• Reinhild Rotthowe
  • Reinhild Rotthowe

Nordland

Tour mit Mein Schiff 4 *Nordland mit Spitzbergen & Island* Read more
  • Trip start
    June 22, 2023

    Reisevorbereitungen

    June 19, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Kleine Einführung: Wie kam es dazu, dass wir nun eine so lange Reise machen?

    2017 waren wir bereits mit *Mein Schiff 6* in Norwegen. Diese Fahrt hat uns nachhaltig beeindruckt. 

    Im Katalog von Tui für dieses Jahr sahen wir diese besondere Tour mit der *Mein Schiff 4* von Norwegen über Spitzbergen und dann weiter nach Island. Und alles zu Midsommer (wo es nicht dunkel wird)! Nicht lange überlegt und im Juli 2022 gebucht...!

    Heute heißt es packen, denn wir schicken die großen Koffer mit Kurier morgen voraus.

    Da wir für alle Temperaturen ausgestattet sein müssen, heißt es alles einzupacken: Sommerklamotten für den ersten Teil, dann Wintersachen für den Nordkap und für den zweiten Teil in Island Regenkleidung
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  • Nun geht es endlich los!

    June 22, 2023 in Germany ⋅ ☀️ 24 °C

    Nun ist es soweit: Heute startet unser Abenteuer!

    Aufgestanden sind wir gegen halb sechs, damit wir ab Osnabrück pünktlich den ICE nach Kiel erreichen. Die Fahrt hat gut funktioniert. Um halb zwölf waren wir am Ziel und sind dann zum Kai gelaufen... Da wir nur noch den Check-In ab 14 Uhr bekommen haben, haben wir uns dort für gut zwei Stunden ein schattiges Plätzchen am Kai gesucht.

    Unsere vorgeschickten Koffer waren schon auf dem Zimmer. So mussten wir vom Zug zum Kai nicht soviel schleppen.

    Kofferauspacken ist schon fertig - wir starten wegen fehlender Gäste statt um 17 Uhr erst um 19.30 Uhr.
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  • Update zum Ablegen

    June 22, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Update: Wir sind noch nicht losgefahren, weil 30 Nachzügler (die per Flugzeug anreisen und wegen des Sturms Lambert aus Zürich nicht rechtzeitig starten konnten) noch nicht an Bord sind... Um 21 Uhr sind sie endlich da und wir werden dann gleich ablegen.

    Das Reisebüro hat uns als Bordpräsent eine Flasche Champagner spendiert. Diese haben wir in der Zwischenzeit getrunken.

    Dazu ist die Kieler Woche auf der anderen Seite voll im Gange und man hat auf dem Balkon einen bunten Musikmix vom Kai - alles zwischen Shanty und Diskomusik.. Und auch Heißluftballons am Himmel...
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  • Alesund

    June 24, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute gegen 13 Uhr haben wir im Hafen von Alesund angelegt.

    Alesund ist eine Hafenstadt an der Westküste von Norwegen. Sie liegt am Eingang zum Geirangerford.

    Bekannt ist sie für ihre Jugendstil-Fassaden. Bei einem Brand 1904 wurde ein großer Teil der Stadt vollständig zerstört. Unser Kaiser Wilhelm II. kannte die Stadt und half großzügig beim Wiederaufbau.

    Die Stadt haben wir zunächst mit einem Hop-on-Hop-off-Bus abgefahren. Sie führte uns auch auf den Hausberg, der Aksla heißt. Von dort hat man einen tollen Blick auf die umliegenden Inseln und Fjorde.

    Heute Abend ab 21.00 Uhr gibt Slinningsbalet. Es handelt es sich um ein Johannesfeuer, welches um die Sommersonnenwende abgebrannt wird. Dafür wird von den Jugendlichen der Stadt auf der Landzunge von Slinnings der Turm aufgetürmt und von oben nach unten abgebrannt.
    Da wir erst um 23 Uhr die Stadt verlassen, werden wir das vom Schiff aus sehen können. (Fotos folgen morgen)
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  • Slinningsbålet (Alesund)

    June 24, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Wie bereits erwähnt findet diese Feier immer zur Sommersonnenwende auf der vorgelagerten Insel Sinningsholm statt.

    Die Pyramide - aus über 4.000 Holzpalletten und Fässern oben drauf - wird von Freiwilligen in drei Monaten aufgetürnt. Um 22 Uhr wurde das Feuer dann oben entzündet - dafür klettern einige nochmal hoch - und übrigens ohne jede Absicherung! Dort entfernen man die Nationalflagge und dann werden die Fässer angezündet. Beobachtet wird das Feuer von jeder Menge Booten, von den Treppen des Hausberges - sowie natürlich der Feuerwehr.

    Als wir gegen 23 Uhr ausgelaufen sind, war das Feuer immer noch gewaltig und beeindruckend. Es war immer noch recht hell.
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  • Geirangerfjord

    June 25, 2023 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute stand der Geirangerford als erstes Highlight an.

    Die Fahrt über den 20 km langen Fjord gehört wohl zu den schönsten Durchfahrten. Der Fjord gehört seit vielen Jahren zum UNESCO-Welterbe .

    Atemberaubende Wasserfälle (u. a. "Die sieben Schwestern") stürzen hier in das smaragdgrüne Wasser.

    Um den Sonnenaufgang genießen zu können, sind wir um 6 Uhr aufgestanden. So konnten wir die Vorbeifahrt an den steilen Felsen auf dem Balkon gemütlich an uns vorbei ziehen lassen.

    Wir haben heute wieder einen Hop-on-Hop-off-Bus genutzt. Wir sind damit zum Flydalsjuvet gefahren und haben die Aussicht genossen. Dann ein Abstecher ins Norsk Fjordsenter, das die Geschichte der Bauern und der Fährverbindungen darstellt.
    Von dort sind wir die ca. 200 Treppen entlang des beeindrucktenden Wasserfalles in den Ort herunter gegangen.
    Um 18 Uhr geht's weiter nach Hellesylt. Dort werden noch Passagiere eingesammelt.

    Das nächste Ziel ist der Nordkap, wo wir dann am Dienstag gegen 19 Uhr eintreffen werden. Morgen ist also wieder ein Seetag.
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  • Polarkreis

    June 26, 2023, Norwegian Sea ⋅ 🌬 12 °C

    Heute haben wir gegen 15 Uhr den Polarkreis überquert.

    Der Polarkreis liegt auf dem 66° 33° nördlicher Breite. Er markiert den südlichen Stand der Mitternachtssonne bei der Sommersonnenwende (und den fransigen Rand der Polarnacht bei der Wintersonnenwende).

    Auf dem Schiff wurde die Überquerung mit einem kleinen Event begangen: Neptun kam mit seinem Gefolge aufs Pooldeck und sagte dem Kapitän, welche Prüfungen zu erledigen sind. Jeder bekam dann noch ein Zertifikat zur Überquerung.

    Vom Morgen bis Mitternacht war es taghell. So konnte man auch die Lofoten am Horizont erkennen, an denen wir vorbei gefahren sind.
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  • Nordkapp - Honningsvag

    June 27, 2023 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute geht zum Nordkapp - dem zweiten Highlight der Reise.

    Heute morgen ist uns die "Mein Schiff 1" begegnet, die vom Nordkapp zurückkehrte.

    Das Schiff ist, bevor es in den Hafen von Honningsvag eingefuhr, die nördlichen Inseln am Nordkapp umfahren. So konnten wir die Weltkugel bereits von unten betrachten. Und einige Wale haben auch noch vorbeigeschaut.

    Die Stadt Honningsvag liegt im Südosten der Insel Mageroya, an deren Nordküste sich der Nordkapp befindet.

    Erst um 23 Uhr werden wir von hier mit Tenderbooten ans Land gebracht. Und dann geht's endlich zum Nordkapp!
    Darüber wird noch berichtet.
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  • Nordkapp

    June 27, 2023 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C

    Der Nordkapp liegt auf einer nördlichen Breite von 71° 10° 21° und damit näher am Nordpol als an die norwegische Hauptstadt Oslo. Von Mitte Mai bis Ende Juli geht hier die Sonne nicht unter. (Übrigens: Eigentlich ist das Nordkapp gar nicht der nördlichste Punkt des Kontinents. Dieser liegt drei Kilometer westlicher auf der Insel Knivskjelodden.)

    Wir wurden erst um 23.15 Uhr ausgetenntert, so dass wir mit dem Bus nach 40 Minuten um 0.30 Uhr am Nordkapp waren.

    Der Vorteil war, dass dort nur noch etwa 150 Personen waren. So konnte man ungestörter Fotos machen und die Stimmung in und um das Nordkappcenter genießen. Es war leicht nebelig und zwischendurch kam kurz die Mitternachtssonne raus.

    Auf dem Weg zum Nordkapp sind übrigens auch Rentiere zu sehen, die teilweise auch auf der Straße stehen oder laufen. (Ein Foto aus dem Bus hat leider nicht geklappt.)

    Mit dem Bus und dem Tenderboot ging es um 1.45 Uhr zurück und wir waren dann um 3.00 Uhr im Bett. Müde, aber es hat sich wirklich gelohnt!
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  • Svalbard // Longyearbyen

    June 29, 2023 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ☁️ 6 °C

    Heute steht mit Svalbard mit der größten Insel Spitzbergen und der Stadt Longyearbyen das nächste Highlight an.

    Dafür sind wir anderhalb Tage von Honningsvag quer durch die Barentssee gefahren. Hier war es gestern fast den ganzen Tag neblig (nix zu gucken).

    Svalbard bzw. Spitzbergen wurde erstmals urkundlich erwähnt in einer isländischen Saga von 1194. Offiziell gilt der niederländische Seefahrer Wilhelm Barents als erster Besucher (1596). Er war auf der Suche nach einer Nordostpassage nach China.
    Mit dem Svalbardtraktat von 1920 erhielt Norwegen die Souveränität über das Archipel. Die anderen Unterzeichner dürfen dort Kohle abbauen. In der russischen Enklave Barentsburg wird dieses Recht noch ausgenutzt.

    Longyearbyen entstand erst Anfang des 20. Jahrhunderts als Stützpunkt für den Kohleabbau.
    Heute dient sie hauptsächlich als Basislager für Ausflüge und Expeditionen. Aber auch Einkaufen ist hier möglich, aber nur mit Karte. Uns sind auch ein Rentier und ein (un)echter Eisbär über den Weg gelaufen...

    Im Svalbard-Museum haben wir einiges über das Leben und Arbeiten heute und früher erfahren. Dann fuhren wir mit dem Bus durch das Adventdalen in die arktische Tundra, ins Camp Barentz. Dort bekamen wir Tee und kleine Pfannkuchen. Außerdem konnten wir dort Polarhunden streicheln.

    Mit vielen Eindrücken aus Norwegen starten wir jetzt in Richtung Island. Dafür werden wir zwei Tage unterwegs sein.
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  • Jan-Mayen-Passage

    July 1, 2023 in Svalbard and Jan Mayen ⋅ ☁️ 7 °C

    Aktuell fahren wir von Spitzbergen kommend durch die Jan-Mayen-Passage. Heute morgen um 7 Uhr hatten wir dann mal wieder was zu sehen. Denn gestern war es die ganze Zeit neblig. Der Kapitän hat alle 10 Minuten das Nebelhorn bestätigt.

    Jan Mayen ist eine 373 qkm große Insel 550 km nordöstlich von Island und 500 km östlich von Grönland. Benannt ist sie nach dem Walfänger-Kapitän Jan Jacobs May van Schellinkshout.

    Es gibt dort eine unbefestigte Landebahn, damit das Personal zur bemannte Siedlung Olonkinbyen gebracht werden kann. Die 18-köpfige Mannschaft wird alle 6 Monate ausgetauscht.
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  • Akureyri

    July 2, 2023 in Iceland ⋅ ☁️ 8 °C

    [Eine kleine Anmerkung vorweg: Die Ortsnamen oder andere Worte in Island werden teilweise mit Akzent oder Sonderzeichen geschrieben, die hier nicht übernommen werden können.]

    Heute laufen wir die erste Stadt in Island an: Akureyi ist die größte Stadt im Norden von Island und liegt am Ende des Eyjafjördur. Den Namen erhielt die Stadt wegen der sandigen Landzunge, die sich weit in den Fjord schiebt.

    Zunächst haben wir die Stadt zu Fuß erkundet: Sehr markant auf einem Hügel der Stadt erhebt sich die moderne Akureyrarkirkja, die wir uns nur von außen ansehen konnten. Das Stadtzentrum selbst war sehr übersichtlich - und es war nicht viel los, da heute Sonntag ist.

    Von unserer Seite am Schiff konnten wir den International Airport sehen. (Er ist einer von 464 Flughäfen in Island.) Die Startbahn endet am Fjord.

    Nachmittags stand dann eine geführte Tour an: Zunächst ging es zum Godafoss. Breit gefächert stürzt das Wasser des Flusses Skjalfansafljot in eine Schlucht. Seinen Namen soll der "Götterwasserfall" um 1000 nach Christus erhalten haben. Der Sage nach haben die ersten Christen dort alle heidnischen Götzenstaturen hineingeworfen.

    Ein weiteres Ziel war der Botanische Garten, in dem über 400 in- und ausländische Pflanzen vorhanden sind.

    Heute Abend geht weiter nach Isafjördur. Die Mitternachtssonne kam zum Abschied noch raus, teilweise gemischt mit Nebel (mystisch).
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  • Isafjördur

    July 3, 2023 in Iceland ⋅ ☁️ 10 °C

    Nächstes Ziel ist Isafjördur, die im äußersten Nordwesten Islands. Der Name bedeutet übersetzt Eisford. Der Ort ist heute besonders für den Fischfang bekannt. Die Altstadt ist geprägt von Holzhäusern mit Wellblechdächern, die im 18. bis 19. Jahrhundert von Fischhändlern errichtet wurden.

    Heute früh um 8 Uhr ging es auf eine Tour auf den "Spuren der Fischer". Wir sind zunächst wieder getendert. Ein Bus brachte uns dann in die Ortschaft Bolungarvik. Dafür mussten wir zunächst durch einen 5 Kilometer langen Tunnel auf die andere Seite des Berges. Bis 2010 führte nur eine kleine Straße an der Küste entlang, wo immer die Gefahr eines Lawinensabgangs bestand. Die Winter dauern hier lange an.

    In der winzigkleinen lutherischen Kirche bekamen wir dann live gespielte isländische Musik zu hören. Kurz vor der Ortschaft befindet sich ein kleines Freilichtmuseum Osvör. Es handelt sich um eine restaurierte Fischstation aus dem frühen 20. Jahrhundert. Neben der Hütte und dem Salzhaus gab es auch ein Trockenhaus sowie verschiedene Geräte der Fischer. Die Museumsführerin erklärt uns insbesondere ihre spezielle lederne Kleidung.

    Auf dem Rückweg machten wir Stop im maritimen Museum. Dort gab es dann eine Verkostung von getrocknetem Fisch und Hai. Wir haben uns an den Hai gewagt: Schmeckt wie Tintenfisch, aber noch zäher!. Da musste unbedingt ein Brennivin ("schwarzer Tod" - ein isländischer Schnaps aus Korn mit Kümmel und Quellwasser) hinterher getrunken werden.
    (Schmeckt übrigens)

    Die Qualität des Quellwasser konnten wir an dem Tunguskogur-Wasserfall testen. Es war wirklich glasklar.

    Mit einem Stadtrundgang und einem Fotostop oberhalb haben wir den Tag hier beendet.

    Morgen ist Reykjavik dran.
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  • Weißer Abend

    July 4, 2023, Nordatlantik ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach dem Auslaufen in Reykjavik gab es einen sogenannten *Weißen Abend*.

    Der Kapitän und seine engsten Mitarbeiter*innen haben für die Passagiere Drinks gemischt. Wir sollten alle möglichst weiße Kleidung anziehen, zur Not den Bademantel.

    Es gab ein sehr schönes Buffet mit geschnitzten Früchten. Diese konnte man dann in weiße Schokolade eintauchen.

    Da wir noch in der Nähe des Polarkreises waren, gab es noch die Mitternachtssonne uns somit war die Lichtstimmung sehr spannend. Eine kleine vorgelagerte Insel war auch noch zu sehen.

    Nun stehen zwei Seetage im Atlantik an. Die Überquerung wird es unruhiger sein.
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  • Reykjavik - in der Stadt (1)

    July 4, 2023 in Iceland ⋅ 🌬 11 °C

    Das letzte Ziel in Island ist die Hauptstadt Reykjavik. Sie ist die nördlichste in der Welt (64°08°N) und ist nur 269 Kilometer vom Polarkreis entfernt. Daher haben wir auch hier die Mitternachtssonne.
    Der Stadtname selbst ist das isländische Wort für "Rauchbucht". Er rührt vermutlich von den heißen Quellen in der Umgebung her.

    Da wir erst für den Nachmittag eine Tour gebucht hatten, sind wir dann mit dem Transferbus in die Stadt gefahren. Der hielt dann an der Harpa (dem Konzerthaus). Dieses ist ein verkanteter Würfel. Keiner der 956 Glasscheiben gleicht der anderen, was unendlich viele Lichtbrechungseffekte zur Folge hat.

    Auf dem Weg in die Stadt kamen wir dann am Neuen Rathaus vorbei (ein Betonbau, der teilweise in den Stadtteich reicht). Am dahinter liegenden Hafen machte sich gerade ein Expeditionsschiff auf dem Weg nach Grönland. Der nächste Weg führte uns zum "Hard Rock Cafe", wo wir uns T-Shirts besorgt haben.

    Durch die Fußgängerzone ging es dann hoch zur Hallgrimskirkja. Die weiße Kirche auf einem Hügel ist das größte Kirchengebäude Island und eines der Wahrzeichen der Stadt. In der Betonarchitektur wollte der damalige Stararchitekt Gudjon Samuelsson die isländische Landschaft zum Ausdruck bringen. Auffällig sind die Betonpfeiler, die sich in großer Zahl aneinander reihen. Sie symbolisieren Basaltsäulen und die weiße Farbe die Gletscher. (Die Planung begann 1929 - die Fertigstellung war 1986.)

    Auf dem Rückweg aus der Stadt sind wir dann noch am Atlantik entlang gegangen und haben das Edelstahlskelett Solfarid ("Sonnenfahrt") von Jon Gunnar Arnason gesehen. Es erinnert an ein Wikingerschiff.

    Nachmittags ging es auf dann auf die Tour (siehe zweiter Teil).
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  • Reykjavik - auf dem Land (2)

    July 4, 2023 in Iceland ⋅ 🌬 11 °C

    Wir hatten einen Ausflug gebucht, der uns in die kulturelle Geschichte Islands entführen sollte.

    Zunächst fuhren wir mit dem Bus nach Arbaer zum Freilichtmuseum. Bis ins 20. Jahrhundert war dort ein bewirtschafteter Bauernhof, der bis ins 15. Jahrhundert zurück verfolgt werden konnte. Um den Hof entstand dann ein historisches Dorf aus dem 19. Jahrhundert mit Kirche, Kramladen, einer Schmiede, Ställen, Scheunen und Bootshäusern. Es wurden dort auch Islandpferde gehalten.

    Als zweites Ziel stand dann Perlan im Stadtzentrum an. Auf dem Weg dorthin fielen uns die Verkehrsschilder mit dem Traktor auf. 🚜
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  • Reykjavik - Perlan (3)

    July 4, 2023, Nordatlantik ⋅ 🌬 9 °C

    Im zweiten Teil des Ausflugs ging es zum "Perlan".

    Über Reykjavik thront auf dem Hügel Öskjuhlis das 1991 in Betrieb genommene Architektenkunstwerk von Ingimundur Sveinsson namens Perlan - die Perle.

    Um eine aufgesetzte gläserne Kuppel sind sechs Tanks angeordnet, in fünf von ihnen wird Thermalwasser gespeichert. Das Heißwasser stammt aus vier in der Umgebung vorhandenen Geothermiegebieten. Aus jedem der Bohrlöcher schießen pro Sekunde mehrere Liter heißes Wasser an die Oberfläche. Mit dem riesigen Heißwasserreservoir kann die ganze Stadt und Umgebung versorgt werden. Im Winter werden die Bürgersteige der Innenstadt sogar damit eisfrei gehalten.

    Zunächst haben wir uns im Planetarium einen dreidimensionale Film über die Aurora (Polarlichter) und ihre Entstehung gesehen. Das war sehr spannend aufgemacht.

    Durch die anderen Ausstellungen "Wonder of Iceland" ging es hoch auf die Aussichtsplattform. Hier hatte man einen tollen Ausblick auf die Stadt und den Flughafen (nicht größer als der FMO).
    Da dort oben der Wind sehr stark war, ging es schnell wieder zurück zum Bus.

    Nach einer kleinen Rundfahrt mit unserer Stadtführerin ging es dann zurück zum Schiff.

    Dabei fiel insbesondere der Sitz des Parlaments und des Präsidenten auf. Diese waren direkt in der Stadt und nur minimal abgesichert.

    Die Führungen in Island sind übrigens meistens auf Englisch - Deutsch wird hier nur sehr wenig gesprochen, obwohl wir den gleichen Sprachstamm haben. Die Kinder lernen als zweite Fremdsprache meistens die englische oder dänische.
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  • Stavanger

    July 7, 2023 in Norway ⋅ ☁️ 18 °C

    Auf dem Rückweg von Island nach Norwegen sind wir gestern übrigens zwischen den Orkney- und den Shetland-Inseln durchgefahren. Abends hatten wir nach 14 Tagen einen wunderschönen Sonnenuntergang und konnten einige Bohrinseln unterwegs sehen.

    Unser letztes Ziel ist heute Stavanger in Norwegen. Sie liegt im Südwesten des Landes und dient als Tor zum Lysefjord, dem südlichsten aller Fjorde. Dort gibt es einen besonderen Aussichtspunkt, der Preikestolen. (Den Fjord hatten wir bereits 2017 besucht, aber kaum etwas von der Stadt gesehen). So hatten wir entschieden, die Stadt mit einem Hop-on-Hop-off-Bus zu befahren.

    Die Domkirche konnten wir leider nicht besuchen, da diese für die 900-Jahr-Feier der Stadt in 2025 saniert wird. So sind wir die kleinen Einkaufsgassen entlang gegangen. Wir haben dabei amüsiert festgestellt, dass an Parkhäusern oft "ledig" steht (= freie Plätze). Dann waren wir noch am Breidablikk Museum und zum Herrenhaus Ledall. Diese liegen sich etwas oberhalb des Stadtzentrum gegenüber. Das Breidablikk Museum ist ein elegantes Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit einer kleinen englischen Gartenanlage. Das Ledall ist auch ein großes Herrenhaus, welches auch ein Museum und gleichzeitig auch die offizielle Residenz des norwegischen Königs ist.

    Zum Schluß ging es durch die Altstadt Gamble Stavanger. Die kopfsteingepflastern Fußwege verlaufen zwischen Zeilen von kalkgetünchten Holzhäuser aus dem späten 18. Jahrhundert.
    Zum Schiff war es dann nicht mehr weit: Es liegt nämlich direkt gegenüber.

    Von Stavanger geht es durch den Großen Belt - vorbei an Dänemark - wieder zurück nach Kiel... Den Seetag morgen werden wir fürs Kofferpacken brauchen. Die beiden großen Koffer müssen abends ab 22 Uhr schon vor der Kabine stehen.
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  • Zurück in Kiel - ein Fazit

    July 9, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 29 °C

    Nach 18 Tagen und 17 Nächten sind wir nun wohlbehalten wieder zurück in Deutschland.

    Highlight gestern war noch die Durchfahrt durch die Brücke am Großen Belt in der untergehenden Sonne.

    Nun ist es Zeit ein kleines Fazit zu ziehen: Wir haben es nicht bereut eine solche lange Reise zu machen! Die Eindrücke in den Häfen in Norwegen und Island sowie auf Spitzbergen waren wirklich aufregend und schön. Die Fotos, die ich geteilt hatte, geben den Eindruck nur zum Teil richtig wieder. Das Ein- und Auslaufen in den Häfen haben wir - zum Teil warm angezogen - auf dem Balkon der Kabine erlebt. Der hat sich also gelohnt.

    Denn auch der Wetterfrosch Hugo, den der Kapitän Jan Fotein mit an Bord gebracht hatte, war uns ziemlich gnädig - meistens hatten wir Sonne. Und die war fast ganze Zeit da - denn wir waren ja zur Sommersonnenwende im Norden. Die letzten zwei Seetage gab es dann "normale" Sonnenuntergänge - auch schön.

    Das Bordleben haben wir gerne in Anspruch genommen: die leckeren Menüs (auch vegetarisch) sowie die Cocktailkarte rauf und runter. Im Pool/Whirlpool waren wir auch und natürlich auch in den Shows bzw. Lesungen.

    Schön waren die Bett-Tiere, die uns oft nach dem Frühstück erwarteten.

    Was uns diesmal aufgefallen ist, dass bei der Reise der mittlere Altersdurchschnitt bei etwa 70 Jahren lag. Jüngere Menschen und Familien mit Kindern waren in der Minderheit.

    Fazit: Wir würden eine solche lange Reise im Nordland gerne nochmal machen, dann aber mit anderen Häfen.

    Ich wünsche Euch allen noch eine schöne Ferienzeit und alles Gute! Bis dann - Reinhild ❤
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  • Nachtrag Vulkanausbruch bei Reykjavik

    July 10, 2023 in Iceland ⋅ ☀️ 14 °C

    Eine Woche vorher waren wir noch in Reykjavik. Da hatte uns die Reiseleiterin Marian erklärt, das man in nächster Zeit mit einem Ausbruch rechnen würde. Man hätte wieder kleine Erdbeben bemerkt.

    Hier nun ein Artikel aus der WELT am 11.07.2023 *Vulkanausbruch in Island sorgt für spektakuläre Bilder"

    Auf Island ist es im dritten Jahr in Folge zu einem vulkanischen Ausbruch mit spektakulären Bildern gekommen. Die Eruption begann am späten Montagnachmittag auf derselben Halbinsel südwestlich der Hauptstadt Reykjavik, auf der sich bereits in den beiden Vorjahren sprudelnde und spritzende Lava ihren Weg an die Erdoberfläche gebahnt hatte.

    Wie lange das erneute Naturschauspiel diesmal zu sehen sein wird, ist unklar. Störungen des Flugverkehrs seien nicht zu befürchten, teilte die isländische Regierung mit.
    Mittlerweile habe sich eine gut 900 Meter lange Erdspalte aufgetan, die Lava fließe deutlich schneller als bei den vorherigen Ausbrüchen in der Gegend.

    Die Eruption sieht nicht so aus, wie sich viele Menschen einen klassischen Vulkanausbruch vorstellen: Statt eines massiven Lavastroms, der aus einem kegelförmigen Vulkan in die Luft schießt, sprudelte die Lava vielmehr aus einem länglichen Erdspalt hervor. Diese Art von Ausbruch wird auch als Spalteneruption bezeichnet. Sie führt in der Regel nicht zu großen Explosionen oder riesigen Aschesäulen.
    Das Vulkangebiet liegt etwa 40 Kilometer von Reykjavik entfernt am südwestlichen Zipfel der Insel, unweit des Hauptstadtflughafens. In dem Gebiet war es zuletzt im August 2022 und davor im März 2021 zu vulkanischen Ausbrüchen gekommen, die sich durch zahlreiche Erdbeben angekündigt hatten. Auch diesmal rechneten Experten aufgrund Tausender Beben in der Region mit einem neuen Ausbruch, zuletzt gab es am späten Sonntagabend das bislang heftigste des aktuellen Erdbebenschwarms mit einer Stärke von 5,2
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    Trip end
    July 9, 2023