Uruguay
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Travelers at this place
    • Day92

      Montevideo: Falsche Zeit, falscher Ort

      June 27 in Uruguay ⋅ 🌧 10 °C

      Von Colonia ging es mit dem Bus in die Hauptstadt Uruguays, Montevideo. Reiseberichte versprachen eine der lebenswertesten Städte Südamerikas, die Neugier war also geweckt.
      Wir schleppten unser Gepäck 3,5 km durch die Stadt bis zum Hostel, was auch wie ausgestorben war. Auf den ersten Blick bestach die Stadt nicht mit Charme. Die Gebäude waren runtergekommen und die Fassaden grau und angelaufen. Uns fiel beim ersten Spaziergang durch die Stadt schon auf, wie viele Obdachlose und hilfesuchende Menschen in den Hauseingängen und auf den Bürgersteigen lagen. Dieses Bild zeigte sich in den nächsten zwei Tagen immer wieder. Uruguay als Land, von dem uns berichtet wurde, als relativ wohlhabend, politisch stabil und sicher - der Stadtkern spiegelte das nicht wider.

      Wir verbrachten zwei Tage mit Stadterkunden und dem Lebensmitteleinkauf für die nächsten Tage. Auf einem riesigen Markt tummelten sich tausende Menschen, eng and eng durch die Straßen, an deren Rändern alles verkauft wurde, was man sich vorstellen kann. Von Shampoo über Kinderspielzeug bis zu unzähligen Obst- und Gemüsehändlern. Die Preise waren minimal günstiger als in den Supermärkten, das lockte die Menschenmassen hierher.

      An Wochenenden ist es in Millionenstädten meistens am coolsten, also verbrachten wir dieses in den Bars Montevideos. Leider konnte die Hauptstadt unserer Meinung nach auch hier nicht wirklich punkten. In der "Bar Bremen", die seit zwei Generationen von Deutschen geführt wird, lernten wir Detlef kennen, ein 70-jähriger Auswanderer und Verschwörungstheoretiker. Er erzählte uns aufgeregt von der schlimmen deutschen Regierung und dem armen Putin und der Giftspritze Corona-Impfung. Natürlich argumentierten wir dagegen an, aber eine bessere Wendung nahm das Gespräch nicht.
      Auf die Frage, wie es um die Politik in seiner Wahlheimat Uruguay steht, hatte er andererseits gar keine Antworten. Uns verwunderte, wie ein Mann der Deutschland vor 30 Jahren den Rücken gekehrt hat, weil er seiner Aussage nach hier besser Arbeit fand, so viel Energie und Zeitaufwand in das "recherchieren" von Unwahrheiten, in einem aus seiner Sicht weit entfernten Land, steckt, aber derselbe nicht einmal weiß, wer gerade die Regierung in seiner Wahlheimat bildet🤷‍♂️ Seis drum. Etwas ermüdet von so viel Schwurbelei verließen wir die Bar. Am Tag darauf fand Dominik eine coole Veranstaltung in einem Club, doch als wir die 3 km von unserem Hostel aus zurückgelegt hatten, standen wir nur vor einem leeren Gebäude. Google Maps hat auch nicht immer recht. Die Veranstaltung fand wohl ausnahmsweise in einem 14km entfernen Ort statt. Frustriert gingen wir wieder nach Hause.
      Das Wetter spielte auch die ganze Zeit nicht mit und der Wind war kalt und es zeigte sich in dem drei Tagen kein einziger Sonnenstrahl.

      Wir freuten uns also nach den drei Tagen weiterzuzuiehen. Und wir haben mit einem Lächeln festgestellt, dass das der erste Ort war, seit Beginn unserer Reise, der uns nicht gut gefallen hat.

      Eine spannende Sache ist doch passiert: Wir schlenderten durch die Straßen der Altstadt und fanden uns auf einmal in einem Filmset wieder. Eine Frau der Crew sagte uns, dass hier gerade die zweite Staffel der Amazon Prime Serie "Yosi, the regretful spy" über einen argentinischen Geheimagenten gedreht würde und wir konnten quasi im Filmset dabei zusehen. Warum uns keiner wegschickte, wunderte uns selber.
      Wir überlegten, was wohl in der Szene zuvor passiert sein musste. Wahrscheinlich hat ein Überfall samt einer Explosion stattgefunden, denn die Schauspieler setzten desorientierte Gesichtsausdrücke auf, es würde geschrien und einige hatten Wunden geschminkt. Es wurde künstlich Staub aufgewirbelt und die Situation wirkte sehr angespannt und hektisch. Der Trailer sieht zumindest ganz spannend aus. :)

      Unsere nächste Station heißt jetzt: Punta del Este.
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      André Steffans

      Ja, Montevideo... Haltet euch nicht zu lange in Uruguay auf. Auf dem Weg nach Punta del Este vielleicht n Stopp in Piriapolis, aber sonst...

      6/29/22Reply
      Traveler

      In 2 Tagen geht's nach Brasilien, wir freuen uns schon!!

      7/2/22Reply

      Erstaunlich was ihr alles seht. Hoffentlich geht es euch gut und es soll auch so bleiben . Bis jetzt zeigt sich Uruguay nicht von seiner besten Seite. Hoffentlich wird's bald besser. Wir wünschen euch alles alles Gute. Passt auf euch auf. [Theresia Buschheuer]

      6/30/22Reply
      Traveler

      Danke liebe Resi, wir sind gerade in Punta del Diabolo, immer noch in Uruguay :-) hier ist was wunderschön!

      7/2/22Reply
       
    • Day25

      Montevideo, Uruguay/ウルグアイのモンテビデオ

      January 25, 2020 in Uruguay ⋅ ☁️ 26 °C

      Returning to Uruguay, I visited the capital Montevideo. I found it to be rather drab, compared to Rio and Buenos Aires. ウルグアイへ戻って、首都のモンテビデオを観光しました。モテビデオはリオとブエノスアイレスと比べて、地味な感じでした。

      Beautiful place. Have a great this place from Cat

      1/26/20Reply
      Traveler

      Yes, it was really very nice. Good weather too. Summer

      1/26/20Reply

      Great

      2/4/20Reply
       
    • Day36

      Montevideo - erster Eindruck

      January 31, 2020 in Uruguay ⋅ 🌙 22 °C

      Die Busfahrt von Concordia nach Montevideo (mit Umsteigen in Salto) war überraschend unspektakulär, nur sehr schaukelig und etwa 1:20 Stunde länger als im Fahrplan angekündigt. Das einzig wirklich nennenswerte ist, dass wir zwar einen Einreisestempel für Uruguay aber keinen Ausreisestempel für Argentinien bekommen haben ... mal sehen, ob das irgendwann mal jemandem auffällt an einer Grenze. Aber für den Moment erstmal egal ... auf das Hier und Jetzt konzentrieren, was bedeutet, wir hatten im Bus mehrere Stunden Zeit die Landschaft Uruguays anzuschauen ... echt toll und beeindruckend! Viele grüne Wälder, trockene Felder, Pferde, die nicht abgemagert aussahen und glänzendes Fell hatten, vereinzelt Ziegen und Schafe, eine Art Farm, wo auf einer Weide eine Herde Alpakas stand, viele Weiden mit Rindern, große Greifvögel, die am Himmel kreisen, irgendwie idyllisch :) und macht Lust auf mehr davon!
      Montevideo dagegen macht seinem Namen als Hauptstadt auch alle Ehre. Es sieht modern aus, fast schon europäisch, nicht so chaotisch, an wichtigen Orten stehen riesige Fahnenmasten mit der Flagge Uruguays, und es sind viele Menschen unterwegs. Unsere Unterkunft ist gut :) die Gastgeberin sympathisch und hilfsbereit, und auch gegen die Gesellschaft von Ron (getigerte Katze) und Lola (lebensfroher Hund) haben wir nix einzuwenden. Ein Tipp des Hauses: Eis von El Cigale - das beste Eis, dass ihr je gegessen habt (Favorit der Mutter: Chocolate a la italiana - Schokoeis mit Schokostücken, Walnüssen und Rosinen, Favorit der Tochter: Dulce de Leche - typisch südamerikanisch, eine Art Karamell vielleicht). Ich entscheide mich für das empfohlene Chocolate a la italiana und Maracuya und bereue es nicht, es schmeckt fantastisch!
      Das Schönste ist aber trotzdem, der mit bunten Lichtern und Wimpelketten geschmückte Platz :) ich glaube, es gibt hier viel zu entdecken!!
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    • Day97

      Bienvenido, Carlitos 😍

      December 8, 2021 in Uruguay ⋅ ☀️ 24 °C

      Der 1. Schritt zur Abholung von Carlitos können wir bereits vor Ankunft des Schiffes machen: Wir (bzw. Isa, da das Auto auf sie eingetragen ist) brauchen ein Certificado de llegada (irgendeine Bestätigung der Einwanderungsbehörde, dass Isa jetzt im Land ist). Der Rest kann erst nach Ankunft des Schiffes passieren bzw. wenn das Schiff komplett abgeladen ist - und das wiederum kann bis zu 24h+ dauern...

      Leider haben wir am Sonntag einen kleinen, aber entscheidenden Fehler gemacht: Wir erhielten eine Mail der Reederei Grimaldi, dass die Gebühren für die Verschiffung (aufgrund der Pandemie) am besten per Überweisung gezahlt werden sollten (bisher war nur eine Barzahlung möglich). Wir dachten natürlich sofort: "Cool! Machen wir!" (bedeutet nämlich, mit weniger Geld rumzulaufen und die Gebühren fürs Geldabheben nicht bezahlen zu müssen) Was wir nicht bedacht haben, ist, dass eine Banküberweisung ins (Nicht-EU-) Ausland bis zu 4 Tage dauern kann. Am Dienstag nerven wir uns also entsprechend, als wir im Grimaldi-Büro vorbeigehen, um die Frachtpapiere abzuholen, und uns gesagt wird, dass wir diese erst erhalten, wenn das Geld eingetroffen ist (die Zahlungsbestätigung wollen sie nicht akzeptieren).
      Am Mittwochmorgen bieten wir ihnen per WhatsApp den Deal an, dass wir eine Kaution + unsere IDs hinterlassen, damit wir mit der Abholung weitermachen können. Der Deal wird akzeptiert, aber als wir im Büro ankommen, haben sie das Geld zum Glück erhalten und wir bekommen problemlos die Frachtpapiere.
      Dann geht der Spass aber erst richtig los: Von Grimaldi geht's zum Zoll, wo wir div. Papiere, Dokumente und Kopien vorlegen müssen. Dann heisst’s, 1 Stunde warten, bis alles geprüft wurde. Danach werden wir mit einem noch grösseren Stapel an Papieren zur Hafenadministration geschickt, wo wir die Hafengebühren bezahlen müssen. Dann wieder zurück zum Zoll - dieses Mal in ein anderes Büro -, wo wir die Bezahlung bestätigen lassen müssen. Wir werden schon nervös, weil plötzlich 2 Leute anfangen rumzutelefonieren und wir mind. 30min warten müssen. Am Schluss kommt raus, dass uns Grimaldi den falschen Lagerplatz angegeben hatte und sie den Richtigen ausfindig machen mussten. Alles halb so wild. Eigentlich ist jetzt alles bereit, damit wir in den Hafen rein können. Denkste! Dann wir kommen nicht in den Hafen! Die Security-Frau sagt uns, wir benötigen eine Besucherkarte, die wir im Container auf der anderen Strassenseite erhalten. Doch dort wird uns gesagt, man hätte uns voranmelden müssen und das gehe nicht so einfach und überhaupt, ohne Agent:in könne man das eh nicht machen. Sie ruft dann auch gleich einen solchen Agenten an, der uns versucht zu erklären, dass wir alleine nicht da rein können, dass wir dem Hafen eine Anmeldung mit unseren Daten schicken müssen, etc...... Wir (naja v.a. Isa 🙈) wird langsam etwas unwirsch. Schliesslich sind wir nicht die Ersten, die ein Fahrzeug selber im Hafen von Montevideo abholen. Wir gehen noch einmal zurück zum Zoll, wo sich der Beamte zu unserem Held mausert (Gracias Marcelo!). Er schreibt der Dame im Container irgendeine Mail mit unseren Passnummern und siehe da, als wir uns wieder bei ihr melden, geht's dann plötzlich (wenn auch seehr widerwillig). Jetzt können wir also in den Hafen, wo wir zuerst mal "unsere" Lagerhalle suchen müssen. Dort im Büro wird dann wieder was eingetippt, wir erhalten einen Zettel mit dem wir dann zum eigentlichen Lagerplatz müssen. Also noch einmal zurück zum Eingang (unsere 10000 Schritte schaffen wir heute locker 🙈) und den Lagerplatz suchen. Anschliessend können wir eeendlich Carlitos in den Arm nehmen. 😍
      Die Odyssee ist aber noch nicht ganz vorbei. Nachdem wir uns vergewissert haben, dass unser Auto noch ganz ist und nichts gestohlen wurde (🎉), müssen wir noch einmal zum Zoll (wieder ein anderes Büro), wo dann pseudomässig Carlitos kontrolliert wird (einmal Kopf reinhalten und fragen, ob nichts gestohlen wurde.. Und wir haben uns um unsere geschmuggelten Esswaren gesorgt 😅) und dann unser TIP (temporäre Aufenthaltsbewilligung für Carlitos) ausgestellt wird. Und dann endliiich: Nach 5 Stunden Bürokratie-Dschungel sind wir endlich zum ersten Mal mit dem 🚐 auf südamerikanische Boden unterwegs 😍

      (P.S. Isa hatte leider keine Zeit für Fotos, da sie sich mit allen unterhalten musste. Deshalb gibt's leider kein einziges Foto mit Manu drauf von diesem Tag 🙈)
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      Traveler

      na bravo 😅 aber es hat sich gelohnt. Wünsche euch eine sichere Fahrt und viel Spass beim erkundigen. 🤗

      12/16/21Reply
      Traveler

      Wahnsinn, das war wirklich ein Spiessrutenlauf! Gratuliere, das habt ihr gut gemeistert 👍 Wünsche euch gute Fahrt und viel Freude mit Carlito

      12/16/21Reply
      Traveler

      oje in der Tat eine Nervenprobe. aber jetz ab mit euch und viel Spass.

      12/16/21Reply
       
    • Day6

      Uruguay:Montevideo

      April 24 in Uruguay ⋅ ☀️ 20 °C

      In Montevideo beziehen wir ein kleines Hotel in der Altstadt. Obwohl es ganz Nahe an der bekannten,ehemaligen Markthalle beim Hafen liegt,es es eine etwas zwielichtige Gegend. Umso schöner in Montevideo ist die Rambla, die Strasse am Meer entlang.Read more

      sehr schön! proteine sind wichtig, vitamine werden überschätzt! weiterhin gute reise. lg mats [Mats]

      4/24/22Reply
      Traveler

      Absolut😅💪🏼und proteine gibt es hier zum glück mehr als genug

      4/25/22Reply
       
    • Day3

      Start in Montevideo

      February 7, 2020 in Uruguay ⋅ ☀️ 27 °C

      Gestern bin ich in Uruguay angekommen. Es ist verrückt, jetzt geht es wirklich los beziehungsweise ist es schon losgegangen. Es fühlt sich noch ein bisschen unwirklich an, aber ich glaube in nächsten Tagen werde ich es schon realisieren.
      Nachdem ich gestern noch ein wenig durchhing (über 24h unterwegs sein ist echt kein Zuckerschlecken), habe ich heute gleich beim Frühstück mir Begleitung für die Freewalking-Tour durch den historischen Stadtkern von Montevideo organisiert. Die Tour war wirklich sehr interessant und hat mir gezeigt: Uruguay ist echt ein herrlich entspanntes Land. Den ganzen Tag habe ich niemanden rennen sehen (und wir waren im Zentrum an einem normalen Arbeitstag), weil alle so unglaublich gelassen sind.
      Außerdem ist Uruguay ziemlich fortschrittlich: seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es eine klare Trennung zwischen Staat und Kirche. Auch dadurch konnten Gesetze zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der gleichgeschlechtlichen Ehe eingeführt werden. Marihuana ist übrigens für Uruguayer auch legal. Komische Blüten trieb die Säkularisierung nur beim Kalender: auch hier sollte auf kirchliche Bezeichnung verzichtet werden. Aus Weihnachten wurde übersetzt „Der Tag der Familie“ und die Woche um Ostern, eigentlich „la semana santa“ („heilige Woche“, also die Karwoche) nennt sich jetzt „Semana del turismo“. Nunja.
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      Hallo Christine. Freut mich, dass du gut in Uruguay angekommen bist. Dass die Urus so entspannt sind überrascht mich schon ein wenig. Jedenfalls sind sie auf dem Fußballplatz meistens im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich verbissen :-)

      2/12/20Reply

      Liebe Grüße aus dem stürmischen Elbflorenz, Matthias

      2/12/20Reply
       
    • Day29

      Uruguay, wo liegt das eigentlich??

      March 18, 2019 in Uruguay ⋅ ⛅ 24 °C

      Zuerst ein paar Interessante Fakten zu Uruguay:

      1. Uruguays Präsident von 2010-2015, wurde als „ärmster“ Präsident der Welt bekannt, da er 85 % seines Gehalts an wohltätige Zwecke spendete. Sollte man mal deutschen Politikern vorschlagen.😋

      2. Uruguay hat den höchsten Matetee-pro-Kopf-Verbrauch der Welt, was auch gut vorstellbar ist da wirklich jeder mit Thermoskanne und Matebecher rum läuft.

      3. Uruguay hat drei mal so viele Rinder wie Einwohner. Das bedeutet hier leben ca 12000000 Rinder. Hoffentlich zetteln die nicht mal eine Rinderrevolution an.🐄🐄😨🐄🐄

      4. Und noch ganz interessant, Uruguay war das erste Land das 2013 Marihuana legalisiert hat.🌱

      Als erstes haben wir mal die Hauptstadt Montevideo besucht und festgestellt das hier alles ziemlich entspannt läuft ob es am Marihuana liegt wissen wir nicht.😉
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      Traveler

      Guck mal hier. Das Land heißt "du bist schwul" (Homer Simpson)

      3/21/19Reply
      Traveler

      Tolle Fotos und spannender Reisebericht

      3/21/19Reply
      Traveler

      Das Bild ist perfekt gelungen.🙂👍

      3/21/19Reply
      3 more comments
       
    • Day7

      Uruguay - Mate, Cooperativas und Strand

      January 8, 2020 in Uruguay ⋅ ☀️ 28 °C

      Montevideo, welch schön klingender Name. Kurzum haben wir diesen Abstecher beschlossen, als uns bewusst wurde, dass bloss der Rio de la Plata und eine gut stündige Überfahrt Buenos Aires von der uruguayanischen Küste trennen. Von unserem Ankunftsort Colonia fahren wir mit dem Bus etwa drei Stunden nach Montevideo. Es geht durch eine Ebene, satt grüne Landschaft, vorbei an vielen bunten, einstöckigen Häusern.

      Uruguay. Uns sagt dieses Land – abgesehen vom Wissen, das es sich um eine erfolgreiche Fussballnation handelt – wenig. Uruguay liegt mitten zwischen dem riesigen Brasilien und dem weitläufigen Argentinien und wird von Reisenden oft vergessen. Obwohl das Land mehr als viermal so gross wie die Schweiz ist, hat es nur gut 3 Millionen Einwohner.

      Und diese sind ganz verrückt nach Mate. Das Aufgussgetränk besteht aus getrockneten Blättern des Matestrauchs und es wird ihm eine belebende Wirkung nachgesagt. Auch Uruguays Nachbarn sind verrückt nach Mate. Doch augenfällig ist, dass viele Uruguayer keinen Schritt ohne ihr geliebtes Getränk tun. So ist auf der Strasse jeder zweite mit einem Mate-Becher und einer Thermoskanne anzutreffen. Damit das Mittragen weniger umständlich ist, gibt es Tragesets oder dafür designte Taschen. Weil alle ihren Mate eh immer dabei haben, ist es allerdings als Tourist gar nicht so einfach, an das Getränk zu kommen, da kaum ein Restaurant Mate anbietet. Wir werden aber glücklicherweise später auf unsere Kosten kommen.

      Eine positive Erfahrung in Montevideo sind für uns die Restaurants: Innovative Kombinationen, spannende Menüs und cooles Ambiente. Im Los Leños gabs den Fisch des Tages mit karamellisierten Süsskartoffeln und ein Spargelrisotto mit Gemüse aus dem Steinofen. Im La Fonda genossen wir Fisch mit Minzsauce und Tagliatelle mit einer Pilzpesto und Pinien. Besonders angetan haben es uns aber die Cooperativas. Unscheinbar, gar etwas versteckt, öffnet sich eine neue Welt, wenn man sie betritt. In ehemaligen Industriegebäuden befinden sich kleine, Büros, Co-Working Spaces und Ateliers sowie eine Art permanenter Street Food Market, wo es an Ständen verschiedenste Esswaren und Getränke zu finden gibt. Die Stände sind schön gestaltet und man spürt die Leidenschaft der Betreiber. In diesen Cooperativas holt man sich an einem Stand, wonach einem gerade ist und setzt sich dann an einen der Tische in der Mitte, die keinem Stand zugeordnet sind. Die Hallen sind schmuck dekoriert und mit vielen Pflanzen versehen. So etwas fehlt aus unserer Sicht in der Schweiz definitiv noch!

      Die Uruguayer sind im Vergleich mit den anderen Südamerikanern sehr liberal eingestellt, wie sich uns auch auf der Free Walking Tour zeigt. Uruguay ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der modernsten Nationen in Lateinamerika. 1916 wurden in Uruguay Kirche und Staat getrennt. Heute geben knapp 42 Prozent der Bevölkerung an, keiner Religion anzugehören. Bereits 1932 wurde das Frauenstimmrecht eingeführt. Abtreibungen wurden in Uruguay im Jahre 2012 in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten straffrei, was kurzzeitig zu einem regelrechten Abortionstourismus führte. Denn mit Guyana kennt nur noch ein anderes Land in Südamerika eine straffreie Abtreibung in den ersten drei Monaten. Durch eine Anpassung der Gesetze (urugayischer Pass, Aufenthalt im Land seit zwei Jahren) wurde dieser Art von «Tourismus» jedoch ein Riegel geschoben. Für Aufsehen sorgte der lateinamerikanische Staat auch im Jahre 2017, als der Verkauf von Marihuana legalisiert wurde. Ja, der Staat baut für seine Bürger gar Hanf an. Allerdings gibt es klare Restriktionen und der Hanf darf nur in gewissen Mengen, mit niedrigen THC-Gehalten und an bestimmten Orten verkauft werden. Das führt mitunter dazu, dass die Leute vor entsprechenden Apotheken Schlange stehen, um Marihuana zu erwerben. Fakt ist, dass das Gras in der Apotheke günstiger ist als bei den Dealern, wie unser Guide uns erzählte.

      Nach vielen geschichtlichen Infos zu Montevideo und dem Land Uruguay gönnten wir uns einen Strandtag. In Piriápolis haben wir die Gelegenheit genutzt und uns mit reichlich kühlem Atlantikwasser benetzt. Wir waren erstaunt, dass Bademöglichkeiten in Buenos Aires und Montevideo praktisch inexistent sind: Das braune und doch eher verdreckte Wasser des Rio de la Plata in Montevideo und vor allem in Buenos Aires lädt definitiv nicht zum Baden ein. Der etwa zwei Fahrstunden von Montevideo entfernte Badeort Piriápolis bot deshalb die bessere Gelegenheit für einen kurzen Atlantik-Schwumm. Piriápolis ist denn auch eine beliebte Feriendestination für Uruguayer, Argentinier und auch Brasilianer.

      An unserer nächsten Destination ist Baden nur für Hartgesottene. Von der Wärme Montevideos geht es nämlich nach Bariloche in Nordpatagonien, das im Winter ein beliebtes Skigebiet in Südamerika ist.
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      Salut Simon, danke für dein Email. Wie du siehst, habe ich mich gleich bei dir eingeklinkt. Sieht grossartig aus!!! Bei uns ist es nun endlich ein bisschen kälter geworden und gestern haben wir in Baden die ersten Schneeflocken des Winters gesehen. Weiterhin viel Vergnügen und herzliche Grüsse Roberto

      1/20/20Reply
      Traveler

      Hi, Leute, (Roseline u. Simon) endlich ist es mir gelungen, den Faden zu eurem Reisebericht wieder aufzunehmen. Auf meinem Phone konnte ich jeweils nur das Intro lesen und der Weiterlesen-Button funktionierte nicht.

      1/24/20Reply
      Traveler

      Wieder sehr spannend, was es da zu lesen gibt, über den Läbtig in Urugay. Auch der Speisezettel lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und die Co-working-spaces, momoll, da liesse es sich schon leben! Vielen Dank also für die tollen Infos und weiterhin ganz viele wunderschöne Erlebnisse!

      1/24/20Reply
       
    • Day122

      Montevideo

      January 22, 2020 in Uruguay ⋅ ☀️ 26 °C

      Der Bus nach Montevideo hat mich echt beeindruckt. Ich habe entspannt am Fenster gesessen und hatte sogar noch Platz zwischen meinen Knien und dem Sitz vor mir!
      Montevideo an sich hat mich tatsächlich ein bisschen enttäuscht. Es ist sehr anders als Buenos Aires und hat nicht so diesen Charme. Außerdem ist es preislich ungefähr das doppelte wie in Bueno Aires. Ich glaube aber auch, dass das Meckern auf sehr hohem Nieveau ist, denn ich habe auch schon von vielen gehört, denen Montevideo besser gefallen hat als BA. Ein Ausflug wert war auf jeden Fall mein Spaziergang entlang des Wassers bei Sonnenuntergang. Das war traumhaft! Und massenhaft Leute mit Mate, dem Nationalgetränk hier in Uruguay. Außerdem findet man an jeder Ecke hier Leute die Marihuana rauchen, da es vor 2Jahren hier in Uruguay legalisiert wurde.
      Morgen geht es für mich mit dem Bus nach Punta del Diablo, also an den Strand. Ich freu mich schon mega auf ein bisschen am Strand liegen und Bücher lesen.
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    • Dec7

      Montevideo,Uruguay

      December 7, 2019 in Uruguay ⋅ ☀️ 20 °C

      Montevideo to Puerto Madryn. Viking Jupiter. At Sea. Day 1

      This morning we had a quick breakfast and then down to the Star Lounge for a lecture on the “History of Argentina” by Dr. Mark Callaghan.

      Before Europeans came to Argentina it was thinly populated. In the Northwest people grew crops such as potatoes and squash. They sometimes lived in walled towns and they used metal and made pottery. However, most of the indigenous people lived by hunting animals and gathering plants. They continued their hunter-gatherer lifestyle until the late 19th century.

      Europeans arrived in what is now Argentina in the 16th century. In 1516 Juan de Solis reached the River Plata but he was killed by the natives. He was followed by Sebastian Cabot who reached the River Plata area in 1526. Then in 1536 Pedro de Mendoza led an expedition to the area and he built a fort. However, the Spaniards were forced to withdraw by hostile natives. Nevertheless, later in the 16th century several towns were founded in the Northwest of what is now Argentina. Buenos Aires was founded in 1580 to give access to the sea. Yet the southern part of Argentina was left in the hands of the natives. Finally, in 1776 a new Viceroy of the River Plata was formed with Buenos Aires as its capital.

      In 1806 the British captured Buenos Aires but they were forced to withdraw. In 1807 they attacked the city again, but they were repelled. Nevertheless, links between Argentina and Spain weakened in the early 19th century especially after 1808 when Napoleon forced the Spanish king to abdicate and made his own brother king of Spain. Finally, on 25 May 1810 the Viceroy was deposed, and a junta took control of Argentina. However, the junta did not break all links with Spain until 1816. The United Provinces of the River Plata was declared on 9 July 1816.This date is celebrated each year as Independence Day.

      Argentina in the 19th Century
      At first the United Provinces consisted of what is now Argentina, Bolivia and Uruguay. However, the new state was bitterly divided between unitarists who wanted a strong central government and federalists who wanted a loose federation of provinces. Eventually in the 1820s the new state broke up. Bolivia became independent in 1825 and Uruguay was created as a buffer state between Argentina and Brazil in 1828. In 1835 General Juan Manuel de Rosas became dictator of Argentina. He was a federalist but ironically, he introduced a strong (and repressive) central government. However, Rosas eventually alienated many people in the provinces and in 1852 a rebellion removed him from power.

      The first railroad in Argentina was built in 1857. It was followed by many others. By 1900 there were over 10,000 miles of railroad in Argentina and by 1912 over 20,000 miles. The railways made it much easier to transport produce to the coast for export. Argentina exported meat, wool and grain and by 1900 she was the richest country in South America. Meanwhile the population of Argentina boomed partly due to immigrants from Spain and Italy. By the end of the century the population of Argentina was about 4 million.

      Argentina in the 20th Century
      In the 1920s Argentina was the 7th richest country in the world. However, Argentina, like the rest of the world, was affected by the Wall Street Crash. In 1930 the army staged a coup and General Jose F. Uriburu became president of Argentina. Another election was held in 1937. Despite many accusations of electoral fraud Roberto Ortiz became president Ill health forced Ortiz to hand over power to Castillo in 1940. In 1943 the army staged another coup. After the 1943 coup Juan Peron gradually emerged as leader. In 1946 he was elected president. Peron introduced a number of welfare measures and nationalized industries. Peron was re-elected in 1951 but he gradually lost support. In 1955 a revolution called the Revolution of Liberation forced Peron to flee abroad.

      In January 1944 Argentina severed diplomatic relations with Germany and Japan. Finally, on 27 March 1945 Argentina declared war on Germany. Several short-lived governments followed. In 1958 Arturo Frondizi was elected president of Argentina but the military removed him, in 1962. More elections were held in 1963 and Dr. Arturo Illia became president. The military removed him in 1966. The military dictatorship did not bring peace. In May 1969 rioting broke out in Cordoba. The unrest spread throughout Argentina. Meanwhile inflation raged.

      In 1973 the army allowed more elections and the Peronists (supporters of Peron) won. A Peronist called Hector Campora became president. Peron then returned from exile and Campora resigned to make way for him. More elections were held in September 1973 and Peron became president. However, Peron died in 1974 and his widow Isabel Peron (Evita) took power. Under her rule inflation and unrest continued. Finally, in March 1976 the army seized power again.

      Argentina then suffered a brutal military dictatorship during which thousands of people 'disappeared' during a 'dirty war'. Meanwhile inflation continued to rage, and Argentina became heavily indebted. In the early 1980s, despite the repression protests spread across Argentina. To try and divert people's minds from their problems the junta invaded the Falkland Islands on 2 April 1982. However, the war turned into a disaster when the British quickly recaptured the islands.
      Meanwhile the Argentinean economy was in dire straits. Eventually the junta allowed elections in October 1983. Raul Alfonsin took office on 13 December 1983. Alfonsin was unable to solve the problem of hyperinflation in Argentina despite austerity plans introduced in 1985 and 1987. In 1989 Alfonsin handed over power peacefully to the next elected president Carlos Saul Menem. During the 1990s Menem managed to curb inflation and he privatized industry.

      Argentina in the 21st Century
      In 2001-2002 Argentina suffered a severe recession. However, the economy then grew strongly for a few years. Today the economy of Argentina is growing steadily.
      Meanwhile in October 2007 Cristina Kirchner became the first elected woman president of Argentina. Then in 2015 Mauricio Macri was elected president.
      Government raises interest rates dramatically in an effort to shore up the tumbling value of the peso currency.
      2019 October - Peronist candidate Alberto Fernández wins the presidential election, becoming the first challenger to oust a sitting Argentinean president. He was sworn into power December 10, 2019 and is taking a strong stance on improving the economy. So far everything going in right direction.
      Lee then did her deck walking and we had lunch at the pool grill. Don had booked himself to go to a wine tasting in the afternoon, which he enjoyed. Lee did laundry and rested. We went to the Star Theatre to hear Lou Thieblemont’s lecture “Exploring the Cosmos” -The history of Astronomy.

      This was a very low key day. We had dinner and went to the Star Theatre for an Abba Songbook presentation by the Jupiter Vocalists.

      An interesting Nautical Term was in our newsletter. Blind Eye. In 1801,during the Battle of Copenhagen, Admiral Nelson deliberately held his telescope up to his blind eye so that he would not see the flag signal from the commander to stop the bombardment. Nelson won. Turning a “Blind Eye” means to “intentionally ignore”
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    You might also know this place by the following names:

    Centro

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