Turkey
Kas

Here you’ll find travel reports about Kas. Discover travel destinations in Turkey of travelers writing a travel blog on FindPenguins.

4 travelers at this place:

  • Day38

    Der Yufka-Teig Bäcker der Aysun Patisserie in Kaş, ist ein Virtuose an seiner bemehlten Arbeitsfläche. Mit künstlerischen, fast sinnlichen Bewegungen, schwingt er den Basisteig für die türkische Spezialität um die es heute geht, mehrmals durch die Luft, bevor er ihn danach einige Male faltet - so kommt neben den Grundzutaten Mehl, Speisestärke, Salz, Wasser und Pflanzenöl noch Luft hinzu, die das Grundprodukt schön fluffig macht! Die Füllungen für das aus Mittelasien stammende "Arme Leute-Essen" sind vielseitig. Meine Favoriten sind die Käse-Spinat oder Hackfleisch Varianten! Börek ist übrigens auch auf dem ganzen Balkan und in Russland sehr beliebt - ein typisches Männergericht! Damit ist nicht gemeint, daß Frauen das Strudelgericht nicht mögen, sondern das der Yufka-Teig fast ausschließlich von Männern hergestellt wird. Das mehrfache Schwingen der hauchdünn ausgerollten, riesigen Teigfladen, teilweise sogar über den Kopf des Bäckers, erfordert viel Kraft - dieser Vorgang wird im Laufe eines Arbeitstages oft etliche hundert Male wiederholt, das erklärt es wohl! Yufka-Teig ist übrigens Vertrauenssache - keine türkische Hausfrau mit Ehre im Leib, würde ihn im Supermarkt kaufen, sondern grundsätzlich immer beim Bäcker ihrer Wahl!Read more

  • Day37

    Die Nacht auf dem Boot war eine Zumutung - und wiederum wegen eines Hardcore-Schnarchers. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen - da dröhnt bis mindestens 03.00 Uhr laute Partymusik und Geschrei vom Hafengebiet ans Boot.....kein Problem! Die Müllabfuhr um 04.00 Uhr und permant streitende Straßenköter nur wenige Meter entfernt..... kein Problem! Aber die türkische Kreissäge ( einer von vier Schlafgästen an Bord ) schafft es, alle auf den umliegenden Booten erheblich in ihrer Nachtruhe zu stören. Die daraus für mich entstehende Konsequenz ist eindeutig - es muss ein Zimmer her! Leichter gesagt als getan, denn die Unterkünfte in Kaş sind wegen des bevorstehenden Bayram-Festes ausgebucht. Man muss sich die Situation in etwa so vorstellen, wie die wenig Erfolg versprechende Zimmersuche in München zur Oktoberfestzeit! Trotzdem mache ich mich am Abend auf den Weg - wie erwartet, ein kleines Abenteuer für sich! Nach zehn Pensionen ohne Erfolg resigniere ich schließlich - dann eben eine weitere Nacht im Sägewerk! Auf dem Weg zurück zum Hafen spricht mich unerwartet ein Mann meines Alters an, ob ich auf Zimmersuche bin. Nur wenige Meter weiter befindet sich sein Haus und darin wäre für zwei Tage die Wohnung seines Vaters frei. So finde ich mich schließlich sehr überraschend zu einem akzeptablen Preis, für die nächsten beiden Nächte, in einer voll eingerichtete 100 Quadratmeter großen Wohnung wieder - Glück gehabt!

    Zum Tagesschehen selbst:

    Wie die Überschrift des Footprints schon besagt, hat sich der ganzen Tag auf dem Boot abgespielt. Dank weniger Gäste, war Platz und Ruhe vorhanden - auch zum Schlafen! Der Morgentauchgang am schönen "Pina-Reef" brachte die Begegnung mit einer großen Grünen Meeresschildkröte - am Nachmittag hingegen viel Ruhe, Schwimmen und wieder einmal interessante Çay-Themen :-)!
    Read more

  • Day39

    My bed was a sofa bed.....

    4 hours ago in Turkey

    Zwei Optionen sind für heute Nacht möglich! Da es in Kaş über die Feiertage DeFacto keine freien Zimmer mehr gibt, kann ich in die Berge nach Üzümlü zurück kehren, oder alternativ wieder auf dem Tauchboot schlafen. Der Extremschnarcher scheint heute nicht da zu sein ( Allah şükür ), somit wird die "Dadga" wieder zur Option! Obwohl es natürlich auch etwas Spannendes hat, über einen absehbaren Zeitraum planlos durch die Tage zu driften und zu schauen was die Zeit so mit sich bringt, "trauere" ich ein wenig der wunderbar ruhigen Wohnung der letzten beiden Nächte nach, in der ich prima schlafen konnte. Manchmal schon seltsam wohin einen der Zufall führt, oder? Da laufe ich vor zwei Tagen von einer Pension zu anderen und am Ende spricht mich jemand an, der im richtigen Augenblick genau in meine Richtung schaut, Grundsympathie empfindet, etwas Englisch spricht und den ersten Kontakt herstellt.

    Ein Rückblick:

    Mein Bett ist ein sehr bequemes Schlafsofa - mein Schlafzimmer, das Wohnzimmer des Hausherren. Persönlich lerne ich diesen nicht kennen, aber die große Wohnung ist voller Bilder des gläubigen Muslimen und offenbart natürlich einen Einblick in das Leben des sicherlich 80jährigen Mannes, der zur Zeit auswärts auf Familienbesuch ist. Seine Wohnung hat neben dem Wohnzimmer, drei weitere kleine Räume, eine Klimaanlage, Balkon mit großem Vorraum, natürlich Dusche, zwei WC, sowie eine gut ausgestattete Küche. Nur drei Gehminuten vom Hafen entfernt und trotzdem überraschend ruhig gelegen, kann ich dort ungewöhnlich gut schlafen! Am Kühlschrank finden sich einige Souvenir-Magnete, darunter einer der Sultan Ahmet Moschee in Istanbul. Familienbilder im Wohnzimmer, Gebetsketten an der Flurgarderobe - fast genauso wie in Deutschland, fast! Das ungewöhnliche, rote Nachtlicht mit Spatzenmotiv, sowie ein Bild aus Mekka neben der Klimaanlage, fallen im Wohnraum sofort ins Auge - interessante, nicht alltâgliche Einblicke!
    Read more

  • Day8

    Bevor es am Nachmittag für fünf oder sechs Tage in die Berge geht, möchte ich gerne noch einmal unter Wasser - je nach Tauchplatz! Als dann die Entscheidung fällt, daß es wieder an den "Canyon" geht, ist meine Freude groß - zu früh, wie sich schon bald darauf zeigt! Das kurz nach dem Abtauchen vom Ankerplatz, auf dem Weg zum "Eingang" des Canyon's, öfters mit starker Gegenströmung zu rechnen ist, hatte ich ja bereits Vorgestern ausführlich berichtet. Wie daraus aber schnell eine "unangenehme" Situation entstehen kann zeigt sich, als Apo ( eigentlich ein sehr erfahrener Guide ) den Canyon einfach nicht findet! Nicht nur, daß wir bei den schwierigen Bedingungen viel Energie und Luft verbrauchen - das orientierungslos anmutende Suchen des anversierten Tauchplatzes und minutenlange gegen die Strömung tauchen des Guides, führt uns zudem in noch heftigere Strömungen - "herzlichen" Dank für das Workout! Kurze Zusammenfassung des Dives aus meiner Sicht: Katastrophentauchgang - nahezu ständiges Ankämpfen gegen starke Strömungen - Spaßfaktor Null, dafür brennende Beinmuskeln - Canyon nicht gefunden, aber Gott sei Dank irgendwie wieder den Weg zurück zum Boot, bevor die Pressluftflaschen leer waren! Themawechsel: Herzliche Umarmungen beim Wiedersehen mit Hamdi am Busbahnhof in Kalkan - kaum zu glauben, daß ein Jahr vergangen ist - gefühlt haben wir uns doch erst vor einigen Monaten gesehen :-)! Wenig später nach einem Blick auf den in weiter Ferne liegenden Strand von Patara, kommt Üzümlü in Sicht - es muss aber noch für heute Abend eine Wassermelone gekauft werden, die es nach dem Dinner (Hühnchen mit Auberginen ) um 20.30 Uhr zum Dessert gibt - yummy! Freundliche Worte und Umarmungen auch von Melihat und Dilek, als wir Gaskesmez Camping erreichen. Das Zelt baue ich an genau der gleichen Stelle auf, an der es letztes Jahr stand - bin eben manchmal auch ein "Gewohnheitstier" :-). Bis auf einige neue Pavillons und einer hübschen Bar wo letztes Jahr eine Sitzecke war, ist alles genauso wie ich es in Erinnerung habe - jetzt erst einmal kalt duschen ( warmes Wasser gibt es eh nicht ) und danach einen Çay ( türkischen Schwarzen Tee ) - Back to Üzümlü! Nachtrag: Die beiden Fotos, die ich der Familie gerahmt als kleines Gastgeschenk mitgebracht habe, sind freudig entgegen genommen worden und haben bereits ihren Platz auf dem Kaminsims!Read more

  • Day3

    Die Redensart "Eine Fahrt ins Blaue", beschreibt sinngemäß einen Ausflug an einen nicht bekannten Ort, mit nicht klar vorhersehbarem Ausgang - vorzugsweise ( und das ist ausschließlich meine Ergänzung ), bei Sonnenschein und.....blauem Himmel! Die Farbe Blau ist Seelenbalsam - Wellness für den ganzen Körper! Mit dieser Farbe werden beispielsweise Ruhe, Entspannung und Gelassenheit verbunden - sie ist ein Symbol für Freiheit und Ewigkeit und in der Farbtheraphie, wird sie unter anderem gegen Entzündungen, Herzbeschwerden und Stress eingesetzt, da Blau nachweislich antiseptisch und blutdruckhemmend wirkt. Blautöne gibt es viele in Kaş - heute ist ein prima Tag um die unterschiedlichsten Nuancen der 'Freiheitsfarbe" zu entdecken! Beim erster Blick des Tages in den Himmel, ist ein strahlendes, wolkenfreies Hellblau zu entdecken. Auf dem Weg zum Tauchplatz des Vormittags, hat das Mittelmeer vor der türkischen Ägäisküste mit seinen verschiedenen Blautönen, große Chancen den Vergleich mit der "Konkurrenz von oben" auf Anhieb zu gewinnen. Der "Sieg" des Tages geht schließlich an den Ankerplatz der "Dagda" - was für ein sattes, dunkles Blau! Die Sonnenstrahlen, wie die Ankerkette auch, verlieren sich beim Blick vom Boot magisch in der transparenten Tiefe - bezaubernde Momente, wie sie nur die Natur erschaffen kann! Der Sprung ins Wasser ist ganz einfach, scheint bei den hohen Temperaturen fast erlösend - das Meer ruft und lockt ohne Mühe! Als wir nach dem Abtauchen in Richtung unseres Ziels "Kovanlı" tauchen, wird das Blau noch etwas dunkler - das Spiel der Sonnenstrahlen bleibt aber auch unter Wasser bestehen. In ungefähr 25 Meter Tiefe werden mehrere Seegraswiesen sichtbar, in denen sich größere Zackenbarsche und Trompetenfische tummeln. Nach 50 Minuten ist der Unterwasserausflug beendet - im kristallklarem Wasser "begrüßt" uns der dunkelblaue Rumpf von Hüseyin's Tauchboot!Read more

  • Day20

    Day 21: A first summary

    August 2 in Turkey

    Drei Wochen sind vergangen - Zeit für ein erstes Resümee! Irgendwie fühlt es sich weniger wie Urlaub an, es ist mehr wie.....daheim sein in Kaş, bei Freunden - meiner "Türk ailem" ( türkischen Familie )! Kleinigkeiten, beispielsweise simple Fragen "wie geht es dir heute"?, oder "wo warst du denn gestern"?, machen für mich den Unterschied! In Neuthard interessiert mein Befinden sehr selten jemand - es ist oft wochenlang so scheint es völlig egal, ob ich da bin oder nicht und schon zweimal egal, wie es mir geht! Bei zufälligen Begegnungen, oft nach langer Zeit, fallen die Begrüßungen typisch deutsch aus - kühl, sachlich, distanziert und mit weit ausgestreckter Hand ( wenn überhaupt )! Gespräche beinhaltet dann eher emotionsneutrale Themen wie "wir haben jetzt neue Mülleimer" etc.! Kein ernsthaftes Interesse wie es dem anderen die letzte Zeit ergangen ist - im günstigsten Fall als kurzer, rhetorischer "Fehltritt" aus Höflichkeit in einem Nebensatz....wie mich das annervt! Ein Zusammenleben ist in Deutschland meiner Meinung nach oft nur eine Illusion! Natürlich spricht man miteinander, trifft sich, besucht zusammen ein Café oder Restaurant. Das persönliche Befinden ist jedoch für den Gegenüber wirklich selten von Belang, wenn es ihn nicht unmittelbar selbst betrifft - wie gesagt, meiner Meinung nach! Bevor es morgens in Richtung Tauchboot geht, treffe ich auf dem Rundweg dorthin oftmals dieselben Menschen. Ein freundlicher Gruß vom Inhaber der "Aysun Patisserie", auch wenn ich dort nichts kaufe! Weiter geht's in Richtung "Muhtar Markt", dem Supermarkt meines Vertrauens. Dabei komme ich am "Atom Büfe" vorbei, wo ich abends ab und zu ein leckeres "Ekmek Köfte" ( ein mit kleinen Buletten, Salat und gegrilltem Spitzpaprika belegtes Brot ) esse - man winkt sich zu! Auf dem Weg zum Hafen liegt das "Pika" - Elf, die Bedienung aus Schweden ( mit dem Nachnamen "Elf"ström ) schaut noch sehr müde aus. Sie öffnet gerade das kleine Café - trotzdem bringt sie ein verschlafenes "Hallo" hervor. "Bis heute Mittag zum Cartado" anworte ich zurück! Manchmal ist zu dieser Zeit auf dem zentralen Platz, auch schon der Mandelverkäufer mit seinem kleinen Verkaufswagen unterwegs! Natürlich auch von ihm ein "Günaydın" ( guten Morgen ) - obwohl ich noch nie etwas bei ihm gekauft habe! Ich weiß, ich weiß....., daß alles hört sich übertrieben positiv an, ist aber tatsächlich so! Jedenfalls....., in den fünf Jahren, in denen ich in Neuthard wohne, habe ich nicht ansatzweise soviel soziale Interaktion erlebt, wie in den letzten drei Wochen. Es ist natürlich immer von Vorteil selbstkritisch zu sein und so frage ich mich gerade, ob es nicht auch zu großen Teilen an mir selbst liegt? Ganz bestimmt sogar....., jedoch ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade, ein Teil dieser oft oberflächlichen Gemeinschaft in Deutschland zu sein, die vor allem sich selbst gerne reden hört - sehr wenige Menschen ausgenommen! Hört sich jedenfalls ganz nach einem "Thema" für den nächsten Besuch im Leymona Beach Club an - fließende Gedanken..........:)!Read more

  • Day6

    Eigentlich hatte ich heute überhaupt keine Lust auf einen Tauchgang....., eigentlich! Als dann aber der Ankerplatz vom "Canyon" angesteuert wurde, änderte sich das schlagartig - trotz leichter Müdigkeit! Der "Canyon" ist wirklich etwas Besonderes! Eine ausführliche Beschreibung von meinem Lieblings-Tauchspot in Kaş, hatte ich ja bereits letztes Jahr in einem Footprint der Reise "Lykischer Wanderweg" online gesetzt - deshalb heute die Kurzbeschreibung: "nur fliegen ist schöner":-)! Zuerst sollte ich in Umut's Gruppe tauchen, bin dann aber der "Dritte Mann" bei Sinan und Ergün geworden. Um ehrlich zu sein, so richtig glücklich über meine "Gruppe" war ich zu Beginn nicht, da Ergün gerne Mal ein "wenig" tiefer taucht und Sinan als Berufstaucher sich über Tiefen unterhalb einhundert Meter überhaupt keine Gedanken zu machen scheint - was für Tauchbuddys :-)! Mir fehlt einerseits die Erfahrung um in solchen Tiefen zu tauchen, anderseits habe ich dazu auch nicht das Verlangen - schon gar nicht mit gewöhnlicher Pressluft als Atemgas! So vereinbarten wir vor dem Sprung ins Wasser, daß ich am Wrack in dreißig Meter Tiefe warte, bis die Beiden von ihrem Kurz-Trip, "einige" Meter tiefer, zurück kehren. Den eigentlichen Canyon nach dem Abtauchen aber überhaupt erst einmal zu erreichen, war auf Grund der heftigen Gegenströmung sehr anstrengend! Nur mit Flossenschlägen war heute überhaupt nichts zu erreichen! Wir mussten uns mühsam Stück für Stück an den Felsen voranziehen - horizontales Unterwasser-Klettern! Am alten Stahlwrack in dreißig Meter Tiefe angekommen, verabschiedeten sich die Zwei wie im Briefing besprochen und verschwanden schnell im tiefdunklen Blau. Ich fand einen "bequemen" Felsen etwas oberhalb des Wracks und setzte mich "Luft sparend" auf diesen, um dort gut sichtbar für die Beiden, auf deren Rückkehr zu warten. Während dieser kurzen Zeit, tauchte etwas oberhalb von mir eine andere Gruppe vorbei - sicherlich sah es in deren Augen sehr seltsam aus, wie ich da so alleine, die "Aussicht genießend", auf meinem Felsblock saß! Sinan und Ergün tauchten wenige Minuten später wieder aus der Tiefe auf und entdeckten mich zugleich auf meiner "Aussichts-Plattform"! Zu Dritt setzten wir langsam zum Aufstieg an, nicht ohne das tiefblaue, transparente Wasser und die Weite zu genießen ( Foto-Shooting inklusive ) - einfach atemberaubend! Der Rückweg zur "Dadga" war natürlich deutlich einfacher, da die starke Strömung uns jetzt Richtung Boot "mitnahm" - wie fliegen unter Wasser! Kaum zurück an der Oberfläche, warf ich erst einmal einen Blick auf Ergün's Tauchcomputer - seine erreichte Tiefe soll aber ein Geheimnis bleiben! Nur soviel.....viel zu tief für mich :-)!Read more

  • Day7

    Ein ringförmiges Hefeteigbäck mit Sesamkörner scheint in der Türkei allgegenwärtig. Ob als kleiner Snack für zwischendurch beim "Tavla" ( die türkische Variante des Backgammon ), von laut rufenden Verkäufern zu Türmen gestapelt auf ihren Köpfen balancierend in den Straßen zum Verkauf angeboten, oder auf den touristisch interessanten Plätzen Istanbuls an unzähligen, kleinen Verkaufsständen zu bekommen - der Simit ist leckeres, auf vielfältige Weise zu genießendes, türkisches "Kulturgut"! Ob mit Käse und Oliven, frischem Humus, Nutella, oder einfach ohne Alles, das vor ungefähr 500 Jahren im Osmanischen Reich erfundene Gebäck passt einfach immer - nur frisch muß es sein! Die Zutaten zur Herstellung des Brezelähnlichen Teigs, sind wie bei den meisten kulinarischen "Klassikern", sehr übersichtlich: Hefe, Mehl, Butter, Salz, Sesamkörner, Wasser und manchmal noch eine Prise Pfeilwurzmehl. Der aufgegangene Hefeteig wird zu "Würsten" gerollt und in Form gebracht, danach für eine halbe Minute in kochendes Wasser getaucht und anschließend in Sesam gewälzt und kross gebacken. Perfekt geworden ist das beliebte Gebäck, wenn durch die aufgeplatzte Kruste der weiche Innenteig zu sehen ist. Auf meine Frage an Kemal, einen jungen Tauchgast an Bord, ob er passend zum Thema eine hübsche Geschichte, vielleicht aus seiner Kindheit wüsste, nickte er nach kurzem Nachdenken. Er konnte sich sehr gut an die heißen Sommer in Anatolien erinnern und wie sich seine große Familie in dieser Jahreszeit ab und zu in den Bergen traf, um dort für kurze Zeit der brütenden Hitze zu entfliehen. Es gab in jenen Bergen kleine Teiche, deren Wasser so eiskalt war, daß die mitgebrachten, aufgeheizten Wassermelonen durch den enormen Temperaturunterschied zerbarsten, wenn sie zur Kühlung hineingelegt wurden. Die Kinder bekamen dann immer ein Stück kühle Melone in die eine Hand gedrückt und ein Stück Simit in die andere und waren glücklich! In seiner zweiten Geschichte erzählte Kemal, daß er ab und zu mit seinem Vater ein Fußballspiel besuchte. Natürlich gab es dort auch die leckeren Sesamkringel zu kaufen - jedoch war dem Vater der Preis für das Gebäck vor Spielbeginn viel zu hoch. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Simit dann immer günstiger! Irgendwann war der Verkaufspreis für den Vater akzeptabel und der hungrige Sohn bekam seinen Kringel - nur um feststellen zu müssen, daß er diesen gefälligst mit seinen Sitznachbarn zu teilen hatte. So blieb letzten Endes immer nur ein kleines Stück zum Eigenverzehr übrig - dafür hatte er auf diese Weise so ganz nebenbei eine wichtige Lektion für sein Leben gelernt - das Teilen! Kindheitserinnerungen eines Dreißigjährigen, der jetzt in Den Haag / Niederlande lebt!Read more

  • Day16

    In Anlehnung an den gestrigen Footprint, heute ein kleiner Beitrag über meine tägliche "Jagd" nach der perfekten Banane. Natürlich kommt es bei der Südfrucht auf die "inneren Werte" an und weniger darauf wie die Schale aussieht. Es ist trotzdem etwas zeitaufwendig in Kaş Bananen zu bekommen die nicht aussehen, als hätte der Obsthändler in der letzten Nacht darauf geschlafen. In den Supermärkten der Stadt braucht man erst gar nicht zu schauen, da die Früchte dort derart herunter gekühlt zum Verkauf angeboten werden, das sie meistens matschig und braun sind - also am besten gleich zum Obsthändler des Vertrauens gehen! Vom Hafen aus kommend, befindet sich kurz vor dem Busbahnhof auf der rechten Straßenseite ein etwas größerer Händler, der ordentliche Ware verkauft. Heute sind sogar türkische Bananen im Angebot, perfekt in Form, Farbe und hoffentlich auch im Geschmack - Olçay wird sich freuen!

    Am Vormittag sind wir an einem besonderen Tauchplatz, der wegen oftmals starker Strömungen nur sehr selten angefahren wird. Der Spot namens "Besmi", stellt den Aussenposten der Tauchplâtze vor Kaş - danach ist griechisches Hoheitsgebiet. Er bietet in größerer Tiefe etwas ganz Besonderes - mehrere historische, mittlerweile mit dem Riff verwachsene, riesige Anker. Dennoch sind die über 500 Jahre alten Stücke sehr gut zu erkennen - jedoch eben in einer Tiefe gelegen, die nur erfahrenen Tauchern vorbehalten ist. Auf dem Rückweg trifft uns eine Gegenströmung so stark, daß wieder horizontal "geklettert" werden muß! Zwischen zwei Felsen erwischt mich dann kurz vor dem Auftauchen in fünfzehn Meter Tiefe die Strömung derart, daß sie mich binnen Sekunden ūber zehn Meter nach oben trägt. Erst in einer Tiefe von vier Meter, kann ich den ungewollten Aufstieg abbremsen - alles gut gegangen!
    Read more

  • Day2

    Beim ersten Blick auf's Smartphone ist es kurz nach 9.00 Uhr - huhhhh, fast verschlafen :-)! Jedenfalls bleibt keine Zeit mehr für's Frühstück - die "Dagda" ( Tauchboot von Apollo Diving ) verläßt um 10.00 Uhr den Hafen! Zudem ist heute ein Geburtstag zu feiern, den ich nicht missen möchte - Osman, einer der Tauchlehrer an Bord, wird 32 Jahre alt! Da muss für ihn unbedingt noch ein Schokoladenkuchen besorgt und für Olçay den Bootsmann ( aber auch für mich ), Bananen gekauft werden - kleine Aufmerksamkeiten für liebgewonnene Menschen! An Bord herrscht bei meinem Eintreffen bereits Feierlaune und auch ich werde herzlich mit Umarmungen und Wangenküssen begrüßt. Umut ( auch ein Tauchlehrer im Team ) entdeckt mich als erster, das Geburtskind ruft erfreut "Klaus Abı" - danach bleibt Zeit für alle anderen! Orçun ( mein Freund aus Istanbul ) mit seiner Familie, natürlich Hüseyin und Sibel ( die Eigentümer des Tauchboots ) und deren Tochter Ada, aber auch viele neue Gesichter sind zu sehen! An Olçay richtet sich wieder einmal meine scherzhaft gemeinte Frage, ob es frischen Humus gibt ( "Taze Humus var mı"? ). Er verneint, der Humus sei "yok" ( alle! ) - unser "Running Gag"! Ergün und seine Frau Müge aus Ankara, haben gestern kurz die Ferien in Kaş unterbrochen, um die gemeinsame Tochter zum Flughafen zu begleiten ( Daphne fliegt nach Frankreich ) - heute Abend sind sie aber wieder zurück! Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem kleinen Restaurant am Hafen ( natürlich "Ev yemekleri" - Homecooking ) besteht Orçun darauf, meine Rechnung zu begleichen - ich lehne energisch ab, kann mich aber nicht wirklich durchsetzen! Wir einigen uns darauf, daß ich seiner Tochter Ela und Ada ( Hüseyin's Tochter ) dafür zum Nachtisch ein Eis kaufen soll - "but not too much, they are limited" gibt mir Orçun noch auf den Weg! Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen Frankreich und Kroatien schauen wir uns auf einem Smartphone an Bord an - nach dem Nachmittagstauchgang schaffen wir es einfach nicht rechtzeitig zurück an Land. Der guten Stimmung beim Zuschauen, schadet das überhaupt nicht! Nach dem Spiel ist vor dem nächsten Grund zu feiern - Osmans Geburtstag muß noch gebührend "begossen" werden! Als wenig später dann Ergün und Müge eintreffen, ist die Freude groß! Nach einer herzlichen Umarmung mit dem Physiklehrer und gegenseitigen Freudesbekundigungen über das Wiedersehen, sagt er noch zu mir: "It's good to see you again....and don't forget, you have a family here in Turkey" - zurück bei meiner türkischen Familie!Read more

You might also know this place by the following names:

Kaş, Kas, Каш, Къаш, 卡什

Join us:

FindPenguins for iOS FindPenguins for Android

Sign up now