Mexico
Chamula

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23 travelers at this place

  • Feb23

    Chamula

    February 23 in Mexico ⋅ ⛅ 15 °C

    In der Nähe von San Cristobal gibt es einige Indio-Dörfer, die z.T. noch ihr traditionelle Kultur und Religion leben. Die Tzotzil in Chamula verteidigen ihre Traditionen besonders strikt gegen äussere Einflüsse. So werden sie gar nicht gerne fotografiert, weil sie glauben, dass dadurch ihre Seele entweicht und in der Kirche ist das fotografieren strengstens verboten.
    Mädchen erlernen keinen Beruf, werden verheiratet und dienen als Gebärende. Sollte dies nicht klappen, müssen sie die Gemeinschaft verlassen. Möchte jemand konvertieren (die Zeugen Jehovas waren hier missionarisch sehr aktiv), muss ebenfalls gehen.
    Das Dörfchen Chamula wirkt etwas trostlos, staubig und bedächtig. Eine spezielle Stimmung empfängt uns in der ursprünglich katholischen Kirche. Die Kirchenbänke sind entfernt, der Boden ist übersät mit Piniennadeln, überall leuchten Kerzen und es herrscht ein Gewusel von Kindern und kleinen Menschen, die Kerzen anzünden, Posch trinken, essen, am Handy spielen oder etwas vor sich her murmeln. Ein Schamane beschwört durch Rülpsen die Dämonen. Coca-Cola, Sprite und Fanta beschleunigt das Rülpsen. Posch ist ein selbstgebrannter Zuckerrohr-Schnaps, der die Seele reinigt.
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  • Day849

    Chamula

    November 15, 2019 in Mexico ⋅ ☁️ 14 °C

    Von dem regnerisch grauen Vorplatz aus betrete ich die Kirche. Der Duft von Tannen erreicht meine Nase noch bevor ich die Zweige auch unter meinen Füßen spüre. Der ganze Kirchenboden ist grün bedeckt. Bänke gibt es hier keine, dafür aber tausende kleine Kerzen. Die Wärme des sanften Feuers hüllt mich ein. Hier muss ich einfach länger bleiben und schauen, was passiert. Ich bin in Chamula. Ein traditionelles Dörfchen ca. 20 min. vor San Cristobal de las Casas.

    Ich setze mich in eine Ecke, bedacht niemanden zu stören, und schaue den Gläubigen beim Beten zu.

    Gebete werden hier damit gestartet eine Unmenge von dünnen Kerzen vor sich auf den Kirchenboden zu heften und anzuzünden. Danach werden laute Gebete gesprochen, unterstützt von Bekreuzigungen und ausufernden Gesten. Manche beginnen geradezu laute Klagelieder zu singen. Daneben bringt man Opfergaben dar. Ich sehe Eier, Blumen, Limonaden und Schnaps, der nicht nur über die Kerzen geschüttet, sondern auch untereinander geteilt und getrunken wird. Auch ich bekomme ein Pinchen des scharfen Saftes angeboten.

    Manche Familien opfern aber auch im wahrsten Sinne des Wortes. Ganze 3 Hühner mussten, in der Zeit in der ich da war, daran "glauben". Das Huhn wird dabei zunächst über die Betenden geschwenkt und dann erwürgt (?)... so ganz genau wollte ich es dann doch nicht sehen. Man hört das Huhn schreien, dann hört man nix mehr und das dann jetzt tote Huhn wandert wahlweise zurück in die Tüte oder in den Katon. Eine alles in allem beeindruckende Erfahrung!
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  • Day14

    Chamula, Mexiko

    January 14, 2019 in Mexico ⋅ ⛅ 17 °C

    Wie bereits angekündigt ging es heute nach einem sehr gutem Frühstück zu der besagten Kirche.
    Die Kirche ist eine Christliche Kirche die im Laufe der Zeit die Kulturen der wahrscheinlich alten Maya-Kultur als auch der mexikanischen Kultur vermischt hat. Und so entstanden Bräuche wie die Spenden von Getränken die die Person am meisten liebt! So waren es wahrscheinlich früher irgendwelche mixgetränke aus irgend welchen Wurzeln und Früchten so ist es heut zutage Cola, Fanta und Sprite!😓
    Ausserdem wir jeden Sonntag ein skurriler brauch durchführt was dazu veranlasst das die "Prister" ein großen Schluck Cola zu sieht nehmen und anschließend ein Hünchen kräftig anrüppsen.🤣😅😂
    Woher dieser Brauch her kam könnte uns leider keiner sagen!
    Ausserdem war das Fotografieren in der Kirche und Personen aus dem Dorf sträng untersagt ... Es hieß dass das Fotografieren einer Person die Sele aus dem Körper entzieht! Und natürlich haben wir diese Bräuche respektiert!👍
    Ein Foto von der Kirche zu machen war aber erlaubt.
    Die Kirche von innen war sehr mysteriös ... Es gab kein Licht drin nur das Leuchten der ca. 100.000 Kerzen. Auf dem Boden lag überall Tannennadeln die ein recht angennemen Duft in der Kirche verbreitet haben. Die Kirche von innen war auch nicht so pompös geschmückt wie man es aus Deutschland oder sonst woher kennt und insgesamt lag an den Wänden eine dicke Schmauchlage von den abertausenden Kerzen.
    Den Nachmittag verbrachten wir dann auf einem "Hand Crafted Market".
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  • Day18

    San Juan Chamula

    October 28, 2018 in Mexico ⋅ 🌧 18 °C

    Merkwürdige Dinge geschehen in dieser kleinen Kirche...Katholizismus meets indigene Religion. Es gibt keine Bänke und der Boden ist komplett mit frischen Kiefernadeln ausgelegt. Vor Heiligenstatuen und am Boden brennen tausende Kerzen. Mitgebrachte Hühner gackern aufgeregt. Die Gläubigen sitzen mit Schamanen auf dem Boden murmeln unverständliche Gebete und trinken Coca-Cola und das regionale Destillat. Durch Rülpsen werden bösartige Geister vertrieben. Zum Abschluss der Zeremonie werden den Hühnern dann der Hals umgedreht, damit sie die Krankheiten der Gläubigen mit in den Hühnertod nehmen.Read more

  • Day811

    Viva Mexico!

    October 8, 2019 in Mexico ⋅ 🌧 15 °C

    MECHICO! Jetzt bin ich schon einige Monate in diesem wunderschön vielfältigen Land unterwegs und mache mich heute über den Landweg auf nach Guatemala. Aber was bleibt mir von Mexiko im Sinn und im Herzen? Was ist typisch mexikanisch?

    So unterschiedlich die Landschaften, Strände & kristallklare Lagunen, Berge und weite Wüsten, so bunt sind die Straßen, Häuser, Menschen.

    Zahlreiche indigene Völkergruppen bereichern das Bild mit ihren traditionellen Trachten und exotischen Sprachen.

    Das Essen ist überall ein wenig anders. Mal gibt es den berühmten Käse aus Oaxaca, der spaghettiartige Fäden zieht, mal scharfe Soße aus Schokolade, Chilli und Banane (Mole). Aber alles wird natürlich IMMER mit der obligatorischen Maistortilla gespickt. Hier mal ein kleiner Guide:

    Tortilla - Maisfladen gebacken
    Buritto - gebacken, gefüllt, gerollt
    Gordita - gebacken, gestopft
    Quesadilla - heißt auch so wenn kein Käse drin ist 🤔
    Taco - kleine Tortillas mit Füllung, geklappt
    Taco Chips - klein geschnitten & frittiert
    Enchilada-gefüllt, geklappt mit Soße on Top
    Empanada - gefüllt, geklappt und frittiert
    Tlayuda - "mexican Pizza", frittierte Tortilla mit Belag
    Chilaquiles - Taco Chips mit Chillysoße, Käse und Ei (Frühstück)
    Tortillasuppe
    ... und wahrscheinlich kann ich die Liste noch endlos weiterführen.

    Daneben essen die Mexikaner alles und damit meine ich wirklich ALLES!!! Mit Chillisoße, Lemon und Salz. Von Chips über Popkorn, Bier (!) und Fruchtsalat.

    Oder wie wäre ein Mexcal mit Wurm oder fritierte Heuschrecken als Snack?

    Da bleibe ich lieber beim Getränk der Götter und genieße die große Kakaokultur hier.
    Auch in Sachen Schärfe braucht mir niemand mehr etwas vorzumachen. War ich vorher schon abgehärtet, so bin ich nun absoluter Chillisoßenbezwinger. Selbst die Warnung "pica mucho" schreckt mich nicht ab.

    Aber was ist mit dem Stereotypen des feiernden, Sombrero-tragenden Drogenschmugglers? Jep, feiern tun die Mexikaner gerne. Sie finden hierfür die schier unmöglichsten Gelegenheiten (siehe Día de los muertos). Dazu gibt es zahlreiche wilde Mischgetränke, wie z.B. Bier mit Tequila, Maggi, Tabasco, Chilli, Zitrone und Limonade (alles in einem versteht sich), zahlreiche Sorten Agaven- und Zuckerrohrschnäpse sowie Selbstgebranntes. Der Sombrero schützt vor der Sonne und auch wenn ich mich in Mexiko so sicher wie fast noch nirgendwo gefühlt habe und die normale Gesellschaft mit der Kartellszene nichts am Hut (am Sombrero) hat, so kann mir aber doch jeder mindestens eine mörderische Schauergeschichte erzählen.

    Ich bin so dankbar, dass ich genug Zeit für Mexiko hatte. Kennen die Meisten nur das, zwar wunderschöne, aber doch auch super touristische Yucatan, so fühle ich das echte Mexiko erst danach kennengelernt zu haben. Nette, offene Menschen, interessante Traditionen und unglaubliche Natur.

    Muchas Gracias México estaba muy chido
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  • Day10

    San Juan de Chamula

    December 2, 2018 in Mexico ⋅ ☀️ 20 °C

    On our last day in San Cristobal we went to Chamula, which is a really spiritual city. Mainly locals live here and it was not touristy at all. We also went to a city close by, which is well known for traditional handmade Mexican clothes.Read more

  • Day114

    Chamula

    January 17 in Mexico ⋅ 🌙 15 °C

    The Chamula people make up a piece of a larger group of indigenous people in southeast Mexico referred to as the Tzotzil Maya people. San Juan Chamula is a self-governed municipality with it’s main town centre located 20 minutes (driving) from San Cristobal de la Casa, Chiapas. It has a population of approximately 80 000, of which nearly 100% speak Tzotzil, a native Tzeltalan Mayan language. Standard Mexican law-enforcement is to remain outside of the municipality as San Juan Chamula has achieved its own police force and autonomy after five centuries of rebellion from Spanish and Catholic invasion.

    There is a church in the main town of Chamula where many important cultural ceremonies take place. The physical church and religious practices are a mix between Catholicism and Chamula’s traditional Mayan beliefs. Foreigners may enter for a small fee, however, no photography is permitted inside of the church otherwise you may be forced to delete the photos, or sent to the local jail for one day to be subjected to public ridicule. The Chamula believe that photos may steal their soul and for this reason it is encouraged to respect their beliefs and refrain from including them in photos, even in photo permitted areas.

    Our colectivo dropped us off directly outside of a massive outdoor market. As we walked through the market we saw many women dressed in thick black wool skirts, and men dressed in similar jackets which are seen as a symbol of status. The market consisted of anything from food, charging cables and adaptors, kitchen ware, clothing, produce, and colourful knickknacks. We weaved through the market to a central square where stood the infamous Chamula church.

    As we entered, a woman holding a copper pot full of burning copal resin walked past us. The church floor was absent of pews and instead covered with pine needles. It smelled wonderful. The walls were lined with glass cases that housed colourfully dressed statues of saints (representing Mayan gods) with unsettling porcelain faces. In front of the saints were tables covered in hundreds upon hundreds of burning candles . We walked further into the church to find many families sitting on cleared portions of the floor in front of rows of thin burning candle sticks stuck to the floor with wax; typically one family member chanted in what I assume was Tzotzil. As we proceeded through the church we looked up to see the A-frame ceiling adorned in rows of white fabric banners sprawled from the centre highest beam connecting to the lower left and right walls to form an arc. Bouquets of flowers, most notably large deep-yellow sunflowers, hung from the ceiling and decorated the tables lit with candles. Coca-Cola bottles sat empty on the floor.

    As Auryn and I arrived to the very front of the church we noticed a family and a live chicken sitting on the floor in front of several rows of very tall white and coloured candles. A woman was leading the ritual with chanting, occasionally stopping to pour a small glass of pox or Coca-Cola, which was then swept over the burning candles and then handed to other members of the family for drinking. Eventually she picked up the chicken. She gently swept it over the smoke of the burning candles and then proceeded to rub the chicken all over the body of the woman to her right. She then took the chicken and secured it close to her lap with her left arm and took its head in her right hand and pulled until the chickens neck snapped. Both of our hearts were thumping violently. She then proceeded to continue chanting, and pouring pox and Coke, before eventually packing up and leaving with her family.

    As Auryn and I turned to leave the church we stopped to watch a group of men carrying a very tall and relatively thin pine tree which they stuck into a whole in the floor in front of one of the saints.

    So what was happening here?

    Well, all of these different practices are obviously part of various religious cultural rituals, most of which I do not understand. However, I have learned that the colour and size of the candles represent various types and severities of ritual intentions; I had even heard that dark coloured candles are used during the night during more sinisterly intentioned rituals. The Coca-Cola is used to induce burping which is thought to expel sickness, or evil. The chickens are rubbed on the body to absorb a persons ailments, the different coloured coloured chickens are used for different illnesses. The chicken is then sacrificed to kill the absorbed ailment. After this segment of the ritual the family will leave the church and eat the chickens body while the ailed person will eat its head and remain solitary in a room for five days.

    Okay, but... why Coca-Cola?

    Well, the Chamula have induced burping with various drinks, however, Coca-Cola caught wind of their rituals and schemed a marketing technique that led to such intense distribution of Coke in San Juan Chamula that it is now one of the most frequently purchased and cheapest places to buy Coke in the world.

    ***I did not take any forbidden photos, however, I did find some photos on the internet to better illustrate the setting. Therefore, the first two photos and last video are taken by me, and the rest are from various sources on the internet.***
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  • Day5

    Chamula

    October 4, 2017 in Mexico ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Einwohner von Chamula gehören dem Volksstamm der Tzotzil (Ureinwohner und Nachfahren der Maya) an. Fast alle sprechen die indigene Tzotzil-Sprache und sehr viele sprechen kein Spanisch. Seit einer Guerillabewegung 1994 wird Chamula autonom verwaltet.
    Hier vermischt sich katholische Tradition mit lokalen Bräuchen. Eigentlich sind Fotos grundsätzlich nicht erlaubt, vor allem aber nicht in der Kirche. Daher habe ich mich nicht getraut, mehr Bilder zu machen. Heute wurde Rosario (Rosenkranz) gefeiert,... Wir haben gesehen, wie Hühner in der Kirche geopfert wurden, während die Menschen vor den Heiligen in Haufen von Kiefernnadeln Kerzen anzünden...
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  • Day5

    San Juan Chamula, Mexico

    January 20, 2017 in Mexico ⋅ ☀️ 17 °C

    One last trip we did from San Cristobal was to visit San Juan Chamula which is an indigenous community who live in a village about 10km out. It was super interesting and the first time we had an English speaking guide, so this day trip deserved its own post.

    San Chamula has an autonomous status in Mexico so no police or military within the village. This doesn't mean to say they don't have any sense of order though. They have three different types of leaders; religious, traditional and civic.

    There are 112 religious leaders, two living together over 46 different houses. Taking up this role for a year each sounds like a pretty expensive role but also a rite of passage. Prayers are done four times a day, but if the leaders are out of the house then this can be undertaken by their wives. Prayers are not set, instead they pray whatever comes from the heart, using candles and incense - ultimately leaving the room thick with smoke.

    Local traditional dress involves black wool skirts weaved from sheeps wool for the women and almost poncho/dress like versions of similarly weaved wool for the men, except white. Belonging to this village seems somewhat elite. Basically the only newcomers can be if a man from the village finds a woman from another. If the situation is the other way around then the woman must leave the village. Members of the village are also banished/evicted with any change of religion or beliefs. Pretty cut-throat and prestigious in some ways.

    Visiting the church of San Chamula was very different to any other church we've ever been to. There were no pews and no altar as such or any cross or anything, just many saints who they pray to for different reasons. They also have pine needles all over the floor, replaced every Saturday - symbolising close proximity to Mother Nature as their Mayan cross is the tree of life.

    We witnessed some of their healing ceremonies within the church, performed by a healer with the person needing to be healed and their family. Healers are born with their powers but are trained by other healers on how to use them. Often the healers can be people born with deformities, for example cleft palette. The healing ceremony itself involved a series of candles being lit on the floor, different colours depending on what is being prayed for/needing to be healed (white for health, orange for money etc). It also involved four other elements, a chicken, an egg, Coca Cola and their local homemade spirit which is called posh (which tastes terrible by the way - similar to rice wine). The chicken is waved over the person to take all the bad energy and then is killed (neck broken) in the church and then either eaten with the family after to share the problem or buried. The egg is waved over the person and symbolises new life and new beginnings. They then drink the coke (this replaces a similar coloured drink that they used to make but because it takes so long they now just use coke) and supposedly when they burp afterwards it is supposed to be releasing the problem. Lastly, they drink the posh to burn the last of the problem out. Interesting concept to say the least!

    At the time of our visit, the village was celebrating Saint Sebastian. They were parading around the main square with some men on horses and others walking, all in their traditional dress. Every time the procession passed in front of the church, some men would let off handheld fireworks. These fireworks are different to what we're used to, they aren't coloured so all their focus goes into making them as loud as possible. It doesn't surprise me that some of these men are hard of hearing given they are literally holding them at arms length when they go off. Absolutely nuts.

    We couldn't really take any photos in the village as the locals don't permit you to do so - but rightly so as it must be strange having people take photos of you all the time as you try and go about your daily life! So the photos on this post are from another small village we also visited this day, called Zinacantàn. They follow similar values but their local dress is completely different. See the flowery purple clothes below. They too were celebrating Saint Sebastian for nine days but had huge crowds and a big party this day. There was also some strange ritual at one stage which involved three or four men dressed as leopards climbing up a tree/pole and others then throwing stuffed squirrels at them... bizarre as heck and I can't remember the significance of this but it went over my head a bit even when explained at the time.

    Zinacantàn is well known for its beautiful flowers, with tons of huge green houses on the outskirts of the town and this is the inspiration for the embroidered flowers on their traditional clothing. After witnessing the bizarre squirrel throwing, our guide took us to the house of a local lady who was making a traditional wedding dress as seen in the photos linked. They also showed us some of their local clothing but no one volunteered to try on one of the wedding dresses but somehow Mike and I ended up modelling a couple of capes!

    Afterwards they treated us to some tortillas and black beans with salsa. All homemade from homegrown organic ingredients. So simple but so tasty! The tortillas were literally made from mushed up corn and water and then flattened from a ball into the classic circle shape and then cooked on a pan covered in chalk over a log fire. It's so interesting to see how resourceful people can be with just the basics.

    Overall we both thoroughly enjoyed the insight into these two villages and the strong sense of culture they beheld. Definitely opens your eyes to how differently people can live! Time to venture further east, back to sea level and warmer temperatures - bring on Palenque.
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  • Day131

    Horsebackriding & Kulturmix in Chamula

    December 16, 2017 in Mexico ⋅ ⛅ 14 °C

    Nachdem wir wirklich wirklich ausgeschlafen hatten, war mal wieder Frühstückszeit. Dieses Mal die Auswahl zwischen Eiern mit Salsa, Pancakes mit Früchten oder Crepas mit Früchten. Für mich gab's Pancakes 😊.
    Beim Frühstück hab ich dann zwei deutsche Mädels getroffen, die ich in Cabo San Lucas vor ca. einem Monat auch im Hostel kennengelernt habe.:-D Sie haben eine Reittour zum bekannten Örtchen Chamula gebucht. Da wir das eh auch schon überlegt hatten zu machen, haben wir uns kurzerhand angeschlossen.
    Zuerst ging's mit nem Jeep, mit offener Ladefläche, auf ebendieser zu den Pferden.
    Leider waren wir viel zu viele Leute. Wir dachten wir gehen da jetzt zu viert hin, allerdings waren noch einige Koreaner, ein Argentinier und eine Australierin dabei, womit wir dann insgesamt 16 Leute waren.
    Jeder hat dann sein Pferd bekommen und einen dünnen Ast in die Hand, zum treiben - fand ich nicht so wirklich gut und hab ihn auch nicht benutzt.
    Sind dann eine gute Weile durch Wald, über Straßen und Schleichwege geritten, bis wir dann im Ort Chamula angekommen sind. Die Pferde waren größtenteils ruhig, allerdings glaube ich die waren recht abgestumpft leider :-(

    In Chamula selbst hatten wir nur eine Stunde Zeit, um uns die Kirche dort anzuschauen.
    Chamula ist ein Ort in dem die mayanische Kultur und der Katholizismus ganz schön heftig ineinander verdreht sind. Sie haben eine Kirche, aber ohne Bänke, sondern der Boden ist mit Piniennadeln ausgelegt, um der Mutter Erde näher zu sein. Pinien deshalb, weil eigentlich in der Mayakultur der "Arbol de la Vida" das symbolisieren sollte. Da aber dieser in der Gegend um Chamula nicht existiert, wird symbolisch, oder im übertragenen Sinne, die Pinie verwendet.
    Um aber dem Himmel nahe zu sein, haben sie in der Kirche Stoffbahnen aufgehängt, die von der Mitte der Decke, an die Außenwände der Kirche reichten und damit Berge symbolisieren sollen. Auf Nachfrage von uns, ob die verschiedenen Farben was bedeuten, kam die Antwort, dass dies nur zu Dekorationszwecken dient.
    Sie brennen Kerzen in vielen verschiedenen Farben an, um sich zu reinigen.
    An den ganzen Wänden stehen Schreine, die für verschiedene Heilige stehen und ganz vorne ist natürlich die Jungfrau Maria abgebildet.
    Gleichzeitig gibt es aber Schamanen in der Kirche. Wenn man krank ist, geht man zu ihnen. Sie fühlen den Puls an den Handgelenken, um herauszufinden, WIE krank man ist. Ist man sehr krank, wird in der Kirche einem Hahn das Genick gebrochen, um dies als Opfergabe zu bringen.
    Ist man weniger krank, wird das mit einem Ei kompensiert.
    Die männlichen Einwohner tragen Mäntel oder Westen aus Schafswolle in schwarz oder weiß. Schwarz ist für die Wärme mit langen Ärmeln. Tragen sie weiß, mit halblangen weißen Hosen und weißen Hemden drunter, ist das das Gewand für Festivitäten. Tragen sie aber die weißen langen Westen mit Jeans oder/und farbigen Hemden, sagt das nichts aus.
    Die Frauen tragen lange Röcke aus der schwarzen Wolle - immer. Die sehen allerdings nicht wirklich bequem aus 🙈
    Die Schafe aus denen die Kleidungsstücke gemacht werden, werden nicht gegessen, gehäutet oder geschlachtet, sondern sind nur dazu da, die Wolle zu liefern.
    Das große Kreuz auf dem Platz vor der Kirche, hat wie jedes Kreuz 3 Enden.
    Das eine zeigt zum Sonnenaufgang, das andere zum Himmel und das dritte zum Sonnenuntergang.
    Die reinigende Zeremonie oder das Beten wird 3x am Tag ausgeführt. Einmal morgens um 5 (Sonnenaufgang, alle Jahreszeiten gleich), einmal mittags um 12 (Sonne im Zenit, alle Jahreszeiten gleich) und einmal zum Sonnenuntergang der sich je nach Sommer oder Winter, um eine Stunde hin oder herschiebt. Allerdings in Chamula selbst, haben sie keine Zeitumstellung für Winter oder Sommerzeit. Aber Chiapas der Staat schon, aber NUR das Örtchen Chamula nicht.
    Außerdem ist Chamula soweit schon katholisch, allerdings unabhängig vom Vatikan. Taufe, Kommunion, Firmung, Hochzeit wird alles auf "Erlaubnis" oder Grundlage der Einwohner vollzogen, ohne dass sie die Erlaubnis des Vatikans brauchen oder wollen.

    Leider habe ich von der Kirche und den Menschen da keine Bilder, da innerhalb der Kirche das Fotografieren verboten ist. Außerhalb hab ich mich nicht getraut, da ich gelesen habe, dass die indigenen Menschen glauben, dass wenn man ein Foto von ihnen macht, man ihnen damit die Seele stiehlt.
    Ich habe mich noch nie so unwohl in einer Kirche gefühlt. Ich hatte das Gefühl, dass ich als unwissender Touri sehr stark in die Privatsphäre der Menschen eingreife oder einblicke und Sachen sehe, die ich nicht verstehe. Es hat sich irgendwie falsch angefühlt, mir die Kirche anzusehen während Menschen beten und ihre Opfer bringen. Es war ungefähr das Gefühl, das ich hatte, als wir am Dia de los Muertos über die Friedhöfe gelaufen sind.

    Nachdem wir wirklich nur eine Stunde in Chamula selbst hatten, was deutlich zu wenig war, wir aber vorher nicht wussten, sind wir wieder zurückgeritten.
    Allerdings ca. die Hälfte des Weges alleine, weils da irgendwelche verrückten Komplikationen gab. Unsere Guides hätten den Warteplatz, für die Zeit in der wir in Chamula unterwegs waren, pro Pferd zahlen müssen. Sie haben aber nur für 8 Pferde gezahlt, obwohl wir 16 waren. Warum auch immer. Ganz durchgecheckt hab ich da dann nicht wirklich.
    Sind aber gut wieder angekommen! Obwohl uns die Arschknochen gut wehtaten (und tun :-D), wars ein cooler Tag, der mega spannend war und total interessant.

    Als wir dann aber zurückwaren hatten wir soo Kohldampf, dass wir zu viert ein local Restaurant gestürmt haben :-D
    Zurück im Hostel haben Zara und ich noch ne Runde Tischtennis gespielt - mehr oder weniger erfolgreich :-D - und einen sehr sehr strangen Film mit welchen vom Hostel angeschaut.
    Danach haben wir entschieden uns nochmal rauszubegeben und die von Allerwelt empfohlene Wein- und Tapasbar zu genießen.
    Haben uns auf dem Weg dann noch Elote an 'nem Puesto am nächsten Eck geholt und der Wein in der Bar war echt net schlecht und recht günstig. :-P
    Sind dann da bissle verhockt und sind erst um halb1 wieder zurück im Hostel gewesen, wo wir dann aber auch direkt ins Bett sind. :-P

    Schöner Tag auf jeden Fall! Auch wenns Wetter nicht s Beste und s relativ kalt war. :-P
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You might also know this place by the following names:

Chamula, Чамула