Peru
Mercado San Camilo

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10 travelers at this place

  • Day167

    Mega Highlight: Peruanischer Kochkurs

    November 9, 2019 in Peru ⋅ ⛅ 21 °C

    Das mega Highlight in Arequipa war der 5-stündige, peruanische Kochkurs. Micha und ich hatten das Glück an dem Tag die einzigen Schüler zu sein und haben so einen Privatkochkurs bekommen. 😍

    Zuerst gings auf den Markt. Auf dem Weg dorthin hatte Arthur, unser Koch und Besitzer seines eigenen Restaurants, eine Polizistin (!) gefragt, ob heute Politessen unterwegs seien. Mit seinem Nummernschild darf er nämlich heute nicht fahren. (Das war in Kolumbien auch so, damit soll der Verkehr minimiert werden. Montags dürfen dann zum Beispiel die Autos mit Kennzeichen, die mit 1 und 2 starten, zwischen 8-18Uhr nicht in Bewegung sein). Die Polizistin bestätigt, ja, heute seien Politessen unterwegs, sodass Arthur zusieht sein Auto schnell zu parken. Merkwürdiges Justizsystem 😂

    Zurück zum Markt. Ich liebe Märkte! Wenngleich mir meine letzte Markterfahrung in Kolumbien mit der abartig stinkenden Fleisch- und Fischanteilung noch in sehr unangenehmer Erinnerung ist. Dieser Markt hat mich wieder geheilt. Erst gings in die Fruchtabteilung, Gott wie ich diese Vielfalt vermissen werde! Und alles für quasi umsonst! Wir haben 9 verschiedene unbekannte Früchte probiert, darunter auch die Arequipanische Bananenpassionsfrucht - sieht aus wie eine Minibanane, ist aber statt mit Bananenfleisch bis oben hin proppenvoll gefüllt mit Passionsfruchtkernen. Mega unerwartet 😂 Dann gings weiter zu den Stoffen, wo wir so wunderschönen kunterbunten Stoff gekauft haben, der so typisch für Peru ist. Danach hatte ich gestern den ganzen Tag vergebens gesucht, ich war SO glücklich! Keine Ahnung, was wir mit dem 2m Kunterbunt machen, aber da wird sich schon was finden 😅 Danach weiter zu den Oliven fürs Oliventasting, dann Käseverkostung, dann in die Fisch- und Fleischabteilung. Alles ungekühlt, schockt mich mittlerweile ja gar nicht mehr, aber, und das war mega, alles in frisch, geruchlos, und ansprechend drapiert. Hmmm, ich liebe geruchlose Fleisch- und Fischabteilung! 😍 Da lagen so riiiesige Fische aus der Art der Thunfische, gute 2 Kilo, direkt frisch von der 1 Stunde entfernten Küste, für - Achtung - 4€ 😳 Frisch, 2 Kilo, bester Fisch. Ich könnte heulen, zuhause zahlt man dafür ein Vermögen! Das sei das gute an Peru, sagte Arthur, unser Koch: Gutes, gesundes Essen wie Früchte und Fisch seien wahnsinnig günstig, sodass sich auch die Menschen mit wenig Geld gesund ernähren können. Danach gehen wir noch zu Mama Rosa, hier gibt es das beste Käseeis überhaupt! Der Laden ist rappelvoll mit Einheimischen, ein gutes Zeichen, und mittendrin kann man sehen, wie das Eis vor den eigenen Augen hergestellt wird: Eine große Schüssel voll mit Eiswürfeln, darin schwimmend eine weitere, kleinere Schüssel, in der das Eis gemacht wird. Das Eis besteht aus Milch, süßer Kondensmilch, Zimt, und den Rest hab ich vergessen, und durch drehen der inneren Schüssel gefriert das Milchgemisch und bleibt an der Wand hängen. Dies wird dann mit einem Spachtel von der Wand entnommen, und auf einem kleinen Teller aufgeschichtet wie aufeinanderliegende Käsescheiben. Oben drauf noch etwas Zimt, fertig. Absolut köstlich! 😇Abschließend besuchen wir noch den Heilpflanzenstand. Da hängen kleine getrocknete Baby-Lamas! Wie sich herausstellt: Lebendig noch vor Geburt aus dem Fötus entnommene Baby-Lamas! Würg? Was soll das denn? Die Baby-Lamas werden von den Indigenen der „Pachamama“ (Muttererde) geopfert, in Anbetung für eine gute Ernte. Das haben die Inca früher auch gemacht, sogar mit kleinen 10-14-jährigen Kindern - die reinste Form eines Menschen und daher die höchste Opfergabe. 😳 Einige Mumien dieser Opfergaben hat man auf den Bergen gefunden, die bekannteste ist Juanita, das Eis-Mädchen, die man sich in Arequipa im Museum angucken kann. Konnte ich nicht, finde den Anblick von Mumien mit rausguckendem und zu gut erhaltendem Gesicht traumatisch, also haben wir dieses „Highlight“ ausgelassen. 🥵

    Zurück in Arthurs Restaurant haben wir dann zusammen mit seinen Köchen in der Restaurantküche gekocht, die gerade das Mittagessen für die Gäste zubereitet haben. Mega cool! Es gab als Vorspeise Ceviche und als Hauptgericht Lomo Saltado mit Alpaka Fleisch. 2 typisch peruanische und hart leckere Gerichte. Zwischendrin gabs noch einen Pisco Sour Workshop. Was für ein perfekter Kochkurs. 😍
    Jeder hat sein eigenes Gericht kredenzt, das war total cool, denn so weiß man nachher nicht nur wie man die Soße fürs Lomo Saltado zubereitet sondern kennt das ganze Gericht. Arthur hat immer demonstriert und wir haben dann nachgemacht. Dabei hat er uns auch tolle Schneidetechniken gezeigt, wie man das Messer festhält (Daumen, Zeige- und Mittelfinger AUF die Klinge, wie beim Kulli), denn so hat man die beste Kontrolle über die Klinge, und die richtige Stellung zum Brett (seitlich, Füße bilden ein L wenn man Rechtshänder ist), damit der Schneidearm gerade und nicht abgeknickt ist. Und so andere Kniffe, wie z.B., dass rohe, rote Zwiebeln in kaltem Wasser ihre (unangenehme) Schärfe verlieren, dass man Ingwer am besten mit dem Löffel schält/ kratzt anstatt alles gute unter der Schale mit dem Messer abzuschneiden, und man Knoblauch am saftigsten und feinsten kriegt, wenn man entweder mit dem flachen breiten Messer einmal kräftig aud die ganze gepellte Zehe draufhaut oder mit der stumpfen Seite des Messers die Zehe „schneidet“/ eher püriert. Mega. Meine Zwiebeln hatte ich sogar so vorbildlich hauchdünn geschnitten, dass Arthur die seinen Köchen gezeigt hat, mira!, mira!, schaut her!, schaut her!, und ebenfalls meine schöne Präsentation des Lomo Saltado. 🤩 Dafür fand er die Würzung von Michas Ceviche besser. 😄 Und genau da zeigt sich auch die Aufteilung in unserer Küche zuhause: Ich schnippel, Micha kocht, würzt, und entwirft eigene Kreationen, und das schön Anrichten übernehm ich dann wieder 😄

    Arthur mochte uns glaube ich gerne, und zusätzlich war er mega nett, denn er ist echt noch einige Extrameilen für uns gegangen:
    - Micha lies fallen, dass er seine Haare mal wieder schneiden muss. Daraufhin ruft Arthur seine Frau an, fragt nach ihrem Frisörsalon, und macht noch am gleichen Abend zwei Termine beim Frisör für uns beide. Die Eigentümerin des Frisörladens macht nachher noch ein Foto von uns vorm Schild ihres Salons, ich schätze wir waren die ersten Gringos in dem wuselig vollen Laden 😂
    - Arthur bittet seinen Koch mit den guten Connections uns auf die Gästeliste des tollen Clubs zu setzen für heute Abend, nachdem er erfährt, dass wir gerne tanzen
    - Er schickt uns im Nachgang Adressen zu Festivals und Events, die gerade in Arequipa stattfinden sowie zu seiner Lieblings-Picanteria, einem - wie sich herausstellt - mega beliebten, mit Peruanern vollen, traditionellen Mittagsrestaurant.

    Was für ein tolles Gesamterlebnis!
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  • Day8

    Arequipa

    October 3, 2017 in Peru ⋅ 🌙 11 °C

    Heute waren wir relativ fit :-)
    Morgens haben wir eine Stadtführung gemacht, leider ist uns kurz vor Schluss die Gruppe abhanden gekommen...Dafür hatten wir aber einen leckeren, frisch gepressten Saft !
    Anschließend wollten wir Obst kaufen. Für zwei Stück Obst 12€ war uns dann doch etwas zu viel...
    Eine Delikatesse/ Tradition in Peru ist ein Shake aus Früchten und gekochten, hautlosen Fröschen, die geschreddert werden. Männern soll das Energie geben und Frauen werden schneller schwanger...Wir haben drauf verzichtet
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  • Day79

    Arequipa die weiße Stadt/Colca Canyon

    April 28, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 20 °C

    Erster Stop in Peru. Es fällt auf, Peru ist schon mal deutlich reicher als Bolivien. Wir kommen mitten in der Nacht an und checken auf Empfehlung des Taxifahrers in einem gemütlichen Guesthouse ein. Wahrscheinlich sein Onkel/Schwager/Bruder aber was solls für 15 Euro die Nacht mit Balkon. Außerdem fallen die deutlich gestiegen Touristenzahlen auf.

    In der Stadt wird der obligatorische historische Marktplatz erkundet sowie die dazugehörige Kirche. Im angeschloßenen Museum wird mal wieder ersichtlich welch Macht die Kirche über Jahrhunderte hatte und welch Schätze angehäuft wurden. Allgemein ist stark der spanische Einfluß auf die Architektur zu erkennen.

    Von Arequipa aus geht es dann mitten in der Nacht zum Colca Canyon wandern und Condore beobachten. Diese sind vor allem früh Morgens zu sehen wenn Aufwinde das Fliegen erleichtern und Tatsächlich lassen sich ca. 10 der massigen Flieger erblicken und kreisen gemächlich über unseren Köpfen.

    Die Wandertour erstreckt sich über drei entspannte Tage. Tag 1, Abstieg ins Tal, was bedeutet das ca. 3 h Stunden lang in Serpentinen und ziemlich im Touri Pulk abgestiegen wird. Danach gibt es einen freien Nachmittag und es wird ein bisschen die Gegend auf eigene Faust erkundet. Am zweiten Tag werden nur wenige Kilometer im Canyon zurückgelegt ein kleines Museum besichtigt und der Rest vom Tag in einer der bisher schönsten Unterkünfte inmitten einer Oase am Pool verbracht. Der dritte Tag beginnt wieder früh und es wird noch im Dunkeln der Aufstieg begangen. Das dauert nach gutem Training kaum zwei Stunden. Anschließend werden heiße Quellen besichtigt, welche Ihren Namen wirklich verdienen in einem der Becken hält man es kaum länger als 30 Sekunden aus aber dafür gibt es einen Fluss zum Abkühlen in der Nähe. Leider schlägt bei der Rückfahrt das Wetter um und es beginnt zu Schneien. Somit sind leider die Vulkane in der nähe nicht mal ansatzweise zu sehen und auch das Alpaka Reservat fällt ins Wasser.

    Anschließen werden in Arequipa noch Mumien und ein riesiges Kloster besichtigt. Dann geht es weiter nach Cusco!
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