Nepal
Danā Kholā

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Travelers at this place
    • Day100

      Tal ->Danagyu

      March 21, 2022 in Nepal ⋅ ☀️ 7 °C

      היום ה100 לטיול שלי! איזה חגיגה!
      קמנו לבוקר שלישי של הטרק, ארוחת בוקר צ׳פטי עם חמאת בוטנים טחינה או דבש וכל טוב. יצאנו לדרך בדיוק בגל אחד ביחד עם כל שאר הישראלים, פתחנו את הבוקר בעליה טובה עם a lot of madregot שקצת התישו אותנו על הבוקר, אבל לא עבר הרבה זמן והגענו לדרך ג’יפים שבה נלך במשך כל שאר היום כי השביל טרקים חסום בגלל הצפות ומפולות. אחרי כמה דקות הגענו לאיזה מפל מים שעבר בדיוק באמצע הדרך, כל הבנים (ובת אחת) ישר הורידו בגדים ונכנסו למים הקפואים. האמת שגם של ואני היינו נכנסות ככל הנראה אם זה לא היה ממש באמצע הדרך ועניין החלפת הבגדים הפך למורכב.
      המשכנו אחרי הטבילה הקצרה, ומאחר וכל היום על שביל ג’יפים אפשר לשחק כולנו משחקי דרך. התחלנו בללמוד לספור פילים, ואז עוד חידת פיל שעולה על הר, אחר כך למדנו איך מציירים ירח, שם הקושי היה גדול וכולם בסוף למדו נימוסין והליכות, ובסוף גם קצת מסירות בכדור עד שהוא נפל על הרצפה והכדור כל הזמן נשאר אצל גורדי.
      אחרי שמיצינו את העניין עלמה שמה מוזיקה ברמקול ועלינו בקצב עד לכפר שבו עצרנו לארוחת צהרים. הרגשתי שהנעלים בוגדות בי, התחיל לכאוב לי קצת בעקבים ברגליים בגלל שפשוף והתפתחות שלפוחיות אז הורדתי את הנעלים נתתי לרגלים לנוח ואכלנו להנאתנו ארוחת צהרים גדולה. אני אכלתי מומו שהיה טעים במיוחד וגם משולש פיצה מדן. כולם אכלו בצקים, התפוצצו והיו גמורים מעייפות אבל דינס ההארי פו(ר)טר אמר שנשאר רק עוד איזה שעה וחצי הליכה בסך הכל עד סוף היום, אז שינסנו מותניים והמשכנו ללכת. אני הייתי עייפה והבנתי שיש לי 2 אופציות - או להשתרך מאחורה וללכת לאט לאט עד שנגיע בסוף, או דווקא להיכנס לקצב ולסיים את היום מהר עם אנרגיות גבוהות. בחרתי באופציה השניה, קצת פתחתי פער קטן מכולם והלכתי בקצב מהיר, זה היה לי ממש כיף ללכת קצת בשקט לבד וכל כך נהנתי שמהר מאוד הגענו לסוף היום אפילו יותר מהר משחשבתי.
      כשהגענו עשינו כולנו מעגל מתיחות טוב, כיבסנו את הבגדים בתקווה שיתייבשו עד מחר, מקלחות, וזהו, נחים קצת. יפתח שיצא יום אחרינו צמצם יום, הגיע אלינו והצטרף אלינו לערב. נכנסנו פנימה לארוחת ערב, כמובן איך שהתיישבנו לאכול הייתה הפסקת חשמל, אך אין דבר סידרו תאורת חירום תוך שניה. אחרי ארוחת הערב שיחקנו סתם משחקי קלפים, כמעט באתי ללכת כבר לישון אבל הפומו השאיר אותי ערה וטוב שכך כי אם הייתי הולכת לישון לפני כולם הייתי מפספסת את כל החלק הכיפי של הערב. רועי לקח את החבילה והתחיל לעשות לכל אחד סיבוב בזק של המשחק זונה של קראק, האירוע הסלים מאוד מהר, המצאנו עוד חוקים למשחק החדש שלנו וזה היה מצחיק עד דמעות. פרשנו כולנו לחדרים, בניסיון להוריד את ההתלהבות, קצת שיחקנו טלפון שבור בין הקירות הדקיקים בחדרים שלנו והלכנו לישון.
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    • Day5

      Jagat — Daraphani & Dusty Roads

      November 2, 2022 in Nepal ⋅ 🌙 2 °C

      Moini!

      Heut gings um 06:00 los, damit wir um 07:00 dann loslaufen können. Schön wärs gewesen. Irgendwie brauchen wir in der früh mit packen trotzdem 1.5h und kommen erst um 07:30 auf den Trek. Mein Knie hält total gut. Ich dachte schon es wird problematisch, aber der fehlende Einsatz von Stecken und das Gewicht waren dann wohl doch ein Problem. Heut‘ lauf ich mit Stecken und alles läuft wie am Schnürchen. Voltaren schmier ich mal vorsichtshalber trotzdem. Präventiv bild ich mir ein. Schweren Herzens trennen wir uns vom ‚Hotel Mont Blanc‘, was überwiegend am Gastgeber liegt. Cooler Typ einfach.

      Der beginn des Treks is steil und führt doch schönes subtropisches Gelände. Wasserfälle fallen uns alle 500m ins Auge und die Treppen treiben uns direkt von Anfang an Scheiß ins Gesicht. Bis nach Tal ist der Weg tatsächlich bislang der unzufriedenste. Viele Jeeps auf den Straßen, die die Leute bis nach Chame befördern. Traurig. Die vielen Touristen, welche dieses Angebot nutzen nehmen den niedrig gelegenen Dörfern die Lebensgrundlage. Meist schlafen wir umsonst, solange wir Frühstück und Abendessen im Teehaus zu uns nehmen. Fairer Deal, wir geben trotzdem Trinkgeld für das Zimmer. Die Leute hier sind teilweise sehr verzweifelt und müssen sehr um ihre Existenz bangen. Ab Daraphani geht es den Leuten dann wieder besser. Das hat man heute gemerkt. Das erste Teehaus das fast voll war und am Abend ein Essensraum der gut besetzt und durch die warme Atemluft irgendwann auch richtig cozy wurde. Hier ist es auf knapp 2000m schon echt frisch und draußen sitzen wird ungemütlich. Die Sonne hat sich heute schon um 14:00 hinter den Bergen verkrochen und somit hatte unsere frisch gewaschene Wäsche nicht all zu viel Zeit zu trocknen.

      Tal war total schön. Ein Dorf gelegen an einem Wasserfall der von saftigen grünen Bäumen geküsst wird. Traumhaft. Wir rätseln schon wie kalt es wird, sobald wir noch höher steigen und haben jetzt schon Respekt vor der Kälte under Höhenkrankheit. Im Gegensatz zu uns treffen wir heute beim Essen das wohl hohlste Touristenpärchen aus Hamburg / Norwegen. Das Mädel ist überhaupt nicht fit, kränkelt und lässt sich gerade von Dorf zu Dorf mit dem Jeep fahren, während ihr Freund den Trek läuft. Weder über die Route, noch über Bedingungen oder notwendiges Equipment haben die beiden sich schlau gemacht. Totale Katastrophe. Uns wird klar, dass es nicht die einzigen sind und das Wandern im Himalaya von vielen auf die leichte Schulter genommen wird. Das es sich hier nicht um ein Abenteuerspielplatz handelt ist den Leuten nicht klar. Das traurige ist, dass sie damit natürlich nicht nur sich sondern auch andere in Gefahr bringen, die an einer eventuellen Bergrettung dann beteiligt sind. Ich hoffe die drehen noch um und merken, dass das ganze ne Nummer zu groß ist.

      Ansonsten haben wir nen schönen Abend. Trinken viel Tee und wärmen uns auf. Wir treffen Katrina. N‘ ganz süßes Mädel aus Portugal das ähnliche Pläne hat wie wir. Sie will auch noch den Annapurna Base Camp Trek laufen und wir wollen das vielleicht zusammen machen. Wäre cool das ganze mit jemandem zu laufen der einem schon sympathisch ist. Mal gucken, ob das was wird.

      Ich bin glücklich. Ich hab nichts anderes zu tun als in den Bergen unterwegs zu sein und zu essen & so viele neuen Leute kennenzulernen. Ich bin auch dankbar, dass wir Thomas und Julia bei uns haben. Wir ergänzen uns mega gut & ich glaube wir werden den Trek komplett zusammen laufen.

      Bin schon gespannt was morgen passiert. Wie kalt es wird & wen wir morgen so kennenlernen.

      🎤👋
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    • Day6

      Das Blut(-egel)bad 🩸

      August 17, 2022 in Nepal ⋅ ☀️ 10 °C

      Bereits beim Aufstehen hatten wir schon Schmerzen im ganzen Körper. Besonders an Hüfte und Schlüsselbein, wo der Backpack aufsitzt, tat es uns weh. Wieder los zu laufen war bereits am zweiten Tag eine Überwindung 🙈 Gerade das Wandern gestartet, machte uns eine besondere Spezies das Leben zur Hölle - Leeches. Das sind Blutegel, die auf beiden Enden ihres Körpers stehen und sich fortbewegen können (siehe video). Mit ihren Ninjaskills klettern sie zu Hunderten (groß, klein, dick, dünn) auf die Schuhe über die Socken bis auf die Haut vor. Die Großen konnten in drei Handstandüberschlägen die Haut erreichen, den Mittleren gelang es durch die Öffnung der Schnürsenkel und die Kleinsten versuchten es sogar durch die Nähte der Schuhe. Dann Durchbissen sie sogar Socken um an der Haut anzudocken und los zu saugen. Es half nichts - wir mussten alle 10m kontrollieren und mit Wanderstock und Messer bewaffnet den Kampf mit einem Dutzend neuer Leeches aufnehmen. 🔪
      Dieses Massentöten hat uns einige Zeit gekostet, weshalb wir für nur 3km 2h gebraucht haben!! Fix und fertig mussten wir noch einen heftigen Anstieg bewältigen, bevor uns Buddha einen Retter schickte: ein netter Nepalese überschüttete uns und unsere Schuhe mit Salz, weil die Blutegel das nicht mögen. Von hieran fanden wir nur noch wenige Ekeltiere an unseren Schuhen und kamen besser voran. Jetzt konnten wir auch die wilde Natur genießen und unter anderem die Marihuana-Felder bestaunen.🌿 Während einer kurzen Mittagspause in Tal teilte uns eine Einwohnerin mit, dass die Brücke auf dem Trail eingestürzt ist und wir einen Umweg in Kauf nehmen müssen. Nach insgesamt 19,8km über Wege, die teilweise von Wasserfällen überflutet waren, kamen wir endlich am Nachmittag in Bagachhap an. Hier rief Santus, ein 18jähriger Nepalese, schnell seinen Onkel der ein Zimmer für uns bereit hatte, uns drei riesige Portionen Abendessen (Pasta, Pommes, nepalesische Knoblauchsuppe) zubereitete und uns super viele Infos über unseren Annapurna Circuit Trek berichtete. Nadine ist übrigens immer noch hungrig. Laut Garmin Smartwatch hat sie 2500 Kalorien verbrannt.😅
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      Schön 😘 [Mama]

      8/19/22Reply
      Traveler

      OMG….😅

      8/21/22Reply
       
    • Day8

      Danakyu

      October 10, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 9 °C

      את הבוקר תכננו להתחיל ממש מוקדם (סביבות 6 וחצי) כי החלטנו שמסביבות 14:00 יש סיכוי לגשם. מפה לשם כמו שני נמנמים יצאנו לדרך רק ב8.. (ספוילר- אל חשש לא ירד גשם)
      זה הזמן לציין שאתמול אני התחדשתי בנעלי הרים חדשות (הנעליים שראו כל כך הרבה עולם הלכו לעולמן :/) ושי במעיל גשם.
      כשהתחלנו ללכת חששנו שאולי הנעלים שקניתי לא יהיו עמידות למים כפי שנאמר אך למזלינו מהר מאוד חצינו מפל וגילינו שהנעלים אכן עמידות! אך של שי קצת פחות..
      הנהר שמלווה אותנו מתחילת הטיול קיבל צבע יותר אפרפר.
      עברנו ליד עירות נוספות וראינו איך הם מגדלים הכל (כרוב, דלעת, תירס מלא מלא תירס, פטריות, צ'ילי ושועית ירוקה) לא עמדנו בפיתוי ועברנו ליד שדה תירס ולקחנו 2 גרגירי תירס כמזכרת על הדרך ראינו גם מריחואנה (אל חשש מזה לא לקחנו מזכרת)
      לאורך היום מלווה אותנו האחד והיחיד- בלו! (כלב שחור גדול וחמוד)
      ראינו סוס מתגרד על סלע וקופים אפורים עם פרצוף שחור מקפצים מעץ לעץ, שרדנו מתקפה של עזים או לפחות חששנו שהן יתקפו אותנו.. ושתי ילדות נפאליות רצו שנאמץ אותן ונקח אותן טרמפ לעיירה שאליה הלכנו.
      קינחנו את היום עם מקלחת מי קרח ואוכל טעים מהרגיל
      נ.ב
      החידה היומית- כמה נפאלים דעתכם ניתן להכניס לג'יפ?
      בין העונים נכון יוגרל מומו מתנה
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      Traveler

      כל כך כיף לקרא את מה שאת כותבת. נהדרת

      10/10/19Reply
      Traveler

      באיזה גובה אתם?

      10/10/19Reply
      Traveler

      תמונות יפות. עוד בבקשה

      10/10/19Reply
      3 more comments
       
    • Day167

      Bimthang - Dharapani

      November 24, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 2 °C

      Ein letzter langer, aber schöner Wandertag.
      Ich habe beschlossen, meinen Trek zu verkürzen. Alle anderen beenden ihre Reise in Dharapani, und nach den Highlights der letzten Tage habe ich einfach keine Lust mehr, jetzt noch mal 2 Tage alleine am Fluss entlang zu laufen.

      Der Tag heute hatte es allerdings noch einmal in sich. 1800 m bergab ging es (vermutlich noch ein bisschen mehr, da ess zwischendurch auch ein paar ordentliche Anstiege gab). Aber die Strecke führte durch bezaubernde Wälder (zum Teil Rhododendron, was zur Blüte im März wunderbar aussehen muss) entlang eines reissenden Flusses durch ein steiles Tal, vermutlich der schönste Abschnitt des ganzen Treks.

      Etwas mulmig wurde mir dann doch, als uns auf einem 50 cm breiten Pfad direkt am Abhang einmal mehr eine Karawane mit Maultieren entgegenkam. Aber irgendwie sind wir unfallfrei aneinander vorbeigekommen. ;)

      Kamal hat mir dann noch erzählt, dass der Manaslu Circuit seiner Meinung nach der schwerste der klassischen Treks in Nepal ist. Und beim Abendessen habe ich dann von einem Aussie, der sehr begeistert von seiner Leistung war ;), noch das passende englische Wort gelernt: Tenacity - Hartnäckigkeit. Die haben wir alle wohl bewiesen!
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      Traveler

      Grandios. Dieses Foto ist einfach nur grandios. Licht, Schatten, Natur und ein imposanter Schneegipfel. Dazu eine Lara, die gerade auf den letzten Metern ihres persönlichen Marathons ist. Solltest du irgendwann wieder sesshaft werden, verlange ich, dass dieses Foto in postergröße und in einem sündhaft-teurem Bilderrahmen im Wohnzimmer hängt !

      11/27/19Reply
      Traveler

      Was genau ernten die Nepalesinnen denn da?

      11/27/19Reply
      Traveler

      Danke! 😊 Ich werde vermutlich nicht das Geld für einen sündhaft teuren Rahmen haben, wenn ich mich mal irgendwann wieder niederlasse, und finde Menschen, die Bilder von sich selbst aufhängen, auch tendenziell merkwürdig, aber ich denke drüber nach! Leider sehe ich meine Fotos ja immer nur auf dem Handy...

      11/27/19Reply
       
    • Day24

      Von 1600 zu 2100 Meter

      October 21, 2019 in Nepal ⋅ ☁️ 4 °C

      Heute morgen konnten wir ausschlafen, Frühstück war um 9 Uhr. Nach einem feinen Porridge war ich bereit für die bevorstehende vierstündige Wanderung. Es war eine gute Länge, wir konnten uns langsam ans Laufen gewöhnen. Es ging immer wieder rauf und runter und die Sicht war jeweils unbeschreiblich. Wir haben sogar eine Schlange gesehen.
      Zuerst wanderten wir auf einem schmalen Bergweg, später wechselten wir auf den Highway, ein Feldweg.
      Wir sind etwa um 15 Uhr in unserer Unterkunft angekommen, assen zu Mittag und durften unsere freie Zeit mit lesen, wandern etc. geniessen. Ich kam heute das erste Mal in den Genuss einer kalten Dusche, die zum Glück nicht zu kalt war. In der Nacht, bereits wenn es am Eindunkeln ist, ca. ab 17 Uhr, wird es unglaublich kalt. Die Kappe und die Fleecejacke sind nicht mehr wegzudenken.
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    • Day227

      The Annapurna Range!

      April 13, 2018 in Nepal ⋅ ⛅ 27 °C

      We started to feel the high altitude but the landscape and the trail itself should become more spectacular every day. We went along 'Heaven‘s door', the Great Wall of Pisang, a smooth rock slope with fresh snow on it which is so massive that we immediately felt like tiny ants, continued through beautiful pine forest and reached Upper Pisang at noon, where it happened:

      The Annapurna II showed its peak (7937m!) and we got goose bumps! A large part of the Annapurna Himal became visible, shining in the sun, white clouds moving fast and a stunning valley below. A place to marvel! And a place to enjoy the rest of the day, soaking in the beauty, writing these lines, eating garlic soup and Dal Bhat, and again: marvel.
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    • Day379

      Nepal - ACAP fünfte Etappe

      October 16, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 8 °C

      TAL nach DANAQU (von 1700 auf 2200 Höhenmeter)

      Der Morgen startet direkt am Rand des Tals. Es läuft am Ende wieder spitz zusammen, sodass wir wie gewohnt parallel zum Fluss laufen.
      Was ich bisher nicht erwähnt habe: der komplette Annapurna Trek läuft am Fluss ' Marasyangdi' entlang. Er trennt die massiven Berge voneinander, sodass auf der einen Seite immer die Jeeps ihren Weg erkämpfen und wir auf der anderen Seite unseren Weg an den Klippen finden.
      Oft müssen wir Brücken überqueren und laufen auf der Jeep-Straße. Das macht den Weg etwas mühselig, da durch die Jeeps extrem viel Staub aufgewühlt wird und uns nichts anderes übrig bleibt total vermummt, mit Schal vor dem Mund, unsere Route zu finden.
      Der Weg nach Danaque startet bereits mit einer Herausforderung. Wir müssen einen etwas steileren, schmalen Weg nach unten abfallend antreten. Da auf dem Massiv hier das Wasser von einem Wasserfall rausbricht, ist der komplette Weg nass und mosig. Eine sehr komplizierte Kombination. Moos, Wasser, unebener Weg und Abstieg. Ich trage etwa 8 Kilo und Ralf etwa 15 Kilo. Damit auszurutschen ist keine gute Idee. Also müssen wir uns stark konzentrieren. Ich befolge die wichtigsten Regeln, die Ralf von seinem Vater gelernt hat:
      1. Mit der Spitze auftreten und wenn ich rutsche mit der vollen Fussfläche abbremsen
      2. Die Wanderstöcker dienen als zusätzliche 'Beine'. Von vier Beinen darf immer nur eines in der Luft sein! Die anderen stabilisieren den Abstieg.
      3. Niemals auf Moos oder nasse Blatthaufen treten.
      4. Die Steine mit einem Stock kontrollieren, ob sie lose sind.
      Sobald man das verinnerlicht hat, nimmt man ziemlich schnell an Geschwindigkeit zu. Teilweise springen wir die Wege entlang. Ich liebe es, wenn es technisch anspruchsvoller wird, solange die Höhe nicht noch dazu kommt.
      Mein Adrenalin steigt als wir den Abstieg machen. Für Ralf kein Problem, bei mir spielt die Höhe wieder etwas mit rein. Wir kommen aber gut an der Brücke an und wechseln die Seite zu den Jeeps. Ich gewöhne mich immer mehr an die Brücken. Kontrolliere aber jedes Mal, ob Esel in der Nähe sind. Um die Brücke zu überqueren habe ich einen Trick. Ich singe im Takt, wie die Brücke schwingt: "We will, we will rock you."
      Keine Ahnung warum dieser Song, aber es war der erste der mir in den Sinn kam und so werde ich zu Freddie Mercury und trete jedesmal mit geschwellter Brust und ausgebreiteten Armen auf die Brücke. Wie eine Königin, aber froh, dass mich durch den Wind niemand hört: "We will, we will rock you. Schritt. Schritt. We will, we will rock you. Schritt. Schritt."
      Auf der Seite der Jeeps wartet eine weitere Herausforderung: Etwa 50 Meter der Straße werden überspült von einem Wasserfall. Für die Autos kein Problem, da das Wasser nur etwa 10 Zentimeter hoch ist. Für uns schwierig, weil das Wasser von oben in die Schuhe läuft, auch wenn die Schuhe wasserdicht sind. Einzige Möglichkeit: genau am Rand der Straße mit Blick auf den Fluss und Aussicht auf den stark abfallend Abhang von Stein zu Stein hüpfen. Na klar.
      Ich fluche. Wer denkt sich 'son Scheiß' aus.
      Einmal tief durchgeatmet und mit Laserblick auf die Steinchen gerichtet überquere ich den Wasserfall. Die Frustration ist besonders groß, wenn Ralf mit einem Schritt zum nächsten Stein findet und ich durch meine kürzeren Beine einen zwischen Schritt machen muss. Wer denkt sich son scheiß aus...
      Danach fressen wir Staub und erreichen nach 6km Daraphani. Ich erinnere dich: hierher wollte die junge Inderin von vor zwei Tagen laufen. Jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es nicht geschafft hat. Ihr Schildkröten-Stil war nicht der effektivste.
      In Daraphani zeigen wir beim Checkpoint unsere Wandererlaubnis und machen in einem schönen Homestay&Restaurant eine lange Mittagspause. Es gibt Ingwertee, den ich immer noch literweise trinke und unseren ersten Reis-Pudding. Und er schmeckt großartig. Ähnlich wie Grießbrei mit einer Zimt-Vanille-Note, nur eben aus Reis.
      Von weiten beobachte ich unsere nächste Brücke, die gerade von zehn Esel überquert wird. "Nicht mit mir...", denke ich.
      Wir treten unsere letzten 4 Kilometer an.
      Der Weg verläuft durch ein kleines süßes Dorf. Hier drehe ich das erste Mal an Gebetsmühlen und verliebe mich in das Ritual. Jetzt lösen sich die Hindus durch die Buddhisten ab. Welche immer am Ortseingang und -Ausgang Gebetsmühlen errichtet haben und uns mit heiligen Worten begrüßen und verabschieden. Außerdem ist das Land nun übersät von fluffigen Farn, der sich weich im Wind bewegt. Wir verabschieden die letzte Palme und kaufen die letzten beiden Bananen von einem sehr armen Paar, die direkt an der staubigen Straße in einer Wellblechhütte leben. Sie leben davon Bananen und Äpfel zu verkaufen. Ihr derzeitiger Besitz: 8 Bananen und 6 Äpfel. Sie betteln nicht und sind nicht aufdringlich. Wir reden kurz mit dem Mann, während seine Frau in einer Schüssel ihre Wäsche mit kaltem Flusswasser reinigt. Die Bananen sind köstlich und wir bedanken uns bei den beiden für den schönen Moment und ihre Freundlichkeit.
      Kurz bevor wir Danaque erreichen durchqueren wir noch ein Dorf. Ralf erklärt mir, dass wir hier nicht schlafen sollten, da dieses Dorf in den letzten Jahren oft von Erdrutsche zerstört wurde. Das erklärt warum das Dorf sehr ärmlich wirkt und fast keine Unterkünfte zu finden sind.
      In Danaque landen wir durch eine Empfehlung im Tibitan Guesthouse. Wir bleiben die einzigen Gäste, haben ein tolles Zimmer mit weichen Betten und dürfen am Abend in der Küche essen. Ralf spielt in den letzten Sonnenstrahlen mit dem Sohn der Familie Fussball.
      Jetzt wird es langsam sehr kalt sobald die Sonne untergegangen ist. Bei 8 Grad schlottern Ralf und ich, und wir sind sehr froh, dass wir uns in der Küche am Ofen aufwärmen dürfen. Ich vermute, dass die Hausherrin aus Tibet kommt. Sie hat eine andere Ausstrahlung und ich fühle mich sehr wohl in ihrer Nähe, irgendwie beschützt. Eine ruhige Aura umgibt sie. Und wie sich herausstellt, kann sie unglaublich gut kochen.
      Für einen kurzen Moment sind wir Teil ihrer Familie und ich eine Attraktion durch meine blonden Haare. Keiner versucht zu starren, aber dann können sie nicht anders, während wir unser 'Dhal Bat' verschlingen. Köstlich.
      Und so fallen wir, wie fast jeden Tag um 19 Uhr ins Bett, schlafen um 20 Uhr ein und wachen um 6.30 Uhr am nächsten Morgen in unseren Schlafsäcken und Decken bei aufgehender Sonne auf.
      Heute geht es nach Chame. Es warten 14km auf uns...
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    • Day7

      3. Tag Annapurna Rundweg

      October 20, 2015 in Nepal ⋅ ☀️ 30 °C

      Der dritte Tag verlief recht entspannt, nur das die guten alten Bundeswehr Schuhe langsam zu alt sind und nicht mehr für solche Touren geeignet sind. Aber mit dem guten alten Panzertape kann man hält doch alles reparieren. Mal schauen wie das in 5000 m Höhe aussieht. :D
      Ansonsten sind wir recht zeitig an unserem heutigen Ziel auf 2300 m ü. n.N. angekommen.
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      Severino Urban

      Haha, die Bundeswehr muss nun wohl auch in bessere Stiefel investieren...Etwas länger hätten sie schon halten sollen, oder?

      10/21/15Reply
      Jana Herkner

      Gaffa hält die welt zusammen :D

      10/23/15Reply
       
    • Day25

      Trek to Dharapani (40 km)

      August 14, 2017 in Nepal ⋅ ⛅ 22 °C

      Today our group grew to 10. If we count the blisters and leeches then that number grows to over 100 (except Phoebe who somehow managed to escape the bloodbath).

      28000 steps later and we reached the next teahouse. A nice cold shower and cup of hot tea and we are ready for some Nepali dahl baat to feed our muscles.Read more

      Traveler

      😱

      8/14/17Reply

      Beautiful! What lovely mountain scenery and waterfalls! Helen x

      8/14/17Reply
      Traveler

      Long may you continue to avoid the bloodbath, Phoebe xx

      8/14/17Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Danā Kholā, Dana Khola

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