• Maccu Picchu

    12 сентября 2025 г., Перу ⋅ ☁️ 18 °C

    Früh am Morgen rumpeln wir los, diesmal aus Ollantaytambo, wo der Zug Vistadome schon sehnsüchtig auf uns wartet . Nach der gestrigen Hotel-Verwechslung klappt heute alles wie am Schnürchen – fast schon verdächtig reibungslos.

    Die Fahrt durch das Urubamba-Tal ist ein Panorama-Kino erster Klasse: saftig grüne Hänge, schäumender Fluss, und wir mittendrin, mit großen Fenstern wie in einer fahrenden Aussichtskuppel. In Aguas Calientes wartet Liz bereits lächelnd, als hätte sie die ganze Nacht am Bahnsteig ausgeharrt.

    Dann der Kulturschock in Form einer Menschenschlange: gefühlt halb Peru steht mit uns an, um in den Bus nach Machu Picchu zu steigen. Die Fahrt selbst – Serpentinen, Abgründe, und ein Busfahrer mit Nerven wie Drahtseilen – ist schon ein Abenteuer für sich.

    Oben angekommen, endlich: Machu Picchu! Der berühmte Nebel lüftet sich wie ein Theater­vorhang, und die Ruinen der Inka liegen vor uns, majestätisch, mystisch – und ziemlich voll. 6500 Besucher dürfen täglich hinein, und heute scheinen sie alle gleichzeitig hier zu sein. Liz gibt uns eine ausführliche Erklärung, vom Sonnentempel bis zur Königsgruppe. Wir lauschen, staunen – und schnaufen, denn die Höhenluft fordert ihren Tribut.

    Am Abend kehren wir ins Dorf zurück, völlig erschöpft, aber mit diesem berühmten „Wow-Blick“ im Gesicht. Übernachtung in Aguas Calientes – und hoffentlich ohne weitere Hotel-Irrungen.

    Übrigens: eine kleine Randnotiz aus der Ferne – unser treues Fahrzeug wurde in Zárate mit zwei Tagen Verspätung verladen. Offenbar hat auch die Spedition ihren ganz eigenen Machu-Picchu-Stau.
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  • Zurück nach Cusco und dann nach Lima

    14 сентября 2025 г., Перу ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach 4,5 Stunden Zugfahrt tuckern wir wieder in Cusco ein – Zeit für eine letzte Übernachtung und ein gepflegtes Pfüsi in dieser faszinierenden Stadt. Cusco selbst bleibt ein Erlebnis: enge Gassen mit holprigem Kopfsteinpflaster, koloniale Kirchen, die sich frech auf Inka-Mauern setzen, und auf dem Plaza de Armas wuselt das Leben wie in einem bunten Wimmelbild. Händler, Touristen, Abschlussprozessionen der Studenten, Tauben – alle scheinen gleichzeitig zu marschieren, fliegen, laufen oder feilschen.

    Am nächsten Morgen dann der Sprung in die Tiefe: Mit dem Taxi geht’s zum Flughafen, und schon sind wir 3’500 Höhenmeter tiefer in Lima. Und siehe da: Walter darf endlich wieder ein Bier geniessen, ohne dass es ihn gleich aus den Wanderschuhen haut. 🍺😄

    Die Nacht verbringen wir im Hotel Innside by Meliá im Stadtteil Miraflores – der perfekte Ort, um nach Höhenluft mal wieder Meeresbrise zu schnuppern.
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  • Lima, Peru

    16 сентября 2025 г., Перу ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach unserer Ankunft in Lima, der riesigen Hauptstadt Perus, hatten wir zwei Tage Zeit, die Stadt ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Wobei – „ein wenig“ trifft es nicht ganz, denn die Stadt ist riesig, laut und wuselig. Über zehn Millionen Menschen, hupende Autos und Straßen, die scheinbar nie stillstehen.

    Am Plaza de Armas fühlten wir uns fast in die Kolonialzeit zurückversetzt: prachtvolle Gebäude, schicke Balkone – und mittendrin Touristen wie wir, die hektisch Fotos knipsen, bevor die nächste Taube ins Bild flattert.

    Besonders eindrücklich war das Convento de San Francisco. Die Kirche ist wunderschön, aber das wahre Abenteuer begann in den Katakomben: schmale Gänge, Schädel und Knochen, fein säuberlich gestapelt. Man fühlt sich gleichzeitig wie in einem Geschichtsbuch und in einem Indiana-Jones-Film – nur ohne Schatz am Ende.

    So spannend Lima auch ist – die Luftqualität ist… sagen wir: gewöhnungsbedürftig. Der Smog kratzt im Hals, als hätte man versehentlich ein Stück Sandpapier verschluckt. Nach zwei Tagen waren wir deshalb ziemlich froh, unsere Sachen zu packen und uns auf den Weg nach Ecuador zu machen. Frische Luft, wir kommen! Hoffentlich!
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  • Puembo, Cusco, Ecuador

    17 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☁️ 14 °C

    Heute flogen wir von Lima nach Quito – raus aus dem Dunst, rein in die Höhenluft! Schon beim Aussteigen am Flughafen merken wir: Hier auf 2850 m atmet es sich so viel leichter als in Lima. Endlich wieder richtige Luft für die Lungen, fast wie ein Frischluft-Abo der Anden.

    Ecuador begrüßt uns als kompaktes Wunderland: Hochgebirge, Regenwald und Pazifikküste – alles in einem Land, das kleiner ist als Deutschland. Quito selbst schmiegt sich zwischen die Vulkane, eine Hauptstadt mit kolonialem Kern und quirligem Treiben. Kein Wunder, dass die UNESCO gleich mal „Welterbe“ draufgestempelt hat.

    Heute bleibt es bei einem kurzen Zwischenstopp: nur eine Nacht schlafen, denn morgen startet unser Galápagos-Abenteuer. Die Stadt heben wir uns für später auf, wenn wir von den Inseln zurückkehren. Dann wollen wir Quito in Ruhe erkunden – und uns im Hotelrestaurant kulinarisch verwöhnen lassen. Besonders charmant: die hauseigene Katzenunterstützung beim Essen. Nichts geht über ein Dinner mit sanftem Schnurrkonzert. 🐾🍷🐱

    Morgen heißt es: Hasta pronto, Quito – jetzt kommen erstmal die Riesenschildkröten dran! 🐢✈️
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  • Galapagos, Puerto Ayora

    18 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☁️ 22 °C

    Bilder folgen später. Wir haben ganz schlechte Verbindung.

    Heute ging’s endlich auf die Galápagos-Inseln! 🌴🐢

    Schon am Flughafen in Quito merkten wir: Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Strenge Kontrollen, damit ja keine verbotenen Mitbringsel den Weg auf die Inseln finden – schließlich soll die einzigartige Fauna und Flora geschützt bleiben. Wir hatten das Gefühl, wir würden gleich in ein Hochsicherheitslabor reisen statt in ein Naturparadies.

    Nach dem Flug landeten wir auf Baltra, querten mit der Fähre den Kanal und ruckelten mit dem Bus quer über Santa Cruz bis nach Puerto Ayora.

    Danach ging es an Bord unserer neuen schwimmenden Heimat: der Sea Star – eine schnittige Yacht mit Platz für nur wenige Gäste. Kabinen mit Panoramafenstern, eine kleine Lounge und ein Sonnendeck, das uns schon nach fünf Minuten von einem “Hier bleiben wir!” überzeugt hat. Beim ersten Lunch an Bord fühlten wir uns wie kleine Entdecker, die auf Luxus gestoßen sind.

    Am Nachmittag stand die Charles-Darwin-Forschungsstation auf dem Programm. Zwischen Infotafeln, Schildkrötengehegen und Leguanen bekamen wir schon mal einen Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage erwartet. Und natürlich durften wir sie bestaunen – die legendären Riesenschildkröten, die aussehen, als hätten sie Darwin persönlich noch Guten Tag gesagt. 🐢

    Heute Nacht tuckern wir weiter Richtung Isabela – Abenteuer voraus! 🚢✨
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  • Isla Isabela

    19 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☁️ 20 °C

    Früh raus aus den Federn – wir dachten schon, der Hahn hätte verschlafen, aber das Dingi stand pünktlich bereit. Mit einem Schwupp waren wir an Land auf Isla Isabela, der größten aller Galápagos-Inseln.

    Eine kurze Wanderung brachte uns gleich mitten hinein ins Tierparadies:
    • Meerechsen, die faul im Sand lagen und aussahen, als hätten sie die Nacht durchgefeiert.
    • Ein paar Haie, die im flachen Wasser ihre Kreise zogen – glücklicherweise ohne Frühstückshunger nach uns.

    Dann stand die große Vulkanwanderung auf dem Programm: am Kraterrand der Sierra Negra, der zweitgrößten Caldera der Welt, stapften wir wie kleine Ameisen durchs Lavagestein. Ein bisschen wie Mars – nur mit mehr Sonne und ohne Astronautenanzug.

    Am Nachmittag wechselten wir wieder in den Tier-Modus: Riesenschildkröten in der Aufzuchtstation. Die Blicke dieser uralten Gesellen sind so gelassen, dass man sich selbst gleich entschleunigt fühlt.

    Zum Abschluss: eine gemütliche Beachwanderung – und weil Wandern durstig macht, gönnten wir uns eine frische Kokosnuss. Das war tropisches Kino pur: Meer, Palmen, Kokosnuss – fehlt nur noch die Hängematte.

    👉 Fazit des Tages: Einmal mehr Galápagos-Glück pur – zwischen Lava, Leguanen und Langsamkeit.
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  • Isla Isabela, Elizabeth Bay

    20 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute war Ausschlafen angesagt – Frühstück „erst“ um 7 Uhr! Für Galápagos-Verhältnisse beinahe Dekadenz. Danach gings ins Dinghy: sanftes Dahingleiten über spiegelglattes Wasser, begleitet von Pelikanen, Reihern und Seelöwen, die uns neugierig beäugten.

    Dann die große Attraktion: Schnorcheln. Klingt tropisch, war aber arschkalt. Zum Glück nur das Wasser – die Unterwasserwelt war spektakulär. Schildkröten, Rochen und sogar ein paar flinke Pinguine flitzten an uns vorbei.

    Am Nachmittag nochmals ins Dinghy, diesmal in die Elizabeth Bay. Zwischen Mangroven und schwarzen Lavafelsen tummelten sich Seelöwen, Meerechsen und allerlei Gefieder. Wir fühlten uns wie in einem Naturfilm – nur dass wir mittendrin saßen. Ein Tag zum Staunen und Zähneklappern.
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  • Isla Fernandina

    21 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute ganz im Zeichen von Sonne, Lava und echsenstarkem Programm:

    Wir landen am Morgen in Punta Espinoza und stolpern förmlich über Horden von Meeresleguanen. Ganze Armeen von den sonnenhungrigen Echsen liegen da wie schwarze Wärmflaschen auf der Lava – einer schnarcht uns fast über die Schuhe. Dazu gesellen sich die majestätischen Riesenschildkröten, die beim Schnorcheln unter uns durchgleiten, als hätten sie es eilig zum Termin beim Meeresfriseur.

    Am Nachmittag paddeln wir noch mit dem Kajak los – Abenteuer in der tiefblauen Kulisse, während Fregattvögel über uns kreisen und die Sonne gnadenlos runterbrennt. Kein Wunder, wir sind ja direkt am Äquator – Sonnencrème also eher im Eimerverbrauch.

    Bevor wir zurück an Bord gehen, wandern wir noch zum geheimnisvoll grünen Darwin Lake. Ein Kratersee, der so still daliegt, dass man fast erwartet, Darwin höchstpersönlich tauche gleich aus dem Wasser auf, um uns seine neuesten Evolutionsthesen zu präsentieren.

    Zum Glück gibt’s abends wieder hervorragendes Essen an Bord – fast so reichhaltig wie die Tierwelt um uns herum.

    👉 Fazit: Ein Tag, der uns wieder einmal klar macht, warum Darwin hier nicht mehr aus dem Staunen rauskam.
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  • Isla Santiago

    22 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☀️ 23 °C

    Am Vormittag tauchten wir ein letztes Mal in die Unterwasserwelt der Galápagos. Kaum im Wasser, schwamm schon der erste neugierige Galápagos-Hai elegant an uns vorbei – ein mächtiger, aber friedlicher Anblick. Wenig später begegneten wir sogar einem Weißspitzen-Riffhai (White Tip Shark), der ruhig am Meeresboden entlang gleitet, als ob er von all den Touristen gar nichts mitbekäme. Dazu bunte Fischschwärme, verspielte Seelöwen und eine Meeresschildkröte, die gemächlich durchs Blau glitt. Unsere Kamera? Liegt wie bekannt noch immer zuhause – doch dank Simons Bildern bleibt dieses Abenteuer festgehalten.

    Am Nachmittag setzten wir an Land über. Dort erwarteten uns die Land-Leguane, die unbeweglich wie kleine Drachen zwischen Kakteen und Steinen lagen. Dazwischen flatterten Fregattvögel und Blaufußtölpel – ein Schauspiel, das wir so schnell nicht vergessen werden.

    Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen mit der Crew sassen wir noch einmal lange draussen, lauschten dem leisen Plätschern der Wellen und blickten in den Sternenhimmel.

    Unsere letzte Nacht an Bord – morgen heisst es endgültig Abschied nehmen. 🌊🦈🦎🐢🌌
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  • Quito

    24–28 сент. 2025, Эквадор ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach Tagen voller tierischer Begegnungen auf den Galápagos stolpern wir nun zurück in die Zivilisation – oder besser gesagt: in die höchstgelegene Hauptstadt der Welt (fast 2.850 m, da bleibt uns gleich beim Koffertragen die Puste weg).

    Ein gemütliches Frühstück im Hotel stärkt uns, bevor wir uns in die koloniale Altstadt wagen. Schon beim ersten Schritt Richtung Plaza de la Independencia merken wir: Quito ist ein Mix aus Kopfsteinpflaster, Kathedralen und kleinen Überraschungen an jeder Straßenecke.

    Wir marschieren zur Basilika del Voto Nacional, die ein wenig so aussieht, als hätte jemand in Paris einen Bauplan vergessen und die Quiteños hätten gedacht: “Ach, das kriegen wir auch hin!” – nur mit Steinadlern und Leguanen statt Gargoyles. Weiter geht’s zur Iglesia de la Compañía de Jesús, in der selbst der Weihnachtsbaum neidisch würde: so viel Blattgold, dass man fast eine Sonnenbrille bräuchte.

    Fun Facts Quito 🧐
    • Quito liegt direkt am Äquator – theoretisch könnte man hier gleichzeitig in zwei Hemisphären frühstücken (leider gibt’s das Rührei aber nur einmal).
    • Die Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und hat eine der am besten erhaltenen Altstädte Südamerikas. Mit anderen Worten: hier stolpert man nicht über Schlaglöcher, sondern über Geschichte.
    • Ganz Quito wird von aktiven Vulkanen umzingelt – eine Art natürliche Skyline. Der Pichincha, gleich vor der Haustür, hat 1999 das letzte Mal geraucht. Seither beobachten ihn die Quiteños so aufmerksam wie wir die Wetter-App.

    Zurück im Hotel merken wir: wir haben zwar nur ein paar Stunden in Quito verbracht, aber genug Eindrücke gesammelt, dass die Schritte auf unserem Fitnesstracker glatt für eine Bergexpedition durchgehen.
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  • La midad del mundo

    25 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute haben wir ein richtig volles Programm – und es liest sich fast wie eine kleine Weltreise im Miniformat:

    Zuerst stehen wir am Kraterrand des Vulkans Pululahua. Dieser hat eine Besonderheit, die weltweit nur noch ein einziger Vulkan teilt: sein Krater ist nicht einfach nur ein graues Loch, sondern tatsächlich bewohnt und bewirtschaftet! Zwischen saftig grünen Feldern, verstreuten Bauernhäusern und dem Nebel, der geheimnisvoll aus den Wänden steigt, fragt man sich fast, ob man gerade in einem Vulkankrater oder doch in einem besonders abgeschiedenen Alpendorf steht.

    Weiter geht’s zur Inka-Ausgrabung Pucará de Rumicucho. Diese Festung diente einst als strategischer Außenposten, um die umliegenden Täler zu überwachen. Die Inka waren nicht nur Baumeister, sondern auch Meister darin, den besten Überblick zu behalten – wir ahnen, dass sie hier sicher so manchen Gegner frühzeitig erspähten.

    Danach fahren wir zur berühmten „Mitte der Welt“. Direkt auf dem Äquator stellen wir uns breitbeinig hin – ein Fuß auf der Nord-, der andere auf der Südhalbkugel. Doch das Highlight ist das berühmte Ei-Experiment: Mit ruhiger Hand versuchen wir, ein rohes Ei genau auf den Kopf einer Nagelspitze zu balancieren. Und siehe da – auf dem Äquator soll es tatsächlich leichter gelingen, weil sich die Kräfte von Nord- und Südhalbkugel ausgleichen. Ob es wirklich Physik oder eher Show ist, bleibt offen – wir schaffen es auf jeden Fall, und das Beweisfoto ist unbezahlbar!

    Zurück in Quito beschließen wir den erlebnisreichen Tag ganz entspannt: Mit einem feinen Abendessen stoßen wir auf unsere Abenteuer an – die Höhe von 2’800 Metern merken wir höchstens noch beim zweiten Glas Wein.
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  • Cruz Loma und Calle de la Ronda

    26 сентября 2025 г., Эквадор ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute wagten wir uns mit dem Teleférico in Quito in luftige Höhen – hoch hinauf zum Cruz Loma auf 4050 m.ü.M.. Schon beim Einsteigen in die Gondel beschlich uns ein mulmiges Gefühl: die Bahn wirkte eher wie ein Relikt aus besseren Tagen. Aber hey, wir leben ja noch!

    Oben angekommen, gönnten wir uns das volle Programm: ein bisschen Schaukeln auf dem Gipfel – weil Gleichgewicht auf 4000 Metern ja eh schon überbewertet ist. Der Ausblick auf Quito war grandios, und unsere Lungen freuten sich über jede noch so dünne Sauerstoffspur.

    Zurück in der Stadt spazierten wir durch die Calle de la Ronda, eine der ältesten Straßen Quitos. Ursprünglich im 16. Jahrhundert angelegt, war sie lange Zeit Treffpunkt für Künstler, Musiker und Poeten. Heute ist sie mit ihrem Kopfsteinpflaster, den bunten Balkonen und den kleinen Handwerksläden eine Mischung aus Museumsstraße und lebendigem Ausgehviertel. Abends erklingt Live-Musik aus den Bars, und in den Gassen riecht es nach frisch frittierten Empanadas und Canelazo, dem lokalen Zimt-Schnaps-Tee.

    Und weil man einen Kontinent nicht einfach mit einem Sandwich im Stehen verlässt, feierten wir unseren letzten Abend in Südamerika mit einem feinen Essen. Ein würdiger Abschluss, bevor das nächste Kapitel unserer Reise aufgeschlagen wird.

    👉 Morgen heißt es: Adiós Anden, hola Panama!
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  • Panama City

    27 сентября 2025 г., Панама ⋅ ☁️ 27 °C

    Die Steps von der Galápagos-Tour sind jetzt alle online – reinschauen lohnt sich! 🐢🐧

    Heute hieß es Abschied nehmen von Quito. Der Flieger brachte uns in gut zwei Stunden nach Panama City (Copa CM828, ganz brav nach Plan). Von den 2’800 Metern über Meer runter auf fast Meereshöhe – endlich wieder richtig Luft zum Schlafen.

    Erster Eindruck von Panama? Karibisch, warm, ein bisschen feucht und das Gefühl, dass gleich jemand mit einer Piña Colada um die Ecke kommt. 🍹 Ecuador und Panama haben übrigens beide den US-Dollar als Währung – das macht das Zahlen zwar einfacher, aber der Schein im Portemonnaie schmilzt deswegen nicht langsamer.

    Leider hat Brigitte den Magen heute etwas rebellisch. Wir hoffen, dass er morgen wieder auf Karibik-Modus umschaltet und nicht mehr „Anden-Remix“ spielt.

    👉 Fazit des Tages: Meereshöhe gut, Galápagos-Blog fertig, Panama karibisch – und morgen hoffentlich auch Brigitte wieder fit.
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  • Panama-Kanal

    28 сентября 2025 г., Панама ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute haben wir uns den halben Panamakanal gegönnt – und was für ein Erlebnis! Schon die Fahrt zum Hafen ließ erahnen, dass heute Großes ansteht. Mit dem Bus ging’s bis Gamboa, mitten durch tropischen Dschungel, wo die Luftfeuchtigkeit locker die 90 % knackt und selbst die Moskitos zu schwitzen scheinen.

    Ab Gamboa bestiegen wir unser Ausflugsschiff und schipperten südwärts Richtung Panama City. Dabei gab’s Technik vom Feinsten: Der Panamakanal, 1914 eröffnet, ist stolze 82 km lang und verbindet Atlantik und Pazifik. Wir passierten riesige Schleusenanlagen, wo die Schiffe in gigantischen Wasseraufzügen hoch- oder runtergelassen werden. Über den Gatúnsee – ein künstlicher Stausee, den man extra für den Kanal geflutet hat – geht’s mitten durch sattgrünen Regenwald. Immer wieder begegneten uns Containerriesen, die wie Hochhäuser auf dem Wasser wirken. Faszinierend, wie hier millimetergenau manövriert wird – und das alles nur, damit die Weltwirtschaft rechtzeitig ihre Bananen, Autos und Amazon-Päckchen bekommt.

    Zurück in Panama City: feucht, schwül, karibisch. Musik dröhnt von allen Ecken, Straßen voller Tanz und Lebensfreude – selbst die Verkehrsampeln scheinen hier im Rhythmus zu blinken.

    Und Brigitte? Ihre Darmflora fährt weiter Achterbahn. Während der Kanal Schiffe reibungslos von Ozean zu Ozean transportiert, weigert sich ihr inneres „Verdauungskanal-System“ standhaft, den Transit freizugeben. Vielleicht liegt es an zu viel tropischer Frucht oder zu wenig europäischem Zwieback. Jedenfalls liefert sie uns täglich neue Kapitel aus der Saga „Die unendliche Geschichte der rebellischen Bakterien“.

    📦 Facts zum Panamakanal

    🚢 Länge: 82 km – klingt nach einem Sonntagsspaziergang, erspart aber Schiffen rund 15.000 km Umweg um Kap Hoorn.

    🛠️ Baujahr: 1914 eröffnet. Vorher haben die Franzosen es versucht – Ergebnis: mehr Dschungelfieber als Fortschritt.

    ⚓ Schleusen: 12 Stück, die Schiffe bis zu 26 Meter „auf- und abfahren“. Alles nur mit Wasser, kein Liftknopf nötig.

    📏 Panamax-Schiffe: max. 294 m lang, 32 m breit – Millimeterarbeit! Seit 2016 gibt’s „Neopanamax“ für noch dickere Pötte.

    💵 Kosten: Von ein paar tausend bis über 1 Mio. USD pro Durchfahrt. Rekord bisher: ein Kreuzfahrtschiff mit Goldbarren im Bauch (ok, fast).

    ⏱️ Dauer: 8–10 Stunden für die ganze Strecke. Wir haben die „Light-Version“ genommen – sicher ist sicher, Brigittes Darmflora hat ja schon genug zu tun.
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  • Besuch bei den Emberá

    29 сентября 2025 г., Панама ⋅ 🌧 29 °C

    Nach dem gestrigen Technik-Spektakel im Panamakanal war heute das Kontrastprogramm angesagt: Zurück zur Natur, zurück zu den Wurzeln – zu den Emberá.

    Die Emberá sind eine indigene Volksgruppe Panamas und Kolumbiens, die bis heute einen großen Teil ihrer jahrhundertealten Traditionen bewahrt hat. Ihr Lebensraum liegt vor allem entlang des Río Chagres und in abgelegenen Urwaldgebieten. Typisch für sie ist ihre enge Verbundenheit mit der Natur: Sie sehen sich nicht als deren Besitzer, sondern als Teil davon. Das spiegelt sich sowohl in ihrer Lebensweise als auch in ihrer Spiritualität wieder.

    Lebensweise und soziale Struktur:
    Die Emberá leben in kleinen Dorfgemeinschaften, die meist aus mehreren Familien bestehen. Ihre Häuser stehen auf Pfählen und sind mit Palmblättern gedeckt – luftig, einfach und perfekt an das feucht-heiße Klima angepasst. Arbeit und Aufgaben sind klar verteilt: Männer sind traditionell für Jagd, Fischfang und den Bau der Hütten zuständig, während die Frauen kochen, weben, flechten und die kunstvollen Körperbemalungen herstellen.

    Kleidung und Körperkunst:
    Die Männer tragen Guayuco, einen Lendenschurz, während die Frauen Parumas, bunte Wickeltücher. Auffällig ist die traditionelle Körperbemalung mit dem schwarzen Saft der Jagua-Frucht, gemischt mit Asche. Diese „Tattoos“ halten etwa zwei Wochen und dienen nicht nur der Zierde, sondern haben auch rituelle Bedeutung. Besucher können sich ebenfalls bemalen lassen – quasi ein natürliches Souvenir, das nach und nach von selbst verschwindet.

    Kultur und Musik:
    Die Emberá empfangen Gäste oft mit rhythmischen Tänzen und Musik, gespielt auf Trommeln, Flöten und Rasseln. Auch ihr Kunsthandwerk ist bekannt: geflochtene Körbe, Schmuck aus Samen und bunte Holzschnitzereien. Vieles davon ist nicht nur Zierde, sondern eng mit Mythen und Traditionen verknüpft.

    Essen bei den Emberá:
    Heute gab es für uns ein typisches Mittagessen: frischer Fisch mit Kochbananen, in Palmenblätter eingewickelt – simpel, gesund und erstaunlich lecker. Dazu viel Lachen, Trommeln und das Gefühl, wirklich für ein paar Stunden in eine andere Welt eingetaucht zu sein.

    Und das Beste: Auch auf der bakteriellen Front gibt es gute Nachrichten. Brigitte ist wieder im Normalbetrieb unterwegs – ihre Darmflora hat das tropische Menü offenbar goutiert. Wer hätte gedacht, dass die Lösung vielleicht in Kochbananen steckt?
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  • Panama-City-Tour

    30 сентября 2025 г., Панама ⋅ ☁️ 28 °C

    Gestern noch optimistisch, heute eher realistisch: Brigitte blieb mit der tropischen Magenrevolution im Hotel, während Walter allein mit Guia Gerti loszog.

    Der Tag begann unromantisch mit einem Besuch in der Apotheke – Pillen statt Postkarten. Danach wurde es geschichtsträchtig: Panama Viejo, gegründet 1519 von Pedro Arias de Ávila, erste spanische Siedlung am Pazifik. Ein blühendes Handelszentrum – bis Sir Henry Morgan 1671 vorbeischaute und die Stadt nach allen Regeln der Piratenkunst plattmachte.

    1673 zog man die Konsequenz und baute die Stadt neu auf – diesmal im heutigen Casco Viejo. Koloniale Fassaden, kopfsteingepflasterte Gassen, Kirchen und Plätze, die heute das UNESCO-Siegel tragen. Hier begegnet man auf Schritt und Tritt auch der Erinnerung an Simón Bolívar, den „Befreier Südamerikas“, der 1826 in Panama den legendären „Kongress von Panama“ einberief – sein Traum: die Vereinigung der neu befreiten Staaten Lateinamerikas. Ganz so geklappt hat’s bekanntlich nicht, aber die Vision lebt bis heute weiter
    (👉 Wikipedia: Simón Bolívar).

    Walter marschierte durch das Viertel und sonnte sich im historischen Flair – und in seinem frisch nachgedunkelten Emberá-Tattoo, das er mit stolzgeschwellter Brust präsentierte.

    Zum Abendessen kein Risiko mehr: direkt im Hotel, ohne Experimente, ohne Überraschungen – Magen schonen ist das neue Fine Dining.

    Und morgen? Tja, da ruft schon wieder der Flughafen. Schade, Panama City – wir hätten dir mehr Zeit gegönnt. Aber der Flugplan ist nun mal der härteste Diktator von allen.
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  • Mexico-City

    1 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☁️ 18 °C

    Frisch aus Panama City eingeflogen, landen wir in der brodelnden Megacity Mexiko-Stadt, ode wie die Einheimischen sagen: Ciudad de México. Mit rund 22 Millionen Einwohnern im Großraum ist sie nicht nur Hauptstadt, sondern auch ein Biest von einer Metropole – eine Mischung aus Azteken-Erbe, kolonialem Barock, chaotischem Verkehr und ultramodernen Wolkenkratzern.

    Kaum am Boden, folgt gleich die erste Überraschung: unser Hotel weiß nichts von einer Reservation. ¡Caramba! Also übernehmen wir selbst die Initiative – ein Taxi, ein paar Umwege durch das Verkehrschaos, und schwupps finden wir ein neues Domizil. Improvisation ist ja unsere geheime Spezialität (gleich nach dem Suchen von Reservationsbestätigungen).

    Brigitte ist allerdings noch nicht wirklich auf dem Damm – das Magen-Darm-Abenteuer geht in die Verlängerung. Am zweiten Tag schleppen wir sie also zum Arzt. Diagnose: Parasiten. Willkommen im tropischen Club der ungebetenen Mitbewohner! Die Ärztin verschreibt einen bunten Cocktail an Medikamenten, von denen wir hoffen, dass sie nicht nur die Parasiten, sondern gleich auch die ganze mexikanische Pharmabranche glücklich machen.

    Wie es weitergeht? Wir lassen uns überraschen – Brigitte, die Medis und ich gegen die Mikro-Armee. Mal sehen, wer gewinnt.

    [Mexiko City – Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Mexiko-Stadt)
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  • Veracruz

    5 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☀️ 29 °C

    Adiós Ciudad de México – Hola Veracruz!
    Wir verlassen das endlose Häusermeer von Mexiko-Stadt – Smog, Sirenen und Dauerstau bleiben zurück. Brigitte ist inzwischen entwurmt und entlaust 🪱🪶, also geht es jetzt gesundheitlich wieder bergauf.

    Ein kurzer Flug bringt uns an die Golfküste nach Veracruz, wo uns feuchtwarme Luft, Palmen und Meeresrauschen empfangen 🌴🌊. Und – man staune – die Hotelreservation klappt diesmal tatsächlich! Kein Stirnrunzeln an der Rezeption, kein „Reservación? No tenemos…“. Wir beziehen unser Zimmer wie ganz normale Touristen, fast schon ungewohnt.

    Veracruz selbst ist eine alte Dame mit viel Rhythmus im Blut: Hier landete Hernán Cortés 1519, und seither weht durch die Gassen der Duft von Geschichte, Kaffee und Meer. Abends auf dem Zócalo tanzen die Menschen, als hätte keiner jemals etwas anderes getan.

    Und dann die Nachricht, die alles toppt: Unser Camper kommt zwei Tage früher als geplant! 🚐💨
    Jetzt warten Zoll, Papierkrieg und hoffentlich keine bösen Überraschungen – aber hey, wir sind im Flow!
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  • Veracruz, Bürokratie und Inspektion

    9 октября 2025 г., Мексика ⋅ 🌧 28 °C

    Wir ziehen um – neues Zimmer, diesmal mit Blick auf den Hafen! Endlich können wir den Containern beim Dösen zusehen und uns einbilden, irgendwo da hinten sei unser Camper.

    Mit der Agentin Claudia stürzen wir uns ins Abenteuer TIP – Temporary Import Permit (auf gut Deutsch: temporäre Einfuhrgenehmigung).
    Das Ganze läuft wie eine Mischung aus Bürokratie-Marathon und Geduldsspiel.
    Nach 1,5 Stunden Warten in der Bank halten wir das begehrte Papier in den Händen – fast so feierlich wie ein Diplom.

    Zur Belohnung gibt’s Kultur unter Wasser: Besuch im Aquarium von Veracruz, einem der größten Lateinamerikas.
    Haie, Schildkröten, Clownfische – und Kinder, die lauter kreischen als die Delfine.
    Am 8. Oktober dann endlich Bewegung – allerdings nur digital:
    In der Tracking-App sehen wir, dass unser Fahrzeug ausgeladen wurde.
    Wir jubeln leise, denn live dabei sind wir (noch) nicht.

    Am 9. Oktober steht die Inspektion im Hafen an.
    Wir wären bereit – frisch geduscht, nervös optimistisch – doch dann der Dämpfer:
    Der Agent hat unsere Besucherkarten falsch datiert.
    Ergebnis: Wir dürfen nicht hinein, unsere Agentin muss die Inspektion ohne uns erledigen.

    Am Abend dann der Schockmoment: Wir erhalten Videos von der Inspektion, die uns kurzzeitig den Puls höher treibt als jede Panikattacke am Zoll. Sind gespannt was uns noch alles erwartet.
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  • Veracruz, endlich wieder auf Achse

    12 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☀️ 28 °C

    Samstagmorgen, 06:30 Uhr – pling! Nachricht vom Agenten:
    „Fahrzeug kann um 10:00 Uhr abgeholt werden.“
    Hotelverlängerung also gleich wieder rückgängig gemacht.

    Natürlich darf nur der Besitzer (Brigitte) das Fahrzeug abholen – Bürokratie bleibt Bürokratie, auch wenn’s 30 Grad hat. Nach drei Stunden Papierkrieg, zweimaligem Komplett-Scan (wir kennen jetzt jede Schraube unseres Campers per Röntgenblick), und gefühlt 47 Unterschriften – endlich Schlüsselübergabe.

    Doch die Freude hält nicht lange:
    Bereits der erste Blick ins Innere zeigt das ganze Ausmass – unser Camper wurde während der Verschiffung durchwühlt und bestohlen. 😤

    Gestohlen wurden u.a.:
    • Batterieladegerät
    • Diagnosegerät OM Services
    • Taucherlampe Mares
    • The North Face-Tasche (natürlich Brigittes)
    • Garmin Velocomputer
    • meine ganze Adapter-Sammlung ( auf die ich so stolz war) und Kabel
    • Erinnerungsmünzen
    • Fleischmesser, Flaschenöffner, Schere
    • Weingläser (besonders frech!)
    • diverse Werkzeuge aus der Kiste
    • diverse Kleidungsstücke (interessanterweise nur Männerkleider – offenbar mit Stil 😅)

    Koffer rein, Motor an – läuft! Erst mal Gas auffüllen, Diesel tanken und ein Grosseinkauf zur Feier des Tages.
    Unser erster Campingplatz ausserhalb von Veracruz ist… sagen wir mal: so so lala. Aber hey, wir haben wieder ein rollendes Zuhause.

    Zum Dessert des Tages: eine Fehlermeldung im Display – „Luft in der Kraftstoffleitung“. Kurz Panik, dann nach Handbuch gelöscht.
    (Manchmal lohnt es sich eben, das Handbuch doch zu lesen.)

    Heiss, feucht, klebrig – aber mit einer leichten Brise, die uns daran erinnert: Wir sind zurück auf Tour. 🌴🚐
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  • Tlacotalpan

    13 октября 2025 г., Мексика ⋅ ⛅ 30 °C

    Langsam tasten wir uns an Mexiko heran. Mexiko ist anders als die Länder in Südamerika – zumindest das, was wir in der kurzen Zeit bisher feststellen konnten. Dichter besiedelt, viel grüner, die Dörfer farbiger. Das heisse und feuchte Klima sind wir auch noch nicht gewohnt. Nur die Fahrweise auf den Strassen – die ist erstaunlich ähnlich chaotisch geblieben.

    Auch an den Dialekt der hiesigen Leute müssen wir uns erst gewöhnen. Es klingt, als ob jemand Spanisch spricht, aber mit einer vollen Prise Chili im Mund.

    Wir lassen es langsam angehen und fahren heute nur bis Tlacotalpan, einem farbenfrohen Kolonialstädtchen am Río Papaloapan. Das ganze Zentrum gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe, weil es mit seinen pastellfarbenen Häusern und den überdachten Arkadengängen wie aus der Zeit gefallen wirkt.
    UNESCO-Beschreibung: https://whc.unesco.org/en/list/862

    Auch am zweiten Tag tauchen immer noch Dinge auf, die verschwunden sind – oder besser gesagt: nicht mehr auftauchen. Mit etwas Humor kann man sagen, dass so eine Verschiffung wenigstens Platz schafft im Wohnmobil. Meine (Walter) Kleiderstapel sind jedenfalls deutlich übersichtlicher geworden.

    Ehrlicherweise müssen wir aber auch zugeben, dass das ganze Theater Kraft und Nerven gekostet hat. Also: tief durchatmen, durchschlafen und den Turbo ausschalten.
    Gehen wir’s geruhsam an.
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  • Von Steinköpfen und Stechmücken

    16 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☁️ 28 °C

    Am Dienstag stand zuerst Büroarbeit auf dem Programm – die elektronische Autobahnvignette wurde gekauft und natürlich gleich aufgeladen. So viel Ordnung muss sein, selbst in Mexiko. Danach interessante Fahrt durch das Überschwemmungsgebiet bis La Venta und Übernachtung auf dem Parkplatz beim Museum.

    Gestern Morgen dann Kultur pur: Besuch der archäologischen Zone La Venta, einer der bedeutendsten Stätten der Olmeken-Kultur, die als „Mutter aller mesoamerikanischen Zivilisationen“ gilt. Bereits um 1200 v. Chr. entstand hier eine hochentwickelte Gesellschaft mit Pyramiden, Ritualplätzen und einem erstaunlich feinen Sinn für Kunst – und das ganz ohne Metallwerkzeuge.

    Berühmt ist La Venta vor allem wegen der gigantischen Kolossalköpfe, teils über 2,5 Meter hoch und bis zu 20 Tonnen schwer, aus Basalt aus über 100 Kilometer Entfernung herangeschafft. Man weiss bis heute nicht genau, wen die Köpfe darstellen – Herrscher, Götter oder die ersten mexikanischen Torhüter?

    Die Anlage, die ursprünglich am Golf von Mexiko lag, wurde in den 1950er-Jahren wegen Ölförderung teilweise abgetragen und im Parque-Museo La Venta bei Villahermosa originalgetreu wieder aufgebaut. Zwischen tropischen Bäumen, Brüllaffen und Papageien stehen heute die mächtigen Skulpturen – eine ziemlich beeindruckende Mischung aus Dschungel und Steinzeit.
    Mehr dazu unter:
    🔗 https://de.wikipedia.org/wiki/La_Venta_(Mexiko)

    Nach der Dosis Geschichte gings weiter nach Villahermosa, wo wir mitten im Dschungel übernachteten – romantisch, wenn man Moskitos mag. Wir eher nicht.

    Heute dann die Flucht in Richtung Küste: Isla Aguada – endlich wieder am Meer!
    Der salzige Wind, die Sonne und das Rauschen der Wellen waren die perfekte Belohnung nach zwei Tagen Dschungel mit Summkonzert.
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  • Ruinas Edzná

    18 октября 2025 г., Мексика ⋅ ⛅ 33 °C

    17.10.2025
    Nach den letzten Reisetagen war heute Pause angesagt – oder besser gesagt: Verwaltungsmarathon im tropischen Schweissmodus.
    Wir sassen unter Palmen (und einem schwächelnden Ventilator) auf dem Camping El Cielo – nomen est omen, wenn man Ironie mag – und tippten die Liste der geklauten Gegenstände für die Versicherung.

    Wir waren die einzigen Camper weit und breit, dafür begleiteten uns in der Nacht 27 Grad, ein paar hartnäckige Mücken und der Gedanke: Wer braucht schon Schlaf, wenn man schwitzen kann? 😅

    🗓 18. Oktober – Edzná und weiter nach Campeche 🏛️🌴

    Heute stand Kultur auf dem Programm – und zwar in Grossbuchstaben.
    Die Ruinen von Edzná liegen rund 60 km südöstlich von Campeche und gehören zu den beeindruckendsten Maya-Stätten der Region.
    Besonders bekannt ist die „Plaza de los Cinco Pisos“, das fünfstöckige Hauptgebäude, das majestätisch über die Anlage thront.
    Hier kann man wunderbar die typische Maya-Architektur mit ihren steilen Treppen, Reliefs und astronomischen Ausrichtungen bestaunen – und sich gleichzeitig fragen, wie die alten Maya wohl bei 35 Grad ohne Schatten gearbeitet haben. 🥵

    Der Ort war zwischen 400 v. Chr. und 1500 n. Chr. besiedelt, verfügte über ein ausgeklügeltes System aus Wasserkanälen und diente lange als religiöses Zentrum.

    🔹 Wikipedia-Link
    https://de.wikipedia.org/wiki/Edzná

    Nach dem Staunen ging’s weiter an die Küste nach Campeche, wo wir uns auf dem Camping Palmahia einquartierten – endlich wieder Meeresluft! 🌊
    Und vielleicht, mit etwas Glück, eine kühlere Nacht… oder zumindest weniger Moskitos. 🦟
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  • Campeche

    19 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☁️ 33 °C

    Nach einer einigermassen erträglichen Nacht ging’s nach Campeche – die Stadt, die aussieht, als hätte jemand alle Pastellfarben der Welt auf einmal ausprobiert. Gelb, Rosa, Blau – hier leuchten sogar die Mülltonnen freundlich.

    Hinter der hübschen Fassade steckt Geschichte pur: Piratenüberfälle, Kolonialzeit, Festungsmauern und eine Prise Karibikflair. Zwischen dem Baluarte de San Francisco und dem Baluarte de San Carlos lässt es sich wunderbar spazieren – oder, in unserem Fall, gemütlich flanieren mit dem typischen „wir-haben-Ferien“-Tempo.

    Besonders sehenswert sind:
    • die Kathedrale Nuestra Señora de la Purísima Concepción,
    • das Museo de Arquitectura Maya (für alle, die nach Edzná noch nicht genug Steine hatten),
    • und natürlich der Malecón, wo man den Sonnenuntergang mit Meeresbrise und einem Glacé in der Hand perfekt genießen kann.

    👉 Für alle Wikipedia-Fans:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Campeche_(Stadt)

    Am Abend dann das absolute Highlight – Grillfest am Pool, organisiert vom Campingplatz.
    Das ganze Camp roch nach Holzkohle, Fleisch und Ferienstimmung. Während die Sonne im Golf von Mexiko versank, brutzelten Steaks, Gemüse und ein paar unbeabsichtigte Würstchen (RIP). Dazu Musik und kühle Getränke.

    Ein rundum gelungener Abend: gute Stimmung, volles Bäuchlein und Mücken, die ebenfalls satt nach Hause flogen. Campeche – kolonial, karibisch und kulinarisch ein Volltreffer!
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  • Uxmal und Schokolade

    20 октября 2025 г., Мексика ⋅ ☁️ 31 °C

    🏛 Uxmal – die „dreimal Erbaute“
    Bauzeit: etwa zwischen 600 und 1000 n. Chr. in der klassischen bis spätklassischen Maya-Epoche.
    Einwohnerzahl: Schätzungen schwanken zwischen 15 000 und 25 000 Bewohnern, also genug, um täglich ordentlich Tortillas durchzupressen.
    Architektur: typischer Puuc-Stil – glatte Kalksteinmauern unten, mit filigranen Mosaiken, Schlangenmotiven und Göttermasken (vor allem des Regengottes Chaac) oben. Offenbar war Regen damals Mangelware –oder sie waren einfach große Fans von Nasen, denn Chaac hat eine ziemlich imposante.
    Restaurationsgrad: etwa 60 % der Hauptbauten sind restauriert, insbesondere die Pyramide des Zauberers, der Nonnen-Viereck-Komplex, der Gouverneurspalast und der Ballspielplatz. Der Rest liegt noch charmant im Dschungel.
    Warum verlassen? Vermutlich um 1000–1100 n. Chr. wegen Wassermangels, oder sozialer Umbrüche. Man weiss es nicht genau.

    📘 Wikipedia-Link:
    👉 https://de.wikipedia.org/wiki/Uxmal



    🍫 Museo del Chocolate (Choco-Story Uxmal)

    Gleich neben der Ruinenanlage – perfekt, um nach ein bisschen Maya-Mythologie die Nerven mit Kakaobohnen zu beruhigen.
    Das Museum ist in mehrere Pavillons im Dschungel eingebettet und zeigt:
    die Geschichte des Kakaos von den Maya bis Nutella,
    Nachbildungen alter Kakaozeremonien,
    lebende Kakaobäume (die wahren Helden dieser Geschichte),
    und – das Beste – Schokoproduktion zum Anfassen und Probieren.
    Ein kleiner Tierpark mit geretteten Affen und Vögeln macht das Ganze zum Rundum-Erlebnis für Schokoholiker und Tierfreunde gleichermaßen.

    Offizielle Seite:
    👉 https://uxmalchocolatestory.com
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