also mussten wir wohl oder übel unsere Reservierung stornieren (das Geld bekamen wir leider nicht zurück...20€ Verlust für jeden).
    Um den Tag wenigstens noch etwas zu nutzen, liefen wir in Wicklow herum, genossen die Sonnenstrahlen, die den kühlen Wind etwas abschwächten und schlenderten zum Leuchtturm, wo wir in eine lustige Unterhaltung mit einem netten Mann verwickelt wurden (der uns auch berichtete, wo genau der Bus abfuhr), einem Seehund sahen und Fotos mit der Nase machten, da die Hände in Handschuhen verreckt waren.
    Am Abend nahmen wir dann das Taxi, und da wir in Wicklow einiges an Vorrat für die nächsten Tage gekauft hatten, sowie Brötchen zu Mittag gegessen hatten, verzichteten wir auf das warme Mahl von Kate am Abend. Stattdessen aßen wir gegen 8 Uhr noch ein Knoblauchbaguette, während wir Nina und Marine von unserem frustrierenden Tag erzählten.
    Gegen 9 Uhr knipsten wir bereits das Licht aus und entschieden, morgen in das Museum/Gefängnis zu gehen. Dann schaute jeder für sich noch eine Serie und schlief ein...
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  • Der freie Tag im Gefängnis

    13 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌧 6 °C

    Mittwoch, unser zweiter freier Tag an welchem wir eigentlich im Hostel erwachen und in Glendalough wandern wollten. Stattdessen weckte uns der kalte Wind, der an unser Zimmerfenster, inmitten der Studfarm, preschte und die Scheibe erzittern ließ. Immerhin konnten wir ausschlafen und in Ruhe frühstücken, ohne Angst zu haben, nichts mehr zu bekommen. Amelia bat uns zwei Pflanzen am Eingang mit Lichterketten zu schmücken und eine mit Erde aufzufüllen. Während Tons duschte, versuchte ich Sherlock müde zu machen - mit Erfolg! Und nachdem ich mit ihm die Anfangsszene von König der Löwen nachgestellt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Tor, um auf unser Taxi zu warten.
    Das Taxi kam, der Fahrer fuhr eine doppelt so lange Strecke wie normalerweise und am Ende zahlten wir 20€ (am Tag davor hatten wir nur halb so viel bezahlt).
    Immerhin kamen wir an unserem Ziel, dem Gefängnis/Museum in Wicklow, an und begaben uns auf die historische Reise dieses über 300 Jahre alten Gefängnisses (sogar mit Quiz!). Ich mein, wo geht man auch lieber an einem freien Tag hin als in ein Museum oder Gefängnis? Und was gibt es da besseres als diese beiden Sachen zu vereinen? Da wir das Quiz aber leider verkackten, würden wir wohl für immer in unserer Zelle verharren müssen...irgendwie schafften wir es dann aber doch zu entkommen (dank Micheals Hilfe |#prisonbreak| oder vermutlich durch den Ausgang |#soeinfachwars|)...
    Danach wärmten wir uns in einem Café auf und verweilten dort drei Stunden, weil sich das Wetter dazu entschieden hatte, sich drastisch zu verschlechtern. Im Café beschlossen wir gemeinsam mit den anderen beiden Mädchen (Marine und Nina) abends etwas Trinken zu gehen. Da die beiden aber zunächst ihre Arbeit erledigen mussten, schlugen wir uns die Zeit tot, indem wir jeden möglichen Laden heimsuchten (draußen war es scheiße kalt!). Letztendlich blieben wir für einige Zeit in einer Bücherei, bis wir vom Bücherclub verjagt wurden (entweder gehen oder mitmachen). Nach einer gefühlten Ewigkeit und daraus resultierenden Frostbeulen, fanden wir uns alle im Pub vom letzten Mal wieder und genossen unseren Pint Guinness- Marine und ich auch noch unseren Baileys danach (allerdings alle mit leerem Magen und ich war am Verhungern!).
    Später bestellten wir uns noch ein Taxi und stellten klar, dass es lediglich 10€ kosten würde. Der Taxifahrer gab die Adresse ein, doch sein Navi war zu schnell, weshalb er "Nonono", sagte und den Kopf schüttelte.
    "Sorry couldn't find a Street named neuneuneu", meinte der Google Assistent darauf und brachte das ganze Auto zum Lachen (= tut mir leid, konnte keine Straße namens "Neuneuneu" finden).
    Als wir zuhause ankamen, fielen wir alle heilfroh über Kates Kartoffelbrei mit Fleisch und Blumenkohl her und redeten noch eine ganze Weile, bevor wir dann zu Bett gingen...
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  • Plünderung und MFK

    14 listopada 2019, Irlandia ⋅ 🌙 5 °C

    Der Tag begann eigentlich recht entspannt gegen 10 Uhr, sollte aber um einiges unangenehmer werden. Und zwar durch...
    Regen. Einer unserer größten Widersacher in Irland. Was heißt hier Widersacher? Er ist eben da und wir auch und ab und zu kann man sich eben nicht ausstehen und muss ins Warme rennen (Wahnsinn wie viel "und" man in einen kurzen Satz kloppen kann!).
    Der Regen traf uns jedenfalls in den frühen Mittagsstunden und zwar heftig! Natürlich waren wir darauf vorbereitet (also 2 von 4 Leuten hatten wasserdichte Kleidung an. Tipp: wir waren es nicht...), aber dennoch ist man immer wieder erschüttert, wie schnell und viel es plötzlich regnen kann. Hinzu kommt der eiserne Wind, der einen beinahe wegfegt. Gut, dass Marine und Nina die meisten Pferde von der Weide geholt hatten und wir in der Scheune Schutz finden konnten. Wo wir gerade bei Fegen waren, eine unserer Hauptbeschäftigungen (neben Ausmisten, Füttern und Striegeln) ist Fegen, was unter anderem zu wahrlich seriösen Erschöpfungen führen kann, die einen auf der Stelle ruhen lassen wollen! Und auch an diesem Tag war das keine Ausnahme. Wir sind nun zwar Ausmistprofis und Fegemeister (nach eineinhalb Wochen...), aber erschöpft sind wir dennoch schnell.
    Besonders dann, wenn man ausmistet und dann noch alleine!
    Nach der Mittagspause sollten nämlich zwei von drei (Nina war wieder bei den Hunden) zwei Pferde zur Sandarena führen und sich dort etwas austoben lassen, während der Letzte zurückblieb und die Ställe ausmistete. Und da Marine die meiste Erfahrung mit Pferden hat, war ich es (und später auch Tons), die in der Zwischenzeit die Mistgabel schwenkte (im Kopf hat es sich cooler angehört!).
    Danach zeigte uns Marine, wie man das Futter der Pferde herstellte. Dazu mussten wir in einem Container Trockenfutter in unseren Eimer füllen und diesen dann mit Wasser vermengen. Da der Behälter mit Trockenfutter leer war, musste er nachgefüllt werden. Wir öffneten also eine neue Tüte Trockenfutter und Marine schüttete den Inhalt in den großen Behälter- achtete dabei aber nicht darauf, den Messbecher vorm Umschütten rauszuholen. So kam es, dass ich mit zwei Taschenlampen/Handys über Marine gelehnt stand, während diese in Pferdefutter nach dem Becher kramte.
    Nach der typischen Prozedur (MFK= Misten, Füttern, Kehren) retteten wir uns ins warme Haus und aßen dort Kartoffelbrei (mal wieder...) mit Fleisch und Karotten.
    Leider sättigt das unsere Mägen nicht ansatzweise. Deshalb wurde sich nochmals in die Küche geschlichen, sobald weder Mike noch Amelia in Sicht waren, und die Schoko- und Chipsvorräte minimiert. Das kam einer kleinen Plünderung gleich!
    Dabei schauten wir uns Essensfleyer von Restaurants aus der Gegend an und schwärmten von Pizza und Burger.
    Nach dem Snack blieben wir noch eine Weile im Wohnzimmer vor bzw. neben der Heizung sitzen und beobachteten jede Bewegung Sherlocks (seitdem er mir ans Bein gepinkelt hat, lass ich ihn nicht mehr aus den Augen. Besonders dann nicht mehr, wenn er sich auf meinen Schoß setzt!). Dieser schlief dann auch schließlich auf meiner Hose (und somit auch mir) ein, was auch unser Zeichen war, uns schleunigst in die Betten zu begeben...
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  • Kartoffelbrei für Team MFK

    15 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 7 °C

    Als wir heute Morgen aufstanden, tippte Mick/Mike Tons an und führte sie zum Fenster. Ich versuchte anhand ihres Blicks zu erkennen, ob es etwas Gutes oder Schlechtes ist. Doch das einzige, was ich daran sehen konnte, war Überraschung, was ich durch die Kinnlade die herunterklappte ausmachen konnte. Ich musste mir wohl selbst ein Bild machen. Mein Blick glitt also aus dem Fenster und ich setzte eine teils entsetzte teils sorgenvolle Miene auf. Ca. 10 Pferde standen frei neben Scheune und Koppel und grasten die Fläche rund um das offene Tor ab.
    Mick lachte nur und meinte, dass man es ihnen nicht verübeln kann, immerhin würde er an ihrer Stelle auch das frische Gras der triefnassen Erde vorziehen. Aber unsere Mienen hatten sich verfinstert, bei den Gedanken an diesen, ohnehin schon stressigen Arbeitstag (Amelia hatte bereits um 9.30 Uhr einen Trek ausgemacht, was bedeutete, dass bis 9 Uhr die Ställe gemacht und die Pferde versorgt sein müssten), noch zehn entlaufene Fluchttiere einzufangen. Ganz zu schweigen von dem Fakt, dass inmitten dieser kleinen Herde, Alfie versuchte, das Heu zu verteidigen.
    In unseren Köpfen schrie alles nach einer Bestandsaufnahme:
    Wir haben hier also mehrere freie Pferde, ein womöglich kaputtes Tor, einen vollen Terminkalender und einen belgischen Schäferhund, der absolut keine Pferde ausstehen kann, sie als eine Gefahr ansieht und sie angreift, sobald er das Gefühl hat einen Menschen vor ihnen schützen zu müssen. Zudem beißt er einen in den Arm, sollte man ihn versuchen einzufangen.
    Und um 9.30 Uhr sollten Starsky und Hercules bereit für den Ausritt sein. Alles klar, ist ja gar nicht so viel...
    Wir machten uns also auf den Weg. Amelia war noch nicht unten und Mick hatte sich wieder nach oben verzogen, das hieß also Marine, Tons und ich waren auf uns gestellt.
    Zunächst würden wir Sherlock zu Watson und Heidi ins Bad sperren, sodass wir Alfie in sein Gehege lotsen könnten, ohne Sherlock dabei zu verlieren. Klang nach nem Plan!
    Tons und ich, bewaffnet mit Stock und Toast, liefen zur Scheune, wo Snowflake und Hannah die Köpfe gen Boden/Heu streckten und jäh von Alfie zusammengebellt und fortgejagt wurden. Wir begannen also das Spiel, das ich "Alfie wins" nenne. Alfie rufen, Alfie mit Toast locken, komische Bewegungen machen, um Alfie zum Aufstehen und Folgen zu bringen, anstatt weiterhin auf seinem Platz liegen zu bleiben. Alfie anschreien, das Toast weiter von ihm weg schmeißen, um ihn zum Gehen zu bewegen (was er auch machte, allerdings legte er sich daraufhin wieder auf die Ausgangsstelle zurück), mit dem Stock auf den Boden hauen, in der Hoffnung, dass er plötzlich seine Berufung als Schäferhund einnimmt und einen selbst als Hirte ansieht; und dann letztendlich frustriert zurück zur Terrasse laufen und seine Niederlage mitteilen. Alfie gewinnt (=Alfie wins).
    Wir gaben uns geschlagen und so schrieben wir kurzerhand Amelia, die sogleich runterkam, um ebenfalls an "Alfie wins" teilzunehmen. In ihrem Fall lief das auf lautes, strenges Rufen hinaus, egal ob von der Terrasse oder vom Badezimmerfenster aus. Auf ihre Anweisung hin sollte Marine das Scheunentor öffnen und eine Leine für Alfie holen. Ich ging mit ihr mit und während Marine suchte, lenkte ich Alfie vom Tor und den umherlaufenden Pferden ab - versuchte es zumindest. Etwas umständlich band ich ihm das Halsband um den Kopf und führte ihn dann zur Terrasse/zu seinem Gehege. Marine neben mir. Zwar versuchte er sich zu wehren und mir in den Arm zu beißen, doch am Ende musste er es zugeben: "Helena won" bzw. Team MFK.
    Doch das Chaos war noch lange nicht vorbei, immerhin standen, liefen und grasten noch 10 Pferde frei auf der Farm.
    Amelia gab uns die Anweisung sie einzukreisen, sodass die Hälfte wohl oder übel zurück auf die Koppel trottete. Die restlichen fingen Tons, Amelia und Marine ein und dann begaben wir uns mit Zeitdruck an die Arbeit.
    Eine Stunde später waren wir mit dem Groben durch und begannen mit Striegeln. Kurz darauf war Pause und da Marine für zwei Nächte nach Dublin fahren würde, hieß das für uns, dass es danach ohne sie weiterging. Zusammen mit Nina wärmten wir uns an unserer Heizung und unterhielten uns über den vermutlichen Kartoffelbrei heute Abend. Antonia wünschte sich "Kürbissoup", wer konnte es ihr verdenken? Immerhin aßen wir fast täglich Kartoffelbrei mit irgendeinem Gemüse und Fleisch. Zudem kann Nina auch sehr gut Deutsch, was die Konversation erleichterte und zur selben Zeit erschwerte (das hin und her Wechseln ist manchmal einfach echt kompliziert, da kann es schon passieren, dass aus Kürbissuppe "Soup" wird).
    Kurz vor halb vier machten Tons und ich uns dann bereit für ein erneutes MFK (Misten, Füttern, Kehren) und schlossen dann den Stall ab.
    Abends gab es wie erwartet Kartoffelbrei mit Fleisch und Spinat und später schlappten wir zusammen mit Nina nochmals in die Küche, um Schokolade zu essen oder (in meinem Fall) heiße Schoki zu trinken. Kurz darauf ging es dann auch schon schlafen, immerhin würden wir morgen um 6 Uhr schon arbeiten...
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  • Unter Spannung

    16 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 4 °C

    Der Tag begann für uns schon vor Morgengrauen. Da Amelia eine Trekkingtour um 8.30 Uhr hatte (und dazu noch mit fünf Pferden), standen Tons und ich bereits um 6 Uhr am Stall (um 5.15 Uhr hatte der Wecker geklingelt), um die typischen Aufgaben zu erledigen. Da Marine immer noch in Dublin war und bis morgen dort auch noch sein würde, hieß das für uns ein Drittel Arbeit mehr! Also fütterte der eine Heu und Beet Pulp und nahm den Pferden die Decke ab, während der andere mit Ausmisten begann.
    Eine Viertelstunde später gesellte sich auch Amelia zu uns und bat mich Hercules auf die Weide zubringen sowie Athena zu holen. Also zog ich Herki eine Outdoordecke über und schlenderte mit ihm zur Weide neben dem Haus. Keine Minute später stand ich auch schon vor dem eigentlichen Koppelgatter und öffnete einhändig das Tor. In der anderen hielt ich mein Handy, das mir den Weg durch das Matsch- und Zaunlabyrinth scheinen sollte. Immerhin war es erst kurz nach sechs, also dunkel und es gab keinerlei Lichter in der Nähe der Weide. Also auf zu Athena! Zu allem Überfluss graste diese auf der hintersten Weide zusammen mit Bo (dem riesen Pferd). Um auf diese Weide zu kommen, musste man erst durch andere hindurch. So öffnete ich ein Drahtteil mit Plastikummandelung (wir haben beide keine Ahnung, ob es für dieses Verbindungsteil einen Fachausdruck gibt – gibt es bestimmt- und wie man das ansonsten umschreiben soll!) nach der anderen (eigentlich waren es insgesamt nur zwei, aber das klingt nur so semi-theatralisch), bis ich schließlich vor dem eigentlichen Gatter stand. Bemüht vorsichtig versuchte ich den „Zaun“ (/das Seilfadending) am Plastikverschluss zu öffnen, allerdings stellte sich das als äußert schwierig heraus und schon beinahe unmöglich mit einer Hand. Ich stand also da, im Dunkeln, um 6.30 Uhr, mit aktivierter Taschenlampenapp, vor einem Elektrozaun hinter dem mich zwei Pferde teils neugierig teils ungeduldig anstarrten, eines davon so groß wie ein Kamel (keine Ahnung, ob Kamele so groß sind, aber in meiner Vorstellung sind sie riesig!) und versuchte schnellstmöglich wieder zurück zum Stall zu kehren, um Tons mit den restlichen Pferden zu helfen, da wir noch alle bürsten mussten- insbesondere Athena vor mir würde eine geraume Zeitspanne einnehmen, da sie eine Schlammschicht über, unter und auf dem Fell trug. Und nun sollte ich an diesem blöden Durchgang zu Grunde gehen? Nein, ganz sicher nicht! Ich musste versuchen, diesen Eingang irgendwie aufzukriegen.
    Und das tat ich auch, indem ich an den Draht, der in einem Verschluss am einen Holzpfosten hing und diesen mit dem nächsten Pfosten verband, langte, um ihn aus dem Verschluss zu puhlen. `Moment, hatte sie nicht oben Elektrozaun geschrieben?´ Jap, hatte sie und merkte sie auch sogleich als sie das Drahtstück berührte und jäh einen Stromschlag bekam. Wenn mein Hirn davor auf Standby gestanden hatte, so war es jetzt vollends hochgefahren! Murrend und diesmal etwas klüger steckte ich mein Handy ein und hob den Draht (am Plastikverschluss!) mit beiden Händen an, sodass der Draht aus dem Verschluss gehoben wurde. Ohne große Zwischenfälle ließ sich Athena von mir von der Koppel geleiten – anscheinend merkte sie, dass ich etwas unter Strom stand…
    Sobald wir zurück im Stall waren, bürstete ich Athena und Miss Murphy, während Antonia in der Zeit fünf andere Pferde striegelte (zu meiner Verteidigung: keines war so dreckig wie Athena gewesen!). Amelia sattelte vier von ihnen und kurz nach acht verfrachteten wir diese im Pferdeanhänger, in welchem sie mit Amelia und Mike zum Strand fahren und dort ausreiten würden (also auf ihnen wurde geritten, nicht sie würden selbst reiten…aber ich schätze, das versteht sich von selbst! Wer den Teil oben verstanden hat, der wird das hier auf jeden Fall verstehen…).
    Zwischenstand: bis jetzt ist erst 8.20 Uhr am Morgen. Normalerweise würden wir erst in 20 Minuten mit der Arbeit beginnen.
    Calypso, Silver, Starsky, Adele und Athena (Kurz: Sasca, Acsas, Cassa, Caass oder Aacss) fuhren mit Amelia und Mike (zusammen also: Massaca) in einem riesen Truck zum Tor, um zum Strand zu tuckern. Derweil fing ich Hercules wieder ein, der sich dazu entschieden hatte, dass das Gras vor dem Gatter deliziöser ist als dahinter und führte ihn zurück in seine Box. Es war kurz vor 10 Uhr als wir unsere erste kleine Pause machten (Pipi- und Trinkpause) und Tons meinte, dass sie einen Welpen gesehen hätte, der aussah wie Bernie. Ich hielt es für eine Spiegelung im Fenster, bis Tons den kleinen (allerdings ausgewachsenen) Hund auf dem Arm hielt und Nina über den Zaun reichte, die gerade die Hündinnen ausmistete. Die Kleine war anscheinend währenddessen ausgebüchst und hatte ihre Freiheit in vollen Zügen genossen.
    Danach haben wir Shauna auf die Koppel gebracht und Guinness, Hannah und Sparkles reingeholt. Diesen wuschen wir dann die Beine, was Tons recht nervenaufreibend fand. Als ich Guinness´ Beine –kurz vor unserer Pause- von dem ganzen Matsch befreite, kamen Amelia und Mike von der Trekkingtour zurück. Und mit ihnen völliges Chaos (bye bye geliebte Pause). Mit sich brachten sie nicht nur fünf dreckige Pferde, nein, auch noch eine Menge an Menschen, die wir zuvor noch nie gesehen hatten- darunter zwei Kinder, die sich später als Jack (6) und Chloe (9), Mikes Enkel, herausstellten. Somit herrschte reger Trubel. Die Ställe waren voll, sodass Athena, Adele und Silver mitten im Gang standen, Silver blutete aus irgendeinem Grund an der Schnauze und was die restlichen Leute anging, so begannen diese (laut Nina und einigen standfesten Beweisen) unsere Sachen zu durchwühlen (und das restliche Haus) sowie nach unseren Namen und Geburtsdaten zu fragen. Merkwürdig? Jap. Aber in diesem Moment unser kleinstes Problem. Wir begannen die Pferde abzusatteln, welche unruhig an ihrem Halfter zogen und auf die richtige Koppel zu bringen. Indessen verfütterte Jack seine Chips an alle möglichen Hunde.
    Kurz nach 12 Uhr machten wir dann unsere erste wirkliche Pause. Die fremden Menschen hatten das Haus wieder verlassen, lediglich die Kinder waren noch da und würden die Nacht in Ninas Zimmer verbringen, weshalb diese kurzerhand in unser Zimmer ziehen musste und Marines Bett bezog.
    Gegen zwei Uhr hatte Amelia einen erneuten Trek sowie eine Reitstunde, weshalb gegen halb vier kein einziges Pferd in der Scheune stand. Wir begannen mit ausmisten und Heu verteilen. Nach 20 Minuten kamen alle sieben Pferde zur gleichen Zeit zurück. Amelia half uns beim Absatteln und ich reinigte die verschiedenen Geschirre. Tons mistete indes noch aus oder half Amelia. Zum Schluss bürsteten wir jedes Pferd noch ab und zogen ihnen die Decken für die Nacht über. Abends warteten wir dann gemeinsam mit Nina im Zimmer auf das Abendessen, welches diesmal aus Fisch, Gemüse und Kartoffelstücken bestand. Später naschten wir noch ein Stück von Kates Schokotorte und dann schliefen wir erschöpft ein…
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  • Kerzen der Neuzeit

    17 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 6 °C

    Der Tag begann energielos und langsam- zumindest für uns. Ganz im Gegensatz zu Jack spielten wir nicht bereits um sieben mit Sherlock und knallten dabei alle möglichen Türen oder schrien durch das gesamte Haus mit starkem (und deshalb knuffigem) Akzent „Amelia!“ [Uhmilier], nein, wir blieben lieber bis 8 Uhr in unseren Betten und ließen uns Zeit- immerhin war heute nicht viel zu tun! Uhmilier hatte sich diesen Tag vollends frei genommen- schließlich war heute ihr Geburtstag. Und so fuhr sie auf dem neuen Quad mit Jack umher, während wir die Routine in zwei Stunden beendeten - wir hatte ja die Zeit! Außerdem kam Jack uns die ganze Zeit in die Quere, indem er uns irgendwas zeigen wollte oder unsere Hilfe beanspruchte. Nachdem wir mit MFK fertig waren, bürsteten wir alle sieben Pferde in der Scheune, wobei wir uns ebenfalls Zeit ließen.
    Zwischendurch tauchte eine junge hübsche Hündin auf, die Nina entkommen war und wir übergaben sie Amelia, sodass diese sie zu Nina und den restlichen Jagdhunden bringen könnte. Ansonsten verlief der Tag recht entspannt. Wir schauten Love, Simon im Wohnzimmer. Um vier zogen wir uns erneut um und liefen zu den Ställen. Eigentlich hatten wir mit Amelia ausgemacht, dass Marine die Abendschicht übernehmen würde, aber da diese immer noch nicht aus Dublin zurück war und es bereits dunkel wurde, begannen wir für sie die Pferde zu füttern und abzudecken (klingt komisch, aber heute fehlen mir einfach die Worte). Kurz nach 5 Uhr kam Marine von ihrem Ausflug nach Dublin zurück und brachte unser Geschenk für Amelia mit: ein Päckchen mit Seifen und eine Karte (keine Ahnung, warum keine Pepsi und Cola wie wir ausgemacht hatten, aber trotzdem gut). Also stellten wir uns zu viert in die Küche und warteten auf Amelia. Kate (ja, genau die Kate, der wir den durchgängigen Kartoffelbrei zu verdanken haben) schrieb ihr, dass wir sie dringend sprechen wollten und so musste Amelia wohl oder übel für uns nochmal aus ihrem warmen Bett steigen. In dieser doch recht langen Zeit luden Marine und ich uns Kerzenapps runter, da wir keine Kerzen zur Hand hatten.
    Und so trafen wir auf Amelia. Nina und ich mit den Handys in der Hand, auf welchen je eine Kerze brannte, Marine und Tons mit Feuerzeugen- wild entschlossen ein Ständchen zu singen. Wir kamen nur bis zum ersten „Happy Birthday“, bevor wir in schallendes Gelächter ausbrachen (wer das Lied kennt, und ich geh mal davon aus, dass das jeder tut, weiß, dass das die ersten zwei Worte sind). Dennoch, obwohl unsere schrägen Töne eher einem Hundegeheule glichen und wir weder Pepsi noch Schokolade schenkten, freute sich Amelia über ihr Geschenk und unsere Geste (zumindest versicherte sie uns das, bevor sie wieder zurück in ihr Bett kehrte). Zufrieden und erschöpft setzten wir uns vor unsere Heizung, um uns noch ein wenig zu unterhalten. Tons und ich würden die nächsten zwei Tage frei haben, weshalb wir beide noch recht spät Serien schauten und erst gegen 11 Uhr (hier ist das spät!) schlafen gingen…
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  • Alfie außer Rand und Band

    18 listopada 2019, Irlandia ⋅ ⛅ 7 °C

    Montag, einer unserer zwei freien Tage in dieser Woche und wir begannen ihn bereits um 7.30 Uhr mit einem gemütlichen Frühstück. Nina gesellte sich zu uns, bevor sie ihrer Arbeit nachging. Und genau dabei würden wir sie heute stören. Gemeinsam verließen wir das Haus und machten uns auf den Weg zu den Hunden (indessen Rüden), die von Nina gerade ausgemistet wurden. Nach ihnen, begann sie mit den Hündinnen, wobei Tons und ich diese beschäftigten, während sie ihrer Tätigkeit ausführte. Zu guter Letzt waren die Welpen an der Reihe. Darauf hatte ich mich schon Ewigkeiten gefreut. Die Tür ging auf und sieben kerngesunde Welpen (+ zwei Babysitterrüden) purzelten raus. Mit vorne dabei: Nala <3.
    Sowohl Antonia als auch ich freuten uns, die Kleinen wiederzusehen.
    Da so gutes Wetter war (und es anscheinend der letzte gute Tag sein sollte) beschlossen wir einen Spaziergang zu unternehmen.
    Sobald wir also fertig mit unserem Rundgang bei Hunden und Pferden waren, schlenderten wir zum Tor und bald darauf die Straße entlang.
    Nina kam nach einigen Minuten nach und so liefen wir von 11 Uhr bis 13 Uhr umher.
    Mittags ruhten wir noch etwas, bevor wir erneut mit Nina zu den Hunden gingen. In dieser Zeit tat es uns Marine gleich und nutzte ihre Pause für einen langen Spaziergang (selbe Strecke, wie wir sie gegangen waren). Dabei hat sie wirklich tolle Bilder gemacht (die ich im kommenden Footprint zeigen werde! Aber zuvor noch tausend Bilder von Nala, Frodo & Co).
    Wir blieben noch etwas draußen und unterhielten uns mit Nina, als Mick plötzlich Alfie raus ließ. Dieser begann aufgeregt das Futter auf den Boden zu fressen, wobei keiner der anderen Hunde ihm in die Quere kam (außer Heidi, die Rebellin!), sondern sich lieber zu Tons und Nina auf die Bank verzogen. Verwirrt erklärten wir Mick, dass Marine noch Pferde beim Ausmisten war und deshalb das Scheunentor noch offen stehen würde. Wer bei den letzten Beiträgen aufgepasst hat, weiß vermutlich, worauf ich hinaus will.
    Alfie dreht bei Pferden durch und Marine musste diese noch füttern und misten, was bedeutete, dass er dort auf keinen Fall hin durfte! Aber versucht das Mal einem aufgeregten zweijährigen belgischen Schäferhund klarzumachen. Mick jedenfalls meinte, dass er Alfie nicht wieder einsperren könne, da dieser bereits zu unruhig wäre. Wir sollten einfach einen Stock bei uns haben (einen normalen oder Gehstock), das wäre nämlich das einzige, vor dem er Respekt hätte. Und mit diesen Worten ließ er uns allein.
    Da standen oder saßen wir nun. Mit drei großen Hunden, die sich auf die Bank verkrümeln wollten, einem kleinen, dem alles egal war und einem Riesenhund, der Pferde angriff. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie angespannt die Stimmung war. Ich gab Marine Bescheid, dass Alfie draußen sei und wir versuchen würden, ihn abzulenken. Zunächst funktionierte mein Plan auch ganz gut.
    Sobald er Richtung Stall/Scheune lief, rief ich ihn zu mir und er versuchte stattdessen meinen Arm zu beißen oder mich anzuspringen (er beißt nicht fest, aber schön ist es trotzdem nicht). Wenn das nicht klappte, hielten wir ihn den Stock vor, sodass er sich in diesen verbeißen konnte.
    Aber auch das war nur für kurze Zeit eine Ablenkung.
    Ihr könnt euch sicher schon denken, worauf ich hinaus will. Alfie rannte zur offenen Scheune- und wir mit Stock hinterher. Als wir an den Ställen ankamen, war Alfie bereits mitten in der Scheune und rannte aufgeregt auf und ab. Marine versuchte ihn bereits durch Kommandos zu stoppen, doch hielt ihn das nicht lange auf. Keine Stalltür war offen gewesen, was schon mal einmal gut für uns und die Pferde war. Denn diese würden sicher durchdrehen, wenn Alfie deren Beine attackieren würde. Nina und ich holten die Leine und ich legte Alfie sein Halsband an. Widerwillig ließ er sich aus der Scheune führen, wobei er immer wieder auf meinen Arm einbiss. Das verbesserte die Situation nicht gerade. Wir zerrten Alfie mit uns, der sich stark wehrte und an der Leine riss und zog. Mit einer Hand versuchte ich die Leine zu halten, mit der anderen schob ich den Stock zwischen Alfie und meinen Arm. Nina half mir derweil Alfie zu drehen, der sich immer wieder gegen uns auflehnte und zurück zur Scheune wollte. Inzwischen hatten wir den halben Weg geschafft.
    Irgendwie schaffte Alfie jedoch sich auf seinem Halsband zu winden und zurück zur Scheune zu rennen- und wir hinterher. Erneut legte ich ihm sein Halsband an und wir zogen ihn aus der Scheune (Marine konnte nicht weitermachen, solange er draußen war). Gemeinsam mit Nina hielt ich seine Leine und einige Meter (40m) vor der Scheune blieben wir stehen. Wir wussten beide, dass es uns nicht half weiterzugehen. Alfie riss so stark an der Leine, dass er uns wieder entwischen würde. Er war viel zu nervös, frustriert und aufgeregt. Würden wir mehr ziehen, würde das die Chance erhöhen, dass er uns beißen würde. Also versuchten wir ihn zu beruhigen. Marine war währenddessen zu uns getreten und ich bat sie, Mick anzurufen. Er hätte Alfie womöglich eher unter Kontrolle und könne ihn zurück in seinen Käfig führen. Erst jetzt fiel mir auf, dass Tons die ganze Zeit über gar nicht bei uns gewesen war.
    Einige Zeit später tauchte dann Mick auf und nahm uns Alfie ab. Antonia stieß ebenfalls zu uns. Erschöpft liefen wir zurück zur Scheune, wo Marine bereits wieder ihrer Arbeit nachging. Tons half ihr noch etwas, während Nina und ich ins Haus liefen.
    Am Abend gab es (zu aller Enttäuschung) Hackfleisch mit (wer errät es? Richtig!) Kartoffelbrei, worüber wir alles andere als erpicht waren...
    Danach schauten wir zusammen mit Nina (Marine war zu müde) "Sterben muss gelernt sein" und gingen dann ins Bett...
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