• Laos, Kambodscha
Dec 2024 – Feb 2025

Bangkok - Laos - Kambodscha

Reise nach Bangkok, danach an die Grenze in Nordthailand zu Laos und von Nord nach Süd durch Laos, anschliessend Kambodscha mit siem reap, Phnom Penh, kampot und der Insel koh rong Read more
  • Trip start
    December 27, 2024

    Bangkok

    December 28, 2024 in Thailand ⋅ ☀️ 33 °C

    Die 10 mio Stadt Bangkok als Ausgangspunkt: was bleibt als Eindruck?
    - floating River Ausflug durch Kanäle zu floating market - entlang dem Kanal viele Holz- und wellblechhütten für arme Leute
    - aber auch viele und neue Hochhäuser, also insgesamt große Unterschiede
    - riesiger alter Königspalast, Besuch sehr empfehlenswert, aber Achtung: sehr viele Leute
    - viele kleine Marktareale, alles sehr günstig; Kleider made in Asia, viel zu viel Ramsch und auf schnellen Konsum aus….
    - essen: Gut und günstig, aber vieles wird in Plastik serviert; recyceln oder mehrweggeschirr ist hier noch fremd
    - Verkehr: teilweise gigantisch, tuktuk recht gefährlich, aber wir habens überlebt…. Morgen gehts nun an die thailändisch-laotische Grenze zum mekong….
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  • Slowboattour nach Luang Prabang

    January 1 in Laos ⋅ 🌙 17 °C

    Am 30.12.2024 sind wir von Bangkok nach Chang Rai geflogen, um ca. halb zwei Uhr dort angekommen, dann wollten wir eigentlich mit dem Bus zur laotischen Grenze (Freundschaftsbrücke) fahren, es hiess aber, dass die Grenze ca. 17:30 zugehe und der letzte Bus in Chang Rai am Mittag abfahre.... So mussten wir ein Taxi nehmen, welches uns in zwei Stunden zur Grenze fuhr. Der Grenzübertritt verlief problemlos - ausser dass wir noch nicht ganz sicher sind, wie lange wir wirklich in Laos bleiben, denn bis zu 15 Tagen müssen CH-Bürger kein Visum mehr haben..... Wir haben uns mal für 15 Tage entschieden. So fuhren wir dann nach Houaxhai in eine einfache Unterkunft. Wir lernten dort ein nettes deutsches Paar kennen, mit dem wir nun die letzten zwei Abende gegessen haben und schöne Gespräche geführt haben. Sie sind auch mit dem Slowboat von Houaxhay nach Luang Prabang gefahren.
    Die Bootstour startete am 31.12.24 um 9:45 und war sehr schön, aber vor allem heute am zweiten Tag etwas zu lang. Der Zwischenstopp in Pak Beng mit Übernachten war toll, wir haben ein feines Silvestermenü gegessen, uns gut unterhalten und einen wunderbaren Sonnenuntergang geniessen können. Am zweiten Tag hat das Boot viele Zwischenstopps eingelegt, immer wieder sind laotische Familien und Menschen mit Gepäck usw zugestiegen. Das war interessant zu beobachten, hat dann aber über 7h gedauert von Pak beng nach Luang Prabang. So sind wir erst beim Eindunkeln im Hotel hier angekommen und haben hier erst den Nachtmarkt gesehen. Die Stadt und Umgebung warten also noch darauf entdeckt zu werden. Das Leben hier ist gemächlich. Die Leute fahren vor allem Motorrad, mit Kind und Kegel, aber ohne Helm. Die laotischen Menschen sind zurückhaltend, aber hilfreich. Das Essen ist für unsere Verhältnisse spottbillig. Ein Nachtessen zu zweit für umgerechnet CHF 20.00 mit Getränk ist also schon recht viel, man kann problemlos auch für CHF 5 gut essen..... Die Abend- und Nachttemperaturen sind noch recht frisch in der Trockenzeit, tagsüber ist es aber sehr angenehm. Nun sind wir gespannt, wie es weitergeht.
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  • Luang Prabang (Tag 1 und 2)

    January 3 in Laos ⋅ 🌙 16 °C

    Auf dem Schiff nach Luang Prabang und nun natürlich auch hier in der Stadt habe ich mich versucht, in den Buddhismus und seine Kernaussagen einzulesen. Hilfreich war mir dabei die Homepage planet-wissen.de. Doch zu sagen, ich wisse nun was Buddhismus sei und wie er gelebt wird, wäre doch vermessen. Vieles bleibt uns fremd, auch wenn es fasziniert und die Tempel, Glaubensorte und Heiligenschreine für uns Europäer einmalig zum Anschauen sind. Wie in allen Religionen geht es auch beim Buddhismus letztlich um ein besseres, erfülltes Leben. Allerdings ist es eine individuelle Erfahrungsreligion mit dem Ziel der Entwicklung des eigenen Geistes.... Im Umgang mit Menschen ist dies durch die zurückhaltende Art der laotischen Bevölkerung durchaus im Alltag spürbar, im Umgang mit der Natur und Umwelt hingegen gar nicht..... Bei unseren Streifzügen durch Luang Prabang in den letzten zwei Tagen (gestern vor allem Altstadt und nähere Umgebung, heute beim Joggen auch andere Quartiere und die Gegend auf der andern Seite des Flusses erkundet) haben wir vom Alltagsleben sicher einiges mitbekommen - wie da draussen gekocht, gegrillt und gegessen wird, was angeboten wird, wie die Leute unterwegs sind mit ihren Rollern, wie die Kinder zur Schule gehen etc., aber wir haben auch sehr viel Müll gesehen, eine ganz extreme Plastikgesellschaft, vieles wird liegengelassen, achtlos weggeworfen - mich persönlich hat dies schon nachdenklich gestimmt, bei aller Schönheit der Stadt ist die Müllproblematik zum Greifen nah und Plastik im Alltag allgegenwärtig und Mülltonnen doch sehr selten....
    Aber natürlich haben wir auch jenseits der Touristenpfade Highlights erlebt: auf der andern Seite des Flusses haben wir mitten im Wald den Jungle Shrine gesehen, ein Ort zum Verweilen ohne Touristen mit wunderbaren Buddhafiguren, die man alleine für sich hat, da kommt man nur joggend oder wandernd hin.... darum auch kaum Menschen.
    Am Abend haben wir das Stadttheater besucht mit einem Stück, das von Sagen und Mythen handelt, von dem wir nichts verstanden haben, aber langsam und bedächtig getanzt wurde. Die Bilder sprechen wohl für sich.....
    Gestern waren wir mehr auf den Touristenpfaden mit Tempelbesichtigungen und Aufstieg zum Stadthügel unterwegs. Alles in allem: abwechslungsreich, lehrreich, spannend und mit offenen Sinnen ein neues Land, eine neue Kultur am Entdecken.....
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  • Luang Prabang (3. und letzter Tag)

    Jan 4–8 in Laos ⋅ 🌙 17 °C

    Meine Recherchen zu Laos seit dem 2. Weltkrieg:
    1949 wurde Laos unabhängiges Königreich innerhalb der Französischen Union. Während des französischen Indochinakrieges 1946–1954 konnte die kommunistische Untergrundbewegung Pathet Lao etwa die Hälfte von Laos einnehmen. Im Genfer Indochina Abkommen 1954 erhielt Laos die endgültige Unabhängigkeit von Frankreich.
    Nach dem Ende des Vietnamkrieges übernahmen die kommunistisch geprägten Kräfte des Pathet Lao durch eine – im Vergleich zum Geschehen im Nachbarland Kambodscha – unblutige Revolution im Jahre 1975 die Macht und proklamierten am 2. Dezember 1975 die Demokratische Volksrepublik Laos.
    Seit 1975 ist die Demokratische Volksrepublik Laos ein autoritärer, zentralisierter Einparteienstaat, der von ihrer einzigen verfassungsmäßig autorisierten Partei, der Laotischen Revolutionären Volkspartei, regiert wird. Die im Februar 2021 abgehaltenen Wahlen zur Nationalversammlung waren weder frei noch fair. Diese Partei nennt sich kommunistisch, führt das Land aber vor allem autoritär. Das Land pflegt sehr enge wirtschaftliche Verbindungen mit China und Vietnam. China hat in den letzten Jahren (im Rahmen des Projektes Seidenstrasse) viele Infrastrukturprojekte finanziert, vor allem im Strombereich (Staudämme am Mekong und Nebenflüssen), Autobahnen und ganz zentral eine Eisenbahnverbindung von Kunming nach Vientiane. Diese wurde 2021 eröffnet und wir werden sie dann für die Weiterreise nach Vientiane auch nutzen. Im kommunistisch geführten Laos traut sich kaum jemand, den China-Kurs der Regierung in Frage zu stellen. Aber zur Wahrheit gehört eben auch, dass der Westen (z.B. die ehemalige Kolonialmacht Frankreich) wenig Interesse an Laos zeigte. Die Infrastruktur-Projekte durch die Chinesen kann aber auch auf Kosten der Souveränität gehen. In Laos deutet sich das an, denn es ist bei China hoch verschuldet. Laos steht offenbar kurz vor dem Staatsbankrott, die Inflation im 2024 betrug auch ca. satte 25%.
    Die Abhängigkeit asiatischer Staaten von China ist für eine nachhaltige, demokratische, transparente und rechtsstaatliche Entwicklung sicher nicht förderlich - die Achse der autokratischen Staaten wird dadurch noch mehr gefördert, ein westliches Gegengewicht wäre vonnöten, ist aber nicht absehbar.
    All das lässt mich für Laos eher etwas ratlos zurück: das Land und seine Bevölkerung haben so viel zu bieten, setzen aber leider auf China. Laos wird so wohl zu einem Vasall von China. Im Tourismus ist dies schon gut zu spüren, hat es doch hier mitlerweilen auch viele Chinesen. Gerade mit dem neuen Zug ist es einfach nach Luang Prabang zu kommen. Aber nachhaltig ist diese auf Konsum, Kommerz, kurzen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Politik bestimmt nicht....
    Im Vergleich zu meinen Kuba-Reisen (letzmals 2015) ist Laos sicher auch arm, aber ungleicher arm, dennoch ist alles in Hülle und Fülle vorhanden und entsprechend leidet auch die Umwelt und Natur.
    Heute waren wir z.B. in einem "Naturschutzgebiet" am Kuang Si Wasserfall, wunderschön, wir sind als Wanderer bis zuoberst gegangen, haben uns dort kurz verlaufen und wo sind wir gelandet: vor einem Abfallberg.....
    Ich möchte bei aller kritischen Betrachtung hinzufügen: Das Essen in den Restaurants hier, vor allem in den etwas besseren Restaurants ist fantastisch und für unsere Verhältnisse trotzdem immer noch sehr günstig, auch wenn es auf dem Night-Market dann spottbillig wäre oder ist...... Ihr könnt Euch ja vorstellen, dass Silvia lieber in einem gepflegten Restaurant isst als auf dem für die Massen ausgelegten Essständen am Nightmarket.....
    Morgen gehts nun mit dem Minivan noch etwas weiter in den Norden, nach Nong Khiaw....
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  • Nong Khiaw

    Jan 7–10 in Laos ⋅ 🌙 18 °C

    Dieses Mal nun Reiserlebnisse aus dem Alltag in Nong Khiaw, nördliches Laos:
    Knapp vierstündige Anreise mit Minivan hierher, leider war der Van überbucht und wir mussten unbequem reisen - aber das soll in Laos halt vorkommen. Darum reisen wir morgen bequemer mit einem privaten Driver zurück zum Bahnhof in Luang Prabang, wo wir dann den Chinesen-Zug nach Vientiane besteigen werden.
    Nong Khiaw ist ein kleineres Städtchen am Fluss Nam Ou, malerisch gelegen mit einigen Gipfel, die man besteigen und wo man auch übernachten kann. Darum auch beliebt bei Backpackern. Auch kann man Flusstouren zu Wasserfällen und Höhlen unternehmen. Wir haben vor allem umliegende Hügel bestiegen, am ersten Nachmittag zum wunderschönen Sonnenuntergangsberg Pha Daeng (ca. 1h Aufstieg, ähnlich Uetliberg, vielleicht etwas weiter....), am zweiten Tag sind wir mit einem deutschen Paar, welches wir schon bei der Einreise nach Laos kennengelernt haben und die ganze Slowboattour miteinander absolviert haben, auf einen noch höheren Berg (ca. 750Hm) auf 1080Metern gestiegen, ein Berg zum Treppensteigen hoch und wieder runter, denn die Einheimischen haben da ordentlich Naturtreppen reingelegt - und runter muss man ja auch wieder, es hat ja keine Bahnen..... mit dem deutschen Paar haben wir uns gut angefreundet, ganz sympathische Menschen aus Düsseldorf, mit denen wir spannende Gespräche über deutsche und schweizerische Politik geführt haben. Per Zufall erzählten sie, dass sie nach Luang Prabang auch nach Nong Khiaw fahren. Sie wären gerne noch länger geblieben, schliesslich hats ja in ihrer Gegend kaum Berge, sie sind heute aber weitergereist - uns reichts nach drei Nächten. Heute kraxelten wir noch den letzten wirklich steilen Hügel rauf - aber nur ca. 500Hm auf die nächste Aussichtsplattform. Morgens hats immer Nebel über dem Fluss, so ist es kühl, was Silvia ja nicht mag, dafür die Stimmung mystisch, sobald man über das Nebelmeer kommt. Der Nebel lichtet sich so zwischen 10 und 11Uhr, danach ists angenehm warm, aber abends kühlt es rasch wieder ab. Pech hatten wir hier mit dem Strom: offenbar sei ein Auto in ein Stromkandelaber gefahren, auf jeden Fall hatten wir in der ersten Nacht plötzlich keinen Strom mehr und auch gestern Abend mussten wir noch im Stockfinstern mit Taschenlampe essen.... Unangenehm war dies vor allem, weil wir so auch das Zimmer nicht aufwärmen konnten und ihr wisst ja alle wie kälteempfindlich Silvia ist....
    Zum Alltag der Laoten in der ländlichen Gegend: Meistens liegt ein feiner Rauch in der Luft, es wirkt immer etwas dunstig, das mag das Wetter sein, wir vermuten aber vielmehr, es kommt vom vielen Feuern der Einheimischen. Sie machen abends Feuer, um sich zu wärmen, sie kochen teilweise auf Feuer etc. Der Holzverbrauch ist sicher enorm, die Auswirkung in der Luft ist spürbar im dauernden Rauchgeschmack, der in der Luft liegt.
    Ab morgen gehts nun definitiv in wärmere Gefilde, worauf wir beide uns freuen.
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  • 2 Tage Reise nach Südlaos

    January 9 in Laos ⋅ 🌙 22 °C

    Gestern Mittag gings in Nong Khiaw los: diesmal mit privatem Driver zur Bahnstation in Luangprabang. Eine holprige, staubige Schüttelstrasse führte uns in 3,5h also zurück aus den Bergen von Nordlaos. Wir erhielten nochmals Einblick ins ländliche Dorfleben unterwegs.
    Dafür dann der krasse Gegensatz am Bahnhof: ein super moderner Bahnhof mit primär chinesischen Reisenden. Einchecken wie am Flughafen, nein noch schlimmer: man darf kein einziges Messer transportieren.... Was also machen mit meinen zwei Sackmessern, die doch bei allen Picknicks so hilfreich sind? Zuerst mal stöhnen, wie wertvoll diese sind, dann mit den laotischen Beamten verhandeln und schliesslich ca. CHF 10 Schmiergeld bezahlen. So habe ich sie also immer noch dabei.... Ich glaube, ich habe das erste Mal im Leben einem Beamten Schmiergeld bezahlt.
    Danach also mit dem modernen Zug in 1h50m nach Vientiane, dort einen netten halben Tag mit Besichtigungen verbracht, unter anderem in einem der ältesten Tempel von Laos und beim "Triumphbogen" von Vientiane, den die Einheimischen Patuxai nennen und der noch von der Kolonialmacht Frankreich erbaut wurde - ob dies nun ein positives Vermächtnis ist, sei dahingestellt, eindrücklich und schön anzusehen ist es alleweil.
    Heute Nachmittag nun nach Pakse geflogen (mit Propellerflieger), mit Bus wäre das sicher 10h gewesen, diese Mühsal haben wir uns also erspart. Ein nettes kleines Hotel zum Übernachten, aber sonst lohnt sich Pakse unserer Meinung nach kaum. Morgen gehts nun das letzte Stück mit Bus (ca. 2h) zu den 4000-islands, worauf wir uns sehr freuen, denn erstens ist es hier im Süden deutlich wärmer und zweitens bleiben wir danach stets mehrere Tage am selben Ort, so dass Auspacken, Ankommen, Geniessen etc. mehr Raum einnehmen kann. Wir werden bei den 4000-islands wohl vier Nächte verbringen.....
    Heute Morgen hat sich Silvia nun als Buddha-Frau geoutet - leider haben wir keinen orangen Umhang gefunden...... Auf jeden Fall immer noch problemlos im Schneidersitz, den ich leider schon lange nicht mehr hinkriege.....
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  • 4000-islands am Mekong, Laos

    January 10 in Laos ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach Reiseberichten mit politisch gefärbten Inhalten nun ein poetischer Reisebericht: "Meine Damen und Herren, die Geschichte der Menschheit kann nicht ohne die Geschichte des Wassers geschrieben werden. Dennoch schenken wir dieser Verbindung, auf der unser Leben und unsere Zukunft beruhen, viel zu wenig Beachtung" (aus Elif Shafak: am Himmel die Flüsse). Ich lese gerade den neusten Roman meiner Lieblingsschriftstellerin, worin es um interkulturell durchdrungenes Wasser geht - Themse, Tigris. Wasser bahnt sich seine Wege durch alle Länder und Kulturen und prägt das Leben der Menschen sehr stark. Wir Menschen leben am Wasser, vom Wasser, durch das Wasser, neben dem Wasser, nahe am Wasser, manchmal auch im Wasser oder unter dem Wasser oder sogar im Wasserschloss (mit Bundesrat Rösti als Wasserschlossherr, ho ho) - das Wasser ist allmächtig und so sind auch wir in den ersten gut vierzehn Tagen dem Wasser des Mekong (und seines Zuflusses Nam Ou) und seiner daran lebenden Menschen gefolgt. Hier auf den 4000-islands ist man vom Wasser des Mekong richtiggehend umzingelt. Es zieht mich in seinen Bann, es fliesst immer breiter und gemächlich, um dann umso stürmischer in seiner ganzen Breite sich den Weg durch Felsen und Schluchten bahnend mächtig Richtung Kambodscha hinunterzustürzen. Der Mekong ist in Laos für die Menschen Transportweg (Slowboat am oberen Mekong), Touristenfluss in Luang Prabang mit unzähligen Sunset-Touren und auch hier bei den 4000-islands, Nahrungsfluss zum Fischen des Mekong-Fisch (ohne speziellen Namen), oft wohl auch Abwasserfluss - obwohl er hier recht sauber scheint. In den oberen gebirgigen Teilen dient Wasser auch zur Energiegewinnung wie bei uns, so hat es z.B. am Nam Ou, nahe des Zusammenflusses mit dem Mekong, ein grosses Flusskraftwerk. Weiter oben ist der Nam Ou dann vor allem wieder Touristenfluss. Auf den Flüssen knattert und rattert es, denn die Boote haben alle laute Aussenbordmotore. Die extrem vielseitige Bedeutung des Wassers für uns alle wurde mir hier und beim Lesen des Romans "am Himmel die Flüsse" auf lebendige Art und Weise vor Augen geführt - dabei ist nicht ausser Acht zu lassen, dass Wasser Segen und Fluch ist und es eine grosse europäische Errungenschaft ist, dass wir die Flüsse wieder sauber gekriegt haben und wir so ganz viele Krankheiten besiegen konnten. Die Themse z.B. war im 19.Jahrhundert bei der aufkommenden Industrialisierung eine Riesenkloake, ein Krankheitserreger sondergleichen (z.B. Cholera), der Tigris auf der andern Seite war Hort erster Hockulturen, konnte bei Hochwasser wohl extreme Schäden anrichten, so dass der Mythos der Arche Noah dort noch weit vor dem alten Testament entstand.... Nun genug des Sinnierens und dafür noch ein paar schöne Flussfotos......Viel Vergnügen!!Read more

  • Siem Reap - Angkor Wat

    January 13 in Cambodia ⋅ ☁️ 23 °C

    Am 13. Januar 2025 sind wir nun in einer achtstündigen Reise mit Schiff (aufs Festland) und Bus (ca. 7h) vom Mekong weg nach Siem Reap in Kambodscha gefahren, haben hier ein gemütliches Hotel bezogen und sind heute schon in aller Früh mit einem privaten Driver (den uns Debora vermittelt hat) nach Angkor Wat gefahren und haben dort verschiedene grosse Tempelanlagen besichtigt.

    Also nun vom Flüssigen zum Festen, vom Fluss zum Stein und zur Geschichte eines der grössten Khmer-Reiche, deren König die ganze Anlage zwischen 1113 und 1150 erbauen liess und den ganzen Stein aus dem nahen Kulen-Gebirge herbeischleppen liess. Die ganze Anlage ist wirklich sehr eindrücklich und wer sich kurz einen Überblick über die Geschichte und die verschiedenen Tempelanlagen verschaffen will, sei auf die beiden folgenden Homepages verwiesen: https://www.visit-angkor.org/de/angkor-wat/gesc… und ttps://faszination-suedostasien.de/angkor-schoenste-te…

    Heute ist das mittelalterliche Khmer-Reich Geschichte und zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher an. Doch was bewirkte den Untergang dieses grossen und reichen Reiches? Wer den ersten Stein wirft, sät Hass und Gewalt.... Aug um Aug, Zahn um Zahn, und wo der Wahnsinn herrscht, ist der Krieg nicht weit entfernt......Die Geschichte so vieler alter (untergegangener) Reiche ist auch die Geschichte von Gewalt, Hass und Krieg, von wahnsinnigen, kriegslustigen, kriegstreiberischen Herrschern oder manchmal auch von klimatischen Bedingungen.

    Es gibt zum Untergang des Khmer-Reiches unterschiedliche Thesen: Leider gibt es keinerlei Inschriften darüber, wie es in der Geschichte denn nun wirklich zum Untergang des Angkor Reiches gekommen sein kann. Daher stützen sich die Theorien hauptsächlich auf Vermutungen. Zum Beispiel:

    Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Schlacht den Untergang in der Geschichte von Angkor herbeigeführt haben soll. Im Jahr 1431 greifen die verfeindeten Thai (das damalige Königreich Ayutthaya) Angkor an und siegen. Angkor muss zu diesem Zeitpunkt wahrlich prächtig gewesen sein, mit vergoldeten Türmen und zahllosen Schätzen. Weil aber Angkor in nachfolgenden Jahren nur noch aus Ruinen besteht, vermuten die damaligen Forscher heftigste Plünderungen durch die Thai.
    Vergleichsweise neu ist die Annahme, dass es schlichtweg am Klima gelegen haben muss, welches den endgültigen Untergang von Angkor herbeigeführt haben soll. Eine lange Dürrezeit bringt das einst wohldurchdachte Wassersystem der glorreichen Khmer-Dynastie zum Erliegen. Die groß angelegten Speicher reichen nicht aus, um die langanhaltenden Dürren zu überbrücken. Fast 1.000 Jahre alte Teakbäume und Fujisan-Zypressen untermauern diese völlig neuartige These. Ihre Jahresringe erzählen von zwei aufeinander folgenden Dürreperioden in den Jahren von 1362 bis 1392 und von 1415 bis 1440. Unterbrochen von Perioden mit sintflutartigen Regenfällen hat das Angkor Reich auf Dauer nicht mehr bestehen können.

    Egal wie es sei: wahrscheinlich überlebt kein Reich ewig, die Menschheit ist stets im Wandel, einige Menschen zu wahnsinnig, zu kriegslustig. Doch etwas tröstliches: Im Krieg der Mensch zerstört, was er gebaut, doch wenn man auf die Menschheit schaut, danach wird wieder alles aufgebaut. Angkor Wat wurde zwar nicht wieder aufgebaut, aber immerhin gerade daneben die blühende und lebendige Stadt Siem Reap..... Nun also zu den Fotos, viel Vergnügen!!
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  • kampong phlouk, Tonle Sap

    January 16 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    Wieder zurück zum Wasser: der Tonlesap See ist ein spezieller See, der grösste See in Südostasien und in Kambodscha. In der Trockenzeit führt er ca. 30 - 50% des Wasser, in der Regenzeit vergrössert er sich, weil der Mekong dann viel Wasser führt und das Wasser in den See zurückdrückt, so dass dieser nicht mehr abfliessen kann. Dies lässt ihn um mehr als das Doppelte wachsen.... Diese meteorologische Spezialität beeinflusst natürlich auch das Leben am See. So steht das Dorf Kampong Phlouk auf Stelzen. Nun in der Trockenzeit ist alles sichtbar, man kann im Dorf herumlaufen etc. In der Regenezeit steht das Dorf im Wasser und das Leben findet dann auf dem Wasser statt.
    Alle Seen der Welt ernähren uns Menschen mit Fisch und andern Seetieren (Krabben, Krebse, Garnelen, Frösche etc.). So ist auch das Dorf Kampong Phlouk vom Fischfang und weiterer Landwirtschaft (Reisanbau, nun im Winter Gemüseanbau) geprägt. Wenn ich jeweils auf unseren Reisen - sei es in Europa (Spanien, Italien) oder nun hier in Kambodscha beobachte, wieviel Fisch auf Märkten verkauft oder an Ständen gebrutzelt wird oder auch für den Eigenverbrauch verwendet wird, so denke ich oft, der Mensch handelt sehr kurzfristig. Es ist und bleibt ein wichtiges Ziel auf der ganzen Welt, nur so viel zu fischen und Fisch zu essen, wie auch tatsächlich wieder nachwächst oder allenfalls (biologisch) gezüchtet werden kann. Aber dies den Fischern und Konsumenten nahe zu bringen, bleibt wohl ein schwieriges Unterfangen.

    Der Ausflug hat uns auf vielseitige Art und Weise beeindruckt: Einblick in das Dorfleben, in die Schule in Kampong Phlouk, wo wir allen Schulkindern ein Heft geschenkt haben, in den Englischunterricht, wo wir ausgefragt wurden zu unserem Lieblingsessen, Lieblingstier, Lieblingsfarbe etc., aber natürlich auch das Leben mit der Natur an diesem speziellen See. Wir haben einen Eindruck davon erhalten, wie die Menschen im Dorf ebenfalls vom Tourismus leben und uns Touristen auch für ihr Überleben oder sagen wir für ein besseres Leben benutzen..... So fährt man im Mangrovenwald auf kleinen Booten, welche von einheimischen Frauen gefahren werden, zahlt dafür ein Extrageld und wird unterwegs nochmals von einer andern Frau in einem andern Boot, welches als kleiner Kiosk dient, aufgefordert, etwas vom Kiosk für die fahrende Bootsfrau zu kaufen..... Mir war das etwas des Guten zu viel. Aber mit Freude und Spass haben wir die Kinder in der Schule unterstützt und auch für die Englischklasse gespendet.
    Insgesamt ein lohnender und spannender Ausflug ins Leben eines Dorfes am See, welches vom Fischfang und vom aufblühenden Tourismus lebt.
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  • Siem Reap, Essensstände

    January 18 in Cambodia ⋅ ☀️ 29 °C

    Im leztzten Blog habe ich über Fisch und Fischfang geschrieben. Aber natürlich geht das Essen weit über Fisch hinaus..... Beim Joggen nach dem Frühstück werden am Tonle Sap Fluss in Siem Reap so langsam gegen den Mittag hin immer mehr Stände aufgebaut, am Abend ist der Fluss dann im Zentrum voll von Essensständen - auch wenn wir da sehr vorsichtig sind und höchstens Früchte, Gemüse kaufen, so ist dies doch ein spezielles Schauspiel, was da alles angeboten wird...... Anbei einige Fotos von solchen Ständen. Wir assen zweimal im Restaurant Spoon mit exzellentem Essen, welches gleichzeitig ein soziales Ausbildungsprojekt ist und Ausbildung im Gastronomiebereich anbietet. Ein Ort mit fantastischem Ambiente und man unterstützt noch eine gute Sache....

    Heute Morgen nach dem Joggen auf dem Rückweg mit Tuktuk war die Schule aus, Dutzende von Kindern auf dem Heimweg, wunderschön zu beobachten....
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  • Phnom Penh, Tuol-Sleng-Genozid Museum

    Jan 19–21 in Cambodia ⋅ ☁️ 31 °C

    Eigentlich wollte ich über Geschichte und Politik Kambodschas etwas schreiben...... Viele von uns wissen wenig darüber, aber dass hier ein Terrorregime sondergleichen zwischen 1975 und 1979 das Zepter führte, wissen doch einige - immerhin waren einige der hiesigen Leser*innen damals schon in der Pubertät und am Weltgeschehen interessiert. Dieser Blogbeitrag widme ich dem Gedenken an alle Opfer von Genoziden!!
    Erstmals im Leben habe ich ein Genozidmuseum besucht. Vor einem Besuch eines KZ habe ich mich immer gefürchtet, weit weg von der Heimat war dies etwas einfacher, hat aber nachhaltige Spuren hinterlassen - die Politik ist in den Hintergrund gerückt, dafür der grausame, brutale, vernichtende, sich selbst vergessende Mensch in den Vordergrund. Parallel dazu das Buch von Elif Shafak: am Himmel die Flüsse fertig gelesen, auch da geht es um Genozid - hier an den Jesiden. mitbeteiligt daran der IS - es gab und gibt immer noch so viele Genozide und so viele verwirrte Menschen (Männer!!!), die sich in solch abstruse Dinge reinziehen lassen, dass mir da einfach die Worte fehlen. In Kambodscha wars keine ethnische Säuberung sondern eine Säuberung des Landes von allem Städtischen, Intellektuellem, Künstlerischen etc. Das Foltergefängnis wurde typischerweise in einem ehemaligen Schulhaus eingerichtet, denn die Angka-machthaber lehnten Bildung ohnehin ab. Man stelle sich vor: 1975 wurde die Hauptstadt Phnom Penh mit damals drei Millionen Menschen innerhalb dreier Tage geleert - die Menschen konnten nicht mehr zurückkehren, dies mit fadenscheinigen Gründen.... Dem Schreiberling fehlen die Worte: Natürlich kann ich mir Genozide "psychologisch" erklären, natürlich weiss ich, dass moralisches Verhalten erlernt, aber unter gewissen Umständen auch wieder verlernt werden kann und natürlich sind mir schon länger alle abstrusen -Ismen (wie Extremismus, Fanatismus, Rassismus, Kapitalismus etc.) ein Dorn im Auge. Aber eine der besten Antworten auf diese abstrusen menschlichen Dinge liegt in der Kraft der Poesie, welche mir z.B die Bücher Elif Shafak schenken. So hat auch ein kamodschanischer Künstler, welcher das Foltergefängnis überlebt hat, mit der Kraft poetischen Malens das Grauen eingefangen, verarbeitet und für die Ewigkeit festgehalten - auch wenns nicht einfach anzusehen ist: Ein Bild dieses Künstlers möchte ich euch als Foto zeigen....
    Heute, 45 Jahre später, zeigt sich Phom Penh wieder von seiner lebendigen Seite: neu und älter stehen nebeneinander, die Leute leben wieder ihren Alltag, der Verkehr wuselt wie in alles asiatischen Grossstädten.
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  • Kampot und Umgebung

    Jan 21–24 in Cambodia ⋅ ☁️ 28 °C

    Ihr Lieben
    Zu Beginn, wenn jemand Interesse hat, einen spannenden Internet-Beitrag zur neuzeitlichen politischen Geschichte von Kambodscha:https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/doss…
    Wie leider in vielen Konflikten auf der Erde, waren auch hier die Amerikaner ein massgeblicher Ausgangspunkt, der die Roten Khmer erst zur Macht kommen liess. Und dass später dann 1979 die Vietnamesen einmarschierten, hatte mit Bombardierungen und Gefechten der Roten Khmer gegen vietnamesische Landbevölkerung zu tun....
    Im Artikel wird auch ersichtlich, dass sich Kambodscha zwar durchaus wirtschaftlich erholt, aber nach wie ein armes Land ist und Korruption, wie ein schwaches Justizsystzem immer noch sehr ausgeprägt sind. Die Armut ist wie so oft vor allem an den Rändern ersichtlich - am Stadtrand, am Rand der Strasse, am Rand des Kollaps und der masslosen Nutzung natürlicher Ressourcen. Auf der andern Seite gibt es auch spannende soziale und ökologische Projekte, aber letztlich bleiben dies Nischen....
    Auf der Zugfahrt von Phnom Penh nach Kampot sind die ersten ca 10 bis 15 Kilometer wirklich erbärmlich: da leben an den Gleisen die Armen in ihren Bleichhütten unter minimalsten Bedingungen, der Dreck und Abfall häuft sich meterweise - wahrlich ein Blick, den es auszuhalten gilt und einmal mehr über die Bedingungen von Armut und/oder "Rezepte" gegen die Armut nachdenken lässt. Noch hat hier Kamboscha, resp. ganz Südostasien einen weiten Weg vor sich und wohl auch erst mit besseren Lebensbedingungen werden sich hier auch die Umweltbedingungen (weniger Schmutz, bessere Energienutzung, weniger CO2-Ausstoss etc.) verbessern.
    Gestern machten wir einen spannenden Ausflug aufs Land: Das Leben der ländlichen Bevölkerung zeigte sich uns von seiner spannenden Vielfalt. Ein guter Führer erzählte uns auch einiges vom Alltag auf dem Land oder generell der Menschen. Am Schluss besuchten wir ein sozialökologisches Vorzeigeprojekt, eine Pfefferfarm, die es seit 2013 gibt, auf ökologischer Basis Pfeffer produziert, der einheimischen Landbevölkerung zu Arbeit verhilft, den Kindern Bildung ermöglicht, selber eine Englischschule betreibt - und das Ganze noch touristisch gewinnbringend vermarktet - so wie ich verstanden habe mit französischen Besitzern..... Tant pis: der Pfeffer ist excellent und wir werden welchen nach Hause bringen. Ich glaube, man kann den Kampotpfeffer sogar in Spezialitätenläden in Zürich kaufen....
    Heute ein Ausflug in den Bokor-Nationalpark. Nationalpark ist dabei etwas übertrieben, denn eigentlich war es ein Ausflug in die französische Kolonialgeschichte und in die neuste chinesische Investmentgeschichte. Kurz: die Franzosen bauten dort auf dem Berg eine Kleinstadt bis 1000 Einwohner auf, der kambodschanische König hatte auf dem Berg seine Sommerresidenz. Nach dem Abzug der Franzosen 1953 verwilderte das Ganze mehr und mehr, die roten Khmer waren auch dort, die Vietnamesen plünderten den Prunk nach 1979, heute sind noch Tempelanlagen, eine Kirche, alte Hotels vorhanden. Daneben hat der kambodschanische Staat viel Land an Chinesen verkauft, welche dort oben Hotelanlagen inkl. Casino bauen (in China herrscht ein Spielverbot), also einmal mehr ein absurdes Chinainvestment, das den Berg verschandelt - also das Ganze als Nationalpark zu bezeichnen, erschien uns absurd. Da nützt auch der nahe, schöne Wasserfall (der aktuell ohnehin kaum Wasser führt) nicht viel..... so nun genug erzählt, bald gehts auf die Insel.....
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  • Traum und Traumstrand!!??

    January 24 in Cambodia ⋅ ☁️ 28 °C

    Angekommen vor zwei Tagen auf der sogenannten Trauminsel Koh Rong mit einigen Traumstränden - nun bleiben wir noch die ganze Woche hier, erkunden die Insel und lassen die Asienreise bei langen Spaziergängen, Wanderungen (oder auch Joggingläufen) und Faulenzen ausklingen.
    Das inspiriert (als alter Freudianer), mich zu Traumstränden zu äussern und darüber zu sinnieren. Silvia meint, das sei wie mit gutem oder schlechtem Wein. Man kann ihn verkosten, jeder ist anderer Meinung und äussert sich in blumiger Sprache zum Bouquet - schmeckt nach Vanille mit einem Hauch von Himbeeren oder hat tiefen Abgang oder auch gar keinen.....
    So ähnlich mit dem Träumen von Traumstränden: Träume sind Schäume, Träume sind manchmal auch Alpträume, Träume beziehen sich auf Wünsche, auf Erlebtes, Träume sind zum Verarbeiten. Und werden Träume wahr, dann erschrickt man oft, denn man hat es sich doch ganz anders vorgestellt. So mit den Traumstränden - jemensch konstruiert da was anderes zusammen, jemensch hat da seine eigenen Vorstellungen und das Traumparadies gibts ja dann auch erst im Jenseits, der ultimative Kick, wo dem Mensch nur schon beim Träumen die Tränen kommen, findet wohl eher im Schlaf als im Wachen statt..... Was haben denn all die sog. Traumstrände in der Karibik, in Asien, auf all den vielen Inseln rund um den Globus gemeinsam? Puderzuckerhelle Strände, Palmen, warmes, azurblaues Meer? Und warum gelten diese als Traumstrände - aber ein schöner Kiesstrand in einem Städtchen nicht? Oder Felsen, von denen man einfach ins Wasser tauchen kann, auch nicht? Und all die grauen Sandstrände am Mittelmeer nicht? Dafür dann die puderzuckerhellen Strände mit Bungalows oder einfachen Zelten verbaut, von Backpackern mit Reggaesound belegt? Mit selbstgezimmerten Bars bestückt? Oder mit Luxushotels bestückt, die ein Normalsterblicher sich auch kaum leisten kann - ausser man stammt aus der oberen Mittelschicht oder gehört zu den 10% Reichsten? Und dahinter wenn man das denn überhaupt wissen will, die einfachen Blechhütten oder die Angestellten für Reinigung, Service etc.? Und die Berge von Abfall? Und wo wird der Traum von seinem Schmutz gereinigt? Ganz so einfach ist das also nicht mit dem Traumstrand..... Fortsetzung folgt.
    Die aktuellen Fotos sind von der Coconutbeach (wo wir hausen), von der Longsetbeach und der Pagodabeach.
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  • Sok San beach - Traumstrand Nr. 2

    January 28 in Cambodia ⋅ ☁️ 27 °C

    Gestern sind wir quer durch den Dschungel auf einem schmalen Pfad zur Sok San Beach (Longbeach) gelaufen - dem längsten Strand auf Koh Rong mit sieben Kilometer Länge. Das ist der einzige Strand mit einem (staatlichen) 5*-Resort. Sonst kilometerlang nichts - erst gegen Ende hin wieder mehr kleinere Bungalowanlagen und Strandhotels und ganz am Ende dann ein kleines Dorf mit hübschen Restaurants. Im Volksmund, wo Träume eben auch Schäume sind, wird das als Traumstrand schlechthin bezeichnet - solche Strände ziehen aber schnell auch Investoren an, dann werden solche Strände dann für die einen zum Sehnsuchtsort, für die andern zum Alptraum, weil sie da keinen Platz mehr haben und vertrieben werden, z.B. Backpacker aller Art, Leute mit geringerem Budget, die wenigen verbliebenen Einheimischen etc. Auch wir wurden gestern vom Resort der Reichen und Schönen vertrieben. Security beschied uns, dass wir keinen Zugang haben und nicht mehr weiter am Strand laufen dürfen - so mussten wir einen Umweg ums Resort herum auf der neuen, geteerten Strasse machen, notabene das Resort, welches uns Globetrotter 2021 in ihrem Reiseangebot für Kambodscha anpreisen wollte. Der Firmenname ist da mal nicht Nomen est Omen, sondern eher "wer mit Globetrotter packt, hat wohl viel Geld im Sack"..... Wir sind auf jeden Fall froh, sind wir nicht in diesem einsam gelegenen Resort, wo sich vor und nach dem Resort dem Strand entlang der Plastikmüll anhäuft. Die kambodschanische Regierung hat aktuell mit den Vorarbeiten zu einem International Airport auf der Insel begonnen, welcher in ca. 4 Jahren in Betrieb genommen werden soll - natürlich mit Investmentgeld aus China. Der sieben Kilometerstrand Sok San würde in der Nähe des Flughafens liegen, soll so mit weiteren Resorts überbaut werden, was wohl vor allem chinesische Mittelstandstouristen anziehen - dafür die noch vorhandene Backpackerszene vertreiben würde. Der einzige Vorteil wäre: der Strand würde wohl dann vom jetzigen Plastikmüll befreit werden. Allerdings benötigen Touristen ja auch wieder Ressourcen und produzieren neuen Müll..... Ach, wohin gehen wohl all unsere Träume von den wunderbaren Traumstränden? Wohl zu den chinesischen Grossinvestoren in Südostasien?? All die netten autokratischen Regierungen, die vom Geld verlockt werden und dabei Land, Leute und die Umwelt vor die Hunde gehen lassen? Ich glaube, viele Traumstrandidyllen werden in den nächsten Jahren leider zu Alpträumen..... die folgenden Fotos sind vom sog. Traumstrand Sok San.....Read more

  • Der Traum vom perfekten Ausflug.....

    January 30 in Cambodia ⋅ ☁️ 27 °C

    Zurück zu den Traumstränden - ein Strand ist kein Strand ohne Wasser, sonst wärs wohl einfach Sand, ein Traum ist kein Traum ohne Wachen..... Nun haben wir fast alle Strände auf der Insel besucht - und dabei doch noch einen wunderschönen Strand (Traumstrand?) gefunden, mit wachem Blick den Strand und die Athmosphäre genossen, (relativ) weit ab vom Schuss, nur zu Fuss erreichbar, ohne Strom, ein paar Bungalows für einfache Backpackers und Aussteiger, selbstverständlich mit Möglichkeit zu Yoga - wohl genug weit weg für chinesische Investoren, so dass dort der Strand wohl noch über Generationen bleibt, wie er ist - und tatsächlich ohne Plastikabfall, mit wunderbar leuchtenden Farben und dem sinnigen Namen "Lonelybeach", na ja ganz sooo allein waren wir nicht, aber es hatte wirklich nur wenige, vor allem jüngere Leute dort.....
    Da dachten wir: Kannst ja nicht die ganze Woche dich mit Stränden und Traumstränden befassen, irgendwann musst du ja wieder mal zum Wasser zurückkehren, welches uns ja so oft begleitet hat in diesen Ferien, darum heute noch aufs Wasser, etwas unter Wasser (mit Schnorcheln), im Wasser und auch noch die Angel rausgeworfen und fangfrischen Fisch direkt auf dem Boot gebrutzelt..... Der Ausflug wurde vom Hotel mit Guide angeboten. Vom perfekten Ausflug geträumt, es blieb aber beim Traum. Wir machten den Ausflug mit zwei andern netten Paaren (aus France und England), fuhren aufs offene Meer mit Blick auf eine Küste, die wir schon gesehen haben und fischten dort ca. zwei Stunden, warteten danach bis unser Guide den Fisch und Pouletspiessli gebrutzelt hatte, assen dies zusammen mit Reis, warteten auf den Sonnenuntergang, bevor wir danach gemütlich zurückfuhren. Es wäre noch die Idee gewesen, fluoreszierenden Plankton im Dunklen im Wasser zu beobachten. Dafür muss das Meer aber völlig ruhig sein, was es nicht war und in den zwei Tagen zuvor mit ziemlich Wind schon gar nicht..... Sieben Stunden auf einem eher unbequemen Boot ohne speziell faszinierende Küstenlandchaft war einfach zu lange, auch wenn der Guide sich alle Mühe gegeben hat, es uns Gästen recht zu machen. Aber was ist denn ein toller, schöner, spannender Schiffsausflug? Immer wieder probiert, manchmals wars Top, manchmal Flop. Sicher gehören schöne Landschaften, Küsten, ev. Höhlen dazu, sicher auch die Möglichkeit zum Baden und Schnorcheln - aber Sonnenuntergänge? Essen auf dem Schiff? Pedalofahren oder eine Fahrt mit der Blüemlisalp auf dem Thunersee oder mit einer Fähre nach Sizilien sind auf jeden Fall genauso spannend...... Der Schiffsausflug war nun unser letzter Ausflug, morgen gibts noch einen Tag zum Ausklingen und dann werde ich noch einen Gesamtrückblick, einen generellen Gesamteindruck von der Südostasienreise als letzten Blogbeitrag verfassen......
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  • Was bleibt?

    February 1 in Cambodia ⋅ ☁️ 29 °C

    Das pralle Leben gelebt - einfach ohne Schnee und Berge..... Dem Mekongfluss gefolgt, hinauf zum Nebenfluss Nam Ou, runter bis zu den 4000-Islands, mit einem Abstecher nach Siem Reap und zum Tonlesap-See schliesslich wieder in Phnom Penh am Mekong gelandet, weiter mit dem Zug ans Meer und auf die Insel Koh Rong. Als Fazit bleiben viele Eindrücke von Land, Menschen, Natur, Umwelt, Politik - ganz generell zum Mensch und seiner Entwicklung in Südostasien. Eindrücke, die uns oft ratlos zurückliesen, aber auch Erlebnisse, die uns bereicherten und wir für den Rest des Lebens mitnehmen. Ratlos machte uns der Umgang mit der Umwelt, mit den natürlichen Ressourcen, noch selten so viel Plastikabfall gesehen, hilflos begegneten wir der Armut, sei sie mehrheitlich freiwillig gewählt wie bei den Mönchen in den buddhistischen Klosteranlagen, sei sie erbärmlich und schauderlich wie entlang der Zugstrecke in Phnom Penh. Die oft beobachtete und vielfach auch von Einheimischen kritisch gesehene Einflussnahme chinesischer Grossinvestoren oder die befremdlich wirkende Art chinesischer Touristen hinterliessen bei uns grosse Zweifel an der stets wachstumsorientierten Konsumgesellschaft, die keinerlei Rücksicht auf die Umwelt nimmt. Dass dabei in keinem der bei uns touristisch beliebten Ländern wie Laos, Kambodscha, Vietnam die Demokratie eine (korrektive) Rolle spielt und dies alles autokratische Länder sind, bleibt ebenfalls als fahler Beigeschmack und macht die Rückkehr auch wieder etwas einfacher.
    Bereichernd waren sicher die Vielfalt der Menschen, die herzlichen und vertrauensvollen Begegnungen, der Khmer-Kochkurs, das Kennenlernen des Buddhismus, die Auseinandersetzung mit der Geschichte der beiden Länder, natürlich auch der Besuch von Angkor Wat, die Naturerlebnisse, die Bedeutung des Wassers als Lebensquell neu wiederzuentdecken, ebenso die Bedeutung von Träumen und Stränden zu reflektieren und dabei tatsächlich noch einen wunderbaren Strand zu entdecken. Ebenfalls wunderbar ist, wie mensch sich in diesen Ländern frei und ohne Angst in den Städten (und auf dem Land sowieso) bewegen kann. Herausfordernd waren die Selbstorganisation und das Ausbalancieren der unterschiedlichen Bedürfnisse - aber darin haben wir ja Erfahrung. Und schön ist es auch, nun wieder nach Hause zurückzukehren, selber kochen und sich wieder gefahrloser im Verkehr bewegen zu können......
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    Trip end
    February 4, 2025