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Grand Tour in den Norden

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  • Son görülme yeri
    🇫🇮 Porvoo, Finnland

    Päijenne-See

    17 Mayıs, Finlandiya ⋅ ☁️ 15 °C

    Ich bin jetzt bei Padasjoki am riesigen Päijenne-See gelandet. Mehr oder minder aus Zufall, weil mir mein Gefühl sagte, dass ich einmal dem Wegweiser zum Naturschutzgebiet folgen soll. Er ist mit über 100 Kilometern Länge der längste See Finnlands
    Der Platz, auf dem ich gerade bin, ist zwar nicht so einsam, wie man es sich vorstellt, er bietet aber viele Annehmlichkeiten: Toiletten und fließendes Wasser und, dank meiner Nachbarn, Jari und Sari, mit denen ich einen schönen Abend bei gutem finnischen Bier und sehr schönen Gesprächen verbringen konnte, auch eine Waschmaschine und Dusche. Ihr Boot ist gerade kaputt. Daher leben sie gerade im Wohnwagen neben mir.

    Jari hat mir gestern noch einige Tipps gegeben, was ich mir in Finnland noch anschauen soll. Das würde aber nicht in die drei Wochen passen. Da muss ich etwas abspecken. Wir sprachen auch über Politik und Jari korrigierte meinen positiven Blick auf die finnische Politik deutlich. Im Grunde hat Finnland ganz ähnliche Probleme wie wir. Der große Unterschied ist aber wahrscheinlich der, dass es wesentlich weniger Menschen betrifft, die auf einer Fläche leben, die etwa der unseren entspricht.

    Einen gewissen Überblick über die Landschaft gewann ich dadurch, dass ich heldenhaft den hiesigen Aussichtsturm bestiegt. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich im Wald seltsame Körbe, die angeblich die Ziele von Frisbeegolf sein sollen. Wie das mitten im Wald gehen soll, verstehe ich nicht
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  • Reisetag: Porvoo und Lahti

    16 Mayıs, Finlandiya ⋅ 🌧 10 °C

    Auf dem Weg aus Helsinki in de Norden war ich noch in Porvoo, wo ich eine Schar junger Menschen im Dom dabei störte, die Choreografie der anschließenden Hochzeit zu üben, und in Lahti.

    Dort sah ich mir das Wintersportzentrum an, wo natürlich erstmal die Schanzen beeindrucken. Gleich daneben sind die Loipen, bei denen sich die Verantwortlichen darum bemühen, möglichst viele extrem steile Anstiege und Abfahrten zu integrierten.Okumaya devam et

  • Helsinki - Kultur und Natur

    15 Mayıs, Finlandiya ⋅ ☁️ 10 °C

    Weil gestern, an Christi Himmelfahrt, erstaunlicherweise die beiden wichtigste Kirchen verkürzte Öffnungszeiten und immer dann offen hatten, als ich sie innen besichtigen wollte, holte ich das jetzt nach.
    Der Dom ist zwar, so symmetrisch er auch im Raum konzipiert ist, außen ein Traum, innen ist er aber eine Ernüchterung in Weiß.
    Die Uspenski-Kathedrale, angeblich das größte orthodoxe Gotteshaus in Westeuropa (auch eine Frage der Definition), ist natürlich eine Genuss in Farbe und Gold und an sich ein Gipfel der Sinnlichkeit. Allerdings verlottern da anscheinend auch die Sitten: Es könnten deutlich mehr Kerzen sein und auch ein paar echte, Weihrauch riecht man gar keinen und man sagt den Damen auch nicht, dass sie ihren Kopf bedecken sollen.

    Ich stellte jetzt das Auto etwas weiter draußen ab, wo es zumindest 24-Stunden-Parkplätze gibt und radelte über mehrere Inseln Richtung Zentrum. Es war ein schöner Weg durch viele Parkanlagen. Meine Vermutung war, dass sich dort die Reichen und Schönen tummeln. Das bestätigte sich zum Teil: Zwar gibt es hier natürlich überdurchschnittlich viele Villen und Bungalows mit Badesteg, entsprechende Booten und kleinem Park, aber je näher ich dem Zentrum kam, desto mehr Mehrfamilienhäuser standen auch an der Küstenlinie.

    Inzwischen bin ich auch beim skandinavischen Preisniveau angekommen: eine Lachssuppe plus ein alkoholfreies Bier 22 Euro. Das Bier für 10 Euro. Außerdem war die Bedienung ausgesprochen unhöflich.

    Der Kulturflow hat mich noch in den Ausstellungshotspot Amos Rex getrieben, wo ich durch zwei Ausstellungen gegangen bin: In der einen wurden gesammelte Werke des finnischen Sammlers Sigurd Frosterus gezeigt; weniger aufregend. In der anderen stellen junge Künstler (bis 25 Jahre) aus ganz Finnland aus. Das findet alle drei Jahre statt. Einiges fand ich ganz nett. Zu vielen Sachen, besonders Videokunst, fand ich keinen Zugang.
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  • Helsinki - etwas genauer betrachtet

    14 Mayıs, Finlandiya ⋅ ⛅ 10 °C

    Wahrscheinlich gelten die Finnen gar nicht als die glücklichsten Menschen Europas, sondern als die zufriedensten. Denn das kann ich mir gut vorstellen, wenn ich über Helsinki nachdenke.
    Die Stadt wirkt sehr menschenfreundlich und gesund. Ich habe Eindruck, dass man Politiker wählt, die das Wohl der Bürger im Blick haben, daher gibt es einen gut durchgetakteten und sehr differenzierten ÖPNV mit Bussen, Straßenbahn, einer U-Bahnlinie und Fähren. Das Fahrradnetz ist eng. Man sieht viele Kitas und Kinderspielplätze sowie immer wieder öffentliche Bibliotheken. Ein Großteil der Fläche im alten Hafen wurde mit Sozial- sowie Studenten- und Seniorenwohnungen bebaut. Und der Zugang zu Meer ist eigentlich immer frei.
    Bezüglich des Straßenverkehrs ist das Konzept, dem Bürger zu dienen und zu schützen, teilweise gescheitert: Es gibt in der Innenstadt an fast jeder Kreuzung eine Ampel (Schutzfunktion), es gibt aber nicht genügend Autos, die halten. Das führt dazu, dass Fußgänger und Radfahrer auf den angebotenen Schutz verzichten und hemmungslos bei Rot die Straßen überqueren.
    Was auch auffällt, ist, dass es kaum dicke Finnen gibt, dafür umso mehr joggende. Und gesaunt wird an allen möglichen und unmöglichen Stellen, selbst im Randbereich des Marktplatzes.
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  • Helsinki - ein erster Eindruck

    14 Mayıs, Finlandiya ⋅ ☁️ 7 °C

    Dafür, dass Helsinki und ich Freunde werden, standen die Zeichen eher schlecht. Gestern noch scheiterte ich im Dauerregen kläglich daran, mir einen günstigen Parkplatz für drei Tage zu besorgen. Ich hatte bis zum Schluss die Wahl zwischen Gebühren, die in die Nähe der Hotelkosten kamen, oder einer Begrenzung auf einen Tag. Ich entschied mich für einen Kompromiss. Dann begleitete meine Nacht bis zwei Uhr heiteres Partylärmen. Und in der Früh war ich einfach grantig, weil ich zu früh aufgewacht war.
    Aber bald war alles schon etwas besser: Ich saß in einem mondänen Café bei meinem obligatorischen Cappuccino mit Muffin und dachte über meine ersten Eindrücke nach.
    Was Helsinki von den anderen Großstädte meiner Reise unterscheidet, ist, dass es keine Altstadt mehr gibt. Dafür gibt es viel aus der Zeit, in der Finnland zum Zarenreiches kam (vorher waren sie ein Teil von Schweden). Der Reichtum der Industrialisierung und das Nationalbewusstsein, das sich ausrechnet unter der russischen Herrschaft entwickelte, ist allgegenwärtig. So erinnert Helsinki deutlich mehr an St. Petersburg als an Danzig. In Tallinn war das noch anders.
    Was es gar nicht mehr gibt, ist die ostentative Solidarisierung mit der Ukraine. War es in Estland schon weniger als in Litauen und Lettland, so gibt es jetzt gar kein Gelb-Blau im öffentlichen Raum, außer in einem schwedischen Kontext. Dieser ist sowieso allgegenwärtig, weil viele Texte nicht nur finnisch, sondern auch schwedisch sind, weil Schwedisch die zweite Amtssprache ist.
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  • Das neue Tallinn

    12 Mayıs, Estonya ⋅ ☁️ 15 °C

    Wirtschaftlich steht Tallinn inzwischen Riga in nichts mehr nach. Der große Vorsprung Rigas aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts schmolz in der Sowjetzeit dahin, als die neuen Machthaber in Riga auf eher konservative Schwerindustrie setzten, während in Tallinn eher Elektronik-, Schiffsbau und Chemieindustrie angesiedelt wurde, die mehr Zukunftspotential hatten. Endgültig zog Tallinn an Riga Anfang des 21. Jahrhunderts vorbei, als man konsequent auf Digitalisierung und E-Commerce setze. Das bekannteste in Tallinn gegründete Unternehmen dürfte in diesem Zusammenhang bolt sein, das seinen Unternehmenfokus inzwischen weit über die Fahrdienstvermittung und Europa ausgedehnt hat.
    Was sieht man? Viele junge Familien, viele Studenten und - wie überall - nörgelnde Pubertiere. Vieles ist nebeneinander möglich, aber besonders in der Stadtplanung.
    P.S.: Habe gerade das erst Mal Ramen gegessen... Die Zukunft der Nudelsuppe!
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  • Das alte Tallinn

    11 Mayıs, Estonya ⋅ ☁️ 18 °C

    Gestern Abend hätte ich noch behauptet, dass bei der Tallinner Altstadt mein Neugiermotor nicht anspringen werde. Die Altstadt sei so, dass sich ein pensionierte Geschichtslehrer denken könne: Ach, das ist ja hübsch hier; das wirkt ja wie eine nette deutsche Hansestadt. Das wäre doch ein hübscher Altersruhesitz (wenn es nicht so weit weg wäre).
    Tallinn sei eben eine dieser alten Städte, bei der auch wegen ihrer geografischen Lage und einem erst sehr späten Eisenbahnanschluss die Industrialierung erst verzögert einsetzte. Das habe natürlich auch viel Altes erhalten und mache die Stadt als UNESCO-Kulturerbe jetzt zum einen Ziel vieler Kreuzfahrtsschiffe.
    So oder so ähnlich hätte ich es formiert. Aber ich bin bereit, Abbitte zu leisten und behaupte, dass Tallinns Altstadt - vielleicht neben Krakau - das stadt- und kunsthistorisch Interessanteste ist, was ich bisher in Europa gesehen habe. Hier steht so viel Altes nebeneinander, greift ineinander. Hinter jeder Ecke ist eine neue Überraschung. An sich ploppt eine Frage nach der anderen auf und eine Kirche nach der anderen. Da kann Tallinn lässig mit Vilnius mithalten. Und das will was heißen! Irgendwann hörte ich auf zu fotografieren. Es wäre einfach zu viel geworden.
    Jetzt bin ich bei Schloss Katharinenthal, bei einem der Sehenswürdigkeiten, die einem leid tun würden. Wären sie Personen, dann wären sie Mauerblümchen.
    Ich versuche mal die Geschichte des Schlosses etwas zusammenzufassen: Am Anfang stand ein Geschenk des Zaren Peters des Großen an eine zweite Frau Katharina. Peters Truppen hatten ein paar Jahre zuvor Tallinn, damals noch Rewal, nach einer grausamen Belagerung erobert und noch vor dem Ende des Nordischen Krieges den Schweden abgenommen. Peter schenkte also Katharina ein großes Grundstück am Stadtrand der entvölkerten und erniedrigten Stadt, ließ von einem italienischen Starbaumeister dort ein Schloss planen und den Bau beginnen. Die Baustelle besuchte das Paar noch ein paarmal. Als das Schloss fast fertig war und Peter starb, war Katharina das Projekt egal und es dümpelte vor sich hin. Und es dümpelt nach unterschiedlichsten Nutzungen bis heute, obwohl immerhin einer der Zaren es Anfang des 19. Jahrhunderts es zu Ende bauen ließ. Unter den Sowjets verfiel es dann noch fast völlig und wurde - mit schwedischer Hilfe - wieder aufgebaut.
    Und heute? Wieder ist es die zweite Reihe: Es beherbergt eine Außenstelle des estnischen Kunstmuseum mit mir zumindest unbekannten ausländischen Künstlern - eine Außenstelle, naja.
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  • Reisetag: Haapsalu und die Nordküste

    9 Mayıs, Estonya ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach den Inseln treibe ich mich noch einen Tag an der Nordküste Estland herum, bevor es dann zu einem Städteblock kommt: zwei Übernachtungen in Tallinn, drei in Helsinki.
    Was hier recht hübsch ist, ist das Städtchen Haapsalu, das ein Vorfahre des Herrn Grönemeyer dadurch groß gemacht hat, dass er den russischen Zaren und seinen Adel davon überzeugte, dass Schlammkuren und Seeluft der Gesundheit zuträglich seien. Daher wurde Haapsalu durch die Eisenbahn so verbunden, dass man gut von St. Petersburg anreisen und standesgemäß aussteigen konnte. Daher gibt es einen imposanten Bahnhof mit einem Teil, der nur für den Zar und sein Gefolge reserviert war. Für das geistliche Wohl gibt es eine nette orthodoxe Kirche. Und ansonsten viele schmucke Häuser und eine Promenade, auf der gerade der Scholadenmarkt stattfindet.
    Sehr interessant war dann noch die Ruine des ehm. Zisterzienserklosters Padise, die - im Gegensatz zu prächtigen Gründungen bei uns wie Walderbach, Speinshard oder Heilsbronn - erahnen lässt, was dieser Reformorden unter dem Ideal der Armut wirklich verstand.
    Das Arvo-Pärd-Zentrum in Laulasmaa ist ähnlich harmonisierend wie das Werk des Komponisten: Verbindet die Musik Tradition mit der Moderne, verbindet das Zentrum architektonisch die Natur mit der Kultur.
    Am Schluss gab es noch den zweithöchsten Wasserfall Estlands. Zum höchsten fahre ich nicht mehr.
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  • Reigi-Friedhof

    8 Mayıs, Estonya ⋅ ☀️ 11 °C

    Dieser Friedhof ist einer von zweien, die intensiv mit der schwedischen Bevölkerung zu tun haben. Den einen, angeblich ein kleines Pendant zum "Berg der Kreuze" in Litauen, schaute ich mir nicht mehr an. Auf den hier stieß ich zufällig. Das Besondere: Im vorderen Teil ist das ein ganz gewöhnlicher Friedhof, aber als ich weiter nach hinten ging, wurde aus dem ganz normalen Friedhof ein echter "Friedwald", ein "Friedhof der geliehenen Landschaft". Viel Wald und immer wieder dazwischen Kreuze und seltener Grabsteine. Viele schwedische Namen, aber auch ganz viele deutsche.
    Die schwedischen waren meist sehr alt und bezogen sich wohl auf ein schwedischer Textilunternehmen, das in Kärdla ansässig war. Die deutschen wohl auch hier ansässigen deutsch-baltischen Familien wurden aufgrund des Molotow-Ribbentrop-Abkommens auf Betreiben der Nazis in besetzte Gebiete Polens umgesiedelt, deren Bewohner wiederum vertrieben worden waren.
    Erstaunlich ist, dass die Kreuze und Grabsteine immer noch da sind und nicht einer Verkleinerung des Friedhofs geopfert wurden.
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  • Hiiuma - die kleinere der beiden Großen

    7 Mayıs, Estonya ⋅ ☀️ 10 °C

    War Saaremaa schon ruhig und sehr beschaulich, so ist Hiiuma, die kleinere Inselschwester im Norden, noch etwas ruhiger und beschaulicher, zumindest jetzt vor der großen Touristenwelle.
    Und vieles ist wieder überwältigend: Gestern der Strand von Hirmuste. Als ich ausgestiegen war, dachte ich nur noch: Ist das krachschön! Blaues Meer, kilometerlanger Sandstrand und fast keine Menschen. Was nur immer noch stört, ist das Verhältnis zwischen Wind und Sonne: Noch ist die Sonne nicht so stark, dass sie sich gegen den kalten Wind durchsetzen kann. Daher ist jetzt mein heutiger Übernschtungsplatz nahe dem Hafen schön in den Wald eingebettet. Diese Übernachtungsplätze sind meist an schönen Orten und werden von der Forstverwaltung den Nutzern frei zur Verfügung gestellt. In der Regel gibt es dort neben einem Stellplatz mehrere Feuerstellen mit vorbereitetem Brennholz, überdachte Sitzgruppen und ein Plumpsklo. Alles kostenlos.
    Den großen Teil des Vormittags verbrachte ich vor dem Café am Leuchtturm von Köpu, wo ich wieder einmal das Auto umorganisierte, Capriccio schlürfte und eben jenen Leuchtturm bestieg.
    Das tat ich allerdings weniger aus Abenteuerlust oder sportlichem Ehrgeiz, sondern einem historischen Pflichtgefühl; er gilt nämlich als einer der ältesten noch betriebenen Leuchttürme der Welt und wurde zwischen 1505 und 1531 gebaut. Angeblich wurde das Leuchtfeuer ebenso wie der benachbarte Leuchtturm von Ristna aus Teilen zusammengesetzt, die aus der Firma Gustav Eiffels in Frankreich kamen, was allerdings erst im 19. Jahrhundert stattfand.
    Den Turm zu besteigen, hat meiner Wade nicht gutgetan, zumal die einzelne Stufe im unteren Bereich etwa doppelt so hoch ist wie eine normale.
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  • Orissaare - llliku

    6 Mayıs, Estonya ⋅ ⛅ 10 °C

    Gelandet bin ich in Illiku, einer der großen Insel vorgelagerten kleinen (Halb-) Insel, weil es hier wunderbare Sonnenauf- und untergänge sowie eine Waschmaschine, eine Küche, warme Duschen und Strom gibt. Letzteres ist ein Argument, zumal es heute Nacht frostig war und der Heizlüfter gute Dienste geleistet hat.
    Davon, dass hier im 19. Jahrhundert die Fähre vom Festland anlegte, sieht man nichts mehr. Davon, was hier im Sommer los sein wird, sehr wohl: Schon gibt es ein großes Kuppelzelt, mehrere Feuerstellen, noch sind zwei Restaurant und mehrere Buden geschlossen. Kunst, davon viel Trash-Art, an allen Ecken und Enden.
    Was erahnen lässt, was im Sommer zu einem Hotspot werden lässt, ist die weit sichtbare Schrift: I LAND MUSIC. Ein Hinweis auf das alljährliche I LAND SOUND FESTIVAL. Für Freunde des gepflegten Wahnsinns gibt es hier einen Link zum Festivalrückblick 2025 : https://youtu.be/PXBzVx0DdAE?is=Veq5R58Tzg5ROe1u
    Hier wird es also viele kleinere Veranstaltungen und das große Festival geben, zu dem etwa 4000 Besucher kommen werden. Und die Seele des Ganzen ist Paap, der mich ganz am Anfang begrüßte, gekleidet in eine Art Tarnjacke mit einem rosa Plüschfutter.
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  • Saaremaa

    5 Mayıs, Estonya ⋅ ☀️ 10 °C

    Eigentlich hatte ich ja geplant, mir in jedem Land drei hübsche Fleckchen zu suchen und von dort aus kleine Radtouren zu machen. Aber irgendwie hat das nur dreimal ganz am Anfang funktioniert. Sicherlich lag das auch an der Verletzung und dem kalten Wind.
    Was aber gut ist, das ist das Fahrrad als Verkehrsmittel: Ohne Rad hätte ich nicht viel von Riga, Tartu oder Sigulda gesehen. Aber Touren? Bislang Fehlanzeige.
    Außerdem gibt es ja immer etwas zu tun. Gestern ordnete ich das Gepäck und heute die Essenskiste so um, dass alles einfacher würde. Später fahre ich noch auf einen Campingplatz, um Wäsche zu waschen. In Tallinn - das weiß ich jetzt schon - wird ein halber Tag dafür draufgehen, dass ich Hosen kaufe. Die erste Jeans ist schon zerschlissen.
    Aber was klage ich? Ich habe gerade das schönste Leben, das man sich vorstellen kann: Nachdem ich aufgewacht war, öffnete die Caddytüre, blickte in die Sonne und übers Meer, hörte nur die Vögel zwitschern und die Wellen rauschen und dachte mir: Ist das schön!
    Hier ist es zu dieser Jahreszeit fast menschenleer. Zwar gibt es überall Hinweise darauf, dass das im Sommer anders sein werde, aber jetzt haben ich manchmal den Eindruck, ich sei der einzige Tourist weit und breit. (Manchmal kommen deutsche Wohnmobilisten vorbei und nehmen Reißaus, wenn sie mich sehen)
    So, jetzt packe ich mal meine Frühstückssachen zusammen und suche den Campingplatz und Baum des Jahres 2015.
    Dieser steht mitten auf dem Spielfeld des Sportstadions in Orissaare. Es wurde in der Sowjetzeit gebaut. Der Baum (eine Eiche) stand schon vorher dort. Statt ihn zu fällen, entschied man sich aus praktischen oder lokalen Gründen, ihn einfach stehen zu lassen und um ihn herumzuspielen. Heute haben humorlose Pragmatiker aus dem Großfeld zwei Kleinfelder gemacht. Welch Schande! Dennoch ist er auch heute eine kleine Attraktionen. (Bei einen Bild das eine Tor links bitte wegdenken; das ist mobil)
    Was es hier auch noch gibt, sind einige Blockwindmühlen, die angeblich erst um 1900 aufgestellt wurden. Technologische Nachzügler ihrer Art.
    Warum man bei diesen Außen- und Wassertemperaturen schwimmen geht, und das meine ich wörtlich; also nicht nur schnell rein und gleich wieder raus, das weiß ich wirklich nicht. Aber ich beobachte gerade eine ältere Dame, die seit gut 10 Minuten vor sich hin schwimmt.
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  • Reisetag: Von Tartu auf Saarema

    3 Mayıs, Estonya ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute war alles sehr unspektakulär. Ich bin einfach von Tartu nach Virtsu am Meer und von dort mit der Fähre auf die Insel Saaremaa und dort zu einem wunderschönen Naturcampingplatz in Meiuste, im Nordwesten der Insel.
    Dass es Richtung Skandinavien geht, merkte ich an zwei Erlebnissen: An einer etwa zehn Kilometer langen Staubstraße, gab es zum einen einen offiziellen Parkplatz mit Feuerstelle, vorbereiten Holz und Plumpsklo. Zum anderen musste ich (das erste Mal in meinem Leben) einen Alkoholtest machen, indem ich in das bekannte Gerät blies. Etwas seltsam war allerdings, dass es reichte, aus einer gewissen Entfernung hineinzupusten. Wahrscheinlich eine Sparmaßnahme der estnischen Polizei. (Spricht eher gegen Skandinavien)
    Was noch fehlt, ist das Persönliche: Ich habe Silvio kennen gelernt, einen Radler aus dem Kanton Zürich, der ans Nordkapp und wieder zurück radeln will. Und mit dem Ehepaar Blockus, Wohnmobilisten aus Neubrandenburg, hatte ich ein schönes Gespräch am Feuer. Sie versorgten mich mit Hinweisen auf wichtige Apps.
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  • Tartu - das alte Universitätsviertel

    2 Mayıs, Estonya ⋅ 🌬 21 °C

    Jannis hatte den Kontakt eingefädelt und jetzt waren Jüri und seine Tochter Marie meine Führer durchs Universitätsviertel von Tartu. Sie zeigten mir das alte Hauptgebäude und die Ruine der alten. Kathedrale, von der in einem Teil heutzutage die Unibibliothek untergebracht ist. Dort erklommen wir heldenhaft den Turm und ich fand - mit wackelnden Beinen - alles großartig.
    Sie zeigten mir Statuen und Inschriften, die sich auf deutsche Wissenschaftler bezogen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Ich erfuhr, dass sich die Esten mehr als Skandinavier als als Balten sehen und wir besuchten das Observatorium.
    Dort erfuhr ich von der bahnbrechenden Zusammenarbeit zwischen dem estischen Astromom Friedrich Georg Wilhelm Struve und Joseph von Fraunhofer, die die Astronomie des beginnenden 19. Jahrhunderts auf eine höhere Stufe brachten.
    Ich erfuhr auch, dass Jüri dort 1990 mit seinen Freunden und ausreichend zu trinken die estische Fahne bewachten, die dort gehisst worden war. Die Leiter zum Aufstieg gibt es immer noch.
    Und schließlich muss noch erwähnt werden, dass auch Tag der Burschenschaften war, mit vielen Gästen aus Deutschland.
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  • Kallaste am Peipusee

    2 Mayıs, Estonya ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute Vormittag war ich mit dem Auto am Peipusee, direkt an der Grenze zu Russland, und es war einfach nur herrlich: warmer Sonnenschein, kaum Wind, kaum Menschen. Fisch hat leider keiner angebissen.
    Inzwischen gibt es auch eine Antwort auf die Frage, warum die beiden alten Männer auf der Bank neben mir russisch gesprochen haben. Antwort: Sie gehören wahrscheinlich zu einer russischen Minderheit, deren Vorfahren sich im 18. Jahrhundert dort als Flüchtlinge am Westufer des Peipusee niederließen
    . Die Esten glauben, gerade an den Frühling: Viele Männer rennen schon mit kurzen Hosen durch die Gegend und man bringt die Boote an den oder die See.
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  • Abendimpressionen von Tartu

    1 Mayıs, Estonya ⋅ 🌙 13 °C

    Ich lasse die Bilder für sich sprechen. Was ich visuell nicht erfasst habe, ist eine Veranstaltung "Schlammringen", bei der mehr oder minder nackte Männer sich gegenseitig in den Schlamm tauchen wollen. Ich bin einfach nicht nahe genug herangekommen.Okumaya devam et

  • Reisetag: Von Sigulda nach Tartu

    1 Mayıs, Letonya ⋅ ⛅ 16 °C

    Manchmal ist es einfach schon spannend, wenn es nur um die Unterkunft geht: Letzte Nacht war ich bei Sigulda auf einem wahnsinnig schönen Campingplatz, der nur den Nachteil hatte, dass eine größere Gruppe Letten in mittelalterlich anmutenden Fantasiegewändern über den Platz huschten, der recht laut von einer Form von Medieval-Metal in Dauerschleifen beschallt wurde. Ruhe war erst zur Frühstückszeit.
    Heute gibt's das Gegenprogramm: Nachdem die meisten Campingplätze um Tartu in Estland, wohin ich heute gefahren bin, noch nicht offen haben und zu weit draußen sind, beschloss ich, mir ein Zimmer mit Gemeinschaftsbad zu nehmen, und sitze jetzt in einer Rehaklinik für psychisch Kranke an einer doch recht befahrenen Straße.
    Bilder gibt es noch von einem Schloss in Sigulda sowie von Cesis, einer schnuckeligen Kleinstadt auf dem Weg, die sich nicht entscheiden kann, ob sie eher mediterran oder skandinavisch wirken will.
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  • Sigulda - Rodel Bob und Kaiserstuhl

    30 Nisan, Letonya ⋅ ☁️ 5 °C

    Als ich Jannis gegenüber den Namen Georg Hackl erwähnte, glänzten seine Augen und er meinte, dass dieser der Beste war und immer bleiben werde.
    Also schwangen wir uns auf die Räder und radelte zur Rodelstrecke in Sigulda, die mehrere Überraschungen bereit hielt: Die erste war, dass dir Bahn nicht von einem Berg in ein Tal geht, sondern von einer Geländekante in ein deutlich tieferes Tal, in diesem Fall in das Tal der Gauja. Die zweite Überraschung: Die Bahn besteht nicht aus Holz oder einem Plastikmaterial, sondern aus Beton, in den massive Rohre eingelassen sind, durch die im Winter Ammoniak gepumpt wird, der dann den Beton so kalt macht, dass Wasser, das man darauf sprüht, gefriert.
    Sie zweite Station: der Kaiserstuhl, wo Zar Alexander drei Bäume pflanzen ließ und von wo man einen schönen Blick auf das Gaujatal hat.
    Am Nachmittag schauten wir uns noch den Fernsehturm an, bei dem Jannis arbeitet und stiegen über viele Treppen das Gauja Tal hinab zur Teufelshöhle im lettischen Sandstein. Der Nürnberger wird wieder jubeln: Wäi daham.
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  • Sigulda - Herz des lettischen Tourismus

    29 Nisan, Letonya ⋅ ☁️ 6 °C

    Sigulda kennt man in Deutschland eigentlich nur vom Hackl Schorsch, der auf der hiesigen Rodelbahn oft triumphierte und wohl auch trainierte. Das schaue ich mir morgen an, wenn mich Jannis auf dem Rad durch Sigulda führt.
    Wie alt Jannis ist, weiß ich noch nicht. Was ich allerdings weiß, ist, dass er einen Sohn hat, der sich für Vögel interessiert und drei Töchter, die alle in der Welt verstreut sind.
    Und das Wichtigste: Jannis ist Morser und er versteht die Welt nicht, die nicht kapieren will, dass im Zeitalter permanter Überwachung das Morsen die einzige Form der Fernkommunikation ist, die nicht überwacht werden kann. Jannis will mir Kontakte herstellen für meine weitere Reise, mit anderen Morsern. Ich bin gespannt.
    Jetzt bin ich auf Burg Turaida, etwas oberhalb von Sigulda. Sie erinnert mit ein bisschen an Trakai in Litauen, nur etwas kleiner: sehr mächtig, viele Ziegeln, sehr viel Rekonstruktion, aber auch einige nette Ausstellungen, wo tatsächlich Fundstücke präsentiert und eingeordnet werden. Beispielsweise über die Liven, daher auch Livland, die aus der finnougrischen Siedlungslinie stammen und dann brutal christianisiert wurden. Und so wurde hier an der Stelle der hölzernen Livenburg die steinerne des Ritterordens errichtet.
    Schön ist die kleine Holzkirche, wohl die älteste in Lettland. Interessant ist die Tafel mit den Namen der Männer aus dem Umland, die ihr Leben im Unabhängigkeitskrieg 1918 bis 1920 verloren.
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  • Jurmala und der Jazz

    28 Nisan, Letonya ⋅ 🌬 6 °C

    Am Nachmittag gab es dann Jurmala. Das, was wie eine mittelgroße Oase im großen Erg klingt, ist für Riga das, was Rimini für Rom oder die Marinas für Lucca und Pisa oder die unzähligen Hyttasiedlungen für Oslo und Stockholm sind: Außenposten der gepflegten Freizeitgestaltung. Hier, an einem unendlich langen und gerade menschenleeren Sandstrand, lebt man in dem bescheidenen Häuschen - Thomas Mann würde das genauso formulieren - am Wochenende oder lädt zum Nationalfeiertag (4. Mai) Freunde ein.
    Viele der lettischen Hütten switchen in Jurmala deutlich ins villenartige. Fast jede unter Beobachtung eines Sicherheitsdienstes. Hier gibt man sich äußerlich bescheiden und genießt angenehmen Luxus.
    Am Abend war ich noch auf einen Jazzkonzert. Gilad Hekselman, ein hoch angesehener moderner israelischer Jazzgitarrist aus der New Yorker Szene, spielte ein bisschen im Stil von Pat Metheny in einem Club, auf demselben aufgegebenen Industriegelände, wo ich gestern auch die Brauerei fand. Ein wunderbarer Abend.
    Ich bin übrigens jetzt stolzer Besitzer eines Heizlüfters.
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  • Riga, die Stadt des Jugendstils

    28 Nisan, Letonya ⋅ 🌬 4 °C

    Während die frühneuzeitlich geprägten und touristisch herausgeputzten Kernstädte doch immer wieder ähnliche Elemente aufweisen (Kathedralen, Bürgerhäuser, Klöster, Marktplätze, Rathaus...) und mich somit auch immer weniger emotional berühren, wird es für mich oft dort spannend, wo eingerissene Stadtbefestigungen den Stadtraum neu definierten.
    So besonders in Riga, wo auch in den Kriegen danach erstaunlich wenig zerstört wurde.
    Im beginnenden 20. Jahrhundert war Riga eine der wichtigsten Städte im damaligen Russischen Reich. Die Stadt war ein bedeutender Hafen, Industrie- und Handelsstandort. Wohlhabende Kaufleute, Fabrikanten und Banken investierten stark in neue Wohn- und Geschäftshäuser. Daher die vielen Jugendstilhäuser.
    Einen ganz großen Anteil an diesem Aufschwung hatten auch die Juden der Stadt, die zwar mit nur knapp 9 Prozent eine demografische Minderheit waren, aber insgesamt wirtschaftlich präsenter waren, als es der Bevölkerungsanteil vermuten lässt.
    Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen. Die Innenaufnahmen stammen aus dem Rigaer Jugendstilmuseum.
    Ich lasse einfach mal die Bilder sprechen. Die Innenaufnahmen stammen vom Rigaer Jugendstilmuseum.
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  • Riga

    27 Nisan, Letonya ⋅ ☀️ 6 °C

    Als ich das erste Mal in Stockholm war, hatte ich das Gefühl, dass das die eigentliche Hauptstadt Skandinaviens sei. Ähnlich geht es mir mit Riga in Bezug auf das Baltikum: Alles ist etwas größer als in Vilnius, alles ist etwas bunter und dynamischer als in Tallinn. Ich mag die Stadt.
    Und neben üblichen Sightseeingprogramm (Petrikirche, Kathedrale, Schwarzhäupterhaus, Burg...) gefiel mir am besten der zentrale Markt auf dem Gelände einer ehemaligen Zeppelinfabrik (gleich neben dem Ghetto aus der NS-Zeit). Hier ist das Sortiment auf die ehemaligen Fabrikhallen verteilt: eine Halle für Fleisch und Fisch, eine für Milch und Backwaren und eine für Sonstiges. Gemüse gab es außen.
    Und dann gibt es natürlich die lettische Nationalbibliothek, deren Geschichte

    Ofeljia erzählt, die Bedienung, in dem Café, in dem ich gerade schreibe.
    Zum Einhören https://youtu.be/v8tJCv8hwb0?is=nhA-HyiKRGDQYWO3

    An jedem öffentlichen Gebäude flattern übrigens immer zwei Fahnen: die lettische und die ukrainische.
    Und am Abend: Absacker in einer sehr versteckten Hinterhofbrauerei "Labietis" (Auf Wiedersehen) bei dunklem Bier (9 7 %) und geräuchertem Hirschfleisch. Dort sah ich einen Mann, der trug eine Uniformjacke mit am Ärmel aufgenähten lettischen und einer ukrainischen Flaggen. Was hatte das wohl zu bedeuten?

    Was heute noch fehlt und was ich morgen nachreiche, ist die wunderbare Architektur der Wende ins 20. Jahrhundert.
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  • Reisetag: Von Nidda nach Riga

    26 Nisan, Letonya ⋅ 🌬 4 °C

    Direkt bei der Abreise war ich mir sicher, dass die Entscheidung, weiterzureisen, richtig war, weil Schneeregen über Nidda niederging. Eine halbe Stunde später zweifelte ich wieder, weil der Himmel stahlblau war und die Sonne provokant lachte. Als ich das Café verließ und mich der kalte Wind traf, wusste ich, dass es richtig sein würde, nach Riga zu fahren.
    Auf dem Weg dorthin hielt ich zweimal: Einmal in Palanga, was an sich nicht erwähnenswert ist; und dann noch im lettischen Liepaja, was ich ganz nett fand, weil es noch viel gibt aus dessen Blütezeit, des beginnenden 20. Jahrhunderts: Jugendstil und viele schmucke Holzvillen.
    In Riga hatte ich dann Polizeikontakt mit einer sehr netten Polizistin (und einem jungen Polizisten, der allerdings kein Wort sagte) und weiß jetzt: Wenn die Polizei einen mit Blaulicht auffordert, stehen zu bleiben, muss man sofort bremsen und darf nicht bis zur nächsten Nebenstraße fahren; man darf nicht aussteigen, sondern muss im Auto sitzen bleiben, bis die Polizistin kommt. Und man darf nicht auf der linken Spur mit 30 kmh fahren. Sie fuhren dann vor mir her, damit ich den Parkplatz des Hotels finden konnte, den ich gesucht hatte. Die Polizistin war sehr nett. Ich hätte ein Foto machen sollen
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  • Nidda auf der kurischen Nehrung

    25 Nisan, Litvanya ⋅ 🌬 7 °C

    Das Wichtigste vorab: Im Gegensatz zum verwöhnten Nordbayern ist es hier arschkalt und unangenehm windig und das wird auch bleiben. Ich habe also wiedermal umgeplant und fahre morgen schon nach Riga, wo ich den Schwerpunkt von der Natur auf die Kultur legen werde.
    Das war auch heute schon so, als ich mich dazu durchgerungen hatte, das Sommerhaus der Familie Mann zu besuchen, was ich nicht bereute. Zum einen war es dort warm. Zum anderen kenne ich zumindest jetzt das Anspruchsniveau der Familie Mann, die sich ein - aus ihrer Sicht - kleines bescheidenes Häuschen auf den Schwiegermutterberg stellen ließ, finanziert durch Thomas' Nobelpreis. Immerhin: Sein Arbeitszimmer war wirklich nicht groß.
    Meine Neuanschaffung: ein leistungsstarker Föhn, mit dem ich auf dem Campingplatz das Auto erwärme. Heizlüfter gab es keinen.
    Zum Abendessen gab es räucherten Wels. Herrlich.
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