• Petra und Harald Dülberg
Sep – Oct 2023

2023 Sardiniens wilder Süden

A 37-day adventure by Petra und Harald Read more
  • Trip start
    September 22, 2023

    Zuhause

    September 22, 2023 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Es wird mal wieder Zeit los zu kommen. Um 17:00 Uhr geht's zum Flughafen Düsseldorf. Dort werden unsere Koffer eingecheckt. Drei Koffer, jeder mit 23 kg Survivalausrüstung gepackt, werden auf die Reise geschickt. Für sie hat das Warten ein Ende. Für Petra und mich geht's erst Samstag um 03:00 Uhr los. Take off ist um 06:30 Uhr. Das südliche Sardinien hat uns gerufen. Erst 2 Wochen mit Petra in einem Ferienhaus an der Costa de Rei. Danach fängt mein Abenteuer mit 3 verschiedenen Crews an. Dazu später...,also bleibt dabei. Ich wünsche euch allen eine kurzweilige Unterhaltung.Read more

  • Costa Rei

    September 23, 2023 in Italy ⋅ 🌬 26 °C

    Der heutige Name des Tages ist Wartetag. Um 03:00 Uhr wollten wir losdüsen. 03:25 Uhr wurde es. Auf wen ich wohl warten musste ...? Danach Sicherheitscheck, Frühstück und ab in den Flieger. Durchsage des Kapitäns: Der Catering hat uns vergessen und wir müssen auf ihn warten. Proviant an Bord, Durchsage des Kapitäns: Der neue "Take Off Slot" ist in einer Stunde. Kurze Zeit darauf: Wir könnten los, aber wir benötigen noch ein Fahrzeug welches uns zurück schiebt. Also ..., warten. Wir wurden gefühlte 2 cm versetzt und ab ging es zur Sighseeingtour durchs Flughafengelände. Endlich, um 8:00 Uhr, trotzten wir der Gravitation und verließen den sicheren, festen Boden. Blauer Himmel, 30 Grad und die Suche zu unserem Leihwagenanbieter "Enterprise" verfärbte mein T-Shirt und hinterließ am Ende weiße Ränder. Formalitäten und der ewige Streit einer Unterversicherung wurden erledigt und ab gings zum ersehnten Vierrad. Eine kleine süße Studentin verkündete mir mit einem Lächeln, dass mein Transportmittel noch gereinigt werden müsste. Ich wurde zum HB Männchen und siehe da, 2 Minuten später bepackten wir einen Fiat 500 X. Grösser als der Bestellte. War auch gut so, da unser Survival Gepäck doch erheblichen Platz benötigte. Ab gings entlang an vermüllten Sraßengräben, um nach einer Stunde, kurz vor unserem Ziel, Bescheid zu bekommen, dass unsere Vermieterin 2 Stunden später als vereinbart erscheinen würde und dies ihr unendlich leid täte. Ein Vergleich zwischen Jekyll und Hyde und Harald und HB Männchen wäre an dieser Stelle nich allzu abwegig. Die Verwandlung war von Erfolg gekrönt. Der Termin funzte. Leider stimmte die angegebene Adresse nicht und wir wurden per WhatsApp zur Wohnung gelotst.
    Die 50 qm Wohnung ist urlaubsmäßig eingerichtet und offeriert einen erstklassigen Blick auf türkis farbiges Meer.
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  • Costa Rei

    September 24, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    12 Sunden Schlaf ließen keinen Platz für grosse Unternehmungen. Strandspaziergang war angesagt. Ich muss erst einmal die Umgebung erkunden und wissen, wo ich eigentlich bin. Durch eine 200 m lange hohle Gasse erreichten wir unseren langen wunderschönen Strand. 25 Grad warmes kristallklares Wasser zerrte uns regelrecht in sich hinein. Wir spazierten vom Cappuccino zum Eistee zum Tintenfischsalat und wieder zurück. Die Reise wurde mit einem grossen Eis beendet und wir landeten ermattet auf unserem Balkon. Leben kann wahrlich schwer sein.Read more

  • Costa Rei

    September 25, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 23 °C

    Da unser Blick vom Balkon gen Osten geht, gibts keinen Sonnenuntergang. Dafür aber einen tollen Sonnenaufgang. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings mit unserem Fiat 500 entlang der kurvenreichen Küstenstreifen nach Villasimius. Ob dieser Ort sehenswert ist, können wir nicht entscheiden. Petra und ich als Europlayer haben schon so viel gesehen, dass ein Vergleich müssig ist. Allemal war es kurzweilig hier einen Kaffee zu genießen und die Amateurtouristen beim Flanieren zu beobachten.
    Während der Rückfahrt trafen wir eine deutsche Motorradgang, die den sardischen Asphalt fraß. Oder eher der Asphalt ihre Reifen. Mein Kumpel Gerd mit seiner Ex Bärbel, Petra und ich waren '86 und '87 auch mit unseren Motorrädern hier. Allerdings sind wir mit diesen von zu Hause gestartet. Heute werden die Motorräder mit dem LKW transportiert und selber reist man mit dem Flugzeug an. Nach einer Woche geht's dann wieder auf dem gleichen Weg zurück.
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  • Costa Rei

    September 26, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute wurde meine jung gebliebene Frau gefordert. 7 km und 238 Höhenmeter sind doch sicherlich nicht zuviel ....? Unser Ziel ist der Hausberg Monte Nai. Damit es wirklich 238 Höhenmeter sind, gings erst einmal am Strand entlang. Danach war Pause, da Petra den halben Strand in den Wanderschuhen hatte. Da ich die Route selber erstellte, suchten wir den ersten Höhenweg. Dieser war schlicht und einfach nicht vorhanden. Also Plan "B". Steile Treppen führten bergan ..., in eine Sackgasse. Hätte ich mal weiter in die Karte gezoomt, wäre mir diese Sackgasse aufgefallen. Das erinnert mich an ein Maisfeldlabyrinth, schnaufte mein Frau hinter mir. Ich sah zu, dass ich Abstand hielt und beim dritten Versuch waren wir auf der richtigen Fährte. Vorbei ging es an kleinen Ferienhäusern, die eins waren mit der Umgebung. Von jedem einzelnen hat man einen großartigen Blick über die Costa Rei. Das können die Sarden. Grüne Bäume und Palmen, weisser Sand und das türkise Meer mit seinen Schaumkronen. Ich kann nur sagen, das ist der Hammer. Nach einiger Zeit hörte der Weg auf und ein Pfad durch mannshohes dorniges Gestrüpp führte zum Gipfel. Kurz vor dem Gipfel versperrten Hinkelsteine den Aufstieg. Hier komme ich nie wieder runter, hörte ich meine Liebste wispern. Egal, diesen Ausblick musst du gesehen haben, rief ich ihr vom Gipfel entgegen. Sie muss den Abstieg geschafft haben, sonst würde ich nicht diese Zeilen verfassen können.
    Am Ende hatten wir 11 km auf dem Tacho und genossen ein Bier auf unserem Balkon.
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  • Costa Rei

    September 27, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    30 Grad und mehr zwangen uns zum relaxen. Wir setzten uns in unseren Fiat 500, stellten die Klimaanlage auf max und kurvten durch die Gegend. Über die Schnellstraße gings Richtung Süden, um dann für den Rückweg die Küstenstrasse zu nutzen. Wir wollten von Bucht zu Bucht und hatten die Schnorchelmaske immer griffbereit. Auch gegen einen Cappuccino in einer Strandbar wäre nichts einzuwenden. Dies ist an der Costa Rei ein teures Unterfangen. Jeder Beach, der von unserem Reiseführer angepriesen wurde, war nur über den vorgelagerten Parkplatz zu erreichen. Bis 18:00 Uhr kostet es 10 € fürs Auto und 1 € pro Person. Auch für nur mal gucken, waren die Antworten der Parkplatzwächter. Dementsprechend musste der Blick aus der Ferne genügen. Nur eine Bucht gönnten wir uns, die " Punta Molentis". Eine Doppelbucht mit kristallklarem Wasser und hellem Sand. Ein Schnorchelparadies. Solch eine Symbiose aus Wasser, Sand und Granitfelsen gibt's sicherlich nur auf Sardinien. Wir verbrachten den Rest des Tages faul im 25 Grad warmen Wasser liegend.Read more

  • Costa Rei

    September 29, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Für gestern gibt's nichts zu erzählen. Wir suchten den Wochenmarkt in Costa Rei. Aber da die Saison schon fortgeschritten ist, befindet er sich im Winterschlaf. Den Rest des Tages chillten wir am Strand. Aufgelockert wurde er durch gelegentliche Schwimmeinlagen im klaren 25 gradigen Wasser.
    Heute kam etwas Stress auf. Wird auch mal Zeit, den Blutdruck anzuheben. Es ging nach Cagliari, um für nächste Woche die Lage zu checken. Der Anlegesteg für unsere Charteryacht war schnell gefunden. Nur niemand war da. Ist eigentlich auch klar, da die vercharterten Yachten erst für 16:00 Uhr erwartet wurden. Dementsprechend gings in die Altstadt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mehr alt als Stadt. Ruine reihte sich an Ruine. Vieles zerfallen, einiges in der Renovierungsphase, noch weniger fertig. Nach einem Cappuccino und einem O Saft gings darum, einen Supermarkt zu finden, in dem wir am Freitag einkaufen und der dann auch die georderten Lebensmittel und Getränke mit einem Lieferwagen zum Hafen bringt. In Griechenland kein Problem, hier jedoch. Ein grosser Carrefour, 15 Autominuten entfernt, wirbt zwar damit, aber nur bei Onlinebestellung. Eine Stunde diskutieren mittels Googletranslater brachte keinen Erfolg. Es ging zurück zum Hafen. Ein Mitarbeiter unserer Charterfirma nahm sich unseres Problems an, gab mir eine Adresse und nach kurzem Gebrauch unseres Translaters in einem kleinen Supermarkt war alles geritzt. Wir harren da mal der Dinge, die da kommen mögen.
    Gegen 17:00 Uhr erreichten wir ermattet unser Appartement. Um 19:30 Uhr quälte sich langsam, aber stetig im Osten der Vollmond über den Horrizont, um dann
    blutrot aufzugehen. Was für ein Schauspiel.
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  • Costa Rei

    October 1, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach dem gestrigen Ausruhtag gings heute in die Wildnis. Erst einmal 50 km Asphalt fressen. Kurve an Kurve schlängelt sich die Straße durch eine immer grüne Landschaft. Es wird immer wilder. Steile orange farbene Felsen kämpfen sich durch das Dickicht. Ich hätte nie gedacht, daß das Landesinnere derart spektakulär ist. Nach einer Stunde Kurvenfahrt haben wir das Naturschutzgebiet "Sette Fratelli" erreicht. Ein schattiger Parkplatz ist schnell gefunden und ab gehts auf unseren 7 km langen Trail. 500 Höhenmeter liegen vor uns und das bei 27 Grad und blauem Himmel. Weit gefehlt, den Himmel sehen wir nur selten, da ein immer grünes Dach der UV Strahlung keine Chance gibt, uns zu erreichen. Ich hätts nicht für möglich gehalten. Es ging unter Bäumen her, dessen Namen ich nicht kenne. Und natürlich unter hunderten von Korkeichen. Für mich ein faszinierender Baum. An fast allen wurde schon die begehrte Rinde entfernt und der Stamm gegen Ungezieferbefall wieder geschützt. Einige Lichtungen eröffnen einen einzigartigen Blick auf schroffe Granitfelsen. 4 Stunden später sitzen wir ermattet am Strand und kühlen unsere heissgelaufenen Pneus im 25 gradigen Mittelmeer. Es war mal wieder ein geiler Tag.Read more

  • Costa Rei

    Oct 5–9, 2023 in Italy ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich bin aus meinem Urlaubsschlaf erwacht und quetsche wieder einige Zeilen aus meiner Feder. Ich schaue von unserem Balkon aufs Meer und was sehe ich? Es gibt sie ..., es gibt sie wirklich auf Sardinien ... Wolken. Ich hätts nicht für möglich gehalten, dass diese Feuchtigkeitsklumpen hier die Sonne verdunkeln. Und dies war auch das Highlight der letzten Tage. Abgesehen von Petras Geburtstag. Ob dieser Jubeltag in unserem Alter noch zum jubilieren ist ...? Nichtsdestotrotz ehrten wir ihn abends mit einem tollen Essen in einem hiesigen Restaurant.
    Ansonsten verläuft unser Tag wie der eines älteren, mein Bruder Andreas würde sagen eines 80 jährigen Paares, folgendermaßen:
    8:00 Uhr aufstehen und langsam frühstücken. Blöde aufs Meer schauen, um dann endlich zum Strand zu gehen und einen Cappuccino zu trinken. Ermattet fallen wir auf unseren Liegestuhl. 13:00 Uhr geht's zurück. Kleines Mittagessen und wieder zum Strand. Um 17:00 Uhr geht's wieder auf den Balkon und wir warten darauf ins Bett zu gehen. Aufgelockert wurden die letzten drei Tage nur durch eine Frühbesprechung in meiner Heimat, die ich um 8:30 Uhr in einem am Strand liegenden Tretboot verfolgte. Dem Internet sei gedankt, dass dies alles möglich ist und niemand merkt wo ich mich gerade aufhalte.
    Ab morgen ist das Lotterleben vorbei und es geht zum Einkauf, für meinen am Samstag beginnenden Segeltörn, nach Cagliari.
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  • Costa Rei

    October 6, 2023 in Italy ⋅ ⛅ 26 °C

    Wie gesagt, heute ist Schluss mit lustig. Um 10:00 Uhr geht's ins 60 km entfernte Cagliari. Zum Glück haben wir schon am vergangenen Freitag die Lage gecheckt. Der Supermarkt war schnell gefunden und 3 Stunden später waren 530 € ausgegeben. 4 Einkaufswagen, randvoll gefüllt, warten darauf am Samstag um 15:00 Uhr zum Segelkatamaran gebracht zu werden. Mal sehen, wo wir das alles unterbringen, geht mir durch den Kopf. Auch ob die Wasserverdrängung der "Bali 4.1" für genügend Auftrieb sorgt, denke ich. Der morgige Tag wirds zeigen....
    Es bleibt noch genügend Zeit, durch die engen Gassen der Altstadt zu schlendern. In einem kleinen Restaurant wird zu Mittag gegessen, danach gibt's ein Eis und natürlich einen Cappuccino. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch haben wir die alten Häuser mit ihren vielen kleinen Balkonen ins Herz geschlossen. Hier ist sicherlich noch viel zu tun, aber auch schon vieles fertig. Störend ist der Autoverkehr in den engen Gassen.
    In unserem Appartement angekommen, geht's noch einmal in die Strandbar, um uns von der Costa Rei zu verabschieden. Morgen früh um 05:00 Uhr geht der Wecker und um 09:00 Uhr Petras Flieger. Für mich geht's zu einem weiteren Segelabenteuer. Also..., bleibt dran!
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  • Hafen Cagliari

    October 7, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Es ging mir alles zu schnell. Um Fünfe ging der Wecker, um Sechse gings weg von der Costa Rei, um Sieben war Petra weg. Um fünf nach Sieben merkte ich, dass ich alleine bin. Kein schönes Gefühl. Um Neune stand ich an der Pier und war mit meinen Gedanken auf Segeln programmiert. Um 14:00 Uhr unterschrieb ich den Chartervertrag und das neues Zuhause wurde übernommen. Nun war ich in meiner Welt, erwartete sehnsüchtig Clemens, Jolanta, Jörg, Birgit, Thorsten und Kerstin. Die vier erstgenannten waren pünktlich zum Lebensmittel bunkern vor Ort. Der Rest hat sich sicherlich versteckt und gewartet bis alles fertig war .....
    Das erste gemeinsame Abendessen und ich bin mir sicher, dass hier auf dieser Yacht der erste Michelin Stern verliehen wird. Was diese Sechs aus der Küche gebracht hatten ...
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  • Cala de Sa Perda Longa

    October 8, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich sitze hier auf dem Sonnendeck unseres Luxuskatamarans und sehe wie der glühende Stern langsam vom türkisen Meer gefressen wird. Jörg und Kerstin klimpern im Hintergrund und bereiten mal wieder ein Michelin Menü vor. Bob Marley untermalt die Szene und ich denke, ein Joint wäre an diesem Ort auch nicht schlecht. Bevor ich euch weiter mit diesem Gesülze langweile, lasse ich den heutigen Tag mal Revue passieren.
    Der Wecker hatte heute mal keine Chance mich aus den Federn zu reißen. Um 07:00 Uhr übernahmen das 6 Poltergeister. Ich quälte mich schnell aus der warmen Decke, bevor sie ohne mein Zutun ablegen und ich die sich im Aufbau befindliche Autorität verliere. Entschieden wurde, da ein Katamaran keine nennenswerte Schräglage hat, während der Fahrt zu frühstücken. Es hallten die Kommandos Muringleine los, Achterleinen los durch die stille Morgenluft. Langsam schob sich unser Panzer durch das bleiernde Hafenwasser der Hafenausfahrt entgegen. Erste rötliche Sonnenstrahlen ließen die imposante Altstadtkulisse erstrahlen. Tschüss Calgliari, wir sehen dich in einer Woche wieder. Da kein Wind zu erwarten war, gings mithilfe der zwei Motoren entlang der Küste Richtung Westen. Wo wollen wir hin ..., nirgends. Wir lassen uns treiben und entscheiden im Moment, im Jetzt. Klemens ruft, schau mal eine Bucht. Nichts wie hin, Anker runter und gemeinsam wird der Alltagsstaub abgewaschen. Nach einer Stunde schnorcheln zerrte der Ankerspill unser Eisen wieder an Deck und weiter gings entlang einer wunderschönen grünen Küste. Unterbrochen wurde sie durch kleinere Häuseransammlungen und etlichen Sandstränden. Segel wurden gesetzt und vereint mit unseren Motoren gurgelten wir fröhlich unserem Ziel entgegen. Um 14:00 Uhr ist eine Traumbucht erreicht. Thorsten, der Coskipper und ehemaliger Panzerfahrer hat unseren Koloss sicher im Griff und durch das aktivieren beider Motoren fährt er das Ankermanöver. Jörg und Klemens betätigen den Anker. Drei Ankerversuche weiter gräbt sich das Eisen in den weichen Sand. Wir liegen inmitten türkisen Wassers mit zwei weiteren Seglern. Ich gehe in die Pantry, um das Ankerbier klar zu machen. Was sehe ich ..., der Tisch biegt sich vor Köstlichkeiten. Wer soll das alles essen denke ich. Kaum zu Ende gedacht ist es auch schon weg.
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  • Capo Sperone

    October 9, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 24 °C

    Pünktlich um 07:00 Uhr wurde das morgentliche Schwimmtraining durch sechs Poltergeister eingeleitet. Natürlich ohne Schwimmnudel ... Ich brühte zwischenzeitlich den Kaffee und lockte damit die ADHS erkrankten wieder an Bord. Nach einem reichhaltigen Frühstück, es gab unter anderem Eier mit Speck, verließ der Anker sein Sandbett und Klemens zwang unserem Panzer den neuen Kurs auf. Weiter gings gen Nord. Im gleissenden Sonnenlicht machte ich einen sardischen Fischer aus, der ein gefühlt 3 sm langes Netz auf Grund legte. Nur am Anfang und Ende wurde es durch Bojen markiert. Obwohl unser Kühlschrank zum bersten gefüllt ist, kann ich nicht wiederstehen den Fischer nach frischem Fisch zu fragen. Die Crew schüttelte ihre Köpfe von unten nach oben und Euros und Fisch wechselten den Besitzer. Ich finde, solche Aktionen gehören einfach dazu und Fische ausnehmen, dass kann ich.
    Auch heute mussten wieder unsere Motoren die Segel unterstützen und deren Propeller schraubten sich durchs blaue, fast lilafarbene Mittelmeer. Um 14:30 Uhr nahm uns die Zielbucht in ihr türkisfarbene Nest auf und unser Eisen zog sich die Sanddecke über. Yacht liegt fest, erscholl es und das Echo war noch nicht verklungen, da stand ich alleine an Bord. Wow ..., sind die Fische hier riesig hörte ich nur und unseren Flipper Birgit sah man am Horrizont.
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  • Hafen Carloforte

    October 10, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 26 °C

    Guten Morgen ..., Guten Morgen ..., Guten Morgen Sonnenschein ..., schallt es Sirenengleich mit Jolantas Stimme durch meine geschlossene Kabinentür. Naja ..., besser als: Steh auf, wenn du Schalker bist ..., mit Thorstens Stimme, denke ich. Es ist erst 07:18 Uhr und ich schaue durch mein Bullauge in die aufgehende Sonne. Ich traue meinen Augen nicht, "Flipper" zieht ihre Bahnen durch das rötlich schimmernde Mittelmeer. Ist Birgit etwa auch schon auf oder ist sie die Nacht durchgeschwommen, denke ich, zuzutrauen wäre es ihr. Ich drehe mich noch einmal um und täusche Schlaf vor. Frischer Kaffeeduft reißt mich nach kurzer Zeit doch aufs Frühstücksdeck.
    Wo geht's heute hin? Kloppo der Dortmunder, Thorsten der Schalker, Jörg und Kerstin die Köche, Birgit unser Flipper und Jolanta mit den gefühlt 100 Bikinis, schauen mich erwartungsvoll an. Heute geht's zurück in die Zivilisation, ist meine Angwort. Wir propellern nach "Carloforte".
    Carloforte ist ein Ort auf der Insel "San Pietro" mit 6000 Einwohnern. Sie alle leben in dem 50 qkm grossen Ort ..., sagt Google. Früher fingen sie Thunfische, heute Touristen. Nichts desto trotz hat dieser Hafen tolle sanitäre Anlagen und liegt direkt an der Altstadt und ist allemal die 75 € Liegegebühren wert.
    Jolanta, Kerstin und Birgit beschließen einen Mädelstag und lassen uns an Bord alleine, um mal ausgiebig shoppen zu gehen. Und zu Abend essen wir auch, schallt es uns entgegen. Bevor wir den Mund zu einem Widerwort öffnen, sehen wir sie schon in schicken Klamotten am Horrizont verschwinden. Uns solls recht sein und 4 Zippverschlüsse verlassen die Ichnusadose ... Prost.
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  • Bucht Porto Pino

    Oct 11–13, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Wenn es hier einen Hahn gäbe, wäre dieser durch meine Crew geweckt worden. Um 07:00 Uhr wurde kurz gepoltert, als wenn sie sich über WhatsApp dazu verabredet hätten. Danach komplette Ruhe. Ich schaute verschlafen durch mein Bullauge und sah eine Polonaise Richtung Sanitärgebäude ziehen. Gleich einem Tsunami werden alle Duschplätze belegt, um dann genauso schnell wieder verlassen zu werden. Noch 10 Minuten denke ich und empfange diese sechs Duftwolken dann mit frisch aufgebrühten Kaffee. Wir frühstücken unterwegs, sagte man mir und ruckizucki standen alle klar zum Ablegen. Der Schalker Thorsten, unser Panzerfahrer, bugsierte uns sicher aus dem engen Hafen. Meine Rolle, wie so oft nach drei Tagen segeln, war die eines Statisten. Ich gebe nur noch unser Ziel ein, der Rest läuft von allein. Wir befinden uns auf dem Rückweg zum Starthafen. Hinfahrt Land rechts, Rückfahrt Land links. Hier gibt's eine Menge unterschiedlicher Buchten und somit ist die Gefahr einer Wiederholung gebannt.
    Der Wind frischt allmählich auf und schlägt uns direkt auf die Nase. Unsere beiden Kufen vermeiden Schräglage und tanzen fröhlich über die Wellen. Das Gross erklimmt den Mast und auch die Selbstwendefock gibt ihr Bestes. Hier zeigt sich wieder, dass diese Art der Segel einfach nur Mist ist. Den richtigen Segeldruckpunkt zu finden ist schier unmöglich. 5,5 kn ist Maximalgeschwindigkeit. Trotz allem jauchzt unsere Crew und freut sich, endlich zu segeln. Naja ..., nicht die ganze Crew jauchzt. Unser Bikinimädchen ist gelernte Krankenschwester und hat in ihrer Zauberbox für alle Eventualitäten vorgesorgt. Nach Einwurf von "Werweisswas" fällt Kerstin in ihr Paralleluniversum und ist erst kurz vor eintreffen in der Bucht wieder bei uns.
    Wir liegen mal wieder in türkisem Wasser vor einem langen weissen Sandstrand mit einer kleinen Dünenlandschaft im Background. Es ist mal wieder der Hammer und ich hätte nicht gedacht, so was hier zu sehen.
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  • Capo Malfatano

    October 12, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Warum soll es sich auch ändern. Pünktlich um 07:15 Uhr wurde wieder gerumpelt. 12 Füße bugsierten 6 Körper ins Wasser. Da heute nur 15 sm vor uns liegen, wurde entschieden, uns den kleinen, klitzekleinen Fischerort Porto Pino anzusehen. Ich machte das Dingi klar, um jeweils 3 Personen zum Strand zu befördern. Schön langsam, um das Ausgehoutfit vor Nässe zu schützen, gings zum nahen Strand. Jolanda hüpfte wie ein junges Reh ins knöcheltiefe Wasser und erreichte sicher das Ufer. Jörg danach, natürlich, wie Ehefrauen eben sind, umschwirrt von Anweisungen seiner Birgit, welche Gefahren vorhanden sind und wie ein Sturz am besten zu verhindern ist. Man glaubt es kaum. Trotz aller Gefahrenhinweise hat er es ans rettende Ufer geschafft. Hätte Birgit nur mal eine ihrer Anweisungen umgesetzt. Schneller und tiefer kann man eigentlich nicht ins knöcheltiefe Wasser fallen. Unser nasser Pudel wurde wieder eingeladen und mit dem neuen Outfit klappte es dann beim zweiten Versuch.
    Dieser urige Fischerort ist einen Besuch wert, war die einhellige Meinung. Wir erleichterten ein kleines Cafe um etliche Cappuccino und Croissants und erreichten über den mit rosafarbenen Steinen bestückten Strand dann wieder unser Dingi.
    Unser Panzerfahrer ließ es sich nicht nehmen, das Ankermanöver zu fahren und uns bis in die Zielbucht zu propellern.
    Wir siebene chillten vor uns hin und dann erscholl es wie ein Schrei ..., Delphine, Delphine, Delphine. Wenn ich dieses Wort so oft schreiben würde, wie es erschall, wäre der Blog voll. Tatsächlich tummelten sich drei dieser schönen Tiere vor uns, ohne von uns Notiz zu nehmen. Auch Jolantas Fütterung mit Bananen brachte keine Erfolg. Thorsten versuchte sie noch zu verfolgen, funzte leider auch nicht.
    Um 14:00 Uhr ist die Zielbucht erreicht. Sie gleicht einem kleinen Fjord, umgeben von Pinien. Thorsten, Jörg und ich erklommen durch einen Fussmarsch einen dieser alten Steintürme, die die gesamte Küstenlinie schmücken und genossen einen grandiosen Blick über die Küstenlandschaft.
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  • Hafen Cagliari

    October 13, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Freitag der 13te. Zum Glück bin ich nicht abergläubig, daher geht es frohen Mutes auf den letzten Törn unserer Reise. 27 sm liegen vor uns, um unseren Panzer wieder nach Haus zu bringen. Natürlich unter Motor. Auch Zeit genug, die vergangenenen Tage Revue passieren zu lassen.
    6 Landratten haben sich Seebeine angeeignet. Thorsten, Jörg und Klemens haben sich unseren Panzer zueigen gemacht. Seekrankheit gabs fast gar nicht. Kein Wunder bei einer Wellenhöhe von 40 cm. Wir kauften Fisch direkt auf hoher See. Ankerten in einsamen Buchten mit einem fantastischen Blick auf die Milchstraße. Sahen Delphine und schwammen durch Fischschwärme im kristallklaren 25 Grad warmen Mittelmeer. Führten kleinere Strandwanderungen durch und sahen verschlafene Fischerorte. Schliefen in engen Kojen und nutzten noch engere Sanitärräume. Und können nun bestätigen, dass Segeln die teuerste Art ist, unbequem zu reisen. Und das Wichtigste, 7 Tage gute Laune auf engstem Raum. Freunde ...., mir hat es unendlich Spass gemacht, mit euch gemeinsam mein Hobby zu teilen. Denkt daran ..., nach einem Segeltörn ist vor einem. Tschüss, kommt gut nach Hause.
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  • Hafen Cagliari

    October 14, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute ist mein persönlicher Stresstag. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Vorcrew. Um 7:30 Uhr fuhr mich Klemens zum 10 km entfernten Carrefour, um Brot und andere wichtige Dinge zu kaufen. Da sich die Saison dem Ende nähert, sind die hafennahen Lebensmittelläden nicht mehr so reich bestückt.
    Um 09:30 Uhr steht Crew 2 auf der Matte. Ich freue mich, dass Hermann, der Coskipper und die Segelneulinge Ralf und Christian gesund neben mir stehen. Georg musste aus beruflichen Gründen leider absagen. Unsere Bavaria 51, die Pan Zucchero, ist noch in der Waschstrasse und wird gegen 14:00 Uhr bezugsklar sein. Die Koffer wurden auf der Pier zwischengelagert und ab gings in die Altstadt. Hermann machte den Guide und nach kurzer Zeit lagen die "Piazzetta de David Herbert Lawrenze" und die "Cattedrale di Santa Maria" in unserem Kielwasser.
    Pünktlich um 14:00 Uhr war die Yacht die Unsere und nochmals gings in die Stadt, um Lebensmittel für den Kühlschrank zu bunkern. Bepackt wie zwei Esel erreichten Hermann und ich erschöpft unser neues Zuhause. Christian testete zwischenzeitlich die Auflagen der Plicht, bis er durch seine eigenen Schnarchgeräusche geweckt wurde. Es lag sicherlich an dem Sandkuchen, den Christian und Ralf in der Altstadt erstanden hatten. Dieser entpuppte sich an Bord als "Babà". Dies sind fluffige Hefeteilchen, die in hochprozentigen Rum eingelegt werden. Ralf ist da härter im Nehmen. Er reinigte seine Blinker im schmuddeligen Hafenwasser. Diesen Tag beendeten wir mit einer tollen Fischpfanne im nahegelegenen Restaurant. Ralf weiß nun wie Fische gebraten aussehen und ich hoffe, daß er uns mit frischen Fisch beglücken kann.
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  • Spiaggia di Porto Giunco

    October 15, 2023 in Italy ⋅ 🌬 26 °C

    Endlich kommt Wind auf. Genau die richtige Stärke, damit einem Seebeine wachsen können. Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es endlich " Leinen los". Langsam und behäbig gings durchs schmuddelige Hafenbecken dem blauen Mittelmeer entgegen. Über Nacht erreichte mich eine WhatsApp des Vercharterers mit etlichen Wegpunkten, mit denen ein Marineübungsgebiet in der Seekarte abgesteckt werden kann. Für uns bedeutet das einen grossen Umweg nach Carloforte. Egal ..., wir sind zum Segeln hier. Ein paar Seemeilen mehr machen nichts.
    Heute gings allerdings erst einmal in die andere Richtung. Ein Strand bei Villasimius ist unser Ziel. Kerstin, vom Törn 1, schwärmte davon.
    Der Wind frischte auf und unsere Segel beschleunigten "Pan Zucchero" auf 8 kn. Die Gischt schäumte und ein Grinsen war in unseren Gesichtern gemeißelt. An der Insel "Isola dei Cavoli" wurde ein Zwischenstopp eingelegt. Eigentlich wollten wir hier schnorcheln, aber der starke Wind und die dadurch bedingte Strömung ließen nur einen Mittagssnack an einer Boje zu. Gekonnt manövrierte Hermann das Heck zur Boje und Christian fädelte die Anlegeleine durchs Nadelöhr.
    Weiter gings zu unserer Zielbucht. Mal wieder fällt unser Anker durchs türkise Wasser, um sich in 7 m Tiefe in den weichen Sand zu graben. Wir sind uns einig. Dies ist mal wieder eine Traumbucht.
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  • Tueredda Beach

    October 16, 2023 in Italy ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute werde ich meine Crew fordern. 38 sm liegen vor uns. Es gab keine Widerworte, ganz im Gegenteil, lass uns eher frühstücken, damit wir um 16:00 Uhr in der Bucht sind, war die einhellige Meinung. Bevor der Hahn krähen konnte, saßen wir vier an Oberdeck und bei einem guten Frühstück begrüßten wir den roten Stern, welcher sich langsam über den Horrizont erhob. Blutrot ging die Nacht unter. Um 8:15 Uhr wurde der Anker geweckt, um letztendlich wieder in seinem Verließ beordert zu werden. Bleiernd lag das Mittelmeer vor uns. Unser Diesel tuckerte lustig vor sich hin, um mit seinem Propeller "Pa Zucchero" vor sich her zu treiben. Es frischte auf und unsere Segel übernahmen dann den Job. Ralf, unser Blinkerspüler, ging wieder seiner Berufung nach. Hermann, Christian und ich hingen in unserem Paralleluniversum fest, da ertönte es wie ein Schrei. Bonito, Bonito, war es was da klang. Hermann, geistesgegenwärtig, riss das Ruder herum. Unsere Yacht schoss in den Wind und stand wie angenagelt im Wasser. Es muss schon ein ziemlich grosser Fisch angebissen haben, aber leider konnte er sich seiner Bestimmung als Pfannenfisch entziehen. Ralf war im Jagdfieber. Jagdfieber alleine genügte allerdings nicht.
    Wie geplant nahm unser Anker um 16:00 Uhr in einer wieder mal tollen Bucht seine Arbeit auf. Nach dem obligatorischen Ankerbier gab es für Ralf kein halten mehr. Im Tausch mit seiner Gleitsichtbrille erstand er einen kleinen Köderfisch. Die sardische Unterwasserwelt hat ein gutes Geschäft gemacht.
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  • Porto Pino

    October 17, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Auch heute gaben wir dem Hahn keine Chance uns zu wecken. Kein Wunder, wir waren ja auch schließlich um 22:00 Uhr in der Falle. Zufällig flog während des Frühstücks ein Brotkrumen ins Wasser. Das Wasser brodelt, als wäre ein unterirdischer Geysir ausgebrochen. Ralf war nicht mehr zu halten und alles was an Angelequipment an Bord war, flog ins Wasser und Brotkrumen natürlich hinterher. Was ist das? Die Krumen schwammen vor sich hin. Kein Fisch weit und breit. 4 Fragezeichen schauten sich an und das Equipment wurde wieder eingelagert. Erst jetzt kennen wir den Grund. Mein Schatz Petra gab uns die Erklärung. Da die Unterwasserwelt nun im Besitz einer Gleitsichtbrille ist, wird Ralf sofort erkannt und Alarm ausgelöst.
    Es ging um das militärische Sperrgebiet mit frischem Wind von hinten. Pan Zucchera flog mit 8 kn übers azurblaue Wasser. Das Gurgeln am Heck liess unser Herzen hüpfen. Unsere Zielbucht war schnell erreicht und wir nutzten die Zeit, um mit langsamer Geschwindigkeit entlang der Steilküste zu fischen. Ich schätze, es handelt sich um eine sehr kommunikative Unterwasserwelt, die sich Ralfs Brille teilt und wir somit nichts am Haken bekamen.
    Kaum ist der Anker in der Zielbucht gefallen, stellt sich auch schon ein Angelerfolg ein. Beschleunigt durch die lange Angelrute landet der Paternoster mit 5 furchterregenden Widerhaken im Zielgebiet. Von rechts nähert sich ein Kiter und grüsst lautstark: "Ciao ragazzi" und die fünf Widerhaken geben ihm keine Chance. 100 m Angelschnur spulen sich ab, um letztendlich durchzureißen. Wenigstens einen Biss hatten wir heute, denke ich.
    Hier war ich schon mit Törn 1 und wieder mal ist diese Bucht ein einzigartiges Erlebnis. Türkises Meer, weisser Sand und grüne Pinien im Background runden das Bild ab.
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  • Hafen Carloforte

    October 18, 2023 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Wind ließ über Nacht nach, der Schwell jedoch blieb. Das Schaukeln als solches war nicht weiter schlimm, da aber mein Koje vorne war, hörte ich das Ächzen der Ankerkette. Meine Ohrenstopfen machten einen guten Job und ich fiel in mein Paralleluniversum bis der rote Stern mich weckte.
    Und ewig grüßt das Murmeltier: Frühstück mit Rührei, Anker auf und ab gings. Kurz nach der Bucht empfing uns ein ebenfalls ausgeruhter Wind und schob "Pan Zuchero" mit einem Affenzahn vor sich her. Supi, denke ich, auf die Windvorhersage ist verlass.
    Zum "Speedy Gonzales", wurde Hermann gekürt. Mit 10,5 kn rauschte er die Welle herunter. 17 m Länge und 16 t Gewicht wurden kontrolliert in die richtige Richtung gezwungen. Es gurgelte und rauschte, dass es eine Wonne war.
    Um 14:00 Uhr war Carloforte erreicht. Der Cappuccino rief und wir folgten. Hermann übernahm die Aufgabe des Reiseleiters und bugsierte uns zum Dinner ins Restaurant "Al Tonno di Corsa". Und wie kann man mein Bordessen toppen? Natürlich nur mit prämierten Restaurants. Dieses hat seit Jahren schon einen "Michelin Stern". Ich ass den besten Tuna meines Lebens. Dieses Restaurant war sein Geld wert.
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  • Hafen Teulada

    October 19, 2023 in Italy ⋅ ⛅ 26 °C

    Bleiernd liegt das Hafenwasser vor uns. Stimmt die Windvorhersage etwa doch nicht? Noch nicht zu Ende gedacht, da stand er schon vor uns. Dazu kam noch eine Dünung von ca. 3 m. Die Segel rauschten aus ihrem Gefängnis, unsere Yacht legte sich auf die Seite und ab gings mit 7 kn. Die Gravitation hatte wieder mal keine Chance und die Mundwinkel gingen hoch von einem Ohr zum Anderen. Ein Jauchzen erklang aus den Kehlen, wenn einer dieser mittlerweile 4 m grossen Kaventsmänner unter uns durchrauschte. Naja ..., ein jauchzen erstarb. Über Christians Mundwinkel gewann die Gravitation die Oberhand und seine Lippen wurden blutleer. Die beste Medizin ist "Ruder gehen", sag ich zu ihm. Nach kurzer Zeit hatte er andere Probleme und vergaß sein mulmiges Gefühl.
    Der Plan war in einer Bucht zu nächtigen, um noch einmal schwimmen zu gehen. Kurz vor unserem Ziel entschied ich mich allerdings für "Porto Teulada", da der starke Schwell uns eine Nacht in der Waschmaschine bescheren würde.
    Der Hafen entpuppte sich als moderne Marina, jedoch am Arsch der Welt.
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  • Hafen Cagliari

    October 20, 2023 in Italy ⋅ 🌬 25 °C

    Wie ihr seht, sind wir glücklich im Heimathafen gelandet. Es war ein aufregender Tag mit Windgeschwindigkeiten bis zu 35 kn. Der Speedy Gonzales war diesmal unser Benjamin Christian. Anfangs hatte er ein bißchen Muffe, aber nach ein paar, lieben, einfühlsamen Worten meinerseits war er nicht mehr vom Ruder zu trennen. Lasst und den Tag mal von vorne beginnen.
    Die Lautstärke der einlaufenden Brandung bestätigte meine Befürchtungen. In einer Bucht hätten wir sicherlich kein Auge zu getan. So waren wir ausgeruht und konnten unser letztes Abenteuer beginnen. Pan Zucchero kämpfte sich durch die einlaufende Brandungswelle in die offene See. 17 kn Wind zeigte der Windmesser. Das Gross wurde mit einem Reff gesetzt. Die Genua zeigte sich als ein etwas größeres Badetuch. Wir fielen ab und der Wind füllte die Segel und trieb Pan Zucchero mit 4 Gestalten vor sich her. Eine Wellenhöhe von 4 m und stetig steigende Windstärke zwang uns ein weiteres Reff einzubinden. Mittlerweile sind wir ein Team. Herman am Ruder zwang Pan Zucchero gegen den Wind. Christian und Ralf lösten das Grossfall und ich zog das Reff fest. Rucki Zucki gings wieder auf Raumschotkurs Richtung Cagliari. Rocknroll ist angesagt. Christian übernahm das Ruder und tanzte über die Wellen. 12 kn Speed bei 25 bis 28 kn Wind. In der Bucht von Calgiari ließ der Wind nach. Ein Reff wurde ausgebunden und die Genua zweigt ihre ganze Größe. Dann geschah das für mich Unvorhersehbare. Eine Hammerböe mit über 35 kn rollte die Berge herunter und traf unsere Breitseite. Unser Zuhause legt sich auf die Seite und schoss in den Wind. Christian drehte das Ruder bis zum Anschlag. Er hatte allerdings keinen Erfolg. Ich löste die Grossschoot um Druck aus dem Segel zu nehmen. Weiterhin gab's kein Endrinnen. Die Genua ist einfach zu gross. Wir luvten durch, von einem Bug auf den Anderen. Das Gross schlug schlagartig auf die andere Seite. Wir brachten das Segelmaterial an seine Grenze und darüber hinaus. Ein 2m langer Riss zerfetzte das Grossegel. So schnell wie die Bö kam verschwand sie auch wieder. Nur das Caos an Bord erinnert noch daran. Grossegel werden überbewertet, denke ich, hauptsache niemand ist zu Schaden gekommen.
    Nach einem Tankstop erreichten wir unseren Liegeplatz und ich hoffe der Vercharterer kann das Segel bis Sonntag reparieren.
    Auch mit dieser Wunde war die vergangene Woche mit tollen Buchten, vielen Segelmeilen und unendlichem Spass einfach genial. Hey..., Freunde ich bin froh euch kennengelernt zu haben.
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  • Hafen Cagliari

    October 21, 2023 in Italy ⋅ 🌬 23 °C

    Nach einer Crew ist vor einer neuen Crew. Um 05:30 Uhr ging der Wecker und ich setzte Kaffee auf, um die drei Seemänner zu verabschieden. Pünktlich um 07:00 Uhr stand das bestellte Taxi an der Pier, um Hermann, Ralf und Christian gen Heimat zu bringen. Es war mal wieder ein geiles Abenteuer mit euch dreien. Solange wie ihr nach dem Toilettengang noch den Eimer für das benutzte Papier sucht, ist der Törn nicht ganz vergessen.
    Um 08:30 Uhr klopfte es auf der Yacht. Es war kein Regen sondern 8 Augenpaare sahen mich an und einer fragte, possiamo montare la randa? Ich verstand nur "montare" und mir war klar, daß Großsegel ist fertig. Ein Hoch dem Vercharterer, dies in so kurzer Zeit zu organisieren. Nichts steht dem letzten Segeltörn jetzt mehr entgegen. Um 09:30 Uhr trafen auch Uli, Ferdi, Stefan, Dieter und Martin pünktlich ein. Die ersten vier kenne ich schon von anderen Törns. Nur Martin ist Neuland für mich. Die Koffer wurden an Bord gebracht und es ging auf zur obligatorischen Sightseeing Tour durch Cagliari. Ich freue mich auf die neue Crew. Mal sehen was wir so alles erleben werden. Ehrlich ..., auf Abenteuer habe ich keine Lust.
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