Turkey
Kas

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8 travelers at this place:

  • Day8

    Bevor es am Nachmittag für fünf oder sechs Tage in die Berge geht, möchte ich gerne noch einmal unter Wasser - je nach Tauchplatz! Als dann die Entscheidung fällt, daß es wieder an den "Canyon" geht, ist meine Freude groß - zu früh, wie sich schon bald darauf zeigt! Das kurz nach dem Abtauchen vom Ankerplatz, auf dem Weg zum "Eingang" des Canyon's, öfters mit starker Gegenströmung zu rechnen ist, hatte ich ja bereits Vorgestern ausführlich berichtet. Wie daraus aber schnell eine "unangenehme" Situation entstehen kann zeigt sich, als Apo ( eigentlich ein sehr erfahrener Guide ) den Canyon einfach nicht findet! Nicht nur, daß wir bei den schwierigen Bedingungen viel Energie und Luft verbrauchen - das orientierungslos anmutende Suchen des anversierten Tauchplatzes und minutenlange gegen die Strömung tauchen des Guides, führt uns zudem in noch heftigere Strömungen - "herzlichen" Dank für das Workout! Kurze Zusammenfassung des Dives aus meiner Sicht: Katastrophentauchgang - nahezu ständiges Ankämpfen gegen starke Strömungen - Spaßfaktor Null, dafür brennende Beinmuskeln - Canyon nicht gefunden, aber Gott sei Dank irgendwie wieder den Weg zurück zum Boot, bevor die Pressluftflaschen leer waren! Themawechsel: Herzliche Umarmungen beim Wiedersehen mit Hamdi am Busbahnhof in Kalkan - kaum zu glauben, daß ein Jahr vergangen ist - gefühlt haben wir uns doch erst vor einigen Monaten gesehen :-)! Wenig später nach einem Blick auf den in weiter Ferne liegenden Strand von Patara, kommt Üzümlü in Sicht - es muss aber noch für heute Abend eine Wassermelone gekauft werden, die es nach dem Dinner (Hühnchen mit Auberginen ) um 20.30 Uhr zum Dessert gibt - yummy! Freundliche Worte und Umarmungen auch von Melihat und Dilek, als wir Gaskesmez Camping erreichen. Das Zelt baue ich an genau der gleichen Stelle auf, an der es letztes Jahr stand - bin eben manchmal auch ein "Gewohnheitstier" :-). Bis auf einige neue Pavillons und einer hübschen Bar wo letztes Jahr eine Sitzecke war, ist alles genauso wie ich es in Erinnerung habe - jetzt erst einmal kalt duschen ( warmes Wasser gibt es eh nicht ) und danach einen Çay ( türkischen Schwarzen Tee ) - Back to Üzümlü! Nachtrag: Die beiden Fotos, die ich der Familie gerahmt als kleines Gastgeschenk mitgebracht habe, sind freudig entgegen genommen worden und haben bereits ihren Platz auf dem Kaminsims!Read more

  • Day49

    Zum Abschied geht's noch einmal auf die "Dadga" - ein letzter Tauchgang im glasklaren, 28 Grad warmen Meer! Mich trifft fast der Schlag, als ich an Bord gehe - über dreißig Taucher heute! Bis auf die Crew ist mir niemand bekannt und damit wird wieder einmal deutlich, was das Tauchen der letzten Wochen so besonders machte - die vertrauten Menschen, die mir wichtig geworden sind!

    Herşey için teşekkürler arkadaşlar ( vielen Dank für alles meine Freunde ):

    Hüseyin, Sibel, Ada, Orçun, Begüm, Ela, Ergün, Müge, Defne, Kaan, Tansu, Oya, Olçay, Seçil, Buğra, Osman, Umut, Devran, Ece, Tiktu, Sinan, Nevşin, Kaan, Belma.....und aus Üzümlü: Hamdi, Melihat & Dilek!
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  • Day38

    Tag 39: Ein "buntes" Leben

    July 20, 2017 in Turkey

    Vierzehn Tage Urlaub zu Zweit neigen sich dem Ende - heute Abend fliegt Susi wieder zurück nach Deutschland. Den letzten gemeinsamen Tag verbringen wir einmal mehr im Leymona Beach Club - mein bevorzugter Ort für "fließende Gedanken" ;-). Seit etwas über zwei Jahren sind wir nun zusammen und haben definitiv einen der 2015 gefassten Vorsätze mit Bravour umgesetzt. Um es mit Susi's Worten zu formulieren: "Ein Buntes Leben". Der Tristes des Alltags mit aller Energie entgegen zu treten, war damals das erklärte Ziel, zur Verfügung stehende Freizeit konsequent zu nutzen um zusammen viele Erinnerungen zu schaffen, der gemeinsame Wunsch. Gut gemacht Susi und Klaus würde ich Mal sagen. In der kurzen Zeit war der aktuelle Urlaub in "Kas" unsere neunte Flugreise und.......es stehen ja noch weitere spannende Unternehmungen für dieses Jahr an. Eine riesige Reiselust und große Neugierde auf die Welt treibt uns an - Gesundheit und Bonität vorausgesetzt - soll es auch die kommenden Jahre so weitergehen. Auf ein spannendes und "Buntes Leben" - Inshallah!Read more

  • Day39

    Tag 40: "Ev Yemekleri" in Kas

    July 21, 2017 in Turkey

    In "Kas" gibt es unzählige Restaurants mit einem riesigen Angebot an nationalen und internationalen Speisen. Viele davon ( vor allem in der pittoresken Altstadt ) bestechen durch ihre reizvolle Lage und die liebevolle Einrichtung. Allein die "Altstadt-Küche" wäre einen kulinarischen Reiseführer wert ( sicherlich von großem Interesse für Daniela - vielen Dank an dieser Stelle für deine Begeisterung an meinem Reiseblog :-). Aber,.......der heutige Bericht soll sich der bodenständigen und "einfachen" türkischen Küche widmen. Es ist dabei wichtig zu wissen, das rund 90% der Touristen die "Kas" besuchen, aus dem eigenen Land stammen. So lässt sich auch ein Stück weit erklären, daß Homecooking ( auf Türkisch "Ev Yemekleri" ) hier vor Ort so beliebt ist. Gegessen wird wie bei "Muttern", denn oft stehen die Eigentümer selbst in den Küchen ihrer Restaurants und zaubern dort am Herd, was die saisonalen Produkte ermöglichen. Den Gästen werden "einfache", aber sehr schmackhafte Gerichte angeboten. Meistens gibt es auch Speisekarten in den kleinen Restaurants, die mich manchmal an Garküchen in Thailand erinnern, es ist aber immer von Vorteil, einfach in die vielen Töpfe zu schauen. Die brodeln vor sich her und verbreiten einen verführerischen Duft. Wer bisher nur Appetit hatte, bekommt spätestens jetzt Hunger. Die Gäste können sich verschiedenste Speisen aus den Töpfen aussuchen und bekommen diese dann nach und nach am Tisch serviert. Es ist immer lohnenswert, in der Türkei nach kleinen Restaurants zu schauen, die mit "Ev Yemekleri" werben. "Afiyet olsun" - Guten Appetit"!Read more

  • Day46

    Tag 47: Abschied nehmen

    July 28, 2017 in Turkey

    Wie können fast sieben Wochen nur so schnell vergehen? Zeit, langsam Abschied zu nehmen - auch vom "Leymona Beach Club", in dem ich gerade bei einem Cay, noch einmal den wunderschönen Blick über das Meer nach "Kastellorizo" genieße. Was war das nur für eine schöne Zeit? Meine Dankbarkeit ist riesengroß für die tollen neuen Eindrücke, die kleinen und großen Abenteuer, dafür daß jeder Tag ein Erlebnis war und das die "Blauen Augen" an unseren Rucksäcken alle auf der Reise beschützt haben. Eine ganz wunderbare Erfahrung waren vor allem die vielen liebenswerten und gastfreundlichen Menschen. Hoffentlich bleiben die spannenden Erlebnisse und die gemeinsame Zeit mit Jessi und Jo auf dem Lykischen Weg kein einmaliges Erlebnis - vielleicht ist ja das nächste Mal auch Susi mit dabei! Danke, daß ihr mich mein "Buntes Leben" leben lässt - ihr mich so nehmt wie ich bin. Das bei euch kein Verstellen oder Verdrehen nötigt ist, erfüllt mich mit Glück - Danke, daß es euch gibt! Zurück im Alltag wird so vieles aus den letzten Wochen fehlen - aber ich kann auch eben soviel mitnehmen! Vor allem die Zufriedenheit die bei alltäglichen, einfachen Dingen ( spontan erinnere ich mich an unsere strahlenden Gesichter, als nach stundenlangem Marsch endlich die "Fatma Pension" in Bel erreicht wurde, oder die Begeisterung, die ein Brunnen mit kühlem Wasser an einem heißen Tag auszulösen vermag ) zu spüren ist, aber auch die Freude am Teilen, das täglich auf dem Tauchboot gelebt wurde, wenn sich jeder etwas von dem vorhandenen Essen nehmen konnte. Die Ruhe, das Licht und die spannenden Momente in der wunderschönen Natur während der Wanderung - das freundliche, respektvolle und herzliche Miteinander der gastfreundlichen Menschen. "Meine" Türkische Familie und die netten Gespräche mit ihnen werden genauso fehlen, wie die unterschiedlichen Blautöne des glasklaren Meeres. Sogar die täglichen Aufrufe zum Gebet ( auch wenn der Muezzin in "Kas" manchmal grausam schlecht gesungen hat :-). Die Sonne, das Wasser und der Wind auf meiner Haut, ebenso die vielen Meeresschildkröten. Den Premium-Ayran und das Ekmek Köfte vom "Atomic Grill" genauso, wie ab und zu ein Tahinli ( süße Sesamschneckennudel ). Aber vor allem wird mir das Gefühl von Unbeschwertheit und Freiheit fehlen. In den letzten Wochen konnte ich "loslassen" und fernab vom Alltag das Leben genießen, neue Freundschaften knüpfen, wieder besser schlafen und viel Energie tanken. Was braucht das Leben sonst noch? Alles was wirklich wichtig ist, war "var"!Read more

  • Day20

    Tag 21: Wild Camping in Kas

    July 2, 2017 in Turkey

    Als wir letzte Woche auf dem Weg in den "Leymona Beach Club" das Amphitheater von "Kas" besuchten, fiel mir vor der historischen Stätte ein großes, bewaldetes Grundstück direkt am Meer auf. Da die Campingplätze in "Kas" ein ganzes Stück außerhalb liegen, auf diesem Grundstück ( das Gelände des ehemaligen Krankenhauses ) aber ebenso Zelte standen, fragte ich einen der Camper, ob das Übernachten hier geduldet wird. Da der junge Mann mir versicherte, das dem so ist, baute ich dort bereits gestern Vormittag mein Zelt zwischen zwei schattenspendenden Bäumen auf. Mit meinem neuen "Eigenheim" bin ich sehr zufrieden - die "Nachbarschaft" ist in Ordnung und hat direkten Meerblick! Unter all den jungen Menschen bin ich natürlich der Büjük Baba ( Großvater ), trotzdem ( oder vielleicht gerade deshalb ) begrüßten mich die "Kinders" herzlich im Kreise der Wildcamper. Nachdem das Kulturfest am Hafen ( 500 Meter entfernt ) gegen Mitternacht vorbei war - mit Musik so laut, daß man meinte die Bassbox steht im Zelt nebenan, konnte ich dann endlich einschlafen. Der "übermotivierte" und ebenso sehr laute Aufruf des Muezzins zum Morgengebet um Nullfünfhundert ( da kommt der Navy Seal wieder durch ) hatte eine kurze Unterbrechung zur Folge......aber danach fuhr der Bus nochmal für drei Stunden ins Traumland. Fazit: Der Einsatz war erfolgreich :-)! Noch eine "wichtige" Info als Nachtrag: Durch Zufall entdeckte ich heute, versteckt in einer Gasse, ein tolles kleines Cafe und habe beschlossen, dort Stammgast zu werden.Read more

  • Day3

    Die Redensart "Eine Fahrt ins Blaue", beschreibt sinngemäß einen Ausflug an einen nicht bekannten Ort, mit nicht klar vorhersehbarem Ausgang - vorzugsweise ( und das ist ausschließlich meine Ergänzung ), bei Sonnenschein und.....blauem Himmel! Die Farbe Blau ist Seelenbalsam - Wellness für den ganzen Körper! Mit dieser Farbe werden beispielsweise Ruhe, Entspannung und Gelassenheit verbunden - sie ist ein Symbol für Freiheit und Ewigkeit und in der Farbtheraphie, wird sie unter anderem gegen Entzündungen, Herzbeschwerden und Stress eingesetzt, da Blau nachweislich antiseptisch und blutdruckhemmend wirkt. Blautöne gibt es viele in Kaş - heute ist ein prima Tag um die unterschiedlichsten Nuancen der 'Freiheitsfarbe" zu entdecken! Beim erster Blick des Tages in den Himmel, ist ein strahlendes, wolkenfreies Hellblau zu entdecken. Auf dem Weg zum Tauchplatz des Vormittags, hat das Mittelmeer vor der türkischen Ägäisküste mit seinen verschiedenen Blautönen, große Chancen den Vergleich mit der "Konkurrenz von oben" auf Anhieb zu gewinnen. Der "Sieg" des Tages geht schließlich an den Ankerplatz der "Dagda" - was für ein sattes, dunkles Blau! Die Sonnenstrahlen, wie die Ankerkette auch, verlieren sich beim Blick vom Boot magisch in der transparenten Tiefe - bezaubernde Momente, wie sie nur die Natur erschaffen kann! Der Sprung ins Wasser ist ganz einfach, scheint bei den hohen Temperaturen fast erlösend - das Meer ruft und lockt ohne Mühe! Als wir nach dem Abtauchen in Richtung unseres Ziels "Kovanlı" tauchen, wird das Blau noch etwas dunkler - das Spiel der Sonnenstrahlen bleibt aber auch unter Wasser bestehen. In ungefähr 25 Meter Tiefe werden mehrere Seegraswiesen sichtbar, in denen sich größere Zackenbarsche und Trompetenfische tummeln. Nach 50 Minuten ist der Unterwasserausflug beendet - im kristallklarem Wasser "begrüßt" uns der dunkelblaue Rumpf von Hüseyin's Tauchboot!Read more

  • Day6

    Eigentlich hatte ich heute überhaupt keine Lust auf einen Tauchgang....., eigentlich! Als dann aber der Ankerplatz vom "Canyon" angesteuert wurde, änderte sich das schlagartig - trotz leichter Müdigkeit! Der "Canyon" ist wirklich etwas Besonderes! Eine ausführliche Beschreibung von meinem Lieblings-Tauchspot in Kaş, hatte ich ja bereits letztes Jahr in einem Footprint der Reise "Lykischer Wanderweg" online gesetzt - deshalb heute die Kurzbeschreibung: "nur fliegen ist schöner":-)! Zuerst sollte ich in Umut's Gruppe tauchen, bin dann aber der "Dritte Mann" bei Sinan und Ergün geworden. Um ehrlich zu sein, so richtig glücklich über meine "Gruppe" war ich zu Beginn nicht, da Ergün gerne Mal ein "wenig" tiefer taucht und Sinan als Berufstaucher sich über Tiefen unterhalb einhundert Meter überhaupt keine Gedanken zu machen scheint - was für Tauchbuddys :-)! Mir fehlt einerseits die Erfahrung um in solchen Tiefen zu tauchen, anderseits habe ich dazu auch nicht das Verlangen - schon gar nicht mit gewöhnlicher Pressluft als Atemgas! So vereinbarten wir vor dem Sprung ins Wasser, daß ich am Wrack in dreißig Meter Tiefe warte, bis die Beiden von ihrem Kurz-Trip, "einige" Meter tiefer, zurück kehren. Den eigentlichen Canyon nach dem Abtauchen aber überhaupt erst einmal zu erreichen, war auf Grund der heftigen Gegenströmung sehr anstrengend! Nur mit Flossenschlägen war heute überhaupt nichts zu erreichen! Wir mussten uns mühsam Stück für Stück an den Felsen voranziehen - horizontales Unterwasser-Klettern! Am alten Stahlwrack in dreißig Meter Tiefe angekommen, verabschiedeten sich die Zwei wie im Briefing besprochen und verschwanden schnell im tiefdunklen Blau. Ich fand einen "bequemen" Felsen etwas oberhalb des Wracks und setzte mich "Luft sparend" auf diesen, um dort gut sichtbar für die Beiden, auf deren Rückkehr zu warten. Während dieser kurzen Zeit, tauchte etwas oberhalb von mir eine andere Gruppe vorbei - sicherlich sah es in deren Augen sehr seltsam aus, wie ich da so alleine, die "Aussicht genießend", auf meinem Felsblock saß! Sinan und Ergün tauchten wenige Minuten später wieder aus der Tiefe auf und entdeckten mich zugleich auf meiner "Aussichts-Plattform"! Zu Dritt setzten wir langsam zum Aufstieg an, nicht ohne das tiefblaue, transparente Wasser und die Weite zu genießen ( Foto-Shooting inklusive ) - einfach atemberaubend! Der Rückweg zur "Dadga" war natürlich deutlich einfacher, da die starke Strömung uns jetzt Richtung Boot "mitnahm" - wie fliegen unter Wasser! Kaum zurück an der Oberfläche, warf ich erst einmal einen Blick auf Ergün's Tauchcomputer - seine erreichte Tiefe soll aber ein Geheimnis bleiben! Nur soviel.....viel zu tief für mich :-)!Read more

  • Day7

    Ein ringförmiges Hefeteigbäck mit Sesamkörner scheint in der Türkei allgegenwärtig. Ob als kleiner Snack für zwischendurch beim "Tavla" ( die türkische Variante des Backgammon ), von laut rufenden Verkäufern zu Türmen gestapelt auf ihren Köpfen balancierend in den Straßen zum Verkauf angeboten, oder auf den touristisch interessanten Plätzen Istanbuls an unzähligen, kleinen Verkaufsständen zu bekommen - der Simit ist leckeres, auf vielfältige Weise zu genießendes, türkisches "Kulturgut"! Ob mit Käse und Oliven, frischem Humus, Nutella, oder einfach ohne Alles, das vor ungefähr 500 Jahren im Osmanischen Reich erfundene Gebäck passt einfach immer - nur frisch muß es sein! Die Zutaten zur Herstellung des Brezelähnlichen Teigs, sind wie bei den meisten kulinarischen "Klassikern", sehr übersichtlich: Hefe, Mehl, Butter, Salz, Sesamkörner, Wasser und manchmal noch eine Prise Pfeilwurzmehl. Der aufgegangene Hefeteig wird zu "Würsten" gerollt und in Form gebracht, danach für eine halbe Minute in kochendes Wasser getaucht und anschließend in Sesam gewälzt und kross gebacken. Perfekt geworden ist das beliebte Gebäck, wenn durch die aufgeplatzte Kruste der weiche Innenteig zu sehen ist. Auf meine Frage an Kemal, einen jungen Tauchgast an Bord, ob er passend zum Thema eine hübsche Geschichte, vielleicht aus seiner Kindheit wüsste, nickte er nach kurzem Nachdenken. Er konnte sich sehr gut an die heißen Sommer in Anatolien erinnern und wie sich seine große Familie in dieser Jahreszeit ab und zu in den Bergen traf, um dort für kurze Zeit der brütenden Hitze zu entfliehen. Es gab in jenen Bergen kleine Teiche, deren Wasser so eiskalt war, daß die mitgebrachten, aufgeheizten Wassermelonen durch den enormen Temperaturunterschied zerbarsten, wenn sie zur Kühlung hineingelegt wurden. Die Kinder bekamen dann immer ein Stück kühle Melone in die eine Hand gedrückt und ein Stück Simit in die andere und waren glücklich! In seiner zweiten Geschichte erzählte Kemal, daß er ab und zu mit seinem Vater ein Fußballspiel besuchte. Natürlich gab es dort auch die leckeren Sesamkringel zu kaufen - jedoch war dem Vater der Preis für das Gebäck vor Spielbeginn viel zu hoch. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Simit dann immer günstiger! Irgendwann war der Verkaufspreis für den Vater akzeptabel und der hungrige Sohn bekam seinen Kringel - nur um feststellen zu müssen, daß er diesen gefälligst mit seinen Sitznachbarn zu teilen hatte. So blieb letzten Endes immer nur ein kleines Stück zum Eigenverzehr übrig - dafür hatte er auf diese Weise so ganz nebenbei eine wichtige Lektion für sein Leben gelernt - das Teilen! Kindheitserinnerungen eines Dreißigjährigen, der jetzt in Den Haag / Niederlande lebt!Read more

  • Day20

    Day 21: A first summary

    August 2 in Turkey

    Drei Wochen sind vergangen - Zeit für ein erstes Resümee! Irgendwie fühlt es sich weniger wie Urlaub an, es ist mehr wie.....daheim sein in Kaş, bei Freunden - meiner "Türk ailem" ( türkischen Familie )! Kleinigkeiten, beispielsweise simple Fragen "wie geht es dir heute"?, oder "wo warst du denn gestern"?, machen für mich den Unterschied! In Neuthard interessiert mein Befinden sehr selten jemand - es ist oft wochenlang so scheint es völlig egal, ob ich da bin oder nicht und schon zweimal egal, wie es mir geht! Bei zufälligen Begegnungen, oft nach langer Zeit, fallen die Begrüßungen typisch deutsch aus - kühl, sachlich, distanziert und mit weit ausgestreckter Hand ( wenn überhaupt )! Gespräche beinhaltet dann eher emotionsneutrale Themen wie "wir haben jetzt neue Mülleimer" etc.! Kein ernsthaftes Interesse wie es dem anderen die letzte Zeit ergangen ist - im günstigsten Fall als kurzer, rhetorischer "Fehltritt" aus Höflichkeit in einem Nebensatz....wie mich das annervt! Ein Zusammenleben ist in Deutschland meiner Meinung nach oft nur eine Illusion! Natürlich spricht man miteinander, trifft sich, besucht zusammen ein Café oder Restaurant. Das persönliche Befinden ist jedoch für den Gegenüber wirklich selten von Belang, wenn es ihn nicht unmittelbar selbst betrifft - wie gesagt, meiner Meinung nach! Bevor es morgens in Richtung Tauchboot geht, treffe ich auf dem Rundweg dorthin oftmals dieselben Menschen. Ein freundlicher Gruß vom Inhaber der "Aysun Patisserie", auch wenn ich dort nichts kaufe! Weiter geht's in Richtung "Muhtar Markt", dem Supermarkt meines Vertrauens. Dabei komme ich am "Atom Büfe" vorbei, wo ich abends ab und zu ein leckeres "Ekmek Köfte" ( ein mit kleinen Buletten, Salat und gegrilltem Spitzpaprika belegtes Brot ) esse - man winkt sich zu! Auf dem Weg zum Hafen liegt das "Pika" - Elf, die Bedienung aus Schweden ( mit dem Nachnamen "Elf"ström ) schaut noch sehr müde aus. Sie öffnet gerade das kleine Café - trotzdem bringt sie ein verschlafenes "Hallo" hervor. "Bis heute Mittag zum Cartado" anworte ich zurück! Manchmal ist zu dieser Zeit auf dem zentralen Platz, auch schon der Mandelverkäufer mit seinem kleinen Verkaufswagen unterwegs! Natürlich auch von ihm ein "Günaydın" ( guten Morgen ) - obwohl ich noch nie etwas bei ihm gekauft habe! Ich weiß, ich weiß....., daß alles hört sich übertrieben positiv an, ist aber tatsächlich so! Jedenfalls....., in den fünf Jahren, in denen ich in Neuthard wohne, habe ich nicht ansatzweise soviel soziale Interaktion erlebt, wie in den letzten drei Wochen. Es ist natürlich immer von Vorteil selbstkritisch zu sein und so frage ich mich gerade, ob es nicht auch zu großen Teilen an mir selbst liegt? Ganz bestimmt sogar....., jedoch ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade, ein Teil dieser oft oberflächlichen Gemeinschaft in Deutschland zu sein, die vor allem sich selbst gerne reden hört - sehr wenige Menschen ausgenommen! Hört sich jedenfalls ganz nach einem "Thema" für den nächsten Besuch im Leymona Beach Club an - fließende Gedanken..........:)!Read more

You might also know this place by the following names:

Kaş, Kas, Каш, Къаш, 卡什

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