Spain
Fuenterroble de Salvatierra

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8 travelers at this place:

  • Day32

    C. de Bejar -Fuenterroble de Salvatierra

    June 11, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Die 21 km wären gestemmt! 😁

    War jetzt nicht die härteste aller Etappen, wobei; ein 3km langer Anstieg war mit dabei, da wurde die Schrittlänge dann doch mal etwas kürzer. Aber ansonsten war das heute einfach eine nette Wanderung.

    Allerdings wieder mit Regen. Zumindest zu Beginn. Da es da wieder durch einen ziemlich zugewachsenen Pfad gestiefelt bin, freute ich mich schnell wieder über nasse Schuhe. Ich fange schon an, mich daran zu gewöhnen.

    Heute morgen traf ich doch tatsächlich zwei andere Wanderer, kurz nachdem ich gestartet war. Sie kamen mir auf dem Weg entgegen 😁 ein Paar aus Italien schätze ich, in den 50ern und sie hatte ihr Handy in ihrer Herberge vergessen. Da musste es also noch eine 2. Herberge gegeben haben, in meiner waren sie schon mal nicht 😎

    Sie überholten mich später wieder, als ich auf einer Bank eine Pause einlegte. Die Bar, in der ich zu diesem Zeitpunkt einen Cafe Americano schlürfen wollte, war leider geschlossen. Später überholte ich sie dann wieder, als sie sich am Wegesrand etwas Essbares einfuhren.

    Jetzt sitze ich hier vor einer Bar in dem Dorf und eben schlichen sie wieder an mir vorbei und fragten nach der kirchlichen Herberge. Da ich an der schon vorbei getigert bin, konnte ich ihnen den Weg weisen. Ich selber bin in einer privaten Herberge, ein umgebautes Landhaus, sehr nett gemacht. Die Bar hier hat Internet und Menüs für 7 EUR auch. Klarer Fall von wieder Herkommen später, wenn ich geduscht und etwas in der Horizontalen gechillt habe. Vielleicht treffe ich dann die beiden wieder. Vielleicht auch nicht 😎

    Vielmehr gibt es von dem Tag heute irgendwie nicht zu berichten. Ist jetzt 14.30 Uhr und ich lief um 14 Uhr im Ort ein. Oh, und die Sonne traut sich gerade mal bischen raus! 😊 Ach ja, morgen steht dann noch mal eine härtere Etappe an, 29 oder 32 KM, das entscheide ich dann spontan, ob ich die letzten 3 km zu einem Ort weiter noch gehen will. Und dann steht auch schon Salamanca vor der Tür! 😊

    Stand heute: 681 km 🚶☘
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  • Day18

    Das Hörbuch

    May 26 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Auf einem Camino verbringt man generell den Grossteil des Tages nur mit Laufen, was eigentlich sehr schön ist. Natürlich gibt es aber auch Phasen - und daraus muss man gar kein Gehemnis machen - in denen alles ein bisschen schwieriger ist. Sei es weil man müde Beine hat, man endlich ankommen will, oder weil man halt einfach nicht immer super gut gelaunt sein kann. In solchen Phasen erlaube ich mir jeweils, ein bisschen Musik zu hören. Es gibt viele Skeptiker unter den Pilgern, die das vehement ablehnen. Ich bin aber der Meinung, dass das mein Camino ist, und ich den gehen kann, wie ich es will. Mir hilft die Musik extrem, um mich zu motivieren und mein Tempo wieder ein bisschen auf Trab zu bringen. Und wenn ich halt die Vögel mal eine Stunde weniger am Tag zwitschern höre, dann seis drum.

    Gestern hatte ich die Idee, mir doch mal ein Hörbuch runterzuladen und statt der Musik dieses zu hören. Entschieden habe ich mich für Ken Follets "Säulen der Erde", das ich sowieso schon lange mal lesen wollte. Gesagt, getan. Ich habe mich dann so auf dieses Buch gefreut, dass ich heute die ganze 20 km Strecke lang an diesem Hörbuch gehört habe. Die Geschichte ist super. Das Laufen aber furchtbar.
    Ich war so in die Geschichte vertieft, dass ich sowohl das Laufen, als auch die Landschaft um mich herum komplett ausgeblendet habe. Ich habe also nicht bemerkt, wie langsam ich eigentlich gelaufen bin. Ich habe auch nicht bemerkt, dass ich einen falschen Abzweiger genommen habe. Und ich habe auch nicht bemerkt, was mein Blutzucker in dieser Zeit gemacht hat. Ich habe aber folglich sehr schnell bemerkt, dass Hörbuch hören auf dem Camino nichts für mich ist. Dann bleibe ich also doch bei meiner gelegentlichen Dosis Musik.

    Auch heute hatten wir mit den 20 km nochmals einen sehr kurzen Tag. Am Nachmittag hatte ich sogar Zeit für einen Mittagsschlaf, den ich dringend benötigt habe. Meine Beine fühlten sich heute an wie nach einem 40 km Marsch. Morgen und Übermorgen sind es nochmals jeweils 27 und 24 km bis nach Salamanca, wo die Hälfte des Weges erreicht ist. Danach habe ich hoffentlich genügend Pause gehabt, um bis nach Santiago wieder aufs Gaspedal drücken zu können.
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  • Day27

    Will it rain?

    May 18, 2018 in Spain ⋅ 🌙 9 °C

    28 km today with nothing in between, no villages, no water, no services, and rain and thunderstorms are forecast. There are also lots of ups and downs. I have a plan B - the hosts at our next accommodation will pick us up at the 19km mark if we ring. Good to know. I am at the highest of the Via de la Plata. Some images from yesterday.Read more

  • Day35

    Fuenterroble

    May 12, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Yesterday afternoon two cyclists arrived at the Casa rural. They were having a hard time, because the metal structure supporting the panniers had snapped on one of the bikes. The makeshift solution was on its last legs. They had taken a 12 km detour to a large town, but could find no one to help. They were thinking their camino was over. The woman who checked them in suggested they go see Ernesto, a retired welder/iron worker. And what do you know, in less than two hours, he had totally fixed the problem. Adamantly refusing payment, he told the cyclist to give Santiago a hug on his behalf when he got there. And on the way out of town this morning, Ernesto’s metal Santiago bade us a Buen Camino. .

    With the shortest walk of my whole trip (about 20 km), I stretched it out as long as I could, but even so got to Fuenterroble before noon. Imagine my surprise when I recognized the French hospitalera who greeted me as one I had stayed with before TWICE—once in Miraz more than 10 years ago and once in Rabanal a few years after that.

    This Albergue is probably the most well known on the Vdlp. Started by a priest, Don Blas, it is one of the few remaining “donativo” albergues. They give you a bed, supper, and breakfast, and leave it up to you to decide how much to give. It’s staffed by volunteers and connected to the workshop where several workers are busy restoring old wooden donkey carts. Blas takes a group of them (donkeys, carts, food, tents, children, adults) every year for a pilgrimage in all different parts of the world. The albergue walls are decorated with the backs of carts that have been used on past pilgrimages.

    Last time I was here a big US flag was flying in the courtyard to remind everyone that the US pilgrims association had given a donation. I thought it was in pretty bad taste. This year the flag is gone but the big cement stand for the pole remains. I learned that the flag blew off one night during a huge storm, ironically when some officers of the US association were visiting.

    Lows for tonight are predicted to be -1 or -2 C. That will make for some very cold pilgrims tomorrow. My only solution for the legs is to wear both pairs of pants. Unfortunately they are both very lightweight.
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  • Day145

    Calzar de Béjar - Fuenterroble

    April 17, 2017 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach und nach erschienen dann gestern noch die spultet, die ich zuvor verlassen hatte. Aber trotzdem waren einige neue Gesichter dabei und andere schienen woanders bleiben zu wollen. So kam ein asiatisch aussehender Mann, so um die 55 Jahre nach mir in der Herberge an. Er fragte mehrmals die Hospitalieros, ob dies tatsächlich die von ihm gesuchte Herberge sei. Und mehrfach bestätigten sie dies. Jedoch schien er dies nicht glauben zu wollen. Erst als der "Herbergsvater" im an der Außenwand de Herberge im den Namen dieser gezeigt hatte, klopfte er sich gegen die Stirn. Später erfuhr ich von ihm, dass er sich am Morgen verlaufen hatten und es irgendwie durch fragen nicht geschafft habe wieder auf die Via zurückzufinden. Irgendwann sah er dann ein Schild. Deshalb sei er wohl anfänglich bezüglich der Herberge so misstrauisch gewesen. Armin und sein Kumpel trafen auch ein und später Niko. Des Vater tatsächlich 3 Tage Pause macht und am 18.05. - also morgen - in Salamanca sei, um dann dort wiederum auf deinen Sohn zu warten.

    Voller stolz präsentierte gestern der kochende Hospitaliero seine Paella und ich muss sagen, sie roch wirklich gut. Diese Paella sollte es dann am Abend als Pilgermenü für alle geben. Aber sie enthielt Schalentiere und diese habe ich noch nie gegessen. Ich erklärte ihm, dass ich "Vegetariano" sei. Dann könne ich Ensalada essen, entgegnete er. Das war durchaus nett gemeint. Denn er schien leicht überfordert mit der Tatsache, dass da jemand ist der kein Fleisch aß. Aber ich hatte ja vorgesorgt. Vom Vorabend besaß ich ja noch eine große Portion von dem Gemüsereis und diesen aß ich sehr genüsslich. Der wirklich sehr kleine Ort Calzada de Béjar hatte immerhin eine (gut besuchte) Bar und ein Ratshaus. Wenn man sich am Rathaus aufhielt, könnte man dort kostenloses WLAN benutzen. Was die "Einheimischen" auch machten. Eigentlich nich schlecht, um den Dorfplatz am Rathaus wieder mit Leben zu füllen. Zurück am frühen Abend in der Herberge gab es die oben genannte Paella. Ich ging zu Bett und las noch etwas.

    Heute morgen kann ich sagen, dass ich wie immer geschlafen habe. Den Schlafsack habe ich bisher nur zweimal benutzt, da es in den meisten Herbergen auch Decken gab. Die meisten Pilger benutzten jedoch ihre Schlafsäcke. Und so reichten manchmal auch die spärlich vorhandenen Decken aus. Bereits um 05:30 Uhr machte sich der erste Pilger bereit. Das war nicht ich, sondern der asiatisch aussehende Mensch. Danach ein älteres Spanier. Gegen 06:30 Uhr stand ich auf, machte mich fertig und ging los. Es war ziemlich kühl draußen. Laut Anzeige 6 Grad. Das deutet mir auch der vor mir gehende ältere Spanier an und zog sich seine Pudelmütze über. Insgesamt kenne ich von ihn 4 verschiedene Arten der Kopfbedeckung. Ob das dein Fetisch ist? Zuerst ging ich zum kostenlosen WLAN am Rathaus, um Nachrichten um emails zu checken. Dann ging ich zurück auf den Weg, welcher ein Stück im Dunkeln auf der Straße lang führte. Der ältere Spanier war weg. Sonst hätte ich seine Stirnlampe gesehen. Nachdem man nach kurzer Zeit von der Landstraße auf eine Schotterpiste gewechselt ist, folgte man dieser wirklich schnurgeraden Piste ca. 45 Minuten. Es war wirklich richtig kalt. Ich überlegte mehrmals, ob ich nicht mein dickeres Sweatshirt anziehen sollte. Aber ich ging stattdessen etwas schneller und so ging es einigermaßen. Der liegen dämmerte und ließ eine große weite Weidenlandschaft erkennen. In der Ferne die nun zurück liegenden schneebedeckten Berge. Zweimal musste über eine jeweils kleine Brücke ein Bach überquert werden. Erneut zunächst auf einer Landstraße, welche sich durch die hügelige Landschaft Bergauf schlängelte. Vor mir sah ich dann einen Pilger. Die Sonne schien bereits gut und es war längst nicht mehr so kühl. Erst dachte ich, dass es sich um den älteren Spanier handelte. Aber es war der asiatisch aussehende Mensch. Beim Überholen grüßte hoch in und bestätigte, dass er auf den richtigen Weg sei. Er lächelte. Dann fragte ich ihn "Where do you come?" Und er antwortete "from the last village". Ich musste lachen und dann er auch. "Japan" kam er her. Dann wünschten wir uns ein "Buen camino" und ich ging weiter. Er wollte unbedingt noch in eine Bar. Dem Feldweg bergan und bergab folgend, erreichte ich den Ort Valverde de Valdelacasa. Dort gab es zwar eine Bar, aber die hatte geschlossen. Schade für den Japaner dachte ich und durchquerte den Ort. Nach dem ich den Ort erneut auf eine Landstraße verlassen hatte, bog die Via nun in eine Schotterpiste ein. Der Weg führte bergauf und erreichte am Scheitel immerhin laut Wanderführer 995m. Belohnung war ein herrlicher Rundblick in die weite grüne Landschaft. Dann hin es leicht bergab und man sah schon das heutige Ziel Fuenterroble de Salvatierra. In diesem Ort soll es eine "Kultherberge" geben und in dieser wollte ich bleiben und mich für morgen und die weiteren Tage stärken. Es ging etwas an der Straße entlang und ich erreichte den Ort. Zuerst wollte ich meine verbrauchten Reserven auffüllen. Denn die Erfahrung über die Feiertage zeigte, dass es nicht so leicht an Lebensmittel zu kommen ist. Zwar gibt es überall mindestens eine Bar oder man kann in den Herbergen etwas essen. Aber wenn man durch seine Lebensweise etwas eingeschränkt ist, wird das schwieriger. Ich erreichte den kleinen und was soll ich sagen, er hatte wegen Feiertage zu. Und das obwohl Ostermontag in Spanien kein Feiertag war. Aber es kam mir eine ältere Dame entgegen, die ebenfalls etwas aus dem Laden wollte. Sie erzählte mir etwas, ging um das Haus und klingelte dort. Dann kam sie zurück und erzählte mir wieder etwas. Plötzlich öffnete der Laden. Ich kaufte Brot, Bananen, Äpfel, Kekse und ein Glas weiße Bohnen. Das ist das wichtigste für zwei Tage und dann bin ich in Salamanca. Heute kann ich bestimmt irgendwo Patatas fritas essen. In der Kultherberge auf Spendenbasis, gibt es auch Abendbrot und Frühstück - ebenfalls in der Aspekte (Donativo) enthalten. Na dann mal auf zur KULTHERBERGE. Dann sah ich sie auch schon. Als ich sie sah dachte ich, das ist Kitsch. Zwei Männer saßen davon. Der eine spielte auf der Flöte ein mittelalterliches Lied und der andere trommelte auf dem Tisch dazu. Mui authentico. Ich gib rein und es Folgetag mir eine Dame meinen alters. Sie stellte sich als Besteice aus Flämen vor. Der eigentliche Hospitaliero sei gerade Besorgungen machen, aber sie könne mich auch aufnehmen und das Haus zeigen. Gesagt getan. Es soll sich um eine authentische Pilgerherberge sein. Auf mich wirkte sie etwas zu overdressed. Aber sie hatte WLAN - 😂😂😂

    Ich wusch meine Wäsche und richte meinen Schlafplatz. Mal sehen was der Tag noch so bringt.

    Und er brachte so einiges. Zunächst ein kleines Mittagsmahl von der Herberge. Dann Kaffee und selbstgebackenem Gebäck. Der Pastor war auch da - Don Bas. Wohl eine Koryphäe auf der Via de la Plata und er habe es sogar geschafft, die Dorfgemeinschaft wieder zu vereinen und sich der Pilgerschaft zu öffnen. Gegen 17:00 Uhr war dann Messe und wir würden freundlich eingeladen daran teilzunehmen. Die Kirche war echt gut besucht und alle standen fotografierend beim Altartisch. Ich wollte sehen was dort von Interesse war. Es waren sehr große Körbe mit Hühnereiern UBS auf dem Tisch standen drei große Torten. Das Ei als Sinnbild der Fruchtbarkeit und Aussaat mit guter Ernte. Dann gab es zunächst mächtig viel Weihrauch und das war wohl unbeabsichtigt. Dann sie Ansprache und das Gebet. Dann würden plötzlich alle Pilger zum Altartisch gebeten und mussten sich dahinter aufstellen. Wir mussten alle unsere Namen laut sagen. Dann sprach der Pastor wieder, segnete uns und die Dorfgemeinde klatschte tosenden Beifall. Dann war die Messe beendet. Die Anwesenden öffneten eine Gasse und wir Pilger gingen nach draußen. Jetzt würden die (gekochten) Eier verteilt. Selbstverständlich zu einem gewissen Obolus, der in der Kirche abgegeben wurde. Wir gingen zur Herberge zurück und als ich später noch einmal zum Supermarkt ( der wieder geschlossen war) gegangen bin, lagen überall auf der Straße kaputte Eier herum. Die streunenden Katzen im Dorf freuten sich. Hunde habe ich bisher keine gesehen, auch die hätten bestimmt ihre Freude daran.

    Um 20:00 Uhr gab es gemeinschaftliches Abendessen. Es gab Salat, Spaghetti, als Nachspeise Orangen und Rotwein. Für mich haben sie eine spezielle Vegane Soße aus frischen Zutaten gemacht. Vielen Dank - ich war sehr gerührt. Wir alle stellten uns in der Gruppe auf englisch vor und einige übersetzten in spanisch. Eine Slowenin ist bereits das 7. mal auf einem Camino unterwegs und der ältere Spanier mit dem schwer auszusprechenden Vornamen (irgendwas mit E) sogar der 9. Camino. Es kam eine wirklich schöne Stimmung auf. Das hätte ich so nicht gedacht. Und es wird bei mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

    Fazit des Tages: Je kühler der Morgen, so heimeliger der Abend
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Fuenterroble de Salvatierra

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