• Maike Borchardt
  • Isabelle Engel
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Südostasien 2023

Die Reise nach Südostasien kann beginnen! Folgende Länder werden wir (Maike und Isa) zum Teil gemeinsam und zum Teil allein erkunden: Singapur, Malaysia, Thailand, Japan, Taiwan und Indonesien. Kommt doch mit auf die Reise über den Reiseblog! Lue lisää
  • The Japanese Uniform

    22. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 27 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Japan schätzt sowohl das Traditionelle als auch das Moderne. Eine der sichtbarsten Traditionen festzuhalten, ist die Verwendung von Uniformen. Und zwar nicht einfach nur schlichte, langweilige oder hässliche Uniformen, sondern elegante Uniformen. Vom Zugpersonal über Taxifahrer:innen bis hin zu Schüler:innen. Besonders die Schüler sind mir aufgefallen, da Grundschulkinder nicht nur Schuluniformen tragen, sondern auch einen speziellen Rucksack. Den großartigen "Randoseru". Ähnlich wie der moderne deutsche Schulranzen für Grundschulkinder stammt auch dieser von den Leder- und Leinenbeuteln, die Soldaten im späten 19. Jahrhundert benutzten, ab. Im Gegensatz zu Deutschland hat sich der japanische Randoseru jedoch in den letzten 80 Jahren kaum verändert. Er ist etwas größer geworden und ein wenig leichter, und man kann jetzt eine Farbe wählen, die einem gefällt. Oft verlangen Schulen jedoch für Mädchen, rote und für Jungen, schwarze Randoseru. Als ich sie das erste Mal in Japan sah, fand ich sie ziemlich hässlich, aber irgendwie auch liebenswert.

    Viel angenehmer anzusehen sind die verschiedenen Uniformen, die das Transportpersonal trägt. Oft begleitet von weißen Handschuhen und einem schicken Hut fühlt es sich an, als würde man in eine andere Zeit versetzt.

    Und selbst wenn ein Beruf keine Uniform erfordert, halten sich vor allem Angestellte mit Bürojobs immer noch weitgehend an weiße Hemden (wirklich, fast immer weiß! Kein Hellblau oder Hellgrau). Ich habe ein Bild vom Bahnhof Shinjuku beigefügt, um meinen Standpunkt zu veranschaulichen. Einheitlichkeit wird in Japan sehr geschätzt, mit all Vor- und Nachteilen.

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    English version

    Written by Isabelle

    Japan embraces both the traditional and the modern. One of its most visible ways of adhering to tradition is the use of uniforms. And not just plain boring or ugly uniforms. Fancy uniforms. From train personnel to cab drivers to students. Especially the students caught my eye since elementary school kids don’t only use a school uniform but also a specific backpack. The glorious randoseru. As the modern German backpack that elementary school kids use, this one also originated from the leather und linen bags soldiers used in the late 19th century. However, contrary to Germany, the Japanese randoseru hasn’t changed much in the last 80 years. It got a bit bigger and a bit lighter and you now may choose a color you like, but often schools require girls to wear red and boys to wear black randoseru. When I first saw them in different places in Japan I found them quite ugly yet somehow endearing.

    Much nicer to look at are the several uniforms that transport personnel wears. Often accompanied by white gloves and a fancy hat, they feel like I have been transported to a different time.

    And even when your job does not require a uniform, especially the employees in white-collar professions still mostly stick to white button-downs (really, almost always white! No light blue or light grey). I attached a picture of Shinjuku station to illustrate my point. Uniformity is greatly valued in Japan, with all its advantages and disadvantages.
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  • Kurashiki und Onomichi

    23. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 24 °C

    Geschrieben von Maike

    Für heute hatte ich die Rückreise von Okayama nach Hiroshima mit dem Zug geplant, und zwar mit insgesamt zwei Zwischenstops: Heute Vormittag in Kurashiki und heute Nachmittag in Onomichi - zwei sehr sehenswerte Städte!

    Kurashiki ist eine Handelsstadt aus der Edo-Zeit, welche vor allem durch den Handel mit Baumwolle reich geworden ist. Heute kann man noch viele der alten Lagerhäuser von früher besichtigen und am belebten Kursashiki-Fluss entlangsspazieren. Dort lassen sich viele Läden (u.a. ebenfalls zum Verkauf von Keramik im Stil der Edo-Zeit), Restaurants und Cafés finden, welche die Touristen anziehen. Der Fluss und die kleinen Brücken geben diesem Stadtbezirk einen außergewöhnlichen Charme! Außerdem ermöglichte die Besteigung des Tempelberges die beste Sicht auf die Stadt. Ich habe mir zur beginnenden Mittagssonne noch das berüchtigte Ohara-Kunstmuseum angeschaut, welches das erste japanische Kunstmuseum zur permanenten Ausstellung westlicher Kunst war. Es wurde 1930 von Ohara Magosaburo, einem japanischen Unternehmer und Kunstsammler, geöffnet. Das Museum stellt jedoch nicht nur westliche Kunst aus (u.a. Matisse, Renoir, Degas, Gauguin und Picasso), sondern auch japanische Kunstwerke (u.a. Fujishima Takeji, Munakata Shikō).

    Noch ein bisschen mehr hat mich die Stadt Onomichi beeindruckt, da sie eine gelungene Kombination aus Tempeln, Natur, Hafen und Stadtleben bietete. Am meisten beeindruckte mich der lange Pilger-Tempel-Weg, den ich wegen seiner Länge und meiner begrenzten Zeit nur teilweise gelaufen bin. Der Tempelweg startete direkt neben dem Bahnhof und führte über viele große und kleine Hügel an unzähligen Tempeln vorbei. Zum wohl populärsten Tempel, dem Senkoji-Tempel, führte sogar eine Gondel, da er auf einem Berg gelegen ist. Auch von dort hatte man eine tolle Aussicht auf die Stadt und die erste Brücke, die vom Festland Japans Richtung Shikoku führt. Auf dem Tempelweg bin ich gleich an zwei Teehäusern, welche biologisch angebauten grünen Tee und Matcha nach traditioneller japanischer Art servieren, vorbeigelaufen. Da das eine Teehaus abermals Tee von einer Plantage eines kleinen Familienunternehmens anbot, habe ich mich verführen lassen, eine Packung guten Gyokuru (japanischer grüner Schattentee mit starkem Umami-Geschmack, ähnlich wie Matcha) zu kaufen - wann kommt man schon mal an so guten japanischen Grüntee? Beim Abendspaziergang am Hafen zurück zum Bahnhof konnte ich die Eindrücke der beiden Städte nochmal auf mich wirken lassen. So konnte ich meinen letzten freien Urlaubs-Tag abschließen, bevor es morgen wieder mit den Arbeitsschichten im Hostel in Hiroshima weitergeht.

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    English version

    Today, I had planned the return trip from Okayama to Hiroshima by train with a total of two between-stops: this morning in Kurashiki and this afternoon in Onomichi - two cities that are really worth a visit!

    Kurashiki is a trading town from the Edo period which became wealthy mainly by the trade with cotton. Today you can still visit many of the old warehouses from the past and walk along the busy Kursashiki River. There you can find many stores (among others also selling ceramics in the style of the Edo period), restaurants and cafes attracting tourists. The river and the small bridges give a unique charm to this district! In addition, climbing the Temple Mount allowed the best view on the city. I also visited the popular Ohara Art Museum at the bgeinning midday-sun-temperatures. Ohara Art Museum was the first Japanese art museum to permanently display Western art. It was opened in 1930 by Ohara Magosaburo, a Japanese entrepreneur and art collector. However, the museum exhibits not only Western art (including Matisse, Renoir, Degas, Gauguin and Picasso) but also Japanese artworks (including Fujishima Takeji, Munakata Shikō).

    I was even a bit more impressed by the city of Onomichi as it offered the perfect combination of temples, nature, harbor and city life. I was mostly impressed by the long pilgrim temple trail which I only partially walked due to its length and my limited time. The temple path started right next to the train station and led over many large and small hills past several temples and shrines. A gondola led to the probably most popular temple, the Senkoji temple, because it is located on a mountain. From there you had a great view on the city and the first bridge leading from the mainland of Japan to Shikoku island. On the temple path, I passed two teahouses at once, serving organically grown green tea and matcha in traditional Japanese style. Since one tea house offered tea from a plantation of a small family business, I was tempted again to buy a pack of good Gyokuru (Japanese green tea growing in shodow, with a strong umami taste, similar to matcha) - when do you ever get such high-quality Japanese green tea? During the evening walk along the harbor back to the train station I digested the impressions of the two cities from today again. Like that, I somehow ended my last free vacation day before I continue with work shifts tomorrow in the hostel in Hiroshima.
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  • Chado - der "Weg des Tees"

    24. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 30 °C

    Geschrieben von Maike

    Seitdem ich wieder von Shikoku zurück bin, habe ich mir eine Liste geschrieben mit den Dingen, die ich in meiner letzten Woche in Hiroshima noch erleben möchte. Unter anderem habe ich vorgestern die Urasenke-Teeschule per E-Mail angeschrieben, um zu fragen, ob ich eine Unterrichtsstunde bei der Tee-Meisterin Kaneko (Besitzerin dieser Urasenke-Privatschule) bekommen könnte. Für mich ist es 5 Jahre her, dass ich in Sydney in Australien für ein Jahr lang wöchentliche Unterrichtsstunden in japanischer Tee-Zeremonie ("Chanoyu" oder "Chado", bedeutet soviel wie "Weg des Tees") bekam. Da ich in meiner E-Mail an Kaneko nach einer spezifischen Teezeremonie fragte, die ich gern hier in Japan noch einmal wiederholen wollte, merkte sie sofort, dass ich mich schon gut mit den Grundlagen von Chado auskannte. Sie antwortete mir 30 Minuten später und lud mich gleich für den kommenden Tag zu den "Okeiko", den regulären Tee-Unterrichtsstunden mit japanischen Schülerinnen, ein. Ich war sehr erfreut, so spontan und kurzfristig zum Unterricht eingeladen zu werden. So konnte ich am Sonntag nach meiner Putzschicht für 4 Stunden in die Chado-Urasenke-Schule gehen. Anscheinend hatte Kaneko gleich allen Schülerinnen gesagt, dass ich heute als Gast und Schülerin dabei sein würde, denn alle kannten bereits meinen Namen und dass ich aus Deutschland komme, als ich in der Tee-Schule ankam. Ich fühlte mich zu Beginn etwas unwohl, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, aber da alle so freundlich zu mir waren, legte sich dieses Gefühl schnell. Kaneko sagte zu mir, dass sie und alle anderen sich sehr über meinen Besuch freuten, da es noch nie vorher passiert sei, dass jemand aus dem Ausland bereits Chado-Kenntnisse hatte und nach einer Unterrichtsstunden gefragt habe. Normalerweise mache sie wohl außerhalb der Unterrichtsstunden nur Tee-Zeremonie-Einheiten für Touristen, wobei diese nur die Gast-Position einnehmen und nicht selbst Tee machen.

    In den ersten 3 Stunden des Nachmittags habe ich drei japanischen Schülerinnen aus der Gast-Position heraus beobachtet, wie sie ihren Unterricht bekamen: Auf dem Unterrichtsplan stand die Zubereitung von "Koicha" (= dicker Tee, also Matcha mit wenig Wasser zubereitet, der am Ende sehr bitter schmeckt und eine breiige Konsistenz hat) auf dem "Furo" (= erhöhter Tee-Kessel auf Kohlen, steht auf den Tatami-Matten; wird im Sommer verwendet, da das Wasser nicht so heiß werden soll im Gegensatz zum Winter, wo ein Ro = in den Tatami-Matten eingelassener Wasserkessel verwendet wird). Ich habe mich sehr gefreut, diese Zubereitungsschritte zu sehen, da auch ich damals diesen etwas komplizierteren Chado-Style mit Koicha gelehrt wurde.

    Zum Tee werden verschiedene "Okashi" (japanische Süßigkeiten) gereicht, da der Matcha-Tee selbst eher bitter schmeckt. Die Tee-Utensilien (z.B. Tee-Schale = Chawan, Tee-Bambuslöffel = Chashaku, Matchapuder-Behältnis = Natusme oder Chaire), die Okashi (= Süßigkeiten), die im Tokanoma aufgehangene Schriftrolle und die in der Vase aufgestellten Blumen sind immer entsprechend an die Jahreszeiten und an den Chado-Stil angepasst und symbolisieren verschiedene Bedeutungen. Beispielsweise war das Natusme mit Ahornblättern verziert, was den Charakter des Frühherbstes verdeutlichte. Als Okashi gab es sogenannte selbstgemachte „Ohagi“, japanische Reiskuchen mit Soja- und roten Bohnen, welche vor allem oftmals im Herbst zubereitet werden. Außerdem gab es ein weißes, rundes Gebäck mit dem Abdruck eines Hasen "Hakuto" in der Mitte. Nach der japanischen Mythologie bedeutet "Hakuto", dass ein weißer Hase auf dem Mond lebt, welcher vor allem zum Vollmond eine große Rolle spielt. Da bald Vollmond ist, sollte Hakuto auch in dieser Tee-Zeremonie gewürdigt werden.

    Ich war als vierte und letzte Schülerin an der Reihe und übte den von mir erbetenen Chado-Style "Hakobi Usucha Temae Furo", also die Zubereitung von Usucha-Tee (= dünner Matcha-Tee mit mehr Wasser) auf dem Furo-Teekessel, wobei ich alle Tee-Utensilien in der Raum tragen muss (= Hakobi). Ich war ziemlich aufgeregt, da alle Schülerinnen dablieben, um mir zuzuschauen und als Gast Tee serviert zu bekommen. Insgesamt habe ich somit fünf Teeschalen Usucha-Tee zubereitet und serviert. Außerdem hatte ich die Ehre, von der Teemeisterin Kaneko höchstpersönlich eine Schale Tee zubereitet zu bekommen, was normalerweise unüblich ist. Ich habe mich sehr gefreut, dass diese Teegemeinschaft mich trotz der Sprachbarrieren so herzlich aufgenommen hat. Der Unterricht war hauptsächlich auf Japanisch, aber da Kaneko auch etwas Englisch sprach, konnte sie mir während meines Unterrichtsteils auch einige Korrekturen und Hinweise auf Englisch geben.

    Chado ist eine ganze Welt für sich, die ich in diesem Blogeintrag nur kurz anreißen kann. Ich bin vor allem von der Philosophie des Tee-Wegs, welche dem Zen-Buddhismus sehr nahesteht, fasziniert. Die Grundprinzipien des Chado sind Harmonie (wa), Respekt (kei), Reinheit (sei) und Stille (jaku), und verdeutlichen diese Philosophie ganz gut. Vielleicht mag euch Chado nach dem Lesen dieses Eintrags trotzdem fremd vorkommen. Das ist meiner Meinung nach für einen Europäer der westlichen Kultur völlig normal. Falls euch das Thema interessiert, kann ich euch nur ans Herz legen, mehr dazu zu lesen!
    (Wie sieht so eine Tee-Zeremonie aus? - siehe unten, dort habe ich Youtube-Videos als Beispiel vorgeschlagen)
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    English version

    For my last week in Hiroshima I prepared a list of things I still want to experience here. One of those things was participating in a tea ceremony. I emailed the Urasenke Tea School the day before yesterday to ask if I could get a lesson from tea master Kaneko (owner of this Urasenke private school). It is now 5 years ago that I received weekly lessons in Japanese tea ceremony ("Chanoyu" or "Chado", means "Way of Tea") for a year in Sydney, Australia. Since I asked for a specific tea ceremony style in my email to Kaneko, she noticed that I already knew the basics of Chado. She answered me 30 minutes later and immediately invited me to the "okeiko", the regular tea lessons with Japanese students, for the next day. I was very pleased to be invited to the lessons so spontaneously and on such short notice. In the end, I went to Chado-Urasenke School for 4 hours on Sunday after my cleaning shift. Apparently, Kaneko had told all the students right away that I would be there on that day as a guest and student because everyone already knew my name and that I was from Germany when I arrived at the tea school. I felt somewhat uncomfortable at the beginning to be in such a spotlight of attention, but since everyone was so friendly to me this feeling quickly faded. Kaneko said that she and all the others were happy about my visit because it had never happened before that someone from abroad already knew Chado and asked for a lesson. Additionally to the tea lessons, she normally does tea ceremony sessions for tourists where they only participate in the guest position (and do not make tea themselves).

    In the first 3 hours, I watched three Japanese students from the guest position as they took their lessons: On the teaching schedule was the preparation of "Koicha" (= thick tea, so Matcha prepared with little water, which tastes very bitter at the end and has a mushy consistency) on the "Furo" (= raised tea kettle on coals, stands on the tatami mats; is used in summer because the water should not get so hot in contrast to winter, where a Ro = water kettle embedded in the tatami mats is used). I was very happy to see the Koicha-making as I was taught this slightly more complicated chado style in Sydney as well.

    Various "Okashi" (Japanese sweets) are served with the tea as the Matcha itself tastes rather bitter. The tea utensils (e.g. tea bowl = chawan, tea bamboo spoon = chashaku, matcha powder container = natusme or chaire), the okashi (= sweets), the scroll hung in the tokanoma and the flowers placed in the vase are always appropriately adapted to the seasons and to the chado style and symbolize different meanings. For example, the natusme was decorated with maple leaves indicating the character of early autumn. As okashi, we had so-called homemade "ohagi", Japanese rice cakes with soy and red beans which are especially often prepared in autumn. There was also a white round pastry with the imprint of a rabbit "Hakuto" in the middle. According to Japanese mythology, "Hakuto" means that a white rabbit lives in the moon which is especially important at the time of full moon. Since we are heading towards full moon, Hakuto was also addressed in that tea ceremony.

    It was my turn as the fourth and last student and I practiced the easier Chado style "Hakobi Usucha Temae Furo", i.e. the preparation of Usucha tea (= thin matcha tea with more water) on the Furo tea kettle, carrying all the tea utensils into the tea room by hand (= Hakobi). I was quite nervous as all the students stayed to watch me and be served tea as a guest. In the end, I prepared and served a total of five tea bowls of usucha tea. I also had the honor of having a bowl of tea prepared by tea master Kaneko herself, which is rather unusual. I was very pleased that this tea community welcomed me so warmly despite the language barriers. The lessons were mainly in Japanese but since Kaneko also spoke some English, she gave me corrections and hints in English during my part of the lesson.

    Chado is a whole world for itself which I can only briefly touch in this short blog entry. I am especially fascinated by the philosophy of the way of tea which originates from Zen Buddhism. The basic principles of Chado are harmony (wa), respect (kei), purity (sei) and silence (jaku), and represent this philosophy quite well. Perhaps Chado may still seem unknown or distant to you after reading this entry. In my opinion, this is normal for a European of Western culture. If you are interested in this topic I can only recommend warmly to read more about it!

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    (How does the tea ceremony look like? - Here are some recommended youtube videos)

    1) Hakobi Usucha Temae Furo (with Usucha - thin matcha tea)
    https://www.youtube.com/watch?v=HD_eSZ4i9-U&amp…

    2) Hakobi Koicho Temae Furo (with koicha - thick matcha tea)
    https://www.youtube.com/watch?v=YuZyuiH_Ux8&amp…

    3) Recipe for ohagi (autumn style Japanese sweets):
    https://www.justonecookbook.com/ohagi-botamochi/
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  • Welcome to Beppu

    26. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 29 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Nach meinem Abschied von Ito und einem kurzen Aufenthalt in Hiroshima, ging es für mich in weiter in den Süden Japans, nach Beppu. Die Stadt mit ca. 120000 Einwohner ist vor allem bekannt für seine heißen Quellen. Auch hier arbeite ich in einem Hostel (leider sehr heruntergekommen und dreckig) und nutze meine viele freie Zeit (ich arbeite 3h/Tag, dreimal pro Woche), um die Gegend zu erkunden.

    Mein erster Ausflug führte mich zu den sieben Höllen von Beppu. Die sieben Höllen sind sehr heiße Quellen, in denen man nicht schwimmen sollte, wenn man Verbrennungen vermeiden möchte. Stattdessen kann man ihr Farbspiel und ihren Geruch nach faulen Eiern, der mich sofort an meine Zeit in Island erinnerte, aus der Ferne genießen. Leider ist der Eintritt ziemlich teuer (ca. 3-4 Euro pro Quelle), sodass ich mir nicht alle sieben, sondern lediglich zwei heiße Quellen angeschaut habe. Die Quellen sind oft von schönen Parks umgeben, manche haben sogar ein eigenes Aquarium oder einen Krokodilpark.

    Wer möchte kann außerdem durch das Dorf Kannawa spazieren und Essen, dass mit heißem Dampf aus den Quellen zubereitet wurde, probieren.

    Insgesamt bin ich nach dem ersten Schock über die Zustände im Hostel gut angekommen und erfreue mich nun meiner freien Zeit, die ich mit Cello spielen, Schwimmen oder Bewerbungen verbringe.

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    English version

    Written by Isabelle

    After saying goodbye to Ito and a short stay in Hiroshima, I went on to the south of Japan, to Beppu. The city with about 120000 inhabitants is mainly known for its hot springs. Here I also work in a hostel (unfortunately very run down and dirty) and use my extensive free time (I work 3h/day, three times a week) to explore the area.

    My first excursion took me to the seven hells of Beppu. The seven hells are very hot hot springs that you should not swim in if you want to avoid burns. Instead, you can enjoy their many colors and their rotten egg smell, which immediately reminded me of my time in Iceland, from a distance. Unfortunately, the entrance fee is quite expensive (about 3-4 euros per spring), so I didn't check out all seven hot springs, but only two. The springs are often surrounded by beautiful parks, some even have their own aquarium or crocodile park.

    If you want, you can also walk through the village of Kannawa and taste food prepared with hot steam from the springs.

    Overall, after the initial shock of the conditions in the hostel, I arrived well and now enjoy my free time, which I spend playing the cello, swimming or applying for jobs.
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  • Bowing in Japan

    27. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 24 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Wie viele von euch sicher wissen, verbeugen sich Japaner:innen gelegentlich. Oftmals zur Begrüßung oder zum Abschied, zum Ausdruck von Dank oder Respekt.

    Einige meiner Lieblingssituationen, in denen sich Menschen verbeugt haben möchte ich kurz beschreiben.

    Wenn man in Japan an einer Baustelle vorbeiläuft und dies zu einer kurzen Umleitung führt, gibt es oft Mitarbeiter:innen, die einem den Weg anzeigen sobald man sich annähert. Dabei verbeugen sie sich oft.

    Im Schwimmbad verbeugen sich manche Japaner:innen beim Betreten und Verlassen der Halle.

    Wenn eine Schaffnerin oder ein Schaffner ein Zugabteil betritt, verbeugt sie/er sich, um die Passagiere zu begrüßen und ihren/seinen Respekt auszudrücken.

    Dabei gibt es natürlich viele Arten der Verbeugung mit nahezu endlosen Nuancen, die ich wahrscheinlich nicht mal ansatzweise verstehe. Aber ein Grundsatz ist, je tiefer und länger die Verbeugung desto größer der Respekt. Und man sollte idealerweise dabei stehen bleiben.

    Das ist manchmal gar nicht so einfach. Zwei alte Bekannte, die sich zufällig nach einem Konzert in der Suntory Hall, dem größten Konzerthaus Japans, trafen, hielten den gesamten Verkehr in Richtung Ausgang auf, weil sie sich mehrfach halb stehend, halb gehend voreinander verbeugten. Vor allem bei formelleren Treffen ist dies ein amüsanter Anblick, da keine der Parteien zuerst aufhören möchte sich zu verbeugen.

    Eine meiner schönsten Erinnerungen an eine Verbeugung ist eine Begegnung mit einem Opa in einem Shinkansen, der sich sehr tief (ca. 90 Grad) und ziemlich lang (4-5 Sekunden) vor mir verbeugte, weil ich meinen Platz geräumt hatte, damit er sich mit seiner Frau und seinem Enkel nebeneinander setzen kann. Seine Dankbarkeit für so eine einfache Geste hat mich sehr berührt.

    Sehr niedlich finde ich auch die Schilder, die man an allen Baustellen findet und eine Abbildung eines Bauarbeiters enthalten, der sich respektvoll für mögliche Unannehmlichkeiten durch die Baustelle entschuldigt (s. Foto).

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    English version

    Written by Isabelle

    As many of you probably know, Japanese people bow occasionally. Often as a greeting or farewell, to express gratitude or respect.

    I would like to briefly describe some of my favorite situations in which people have bowed.

    In Japan, when you walk past a construction site and it leads to a short detour, there are often employees who show you the way as soon as you approach. They often bow as they do so.

    In the swimming pool, some Japanese bow when entering and leaving the hall.

    When a conductor enters a train compartment, he/she bows to greet the passengers and express his/her respect.

    There are, of course, many ways of bowing with almost endless nuances that I probably don't even begin to understand. But one principle is, the deeper and longer the bow, the greater the respect. And one should ideally not walk while doing so.

    Sometimes that's not so easy. Two old acquaintances who happened to meet after a concert at Suntory Hall, Japan's largest concert hall, stopped all traffic heading for the exit because they bowed to each other several times, half standing, half walking. Especially at more formal meetings, this is an amusing sight as neither party wants to stop bowing first.

    One of my fondest memories of a bow is an encounter with a grandpa on a shinkansen who bowed very low (about 90 degrees) and quite long (4-5 seconds) to me because I had vacated my seat so that he could sit down with his wife and grandson side by side. I was very touched by his gratitude for such a simple gesture.

    I also find the signs that can be found at all construction sites very cute that contain an image of a construction worker respectfully apologizing for possible inconvenience caused by the construction site (see photo).
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  • First days in Kyoto

    28. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 29 °C

    Geschrieben von Maike

    Ich bin seit einer reichlichen halben Woche in Kyoto angekommen und habe mich schon jetzt in die Stadt verliebt: Kleine Gassen, lange Fußwege oder Jogging-Runden am Kamo-Fluss, über den ab und zu Steine führen zum Überqueren für die Fußgänger, viele Restaurants und Cafés auf Stelzen im Wasser, buddhistische Tempel, Schreine, Hausfassaden aus Holz, Ginkgo- und japanische Ahornbäume, Maikos und Geikos (ähnlich wie Geishas), Kraniche und Graureiher… ich könnte die Liste unendlich weiter führen.

    Das Hostel, in welchem ich arbeite, ist sehr komfortabel, da ich mir mit meinen 3 Mitfreiwilligen ein ganzes Gebäude teile, welches zur Zeit wegen geringer Gästezahl für die eigentlichen Gäste nicht genutzt wird. Daher habe ich nicht nur ein Einzelzimmer, sondern kann sehr häufig auch den kompletten Gemeinschaftsraum mit Sofas, Tatamimatten und flachem Tisch für mich nutzen, wenn meine Mitfreiwilligen mal nicht da sind. Im Gegensatz zum Hostel in Hiroshima ist das ein wirkliches Upgrade an Privatsphäre! Außerdem kann ich innerhalb von 10 Minuten zu Fuß die Innenstadt erreichen. Gerade sitze ich am friedvollen Kamo-Fluss, an dessen Ufer abends um die Uhrzeit viele Menschen quatschen und entspannen. Bisher habe ich schon viele Spaziergänge durch die Stadt gemacht und deren alt-japanische Atmosphäre aufgesogen. Vor allem das historische Gion-Viertel, in welchem man viele Geishas in Kimono spazieren sieht und alle möglichen Läden für japanische Süßigkeiten, Kimonos, Kunst, Tee und Keramik findet, hat mich sehr beeindruckt. Ein paar hundert Meter weiter fand ich mich in einer gegensätzlich zum Gion-Viertel sehr modern ausgebauten Shopping-Straße wieder, in der es von Touristen nur so wimmelte… Noch ein bisschen weiter bin ich in den Gassen des Nishiki-Marktes geschlendert, welcher eine reiche Vielfalt an lokalen Köstlichkeiten (z.B. Sushi, getrockneter Fisch, Pickles = eingelegtes saures Gemüse, Dango-Reisbällchen auf dem Spieß), Kunst und Keramik bietet.

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    English version

    I arrived in Kyoto half a week ago and have already fallen in love with the city: Small alleys, long footpaths or jogging laps along the Kamo River over which stones lead for pedestrians to cross every now and then, many restaurants and cafes on stilts in the water, Buddhist temples, shrines, wooden house facades, ginkgo and Japanese maple trees, maikos and geikos (similar to geishas), cranes and gray herons... I could continue the list endlessly.

    The hostel I work in is very comfortable as I share an entire building with my 3 fellow volunteers. This building is normally used for other guests but because we don’t have many at the moment, it’s only for the volunteers. Therefore, I don’t only have my private room but very often I can also use the entire common area with sofas, tatami mats and flat table for myself when the other volunteers are not there. Unlike the hostel in Hiroshima, this is a real upgrade in privacy! Plus, I can get to downtown within a 10-minute walk. Right now, I'm sitting by the peaceful Kamo River with many people chatting and relaxing on its banks at this time of night. So far, I have taken many walks through the city and soaked up its old Japanese atmosphere. I found the historic Gion district especially impressive because you could see many geishas walking in kimono and all kinds of stores for Japanese sweets, kimonos, art, tea and ceramics. A few hundred meters further, I found myself in a shopping street that was very modern in contrast to the Gion district and full of tourists... A little further on, I strolled through the alleys of the Nishiki market which offers a rich variety of local delicacies (e.g. sushi, dried fish, pickles = pickled sour vegetables, dango rice balls on a skewer), art and ceramics.
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  • The mountain that once was

    28. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ⛅ 22 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe Berge immer als etwas relativ permanentes wahrgenommen. Natürlich verändern sie sich im Laufe der Zeit, aber ich bin immer davon ausgegangen, dass das eine Weile dauert. Das muss aber nicht immer der Fall sein.

    Im Jahr 1792 ist die Region um Shimabara im Süden stärker als sonst von Erdbeben betroffen. Schließlich stürzt ein gesamter Berg auf der Halbinsel ein und begräbt mehrere Dörfer und über 10000 Menschen unter sich. Das Geröll bahnt sich seinen Weg bis in die Bucht am Fuße dessen, was einmal ein Berg war. Die resultierende Welle verursacht am anderen Ufer der Bucht einen Tsunami, der 15000 Menschen tötet.

    Wie konnte es dazu kommen? Bei dem Berg handelte es sich um einen aktiven Vulkan, der über lange Zeit immer wieder zähe Lava ausstieß und einen Lavadom bildete. Dieser Lavadom brach schließlich in sich zusammen und brachte damit den gesamten, durch vulkanische Aktivität und Wettereinflüsse relativ bröseligen Berg zum Einsturz. Ich finde dazu sollte es eine Willi wills Wissen oder eine Wissen macht Ah! Folge geben.

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    English version

    Written by Isabelle

    I don't know about you, but I've always perceived mountains as something relatively permanent. Of course, they change over time, but I always assumed that it takes a while. However, that's not always the case.

    In 1792, the region around Shimabara in the south was experiencing more earthquakes than usual. Eventually, an entire mountain on the peninsula collapsed, burying several villages and over 10,000 people beneath it. The debris then made its way into the bay at the base of what was once a mountain. The resulting wave caused a tsunami on the opposite shore of the bay, killing 15,000 people.

    How could this happen? The mountain was an active volcano that had been oozing viscous lava over a long period, forming a lava dome. This lava dome eventually collapsed, causing the entire mountain, which was relatively crumbly due to volcanic activity and weathering, to collapse. I think there should be an educational program or an episode of 'Wissen macht Ah!' Or ‘Willi wills Wissen’ about this.
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  • Auf den Spuren der Samurai

    28. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ⛅ 29 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Samurai waren im vorindustriellen Japan Diener des Kaisers, die ihren Sitz in allen Ecken Japans hatten und dort mit verschiedenen Mitteln, im Falle von Aufständen, kämpferischen Mitteln, seinen Willen durchsetzten. Die meisten von ihnen genossen die meiste Zeit ein recht komfortables Leben. Bis zur Industrialisierung Japans besaßen sie außerdem das Recht, einen Menschen ohne Rechtfertigung zu töten, wenn ihnen jemand nicht mit genügend Respekt begegnete. Der Samuraistatus mit allen Privilegien wurde in der Regel über viele Generationen vererbt. Die älteste Samuraifamilie, die Shimadzu, lässt sich bis in 13. Jahrhundert zurückverfolgen.

    In Kumamoto und Shimabara im Süden Japans kann man ihre Geschichte hautnah erleben. Die Burg von Kumamoto ist die bisher größte Burg, die ich in Japan besichtigen konnte und gleichzeitig und die am schönsten restaurierte Burg. Alle Ausstellungen und Erklärung sind sehr sorgfältig aufeinander abgestimmt und es ist für jeden Geschmack etwas dabei: Dinge zum selber ausprobieren (Burgwall in klein bauen, Samuraikleidung anziehen), lernen und interagieren. Mir haben vor allem die Modelle und Nachbauten der Burg, verschiedener Samurairesidenzen und einiger Wohnräume sehr gut gefallen. In Shimabara, in der Nähe von Kumamoto, konnte ich sogar echte sehr gut erhaltene Residenzen besuchen. Interessanterweise unterscheiden sie sich in ihrem Aufbau und Designnicht stark von traditionellen japanischen Gebäude des 21. Jahrhunderts. Die Technik ist neuer, aber der Boden ist weiterhin mit Tatami ausgelegt, es gibt großzügige Wandschränke und sonst eher wenig Einrichtung und hölzerne Schiebetüren. Das finde ich sehr überraschend, da sich Wohnungen und Häuser in Deutschland doch in den letzten 200 Jahren sehr verändert haben.

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    English version

    Written by Isabelle

    Samurai were servants of the emperor in pre-industrial Japan, present throughout Japan who used various means, including martial methods in case of uprisings, to enforce the emperor's will. Most of them enjoyed a fairly comfortable life most of the time. Until Japan's industrialization, they also had the right to kill a person without justification if someone did not show them enough respect. The status of a Samurai, with all its privileges, was typically inherited over many generations. The oldest Samurai family, the Shimadzu, can be traced back to the 13th century.

    You can experience their history up close in Kumamoto and Shimabara in southern Japan. Kumamoto Castle is the largest castle I have visited in Japan so far and also the most beautifully restored one. All exhibitions and explanations are very carefully coordinated, and there is something for everyone: things to try for yourself (building a miniature castle wall, wearing Samurai clothing), learn, and interact. I especially liked the models and reconstructions of the castle, various Samurai residences, and some living quarters. In Shimabara, near Kumamoto, I could even visit some very well-preserved residences. Interestingly, they do not differ significantly in their layout and design from traditional Japanese buildings of the 21st century. The technology is newer, but the floors are still covered with tatami, there are spacious closets, and not much other furniture, and wooden sliding doors. I find this very surprising, as apartments and houses in Germany have changed a lot in the last 200 years.
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  • Random Observations III

    30. syyskuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 28 °C

    Auf Reisen gibt es immer wieder ungewöhnliche, lustige oder überraschende Anblicke. Diese passen leider nicht immer in die Blogeinträge. Deshalb möchten wir sie hier teilen.
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    English version

    While travels one often encounters unusual, funny or surprising things. They don’t always fit into the regular posts which is why we would like to share them here.
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  • Nagasaki and the Europeans

    1. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌙 22 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Nagasaki hat eine lang zurückreichende Geschichte mit Europäer:innen. Im 16. und 17. Jahrhundert war die Hafenstadt ein wichtiger Knotenpunkt des interkontinentalen Handels und es dauerte entsprechend auch nicht lange, bis sich kulturelle Einflüsse, vor allem von Portugies:innen und Niederländer:innen auf die Stadt auswirkten. Am sichtbarsten sind diese Einflüsse heute noch in der Architektur Nagasakis in Form zahlreicher westlicher Gebäude und in Form von Kirchen, die als Gebetsort für das von den Portugies:innen importierte katholische Christentum dienen. Ich fand dieses für Japan sehr ungewöhnliche Stadtbild sehr ansprechend und eine gute Abwechslung. Es fühlte sich schon fast etwas heimisch an.

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    English version

    Nagasaki has a long history with Europeans. In the 16th and 17th centuries, the port city was an important hub for intercontinental trade, and it didn't take long for cultural influences, especially from the Portuguese and Dutch, to impact the city. These influences are still visible today in Nagasaki's architecture, with numerous Western-style buildings and churches that serve as places of worship for the Catholic Christianity imported by the Portuguese. I found this cityscape, so unusual for Japan, very appealing and a refreshing change. It almost felt a bit like home.
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  • Kyoto - Arashiyama Bamboo Grove

    4. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌧 18 °C

    Geschrieben von Maike

    Heute war ich in der Abenddämmerung im beeindruckenden Bambus-Wald Arashiyama spazieren. Es war unbeschreiblich, wie die letzten Sonnenstrahlen durch das Dach an Bambusblättern durchfielen. Die Stämme der Bambusbäume waren dicht aneinander gereiht und vermittelten einen fast mystischen Eindruck...

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    English version

    Today, I went for a walk in the impressive Arashiyama bamboo grove at dusk. It was indescribable how the last rays of sunlight fell through the canopy of bamboo leaves. The trunks of the bamboo trees stood very dense next to each other, and gave an almost mystical impression...
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  • Kyoto - temples and dragons

    4. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 22 °C

    Geschrieben von Maike

    Heute hatte ich meinen ersten freien Tag und habe mit einem ausgeliehenen Fahrrad Kyoto erkundet - genauer gesagt einige der vielen historisch bedeutenden Tempel. Zuerst ging es zum "Goldenen Pavillion" (auch Kinkaku-Ji oder formal Rokuon-Ji genannt), welcher in Blattgold verkleidet ist und ab 1408 zu einem buddhistischen Tempel des Rinzai-Zen-Buddhismus wurde. Der Ryoan-Ji ist ebenfalls ein Tempel des Rinzai-Zen-Buddhismus und ist vor allem für seinen Zen-Garten bekannt. Dieser besteht aus einer rechteckigen großen Fläche, welche mit weißen Kieselsteinen bedeckt ist und auf kleinen Moosbetten 15 Felsbrocken beherbergt. Er wurde Mitte des 15. Jahrhunderts im Kare-san-sui-Stil, einem Stil des japanischen Steingartens, angelegt. Der Ryoan-Ji sowie der Tenryu-Ji, den ich danach besuchte, hatten im Inneren einige Wände mit beeindruckend großen Drachenzeichnungen. In der Haupthalle des Tenryu-Ji war sogar ein 9-m-langer Drache an die Decke gemalt, der einen, egal wo man stand, beobachtete. Der Drache ist das Schutz-Tier des Buddhismus und ist daher häufig in den Tempeln zu finden. Einer meiner Lieblingstempelanlagen war der Ninna-Ji, welcher einen riesigen japanischen Steingarten im Hof hatte und unzählige Tempelhäuser über überdachte Fußwege verband. Diese durfte man natürlich nur - wie in Japan üblich - mit ausgezogenen Schuhen betreten.

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    English version

    Today, I had my first day off and explored Kyotos temples on a rented bicycle. First I went to the "Golden Pavilion" (also called Kinkaku-Ji or formally Rokuon-Ji) which is covered by gold leaf and became a Rinzai Zen Buddhist temple after 1408. The Ryoan-ji is also a temple of Rinzai Zen Buddhism and is best known for its Zen garden. This garden consists of a rectangular large area covered with white pebbles, housing 15 rocks on small beds of moss. This garden was established in the Kare-san-sui style, a style of Japanese rock gardening, in the mid of the 15th century. The Ryoan-ji as well as the Tenryu-ji I visited afterwards had many walls inside with impressively large dragon drawings. In the main hall of the Tenryu-Ji, there was even a 9-metre-long dragon painted on the ceiling, seemingly watching you no matter where you stood. The dragon is the guardian animal of Buddhism and is therefore found in the temples often. One of my favourite temple complexes was the Ninna-Ji which included a huge Japanese rock garden in the courtyard and connected countless temple houses via covered walkways. Of course you were only allowed to enter these temple houses with your shoes off, as commonly seen in Japan.
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  • Kyoto – Ein Schrein für die Reisgöttin

    5. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 21 °C

    Geschrieben von Maike

    Heute habe ich den berühmt-berüchtigten Schrein „Fushimi Inari“ in Kyoto besucht. Die Bestandteile des Namens deuten darauf hin, dass dieser Schrein des Shintoismus im Stadtteil Fushimi liegt und der Gottheit Inari gewidmet ist. Inari ist die Gottheit des Reises, der Ernte und der Fruchtbarkeit. So ist sie vor allem ein Symbol für die Landwirtschaft, den Getreideanbau und die Schutzpatronin der Frauen. Inari wird häufig in Form eines Fuchses repräsentiert, wobei der Fuchs auch als Gefährte oder Götter-Bote von Inari gesehen werden kann. Daher konnte man auf der gesamten Tempelanlage viele Fuchs-Statuen mit Schlüssel im Maul oder um den Hals entdecken. Der Schlüssel kann sowohl den Schlüssel zum Getreidespeicher darstellen, als auch als Symbol der Macht der Göttin interpretiert werden. Fushimi-Inari ist vor allem durch die vielen orangenen Toriis bekannt, welche von einzelnen Personen oder Familien gespendet wurden. Sie bilden teilweise lange Tunnel, welche zur Spitze des Berges führen, auf welchem der Hauptschrein steht. Auch dort die Torii in großer und kleiner Form überall verteilt. Diese kleine Pilgerwanderung durch orangene Torii-Tunnel war auf jeden Fall einen Besuch wert!

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    English version

    Today I visited the famous shrine "Fushimi Inari" in Kyoto. The components of the name indicate that this shrine of Shintoism is located in the Fushimi district and is dedicated to the Shinto god Inari. Inari is the god of rice, harvest and fertility. Thus, she is primarily a symbol of agriculture, harvest, and the patroness of women. Inari is often represented as a fox. However, the fox can also be interpreted as a companion or messenger of Inari. Therefore, many fox statues with keys in their mouths or around their necks can be spotted throughout the temple complex. The key symbolizes the key to the granary or the god’s power. Fushimi-Inari is best known for the many orange toriis donated by individuals or families. Some of them form long tunnels leading to the top of the mountain on which the main shrine can be found. On the main shrine, torii in large and small versions are seen everywhere. This little pilgrimage through orange torii tunnels was definitely worth a visit!
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  • Nara - Japanese garden and teahouses

    7. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ⛅ 22 °C

    Geschrieben von Maike

    An einem meiner freien Tage habe ich natürlich genau wie Isa auch einen Tagesausflug nach Nara gemacht. Nara hat neben den Rehen, die frei umherlaufen und mit den vor Ort gekauften Keksen gefüttert werden können, viel zu bieten. Am meisten war ich als Teezeremonie-Liebhaberin vom Isuien-Garden beeindruckt, einem japanischen Garten mit ganzen vier Teehäusern. Er wurde in der Meiji-Periode erbaut und umfasst zwei Teilgärten, die ursprünglich unabhängig voneinander gebaut wurden. Der reiche Kiyosumi Michikiyo hatte im 17. Jahrhundert für seine Familie zwei Wohnhäuser in diesen Gärten errichtet: Sanshu-tei und Tei-shu-Ken. Sanshu-tei heißt übersetzt "house of the three wonders", wobei dieser Name von einem Zen-Buddhisten gegeben wurde. Beide dieser Häuser wurden später als Teehäuser genutzt. Die Gärten wurden im Laufe der Zeit umdesignt, sodass sie den Regeln eines japanischen Teegartens entsprachen. Horitoku, ein Gartenarchitekt der Tee-Schule Urasenke, hat den Garten maßgeblich mitgestaltet. In dem äußeren Garten ist - heute immer noch zu sehen - das Gästehaus zu finden, in welchem die Gäste auf den Beginn der Teezeremonie warteten. Auf den Weg in den inneren Garten mit dem Teehaus als Herzstück mussten sich die Gäste über eine Bambus-Kelle (Hishaku) mit Wasser aus einem Quell-Brunnen reinigen. Danach werden Schmuck und Schuhe abgelegt, Tabi-Socken zum Gehen auf Tatamimatten angezogen, und der Teeraum über eine kleine Tür unter Bücken und Hineinrutschen Betreten. Der japanische Teegarten soll mit dem äußeren und inneren Garten den "Reinigungsprozess" symbolisieren, der mit einer Teezeremonie durchlaufen wird. Dabei wird unter anderem auch der Teegarten nach den Wabi-Sabi-Prinziprien erbaut. Wabi-Sabi bedeutet soviel wie Imperfektion, Asymmetrie oder Vergänglichkeit - oder einfacher gesagt: die Schönheit der Natur.

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    English version

    On one of my days off, just like Isa, I took a day trip to Nara. Nara has many sights to offer, additionally to the deer that run around freely and can be fed by specifiaclly for deers made biscuits. As a tea ceremony lover, I was most impressed by the Isuien Garden, a Japanese garden with all in all four tea houses. It was built in the Meiji period and comprises two seperate gardens that were originally built independently from each other. The wealthy Kiyosumi Michikiyo had built two residence houses in these gardens for his family in the 17th century: Sanshu-tei and Tei-shu-Ken. Sanshu-tei translates as "house of the three wonders", this name was given by a Zen Buddhist. Both of these houses were later used as tea houses. The gardens were redesigned over time according to the rules of a Japanese tea garden. Horitoku, a garden architect from the Urasenke tea school, was primarily contributing to the tea garden design. In the outer garden - still visible today - is the guest house where guests waited for the tea ceremony to begin. On the way to the inner garden with the tea house as its centrepiece, guests had to cleanse their hands and arms with a bamboo ladle (hishaku) using water from a spring well. Afterwards, jewellery and shoes are taken off, tabi socks are put on for walking on tatami mats, and the tea room is entered via a small door while bending and sliding in. The Japanese tea garden, with its outer and inner garden, is meant to symbolise the "purification process" that is undergone with a tea ceremony. The tea garden is built according to the wabi-sabi principles. Wabi-Sabi means imperfection, asymmetry or transience - or to put it more simply: the beauty of nature.
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  • The Miraculous Shinkansen

    7. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 24 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Heute möchte ich meine Faszination für die Hochgeschwindigkeitszüge Japans, die Shinkansen, teilen. Was macht die Züge so besonders? Gibt es das in Form der ICEs in Deutschland nicht auch?

    Für mich ist der Shinkansen ein Tor in alle Ecken Japans. Dabei bieten sie in meinen Augen zwei riesige Vorteile: Sie sind sehr sehr schnell und sie kommen sehr oft (teilweise im 5 Minuten Takt). Man ist bedeutend bequemer und schneller unterwegs als mit dem Auto. Durchschnittlich ist man mit dem Shinkansen dreimal schneller unterwegs als mit dem Auto oder Bus (die nehmen sich in ihrer Geschwindigkeit in Japan nichts). Die 450 km zwischen Tokio und Kyoto erscheinen wie ein Katzensprung, wenn man nur 2h im Shinkansen sitzt. Das entspricht etwa der Entfernung zwischen Dresden und Frankfurt am Main. Ich wünschte es gäbe vergleichbare, durchgehende Hochgeschwindigkeitszüge in Europa. Die Welt würde ein Stück weiter zusammenwachsen.

    Natürlich haben die Shinkansen auch ein paar Nachteile. Der größte Nachteil ist, dass sie echt teuer sind. Für besagte Strecke von Kyoto nach Tokyo bezahlt man etwa 14000 Yen oder etwa 90 Euro. Pro Strecke. Das können sich die meisten Japaner:innen nicht leisten und auch viele internationale Tourist:innen schrecken vor diesen Preisen zurück.

    Ein weiterer Nachteil ist die Vernachlässigung von Alternativen. Es gibt zwar Intercity Schnellzüge (so genannte Limited Express Züge), aber die bedienen häufig nur benachbarte Städte, da macht längere Intercity Reisen mit Limited Express eher umständlich und langsam. Stattdessen gewinnen leider auch in Japan Billigflüge an Popularität während Nachtzuglinien zusehends eingestellt werden. Die existierenden Nachtbusse können da nicht mithalten, wenngleich sie günstiger sind.

    Zuletzt noch ein #FirstWorldProblem. Wenn man Shinkansen fährt sieht man vergleichsweise wenig vom Land. Japan ist aufgrund seines bergigen Aufbaus mit Tausenden Tunneln ausgestattet, sodass man viel im Dunkeln fährt und wenn man dann mal draußen fährt ist Japan so dicht bebaut, dass man bei 300km/h nur sehr wenig von der Landschaft sieht. Aber Gelegentlich kann man trotzdem die Aussicht auf die Alpen oder den Ozean genießen.

    Zusammenfassend finde ich die Shinkansen eine großartige Sache, die unbedingt noch weiter ausgebaut und zugänglicher gemacht werden muss.

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    English version below

    Written by Isabelle

    Today, I'd like to share my fascination with Japan's high-speed trains, the Shinkansen. What makes these trains so special? Don‘t we have something similar in the form of ICE trains in Germany?

    For me, the Shinkansen are a gateway to every corner of Japan. In my eyes, they offer two significant advantages: incredible speed and frequent departures (sometimes every 5 minutes). You can travel much more comfortably and quickly than by car. On average, the Shinkansen is three times faster than traveling by car or bus (which don't differ in speed in Japan). The 450 kilometers between Tokyo and Kyoto seem like a hop, skip, and jump when you spend only 2 hours on the Shinkansen. That's roughly the distance between Dresden and Frankfurt am Main. I wish there were similar continuous high-speed trains in Europe; it would bring the world closer together.

    Of course, the Shinkansen has its downsides. The biggest drawback is that they are quite expensive. For the mentioned route from Kyoto to Tokyo, you pay around 14,000 yen or about 90 euros. Per one-way trip. Most Japanese people can't afford this, and many international tourists are put off by these prices.

    Another disadvantage is the neglect of alternatives. While there are Intercity Express trains (known as Limited Express trains), they often serve only neighboring cities, making longer Intercity travel with Limited Express rather inconvenient and slow. Unfortunately, in Japan, low-cost flights are gaining popularity, while overnight train lines are being discontinued. The highway busses are slow and can hardly keep, even though of course they are a lot cheaper.

    Finally, a #FirstWorldProblem: When riding the Shinkansen, you see relatively little of the countryside. Japan's mountainous terrain is equipped with thousands of tunnels, so you spend a lot of time in the dark. And when you do emerge, Japan is densely covered in buildings, so at 300 km/h, you see very little of the landscape. However, occasionally, you can still enjoy views of the Alps or the ocean.

    In summary, I find the Shinkansen to be a fantastic innovation that must be further expanded and made more accessible.
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  • Cute old alleys of Kyoto

    9. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌧 16 °C

    Geschrieben von Maike

    Bei meinem heutigen Morgenspaziergang habe ich einige schöne Fotos von den niedlichen Gassen Kyotos gemacht - diese möchte ich gern mit euch teilen 😊

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    English version

    On my morning walk today, I took some beautiful photos of Kyoto's cute alleys - I would like to share them with you 😊
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  • Kyoto on a rainy morning

    9. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌧 16 °C

    Geschrieben von Maike

    Heute bin ich gegen 6.00 Uhr aufgestanden, um einen empfohlenen Morgenspaziergang entlang einiger Tempel zu machen, welche um diese Zeit schon geöffnet sind und wegen der Frühe trotzdem noch keine Touristenmassen anziehen. Ich würde sagen, dass es einer meiner eindrucksvollsten Spaziergänge in Kyoto war. Die Morgenstille, der (im Frühherbst seltene) Regen und der Nebel in den umgebenden Bergen verzauberten den Tempel-Spaziergang in den alten Gassen Kyotos in ein unvergessliches Erlebnis. Vom Kiyomizu-Dera-Tempel hatte ich eine wunderschöne Aussicht auf die nebelverhangene Stadt. Dann ging es über die am Tag belebten Touristengassen in Sannenzaka und Ninenzaka zum nächsten buddhistischen Tempel, dem Pagodentempel Hokan-Ji. Die Fassaden der Häuser waren teilweise mit Bambus-Rolladen zugehangen, da alle Läden und Cafes noch geschlossen hatten. Zu meiner Belustigung stand eine kleine Menschenschlange in der ansonsten wenig belebten Gasse vor einem mit Holz verkleideten Haus, das wie alle anderen japanischen Häuser dieser Gasse eher unscheinbar wirkte. Als ich näher kam, sah ich, dass es ein Starbucks war und in 3 Minuten - als erstes aller Cafes dieser Straße - öffnete. Zum Schluss bewunderte ich im Ryozen-Kannon-Tempel die 24 m hohe Buddha-Statue, die mit ihrem friedvollen Blick an die gefallenen japanischen Soldaten des 2. Weltkrieges gedenken soll. Ich war sehr gefesselt, einer buddhistischen Morgenzeremonie im Tempel folgen zu können. Die Mönche versammelten sich in der Haupthalle und erzeugten durch ihr Sutra-Singen, Trommeln und Klangschalen eine mystische Atmosphäre. Über den Kodaji-Tempel und den Otani-Sobyo-Tempel ging ich zurück zum Gion-Viertel, welches sich um 10.00 Uhr nun langsam mit Touristen füllte. Ich hatte noch genügend Zeit, um am friedvollen Kamo-Fluss zurück zum Hostel zu laufen, wo meine Putzschicht um 11.00 Uhr startete.

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    English version

    Today, I got up around 6.00 am to take a recommended morning walk along some temples which are already open at this time of the day and still don't attract crowds of tourists yet. I would say it was one of the most beautiful walks in Kyoto. The morning silence, the rain (rare in early autumn) and the mist in the surrounding mountains made the temple walk in the old alleys of Kyoto an unforgettable experience. From the Kiyomizu Dera temple, I had a beautiful view on the fog-shrouded city. Then I walked through the empty tourist alleys in Sannenzaka and Ninenzaka to the next Buddhist temple, the pagoda temple Hokan-Ji. The facades of the houses were partially covered with bamboo shutters as all the shops and cafes were still closed. To my amusement, there was a small queue of people in the otherwise not very busy alley in front of a house clad in wood which, like all the other Japanese houses in this alley, looked rather unconspicuous. As I got closer, I saw that it was a Starbucks opening in 3 minutes - the first cafe of all the cafes in this street opening. Finally, I admired the 24 m high Buddha statue in the Ryozen Kannon temple, which is supposed to commemorate the fallen Japanese soldiers of World War 2 with its peaceful gazing look. I was very captivated to follow a Buddhist morning ceremony in the temple underneath that Buddha. The monks gathered in the main hall and created a mystical atmosphere by their sutra chanting, drumming and singing bowls. I walked back to Gion district via the Kodaji temple and the Otani Sobyo temple. Gion district was now slowly filling up with tourists at 10:00 am. I still had enough time to walk along the peaceful Kamo River back to the hostel where my cleaning shift started at 11.00 am.
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  • In case of Emergency

    9. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 24 °C

    Geschrieben von Isabelle
    Kürzlich hatte ich die Möglichkeit, an einem Krisensicherheitstraining in Fukuoka teilzunehmen. Das Disaster Prevention Center dort bietet Einführungen in verschiedene Krisensituationen an und vermittelt einem grundlegendes Wissen für den Ernstfall. Das Center wird vor allem von Schulen und Familien mit jungen Kindern besucht, die dort kostenfrei verschiedene Notfälle üben können. Im Rahmen meiner Führung haben wir drei Notfälle kennengelernt: Entkommen aus einem brennenden Gebäude, Feuerlöschen und Verhalten bei Erdbeben.

    Zuerst haben wurden wir angewiesen, im Falle eines Feuers Gebäude sofort zu verlassen. Dazu bedeckt man Mund und Nase mit einem Stück Stoff (T-shirt, Schal, Stofftaschentuch) und macht sich so klein es geht, gut eignet sich Entengang oder Krabbeln auf allen Vieren. Dann orientiert man sich an Ausgangsschildern und folgt ihnen aus dem Gebäude. Sollte der Strom im Gebäude ausfallen, sorgt eine Notfallversorgung innerhalb weniger Sekunden für eine Notfallbeleuchtung. Es bietet sich an, sich immer an einer Wand entlang zu tasten, damit man die Orientierung nicht verliert. So krabbelten wir also im Dunkeln durch ein mit falschem Rauch gefülltes Labyrinth und entkamen schließlich.

    Anschließend übten wir den Fall ein kleines, kontrollierbares Feuer zu löschen. Dazu wurde uns gezeigt, wie man einen Feuerlöscher bedient (Sicherheitsriegel lösen, Schlauch aus der Halterung nehmen und auf das Ziel richten und Hebel zum Löschen runterdrücken). Das haben wir anschließend mit echten Feuerlöschern geübt und ein virtuelles Feuer auf einem interaktiven Bildschirm, der auf Wasser reagiert, gelöscht.

    Zuletzt haben wir geübt, was im Falle eines Erdbebens zu tun ist. In der Regel wird empfohlen, sich bei Erdbeben, in eine stabile, bodennahe Position zu bringen (z.B. auf alle Vier gehen) und unter einem Tisch Schutz zu suchen. Wenn man keinen Tisch oder ähnliches in der Nähe hat, sollte man vor allem seinen Kopf schützen. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Rucksack, den man über den Kopf hält. Obwohl ich schon einige Erdbeben erlebt habe, hat mich diese Demonstration doch überrascht, da wir im Simulator den stärkstmöglichen Fall erleben konnten. Das hatte eher was von Rummel als den leichten Erdbeben, die ich zuvor erlebt hatte. Insgesamt fand ich es eine sehr spannende Erfahrung, da machen doch immer nochmal stärker im Gedächtnis bleibt, als über Notfallstrategien zu lesen. Ich wünschte solche praktischen Schulungen wären in Deutschland verbreiteter.

    Vom Training selbst habe ich leider keine Bilder, aber dafür gibt es ein paar Bilder vom größten Bronze-Buddha der Welt und einem schönen Tempel in Fukuoka.
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    English version

    Written by Isabelle

    Recently, I had the opportunity to participate in a crisis preparedness training in Fukuoka. The Disaster Prevention Center there offers introductions to various crisis situations and imparts fundamental knowledge for emergencies. The center is primarily frequented by schools and families with young children who can practice various emergencies there free of charge. During my tour, we encountered three emergencies: escaping from a burning building, fire extinguishing, and earthquake response.

    First, we were instructed to immediately evacuate a building in case of a fire. To do this, you cover your mouth and nose with a piece of cloth (t-shirt, scarf, handkerchief) and make yourself as small as possible, using techniques like duck-walking or crawling on all fours. Then, you orient yourself using exit signs and follow them out of the building. In case of a power outage in the building, emergency lighting is provided within seconds. It's advisable to always feel along a wall to maintain your orientation. So, in the darkness, we crawled through a maze filled with fake smoke and eventually escaped.

    Next, we practiced extinguishing a small, controllable fire. We were shown how to operate a fire extinguisher (release the safety latch, take the hose out of its holder, aim it at the target, and press the lever to extinguish the fire). We then practiced this with real fire extinguishers and extinguished a virtual fire on an interactive screen that reacts to water.

    Lastly, we practiced what to do in the event of an earthquake. Typically, it is recommended to assume a stable, low-to-the-ground position (such as crawling on all fours) and seek shelter under a table. If you don't have a table or something similar nearby, protecting your head is crucial. For example, you can use a backpack to shield your head. Despite having experienced several earthquakes before, this demonstration surprised me because in the simulator, we could experience the most intense scenario. It felt more like an amusement park ride than the mild earthquakes I had previously encountered. Overall, I found it to be a very memorable experience, as hands-on learning tends to stick in your memory more than reading about emergency strategies. I wish practical training like this was more widespread in Germany.

    Unfortunately, I don't have any pictures from the training itself, but I do have some pictures of the world's largest bronze Buddha and a beautiful temple in Fukuoka.
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  • Traditional Japanese Perfoming Arts

    11. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 24 °C

    Geschrieben von Isabelle
    Japan hat eine lange Tradition verschiedener Unterhaltungsformen. In Kyoto kamen Maike und ich in den Genuss, einen sehr knappen Abriss verschiedener Unterhaltungsformen zu bekommen. So durften wir einen Ausschnitt aus einer Teezeremonie verfolgen, einem Musikstück auf einer Koto (Wölbbrettzither) lauschen, einen abstrakten Tanz ansehen, Blumengesteckkunst verfolgen, einen weiteren Tanz zweier Geishas ansehen, eine Stockkomödie und ein Marionettentheater ohne Fäden erleben.

    Die gesamte Vorstellung war von sehr kontrollierten Bewegungen, Gesten und Mimiken geprägt. Das wirkte auf Maike und mich sehr befremdlich und hat uns emotional irgendwie gar nicht abgeholt. Alles (außer der Stockkomödie) passierte sehr sehr langsam. Das empfanden wir beide als ermüdend. Die Stockkomödie, bei der die Arme mithilfe eines Stockes in eine horizontale, unveränderliche Position gebracht werden, war etwas dynamischer, aber den Humor haben wir nicht als lustig empfunden. So versuchte der an den Stock gebundene Darsteller, aus einer Schüssel zu trinken, was natürlich mit ausgestreckten Armen nicht funktioniert. Am beeindruckendsten fand ich das Kotospiel und das fadenlose Marionettentheater, bei dem drei in schwarz gekleidete Personen eine Marionette so akkurat bewegten, dass sie zum Leben zu erwachen schien. Dabei wurde sogar der Atem der Marionette sowie verschiedene Gangarten dargestellt. Zuweilen vergaß ich, dass die Marionette fremdgesteuert war. Die Koordination fand ich faszinierend. Insgesamt würde ich mir so eine Vorstellung in näherer Zukunft nicht nochmal ansehen, trotzdem war es eine interessante Erfahrung.

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    English version

    Written by Isabelle

    Japan has a long tradition of various forms of entertainment. In Kyoto, Maike and I had the opportunity to get a brief glimpse of different entertainment forms. We were able to witness a segment of a tea ceremony, listen to a musical performance on a Koto (a traditional Japanese stringed instrument), watch an abstract dance, observe the art of flower arrangement, witness a dance performance by two Geishas, experience a stick comedy act, and see a puppet show without strings.

    The entire performance was characterized by very controlled movements, gestures, and facial expressions. This seemed quite foreign to Maike and me and didn't connect with us emotionally. Everything (except for the stick comedy) happened very, very slowly, which we both found somewhat tiring. The stick comedy, where the performer used a stick to keep their arms in a horizontal, unchanging position, was a bit more dynamic, but we didn't find the humor in it. The most impressive parts for me were the Koto performance and the stringless puppet show, where three individuals dressed in black controlled a puppet so precisely that it seemed to come to life. They even portrayed the puppet's breath and various walking styles. At times, I forgot that the puppet was being controlled externally. The coordination was truly fascinating. Overall, I wouldn't go to a similar performance in the near future, but it was still an interesting experience.
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  • Reunion in Singapore Part 2

    12. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌙 20 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Nach knapp zwei Monaten in Japan haben wir es endlich geschafft, uns wieder zu treffen; an einem Ort, der mich sehr stark and den Anfang unserer Reise erinnerte: Kobes sogenanntes „Harborland“ wirkte mit seiner futuristischen und way-over-the-top extravaganten Architektur, glänzenden Sauberkeit, bunten Lichtern und dem malerischen Hafen wie eine kleinere Version der Marina in Singapur. Maike hat sich vor allem am entspannten Pier und dem Wasser erfreut, während ich in Erinnerungen an Singapur schwelgte, die mittlerweile 2,5 Monate zurückliegen. Fühlt sich gleichzeitig an wie eine Ewigkeit und wie gestern. Ein einzigartiger Ort, der sehr anders ist als der Rest von Japan.

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    English version

    Written by Isabelle

    After nearly two months in Japan, we finally managed to meet again at a place that strongly reminded me of the beginning of our journey: Kobe's so-called "Harborland" felt like a smaller version of the Marina in Singapore with its futuristic and way-over-the-top extravagant architecture, sparkling cleanliness, colorful lights, and the picturesque harbor. Maike particularly enjoyed the relaxed pier and the water, while I reminisced about Singapore, which was now 2.5 months in the past. It feels like both an eternity and just yesterday. A unique place that is very different from the rest of Japan.
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  • Hiking Mt. Rokko (931 m) near Kobe

    12. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☀️ 20 °C

    Geschrieben von Maike

    Gestern haben Isa und ich eine Wanderung zum Mount Rokko in der nähe von Kobe gemacht. Wir sind ganze 12,4 Kilometer gewandert, wobei es 900 Höhenmeter hoch und 570 Höhenmeter hinunter ging. Wir wollten die Wanderung gleich am Morgen machen, um nachmittags und abends noch etwas Zeit in Kobe zu haben. Daher sind wir in Kyoto auch schon um 6.30 Uhr mit dem Zug losgefahren. Nach dem stetigen Anstieg zu Beginn konnten wir wunderschöne Aussichten auf das Meer östlich von Kobe und auf Osaka genießen. Zum Glück spendeten uns die Bäume viel Schatten, sodass es während des Laufens nicht allzu heiß wurde. Die Aussicht von Mount Rokko (931m) selbst war nicht allzu spektakulär im Vergleich zu der während des Auftsiegs. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis, das Wiedersehen mit Isa mit einer solchen "naturnahen" Aktivität zu feiern, bevor es in das belebte und moderne Stadtzentrum von Kobe ging.

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    English version

    Yesterday, Isa and I went on a hike to Mount Rokko near Kobe. We hiked 12.4 kilometres with 900 hightmetres up and 570 hightmetres down. We wanted to start with the hike in the morning to have enoguh time in Kobe in the afternoon and evening. Therefore, we left Kyoto by train at 6.30 am. After the steady uphill hike at the beginning, we enjoyed beautiful views on the sea east of Kobe and on Osaka. Fortunately, the trees gave us enough shadow so we didn't suffer from the warm sun too much during the hike. The view from Mount Rokko (931m) itself was not too spectacular compared to the one during the ascent. Nevertheless, it was a nice experience to celebrate the reunion with Isa with such a "close to nature" activity before heading to the busy and modern city centre of Kobe.
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  • Kyoto - Philosopher's path

    13. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ☁️ 23 °C

    Geschrieben von Maike

    Heute morgen habe ich mal wieder einen frühen Morgenspaziergang gemacht - diesmal entlang des "Philosophenwegs" (哲学の道, Tetsugaku no michi) zwischen dem Nanzen-Ji-Tempel und dem Ginkaku-Ji-Tempel (Silberner Pavillion). Dieser Philosophenweg ist nach dem japanischen Philosophen Nishida Kitarō (1870 - 1945) benannt, der den Beginn der modernen japanischen Philosophie prägte. Er spazierte auf diesem Weg entlang eines Flusses und zwischen Kirschbäumen regelmäßig, um zu meditieren. Tatsächlich hatte auch ich den Eindruck, als wäre dieser Pfad mit seiner friedvollen Atmosphäre ein geeigneter Ort zum Meditieren. Leider hatte ich nicht so viel Zeit, mir den buddhistischen Ginkaku-Ji-Tempel anzuschauen, aber ich war sehr beeindruckt von dessen Zen-Garten aus Sand. Der silberne Pavillion selbst wirkte im Gegensatz zu seinem Vorbild Kinkaku-Ji (Goldener Pavillion) eher unscheinbar. In Kombination mit dem kleinen Teich vor dem Ginkaku-Ji und dem umgebenden Mosswald strahlte dieser Tempel jedoch eine einzigartige, fast geheimnisvolle Atmosphäre aus.

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    English version

    This morning I walked along the "Philosopher's Path" (哲学の道, Tetsugaku no michi) between the Nanzen Ji Temple and the Ginkaku Ji Temple (Silver Pavilion). This philosopher's path is named after the Japanese philosopher Nishida Kitarō (1870 - 1945) who shaped the beginning of modern Japanese philosophy. He regularly walked along this path along a river and between cherry trees to meditate. In fact, I had the impression that this path with its peaceful atmosphere was a suitable place to meditate, too. Unfortunately, I didn't have that much time to look at the Buddhist Ginkaku-ji temple but I was very impressed by its Zen garden made of sand and the patterns in it. The silver pavilion itself seemed rather unspectecular in contrast to its befriended model Kinkaku-Ji (Golden Pavilion). However, in combination with the small pond in front of the ginkaku-ji and the surrounding moss-layered forest, this temple radiated a unique, almost mysterious atmosphere.
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  • Autumn is Coming

    15. lokakuuta 2023, Japani ⋅ 🌧 14 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Ich bin momentan im Nordosten Japans unterwegs und während einige von euch sicher schonmal von den japanischen Kirschblüten im Frühling gehört haben, wusstet ihr vielleicht nicht, dass der Herbst in Japan mindestens genauso schön ist. Die Blätter an den Bäumen verfärben sich in vielen Schattierungen von gelb, gold und rot. Der Herbst in Deutschland ist eben aufgrund der bunten Blätter sowieso meine Lieblingsjahreszeit, da hat es mich umso mehr gefreut, dass man in Japan die bunten Blätter genauso schätzt.

    Die letzten zwei Tage war ich in Sendai, einer Großstadt nördlich von Tokio. Sendai selbst fand ich nicht besonders interessant, es ist eine typische Großstadt mit mehr Straßen und Autos als Tokio und nur wenigen kulturell oder historisch wichtigen Orten. Da lohnt es sich, die Stadt zu verlassen und eine Kleinstadt namens Akiu in der Nähe zu besuchen. Dort gibt es natürliche Onsen (heiße Quellen), einen sehr bekannten Wasserfall, verschiedene Wanderwege, niedliche Märkte und eine Nachbarschaft, die bekannt für ihre Handwerkskunst ist.

    Ich habe dort einen Spaziergang zum Wasserfall gemacht und mich von der goldenen Sonnenstrahlen und bunten Blättern verzaubern lassen. Am nächsten Tag wollte ich gern die Handwerkskunst kennenlernen und habe die Nachbarschaft besucht, in der viele Handwerkskünstler ihre Läden haben. Dort habe ich einen Laden gefunden, in dem man seine eigenen Essstäbchen zurecht sägen und lackieren kann. Das hat mir viel Spaß gemacht und den Besuch besonders lohnenswert gemacht. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht. Die Bilder folgen hoffentlich, wenn mir das Endprodukt in ein paar Tagen per Post nachgeschickt wird, wenn die Stäbchen getrocknet sind.

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    English version

    Written by Isabelle

    I'm currently traveling in the northeastern part of Japan, and while some of you may have heard of the Japanese cherry blossoms in the spring, you might not know that autumn in Japan is equally beautiful. The leaves on the trees change into various shades of yellow, gold, and red. Autumn in Germany is my favorite season because of the colorful leaves, so I was thrilled to see the appreciation for the vibrant autumn colors in Japan as well.

    For the past two days, I've been in Sendai, a major city north of Tokyo. I didn't find Sendai itself particularly interesting; it's a typical large city with more streets and cars than Tokyo, and it lacks culturally or historically significant sites. Therefore, it's worth leaving the city and visiting a small town called Akiu nearby. There, you can find natural hot springs (onsen), a well-known waterfall, various hiking trails, charming markets, and a neighborhood famous for its craftsmanship.

    I took a walk to the waterfall and was enchanted by the golden sunlight and colorful leaves. The next day, I wanted to explore the craftsmanship and visited the neighborhood where many artisans have their shops. I found a store where you can saw and lacquer your own chopsticks. It was a lot of fun and made the visit particularly worthwhile. Unfortunately, I didn't take any pictures of that. Hopefully, I'll share some photos once the final product is sent to me in a few days after the chopsticks have dried.
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  • Isabelle and the Chocolate Factory

    16. lokakuuta 2023, Japani ⋅ ⛅ 13 °C

    Geschrieben von Isabelle

    Derzeit bin ich ein paar Tage im Norden Japans, genauer gesagt in der Stadt Sapporo in Hokkaido. Dort gibt es einen sehr bekannten Süßwarenhersteller namens Shiroi Koibito. Bekannt ist der Hersteller für seine Kekse mit weißer Schokolade und einen riesigen Skandal im Jahr 2007 bei dem ans Licht kam, dass der Hersteller unverkaufte Kekspackungen aus Läden einsammelte, um sie mit späterem Haltbarkeitsdatum neu einzupacken und zu verkaufen. Diese wichtige Information erklärt, warum ich während meines Aufenthalts in der Schokoladenfabrik der Herstellers mehrfach auf die Haltbarkeitsdaten auf den Keksen, die mir an verschiedenen Stationen geschenkt wurden hingewiesen wurde. Ganz im Sinne von "Wir wollen auch 16 Jahre später sicherstellen, dass uns unsere Kunden wieder vertrauen." Ich schweife ab...

    Die Schokoladenfabrik ist ein kleiner Freizeitpark, der sich architektonisch an alten britischen Wohnhäusern orientiert und voller niedlicher kleiner Häuser, Hütten, Gärten, Gewächshäuser und Mini-Attraktionen ist. Typisch japanisch ist auch hier alles eher eng und etwas überfüllt, aber dadurch gleichzeitig super gut zu erlaufen. Die zentrale Attraktion ist Chocotopia, eine Schokoladenfabrik mit Museum, Küche und Markt. Wenn man einmal Schokoladenherstellung von nahem gesehen hat (wie ich z.B. bei einem Besuch bei Zotter in Graz letztes Jahr), lernt man beim zweiten Mal nicht mehr so viel, aber es war trotzdem nahezu hypnothisierend zu beobachten, wie Keks für Keks und Baumkuchen für Baumkuchen vom Band rollten. Auch niedlich war ein kleines Diorama, was den Prozess vereinfacht mit niedlichen Figuren darstellte.

    Mein Highlight war jedoch eindeutig die Küche, in der man seine eigenen Kekse gestalten durfte. Das war mit vorbereiter Schokolade und Keksen deutlich einfacher als meine Versuche, ähnliches zu Hause zu produzieren. Der Keks hat nach Fertigstellung nicht lange gelebt, ich hatte Hunger. Er war okay, aber nicht spektakulär. Trotzdem war es eine Erfahrung, die mich nostalgisch werden ließ, da das gesamte Gelände (absichtlich) sehr stark an die Schokoladenfabrik aus dem Film Charlie und die Schokoladenfabrik angelehnt ist.

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    English version

    Written by Isabelle

    I'm currently spending a few days in northern Japan, specifically in the city of Sapporo in Hokkaido. There, you can find a well-known confectionery manufacturer called Shiroi Koibito. This manufacturer is famous for its white chocolate cookies and had a huge scandal in 2007 when it was revealed that they were collecting unsold cookie packages from stores, repackaging them with later expiration dates, and reselling them. This important piece of information explains why, during my visit to the chocolate factory, I was repeatedly reminded of the expiration dates on the cookies I received at various stations. It's all in line with their commitment to rebuilding trust with their customers even 16 years later. But I digress...

    The chocolate factory is a small amusement park designed architecturally to resemble old British houses. It's filled with charming little houses, cottages, gardens, greenhouses, and mini-attractions. Typically Japanese, everything is quite compact and somewhat crowded, making it easy to explore. The central attraction is Chocotopia, a chocolate factory with a museum, kitchen, and market. Having seen chocolate production up close before (on my visit to Zotter in Graz last year), I didn't learn as much this time, but it was still almost hypnotic to watch cookie after cookie and Baumkuchen cake roll off the conveyor belt. There was also a small diorama explaining the process with adorable figurines.

    However, my highlight was undoubtedly the kitchen, where you could create your own cookies. With prepared chocolate and cookies, it was much easier than my attempts to make something similar at home. The cookie didn't last long after completion – I was hungry. It was alright but not spectacular. Nevertheless, it was an experience that made me nostalgic since the entire premises intentionally resemble the chocolate factory from the movie "Charlie and the Chocolate Factory."
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