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Bootslife 2026

Uma 274aventura de um dia na BootshundFiete & Timo Leia mais
  • Toulouse Port Sud Ramonville

    5–6 de mai., França ⋅ 🌧 17 °C

    Nach einer angenehm ruhigen Nacht sind wir heute kurz nach neun bei trockenem Wetter und Sonnenschein gestartet. Das nächste Gewitter war erst für den Nachmittag gegen 15 Uhr angekündigt – also genug Zeit, um ein gutes Stück voranzukommen.
    Zunächst lagen etwa drei Kilometer Fahrt bis zur nächsten Schleuse vor uns. Die Strecke führte entlang wunderschöner Platanenalleen, und obwohl die Autobahn stellenweise ganz in der Nähe verläuft, haben wir davon erstaunlich wenig mitbekommen.
    Kurz vor der ersten typischen Toulouser Ziegelbrücke, der Pont d’en Serny, wurde es dann kurz kurios: Eine Moschusente schien plötzlich lebensmüde zu sein und schwamm direkt frontal auf uns zu, ohne auszuweichen. Natürlich haben wir rechtzeitig reagiert und sind ausgewichen – trotzdem ein etwas ungewöhnlicher Moment.
    Die erste Schleuse des Tages war eine automatisierte Doppelschleuse. Der erste Teil lief reibungslos, doch in der zweiten Kammer wollten sich die Tore plötzlich nicht mehr schließen. Nach einem kurzen Anruf bei VNF war schnell Hilfe da, und der Mitarbeiter konnte die Schleuse wieder in Gang bringen. Danach ging es problemlos weiter.
    Was uns heute außerdem aufgefallen ist: In den Schleusen wimmelte es nur so von Flusskrebsen. Man konnte sie an den Wänden und am Boden deutlich erkennen – wirklich spannend zu beobachten. Generell wirkt das Wasser seit dem Passieren der Wasserscheide deutlich klarer als zuvor.
    Auch die nächste Schleuse funktionierte wieder einwandfrei. Kurz darauf kamen wir an einem Intermarché und sogar einem Aldi vorbei – eigentlich perfekt zum Einkaufen. Leider fanden wir keinen geeigneten Liegeplatz, sodass wir uns entschieden, weiterzufahren. In Toulouse wird sich schon noch eine Gelegenheit ergeben, unsere Vorräte aufzufüllen.
    In Montgiscard mussten wir dann erneut den VNF rufen. Ein großer Ast hatte sich zwischen Tor und Mauer verkeilt, sodass sich das Schleusentor nicht richtig öffnen ließ. Aber auch hier kam schnell Hilfe, und lange warten mussten wir nicht.
    Somit konnten wir die Schleuse vor der Mittagspause noch passieren. Danach lagen etwa sieben Kilometer bis zur nächsten Schleuse vor uns, die wir gegen halb eins erreichten. Die Pause nutzten wir sinnvoll: Ich ging eine Runde mit Fiete, während Timo sich um die Rechnungen für die Ferienwohnung kümmerte. Pünktlich nach der Mittagspause ging es dann weiter.
    Die restlichen Schleusen verliefen glücklicherweise wieder völlig problemlos. Da sich das angekündigte Gewitter immer weiter näherte, entschieden wir uns, die Nacht im Port Sud zu verbringen. Gleichzeitig wollten wir die Gelegenheit nutzen, direkt vor Ort nachzufragen, ob wir für den Juli einen Liegeplatz für unsere Tinka bekommen können.
    Im Hafen wurden wir sehr freundlich vom Hafenmeister und der Hafenmeisterin empfangen. Für die Nacht durften wir am Meldesteg vor der Capitainerie liegen und bekamen sogar Strom und Wasser. Ob wir im Juli hierbleiben können, wird noch geprüft – wir sollen dazu per E-Mail Bescheid bekommen.
    Ganz nebenbei haben wir wohl auch endlich unsere Ameisenplage in den Griff bekommen. Heute sind es schon deutlich weniger. Dafür fiel uns auf, dass unsere Lichtmaschine die Solarbatterie nicht mehr lädt. Timo ist der Sache gemeinsam mit Kurt auf den Grund gegangen und fand schnell die Ursache: eine durchgebrannte Sicherung. Die sollten wir in Toulouse problemlos ersetzen können.
    Lange ließ das angekündigte Gewitter dann auch nicht mehr auf sich warten. Wir machten es uns an Bord gemütlich, kochten in Ruhe und ließen den Tag entspannt ausklingen, während draußen der Regen einsetzte.
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  • Naturanleger Négra

    4–5 de mai., França ⋅ 🌧 19 °C

    Wir verließen unseren wunderschönen Liegeplatz wieder pünktlich und liefen um neun Uhr in die erste Schleuse ein. Für den Nachmittag waren Gewitter angesagt, deshalb wollten wir möglichst früh Strecke machen.
    Unterwegs kamen wir am Port Lauragais vorbei, der sich irgendwie ganz eigenartig anfühlt – fast so, als wäre er mitten in einen Autobahnrasthof eingebettet. Ein etwas skurriler Anblick, aber durchaus interessant.
    An der zweiten Schleuse des Tages sprang die Ampel plötzlich auf Doppelrot. Zum Glück war VNF bereits vor Ort und erklärte uns, dass wir ungefähr eine Stunde warten müssten. Also machten wir kurzerhand das Beste daraus und nutzten die ungeplante Pause für ein entspanntes Frühstück mit gutem Kaffee. Letztlich ging die Reparatur dann doch schneller als gedacht, und wir konnten bald weiter.
    Die nächsten Schleusen funktionierten wieder problemlos, sodass wir es sogar noch vor der Mittagspause bis vor die Schleuse in Gardouch schafften. Die Pause nutzte ich für einen Spaziergang mit Fiete, und pünktlich um 13 Uhr konnten wir in die Schleuse einfahren.
    In der darauffolgenden Doppelschleuse hatten wir dann leider wieder Pech: Erneut mussten wir den VNF rufen, da auch diese Schleuse nicht richtig funktionierte. Immerhin hielt sich die Wartezeit in Grenzen – gerade lang genug für einen weiteren Kaffee.
    Danach lief wieder alles wie am Schnürchen, und wir erreichten unseren heutigen Liegeplatz genau rechtzeitig, bevor das angekündigte Gewitter losbrach. Wir konnten noch im Trockenen anlegen und alles sichern, bevor es draußen richtig ungemütlich wurde.
    Nach dem Gewitter nutzten wir eine Regenpause für einen ausgedehnten Spaziergang mit Fiete bis zur nächsten Brücke. Auf dem Rückweg wurde der Regen allerdings wieder stärker, sodass wir am Ende doch ziemlich durchnässt am Boot ankamen. Dafür wurden wir unterwegs mit einem besonderen Anblick belohnt: Wir sahen mehrere Nutrias – und sogar ein Albino! Einen weißen hatten wir zuvor noch nie gesehen.
    Weniger erfreulich war dafür eine andere Entdeckung: Wir scheinen derzeit unter einer kleinen Ameisenplage zu leiden. Im Küchenschrank fanden wir vermutlich die Anfänge eines Nests. Also haben wir direkt reagiert, alles gründlich entfernt und die betroffene Stelle mit Zitrone eingerieben – laut Google soll das ja wunderbar helfen. Zusätzlich haben wir Backpulver entlang der Ameisenstraße gestreut, in der Hoffnung, den kleinen Mitbewohnern damit den Appetit auf unser Boot zu verderben. Vermutlich sind sie über die Lüftung der Dunstabzugshaube hereingekommen. So oder so: So viele zusätzliche Bewohner brauchen wir hier wirklich nicht.
    Den Abend verbrachten wir schließlich wieder gemütlich an Bord mit einer Runde Uno und Backgammon. Und heute gab es eine kleine Sensation: Timo ging als klarer Gewinner hervor. Das kommt nicht allzu oft vor – aber umso mehr hat er sich darüber gefreut 😄
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  • Naturanleger vor der Schleuse 17 Océan

    3–4 de mai., França ⋅ 🌬 20 °C

    Heute standen wir pünktlich um neun Uhr an der Schleuse. Da der Wind am Vormittag noch angenehm schwach war und erst ab etwa 14 Uhr deutlich zunehmen sollte, entschieden wir uns, lieber früh zu starten. Eine gute Entscheidung, wie sich schnell herausstellte.
    Alle Schleusen funktionierten heute hervorragend, und wir hatten sogar das Glück, jede einzelne ganz für uns allein zu haben. Sowohl die automatischen Einzelschleusen als auch die Doppel- und Dreifachschleuse meisterten wir ohne Wartezeit und völlig entspannt.
    Gegen 11 Uhr erreichten wir schließlich die letzte Schleuse, die uns noch bergauf brachte. Damit haben wir die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Atlantik erreicht – den höchsten Punkt des Canal du Midi. Ein besonderer Moment! Von hier an geht es tatsächlich bis nach Bordeaux nur noch bergab.
    Direkt vor der ersten Schleuse auf der Atlantikseite fanden wir einen wunderschönen Liegeplatz. Natürlich musste dieser besondere Meilenstein erst einmal gebührend gefeiert werden – mit einem ausgiebigen Frühstück und einer guten Tasse Kaffee.
    Anschließend erkundeten wir die Umgebung. Ganz in der Nähe stehen der beeindruckende Obelisk zu Ehren von Pierre-Paul Riquet, dem Erbauer des Canal du Midi, sowie die alten Versorgungsmühlen. Besonders spannend ist hier auch der Pas de Naurouze: Genau an diesem Punkt teilt sich das Wasser. Ein Teil fließt Richtung Mittelmeer, der andere Richtung Atlantik. Kaum zu glauben, dass dieser unscheinbare Ort einst der Schlüssel für eines der größten Wasserbauprojekte Europas war.
    Am Abend wurden wir dann tatsächlich sportlich. Wir zogen unsere Laufsachen an und absolvierten unsere erste gemeinsame Joggingrunde. Ganze 3,28 Kilometer sind es geworden. Zugegeben, wir waren nicht gerade rekordverdächtig schnell unterwegs, aber wir sind die komplette Strecke durchgelaufen – und darauf kommt es schließlich an.
    Danach hatten wir uns eine ausgiebige Dusche redlich verdient. Zum Abendessen gab es für mich Nudeln mit Pesto, während Timo sich Nudeln mit Gulasch gönnte.
    Fiete macht uns im Moment leider ein wenig Sorgen. Vermutlich plagen ihn Grasmilben, denn er leckt und kratzt sich auffallend viel. Wir duschen ihn bereits regelmäßig mit Teebaumshampoo. Außerdem lahmt er vorne links leicht. Sollte sich das bis Toulouse nicht bessern, werden wir vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen.
    Am Abend frischte der Wind dann tatsächlich wieder spürbar auf. Trotzdem saßen wir noch lange zusammen und genossen diesen besonderen Tag. Wir sind froh, endlich wieder sportlich aktiv zu sein – auch wenn unsere Beine nach dem Joggen durchaus wissen, was sie heute geleistet haben.
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  • Naturanleger bei der Schleuse la Planque

    1–3 de mai., França ⋅ 🌬 17 °C

    Heute haben wir uns nur ein ganz kleines Stück verlegt – gerade einmal drei Kilometer bis zum Anleger vor der ersten Schleuse. Da heute in Frankreich der 1. Mai und damit Feiertag ist, bleiben alle Schleusen geschlossen. Für uns war das aber überhaupt kein Problem. Unser Ziel war ohnehin nur, aus der Stadt herauszukommen und wieder etwas mehr Ruhe und Natur um uns zu haben.
    Hier liegen wir nun wunderbar entspannt, auch wenn es heute ordentlich windig ist. Das Boot schaukelt immer mal wieder leicht in den Böen, aber genau solche Tage eignen sich perfekt, um ein paar Dinge zu erledigen, die sonst gerne liegen bleiben.
    Timo hat sich direkt an die Arbeit gemacht und schon einmal fleißig Belege für unsere Steuererklärung 2025 eingescannt. Ich habe die Zeit ebenfalls sinnvoll genutzt und hier bei Pinguin unsere Reisetexte nachgeholt, Einträge überarbeitet und unsere Route aktualisiert. Das hatte ich in der letzten Woche doch ein wenig vernachlässigt.
    So wurde aus einem kurzen Fahrtag ein richtig produktiver Hafentag – und gleichzeitig genießen wir es sehr, wieder mitten in der Natur zu sein.

    Am nächsten Morgen wachten wir bereits mit ordentlich Wind auf. Die Böen erreichten zeitweise bis zu 80 km/h, und schon beim ersten Blick nach draußen war klar: Heute wird es ungemütlich und wir bleiben noch hier.
    Wir lagen immer noch am Holzsteg vor der Schleuse. Bereits am Vortag hatte uns ein Radfahrer darauf hingewiesen, dass man dort eigentlich nicht liegen dürfe. Ich konnte das noch mit guten Gewissens rechtfertigen, dass die Schleusen aufgrund des Feiertags ohnehin außer Betrieb waren. Heute Morgen meldete sich dann aber doch mein schlechtes Gewissen.
    Timo lief deshalb extra zu einem Mitarbeiter von VNF, um nachzufragen, ob wir wegen des starken Windes dort noch bleiben dürften. Seine Antwort war eindeutig: Kein Problem, wir könnten ruhig liegen bleiben.
    Gerade als wir gemütlich beim Frühstück saßen, hörten wir plötzlich ein Boot mit Vollgas heranfahren. Zwei Franzosen auf einem privaten Boot kamen direkt auf uns zu und begannen sofort, uns lautstark anzupöbeln, dass man hier nicht liegen dürfe. Warum sie dabei auch noch eine Vollbremsung direkt vor uns hinlegen mussten, bleibt wohl ihr Geheimnis – schließlich konnte man uns schon lange vor der Kurve sehen. Bei diesem Wind überhaupt unterwegs zu sein, erschien uns ohnehin mehr als fragwürdig.
    Timo reagierte trotzdem ganz gelassen, lief sogar noch schnell zur Schleuse und öffnete sie für die beiden. Freundlicher wurden sie dadurch allerdings nicht.
    Um weiteren Ärger aus dem Weg zu gehen, verlegten wir die Tinka anschließend ein kleines Stück nach hinten an die Böschung. Nicht ganz so
    bequem wie zuvor, aber genauso sicher – und deutlich stressfreier.
    Kurz darauf kamen die sympathischen Australier vorbei, die wir bereits in Castelnaudary kennengelernt hatten. Wir halfen ihnen an der Schleuse, und es war wirklich schön, sie wiederzutreffen. Solche Begegnungen machen das Reisen auf dem Wasser einfach besonders.
    Später drehten wir noch eine große Runde mit Fiete. Auf dem Rückweg beschlossen wir dann ganz spontan, einfach loszujoggen – direkt bis zurück zum Boot. Unglaublich, aber damit ist wohl offiziell der Startschuss für unsere neue Jogging-Karriere gefallen.
    Am Nachmittag wurde es dann noch einmal spannend. Ein Mietboot mit drei Damen an Bord kämpfte sichtlich mit dem starken Wind. Wir rannten sofort zur Schleuse, halfen beim Festmachen und gaben ihnen den Rat, lieber direkt hinter der Schleuse für die Nacht anzulegen.
    Leider war das bei diesen Bedingungen leichter gesagt als getan. Der Wind machte ihnen das Manövrieren nahezu unmöglich. Also sprang Timo kurzerhand an Bord und brachte das Mietboot sicher an den Steg. Die drei waren unglaublich erleichtert und sehr dankbar.
    Danach kehrte wieder Ruhe ein. Wir genossen den restlichen Abend an Bord und waren einmal mehr froh, an diesem stürmischen Tag sicher und gemütlich festgemacht zu haben.
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  • Castelnaudary

    30 de abr.–1 de mai., França ⋅ 🌬 20 °C

    Heute sind wir schon gegen 10 Uhr gestartet, denn es lagen einige Schleusen vor uns. Ab heute beginnen auch die vollautomatisierten Schleusen – eine ganz neue Erfahrung für uns.
    Das Prinzip ist eigentlich ziemlich einfach: Timo hat mich jeweils kurz vor der Schleuse abgesetzt. Ich bin dann zur Steuerung gelaufen, habe die Schleuse aktiviert und geöffnet, sodass Timo einfahren konnte. Anschließend konnte ich den Schleusengang starten, und den Rest erledigte die Technik ganz alleine. Kein Schleusenwärter von VNF weit und breit – alles läuft automatisch. Insgesamt haben wir heute sechs dieser automatisierten Einzelschleusen passiert, und das hat wirklich hervorragend funktioniert. Nur die Mittagspause von 12 bis 13 Uhr machen auch diese Schleusen – Frankreich bleibt sich eben treu. Die Stunde haben wir ganz entspannt für unser Frühstück genutzt.
    Nach den sechs automatisierten Schleusen wurde es dann noch einmal richtig abwechslungsreich: Es folgten eine Dreifachschleuse, eine Doppelschleuse und schließlich sogar eine Vierfachschleuse. Insgesamt kamen wir heute auf stolze 15 Schleusenvorgänge, bevor wir am späten Nachmittag 37,89 m höher das große Bassin von Castelnaudary erreichten.
    Die Hafenmeisterin war ausgesprochen freundlich und begleitete uns persönlich zu unserem Liegeplatz direkt gegenüber vom Schwimmbad. Wir entschieden uns, nur eine Nacht hierzubleiben. Nachdem wir festgemacht hatten, schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um, kauften frische Tomaten im Supermarkt und besorgten ein Baguette für den nächsten Tag, da morgen wegen des Feiertags alles geschlossen sein wird. Leider war es bislang mit Abstand das schlechteste Baguette unserer gesamten Frankreich-Reise. Aber nun ja – essbar ist es trotzdem.
    Nach so vielen Schleusen waren wir ziemlich geschafft, und so beschlossen wir, uns am Abend eine Pizza zu gönnen. Laut Google sollte die Pizzeria an der Schleusentreppe die beste weit und breit sein. Der Spaziergang dorthin war schön, die Pizza selbst allerdings eher... durchschnittlich. Man konnte sie essen, aber ein Highlight war sie definitiv nicht – und eigentlich waren die Kalorien es kaum wert.
    Auch die Stadt selbst konnte uns leider nicht wirklich begeistern. Umso schöner war es, anschließend wieder an Bord zu sein. Wir haben ausgiebig geduscht, den Luxus von Wasser- und Stromanschluss genossen und sind schließlich völlig erschöpft, aber zufrieden ins Bett gefallen.
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  • Naturanleger bei Villepinte

    28–30 de abr., França ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem unsere letzte Anlegestelle doch deutlich lebhafter war, als wir es uns gewünscht hätten – bellende Hunde, immer wieder vorbeifahrende Autos und insgesamt einfach zu viel Trubel – beschlossen wir, am nächsten Morgen direkt weiterzufahren.
    Wir legten ein paar Kilometer zurück, meisterten unterwegs vier einfache Schleusen und fanden schließlich bei Villepinte einen wunderschönen Naturanleger direkt hinter einem Weingut. Genau so hatten wir uns das vorgestellt: ruhig, grün und herrlich abgeschieden.
    Am Abend setzte sogar noch Regen ein. Zum Glück hatten wir bis dahin bereits alles in Ruhe verstaut und saßen gemütlich im Trockenen. So konnten wir einfach dem leisen Prasseln lauschen und den wunderbaren Duft von frischem Regen genießen, der durch die geöffneten Fenster hereinwehte.
    Das Wetter zeigte sich auch am nächsten Tag nicht gerade von seiner besten Seite. Immer wieder zogen Regenschauer durch, und dazu wehte ein kräftiger Wind. Trotzdem entschieden wir uns ganz bewusst, noch eine weitere Nacht an diesem schönen Ort zu bleiben. Solche Plätze findet man schließlich nicht jeden Tag.
    Die Zeit nutzten wir für ein wenig Bürokram und alles, was sonst gerne liegen bleibt. Später gingen wir noch mit Fiete spazieren und schauten uns dabei schon einmal die kommenden automatisierten Schleusen genauer an.
    Am Abend entdeckte Timo dann sogar Glühwürmchen direkt vor unserem Boot – ein wirklich zauberhafter Moment.
    Die Ruhe hier war einfach herrlich. Abends begleiteten uns das Konzert der Grillen und das Quaken der Frösche, und am nächsten Morgen wurden wir von fröhlichem Vogelgezwitscher geweckt. Genau für solche Momente lieben wir dieses Leben auf dem Wasser.
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  • Villesèquelande

    27–28 de abr., França ⋅ ☁️ 24 °C

    Bevor wir Carcassonne endgültig hinter uns ließen, haben wir zunächst noch einmal unseren Wassertank aufgefüllt. So startet es sich einfach entspannter in die nächste Etappe.
    Anschließend verabschiedeten wir uns von der netten Schleusenwärterin, die wir in den letzten Tagen immer wieder getroffen hatten. Danach besorgten wir noch frische Lebensmittel im Supermarkt, und gegen frühen Nachmittag konnten wir dann endlich ablegen. Dabei hatten wir bereits einen ausgesprochen erfolgreichen Vormittag hinter uns: Wir hatten unser Paket abgeholt und waren noch einmal oben in der Zitadelle unterwegs gewesen.
    Die ersten Kilometer fuhren wir gemeinsam mit einem Touristen-Ausflugsboot aus Carcassonne. Auch die ersten beiden Schleusen meisterten wir zusammen. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir heute auf unzähligen Urlaubsfotos gelandet sind – schließlich ist man als Hausboot zwischen all den Touristen doch ein beliebtes Motiv.
    Kurz hinter Carcassonne zeigte sich der Canal du Midi dann endlich von seiner wohl berühmtesten Seite: Zum ersten Mal fuhren wir durch lange Alleen aus mächtigen Platanen, die links und rechts den Kanal säumten. Genau so muss früher wohl nahezu der gesamte Canal du Midi ausgesehen haben – ein wirklich beeindruckender Anblick und genau das Bild, das man sofort mit dieser historischen Wasserstraße verbindet.
    Am späten Nachmittag erreichten wir Villesequelande und fanden dort einen schönen Liegeplatz. Besonders praktisch: Hier gab es sogar noch einmal kostenlos Wasser.
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  • Cité de Carcasonne

    27 de abril, França

    Da wir heute ohnehin schon so früh unterwegs waren, nutzten wir die Gelegenheit direkt für einen zweiten Besuch der Zitadelle von Carcassonne. Unsere Hoffnung war, dass es am Vormittag und mitten in der Woche deutlich ruhiger sein würde als beim ersten Mal.
    Und tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht. Natürlich waren wir nicht komplett allein dort oben unterwegs, aber im Vergleich zu unserem ersten Besuch war es angenehm entspannt. Die engen Gassen wirkten viel ruhiger, und man konnte die besondere Atmosphäre der alten Mauern noch viel besser genießen.
    Wir gönnten uns dort oben ganz gemütlich einen Kaffee und schlenderten anschließend noch einmal durch die kleinen Straßen der Cité. Ohne den großen Trubel konnte man viel mehr Details entdecken – die alten Fassaden, die kleinen Fensterläden, die verwinkelten Wege und immer wieder die beeindruckenden Ausblicke über die Dächer und die Umgebung.
    Außerdem durften heute noch drei neue Kaffeebecher bei uns einziehen. In einem super süßen kleinen Laden entdeckten wir handgemachte Keramik, in die wir uns sofort verliebten. Und als wäre das nicht schon schön genug gewesen, stellte sich heraus, dass die Töpferin aus Paraza kommt – einem Ort, mit dem wir inzwischen selbst viele Erinnerungen verbinden. Dadurch haben die neuen Becher für uns gleich noch einmal eine ganz besondere Bedeutung bekommen.
    Gegen Mittag merkten wir allerdings deutlich, wie die Stadt langsam wieder voller wurde. Immer mehr Besucher strömten durch die Tore der Zitadelle, und das geschäftige Treiben nahm wieder zu. Genau deshalb beschlossen wir, unseren perfekten ruhigen Vormittag einfach genau so in Erinnerung zu behalten und machten uns wieder auf den Rückweg zum Boot.
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  • Das Paket

    27 de abril, França ⋅ ☀️ 13 °C

    So, Montagmorgen – der große Paket-Showdown.
    Wir standen früh auf, und direkt nach dem ersten Kaffee machten wir die Fahrräder startklar. Dann ging es los zum Paketzentrum. Die Fahrt dorthin war eigentlich wunderschön: immer am Canal entlang, genau auf der Strecke, aus der wir die letzten Tage gekommen waren.
    Irgendwann verließen wir jedoch die schöne Kanalwelt und landeten in einem ziemlich heruntergekommenen Industriegebiet am Stadtrand von Carcassonne. Dort befand sich tatsächlich das Paketzentrum.
    Voller Hoffnung fragten wir nach unserem Paket – und wurden direkt wieder enttäuscht. Uns wurde gesagt, das Paket sei vermutlich bereits auf dem Weg nach Trèbes. In dem Moment konnte ich es wirklich kaum glauben. Also erklärte ich noch einmal die komplette Geschichte: unseren spontanen Ausflug am Freitagabend nach Toulouse, die Aussagen dort und das ganze Hin und Her.
    Dann wurde plötzlich klar: Unser Paket musste eigentlich noch hier sein – vermutlich gerade irgendwo in dem LKW, der in diesem Moment ausgeladen und sortiert wurde. Also sollten wir noch etwas Geduld haben.
    Kurz darauf kam dann die entscheidende Nachricht von Jule: Sie hatte eine Statusaktualisierung erhalten. Das Paket war soeben im Paketzentrum angekommen und eingescannt worden.
    Ich lief sofort wieder hinein und sagte Bescheid, dass das Paket gerade frisch gescannt wurde. Und tatsächlich – wenige Minuten später hielt der junge Mitarbeiter unser Paket endlich in den Händen.
    Wir konnten es kaum glauben. Nach all dem Telefonieren, Warten, Hoffen und den ganzen Umwegen hatten wir es nun endlich geschafft. Ehrlich gesagt hatte ich uns innerlich schon die kompletten 13 Kilometer pro Strecke nach Trèbes radeln sehen, um das Paket schließlich aus dem portugiesischen Lebensmittelgeschäft abzuholen.
    Das Paket selbst hatte die Reise allerdings sichtbar mitgenommen. Es war ziemlich ramponiert und sah aus, als hätte es einiges erlebt. Aber das Wichtigste: Der Inhalt war vollständig.
    Damit können wir diese kleine Paket-Odyssee nun endlich offiziell abschließen 😄
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  • Carcassonne 2. Tag

    26 de abril, França ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute ging unsere gemeinsame Zeit zu fünft an Bord leider schon wieder zu Ende. Nach dem Frühstück machten sich Jule, Kurt und Clarissa bereits wieder auf den Weg zum Flughafen.

    Wie immer verging die Zeit viel zu schnell. Wir haben die gemeinsamen Tage wirklich sehr genossen – die vielen Gespräche, das gemeinsame Essen, die Spieleabende und einfach das Zusammensein an Bord. Aber immerhin ist der Abschied diesmal etwas leichter, weil wir wissen, dass wir uns spätestens Ende Juni in der alten Heimat ohnehin schon wiedersehen werden.

    Nachdem die drei losgefahren waren, kehrte langsam wieder etwas Ruhe an Bord ein. Den restlichen Tag nutzten wir deshalb, um wieder ein wenig den „Normalzustand“ herzustellen. Sachen wurden verräumt, Dinge sortiert und alles wieder an seinen ursprpnglichen platz gestellt.

    Außerdem stand noch einmal eine große Runde Wäschewaschen im Hafen auf dem Programm. Der Trockner dort war allerdings eher… mäßig hilfreich. Wirklich trocken wurde die Wäsche darin nicht. Also mussten wir an Bord improvisieren und überall die finale Trocknung organisieren. Aber irgendwie klappt am Ende immer alles – man wird auf mit der Zeit ziemlich kreativ.
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  • Basilika St-Nazaire-St-Celse

    25 de abril, França ⋅ ☀️ 22 °C

    Ein echtes Highlight in Carcassonne war für uns die Basilika Saint-Nazaire-et-Saint-Celse innerhalb der alten Cité. Schon von außen wirkt sie beeindruckend zwischen all den mittelalterlichen Mauern und engen Gassen.
    Besonders spannend fanden wir, dass die Kirche zwei ganz unterschiedliche Baustile miteinander verbindet. Der ältere Teil ist noch romanisch mit schweren Mauern und eher schlichten Formen, während der spätere gotische Teil plötzlich viel heller und filigraner wirkt. Vor allem die riesigen bunten Fenster haben uns beeindruckt. Wenn das Licht hindurchfällt, entsteht innen eine ganz besondere Stimmung.
    Überhaupt war es dort erstaunlich ruhig. Draußen liefen überall Touristen durch die engen Straßen der Festung, doch sobald man die Basilika betritt, wird alles plötzlich still und fast ein wenig ehrfürchtig.
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  • La Cité de Carcassonne Stadtmauern

    25 de abril, França ⋅ ☀️ 22 °C

    Die gewaltigen Stadtmauern der Cité von Carcassonne haben uns wirklich beeindruckt. Wenn man davorsteht, fühlt es sich fast an, als wäre man plötzlich mehrere hundert Jahre in der Zeit zurückgereist. Die vielen Türme, die doppelten Mauerringe und die alten Steinwege wirken fast unwirklich gut erhalten.
    Besonders schön war der Spaziergang entlang der Mauern. Von dort oben hatte man einen herrlichen Blick über die Umgebung, die Dächer der Stadt und bis weit ins Land hinaus. Durch das wechselnde Licht sahen die warmen Steine der Festung immer wieder anders aus – mal golden in der Sonne, mal fast dramatisch unter den dunkleren Wolken.
    Man kann sich dort richtig vorstellen, wie bedeutend und uneinnehmbar diese Festung früher gewesen sein muss. Gleichzeitig wirkte alles erstaunlich ruhig und friedlich. Für uns war das definitiv einer der beeindruckendsten Orte bisher auf unserer Reise.
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  • La Cité erster Besuch

    25 de abril, França ⋅ ☀️ 22 °C

    Natürlich durfte in Carcassonne auch ein Besuch der berühmten Zitadelle nicht fehlen. Gemeinsam sind wir hinauf zur Cité gelaufen und haben uns erst einmal treiben lassen. Überall waren Menschen unterwegs – unglaublich viele Touristen aus aller Welt, Straßenmusiker, kleine Läden und Restaurants. Trotz des Trubels hatte dieser Ort aber eine ganz besondere Atmosphäre.
    Zwischen den alten Mauern und engen Gassen fühlte es sich fast ein bisschen an wie in einer anderen Zeit. Immer wieder eröffneten sich schöne Ausblicke über die Dächer der Stadt und die umliegende Landschaft.
    Eigentlich wollten wir auch noch das Schloss besichtigen, aber dafür waren wir leider schon zu spät dran. Also beschlossen wir kurzerhand, das Beste daraus zu machen, und suchten uns ein schönes kleines Café mitten in der Cité.
    Dort saßen wir dann ganz entspannt zusammen und gönnten uns einen Aperol Spritz, während wir das bunte Treiben um uns herum beobachteten. Ehrlich gesagt war genau das am Ende wahrscheinlich sogar die bessere Entscheidung – einfach den Moment genießen, die besondere Stimmung aufsaugen und die beeindruckende Kulisse auf sich wirken lassen.
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  • Carcassonne teil 1

    25 de abril, França ⋅ ☁️ 18 °C

    Unser erster richtiger Tag in Carcassonne begann ganz entspannt. Während Kurt und Timo sich am Boot beschäftigten und die Temperaturfühler installierten, machten wir Mädels uns schon einmal auf den Weg in die Stadt. Und selbst ohne das ersehnte Paket fand Kurt natürlich sofort etwas zum Basteln und Werkeln.
    Heute war außerdem Markttag in Carcassonne. Es gab einen kleinen Markt mit regionalen Spezialitäten direkt auf dem Marktplatz, die schöne Markthalle mit frischen Lebensmitteln und am Ende der Altstadt sogar noch einen deutlich größeren Markt mit allerlei Trödel, Kram und kuriosen Dingen. Wir schlenderten einfach gemütlich durch die Gassen, schauten uns alles an und genossen das bunte Treiben.
    Später kam Timo mit Fiete ebenfalls noch in die Stadt nach, während Kurt weiter am Boot arbeitete. Gemeinsam gönnten wir uns schließlich einen Aperol auf dem Marktplatz und beobachteten das Leben um uns herum – und dieses typisch französische Stadtgefühl.
    Am Nachmittag holten wir dann auch Kurt ab, und zusammen machten wir uns auf den Weg zur berühmten Cité, um die beeindruckende Zitadelle zu erkunden. Auf dem Rückweg gingen wir noch gemeinsam essen, bevor wir den Abend schließlich wieder gemütlich an Bord ausklingen ließen – natürlich nicht ohne eine weitere Runde Uno.
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  • Carcasonne

    24–27 de abr., França ⋅ 🌬 22 °C

    Auf dem Weg nach Carcassonne verfolgten wir natürlich gespannt weiterhin unser Paket. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Zustellung erst am Montag in Trèbes erfolgen sollte. Nach mehreren Telefonaten mit GLS fanden wir schließlich heraus, dass sich das Paket aktuell noch im Paketzentrum in Toulouse befindet. Die Dame am Telefon erklärte uns, dass wir es dort sogar persönlich abholen könnten – das Zentrum habe bis 19 Uhr geöffnet. Also entstand spontan ein neuer Plan.
    Die Fahrt selbst war durch den starken Wind ziemlich frisch, aber immerhin schien die Sonne. Die Schleusen funktionierten heute alle problemlos, und auch die Durchfahrt unter der niedrigsten Brücke des gesamten Canal du Midi kurz vor der Hafenschleuse von Carcassonne klappte ohne Probleme. Es soll tatsächlich die niedrigste Brücke des ganzen Kanals sein – und wir passten gerade so darunter hindurch.
    Im Hafen wurden wir wieder sehr freundlich von der Hafenmeisterin empfangen. Da auf der anderen Hafenseite nur rückwärts angelegt werden darf, konnten wir längsseits direkt an der Seite beim Bahnhof festmachen, was uns deutlich lieber war.
    Kaum festgemacht, machten Kurt und ich uns direkt auf den Weg zum Bahnhof, um ein Taxi nach Marseillette zu nehmen und dort den Mietwagen abzuholen. Natürlich war es wie immer: Gerade eben standen noch mehrere Taxis dort, und genau als wir ankamen, fuhr das letzte davon. Nach einem kurzen Anruf kam zum Glück aber schnell ein neues Taxi.
    Wir standen inzwischen allerdings ziemlich unter Zeitdruck. Etwa 20 Minuten Fahrt bis zum Mietwagen und anschließend ungefähr eine Stunde bis zum Paketzentrum in Toulouse lagen noch vor uns. Es war mittlerweile schon 17 Uhr, und um 19 Uhr schließt das Zentrum.
    Natürlich gerieten wir dann auch noch mitten in den Berufsverkehr und standen erst einmal im Stau. Den Mietwagen erreichten wir schließlich nach gut einer halben Stunde. Die anschließende Fahrt nach Toulouse war vermutlich die angenehmste Autofahrt, die ich je mit Kurt erlebt habe – und daran sind definitiv die französischen Geschwindigkeitsbegrenzungen schuld. Zum Glück.
    Trotzdem holten wir unterwegs noch einige Minuten auf und erreichten das Paketzentrum tatsächlich etwa zwanzig Minuten vor Feierabend. Voller Hoffnung gingen wir hinein und waren überzeugt, unser Paket nun endlich in den Händen zu halten.
    Doch dann kam die große Ernüchterung: Unser Paket war gar nicht mehr dort. Es war bereits weitertransportiert worden – ausgerechnet ins nächste Verteilzentrum in Carcassonne. Wir dachten zuerst wirklich, das müsse ein schlechter Scherz sein. Aber leider war es ernst. Die komplette Fahrt nach Toulouse war also völlig umsonst gewesen.
    Immerhin gab man uns noch den Tipp, es am Montagmorgen direkt beim Paketzentrum in Carcassonne zu versuchen, sobald es öffnet. Sogar die Adresse bekamen wir mit.
    Zugegeben ziemlich enttäuscht machten wir uns anschließend ohne Paket wieder auf den Rückweg zu den anderen.
    Dort angekommen wurden wir bereits erwartet. Gemeinsam gingen wir noch in die Stadt zum Abendessen und ließen den restlichen Abend schließlich entspannt an Bord ausklingen – auch wenn unser Paket uns weiterhin auf Trab hielt.
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  • Trébes

    23–24 de abr., França ⋅ 🌬 20 °C

    Heute führte uns unsere Fahrt nach Trèbes. Hinter dem Hafen fanden wir einen wunderbar ruhigen Liegeplatz direkt hinter der Brücke. Die Festmachmöglichkeiten waren perfekt, und direkt daneben gab es ausreichend Grünfläche für Fiete – besser hätte es kaum sein können.
    Besonders gespannt waren wir heute auf ein Paket, das Kurt für uns per GLS an eine Packstation in einem kleinen portugiesischen Lebensmittelgeschäft schicken ließ. Eigentlich sollte es heute zugestellt werden. Leider war bei der Adressweitergabe offenbar etwas schiefgelaufen, sodass das Paket nicht wie geplant angekommen ist.
    Kurt und ich haben daraufhin alles versucht, um herauszufinden, wo das Paket steckt und was genau schiefgelaufen war. Sogar die unglaublich hilfsbereite Besitzerin des portugiesischen Ladens hat bei GLS angerufen und sich mit großem Einsatz darum gekümmert, dass das Paket vielleicht doch noch morgen zugestellt werden kann. Mehr konnten wir heute leider nicht tun – also heißt es nun erst einmal abwarten.
    Am Abend wurde es dafür umso gemütlicher. Es gab Baguette, das herrliche Brot, das Jule extra aus Deutschland mitgebracht hatte – endlich mal wieder richtig gutes Brot! Dazu Aioli, Pesto, Tomaten und allerlei Aufschnitt. Ganz ehrlich: Allein dieses Brot war schon ein absolutes Highlight.
    Das Mietboot, das vor uns festgemacht hatte, lieh uns freundlicherweise sogar noch einen zusätzlichen Stuhl, sodass wir oben an Deck alle gemeinsam sitzen und essen konnten. Später zogen wir uns in den Salon zurück, wo wir noch lange zusammensaßen, geplaudert und eine ausgiebige Runde Uno gespielt haben. Ein rundum gelungener Abend.
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  • Marseillette

    22–23 de abr., França ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute sind wir für unsere Verhältnisse recht früh in La Redorte aufgebrochen. Zuerst haben wir noch einmal unseren Wassertank komplett aufgefüllt, und dann konnte es losgehen. Für heute standen einige Schleusen auf dem Programm, denn wir hatten uns mit Kurt, Jule und Clarissa in Marseillette verabredet. Dort wollen sie mit ihrem Mietwagen zu uns stoßen, bevor wir dann gemeinsam weiterfahren.
    Besonders spannend war heute, dass wir den Abschnitt des Canal du Midi passierten, der bis vor Kurzem noch gesperrt gewesen war. Beim letzten Sturm waren hier zahlreiche Bäume in den Kanal gestürzt. Auch jetzt konnte man die Auswirkungen noch sehr deutlich erkennen. Viele Bäume lagen frisch gefällt am Ufer, und überall lag noch dieser herrliche Duft von frischem Holz in der Luft. Im Wasser trieben vereinzelt noch größere Äste, aber wir konnten allen Hindernissen problemlos ausweichen.
    Die Schleusen funktionierten heute zum Glück alle einwandfrei, sodass wir am Nachmittag planmäßig in Marseillette ankamen. Dort fanden wir einen schönen Liegeplatz kurz vor dem Friedhof – ein eher ungewöhnlicher Orientierungspunkt, aber durchaus praktisch.
    Anschließend machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Marseillette erwies sich allerdings als eher unspektakulär. Timo war eigentlich auf der Suche nach einem Friseur, doch der Salon im Dorf hatte leider keine Zeit für ihn.
    Kurzerhand schwang er sich deshalb aufs Fahrrad und fuhr nach Capendu. Dort wollen wir morgen ohnehin noch einmal mit dem Auto einen Großeinkauf machen, bevor es gemeinsam weitergeht. Zwar hatte auch der Friseur dort heute keinen freien Termin mehr, aber Timo konnte immerhin für morgen um 13 Uhr einen Termin vereinbaren. Damit hatte sich die spontane Radtour also definitiv gelohnt.
    Am nächsten Morgen räumten wir das Boot noch ein wenig um, damit wir zu fünft genügend Platz haben würden. Lange mussten wir dann auch gar nicht warten, denn schon bald kamen Kurt, Jule und Clarissa bei uns an. Gemeinsam fuhren wir noch schnell nach Capendu zum Intermarché, erledigten den Einkauf, und Timo konnte seinen Friseurtermin wahrnehmen. Anschließend parkten wir das Auto sicher auf einem Parkplatz hier in Marseillette.
    Damit war alles vorbereitet, und bei herrlichem Wetter konnte unsere gemeinsame Fahrt endlich beginnen.
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  • La Redorte

    18–22 de abr., França ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute stand nur eine ganz kurze Etappe auf dem Programm: Es ging lediglich bis nach La Redorte. Dort warteten schließlich wichtige Aufgaben auf uns – Einkaufen und vor allem Wäschewaschen.
    Als wir ankamen, konnten wir uns gerade noch den letzten freien Platz am Steg mit Serviceeinrichtungen sichern. Das Liegen ist hier kostenlos, und Strom sowie Wasser können je nach Bedarf stunden- oder tageweise bezahlt werden. Mit dem Wasser hatten wir allerdings Glück – es funktionierte auch ohne Bezahlung. Strom brauchten wir dank unserer Photovoltaikanlage und reichlich Sonnenschein ohnehin nicht.
    Also machten wir uns direkt mit einer großen Ladung Wäsche auf den Weg zum Intermarché. Mit den Fahrrädern und voll beladen ging es los. Dort angekommen dann die Ernüchterung: Die Waschmaschinen wollten partout nicht funktionieren. Der Filialleiter hat wirklich alles versucht, konnte sie aber leider nicht wieder in Gang bringen. Da heute Samstag war und natürlich kein Servicetechniker mehr kam, wurden wir auf Montag vertröstet.
    Also radelten wir wieder zurück – mit all unserer immer noch schmutzigen Wäsche. Nicht ganz der erhoffte Erfolg.
    Später machten wir uns dann erneut auf den Weg, diesmal wenigstens erfolgreich zum Einkaufen. Unsere Vorräte sind nun wieder bestens aufgefüllt. Am Abend wurde dann endlich zum ersten Mal auf dieser Reise unser Grill eingeweiht. Wir saßen draußen vor dem Boot an der Bank und genossen unser Abendessen. Zumindest bis die Mücken beschlossen, dass auch ich auf den Grill gehöre – ich wurde komplett zerstochen.
    Inzwischen haben sich auch Jule, Clarissa und Kurt angekündigt. Am Donnerstag kommen sie uns besuchen. Sie landen in Béziers, nehmen sich dort einen Mietwagen und fahren dann zu uns. Da wir hier ohnehin noch einiges erledigen wollten und uns nicht allzu weit von Béziers entfernen möchten, beschlossen wir kurzerhand, bis Mittwochmorgen in La Redorte zu bleiben.
    Und ehrlich gesagt: Schlechter hätte es uns kaum treffen können. Wir liegen hier kostenlos, haben Wasser, bei Bedarf auch Strom, einen Intermarché direkt in der Nähe und dazu noch einen wirklich hervorragenden Bäcker. Viel mehr braucht man eigentlich nicht.
    Die nächsten Tage nutzten wir entsprechend produktiv. Timo hat das Boot gründlich gewaschen und das Deck frisch gestrichen. Ich habe Pesto und Aioli vorbereitet, unzählige Fotos vom Handy in Alben sortiert und auf die Festplatte übertragen. So konnte ich endlich mein neues Telefon einrichten, ohne sämtliche Altlasten übernehmen zu müssen.
    Am Montag liefen dann auch die Waschmaschinen endlich wieder, und wir konnten unsere gesamte Wäsche waschen. Danach zogen wir noch Kabel für unsere Temperaturfühler – als Vorbereitung für Kurts Besuch – und brachten das Boot wieder ein wenig auf Vordermann.
    Außerdem entschieden wir uns, die Seitenteile unserer Persenning herauszunehmen. Durch das ständige Klappen leiden die Fensterplanen doch ziemlich, und bei den inzwischen deutlich wärmeren Temperaturen sollte das offene Fahrgefühl ohnehin viel angenehmer sein.
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  • Naturanleger bei la Redorte

    17–18 de abr., França ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute bin ich leider mit leichten Bauchschmerzen aufgewacht. Erst habe ich versucht, sie zu ignorieren – Frühstück gemacht und eine Kleinigkeit gegessen – aber es wurde nicht besser. Also ging es nochmal mit Wärmflasche zurück ins Bett. Während ich mich ausgeruht habe, hat Timo sich um die Planung der Photovoltaikanlage gekümmert.
    Eigentlich war der Plan, noch vor der Mittagspause in Homps zu sein… aber wie so oft an Bord: Pläne sind eher Vorschläge 😄
    Gegen Mittag wurde es zum Glück besser. Wir sind noch eine Runde mit Fiete gegangen und haben dann doch abgelegt. Kurz nach der Mittagspause waren wir an der Doppelschleuse und konnten nach kurzer Wartezeit direkt einfahren. In der oberen Kammer wurde gleichzeitig ein Mietboot nach unten geschleust. Vor der zweiten Kammer haben wir dann getauscht.
    Und da wurde es kurz spannend: Das Mietboot fuhr zuerst zu uns in die Kammer – und stand plötzlich fast quer in der Schleuse. Für einen Moment dachten wir beide: Das war’s jetzt… unser erster „Kontakt“ mit einem dieser Boote 🙈
    Aber der Schleusenwärter hat blitzschnell reagiert und klare Anweisungen gegeben, sodass am Ende alles gut gegangen ist. Für heute also nochmal Glück gehabt!
    Die restlichen Schleusen haben wir dann ganz entspannt alleine gemeistert.
    Am späten Nachmittag haben wir kurz vor La Redorte einen Naturanleger gefunden – und was für einen. Bis jetzt ist es wirklich der allerschönste Platz unserer Reise. Wir liegen hier zwischen zwei Aquädukten, durch die der Fluss Argent-Double fließt.
    Fiete war natürlich sofort im Wasser – endlich mal wieder richtig abkühlen im klaren Fluss. Man hat ihm richtig angesehen, wie gut ihm das getan hat.
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  • Naturanleger Aqueduc de Bassanel

    16–17 de abr., França ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach der Mittagspause ging es weiter – und schon stand die erste Doppelschleuse an. Wir hatten richtig Glück und wurden ganz alleine geschleust, was das Ganze nochmal entspannter gemacht hat.
    Dabei hat uns die Schleusenwärterin richtig gute Neuigkeiten mitgegeben: Morgen Nachmittag soll der Canal ab der Schleuse Fonfile endlich wieder geöffnet werden. Bis jetzt ist der Abschnitt nämlich noch gesperrt, da bei dem starken Sturm über 50 Bäume in den Canal gefallen sind. Umso schöner, dass sich dort jetzt langsam wieder etwas bewegt.
    Wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden, direkt hinterherzufahren. Stattdessen wollen wir es ruhig angehen lassen und den ganzen „Andrang“ erstmal vorziehen lassen. Unser Plan: lieber etwas langsamer reisen und die nächsten Tage entspannt genießen.
    Also haben wir etwa 2,5 km vor Homps an einem schönen Naturanleger festgemacht. Genau das, worauf wir heute Lust hatten: Ruhe, Natur und einfach mal durchatmen. Abends sahen wir als wir draußen noch beim Weinchen saßen in der Dämmerung das erste mal, das ein Reh in den Canal springt und aufwärts Richtung schleuse schwamm. Fiete ist seit dem hypnotisiert und starrt den canal hinauf.
    In zwei Tagen werden wir voraussichtlich dort ankommen – bis dahin sind es nur noch knapp 20 km. Morgen wollen wir erstmal bis nach La Redorte fahren, wo es einen Intermarché gibt – perfekt, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen.
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  • Argens-Minervois

    16 de abril, França ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach dem ersten Kaffee an Bord und einer kleinen Runde mit Fiete sind wir nochmal hoch zum gemeinsamen Frühstück gegangen – zusammen mit Suse, und drei weiteren Gästen. Ein richtig schöner, geselliger Start in den Tag.
    Nach dem Frühstück durften wir noch unsere Trinkwasserkanister auffüllen, bevor wir wieder abgelegt haben. Die Reise ging weiter, und wir haben sogar noch rechtzeitig die erste Schleuse vor der Mittagspause geschafft.
    Die Mittagspause haben wir dann genutzt, um uns den kleinen Ort Argens-Minervois anzuschauen. Ein ganz typisches Dorf für diese Gegend: Die Häuser schmiegen sich rund um ein zum Teil schon ziemlich verfallenes Schloss – irgendwie charmant und ein bisschen verwunschen zugleich.
    Unten am Kanal haben wir eine richtig schöne Guinguette entdeckt. Es roch unglaublich gut und sah total gemütlich aus – so ein Ort, an dem man sofort sitzen bleiben möchte. Aber wir waren noch ziemlich satt von dem reichhaltigen Frühstück, also haben wir es bei einem neugierigen Blick belassen und sind weitergezogen.
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  • Paraza

    15–16 de abr., França ⋅ ☀️ 21 °C

    Kurz hinter Paraza stand ein ganz besonderer Stopp an. Unser Paket war gestern gut bei der Mutter von Lukas angekommen. Sie betreibt hier ein kleines Airbnb, direkt am Canal gelegen, die Schwanenvilla – und wir durften sogar an ihrem kleinen privaten Steg anlegen. Ein wirklich schöner und persönlicher Ort.
    Das Anlegen hat auch wunderbar geklappt – nur ein kleines Opfer gab es: Eines unserer Mückenschutzgitter ist einem Brombeerstrauch zum Opfer gefallen 😄 Zum Glück haben wir noch Ersatz dabei, sodass ich es schnell wieder reparieren kann.
    Mit Suse haben wir erstmal ganz entspannt einen Kaffee getrunken und dann voller Vorfreude unser Paket in Empfang genommen – endlich die neue Pumpe! Die haben wir auch direkt eingebaut… und erstaunlicherweise lief dieses Mal alles komplett reibungslos. Keine unerwarteten Probleme, nichts, was noch „mal eben“ dazwischenkommt – einfach eingebaut, getestet, funktioniert. Fast schon ungewohnt 😄 Aber wir nehmen das natürlich dankend so hin.
    Danach sind wir noch ein bisschen durch die Weinberge spaziert, bevor wir abends sogar noch von Karl und Suse bekocht wurden. Es war richtig lecker und ein total schöner, geselliger Abend.
    Die Nacht war dann wunderbar ruhig, und als wir nach oben geschaut haben, wurden wir noch mit einem fantastischen Sternenhimmel belohnt ✨
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  • Produktivität, Spaziergänge und Weingut

    14 de abril, França ⋅ 🌬 18 °C

    Hier in Ventenac-en-Minervois haben wir insgesamt vier Nächte verbracht – vor allem wegen des starken Windes und weil wir auf unser Paket gewartet haben, das schließlich am Dienstag angekommen ist.
    Die Zeit hier haben wir richtig gut genutzt und waren erstaunlich produktiv. Timo hat viel an der Hauszeichnung für Jule und Kurt gearbeitet, sich um die Buchhaltung gekümmert und die Planung der Photovoltaikanlage weiter vorangebracht. Außerdem haben wir den Sonnenschutz fast komplett fertig montiert – nur ein Fenster fehlt noch.
    Ich habe die Zeit ebenfalls genutzt und bin mit Fiete eine große Runde bis nach Paraza gelaufen. Der Weg führte über ein richtig schönes Aquädukt und weiter über die Brücke in Paraza, bevor wir auf der anderen Seite wieder zurück nach Ventenac gelaufen sind. Unterwegs kam uns Timo sogar entgegen. Fiete war richtig gut drauf – wir haben viel geübt, vor allem das Warten auf Distanz und das Suchen des Balls.
    Am frühen Abend haben wir noch eine kleine Weinprobe im örtlichen Weingut gemacht. Die Eigentümerin ist gerade einmal 28 Jahre alt und spricht richtig gut Deutsch und natürlich auch Englisch. Eine total sympathische Begegnung. Ich habe einen sehr leckeren Weißwein für mich entdeckt, während Timo sich für einen Rosé entschieden hat.
    Außerdem konnten wir noch das kleine Museum direkt beim Weingut anschauen – eine schöne Ergänzung und irgendwie passend zu diesem Ort.
    Insgesamt war es ein richtig schöner Aufenthalt: ruhig, produktiv und gleichzeitig entspannt. Der kleine Laden vor Ort, in dem es immer frisches Baguette und die wichtigsten Lebensmittel gab, hat das Ganze perfekt gemacht.
    Ein Ort, an dem man gut mal ein paar Tage länger bleibt 🌿🍷🚤✨
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  • Ventenac-en-Minervois

    11–15 de abr., França ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute Morgen sind wir aufgewacht – und die kleine Heizung lief. Die Automatik, die Kurt eingebaut hat, funktioniert also 😄 Das bedeutet wohl, dass die Temperatur nachts unter 18 Grad gefallen ist. Also haben wir sie erstmal wieder ausgeschaltet – aktuell sind wir bei den warmen Tagen sogar ganz froh, wenn es im Boot eher etwas kühler bleibt.
    Wir haben ganz entspannt in den Tag gestartet, erstmal einen Kaffee getrunken. Timo hat weiter an der Hauszeichnung gearbeitet, wir sind eine Runde mit Fiete gelaufen und haben uns dann an die nächsten Sonnenschutzfenster gemacht. Und diesmal lief es richtig gut: Mit den neuen Bohrern, dem Schneidfett und dem neuen Gewindeschneider hat alles deutlich besser funktioniert – endlich Fortschritt!
    Danach sind wir noch schnell duschen gegangen. Ich habe mir anschließend noch die alte, wirklich besondere Buchhandlung hier in Le Somail angeschaut – ein richtig schöner, fast magischer Ort. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen: Ein kleiner Magnet durfte mit und begleitet uns jetzt auf unserer Reise.
    Bevor wir weitergefahren sind, haben wir noch einen Stopp bei der Capitainerie gemacht, um Wasser zu tanken und die Nacht zu bezahlen. Für die Übernachtung inklusive 300 Liter Wasser haben wir knapp 24 € gezahlt – absolut fair.
    Unsere heutige Etappe war dann bewusst kurz. Das Wetter soll schlechter werden, und der Wind zieht langsam an – die nächsten Tage wohl noch stärker. Also haben wir uns auf die Suche nach einem sicheren Liegeplatz gemacht, an dem wir ein paar Tage bleiben können. Zumal wir ja auch noch auf unser Paket mit der neuen Pumpe warten.
    Fündig geworden sind wir in Ventenac-en-Minervois. Hier gibt es eine gute Kaimauer und ordentliche Möglichkeiten zum Festmachen – genau das, was wir jetzt brauchen.
    Also bleiben wir erstmal hier, warten auf besseres Wetter und unser Paket. Timo kümmert sich ein bisschen um die Buchhaltung, und ich habe Fiete gebürstet – ein ruhiger, produktiver Tag.
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  • Le Somail

    10–11 de abr., França ⋅ ☀️ 27 °C

    Gestern sind wir früh aufgestanden, denn wir wollten unbedingt vor der großen Hitze unterwegs sein – es sollten wieder an die 30 Grad werden, und da Fiete am Fahrrad mitläuft, wollten wir ihm die Mittagshitze ersparen.
    Zuerst sind wir in den Ortskern von Capestang gefahren und haben uns noch ein bisschen umgeschaut, bevor es weiter zum Baumarkt ging. Dort haben wir endlich die richtigen Bohrer zum Gewindeschneiden gefunden, dazu Schneidfett und noch einen zusätzlichen Gewindeschneider. Jetzt sind wir gut ausgerüstet und können hoffentlich unseren Sonnenschutz endlich fertig installieren – bei rund 60 Löchern auch wirklich nötig 🙈
    Außerdem haben wir noch Elektrokabel, Motoröl für den nächsten Ölwechsel und allerlei Kleinkram für kleinere Reparaturen besorgt. Danach ging es noch schnell in den Intermarché für ein paar Einkäufe.
    Voll bepackt sind wir zurück zum Boot geradelt, haben dort in Ruhe gefrühstückt, alles fertig gemacht – und sind dann auch schon wieder losgefahren.
    Die Strecke war wieder wunderschön. Allerdings sieht man hier deutlich die Spuren des Winters: viele umgestürzte Bäume entlang des Canal du Midi. Da muss es ordentlich gestürmt haben. Ein Abschnitt ist sogar noch gesperrt, weil dort über 50 Bäume im Wasser liegen.
    Am Nachmittag sind wir schließlich in Le Somail angekommen – ein wirklich total süßer Ort. Schon bei der Einfahrt unter der Brücke wurden wir lautstark von einer ganzen Horde Gänse begrüßt 😄
    Am Abend sind wir beim Spaziergang spontan in ein Restaurant gegangen – es sah einfach zu einladend aus. Und es hat sich absolut gelohnt:
    Zur Vorspeise gab es für mich einen Salat mit Ziegenkäse, für Timo einen Caesar Salat. Danach hatte ich Gambas und Timo ein Schweinefilet. Alles war wirklich richtig lecker.
    Die Mücken waren allerdings auch wieder am Start… ich hatte schon wieder einige neue Stiche und war echt froh, dass ich den Heat it am Schlüssel hatte. Ohne den wäre es deutlich unangenehmer gewesen. Am liebsten wäre ich schon früher zurück zum Boot gegangen – aber das Dessert musste natürlich noch sein 😄 Für mich gab es Crème Catalan und für Timo ein Affogato.
    Nach dem Essen sind wir zurück zum Boot gegangen, haben oben noch ein Glas Wein getrunken – und tatsächlich: dort waren die Mücken kein Problem mehr.
    Timo ist dann noch eine letzte Runde mit Fiete gegangen… und kurz vor dem Boot hat er sich natürlich nochmal in irgendetwas extrem Unangenehmem gewälzt 🤢 Der Geruch war wirklich schlimm – ich musste schon fast würgen. Also hat Timo kurzerhand draußen noch den Hund geduscht.
    Und dann ging es aber wirklich ins Bett
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