Staunend reisen mit Edith
Wir sind Reisende. Nachdem wir bis vor ein paar Jahren die Welt bereist und erwandert haben, wollen wir jetzt unseren Reisefokus auf Europa von Ost nach West und von Nord nach Süd legen. Balù, unser Wohnmobil, begleitet uns dabei. Читать далее🇦🇹Innsbruck
  • Wanderung bei strahlendem Himmel

    12 сентября 2024 г., Франция ⋅ ⛅ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 57 km
    Kalt war's in der Früh, aber strahlend schön. Die Zeit der Sommerkleider scheint definitiv vorbei zu sein.
    Vom Campingplatz aus haben wir heute eine 15km lange Wanderung zunächst an der Loire und dann am Kanal der Loire gemacht. Viel Natur und kleine Dörfer mit wunderschönen Häusern, die offensichtlich von Leiten mit ausreichend Kohle bewohnt werden. Ja, hier befinden wir uns im sog. Speckgürtel von Orleans.
    Zurück am Campingplatz haben wir alles startklar gemacht und uns noch eine Rüge von der resoluten Verwalterin eingehandelt, weil wir zu spät dran waren, d.h. wir hätten den Campingplatz schon um 12.00 verlassen müssen. 🤔
    Der Campingplatz ist übrigens ganz toll, super sauber und gut organisiert. Das Highlight für mich war bereits der Bäcker, der um halb neun in der Früh mit Gehupe daherkommt und in seinem Lieferwagen Baguettes, Croissants, pain raisins, Butter, Marmelade, Cafè und Orangensaft liefert. 💖💖💖
    Wir sind dann weitergefahren Richtung Chambord, wo wir auf der Strecke direkt an der Loire einen wunderschönen Übernachtungsplatz gefunden haben.
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  • Orleans

    11 сентября 2024 г., Франция ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 110 km
    Orleans war unser heutiges Ziel. Wieder durch viele kleine oder größere Dörfer.
    Auf einem kleinen Bauernmarkt in einem Dorf mit toller Boulangerie kauften wir verschiedene französische Käse, ein absolutes Gedicht.
    Endlich in Orleans angekommen, machten wir uns auf den Weg zu den interessantesten Orten in der Stadt. Aber echt: Orleans zehrt echt nur vom Mythos der Jeanne d'Arc, auch "die Jungfrau von Orleans" genannt.
    Ansonsten: Schöne Kathedrale, architektonisch sehr interessantes Museum der schönen Künste. Drinnen waren wir nicht, einfach weil wir keine Lust hatten.
    Die kleinen Gässchen und größeren Gassen geben weder architektonisch noch ästhetisch noch kulinarisch viel her. Fazit: Orleans kann man, soll man vielleicht sogar, wenn man gerade in der Gegend ist, muss man aber nicht extra besuchen.
    Wir haben uns dann relativ bald auf einen kommunalen Campingplatz in Cheçy ganz in der Nähe von Orleans begeben und uns noch einen gemütlichen Abend gemacht.
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  • Dijon nach Bourges und Mehun sur Yevre

    10 сентября 2024 г., Франция ⋅ ☁️ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 309 km
    Auf der Strecke von Dijon nach Bourges haben wir bewusst jegliche Autobahn vermieden, um erstens die burgundische Weingegend genießen zu können und zweitens fährt man immer wieder durch größere oder kleinere Ortschaften, wo es Boulangerien, Wochenmärkte und Ähnliches gibt, die alle Köstlichkeiten der Gegend bieten.
    Zunächst aber: Die längste Zeit absolut nichts von Weingegend. Weit und breit nichts als Mais- und Sonnenblumenfelder.
    Erst kurz vor Sancerre wird die Gegend wirklich zur Weingegend. Einen Abstecher nach Sancerre haben wir gemacht. Netter Ort, sehr touristisch, eine Runde durchspazieren genügt.
    Dann sind wir nach Bourges weitergefahren. Bourges ist der Hauptort der Region Berry
    Das Herz Frankreichs versteckt sich 200 Kilometer südlich von Paris: im Berry. Kennt ihr nicht? Das sanft gewellte Land ist die Heimat von George Sand, Hochburg des Sancerre-Weißweins, Kornkammer Frankreichs und noch kein bisschen von Hektik und Stress erfasst.

    Durch die Stadt gebummelt, die Kathedrale besichtigt. Es war Nachmittag, Richtung Abend. Wir wollten was essen. Irgendwo in einem Restaurant. Geht nicht. Essen gibt's erst ab 19.00 Uhr. Oje, wir sind ja in Frankreich und die Regeln sind streng. Also ab in den Balù und weiter zu unserem heutigen Stellplatz in Mehùn sur Yevre. Sind nur noch ein paar km. Wir essen viele tolle Sachen aus dem Kühlschrank.
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  • Dijon

    9 сентября 2024 г., Франция ⋅ ☁️ 19 °C

    Gefahrene Strecke: 268 km
    Von Colmar nach Dijon geht es auch fernab der Autobahn, also auf National- und kleinrangigeren Straßen ziemlich zügig dahin.
    Dijon, die Hauptstadt von Burgund/Bourgogne, ist vor allem wegen des Senfs bekannt, der hier produziert wird. Aber die Stadt hat noch viel mehr zu bieten.
    Wir sind gegen 14.00 Uhr in Dijon angekommen und haben uns dann gleich auf den Parkplatz gestellt, auf dem wir auch übernachten. Von da aus ist das Stadtzentrum zu Fuß in 20 Minuten zu erreichen.
    Sehr gut gemacht ist hier der "Rundgang der Eulen". Bronzene Bodenmarkierungen mit dem Zeichen der Eule weisen den Weg zu den sehenswertesten Stellen in der Stadt. Diese Markierungen führen zu 22 Sehhenswürdigkeiten: Von der Kathedrale über das Rathaus bis zu den Markthallen. So kann man ohne aufwändige Führung in relativ kurzer Zeit einen guten Ersteindruck der Stadt bekommen. Mehr wollten und brauchten wir auch nicht, weil eigentlich sind wir auf der Anreise über das Loire Tal in die Bretagne und Normandie.
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  • 1. Stopp: Colmar

    8 сентября 2024 г., Франция ⋅ ☁️ 20 °C

    Gefahrene Strecke: 492 km

    So, Leute: Wir sind jetzt tatsächlich und endlich wieder on tour. Diesmal hat sich die Abreise verzögert (normal wären wir schon seit einer Woche unterwegs). Das ist der Nationalratswahl in Österreich geschuldet, die am 28.9. stattfindet, für die es erst seit ein paar Tagen Wahlkarten gibt. Nun aber alles ok und heute Früh konnten wir los. Wahnsinn: Wir sind schon um 6.30 zu Hause losgefahren, über den Fernpass, Memmingen, Ravensburg, Freiburg im Breisgau....und jetzt sind wir in Colmar. Interessante Strecke: Da fährt man Kilometer um Kilometer durch ebenes deutsches Land und plötzlich führt eine kurvenreiche Passstraße bergab. Das Tal heißt Höllental. Genau auf dieser Strecke hat uns auch wirklich starker Regen erwischt. Ungewohnt nach diesem Sommer, aber nur kurz.
    Gegen 15.30 kamen wir hier an und stehen auf einem kleinen Parkplatz neben einer Schule, fußläufig 20 Minuten bis in die Altstadt und nach petite venise.
    Die Stadt Colmar im Elsass ist touristisch immer noch stark besucht. Wir kennen die Stadt, daher nur Kurzbesuch und feines Abendessen.
    Hier regnet es, soll aber besser werden.
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  • Heimreise in 4 Etappen

    28 июня 2024 г., Австрия ⋅ ⛅ 29 °C

    1. Etappe: Pils Rundale - Ostrow Mazowiecka 515 km

    Heute einfach km zurückgelegt. Wir sind im Süden Lettlands gestartet, durch Litauen durchgefahren und haben in Polen an einem Badefluss übernachtet

    2.Etappe: Ostrow Mazowiecka-Breslau 466km
    Heute weiter nach Breslau. Nichts besuchen, nichts besichtigen, weil wir Breslau schon kennen und nach Hause wollen. Übernachtet haben wir an einem Fischerteich, wo reges Fischertreiben herrschte.

    3. Etappe: Breslau - Freiberg 292 km
    Heute war die Strecke kürzer, weil wir in Freiberg unsere Freunde Marion und Rolf besuchten und nicht übermüdet ankommen wollten. In Freiberg gibt es beim Johannisbad einen Stellplatz, der alles kann. Kostet 15€ und man kann die Dusche im Hallenbad nutzen.
    Mit Marion und Rolf verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittag und einen feinen gemeinsamen Abend mit gutem Essen im Ratskeller in Freiberg.

    4.Etappe: Freiberg- Innsbruck 601 km
    Bevor wir die heutige letzte Etappe antraten, gab es bei Marion und Rolf noch ein fürstliches Frühstück mit interessanten Gesprächen. Gegen 11 brachen wir dann auf, stürzten uns auf die Autobahn, aber erst, nachdem uns Google Maps auf eine Sightseeing-Tour über gefühlt sie Hälfte aller Dörfer in Sachsen führte. Die Fahrt war erstaunlich problemlos und entspannt und um 20.00 Uhr waren wir daheim.
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  • Pärnu (EST) nach Pils Rundale (LV)

    24 июня 2024 г., Латвия ⋅ ☁️ 22 °C

    Gefahrene Strecke: 285km
    Unser Balu ist ganz ernsthaft Richtung Süden gedreht. Jetzt gibt es noch einen Programmpunkt, das ist der Besuch von Schloss Rundale südlich von Riga. Dann ist der "offizielle" Teil unserer Reise beendet. Alles Weitere ist Heimfahrt.
    Pils Rundale haben wir uns absichtlich bis zum Schluss aufgespart, um einen krönenden Abschluss für unsere Reise zu haben.
    Das Schloss Rundale ist wohl das schönste und prächtigste Barockschloss des Baltikums und wird auch das Versailles des Baltikums genannt, was aber, trotz der Imposanz von Rundale, für Versailles nicht schmeichelhaft ist.
    Ein Besuch auf Rundale aber lohnt sich auf jeden Fall. Neben dem beeindruckenden Schloss ist vor allem auch die französische Gartenanlage ein absolutes Muss.

    Wir haben ganz problemlos Tickets für Garten und Schloss vor Ort bekommen, auch wenn viele Reiseführer empfehlen, Online Tickets zu kaufen. Kann man machen, ist bequem, aber nicht notwendig.
    Nach einer ausführlichen Besichtigung des Schlosses und des Parks - von beidem waren wir wirklich begeistert- sind wir noch 20 km weitergefahren an einen Fluss, wo wir heute übernachten.
    Ab morgen sind wir auf der Heimreise.
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  • Hiiumaa und Saaremaa

    21 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☀️ 14 °C

    Gefahrene Strecke insgesamt: 435 km, ohne Fähre
    Am 20. Juni sind wir von Tallinn aus auf die Inseln gefahren. Wenn die Esten von "den Inseln" sprechen, meinen sie immer Hiiumaa und vor allem Saaremaa. Die Inseln liegen ganz im Westen von Estland in der Ostsee.
    Mit der Fähre von Rohuküla auf dem Festland nach Heltermaa auf der Insel Hiiumaa kommt man ganz problemlos. Die Fähre geht ca. alle 1,5 Stunden, zum Ticket kommt man ganz einfach wie zur Maut auf italienischen Autobahnen. Die Fahrt mit der Fähre dauert ca. 1,5 Stunden.
    Hiiuma ist klein und hat außer viel Natur nicht viel zu bieten. Für den ersten Tag und die erste Nacht haben wir einen wunderbaren Platz am Meer gefunden. Es ist zufällig Sommersonnenwende und die Sonne will gar nicht untergehen. Und kaum ist die Sonne weg, taucht der Vollmond auf. Dunkel wird es sowieso nicht. Wir wollten ja eigentlich noch tollen Strandurlaub machen Allerdings ist es für gemütliches Am-Strand-Sein zu kühl. Trotzdem genießen wir den tollen Platz am Meer.
    Am nächsten Tag wollten wir mit der Fähre nach Saaremaa weiter, die fährt allerdings nur 3 mal am Tag. 8.15 Uhr ( zu früh), 11.15 ( übersehen), 18.15 ( zu spät).
    Ok,bleiben wir also bis zum nächsten Tag und fahren dann gleich um 8.15 Uhr auf die andere Insel.
    Man muss wissen, dass Personal hier Mangelware ist und dass sowohl Informationen zur Fähre als auch Tickets ausschließlich digital zu bekommen sind. Tickets kann man allerdings auch am Ticketschalter im Fährenbüro bekommen, muss man aber selber machen. Da gibt's keine Menschenseele.
    Gestern Früh also mit der Fähre nach Saaremaa.
    Dort fuhren wir zunächst in den Norden nach Panga wo es eine beeindruckende Steilküste gibt, die einzige hier im dieser Gegend. Dort begegnet uns Paar in unserem Alter aus Bad Goisern, mit denen wir uns sehr lange, sehr nett unterhalten. Nachdem wir eine Küstenwanderung gemacht haben und das Wetter wenig sommerlich ist, beschließen wir in den Hauptort der Insel, nach Kuressare, zu fahren. Das war die allerbeste Entscheidung. Kuressare ist ganz sicher die sympathischste Kleinstadt im ganzen Baltikum. 18.000 EinwohnerInnen, viele nette Häuser, schöner zentraler Platz, Cafés, Restaurants, Bars, fröhliche, freundliche Menschen.
    Ich muss hier unbedingt das Restaurant "La Perla" empfehlen. Selten so gut in so nettem Ambiente gegessen. Und das Personal ist extrem freundlich und aufmerksam.
    Übernachtet haben wir auf einem ganz feinen Parkplatz eigentlich mitten in der Stadt.
    Heute wollten wir noch hierbleiben und die Partys zum Johannisfest mitmachen. Das ist hier der größte Feiertag und ganz viele Häuser sind mit estnischen Fahnen beflaggt.
    Wir besuchen am Vormittag die Ahrensburg, eine wirklich schöne Ordensburg. Danach schauen wir uns das Festgelände an, an dem die Party steigen soll. Der Tag ist regnerisch, also wird wohl kein Fest stattfinden. So fahren wir dann am Nachmittag weiter wieder aufs Festland nach Pärnu. Dort besuchen wir zuerst die Tankstelle, auf der man ver- und entsorgen und super duschen kann. Dann in die Stadt, die wir schon kennen und wo wir auch unseren Übernachtungsplatz kennen. Stadtbummel, Abendessen in der Stadt, keine Mittsommerparty..
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  • Tallinn

    19 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 15 °C

    Gestern sind wir also bis Tallinn gefahren, d.h. auf einen Campingplatz ca. 20 km südwestlich von Tallinn. Zuvor war es uns sogar gelungen, bei einem autorisierten Gashändler unsere Gasflasche aufzufüllen.
    Am Campingplatz hieß es dann mal Ordnung machen, Wäsche waschen, umfassende Körperpflege usw.
    Heute dann mit dem Zug nach Tallinn. Vom Campingplatz geht's 5 Minuten zu Fuß zum Bahnhof und dann 25 Minuten mit dem Zug nach Tallinn.
    Leider ist heute wirklich ein Regentag und das genussvolle Durch-die-Stadt-Streifen ist nicht. Eher die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern und von Cafè zu Restaurant zu Café. Schade, dass sich diese schöne Stadt ganz unverschuldet so unvorteilhaft präsentiert.

    Trotzdem will ich sie hier zu Ehren kommen lassen.
    Die Hauptstadt Estlands mit ihren knapp 430.000 EinwohnerInnen ist sehr kompakt und bei gutem Wetter wäre es sicher super, die Stadt ausführlich zu Fuß zu durchstreifen.
    Die Stadt liegt direkt am Meer, am finnischen Meeresbusen. Am Hafen legen Fähren aus Schweden und Finnland an und natürlich auch die unsäglichen Kreuzfahrtschiffe, die ihre Gäste über die Stadt ergießen. Dann wird es voll im Tallinn.
    Die Stadt besteht aus Domberg und Altstadt, die früher zwei getrennte Städte waren und dem modernen Teil, von dem das Rotermann-Viertel besonders empfehlenswert ist.
    Wir waren zunächst am Domberg, von wo aus man einen schönen Blick auf die Altstadt hat. Dort besuchten wir den Dom und besichtigten von außen die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale.
    Besonders beeindruckend ist der Kanonenturm Kiek in de Kök, vor allem weil es hier in die Bastionstunnels unter dem Domberg geht, die im 2. Weltkrieg vor allem als Luftschutzkeller dienten, in der Sowjetzeit als Versteck für "Staatsfeinde" und mittlerweile so manchem Obdachlosen ein Dach überm Kopf bieten. Für TouristInnen sind diese Tunnels täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Zahl der BesucherInnen ist aber auf jeweils 20 begrenzt.
    Sehenswert ist auch das alte Rathaus und der Rathausplatz mit vielen Bars und Restaurant. Dort befindet sich auch die älteste noch aktive Apotheke der Welt aus dem Jahr 1422.
    Wir haben uns dann auch noch in das hochattraktive moderne Rotermann-Viertel begeben und den Aussichtsturm mit 258 Stufen der Olaikirche bestiegen.
    Dann aber hatte ich wetterbedingt echt die Schnauze voll. Wir kehrten noch in einem netten Lokal zum Abendessen ein und fuhren um 18.30 mit dem Zug wieder hierher zum Campingplatz.
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  • Noch ein paar Eindrücke aus dem Lahemaa

    17 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 18 °C
  • 3 Tage im Lahemaa Nationalpark

    15 июня 2024 г., Эстония ⋅ ⛅ 17 °C

    Gefahrene Strecke insgesamt: 161 km
    Am Samstag sind wir vom Campingplatz aus immer an der Nordküste Richtung Tallinn gefahren.
    Bevor wir in den Lahemaa Nationalpark kamen, machten wir noch kurz Halt beim Valaste Wasserfall. War Zufall, da wir auf dieser relativ dünn besiedelten Strecke ein Cafè suchten. Vom Wasserfall wussten wir gar nichts. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit 26 m ist der Valaste Wasserfall der höchste Wasserfall Estlands. 357 Stufen führen vom Parkplatz am Wasserfall hinunter an den Strand. Auf jeden Fall ein empfehlenswerter Kurzstopp.
    Ein weiterer empfehlenswerter Kurzstopp auf der Küstenstraße ist der Gutshof Saka, einer der vielen Gutshöfe in dieser Gegend, die zum Teil restauriert, zum Teil verfallen sind. Saka ist der einzige dieser Gutshöfe, der komplett wieder aufgebaut wurde.
    Dann aber erreichten wir wirklich den Lahemaa Nationalpark. Dieser liegt im Norden Estlands am finnischen Meeresbusen. Wir übernachteten wir auf einem Waldparkplatz am Meer.
    Hierher kamen auch ein paar einheimische Familien zum Grillen und zum hier Übernachten. Es ist die Zeit der weißen Nächte, d.h. es wird hier nicht mehr richtig dunkel.
    Heute z.B. Sonnenaufgang um 3.50 Uhr, gestern Abend Sonnenuntergang um 22.48. Dazwischen ist es mehr oder weniger dämmrig.
    Die Esten genießen die weißen Nächte mit Singen und Feiern, aber vor allem mir Grillen.

    Gestern und heute fuhren und gingen wir durch den Nationalpark. Gestern umrundeten wir zu Fuß die Halbinsel Käsmu und besuchten dort am Abend ein lässiges Freiluftkonzert. Quasi mitten im Dorf fanden wir auch einen Übernachtungsplatz.
    Heute übernachten wir auf der Halbinsel Pärispea am nördlichsten Punkt Estlands.

    Der Nationalpark, zu dem neben diesen Halbinseln viele kleine Dörfer gehören, ist wunderschön und gehört auch zu den Highlights dieser Reise
    Morgen geht's nach Tallinn.
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  • Haarscharf an der russischen Grenze

    14 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 169 km
    Von unserem Übernachtungsplatz sind wir weiter nach Vasknarva gefahren. Die Straße dorthin ist mittlerweile asphaltiert und relativ gut ausgebaut, obwohl kaum Verkehr herrscht. Hier sind wir in einer der gottverlassensten Gegenden von Estland. Dennoch stehen überall im Wald Sommerhäuser, die derzeit auch recht belebt erscheinen.
    Vasknarva liegt direkt an der russischen Grenze auf der linken Seite des Grenzflusses Narva. Die ca. 50 Einwohner*innen des Dorfes sind erstens nahezu alle alt und zweitens zu 100% russisch. Dennoch hat der Ort auf uns sehr angenehm gewirkt, überhaupt nicht so desolat, wie die üblichen Grenzorte auf der ganzen Welt.
    Weiter ging es dann immer ganz nahe an der russischen Grenze nach Narva. Narva ist die Grenzstadt zu Russland und für mich entsprechend beeindruckend wie beklemmend. Die Stadt hat 53.000 EinwohnerInnen. Ihre Zahl ist stark und schnell rückläufig. 80% der BewohnerInnen von Narva sind russischstämmig und haben als Muttersprache russisch. Hier ist man direkt mit der russischen Grenze konfrontiert, mit Stacheldrahtzaun, Grenzbrücke und endlos langen Kolonnen von Menschen, die an der Grenze auf die Ausreise nach Russland warten. Dieser kleine Grenzverkehr zu Fuß ist erlaubt für Menschen mit dem sog. grauen Pass. Das sind RussInnen, die in Estland leben, aber weder die russische noch die estnische Staatsbürgerschaft haben, also eigentlich staatenlos sind. Der graue Pass berechtigt sie zur visafreien Einreise nach Russland, aber auch in andere Länder der EU. Die estnische Staatsbürgerschaft bekommen sie nicht, weil diese eng an die Beherrschung der estnischen Sprache gebunden ist.
    Direkt auf dem zentralen Platz der Stadt befinden sich die Grenzkontrollpunkte. Zu Sowjetzeiten waren Narva und Iwangorod auf der russischen Seite Zwillingsstädte. Der Fluss Narva trennt die beiden Städte, die zwei Länder und die EU und Russland.
    Warum aber wollen die Leute hier überhaupt nach Russland? Ganz einfach: Zum Einkaufen. Auf der anderen Seite der Narva ist einfach alles billiger. In Narva ist die Arbeitslosigkeit hoch und das Leben teuer.

    Was hat Narva zu bieten? Die Hermannsfeste, eine beeindruckende Burg direkt an der Narva. Gegenüber liegt auf russischer Seite die nicht minder beeindruckende Festung Iwanograd.
    Am Fluss gibt es einen schönen Park, auch das Rathaus von Narva ist beeindruckend. Und Plattenbauten über Plattenbauten.
    Ich verlasse die Stadt jedenfalls mi einem beklemmende Gefühl Ich bin wirklich froh, wieder abreisen zu können.

    Wir fahren dann von Narva noch 40km westwärts immer an der Küste entlang nach Pühajöe auf einen Campingplatz. Hier am finnischen Meeresbusen heißt die Ostsee übrigens "Westmeer".
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  • Am Peipus-See bis fast nach Russland

    13 июня 2024 г., Эстония ⋅ ⛅ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 95 km
    Heute sind wir bis ans Nordufer des Peipsi-Sees gefahren.
    Wir besuchten Kallaste mit der roten Steilküste,
    Kasäpää mit einer interessanten Seebühne, Mustvee, das auch ein Museum der Altgläubigen hat -war aber geschlossen und eine schöne orthodoxe Kirche. Sonst gibt's nichts, nichtmal ein Cafè.
    Wir fuhren dann an das Nordufer des Sees, also direkt Richtung Russland, wo wir bei Kauksi auf einem RMK Platz übernachten.
    RMK-Plätze gehören der estnische Forstverwaltung. Es gibt dort meistens Bänke und Tische, ein Plumpsklo, eine oder mehrere Grillstellen und genügend Platz für ein bis mehrere Wohnmobile zum Übernachten. Der Vorteil dieser Plätze ist, dass sie immer super gelegen sind. Der Nachteil zu dieser Jahreszeit: Mitten im Wald, in der Nähe von Wasser gelegen, bedeutet Mücken, Mücken, Mücken
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  • Am Peipus-See

    12 июня 2024 г., Эстония ⋅ ⛅ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 81 km
    Wenn man die Strecke von Tartu in den Norden an die Küste fährt, empfiehlt es sich, am Peipus-See, die Esten nennen ihn liebevoll "Peipsi", entlang zu fahren.
    Der Peipsi ist ein riesiger See (sieben Mal so groß wie der Bodensee) . Mittendurch führt die estnisch-russische Grenze.
    Eine Strecke von etwa 30 km nennt sich "Zwiebelroute" "Sibulatee". Hier gibt es kleine Dörfer mit einladenden Holzhäusern und zu jedem Holzhaus gehört ein kleiner Zwiebelgarten, daher der Name. Im Grunde aber ist die Zwiebelstraße jene Gegend, in der sich die Altgläubigen angesiedelt haben und ihre Gemeinsamkeiten und ihre Traditionen bis heute pflegen.
    Die estnischen Altgläubigen sind ausnahmslos in priesterlosen Gemeinden organisiert mit einem Gemeindevorsteher an der Spitze. Die Gotteshäuser der Altgläubigen werden Bethäuser genannt.
    An der Zwiebelroute reihen sie sich mit Kasepää beginnend über Kolkja, Alatskivi, Nina, Kallaste, Kukita und Raja Richtung Norden bis nach Mustvee die Dörfer der Algläubigen auf. Wichtigster Ort und Zentrum der Altgläubigen am Peipussee ist Kolkja. Dort informiert das 1998 eröffnete Museum der Altgläubigen über Leben, Glauben, Traditionen und Kultur der Altgläubigen. Sehr anschaulich haben wir dort alles über die Glaubens- und Lebenswelt der Altgläubigen erfahren. Wir haben das Museum besucht und waren angenehm überrascht. Sehr abwechslungsreich gestaltet und äußerst informativ. Den Begriff der "Altgläubigen" haben wir hier zum ersten Mal gehört und äußerst kompakt alle notwendigen Infos bekommen

    Schon beim Durchfahren ist uns die Andersartigkeit dieser Dörfer aufgefallen, denn die Altgläubigen bauten ihre Dörfer als Straßendörfer, in einer kilometerlangen Aufreihung der hölzernen, eingeschossigen Häuser mit den bunten Vorgärten voller Blumen an der einzigen Straße. So sind einige dieser Dörfer mehr als zehn Kilometer lang.
    Hier ist absolut gar nichts los. Es einfach nur wunderschön und entspannend.

    Wir haben heute das Museum in Kolkja besucht, den Ort besichtigt, sind dann nach Alatskivi gefahren, wo wir das Schloss besichtigt haben (muss man nicht) und stehen jetzt auf einem Picknickplatz am Strand des Peipsi bei Nina. Hier übernachten wir.
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  • Tartu, Kulturhauptstadt 2024

    11 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 20 °C

    Tartu ist mit knapp 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Estlands. Sie liegt im ländlich geprägten Südosten des Landes und wird von Kennern gerne als das geistige Zentrum Estlands bezeichnet. Ein Titel, der passender nicht sein könnte.

    Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Tartu wird als Hochschulstandort schon seit Jahrhunderten weit über die Grenzen Estlands geschätzt. Die klassizistischen Lehrgebäude der Altstadt verkörpern traditionell den akademischen Geist der Stadt und gelten zu Recht als überregionale Wahrzeichen einer erfolgreichen Lehr- und Forschungsgeschichte.

    Doch auch sonst hat die am Fluss Embach (Emajõgi) gelegene Stadt ihren Besuchern viel zu bieten. Neben modernen Ladenpassagen sorgen Kneipen, Bistros und teils ausgezeichnete Restaurants für entspannte Atmosphäre.

    Wir haben gestern in der Touristeninfo von Tartu einen Plan bekommen "Tartu zu Fuß". Sehr interessant, sehr praktisch, mit allem, was es in Tartu zu sehen gibt, in eine Walkingrunde eingebaut. Angefangen haben wir bei unserem Übernachtungsplatz: Der offene Markt, die Markthalle, das alte Rathaus, die Uni, diverse Denkmäler, der Domhügel mit der Ruine der Domkirche und der Aussichtswarte, die Johanniskirche, der botanische Garten die angeblich tollste Bäckerei in Tartu.
    Das größte Highlight aber war für mich ganz sicher das estnische Nationalmuseum etwas außerhalb des Stadt.
    Wenn es einen Preis für den originellsten Standort eines Nationalmuseums gäbe, er müsste an die Esten gehen. Denn der 2016 eröffnete Neubau des estnischen Nationalmuseums, des «Eesti Rahva Muuseum», befindet sich in der ehemaligen Militär-Sperrzone von Tartu, einen Katzensprung von der heutigen Grenze Estlands zu Russland entfernt. Damit nicht genug: Das in seiner reduzierten Schlichtheit überaus elegant und ein wenig futuristisch anmutende Gebäude des japanischen Architekten Tsuyoshi Tane scheint sich aus der ehemaligen Startbahn des einstigen Militärflughafens Raadi herauszustülpen. Als wenn dieser plötzlich sein vorher verborgenes Innenleben offenbaren würde. Mehr Symbolik geht fast nicht. Die einstige Startbahn der verhassten Besatzer, zudem die grösste im Baltikum, ist nun der Ort, an dem das kleine baltische Land seine Geschichte und seinen historischen Neustart ab 1991 dokumentiert.

    Die Ausstellung im Museum ist einfach ein Hammer. Ich hab nämlich zunächst gedacht: ,O je, Nationalmuseum! Schwere Kost.' Aber die Aufbereitung der Geschichte Estlands ist so faszinierend über diverse Installationen dargestellt, dass es mir schwer gefallen ist, das Museum wieder rechtzeitig zu verlassen.
    Auf dem Nachhauseweg sind wir dann noch in einem schönen, edlen Restaurant am Fluss mit Dachterrasse eingekehrt, haben eine Kleinigkeit gegessen und so einen sehr bereichernden, aber auch sehr anstrengenden Tag ausklingen lassen.

    Noch ein paar Worte zu Tartu 2024: Als Schriftzug überall in der Stadt sichtbar, wirklich sehr gut vorbereitet, aber unserer Meinung nach relativ schlecht kuratiert. Schlechtes, desinteressiertes Personal an den strategisch wichtigen Punkten, kaum Informationen zum Thema Europäische Kulturhauptstadt, und wenn, dann nur auf Estnisch und finnisch. In der Umsetzung ist noch viel Luft nach oben.
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  • Von Viljandi nach Tartu

    10 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 17 °C

    Gefahrene Strecke: 91 km
    Heute mussten wir unbedingt Viljandi nochmal genauer anschauen. Das Wetter ist gut und so können wir trockenen Fußes das Städtchen genießen, das ein Hotspot der Kreativ- und Kulturszene sein soll. Von der UNESCO hat die Stadt die Auszeichnung "Kreativstadt" erhalten.

    Über Viljandi thront eine beeindruckende Burgruine, die einst dem livischen Orden gehörte und heute zwar wirklich eine Ruine ist, aber als ganz tolle Kulisse für diverse Kulturveranstaltungen dient.
    Von der Burgruine, die heute übrigens von unzähligen Schulklassen bevölkert war, hat man einen fantastischen Ausblick auf den malerischen Viljandi-See, am dessen Ufer wir ja die heutige Nacht verbracht haben.
    Am frühen Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Tartu, der Europäischen Kulturhauptstadt 2024.
    Direkt bei Markt haben wir einen Übernachtungsplatz gefunden, gerade mal 5 Minuten zu Fuß in die Altstadt. Heute beschnuppern wir die Stadt noch ein bisschen. In der Tourist-Informstion im Rathaus wollen wir wesentliche Infos zu Tartu im Allgemeinen und Tartu als Kulturhauptstadt im Besonderen. Die völlig desinteressiert Dame drückte uns eine Broschüre in die Hand, Tartu 2024 hat sie nicht einmal erwähnt, obwohl es aus diesem Grund genau heute Abend ein Sting-Konzert in der Stadt gegeben hätte, was wir natürlich erst durch eigene Recherche und viel zu spät erfuhren.
    Auf eigene Faust spazierten wir schon mal durch die ganze Altstadt und kamen ganz zufällig an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit vorbei. Am frühen Abend retteten wir uns vor dem Regen in ein Restaurant am Rathausplatz. Feiner Service, angenehmes Lokal, gute Küche.
    Morgen werden wir Tartu dann genauer erkunden.
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  • Vom Soomaa NP nach Viljandi

    9 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☁️ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 54 km

    Schade, aber bei Regenwetter ist's halt nicht lustig im Nationalpark. Nach längerer Überlegung beschließen wir, weiter nach Viljandi zu fahren, einer kleineren Stadt am östlichen Ende des Nationalparks. Das heißt, wir drehen die geplante Route um und fahren jetzt in den Osten des Landes und besuchen die Inseln im Westen von Estland auf der Rückreise. Vielleicht ist bis dahin wieder strahlendes Sommerwetter.
    Also fahren wir nach Viljandi, wo wir gegen 14.00 Uhr bei strömenden Regen ankommen und schon mitten in ein Straßenfest geraten, das wegen des Regens etwas desolat ist und eigentlich alle schon am Zusammenpacken sind. Wir setzen uns in ein gemütliches Cafè, essen eine Kleinigkeit und warten auf Sonnenschein, der auch bald kommt. Also brechen wir zu Fuß zur Bootsanlegestelle am Viljandi-See auf, weil wir schauen wollen, ob es dort mit dem Balù einen Übernachtungsplatz gibt. Gibt's.
    Leider ist der Sonnenschein wenig nachhaltig und auf dem nicht sehr langen Rückweg beginnt es heftigst zu schütten. Mein Regenmantel hält mich ziemlich trocken, Thomas wir ziemlich durchnässt. Trotz schlechten Wetters beschließen wir, hier zu bleiben.
    Morgen vormittag werden wir uns die Stadt noch ein bisschen ansehen und dann nach Tartu weiterfahren.

    Heute Abend ist es auch wieder strahlend schön geworden, sodass wir eine Wanderung um den See machen konnten.
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  • Im Soomaa Nationalpark

    8 июня 2024 г., Эстония ⋅ ⛅ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 67 km

    Heute muss ich vorausschicken, dass sich in der Zwischenzeit die Wetterbedingungen verschlechtert haben. Es regnet nämlich ziemlich stark täglich von 10 bis 15 Uhr, und am Abend ist's dann strahlend schön. Also muss das Tagesprogramm entsprechend angepasst werden.
    Wir fahren in der Früh in Pärnu weg, zuerst noch einkaufen zum Lidl und dann auf eine Tankstelle, die alles kann. Dort können wir entsorgen und Wasser tanken und sogar um 4€ ganz luxuriös duschen. Das alles ist notwendig, weil unser heutiges Ziel der Sooma-Nationalpark ist, wo es kein bisschen Infrastruktur, dafür aber schöne Übernachtungsplätze gibt.
    Unser erster Weg im Nationalpark führte uns zum Infocenter in Tipu. Es regnete gerade in Strömen und daher wollten wir uns im Infocenter ausreichend Zeit nehmen und genug Infos sammeln zum Wandern im Nationalpark. Die Frau im Infocenter hatte aber absolut keine Lust, uns mit Infos zu versorgen. Sie drückte uns ein paar mehr oder weniger hilfreiche Broschüren in die Hand und sagte: Hier sind alle Hikingtrails beschrieben und hier gibt es ein paar Telefonnummern von Leuten die Bootstouren anbieten. Aha! Also werden wir aus den Unterlagen selber was zusammenstellen.
    Soomaa, das sind riesige Hochmoore, ruhige Flüsse, Überflutungswiesen, Heideflächen, Kiefernwälder, Bruch- und Moorwälder. Im Frühjahr kommt es hier häufig zu Überschwemmungen, weil die Wassermassen aus Schmelzwasser und Regen nicht abfließen können. Diese Zeit der Überschwemmungen nennt sich die"fünfte Jahreszeit". Das Gebiet ist dann zum Großteil nur per Boot oder Kanu erkundbar, was mittlerweile touristisch hoch attraktiv ist. Jetzt ist diese fünfte Jahreszeit vorbei und ein Teil des Soomaa Naturparks ist zu Fuß, meist über Bohlenstege, gut begehbar. Es ist aber immer noch sehr feucht und die Mückenplage entsprechend.
    Wir machten gleich beim Infocenter eine Wanderung, den sog. Biberweg. Hier haben wir einen Eindruck über die Dichte dieses Urwaldes bekommen. Vom Weg abkommen ist weder aus Orientierungsgründen noch aus Überlebensgründen sinnvoll.
    Wir sind dann weitergefahren auf einen ruhigen Übernachtungsplatz mitten im Park. Da es wieder angefangen hat zu regnen, haben wir bis zum Abend gewartet und dann bei strahlendem Himmel noch eine wunderschöne Wanderung zu einem Aussichtsturm, durch das Hochmoor und durch den tiefen Wald gemacht, natürlich auf vorgegebenen Pfaden.
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  • Pärnu

    7 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute haben wir den Tag in Pärnu verbracht. In der Nacht hat es kräftig geschüttet und mit den sommerlichen Temperaturen scheint es vorerst vorbei zu sein. Nach dem Frühstück hat das Wetter einigermaßen gut ausgeschaut und wir brachen zu einer längeren Wanderung am Meer auf. Kaum waren wie am Strand ist ein Wolkenbruch auf uns niedergegangen. So schnell konnten wir gar nicht zurücklaufen, dass wir nicht bis auf die Unterwäsche klitschnass waren.
    Der Regen hörte dann auch bald auf und nachdem wir trockene Sachen angezogen hatten, kamen schon Ossi und Dorli daher, die wir noch aus unserer Burgenlandzeit kennen und von denen wir über Facebook wussten, dass sie auch gerade in der Gegend sind. Wir gingen zunächst auf das große Grillfest der Stadt. Dort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und sind dann gemeinsam zum Strand gewandert. Dort war wenig los, aber eine wunderschöne Stimmung.
    War ein ganz feiner Tag mit den beiden, die am späten Nachmittag Richtung Riga aufgebrochen sind.
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  • Ardievu Latvjia, tere Eesti

    6 июня 2024 г., Эстония ⋅ ☀️ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 178 km

    So, jetzt sind wir in Estland.
    Der heutige Tag hat aber noch in Lettland mit einem kleinen Desaster begonnen.
    Von dem wunderschönen Platz am See sind wir auf einer unbefestigten, aber doch gut befahrbaren Straße weggefahren, aber landeten dann auf einer Straßenbaustelle, auf der heftig gearbeitet wurde. Schon zweifelnd, ob wir überhaupt durchkommen, gab uns der Vorarbeiter ein Zeichen, wir können und sollen fahren Und prompt landeten wir im tiefen Straßenunterbau aus Sand. Nichts ging mehr.. Zum Glück war die Baustelle in Hochbetrieb und wir konnten unter Aufgebot aller vorhandenen menschlichen und maschinellen Ressourcen aus dem Dreck gezogen werden.
    Dann aber ging es gut weiter nach Dunte, wo ich unbedingt das Münchhausen-Museum sehen wollte. Einfach nur deswegen, weil ich wissen wollte, wie man aus der Geschichte des Lügenbarons ein Museum macht.
    Dass das nicht wirklich geht, haben wir an dem Museum gesehen. Es gibt ein schönes Freigelände mit Wanderwegen, ganz tollem Kinderspielplatz u.v.m. Aber das Museum selber muss man wirklich nicht besuchen.
    Das war auf der Hinreise also unsere letzte Station in Lettland. Wir fuhren dann weiter nach Pärnu in Estland.
    Auf einem ruhigen Parkplatz im Wohngebiet können wir stehen und auch über Nacht bleiben. Kurz haben wir noch Pärnu besichtigt.
    Pärnu ist eine ruhige, entspannte Kleinstadt mit ca. 40.000 Einwohner*innen. Die Stadt wird die Sommerhauptstadr Estlands genannt. Viele Parks, schöne Holzhäuser, ein wunderschöner Sandstrand, eine mit besten Lokalen ausgestattete Fußgängerzone. Alles entspannt, alles gemütlich.
    Aber heute herrscht am Fluss Pärnu reges Treiben, weil morgen und Samstag das große Stadtgrillfest mit 50.000 erwarteten Besucher*innen stattfindet. Da werden Stände aufgebaut, Musikanlagen installiert, Spielinseln errichtet usw.
    Wir geraten dann noch in ein nettes Lokal etwas abseits vom Treiben, wo wir uns mir Carlos, einem Spanier, den die Liebe hierher getrieben hat, wirklich lange unterhalten.
    War sehr interessant und lehrreich und die 40€ für 4 Achterl Wein betrachten wir als Bildungsgeld.
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  • Cesis, Ungurmuiza, toller Platz am See

    5 июня 2024 г., Латвия ⋅ ⛅ 23 °C

    Gefahrene Strecke: 49km
    Irgendwie schon fast schweren Herzens haben wir den Campingplatz verlassen, um unsere Reise fortzusetzen.
    Unbedingt wollten wir nochmal nach Cesis, um die Burg zu besichtigen und die Ausstellung Burning Consiens zu besichtigen.
    Die Burg ist absolut toll und sehenswert.
    Die Ausstellung, die äußerst interessant über die Okkupation Lettlands zwischen 1939 und 1957 berichten soll, ist leider geschlossen. Schade 🤔

    Also fuhren wir weiter nach Ungurmuiza.
    Das Landgut Ungurmuiža ist ein einzigartiges Ensemble der Holzarchitektur des 18.Jahrhunderts, in deren Mitte sich das einzige in  Lettland bis heute erhalten gebliebene Herrenhaus aus Holz im Barockstil erhebt.

    Das Herrenhaus hat im Jahr 1732 der Freiherr von Campenhausen als sein Familienhaus erbaut, und in Lettland gibt es keine anderen ähnlichen Holzhäuser, die so gut erhalten geblieben und deren Innenräume so reichlich mit Wandbemalungen geschmückt sind.
    Ja, ist wirklich sehenswert und beansprucht nicht mehr als eine Stunde.

    Danach fuhren wir nach Krimulda, wo wir an einem See mitten im Wald ei en wunderbaren Übernachtungsplatz fanden. Die Zufahrt ist zwar eine Herausforderung, aber es hat sich wirklich gelohnt.
    Ja, und heute haben wir unser erstes Bad im See genommen. Bei Sonnenuntergang in einem See mit wirklich angenehmen Temperaturen mitten in Lettland zu baden, das hat schon was. Hier kommen übrigens am Abend einige Menschen zum Baden her.
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  • Campingurlaub

    3 июня 2024 г., Латвия ⋅ ☁️ 22 °C

    Am Sonntag bin ich aufgewacht und war richtig mies drauf. Ich wollte auf diesem Platz nicht bleiben, wollte auch sonst nichts, fühlte mich so richtig urlaubsreif.
    Also steuerten wir kurzerhand den nächsten, in den höchsten Tönen gelobten Campingplatz an. Das war der Camping Apalkalns in Raizkums Sehr, sehr toller Platz, der alles hat, was dein Herz begehrt. See, Boots- und SUP Verleih, Bar, Pizzeria, Plattformen, zu denen man das Wohnmobil hinstellen kann und so den Wohnraum erweitern, Waschmaschine, Kinderspielplatz, Minigolfplatz, Beachvolleyball-Platz. Und herrlich ruhig. So machten wir also die letzten 3 Tage richtig Campingurlaub.
    Morgen fahren wir aber wirklich weiter.
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  • Freilichtmuseum Araisi und Cesis

    1 июня 2024 г., Латвия ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute haben wir noch eine kurze Wanderung gemacht zur Holzkirche von Araisi und dann fuhren wir zum Archäologischen Park Araisi, der im Gauja Nationalpark liegt. Es handelt sich um ein recht überschaubares Freilichtmuseum auf , das aus 3 Teilen besteht.
    Mädcheninsel mit den Rekonstruktionen von Siedlungen aus der Stein-, Bronze- und jüngeren Eisenzeit
    Inselsiedlung Āraiši mit einer lettgallischen Burg aus dem 9. – 10. Jahrhundert
    Ruine der Ordensburg Arrasch des livländischrn Ordens (14. – 17. Jahrhundert.)
    Die Besonderheit der Anlage ist die Konzentration von archäologischen Stätten von der Steinzeit bis zur Neuzeit über einen Zeitrahmen von ca. 10.000 Jahren auf einer relativ kleinen Fläche.
    Die Besichtigung dauert nicht lange und ist auf jeden Fall empfehlenswert.
    Wir fuhren dann weiter nach Cesis, eigentlich auf eine Stippvisite, weil die Stadt eine der schönsten Altstädte Lettlands haben soll.
    Die Stadt ist wirklich schön und in den Parks um die Burg ist viel los. Kinder und Jugendliche, die singen, tanzen, Theater spielen usw. Wie gehen durch die Stadt, trinken Cafè, bewundern die Altstadt und fahren dann weiter zum Campingplatz Zagarkalns, der direkt an der Gauja liegt. Aber irgendwie sind wir enttäuscht. Der Campingplatz hat so gar nichts Heimeliges, auch wenn die Lage genial ist. Heute Nacht bleiben wir wohl hier. Für eine Nacht geht's schon.
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  • Im Gauja NP: Burg Turaida und Araisi

    31 мая 2024 г., Латвия ⋅ ☁️ 26 °C

    Gefahrene Strecke: 23 km
    Von Sigulda sind wir heute zur Burg Turaida gefahren, die schon im Gauja Nationalpark liegt. Sehr beeindruckende, relativ neu rekonstruiert Burg. Bis Anfang 13. Jhdt. stand an dieser Stelle eine Holzburg des Livenführers Kaupo. Im Jahre 1214 wurde die Burg aus Backstein auf Anordnung des Rigaer Bischofs errichtet, die aber 500 Jahre später einem Brand zum Opfer fiel. Die Burg, die heute da steht, ist eine sehr gute Rekonstruktion mit einem gewaltigen Turm, von dem aus man den Gauja Nationalpark gut überblicken kann.

    Da stehst du mitten in Lettland im Innenhof einer Burg. Und plötzlich kommt eine Frau in deinem Alter auf dich zu und sagt: "Gell, du bist die Edith." Wilma, die ich erst nach zweimaligem Hinschauen wieder erkannt habe. Weil wir vor 50 Jahren zusammen die Schulbank gedrückt haben und uns seither nie mehr gesehen haben. Natürlich trat dann die Burgbesichtigung für kurze Zeit in den Hintergrund, weil es viel zu erzählen und viel "Weißt-Du-Noch" gab.

    Nach diesem sehr netten Erlebnis hielten wir uns noch eine zeitlang in der Burg auf, bestiegen den Turm und genossen die wirklich überwältigende Aussicht in den Nationalpark.
    Dann fuhren wir weiter Richtung Cesis, aber über eine unbefestigte Straße, weil wir da noch an ein paar interessanten Orten vorbeikamen. Wir überqueren den Fluss Amata, den die Letten als schnell und wild beschreiben, der aber im Vergleich zu unseren Gebirgsbächen äußerst harmlos ist.
    Kurz nach Ligatne führt eine kleine Straße zu den Kuku Kraces, an die Gauja und den zweitgrößten Stromschnellen Lettlands und zu einem der schönsten Plätze an der Gauja. Wir lassen das Auto am Straßenrand stehen und gehen zu Fuß an den Fluss, zu den Stromschnellen, die sich als kaum erwähnenswert erweisen, der Platz aber ist wirklich ganz besonders schön. Hier am Fluss gibt es sogar einen Sandstrand.
    Wir fahren dann weiter, kommen wieder an die Amata und zu den roten Felsen und zu einer Seilbrücke, die über den Fluss führt. Wegen der Felsen und der Seilbrücke kommen wir hierher. Hier gibt es auch ein Informationszentrum mit Café, wo wir einige Wandervorschläge und sonstige Unterlagen zum Nationalpark bekommen. Eigentlich wollten wir hier auf dem Parkplatz übernachten, aber noch während wir Felsen und Brücke erwandern, fallen Gruppen mit insgesamt mehreren Hundert Jugendlichen ein, die im Gelände Zelte aufschlagen, äußerst aktiv sind und gekommen sind, um zu bleiben. Wenigstens über Nacht. Also fahren wir weiter nach Araisi, wo es eine gut erhaltene, im holländischen Stil erbaute Windmühle gibt, auf deren Parkplatz wir übernachten.
    Hier ist übrigens auch die Hölle los. Jede Menge feiernder Familien treffen sich auf dem Grundstück hinter der Mühle, bringen Essen und Getränke mit und bauen eine Hüpfburg auf. Dennoch oder darum? ist es hier sehr fein.
    Eine junge Frau spricht uns an, wegen unseres Tiroler Kennzeichens. Sie ist russische Lettin namens Natalia, hat 3 Jahr in Tirol gelebt und ist seit 9 Monaten mit ihrer Familie (5! Kindern und deutschem Ehemann) wieder in Lettland und zwar einerseits aus steuerrechtlichen Gründen, andererseits, weil sie sich hier halt noch Grundstück kaufen und Haus bauen leisten können.
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  • Ethnografisches Freilichtmuseum

    30 мая 2024 г., Латвия ⋅ ☀️ 27 °C

    Gefahrene Strecke: 43 km
    Wir haben also am Parkplatz vom Freilichtmuseum Riga übernachtet.
    Das Museum öffnet um 10 Uhr und pünktlich waren wir zur Stelle.
    Auf einer Fläche von 83 ha zeigt das Museum mehr als 100 teils originale, teils rekonstruiert Gebäude lettischer Bauernkultur. Es handelt sich übrigens um eines der ältesten Freilichtmuseen in Europa. Seine Gründung geht aufs Jahr 1924 zurück. Drei Hozkirchen, ein Gasthaus, mehrere Windmühlen, ganze Bauernhöfe mit Brunnen und allem drum und dran, sogar ein ganzes Fischerdorf wurden aus allen Teilen Lettlands hierhergebracht. Die ältesten Häuser sind über 300 Jahre alt.
    Der Besuch dieses Museums lohnt sich auf jeden Fall, auch weil es so schön an einem großen See und doch mitten im Wald liegt und mit ganz viel Engagement und Liebe zum Detail gestaltet ist. So wird man z.B. in den Häusern von Frauen in der originalen Trachten der jeweiligen Gegend empfangen. Fragen stellen ging für uns aber nicht, weil keine der Frauen eine andere Sprache außer lettisch und/oder russisch spricht.
    Nach 3 Stunden hatten wir das meiste gesehen und beschlossen weiterzufahren in den Gauja Nationalpark.
    Heute fuhren wir bis Sigulda, einem Ort noch am Rande des Nationalparks, wo wir am Parkplatz der Seilbahn übernachteten, die von einer Talseite zur anderen führt und von der aus man auch bungee-jumpen kann, wenn man will. Ist allerdings eine pipifax Höhe zum Jumpen.
    Abendessen in einem Restaurant im Dorf. Zum ersten Mal die kalte Rote Rüben Suppe gekostet. Sehr köstlich.
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