Turkey
Kas

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7 travelers at this place:

  • Day8

    Bevor es am Nachmittag für fünf oder sechs Tage in die Berge geht, möchte ich gerne noch einmal unter Wasser - je nach Tauchplatz! Als dann die Entscheidung fällt, daß es wieder an den "Canyon" geht, ist meine Freude groß - zu früh, wie sich schon bald darauf zeigt! Das kurz nach dem Abtauchen vom Ankerplatz, auf dem Weg zum "Eingang" des Canyon's, öfters mit starker Gegenströmung zu rechnen ist, hatte ich ja bereits Vorgestern ausführlich berichtet. Wie daraus aber schnell eine "unangenehme" Situation entstehen kann zeigt sich, als Apo ( eigentlich ein sehr erfahrener Guide ) den Canyon einfach nicht findet! Nicht nur, daß wir bei den schwierigen Bedingungen viel Energie und Luft verbrauchen - das orientierungslos anmutende Suchen des anversierten Tauchplatzes und minutenlange gegen die Strömung tauchen des Guides, führt uns zudem in noch heftigere Strömungen - "herzlichen" Dank für das Workout! Kurze Zusammenfassung des Dives aus meiner Sicht: Katastrophentauchgang - nahezu ständiges Ankämpfen gegen starke Strömungen - Spaßfaktor Null, dafür brennende Beinmuskeln - Canyon nicht gefunden, aber Gott sei Dank irgendwie wieder den Weg zurück zum Boot, bevor die Pressluftflaschen leer waren! Themawechsel: Herzliche Umarmungen beim Wiedersehen mit Hamdi am Busbahnhof in Kalkan - kaum zu glauben, daß ein Jahr vergangen ist - gefühlt haben wir uns doch erst vor einigen Monaten gesehen :-)! Wenig später nach einem Blick auf den in weiter Ferne liegenden Strand von Patara, kommt Üzümlü in Sicht - es muss aber noch für heute Abend eine Wassermelone gekauft werden, die es nach dem Dinner (Hühnchen mit Auberginen ) um 20.30 Uhr zum Dessert gibt - yummy! Freundliche Worte und Umarmungen auch von Melihat und Dilek, als wir Gaskesmez Camping erreichen. Das Zelt baue ich an genau der gleichen Stelle auf, an der es letztes Jahr stand - bin eben manchmal auch ein "Gewohnheitstier" :-). Bis auf einige neue Pavillons und einer hübschen Bar wo letztes Jahr eine Sitzecke war, ist alles genauso wie ich es in Erinnerung habe - jetzt erst einmal kalt duschen ( warmes Wasser gibt es eh nicht ) und danach einen Çay ( türkischen Schwarzen Tee ) - Back to Üzümlü! Nachtrag: Die beiden Fotos, die ich der Familie gerahmt als kleines Gastgeschenk mitgebracht habe, sind freudig entgegen genommen worden und haben bereits ihren Platz auf dem Kaminsims!Read more

  • Day49

    Zum Abschied geht's noch einmal auf die "Dadga" - ein letzter Tauchgang im glasklaren, 28 Grad warmen Meer! Mich trifft fast der Schlag, als ich an Bord gehe - über dreißig Taucher heute! Bis auf die Crew ist mir niemand bekannt und damit wird wieder einmal deutlich, was das Tauchen der letzten Wochen so besonders machte - die vertrauten Menschen, die mir wichtig geworden sind!

    Herşey için teşekkürler arkadaşlar ( vielen Dank für alles meine Freunde ):

    Hüseyin, Sibel, Ada, Orçun, Begüm, Ela, Ergün, Müge, Defne, Kaan, Tansu, Oya, Olçay, Seçil, Buğra, Osman, Umut, Devran, Ece, Tiktu, Sinan, Nevşin, Kaan, Belma.....und aus Üzümlü: Hamdi, Melihat & Dilek!
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  • Day3

    Die Redensart "Eine Fahrt ins Blaue", beschreibt sinngemäß einen Ausflug an einen nicht bekannten Ort, mit nicht klar vorhersehbarem Ausgang - vorzugsweise ( und das ist ausschließlich meine Ergänzung ), bei Sonnenschein und.....blauem Himmel! Die Farbe Blau ist Seelenbalsam - Wellness für den ganzen Körper! Mit dieser Farbe werden beispielsweise Ruhe, Entspannung und Gelassenheit verbunden - sie ist ein Symbol für Freiheit und Ewigkeit und in der Farbtheraphie, wird sie unter anderem gegen Entzündungen, Herzbeschwerden und Stress eingesetzt, da Blau nachweislich antiseptisch und blutdruckhemmend wirkt. Blautöne gibt es viele in Kaş - heute ist ein prima Tag um die unterschiedlichsten Nuancen der 'Freiheitsfarbe" zu entdecken! Beim erster Blick des Tages in den Himmel, ist ein strahlendes, wolkenfreies Hellblau zu entdecken. Auf dem Weg zum Tauchplatz des Vormittags, hat das Mittelmeer vor der türkischen Ägäisküste mit seinen verschiedenen Blautönen, große Chancen den Vergleich mit der "Konkurrenz von oben" auf Anhieb zu gewinnen. Der "Sieg" des Tages geht schließlich an den Ankerplatz der "Dagda" - was für ein sattes, dunkles Blau! Die Sonnenstrahlen, wie die Ankerkette auch, verlieren sich beim Blick vom Boot magisch in der transparenten Tiefe - bezaubernde Momente, wie sie nur die Natur erschaffen kann! Der Sprung ins Wasser ist ganz einfach, scheint bei den hohen Temperaturen fast erlösend - das Meer ruft und lockt ohne Mühe! Als wir nach dem Abtauchen in Richtung unseres Ziels "Kovanlı" tauchen, wird das Blau noch etwas dunkler - das Spiel der Sonnenstrahlen bleibt aber auch unter Wasser bestehen. In ungefähr 25 Meter Tiefe werden mehrere Seegraswiesen sichtbar, in denen sich größere Zackenbarsche und Trompetenfische tummeln. Nach 50 Minuten ist der Unterwasserausflug beendet - im kristallklarem Wasser "begrüßt" uns der dunkelblaue Rumpf von Hüseyin's Tauchboot!Read more

  • Day6

    Eigentlich hatte ich heute überhaupt keine Lust auf einen Tauchgang....., eigentlich! Als dann aber der Ankerplatz vom "Canyon" angesteuert wurde, änderte sich das schlagartig - trotz leichter Müdigkeit! Der "Canyon" ist wirklich etwas Besonderes! Eine ausführliche Beschreibung von meinem Lieblings-Tauchspot in Kaş, hatte ich ja bereits letztes Jahr in einem Footprint der Reise "Lykischer Wanderweg" online gesetzt - deshalb heute die Kurzbeschreibung: "nur fliegen ist schöner":-)! Zuerst sollte ich in Umut's Gruppe tauchen, bin dann aber der "Dritte Mann" bei Sinan und Ergün geworden. Um ehrlich zu sein, so richtig glücklich über meine "Gruppe" war ich zu Beginn nicht, da Ergün gerne Mal ein "wenig" tiefer taucht und Sinan als Berufstaucher sich über Tiefen unterhalb einhundert Meter überhaupt keine Gedanken zu machen scheint - was für Tauchbuddys :-)! Mir fehlt einerseits die Erfahrung um in solchen Tiefen zu tauchen, anderseits habe ich dazu auch nicht das Verlangen - schon gar nicht mit gewöhnlicher Pressluft als Atemgas! So vereinbarten wir vor dem Sprung ins Wasser, daß ich am Wrack in dreißig Meter Tiefe warte, bis die Beiden von ihrem Kurz-Trip, "einige" Meter tiefer, zurück kehren. Den eigentlichen Canyon nach dem Abtauchen aber überhaupt erst einmal zu erreichen, war auf Grund der heftigen Gegenströmung sehr anstrengend! Nur mit Flossenschlägen war heute überhaupt nichts zu erreichen! Wir mussten uns mühsam Stück für Stück an den Felsen voranziehen - horizontales Unterwasser-Klettern! Am alten Stahlwrack in dreißig Meter Tiefe angekommen, verabschiedeten sich die Zwei wie im Briefing besprochen und verschwanden schnell im tiefdunklen Blau. Ich fand einen "bequemen" Felsen etwas oberhalb des Wracks und setzte mich "Luft sparend" auf diesen, um dort gut sichtbar für die Beiden, auf deren Rückkehr zu warten. Während dieser kurzen Zeit, tauchte etwas oberhalb von mir eine andere Gruppe vorbei - sicherlich sah es in deren Augen sehr seltsam aus, wie ich da so alleine, die "Aussicht genießend", auf meinem Felsblock saß! Sinan und Ergün tauchten wenige Minuten später wieder aus der Tiefe auf und entdeckten mich zugleich auf meiner "Aussichts-Plattform"! Zu Dritt setzten wir langsam zum Aufstieg an, nicht ohne das tiefblaue, transparente Wasser und die Weite zu genießen ( Foto-Shooting inklusive ) - einfach atemberaubend! Der Rückweg zur "Dadga" war natürlich deutlich einfacher, da die starke Strömung uns jetzt Richtung Boot "mitnahm" - wie fliegen unter Wasser! Kaum zurück an der Oberfläche, warf ich erst einmal einen Blick auf Ergün's Tauchcomputer - seine erreichte Tiefe soll aber ein Geheimnis bleiben! Nur soviel.....viel zu tief für mich :-)!Read more

  • Day7

    Ein ringförmiges Hefeteigbäck mit Sesamkörner scheint in der Türkei allgegenwärtig. Ob als kleiner Snack für zwischendurch beim "Tavla" ( die türkische Variante des Backgammon ), von laut rufenden Verkäufern zu Türmen gestapelt auf ihren Köpfen balancierend in den Straßen zum Verkauf angeboten, oder auf den touristisch interessanten Plätzen Istanbuls an unzähligen, kleinen Verkaufsständen zu bekommen - der Simit ist leckeres, auf vielfältige Weise zu genießendes, türkisches "Kulturgut"! Ob mit Käse und Oliven, frischem Humus, Nutella, oder einfach ohne Alles, das vor ungefähr 500 Jahren im Osmanischen Reich erfundene Gebäck passt einfach immer - nur frisch muß es sein! Die Zutaten zur Herstellung des Brezelähnlichen Teigs, sind wie bei den meisten kulinarischen "Klassikern", sehr übersichtlich: Hefe, Mehl, Butter, Salz, Sesamkörner, Wasser und manchmal noch eine Prise Pfeilwurzmehl. Der aufgegangene Hefeteig wird zu "Würsten" gerollt und in Form gebracht, danach für eine halbe Minute in kochendes Wasser getaucht und anschließend in Sesam gewälzt und kross gebacken. Perfekt geworden ist das beliebte Gebäck, wenn durch die aufgeplatzte Kruste der weiche Innenteig zu sehen ist. Auf meine Frage an Kemal, einen jungen Tauchgast an Bord, ob er passend zum Thema eine hübsche Geschichte, vielleicht aus seiner Kindheit wüsste, nickte er nach kurzem Nachdenken. Er konnte sich sehr gut an die heißen Sommer in Anatolien erinnern und wie sich seine große Familie in dieser Jahreszeit ab und zu in den Bergen traf, um dort für kurze Zeit der brütenden Hitze zu entfliehen. Es gab in jenen Bergen kleine Teiche, deren Wasser so eiskalt war, daß die mitgebrachten, aufgeheizten Wassermelonen durch den enormen Temperaturunterschied zerbarsten, wenn sie zur Kühlung hineingelegt wurden. Die Kinder bekamen dann immer ein Stück kühle Melone in die eine Hand gedrückt und ein Stück Simit in die andere und waren glücklich! In seiner zweiten Geschichte erzählte Kemal, daß er ab und zu mit seinem Vater ein Fußballspiel besuchte. Natürlich gab es dort auch die leckeren Sesamkringel zu kaufen - jedoch war dem Vater der Preis für das Gebäck vor Spielbeginn viel zu hoch. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Simit dann immer günstiger! Irgendwann war der Verkaufspreis für den Vater akzeptabel und der hungrige Sohn bekam seinen Kringel - nur um feststellen zu müssen, daß er diesen gefälligst mit seinen Sitznachbarn zu teilen hatte. So blieb letzten Endes immer nur ein kleines Stück zum Eigenverzehr übrig - dafür hatte er auf diese Weise so ganz nebenbei eine wichtige Lektion für sein Leben gelernt - das Teilen! Kindheitserinnerungen eines Dreißigjährigen, der jetzt in Den Haag / Niederlande lebt!Read more

  • Day20

    Day 21: A first summary

    August 2 in Turkey

    Drei Wochen sind vergangen - Zeit für ein erstes Resümee! Irgendwie fühlt es sich weniger wie Urlaub an, es ist mehr wie.....daheim sein in Kaş, bei Freunden - meiner "Türk ailem" ( türkischen Familie )! Kleinigkeiten, beispielsweise simple Fragen "wie geht es dir heute"?, oder "wo warst du denn gestern"?, machen für mich den Unterschied! In Neuthard interessiert mein Befinden sehr selten jemand - es ist oft wochenlang so scheint es völlig egal, ob ich da bin oder nicht und schon zweimal egal, wie es mir geht! Bei zufälligen Begegnungen, oft nach langer Zeit, fallen die Begrüßungen typisch deutsch aus - kühl, sachlich, distanziert und mit weit ausgestreckter Hand ( wenn überhaupt )! Gespräche beinhaltet dann eher emotionsneutrale Themen wie "wir haben jetzt neue Mülleimer" etc.! Kein ernsthaftes Interesse wie es dem anderen die letzte Zeit ergangen ist - im günstigsten Fall als kurzer, rhetorischer "Fehltritt" aus Höflichkeit in einem Nebensatz....wie mich das annervt! Ein Zusammenleben ist in Deutschland meiner Meinung nach oft nur eine Illusion! Natürlich spricht man miteinander, trifft sich, besucht zusammen ein Café oder Restaurant. Das persönliche Befinden ist jedoch für den Gegenüber wirklich selten von Belang, wenn es ihn nicht unmittelbar selbst betrifft - wie gesagt, meiner Meinung nach! Bevor es morgens in Richtung Tauchboot geht, treffe ich auf dem Rundweg dorthin oftmals dieselben Menschen. Ein freundlicher Gruß vom Inhaber der "Aysun Patisserie", auch wenn ich dort nichts kaufe! Weiter geht's in Richtung "Muhtar Markt", dem Supermarkt meines Vertrauens. Dabei komme ich am "Atom Büfe" vorbei, wo ich abends ab und zu ein leckeres "Ekmek Köfte" ( ein mit kleinen Buletten, Salat und gegrilltem Spitzpaprika belegtes Brot ) esse - man winkt sich zu! Auf dem Weg zum Hafen liegt das "Pika" - Elf, die Bedienung aus Schweden ( mit dem Nachnamen "Elf"ström ) schaut noch sehr müde aus. Sie öffnet gerade das kleine Café - trotzdem bringt sie ein verschlafenes "Hallo" hervor. "Bis heute Mittag zum Cartado" anworte ich zurück! Manchmal ist zu dieser Zeit auf dem zentralen Platz, auch schon der Mandelverkäufer mit seinem kleinen Verkaufswagen unterwegs! Natürlich auch von ihm ein "Günaydın" ( guten Morgen ) - obwohl ich noch nie etwas bei ihm gekauft habe! Ich weiß, ich weiß....., daß alles hört sich übertrieben positiv an, ist aber tatsächlich so! Jedenfalls....., in den fünf Jahren, in denen ich in Neuthard wohne, habe ich nicht ansatzweise soviel soziale Interaktion erlebt, wie in den letzten drei Wochen. Es ist natürlich immer von Vorteil selbstkritisch zu sein und so frage ich mich gerade, ob es nicht auch zu großen Teilen an mir selbst liegt? Ganz bestimmt sogar....., jedoch ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade, ein Teil dieser oft oberflächlichen Gemeinschaft in Deutschland zu sein, die vor allem sich selbst gerne reden hört - sehr wenige Menschen ausgenommen! Hört sich jedenfalls ganz nach einem "Thema" für den nächsten Besuch im Leymona Beach Club an - fließende Gedanken..........:)!Read more

  • Day182

    Kas

    August 13 in Turkey

    Es war schon Abends als wir unsere Unterkunft in Kas erreichten, die letzen Kilometer zu unserer Bleibe ging es steil Bergauf, der mit einem schönen Ausblick über die Stadt belohnt wurde.

    Wir wurden freundlich von unserem Gastgeber Klaus (einem Deutschen Auswanderer) mit einem Gläschen Wein auf seiner Terrasse begrüßt.
    Der anschließenden Weg zurück zu unserem Zimmer gestaltete sich schwieriger als erwartet, wir haben es geschafft uns zu verlaufen, auf einer Strecke von weniger als 200m. Nüchtern...

    Die Unterkunft war genial - eine Terrasse direkt vor dem Zimmer mit Meerblick, eine Küche, großen Garden mit Pool, genügend Sonnenliegen / Hängematten zum relaxen und seine Ruhe.

    Am 3. Tag machten wir mit Klaus und seinen Freunden (die meisten davon Schauspieler, Musiker, Künstler...) einen Bootstrip. Wir waren ca. 10 Leute, eine kleine gemütliche Gruppe mit schönen Ankerplätzen zum Baden.

    Abends besuchten wir ein Konzert von Mustafa, den wir auf dem Boot kennenlernten.
    Er spielte Geige und wir stellten uns auf klassische Musik ein - es kam anders...

    Wir blieben 4 anstatt 3 Tage bei Klaus, es war wirklich ein cooles Guesthouse.
    Komme gerne wieder!
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  • Day2

    Beim ersten Blick auf's Smartphone ist es kurz nach 9.00 Uhr - huhhhh, fast verschlafen :-)! Jedenfalls bleibt keine Zeit mehr für's Frühstück - die "Dagda" ( Tauchboot von Apollo Diving ) verläßt um 10.00 Uhr den Hafen! Zudem ist heute ein Geburtstag zu feiern, den ich nicht missen möchte - Osman, einer der Tauchlehrer an Bord, wird 32 Jahre alt! Da muss für ihn unbedingt noch ein Schokoladenkuchen besorgt und für Olçay den Bootsmann ( aber auch für mich ), Bananen gekauft werden - kleine Aufmerksamkeiten für liebgewonnene Menschen! An Bord herrscht bei meinem Eintreffen bereits Feierlaune und auch ich werde herzlich mit Umarmungen und Wangenküssen begrüßt. Umut ( auch ein Tauchlehrer im Team ) entdeckt mich als erster, das Geburtskind ruft erfreut "Klaus Abı" - danach bleibt Zeit für alle anderen! Orçun ( mein Freund aus Istanbul ) mit seiner Familie, natürlich Hüseyin und Sibel ( die Eigentümer des Tauchboots ) und deren Tochter Ada, aber auch viele neue Gesichter sind zu sehen! An Olçay richtet sich wieder einmal meine scherzhaft gemeinte Frage, ob es frischen Humus gibt ( "Taze Humus var mı"? ). Er verneint, der Humus sei "yok" ( alle! ) - unser "Running Gag"! Ergün und seine Frau Müge aus Ankara, haben gestern kurz die Ferien in Kaş unterbrochen, um die gemeinsame Tochter zum Flughafen zu begleiten ( Defne fliegt nach Frankreich ) - heute Abend sind sie aber wieder zurück! Nach dem gemeinsamen Mittagessen in einem kleinen Restaurant am Hafen ( natürlich "Ev yemekleri" - Homecooking ) besteht Orçun darauf, meine Rechnung zu begleichen - ich lehne energisch ab, kann mich aber nicht wirklich durchsetzen! Wir einigen uns darauf, daß ich seiner Tochter Ela und Ada ( Hüseyin's Tochter ) dafür zum Nachtisch ein Eis kaufen soll - "but not too much, they are limited" gibt mir Orçun noch auf den Weg! Das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen Frankreich und Kroatien schauen wir uns auf einem Smartphone an Bord an - nach dem Nachmittagstauchgang schaffen wir es einfach nicht rechtzeitig zurück an Land. Der guten Stimmung beim Zuschauen, schadet das überhaupt nicht! Nach dem Spiel ist vor dem nächsten Grund zu feiern - Osmans Geburtstag muß noch gebührend "begossen" werden! Als wenig später dann Ergün und Müge eintreffen, ist die Freude groß! Nach einer herzlichen Umarmung mit dem Physiklehrer und gegenseitigen Freudesbekundigungen über das Wiedersehen, sagt er noch zu mir: "It's good to see you again....and don't forget, you have a family here in Turkey" - zurück bei meiner türkischen Familie!Read more

  • Day16

    In Anlehnung an den gestrigen Footprint, heute ein kleiner Beitrag über meine tägliche "Jagd" nach der perfekten Banane. Natürlich kommt es bei der Südfrucht auf die "inneren Werte" an und weniger darauf wie die Schale aussieht. Es ist trotzdem etwas zeitaufwendig in Kaş Bananen zu bekommen die nicht aussehen, als hätte der Obsthändler in der letzten Nacht darauf geschlafen. In den Supermärkten der Stadt braucht man erst gar nicht zu schauen, da die Früchte dort derart herunter gekühlt zum Verkauf angeboten werden, das sie meistens matschig und braun sind - also am besten gleich zum Obsthändler des Vertrauens gehen! Vom Hafen aus kommend, befindet sich kurz vor dem Busbahnhof auf der rechten Straßenseite ein etwas größerer Händler, der ordentliche Ware verkauft. Heute sind sogar türkische Bananen im Angebot, perfekt in Form, Farbe und hoffentlich auch im Geschmack - Olçay wird sich freuen!

    Am Vormittag sind wir an einem besonderen Tauchplatz, der wegen oftmals starker Strömungen nur sehr selten angefahren wird. Der Spot namens "Besmi", stellt den Aussenposten der Tauchplâtze vor Kaş - danach ist griechisches Hoheitsgebiet. Er bietet in größerer Tiefe etwas ganz Besonderes - mehrere historische, mittlerweile mit dem Riff verwachsene, riesige Anker. Dennoch sind die über 500 Jahre alten Stücke sehr gut zu erkennen - jedoch eben in einer Tiefe gelegen, die nur erfahrenen Tauchern vorbehalten ist. Auf dem Rückweg trifft uns eine Gegenströmung so stark, daß wieder horizontal "geklettert" werden muß! Zwischen zwei Felsen erwischt mich dann kurz vor dem Auftauchen in fünfzehn Meter Tiefe die Strömung derart, daß sie mich binnen Sekunden ūber zehn Meter nach oben trägt. Erst in einer Tiefe von vier Meter, kann ich den ungewollten Aufstieg abbremsen - alles gut gegangen!
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  • Day4

    Wie schnell die letzten zwölf Monate doch vergangen sind! Zurück im Leymona Beach Club, mit einem herrlichen Blick über die große Bucht vor Kaş und hinüber zur griechischen Insel Kastellorizo, sind das die ersten Gedanken, die mir in den Sinn kommen. An meinem bevorzugten Ort in Kaş für "fließende" Gedanken, lässt es sich ganz wunderbar zur Ruhe kommen - keine "Bumbum-Musik" oder ständiges Kindergeschrei stört die entspannte Atmosphäre, mit der internationalen Aussicht zum griechischen Nachbarn. Der obligatorische, türkische Kaffee und eine Flasche Wasser sind bereits bestellt - mein Blick schweift in Richtung Horizont - Freiraum für Gedanken! Diesmal möchte ich ein Thema aufgreifen, das gestern auf dem Tauchboot zu einer angeregten Diskussion geführt hatte - Umgangsformen und soziale Verantwortung! Vorab erst einmal.....es liegt mir fern zu pauschalieren und meine Sichtweise ist natürlich subjektiv! In den letzten beiden Tagen ergaben sich jedoch Momente, die zu dem angeregten Gespräch gestern geführt hatten. Zum einen war da Sinan's vierzehnjähriger Sohn, der neben seinem Vater sitzend, von ihm aufgefordert wurde, mir seinen Sitzplatz zu überlassen. Als ich erwiderte, daß ich alternativ auch gerne am Tisch stehe, meinte der Vater des Teenagers, daß dies überhaupt nicht in Frage kommt - sei Sohn hätte gefälligst diese Umgangsformen zu lernen.....wir kämen ja ansonsten wer weiß wo hin! Zum anderen beobachtete ich an Bord eine Situation zwischen Ada und Ela - die kleinen Mädchen sind fünf und sechs Jahre alt! Die jüngere rief etwas zu ihrer Freundin hinüber, daß sie nicht richtig verstand. Ela antwortete nicht mit einem "Hähhhh?' oder "Was ist?", wie es in Deutschland sicherlich nahezu alle tun würden, sondern mit einer extrem höflichen Form von "Wie bitte?" ( Efendim ) und ging dabei auf die Spielgefährtin zu, da offensichtlich die Distanz für ein effektiv zu führendes Gespräch zu groß schien - ich war baff! Sind wir doch einfach Mal ehrlich - wer hat je in Deutschland von so kleinen Kindern ein derartiges Miteinander erlebt?! Ich selbst bin ja schon freudig überrascht, wenn Kindern überhaupt zurück grüßen und nicht wie introvertierte Höhlenbären irgend etwas Unverständliches in sich hinein brummen. Was dann noch ganz besonders nervt, ist bei Kleinkindern dieses dämliche, verschüchternde "an ein Elternteil herankuscheln", anstelle eines gesellschaftskonformen Verhaltens - bei ansonsten sehr "lebhaften" Wesenszügen. Auch das Anbieten des eigenen Sitzplatzes an einen Älteren, oder gebrechlichen Mitmenschen ist in Deutschland eher selten zu sehen! Viel öfters versperrt die picklige "Next Generation" breitbeinig in den öffentlichen Verkehrsmittel sitzend, freie Plätze - am besten noch die eigenen, dreckigen "Mauken" bis auf den Sitzplatz gegenüber ausgestreckt! Schuld daran sind in Wirklichkeit die Eltern, die sehr oft keine Lust, Energie oder selbst entsprechende Umgangsformen besitzen, um unermüdlich diese Art des Miteinanders vorzuleben und zu predigen - lieber so scheint es, "erziehen" sie ihre Kinder zu kleinen Vorschulanarchisten, die dann bereits mit einer Hand voll Lebensjahren, den kompletten Familienalltag kontrollieren! Das höfliche, respektvolle Miteinander ist in Kaş täglich zu beobachten - es ich erstaunlich, wie viel wir hier noch von den Türken lernen können! Ein weiterer, erwähneswerter Punkt ist das gemeinsame Essen. Wie kennen wir es denn? Jeder hat seinen Teller, schaufelt sich diesen erst einmal randvoll und futtert dann drauf los, am besten noch bei laufendem Fernsehgerät im Hintergrund - stimmt doch, oder?! Und wie machen es die Türken? Das gesamte Essen kommt in die Mitte, man nimmt sich nach und nach eine Kleinigkeit. Dabei wird respektvoll darauf geachtet, das ein Jeder gleich viel bekommt, sowie Ältere und Kinder den Vorrang haben. Es wird sich höflich mit "Elinize sağlık" ( Danke, das du für uns gekocht hast ) beim Koch / Köchin der Mahlzeit für die Mühe bedankt, die er / sie sich gemacht hat und die gemeinsame Mahlzeit genutzt, um sich zu sozialisieren. Soll heißen, man spricht miteinander, interessiert sich für den Anderen und kümmert sich darum, daß jeder genug zu Essen bekommt. Und das Fernsehgerät? Welches Fernsehgerät? Man spricht doch miteinander - das ist ja wohl Entertainment genug! Ich jedenfalls, lasse zukünftig mein TV-Gerät ausgeschaltet, wenn eine Mahlzeit in Gesellschaft eingenommen wird. Man kann es nämlich auch so sehen, daß es sehr unhöflich gegenüber den Anderen am Tisch ist, sich nicht oder nur wenig für sie zu interessieren und dafür lieber den vorgesetzten, medialen Schwachsinn konsumiert. Und.....ich versuche noch mehr als bisher, die Mühe wert zu schätzen, die sich jemand beim Zubereiten einer Mahlzeit gemacht hat. Nichts ist selbstverständlich und ein Dankeschön bedeutet kein Aufwand!Read more

You might also know this place by the following names:

Kaş, Kas, Каш, Къаш, 卡什

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