• Wacholder2Go
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Weltreise 2016 bis 2017

1 Jahr durch die Welt, das ist unser Ziel. Baca lagi
  • Raubtierfütterung

    2 Mei 2017, Namibia ⋅ ☀️ 29 °C

    Viele Lodges hier im Buschland haben ein kleines oder größeres privates Tierreservat, so auch unsere. Es leben hier zwei junge Leoparden 🐆, gefunden im Alter von fünf Tagen und per Hand aufgezogen. Sie sind die ersten, die wir bei der abendlichen Fütterrunde beobachten. Außerdem gibt's hier noch das Stachelschwein Pit, zwei kleine niedliche Eulen 🦉, zwei häßliche (Worte des Lodgeangestellten) Emus und noch so einige Kleintiere.
    Schon im Dunkeln richten wir uns im Zelt häuslich ein und merken schnell, wie praktisch dabei eine Stirnlampe ist (man kann prima im Rucksack rumsuchen!).
    Am Abend gibt es einen kleinen Runden Tisch mit Vorstellungsrunde und Einweisung. Wichtigste Aussagen des Abends: Wir haben keinen Urlaub - wir machen eine Abenteuerreise 🤓! Dass das der Wahrheit entspricht, merken wir sofort als wir unsere morgige Abfahrtszeit erfahren: 7.30 Uhr 😳.
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  • Durch die Kalahari

    3 Mei 2017, Botswana ⋅ 🌙 16 °C

    Wir stehen 5.20 Uhr auf, denn bis halb acht muss unser kleines Zeltlager eingepackt sein, Frühstück gemacht, gegessen, abgewaschen und weggeräumt sein, Tokolosh vom Sand befreit sein und alle Mitglieder der Tokolosh-Familie müssen auf ihren Plätzen sitzen! Wir schaffen das - yaeh 😃!
    Nach ein paar Minuten Fahrt sind wir schon an der Grenze zu Botswana.
    Das Land ist 582.000 km2 groß und hat nur 2,26 Millionen Einwohner, die hauptsächlich Setswana und Englisch sprechen. In Botswana leben deutlich mehr Tiere als Menschen. Es ist das Land mit den meisten Elefanten als "Einwohner" - eigentlich sind es zu viele.
    Aus- und Einreise gehen zügig und wir machen uns sogleich auf unsere stundenlange Fahrt durch die endlosen Weiten der Kalahari.
    Abends sind wir in Maun vor den Toren des Okavango Delta, wo wir uns erstmal mit dem hiesigen Geld (Pula) versorgen. Anschließend beziehen wir ein Hotelchen und abends wird das erste Mal gekocht. Wir essen sehr gemütlich und sehr gut unter freiem Himmel, eine erste Einstimmung auf die kommenden Zelttage. Danach verkleinern wir unser Gepäck aufs Minimum, denn unser Motto für die nächsten zwei Tage heißt "Natur pur".
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  • Ins Okavango-Delta

    4 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir packen unsere Zelte, Matten, Tische, Stühle, Essen, Wasser und den gesamten Hausrat in offene Geländewagen samt Anhänger und steigen mit unserem Handgepäck inklusive Schlafsack dazu. Im Ort werden die Vorräte noch aufgestockt, jedes Pärchen versorgt sich mit 10 Litern Wasser sowie dem Lieblingsgetränk für den Abend.
    Nach 1,5 Stunden Fahrt auf staubiger Sandpiste sind wir am Bootsanleger. Hier warten schon unsere Poler mit den Mokoros - traditionelle Einbaumboote für jeweils zwei Personen. Aber zuerst wird umgepackt, der gesamte Kram wird von den Autos in die Boote verteilt und zum Schluss auch noch die Reisegruppe 😀! Nun beginnt der schönste Teil: Wir sitzen gemütlich auf unseren Matten und lassen uns im Sonnenschein durch das Delta staken. Das ist eine reine Genussfahrt!
    Das Okavango-Delta ist 18.000 - 24.000 km2 groß (je nach Regendauer). Da es dieses Jahr viel geregnet hat, ist es heute schätzungsweise 22.000 km2 groß und sehr grün. Wir werden also regelrecht durchs Gras "geschoben", das "Fahrwasser" wird immer enger und im hohen Gras können wir manchmal unser Vorgängerboot nicht mehr erkennen. Dafür aber die unzähligen Seerosen! Es ist die reinste Idylle!
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  • Unser Camp

    4 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 26 °C

    Das Schönste an den nächsten zwei Tagen ist, dass wir nun doch Urlaub haben 😀! Abenteuerurlaub zwar, aber Urlaub! Das heißt, wir brauchen uns hier im Camp um nichts zu kümmern und werden so richtig verwöhnt!
    So sind unsere Zelte schon aufgebaut und es ist ein richtiges kleines Lager eingerichtet (die Boote ohne Passagiere waren schneller oder kannten eine Abkürzung), als wir auf einer kleinen abgelegenen Insel an Land gehen! Wir richten uns im Zelt ein und alle Helfer wuseln umher, um es uns so richtig gemütlich zu machen! Sogar eine Busch-Toilette und eine Dusche werden aufgebaut! Und das mitten im Nirgendwo, das ist einfach unglaublich!
    Erste Sicherheitseinweisung: Wir dürfen uns alleine nicht weiter als fünf Meter vom Camp entfernen. Wer in der Nacht raus muss: Immer erst mit Taschenlampe die Gegend abchecken. Wenn einem Augen 👀 entgegenleuchten - wieder rein ins Zelt, warten und später neuer Versuch! In der Dunkelheit immer zu zweit zur Toilette gehen (ein Aufpasser) und für Pipi einfach hinter das Zelt hocken - denn vier der Big 5 (Elefant, Löwe, Leopard und Büffel) sind hier im Okavango-Delta zu Hause, und sie sind nicht immer freundlich! Es ist also jederzeit höchtse Aufmerksamkeit geboten, ein Abschreckungsfeuer brennt den ganzen Tag.
    Na prima, da sind wir ja beruhigt 😱 und können die nächsten zwei Tage so richtig genießen!
    Aber Ruth sagt, noch nie ist etwas passiert und gerne wollen wir das glauben 😳😀!
    Wir helfen nun doch beim Kochen, denn alle haben Hunger und so geht es schneller. "Viele Köche verderben den Brei" - schmeckt trotzdem superlecker 👍🏼!
    Danach steigen wir wieder in die Mokoros, denn wir wollen im Hippo-Pool baden (wenn schon Abenteuer, dann richtig). Allerdings stellt sich raus, es könnten auch die dicken Flusspferde ein Badebedürfnis haben und so bringt man uns zum Elephant-Crossing - einem Pool, wo sich die Elefanten bei Trockenheit treffen und den Fluss überqueren. Keine Elefanten da, also Menschen rein in den Okavango 😃! Das Wasser ist superklar und erfrischend, wir planschen zwischen Gras und Seerosen herum und sind voll zufrieden 😁.
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  • Kleiner Pirschgang

    4 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 26 °C

    Gegen Abend nimmt uns ein Ranger mit zur Pirsch, um Tiere zu sichten und die Natur besser kennenzulernen. Wieder gibt es eine Einweisung: Immer hintereinander gehen, keine Lücke lassen und Keiner bleibt zurück - wir wirken dann für die Tiere größer und bedrohlicher und sie ziehen ab. Ist ein Löwe o.ä. in Sicht: Aus seiner Windrichtung gehen, stehen bleiben, niemals rennen (der ist immer schneller), nicht unruhig werden und erst dann losrennen, wenn der Ranger selber Panik kriegt und den Befehl zum Losrennen gibt - alles klar 😳!
    Wir nehmen uns alles zu Herzen und im Gänsemarsch ziehen wir los.
    Um es vorweg zu nehmen - von all den angedrohten Tieren bekommen wir keines zu Gesicht! Wir sehen die Bäume, auf denen die Leoparden liegen könnten und wir sehen die Bäume, aus denen die Mokoros hergestellt wurden (sind innen hohl). Heute nimmt man Fiberglas zum Bau der Boote (Schutz der Palmen). Wir sehen giftige Tomaten und Miniwassermelonen, die natürlich nur so aussehen und ganz anders heißen. Wir sehen kleine Frösche und verschiedene Vögel und die wunderschöne friedliche Natur des Okavango-Deltas bei untergehender Sonne!
    Von den großen Tieren sehen wir nur die Haufen, die hinten rausfallen 😉.
    Je dunkler es wird, desto genauer schaut unser Ranger sich um und drängt zur Rückkehr, denn er möchte uns ins Camp bringen, bevor die Löwen aktiv werden und wir sind damit sehr einverstanden!
    Unsere Helfer haben derweil eine Festtafel für uns gedeckt und ein leckeres afrikanisches Dinner gezaubert: Eine Art Kürbissuppe mit Kokos und Buttermilch und Pap (das ist ein Maisbrei) mit Rindergullasch! - und das hier in der Wildnis!
    Gemütlich sitzen wir zusammen, genießen das Essen, die Stimmung und den phantastischen Sternenhimmel und so nach und nach verschwindet einer nach dem anderen im Zelt - nicht, ohne vorher nochmal hinter dem Zelt verschwunden gewesen zu sein 😉!
    Die Nacht ist ruhig und friedlich - außer den Reißverschlüssen der Zelte, ist nichts zu hören.
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  • Großer Deltaspaziergang

    5 Mei 2017, Botswana ⋅ 🌙 12 °C

    Unser kleines Zeltlager erwacht schon vor Sonnenaufgang, denn vor der großen Mittagshitze wollen wir auf einer ausgedehnten Wanderung Landschaft und Tierwelt des Deltas bewundern. Nach minimalistischer Morgentoilette und kurzem Cornflakes Frühstück steigen wir in unsere Mokolos und fahren zur Hauptinsel. Dort angekommen teilen wir uns in zwei Gruppen und unser Guide frischt unsere Sicherheitsregeln von gestern auf. Ich werde als Übersetzer in unserer Gruppe bestimmt und los gehts. Immer schön in einer Reihe und eng beieinander, so dass wir von den Raubtieren als ein großes, für sie zu großes (Beute)Tier gesehen werden. Heute ist mein 55. Geburtstag und den wollen wir abends noch ein bisschen feiern. Überleben wäre jetzt schon ganz nett 😜. Als hätte Petrus es gewusst, hat er schonmal klares und sonniges Wetter geschickt. Es ist noch nicht so heiss, alle sind guter Laune und so dauert es nicht lange und wir sehen in einiger Entfernung Lichi-Antilopen. Aber es kommt noch viel besser, denn unmittelbar vor uns taucht eine kleine Herde von Steppenzebras auf: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roRTuIST4ivL1cX5c
    Die sind erstaunlich ruhig und friedlich. Von unserem Guide erfahren wir, dass sie keine Erfahrung mit Jägern haben und so vor Menschen keine Angst haben. Das Jagen oder Töten vin Wildtieren ist in Botswana verboten. Und so haben unser Begleiter auch keine Waffen. Wir haben unterschrieben, dass wir diese Tour auf eigenen Gefahr unternehmen und wenn wir zur Verteidigung ein Tier töten würden, der Wilderei angeklagt werden können. Na dann wandern wir einfach mal weiter, um nicht doch ein einfaches Ziel abzugeben. Aber die Löwen sind weit weg bei den Büffeln und wahrscheinlich schon zu faul, und die möglichen Bäume der Leoparden haben die Guides fest im Blick. Bei Hitze jagen sie beide auch nicht so gern 😁.
    Und als wollte Afrika uns für unseren Mut belohnen, bekommen wir eine Herde von Gnus zu Gesicht. Gemeinsam mit ihren besten Freunden, den Zebras, stehen sie 100 m vor uns. Wir erfahren, dass sie sich sehr gut ergänzen. Sie sind keine Nahrungskonkurrenten, Zebras fressen das weiche und Gnus das harte Gras, und sie teilen sich die Wachsamkeit vor ihren Jägern. Zebras können sehr gut sehen und schauen beim Fressen un unterschiedliche Richtungen. Gnus haben einen sehr guten Geruchssinn und können Raubtieren oder Unbekanntes auf weite Entfernung riechen. Sie sind die ersten, die uns bemerken und alle Köpfe gehen in unsere Richtung. Wir könnten ewig so weiter zugucken, aber wir müssen zurück. Wir sehen noch die Höhle der Erdferkel (Ameisenbär), Vögel und weitere Antilopen. Ein einsamer Elefant 🐘 versteckt sich, bevor wir ihn alle im Fernglas sehen können, und natürlich sehen wir noch weitere Antilopenarten. Die meisten sind zu weit weg für ein gutes Foto, also machen wir 'innere' Bilder 🤓. Inzwischen wirkt auch die Steppenheizung gut, also geht es zurück und wir freuen uns auf den Brunch im Schatten unseres Camps.
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  • Mokoro und Geburtstag

    5 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einem leckeren Brunch und längerer Siesta 😴, lassen wir uns wieder zum Elefant-Crossing-Pool staken. Eine super Erfrischung und Ersatz für die Morgen- und Abendtoilette. Für die Rückkehr versuche ich mein Glück als Poler und nach einem ganz guten Anfang, muss ich das Boot unfreiwillig verlassen. Da muss irgendetwas am Boot gewackelt haben 😜. Heike und unsere Polerin Nikki sitzen ein wenig verkrampft drinnen, die Andern lachen 😂. Ich gebe den Stab an Nikki zurück, nicht ohne zu bemerken: "Das mache ich im Camp nochmal mit leerem Boot".
    Und genau so machen wir es. Angekommen, übergibt Nikki mir den Stab und ich pole das Mokoro immer besser durch das Gras des Deltas. Geht noch nicht ganz so leichthändig wie bei Nikki, macht aber wirklich Spaß.
    Und damit gehen wir direkt zu Kaffee und Keksen über. Jetzt eröffne ich unseren Mitteisenden auch, dass ich Geburtstag habe und steure den vorsorglich auf Mauritius gekauften Rum und Chips zur Kaffeetafel bei. Mit "Happy Birthday" beglückwünscht mich die ganze Truppe und wir sitzen gemütlich zusammen, bis der nächste Tagesordnungspunkt heranrückt. Wir fahren mit den Mokoros in den Sonnenuntergang zum Hippopool und wollen dort einen Sundowner trinken
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  • Hippopool

    5 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 25 °C

    Ruhig gleiten wir von unserem Camp durch das Delta bis zum Hippopool, einer kleinen Lagune, in der immer wieder Flusspferde gesichtet werden. Dort angekommen, richten unsere Poler die Boote zum Sonnenuntergang aus und wir stossen virtuell mit unseren Getränken an. Und genau da sehen wir 100 m vor uns einen Flusspferdbullen seinen Kopf aus dem Wasser heben und das Maul aufreißen. Das wiederholt er ein paar Mal und dann kommt er auch noch mit dem Körper heraus und macht das Gleiche nochmal. Wir sind begeistert und können uns nicht satt sehen. Ska, unser Guide, erklärt uns, dass der Bulle ungefähr 20 bis 30 Jahre alt sein wird (wegen der Größe) und sein Harem vermutlich ca. 4 km von hier in einer Lagune ist, die nicht austrocknet. Flusspferde werden bis zu 40 Jahre alt und leben vorwiegend im Wasser. Ihre Haut ist sehr sonnenempfindlich und sie sind deshalb häufig untergetaucht. Das können sie bis zu 2,5 Stunden, denn sie haben ein spezielles Lungensystem dafür. Weibliche Flusspferde wiegen bis zu 1,9 t und männliche bis zu 2,5 t. Flusspferde haben eine 8monatige Tragezeit. Gebären sie ein männliches Baby, versteckt die Mutter es vor dem Bullen. Der würde ihn sonst als Nebenbuhler angreifen. Kann das Jungtier auf eigenen Füßen überleben, verlässt es den Harem und versucht die Gründung eines eigenen Harems. Alleinstehende Bullen kann man häufig an Land finden. Flusspferde sind reine Grasfresser und dennoch die gefährlichsten Tiere hier im Wasser. Wenn ein Bulle (oder wir) in das Revier eines anderen Bullen eindringt, wird gekämpft, mitunter bis zum Tod. Flusspferde sind schnell im Wasser und können an Land bis zu 40 km/h schnell laufen. Wir hätten wenig Chancen gegen sie, also halten wir einen ausreichend großen Sicherheitsabstand ein. Nachts wandern die Tiere auch mal 4-5 km, um die nahegelegenen Pools abzuchecken, kommen dann jedoch wieder zurück, um auf ihren Harem aufzupassen. Das ist ein beeindruckendes Erlebnis für uns und zur Krönung gibt uns der Bulle eine Kostprobe seines Brüllens, als wir die Lagune in Richtung Camp wieder verlassen, einfach nur grandios. Eine sehr gelungene Geburtstagsüberraschung, die wir beim Abendessen (wieder mit einem Galadinnertisch) mit einem weiteren mauritischen Rum begießen.
    Doch das i-Tüpfelchen ist die darauffolgende Darbietung unserer Guides und Bootsführer mit Gesang und Tanz am Lagerfeuer: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roRW7QmQqAKRNzlcj
    Das können wir nicht wirklich toppen, revanchieren uns aber ebenfalls mit Singen, Tanzen und gemeinsamer Polonaise. Großen Spaß haben wir jedenfalls auf beiden Seiten. Ein toller Tag und ein schöner Abend gehen damit zu Ende und für mich ein super schöner Geburtstag 🤓😊.
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  • Abschied vom Okavango-Delta

    6 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen vom Camp, von unseren vielen netten Betreuern und vom Delta ☹️. So schade, wir hätten es locker länger ausgehalten!
    Wir stehen im Dunkeln auf, packen Rucksack und Schlafsack zusammen, frühstücken rustikal und schnell, beladen die Mokoros und schon sieht unser Lagerplatz aus wie unbenutzt.
    Ein letztes Mal gleiten wir fast lautlos durch das dichte Grün aus Gras, Papyrus und Schilf, tapfer die zahllosen Spinnen ignorierend, die sich während der Nacht eine "Brücke" über den schmalen Wasserlauf gebaut haben!
    Nikki bringt uns sicher zum Anlegeplatz, wo das ganze Gepäck wieder in die Geländefahrzeuge verladen wird - schon ein riesiger Aufwand für zwei Tage Wildnis. Zwei einmalige und traumhafte Tage, die wir sicher nicht vergessen werden!
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  • Rundflug

    6 Mei 2017, Botswana ⋅ ⛅ 17 °C

    Wieder im Hotel haben wir "Freizeit", die wir für Wäsche waschen, Pool, essen und entspannt rumsitzen nutzen.
    Zu sechst wollen wir am späten Nachmittag das Okavango - Delta von oben sehen! Jabu bringt uns zum kleinen Flugplatz in Maun, wo wir eine Cesna besteigen und die ganze grüne Pracht aus der Vogelperspektive anschauen. Wir sehen die riesige Fläche des Deltas, die Wasserläufe und -löcher, die Inseln - einfach die ganze Schönheit!: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roRb7Bog2cOXIdGC7
    Als Bonbon bekommen wir etliche Antilopenherden, Zebras, Giraffen, Elefanten und ein Flusspferd zu Gesicht. Der perfekte Abschluss unserer Tour ins Okavango-Delta!
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  • On the road

    7 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute dürfen wir ausschlafen, erst 10.00 Uhr fahren wir los, denn wir haben nur ca. 200 km zu fahren. In Maun machen wir kurz Pause zum Einkaufen (Bier- und Weinvorrat auffüllen gelingt nicht, denn heute ist Sonntag und da wird kein Alkohol verkauft) und Tanken. Und genau das wird uns zum Verhängnis: Nach 10 Minuten Fahrt wird unser Tokolosh immer langsamer und bleibt schließlich ganz stehen. Im Dieselschlauch ist Luft - ein Mechaniker kommt mit einer Pumpe und bringt das in Ordnung. Weiter geht's, doch leider nur ein kleines Stück und schon wieder kann Tokolosh nicht mehr fahren. Der Mechaniker ist noch nicht weit und die Männer gucken ins Auto rein. Das Ergebnis: Im Diesel war wohl Paraffin und das hat nun unsere Leitungen verstopft. Da hilft nur die Werkstatt, um Diesel abzulassen und Filter auszutauschen und Leitungen durchzupusten 😳.
    So fahren wir ganz langsam die 15 km zurück und werden in einer Lodge geparkt, wo wir auf Ersatzfahrzeuge warten müssen. Um die Zeit zu überbrücken gibt es ein Freigetränk und einen Chicken Burger 🍔.
    Als wir uns auf den Weg machen, ist es mittlerweile zwei Uhr. Wir quetschen uns alle in einen Sprinter und ein zweites Auto nimmt unser wichtigstes Gepäck. Zelte, Matten und unser Essen passen nicht mehr rein und so können wir uns heute Abend auf ein Bett und ein festes Dach über dem Kopf freuen - kochen und abwaschen fällt auch aus, World Insight spendiert den Restaurantbesuch.
    Zügig kommen wir nun voran und als wir den Nxai-NP passieren, stehen doch glatt 8 bis 12 (es gab unterschiedliche Meinungen 😊) Giraffen in Straßennähe! Das ist uns eine Pause wert.
    Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir in der einsamen, rustikalen und wunderschön gestalteten Planet Baobab Lodge in der Nähe von Gweta an.
    So ist aus einer kurzen Fahrt doch ein ganzer Tagestrip geworden. Wir schlendern noch ein bisschen durchs große Lodge-Gelände, bestaunen die riesigen Baobab-Bäume und treffen uns dann alle beim Weinchen in der Bar.
    Am späten Abend trifft auch Jabu mit dem reparierten Truck ein und die Welt ist wieder in Ordnung! 👍🏼😀
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  • Bushwalk

    8 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 20 °C

    Auch heute werden wir viele Stunden auf der Straße zubringen, denn bis zum Chobe Nationalpark sind es 410 Kilometer. Doch zuerst spendiert uns unser Reiseveranstalter als Entschädigung für die gestrige Panne einen Bushwalk durch die Umgebung der Lodge. Da wir unseren Zeitplan einhalten müssen, starten wir schon 6.30 Uhr mit aufgehender Sonne ☀️. Wir lernen einiges über die Baobabs, die bis zu 6.000 Jahre alt werden können, zu 70 % aus Wasser bestehen und deren Wurzeln sich bis zu 100 Meter weit flach in der Erde verteilen. Natürlich gibts auch hier Pflanzen mit heilender Wirkung und sogar welche, die als Kaugummi dienen. Wir sehen eine "faszinierende" Spinne mit echt großem Netz und lernen, das vom Termitenhügel nur 10 % aus der Erde gucken und das ganze Ding noch 9 x so tief in der Erde steckt.
    Nun sind wir schlauer und bereit für das Frühstück 😉.
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  • On the road again

    8 Mei 2017, Botswana ⋅ ☀️ 20 °C

    Es geht rauf auf die Straße und die Schaukelei beginnt. Das Abenteuer des Vormittags: Überschwemmungen zu beiden Seiten der Straße (unheimlich viel Regen vor 1-2 Monaten) und nach kurzer Fahrt ist auch die Straße komplett überspült, aber freigegeben. Zum Glück ist unser Gefährt hochbeinig genug und kämpft sich tapfer durch Schlamm und Wasser - auch die Schlafsäcke bleiben trocken!
    Wir passieren einen Checkpoint am Eingang des NP (es darf kein Fleisch rausgebracht werden) und die Straße führt jetzt zwischen zwei Nationalparks hindurch. Der Chobe NP ist 11.000 km2 groß und es sollen hier 50.000 Elefanten leben. So dauert es auch nicht lange und wir entdecken die ersten Tiere links und rechts der Straße!
    Am Nachmittag kommen wir durch Kazungula und sind im Vier-Länder-Eck: Botswana, Namibia, Simbabwe und Sambia. Etliche Lkw's stehen schon seit mehreren Fahrminuten links und rechts der Straße, sie warten auf die Grenzüberquerung nach Sambia. Das ist nur mit Fähre über den Sambesi möglich und die kann genau zwei Fahrzeuge hinüber bringen! Manche Autos warten hier wochenlang auf die Weiterfahrt! Eine Brücke ist wohl in Arbeit, wird aber noch Jahre bis zur Fertigstellung benötigen.
    In Kasane beziehen wir eine Lodge mit angeschlossenem Campingplatz, bauen die Zelte auf, probieren den Pool aus und schauen uns auf dem großen Gelände um.
    Abends wird Geburtstag gefeiert, denn mittlerweile hatten drei Mitglieder unserer kleinen Gemeinschaft Geburtstag und da lohnt sich die Torte! Dazu gibt es Wein und Schnaps - der Abend ist gerettet 😉.
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  • Safari

    9 Mei 2017, Botswana ⋅ 🌙 19 °C

    Heute früh gehen wir auf Pirschfahrt im Chobe NP. Wir werden auf zwei offene Geländewagen verteilt und pünktlich 6.00 Uhr passieren wir das Eingangstor zum Park. Es ist kühl und dunkel und wir sind müde - aber voll motiviert. Mit Adleraugen starren wir ins Gebüsch und werden auch bald fündig! Im Laufe der nächsten 3,5 Stunden sehen wir: Antilopen, Flusspferde, Krokodile, Löwen, Büffel, Giraffen, Honigdachs, viele besondere Vögel, Hörnchen und Gnus. Dann auf der Rückfahrt, geraten wir mitten in eine große Elefantenherde (ca. 60 Tiere) und können uns nicht sattsehen an den vielen Familien!: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSHSKMdh5PipEcpm
    Glücklich kehren wir zum Camp zurück und lassen uns das Frühstück schmecken. Nebenbei shoppen wir T-Shirts mit der Landkarte unserer Tour als Aufdruck und dann ist "Freizeit" ☀️🏕🏊🏻.
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  • Bootsafari

    9 Mei 2017, Namibia ⋅ ⛅ 29 °C

    Am Nachmittag steigen wir auf ein Boot und machen eine Safari auf dem Chobe River, der ein Stückchen weiter in den Sambesi fließt, sich die Viktoria Fälle runterstürzt und dann in Äthiopien im Indischen Ozean endet, um die Tiere im Wasser und am Flussufer zu beobachten.
    Wir genießen drei Stunden lang die wunderschöne Kulisse, sehen Krokodile, badende Elefanten und welche, die spazieren gehen, Gruppen von Hippos beim Abendessen, einen zickigen Büffel, elegante Giraffen am Waldesrand, etliche Vogelsorten und kommen uns vor wie mitten in einem Naturfilm 👍🏼!: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSL7im5MO9n6bgQT
    Abends kocht uns Tim ein thailändisches Festmahl und wir sitzen gemütlich schwatzend zusammen. Ruth beantwortet unsere Fragen zu Botswana. So werden wir zum Beispiel eingeweiht in die Gepflogenheiten einer afrikanischen Heirat: Es gibt keine Zwangsehen, aber bestimmte Rituale müssen schon eingehalten werden. Bei Heiratswunsch geht der Mann zu seiner Tante, die wiederum geht zur Tante der Braut und alles wird beredet, wobei die Tante der Braut sich mit dem Brautvater und auch mit der Braut bespricht. Wenn alles klar ist, muss der Bräutigam den Brauteltern in Botswana sechs Kühe und zwei Ziegen (je nach Reichtum und Stand auch mal mehr) geben, um sich zu bedanken, dass ihm die Tochter überlassen wird. Die Braut wird danach von ihrer Tante zum Haus des Bräutigams gebracht und damit ist die Ehe besiegelt. Es ist nicht notwendig, eine Behörde einzuschalten oder Papiere auszustellen, es gilt das Wort. Übrigens ist in Afrika Polygamie gesetzlich erlaubt und wird auch oft praktiziert. Auch Scheidungen sind üblich.
    90 % der afrikanischen Bevölkerung sind Christen und besuchen regelmäßig den Gottesdienst.
    Wir erfahren noch mehr interessante Dinge und könnten noch ewig so sitzen und schwafeln, doch in die Realität zurückgerufen werden wir, als wir unsere Abfahrtszeit für morgen erfahren: Spätestens 6.45 Uhr 😳! Da ist die gemütliche Runde schnell zu Ende, denn ein paar Stunden Schlaf braucht Jeder! Also aufräumen, abwaschen und ab ins Zelt!
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  • Simbabwe - Victoriafälle

    10 Mei 2017, Namibia ⋅ 🌙 16 °C

    4.45 Uhr klingelt der Wecker - das ist ja wie aufstehen zum Frühdienst 😳!
    Wir verlieren keine Zeit, im Schein des Mondes packen wir mal wieder Taschen und Rucksäcke, bauen die Zelte ab und bemerken beim Einräumen mit Entsetzen, jemand hat wohl gestern Abend von innen den Tokolosh verriegelt und die Tür zugemacht! Da ist auch Jabu ratlos, denn es hilft kein Schlüssel. Irgendwie kriegt er vom Dach aus ein Fenster auf und die Männer schieben kurzerhand Angelina durch und die Situation ist gerettet! Nun noch schnell frühstücken und punkt 6.37 Uhr verlassen wir den Platz. An der Grenze zu Simbabwe muss man mit langen Wartezeiten rechnen und daher machen wir uns so zeitig auf den Weg. Andere wissen das auch, denn der Campingplatz ist schon so gut wir leer.
    Bald darauf sind wir da und sehen - Niemand da! Wie zur Belohnung für den Aufbruch "kurz nach Mitternacht" sind wir am Grenzübergang die Einzigen. Jeder bekommt ein Visum für 30 Dollar oder auch zwei für 50 Dollar. Wir nehmen das Doppelvisum, denn wir wollen morgen nach Sambia einreisen. Alles ist recht zügig erledigt und so erreichen wir die Victoria Falls schon am Vormittag.
    Die Fälle sind 1.800 m lang, wobei 600 m zu Sambia gehören. An der höchsten Stelle stürzt das Wasser 109 m in die Tiefe. Die Wassermenge schwankt sehr zwischen Regen- und Trockenzeit: Im Februar/März sind es durchschnittlich 500 Millionen Liter/Minute und im November nur etwa 10 Millionen Liter. Im Moment sind wir kurz nach der Regenzeit und es gibt sehr, sehr viel Wasser. Das bekommen wir auf unserem Spaziergang entlang der Fälle deutlich zu spüren, denn an einigen Stellen werden wir trotz Regencape richtig nass 💦! Die Gischt regnet auf uns nieder und leider versperrt sie uns auch oftmals die Sicht. Aber es gibt genug schöne Ausblicke auf die gigantischen Wassermassen und wir ziehen unsere kleine Wanderung in die Länge.
    Ein Upgrate bringt uns in ein schönes Hotel gleich in Stadtnähe (unsere Chalets waren überbucht 😀), wo wir uns so richtig ausbreiten können, Wäsche aufhängen, auf der Terrasse sitzen (was wir am Abend auch tun), ins weiche Bett fallen ...
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  • Victoria Falls - Stadt

    10 Mei 2017, Zimbabwe ⋅ ☀️ 27 °C

    Gegen Abend schauen wir ins kleine Städtchen Victoria Falls. Hier ist es nicht ganz so staubig wie in allen bisher gesehenen Orten, es gibt etliche Kunstgewerbeläden und Angebote für Touristen wie Helikopter-Flug, Bungee-Jumping und so: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSWbUxE0KUzBXmEq
    Alles ist sehr teuer, aber Ruth hatte uns vorgewarnt. Eine eigene Währung hat Simbabwe erst seit kurzem, sie wird 1:1 zum US Dollar, mit dem man hier sonst alles bezahlt, gerechnet. Geld zu bekommen ist allerdings sehr schwierig, denn es gibt keins. Weder für uns noch für die Einheimischen. Der Schwarzhandel mit Geld blüht.
    Im Supermarkt können wir mit Karte oder US Dollar bezahlen und kriegen auch Dollar zurück, in den kleinen Läden ist es schon nicht mehr so einfach.
    90 % der Einwohner sind arbeitslos, jeder versucht irgendwie über die Runden zu kommen, die meisten durch den Verkauf von Irgendwas - hier natürlich Souvenirs.
    Trotzdem sind die Menschen hier freundlich und wirken zufrieden, laut Ruth sind sie glücklich in ihren Familien und haben die Armut und die politische Situation hingenommen. Sie wollen in Ruhe und Frieden leben und vermeiden Streit und Kämpfe.
    Auf der Straße laufen nicht nur die Menschen, nein auch die Paviane. Ihrem Treiben schauen wir immer wieder mal zu: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSPto0akoLOcSWl6
    Sie sind allgegenwärtig, selbst an den Wasserfällen haben wir sie gefunden. Auf dem Rückweg werden wir von der Touristenpolizei ein kleines Stück eskortiert, denn in der Nähe der Bahngleise ist der Wildwechsel für Elefanten 🐘 und dort sollen wir nicht stehen bleiben. Wir sehen nur ihre Spuren, andere aus unserer Gruppe haben ein paar Stunden vorher die Tiere auch gesehen. Apropos Bahngleise, zweimal pro Woche fährt je ein historischer Zug mit Dampflock von Victoria Falls (Simbabwe) und Livingston (Sambia) bis zur Mitte der Victoria Falls Bridge zum Sonnenuntergang. Dann kann man bei Mondlicht die Regenbogen am Wasserfall sehen. Da fanden wir toll und wollten das eigentlich mal machen, aber wir sind leider am falschen Tag in der Stadt. Ansonsten wurden wir alle paar Meter von fliegenden Händlern zum Kauf von irgendwelchen Kunstgewerbedingen angesprochen, eigentlich eher bedrängt. Das nervt dann doch nach einer Weile, denn wir können nun mal nicht bei Jedem kaufen und zu seinem Lebensunterhalt beisteuern.
    Der Abstecher zu den Victoriafällen war absolut lohnenswert und ist vermutlich noch beeindruckender bei etwas weniger Wasser.
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  • Sambia - Victoriafälle

    11 Mei 2017, Zambia ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute ist Freizeit und jeder kann machen was er will 😊!
    Wir lassen uns unser "geschenktes" Frühstück schmecken und nehmen dann zu sechst den Hotelshuttle zu den Victoria Falls. Uns interessiert auch der Anblick von Sambia aus und so machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins Nachbarland.
    Von der Brücke haben wir einen tollen Blick in die Schlucht 109 m unter uns.
    Am Ende der Brücke bekommen wir unseren Einreisestempel und sind in Sambia. Nun noch den Nationalpark-Eintritt bezahlen und alle Hürden sind genommen. In aller Ruhe spazieren wir entlang des Wasserfalls und saugen die tolle Aussicht und das sprühende Wasser von allen Seiten in uns auf 😃!
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  • Im Boma

    11 Mei 2017, Zimbabwe ⋅ 🌙 26 °C

    Den Abend verbringen wir gemeinsam im Boma, wo uns eine afrikanische Dinnershow erwartet. Beim Buffet können wir allerlei typisch afrikanische Gerichte kosten wie Antilopenfleisch, Warzenschwein, Krokodilschwanz und dergleichen. Dirk kostet den Mopaniwurm und bekommt ein Zertifikat dafür.
    Von der Show sind wir nicht 100 %ig begeistert, aber das Trommeln macht großen Spaß und wir hätten gerne ausgiebiger getrommelt 😀! https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSQ8cpwl9OwVK33f
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  • Sambesi-Region

    12 Mei 2017, Namibia ⋅ ☀️ 3 °C

    Um 8.15 Uhr nach einem Gruppenfoto rollt unser Tokolosh vom Hof auf die Straße, wo wir heute auch den ganzen Tag zubringen werden.
    Wir überqueren die Grenze zu Botswana und kommen wieder nach Namibia, mehr als doppelt so groß wie Deutschland hat es aber nur 2,5 Millionen Einwohner. Hier ist also sehr viel Platz und so fahren wir durch einsame Gebiete, sehen hier und da ein Dorf und einzelne Gehöfte, die wirklich sehr spartanisch aussehen! Es gibt kein Grün auf den Höfen, nur Sand und Staub. Namibia hat kaum fruchtbares Land, es ist sehr trocken. Viele leben von ein bisschen Viehzucht - Rinderherden und Ziegen sehen wir ohne Ende, oft auch direkt auf der Straße!
    Wir sehen auf unserer Reise sehr selten eine Stadt. Keine Schönheiten - eher praktisch für die umliegende Bevölkerung. Wenn eine da ist, nutzen wir sie auch gleich zum Einkaufen und Tanken.
    Unser Tagesziel heute ist der Caprivi-Zipfel, nach der Unabhängigkeit Namibias umbenannt in Sambesi-Region.
    Und hier ticken die Uhren anders: Namibia hat Winterzeit, die Anwohner dieser Gegend ignorieren das allerdings, denn sie orientieren sich an der Zeit ihrer Nachbarländer, an denen sie viel dichter dran sind. Unsere Handys haben sich eine Stunde zurückgestellt, hier allerdings ist es eine Stunde später 😳! Das verwirrt uns doch sehr und es braucht am Abend doch einige Kopfarbeit, bis alle wissen, wann wir uns am nächsten Morgen zur Pirschfahrt treffen!
    Wir campen im Mudumu NP direkt am Kwando-Fluss und bauen unsere Zelte im allerschönsten Sonnenuntergang auf.
    Etliche Schilder warnen vor allerlei Getier, campen ist auf eigene Gefahr! Wir vertrauen auf unsere Wachmänner, die unser übrig gebliebenes Essen bekommen und gut auf uns aufpassen!
    Wir schnippeln und kochen Abendbrot und es dauert nicht lange und einer nach dem anderen verschwindet im Zelt. Fahren auf afrikanischen Straßen kann sehr anstrengend sein!
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  • Pirschfahrt

    13 Mei 2017, Namibia ⋅ ⛅ 28 °C

    Alle sind pünktlich aufgestanden und so machen wir uns nach einem Kaffee auf zu einem kleinen Spaziergang Richtung Rezeption. Nebenbei können wir uns in der weitläufigen Lodge umschauen und sehen, was wir gestern versäumt haben: Kleiner Pool, schöne Terrasse am Fluss ...
    Es erstaunt uns immer wieder, was für wunderschöne Oasen nach stundenlanger Fahrt durch fast Nichts plötzlich in der Gegend auftauchen! Liebevoll dekoriert und mit voll ausgestatteter Bar - unglaublich! Die meisten haben einen angeschlossenen Campingplatz und damit sind wir sehr zufrieden 😊!
    Wir überqueren in idyllischer Fahrt den Fluss, um auf der anderen Seite im Geländewagen durch den Nationalpark zu "pirschen". Durch die Savanne haben wir eine wunderschöne Fahrt, sehen Impala-Antilopen, Büffel, Hippos, den häßlichen Marabu, Paviane, Löwenspuren ...
    Unser Fahrer gibt sich die größte Mühe, fährt mit uns quer durchs Gelände über Busch und Gras - aber Elefanten, Löwe und Co. können sich wirklich gut verstecken, wir bekommen sie nicht zu Gesicht. Die einmalige Landschaft entschädigt uns locker! 👍🏼
    Wieder zurück packen wir rasch unser Zeug ein, bauen die Zelte ab, frühstücken und machen uns auf den Weg nach Rundu in die Okavango-Region.
    Auf einem Parkplatz basteln wir uns einen Reissalat - es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und wie lecker 15 Personen ein Essen in "freier Wildbahn" bereitet haben!
    Typisch für Afrika: Wir fahren mehr als 400 Kilometer immer geradeaus. Erst zwei Minuten vor unserem Ziel biegen wir rechts ab - das ist wirklich unsre einzige Richtungsänderung für heute!
    Leider kommen wir erst im Dunkeln in unserem Hotel an. Es liegt direkt am Kawango-Fluss und somit unmittelbar an der Grenze zu Angola. Wir sehen nicht viel von der Schönheit, denn morgen früh warten wieder 400 Straßenkilometer auf uns!
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  • Zum Etosha-NP

    14 Mei 2017, Namibia ⋅ ☀️ 37 °C

    Die Sonne ☀️ strahlt am Morgen über unserer schönen Lodge, die wir gleich nach dem Frühstück verlassen müssen, denn 400 Kilometer Fahrstrecke liegen vor uns!
    Kleines Hindernis: Die Tokoloshtür ist mal wieder verriegelt 😳- aber wir haben Erfahrung - Angelina durchs Fenster und schon ist der Eingang frei 👍🏼.
    Da wir drei Campingtage vor uns haben, beginnt unser Trip mit Familien-Großeinkauf und dann gehts los. Die ersten ca. 250 Kilometer fahren wir durch Farmland mit den typischen einzelnen und megaeinfachen Gehöften.
    Dann kommen wir an einen Kontrollpunkt und es dauert nicht lange und wir haben unseren eigenen kleinen Fleischskandal: Frisches Fleisch darf nicht in den Nationalpark gebracht werden und auch nicht nach draußen. Wir haben aber gerade eben unseren Fleischvorrat für die nächsten zwei Tage eingekauft und bei der letzten Buschi-Buschi-Pause notdürftig versteckt 😳.
    Das hat nicht geklappt - unser Fleisch wird entdeckt und mitgenommen! Wir versuchen etwas davon zu retten und zur Strafe müssen wir den ganzen Truck ausräumen. Es gibt Diskussionen und Rennerei, viel Zeit geht verloren, aber letzten Endes dürfen wir (ohne Fleisch, denn wir verbrennen es, die Kontrolleure nehmen es sonst einfach mit nach Hause) weiterziehen. Zügig fahren wir zum nächsten größeren Ort, um noch vor der Schließung (heute ist Sonntag) neues Fleisch zu erstehen, denn Ruth will uns heute Abend unbedingt mit BBQ verwöhnen.
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  • Etosha-NP

    14 Mei 2017, Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Etosha bedeutet "Land des trockenen Wassers" oder "Großer weißer Sand" und ist ein riesiger Nationalpark (22.911 km2) im Nordwesten Namibias, komplett eingezäunt zum Schutz der Tiere. Eine endlose Salzpfanne - ungefähr 1/4 der Gesamtfläche des Parks ist bedeckt mit silberweißem Sand - flimmert in der Hitze. Wir freuen uns auf viele Tiere auf dem Weg zu den Wasserlöchern, denn in Etosha bleiben wir zwei Tage!
    Am Nachmittag erreichen wir den Park und mit Tokolosh machen wir gleich eine Pirschfahrt direkt auf unserem Weg zum Camp. Ab hier geht es nur noch über Schotterpiste - und das gilt für die nächsten Tage!
    Im Sonnenuntergang sehen wir zahllose Tierchen und zu unserer großen Freude auch einen wunderschönen Löwen, der durch die Steppenlandschaft stolziert!
    Dann aber ab ins Camp, denn nach Sonnenuntergang darf im NP nicht mehr gefahren werden.
    Rund ums Camp ist übrigens ein Zaun (zum Schutz der Menschen), das macht uns froh, denn den Löwen sahen wir erst kurz vor unserem Camp!
    Zum Abendbrot gibt es Fleisch 😀und danach bummeln wir ans campeigene Wasserloch, wo sich einige Zebras und Fledermäuse eingefunden haben.
    Gute Nacht 😴
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  • Ganztagespirschfahrt

    15 Mei 2017, Namibia ⋅ ☀️ 22 °C

    Um möglichst viel vom Nationalpark zu sehen und eine größere Chance auf die Big 5 zu haben, wechseln wir heute den Campingplatz. Wir fahren mit unseren Tokolosh kreuz und quer durch die beeindruckende Steppenlandschaft und besuchen die begehrten Wasserlöcher. Begierig starren wir aus den Fenstern, um ja kein Tier zu verpassen.
    Der ganze Tag ist ein einmaliges Naturschauspiel - wir sind ganz benommen von der Tierwelt und manchmal wissen wir nicht, wo wir zuerst hinschauen sollen! Alle sind sich einig: Das ist Afrika live 😃🐘🐆🦏🐐🐿🐾🦋🦅🦇! https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roSaFCK0SRFqANV8p
    Eine Erholungspause bekommen wir mittags im Halali-Camp, wo uns Ruth und Jabu bekochen und wir uns derweil im Pool erfrischen können - besser gehts ja nun wirklich nicht!!!
    Abends im nächsten Camp starten wir das übliche Ritual: Zelte aufbauen, kochen, essen und ab in den Schlafsack.
    Und hier stellt sich die heute gesehene Tierwelt vor:
    Mungo, Gnu, Zebra, Springbock, Riesenrappe, Strauß, Tüpfelhyäne, Giraffe, Nashorn, Schwarznasenimpala, Oryx oder Spießbock, Weißmützenhabicht, Kudu, Impalla (die gemeine Antilope), Elefant, Schabrackenschakal, Perlhuhn, Kuhantilope, Gabelracke, Waffen- und Kronenkiebitz, Schildrabe, Gelb- und Rotschnabeltoko, Dik Dik, Weißbürzel Singhabicht, Rotbauchwürger, Rotschulter- und Riesenglanzstar 😃.
    Viele der Tiere waren gemeinsam am Wasserloch - ein unglaublich schönes Bild, von dem wir uns garnicht trennen wollten!
    Einige Tiere waren alleine, manche zu zweit und viele in der Herde!
    Zum Abschluss des Tages und somit als Krönung sahen wir im besten Licht den König der Tiere - fünf wunderschöne Löwen 🦁!
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  • Noch einmal durch die Steppe

    16 Mei 2017, Namibia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute verlassen wir den Etosha NP, aber nicht ohne eine letzte Pirschfahrt zu den Wasserlöchern. Wie um sich von uns zu verabschieden, reihen sich unsere Freunde nochmals für uns auf: Viele und große Zebra- und Antilopenherden, Gnus, Springböcke und Spießböcke, Schakale, Riesentrappen, eine Straußenfamilie, Giraffen, Riesenglanzstar und Schildrabe, ein einsamer Elefant, einmal zwei Löwen und dann nochmal eine ganze Familie, bestehend aus fünf Tieren (leider zu weit weg für ein ausreichend gutes Foto). Wir sind glücklich und zugleich traurig, dass wir den Park nun verlassen müssen!
    Am Parkausgang werden wir wieder auf Frischfleisch kontrolliert, aber diesmal sind wir schlauer - wir haben gestern Abend alles aufgegessen!
    Ein letzter Elefant 🐘 winkt uns zum Abschied noch vor den Toren des Nationalparks. Er ist schon alt und deshalb alleine unterwegs, denn alte und schwache Tiere werden von der Gruppe ausgesondert, da sie nicht mehr mithalten können. Elefanten verlieren im Laufe ihres Lebens ihre Zähne, die dann dreimal nachwachsen. Danach ist Schluss, der arme Elefant kann nicht mehr richtig kauen und muss jämmerlich verhungern, wenn er nicht schon vorher zum "gefundenen Fressen" wird 😱!
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