• Tanja Becker
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Tandi auf Weltreise

An open-ended adventure by Tanja & Andi Read more
  • Sonnenaufgang über den Dünen

    July 19, 2024 in Namibia ⋅ 🌙 7 °C

    Nach einer kurzen Nacht klingelt unser Wecker um 5:30 Uhr. Wir springen motiviert aus dem Dachzelt, denn was wartet auf uns? Genau, noch eine Düne! So schnell wie möglich brechen wir zu der 45 Minuten entfernten Dune 45 auf. Auf dem Weg aus dem Campingplatz erschrecken wir: eine Hyäne flüchtet in vollem Galopp vor unserem Scheinwerfern! Der Himmel zeigt auf der Fahrt schon sein Farbenspiel in unserem Rückspiegel. An der Düne angekommen krabbeln wir sie so schnell wie möglich hoch und sind gerade noch rechtzeitig oben, um den Sonnenaufgang zu sehen. Die leuchtenden Rottöne des Sandes zeigen sich jetzt besonders schön.
    Der Abstieg macht extra viel Spaß: innerhalb weniger Minuten rutschen und rennen wir lachend die steile Seite der Düne hinab.

    Weil es langsam richtig heiß wird, fahren wir zum Sesriem Canyon. Wir sind ganz alleine in der Schlucht, die von einem Fluss ausgewaschen wurde und die bei starken Regenfällen immer noch Wasser führt. Wir genießen die Stille, bevor der Roadtrip weitergeht!
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  • Camping an der Blutkuppe

    July 19, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Ein dramatischer Name: bei der Blutkuppe handelt es sich um einen schönen großen Steinhaufen, wie man sie hier des öfteren findet. Die dreistündige Anfahrt beschenkt uns immer wieder mit wunderschönen Ausblicken auf eine Landschaft, in der sich buschbestandene Ebenen mit roten Felsen abwechseln. Immer mit dabei: die friedliche Leere. Wir erschrecken fast, wenn wir ein anderes Auto sehen.

    Als wir an der Blutkuppe ankommen, sehen wir auf einem der Campingplätze eine Familie. Wir winken und fahren weiter, denn die Stellplätze liegen hier einige hundert Meter auseinander. Wir finden einen schönen Spot und machen es uns gemütlich. An Annehmlichkeiten bietet der Campingplatz ein abenteuerliches Plumpsklo, einen Tisch und Mülleimer. Mehr brauchen wir nicht!

    Während ich noch ein wenig die Steinlandschaft erkunden gehe, macht sich Andi schon Mal ans Abendessen. Unser Gaskocher lässt sich heute ganz schön Zeit, aber dann gibt es leckere Spaghetti mit Tomatensoße.

    Am nächsten Morgen genießen wir noch einige Zeit den Campingplatz und machen einen Kletter-Spaziergang. Und dann geht es los zum Welwitschia-Drive!
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  • Reisetipps unserer Freunde

    July 20, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 9 °C

    Auf unserer Abschiedsparty haben wir unsere Freunde darum gebeten, Tipps, Lieblingsorte, was auch immer ihnen einfällt, auf Kärtchen zu schreiben. Im Licht des Sonnenaufgangs an der Blutkuppe ist es endlich soweit: wir lesen die Zettel durch! Und Hallo, da ist so Einiges dabei! Bora-Bora wird uns vorgeschlagen (vielleicht kann der/die Schriftsteller/in sich outen und uns beim Budget unterstützen?), wir sollen uns vor Ladyboys in Thailand hüten (das geht wohl eher an Andi), einen Kopfstand vor einem wilden Tier machen... Wir müssen oft lachen bei euren Ideen, machen uns einige Markierungen in Google Maps und sind einfach sehr froh, euch als unsere Freunde zu haben ❤️Read more

  • Welwitschien & verzweifelte Italiener

    July 20, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 13 °C

    Wer hat schon Mal was von der Welwitschia gehört? In einem der ersten Bücher, an die ich mich erinnern kann, gab es ein Kapitel über sie, und seitdem wünsche ich mir, sie einmal zu sehen (jeder hat so seine seltsamen Kindheitsträume...).
    Aufgeregt brechen wir also von der Blutkuppe Richtung Küste auf. Nach zwei Stunden Fahrt sehe ich einen Steinkreis um einen grünen Haufen auf dem Sandboden: die erste Welwitschia!! Es handelt sich dabei um eine sehr spezielle Pflanze, die nur hier und sehr langsam wächst. Ihre beiden harten, langen Blätter fransen mit der Zeit immer wieder aus, sodass es aussieht, als hätte sie viele Blätter. Wir kommen näher und sehen Käfer auf ihr herum krabbeln, die nur an der Pflanze leben können. Ein kleines, ganz spezielles Biotop!
    Andi kann mich nur losreißen, indem er eine Eidechse spottet, die exakt die Farbe des Bodens hat. Wie er die nur gesehen hat... Bei der Weiterfahrt sehen wir rechts und links immer mehr Welwitschien, bis wir im Welwitschia Valley angekommen sind. Viele tausend der besonderen Pflanzen wachsen hier. Hier finden wir auch heraus, was es mit dem Steinkreisen auf sich hat: jede Pflanze hat ein weit verzweigtes, empfindliches Wurzelnetz im Boden, mit dem es das wenige Wasser auffängt. Wenn viele Touristen über dem Wurzelnetz herumtanzen, könnte es der Pflanze schaden.
    Das ist auch der Grund, warum die mit Abstand größte Welwitschia eingezäunt ist. Die Pflanze wird auf stolze 1.500 Jahre geschätzt! Schon verrückt, sich vorzustellen, was alles in der Welt passiert ist, während diese Pflanze langsam in der Wüste Namibias vor sich hin wuchs.

    Wir machen uns auf die Weiterfahrt, als Leute auf der Straße vor uns aufgeregt winken. Wir treffen auf vier Italiener, die sich gerade einen Platten eingefangen haben und jetzt dezent überfordert sind. An ihrer Kleidung können wir erkennen, dass sie nicht wie wir gerade von einem Campingplatz im Nirgendwo mit Plumpsklo kommen.
    Also steigen wir aus und bieten unseren gesunden Menschenverstand zur Hilfe an - mehr haben wir nicht, schließlich mussten wir bei unserem Auto noch keinen Reifen wechseln.
    An mehreren Knackpunkten kann ich dann glücklicherweise helfen, sodass der Italiener sich weigert, irgendetwas zu tun, bevor ich es nicht freigegeben habe. Andi amüsiert sich und ist froh, dass mein Bestätigungspensum heute von anderen erfüllt wird.
    Laut Ciao rufend und winkend verabschieden die Italiener uns, als wir weiter Richtung Moon-Landscape fahren. Obwohl die Mondlandschaft auf mehreren Schildern angekündigt wird, haut uns der plötzliche Landschaftswechsel mal wieder von den Socken. Namibia, du wundervolles verrücktes Land! Auf der einen Seite sehen wir unspektakuläre sandfarbene Ebenen, auf der anderen graue zerklüftete Hügel und Krater.
    Entlang des Weges nach Swakopmund liegen zehn größere oder kleinere Sehenswürdigkeiten, von denen einige mit den Jahren verschwunden sind. Der letzte Stopp soll seltene Flechten in sehr alten Wagenspuren zeigen. Übrig ist aber nur noch ein Schild, auf dem steht, dass die Flechten gestohlen wurden - wer macht denn so etwas?

    Passend zum Sonnenuntergang kommen wir aus der Wüste in Swakopmund an und sehen zu, wie die Sonne langsam im Meer versinkt. Wir freuen uns auf einige Tage in dieser so ganz anderen Natur.
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  • Swakopmund - eine andere Seite Namibias

    July 20, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 15 °C

    Wenn man Menschen in Namibia fragt, wo sie gerne leben wollen, ist die Antwort meist: in Swakopmund. Als Grund wird immer das Wetter angegeben. Swakopmund liegt direkt am Meer, was zu niedrigeren Temperaturen (durchgehend 20 °C) führt. Außerdem führt es zu einer immerwährenden Nebeldecke, die sich hartnäckig bis auf wenige Stunden nachmittags auf die Stadt legt. Nach den Tagen voller Sonnenschein und Hitze ist das eine Abwechslung für uns, auf die wir auch verzichten hätten können.

    Abgesehen davon ist Swakopmund ein schönes Städtchen voller bunter Häuser und guter Restaurants. Wir genießen unsere erste Pizza seit langem. Außerdem müssen wir zum ersten Mal nach 1.300 Kilometern tanken und versuchen, unser schiefes Nummernschild zu reparieren (was ca. 2 Minuten lang hält). Vor allem freuen wir uns aber auf die spannenden Touren, die wir in den nächsten Tagen hier unternehmen werden.
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  • Kayaken mit verspielten Robben

    July 21, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 10 °C

    Stell dir vor, du fährst zu zweit im Kayak über das ruhige Meer und plötzlich umrunden dich verspielte Robben, die an deinem Paddel knabbern wollen und die Spitze deines Kayaks kapern, um sich von dir herumfahren zu lassen. Interessiert? Wir auf jeden Fall!

    Durch ein völlig vernebeltes Swakopmund machen wir uns also um 7 Uhr morgens auf Richtung Walvis Bay. Wir werden in Jeeps verladen und eine halbe Stunde über eine große Landzunge gefahren, die bei Flut völlig unter Wasser steht. Im Nebel tauchen kurz Flamingos, Schakale und erste Robben auf. Wir werden barfuß in Regenjacken und Rettungswesten gesteckt, in Kayaks gesetzt und vom Ufer abgestoßen. Wir fahren in den Nebel hinein... und da sind sie! Hunderte Robben, die miteinander spielen und unsere Kayaks umrunden. Die Robben wollen je nach Charakter vom Paddel gestreichelt werden, in die Paddel beißen, Andi anknabbern, oder auf das Kayak springen und umhergefahren werden. Endlich einmal Tiere, die statt Angst Spaß an einer Interaktion mit uns haben! Wir spielen sicher eine Stunde lang mit den Tieren, bevor es wieder Richtung Strand geht. Dort gibt es heiße Schoki, Käsebrötchen und die besten Schokomuffins meines Lebens. Glücklich und zufrieden werden wir wieder zu unserem Auto gefahren.
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  • Wüsten-Geckos bei der Living Desert Tour

    July 22, 2024 in Namibia ⋅ ☁️ 10 °C

    Wenn man in Tansania Menschen trifft, die von ganzem Herzen eine Tour in einer Küstenstadt in Namibia empfehlen, dann hat man die Tour auch zu machen!

    Mit großen Erwartungen (Achtung, immer ein Fehler) starten wir also morgens um 8 Uhr in zwei Jeeps mit insgesamt 9 weiteren Reisenden in Richtung der Dünen, die an Swakopmund angrenzen. Der Guide erklärt uns zunächst einiges über die Entstehung der Dünen und die Überlebensstrategien der Tiere. Es gibt Käfer, die morgens immer einen Kopfstand auf der Düne machen, damit auf ihrem geriffelten Rücken Wasser kondensiert, das sie dann trinken können - hört sich anstrengend, aber effektiv an. Besonders interessant finde ich, dass die Insekten eigentlich nichts zu Fressen finden würden im viele hundert Kilometer langen Dünenabschnitt entlang der Küste Namibias. Das Leben in der Wüste ist abhängig von Samen und Saaten, die aus dem Inland stammen. Diese werden von einem seltenen Westwind, der nur an etwa acht Tagen im Jahr Richtung Meer weht, in die Dünen eingetragen und können so als Nahrung für die Insekten und Grundlage der gesamten Nahrungskette dienen. Das ist ein ziemlich komplexes, fragiles System.

    Dann gehen unsere Guides auf die Jagd, während wir ihnen im Auto dabei zusehen. Barfuß laufen sie die Dünen hoch und hinunter, auf der Suche nach Wüstenbewohnern. Mich juckt es in den Fingern, auszusteigen und mitzusuchen, aber man will ja nicht gegen die Regeln verstoßen... Schließlich dürfen wir aussteigen und im Gänsemarsch zu einer Stelle im Sand laufen, um die einer der Guides einen Kreis gezeichnet hat. Er zeigt uns den kleinen Haufen lockeren Sandes, aufgrund dessen er einen Namibgecko unter der Oberfläche vermutet. Vorsichtig trägt er den Sand ab und... ein kleiner Schwanz kommt zum Vorschein, während der Gecko versucht, sich noch etwas weiter einzubuddeln. Keine Chance - vorsichtig nimmt der Guide den wohl süßesten Gecko der Welt auf die Hand. Der nachtaktive Gecko lebt nur in dieser Wüste und braucht die feuchte Sandoberfläche des Morgens, damit seine Gänge nicht einbrechen. Nach einem kurzen Photoshooting befeuchtet also der Guide den Sand mit seiner Wasserflasche, macht mit dem Finger ein Vorschlagsloch und setzt den Gecko davor. Der nimmt das Angebot dankend an und ist nach wenigen Sekunden wieder unter der Oberfläche verschwunden.

    Zurück im Auto fahren wir weiter und schauen noch einige weitere Male zu, wie die Guides aussteigen und Spuren auf der Suche nach Schlangen folgen, sie aber leider nicht finden. So ist die Natur nunmal. Immerhin dürfen wir noch eine Blindschleiche und eine Eidechse mit dem klangvollen Namen Schaufelschnäuzeidechse sehen, die ihrem Aussehen nach sehr treffend benannt wurde. Ein Highlight: ein Wüstenchamäleon zeigt uns seine Treffsicherheit bei der Jagd, bei der er seine Zunge ziehharmonikaartig ausklappt.

    Nach einer spaßigen Dünen-Offroad-Fahrt werden wir wieder Zuhause abgesetzt und fragen uns, warum wir von der Tour enttäuscht sind. Bei einer vierstündigen Tour hätten wir gerne mehr Tiere gesehen, und wir hätten uns einen interaktiven Teil gewünscht, bei der wir selbst Spuren lesen und Tiere suchen dürfen. Zudem sind die Erwartungen oft sehr hoch, wenn ein Erlebnis im Vorfeld so angepriesen wurde. Für die Zukunft nehmen wir uns daher wieder einmal vor, ohne Erwartungen an Erlebnisse heranzugehen.
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  • Mein Lieblingsort in ganz Afrika

    Jul 22–24, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 17 °C

    Raus aus dem nebligen Swakopmund fahren wir drei Stunden nach Norden und merken, wie es immer wärmer und die Natur immer schöner wird. Unser nächstes Ziel ist das Omandumba Bush Camp, ein Campingplatz viele Kilometer von dem nächsten Städtchen entfernt. Der deutsche Inhaber ist traurig, dass wir erst so spät kommen, weil wir sonst keine Zeit haben, unseren Campingspot zum Genießen, und freut sich, als er hört, dass wir ja zwei Tage bleiben. Von der Rezeption sind es noch Mal 20 Minuten mit dem Auto in Richtung Felsen, weg von der Zufahrtsstraße.
    Als wir ankommen, fällt uns die Kinnlade herunter: wir haben nicht nur einen wunderschönen Stellplatz, sondern auch ein zweistöckiges "Gebäude" aus Holz wurde in die Felsen hineingebaut. Dorthin gibt es keine Treppe, sondern man muss sich über eine schrägen flachen Fels zwischen grossen runden Steinen hinüberschlängeln. Alles ist sehr naturbelassen gebaut. Wir erklimmen über eine Leiter den zweiten Stock des Gebäudes und unter uns entfaltet sich die baumbestandene Ebene. Die Sonne geht gerade unter und taucht alles in ein goldenes Licht. Unglaublich, dass so ein Ort auf der Welt existiert.
    Wir erkunden den Platz weiter und finden neben zwei Außenduschen und drei Waschbecken auch das Freiluftklo mit Ausblick und echter Spülung. Was für ein Luxus!
    Wir bauen schnell unser Dachzelt auf und gehen voller Vorfreude auf den nächsten Tag schlafen.

    Den nächsten Morgen beginnen wir mit einer Erkundungstour auf unserem persönlichen Berg und klettern auf einige der großen Steine, um den Sonnenaufgang zu genießen. Eigentlich wollten wir heute bei den hier lebenden Einheimischen, den San, vorbeischauen, aber wir haben so eine Freude an unserem Campingplatz, dass wir das Auto nicht mehr bewegen. Wir erkunden die Ebene mit den Bäumen (und Andi findet hier sogar Internet), gehen auf Spurensuche und Vogeljagd (mit der Kamera), und genießen einfach die Stille und die Natur. Der Campingplatz ist die perfekte Mischung aus Abgeschiedenheit (die einzigen Menschen, die wir sehen, sind eine Familie am gegenüberliegenden Berg), Natur und Luxus (fließend Wasser und eine echte Toilette, wow!). Nachmittags bereiten wir das Stockbrot vor, das wir nach einem weiteren wunderschönen Sonnenuntergang über dem Feuer goldbraun garen. Mit Käse oder Nutella gefüllt schmeckt das super lecker. Über uns spannt sich in einem atemberaubender Sternenhimmel die Milchstraße von einem Horizont bis zum anderen. Hier gibt es keine Lichtverschmutzung und der Vollmond geht inzwischen erst einige Stunden nach Sonnenuntergang auf, sodass wir genug Zeit zum Genießen haben. Was für ein unglaublicher Anblick!

    Am nächsten Morgen traue ich mich an die Dusche. Es gibt hier einen sogenannten Donkey, einen Kessel, unter dem man einfach ein Feuer entzündet. Es dauert zwar 1,5 Stunden, aber dann haben wir sogar warmes Wasser in unserer Außendusche!
    Dann müssen wir leider schon gehen - und ich bin ziemlich traurig, meinen Lieblingsplatz unserer bisherigen Reise verlassen zu müssen.
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  • Uralte Steinkratzereien in Twyfelfontein

    July 24, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 35 °C

    Das Tal Twyfelfontein beherbergt die ältesten Felsbilder Afrikas. In die flachen Sandsteinplatten wurden seit ca. 4.000 v. Chr. Bilder von Tieren und Menschen gekratzt. Witzig sind die "Unterschriften" der Künstler: jeder malt seinen Fußabdruck neben sein Bild. Mal hat der Fußabdruck fünf Zehen, mal sieben, und mal nur zwei aber eine zusätzliche Zehe an der Ferse.
    Man kann auf den Felstafeln hunderte Giraffen, Oryxe, Löwen und viele weitere Tiere entdecken. Über 2.500 Bilder wurden auf über 200 Felsplatten gefunden. Die Qualität der Bilder ist sehr unterschiedlich - schließlich kann auch jeder verschieden gut malen.
    Die Datierung der Malereien ist schwierig. Man nutzt den Oxidationsfortschritt der Flächen - je dunkler die freigekratzte Fläche wieder geworden ist, desto älter ist das Bild. Dass die Bilder überhaupt so lange erhalten blieben, liegt wahrscheinlich an dem seltenen Niederschlag in der Region.

    Auf unserer Führung erfahren wir auch die Herkunft des Namens des Tales: als 1947 weiße Farmer sich hier ansiedelten, fanden sie eine Quelle vor, die immer wieder versiegte und nicht zuverlässig war. Daher nannten sie die Quelle Twyfelfontein: "Zweifelfontäne".
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  • Die Jagd nach kleinen Wüstenelefanten

    July 25, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 32 °C

    In der Wüste Damaralands im Norden Namibias leben Elefanten, die sich an die Gegebenheiten der Wüste angepasst haben. Das soll sich vor allem darin äußern, dass die Elefanten kleiner sind als ihre Verwandten.
    Wir wollen die kleinen Elefanten auf einer geführten Tour sehen und werden vom Inhaber unseres Campgrounds zu einer Tour abgeholt, die bei Google Maps durchweg 5 Sterne erhält.

    In einem vollbesetzten offenen Safari-Auto geht es nun auf die Suche.
    Wir suchen. Und suchen. Und suchen. Der Fahrer wird schon nervös und erklärt uns, wie er die Spuren liest, die er auf dem Boden gefunden hat. Und plötzlich finden wir sie! Eine Familie mit der jungen Elefantin Mimi lässt uns nah herankommen und sie bei ihrer Wanderschaft ein Stück begleiten.
    Andi und ich sehen uns an: für uns sehen die ziemlich normal groß aus. Wir haben die Elefanten in einem ausgetrockneten Flussbett gefunden, das voll mit grünen Bäumen steht, deren Blätter die Familie genüsslich isst; unter "Wüstenelefanten" haben wir uns auch etwas anderes vorgestellt. Dennoch war es eine spannende Exkursion und zeigt uns einmal wieder, dass Erwartungsmanagement alles ist ;)
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  • Damara living museum

    July 25, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 33 °C

    In den Living Museums Afrikas können die Völker ihre Traditionen lebendig halten, aber gleichzeitig einen Lebensunterhalt verdienen. Natürlich ist auch einiges an Show dabei, aber das scheint uns ein faires Konzept, um einen Einblick in ihre Kulturen zu erhalten.

    Wenn man das Damara living museum betritt, fällt direkt die Lederkleidung der Stammesangehörigen auf: Ockerfarben und mit Perlen aus Holz, Straußeneierschale und Stachelschweinborsten verziert. Die Menschen scherzen laut in ihrer Sprache, die mit verschiedenen Klicks durchzogen ist. Wir werden zu verschiedenen Stationen geführt und erfahren einiges über:
    - die Nutzung von Pflanzen und Mineralien (mir werden mit Ocker Kreise auf Wangen und das Kinn gemalt und Andi findet "du siehst echt albern aus, Tanja". Ich bin kurz empört, bis ich ein Bild von mir sehe...)
    - ihre Sprache (es gibt vier verschiedene Klicklaute, von denen wir nur zwei nachmachen können)
    - die Waffenschmiede
    - Feuer machen (das funktioniert hier besser als bei den Maasai)
    - die Schmuckherstellung (jede einzelne "Perle" aus Straußeneierschale wird von Hand mit einem keilförmigen Hammer zurechtgeklopft)
    - ein traditionelles Spiel (durch dessen Ausgang schon ganze Dörfer den Besitzer gewechselt haben sollen).

    Zum Abschied wird noch ein Lied gesungen und getanzt, und schon werden wir in den Shop geschoben. Wir gönnen uns ein Fußkettchen und finden es toll, dass die Einnahmen direkt an die Person gehen, die das entsprechende Schmuckstück angefertigt hat.
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  • Lagerfeuer-Kochtipps mit Tanja

    July 26, 2024 in Namibia ⋅ 🌙 20 °C

    13 Tage on the Road in Namibia bringen auch eines mit sich: Lagerfeuer, jeden Abend! Ich hab Lust, verschiedene Lagerfeuer-Rezepte auszuprobieren und auf ihre Leckerheit zu prüfen.

    Schnell lernen wir, ein solides Feuer mithilfe von Grillanzündern zu erzeugen. Als die dann zwei Mal in ausgelaufenem Bier ertränkt wurden und nicht mehr brennen wollen (das kann passieren?!), lernen wir auch, mit selbst gesammelten Zweigen und Gras das Feuer in Gang zu bringen.
    Ok, das Feuer brennt. Hier die Gerichte und ihr Ausgang:

    - Stockbrot: der Klassiker. Andi hat den Hefeteig geknetet, der Teig ging zwei Stunden, wir haben Stöcke gesammelt und mit Alufolie umwickelt (man weiß ja nie welcher Baum giftig ist) und das Stockbrot goldbraun über der Glut gegart. Mit Käse oder Nutella gefüllt superlecker! Note: 10/10

    - Ofenkartoffeln: Puh. Beim ersten Anlauf habe ich die gewaschenen, mit Alufolie umwickelten Kartoffeln 1,5 Stunden in die Glut im heißesten Teil des Feuers geschoben. Als wir sie dann herausgeholt haben, waren sie verdächtig leicht. Kein Wunder: es gab keine Kartoffeln mehr! In der Alufolie war nur noch schwarzes Pulver übrig. Zugegebenermaßen ziemlich unerwartet für uns. Beim zweiten Anlauf durften die Kartoffeln eher am Rand ohne direkten Kohle-Kontakt garen, das hat sehr gut geklappt. Note: 0/10, beim Zweitversuch 8/10

    - Bananen mit Schokolade: Die Bananen haben die Fahrt tagsüber über Schotterpisten und durch Schlaglöcher niemals überlebt. Abends sahen sie immer so matschig aus, dass keiner von uns sie essen wollte. Note: Versuchsabbruch, nicht zu bewerten

    - Quesadillas: einfach einen Wrap mit viel Käse, evtl. Paprika/Zwiebeln/Oliven füllen und in Alufolie eingewickelt auf die Glut legen. Schnell und lecker! Note: 10/10

    -Pilze in Alufolie: selbsterklärend, Pilze in Stücke schneiden und in Alufolie aufs Feuer. Ganz lecker, vor allem mit Tsatsiki ;). Note: 7/10

    - Pfirsichkuchen aus dem Dutch oven: Hefeteig und Dosenobst, das schreit doch nach einem Obstkuchen! Wir haben außerdem einen Dutch oven im Auto, einen dicken feuerfesten Topf, den man auch in die Glut stellen kann. Weil ich nicht spülen will, wird der Topf innen mit Alufolie ausgekleidet, die mit Butter eingefettet wird. Hinein kommt der süße Hefeteig und darauf die in Spalten geschnittenen Dosenpfirsiche. Dann kommt das ganze in die Glut, und das Unglück nimmt seinen Lauf. Ich denke jetzt, man sollte den Topf auf ein Gitter über der Glut stellen. Wir hatten aber kein Gitter, und daher war der Hitzekontakt ziemlich intensiv (da hat wohl niemand was aus den Kartoffeln gelernt). Immer wenn der Topf anfing von innen zu rauchen, haben wir ihn hektisch gedreht. Nach einer knappen Stunde war der Teig fertig und das Ergebnis war ein Hefeteig mit zugegebenermaßen starkem Raucharoma. Ich fand, man konnte die obersten 30% essen, Andi hat dem Dosenobst hinterhergetrauert. Nächstes Mal gibt es lieber Stockbrot mit Dosenobst! Note: 2/10
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  • Etosha #1: Tierpartys am Wasserloch

    July 27, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 10 °C

    Nach all den Safaris in Tansania sind wir gespannt, wie der Etosha Nationalpark im Norden Namibias da mithalten kann.
    Das Besondere am Etosha ist, das hier Wasserlöcher entlang von Wegen natürlich vorhanden sind oder künstlich angelegt wurden. Die Tiere, die in der sonst trockenen Salz-/Lehmpfanne kein Wasser finden, müssen zwangsläufig an die Wasserlöcher kommen, um zu trinken. Und da stehen wir schon im Auto und schauen ihnen dabei zu! Die gut ausgebauten Wege und die sicheren Sichtungen an den Wasserlöchern machen diesen Nationalpark geradezu prädestiniert für Selbstfahrer-Safaris.

    Wir stehen pünktlich zum Sonnenaufgang am Gate im Westen des Parks. Wir haben erwartet, uns hinter anderen Autos einreihen zu müssen, sind aber weit und breit die einzigen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die westliche Hälfte des Parks erst seit wenigen Jahren für Besucher zugänglich ist und als eher trocken und tierarm bekannt ist.
    Noch bevor wir das erste Wasserloch erreichen, hält uns ein Mann mit Maschinengewehr an und fragt uns, ob er bei uns mitfahren kann. Ähm klar, das schlägt man dann ungern ab... Er erzählt, dass er Ranger ist und mit seinen Kollegen die Wildtiere von Wilderern schützt. Dazu patrouillieren sie den Park und zeigen bewaffnete Präsenz. Von Zeit zu Zeit nehmen sie auch Personen fest, dazu muss es aber einen nachgewiesenen Versuch der Wilderei gegeben haben. Er erzählt von den Schwierigkeiten, die Wilderer mit dem Auto zu verfolgen, die selbst auf Pferden oder zu Fuß unterwegs sind und sich in die Vegetation schlagen können. Jetzt muss er wieder zu seinem Auto kommen, das gestern liegengeblieben ist, da er sich Sorgen macht, dass es sonst von Elefanten umgedreht wird. Wir bringen ihn gerne dort hin und freuen uns, solche Insider-Informationen bekommen zu haben.

    Dann fahren wir das erste Wasserloch an und - treffen direkt auf die erste Tierparty! Individuen von sicher sechs verschiedenen Arten trinken friedlich am Wasserloch und interagieren spielerisch miteinander. Das gab es in der Serengeti so nicht! Nur wenn die Elefanten kommen, machen alle anderen Platz.
    Begeistert fahren wir durch die sich immer wieder verändernde Landschaft. Nicht jedes Wasserloch führt Wasser, und nur etwa an jedem dritten finden wir Tiere - aber dann viele!

    Im Laufe des Vormittags erreichen wir das Olifantsrus Camp. Hier wurde ein zweistöckiger Observationsturm gebaut, der auf beiden Stockwerken rundum verglast ist. Direkt an das Gebäude grenzt eine Wasserstelle, sodass man die Tiere aus wenigen Metern Entfernung auf Augenhöhe beim Trinken beobachten kann. Hier sehen wir neben Zebras auch große Oryxgruppen, deren lange Hörner aus der Nähe betrachtet noch beeindruckender aussehen.

    Nach einem langen Fahrttag mit vielen Tiersichtungen kommen wir kurz vor Sonnenuntergang am Halali Campingplatz an. Das Wort stammt aus der deutschen Jägersprache und bedeutet eigentlich, dass das Tier in die Enge getrieben und die Hetzjagd daher beendet ist. Im Etosha soll es aber bedeuten, dass die Jagd auf die Wildtiere im Nationalpark ein und für alle Mal beendet ist und die Tiere nun sicher sind. Der Campingplatz ist anders als alle anderen, die wir im menschenleeren Namibia bisher kennengelernt haben: Platzverhältnisse wie auf deutschen Campingplätzen herrschen, eine aufgedrehte Stimmung liegt in der Luft, überall wird laut geredet und gescherzt. Ungewohnt, aber doch schön. Das besondere an diesem Campingplatz: es gibt ein Wasserloch, das nachts mit rotem Licht beschienen wird, sodass auch nachts Tierbeobachtungen möglich sind.

    Wir folgen dem gewundenen, magisch beleuchteten Pfad zum Wasserloch und sind geflasht: von einem kleinen natürlichen Amphitheater aus blicken wir auf zwei Elefanten und - ein Nashorn!! Toll, das scheue Tier zu beobachten, wir es entspannt trinkt. Es raschelt im Gebüsch, und zwei weitere Nashörner traben ans Wasser. Unglaublich, so viele der seltenen Tiere gleichzeitig zu sehen! Als ein viertes in den Lichtkegel tritt, scheint sich die Stimmung zu ändern: es folgen Drohgebärden und Scheinangriffe, aber am Ende dürfen alle trinken. Ganz beseelt gehen wir schlafen.
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  • Etosha #2: Endlose Weiten

    July 27, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 29 °C

    An unserem zweiten Tag im Etosha Nationalpark erreichen wir die tatsächliche Salzpfanne, die das Herzstück des Nationalparks ist. Es ist sehr beeindruckend, diese große leere Fläche vor uns zu sehen. Wir hatten erwartet, dass sich auch hier Tiere aufhalten, aber tatsächlich sehen wir kein einziges Lebewesen.

    Also fahren wir weiter zum nächsten Wasserloch und werden von einer großen Gruppe Elefanten begrüßt, die hier ihren Durst stillt. Auch zwei kleine Elefanten sind dabei, die tollpatschig miteinander spielen.

    An diesem Tag fällt ins die Vielfalt der Landschaftstypen auf, durch die wir fahren. Von Wäldern über Graslandschaften bis zu unbewachsenen Bereichen ist alles dabei. Oft sehen wir verschiedene Antilopenarten, die mit allen Landschaften klarzukommen scheinen.
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  • Etosha #3: Durstige Giraffen

    July 28, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 12 °C

    Weiter geht es an unserem zweiten Tag im Etosha Nationalpark mit etwas, auf das ich mich schon lange gefreut habe: Trinkende Giraffen! Da ihre Beine länger als ihr Hals sind, spreizen sie die Vorderbeine, um so näher an das Wasser zu kommen. Die sonst so eleganten Tiere sehen in dieser Position sehr witzig aus.

    Als wir weiterfahren, sehen wir am Rand einer Straße zwei stehende Autos - sehr verdächtig! Wir halten auch an und sehen ein Baby-Nashorn mit Mutter, die sich fressend langsam in die Büsche schlagen. Wow, wir waren uns im Vorlauf nicht sicher, ob wir nach dem Glückstreffer im Ngorongoro-Nationalpark in Tansania und dem nächtlichen Wasserloch überhaupt noch ein Nashorn sehen würden, und nun sind es gleich zwei!

    Außerdem sehen wir heute viele Vögel, eine weitere große Herde in Wasser und Staub badender Elefanten, und sogar eine im Schatten schlafende Löwenfamilie.

    Als wir den Park verlassen, sind wir ins einig: beide Parks haben ihre Besonderheiten, aber der Etosha-Nationalpark kann mit der Serengeti in Bezug auf Tierbeobachtungen mithalten!
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  • Fancy schmancy zum Abschied von Namibia

    Jul 28–29, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir verlassen am späten Nachmittag den Nationalpark und biegen direkt nach der Umzäunung in ein großes Tor ein. Der Wächter begrüßt uns im privaten Game-Reserve Onguma. 15 Minuten Fahrt später erreichen wir das Herz des Privatparks und sind beeindruckt: ganz schön schick ist es hier, mit Swimmingpool, privatem Wasserloch und edlem Restaurant. Wir schlafen zwar auf dem dazugehörigen Campingplatz, aber gönnen uns das Drei-Gänge-Menü als Abschluss unserer Safari. Die Optionen zum Hauptgang sind: Oryx-Steak, Lamm oder... Nudeln mit Tomaten und Oliven. Warum das Nudelgericht so viel kostet wie ein Oryx-Steak ist mir ein Rätsel, aber so endet die Reise kulinarisch für mich dann mit einem klassischen Camping-Gericht.

    Frisch geduscht und in sauberen Kleidern (!) setzen wir uns in das Restaurant und genießen den Ausblick auf das Wasserloch im Sonnenuntergang. Sogar zwei Elefanten schauen vorbei. Was für ein Abschluss!

    Am nächsten Morgen packen wir zum letzten Mal das Dachzelt zusammen und steigen ins Auto. Auf der Fahrt Richtung Tor raschelt es im Gebüsch und wer schaut uns mit großen Augen an? Ein Dikdik! Da ist mein Wunsch doch noch in Erfüllung gegangen, eine der Zwergantilopen zu sehen. Es wackelt mit der Nase, schaut uns noch einmal an und verschwindet im Gebüsch.

    Jetzt steht nur noch eine sechsstündige Autofahrt und ein Flug zwischen uns und unserem nächsten Stopp - auf nach Kapstadt!
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  • Kapstadt, meine Perle

    Jul 30–31, 2024 in South Africa ⋅ ⛅ 14 °C

    Was macht man, wenn der Flug einen mehrstündigen Layover in Kapstadt hat? Genau, man macht 5 Tage daraus!
    Wir freuen uns darauf, die verschiedenen Viertel zu erkunden, zu wandern und Pinguine zu sehen. Dass hier tiefster Winter ist, haben wir bei der Buchung geflissentlich ignoriert, und hüpfen daher direkt wieder in unsere noch ungewaschenen warmen Kleider, mit denen wir den kalten Nächten in Namibia getrotzt haben. Als Unterkunft haben wir uns eine alte viktorianische Villa aus dem Jahr 1927 ausgesucht, die von einer Italienerin wie ein kleines Hostel betrieben wird. Das Haus hat große Fenster und ist liebevoll eingerichtet. Im Jahr 1927 wurde leider noch keine Heizung verbaut, daher bleibt meine Wärmflasche auch hier mein stetiger Begleiter (oh Brasilien, wir sehr ich mich auf deine warmen Temperaturen freue!).
    Als wir dann nach einem Tag des Versteckens das Haus verlassen, sind wir positiv überrascht: die Sonne scheint, die Luft ist mild, was für ein schöner Wintertag! Wir spazieren durch einen Park und finden einen Street Food Markt, der sehr leckeres preiswertes indisches/türkisches/chinesisches Essen anbietet. Vollgestopft laufen wir weiter, sind aber immer wieder bedrückt von den vielen Obdachlosen, denen es hier wirklich schlecht geht. Immer wieder werden wir von ihnen angesprochen und sind hilflos und ratlos, schließlich können wir ihnen ja nicht aus ihrer Situation helfen.
    Wir erkunden weiter die Innenstadt und bereiten abends unsere Wanderung auf den Tafelberg vor.
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  • Den Tafelberg bezwingen

    August 1, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 12 °C

    Der Tafelberg ist ein 1.086 m hohes Plateau, das majestätisch über Kapstadt thront. Schon von unten sieht es wirklich sehr hoch aus, aber hey, die Besteigung gehört zu einem Kapstadt-Besuch einfach dazu, stimmt's? Eine Entscheidung, die eine(r) von uns noch hinterfragen sollte...
    Bei einer kurzen Online-Recherche stellt sich heraus, dass die Seilbahn zum Gipfel aktuell geschlossen ist. Die Wintermonate hier werden jährlich für Reparaturarbeiten genutzt. Für uns bedeutet das, dass wir nicht nur hinauf-, sondern auch hinabklettern müssen. Also wählen wir die einfachste Route namens Platteklip Gorge, bei der man auf 2,5 km "nur" 680 Höhenmeter überwinden muss. Die Route gilt als Anfängerroute, da man mit dem Auto schon recht hoch auf den Berg zum Startpunkt fahren kann und treppenartige Stufen den Berg hinauf führen. So weit, so gut.
    Wir rufen uns eines der günstigen Uber-Taxis, das versucht, uns zum Startpunkt zu fahren. Aufgrund der Reparaturarbeiten ist die Zufahrtsstraße aber auch gesperrt. Also müssen wir 200 Höhenmeter weiter unten starten, was unsere One-Way-Route auf 4,5 km und 880 Höhenmeter bringt. So war das aber nicht geplant...
    Egal, die Natur ist wunderschön und wir machen uns motiviert an den Berg. Während Andi wie immer wie eine Bergziege losrennt, beginne ich schon bald die Entscheidung zu hinterfragen. Also, das ist wirklich SEHR steil. Im Schwarzwald laufe ich gerne gemütlich meine 400 Höhenmeter auf 12 km, das ist wesentlich angenehmer als hier den Berg hoch zu klettern. Die angepriesenen Stufen sind unregelmäßige, oft hüfthohe Steinquader, die man sich vorsichtig hochkämpft - und das bei meinem Schneckentempo ganze 2,5 Stunden lang. Irgendwann sind wir endlich oben und genießen den Ausblick - in eine Wolke. Die berüchtigte "Tischdecke", die Wolkendecke, die häufig über dem Tafelberg liegt, ermöglicht nur kleine Blicke ins Tal. Es ist trotzdem sehr schön hier, und es gibt coole Tiere! Die Vögel und Hyrax (Klippschliefer) sind sehr zutraulich und freuen sich über ein Stück Brot. Nachdem wir fertig gespielt haben, erkunden wir noch ein wenig das Plateau des Tafelbergs und dann geht es schon wieder bergab. All die Höhenmeter und Steinquader wollen wieder unfallfrei nach unten geklettert werden. Das macht vielleicht noch weniger Spaß als hochzuklettern, aber geht immerhin etwas schneller.
    Pünktlich zum Sonnenuntergang kommen wir unten an und lassen uns von einem Uber nach Hause fahren. Andi fand den Tag schön, ich sehe es als 6 Stunden langes fieses Workout, bei dem man immerhin mit Tieren spielen durfte, und so finden wir beide etwas positives an diesem Tag.
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  • Pinguine in Afrika?

    August 3, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir mieten uns ein Auto und ab geht es nach Süden! Der erste Stopp ist der botanische Garten in Kirstenbosch. Wir spazieren über die Hängebrücke zwischen den Baumwipfeln und genießen die vielen Blumen, alles vor dem Panorama des Tafelberges. Ich gehe mit geschlossenen Augen einen Pfad, der extra für Blinde angelegt wurde und an dessen Stationen man dazu angeregt wird, die Pflanzen zu fühlen oder die Natur zu riechen/hören.
    Als nächstes fahren wir Pinguine besuchen. Als wir die Schlange zum umzäunten Pinguinen-Strand und die Eintrittspreise dazu sehen, entscheiden wir uns, unser Glück an einem Nachbarstand zu versuchen, der über einen Holzsteg erreichbar ist. Entlang des Steges können wir bereits Pinguine aus nächster Nähe sehen. Das war also eine gute Idee! Am Ende des Steges können wir einige Pinguine beobachten, wie sie aus dem Wasser hüpfen und gemeinsam herumwatscheln - sehr süß!
    Dann machen wir uns auf zum Kap der guten Hoffnung. Auch hierfür soll man 20€ pro Person Eintritt zahlen. Als wir erfahren, dass wir aufgrund der Öffnungszeiten nur 30 Minuten dort sein könnten, entscheiden wir uns wieder für einen Alternativplan und fahren zur Westküste der Halbinsel. Dort laufen wir in Richtung eines Wracks, entscheiden uns aber auf halbem Weg dafür, lieber den Sonnenuntergang zu genießen. Das war wohl der Ausflugstag der halben Sachen. Trotzdem hat es ganz viel Spaß gemacht!


    Kosten:
    - Mietwagen (1 Tag): 28,82€ (+ 8,54€ Benzin)
    - Eintritt Botanischer Garten: 12€ pro Person
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  • Afrika: Zahlen, Daten & Fakten

    August 4, 2024, Südatlantik ⋅ 🌬 15 °C

    Um unsere Afrika-Reise abzurunden, möchten wir noch ein paar Statistiken mit euch teilen. Wir hoffen, diese Daten gewähren euch ein wenig einen besseren Einblick in unsere Reise:

    - In welchen Ländern waren wir denn nun eigentlich?
    - Wie sind wir dort herumgereist?
    - Wie und wo haben wir dabei übernachtet?
    - Wie haben wir unsere Unterkünfte gebucht?
    - Was hat uns der Spaß eigentlich gekostet?
    - Wie viele Bilder und Videos haben wir dabei gemacht?

    Da wir einen solchen Reisebeitrag pro Reiseabschnitt erstellen wollen, könnt ihr uns gerne Feedback dazu geben. Vielleicht habt ihr noch nette Ideen, die wir dann in die folgenden Statistiken mit einbauen können.

    Ansonsten möchten wir uns noch herzlich fürs fleißige Anschauen unserer Reisebeiträge bedanken! In der Summe sind das bereits ganz schön viele Bilder und Videos durch die ihr euch bereits geklickt habt. Den Aufwand und die Zeit, die ihr zum Lesen und Anschauen investiert, wissen wir sehr zu schätzen!

    Wir können euch hiermit auch schon mal versichern, dass es spannend weitergehen wird. Mit Südamerika als nächsten Abschnitt erwartet uns ein neuer Kulturraum mit spannenden Großstädten wie Rio de Janeiro oder La Paz, mit den Anden die längste Gebirgskette der Welt oder glasklaren Gewässern im Süden Brasiliens.
    Da wir inzwischen dann doch genug Elefanten gesehen haben, freuen wir uns sehr auf diesen neuen andersartigen Abschnitt! :-)

    Liebe Grüße
    Tanja & Andi
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  • Mit dem Flixbus nach Rio!

    August 5, 2024 in Brazil ⋅ ☀️ 29 °C

    An Tag 46 unseres Abenteuers verlassen wir den afrikanischen Kontinent und fliegen nach Südamerika! Wer von Afrika direkt nach Südamerika fliegen möchte, kommt an São Paulo (Brasilien 🇧🇷), dem größten Flugzeug-Hub Südamerikas, nicht vorbei. Wenn wir also sowieso in Brasilien einen Zwischenstopp machen müssen, wieso dann nicht direkt ein bisschen dort bleiben?! Unsere beiden Hauptziele Südamerikas, Bolivien 🇧🇴 und Peru 🇵🇪 , können ja schließlich noch ein bisschen auf sich warten lassen.
    São Paulo hatte uns bei unserer Recherche jedoch nicht überzeugt. Da Rio de Janeiro für brasilianische Verhältnisse mit knapp 450km Entfernung bzw. 6 Stunden Fahrtzeit nur einen Katzensprung von São Paulo entfernt ist, entschließen wir uns, direkt nach Ankunft in Brasilien einen Bus nach Rio zu nehmen.

    Angefangen hat unsere Reise nach Rio jedoch in Kapstadt (Südafrika 🇿🇦). Der Kontinentwechsel besteht aus zwei Flügen. Bevor wir nach São Paulo (Brasilien 🇧🇷) fliegen können, müssen wir einen Zwischenstopp in Luanda (Angola 🇦🇴) machen. Eine Neuheit auf diesem Flug ist, dass recht früh das Klopapier im Flugzeug ausgeht und Servietten von nun an das heiligste Gut an Bord sind. Die Aufgabe eines Flugbegleiter ist es nun, einzelne Servietten für Toilettengänge zu verteilen. Was eine absurde Situation! Da wir geschulte Backpacker sind und daher immer Reserveklopapier bei uns haben, beobachten wir die Situation amüsiert. 😊

    Die Ankunft an einem Flughafen läuft bei uns immer ähnlich ab. Bereits vor der Ankunft informieren wir uns darüber, ob es in der jeweiligen Stadt Transport-Apps wie Uber, InDrive, Grab oder ähnliches gibt, um vom Flughafen kostengünstig zur Unterkunft oder zum nächsten Busterminal zu kommen. Falls wir uns doch für ein Taxi am Flughafen entscheiden, kennen wir über die Apps den groben Marktpreis und können dadurch stark überteuerte Taxifahrten vermeiden.

    Vor Ort helfen solche Apps jedoch nicht, wenn man keinen Internetzugang hat. Daher ist es ebenso wichtig, sich vor dem Länderwechsel über die besten SIM-Karten-Anbieter des Landes zu informieren. In manchen Ländern gestaltet sich der SIM-Karten-Kauf sehr einfach, in anderen leider überhaupt nicht. Brasilien 🇧🇷 gehört leider zur letzteren Kategorie... Mehr dazu in einem der folgenden Beiträge.
    Da wir meist mehrere Wochen in den einzelnen Ländern sind, kaufen wir uns auch in jedem der Länder SIM-Karten. eSIM-Karten nutzen wir bisher überhaupt nicht. Mit eSIM-Karten würden wir uns auf jeden Fall Aufwand sparen, müssten für weniger Datenvolumen jedoch mehr Geld bezahlen.

    In São Paulo angekommen, buchen wir über das Flughafen-WLAN unser Uber zum Busterminal sowie den Bus, der uns nach Rio bringen soll. Fernbusse sind für längere Distanzen das Standardtransportmittel in Brasilien. Dementsprechend riesig können die Busterminals sein, insbesondere in Großstädten. Die Größe des Busterminals (mit 100 Stellplätzen und mehreren Gebäudeteilen) haben wir vollkommen unterschätzt. Da wir auch nirgends eine brauchbare Anzeigetafel finden können und in Brasilien gefühlt niemand Englisch spricht, rennen wir eine Weile durch den Busterminal, bis uns ein Hinweis auf unseren Tickets auffällt, dass wir wohl in ein Nebengebäude müssen. Da der Bus laut Plan in wenigen Minuten losfährt, rennen wir mit Hilfe eines netten Brasilianers dorthin und sind gerade noch so rechtzeitig am Gate!
    Die Wahl des Busunternehmens, mit dem wir fahren wollen, ist uns übrigens sehr leicht gefallen. Bei den verschiedenen Anbietern ist uns ein Name direkt ins Auge gestochen. Flixbus?! In Brasilien?! Dass Flixbus auf anderen Kontinenten unterwegs ist, war uns vollkommen neu. Egal, das müssen wir ausprobieren!
    Als wir in den Bus einsteigen, sind wir direkt fassungslos und begeistert zugleich. Wieso hat hier jeder so viel Platz? Wieso kann man sich so weit nach hinten lehnen? Wieso ist das hier so sauber? Wieso hat man diese Panoramafenster, aus denen man so gut schauen kann? Wieso ist denn das Busfahrerteam nett zu seinen Fahrgästen?
    Wir erleben eine besondere Art des Kulturschocks und dürfen wieder mal feststellen, dass das Technologieland Deutschland etwas Nachholbedarf hat.

    Wir genießen die Fahrt und kommen erholt in Rio an. Da man sehr viel Positives, aber auch sehr viel Negatives über Rio liest und hört, sind wir etwas aufgeregt, da wir nicht genau wissen, was uns erwartet.
    Nun haben wir 9 Tage in Rio im Stadtteil Copacabana, um unsere Erfahrungen in Afrika zu verdauen, uns von den stark durchgetakteten Wochen zu erholen und uns endlich auf unsere FindPenguins-Reisebeiträge zu konzentrieren, die in den Wochen davor leider zu kurz kamen! 🐧


    Buskosten von Sao Paulo nach Rio de Janeiro:
    20,97€ pro Person
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  • Leckerer Zuckerhut

    August 8, 2024 in Brazil ⋅ ☀️ 32 °C

    Was wäre Rio ohne den Zuckerhut? Wir wollen uns die Stadt von oben ansehen und machen uns auf den Weg auf den Gipfel.

    Um auf den Zuckerhut zu kommen, muss man zunächst den vorgelagerten kleineren Berg, den Morro da Urca, erklimmen. Das geht über eine schöne kleine Wanderung oder mit der Seilbahn. Wir sind vom Tafelberg-Spaziergang ja noch in bester Form und entscheiden uns für die Wanderung. Als wir oben ankommen (wesentlich schneller als in Kapstadt), sind wir völlig begeistert von dem Ausblick: auf der einen Seite liegt die ganze Stadt vor uns, auf der anderen erstreckt sich das Meer mit seinen vielen kleinen Inseln. Außerdem gibt es hier das beste Popcorn seit langem!

    Dann geht es mit der Seilbahn hoch hinaus auf den eigentlichen Zuckerhut. Direkt schlägt uns Wind mit voller Kraft ins Gesicht und wirbelt unsere Haare und Kleider durcheinander. Gar nicht so einfach, so den Ausblick zu genießen! Wir finden eine etwas windstillere Ecke und schauen zu, wie die Sonne langsam über Rio untergeht. Ein magischer Moment!

    Mit der Gondel geht es dann wieder auf den Morro da Urca, wo wir bei der zweiten Portion Popcorn des Tages die funkelnden Lichter der Stadt bewundern. Zögernd verabschieden wir uns von dem Anblick und fahren mit der Gondel noch die letzte Station nach unten, da der Wanderweg nur bei Tageslicht begangen werden darf.
    Mal schauen, ob der Ausblick von der Jesus-Statue das toppen kann!


    Kosten je pro Person:
    - Uber hin und zurück: 2,95€
    - Zuckerhut-Gondel: 21,71€
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  • Unterwegs in Rio de Janeiro #1

    August 10, 2024 in Brazil ⋅ 🌧 17 °C

    Die Riesenstadt Rio de Janeiro mit seinen 6,2 Millionen Einwohnern hat seine wunderschönen, aber auch seine gefährlichen Ecken. Um sie sicher besser kennenzulernen, nehmen wir an einer Free Walking Tour teil, die uns die klassischen Sehenswürdigkeiten zeigt. Obwohl wir nicht die größten Fans der Führerin sind, bekommen wir dadurch doch ein Gefühl dafür, wo wir uns gefahrlos aufhalten können und wie wir uns verhalten sollten.

    Nach der Tour besichtigen wir die pyramidenförmide Metropolitankathedrale aus Stahlbeton mit bunten Fenstergläsern. Die Ruhe hier ist eine Wohltat nach dem Chaos der Stadt. Dann besteigen wir die kunterbunte Selarón-Treppe. Der chilenische Künstler Jorge Selarón begann 1990 in jahrelanger Arbeit, die Treppe vor seiner Wohnung mit gefundenen und selbst hergestellten Fließen zu versehen, und wurde von seinen Nachbarn dafür belächelt. Später wurden viele der Fließen von Besuchern aus mehr als 60 Ländern der Welt gespendet. Heute ist die 125 Meter lange Treppe mit über 2.000 Fließen eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Rio.

    Als letzten Stopp des Tages versuchen wir, SIM-Karten zu ergattern. In anderen Ländern ist das kein Problem, aber in Brasilien sind wir als Touristen, die keine CPF-Nummer (ähnlich wie Steuer-ID) haben, stark im Nachteil. Die CPF-Nummer ist nötig, um Online-Käufe zu tätigen (z.B. Bustickets, Eintrittskarten zu Nationalparks...) und um SIM-Karten zu kaufen. Wir müssen den Laden drei Mal besuchen, bis wir schlussendlich über die CPF-Nummer einer Mitarbeiterin angemeldet werden und Internet haben: ganze 81 GB pro Person, der kleinste Vertrag in Brasilien!

    (Spoiler: auch in den Folgemonaten wird uns das Geld von der Kreditkarte abgehoben, die Firma reagiert auf keine der Anfragen und nur persönliche Drohungen an mehrere Mitarbeiter über ihre Emailadressen und Whatsapp-Nummern führen dazu, dass der Vertrag beendet wird. Eine tolle Erfahrung...)
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  • Unterwegs in Rio de Janeiro #2

    August 12, 2024 in Brazil ⋅ ☁️ 21 °C

    Mit der Bahn durch Rios Altstadt

    Santa Teresa ist nur eines der vielen Viertel Rios, aber es hat eine Besonderheit: bis heute fährt eine gelbe Bahn, die an Lissabon erinnert, durch die verwinkelten Straßen. Da Andi damit beschäftigt ist, Videos zu schneiden, mache ich mich alleine (aber zur Sicherheit mit AirTag versehen) in diesen ziemlich sicheren Teil Rios auf.
    Erster Stopp ist das Königlich Portugiesische Kabinett der Literatur. Der Raum wurde 1880 von den portugiesischen Besatzern Brasiliens in Auftrag gegeben. Auf einer der Infotafeln ist ein Zitat vermerkt: selbst falls Portugal untergehen solle, so sei doch dieser Raum eine fortwährende Erinnerung an das Land. Der Raum ist wunderschön und vermittelt eine gewisse Harry Potter-Stimmung. Es ist aber offensichtlich, dass es sich um eine tote Bibliothek handelt: die Bücher sehen aus, als wären sie seit vielen Jahren nicht mehr genutzt worden, und man darf die oberen Etagen nicht betreten - wie schade.

    Dann laufe ich die 10 Minuten zur Bahnstation. Der Weg ist ziemlich sicher, aber mit den ganzen Warnungen über die Sicherheitslage in Rio bin ich nervös und erschrecke sogar, als ein Mann neben mir niest.
    Ich erreiche die Bahnstation unbehelligt und stelle mich 40 Minuten in die Schlange. Dann geht es endlich los! Auf Holzsitzen zuckeln wir langsam die kurvigen Bergstraßen hoch. An der Endstation werden die Rückenlehnen einfach umgeklappt, und schon sitzen alle in der richtigen Richtung für den Rückweg. Auf halber Strecke zurück steige ich aus, um das Viertel mit seinen historischen Häusern aus dem 19. Jahrhundert weiter zu erkunden.

    Nach einer Stärkung (Pilz-Pastelito, frittierte Tapiokawürfel und Hibiskus-Schorle) erreiche ich den Parque das Ruinas, ein Kulturzentrum mit schöner Terrasse. Die Sonne geht über der Altstadt Rios unter, während ich ein handgemachtes Eis esse und Schwärme der riesigen Fregattvögel über mir kreisen - Danke, wunderschönes Rio!
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  • Strand und Meer genießen

    August 15, 2024 in Brazil ⋅ ☀️ 22 °C

    Juhu, endlich das Leben am Strand Rios genießen! In weiser Voraussicht haben wir uns ein Airbnb ausgesucht, von dem wir innerhalb von 2 Minuten zu Fuß den berühmten 4 km langen Strand der Copacabana erreichen können.
    Und das nutzen wir aus: So oft es geht sind wir nachmittags für ein paar Stündchen am Strand und lassen die Seele baumeln. Dass im Minutentakt Verkäufer vorbeilaufen, die sehr leckere Cocktails und verschiedenste Snacks anbieten, versüßt die Erfahrung natürlich. Und so lassen wir es uns gut gehen: Caipirinhas, Joghurt-Fruchtshakes, Mais in Knoblauchbutter, Burger, lokale Süßigkeiten... alles müssen wir mindestens ein Mal ausprobieren. Bei den Cocktails werden wir Experten im handeln und zahlen am Ende nur noch die Hälfte des Preises (2,50 € statt 5 € für 400ml Cocktail).

    Eines Abends spazieren wir den langen Strand bis zum Ende und genießen dort mit Blick auf unseren Stadtteil und das Meer den Sonnenuntergang. Auch einen Sonnenaufgang lassen wir uns nicht entgehen und joggen bis an den ebenso schönen Nachbarstrand Ipanema. Die entspannte Atmosphäre der beiden Stadtteile verzaubert uns ziemlich heftig und wir wollen gar nicht mehr weg von Rio!
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