• Petra Eichhorn
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  • Petra Eichhorn

Weltreise 2025 mit AIDAdiva

Et 134-dags eventyr af Petra Læs mere
  • Busan, Südkorea 🇰🇷

    12. januar, Sydkorea ⋅ 🌬 5 °C

    Kunst, Kultur & spektakuläre Aussichten

    Heute fühlten wir uns wie Schatzsucher auf einer kleinen Schnitzeljagd: Bus rein, Bus raus, und dazwischen immer wieder zu Fuß, die Kamera griffbereit.

    Unser erstes Ziel war das Huinnyeoul Kulturdorf. Die Gassen wanden sich wie ein Labyrinth aus bunten Häusern, und immer wieder öffnete sich der Blick aufs Meer. Wer hier verschwand, tauchte angeblich nie wieder auf – wir haben uns zum Glück gut orientiert, und jede Ecke bot neue Fotomotive, die wir gierig einsammelten.

    Weiter ging es ins Kangkangee-Dorf, mitten ins alte Werft- und Industriegebiet von Daepyeong-dong. Im Junkhouse, einem Lagerhaus aus den 1930ern, verwandelte sich die raue Werftwelt plötzlich in Kunst: alte Maschinen und Schiffsbauteile tauchten in warmen Braun- und Orangetönen an den Wänden wieder auf. Manchmal hätten wir fast vergessen, dass wir noch weiter mussten – so sehr zog uns die Mischung aus Geschichte und Kreativität in den Bann.

    Und dann – mitten auf dem Weg zur Brücke – ein süßer Zwischenstopp: unser Reiseleiter zauberte Kkwabaegi – das sind koreanische Zucker-Spritzkuchen hervor, und wir waren sofort hin und weg. Ein perfekter Moment zwischen Motoren, Schrauben und ölverschmierten Relikten der Werft.

    Die Yeongdodaegyo-Brücke kam uns dann fast wie ein Kunstwerk aus Stahl vor.

    Von der Aussichtsplattform der Lotte Mall genossen wir dann Busan wie auf einem Tablett – Stadt, Hafen, Küste.

    Ein kurzer Abstecher in den Bahnhof auf Kaffee, ein kleiner Spaziergang durch Chinatown, und schon ging es zurück zum Schiff.

    Beim Auslaufen funkelte die Gwangan-Brücke in allen Farben über dem Wasser, als wolle sie uns noch ein Stück begleiten.

    Unterm Strich: ein Tag voller Kontraste – Labyrinth-Gassen, Werftkunst, funkelnde Brücken, unterbrochen von kleinen Genussmomenten. Genau die Mischung, die wir lieben.

    Nächste Etappe: 681 Seemeilen (1.262 km) bis Tokio, Japan 🇯🇵
    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 32

    10. januar, Philippinensee ⋅ 🌬 15 °C

    Zwischen Ozean und Aufbruch

    Der Tag beginnt ruhig mit einem Frühstück, bei dem wir mehr über Pläne als über Müsli und Obstsalat sprechen. Japan rückt näher, also recherchieren wir, vergleichen Routen und halten Ideen fest – gedanklich sind wir längst zwischen Tokio-Straßen und Hafenpromenaden unterwegs.

    Dann wird es ernst: Vor der Vulkaninsel Hachijō-jima muss ein Gast per Helikopter ausgeschifft werden. An Bord ist die Situation spürbar, alles wirkt für eine Weile stiller und konzentrierter. Man merkt, wie schnell sich hier draußen Gelassenheit in Ernst verwandeln kann.

    Später holen wir uns beim Vortrag über Tokio wieder ein Stück Zukunft ins Jetzt. Bilder von Vierteln, Menschen und Lichtern mischen sich mit dem Blick auf den endlosen Pazifik.

    So bleibt dieser Seetag ruhig, nachdenklich und zugleich voller Vorfreude – ein Tag zwischen Ozean und Aufbruch.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 31

    10. januar, Sydkorea ⋅ 🌬 6 °C

    Unsere Route – irgendwo zwischen Gestern und Japan

    Um 10:00 Uhr meldet sich der Kapitän: Morgen um 8:00 Uhr erreichen wir Busan, bis 18:00 Uhr bleibt Zeit an Land. Bis dahin ziehen Kyushu mit seinen neun Provinzen und der 1.592 Meter hohe Vulkan Aso an uns vorbei, ebenso Nagasaki, wo die Prima einst gebaut wurde.

    Seit wir Hawaii hinter uns gelassen haben, fühlt sich jeder Tag ein bisschen an wie eine Seite in einem Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen will. Wir sind mitten auf dem Pazifik, umgeben von nichts als Wasser, Himmel und diesem leisen Brummen der AIDAdiva.

    Die Seetage ziehen vorbei, aber sie sind alles andere als leer. Mal schaukelt uns das Meer kräftig durch, mal liegt es da wie frisch gebügelt. Wir stolpern leicht durch die Gänge, lachen darüber und merken, wie schnell man sich an dieses schwimmende Leben gewöhnt.

    Frühstück wird zur Lagebesprechung, Spaziergänge auf Deck 5 zu kleinen Abenteuern und jeder Blick nach draußen zu einer stillen Erinnerung daran, wie weit wir wirklich weg sind.

    Währenddessen wächst Japan in unseren Gedanken immer mehr. Wir planen, verwerfen, planen neu, träumen uns durch Tokio, Häfen und Inseln, während draußen nur der Ozean zu sehen ist. Genau das macht es so spannend: Wir sind noch mitten im Nichts – und doch schon kurz vor allem. Aber zuerst geht es morgen nach Busan.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 30

    9. januar, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 16 °C

    Wenn das Meer mitredet

    Wir sind heute früh auf den Beinen, doch das Frühstück im Kiss kann unsere Erwartungen nicht halten. Also zurück auf die Kabine, während draußen drei bis vier Meter hohe Wellen zeigen, dass der Pazifik heute eindeutig mitreden will.

    Der Kapitän bringt gute Nachrichten: Am 12. Januar werden wir wie geplant in Busan ankommen. Mit dieser Sicherheit im Rücken widmen wir uns unseren Japan-Plänen, sortieren Ausflüge, Ideen und Fotowünsche – ein ruhiger Gegenpol zum wogenden Meer.

    Der Tag bleibt insgesamt ruhig. Wir drehen wie gewohnt unsere Runden auf Deck 5, begleitet von einem Regenbogen, der wirklich seinesgleichen sucht. Während das Schiff unermüdlich arbeitet, bewegen wir uns vorsichtig durch die Gänge, und hin und wieder geraten Tassen, Stühle – und auch wir – sanft ins Rutschen.

    Am Abend glänzt im Theater der „Stern der Meere“. Die Casting-Show mit Publikums-Voting sorgt für Spannung, Applaus und viele Lacher.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 29

    8. januar, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 17 °C

    Das Land ist da, doch wir bleiben noch unterwegs

    Der Vormittag beginnt mit einem kleinen Versprechen am Horizont: Japan ist in Sicht. Kobe zeigt sich, noch auf Abstand, fast so, als wolle es uns nur kurz zuwinken. An Land gehen wir erst am 12. Januar – und genau das macht diesen Moment so besonders. Wir sehen es, wissen es, lassen uns aber noch Zeit.

    In der Hafen Lounge sortieren wir Fotos, ordnen Erinnerungen und hören beim Vortrag Faszination Korea aufmerksam zu. Gedanken reisen schon voraus, während wir körperlich noch ganz auf See sind. Ein paar Runden Laufen auf Deck 5 bringen frische Luft und Weite in den Kopf – Meer links, Meer rechts, und irgendwo dazwischen wir.

    Der Tag fließt ruhig dahin. Wir streifen über das Schiff, entdecken erneut diese stillen Plätze, an denen man einfach stehen bleibt, schaut und merkt, wie angenehm es ist, nichts vorhaben zu müssen. Kein Zeitdruck, kein Ziel – nur dieses sanfte Gleiten durch den Tag.

    Am Nachmittag treffen sich die Weltreisenden der 2099/20 zur Filmvorführung der AIDAaura. Die Zusammenfassung der Reise ist überraschend berührend. Bilder, Etappen, Wege – und plötzlich wird klar, wie viel bereits hinter uns liegt. Ein Rückblick, der stolz macht und zugleich neugierig auf das, was noch kommt.

    Abends dann Theater: die Krimikomödie „Der Mönch mit der Klatsche“ mit Michaela Schaffrath und Stefan Keim. Skurril, witzig, leicht – genau richtig, um den Tag mit einem Lächeln zu beenden.

    Fazit: Ein Seetag voller leiser Momente. Das Land ist nah, die Neugier wächst – aber wir lassen uns Zeit. Denn manchmal ist das Unterwegssein selbst das Schönste.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 28

    7. januar, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 19 °C

    Wenn nichts passiert – und genau das reicht

    Wir haben den Seetag ausgepackt wie ein Geschenk ohne Gebrauchsanweisung. Durch die nächtliche Zeitumstellung gab es eine Stunde extra – die wir dankbar angenommen und sehr souverän vertrödelt haben. Das Meer lag ruhig, der Kaffee schmeckte nach „kein Termin“, und der Horizont war zuverlässig an seinem Platz.

    Der Tag floss dahin: ein bisschen schauen, ein bisschen schlendern, immer wieder stehen bleiben, weil man eigentlich nirgendwo hinmusste. Seetag eben – erstaunlich erfüllend, obwohl offiziell nichts passiert ist.

    Nach langer Pause brachten die AIDA Stars mal wieder eine Show auf die Bühne, die uns ganz selbstverständlich in den Abend mitnahm. Danach saßen wir noch gemütlich beim Abendessen, ließen Gespräche und Eindrücke nachklingen und verabschiedeten den Tag in aller Ruhe.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 27

    6. januar, Pazifischer Ozean ⋅ ☁️ 21 °C

    Bordleben in freier Wildbahn

    Wir wachen auf und stellen fest: Das Schiff fährt noch, das Meer ist da, wir auch – perfekte Ausgangslage. Draußen 24 Grad, drinnen die leise Frage, wie man aus einem Seetag ein kleines Abenteuer macht. Spoiler: Das Schiff hilft kräftig mit.

    Der Vormittag fühlt sich an wie ein gut sortierter Bauchladen aus Ideen. Champagner-Tasting hier, Sauna-Challenge dort, Workshops, Vorträge und irgendwo dazwischen wir, die so tun, als hätten wir einen festen Plan. Haben wir nicht. Und das ist auch gut so.

    Punkt 12 Uhr ertönt das Typhon. Ein Ton, der sagt: Jetzt wird gegessen. Maritimer kann eine Essensglocke kaum sein. Danach treiben wir weiter durchs Schiff, beobachten Mitreisende mit sehr ehrgeizigen Tagesplänen und sind ein bisschen stolz auf unsere entspannte Disziplin im Nichtstun.

    Am Abend übernimmt die Sonne das Unterhaltungsprogramm, taucht Meer und Heck in Gold und erinnert uns daran, dass man für große Momente manchmal nur stehen bleiben muss. Später noch etwas Magie im Theatrium – wir wissen, dass es Tricks sind, lassen uns aber gerne reinlegen.

    Fazit des Tages: Wir haben nichts verpasst, obwohl wir nicht überall waren. Ein Seetag, der beweist, dass Fantasie auch dann funktioniert, wenn man sich keinen Meter bewegt.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 26

    5. januar, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    Der Tag beginnt ruhig, warm und mit 24 Grad schon fast verdächtig freundlich. Um 06:49 Uhr liegt der Pazifik wellig vor uns, als hätte er beschlossen, heute keinen Unsinn zu machen. Noch 4.283 Seemeilen trennen uns von Busan – eine Zahl, die beeindruckt, aber niemanden aus der Ruhe bringt. Wir haben Zeit. Und Meer.

    In der Nacht dürfen wir sogar eine Stunde zurückdrehen. Von 03:00 auf 02:00 Uhr – ein kleines Geschenk, das wir dankbar annehmen. Mehr Schlaf an Bord zählt eindeutig zu den besseren Formen von Luxus.

    Willkommen in der Zeitzone von Suva, UTC +12 – klingt exotisch und fühlt sich ein bisschen nach „wir sind wirklich weit weg“ an.

    Der Bordalltag läuft währenddessen auf Hochtouren. Überall Programme, Einladungen, Workshops, Vorträge, Musik, Tanz und Stempel, Stempel, Stempel.
    Japan rückt näher, sogar die Yen liegen schon bereit an der Rezeption. Man könnte meinen, das Schiff möchte sicherstellen, dass wirklich niemand auch nur eine Minute Langeweile bekommt.

    Wir lassen uns davon treiben, picken hier und da etwas heraus und lassen den Rest einfach vorbeiziehen – wie Wolken am Horizont.

    Zwischen Weinwissen, Literatur, Heinz-Erhardt-Humor und Tanzmusik bleibt genug Raum für das Wesentliche: über Deck schlendern, aufs Wasser schauen, Gedanken sortieren. Der Pazifik macht dabei einen ziemlich guten Job als Zuhörer.

    Abends wird es lebendiger, Musik liegt in der Luft, irgendwo wird getanzt, gelacht und diskutiert, ob man nun noch einen Programmpunkt schafft oder lieber den Tag leise ausklingen lässt.

    Ein klassischer Seetag also. Kein Hafen, kein Land in Sicht – und genau das macht ihn so wertvoll. Wir schippern weiter Richtung Osten und der leisen Vorfreude auf das, was vor uns liegt.

    Ahoichen 🚢
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  • 4. Januar - Der Tag, den es nicht gibt

    4. januar, Pazifischer Ozean ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute halten wir die neueste Ausgabe der AIDAweltreise Heute in den Händen – frisch gedruckt, brandaktuell und mit einer kleinen Sensation auf der Titelseite: Zeitreise geglückt! Offenbar sind
    wir irgendwo zwischen Pazifik, Datumsgrenze und guter Laune direkt im Jahr 1988 gelandet. Ob das jetzt an der Route liegt oder am Bordprogramm, lässt sich nicht eindeutig klären.

    Fakt ist: Der 4. Januar findet in dieser Zeitung schlicht nicht statt. Übersprungen. Ausradiert. Vermutlich beim Satz verloren gegangen. Die Datumsgrenze hat kurzerhand beschlossen, einen ganzen Tag einzukassieren. Wir nehmen das sportlich – weniger Kalender, gleiche Erinnerungen.

    Die Zeitung weiß natürlich genau, was heute wichtig ist: Schulterpolster-Feeling, 80er-Vibes und der dezente Hinweis, dass WLAN 1986 noch kein Thema war. Dafür aber Musik, Feuerwerk, große Gefühle und dieses besondere „Früher-war-alles-irgendwie-auch-nicht-ruhiger“-Gefühl. Der Blick aufs Meer passt erstaunlich gut dazu – zeitlos eben.

    Während wir durch die Seiten blättern, merken wir: Diese Fake-Zeitung ist erstaunlich treffsicher. Sie tut so, als wüsste sie genau, wo wir gerade sind – irgendwo zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Pazifik. Und während draußen das Meer ruhig seine Runden zieht, reist der Kalender fröhlich durcheinander.

    Am Ende bleibt die Erkenntnis:
    Ein Tag, den es offiziell nicht gibt, kann trotzdem Schlagzeilen machen.
    Und wir sind live dabei – exklusiv, auf hoher See, mit bester Aussicht.

    Extraausgabe abgeschlossen. Weiterfahrt folgt. 🛳️🕰️
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  • Seetag 25

    3. januar, Pazifischer Ozean ⋅ ☁️ 25 °C

    Zwischen gestern und morgen – ein Tag weniger auf See

    24 Grad, ein milder Morgen und um 07:14 Uhr ein Sonnenaufgang, der das Meer in sanftes Licht taucht. Vor uns liegen noch 4.283 Seemeilen bis Busan – genug Zeit, um zur Ruhe zu kommen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Es ist inzwischen unser 25. Seetag, und man merkt: Der Rhythmus an Bord hat uns längst eingefangen.

    Dieser Tag hat es allerdings in sich, denn wir spielen ein wenig mit der Zeit. In der Nacht stellen wir die Uhren von 03:00 auf 02:00 Uhr zurück und wechseln in die Zeitzone von Pago Pago. Und als wäre das nicht schon verwirrend genug, überspringen wir beim Überqueren der Datumsgrenze gleich den 4. Januar komplett. Ein ganzer Tag verschwindet einfach – kommt auch nicht oft vor, dass man Zeit verliert, ohne etwas dafür zu können.

    Wir lassen den Tag entspannt angehen. Frühstück ohne Eile, ein paar Runden an der frischen Luft, das Meer als ständiger Begleiter. Nebenbei werden Fotos sortiert, Notizen ergänzt und Alltägliches erledigt – auch solche Dinge gehören auf See ganz selbstverständlich dazu.

    Am Vormittag läuft für die Crew eine Sicherheitsübung, für uns ein stiller Hinweis darauf, wie viel Organisation im Hintergrund nötig ist, damit wir uns hier so sorglos treiben lassen können. Der Service ist etwas ruhiger, das Tempo insgesamt angenehm gedrosselt – passt gut zu einem Seetag zwischen den Zeiten.

    Am Abend wird es dann wieder lebendiger. Musik, Shows und schließlich der große Moment um Mitternacht: Gemeinsam springen wir über die Datumsgrenze direkt in den 5. Januar. Ein Schritt nach vorn, ein Tag weniger im Kalender – und wieder ein kleines Kapitel mehr in dieser Reise, die uns immer weiter Richtung Asien trägt.

    Ahoichen 🚢
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  • Honolulu/Seetag

    2. januar, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 25 °C

    Nachdem wir gestern Mittag vom medizinischen Notfall erfahren hatten und der Kurs Richtung Honolulu feststand, lief in der Nacht alles ruhig ab. Innerhalb einer Stunde war alles geregelt, und schon konnten wir wieder Kurs auf Busan nehmen.

    Um zehn Uhr meldet sich wie gewohnt der Kapitän, doch auch heute gibt es noch keine Neuigkeiten zum weiteren Verlauf – erst müssen Wetter und Bedingungen geprüft werden, Spannung inklusive, wie immer auf See.

    Wir vertreiben uns die Zeit mit dem, was sich an Bord bewährt hat: Runden auf Deck 5, ein bisschen Ordnung in der Kabine, das Übliche eben. Und zwischen Weihnachten und Neujahr wäscht man ja bekanntlich nicht – alte Regeln, ein stiller Gruß an das neue Jahr.

    Zum Abschluss ein gedanklicher Abstecher ins Theater: Die Krimiautorin Elisabeth Herrmann hat dort heute gelesen und uns mit Spannung, Humor und dem beruhigenden Gefühl zurückgelassen, dass Mord doch am schönsten ist, wenn er nur auf Papier stattfindet.
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  • Honolulu/Seetag/Honolulu, USA 🇺🇸

    1. januar, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    In den nächsten Tagen wird es bei uns etwas ruhiger. Nach den vielen Eindrücken können wir erst einmal wieder durchatmen und neue Kraft für die kommenden Häfen sammeln. Eine gute Gelegenheit, den Blog weiterzuschreiben, Erlebtes in Ruhe festzuhalten und die Fotos zu sortieren – Dinge, die Zeit brauchen und helfen, die Reise noch einmal bewusst nachzuspüren.

    Um 14:45 Uhr kommt eine wichtige Durchsage vom Kapitän: Zwei medizinische Notfälle an Bord. Es steht zur Debatte, ob ein Hubschrauber zu uns geschickt wird oder wir umkehren müssen. Wegen des starken Winds fällt die Entscheidung schließlich eindeutig aus – wir laufen zurück nach Honolulu. Damit steht auch fest: Ein Tag in Busan fällt aus. Nicht schön, aber Sicherheit geht vor.

    Um 15:30 Uhr drehen wir noch ein paar Runden auf Deck 5. Bewegung, frische Luft und der Blick aufs Meer helfen, die Gedanken zu ordnen.

    Am Abend sitzen wir um 20:30 Uhr im Theater und lassen uns von Gastkünstler Daniel Bornhäußer verzaubern. Ein stimmiger Abschluss für einen Tag mit unerwarteten Wendungen, bevor um 2:45 Uhr die Ausschiffung im Hafen von Honolulu ansteht.
    Ahoichen 🚢
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  • Honolulu

    31. december 2025, Forenede Stater ⋅ 🌙 23 °C

    Honolulu, Ohau, Hawaii 🌺

    Mit dem Taxi fahren wir zum Puowaina – Punchbowl Crater, ganz bewusst zu einem Ort, den wir in Honolulu noch nicht kannten.

    Oben angekommen liegt vor uns der National Memorial Cemetery of the Pacific: eine weitläufige, sehr gepflegte Anlage, still und würdevoll, mit einer Atmosphäre, die automatisch leiser macht.

    Dazu öffnet sich ein weiter Blick über die Stadt bis hinaus zum Meer. Das Wetter spielt dabei seine ganz eigene Rolle – Sonne, Wolken und immer wieder auftauchende Regenbögen wechseln sich ab und verleihen dem Ort eine besondere, fast feierliche Stimmung.

    Von hier aus geht es bergab, zu Fuß, durch Chinatown in Richtung Meer. Mit jedem Schritt wird es lebendiger, bunter und lauter, bis wir schließlich den Zugang mit den Surfbrettern zum berühmten Waikīkī-Strand erreichen.

    Wir laufen über den gut gefüllten Strand, schauen uns um und nehmen das bunte Treiben in uns auf – Menschen überall, das Wasser dicht bevölkert, Energie pur. Ein Ort voller Leben, der fasziniert, auch ohne dass wir uns irgendwo niederlassen müssen.

    Zwischendurch schlendern wir durch die Malls, trinken einen Kaffee und lassen uns einfach treiben.

    Auf dem Rückweg folgen wir den Stränden in Richtung Hafen. Viele haben sich bereits ihren Platz für die Silvesternacht gesichert: Decken, Taschen und geduldige Blicke aufs Wasser. In der Luft liegt diese ruhige Vorfreude, ein gemeinsames Warten auf das, was noch kommt.

    Nach dem Abendbrot besuchen wir im Theater die Aufführung einer hawaiianischen Tanzgruppe. Die fließenden, ruhigen und zugleich kraftvollen Bewegungen erzählen ihre Geschichten ganz ohne Worte – ein stimmungsvoller Übergang vom Tag in den Abend.

    Um halb zehn wird schließlich die Silvesterparty eröffnet. Ein langer, abwechslungsreicher Tag geht zu Ende – und wir sind mittendrin, bereit für den letzten Abschnitt dieses Jahres.

    Das Feuerwerk über der Stadt ist großartig und läutet das neue Jahr 2026 würdig ein.

    🍀🥂Wir wünschen euch einen guten Rutsch und alles Gute für 2026! 🥂🍀

    Aktuelle Etappe: 4.283 Seemeilen, 7.932 Kilometer.

    Ahoichen 🚢
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  • Kahului, Maui, Hawaii 🌺

    30. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 24 °C

    Wailuku – Planlos geplant

    Schon beim Ankommen wird klar: Im Hafen gibt es heute keinerlei externe Anbieter für Ausflüge. Kein Stand, keine Alternative, nichts. Dazu passt das Wetter – stark bewölkt, dazu weht vom Wasser her ein kräftiger Wind. Nicht ungemütlich, aber auch nicht gerade einladend.

    Unsere Liegezeit: 8:00 bis 21:00 Uhr. Eigentlich wollten wir ganz entspannt mit dem Taxi in den rund fünf Kilometer entfernten Historic District von Wailuku fahren. Eigentlich. Die Taxis am Terminal weigern sich, die Dame versteht uns auffallend schlecht und bedient lieber Menschen auf dem Weg zum Flughafen. Am Busterminal sieht es nicht besser aus. Aloha-Gefühl? Heute eher Fehlanzeige – weder von AIDA noch vor Ort besonders viel Unterstützung.

    Also Plan D: Uber. Das klappt problemlos und bringt uns zum Bailey House Museum. Leider noch geschlossen, aber von außen zumindest fototauglich. Gleich um die Ecke entdecken wir die Ka‘ahumanu Church, die derzeit renoviert wird.

    Den Historic District selbst finden wir erst nach einem Abstecher in die örtliche Bücherei, wo man uns freundlich den Weg erklärt.

    Die Straße laufen wir anschließend mehrmals auf und ab – überschaubar, ruhig und schneller erkundet als gedacht.
    Zurück geht es zu Fuß, begleitet vom Wind vom Wasser.

    Eine willkommene Pause legen wir bei Stillwell’s Bakery & Café ein, bevor wir zu den Maui Nui Botanical Gardens laufen. Sehr klein, schnell gesehen.

    Zum Abschluss landen wir noch in einer Mall, bevor es zurück zum Schiff geht.
    Kein großer Highlight-Tag, dafür viele kleine Umwege – und die Erkenntnis, dass zwölf Kilometer mit kräftigem Seewind deutlich länger wirken können als gedacht.

    Nächste Etappe: 107 Seemeilen, 199 km bis Honolulu, Oahu, Hawaii 🌺, USA 🇺🇸.

    Ahoichen 🚢
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  • Hilo, Big Island, Hawaii 🌺

    29. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 21 °C

    Weite, Dampf und stille Entdeckungen.

    Noch im Terminal buchen wir uns die Ultimate Volcanoes National Park Tour. Um 9:30 Uhr sitzen wir im Bus, Dennis am Steuer – unser Fahrer und Guide. Er macht beides wirklich gut: ruhig, aufmerksam, mit genau dem richtigen Maß an Informationen. Dazu läuft im Hintergrund tolle Country Music, die perfekt zu dieser Landschaft passt.

    Am Onekahakaha Beach Park empfangen uns schwarzer Sand, das Meer und ein wenig Wind.

    Danach ein kurzer Halt bei Big Island Candies, bevor sich die Landschaft zunehmend verändert. Die Farben werden dunkler, die Flächen weiter, alles wirkt offener und karger zugleich.

    Im Volcanoes National Park halten wir an mehreren Stellen an. Immer wieder Overlooks, von denen aus wir auf Krater, Lavafelder und diese gewaltige Weite schauen.

    Der Kilauea liegt ruhig vor uns, riesig und kaum zu erfassen. In der Ferne steigt regelmäßig Dampf aus dem Krater auf, und an vielen Stellen tritt warmer Dampf aus dem Boden, ein stilles Zeichen dafür, dass unter uns alles in Bewegung bleibt.

    Im Thurston Lava Tube wechseln wir kurz die Perspektive und gehen durch die kühle, dunkle Röhre, bevor draußen wieder Licht und Wärme warten.

    Danach noch ein Besuch im Visitor Center, der das Gesehene gut ergänzt.

    Zum Abschluss machen wir einen Abstecher zu den Rainbow Falls. Auch wenn wir sie schon gestern gesehen haben, wirken sie heute nach all dem Schwarz und Grau besonders schön.

    Wir steigen am Liliʻuokalani Japanese Garden in Hilo aus und lassen die Ruhe und die kleinen Details des Gartens auf uns wirken.

    Auf dem Rückweg zum Schiff tauchen noch Schildkröten im Wasser auf, die den Abschied von der Insel ein wenig schwerer machen.

    Ein großartiger Tag geht zu Ende. Wir haben fast alles gesehen, was wir uns für diesen Tag gewünscht haben – getragen von einer Landschaft, die beeindruckt, ohne laut zu sein, einem Guide, der genau wusste, wann Worte nötig sind und wann nicht, und einer Musik, die den Tag stimmig begleitet hat.

    Gegen 20:00 Uhr verlassen wir den Hafen von Hilo. Unsere nächsten Etappe: 130 Seemeilen (241 km) bis Kahului auf Maui.

    Ahoichen 🚢
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  • Hilo, Big Island, Hawaii 🌺

    28. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 24 °C

    Hilo zu Fuß: Ruhe, Wasser und lebendige Ecken

    Der Tag beginnt mit einer kleinen Rettungsaktion: Ein Jungvogel hat sich auf unser Schiff verirrt. Er kann von der Reling nicht starten, also wickeln wir ihn kurzerhand in eine Jacke und schmeißen ihn vorsichtig auf den Ozean – er muss ja Auftrieb haben. Ohne diese kleine Hilfe würde er sonst einfach auf dem Schiff sitzen bleiben.

    Wir machen uns später zu Fuß auf den Weg, weil es keinen Shuttle und kein Taxi gibt – ziemlich enttäuschend, da es doch ein gutes Stück bis in die Stadt ist.

    Unser erster Weg führt uns in den Wailoa River State Recreation Area. An einer der geschwungenen Brücken halten wir inne. Perfekte Linien, ruhige Motive, alte Bäume, die Schatten spenden und dem Park Gelassenheit verleihen.

    Zwischen den Wegen stoßen wir auf Denkmäler. Neben Kriegsdenkmälern erinnert ein Mahnmal an die Tsunamis, die Hilo erschütterten. Wir bleiben stehen, werden still – der Ort bekommt plötzlich Tiefe.

    Auch die King-Kamehameha-Statue steht majestätisch da. Der König, der einst die Inseln vereinte, scheint uns ohne Worte ein Stück Geschichte und Stolz zu vermitteln.

    Entlang der Kamehameha Avenue geht es weiter in die Altstadt. Alles wirkt verschlafen, sympathisch. An einigen Stellen sind noch Grundrisse von Häusern zu erkennen – stille Zeugen vergangener Zeiten.

    Dann ziehen wir weiter zu den Rainbow Falls. Am Lookout stürzen die Wassermassen in die Tiefe. Wir schauen eine Weile zu, nehmen die gestuften Kaskaden auf – Worte wirken hier überflüssig.

    Auf dem Rückweg durch die Altstadt spüren wir erneut Ruhe, bevor es auf dem Hilo Farmers Market lebendig wird: Farben, Düfte, Stimmen – hier schlägt das Herz der Stadt. Durch den Bayfront Park und den Mo‘oheau Park geht es weiter, bis wir ganz selbstverständlich zurück zum Schiff finden.

    Am Abend spielen lokale Künstler auf dem Pooldeck. Musik liegt in der Luft, der Tag klingt aus – und wir denken: selbst am Ende der Welt sammelt man Geschichten, die bleiben.
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  • Nawiliwili, Hawaii 🌺

    27. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute stand ein klarer Plan fest: Das Lighthouse musste her. Früh machten wir uns auf den Weg, spazierten an Kalapaki Beach vorbei und entlang der Nawiliwili Bay. Fast wie ein Geschenk entdeckten wir am Ende der Promenade einen Fahrstuhl, der uns hinauf zum Ocean Course at Hōkūala brachte.

    Oben angekommen lag Kauaʻi zu unseren Füßen: Strand, Meer und unsere AIDA – ein Auftakt, der schon die Vorfreude auf alles Kommende steigerte.

    Eigentlich sollte es weiter zum Ninini Point Lighthouse gehen, dem idealen Platz für Flugzeuge, Vögel und Fotos. Doch der Weg über den privat geführten Golfplatz machte uns einen Strich durch die Rechnung.

    Am Golfplatz gackerten Gänse wie kleine Wachen, zischten uns hinterher und machten uns klar, dass wir ihre Domäne betreten hatten. Überall kleine, lebendige Szenen, die uns immer wieder zum Lachen brachten – ein tierisches Abenteuer mitten in der Stadt.

    Also Plan B: zu Fuß weiter nach Līhuʻe. Die Stadt macht kein großes Aufheben um sich, hält aber dennoch ein paar kleine Entdeckungen für uns bereit.

    Kaffeezeit! Im Rainbeau Jo’s animierte der Besitzer das Publikum lautstark, charmant und mit vollem Einsatz. Ein Schauspiel für alle, die gerade einen Espresso genossen.

    Auf dem Rückweg hatten wir Glück: Ein Einheimischer nahm uns mit zur Harbour Mall. Ein bisschen Bummeln, ein bisschen Strand – alles sehr entspannt, fast wie ein kleiner Urlaub im Urlaub.

    Und dann der Höhepunkt: doch noch der Abstecher zum Kuki‘i Point Lighthouse.
    Aussicht, Wind, Meer – einfach das Beste aus unserem Kauaʻi-Aufenthalt.

    Zurück an Bord ließen wir die Eindrücke sacken, bevor kurz nach 17:00 Uhr Leinen los Richtung Hilo hieß – voller Bilder, Geschichten und dem Gefühl, Kauaʻi perfekt erlebt zu haben.

    Nächste Etappe 130 Seemeilen (241 km) bis Kahului, Maui, Hawaii 🌺, USA 🇺🇸.

    Ahoichen🚢
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  • Seetag

    26. december 2025, Forenede Stater ⋅ ⛅ 23 °C

    2. Weihnachtstag

    Heute war ein ruhiger Seetag, einer von denen, die mehr zwischen den Zeilen passieren als auf dem Plan.

    Am Vormittag stand für uns alle die Seenotrettungsübung an. Pflichtprogramm und trotzdem dieses stille Gefühl von Sicherheit, weil man weiß: Falls es nötig wäre, wüssten wir, was zu tun ist. Danach wirkte das Schiff fast ein wenig gelöster, als hätte es einmal tief durchgeatmet.

    Dazwischen lief der Tag in seinem eigenen, sanften Rhythmus weiter. Wir waren viel draußen, ließen den Blick über das Meer wandern. Nicht laut, eher leise.

    Am Abend dann ein kleiner, aber besonderer Moment: Wir liefen in Honolulu ein. Kein langer Aufenthalt, eher ein Zwischenstopp mit praktischer Mission – der Müll durfte von Bord. Klingt unspektakulär, fühlt sich aber irgendwie nach Ankommen an, auch wenn wir gleich weiterfahren. Ein Hauch von Lichtern, ein bisschen Landgeruch, und schon heißt es wieder: Leinen los Richtung Kauai.

    So endet dieser Tag – ruhig, ein wenig wehmütig, aber getragen von dem Wissen, dass wir unterwegs sind, zusammen, und dass genau das im Moment zählt.
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  • Seetag

    25. december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 22 °C

    1. Weihnachtsfeiertag

    Wir werden heute früh von lieben Glückwünschen geweckt, sogar kleine Geschenke haben ihren Weg zu uns gefunden. Ein Geburtstag auf See fühlt sich gleich ein bisschen feierlicher an, noch bevor wir beim Frühstück sitzen.

    Kurz darauf liefert der Himmel sein eigenes Geschenk: Ein kompletter doppelter Regenbogen spannt sich über das Meer direkt über dem Schiff. Wenn Engel reisen, dann offenbar mit Farbfächer.

    Um 10 Uhr hören wir vom Kapitän die gewohnte Morgenansprache. Neben Wetter und Tagesablauf geht es um erstaunliche Entdeckungen aus der Tiefsee: Sauerstoff an Orten, wo man ihn nicht vermutet hätte, erzeugt von Pflanzen. Selbst der Ozean scheint heute gratulieren zu wollen.

    Am Abend, gegen 20:30 Uhr, zieht es uns ins Theatrium. Crewmitglieder aus unterschiedlichsten Ländern und über fünf Kontinente hinweg bringen Lieder aus ihrer Heimat auf die Bühne und sorgen für internationale Weihnachtsstimmung.

    Es sind diese besonderen Momente, die uns verbinden – und dieser Geburtstag wird definitiv einer davon bleiben.
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  • Seetag

    24. december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 21 °C

    Weihnachten 2025

    Heiligabend auf See hat seinen eigenen Rhythmus. Wir starten ihn mit unseren Runden auf Deck 5, begleitet vom Meeresrauschen und frischer Luft. Der Himmel meint es gut mit uns: Mehrere Regenbögen zeigen sich, sogar ein Meeresregenbogen – ein stiller, fast magischer Moment.

    Um 16:00 Uhr wird es im Theater lebhaft bei der Kids-Bescherung. Fröhliche Aufregung und leuchtende Augen sorgen für echte Weihnachtsstimmung.
    Im Brauhaus gibt es traditionell Kartoffelsalat und Würstchen.

    Dazwischen packen wir die mitgenommenen Geschenke unserer Kinder und Enkel aus. Im Videochat sind nach und nach alle dabei, als hätten sie sich für einen Moment zu uns geschummelt – eine kleine Bescherung, fern der Heimat und doch ganz nah am Herzen.

    Am Abend feiern wir um 21:00 Uhr festliche Momente an Bord. Die Weihnachtsgala im Theater, gestaltet von der AIDAdiva Crew mit Kapitän Michael Schmid, dem Schiffsrat, den AIDA Stars und Lektor Ingo Bauernfeind, schafft eine warme, besondere Atmosphäre. Die Weihnachtsansprache des Kapitäns bildet einen ruhigen, emotionalen Abschluss.

    Wir schauen uns an und wissen: Auch mitten auf dem Ozean fühlt sich Heiligabend vertraut an. Und Deck 5? Das wartet morgen sicher schon wieder auf uns.
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  • Seetag

    23. december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Zwischen Wellen und Winterglanz – 44 Tage unterwegs

    Seit dem 10. November sind wir unterwegs – 44 Tage, die schneller verflogen sind, als wir die Häfen zählen können. Jeder Stopp bringt neue Eindrücke, doch besonders bleiben die leisen Momente: das sanfte Schaukeln des Schiffes, die wenigen Male, an denen wir den frühen Sonnenaufgang miterleben, und die Begegnungen mit Menschen, die so offen und freundlich sind, dass man fast vergisst, dass man auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff unterwegs ist.

    Weihnachten naht. Wir sind weit weg von zuhause, denken an unsere Liebsten – die selbst überall verstreut sind – und spüren trotzdem diese besondere Stimmung an Bord. Heute im Theatrium trat der Crew-Chor auf, und schon bei den ersten Tönen blieb uns das Herz stehen. Gänsehaut inklusive.

    Gut, dass wir alles im Tagebuch festhalten. Ohne unsere Aufzeichnungen würden wir vermutlich irgendwann durcheinanderkommen, wer in welchem Hafen war – oder ob wir einen Tag verschlafen haben. Umso schöner sind die Nachrichten von Mitreisenden, Freunden und Daheimgebliebenen, die uns gedanklich noch einmal um die Welt begleiten.

    Am späten Nachmittag zieht es uns noch auf Deck 5. Die frische Luft weht kräftig, die Gischt spritzt über die Reling, und wir fühlen uns ein bisschen wie Piraten auf hoher See – nur ohne Säbel, dafür mit Kamera.

    Abends lassen wir uns vom Bauchredner Tim Becker unterhalten. Wir lachen manchmal eher über uns selbst als über die Puppen – und beenden so einen weiteren besonderen Tag auf See, der voller kleiner Wunder steckt.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag

    22. december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 17 °C

    Heute haben wir uns den stillen Heldenaufgaben des Tages gewidmet: gewaschen und aufgeräumt. Das Waschen fand stilecht im kleinen Waschbecken der Kabine statt – ohne Wäschebeutel, aber mit Improvisationstalent. Ein bisschen Seemannskunst, ein bisschen Akrobatik, und erstaunlicherweise hat alles funktioniert.

    Danach haben wir die Weihnachtsgeschenke aus dem Koffer geholt und aufgebaut. Nicht aus Pflicht, sondern aus purer Vorfreude auf Weihnachten. Plötzlich lag ein Hauch von Festlichkeit in der Kabine, und wir fühlten uns ihr schon ein kleines Stück näher.

    Am Nachmittag drehten wir unsere Runden auf Deck 5. Bewegung bleibt Bewegung – auch wenn der Weg vertraut wirkt.

    Um 18:00 Uhr ging es heute mal ins Buffalo Steakhaus. Der AIDA-Gutschein wurde eingelöst, was dem Abendessen eine extra Portion Zufriedenheit verlieh. Satt, entspannt und angenehm weihnachtlich gestimmt ließen wir den Tag ausklingen.

    Ahoichen 🚢
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  • San Francisco, USA 🇺🇸

    21. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 14 °C

    San Francisco – Abschied mit Seegang

    Wir starten diesen Tag noch einmal ganz entspannt und machen uns auf den Weg zur Lombard Street – genau für heute haben wir uns diese berühmten Kurven aufgehoben. In aller Ruhe schauen wir dem Zickzack zu, machen Fotos und lassen die Szenerie auf uns wirken, bevor es weiter über die Hyde Street geht.

    Danach führt uns der Weg zurück, vorbei am Frisco Park, wo wir noch einmal die Stadt auf uns wirken lassen.

    Maritim wird es anschließend im San Francisco Maritime Visitor Center. Das Museum kommt uns genau richtig, denn es beginnt leise zu regnen. Drinnen ist es ruhig, fast ein wenig zeitlos, und die alten Schiffe und Geschichten passen perfekt zu diesem Übergang zwischen Stadt und Meer.

    Weiter geht es in Richtung Fisherman’s Wharf und Pier 39. Die Seelöwen haben ihren Stammplatz fest im Griff, laut, gemütlich und völlig unbeeindruckt vom Trubel um sie herum. Pelikane posieren dazu wie alte Seebären auf Patrouille.

    Wir bummeln, schauen, bleiben hier und da stehen und sammeln letzte Eindrücke.
    Zurück auf dem Schiff wartet noch ein besonderes Erlebnis auf uns. Wir umrunden Alcatraz, dicht genug, um die Insel in Ruhe an uns vorbeiziehen zu lassen – ein Moment, den nicht jedes Schiff erleben darf.

    Danach nehmen wir Kurs auf die Golden Gate Bridge.

    Um 14:00 Uhr endet unser Aufenthalt in San Francisco. Langsam gleiten wir hinaus auf den offenen Pazifik, der bereits zeigt, dass es nun ernst wird. Drei Meter hohe Wellen sind angesagt.

    Am Abend erleben wir die „Magie der Weihnacht”. Ein festlicher Umzug der verschiedenen Bereiche des Schiffes startet auf der Theaterbühne und zieht über Deck 9. Musik, Farben und bunte Kostüme schaffen eine fröhliche Stimmung – ein stimmungsvoller Abschluss unseres 4. Advents an Bord.

    Nächste Etappe: 2.206 Seemeilen, 4086 km bis nach Nawiliwili auf Kauai, mit einem pragmatischen Zwischenstopp in Honolulu. Fünf Seetage liegen vor uns, die Stadt bleibt zurück, der Ozean übernimmt – und wir sind unterwegs Richtung Hawaii 🌺

    Ahoichen 🚢
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  • San Francisco 🇺🇸

    20. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute starten wir zu einer privat gebuchten Tour mit Marco. Früh am Morgen fahren wir über die Golden Gate, die geheimnisvoll im Nebel liegt. Die Skyline zeigt sich nur schemenhaft, sodass wir unseren geplanten Fotostopp lieber auf die Rückfahrt verschieben. Mit leichter Vorfreude auf die Muir Woods setzen wir unsere Fahrt fort.

    Hinter der Brücke wird es ruhiger, grüner und deutlich weniger städtisch. Die kurvige Fahrt durch die Marin Headlands lässt erahnen, dass uns heute etwas Neues erwartet. Und dann stehen wir plötzlich mitten im Wald: Muir Woods.

    Zwischen den gewaltigen Redwoods werden wir automatisch langsamer, leiser und ein kleines bisschen ehrfürchtig. Wir schlendern über die Wege, schauen immer wieder nach oben und stellen fest, dass diese Bäume ganz hervorragend darin sind, einen selbst sehr klein wirken zu lassen. Die Zeit vergeht wie im Flug – obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, ganz entspannt unterwegs zu sein.

    Sausalito präsentierte sich uns weniger mediterran als angekündigt. Bei grauem Wetter wurden wir nahe dem Denkmal „Explore Sausalito’s History“ abgesetzt und bekamen einen kurzen Eindruck von dem Ort, der bei Sonne vermutlich deutlich mehr Charme entfaltet. So blieb es bei einem schnellen Rundgang und der Erkenntnis: nett gelegen, stark besucht – und wetterabhängig.

    Zum Abschluss halten wir noch einmal an der Golden Gate Bridge, die sich nun etwas großzügiger aus dem Nebel zeigt und mit ihren regelmäßigen Tönen wohl weiterhin den Schiffsverkehr im Blick behält. Gegen halb zwei kehren wir mit vielen neuen Eindrücken zum Schiff zurück.

    Am späten Nachmittag brechen wir noch einmal auf und erkunden die Piers in Richtung Bay Bridge – ein Bereich, den wir bisher kaum beachtet haben und der sich als durchaus interessant erweist. So bleibt genug Zeit, die Erlebnisse des Tages sacken zu lassen, und wieder einmal zeigt sich: Vertrautes und Neues ergänzen sich überraschend gut.
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  • San Francisco, USA 🇺🇸

    19. december 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ 14 °C

    Unser Zeitplan für das Einlaufen in San Francisco verschob sich ein wenig, doch dafür bekamen wir etwas Besonderes geboten. Der Kapitän verkündete gut gelaunt, dass wir unter der Brücke halten würden. Wie damals bei Cabo San Lucas sollte sich unser Schiff einmal um die eigene Achse drehen – begleitet vom Typhon, das natürlich erklingen durfte.

    Wir standen an Deck, blickten zur Brücke hinauf und waren Teil eines kleinen maritimen Moments. Denn tatsächlich war unser Schiff das erste überhaupt, dem dieses Manöver unter der Brücke erlaubt wurde. Der Kapitän war sichtlich stolz – und wir ziemlich sicher, dass diese Geschichte später noch seinen Enkeln erzählt wird. Wir können jedenfalls sagen: Wir waren dabei.

    Nach diesem ungewöhnlichen Empfang legten wir an und machten uns auf den Weg zum Coit Tower. Die vielen Treppen forderten uns ganz schön, und umso willkommener war der Fahrstuhl, der uns für den letzten Abschnitt hinauf zur Aussichtsplattform brachte.

    Oben wurden wir für jede Stufe belohnt: ein weiter Blick über die Stadt, die Hügel, das Wasser und dieses ganz eigene San-Francisco-Gefühl. Wir ließen den Blick schweifen, suchten bekannte Punkte und stellten fest, dass sich der kleine Kraftakt mehr als gelohnt hatte. Manchmal führen eben Treppen – und ein Fahrstuhl – genau zum richtigen Ausblick.

    Weiter geht es in die Stadt. Zufällig entdeckten wir das Caffè Trieste im italienisch geprägten North Beach, ein traditionsreiches, sehr atmosphärisches Kaffeehaus. Bei leckerem Kaffee und Kuchen ließen wir die historische Stimmung auf uns wirken und genossen das Treiben um uns herum.

    Leise fing es wieder an zu regnen, als wir nach Chinatown kamen. Detlef hatte uns vor kurzem noch den Tipp gegeben, unbedingt die Golden Gate Fortune Cookie Factory in Ross Alley zu besuchen, in der die Glückskekse hergestellt werden.

    Nach ein wenig Suchen half uns dann ein freundlicher Chinese, der uns direkt bis zum kleinen Lädchen brachte. Hier konnten wir beobachten, wie die Kekse frisch gebacken und geformt werden – ein faszinierendes Spektakel mitten im Herzen von Chinatown.

    Unser Stadtbummel endet heute hier. Wir machen uns auf den Rückweg zum Schiff, ruhen uns ein wenig aus und starten nach dem Abendessen noch einmal zu einem kurzen Streifzug. Dabei suchen wir den Abholpunkt für unsere morgige Tour, ganz in der Nähe von Fisherman’s Wharf.

    Die Promenade ist stimmungsvoll beleuchtet und schon liebevoll für Weihnachten geschmückt – ein schöner Abschluss unseres Tages.
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