Greece
Agios Vasileios

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17 travelers at this place:

  • Day16

    Vom Winde (fast) verweht

    October 10 in Greece

    Gestern Abend hatte es sich schon angekündigt - ein kräftiger Wind. In der Nacht brauste er mehrmals kräftig durch die Blätter des Palmenbaumes, der vor unserem Eingang zum Zimmer stand. Denn diesmal "wohnten" wir ebenerdig und hatten ein gemütliches Sitzpolster und Tisch vor unserem Eingang. Diese Möbel waren aus Euro-Paletten, was uns sehr gefiel. Natürlich waren sie, wie fast alles in Griechenland, in blau angestrichen. Außerdem war meine Vermutung, dass es sich die Hauskatze in Abwesenheit der Bewohner es sich darauf gemütlich macht.

    Eigentlich mag ich es sehr wenn es in der Nacht stürmt, aber hin und wieder schlug es draußen irgendwo laut gegen etwas, so dass ich immer wieder erwachte. Zuerst fand ich es angenehm, aber dann raubte es mir doch den Schlaf und ich musste leider Ohrstöpsel benutzen. Aber ich empfand das Bett und das Zimmer als angenehm und konnte wieder schnell einschlafen. Auch tat es gut, dass durch das geöffnete Fenster frische kühlere Luft hinein kam.

    Gegen 07:30 Uhr wurden wir wieder wach, meditierten, packten unsere Sachen und gingen zum Frühstück in die Taverne von unserem Hotel "Coral". Wir saßen am selben Platz wie gestern Abend. Es war ein einfaches Frühstück und durch den Wind mussten wir schon sehr aufpassen, dass uns die Servietten bzw. nichts anderes davon wehte. Die Hauskatze kam angewackelt uns rekelte sich vor uns wie Spooky auf dem Fußboden. Das haben wir bei einer Katze bisher so noch nicht gesehen. Sie wollte bestimmt nur Aufmerksamkeit und gestreichelt werden. Nach dem Bezahlen und dem Bedanken, erhielten wir von dem Hotel als Geschenk in einer Tüte frischer Bergkräuter und einen kleinen Beutel grobes Meersalz geschenkt. Hm... was das wohl für Kräuter sind und wofür sie benutzt werden können?

    Dann folgten wir der geplanten Route, kamen an der kleinen Festung und den Strand von gestern vorbei. Schöne Erinnerungen daran kamen hoch. Wir folgten der kleine Teerstraße, welche dann in eine Schotterpiste überging. Es ging vorbei an heidekrautähnlichen Gesträuch, an Klippen und Felsenlandschaften. Bis wir wieder die Hauptstraße erreichten, um diese dann nach ca. 250m erneut zu verlassen. Im Hintergrund bzw. neben uns das mächtige "Lefka Ori" Gebirge. Immer wieder blieben wir fasziniert stehen, um es ausgiebig zu betrachten. Wir könnten uns nicht entscheiden was schöner ist, das Gebirge oder das Meer. Eventuell ist es die Mischung aus beidem davon. Landschaftlich war der Weg bisher sehr reizvoll und interessant. Dann erreichten wir vom starken Wind begleitet, eine Badebucht "Paradia Agia Maria". Der Name für den Strand kam wohl von der kleinen, gleichnamigen Kapelle am Strand. Innen in der Kapelle war es feucht und sie schien auch recht alt zu sein. An diesem doch sehr schönen Strand, machten wir unsere erste Pause. Für ein Foto rekelte ich mich extra auf einem Baumstamm herum und stellte hinterher fest, dass durch die Hitze Harz ausgetreten und nun an meiner Hose ist. Wie bekam man noch gleich Harz aus der Wäsche? Google hilf ...

    Ich war etwas verärgert und wir gingen nach unserer Pause direkt an den Küste weiter. Ein Strand nach dem anderen erreichten wir. Wahrscheinlich wegen der Nachsaison, waren kaum Menschen am Strand. Kurz überkam uns die Idee ins Wasser zu springen, wir verwarfen diese Idee wegen der heutigen doch längeren Strecke.

    Nachdem wir nun länger den Weg am Meer gefolgt sind, ging dieser nun auf einer Schotterpiste etwas bergauf und führte oberhalb der sehr schroffen Felsen an der Küste entlang. Diese Ausblicke waren atemberaubend schön. Der sehr starke Wind kühlte uns bei der Wanderung. Die zum Teil recht starken Böen brachten uns manchmal wegen der Rucksäcke ins Schwanken. Und wenn sie von vorne kamen, verlangsamten sie stark unsere Geschwindigkeit. Es war lustig und anstrengend zu gleich. Es überholten und zwei Radfahrer, ein Laster und zwei Motorradfahrer kamen uns entgegen. Das waren alle menschlichen Begegnungen.

    Immer wieder waren Ziegen und Schafe zu sehen, welche unter einem Baum Schatten suchten. Wir folgten dem Wegverlauf in ein Tal und von dort ging es nach "Souda". Wir waren vollkommen durstig und haben keinen Supermarkt gefunden. In den mittlerweile gut mit Touristen gefüllten Tavernen, wollte zumindest ich nicht gerne einkehren. Und so gingen wir auf der Teerstrasse an der Küste und den Stränden entlang, um bald einen Supermarkt zu finden.

    Es war unverkennbar, wir näherten uns wieder touristischen Zentren. Was uns unterwegs immer wieder erschütterte und auch verärgerte, war die Umweltverschmutzung. Selbst ein "Schönreden" über den Müll half da nicht weiter. Wie etwa "... die Glasscherben spiegeln sich in der Sonne wie Diamanten, die Plastikflaschen könnten Vogeltränken sein, die blauen Verschlusskappen sind typische Landesfarben, die leeren Getränkedose klappern gut und verscheuchen Tiere, die umherliegenden Plastiktüten bringen einen Farbtupfer in die Landschaft..." und und und. Es ist wie es ist - UMWELTVERSCHMUTZUNG. So schlimm wie auf Kreta, habe ich das schon lange nicht mehr erlebt. Aber es gibt Anzeichen dafür, dass die Vernunft und das Verständnis zur Umwelt bei der Bevölkerung wächst.

    Nach "Souda" erreichten wir "Plakias". Ebenfalls ein Touristenort, aber immerhin mit diversen Supermärkten. Gleich der erste war unser und wir holten uns etwas zu trinken und machten eine weitere Pause. Dann klapperten wir die Läden nach Surferschuhe für meine Nichte ab. Ausgerechnet ihre Farbe (Orange/Grau) und auch noch in Größe 39, stellte sich als ausgesprochen selten heraus. Fast enttäuscht gingen wir deshalb in eine Bäckerei, holten uns jeder Spinatteilchen und machten eine weitere Pause. Ich hatte das Gefühl, dass ich in Deutschland bin. Den fast jeder schien hier deutsch zu sprechen. Damit meine ich natürlich die Touristen.

    Nach der eher unfreiwilligen Pause, folgten wir der Hauptstraße und bogen oberhalb eines kleine Berges dann auch rechts in eine geteerte Nebenstraße ab. An einer Kreuzung stießen wir auf ein Gehege mit Schafen und deren noch sechs sehr kleinen Lämmern. Die waren sooooo süß und landen aber sicher bald als Lammbraten im Ofen 😫😥. Dann gingen wir auf dem Schotterweg weiter nach unten in eine Senke und von dort dann wieder auf eine Teerstraße nach "Damnoni". Das ist kein richtiger Ort, wie viel hier, eher eine Ansammlung von Ferienhäusern. Der dortige Strand war schön und wir fanden auch eine Taverne, welche veganes Essen anbot. Leider hat sie nur von 09:00-18:00 Uhr geöffnet. Somit konnten wir dort heute nicht zu Abend essen. Schade.

    Es ging am Strand entlang wieder etwas bergauf und erhöht an der Küste entlang. Wir trafen auf einen FKK Badestrand und Olaf war glücklich. Dann weiter der nächste FKK- Badestrand und Olaf war überglücklich. Wieder weiter der Strand bei unserem heutigen Hotel "Amoudi", aber diesmal bekleidet. Das war egal.

    Zunächst gingen wir ins Hotel und checkten ein. Ich wusch unsere Socken, Unterwäsche und meine harzige Hose. Tatsächlich bekam ich fast alles an Harz herausgewaschen. Danach gingen wir so wie Gott uns geschaffen hat im kristallklaren Wasser baden. Es wehte aber immer noch der recht starke Wind. Die Abendsonne tauchte die Landschaft wieder in einen herrlichen samtig-goldenen Farbton. In unserem Hotel war auch eine Taverne. Wir schienen die einzigen Gäste in der Taverne zu sein und als wir uns setzten, kam gleich eine Frau und fragte ob wir etwas essen und trinken wollen. Wir bejahten und sie bat uns in die Küche. Mittlerweile kam auch eine zweite Frau dazu und beide präsentierten uns stolz ihre Gerichte. Wir interessieren uns aber nur für die grünen Erbsen mit Kartoffeln und die mit Reis gefüllten Zucchini-Blüten. Dazu einen griechischen Salat. Es war sehr lecker. Beide Frauen schienen sehr aufgeregt, das lag wohl daran, dass ihre Daily-Soap im Fernsehen gerade in der Werbepause war und bald fortgesetzt wird. Nach dem Essen gingen wir auf das Zimmer.
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  • Day17

    Es kam anders als gedacht

    October 11 in Greece

    Schon gestern Abend deutete es sich an. Der geschwollene rechte Knöchel bei Olaf verheißt Ungemach. Möglicherweise und manchmal bekommt man es auch nicht mit, ist er irgendwie mit dem Fuß umgeknickt und scheinbar hat er ein Bänderdehnung. Den Fuß haben wir hochgelagert und Eiswürfel aus dem Kühlschrank in meinem Halstuch gepackt damit gekühlt. Natürlich bereitet das einem Sorge und der Schlaf war entsprechend nicht der Beste. Trotzdem sah es am Morgen etwas besser aus. Aber wir mussten umplanen, da wir dem Fuß von Olaf keine Tageswanderung zumuten wollten.

    Nach dem Erwachen gingen wir zunächst zum Frühstück auf die Veranda. Wir besprachen welche Möglichkeiten es gibt. Ein kompletter Ruhetag kam aber eher nicht in Frage, weil wir uns auf den Palmenwald von Preveli gefreut haben. Irgendwo hatten wir dann etwas von einer Bootstour dorthin gelesen und schon gestern Abend danach recherchiert. Per E-Mail haben wir angefragt und freundlich antwortete man uns zurück, dass es möglich wäre auch vom Strand "Damnoni" aus zu starten. Der liegt nicht weit von uns entfernt. Wir gaben die Rückantwort, dass wir das gerne so machen wollen und wo denn das Boot ablegen würde. Bis heute Morgen zum Frühstück haben wir darauf keine Antwort gehabt. Das machte die weitere Tagesplanung auch nicht einfacher.

    Wir entschieden, dass wir erst einmal zu dem kleinen Hafen gehen werden. Eventuell müssten wir dann wieder umplanen. Gesagt getan. Nach dem Frühstück packten wir unsere Strandbeutel mit Müsliriegel, Badehose und Wasser. Dann gingen wir zum kleinen Hafen.

    Das Gehen war für Olaf soweit in Ordnung. Es "zog" ein wenig in seinem rechten Fuß. Wir gingen durch den Touristenort "Kokkina Chorafia", der eigentlich nur aus einer einzigen Hotelanlage bestand. Leider mussten wir danach kurz auf einer Schotterpiste leicht bergauf und dann wieder runter zum Hafen. Am Hafen selbst war nichts erkennbar, dass hier eventuell ein Touristenboot anlegen würde. Wir checkten die E-Mails und die leider hatten wir immer noch keine Antwort erhalten. So rief dann Olaf dort an, aber weil es so windig war, war das Telefonat recht schwierig. Jedoch verstanden wir den Kapitän Talos vom Touristenboot, dass er heute wegen dem Wind nicht fahren würde. Okay. Wir mussten umplanen.

    Dem Fuß von Olaf ging es soweit gut und deshalb beschlossen wir, die 2,5 Stunden Wanderung zum Kloster Moni Preveli und zur Palmenstrandschlucht Preveli zu versuchen. So gingen wir zunächst an der Hotelanlage vorbei zur Straße zurück . Dieser folgten wir ca. 20 Minuten bis zur Hauptstraße. Schon in der Ferne sah man an einer "Art Bushaltestelle" einen Kleinbus stehen. Allerdings hatte dieser die Warnblinker an. Der Kleinbus war links von uns und wir mussten rechts. Bevor wir jedoch rechts einbiegen erkannten wir, dass am Kleinbus "Plakias - Preveli" stand. Schnell begaben wir uns zum Bus. Doch plötzlich fuhr dieser los. Wir streckten beide unsere Hände aus und der Bus hielt. Wir fragten nach und zu unserem Glück fuhr er tatsächlich nach "Preveli". Wir bezahlten 3,20€ und Olaf bekam einen Sitzplatz, ich musste stehen. Aber das war wegen der Freude über dieses Glück auch egal. Zwei Haltestellen weiter stieg ein Paar aus und wir beide könnten zusammen sitzen. Wir freuten uns sehr.

    Unterwegs mit dem Bus war die Landschaft durch die Berge geprägt. Wir kamen an der alten Klosterruine "Kato Moni Preveli" vorbei, dann der Abzweig zum Palmenwald und dann kamen wir zum Kloster "Moni Preveli". Das Kloster stellt einen religiösen Mittelpunkt der Diözese „Lambi, Syvritos und Sfakia“ dar. Es gehört der halbautonomen Kirche von Kreta an, die dem Patriarchen von Konstantinopel unterstellt und seit 1913 mit der Kirche von Griechenland assoziiert ist. So weht neben der griechischen Flagge auch der doppelköpfige byzantinische Adler auf goldenem Grund im Innenhof der Klosteranlage. Das Engagement der Mönche für Freiheit und Unabhängigkeit der griechischen Einwohner Kretas sowie für schulische Weiterbildung begründete den überregionalen Ruf des Klosters.

    Nach unserer Besichtigung und dem Besuch der Museums, gingen wir die Teerstraße zurück an einem Gedenkpark vorbei bis zum Abzweig "Palmenwald". Dort bogen wir ein und überquerten nach 500m den Parkplatz. Auf steilen Stufen ging es dann den Felshang hinab und ich musste schon arg wegen meiner Höhenangst kämpfen. Es ist schlimm für mich, steile Stufen nach unten zugeben und man sieht bis auf den Abgrund kein Ende. Aber auch das ging vorbei und es eröffnete sich für uns eine kleine Oase - der Strand von Preveli.

    Der Strand von Preveli, auch bekannt als der See Preveli oder Phoenix, liegt am Ausgang der imposanten Kourtaliotikos-Schlucht, in welcher der große Fluss Megas Potamos fließt. Es ist sicherlich der bekannteste Strand in Süd Kreta, der jeden Sommer von unzähligen Touristen besucht wird. Während der Sechziger und Siebzigern, war es ein bevorzugtes Ziel der Hippies.

    An den Ufern des großen Flusses befindet sich ein großer Wald von Theophrastus Palmen, die der Region einen Hauch von einer afrikanischen Landschaft geben. Der Fluss, der das ganze Jahr über Wasser führt, bildet einen großen 500 Meter langen See, bevor er sich ins Meer ergießt. Man kann am Fluss entlang im Schatten der Palmen und anderen Bäumen gehen und den Aufstieg in die wundervolle Schlucht beginnen. Kleine Teiche die sich in der Schlucht befinden laden zum Schwimmen ein. 2010 wurde dieses Paradies fast durch ein großes Feuer zerstört, paradoxerweise hat der Palmenhain den meisten Schaden behoben. Am Ende des Flusses befindet sich ein Strand mit weißem Sand und ziemlich kühlem Wasser durch den Fluss. Im östlichen Teil des Strandes ist ein wundervoller Felsen der an einen Mast erinnert.

    Wir durchquerten den wunderbaren Palmenhain in der Hoffnung, somit die Schlucht durchqueren zu können. Aber leider mussten wir an einer unpassierbaren Stelle umkehren und so gingen wir zum eigentlichen Strand zurück. Schon vorher haben wir auf einer Infotafel gelesen, dass 3x ein Boot zum Strand "Damnoni" fährt. Wir hatten wieder wahnsinniges Glück und so brauchten auch nicht zurück laufen. Stattdessen machten wir es uns in der Taverne gemütlichen, tranken etwas und aßen eine Portion Pommes - den die "gehen immer" 😁.

    Dann kühlte Olaf seinen Fuß in dem klaren Süßwasser und wir warteten auf das "gelbe Boot" laut Infotafel. Es kam pünktlich legte an, lud ein paar Gäste aus und fuhr zu einer 20 minütigen Pause in 50m Abstand vom Strand aufs Meer. Genau nach 20 Minuten kam es zurück und wir stiegen ein. Pro Person 8€ war uns diese willkommene Abkürzung wert. Dann genossen wir die schöne Rückfahrt an der schroffen Felsenküste entlang, bis zum Strand "Damnoni". Das Boot legte dort am Strand an. Wir mussten die Schuhe ausziehen, da wir etwas ins Wasser springen mussten.

    Erneut fröhlich über unser Glück, gingen wir leicht erschöpft zum Hotel zurück. Unterwegs sahen wir wieder den Infozettel für eine Autorenlesung. Wilfried Stüven liesst aus seinem Krimi "Roter Mohn verblasst nicht" vor. Es sei ein "bremisch-kretischer" Kriminalroman mit dramatischer Wendung. Ich recherchiere danach heute Abend im Internet. Es interessiert mich irgendwie. Im Hotel angekommen ruhten wir ein wenig, bevor es dann zum Baden an den herrlichen FKK-Strand ging. Nach dem erfrischenden Bad gingen wir gleich zu einer Taverne, welche wir gestern schon besuchen wollten. Diese hat leider nur von 09:00-18:00 Uhr geöffnet, so dass wir sie erst heute besuchen konnten. Wir bestellten uns Salat mit Avocado, als Vorspeisen Kartoffeln mit Dill-und Senfsoße, sowie Linsenmousse. Den Hauptgang suchten wir uns zuvor an der "Theke" aus. Es gab für uns Backofengemüse und dicke weiße Bohnen. Dazu als Getränk Bier. Das Essen war für das Leckerste was wir bisher auf Kreta gegessen haben.

    Gut gesättigt gingen wir in der Abendsonne an der Küste zurück zum Hotel. Einen Moment verweilten wir aber noch an der Küste, um den Sonnenuntergang zu genießen. Erneut kam kräftiger Wind auf und wir gingen zurück zum Hotel. Leider ist Olafs Knöchel zum Abend hin wieder mehr angeschwollen. Morgen haben wir wieder eine etwas längere Etappe in die Berge vor uns. Mal sehen...
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  • Day18

    Das Schreien der Lämmer

    October 12 in Greece

    Schon als wir gestern zurück ins Hotel gingen bemerkten wir, dass es sehr stürmisch war. Einerseits freute uns das, weil dann eventuell die aufkommenden Wolken schneller davon flogen und andererseits würde das wieder eine akustisch interessante Nacht in dem Hotel werden. Aber zuerst wurde Olaf sein Bein noch versorgt. Er lagerte es hoch und bekam auf seinen Fuß wieder in mein Halstuch eingewickelte Eiswürfel aufgelegt. Das machte ich so zweimal, bevor wir dann endgültig uns zum Schlafen vorbereiteten. Allerdings stopfte ich mir schon Ohrstöpsel in beide Ohren, weil ich wegen des Sturms eine laute Nacht vermutete. Denn ringsum uns herum pfiff es laut und bei starken Windböen, hatte man ängstlich sein können. Nicht aber wir (hust).

    In der Nacht wurde ich, wie sonst auch, mehrmals wach und einmal nahm ich meine Ohrstöpsel heraus und lauschte etwas diesem natürlichen Peiffkonzert. Aber dann machte ich die Dinger wieder rein und schlief weiter. Am nächsten Morgen erzählte mir Olaf, dass er die armen Lämmer und Schafe hat schreien gehört und diese bestimmt wegen des Sturms solche Angst hatten. Dieses "schreien" hat ihn wohl sehr beeindruckt und in ihm eine nächtliche Vorstellung von durch den Sturm herumfliegenden Lämmern geweckt 🐑😂.

    Wir standen nach dem Erzählen der nächtlichen Erlebnisse auf, packten wieder unsere Rucksäcke und gingen zum Frühstück hinunter auf die Veranda. Dort erwartete man uns als Gäste schon und brachte das gewohnte Frühstück. Ich ging dann bezahlen und man gab mir mit "No-Card" zu verstehen, dass nur Bargeld erwünscht ist (obwohl laut booking.com Kreditkarten akzeptiert werden). Ein kurzer Schreckmoment, denn wir hatten nicht mehr viel Bargeld dabei. In dem Ort wo wir waren, gab es keinen Geldautomaten. Ich überflog schnell unser Barvermögen und sie gab mir die Rechnung. Er reichte gerade so und wir waren danach bis auf 10 Euro blank. Heute mussten wir also irgendwo einen Geldautomaten ansteuern, sonst schreie ich wie eines der Lämmer in der Nacht 😊.

    Olafs Fuß war zwar noch leicht angeschwollen sonst ging es aber vorerst und wir waren guter Stimmung wegen des Weges. Diesen hatten wir noch einmal ungeplant, um mehr gerade und auch kürzere Strecken zu gehen. Kleine Highlights auf dem Weg sollte es jedoch geben.

    Zunächst aber mussten wir leicht bergauf. Es war ruhig und es waren auch kaum Autos unterwegs. Rechts und links konnten wir deshalb in Ruhe auch die Natur genießen und die frische Luft einatmen. Wir begegneten auf der Straße ein paar frei laufende Schafe und kamen an einem großen Schliffrohr Feld vorbei. Wir finden beide, dass Schilfrohr sich wunderbar im Wind wiegen kann. Mit "Lefkogeia" erreichten wir den ersten Ort auf unserer Strecke. In dem Ort sahen wir uns ein altes und restauriertes Waschhaus an. Ich persönlich empfand die am Zaun daneben aufgehangenen und furchtbar stinkenden Schafsbock-Schädel als ekelhaft. Olaf fand sie sehr interessant. Vermutlich sollen diese Schädel böse Geister abschrecken.

    Danach gingen wir zurück in und durch den Ort auf der Hauptstraße entlang. Natürlich war hier mehr Verkehr und es machte auch nicht sonderlich Spaß auf der Straße zu gehen. Zumindest verließen wir die Hauptstraße nach einer Weile und kamen auf eine Nebenstraße mit feinem Schotter und es war auch für Olaf okay diesen Weg zu gehen. Ein kleines Rinnsal floss neben uns und die Luft roch nach Kräutern. Vor allem Dill der hier scheinbar überall wächst. Ein "Nachteil" dieser Nebenstraße jedoch war, dass diese zunächst in ein Tal führte und dann wieder bergauf zur Hauptstraße verlief. Unterwegs fragten uns ein paar Touristen aus dem Auto, wo denn hier der Eingang zu Schlucht "Kourtaliotiko" sei, denn dieser näherten wir uns jetzt auch. Leider konnten wir ihnen nicht weiterhelfen uns so mussten sie ihre Suche wohl fortsetzen. Wir jedoch erreichten nach einem recht strammen bergauf erneut die gut befahrene Hauptstraße. Diese verlief etwas oberhalb der erwähnten Schlucht. Es wurde in dieser Schlucht durch den starken Wind auch recht kühl, so dass wir unsere Jacken anziehen mussten. Heute hatte ich wieder mit Höhenangst zu kämpfen und es machte mir schon einige Schwierigkeiten, rechts an der Straße entlang zu laufen. Links, was eigentlich richtig wäre, war aufgrund der Steinschlaggefahr keine gute Wahl und die Fahrspur schien dort auch etwas schmaler zu sein. Na gut, dann eben weiter und schnell durch.

    Ganz so schnell waren wir dann doch nicht. Denn es gab einige Aussichtspunkte und eine kleine wirklich süße Kapelle. Ein Weg an dieser Kapelle führte hinunter in diese Schlucht und dort sollte dann eine kleine Kirche und ein Wasserfall sein. Der Weg da runter war für mich heute definitiv zu viel und für Olaf auch. Also gingen wir weiter an der Straße entlang. Wieder ein Aussichtspunkt und dann eine Kapelle, welche wieder in eine kleine Höhle gebaut war. Schon aus dem Ferne war diese Recht hübsch anzusehen. Wir gingen dorthin und Besichtigungen sie kurz. Dann kam die Sonne raus und wir machten die eine Pause. Der Platz an dieser kleinen Kirche war wie dafür gemacht und Olaf konnte bequem auch seinen Fuß hochlegen, der inzwischen wieder etwas schmerzte.

    Nach ca.15 Minuten gingen wir weiter und kamen - oh Wunder - erneut an einem Aussichtspunkt vorbei. Wir empfanden ihn als unbedeutend und gingen weiter. Nach weiteren 20 Minuten waren wir aus der Schlucht heraus und anschließend ging unser Weg rechts von der Hauptstraße weg. Jedoch wieder bergauf und das ein ganzes Stück. Zuerst hatten wir in der Schlucht unsere Jacken wieder ausgezogen, dann wieder angezogen und nun wieder ausgezogen. War irgendwie lustig das Spiel mit der Temperatur. Je höher wir kamen, um so lieblicher wurde der Ausblick. Denn im Gegensatz zu den letzten Tagen in der pflanzlichen Kargheit, war es hier sehr üppig und grün.

    Wir erreichten den Ort "Frati". Ein sehr sehr beschaulicher und ruhiger Ort. Da saß man noch auf Plastikstühlen an der Straße und schaute, ob etwas passiert. Ja das tat es, denn wir kamen vorbei. Freundlich grüßten wir mit "kalimera" und wurden freundlich zurück gegrüßt. Auf dem kleinen Friedhof von "Frati" machten wir auf der Mauer Pause und Olaf konnte erneut sein Bein hochlegen. Ich ging in die Kirche und schaute sie mir an. Sie war schmucklos, aber typisch und wie viele andere auch.

    Nach der Pause folgten wir der kleine Straße. Wolken und Sonne wechselten sich ab und ebenso war der Wind mal da und dann wieder weg. Erneut Jacke an und dann wieder aus. Dann wieder Jacke angezogen. Unterwegs gab es herrliche Ausblicke in ein von großen Bergen eingerahmtes Tal und dann erreichten wir eine große Hauptstraße, welche nach Rethymnon führte. Wir gingen in die entgegengesetzte Richtung und direkt in die nächste Bäckerei. Von den 10€ kauften wir zwei Cola und die letzten Spinat-Kringel. Olaf legte sein Bein hoch auf einen anderen Stuhl. Nach weiteren 15 Minuten setzten wir unseren Weg fort und verließen den Ort "Ano Mixorrouma". Einige Regentropfen erwischten uns, aber davon ließen wir uns zunächst nicht beirren. Leider wurde aus drei dann zehn Tropfen und wir stellten uns kurz unter einen Baum.

    Die meisten Autofahrer waren vorbildlich beim Vorbeifahren und hielten einen größeren Abstand. Aber es gab sehr wenige, welche es nicht so ernst nahmen. Und die waren für uns natürlich ein Dorn im Auge. Erneut fielen ein paar Regentropfen kurz vor dem Ort "Dariviana" und wir dachten schon, das es stärker regnen würde. Wir standen wieder kurz unter einem Baum, gingen aber dann doch weiter. Es regnete auch nicht mehr und den Ort ließen wir auch schnell hinter uns. Wir kamen an einem Botanischen Garten vorbei. Dort konnte man sich getrocknete Kräuter und Olivenöl kaufen. Beides wollten wir nicht, denn wir waren kurz vor dem heutigen Ziel.

    Wir erreichten "Spili". Einen wie uns schien touristisch gut besuchten Bergort. Gleich am Eingang zum Ort war der imposante Bischofssitz. Viele Läden, Restaurants und Schnellimbisse säumten die Straße. Einige kleine Läden schauten wir uns auf dem Weg zu unserem Hotel bereits an. Es gab in dem Ort ein Highlight und das war der venezianische Löwenbrunnen. Ein ca. 20m langer und 20cm breites Wasserbecken, welches von 19 Löwenköpfen mit Wasser gespeist wurde. Der Brunnen ist auch als Jungbrunnen bekannt das Wasser könnte man wohl problemlos trinken. Wenn man das macht, würde man jung bleiben und vor ernsthaften Erkrankungen geschützt sein. Eventuell hätte Olaf da seinen Fuss rein halten sollen? (Lach)

    Dann ging Olaf zum Hotel "Herakles" und ich kurz in den Supermarkt um noch Wasser zu kaufen. Im Hotel angekommen, erwartete mich Olaf und (scheinbar) der Besitzer. Ein extrem freundlicher und älterer Mann. Wir gingen aufs Zimmer und nahmen eine 2 Stunden Ruhezeit ein. Wir haben sogar etwas dösen können.

    Danach machten wir einen kleinen Stadtrundgang. Wir besuchten den modern und scheinbar erst gebauten Bischofssitz, dann wollten wir in eine Kirche. Die war jedoch leider verschlossen. Zurück in Richtung Hotel, gingen wir oberhalb durch den Ort durch eine kleine Gasse. Das war sehr schön. Dann gingen wir in ein Restaurant und aßen zu Abend. Es gab griechischen Salat, mit Reis gefüllten Tomaten und Paprika und natürlich Pommes. Dazu für jeden von uns ein Bier. Während des Essens gingen wir die Optionen für morgen durch. Laut Wetterbericht soll es regnen, Olaf sein Fuss ist noch nicht richtig abgeheilt. Die zuvor geplante Strecke planten wir wieder um zu einer "einfacheren" und strichen so eine geplante aber anscheinend etwas schwierig zu gehende Schlucht raus (Schluchten hatten wir aber auch schon zu genüge). Dadurch wurde es aber auch zu einer etwas langweiligeren Etappe. Es blieb dann noch die Möglichkeit, dass wir morgen mit dem Taxi zu unserem nächsten Hotel fahren und dort erneut einen Ruhetag einlegen. Das schien eine gute Entscheidung zu sein. Wollen es aber morgen vom Wetter und von Olaf seinem Fuß abhängig machen

    Dann gingen wir zurück ins Hotel. Dort fragten wir den älteren Herren, ob er uns für morgen ein Taxi bestellen könnte. Weil wir je nach dem das Wetter wird entweder das Taxi nehmen oder doch gehen werden. Er entgegnete, dass er sehr gern für uns ein Taxi rufen würde. Aber er würde uns auch gerne selbst mit seinem Auto zu unserem nächsten Ziel dem Ort "Thronos" fahren. Also das fanden wir super nett und konnten es nicht ausschlagen. Jedoch wollten wir erst abwarten, wie morgen das Wetter wird und Olaf sich fühlt. Das werden wir morgen nach dem Frühstück entscheiden.
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  • Day6

    Prevali

    April 13 in Greece

    From the north coast of Crete at Rethimno, we drove almost due south to the coast and the Monastery at Prevali. Away from the highway, these roads were narrow, frequently hairpinned, and always with the fear of a mad Greek pickup speeding towards you in the middle of the road.

    With just one wrong turn through countryside reminiscent of the Lake District, we drove though a picturesque canyon to reach the Monastery - a tranquil site with historic connotations. It was here that British military were harboured during WWII not that could escape to Egypt, a feat commemorated by the gun-rotting Abbot memorial you pass en route. The site itself belies little of this history. The museum on site is devoted to its religious history and it really is in the middle of nowhere.

    The return journey took us back through the canyon where we stopped to admire the spectacular views...once we'd overcome to panic of the road system that is.
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  • Day3

    Preveli

    June 5, 2016 in Greece

    Nach einer 40 minütigen Fährfahrt von Evia aufs Festland und einem leckeren Essen im Leo Restaurant an der Hafenausfahrt Piräus (Tzatziki mit Dill und Minze und Fried Squid) gehts klassisch mit der Festos Palace nach Iraklio. Beim Rastplatz mit der fantastischen Aussicht gibts Americano und Orangensaft. Eine kleine abenteuerliche Irrfahrt über unbefestigte Strassen und schmalste Ortsdurchfahrten bringt uns nach Preveli. Wir haben das Zimmer 1 (Eckzimmer mit Meerblick) und wandern aber erst noch zum Palmenwald und zurück bis wir das Zimmer beziehen können.Read more

  • Day4

    Preveli

    June 6, 2016 in Greece

    Preveli Rooms - 2. Tag
    Michel will nach Spili Geld holen weil man hier nur bar bezahlen kann. Fast schon auf dem Rückweg leuchtet die Reifendruckkontrolle auf und er beschliesst nach Rethymnon weiter zu fahren um einen neuen Reifen (oder 2 - in der CH wäre das nötig gewesen) zu besorgen. Ich frühstücke derweil Omelette und O-Saft. Unser Bus bekommt stattdessen keinen neuen Reifen sondern dieser wird einfach wie beim Velo geflickt - um 11 ist Michel wieder da und mit einem Toast, O-Saft und Kaffee gestärkt brechen wir zu unserer ersten Wanderung auf - zum 'alten' Kloster Preveli. Zu unserer Überraschung stossen wir auf halber Strecke auf eine Beiz in der wir vor 7 Jahren schon einmal mit Joachim gegessen haben. Inzwischen hat der Besitzer gewechselt und alles ist etwas stylischer. Es gibt leckere Fava...Read more

You might also know this place by the following names:

Dimos Agios Vasileios, Agios Vasileios, Αγίου Βασιλείου

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