August - October 2019
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  • Day30

    Al Qurum

    September 26 in Oman ⋅ ⛅ 29 °C

    Für alle aus unserer Gruppe geht es heute am Ende von Woche 4 zum letzten Mal ins Klinikum. Ausgenommen natürlich wir beiden deutschen Medizinstudenten, die nicht 4 Wochen sondern 30 Tage für die Famulatur erfüllen müssen. Aber obwohl ich nächsten Sonntag und Montag nochmal ins Klinikum gehen werde, hat es sich doch auch ein wenig so angefühlt als wäre es mein letzter Tag. Denn nachdem wir in den Raum für unser Morgenmeeting eintreten, wird dort nicht mehr über gynäkologische Fälle diskutiert, sondern stattdessen mit allerlei Essen der Geburtstag von 2 Ärztinnen gefeiert. Ein Anlass zum Feiern (und damit verbunden viel Essen) findet sich immer im Oman! Nachdem wir dort dann - nachdem wir nicht direkt nach dem Frühstück wieder etwas essen konnten - zumindest gezwungen wurden, uns etwas einzupacken, haben wir den Vormitttag dann verbracht vom International Office zurück zur Station zu gehen, dann wieder in die Tagesklinik um eine andere Unterschrift zu holen und zwischendurch dann noch ein paar Abschiedsfotos zu schießen. Aber nachdem wir das alles erledigt hatten, alle PJler auf einer externen Fortbildung waren und die Studenten wieder eine Prüfung hatten, war gegen halb 11 Uhr auch schon wieder Feierabend für uns. Zuzia & ich waren dann per Anhalter 30 Minuten später auf dem Weg Richtung Wave und damit Strand. Eine gute Stunde später sind dann dort Sabi, Ahmed und Christina dazugestoßen, aber da es für die beiden Omanis zu warm in der Mittagssonne war (und an diesem Strand gibt es wirklich keinen Schatten 😄) sind wir mit den beiden dann weiter an einen anderen Strandabschnitt in Maskat - Al Qurum Beach. Das war bisher einer der schönsten Strände hier in der Stadt, da man entweder unter Bäumen auf dee Grünfläche liegen kann, oder im Strandcafé entspannen und natürlich auch schwimmen kann. Wir haben dann alle erst einen Kaffee in dem Café getrunken und dann die Sonnenstrahlen am Strand genossen und im Schatten der Bäume ein wenig geschlafen. Zurück vom Strand haben wir uns in der Unterkunft alle frisch gemacht, bevor wir dann alle weiter zu Sabis Wohnung sind, um dort den ersten Teil des Abends zu verbringen bevor wir uns dann auf den Weg zu einem Club (ja es gibt auch Clubs und Diskos im Oman 😄) gemacht haben. Leider sind wir viel zu spät dort angekommen, denn nach Mitternacht ist für Männer der Eintritt mit 10 Rial (also 25 €) wirklich extrem teuer . Frauen haben dagegen den Vorteil immer kostenlos in den Club reinzukommen. Da wir alle jedoch eh sehr müde waren und der Club eh auf unserem Heimweg lag, haben wir dann beschlossen, lieber direkt weiter nach Hause zu fahren und mal ein wenig Schlaf nachzuholen.Read more

  • Day29

    Große Moschee

    September 25 in Oman ⋅ ⛅ 32 °C

    Entspannt geht es diese Woche weiter in Hinblick auf unsere Anwesenheit im Krankenhaus. Wir 'müssen' nämlich heute von offizieller Seite aus einen Famulatur- bzw Labortag opfern, da für heute der Besuch der großen Moschee angesetzt ist. Diese Moschee ist als einzige im Land auch für Nicht-Muslime zur Besichtigung geöffnet, aber man muss zeitig aufstehen, da sie um 11 Uhr vormittags die Tore für Besucher schließt, damit dann die Gläubigen zum Mittagsgebet kommen können. Ganz so zeitig sind wir allerdings dann wie immer nicht losgekommen. Da im Oman das neue Semester schon Anfang September begonnen hat, und alle der omanischen Studenten, die uns normalerweise betreuen, mit Pflichtveranstaltungen eingespannt waren, haben uns dann zwei Freunde von Majid abgeholt. So sind wir dann erst um halb 10 losgekommen, aber zum Glück ist die Moschee nur 20 Minuten Autofahrt entfernt. Hier war es auch zum allerersten Mal richtig wichtig, sich korrekt zu kleiden. Ansonsten wird einem der Eintritt verwehrt. Männer müssen sich an keine Vorschriften halten, so dürfen diese beispielsweise auch in kurzen Hosen die Moschee betreten. Bei Frauen dürfen nur das Gesicht und die Hände zu sehen sein und die Kleidung sollte nicht zu eng anliegend oder transparent sein. Und natürlich mussten wir am Eingang dann auch unsere Haare mit einem Schal bedecken. Dann konnten wir allerdings über das weitläufige Gelände erstmal zum Gebetsraum der Frauen gehen, und im Anschluss dann den weitaus größeren Raum für die Männer besichtigen. Diese Halle für die Männer kann zusammen mit dem Außenbereich fast 20 000 (!) Gläubige unterbringen.Das ist nach Abu Dabi die zweitgrößte Moschee weltweit! Ich persönlich war zum allerersten Mal in einer Moschee und fand es sehr beeindruckend. Interessant fand ich auch, dass im Großen und Ganzen die Inneneinrichtung nicht zu prachtvoll oder ausgefallen gestaltet ist wie man es aus vielen Kirchen kennt. Der Gläubige soll sich nämlich auf den eigentlichen Zweck seines Besuchs in der Moschee konzentrieren können - dem Gebet - und nicht durch zu viele Kunstwerke oder Ähnlichem "abgelenkt" werden. Leider wird man tatsächlich pünktlich um 11 Uhr dann als Besucher gebeten, die Moschee zu verlassen. Wir alle hätten gerne noch länger das Gelände erkundet, sber für uns stand auch noch ein zweiter Programmpunkt am Vormittag auf dem Plan. Auf dem Weg zum Nationalmuseum haben wir noch kurz vor einem Coffeeshop angehalten und uns Karak mitgenommen. Wie es die Gastfreundlichkeit der Omanis will, hat es sich Ismail - ein Student aus dem 4. Jahr und einer unserer Fahrer heute - nicht nehmen lassen, diesen für uns zu bezahlen. Da kann man mit ihnen auch nicht diskutieren.
    Nachdem wir im Nationalmuseum im alten Teil von Maskat (das für alle unter 25jährigen kostenlosen Eintritt bietet) noch mehr über die omanischen Traditionen lesen konnten, Modelle von Festungen oder traditionelle Kleidung betrachtet haben, haben uns unsere beiden Fahrer bei der Grand Mall abgesetzt, da die zwei in die Uni zurück mussten. In der Mall haben wir Sabi & Omran getroffen, gemeinsam was gegessen und den Nachmittag in den kühlen Innenräumen verbracht. Da Omran früher zurück zur Arbeit mussten, haben wir 7 uns dann alle in Sabis Auto zusammengequetscht, um zurück zur Unterkunft zu gelangen. Das war eine der lustigsten Autofahrten in meinem Leben, da nicht nur der Tankwart zweimal ungläubig nachgezählt hat, wie viele Personen in diesem Auto sitzen. Denn wir haben unser Glück auch ein wenig herausgefordert und auf dem Rückweg von der Mall noch absichtlich die Polizeistation angesteuert. "Schuld" an diesem Besuch war indirekt ich, da ich dort nämlich mein 30-Tages-Touristenvisum nochmal verlängern musste.
    Aber da wir uns so professionell immer geduckt haben wenn ein Polizeiwagen vorbeikam und Sabis Auto auch wahnsinnig groß ist, sind wir alle einigermaßen bequem am Spätnachmittag dann an der Unterkunft angekommen. Nach ein paar Stunden packen, schlafen und Kuchen backen , haben wir uns dann um 9 Uhr noch an den Strand in der Nähe des Flughafens aufgemacht. Denn für die erste aus unserer Gruppe - Aleksandra - war es der allerletzte Abend im Oman, sodass wir bis zu ihrem Flug um 1 Uhr morgens dort noch die Zeit verbracht haben.
    Zum allerersten Mal durfte ich dann - zumindest im kleinen Ausmaß - heute auch noch ein Naturschauspiel sehen. Plankton, das im Wasser leuchtet.
    Die Rahmenbedingungen sind zwar im Moment nicht ideal, da ein Hurrikan im Indischen Ozean wütet und so die Vorraussetzungen die Biolumineszenz vom Strand aus zu sehen eher gering ist. Aber wir haben unsere Schwimmsachen gepackt und sind ein wenig tiefer ins Wasser gewatet, und dort hat man dann tatsächlich dann wie leuchtender Sternenstaub ein wenig hiervon gesehen.

    Heute gelernt 🤓 Der Gebetsraum für die Frauen ist deshalb so viel kleiner, da diese zum Beten normalerweise nicht in die Moschee gehen, sondern dies zu Hause machen.
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  • Day28

    Internationale Überraschungsparty

    September 24 in Oman ⋅ ⛅ 29 °C

    In der vorletzten Famulaturwoche wird es im Klinikum leider auch nicht viel interessanter. Ich musste heute zwar keine zweistündige Visite überstehen, da ich Dr. Lovina sofort in die Tagesklinik gefolgt bin. Aber dort haben wir auch wieder nur drei Patienten gesehen, und ich habe den Rest des Vormittages damit verbracht zum International Office zu gehen um meine Famulaturbescheinigung "vorzubestellen", Karak aus der Cafeteria zu holen und den Rest der Zeit mit Dr Lovina über omanische Traditionen zu sprechen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit einem Teil des gynäkologischen Teams haben wir dann für den Rest des Tages frei bekommen, da meine Oberärzte von unserer geplanten Überraschungsparty für die omanischen Studenten wussten, und uns deshalb am Nachmittag genügend Zeit für die Vorbereitungen der Spezialitäten zur Verfügung stellen wollten. Dr. Shahila aus meinem Team hatte auch extra - da wir ihr gestern bei unserer Fahrt zum Supermarkt erzählt hatten, dass die Küchen in unseren Appartements nur sehr sporadisch eingerichtet sind - heute in die Klinik eine große Tasche mit allen möglichen Küchenutensilien wie einer Kuchenbackform, Nudelholz, Servierplatten, usw mitgenommen. So sind wir voll ausgestattet dann zu unserer Unterkunft zurück, und haben den Nachmittag dann alle fleißig damit verbracht unsere Gerichte zuzubereiten. Nachdem wir unser Talent zu improvisieren mehrmals unter Beweis stellen durften und auch das Problem mit unserem Gasherd und Backofen gelöst hatten, war dann alles am frühen Abend vorbereitet. Unsere omanischen Jungs - Amjad, Mohammed, Ahmed, Mundher, Skinny Ahmed, Sabi und Omran, die uns die letzten Wochen betreut haben, haben uns und unsere vollen Tüten und Dosen dann eingepackt und wir sind alle gemeinsam zum Strand nach Seeb gefahren. Natürlich hatten sie längst geahnt, was wir vorbereitet hatten als wir vollbepackt aus der Haustür gekommen sind. Aber natürlich haben sie sich alle (und wir uns natürlich auch) über polnische Piroggen und Kartoffelecken, rumänischen Salat, slowenische Köstlichkeiten und deutsche Apfeltaschen sowie Pfannkuchen gefreut. Außerdem hatten wir noch eine Fotocollage vorbereitet, die wir für jeden noch persönlich gestaltet haben. Das hatte alle besonders gefreut, da sie als gesamte Gruppe wohl noch nie ein Geschenk erhalten hatten.
    Und eine zweite Überraschung ist uns auch noch gelungen: wie es der Zufall wollte war es auch der Geburtstag von Teo, und dank der Kuchenbackform von Dr. Shahila habe ich auch noch einen Geburtstagkuchen vorbereiten können. Optisch hat er zwar er nicht die Bestnoten bekommen, da er beim Herausnehmen aus der Form leider zerbrochen ist (aber die Kerzen haben das ein wenig kaschiert), aber er soll ja auch in erster Hinsicht vor allem schmecken. So haben wir den Abend dann gemütlich mit Essen am Strand verbracht und uns gegen 1 Uhr morgens dann wieder auf den Heimweg zu den Unterkünften gemacht.

    Heute gelernt 🤓 Die Omanis feiern ihren Geburtstag eigentlich nie wirklich. Einer der Studenten hat uns sogar erzählt, dass er bis zu seinem 15 Geburtstag gar nicht wusste, an welchem Tag er geboren ist.
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  • Day27

    Wieder Montagsmüdigkeit!

    September 23 in Oman ⋅ ⛅ 31 °C

    So spannend es am Sonntag im OP immer ist, so langweilig geht es am Montag immer weiter. Und außerdem war ich extrem müde, da sich mein innerer Wecker heute um halb 5 Uhr morgens gemeldet hat, und mich im Anschluss auch nicht mehr einschlafen lassen hat. So wird man halt dafür bestraft, wenn man am frühen Abend noch ein Nickerchen macht...
    Für die Visite von den 7 unserem Team zugeteilten Patienten haben wir dann wieder über 2 h gebraucht, und nachdem wir anschließend in der Tagesklinik genau eine Patientin hatten, bin ich mit meinem Team nach einer Kaffeepause in den Seminarraum, da die beiden Assistenzärzte sowie die PJlerin aus meinem Team Vorträge zu verschiedenen Themen für das Team präsentiert haben.
    Danach ging es für uns dann nochmal auf die Stationen 2 Yellow und 4 Blue für die Nachmittagsvisite. Nachdem sich diese auch gefühlt ewig hingezogen hat, und wir dann gegen 15 Uhr endlich fertig waren, hat mir eine Oberärztin aus meinem Team netterweise noch angeboten, mich nach Hause zu fahren. Nachdem ich mir in der Cafeteria noch mein Mittagessen zum Einpacken mitgenommen und dabei Teo, Aleksandra & Zuzia getroffen haben, hat Dr. Shahila uns kurzerhand alle 4 ins Auto gepackt. Und man merkt mal wieder wie unglaublich freundlich die Leute hier sind. Da ich ihr nämlich erzählt habe, dass wir für die omanischen Studenten einige internationale Gerichte vorbereiten wollen, hat sie uns kurzerhand noch weiter zum nächsten Supermarkt gefahren und dabei angeboten, sogar zu warten bis wir unsere Einkäufe erledigt haben, um uns danach wieder zur Unterkunft zu fahren :) Aber da wir ihr versichern konnten, selbstständig auf irgendeine Art und Weise zurück zu kommen, konnten wir ihr das zumindest ausreden.
    Nachdem wir alles Nötige für die Überraschungsparty eingekauft hatten, sind wir zu fünft gemeinsam mit Mundher noch einmal nach Matrah zum Souq gefahren. Dort haben wir noch einmal herumgestöbert, ein paar Souvenirs gekauft, Kaffee getrunken und den Abend dann gemeinsam mit Amjad noch in einer Shishabar ausklingen lassen.

    Heute gelernt 🤓 Wie unverzichtbar ein Auto in diesem Land ist, hat sich heute ganz eindrucksvoll gezeigt. Während Mundher uns gegen 16 Uhr für den Matrah Souq abgeholt hat, haben sich eine gute Stunde drei Mädels aus unserer Gruppe dazu entschieden, auch dorthin zu kommen. Da für diese weite Strecke (mit dem Auto braucht man knapp 25 min) ein Taxi zu teuer ist, haben sie also den Bus genommen. Sonderlich schnell kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln allerdings nicht voran, da sie bis nach Matrah in 3 verschiedene Busse einsteigen mussten und ganze 2,5h unterwegs waren.
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