La Laguna, Tag 3
15 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 25 °C
Um 4:45 Uhr bin ich aufgewacht und hörte ziemlich nah wieder die Affen brüllen. Nachdem ich nochmal eingeschlafen bin, wurde ich gegen 5:45 Uhr wieder von den Affen geweckt. Überhaupt gab es ein tolles Konzert bis zum Sonnenaufgang und danach auch noch. Alle möglichen Tiere gaben ihre Laute von sich.
Kurz nach 7:00 Uhr ging’s zum Frühsport, eine kurze Schwimmeinheit, diesmal mit Taucherbrille. Ein paar kleine Fische waren zu sehen, sonst aber nicht so viel. Obwohl das Wasser super klar ist. Als wir zurück zu unserem Häuschen wollten, haben wir Bella getroffen und uns verratscht. Gegen 9:00 Uhr konnten wir dann endlich unser Frühstück herrichten. Im Anschluss saßen wir auf unserer Terrasse und überlegten, was wir heute machen bzw. ob wir nach Masaya zum Einkaufen fahren oder nicht. Hier in der Nähe gibt es keinen Supermarkt und wir hatten ja nur mit drei Übernachtungen geplant. Bella hatte uns angeboten, falls sie nach Managua fährt, uns in Masaya abzusetzen. Dann bräuchten wir nur ein Taxi nach Hause. Ob Bella fährt, war aber nicht sicher. Wir wollten auch nicht den ganzen Mittag/Nachmittag damit verbringen, zu warten. Also planten wir nochmal neu. Müssen wir wirklich einkaufen oder reicht uns unser kleiner Vorrat. Eine weitere Alternative wäre bzw. ein Notfallplan ist das Hotelrestaurant nebenan. Wir beschlossen, dass wir nicht einkaufen gehen. Lieber genießen wir die Zeit am Strand oder erkunden die Umgebung. Das machten wir dann auch gleich. Einen knappen KM von uns ist ein Hostel, dass auch für Tagesgäste geöffnet hat. Ein Tagespass kostet dort 7 USD. Im Eintritt ist die Nutzung des Strandes und der Wassersportgeräte enthalten. Nachdem wir sagten, dass wir nur das Restaurant nutzen wollen, mussten wir angeben, in welcher Unterkunft wir uns eingemietet hatten. So hatten wir freien Eintritt. Das Hostel ist relativ groß, auch das Restaurant. Der Strand ist mit Palmen bepflanzt, Do kommt ein bisschen Karibikfeeling auf. Durch die Tagespässe ist das Ganze sehr touristisch. Wir hatten auch kurz den Gedanken, uns die Lagune erst per Tagestour anzuschauen und dann zu entscheiden. Zum Glück haben wir es nicht gemacht. Das Erlebnis heute, hätte uns abgeschreckt.
Wir aßen und tranken eine Kleinigkeit, gönnten uns noch einen Iced Coffee und gingen dann wieder zurück zu unserer schönen Unterkunft.
Das war heute unser erster Ausgang, seit wir an der Lagune sind…
Wir sind nochmal zum Strand, bisschen schwimmen.
Am Spätnachmittag haben wir erst die Affe gehört und dann aus unseren Schlafzimmerfenstern gesehen. Als sie auf unser Grundstück kletterten, sind wir Richtung Strand. Heute waren es 5 große und ein Babyaffe. Wir beobachteten sie ein wenig und sind dann ins Wasser.
Unseren Abend haben wir dann auf unsere kleinen Terrasse verbracht.
Ich bin gespannt, welche Geräusche uns heute Nacht und morgen Früh wecken…
Als wir im Bett waren, hat es immer wieder geklingelt. Es hörte sich so an, als das es in unseren Haus ist. Aber vor der Tür stand niemand und an der Tür zur Anlage wollten wir nicht nachschauen. Ob unsere Vermieterin da war, wussten wir nicht. Mit einem etwas komischen Gefühl sind wir dann eingeschlafen.Leia mais

Was für eine schöne Stimmung!!! [Ich]
La Laguna, Tag 4
16 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 24 °C
Auch der heutige Tag begann wieder sehr früh. Aufgeweckt durch die vielen Vögel und deren Geräusche. Die Nacht war soweit in Ordnung. Das bisschen Angst bzw. Unwohlsein, das vorm Einschlafen da war, war mit dem Schlafen verflogen. Bisschen später als die Tage zuvor ging’s zum Morgensport, eine kleine Runde schwimmen. Danach der übliche Ratsch mit Bella und dann frühstücken. Wir sind den ganzen Tag nur zwischen Strand und Häuschen hin und her getingelt. Am Abend, aufm Weg zum Strand, ist wieder die Affenfamilie über unseren Köpfen durch die Bäume geklettert…
Nach dem Schauspiel der Affen und unserer Schwimmrunde ging’s ans Kochen. Das letzte Abendessen, das wir uns in dieser Unterkunft selbst zubereiten. Morgen Abend gehen wir ins Restaurant nebenan.
Für unseren letzten Tag haben wir wieder nicht viel geplant. Ein bisschen überlegen, wie die Reise weitergeht und faul sein. Über Ostern kann es mit Unterkünften etwas schwierig werden, da alle Nicas auf den Beinen sein werden. Leider findet keine Osterprozession statt, weswegen ich extra meinen Urlaub verlängert habe.Leia mais
La Laguna, 5 und letzter Tag
17 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☁️ 25 °C
Nach einer etwas unruhigen Nacht wurden wir, wie jeden Tag, wieder von den Vögeln geweckt. Auch wie jeden Tag, stand schwimmen und der Ratsch mit Bella vorm Frühstück auf dem Programm. Zur Abwechslung waren die Affen schon am Morgen unterwegs und gerade über uns in den Bäumen, als wir auf dem Weg zum Morgensport waren. 5-10 Minuten beobachteten wir das Treiben und gingen dann ins Wasser.
Nach dem Frühstück hingen wir noch auf der Terrasse ab, bis unsere, in letzter Zeit, alltägliche Routine begann. Vom Häuschen zum Strand und zurück. Viel mehr Bewegung hatten wir nicht. Zum Mittagessen gab es dann eine kleine Brotzeit. Danach zum Entspannen wieder in einen Liegestuhl. Am späteren Nachmittag haben wir dann die Badeinsel fest gemacht und uns ein wenig in der Sonne von den Wellen schaukeln lassen. Später kamen noch einige Hotelangestellte, die wir beim Wassersport beobachtet haben. Zum Abendessen ging’s heute ins Restaurant nebenan und danach tranken wir noch unser letztes Bier auf unserer kleinen Terrasse. Bis zum Einschlafen war der Abend/Nacht ruhig.
Morgen geht’s weiter nach Managua. Wird sicherlich nach den letzten, sehr ruhigen Tagen, ein kleiner Schock werden…Leia mais
Weiter geht’s nach Managua…
18–20 de mar. 2024, Nicarágua ⋅ ☁️ 35 °C
Die letzte Nacht war etwas ruhiger und ich schlief fast durch. Vor dem Sonnenaufgang war ich aber schon wach. Jasmin schlief auch nicht viel länger und so lauschten wir den Vögeln, Hühnern und Affen gemeinsam. Auch heute stand wieder unsere morgendliche Betätigung an. Unser Ratsch mit Bella war vorm Schwimmen gehen, da Bella gerade vor unserem Haus Laub fegte. Nachdem wir unsere letzten „Runden“ in der Lagune gedreht hatten, gab’s Frühstück, danach mussten wir packen und uns noch um die Bezahlung und ein Taxi nach Masaya kümmern. Ursprünglich hatten wir ja nur 3 Nächte geplant, dementsprechend habe ich auch nur Bargeld für diese 3 Nächte + bisschen Puffer an Córdobas abgehoben. Kartenzahlung war nicht möglich und der nächste Geldautomat ca. 8 km entfernt. Glücklicherweise ist die Zahlung auch per Paypal möglich bzw. hat Bella ein deutsches Bankkonto, über das wir dann den Rest abgewickelt haben. Einen Teil wollte sie in Cash, da sie ihre Mitarbeiter immer Cash ausbezahlt. Das Taxi war auf 11:00 Uhr bestellt und kam auch pünktlich. Bevor es aber nach Masaya zum Bus ging, fuhren wir zu einem Aussichtspunkt, um die Lagune noch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Gegen 12:30 Uhr sind wir in Masaya angekommen. Zwei Busse nach Managua hatten wir verpasst, bzw. waren diese voll besetzt. Der dritte fuhr dann los, als alle Sitzplätze belegt waren. Der Bus hatte keine Möglichkeit, unser Gepäck entweder aufs Dach oder irgendwo anders hin zu verstauen. So brauchten wir drei Plätze in einem Bus, der, je länger die Fahrt dauerte, immer voller wurde. Auch wenn eigentlich kein Platz mehr war, eine/r ging immer noch rein. Und beim Aussteigen wurde sich dann durchgezwängt… neben mir saß ein älterer Herr aus Managua. Leider konnten wir uns wegen meinem schlechten Spanisch nicht richtig unterhalten. Eine Dame, die neben mir stand, kümmerte sich auch um uns, damit wir nicht zu viel für die Busfahrt zahlen. Ein bisschen englisch, ein bisschen spanisch… irgendwie haben wir uns verstanden.
Dem netten Herrn neben mir, sagte ich dann, wo wir in Managua übernachten. Er sagte, er wohnt in diesem Stadtviertel. Als uns der Busfahrer absetzten wollte, sagte er nur, wir sollen weiterfahren und mit ihm aussteigen. Paar Minuten später mussten wir dann raus. Er fragte noch, ob wir auch mit dem Taxi fahren. Ich bejahte und er hielt ein Taxi auf und sagte dem Taxifahrer, wo wir hin müssen. Ich meinte nur, er soll mit uns mitkommen. Das machte er dann auch und wir haben ihn vor seinem Haus abgesetzt. Das Taxi hat uns dann zum Hotel gebracht und auch noch aufgepasst, dass wir den richtigen Eingang finden. Beim Einchecken wurden wir dann mit einem Upgrade überrascht. Gebucht hatten wir ein Business-Doppelzimmer, bekommen haben wir ein Maisonette-Apartment. Mit Küche, aber ohne Besteck, Geschirr… das könnten wir uns aber bringen lassen. Auch das Frühstück würden sie uns im Apartment servieren.
Nachdem wir unser Apartment bezogen hatten, gab’s erstmal eine Dusche. Danach sind wir in eine Shoppingmall zum Essen und noch ein bisschen in der Gegend spaziert. Zum Abendessen gab es nur noch Baguette und Käse, da unser Mittagessen recht spät war. Abends haben wir noch ein wenig auf der Couch gechillt. Ich bin auf der Couch eingeschlafen und um 23:00 Uhr ins Bett, Jasmin hat den Weg ins Bett schon früher geschafft.
Morgen steht ein kleines Sightseeing Programm auf dem Plan.
Mal schauen, was wir uns alles anschauen…Leia mais
Managua
19 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 33 °C
Nach einer ruhigen Nacht, wurden wir heute nicht durch irgendwelche Tiergeräusche geweckt. Trotzdem war es noch sehr früh, als wir aufgewacht sind. Um 8:00 Uhr sind wir zum Frühstück, da es heute ziemlich heiß werden sollte, wollten wir nicht zu spät loskommen. Bis wir mim Frühstücken fertig waren und alles zusammen hatten, war’s doch schon wieder 10:30 Uhr, als wir starteten. Viel Sehenswürdigkeiten gibt es in Managua nicht. Außerdem sind auch die wenigen über die ganze Stadt verteilt. Darum konzentrieren wir uns auf drei bis vier…
Zuerst liefen wir zum Palacio Nacional de la Cultura, daneben war gleich eine alte Kathedrale (die leider nicht mehr zu besichtigen ist) und der Plaza de la Revolución. Über den Malecon sind wir dann zurück Richtung Hotel. Es war ziemlich heiß, 38 Grad, gefühlt 40. auf halber Strecke haben wir uns eine kleine Kleinigkeit zum Essen und was zu trinken gegönnt. Durch einen Park, der sowas wie ein Lehrpfad war, führte uns unser Weg in die Shoppingmall. Dort einen Kaffee getrunken, was Süßes gegessen, Getränke und was fürs Abendessen eingekauft. Zurück im Hotel eine kurze Verschnaufpause und um 16:00 Uhr nochmal los um einen Blick über die Stadt zu bekommen. In der Nähe vom Hotel ist der „Parque Histórico Nacional Loma de Tiscapa“, von dort aus hat man eine gute Aussicht. Der Park hat sonst eigentlich nicht viel zu bieten. Ein paar Kioske, Spielplätze und Bänke. Zum Verweilen lädt er nicht gerade ein. Wir sind nach ca. 45 Minuten zurück ins Apartment.
Ein wenig auf der Couch entspannt, später zu Abend gegessen und dann recht früh schlafen gegangen.
Morgen geht’s weiter nach León.Leia mais
Auf geht‘s nach León…
20–25 de mar. 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 35 °C
Unser Tagesziel war León. Nach dem Frühstück ging’s zurück ins Apartment, noch ein bisschen abhängen, packen und gegen 11:00 Uhr auschecken. Zeitlich hat alles super geklappt und um 11:05 Uhr saßen wir im Bus (expresso) nach León. Auch diesmal hatten wir Glück, der Bus war schon recht voll, so starteten wir um 11:15 Uhr aus Managua. Schnell stellte sich heraus, dass es ein „Saunabus“ ist. Durch Managua standen wir im Stau. Die Klimaanlage funktionierte nicht oder wurde nicht angemacht und die Fenster konnten auch nicht alle geöffnet werden. Nach 10 Minuten war ich komplett durchgeschwitzt. Aus Managua raus, auf der Schnellstraße, ging es dann wieder einigermaßen. Die vorderen Fenster waren geöffnet und so kam wenigstens ein bisschen Durchzug auf.
Jetzt war es auch wieder so eine Busfahrt, wie ich sie gewohnt bin… 🙈
Nach einer guten Stunde fuhr der Bus links ran, ich dachte erst, es wird getankt. Die Holzkonstruktion ähnelte einer Tankstelle, war aber viel kleiner. Hier konnten sich die Fahrgäste mit Getränken und Essen versorgen (lassen). Auch der Fahrpreis musste hier bezahlt werden. Ca. 10 Minuten später ging die „Raserei“ weiter. Jetzt waren es noch knapp 40 km bis zum Ziel. Nach ungefähr 30 Minuten waren wir am Busbahnhof von León. Wie immer standen viele Taxifahrer und Fahrradtaxis bereit. Zu unserem Hostel waren es ca. 3 km. Meine Preisvorstellung war max. 100 Córdobas (~2,50 €) zu zahlen. Das erste Angebot war 3 USD. Ich sagte, 2 und er meinte: 5 USD, umgerechnet 180 Córdobas (C$). Also war sei erstes Angebot pro Person. Mir war das zu viel. Auf einmal stand ein älterer Mann noch mit dabei. Ich fragte, was es bei ihm kostet. Bevor er antworten konnte, bekam ich ein neues Angebot über 160 C$. Der ältere Mann wurde nun ein wenig verbal und körperlich angegangen. Er blieb aber ruhig und machte mir ein Angebot über 100 C$. Ich willigte ein und wir gingen zu seinem Taxi. Er wusste aber nicht, wo das Hostel ist. Er telefonierte mit seinem Kollegen oder 🤷🏼♂️. Ich zeigte ihm den Weg auf meinem Handy, er konnte es aber nicht erkennen. So lotste ich ihn, mit Hilfe meiner App, zu unserem Hostel. In der Unterkunft angekommen, wurden wir etwas harsch „Willkommen“ geheißen… nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, haben wir uns auf den Weg zum Essen gemacht. Wir wollten einen kleinen Snack, da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten. Wir sind einfach mal drauf los und bei einer Kneipe, die sehr gut, fast nur von Einheimischen, besucht war, eingekehrt. Als wir drin saßen, sahen wir, dass es eine Sportsbar ist. Wir blieben und bestellten uns zwei Bier, einen Burger und Tostones mit Käse (frittierte Bananenscheiben mit Käse). Da wir sehr lange auf das Essen warten mussten, bestellten wir uns noch ein weiteres Bier. Nach gut 50 Minuten kam unser Essen. Wir wunderten uns schon, dass jeder auf seinem Tisch so viele leere Bierflaschen hatte (warum das so war… unsere Einschätzung dazu etwas später). An den Nebentisch setzte sich eine Frau. Sie drehte sich zu mir um und winkte mir zu. Nachdem in Nicaragua alle Leute sehr freundlich sind, dachte ich mir nicht viel dabei und lächelte freundlich zurück. Ab diesem Zeitpunkt starrte sie mich ständig an. Ich traute mich nicht mehr, in ihre Richtung zu schauen. Als ich dann die Rechnung bekam, sah ich, dass wir zweimal das Angebot, 6 Bier trinken, aber nur 5 bezahlen, auf der Rechnung hatten. Ich hab beim Kellner reklamiert, vielleicht besser gesagt, ich hab’s versucht… ich wollte ihm erklären, dass wir nur 4 Bier hatten. Auf einmal saß die Dame vom Nebentisch bei uns und hat sich auch noch eingemischt. Dem Kellner war es egal, dass wir kein Spanisch sprechen. Er hat einfach immer weiter erklärt und erklärt. Ich habe versucht ihm klar zu machen, dass wir nur 4 Bier hatten. Irgendwann sagte er, dass er verstanden hätte, was ich meine. Er erstellte eine neue Rechnung und kam zurück. Jetzt war „nur“ noch einmal das Angebot auf der Rechnung. Er sagte, das sei günstiger für uns. 4 Bier kosten 200 C$ und bei dem Angebot würden uns 6 Bier 200 kosten. Wir hatten aber das Victoria Frost, bei dem 4 Stück 160C$ kosten. Mir war’s dann egal, ich sagte zu ihm, dass ich noch zwei Bier kriege und dann passt’s.
Wir vermuten, jeder der ein Bier bestellt, bekommt einfach das Angebot und muss dann 6 Bier trinken 😉
Die Dame vom Nebentisch zeigte uns dann noch Bilder von sich in Militär-Uniform und wollte bei uns sitzen bleiben. Wir taten so, als ob wir sie nicht verstehen. Außerdem sagte sie, dass sie 4 Sprachen spricht, aber außer spanisch war da nicht viel. Wir tranken unser Bier schnell aus und verließen das Lokal. Die Dame wollte noch, dass ich ihr ein Bier ausgebe…
Über den Parque Central sind wir zurück ins Hostel und ich bin relativ schnell eingeschlafen. Ich glaub, 18:00 Uhr hab ich nicht mehr erlebt…
Ich hoffe, dass ich den etwas skurrilen Nachmittag verständlich beschrieben habe!!!Leia mais
León, Sightseeing Tag 1
21 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☁️ 31 °C
Für heute war der erster Teil eines Stadtrundgangs geplant. Nachdem wir uns um 8:30 Uhr oder so auf den Weg gemacht haben, war die erste Station ein Café in der Nähe der Basilika von León. Um das Sightseeing gut zu überstehen, gab’s erstmal ein Nica-Frühstück. Danach starteten wir unsere Tour durch León. Brav der vorgegebenen Route aus dem Reiseführer. An verschiedenen Kirchen, dem Zentralen Markt, Schulen und schönen Gebäuden vorbei, liefen wir die Hälfte der Sehenswürdigkeiten ab. Die Hitze verlangte uns einiges ab, so entschieden wir uns in ein weiteres Café zu gehen. Eigentlich wollten wir uns nur einen Iced Coffee gönnen, aber je länger wir so rumsaßen, desto größer wurde unser Appetit. Wir teilten uns ein Sandwich und tranken noch eine leckere, selbstgemachte Limonade. Auf dem Weg zurück zum Hostel, sind wir noch kurz zum Einkaufen. Nicht weit von unserer Unterkunft gibt es einen Supermarkt. Der Weg dahin war ein bisschen komisch. Es sind zwar nur zwei Blocks weiter, aber die Gegend dort war… keine Ahnung, wie ich das sagen soll. Wirklich wohl haben wir uns da nicht gefühlt.
An der Kasse hätte ich ein Feuerzeug geschenkt bekommen, warum weiß ich nicht. Viel hatten wir ja nicht eingekauft. Ich war so überrumpelt, dass ich abgelehnt habe.
Zurück in der Unterkunft haben wir uns ein bisschen ausgeruht und unsere Vermieterin gefragt, ob es zu Ostern eine Prozession geben wird. Sie sagte uns, dass morgen Früh um 6:00 Uhr eine kleine Prozession, gleich bei uns um die Ecke, stattfindet und am Sonntag und Montag auch noch was sei.,
Daraufhin haben wir uns überlegt, noch zwei Nächte länger zu bleiben. Aber nicht in diesem Hostel. Wir haben uns ein Hotel in der Innenstadt gebucht. So geht unsere Reise erst am Montag weiter.
Am Abend waren wir noch was Leckeres essen und sind nicht zu spät ins Bett.
Morgen wollen wir um 6:00 Uhr bei der Prozession dabei sein…
Später ist dann auch noch der zweite Teil des Stadtrundgangs geplant.Leia mais
Sightseeing, Tag 2
22 de março de 2024, Nicarágua ⋅ 🌙 25 °C
Ein etwas komischer Tag neigt sich dem Ende entgegen…
Früh hat er angefangen. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Kurz vor 6:00 Uhr wollten wir bei der Kirche, gleich um die Ecke, sein. Pünktlich waren wir da. Meine Vorstellung war, dass einiges los sein würde. An/in der Kirche war aber nicht besonders viel los. Verunsichert , ob wir richtig sind bzw. ob überhaupt was stattfindet, schlichen wir mehr oder weniger um die Kirche rum. Wir kamen uns vor wie irgendwelche Spitzel… Nach ca. 10 Minuten ging’s dann doch los. Wir stellten uns an die hintere, offene Tür und beobachteten das Geschehen. Ein Teilnehmer der Prozession kam zu uns und sagte irgendetwas auf Spanisch. Wir verstanden kein Wort und versuchten auch, ihm das verständlich zu machen. Aber er redete immer weiter auf uns ein. Zu unserem Glück war er ein Träger der Jesusfigur und der Umzug begann. Noch mehr verunsichert, gingen wir zurück ins Hostel. Dort übersetzten wir ein paar Worte, die wir uns merken konnten. Er wollte uns wahrscheinlich nur sagen, dass wir gerne teilnehmen können, vielleicht sogar sollten.
Nachdem wir uns ein bisschen ausgeruht hatten, sind wir dann zum Frühstücken gegangen. Da saßen wir relativ lange. Auf dem Weg zurück zur Unterkunft sind wir noch schnell beim Geldautomaten vorbei. Am Nachmittag startete unser Programmpunkt Museum (Museo de Leyendas y Tradiciones). Schon von weiter weg hörten wir, ich sag jetzt mal, ein bisschen schrägen, gruseligen Rock/Metal-Musik. Erst waren wir uns nicht sicher, ob wir überhaupt rein gehen sollten. León und Hamburg sind Partnerstädte und in diesem Museum ist ein Mosaik, auf dem das gezeigt wird. Deshalb, aber nicht nur, sind wir dann doch reingegangen. Das Museum ist in einem ehemaligen Gefängnis, in dem zwischen 1921 und 1979 auch gefoltert wurde. Leider hab ich die Info nur auf spanisch gefunden: https://www.visitleon.info/museo-leyendas-tradi…
Die Traditionen sind anhand von Puppen dargestellt. Einige skurrile Darstellungen und Geschichten waren da schon dabei…
Ca. eine Stunde später waren wir durchgeschwitzt zurück im Hostel und freuten uns auf eine kühle Dusche, bevor‘s zum Abendessen geht.
Doch daraus wurde nichts. In unserem Zimmer gab es kein Wasser. Weder im Waschbecken, noch in der Dusche. Jasmin hat dann bei der Hostelbesitzerin nachgefragt und einen Eimer voll Wasser mit nem kleinen Schälchen bekommen. Wir sollten uns so duschen. Ungläubig schaute Jasmin die Vermieterin an, aber die machte keinen Witz…
Jasmin hat sich dann „geduscht“, ich bin ungeduscht zum Essen.
Nach dem Abendessen haben wir uns noch ein bisschen vor unser Zimmer in den Schaukelstuhl gesetzt und mit unserer Nachbarin, die auch aus München kommt, unterhalten. Von ihr erfuhren wir, dass es einen Stromausfall in León gegeben hat. Deshalb war wahrscheinlich auch die Wasserzufuhr gestört. Etwas später gab’s die Info, dass das Wasser wieder funktioniert.
Für uns steht morgen ein Ortswechsel innerhalb León an. Wir gönnen uns mal wieder ein bisschen Luxus und haben uns in einem schönen Hotel eingebucht.Leia mais
León, Tag 3
23 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 29 °C
Wegen Ostern haben wir noch zwei Nächte in León verlängert. Heute stand der Umzug an. Es waren keine 800 Meter zur neuen Unterkunft.
Nachdem wir aufgestanden sind, gab es nen Kaffee und Rollitos de Canela (Zimtschnecken), danach haben wir gepackt und um 10:00 Uhr mussten wir auschecken. Zu Fuß ging’s dann zum Hotel. Der Check In war dort aber erst um 14:00 Uhr möglich. Wir versuchten trotzdem unser Glück und hofften, dass das Zimmer vielleicht schon fertig ist. Die erste Hürde wartete schon an der Eingangstür. Diese war verschlossen und mit einem Schild „cerrado“ versehen. Ein Wachmann stand drinnen und schaute mich verdutzt an. Machte aber keine Anstalten die Türe zu öffnen. Erst als Jasmin neben mir war, öffnete er die Tür. Wahrscheinlich dachte er, dass Rucksackreisende niemals in einem Hotel absteigen…
Zumindest waren wir jetzt schon mal drin. Einchecken konnten wir auch, nur das Zimmer beziehen war erst ab 14:00 Uhr möglich. Unsere Rucksäcke konnten wir glücklicherweise im Hotel lassen. Zuerst sind wir nebenan in ein kleines Lokal, um eine Kleinigkeit zu essen, gegangen. Das hatte anscheinend gerade erst Neueröffnung… dementsprechend konfus war das Ganze dann auch. Immerhin haben wir alles bekommen, auch wenn es nur auf Nachfrage klappte. Im Anschluss sind wir zum Museo de la Revolución gegangen. Hier bekamen wir eine Führung durch das ehemalige Hauptquartier, das später auch mal eine Post und Schule war. Am Ende durften wir noch aufs Dach dieses vom Einsturz bedrohten Gebäudes gehen. Wir liefen über das verrostete Wellblechdach und hatten von dort aus eine tolle Sicht über León. Nach der interessanten Führung sind wir in einen Saftladen gegangen, der frische gepresste Früchte mit crushed Ice verkauft. Beim Bezahlen wurde mir dann mein Wechselgeld unterschlagen. Es waren nur 10 CSD, aber ich finde es trotzdem dreist.
Jetzt war es kurz nach halb zwei. Wir dachten, wir schauen mal, ob unser Zimmer schon fertig ist. Gegen 13:45 Uhr waren wir im Hotel. Unser Zimmer war noch nicht fertig und wir wurden vertröstet, dass es in 10 Minuten bezugsfertig sei. Punkt 14:00 Uhr bekamen wir die Schlüsselkarte. Unsere Meinung ist, dass uns der Hotelangestellte mit Absicht hat warten lassen. Egal, wir hatten nun unser schönes Zimmer und konnten ein wenig entspannen. Am Nachmittag sind wir nochmal los und wollten in ein Kunstmuseum, dass hauptsächlich Werke von lateinamerikanischen Künstlern/innen ausstellt. Es war aber schon zu spät. Das Museum hatte nur noch 45 Minuten geöffnet. Somit haben wir morgen schon einen ersten Programmpunkt. Ca. 2 km stadtauswärts gibt es eine schöne Kirche und ein altes Stadtviertel, das wir noch anschauen wollten. Aber auch das haben wir auf morgen verlegt, da es zeitlich (wegen Sonnenuntergang) knapp werden würde. So sind wir nur noch zurück ins Hotel und später zum Essen.
Jedesmal wenn wir aus dem Hotel gehen oder kommen, müssen wir dem Sicherheitsmitarbeiter unsere Zimmernummer sagen. Warum haben wir noch nicht rausgefunden.Leia mais
León, letzter Tag
24 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 27 °C
Mal wieder ein Tag, der früh begann. Kurz nach 6:00 Uhr klingelte der Wecker. Unser Ziel war es, eine Stunde später beim Frühstück (das für ein Hotel sehr enttäuschend war) zu sitzen und wiederum ne Stunde später zu einer Osterprozession zu gehen. Im Internet stand, dass eine stattfinden soll.
Wie so häufig, waren wir um 8:00 Uhr natürlich noch nicht fertig. Ein bisschen später ging’s dann los.
Schon auf dem Weg zur Basilika von León dachten wir, dass wahrscheinlich nicht viel los ist. Die Straßen waren wie leergefegt. Wir hatten auch gehört, dass alle Osterfeierlichkeiten sehr klein sein werden und nur in den Kirchen stattfinden. So war es dann leider auch.
Wir sind dann zu der Kirche (die in einem indigenen Viertel liegt) gelaufen, die wir gestern aus Zeitgründen nicht mehr besucht hatten. Auf dem Weg dorthin oder auch im Viertel selbst, wie bisher fast überall, ganz nette Menschen, die grüßen, winken oder einfach lächeln, wenn sie uns sehen. Als wir auf dem Rückweg waren, sahen wir einen nackten Mann auf dem Fußweg sitzen. Es war ein sehr skurriler Anblick.
Fast beim Museum angekommen, sind wir auf eine kleine Stärkung in ein Café.
Nun begann ein gefühlter Marathon durch das Museum. Es war unglaublich groß und von jeder Kunstrichtung was dabei. Nicht nur Künstler/innen aus Lateinamerika, auch aus Europa und den USA sind dort vertreten. Ich glaube, wir waren 1,5-2 Stunden im Museum unterwegs. Völlig geschafft sind wir ins Hotel zurück.
Ausruhen konnten wir uns aber nicht. Wir mussten erstmal planen, wo wir die nächsten Nächte bleiben. Die Stadt stand schon fest, die Übernachtungen fehlten noch. Viel Auswahl gibt es in Esteli nicht. Als wir eine Unterkunft gefunden hatten und auch schon eine Anfrage an den Vermieter bzgl. den Bussen (ob morgen überhaupt Busse fahren) gestellt hatten, lasen wir im Reiseführer, dass nur sehr früh Busse nach Esteli starten (zwischen 5:00 und 7:00 Uhr). Vorsichtshalber fragten wir noch an der Hotelrezeption nach den Abfahrtszeiten. Aber unser lieber Mitarbeiter von gestern wollte oder konnte uns nicht helfen. Er machte auch keine Anstalten uns irgendwelche Infos zu geben. So blieb und nichts anderes übrig, als zum Busbahnhof zu laufen. Das Terminal liegt ca. 2 km außerhalb der Stadt, in einem nicht so schönen Viertel. Zwischendurch war es dann doch ein bisschen komisch, in den Gassen unterwegs zu sein. Vor allem die letzten paar 100 Meter… am Busbahnhof angekommen fragten wir uns durch. Von „ich hab keine Ahnung“ bis „nur vormittags“ hin zu „7:00, 9:00, 13:00 Uhr und später“, war mehr oder weniger alles dabei. Viel schlauer waren wir jetzt auch nicht. Zurück zum Hotel haben wir dann ein Taxi genommen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Zimmer und der Buchung unserer Unterkunft, ging’s nochmal los zum Parque Central. Dort gönnten wir uns ein typisches Eis aus León, ein Raspido. Das ist gehobeltes Wassereis, bei dem man entscheiden kann, was man gerne drauf hätte. Wählen kann man zwischen: einer dickflüssigen Milch und/oder Fruchtsirup, Marshmallow, Streusel, Kekse und Früchte. Nachdem wir keine Ahnung hatten, bestellten wir natürlich mit allem. Wir waren schon ein wenig skeptisch, ob das schmecken kann. Wir wurden nicht enttäuscht. Es war zwar sehr süß, aber lecker. Wir hatten noch gar nicht probiert, da wurden wir von einem Schuhputzer angesprochen. Er erzählte uns etwas über die Stadt, bisschen was privates und über seinen Job. Er selbst trug keine Schuhe.
Recht schnell wurde uns klar, wie diese Unterhaltung enden wird. Und da war sie dann auch schon, die Frage nach Geld. Wir gaben ihm 40 C$. Aber sein Redebedarf war immer noch nicht gestillt. Als unser Eis alle war, sind wir gegangen. Eigentlich wollten wir in Ruhe unser Eis essen und dabei Leute beobachten…
Bevor wir ins Hotel sind, haben wir uns noch kurz auf eine Bank gesetzt.
Zum Essen wollten wir in eine kleine Bar nicht weit vom Hotel gehen. Leider hatte diese geschlossen, so sind wir dann in einer Pizzeria gelandet.
Eigentlich stand noch packen auf dem Programm, aber das haben wir irgendwie nicht mehr geschafft.
Morgen heißt es wieder früh aufstehen, packen und hoffen, dass wir einen Bus nach Esteli bekommen…Leia mais
Reise nach Estelí
25–28 de mar. 2024, Nicarágua ⋅ ☁️ 31 °C
Auch heute hieß es wieder früh aufstehen. Frühstücken, packen und los…
Um 8:30 Uhr checkten wir aus und fuhren mim Taxi zum Busbahnhof. Um 9:00 Uhr sollte ein Bus direkt nach Esteli starten. Am Busbahnhof angekommen, gleiches Spiel wie gestern. Immer unterschiedliche Antworten. Einer sagte zu mir, ich solle an einem Stand ne Fahrkarte kaufen. Auf dem Weg zum „Ticketschalter“ (ein Tisch und dahinter ne Tafel) wurde ich von einem anderen abgefangen und sagte, dass wir nach Esteli möchten und fragte, ob der Bus direkt dorthin fährt. Natürlich war die Antwort „ja“. Wir sind ihm dann gefolgt, er hat bisschen Stress gemacht, dass wir schneller machen sollen. Am Bus angekommen, wieder meine Frage: Esteli und direkt? Antwort: nein, direkt nicht, umsteigen in S….. keine Ahnung wo wir umsteigen müssen. Einer sagte dann, er gibt uns Bescheid, wo wir aussteigen müssen. Später, als wir schon unterwegs waren, merkten wir, dass er gar nicht mit fuhr… 😂
Aus der Parkbucht, aus der der Bus los fuhr, stand San Isidro. Das wäre zumindest schon mal unsere Richtung.
Kurz vor Abfahrt gab’s eine komische Situation. Ein Mitarbeiter des Busunternehmens und eine Essensverkäuferin haben sich gegenseitig die Ellbogen in den Rücken gerammt und sie hat ihm auch noch auf den Kopf geschlagen. Als er dann aus dem Bus ausgestiegen ist, hat er noch die Geste „ich schneid dir den Kopf ab“ gemacht. Später auf der Fahrt, haben sich dann auch zwei andere Verkäufer/in ein Wortduell geliefert. Von dem her, war es eine sehr „unterhaltsame“ Fahrt, der Rest war eher anstrengend. Wieder sehr eng, keine Beinfreiheit, der kleine Rucksack ständig auf den Oberschenkeln und unbequeme Sitzbänke.
Ich hab unsere Route auf dem Handy mitverfolgt, damit wir nicht komplett in eine andere Richtung fahren. Und es sah wirklich so aus, als ob wir nach San Isodro fahren. Nur einmal bog er rechts ab, aber auch nur, um dort ein kleines Dorf anzufahren. Der Aufenthalt dort war keine drei Minuten. In der Zeit stieg der halbe Bus, samt dazugehörigem Gepäck, aus und neue Fahrgäste mit Gepäck zu. Die weitere Fahrt ging dann ohne größere Umwege weiter. In San Isidro angekommen, sagte uns der Busfahrer, dass der gelbe Bus nach Esteli fährt. Aber so gut wie jeder zweite Bus ist gelb… egal, wir sind dann durch eine Tür an die Hauptstraße gegangen, da fuhr gerade ein gelber Bus los. Ich lief hin und klopfte an die Tür. Der Bus blieb stehen und es war der Bus, den wir brauchten. Im vorderen Bereich war er schon gut besetzt, aber alle halfen irgendwie mit, dass wir mit unseren großen Rucksäcken noch rein passen. Eine Dame, die in der ersten Reihe saß, wurde vom Busbegleiter aufgefordert aufzustehen. Jasmin setzte sich ans Fenster. Ich konnte, bevor der Bus seine Fahrt fortsetzte, gerade noch einen Rucksack verstauen. Jasmin hatte den zweiten auf ihrem Schoß. Der Bus rumpelte los. Ich konnte mich noch festhalten und auch die anderen Fahrgäste wurden ein bisschen „durchgeschüttelt“. Einige riefen auch, dass der Busfahrer verrückt sei. Ich dachte, dass sich die Dame neben Jasmin setzen wird und blieb deshalb stehen. Der Busbegleiter gab mir aber das Zeichen, dass ich mich hinsetzen soll. Jetzt saßen wir eingepfercht, mit Rucksäcken und Handtasche auf den Oberschenkeln, in der ersten Reihe. Es war schon sehr interessant, das ganze Treiben (Ein- und Ausstieg) aus nächster Nähe zu beobachten. Gut 45 Minuten später waren wir dann am Ziel. Unsere gebuchte Unterkunft liegt sehr zentral und der Busbahnhof ist knappe 3 km außerhalb. Wir haben uns von einem Taxi in die Nähe des Airbnb fahren lassen. Die letzten 50 Meter gingen wir zu Fuß. Nachdem wir die Schlüssel für die Unterkunft bekommen hatten, sind wir erstmal was Essen gegangen und danach auf nen Iced Coffee. Den weiteren Tag haben wir gemütlich auf unserer Terrasse in der Hängematte und im Schaukelstuhl verbracht. Später sind wir noch in ein Tourbüro gegangen und haben uns über mögliche Ausflüge erkundigt. Überzeugt hat uns keiner von den angebotenen. Wir wollten uns später beim Abendessen Gedanken machen, ob wir einen Ausflug buchen. Den Spätnachmittag haben wir im Parque Central mit Leute beobachten verbracht. Beim Abendessen haben wir noch keine endgültige Entscheidung getroffen, ob wir nun einen Ausflug machen oder nicht.
Für morgen ist erstmal nix auf dem Plan…Leia mais
Esteli - Erholungstag
26 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 28 °C
Ein schnell zu erzählender Tag.
Beim Frühstück entschieden wir, dass die nächsten beiden Tage zur Erholung dienen sollten. Die beiden Ausflüge, die uns angeboten wurden, entsprachen nicht unserer Vorstellung und der Besuch einer Zigarrenfabrik war uns zu teuer.
Nach dem Frühstück ging’s zurück ins Airbnb auf die Hängematte und in den Schaukelstuhl. Am Nachmittag wieder über die Straße, in unser (mittlerweile) Stamm-Café zu Kaffee und Kuchen. Gleich im Anschluss auf den Parque Central, Leute beobachten, einfach nur entspannen und noch nen kleinen Kaffee trinken.
Um den Park sind relativ viele Essensstände, da holten wir uns zwei Fleischspieße, einen mit Reis gefüllten Empanada und einen Melone-Orangensaft zum Abendessen.
Zurück im Apartment nochmal kurz in die Hängematte und in den Schaukelstuhl, bevor wir dann ins Bett sind.
Morgen steht auch ein ruhiger Tag bevor. Wahrscheinlich mit ein bisschen mehr Bewegung, aber das sehen wir dann morgen…Leia mais
Esteli - Erholungstag 2
27 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 28 °C
Wieder ein etwas ruhigerer Tag, an dem wir ausschlafen konnten. Kurz nach 9:00 Uhr ging’s zum Frühstück. Fast zwei Stunden später waren wir auf dem Weg zu einem weiteren Park, der nur 3 oder 4 Blocks von unserer Unterkunft entfernt war. Er war nicht besonders sehenswert, daneben ist aber gleich das Stadion vom Real Esteli FC. Eine fast rundum erneuerte kleine Arena. Ich wollte, wenn ich schon da bin, zumindest mal kurz ins Innere schauen. Und wie’s der Zufall so will, stand auch ein Zugangstor offen. Wir sind dann reingegangen und in diesem Moment war der Anpfiff von einem Damenfußballspiel. Die ersten 20 Minuten haben wir uns angeschaut und sind beim Stand von 3-0 für Real wieder gegangen. Noch kurz ums Stadion rum bzw. versucht und dann in Richtung Friedhof abgebogen. Da es nicht viel zu sehen gab, sind wir gleich weiter Richtung Parque Central. Auf dem Weg dorthin sind wir an einer Zigarrenfabrik vorbeigekommen und konnten einen kurzen Blick hinein werfen. Ein Stück weiter hat sich Jasmin eine Mango gekauft und am Kiosk an der Ecke gönnten wir uns ein Kaltgetränk. Über die Kathedrale sind wir dann zurück und haben uns ausgeruht. Heute wollten wir unseren Iced Coffee in einem anderen Café trinken. Leider gab es das ausgesuchte Café nicht mehr, so landeten wir wieder im Café gegenüber. Nach unserem Kaffee und ner Kleinigkeit zu essen, sind wir wieder in den Parque Central gegangen. Besonders lange haben wir es heute aber nicht ausgehalten. Zu Hause haben wir dann bisschen unsere Rucksäcke für die morgige Weiterreise und den Rückflug nach München vorbereitet. Zum Abendessen waren wir in einem Café an der Ecke. Der Service war nicht besonders gut, dafür aber das Essen recht lecker. Die Livemusik war ziemlich laut und auch nicht so gut…
Morgen geht’s im Lauf des Vormittags auf die Reise zu unserer letzten Station (Matagalpa), bevor wir am Montag nach Managua fahren.Leia mais
Weiter geht‘s nach Matagalpa
28 de mar.–1 de abr. 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 28 °C
Anders als geplant, ging es schon früher los. Eigentlich wollten wir noch in Ruhe frühstücken und uns dann langsam Richtung Busbahnhof aufmachen. Nachdem ich, trotz mehrmaliger Hinweise von Jasmin, den Feiertag nicht aufm Schirm hatte, wurde mir beim Aufwachen bewusst, dass es vielleicht doch nicht ganz so einfach wird, wie ich mir‘s gedacht hatte. Normalerweise war schon immer ziemlich viel Verkehr auf der Straße und auch Straßenverkäufer hörte man schreien. Heute war nichts, ab und zu fuhr mal ein Auto vorbei oder vereinzelt wurde gehupt… Der Plan mim Frühstücken haben wir dann aufgegeben, sind nur schnell zum Supermarkt und haben uns ne Kleinigkeit gekauft. Gegen 8:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Busterminal. Kaum ausm Haus raus, kam auch schon ein Taxi, das uns mitnahm. Vorm Einsteigen noch nach dem Preis gefragt und los ging die Fahrt. Erst noch einen anderen Fahrgast abgeliefert und dann direkt zum Bus. Als wir beim Terminal waren und unsere Rucksäcke in Empfang nahmen, verlangte der Taxifahrer das Doppelte vom eigentlich ausgemachten Preis. Ich hatte keine Lust, mit ihm zu diskutieren bzw. es zu versuchen. Soll er glücklich werden, mit dem erschwindelten Geld…
Als wir in die Wartehalle kamen, war diese schon gut voll, aber kein Bus zu sehen. Normalerweise wimmelt es nur so, heute waren alle ziemlich entspannt. Ich fragte bei einem Mitarbeiter vom Terminal, ob und wann ein Bus nach Matagalpa kommt. Ohne Punkt und Komma redete er los. Ich verstand nur die Hälfte, das Wichtigste aber hatte ich mitbekommen. Es fährt kein Bus nach Matagalpa. Irgendwas von Managua hat er noch gesagt, aber mehr Infos bzw. Nützliches wusste ich nicht. Ich bin dann nochmal hin und fragte wieder das Gleiche, sagte ihm auch, er solle bitte langsam reden, da mein Spanisch nicht so gut ist. Wirklich interessierte ihn das nicht. Zumindest konnte ich aus ihm jetzt rauskriegen, dass wir mit dem Bus Richtung Managua fahren und in Sébaco umsteigen müssen.
Jasmin fragte bei einem Taxifahrer, was es nach Matagalpa kostet. Erstes Angebot: 3.000 Córdobas (ca. 80€). Wir lehnten ab, da wir im Internet gelesen hatten, dass das Taxi zwischen 8 und 12€ kosten würde. Ob das natürlich stimmt, weiß ich nicht. Aber der Preis erschien mir schon sehr hoch. Nach 15 Minuten bekamen wir ein neues Angebot, 2.500 C$. Auch das war noch zu viel. 10 Minuten später war der Preis bei 2.000 C$. Wir lehnten erneut ab. Jetzt saßen wir schon fast ne Stunde am Terminal und kein Bus war zu sehen. Mittlerweile wären wir bereit, 1.000 C$ zu zahlen. Unsere Schmerzgrenze war eigentlich 500.
Auf einmal Aufregung am Bahnhof. Der Bus nach Managua war da. Der Fahrpreis wird eigentlich immer im Bus bezahlt, heute musste man sich das Ticket im Vorfeld kaufen. Aber nicht am Ticketschalter oder so… Der Fahrkartenverkäufer hat sich irgendwo hingestellt und vorm ihm bildete sich eine Schlange. Der Fahrpreis nach Managua waren 110 C$. Mir wurde gesagt, nach Sébaco kostet es 25 C$. Als ich dran war und sagte, dass ich nur nach Sébaco will, wurde ich vertröstet und alle die hinter mir standen konnten ein Ticket kaufen, nur ich bekam keins. Ich fragte immer wieder nach und wurde eigentlich gar nicht beachtet. Irgendwann hieß es dann, ich soll ohne Ticket einsteigen. Ich hab Jasmin zum Bus geschickt und gesagt, sie soll einsteigen. Da wurde sie von anderen Fahrgästen „angegangen“. Ein Taxifahrer machte mir noch ein Angebot über 1.500 C$, als ich auch zum Bus ging. Ich hab mich dann auch rücksichtslos in den Bus gedrückt, sonst würde ich wahrscheinlich heute noch in Esteli stehen. Der Bus war wieder völlig überfüllt. Als der Ticketverkäufer zum Abkassieren kam, wollte er 220 C$ (Fahrpreis für zwei, bis nach Managua). Wir fuhren aber nur ca. 1/3 der Strecke. Ich gab ihm erst 100, als ihm das nicht gereicht hat, nochmal 50 C$. Ohne die Differenz zu fordern, ging er weiter.
-Das ist nicht das erste Mal, dass wir uns beim Busfahren gefühlt haben, dass wir über den Tisch gezogen wurden. Auch bei manchen Taxifahrten hatten wir das Gefühl, dass es nur darum geht, uns so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen.-
Das Aussteigen in Sébaco war die nächste Herausforderung. Wie gesagt, der Bus war völlig überfüllt. Die Gänge in den Bussen sind eh sehr eng, jetzt standen die Leute auch noch in den Gängen. An den Haltestellen steigt kein Fahrgast mit aus oder geht auf die Seite/macht sich dünn. Man zwängt sich zwischen den Menschen durch. Erschwert kam noch hinzu, wir mussten unsere Rucksäcke auch noch irgendwie mit aus dem Bus bekommen. Kopfüber musste das dann irgendwie klappen. Geschafft haben wir’s dann schon, aber wie? Keine Ahnung…
In Sébeco angekommen warteten wir dann ungefähr 30 Minuten bis der Anschlussbus kam. Das war endlich ein „normaler“ Bus und nicht besonders voll. Hier zahlten wir den gleichen Fahrpreis wie die Einheimischen. 50 Minuten später waren wir endlich in Matagalpa. Jetzt mussten wir nur noch unsere Unterkunft finden. Vom Terminal aus war es zu Fuß ca. 20 Minuten. Fast auf Anhieb haben wir‘s gefunden.
Nachdem wir die Rucksäcke ins Zimmer gestellt hatten, sind wir in ein Café und noch Einkaufen gegangen. Haben uns dann ausgeruht und waren zum Abendessen in einer leckeren Pizzeria.Leia mais
Matagalpa, Tag 1
29 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 25 °C
Ein etwas ruhigerer Tag geht zu Ende. Nach unserem Frühstück im Airbnb sind wir um 10:30 Uhr oder so, endlich mal los. Erstes Ziel: Parque Morazán. Das zweite ist gleich nebenan, die Kathedrale San Pedro. Eigentlich wollten wir uns die Kathedrale anschauen, aber es war gerade Gottesdienst. Die Kirche platzte aus allen Nähten, viele Leute hatten drinnen gar keinen Platz mehr. Nachdem wir die Kathedrale nicht besichtigen konnten, sind wir im Park von einer Bank zur anderen „gewandert“ und haben Leute und Umgebung beobachtet. Als wir weiter geschlendert sind, war zufällig (😉) ein Café aufm Weg. Nach kurzer Überlegung saßen wir drin. Schneller Kaffee und ein Stück Kuchen und dann ging’s schon weiter zum Theater. Das war aber nicht besonders sehenswert, so dass wir recht schnell wieder am Park waren und wir uns wieder auf ne Bank gesetzt haben. Nach einer kleinen Pause sind wir zum Parque Rubén Dario weiter. Als wir am Park angekommen waren, wollte ich ein Foto von der gegenüberliegenden Kirche machen. In diesem Moment stieg eine Familie aus ihrem Auto aus. Ich lächelte den Fahrer an, er kam gleich zu mir und stellte sich mit Handschlag vor und hieß uns in Nicaragua willkommen. Er sprach gut englisch, so konnten wir uns ein bisschen unterhalten. Nach dieser netten Begegnung sind wir um den Park gelaufen und dann wieder zurück zur Unterkunft. Nachmittags waren wir dann relativ faul und abends machten wir uns dann Nudeln mit Soße zum Essen. Danach haben wir uns noch mit einem österreichischen Pärchen, die auch im gleichen Airbnb übernachten, verratscht.
Morgen haben wir geplant, auf einen kleinen Berg mit schöner Aussicht zu spazieren… schau ma Mal, ob wir uns aufraffen können.Leia mais
Matagalpa, Tag 2
30 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 24 °C
Auch heute begann der Tag mit einem Frühstück in unserer Unterkunft. Zuvor waren wir noch schnell beim Bäcker um uns Brot oder Semmeln zu kaufen. Bekommen haben wir zwar Backwaren die so aussehen, aber es war eher Süßgebäck. Für‘s Frühstück nicht unbedingt zu gebrauchen, aber was soll’s, wir hatten ja nix anderes. Im Anschluss ruhten wir uns noch ein bisschen aus, bis wir uns dann endlich überwinden konnten, einen kleinen Spaziergang zu starten. Nicht weit von der Unterkunft gibt es einen Aussichtspunkt mit einem Aussichtsturm (Cerro El Calvario). Das war heute unser Ziel. Am Parque Central entlang über eine Brücke und dann recht steil durch eines der ärmsten Viertel von Matagalpa. Mir war schon ein wenig mulmig, da durch zu gehen. Außer uns liefen keine Touristen durch die Straßen. Am Anfang gab es viele kleine Blechkioske, die aber wegen des Feiertags fast alle geschlossen waren. Dann folgten Wellblech- und Holzhütten, bis später nur noch Felder bzw. Grundstücke mit Bäumen drauf zu sehen war. Die meisten Einheimischen, die wir getroffen haben, waren sehr freundlich, lächelten uns an oder winkten uns zu. Auch Arbeiter, die Holz aus dem Wald auf ihrem Rücken transportierten, kamen uns entgegen. Einer sagte irgendwas zu uns, leider verstanden wir nichts. Jetzt hatten wir ein komisches Gefühl weiterzugehen. Am Straßenrand saßen auch zwei Arbeiter, die uns, unserer Meinung nach, seltsam anschauten. Zum Aussichtspunkt hatten wir nur noch 500 Meter. Wir gingen weiter und sind ohne Zwischenfall oben angekommen. Kurz vorm Ziel trafen wir unsere Unterkunftsnachbarn. Kurzer Ratsch und das letzte, steile Stück schafften wir dann auch noch. Eintritt mussten wir auch bezahlen, ganze 0,13 €. Nachdem wir die Aussicht von verschiedenen Etagen genossen hatten, setzten wir uns dort oben in ein Restaurant, um einen Kaffee, ein Stück Kuchen und einen Melonensaft zu verzehren. Danach sind wir den selben Weg wieder zurück gegangen. Ein kurzer Blick in die Kathedrale und noch schnell um die Ecke zum Einkaufen. Wieder in der Unterkunft angekommen, gab’s eine kleine Stärkung (Joghurt und Ananas). Den restlichen Tag verbrachten wir gemütlich aufm Zimmer. Eigentlich wollten wir heute Abend zu Hause essen, aber irgendwie hatten wir doch mehr Lust Essen zu gehen. Nach kurzer Überlegung fiel die Wahl auf einen Mexikaner.
Morgen, an unseren vorletzten Tag, wollen wir vielleicht auf einen anderen Berg wandern.Leia mais
Matagalpa, Tag 3
31 de março de 2024, Nicarágua ⋅ ⛅ 22 °C
Der letzte Tag in Matagalpa verlief anders als geplant. Über Nacht hat’s Jasmin „erwischt“ und so konnten wir unseren kleinen Spaziergang leider nicht machen. Gleich nach dem Aufstehen bin ich zum Einkaufen, um Zwieback und Wasser zu kaufen. Für mich hab ich ein Croissant und ein Ciabatta zum Frühstücken gekauft. Den Vormittag verbrachten wir dann auf unserem Zimmer. Am frühen Nachmittag sind wir dann nochmal zum Einkaufen gegangen. Zum Mittagessen haben wir uns, Jasmin hat’s zumindest probiert, ein gebratenes Hühnchen mit Ciabatta mitgenommen. Da es eine „Promo“ (Angebot) war, durften bzw. müssten wir eine 2 Liter Flasche Cola mitnehmen, die wir eigentlich gar nicht brauchten. Das Hühnchen schmeckte gar nicht so schlecht. Die Reste haben wir dann für unser, besser gesagt, für mein Abendessen hergenommen. Jasmin ging’s leider noch nicht besser. Am Abend haben wir dann nichts mehr gemacht. Wir sind relativ früh schlafen gegangen.
Morgen geht’s zurück nach Managua. In der Nähe vom Flughafen verbringen wir unsere letzte Nacht in Nicaragua.Leia mais
Zurück nach Managua…
1–2 de abr. 2024, Nicarágua ⋅ ☀️ 36 °C
Heute stand die Fahrt nach Managua an. Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker. Duschen, packen und los zum Bus. Geplant war spätestens um 12:00 Uhr die Unterkunft zu verlassen. Zuvor musste noch der ganze Einkauf von gestern auf die Rucksäcke verteilt werden. Zum Glück hatte ich ziemlich viele Kleidungsstücke und Schuhe dabei, die ich die letzten Monate aufgetragen habe und die jetzt in den Müll wandern können. Dadurch ist ein bisschen Platz für Rum und so…
Zum Frühstück gab’s für mich Reste und Jasmin musste sich wieder mit Zwieback zufrieden geben. Als alles Geschirr gespült war, ging’s langsam los. Auschecken und zu Fuß los zum Busbahnhof. Kaum angekommen, war’s wieder hektisch und stressig. Jeder wollte uns in seinen Bus nach Managua „setzen“. Die Busse waren alle schon voll. Jasmin wollte auf keinen Fall stehen. Die Fahrt würde 2-2,5 Stunden dauern. Dem ersten Busbegleiter sagten wir ab. Der nächste Bus fährt in 30 Minuten. Dann hieß es, wir brauchen ein Ticket. Als ich am Ticketschalter anstand, kam der nächste Busbegleiter und sagte, ich solle mitkommen. Jasmin lief uns hinterher. Aber auch dieser Bus, ein Expressbus nach Managua, war schon recht voll. Ich versuchte ihm zu sagen, dass Jasmin sitzen möchte. Dann drückte er uns mehr oder weniger in den Bus und stellte einen Kübel umgedreht in den Gang. Darauf sollte sich Jasmin setzen. Zum Glück waren weiter vorne noch Plätze frei. Einen davon hatte Jasmin ergattert. Um aber auf den Platz zu kommen, musste sie sich samt ihrem Rucksack durch die Menge quetschen. Wie schon bet den vorherigen Fahrten, ging niemand auf die Seite oder half beim Gepäck. Auch nicht, als Jasmin ihren schweren Rucksack auf die Gepäckablage hievte. Da der Bus schon losgefahren war, konnte/wollte ich nicht mehr durch den Bus gehen. Ich blieb am hinteren Eingang, bis Managua, stehen. Nach gut 2 Stunden waren wir dann am Flughafen. Beim Aussteigen verlangte der Busbegleiter für jeden Rucksack nochmal eine extra Gebühr. Ich fragte nur für was und dann stieg er ohne einen Cent von mir bekommen zu haben ein und der Bus fuhr weiter. Unser Hotel war nur 1,2 km vom Flughafen entfernt. Trotz der vermeintlich guten Lage, waren wir im nirgendwo… nachdem es Jasmin noch nicht ganz gut ging, sind wir den ganzen Tag im Hotel geblieben. Alleine rauszugehen hatte ich keine Lust.
Da unser Flug morgen sehr früh startet, fragte ich beim Hotelmitarbeiter nach, ob es möglich ist, dass er ein Taxi bestellt und ob wir ein Lunchpaket haben könnten. Beides verneinte er. Um zum Flughafen zu kommen, sollte ich mir eine App runterladen und das Taxi selbst bestellen. Beim Lunchpaket zeigte er nur auf die Frühstückszeiten…
Später kam der Nachtwächter. Den fragte ich beide Fragen nochmals… und siehe da, Taxi war sofort bestellt und ein Lunchpaket bekommen wir morgen auch.
Zum Abendessen gab’s für Jasmin Bananen, für mich ein Sandwich und ein Bier. Um 20:00 Uhr ging’s dann ins Bett. Morgen Früh um 2:00 Uhr klingelt der Wecker. Das Taxi ist für 3:00 Uhr bestellt.
Um 5:45 Uhr beginnt die Rückreise über Houston, mit 6 Stunden Aufenthalt. Ankunft in München: 03.04. gegen 10:00 Uhr.Leia mais
Ende eines 4-monatigen Abenteuers
2 de abril de 2024, Alemanha ⋅ ☀️ 11 °C
2:00 Uhr, Wecker klingelt. Noch einmal auf „schlummern“ drücken und 9 Minuten später, mit dem nächsten Klingelton aufwachen und auch aufstehen oder doch erst noch Zeitung lesen…
Um 2:20 Uhr war’s dann soweit. Aufstehen, duschen, die restlichen Sachen packen und auschecken. Fast pünktlich war das Taxi da. Keine 5 Minuten später und 6 USD ärmer waren wir dann am Flughafen. Der Check in war schnell erledigt. So hatten wir noch Zeit, die Bananen (Jasmin) und das Lunchpaket (ich) zu essen. Danach ging’s zum Zoll und zur Sicherheitskontrolle. Auch das war schnell und unkompliziert. Bevor das Boarding begann, sind wir noch kurz in den Duty Free Shop, um unsere restlichen Córdoba Dollar auszugeben.
Pünktlich um 5:45 Uhr starteten wir Richtung Houston und überpünktlich waren wir in den USA. Neben uns saß ein Österreicher, der für zwei Wochen in Nicaragua war. Der 3-Stunden Flug war aufgrund dessen, dass wir uns dauernd unterhielten, schnell vorbei.
Die Einreise in die USA verlief ohne Probleme. Jetzt war warten angesagt, ca. 6 Stunden später sollte der Anschlussflug nach München abheben. Bis es soweit war, gingen wir im Flughafen spazieren und etwas essen. Die Stunden vergingen eigentlich recht schnell. Boarding und Abflug starteten pünktlich. Nach einem (fast ruhigen) 10 stündigen Flug landeten wir um 10:00 Uhr in München.
Somit endet nach 4 Monaten meine Auszeit…Leia mais




























































































































































