• Nick's Reisen ab 2022
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Argentinien, Uruguay und Chile

Schwerpunkt Argentinien, etwas Uruguay und auch Patagonien, das teilen sich ja Chile und Argentinien Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    28 novembre 2023

    Flug nach Buenos Aires

    28–29 nov 2023, Argentina ⋅ ⛅ 29 °C

    Früh aufstehen war angesagt, trotz wenig Schlaf, denn ich habe am Vorabend noch meinen Kühlschrank und den Gefrierer abgetaut und ausgeschaltet. Wäre unsinnig die laufen zu lassen! Ging unerwartet lange, aber ich hatte ja auch noch mit einem Unfall eines geplatzten Biers zu kämpfen - hatte einmal ein alkoholfreies Bier drin, welches nun noch Auswirkungen hatte - mehr putzen, das Zeug war hartnäckiger als das Eis!
    Am Vorabend habe ich auch noch meinen Reiserucksack zum Vorabend-Check-in gebracht. Das Tram hatte eine Störung, also aussteigen und auf den Bahnhof, gucken und warten. Die Rückfahrt war nicht besser, immer noch Störung, einen Zug knapp verpasst, der nächste ging glücklicherweise in 9 Minuten wieder. Da ich nicht ans Zugfahren gewöhnt bin am Flughafen Zürich, war das für mich auch Neuland … - dazu lernen, sich umschauen!
    Am Morgen ging es dann einfacher, doch ich hätte trotzdem fast mein Tram verpasst mit Duschen und allem noch versorgen … - dazu hat es noch geregnet und mein Schirm war natürlich im anderen Gepäck. Es blieb mir wenigstens die leichte Regenjacke.
    Auf dem Gate hatte ich sehr schlechten Empfang, sowohl Internet als auch Telefon, auch das Flughafen-Internet war nichts wert! Abflug pünktlich, Paris war eine Wohltat, da funktionierte das Internet trotz vieler Leute perfekt!
    Dann kam mal der Stress mit einer Absage des von Booking beauftragten Taxiunternehmens in Buenos Aires - Anfrage wie viele Personen und Gepäck, dann teilten die mir mit sie hätten keine Kapazität! Für sowas gibt es ja Support, also schreiben. Der Erste wollte nur Sachen wissen, welche ich wusste, trotzdem war ich dann irgendwann draussen, wegen eines App-Wechsels, zweimal noch so. Aber einer hat es dann in Ordnung gebracht.
    Der Flug war gut, doch ich habe mich im Sitz getäuscht, musste da lernen, der Sitz hatte davor doch einen anderen Sitz, nicht wie ich das auf dem Plan gesehen hatte. Anscheinend werden gewisse Sitze nicht angezeigt, hier bei einer Airbus 350-900. Werde das bei einem Aufpreis-Sitz in Zukunft besser prüfen müssen. Der noch bessere Sitz am Fenster war wegen zögerlichem Vorgehen von mir damals leider besetzt, ich konnte meine Buchung nicht abschliessen, musste den gebuchten wählen. Vom Platz her war dieser jedoch nicht besser als jeder andere Gang-Sitz. Kleiner Vorteil für den Sitz in der Mitte, man kann da auch ohne den Nachbarn zu stören aufstehen - den Vorteil dann nicht gestört zu werden habe ich also bezahlt!
    Es ist halt schon ein Stress, wenn man morgens um vier Uhr aufsteht und erst über 24 Stunden später am Ziel ist - mit sehr beschränkter Bewegungsfreiheit dazwischen.
    Der Ein- und Ausstieg bei den grossen Flugzeugen ist eine zeitraubende Angelegenheit! Dann wie immer die Passkontrolle, anstehen, ich war aber rasch durch, Gepäck auch schon da und dann … - wartete ich auf meinen verspäteten Fahrer. Konnte dafür meine Daunenjacke und den Pullover mal ausziehen und versorgen. Mein Reiserucksack, mit Sachen vor allem für Patagonien wiegt fast 20 Kg, Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher und Mahlzeiten mit Riegel, alles zum Überleben!, der Taxifahrer machte keine Anstalten etwas zu nehmen, ich sehe es ja wie immer als Training (es war aber hart, der Wagen war natürlich fast auf dem letzten Parkfeld!). Dann eine rasche Fahrt, wenig Verkehr.
    Das Hotel klein, unscheinbar, älter. Netter Empfang und der Concierge gibt mir sogar noch zwei Bier für je 1 Dollar, habe ja noch nicht gewechselt. Das Zimmer auch älter, eigenes Bad mit fast kaltem Wasser, Fenster zum Gang, ich höre jeden Vorbeigehen. Frische Betwäsche aber und ich geniesse es nach der „erfrischenden“ Dusche ein echt schön breites Bett zu haben und schlafe gut bis gegen halb sieben.
    Das Zimmer war in Booking mit 52 Dollar ausgeschrieben - belastet wurde mit aber auf der Karte nur etwas mit 16.98 CHF. Das hat etwas mit dem Dollar turistico zu tun, welcher nahe an den Schwarzmarktkurs kommt, wenn man mit Karte bezahlt. Ein Kurs von ungefähr 1071 Pesos pro Franken.
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  • Organisation in BA, Geld Tel+Internet

    29 novembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 25 °C

    Frühstück am Morgen - was der Mann mir anbietet verstehe ich nicht, sage es sei mir egal und erhalte eine gute Auswahl mit Butter, etwas Süssem und Toast, Käseaufstrich und Marmelade. Getränke in Selbstbedienungl
    Mache dann an der Rezeption eine Verlängerung um einen Tag (jetzt kosten mich die 18’189 schon 19.90 über meine Visa/ZKB Debit Kurs 914) um Geld zu wechseln und meine Telefonkarte zu lösen.
    Gottseidank funktioniert ein vorbereiteter Weg auch ohne Internet auf Google - danke!
    Der Weg ist interessant, führt mich am Kongressgebäude vorbei. Die Western Union macht allerdings keinen Geldwechsel, wie ich angenommen habe, die machen anscheinend nur Kartenauszahlungen, wie ich meine Geldscheine zeige, schüttelt die Schalterdame den Kopf.

    Also weiter, durch die Stadt zum Telefongeschäft. Es ist wunderbar gestylt, ich kann gleich an einen Schalter - aber auch diese Dame mit Maschinengeschnatter verstehe ich fast nicht! Der Mann vorrangig war klar und deutlich. Sie tönt bei mir wie wenn Sie aus der Waschmaschine reden würde. Na ja, ich beschreibe ihr, was ich möchte, die Firma ist als das umfassendste Netz in Argentinien bezeichnet im Internet! Beratung aber irgendwie Null, bzw ich verstehe sie beim besten Willen nicht, ich kriege etwas, kostet mich etwa 10 Franken, was genau ich kriege ist mir erst etwa eine Stunde später klar, wie ich die SMS auf Spanisch erhalte. Vieles geht aber nicht, ich kämpfe mit der Tücke - Safari geht nicht, auch nicht nach Restart - der Hotspot ist ebenfalls nicht machbar - also kein Internet unterwegs! Erstaunlich ist, dass Google Maps funktioniert. Natürlich ist da seitens der jungen Frau und den anderen in der Filiale keine Unterstützung, zudem kommen mehrere Kunden. Ich schaffe es dann Safari zum laufen zu bringen, der Hotspot geht immer noch nicht. Da ich mein iPhone nicht auf die letzte Softwareversion nachgeführt habe, muss ich gemäss Googeln das vorher noch machen, geht aber vor Ort da nicht, das Gerät weigert sich … - muss es sicher an den Strom hängen, damit das Update läuft! Ich gebe also auf und gehe Geld wechseln, die Ortung/Google Maps funktioniert ja. Finde auch in der weiteren Umgebung schon Anbieter, alle rufen Cambio, Change, wenn sie denken da sind Touristen. Das tiefste Angebot war 800 (Dame mit Touristik Guide Ausweis …) und einer bot mir dann für 100 Dollar 890 = 89000 Pesos. Die Belastung über die Mastercard war sogar mit einem Kurs von 1071 pro CHF, der hat ja mehr wert.
    Will gerade noch mein schwarz gewechseltes Geld ausprobieren, es ist ja Mittag, ich kaufe mir 2 Empanadas an einem Stand, schlendere essend durch die Altstadt, komme an einen Platz mit einem improvisierten Camp, welches eine anscheinend noch existierende Protestaktion ist. Da ist das oberste Gericht/Verfassungsgericht, es ist gerade teilweise eingerüstet. Überall schlafen hier Leute, viele eher schmutzig, man sieht sie auch in der Stadt liegen, wo ein Laden geschlossen und man etwas geschützt ist vor Wetter. Mache noch eine Foto von zwei Arbeitern, welche mitten auf dem Platz Glasfasern verbinden, habe brav gefragt!
    Plötzlich Lärm und Geschrei, zwei Jungs packen sich und Boxen und Ringen sich nieder, erst wie sich zwei weitere Einmischen gibt es Ruhe.
    Ich dreh mich um um weg zu gehen, da steht aber ein fliegender Verkäufer bei mir, welcher Brötchen und süsse Maisfladen an den Mann bringen will - von irgendeiner Bäckerei mit Jesus Namen … - na ja, mir tun die alle leid, viele kämpfen hier mit dem Überleben. Es hat zwar Jobs, da stehen Schilder auf der Strasse, wahrscheinlich mangelt es aber an der Ausbildung oder die sehen die Schilder nicht! Ich nehme ihm für etwa 60 Rappen ein Pack Maisfladen ab.
    Dann habe ich genug und gehe zurück zum Hotel. Auf dem Weg sehe ich noch einen jungen Mann, welche auf einem Betonsockel an der Sonne in der Verkehrsmitte einfach schläft.
    Es ist rasch gegen Abend und da ich ja immer gehen mag, dauert es natürlich bis ich wieder beim Hotel bin - ohne Google Maps bin ich schon etwas zu weit gegangen, also wieder zurück! Anscheinend sehe ich müde aus, der Concierge fragt mich Cansado? Lasse mich im Zimmer mal wieder auf das Spiel mit der nicht funktionierenden Elektronik ein - finde meine korrekte Telefonnummer und teste mit jemandem, ob der WhatsApp-Anruf geht. Zuerst mal nicht, kriege dann aber einen Code vom Anbieter, muss den eingeben. Langsam dämmert mir, dass halt das einschalten Zeit braucht. Ist meist bei uns ja auch so. Es ist aber zeitraubend. Ich mache noch den Update meines alten iPhone X, doch der Hotspot geht dann immer noch nicht - es kommt der Hinweis, Claro müsse den einschalten!
    Schon ist es um 20:00 Uhr, mache mich auf zum Nachtessen, habe Durst und trinke einen Liter Bier, eine Pizza mit etwa dreifachem Boden - ich habe die mittlere Version bestellt, die ist mir auch ohne das Brot darunter schon genug nach einem Drittel esse ich nur noch oben weg! Leider haben sie hier keinen Salat, dann schon ein Menü wie Caesars Salat. Leiste mir dann noch einen Flan (echt Spitze selbst gemacht). Und gehe zufrieden da hinaus. Auf dem Weg sehe ich noch einen Früchteladen - wunderbare Auswahl. Im Zimmer schreibe ich am Tagebuch und wieder schaue, was bei den Telefonen geht oder nicht. Noch etwas Duolingo, lernen schadet ja nie und meine Spanischkenntnisse vertragen schon noch etwas Zusätzliches! Dann eine erzwungene kurze kalte Dusche und ab ins Bett.
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  • Telefon+Bummel-Irrgang Schiffterminal

    30 novembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 26 °C

    Wache früh auf, mag aber noch nicht und drehe mich. Doch bald geht Getrampel los, ringhörig hier. Stehe auch auf und packe mein Gepäck um, die warme Kleidung in den großen Rucksack, welchen ich im Hotel lasse und am 3. Dezember wieder abholen gehe. Dann geht es wieder auf zur Telefonfiliale. Da ich jetzt meinen Hut aufhabe, erkennt mich die am Empfang stehende junge Frau nicht sofort. Ich diskutiere nochmals, vor allem wegen des Hotspot, zeige, dass es nicht geht. Ausserdem kläre ich sie nochmals auf wegen der vollständigen Telefonnummer für WhatsApp, was sie und ihr Kollege immer noch nicht glauben wollen. Dann gebe ich auf, das Wichtigste geht, ich habe WhatsApp unbeschränkt, Zugriff und Kontakt sowie Internet unterwegs, auf einem Telefon alles andere lasse ich sein, ich will ja nach Uruguay. Im Laufe des Tages bemerke ich, dass mein Hotspot funktioniert - anscheinend hat sich das nachhaken doch gelohnt!
    Schaue nochmals, wann die Fähre geht und bummle durch die Stadt, treffe unter anderem auf Fidel Castro, welcher von einem Balkon grüsst. Schaue noch bei der Adresse meiner Sprachschule vorbei. Unscheinbarer Eingang …
    Dann mache ich mich auf zur mir bekannten Adresse von Buquebus, nicht ahnend, dass eine Irrfahrt auf mich wartet! Bummle also vor mich hin, mache Fotos und muss mich dann plötzlich beeilen! Bei der Adresse angekommen ist es zwar am Hafen, doch es ist das Bürogebäude von Buquebus, nicht das Terminal - habe nicht aufgepasst, das ist für die Abfahrt der nächsten Fähre zu weit weg. Ein Herr, welchen ich anspreche deswegen, weiss gleich Bescheid, sucht die Adresse des Fährterminals und gibt sie mir - sehr nett! Ich hätte das Schiff aber auch so nicht erreicht, da immer noch Formalitäten wegen der Grenze auszuführen sind - so oder so wäre ich zu spät gewesen.
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  • Schiffsterminal, Überfahrt und Abend

    30 novembre 2023, Uruguay ⋅ 🌩️ 25 °C

    Zu meinem Glück gibt es noch eine Fähre, denn ein Zimmer habe ich für heute Abend in Colonia del Sacramento auch schon gebucht! Die Dame schreibt mir auch gerade. Gebe ihr erst nach dem Ticketkauf (Buchen und Zahlen sind getrennt) Bescheid, dass ich erst nach 20 Uhr ankomme, sie schickt mir dann gleich noch ein Bild, dass ich das Hostel auch finde - die ist echt gut organisiert - Erfahrung?
    Wie auch immer, ich hänge im Schiffsterminal herum und spiele mit dem Handy - was entdecke ich, mein Hotspot geht jetzt plötzlich, was für eine Wohltat. Das alles nützt mir die kommenden Tage in Uruguay aber nichts.
    Da ich mehr als genug Zeit habe, prüfe ich meine Rückverbindungen. Es gibt Bus und Schiff wieder ab Colonia, oder Fähre direkt Montevideo Buenos Aires um 11 Uhr. Ich hoffe das stimmt.
    Ausserdem kann ich jetzt mal die Tage des Tagebuchs nachtragen. Setze mich ins Kaffe und nehme einen Orangensaft sowie einen warm gemachten Schinken Käse Toast, später noch einen Kaffee. Plötzlich ist es fast 1700 Uhr. Noch rasch aufs Klo, welches gerade gereinigt wird, muss daher warten. Wie ich dann wieder aus der Versenkung auftauche, stehen die Leute schon Schlange! Zuerst Gepäck aufgeben wer will, dann geht es hoch zur Immigration von Uruguay. Zuerst auch mein Handgepäck testen, nichts rausnehmen, PC etc. kann alles bleiben - nur in meine Seitentasche will er noch reinschauen, der Grenzsoldat. Prüft sogar mein Brillenetui auf Inhalt. Das wars, nun zur Passkontrolle. Da winkt mich einer zu sich, irgendetwas scheint aber nicht zu stimmen und der bringt mich zu seinem Chef, welcher dann kurz rummacht an meinem Pass, reibt und wieder prüft und mir dann endlich einen Stempel in den Pass knallt. Vielleicht war es mein alter Indio-Hut, der sie irritiert hat. Die haben ja auch viele Amerikaner Touristen, sollte also von der Technik nicht zu neu sein. Dann heisst es wieder warten, ich kaufe da oben ein Wasser und schreibe weiter.
    Die Zeit vergeht so rasch, dazu hat es viele Leute, es gibt immer etwas zu schauen. Endlich ist das Schiff da, Viele bringen sich sofort in Position - immer lustig zu schauen - bleibe Sitzen und schliesse mich am Schluss an. Natürlich sind alle Fensterplätze dann belegt! Das stört mich aber schlussendlich nicht so, da eigentlich alle trüb/angelaufen sind. Viele holen sich hier auf dem Schiff ein Getränk, es hat auch noch ein Restaurant, aber alle Tische in der Restaurantsektion sind ebenfalls belegt. Sogar einen Erste Klasse Sektor gibt es. Die werden beim Ein- und Aussteigen bevorzugt behandelt.
    Zu sehen gibt es nicht viel, einzig bei den Häfen ist etwas zu sehen. BA ist natürlich interessanter mit seiner Skyline. Wovon ich beim Abfahren knapp eine Foto machen kann. Das Schiff braucht etwa eine Stunde, der ganze Prozess mit Kauf Ticket, Einchecken, Immigration ist eigentlich wie beim Fliegen, braucht Zeit! Auch sind die Schiffstüren und Stege schmal Nach dem Verlassen muss das Gepäck nochmals geprüft werden. Auf der einen Seite des Terminals stehen grosse Busse, Viele Leute stehen an, wo ist mir nicht ganz klar, denn nicht Richtung der Busse sondern gegensätzlich. Auch der Geldwechselschalter ist besetzt. Ich wechsle nicht, vertraue meinen Karten.

    Es ist schon ziemlich dunkel, aber die Fotos der Wegbeschreibung helfen mir, schaffe es sogar abzukürzen! Meine Zimmerwirtin schwatzt vor der Türe, ich gehe daran vorbei, sie spricht mich aber gleich mit meinem Namen an, unteParkplatzzuweisertz. Nett ist sie, redet auch ziemlich deutlich, aber halt schnell … Hinter mir trifft noch ein Pärchen ein, sie zeigt mir mein Zimmer, gibt mir Schlüssel, erklärt kurz die Einkaufs- und Restaurantmöglichkeiten.

    Restaurants sind mir unklar, Shops sind Tankstellen wie bei uns. Mache einen Rundgang, frage zwei Leute, einer ist ein Parkplatzzuweiser, der weiss aber nichts, ist nett, aber kennt nur das kleine Lokal, welches ich auch schon gesehen habe. Seine Tochter/Freundin keucht noch hinter mir her und fragt dann nach Geld - ich habe ja nichts von hier, sage ich hätte nur die Kreditkarte und sie zieht ohne weiteres ab.
    Nehme dann die Hauptstrasse zum Städtchen. Da geht lange nichts, dann sind etliche Restaurants, eines ist gut besetzt. Hier frage ich einen Passanten nach einem guten Restaurant, der deutet auf das gegenüber liegende Lokal und meint es sei das Beste im Ort - Parillada.
    Ich frage zuerst, ob sie Karte akzeptieren, die Dame antwortet - Si, we accept credit cards! Ich setze mich, ein grosses Bier - lustig, es ist Zillertaler! Dann sehe ich auch ein Visa-Schild. Es ist ein stetes Kommen und Gehen hier. Mein grillierter Fisch, na ja, echt etwas zu lange gegart, fast vertrocknet, dazu gibt es wunderbare Salzkartoffeln. Habe noch einen Salat bestellt, es gibt hier kleine Salate, nicht wie gestern, super! Dann noch einen Kaffee und dazu wieder Flan, selbstgemacht. Die sind einfach besser als die Chemieschleudern in den Märkten!
    Gehe zurück - mein linker Fuss hat heute durch das viele Gehen eine Blase entwickelt, habe die Sandalen angezogen und war die nicht mehr gewohnt. Selber schuld!

    Meine Zimmerwirtin klärt noch, ob ich noch eine Nacht bleiben kann, denn wenn ich gleich weitergehe kenne ich das Städtchen dann ja nicht. Zudem ist noch Regen angesagt. Es ist keine Luxusbleibe, einfach und sauber, der Boden schon sehr abgenutzt, aber sauber. Alles ist etwas improvisiert, das Nachttischlämpchen muss ich auf den Schalter stellen, damit ich im Bett Licht habe. und nicht mehr aufstehen muss. Dafür ist das Internet echt gut hier. Dusche wieder kalt, auch hier … - wasche noch die Haare rasch. Habe gewartet, in der Hoffnung es geht hier dann mit warm - Irrtum. Man gewöhnt sich daran und spart auch Wasser!
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  • Colonia del Sacramento

    1–3 dic 2023, Uruguay ⋅ 🌧 26 °C

    Erwache am Morgen, meine gestern gewaschenen Haare stehen in alle Richtungen ab. Bringe das in Ordnung und mache mich auf an der Tankstelle zu Frühstücken. Prüfe die Blase am Fuss, ok noch gefüllt, lasse sie. Habe natürlich mein Compeed Blasenpflaster im andern Rucksack gelassen - bravo!
    Zuerst denke ich da ist nicht viel im Shop, doch oha, frische Sachen, aber halt alles Weissbrot - wähle Gipfel mit Käse und Schinken, dazu einen grossen Milchkaffe und ein Liter Wasser.
    Wie ich mein Handy prüfe, sehe ich, dass die Vermieterin gestern Abend schon geschrieben hat, es sei frei, solle mich melden. Lasse mir trotzdem Zeit, antworte wie ich zurück bin. Sie kommt auch bald und ich bezahle bar. Das schöne, windige Wetter hat in der Zwischenzeit in heftigen Regen umgeschlagen, ich trage daher mein Tagebuch nach, hoffe auf bessere Zeiten.
    Es hat den ganzen Tag ziemlich heftig geregnet, entschliesse mich bei einer Pause doch hinaus zu gehen und Colonia etwas näher anzuschauen. Zuerst geht das gut, doch bald setzt wieder heftiger Regen ein. Sogar meine kurze Hose wird nass und ich bin froh, meine Sandalen zu haben. Am Abend muss ich dann allerdings die Füsse gut waschen, da hat sich einiges unter den Riemen angesammelt. Suche auch noch die Busstation. Da steht eine Stehle aus Metall, aber kein Bus weit und breit. Frage meinen Mitbewohner Elias, welcher am Rauchen und Mate trinken ist in der Unterkunft, wo die Station ist. Natürlich bei der Stehle, doch die Werbeschilder für Casio und Autovermietung haben mich auf die falsche Spur gelockt - also ist nun alles klar. Er redet mir auch zu undeutlich, verstehe wenig, da ist der zukünftige gerne Profifussballer Tobi besser, der redet sehr klar und nuschelt nicht.
    Wie ich zum Essen gehe, kocht Tobi gerade Huhn, werde noch daran denken, den er erzeugt ziemlich viel Rauch … - beim zurück kommen lüfte ich die Bude länger nochmals durch.
    Intern sind die Wände nicht gerade dick, man hört vieles von den Nachbarn, Aber es ist sauber, nur kein Warmes Wasser - immer kalt. Gewöhne mich langsam daran …

    Auf dem Weg zum Nachtessen darf ich noch zwei Naturfotos schiessen, unglaublich diese Farben, werden aber auf der Foto nicht ganz getreu wiedergegeben.
    Essen dann bei einem Italiener. Die Carbonara Sauce ist gut, etwas Speck auch da, die Teigwaren hausgemacht, auch gut, aber leider sehr kurz meist, halbe Nudellänge, Auch bietet er einen kleinen Salat an, abgestuft, nach Anzahl Salatarten teurer. Das Lokal gestern war dann deutlich günstiger, doch die Preise sind für mich immer noch moderat.
    Werde natürlich wieder verregnet, doch Schirm war dabei!
    Satt ins Bett, vorher noch die Geräte auf Ladung geprüft und angeschlossen.
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  • Montevideo 1

    2 dicembre 2023, Uruguay ⋅ ☁️ 25 °C

    Vom Busbahnhof gehe ich zuerst auf einer Seitenstrasse, wegen des Verkehrs. Muss aber bald bemerken, dass die Hauptstrasse doch wesentlich interessanter ist. Gehe also doch zur Hauptstrasse hoch, weil es da doch mehr zu sehen gibt. Viele prachtvolle Häuser hier. Architektur auch neueren Datums, selten aber gut. Die Jugend- und Kolonialstilhäuser sind schon schön, zeugen vom ehemaligen Reichtum der Stadt.
    Ich erreiche die Adresse meiner Unterkunft. Zu meinem Glück ist da ein McDonalds mit Free Wifi, denn für die 4 Tage ein Telefonabo zu kaufen … - ich schreibe eine Nachricht an die Unterkunft, gehe dann weiter die Hauptstrasse entlang bis zum Ender der Altstadt/Landzunge, will mir noch das Terminal von Buquebus anschauen, welches es da gibt. Finde es dann auch, doch da werden eigentlich nur die Autos verladen, es hat Morgens und Abends einen Kurs nach BA, am Mittag jedoch existiert keine Fahrt, da war irgendwo bei der Internetsuche eine falsche Angabe. Ausserdem sagt mir die Dame am Schalter, dass alle Busse auch von Tees Cruzes fahren. Also ist das klar! Morgens um sieben ist die Welt für mich noch nicht in Ordnung, also werde ich Tees Cruzes wählen und genau den gleichen Weg wieder zurück gehen.
    Schaue mir noch die Umgebung an, da ist der Mercado del Puerto, bin da schon mal herumgeschlichen, wie ich das Terminal gesucht habe - ohne Wifi nicht immer einfach. Die Hinweisschilder für Fussgänger sind auch nicht gut angebracht, nur wenn man über die Fussgängerzone kommt, sieht man diese, ich kam über die Hauptstrasse am Ufer, sah das Touristenbüro, da war kein Eingang, hatte aber Wifi und hilfsbereite Leute. Die Hinweisschilder, wo es in den Hafen geht, sah ich erst nach hilfreichem Hinweis - na ja, muss noch dazulernen. Ausserdem musste mich ein Wächter durch ein Tor lassen, alle brauchen da Ausweise - der war echt nett!.

    Ich bummle wieder zurück, schaue mir dies und das noch an, Seitengassen, Parks. Viele Touristenstände, aber auch Bücher und Krimskrams für Einheimische hier in der Altstadt, sie packen nach 1600 schon langsam ein. An vielen Orten liegen Randständige in den Seitengassen, oder es liegen Kleidernester herum. Mir fällt auch hier wieder Geschrei auf, es gibt auch wenige offensichtlich Behinderte. Es gibt auch genügend Schnorrer, die mit einem Kontakt aufnehmen und dann Geld oder etwas aus dem Laden wollen - der Beste hier war der, welcher mit mir in einem Geschäft Pampers kaufen wollteIn einem Park wo ich kurz raste, ist eine Gruppe versammelt, welche Capoeira macht . Da ist Enoch eine Parkwächterin, habe ich noch nie gesehen in den anderen Parks. Aber sie schaut, wegen Hunden und Versäuberung, dazu wegen nicht rechtmässig abgestellter Vehikel. Unterhaltsam und kurzweilig. Viel gibt es dann nicht mehr zu sehen, die Querstrassen haben noch eher etwas wie Bar oder Lebensmittel, die Parallelgassen sind schlicht meist leer.
    Beim McDonalds angekommen schaue ich, ob eine Nachricht der Unterkunft da ist, es ist gegen 1700 Uhr - nichts. Schreibe nochmals und gehe dann wieder zur Tür. Die ist nicht offen - versuche mal zu läuten bei leeren Schildern und einem Immobiliengeschäft. Keine Reaktion. Ein Mann kommt dann heraus, weiss aber von nichts und will mich auch nicht reinlassen! Also zurück zum McDonalds, schauen ob was gekommen ist. Gehe dann wieder zur Tür und frage einen Passanten ob er die Nummer anrufen würde, der macht es - die Nummer ist aber ungültig. Gleich danach geht eine junge Frau in die Türe, welche ich auch anspreche und frage, weiss aber nichts, sie holt aber ihr Telefon und versucht die Nummer auch zu wählen - ohne Erfolg. Schon nach sechs Uhr, ich wieder beim McDonalds, Schreibe der Unterkunft und dem Kundendienst von Booking .com. Dann erneut Booking.com Selektion für ein Zimmer, ganz in der Nähe, Preis ähnlich, buche es und gehe dahin. Stehe erneut wie der Esel am Berg, keine Rezeption da, nur eine Geschlossene Türe! Suche einen Internetzugang um eine Nachricht zu schreiben - alle mit Passwort, gehe wieder zurück, finde auf dem Weg ein Wifi, schreibe wieder und erhalte da gleich eine Antwort. Kehre um und habe nun endlich ein Unterkunft. Alejandra ist nett, sie wartet bei der Haustüre, es geht mit einem Lift mit Scherentüren in den 5. Stock, wo ich eine halbe Suite habe, Dreibettzimmer. Bad, Abstellraum und Küchenbenutzung. Wasserkocher, Kaffee- und Teebeutel - und das erste Mal hier sehe ich einen Boiler und habe beim Duschen Warmwasser!
    Nach der erholsamen Erfrischung will ich Essen gehen, der Gastgeber hat seinen Arbeitsplatz aber gleich bei der Wohnungstüre.. Gleich drei Bildschirme mit Grafikprogramm und ein spezielles Zeichenstift Tablet. Er zeigt mir rasch was er macht, dabei gesellt sich seine Frau zu uns und wir reden etwas bis ich meine Hunger zu haben, es ist bald 21 Uhr. Zur Hauptstrasse und ins erste beste Restaurant, Wähle eine „Milanesa Pollo“ etwas gemischter Salat mit Pouletbrust gebacken (riesig) darauf noch Käse un dein Spiegelei. Dazu ein grosses Bier, ich habe noch wenig getrunken heute. Mit Karte bezahlen geht hier auch überall gut. Auf dem Heimweg nehme ich noch eine Flasche Wein mit - Tanita, kenne ich nicht. Lade meine Gastgeber zu einem Glas ein, das wird dann aber spät, wir schwatzen bis über 0200 hinaus, zwar mit etwas Wissensmangel bezüglich Worten, doch die beiden machten ein Rätselratespiel aus den Hilfsversuchen - ich versuchte zu umschreiben, erst im Notfall kam dann mal Englisch zum Einsatz.
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  • Fahrt nach Montevideo

    2 dicembre 2023, Uruguay ⋅ ☁️ 26 °C

    Am Morgen erwache ich früh, mein Weniges Zusammenräumen geht rasch, vergesse fast meine kleine Haarbürste, beim zurück blicken sehe ich sie gerade noch auf der Seite im Bad liegen - in den Hosen sack.
    Das Wetter hat aufgeklart. Erreiche die Busstation 08:20, da ist ein Bus um 08:30, kriege sogar einen Fensterplatz. Einer der Mitreisenden hat sein Handy vergessen. Da es am Weg liegt, hält der Fahrer rasch - sehr nett!. Der Bus ist direkt, hält aber in Colonia an einigen Stationen. Am Ende sind die Plätze dann fast besetzt. Dann nimmt er Fahrt auf und es geht los. Zuerst noch etwa sZivilisation, Buden und Häuschen, Vieh, Garten, Lagerhäuser, eine zeitlang dann Busch und Wald, bestehend aus Eukalyptusbäumen. Gegen Montevideo kommen dann wieder viele Hallen, man merkt es geht in bewohnte Gegend. Bei den Viehweiden ist mir aufgefallen, dass viel Wasserlöcher ausgehoben wurden, teils liegt der Aushub noch daneben. Uruguay litt die letzten drei Jahre an einer Dürre, in Montevideo musste sogar Brackwasser des Flusses dazu gemischt werden in die Wasserversorgung. Den Leuten wurde empfohlen Wasser zu kaufen …
    Die Ankunft in Montevideo ist natürlich nicht nach Wunsch, der Busbahnhof in der Altstadt, sondern Tres Cruzes! ich bin aber darauf vorbereitet, dann hat es noch Free Wifi, keine Sache also in die Stadt zu kommen!

    Gehe aus dem Busbahnhof, mache einen kleinen Umweg um das „Wahrzeichen „ zu fotografieren.
    Dann spricht mich eine Frau an, welche gerade in ein Taxi steigen will, ob ich sie erwartet hätte - lächle sie an und sage nein, worauf sie mit dem Taxi entschwindet. Wie immer zu Fuss, nehme ich meine eigene Route, nicht die von Google und auch nicht Booking com, aber Parallel dazu, denke es hat da weniger Verkehr. Suche nach einem markanten Punkt um mir etwa die Hälfte des Weges zu merken, was mir nicht gelingt. Doch genügend Eindrücke habe ich rasch - moderne Parks, und viele Penner am Strassenrand - sammeln anscheinend nachts den noch brauchbaren Abfall und müssen tagsüber schlafen …
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  • La Cumbre 30.12.23-2.1.24

    2 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 28 °C

    La Cumbre ist eine kleine Ortschaft nahe Cordoba. Hat eher Feriencharakter für die Personen. Die Hotels sind hier ab etwa 50 Dollar, mit Frühstück. Halb- oder Vollpension ist nicht üblich. Die Gäste verpflegen sich im nahegelegenen Ortskern.

    Allerdings wird das an Feiertagen ein Problem - die Restaurants schliessen und wer das weiss, reserviert in den wenigen offenen Resto’s natürlich vor. Wenn man das nicht weiss, so bleiben nur noch Sandwiches, wenn dann noch etwas auf hat. Aber Fleisch und Käse kriegt man, Brot ist eher ein Problem (wenn der Laden keines führt). Ich habe meine Sandwiches am Busbahnhof geholt, da waren verschiedene Arten, ich habe wieder mal nicht verstanden, was die Mädchen mich fragten und sie schicken mich zum Kühlschrank zum Aussuchen.
    Vor dem Shop hocken ältere Männer beim Bier und unterhalten sich.
    Eigentlich wollte Pedro mich einladen zum Gemüse essen - seine Familie (Sohn) hat dann interveniert und ihn zu sich und Freunden beordert. Mir macht es nichts aus, bin mich gewohnt alleine zu sein auf der Reise. Allerdings kannte ich die Restaurant-Situation hier nicht - alle machen zu, was mich etwas in Notstand brachte. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich früher eingedeckt. Nett lädt mich Pedro noch zu einem Bier ein, was die Situation leider nicht verbessert. Am Schluss ist praktisch alles geschlossen, da wo wir Bier trinken machen sie auch gleich zu. .Die Lösung - Bus-Terminals sind meist geöffnet und bieten etwas an, wenn auch keine Herrlichkeiten.

    Bisher ist die Situation für Verpflegung sehr einseitig, Gemüse existiert wenig, Da sind Pizzerias,, wenig Teigwaren, viel Fleisch, immer Käse und fast kein Gemüse - wird anscheinend nur zuhause gegessen. Als Ergänzung sind überall Sandwiches zu haben, selten was Grünes drin, Tomaten sind häufig. Auch Ponchos sind gebräuchlich - eine Wurst im Brot mit Saucen nach Wunsch - an die habe ich mich wegen meines labilen Darmzustandes noch nicht herangewagt. Hamburger sind auch sehr gebräuchlich - alle Fastfood eher. Salate sind auch nicht sehr häufig im Angebot, wenn sind sie viel zu gross. Viele holen sich etwas an einem Stand und ergänzen es anscheinend zuhause. Früchte hingegen sind viel stärker verbreitet und in den Strassenläden im Angebot - Bananen, Orangen/Mandarinen, Äpfel, Pfirsiche.

    Ich mache hier auch eine Wäsche, das Hotel macht das nicht, ich finde aber aufgrund der Beschreibung die „Lavanderia“ - habe etwas mehr als in Buenos Aires, bezahle aber gleich 5000, fast 6 Doller im Gegensatz zu BA, wo es mich 2 gekostet hat - aber immer noch, kein Betrag.
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  • Rückfahrt Montevideo nach BA

    3 dicembre 2023, Uruguay ⋅ 🌬 20 °C

    Trotz des gestrigen langen Abends war ich früh wach, schlief schlecht - der Wind hat die ganze Nacht stark geblasen, ausserdem war Samstag und der Ausgangslärm gut zu hören. Habe dann mal noch etwas Tagebuch gemacht. Habe bemerkt, dass ich noch mehr Geräte laden muss, da war auch noch ein Update von Apple zu erledigen, musste manuell eingreifen, irgendwie funktionierte mein Zimmer Wifi nicht. Kurz gepackt, um 10 Uhr habe ich mich verabschiedet, mit der E-Mail von Enzo und Alejandra in der Adresskartei - gehe sicher nochmals nach Uruguay, wenn es geht, das war echt zu kurz und Stress. Wenn ich die und Ihre Unterkunft gekannt hätte, wäre ich sicher zwei Wochen da, aber ich habe ja in Argentinien alles fix organisiert.
    Auf der Strasse ist es echt kühl, trotz Sommer, hatten Sie Jahre eine Trockenheit, so sind jetzt Überschwemmungen angesagt. Was mich erstaunt, die Stadt erwacht jetzt erst.
    Ich treffe auf einen Markt, vor allem Blumen, und Pflanzen werden verkauft, aber auch Goldfische und Weiteres ist zu finden, dann wieder fast menschenleere Strassen. Gehe die Julio 18 bi zum Ende, da ist noch eine Stehle aus 1830, gedenkt der Verfassung für das Land. Natürlich habe ich noch weitere Sujets gefunden, welche ich zeige …

    Jetzt kann der Busbahnhof nicht mehr weit sein, ich habe nun doch Hunger, gehe aber zuerst mein Ticket lösen. Die Gesellschaft vergibt keine Sitznummern, Diejenigen welche lange genug anstehen haben dann die besten Plätze, was zu langen Schlangen führt, man muss sich manchmal echt durchfragen, wo sie anstehen ;-))
    Es fahren zwei Busse, ich muss dann noch in den schon fast gefüllten, eine Stehstlle zu früh angestanden. Mein Busnachbar ist etwas älter als ich, hat eine schwache Blase und muss dreimal, dazu hat er sein Paket nicht richtig verstaut, es fällt mir nach Abfahrt rasch auf den Arm! Die Fahrt verläuft rasch, ich am PC am schreiben, erst am Schluss komme ich mit ihm ins Gespräch, er redet ein Gemisch aus Englich, Französisch, Brasilianisch und Spanisch. Ist in BA aufgewachsen, in aller Welt schon gewesen und hat anscheinend in Uruguay, Argentinien und Brasilien Besitztümer.. So wie er aussieht, wirft das aber nicht viel ab, doch er ist nett.
    Dann sind wir schon wieder in Colonia am Hafen, umsteigen und durch die Grenzkontrolle, die ist auch schon hier wie auf der anderen Seite. Es haben sich wieder alle zum Einsteigen gedrängelt, im Schiff ist aber mehr als genug Platz, sogar Ich kriege doch noch eine Sitzreihe mit Fensterplatz für mich!
    In Buenos Aires, am Terminal von Coloniaexpress, dauert es dann mit dem Aussteigen! wir werden um Ecken geführt, die Einsteiger sind schon im Schiff, bevor ich überhaupt die Grenzkontrolle von Argentinien sehe. Bereue es mich nicht etwas früher angestellt zu haben, muss aber 1,25 Stunden in der Schlange stehen und warten. Hier muss ich nun meinen deponierten Rucksack im Hotel Rey holen und dann hätte ich noch einen gut halbstündigen Fussmarsch mit sicher 25 kg auf mir! Aber nach der Sitzorgie heute bin ich für etwas Training zu haben - im Notfall gibt es Taxis! und in BA habe ich ja wieder iInternet, Orientierung also einfach.
    Im Hotel ist mein Gepäck da, der nette Nachtportier, welchen ich schon kenne - gebe ihm ein schönes Trinkgeld, was ihn sehr überrascht. Er sputet sich mir die Tür aufzuhalten. Gehe zur nächsten Kreuzung, wo ich dann ein freies Taxi anhalte. Der Fahrer sagt mir den Preis ungefähr voraus, doch es macht dann 100 Pesos mehr, auch ihm gebe ich Trinkgeld, bin für etwa CHF 1.50 10 Minuten Taxi gefahren. Er lädt mich an einer 4-spurigen Strasse ab, stark befahren, auch Busse! Dank dem andauernden Wind ist die Luftsituation nicht schlecht.
    Meine Unterkunft ist gegenüber hat der Fahrer gesagt. Schleppe mein Campinggepàck über die Strasse, da ist gleich der Eingang. Meine SIM-Karte zahlt sich jetzt aus, kann die Vermieterin kontaktieren, es dauert etwas, dann erscheint sie. Die Haustüre ist von innen und aussen nur mit Chip zu öffnen. Wir fahren in den ersten Stock, man hört hier den Strassenlärm gut, die Luft ist gut. Aber dann kommt die negative Überraschung - ein Hund begrüsst uns freudig, und ich habe ja seit einiger Zeit eine Allergie gegen deren Haare. Das war beim Buchen nirgends ersichtlich. Es kommt mir aber entgegen. Sage ihr das und befriste meinen Aufenthalt schon.
    Lege mein Gepäck ab, das Zimmer ist schön, mit Pult und allem, die Matratze ist auch sehr gut. Schlafe dann aber nicht sehr gut, der Lärm stört mich.
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  • 1. Schultag in Buenos Aires

    4 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Am Morgen habe ich etwas belegten Hals und Schnupfen, Augen gut. Der eine Hund versucht immer wieder zu mir vorzudringen und hallo zu sagen, an mir zu schnuppern und sich zu reiben. Bisher ging es gut, er gehorcht seiner Meisterin zwar widerwillig, macht aber dann was sie will. Nehme rasch einen Kaffee, für Frühstück reicht die Zeit nicht, sonst bin ich zu spät. Maria gibt mir noch netterweise eine Sube-Karte für Bus und U-Bahn (Sube). Ich gehe zur Schule, mache noch etwas Duolingo auf dem Weg.

    In der Rezeption der Schule warten schon weitere Schüler, lerne rasch alle kennen, vergesse die Namen sofort wieder, muss dazu nochmals ein Formular mit meinen Daten ausfüllen und auch einen mündlichen Test machen mit einer Lehrerin. Dann bin ich in eine grosse Gruppe eingeteilt, werde aber nach wenigen Minuten umgeteilt zu einer Zweiergruppe. Es stellt sich heraus, dass die beiden auch Schweizer sind. Etwas vom ersten, was ich lerne ist, dass die hier in Argentinien für y und ll ein sch sprechen. Eine Erklärung für meine Hörschwierigkeiten in den letzten Tagen und das Gefühl, die Leute reden wie in der Waschmaschine! Auch „tu“ gibt es hier nicht. Man ersetzt das hier mit „vos“. Das kommt von vous, ist eine Höflichkeitsform.. Natürlich ist die Konjugation anders … - gibt zu lernen und immer auch daran denken, dass „ll“ und „y“ als „sch“ gesprochen werden. Die Schule geht die ganze Woche bis 1400 Uhr, statt bis 1330, wegen eines Feiertags am Freitag.
    Ich verzichte heute schon zum Tangokurs zu gehen, schaue mir aber den Weg an und die zum Hingehen benötigte Zeit an.
    Das Wetter ist regnerisch und eher kühl, zusammen mit dem Wind empfinde ich es als kühl. Mit der kurzen Hose habe ich nur wirklich warm, wenn ich gehe. Gut habe ich die Regenjacke mitgenommen, am Nachmittag regnet es heftig. Trinke mal einen Kaffee, dann schaue ich mich noch in der Stadt etwas um und gehe zu meinem Zimmer zurück, mache Fotos auf dem Weg. Irgendwo kaufe ich drei Empanadas und esse diese. Hole mir noch zwei Bier im nahen Supermarkt, ausserdem dazu Äpfel und Bananen..
    Bei der Schlummermutter schafft es der junge Hund dann beim hereinkommen, dass er mich beschnuppern und sich rasch reiben kann. Beschliesse in Zukunft erst später zurück zu kehren.
    Esse noch eine Banane und einen Apfel, trinke meine zwei Bier, waschen und Zähneputzen. Irgendwie ist mir aber schon etwas ins Auge gekommen, spüre es und versuche noch auszuspülen, geht aber nicht.

    beigefügte Bilder mit Kommentaren
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  • 2. Schultag BA

    5 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 24 °C

    Am Dienstagmorgen dann die definitive Erkenntnis, es geht nicht, ich habe zwei rote Augen und das eine hat einen immensen Tränensack. Zeige das meiner Zimmerwirtin und streite mich etwas mit ihr, auch über die Kosten für das Zimmer, will lieber in Pesos bezahlen. Sie ist nicht in der Lage das umzurecstàrkeralkuliere rasch, wann ich Zeit zum Zügeln habe und Zeit zum Suchen brauche ich ja auch! Das wird Freitag, dann ist Feiertag, wie ich schon weiss. Sonst kann ich nicht, keine Zeit oder nicht in die Schule!
    Hier in Argentinien gibt es verschiedene Kurse - offiziell bei etwa aktuell 350 Pesos/1 $. Dann den „Blue-$“, wird vor allem von Kreditkarten angewendet, ist ähnlich dem auf der Strasse verwendeten Schwarzmarkt-$, da gibt es ab 100 -$ Wechsel um die 900 Pesos (ARS). Im Internet wird gesagt, der Blue sei etwas tiefer, als auf der Strasse gewechselt. Das stimmt nicht, die beiden Kurse sind ähnlich. Einen klaren Vergleich habe ich nicht, belastet mich meine Kreditkarte doch mit CHF, doch wenn ich rechne, dass ich etwa 970 kriege für einen CHF, nach Umrechnung, dann sind das in etwa 10% zum Dollar, stimmt in etwa mit meinem Strassenwechsel. Mit der Rechnerei dämmert mir auch rasch, dass die Frau schlau/clever ist - der Preis für das Zimmer rechnet sie zum offiziellen Kurs 350 um in $. Sie will dann Dollar. Diese $ kann sie dann wiederum tauschen für 900 ARS. Der Zimmerpreis von 14700 wird so zu 37800, das 2,5 fache in Argentinischer Währung. Ausserdem kann sie die $ ruhig unter der Matratze deponieren, ist so inflationsgeschützt. Respekt! Also diskutiere ich mit ihr. Rechne den offiziellen Preis von ARS 14700/900 Kurs real zurück, (16.33 $) runde auf 20 auf und schlage ihr vor, 120 sei fair für hier.
    Ich bin natürlich zu spät für die Schule. Da erhalte ich dann noch vor Mittag von ihr WhatsApp. Mit der Abrechnung dazu von Booking.com, welche nun auf 175 $ mit Stornogebühr lautet - ziemlich weg, von den ursprünglichen 210 $ welche ich eigentlich gebucht habe. Aber auch ziemlich weg von den 120 $, welche ich zahlen möchte. Doch die Stornogebühr werde ich akzeptieren müssen. Gut, 120+35=155. Ich mache ihr am Abend den Vorschlag, ich bezahle 160, sie tragt einen Teil der Stornokosten mit (15$), weil nichts von Hunden erwähnt war! Wir einigen uns da! An Booking.com schreibe ich auch noch und erkläre das Problem, vor allem Leute, welche sich nicht auskennen und Booking vertrauen, bezahlen im Land gleich mal zuviel, da unwissend. Ich habe es ja auch erst im ersten Hotel bemerkt, die haben in Pesos/ARS fakturiert, ich mit Karte bezahlt, meine Belastung war zum Blue Kurs, statt gebuchten 52 $ nur gut 25 CHF. Der stark überhöhte Preis für Ausländer geht nur bei Privaten, wenn sie die $ bar kassieren, keine Kreditkarte akzeptieren. Mit Kreditkarte erhält man ausdrücklich den besseren Kurs.

    In der Pause suche ich eine neue Unterkunft, schreibe mehrere heraus, habe weitere Apps geladen. Auch Google ziehe ich zu Rate, Früchtestandie Preise in ARS. Auch hier hat Booking teils irre Preise … - schaue auf Seitenstrassenlage.
    Nach der Schule schaue ich mir zwei an, welche für mich passen, das eine ist soweit gut, auch das Zimmer TV und eigenes Bad beide, ein Fenster zu einem Innenhof, eines ist allerdings noch 15 Minuten weiter weg, Entscheid für das nähere. Im zurückgehen reserviere ich das nähere, muss gleich die erste Nacht im Voraus zahlen. 24000 ARS rund 25 Franken.

    Sehe noch eine Demonstration am Nachmittag, Gehe dann in den Tangokurs und bei kühlem Regenwetter zurück in mein Zimmer, wo ich erst spät eintreffe.

    Das alles hat mich allerdings ziemlich Zeit gekostet, es reicht nicht mehr für Tango. Probiere mal die U-Bahn, weil es doch wieder heftig giesst von oben. Lade die Karte auf mit 1000 Pesos, etwa 1.10$. Es wären noch 350 drauf gewesen. Fahre mit der roten U-Bahn bis Purreyon, gehe erst von da zu Fuss. Kaufe auf dem Heimweg an einem Früchtestand noch Äpfel, Bananen und Mandarinen.

    Gehe am Abend noch hinaus, trotz Regenwetter und streife im Quartier herum - esse irgendwo einen Merluzzo an Rahmsosse, dazu einen kleinen Salat und ein Dessert ist inbegriffen. Trinke ein grosses Bier - trage immer noch meine Sonnenbrille. Gehe erst um 2300 ins Zimmer - die für mich schädlichen Proteine sind anscheinend nur bei Berührung wirksam - direkt Haare, sonst geht es - allerdings läuft meine Nase stärker und auch im Hals habe ich Belag.
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  • 3. Schultag BA

    6 dicembre 2023, Argentina ⋅ 🌧 23 °C

    Habe am Morgen immer noch rote Augen und leicht geschwollene Tränensäcke, aber nicht schlimm. Gehe zu Fuss zur Schule, gutes Fitnessprogramm, da ich fast eine Stunde habe. Trotz der erhaltenen U-Bahn Karte, welche ich nicht verwende.

    Heute ist noch eine Führung von der Schule organisiert nach La Boca, einem gefährlichen Viertel beim Hafen, bzw. dem Hafen wo die Immigranten eingereist sind. Die farbenprächtigen Fotos sind vom zentralen Teil dieses Quartiers, am ehemaligen Einwanderer-Hafen. Das Quartier ist natürlich viel grösser, aber das hier ist noch ursprünglich erhalten, wird soweit gepflegt und gehegt, von Shops umzingelt, welche Souvenirs anbieten - und Wein! Die Einwanderer hatten ja fast nichts, wenn sie ankamen, waren arm und mussten sich behelfen. Viele waren damals Italiener, es gab aber auch Deutsche und Schweizer, jedoch eher in der Minderzahl. Einwanderungswellen grob von 1860 an, bis etwa 2. Weltkrieg. Damals waren sie hier reich, Argentinien und Uruguay.

    Zurück nehme ich am Abend dann die U-Bahn. Esse noch bevor ich ins Zimmer gehe - es gibt ein Huhn, die schaffen es irgendwie die Knochen weg zu nehmen, es bleibt einfach ein flacher Fladen wenn man den Brustteil nimmt. Um kurz nach 2200 ist das Lokal fast voll!
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  • 4. Schultag (vor Feiertag)

    7 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 24 °C

    Am Morgen, leicht geschwollene Tränensäcke, obwohl es sehr sauber ist, sind die Haare halt trotzdem da. Aber mit der Vorsicht und nicht berühren ist es gut. Nehme bei der Zimmerwirtin nur einen Kaffee und verziehe mich rasch. Da ich wieder spät bin, nehme ich die U-Bahn. Frage nach der nächsten Station, Google Maps gibt mir diese auch an, will mich aber kurz vor der Station plötzlich umleiten, gibt erneut eine Viertelstunde Weg an - ich bin verunsichert. Gehe dann aber trotzdem ins Bahnhofsgebäude hinein und da ist die Station. Allerdings komme ich nicht so rasch weiter wie gedacht. Meine SUBE-Karte geht nicht, es steht sie sei blockiert!, da sitzt eine Frau, welche ich frage und sie sagt, ich solle zum Schalter gehen und mich dann auch registrieren auf der Webseite. Der Schalter ist Gottseidank nicht weit entfernt - der Mann bestätigt die Blockade und sagt, es sei unmöglich den Saldo auszulesen. Das Guthaben war etwa ein Dollar fünfzig, kein grosser Verlust. Dann verstehe ich ihn nicht richtig, die Ersatzkarte kostet mich nochmals fast einen Dollar, ich meine das sei die Ladung der Karte, ein Umtausch sei gratis. Aber man versteht einander auch schlecht durch einen Geldschlitz. Die Karte funktioniert auch, also zur Schule. Ich weiss da noch nicht, dass man die überziehen kann, ich gerade auf Kredit fahre … - das merke ich dann am Abend, wie ich zurück will. Weit und breit aber kein Schalter. Ich sehe jedoch zwei Mädchen mit der Karte an einem Automaten hantieren, schaue zu. Da sind zwei weitere Automaten, aber keiner in Betrieb. Es haben sich andere Leute schon angestellt, ich muss dann warten bis ich meine Karte laden kann! Jetzt am Abend habe ich ja Zeit …

    Vorher ging ich noch in den Tangokurs, da sagte mir die Dame an der Rezeption, es gäbe von der Schule kein Guthaben mehr. Ich müsste sonst 5000 ARS bezahlen - etwa 5 CHF. Nach einer Rücksprache mit jemandem beginnt sie dann im Telefon zu suchen und WhatsApp zu schreiben - ich warte geduldig zuerst, dann beginne ich meine Schuhe zu wechseln. Die Türen für den Kurs sind schon auf, da kommt ihr dann aufgrund eines Hinweises die Erleuchtung und sie lässt mich rein.
    Heute ist Besenstiel-Tag für mich, meine junge Dame vom letzten Mal ist nicht da. Aber die Schule ist auch gross! etwas wie ein Bienenhaus. Manchmal habe ich die Ehre, den Lehrer als Frau zu haben - es mangelt mir an vielem, mehr in die Knie, mehr schleifen mit den Füssen, Mache dazu Übungen.

    Gehe rasch essen, kaufe noch zwei Bier fürs Zimmer, ich muss ja packen wegen Morgen, da zügle ich dann mein Zeugs.

    Heute mal keine Fotos gemacht.
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  • Amtsantritt Milei, Parlament und Senat

    10 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 25 °C

    An diesem Sonntagmorgen habe ich es mir mal im Bett länger bequem gemacht. In der Nähe gibt es ein auch mit Waren vollgestopftes Restaurant, wo ich meinen Kaffe und Frühstückstoast esse. Schon beim Hingehen ist mir aufgefallen, dass viele Leute mit Fahnen herumgehen. Aus einer bestimmten Richtung war auch Lärm von Lautsprechern und entfernt viele Flaggen am Ende der Gasse zu sehen.
    Dann sind immer mehr Leute ins Restaurant gekommen, da lief noch ein Fussballspiel.
    Dann entdeckte ich unter den Hereinkommenden einen Mann in Gaucho-Tracht und bat ihn um ein Foto.
    Danach ging ich mal schauen, wo die Flaggen waren - am Platz des Senats/Parlamentes war alles abgesperrt, gerade am Aufräumen der Absperrungen. Natürlich einige Foto’s geschossen, das Parlamentsgebäude ist eines der schönsten in BA, daneben noch ein weiteres sehr fotogenes Gebäude.
    Dann machte ich mich auf zur Plaza de Mayo, in die Richtung sind alle Milei-Fans gegangen, mit Flaggen von ihm und Löwenkopf, nur Konterfei, viele halt auch nur mit der argentinischen Flagge um. Je näher an der Plaza, desto mehr Leute und Lautsprechergeplärre. Ich sah natürlich nichts, die Menge stand dicht vor mir. Zur nächsten Strasse, da ging es gar nicht weiter. Dann nochmal ein Effort über Lautsprecher, die Leute jubelten und skandalierten Milei, Milei ….
    Bevor ich auch nur eine Foto hatte, war alles vorbei, die Leute begannen ab zu wandern. Rundherum haben sich über fliegende Händler aufgebaut, versuchen noch ihre Fahnen, Fähnchen und Flaggen loszuschlagen. Ausserdem sind überall auch Nahrungsangebote entstanden auf Tischen, Stühlen improvisiert, werden zudem Andenken und alles Mögliche sonst, was Leute kaufen könnten - vieles auch selbst gemacht.
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  • Tango + Tanzen lernen

    12 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 31 °C

    Auch da war ich ja aktiv, jeden Tag einen anderen Lehrer/Lehrerin. Die Kleinste war die Beste, gibt leider nur am Dienstag Anfängerkurse! Ein Mann mit Wurzeln in der Westschweiz war auch noch recht gut. Aber zwei meiner Lehrer waren ziemlich schwach. Dazu kam noch, dass die Pünktlichkeit hier zu wünschen übrig lässt - für eine Lektion habe ich, pünktlich, fast eine Stunde gewartet. Alle sind irgendwie immer etwas zu spät.
    Was mich die Männer vor allem trainieren liessen, Ist Gleichgewicht und Machogehabe ;-))!!!
    Na ja, einer hat sich noch die betrunkenen Boxer zu eigen gemacht, zwei meinten, ich solle mich so etwa wie leicht betrunken fühlen - aber immer schön aufrecht, und gerade stehen!. Na ja, irgendwie war ich abends immer etwas unter Druck, die Gleichgewichtsübungen in den Knien mit schleifenden Sohlen, teils lange Schritte, dazu doch gerade aufgerichtet in der körperlichen Gleichgewichtsmitte sein. Leider habe ich keine Foto, wie ich mit einem Besenstiel auf den Armen durch den Spiegelsaal marschiere.
    Aber ich war ja meist nicht der Einzige … - doch viele „Principantes“ = Anfänger gab es nicht, meist war ich der Neuling, bzw. der unterste Anfänger.,Am meisten Schwierigkeiten machten mir die schleifenden Gleichgewichtsübungen mit kreisenden Beinbewegungen und Füssen, welche dabei schleifen mussten und doch die körperliche Mitte mitzutragen hatten - heisst eigentlich, man ist da immer leicht in den Knien!
    Die Lehrer wechselten natürlich fliessend zwischen den Mann/Frau Passagen und mit einer Leichtigkeit … Ich hatte doch immer eher warm, auch mit Klimaanlage - aber nur in den StundendWas vor allem auch schwer zu lernen ist, wie lade ich die Dame ein etwas zu Tun, ihr Freiheit zu geben oder zu nehmen, leicht zu drücken, etwas Führen oder Blockieren. Das ist irgendwie das Schlimmste, man sollte nicht wie an einem Fahrradlenker hantieren mit den Armen- aber Man(n) muss sich ja irgendwie durchsetzen, die Partnerin dirigieren, lenken, welche ja fast nur rückwärts geht „Marschiert“ wird immer im Gegenuhrzeigersinn, sonst gibt es Probleme auf der Tanzfläche.
    Dann habe ich auch gelernt, dass Tango auch Improvisation ist - es ist Alles erlaubt, sofern die Partnerin mitspielt bzw. wenn man entsprechend Tanzen kann, mit Figuren, Schritten, Haken und Drehungen.. Da sind denn auch verschiedene Tanzstile. Ehrlich gesagt, ich war jedesmal nach der Stunde bis 1,25 Stunde geschafft, trotz meist Klimaanlage und kühlem Wetter draussen. Das Wetter war ja meine ersten zwei Wochen hier eher kühl und regnerisch. Aber es war die notwendige geistige Konzentration um die neuen Bewegungsabläufe zu lernen. Teils hatte ich echt ein „Gnusch“ und stand neben den Schuhen! Langsam geht es aber, ich habe meine Partnerin jeweils „im Griff …“ bin aber nach sechs Stunden halt gar nicht gut …- hier einige Fotos und Lernvideos zusammengenommen.

    Wie historisch belegt, war vor allem im Vergnügungsviertel der Tanz beliebt, die Bordelldamen weigerten sich zuerst ihn zu tanzen - sie empfanden den Tanz als zu „anstössig“! Die Männer tanzten dann zuerst, dann erst kämen die Damen dazu! Natürlich hat sich diese Musikform und der Tanz im Schmelztiegel der Kulturen bzw. der Einwanderer entwickelt! Aus ganz Europa emigrierten damals die Leute, vor allem Italien, aber auch viele Deutsche und Schweizer. Davon künden auch Ortsnamen hier.
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  • Übrige Tage BA, Geldwechsel, Taschendieb

    15 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 37 °C

    Irgendwie war es immer etwas das Gleiche während der Schulzeit um Spanisch zu verbessern, schon fast Routine in den zwei Wochen.

    Mein Stadtrucksack zeigt wieder Schwäche bei den Reissverschlüssen, plötzlich geht mal einer auf.. Habe aber wohlweislich von zuhause Riemen mitgenommen, um dem Problem zu begegnen. Ich gehe an einem Tag mal schauen deswegen, einen Rucksack habe ich dann doch nicht gekauft, hier kommen alle auch aus China, meiner hat die Hälfte gekostet, passt sonst - nur der eine Reissverschluss macht Sorgen.

    Was mich auch immer umtreibt, ist Geldwechsel - für die nördliche Tour wollte ich mich noch versorgen, habe ich auch gemacht, doch ich habe mich da wie ein Anfänger benommen. Zwar nach den Kursen gefragt, doch ich bin dann an einen Taschendieb geraten, habe mich ausnehmen lassen wie die Weihnachtsgans! Der Mann war sehr nett und wir haben uns gut unterhalten. Er hat mir nicht den Preis geboten, welchen ich wollte - aber niemand hat mir das geboten, einen Tag vorher habe ich noch fast 10% mehr erhalten … Na ja, ich ging dann mit ihm in eine der Wechselstuben, habe da mein Geld herausgekramt. De- ich nichtsahnend, dass r Kurs war nicht so wie ich wollte, ich stecke mein Geld provisorisch in mein iPad und dieses in den Rucksack, wir gehen hinaus, Er weiss im Untergeschoss noch eine Wechselstube, gehen hinunter mal ein kurzes Gedrängel, er immer an meiner Rucksackseite. Doch da unten gibt es dann angeblich einen schlechten Kurs, wir gehen nach oben und verabschieden uns … - ich nicht ahnend, dass er mir die 150 USD abgenommen hat. Ich frage noch etwas, doch die Wechselstube wo ich mit dem Dieb zuerst war, bietet dien besten Kurs. Gehe dahin und merke da, dass mein Geld fehlt. Habe aber zum Glück noch weiteres mit. Es ärgert mich natürlich, aber ich war schon zu nachlässig, das war eine Offerte, Reissverschluss auf, kramen könnt ich nicht merken, weg waren meine drei Fufziger ... - Moralisch war es ja auch nicht gerade ein Aussteller und meine Planung einmal mehr beeinträchtigt. Gönne mir dann zum Trotz ein gutes Nachtessen und Packe mein Zeug noch etwas um. Den Ärger vergesse ich rasch, kann es doch nicht ändern, lehrt mich aber Massnahmen zu ergreifen …

    Sprachschulen empfinde ich als langweilig. Hier macht mir die grösste Schwierigkeit die Umstellung von Tu (Du) auf vos (von vous, französisch, eine Art von alter Höflichkeitsform. . Ausserdem habe ich viel Mühe mit verstehen, muss immer umdenken, weil die Wörter mit ll und y mit „sch“ gesprochen werden, Das macht mein Verstehen noch langsamer als es schon ist, bei mir altem Sack. Sagen was ich will, nachhaken und so geht gut, doch häufig habe ich noch das Problem, dass mir die Bezeichnungen/Worte für diverses tägliches Gut fehlen. Meist dann eher hiesige Spezialitäten. Und wenn sie dann noch schnell reden, verstehe ich ja immer noch Bahnhof! Aber es gibt auch viele, welche merken und langsam reden, vor allem, wenn ich die Worte nicht kenne … - schon nicht so einfach.
    Der Lehrstoff ist auch halt eher immer an Diplomen ausgerichtet, nicht auf Alltägliches und für Reisende. Statt einfache Beispiele sind Übungen da - dann gibt es wieder noch x verwirrende Ausnahmen.
    Mir fehlt auch etwas die Übersicht zu Zeitformen (weiss ja nicht einmal mehr die Fremdwortbezeichnungen der Zeitformen auf deutsch ). Bei den Übungen, vor allem beim frei erzählen habe ich dann immer Mühe in der vorgegebenen Zeitform zu bleiben, was Korrekturen nach sich zieht - pffff …
    Was die Lehrerin an Abwechslung mit Spielen oder Musik gut reinbringt, sind dann die Übungen im Heft halt eher langweilig. Bei Ausnahmen versagen wir drei sowieso meist alle.
    Wir haben auch jemanden mit einer lateinischen Sprache in der Gruppe, welche leider sehr langatmig ist, nicht weiter kommt, wenn man sich ausdrücken sollte. Man übt sich in Geduld.
    So bin ich denn am letzten Tag der Schule echt froh, dass ich weiter kann.

    Die Argentinos essen eher etwas Süsses und Fettiges zum Frühstück, dazu schwarzen Kaffee. Ich habe mir angewöhnt, Früchte zu kaufen, esse dann meist erst in der Schule und während des Unterrichts etwas. Auch Kaffee und Wasser ist verfügbar in der Schule. Trinke den nun schwarz, mag die Pulvermilch nicht.

    Ich streife auch dauernd noch in der Stadt herum, nehme immer wieder eine andere Gasse - mit all dem Hin und Her ergibt mir das leicht so 12 km/Tag.
    Langsam habe ich mich so an die Stadt gewöhnt, zumindest den, welchen ich begehe. Erstaunlich ist, dass vor gewissen Restaurants Schlangen von Personen stehen. Es gibt aber zwei Arten von Anstehen - Touristen an einem der wenigen berühmten (Pizzeria Güerrin) und Einheimische in den Seitengassen-Restaurants (zB. Pippo, wie ich erfahren habe sind das 24 Stunden Restaurants, vor allem auch von Künstlern benutzt.) , preislich attraktiv, mochte aber nicht in die Schlange stehen, um herauszufinden wie günstig sie sind.
    Ich bevorzuge andere Lokale , nicht zu volle, preislich sind alle für mich gutbetuchten Schweizer erschwinglich. Sogar mit Wein, teils haben sie kleine Weinflaschen, 375 cl. Häufig trinke ich aber sowieso Bier, bin schon meist etwas durstig, nach meinen Stadtläufen. Man ist schon sehr spät hier in BA. Es kann gegen 24 Uhr werden, da kommen immer noch Leute zum Essen in ein Lokal.
    Fleisch können sie gut zubereiten hier, manchmal nicht ganz sauber zweiseitig gebraten, doch ok. Fisch ist dann eher schon ein Problem - wenn auf dem Grill gemacht, sind die schon fast getrocknet … - in der Pfanne mit Sauce, das geht noch, die Saucen sind jedoch mastig!
    Es gibt auch im Innern der Gebäude teils sehr schöne alte Zugänge, die Lifte sind meist mit Scherengittertüren versehen, werden am Laufen gehalten.

    Unglaublich auch, wieviele Hunde die Leute hier haben. Tagsüber sieht man eher Streuner,. Nachts sind dann die Haushunde da. Die Läden reinigen ihre Gehsteige normalerweise am Morgen. Da es aber viele geschlossene Läden hat - zu verkaufen oder zu vermieten, liegen dann doch Kegel herum, zu meinem Erstaunen nicht viele.

    Um die städtischen Abfallbehälter in den Gegenden welche ich kenne, liegt imm viel Aussortiertes, nicht Dreck, aber doch Unrat. Die Abfallbehälter werden von Sammlern unter- und durchsucht. Flaschen, Karton und Alu wird gesammelt. Die Leute starren meist vor Dreck. Ich muss ehrlich sagen, für mich die härtesten Jobs hier - und erst noch schlecht bezahlt! Diese Leute haben viel eine Art Sack-Karren, teils haben sie ihre Sachen da drin, teils benützen sie sie für die Sammeltätigkeit. Sie schlafen auf der Strasse in einem Winkel, vor Geschäften, halt wo es Platz hat. Ihre Sachen starren auch vor Dreck und werden sicher nicht geklaut. Es sind eher Männer, eher selten auch Frauen.
    Weiter gibt es viel Randständige, dann eher Indios, welche unverhohlen an Tischen um Essen betteln, es dann auch gleich verspeisen - Organisationstalente!

    Viele Sockenverkäufer, Indios meist, welche kurze Socken anbieten - nur für in den Schuhen, dazu sind als Vertriebsmaterial auch Taschentücher beliebt - im Hintergrund werden sie schachtelweise gestapelt.

    Wo immer es möglich und toleriert ist, macht man auch einen Strassenladen auf, Tischchen, darauf dann das Angebot. Viel Schmuck, Steine, Bücher, Essen aller Art, teils selbst Gebackenes.
    In den Einkaufsstrassen mit vielen Touristen machen sich öfter Bettler breit. Kinder alleine, Frauen mit Säuglingen, dazu je nach Variante werden noch junge Tiere dazu eingesetzt, herzige Basis und süsse Welpen. Dann ist da immer ein Kartonschild mit mindestens dem Text „Ayudame/Ayudanos“ etc. Also Hilf mir/uns und einer Begründung, zB. Nach Hause zu kommen usw.
    Es gibt aber auch Produktionen von Künstlern - Strassenmaler, einer, welcher mit fliegender Krawatte wie festgefroren länger da steht, weitere Varianten in der Art. Tangovorführungen um Kunden zu werben, Bands welche spielen oder auch nur Solisten, mit leider meist plärrenden Lautsprechern … - teils haben sie auch Playback.
    Die Beste war eine Sängerin, älter als ich, mit zwei Lautsprechern und Soundmaschine, sie wolle endlich nach Hause und müsse sich das aber leisten können., dafür singe sie!
    Dann gibt es einige, welche mit Tio Anrede (Onkel) sich etwas zu erbetteln versuchen.
    Ein echt farbiges Wölkchen die Argentinos.
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  • Fahrt nach Iguazu

    16–17 dic 2023, Argentina ⋅ ☀️ 38 °C

    Den ersten Tag keine Schule, ich erwache früh, packe mein Zeug zusammen, den grossen Trekkingrucksack mit den Sachen für Patagonien lasse ich ja hier in Buenos Aires.
    Duschen und Haare waschen am Morgen - es gibt wunderbar armes Wasser - nur das Gefälle in der Dusche ist echt falsch, der Ablauf ist fast an der höchsten Stelle. Zum Rasieren stehe ich im Wasser. Das Bidet war dafür super mit einer Podusche ausgerüstet.

    Kurz vor zehn Uhr gehe ich mit den gut 25 Kg zur nächsten Kreuzung und nehme ein Taxi zur Adresse der städtischen Aufbewahrungsstele gemäss Foto. Auf dem Weg sehe ich noch ein Gebäude des Wasserministeriums - ein roter, schöner und eindrucksvoller Bau, welchen ich mal noch fotografieren möchte. Nur vor Ort kommt es mir dann unbekannt vor, nicht diejenige beim Busbahnhof, sondern diejenige näher zum nationalen Flughafen der Stadt. Egal, jetzt bin ich hier, ausserdem fliege ich ja dann am 6. Januar nach El Calafate von dem Flughafen aus, ev. sogar ein Vorteil. Fotografiere den Deposit-Zettel zur Sicherheit, lege ihn zu meinen Kreditkarten. Prüfe dann nochmals meine Fotos, und tatsächlich habe ich die andere Stelle nur in Form von Beschreibung, nicht mit Plan abgelegt als Kopie …

    Daneben gibt es hier gerade ein gutes Kaffee, wo ich dann mal auf argentinisch frühstücke - Süsses! Die haben hier auch Internet, schaue wegen. Western Union App, die haben hier viele Zweigstellen. Mache ein Konto und kann dann nicht hinein aus irgendeinem Grund, trotz Bestätigung der Eröffnung - auch Passwortänderung nützt nichts, auch FAQ bringt mir keine Erkenntnisse.. Gegen Mittag ist das Kaffee innen und aussen sehr gut besetzt. die Zeit läuft, ich muss zum Busbahnhof, der ja jetzt weiter weg ist. Entschliesse mich den Bus zu nehmen, habe ja eine éV-Karte. Die muss ich aber zuerst noch auskramen. Mein aktueller Reiserucksack ist aus China, eher für Stadtzwecke gedacht, hat PC und iPad-Fach, lässt sich grösser und kleiner machen, ist Cabin-Baggage fähig, nur die Qualität der Reissverschlüsse ist echt gut. Leider gehen die ab und zu irgendwo auf, vor allem wenn die Belastung grösser ist. Er war schon treuer Begleiter auf Pilgerreisen - die Wasserflaschen waren leider etwas zuviel! Aber er hat auch unter dreissig Franken gekostet - aus China über die Wish-App. Jetzt habe ich ihm zur Sicherheit zwei Riemen verpasst. Die Karte ist im Rucksack, statt in der Aussentasche, die kann ich nicht schliessen, zum Glück weiss ich wo sie ist - ist nicht immer der Fall, wenn ich was suche!
    Zum Bus ist es nicht weit, lerne die Gegend Palermo noch etwas kennen. Die Stadt ist hier echt hübsch, breite Strassen, beidseitig wird geparkt oder Restaurants bauen teils noch Terrassen in die Strassen, wenn das Trottoir zu wenig breit ist. Dann sind viel Bäume hier, welche die Strassen säumen. Platanen. Die Häuser sind auch eher niedrig, gut gebaut und überwiegend besser gepflegt. Es liegen nirgends Penner herum. Es sind meist zweistöckige Häuser, manchmal mehr, selten ein höheres Haus. Die Gegend wirkt nicht modern, aber erscheint sehr wohnlich, heimelig. Mir gefällt es gut. Viel angenehmer als die City selbst und gerade angrenzende Quartiere mit den meist vielbefahrenen engen Strassen, Gassen.
    Der Buss lässt auf sich warten. Die erste bestellt sich ein privates Taxi. Dann kommt er doch. Google leitet mich hier nun besser als das letzte Mal in die U-Bahn. Alles klappt, ich steige schon vor dem Busbahnhof aus, da ist noch der Eisenbahnbahnhof, an welchem ich vorbei muss. Der Blick ins Innere zeigt eher veraltetes Rollmaterial. Um den Bahnhof ist viel los..
    Vor dem Busbahnhof stehen Boberos und verteilen Zettel, möchten Spenden für sich - Aufbesserung des Gehalts, der Mann erwähnt die Wichtigkeit. Der neue Präsident will ja sparen …
    Der Busbahnhof hat 55 Busplätze, die wenigsten sind besetzt wie ich komme. Bin 1,5 Std. zu früh. Suche mein Ticket auf dem Handy hervor, habe ja zwei Mails erhalten, auf dem einen steht Abfahrt 14:01, das ist früher als wie ich auf Ticketonline gesucht habe. Wie ich den Bus ausgeschrieben sehe, gehe ich zum angegebenen Platz, wo schon eine ganzer Haufen steht, die meisten natürlich mit viel Gepäck, ua. eine chinesische Reisegruppe.. Ich sitze unten, habe einen Einzelsessel, bin frohdarum, auch wenn ich nur kleines Gepäck habe. Die Langzeit-Reisebusse, welche über Nacht fahren, besitzen sogenannte Cama-Sitze, etwas breiter und pro Reihe nur drei. Die Busse sind aber zweistöckig. Ich habe da Glück gehabt. Oben sind 4 Sitze. Busse sind deutlich günstiger und ich finde auch bequemer als Flüge, dauern aber länger. Puerto Iguazu ist immerhin fast 1300 km von Buenos Aires entfernt.
    Dazu brauche ich wegen der Nachtfahrt kein Zimmer und kann im Bus gut schreiben. Im Flugzeug ist man viel mehr eingeengt. Ausserdem sieht man noch etwas von der Landschaft.

    Gleich bei der Abfahrt fahren wir hinter dem Busbahnhof an einem grossen Markt vorbei, es sind alles Occasion-Teile, welche hier angeboten werden. Alles, was noch einigermassen brauchbar ist, von Kleidern, Schuhen bis zu Elektrogeräten, Haushaltsachen, Bauteile wie Lavabos etc. wird hier angeboten, teils auf einem Haufen, teils warten noch abgedeckte fahr- oder stossbare Untersätze auf die Entladung.
    Wir fahren am Containerhafen vorbei, da steht eine grosse Kirche/Kloster, welche mächtig Eindruck macht!
    Am Rand von Buenos Aires gibt es auch grosse Einkaufs- und Bauzentren.

    Auf der Fahrt halten wir ab und zu kurz an - Fahrerwechsel? Ein WC ist ja im Bus vorhanden.
    Aus Buenos Aires heraus ist halt ziemlich Betrieb, Viel Industrie sieht man nicht. Da war der Hafen und eine auffallende Kirche dabei. Dann Hallen, in BA eher ältere und abgelebte Bauten, dann kam schweres Gerät für Bauen, Strassen und Häuser, auf Halde. Die bekannten Marken sind vertreten. Später ha VW auf einem grossen Plakat verkündet, dass sie hier Autos herstellen, Ford gleich daneben. Toyota war später auch noch angeschrieben bei grossen Hallen. Teils gibt es immer wieder erstaunliche Siedlungen. Flachdachhäuser und einmal eine wunderschöne Anlage um einen See gruppiert. Danach geht es aufs Land, wo neben der Autobahn immer wieder Entwicklungsgebiete projektiert, ausgesteckt oder sogar eingehagt sind. Weiter sind endlose Maisfelder zu sehen, schon vorher im Hintergrund immer wieder Kühe/Rinder. Auch schon abgeerntete grosse Getreidefelder und Silos sind zu sehen, grosse Erntemaschinen. Dazwischen immer wieder Busch. Ich sehe aber auch kilometerweit einfach Feuchtgebiete, mit kleinen Seen. Es sind einige Flüsse welche wir überqueren. Später geht es dann in Weideland über und mir fällt auf, dass auch hier Eukalyptus angepflanzt werden - im grossen Stil, wie die Äcker. Es hat auch Nadelbäume, aber eher selten, andere Laubbäume sind selten, eher im Buschbereich.
    Auch viele Schafherden sind auf Weide.
    Weiter gegen Norden kommen nun auch Palmen auf, ich sehe am Abend einmal eine Eisenbahnlinie.. Erstaunlich auch wieder mehr Nadelbäume und Busch, dazu Steppe Die Felder sind mit Bäumen gesäumt, Nadelbäume. Dann geht es in die Nacht hinein.

    An der Autobahn sind Ortschaften an Überführungen in grossen Buchstaben in Farbe an der Aufschüttung angeschrieben. Immer wieder sind auch Zahlstellen da. Man weist auf die automatische Zahlungsmöglichkeit hin. Die Autobahnen sind teils noch alte, aus Beton gegossene Teile, welch immer bei den Fugen einen Schlag verpassen … - es gibt sehr komfortable Stücke, manchmal ist es aber ein fürchterliches Geholper. Total brauchen wir etwa 17 Stunden.
    Was mir auch noch aufgefallen ist - die Lastwagen haben alle sehr lange Brücken! Butangas wird um Städte auch viel herum gekarrt - als Treibstoff für Autos. Lastwagen dominieren hier, die anderen sind eher Kleinwagen, selten ein guter Mittelklassewagen. Wenn dann sind es die mit der Ladebrücke hinten.
    Es hat hier mit den Baumplantagen natürlich auch grosse Sägewerke - allerdings sehe ich nur geschnittene und an Lager gelegte Holzware!
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  • Wasserfälle Iguazu

    17 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 34 °C

    Am Morgen fühle ich mich nach der langen Nacht soweit fit, deponiere nach kurzem Feilschen mein Gepäck für CHF 4 und kaufe mir an einem Schalter in der Busstation gleich ein Busticket zu den Wasserfällen, hin und zurück macht etwa CHF4. Leider sind gerade alle weg, aber alle halbe Stunde fahren die hier. Es ist ziemlich drückend heiss, blauer Himmel. Der Bus wunderbar gekühlt, richtig erholsam. Ich steige nicht als Erster aus, sehe aber die nahegelegenen Schalter, die vor mir streben den entfernten zu. Ich bezahle 20000 ARS Eintritt, ist etwas über 20 CHF.
    Ich betrachte mal die Parkwege-Karte, versuche mich zu orientieren. Aber da stimmt nichts, Ich befinde mich plötzlich an der Bahnstation, sehe dabei noch einen Jaguar ausgestellt, anscheinend so eine Art Lehrpfad, denn im Innern gibt es Schilder.
    Die Bahn soll gemäss Ausschilderung zum höchsten Punkt der Wasserfälle gehen, ist im Preis inbegriffen. Da ich ja begeisterter Wanderer bin, mache ich mich jedoch zuerst auf den Lower-Way, Amarillo. Ich muss aber fragen - es gibt hier einige Info-Punkte, nach mir zu viele. Der Guide leitet mich auf die nächste Abzweigung, da ist aber der Grüne Weg, ich zögere kurz, folge aber der Ausschilderung und wie ich den grünen hinter mit habe, sehe ich plötzlich den Amerillo vor mir. Langsam hat es Leute, ich überhole wieder und wieder, Kinder sind wenige. Gemütlich spazieren die Leute mit und ohne Guides auf den metallenen Gesteinen, welche gerade knapp für zwei Personen ausreichen. Schlängle mich da durch, mache an den exponierten Stellen (meist auch viele Leute da) rasch eine Foto und gehe weiter. Viele Wege sind gesperrt, da stehen dann auch Wächter - wie ich erst später erfahre, war vor etwa 2 Wochen ein Unwetter, welches hier vieles zerstört hat. Die Wassermassen haben richtig abgeräumt. Das wurde noch nicht repariert. Natürlich fehlen dann auch einige interessante, spektakuläre Aussichtspunkte - auf dem unteren als auch auf dem oberen Weg.

    Ich möchte die Bahn nehmen auf den obersten Punkt. Wie ich aber mit einem neben mir sitzenden Mann ins Gespräch komme, erfahre ich, dass der Zug nur wieder in den Hauptbahnhof fährt, auch hier entsprechende Zerstörungen. Wir stellen uns vor und machen die nächste mögliche Wanderung gemeinsam, schwatzen aber Englisch, mein Spanisch ist für Konversationen noch nicht so gut.
    Wir gehen etwa 8 km durch den Wald, die grossen Bäume fehlen, Dschungel? Es gibt Vögel, Insekten (Grillen zirpen) und selten Affen. Viel sehen wir nicht, an einem Wasserfall ist der Weg zu Ende und wir müssen zurück.
    Zurück beim Ausgang haben wir Durst, kaufen zwei Bier und ein Wasser - doppelte Preise hier. Aber bei der Wärme hier ist uns das egal, wir lechzen nach Kühlung!
    Der Bus fährt dann gleich, die Klimaanlage ist wieder eine Wohltat - nicht zu kalt!

    Pedro und ich gehen gleich nochmals auf ein Bier und verabreden uns für den Abend zum Nachtessen.
    Heute gibt es dann mal eine Parillada, aber ich muss ehrlich sagen, das Fleisch war mir zu fest gar, die Rippen gut, dann gibt es da noch so eine Art Blutwürstchen, mit Gemüse gespickt, nicht schlecht. Vom Huhn mochte ich am Schluss nicht mehr. Weil es uns gut gefiel, haben wir gleich 2 Flaschen Wein getrunken - war dann doch etwas viel, zusammen mit den schon verdampften Bieren, hat sich auf den nächsten Tag ausgewirkt …
    Die nächsten beiden Nächte verbringe ich zu günstigen 67 CHF in einem 4 Sterne Hotel, mit Frühstück. Habe mal Agoda statt Booking.com gewählt. Vergleichen ist immer gut.
    Versuche noch mal meine zukünftige Station Resistencia mit Ausflug in den Chaco zu überdenken - Pedro hat mir gesagt, da sei nichts, nur viel Zeit zu verlieren …
    Ich bin aber zu müde, falle ins Bett und schlafe am Morgen notgedrungen aus!!!
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  • Iguazu Städtchen, und Pedro

    20 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 28 °C

    Hier im Dreiländereck Argentinien, Brasilien, Paraguay ist anscheinend Argentinien das Einkaufsparadies für Brasilianer. Die scheinen das Städtchen echt zu beleben, fahren mit ihren Autos sogar her. Die Einheimischen haben sich auf diese Touristen eingestellt, wissen was sie kaufen. Wir müssen uns beim Durchgehen schon wehren, ein unendlicher Strom von Verkäufern scheint unterwegs zu sein - vom Künstler bis zu kleinen Kindern, alle versuchen ihre Sachen loszuwerden. Meist Tand, auch viel Zeug halt aus China …
    Beliebt sind kleine aus Halbedelsteinen geklebten Bäumchen. Das geht bis spät in die Nacht so. Ein grosses Weinangebot, die Preise sind auch schon in Real angeschrieben. Paraguay ist noch ärmer, hat aber nicht so viel zu bieten wie Argentinien (Wein). Es existiert auch ein Casino hier, war aber da nicht. Die Stadtmitte ist so richtig auf Touristen ausgelegt, hauptsächlich Essen und Trinken mit Musik. Ein Bowling-Center haben Sie und auch ein grosses Kinder-Vergnügungs-Center daneben.
    Iguazu ist sauber, die Häuser allerdings meist ebenerdig, Autounterstand mit Zufahrt daneben, teils auf Reifendistanz betoniert. Viele Anwesen sind etwas verwildert und/oder zu verkaufen. Es hat aber auch Schmuckstücke dazwischen. Auch viele unfertige Bauten, wo jemand angefangen hat und … Ich sehe auch immer wieder jemanden in einem Haus bauen - langsam aber sicher. Heimwerkerstil also. Das grosse Hotel hat erstaunlich wenige Mängel aufgewiesen, vor allem die Fugen. Meine zweite Unterkunft war dann wieder Richtung Heimwerker, Abläufe waren tiptop, aber die beiden Nachttischlämpchen am Bett hatten keine Steckdose in der Nähe!
    Auch hier funktioniert die Entsorgung, Karton wird sicher mitgenommen auf der Strasse - Styropor bleibt liegen, weiss ich nicht.
    Man hat eine Spezialität, vor dem Haus stehen Körbe, welche den Abfall vor den Hunden wahrscheinlich schützen sollten. Jedoch sind die Drahtkörbchen mit den grösseren Plastiksäcken heillos überfordert!

    Da ich in Buenos Aires mit Booking.com nicht zufrieden war, habe ich schon da die Konsequenzen gezogen und selbst was gesucht. Jetzt habe ich hier Agora gewählt, ein 4-Stern Hotel für 67 CHF für 2 Nächte. Eine Verlängerung um eine Nacht wäre auf 86 zu stehen gekommen.

    Habe noch meine weiteren Reisepläne angeschaut und geprüft, dazu hat mich Pedro bewogen, der klar sagte, Chaco ist aktuell nicht besuchber, da ist nichts, man verliert nur viel Zeit dahin. Am Schluss entzschliesse ich mich seinem Rat zu folgen, der Park wäre 130 km von der nächsten Stadt, mit ÖV nicht erschlossen. Meine Reisepläne nachgetragen, Verbindungen und Hotels gesucht - und verglichen. Habe es dann Schlitteln lassen, was ich später bereue, ich kriege keine Einzelsitze mehr! Ich habe dann den Aufenthalt in Iguazúwasserfälle noch um eine Nacht verlängert, damit ich einen breiten Sitz habe. Der war günstiger, als über Ticketonline. Aber ich habe den Eindruck, dass auch die Online-Verkäufer teils die Sitze buchen, damit sie Einnahmen haben. Am Schalter war keiner mehr, obwohl mit T-online noch einen gezeigt hat. Habe mich für den günstigeren Doppelsitz am Schalter entschieden.
    Danach dann mal (nach Brasilien-Seite Iguazúwasserfälle-Fälle bin ich nicht …) die Flussufer von Puerto Iguazu abgelaufen.

    Muss aufgrund der Bus-Sitz Situation noch einen Tag in Iguazúwasserfälle bleiben. Dafür habe ich noch das ISONDU Suites und Breakfast gebucht. Dann auch gleich noch ein Hotel in Resistencia reserviert.

    Am Abend wieder mit Pedro Nachtessen - er sucht heute seine Kreditkarte und ist etwas aufgeregt, auch weil er die Reparatur seines Wagens zahlen muss, und er kein Geld hat. Wir fragen bei unseren besuchten Plätzen nach, langsam erinnert er sich, dass er ev. die Karte beim Geldbezug vergessen hat. Das kann er aber jetzt nicht klären. Ich lade ihn also ein, Danach suchen wir wieder ein Plätzchen um noch gemütlich einen Wein zu trinken - im Restaurant Botanico vom Vortag gefällt es uns wieder am Besten, gehen wieder dahin. Die Weine sind alle mit Zimmertemperatur, mit Eiskübel dauert es dann eine gute halbe Stunde bis ein Rotwein trinkbar ist - wir trinken da meist noch 1,5 Liter Wasser.
    Pedro fragt wo ich noch hin will und lädt mich nach El Cumbre ein, meint, da könne ich auch was machen. Cordoba sei nicht so interessant, er könnte mir da oben mehr zeigen. Ich prüfe meine Reisepläne und schaue, wenn ich Resistencia vergesse bzw. kürze, so habe ich gut Zeit um dahin zu gehen. Für mich natürlich interessant und ich habe nette Gesellschaft, lerne aber zuwenig Spanisch dabei …

    Am nächsten Tag heisst es umsiedeln, gehe zum neuen Hotel, bin aber um 1200 immer noch zu früh da, muss im stickigen Frühstücksraum warten, mache dann mal die Tür auf, aber es wird nicht besser, draussen ist es sehr schwül, einzig derDurchzug hilft etwas.
    Endlich kann ich ins Zimmer und möchte gleich ein Wasser - sie haben kühl nur Bier, in Unmegen!
    Nehme den Laptop, gehe am Pool unter dem Sonnenschirm schreiben über was so gelaufen is - das dauert so ziemlich den ganzen Nachmittag. Ich habe nicht mal Zeit für den Pool - er wäre echt „seichwarm“.! Dazwischen habe ich auch noch meine Fahrt nach Salta und das Hotel gebucht. Habe dann doch wieder Ticketonline genommen für das Busticket - aber diesmal so kurz vor Weihnachten kriege ich da nur einen normalen Sitz, na ja, werde nicht sterben deswegen, ist halt etwas unbequemer! Wer nicht rechtzeitig schaut … - wenigstens komme ich weiter (und die meisten reisen ja so .. - also Einheimischen-Gefühl!).

    Am Abfahrtstag von Iguazu möchte ich eigentlich im Hotel bleiben, mein Bus geht wieder über Nacht, doch oh weh, die beginnen am Morgen früh schon den Pool zu putzen und schrubben - mit Hochdruckreiniger. In der Arena herrscht Nässe vor. Da ist nicht gut bleiben. Ich frage daher nicht und im Frühstücksraum will ich auch nicht bleiben, der ist tagsüber echt stickig, gehe in die Stadt, setze mich vor ein Museum mit einem kleinen Vorplatz und schreibe da Tagebuch. Zwei drei Personen gehen hinein, nur eine ist eine Touristin. Das Spital im Ort scheint auch nach der im Museum dokumentierten Frau benannt zu sein, „Schwarz“. Allerdings gibt es noch ein zweites, ein „Touristen“-Spital. Pedro will Mittagessen, ich treffe ihn in einem Restaurant, nehme aber nur Kaffee und Wasser! Da ich nicht recht weiss wohin, suche ich mir eine ruhige Ecke im Busterminal. Der Himmel hat auch etwas zugezogen, was mich vorsichtig macht. In der Busstation ist leider viel Lärm, wenn die Busse kommen und gehen, doch … - plötzlich wird es mitten am Nachmittag dunkel und es giesst wie aus Kübeln, nicht einfach kurz, sicher über eine Stunde, es geht dann in leichten Regen über. Ich schreibe und füge Fotos bei. Dazu lerne ich endlich mal die Fotos in Album oder Ordner zu legen. Das hilft mir allerdings für mein Tagebuch noch nicht. Ich brauche einfach zu viel Zeit um die Fotos zu wählen - liegt manchmal auch an der zu grossen Auswahl …
    Pedro hat mir über WhatsApp auch noch Hinweise für die weitere Reise geschickt, dazu noch den Anfahrtsweg mit dem Bus nach La Cumbre - Hotel hat er mir auch schon reserviert für drei Tage.
    Bei was ich mir anschauen soll, kennt er anscheinend nicht, dass die Unesco oberhalb in Jujuy etwas zum Weltkulturerbe erklärt hat - Quebrada de Humahuaca!

    Er kommt noch auf ein Bier um 1900 Uhr, ich esse auch etwas, Calamari mit Maronnaise. Hoffe, dass das gut ist für die Fahrt, denn die Toiletten in den Bussen stinken eher immer nach Pisse, sind beim Geschüttet auch nie angenehm!
    Paraguy habe ich auch gestrichen, der Organisationsaufwand ist einfach immer hoch. Die Werkstatt, welche Pedros Auto flickt, wollte ja da Teile besorgen - Fehlschlag, er muss mindestens 2 weitere Tage warten … - der Garagist geht morgen nach Buenos Aires noch wegen Anderem, er will dann gleich noch Pedros Problem erledigen - uU. mit einem gebrauchten Ersatzteil. Da ist schlicht nichts verfügbar sonst - allerdings weiss ich ja auch nicht, wie alt Pedros Wagen ist …
    Wir trennen uns nach dem Essen, er hat nur frittierte Kartoffeln gehabt und das Amber Bier probiert, welches ich gestern gehabt habe - das von mir gewählte Golden Lager ist echt nicht so aromatisch, eher wässerig - Alkoholgehalt ist aber gleich. Beide trinken wir noch ein Glas Wein,.

    Dann ist es Zeit für mich - der Bus kommt auch gleich, es warten schon einige Mitfahrende. Gebe mal das Gepäck auf, der wundert sich, und ich muss ihm recht geben, hätte echt genug Platz dafür beim Sitz. Der Bus wird nicht voll in Iguazu, wir laufen etliche Stationen in der Nähe noch an, nehmen weitere Personen auf.
    Wie ich dann aufs Klo muss, verpasse ich beim Zurückkommen beim Gerümpel die Lehne und treffe meine zurückgelehnten „Vorsitzenden“ am Kopf, doof, entschuldige mich, er reagiert nicht.
    Irgendwann in der Nacht knallt es neben mir, ich schrecke auf, eine grosse, verfettete junge Frau hat sich in den Sitz neben mir fallen lassen. Sie ist aber wieder weg, wie ich das nächste Mal erwache. Da ist es fast schon Tag, wir fahren in Corriente ein, der Nachbarstadt von Resistencia.
    Die Stadt schaut so im Morgengrauen ganz ordentlich und sauber, gut gebaut, nach wenig Ruinen aus, erwacht um 0600 langsam.
    Hier steigt eine französischsprachige Schweizer Familie aus - sie haben meinen Pass auch gesehen, ich habe nicht reagiert, sie haben genug zu tun mit ihren zwei Buben, welche sich dauernd streiten …
    Nach diesem Terminal geht es nun nicht mehr lange, eine knappe Stunde bis Resistencia. In der Provinz Chaco bzw. der Hauptstadt Resistencia dünkt es mich dann doch ärmlicher, weniger sauber. Gehe lieber hier, als im Bus, aber auch da ist es nicht gerade rein, obwohl ein Mann mit zwei Hunden da ein Tisch/Pult mit Reinigungsmittel eingestellt hat und dahinter sitzt - mit einer Blechdose vorne - zwecks Obolus. Die Dose ist aktuell leer, keiner gibt was - da sind ja auch die Busunternehmen, welche das unterhalten müssen!
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  • Resistencia, 21./22.12.23 - Fahrt Salta

    21–22 dic 2023, Argentina ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich mache mich auf den Fussweg zum Hotel, zur Stadt. Diverses wird natürlich fotografiert …Das Hotel ist am Hauptplatz, macht aber erst um 15 Uhr auf. Ich habe Appetit, jedoch Kaffee’s gibt es wenige. Ich gehe in eines hinein und bestelle mir einen Kaffe, dazu zwei der nicht süssen kleinen Gipfel, welche im Kaffee getunkt noch besser schmecken. Ich weiss nicht mal wie das Zeug heisst! Dann kommen immer wieder Fragen, welche ich nicht verstehe - ich soll eine Nummer angeben, das Mädchen glaubt anscheinend ich könne da was abziehen oder rückfordern. Ich erkläre kur ich sei Schweizer nicht Argentino, dann ist das mit Bezahlen auch durch, brauche nichts mehr anzugeben. Obwohl nicht viele Gäste da sind, dauert der Service. Wie ich bemerke wird hier viel gewogen, wenn Leute gewisse Sachen bestellen - meist süss. Am Morgen schonst viel Zucker.
    Beim Hinausgehen öffne ich die Tür, da quetscht sich ein junger Mann herein, dahinter seine Freundin. Ich drücke mich auch durch die Tür, habe sie ja für mich und nicht für den Jüngling aufgemacht. Er ist zwar ein Kopf grösser, doch werden wir beide kurz eingeklemmt, die Freundin stösst auf ihn drauf. Darauf lerne ich das Wort - decencia, Anstand. Ich bin mir hier sonst nicht gewohnt, dass die Leute drängeln …
    Gehe durch die Stadt, durch Einkaufsstrassen, mache wieder über 11 km heute, in Einkaufsstrassen - es hat bei weitem nie soviel Restaurants und Kaffeestuben wie in Iguazu oder Buenos Aires. Süssigkeiten haben für mich nicht die Versuchungsstufe wie in Europa. Eher überzuckert, mit Vanillecreme eingelegt, Die Creme in den Torten und den Süssigkeiten ist nicht Rahm, sondern meist künstlich, die Torten viel Biskuit, auch die Cheesecakes sind nicht so gut - einzig die Flan liebe ich - frisch und gut gemacht!
    In einem der Läden kaufe ich Früchte , je zwei Äpfel, Bananen und Mandarinen. Wie ich anstehen will dreht sich gerade eine ältere Dame, macht zwei Schritte und steht an. Sie ist aber bei weitem nicht fertig, will noch Service in Anspruch nehmen, was der Vater und Sohn, die Inhaber, ohne Murren, sehr hilfsbereit vornehmen. Das dauert aber - ich wäre schon längst fertig, habe aber ja Zeit, warte geduldig, bis die Stammkundin den siebenfachen Betrag von mir zusammen hat. Diese Dienstfertigkeit hier überrascht mich sehr, wenn sie aber viel hier einkauft, so ist das natürlich gut für die Inhaber! Die Auslagen sind eigentlich sehr schön, alles erscheint gut erhalten, ist poliert, wenn möglich. Beim näheren Hinschauen gibt es dann jedoch grössere Mängel - angefaulte Äpfel, zu weiche Mandarinen, der Reifegrad der Bananen ist fast gleich, auch die gerade aus dem Kühler geholten. Der Sohn/Enkel, erwachsen, ein Kopf grösser als seine Vorfahren und ich, trudelt noch ein, die beiden Herren sind aber auf ihre Kunden konzentriert, reagieren fast nicht - er zieht ab in den Hintergrund.
    Ich gehe mit meinem kleinen Einkauf hinaus, plane auf dem Hauptplatz, wo auch mein Hotel liegt, etwas zu essen. Plötzlich befällt mich aber ein Drang - kein Restaurant, auch nicht auf dem Weg zum Park. Da weiss ich Gottseidank wo eine Sanitäranlagen ist - fast neu gebaut, welche auch offen ist. Die Tür zum Klo kann, obwohl die Anlage neuer ist, nicht mehr geschlossen werden, der Boden ist stockdreckig - ich mit Früchten und Rucksack, kann mich kaum drehen. Lege den Rucksack auf die Mauer oben, er hält da auch - danke, die Früchte an die Türangel. Habe vorher noch rasch meine auf die Seite gelegten Servietten aus dem Rucksack genommen. Auf die Schüssel traue ich mich nicht zu sitzen, also im Stehen. Die zwei Servietten ziehe ich auseinander in kleine Stücke - es reicht dann auch. Allerdings ist da noch die Schüssel, Zuerst Hosen wieder hoch, Ein gebrauchtes Nastuch im Hosensack beseitigt dann das Problem. Seife habe ich natürlich nicht - nur die Hoffnung, dass …

    Ich esse die Hälfte meiner Früchte, irgendwie hat die Polizei einen Anlass, da ist ein Auflauf, weiss aber nicht was, auch Anti-Demonstrationsleute sind dabei. Sie zerstreuen sich dann aber. Ich schaue meine Reise an, die Tipps von Pedro und plane mal meine 4 bis 5 Tage in Salta. Einen Bus habe ich dahin, aber nicht einen breiten Sitz, hätte ich gerne für 12 Stunden, , irgendwie war ich dafür zu spät. Die Weihnachten spielt da sicher auch mit. Ich habe zwei Varianten, dann suchte ich im Internet nach Automiete und Motorrad-Miete. Erstaunlicherweise sind die Wagen günstiger, für 4 Tage Auto ist der Mindestpreis etwa 110 CHF, ein Moto würde mich mindesten 40 $/Tag kosten. Dann kommt noch das Wetterglück, welches ich mit Moto brauche, dazu Rucksack am Rücken - denke ein Auto ist besser. Die Distanzen sind hier leider nicht wenig, Google sagt mir, ich werde nicht so rasch vorwärts kommen - 50 km im Schnitt. Die längste Strecke macht so etwa 7 Stunden, ohne Sightseeing, Tanken.Meinen internationalen Führerschein habe ich natürlich nicht mit, hätte ihn noch erneuern müssen - hoffe, das wird dann so gehen. Meine zwei Reisevarianten habe ich mal aufgeschrieben - braucht halt immer Zeit. Ich muss ja auch wissen, wo ich übernachten will. Um den ÖV zu nehmen ist meine verfügbare Zeit echt zu kurz. Also Kohle in die Hand nehmen und schauen, dass alles abgearbeitet werden kann! Pedro hat mir noch Weingüter zum Besuchen und ein Hotel zum Trekken angegeben - ich weiss jetzt schon, zum Trekken reicht die Zeit eh nicht, zum Wein probieren … und Autofahren, das geht nur am Abend, da bin ich aber nicht mehr bei den Weingütern - kann mir vielleicht von denen die eine oder andere Flasche im Restaurant/Laden leisten.

    Dann ist es endlich 15 Uhr, ich kann ins Hotel. Ein neuerer Bau mit Glasfassade. Am Eingang habe ich schon mal die falsche Türseite im Griff. Muss die andere wählen. Das Hotelzimmer kostet mich 13 CHF. Ich glaube es nicht, denn es ist eine echt gute Raumaufteilung, mit Safe und Kühlschrank, Doppelbett. Was mir einzig etwas aufstösst ist die mangelnde Reinlichkeit auf den Sockelleisten, unter dem leicht schrägen Tisch (ideal für mich und den PC) und bei den Vorhängen. Auch die Klimaanlage ist aufs Bett gerichtet, die Einlieger werden direkt bestrahlt, finde ich auch nicht gut. Sonst perfekt. Ich wüsste nicht, wann ich ein besseres Preis/Leistungsverhältnis gehabt hätte. Zwei Lifte (ich Treppe), Frühstück gibt es für den Betrag auch noch - ich lasse mich überraschen!
    Gehe für ein Bier und ein Wasser, schreibe über heute im Tagebuch. Dann Duschen und Nachtessen, werde noch Salta eine Überachtung buchen müssen, dazu das Auto und mich entscheiden, wie ich die Runde drehen soll. Es ist eher eine acht, einseitig etwas mickrig.

    Zeit zum Abendessen - obwohl ich hier mitten in Resistencia am Hauptplatz bin, finde ich kein Restaurant am Platz, nur Kaffee’s mit Medialunas und Süssigkeiten. Der Concierge hat mir noch einen Gutschein gegeben für 10 Prozent bei einem Restaurant um die Ecke. Das finde ich tatsächlich, habe es vorher nicht beachtet, nur schummrig erleuchtet. Weil es doch recht warm ist, entschliesse ich mich für drinnen - klimatisiert. Heute ist anscheinend irgendein spezieller Tag, irgendetwas ist los, Leute drehen in ihren Autos Runden um den Platz - hupend und sich freuend. Irgendwie Sport. Die Bedienung legt mir eine Speisekarte hin, weist aber für die Preise auf einen QR-Code hin.
    Die Preise hier sind deutlich tiefer als in Iguazu und BA. Meine panierten Kalbsschnitzel mit Salat kosten 4900 Pesos, so um die 6 CHF. Dazu kann ich die Beilage wählen, für mich meist Salat gemischt. Die Panaden halten echt gut anm Fleisch, sind aber mastig (die Milanese sind immer Schnitzel paniert, mit Garnitur. In Buenos Aires war dann noch Käse und ein Spiegelei drauf häufig - hier Gottseidank nicht, es ist so schon viel, schabe Panade ab). Die Schnitzel sind gut gebraten das zarte Fleisch ist eher zäh.,
    Mittlerweile kenne ich mich bei den Bieren auch etwas aus - da geht es zu wie beim von mir ungeliebten Starbucks - zuerst werden die Bierarten heruntergeleiert, dann noch die verschiedenen Sorten, wovon anscheinend jede Marke etwa 4-5 hat. Verstehe das in der Zwischenzeit - haha! Mir schmecken Amber gut, sehr aromatisch, leicht bitter - hier werden sie roje genannt, aber sind Amber angeschrieben, alle so Feinheiten. Mit Dessert und Kaffee komme ich schlussendlich auf etwa 11 Franken. Wegen der Spesen der Kreditkarte ist das eher teuer schlussendlich, entspricht dem Dollar-Kurs, Wechseln und Bezahlen ist langfristig günstiger. Für kleine Beträge lohnt es sich eigentlich nicht. Schone aber hier noch meine Ressourcen, Es hat wenig Touristen und einen Schwarzmarkt kenne ich nicht. Kommt noch das Risiko dazu, wie gerade geschehen.

    Zurück im Hotel will ich noch einen fahrbaren Untersatz. Wegen Wetterunbilden entscheide ich mich gegen ein Moto (mehr Spass), buche ich noch ein Auto für 4 Tage in Salta. Bei den Distanzen ist es mir echt zu mühsam mit dem Bus und den Fahrplänen. Beim Buchen ist da angeschrieben für 18 bis 64, ändere das auf mein Alter, geht. Leider habe ich meinen internationalen Führerausweis nicht mit, hoffe es geht trotzkleine Polizeieinheit mit Schilden kreuzt den Park, einige habe ich schon gestern gesehen. dem. Unser Führerausweis ist ja mehrsprachig …
    Schliesse eine Zusatzversicherung ab für vermeintlich alle Fälle (kostet die Hälfte der Miete) und lese dann noch die Bedingungen - da ist ein zusätzlich Rückhalt von USD 980 bei gewissen Fällen. Ausserdem muss man trotz aller Eventualitäten noch die Schäden anschauen, sonst wird man dafür ev. verantwortlich gemacht - na ja, tolle Versicherun g für angeblich Alles - aber das auto kostet mich für 4 Tage unter 170 CHF, keine Diskussion.
    Und ein Wagen ist notwendig, mit den Angaben meines Bekannten Pedro mag ich sonst nicht alles sehen, was ich will und er mir angegeben hat. Pro Tag sicher 300anschauen, wenn man übernimmt. km zu fahren, Google gibt mir für 50 km eine Stunde an.
    Dazu für die erste Nacht ein Hotel - etwas Schlaf nachholen, die Busse sind halt kein Bett. Buchen bei Agora oder Booking.com ist unterschiedlich. Manchmal kriegt man vorher einen besseren Preis, teils gibt es aber kurzfristig Sonderrabatte - man weiss nie, was besser ist.
    Das alles ist immer ziemlich Zeitraubend/aufwendig.

    Am nächsten Morgen Frühstück, packe und gehe in den Park, am Tagebuch schreiben, mein Bus geht erst um 18:30 Uhr. Der Tag ist sonniger als gestern, hier hat es Schatten und etwas Wind,, habe trotzdem ziemlich warm.
    Zuerst fällt mir eine Polizeieinheit mit grossen Schilden auf, welche den Park mit mir unbekanntem Ziel durchqueren. Aber gestern Abend war da eine kleine Demo und die Strassen zum Platz gesperrt.
    Brötchenverkäufer weilen durch den Park, so um 12 Uhr kommt die nächste Generation „Zika“ verstehe ich, eine Art von Sandwich. Bettler sieht man hier nicht, aber es gibt Tio-Frager, weil sie um Geld betteln und einen mit Tim anreden. Schmutzige und verwahrloste Leute sind mir hier nicht aufgefallen. Aber auch hier hohe Präsenz an Ordnungskräften.
    Frauen ab gewissem Alter sind hier alle eher pummelig, indostämmig häufig. Kinder sind selten fester, Männer eher auch nicht.
    Indiotypen sind eher gedrungen und klein, eher selten grössere und schlank.. Die Weissen sind grösser und eher die Männer fester …
    Auf meiner Bank erhalte ich langsam viele Besucher - alle Arten von Raupen, Käfern und Ameisen beginnen mich langsam zu begehen. Denke es wird Zeit sich zu bewegen - ich möchte eigentlich einen Kaffe, doch wie ich mich bewege, bemerke ich eine dunkle Wand in Richtung Busbahnhof, wo ich heute noch hin sollte. Ich entschliesse mich früher dahin zu gehen. Gehe eine andere Strecke als beim Ankommen, mache noch Fotos. Es ist unheimlich drückend, mein Leibchen zeigt sofort auch bei langsamer Bewegung, Schwitzflecken. Es hat schon ab und zu etwas getropft, aber wie ich an der Hauptstraße zum Busbahnhof bin,. fegt der Wind den Staub auf und die Bäume biegen sich - pfui, soviel Dreck, da bin ich froh, schlägt etwas Regen den Staub auf den Boden zurück. Ich stelle mich dann aber unter, zu stark wird der Guss. Zwei Jungs laufen einfach weiter, ich möchte aber nicht so nass werden. Dan gesellt sich ein junger Mann zu mir., wartet auch ab. Bei einer kleinen Gusspause, es regnet nur gerade fein, mache ich mich auf die 10 Minuten zum Busterminal hinter mich zu bringen. Das war eine gute Entscheidung, denn kurz darauf prasselt es dicke Bindfäden vom Himmel. Auch nur drei Meter bis zur Türe des Terminals, man ist pflotschnass! Sogar die Bodeninsekten wollen sich in Sicherheit bringen, doch sie werden meistens von den Passagieren zertreten - vom Regen in …
    Ich setze mich, neben mir tropft es vom Dach herunter, beim Eingang sind noch Abwasserrohre, welche Wasser vom Dach leiten - das Dach ist gross, was da herunterkommt ist echt viel. Wie es gegen 18:30 Uhr geht, Hole ich mir noch ein Sandwich und ein Bier, dazu für die Fahrt noch einen halb.en Liter Wasser.
    Ich habe noch gefragt, wo der Bus abfährt - in Iguazu hiess es Andes, hier ist es Platform, wie mich die Dame hinter dem Schalter belehrt. Ausserdem erklärt sie mir noch etwas, aber nur durch den schmalen Schlitz unten verstehe ich wieder zuwenig, anscheinend ist es die Platform 8, mir wird erst später klar, dass sie wahrscheinlich sagen wollte, es fahren da zwei Bussen nach Salta, den der andere Bus kommt zu der Zeit an, wo meiner eigentlich fahren sollte. Er ist verspätet - wie der meine schlussendlich auch - ich bin ja nicht der einige, welcher wartet! Beim Warten lerne ich Pablo kennen, er kommt direkt aus Iguazu, macht da eine Ausbildung als Ranger für Nationalparks, da aber jetzt gerade der Bus kommt, heisst es einsteigen, er sitzt zwei Reihen vor mir. Ich habe mein kleines aber nicht leichtes Gepäckstück wieder in die Kabine genommen, trotzdem ich keinen Schlafsessel habe. Mit etwas Glück war der Sessel die meiste Zeit nicht besetzt. Aber ich weiss nicht wieso, der Bus wurde auf 16 Grad herunter gekühlt. Ich hatte zwar meine Jacke, doch die Beine waren bloss und da hatte ich echt kalt, habe mir in der Nacht meine Wanderhose übergezogen.
    Am Morgen gesellt sich Pablo nochmals zu mir und erklärt mir etwas zu den sicher zwei verschiedenen Klimazonen hier und die angrenzende andine Zone, so etwa Mittelland, Voralpen und Alpen.
    Wir erreichen Salta trotz der vorabendeichen Verspätung pünktlich. Ich gehe zuerst mal Tee, da ich mein Gepäck bei mir habe, bin ich fast alleine. Dann gibt es für mich ein „desayuno americano“, welches mir der sicher schwule Kassier sehr nett erklärt und nochmals fragt, ob ich es auch will. Da ist alles drauf, Toast, Schinken und Käse, etwas Fruchtsalat, teils aus der Dose, teils frisch, dazu noch ein kleines Glas süsser Yoghurt plus Kaffee mit Milch, plus ein Medialuna. Eine echt gute Leistung!
    Gehe dann zum Hotel in Salta, Google Maps leitet mich zuverlässig, das kostet mich mit Frühstück knapp unter 14’000 Pesos, Mein Wechsel war etwa zu 920 Pesos/Doller - Kopfrechnen … - das Zimmer ist in Ordnung, Fenster leider zum Gang, es riecht auch ein bisschen schimmelig, ist aber soweit sauber, sehe offensichtlich nichts Schimmliges. Mit der Klima ist der Geruch sofort weg. Aber hier im warmfeuchten Norden ist das ein Problem.
    Was mich erstaunt, die nördlichen Regionen sind in den Sädten deutlich sauberer als Buenos Aires selbst. Auch Penner existieren fast nicht, man sieht schon mal jemanden in einem Park schlafen, mit Gepäck.
    Resistencia wurde erst anfangs 1900 gegründet, ist keine koloniale Stadt und hat deshalb auch wenige entsprechende Bauten. Der schöne Zentralpark entschädigt dafür.
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  • Salta, 23.12.23

    23 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Weil ich beim Hotel erst nach 13.00 Uhr einchecken kann gehe ich noch etwas auf Sightseeing, benötige dann aber noch einen Kaffe und genehmige mir 2 Medialunas um die Mittagszeit. Mir steckt etwas die Nacht in den Knochen, die Sitze oben sind halt wesentlich schmaler, zudem war echt die Temperatur der bisherige Tiefpunkt.
    Nachher kann ich einchecken, eine etwas komische Angelegenheit da, denn zuerst wissen
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  • Quebrada de Humahuaca 24.12.23-Teil 2

    24 dicembre 2023, Argentina ⋅ ⛅ 26 °C

    Die Schlucht ist grundsätzlich eindrucksvoll, vor allem die Felsen mit den unterschiedlichen Farben, aber - ich finde das als Schlucht zu bezeichnen (Wikipedia) ist falsch, es ist ein Flusstal, ziemlich breit, wenig Wasser, im Tal-/Flussgrund schön grün, seitlich trocken, staubig und umgebende Berge erodierend. Bestehen aus Schiefer, Basalt, zermahlenem Gestein. Teils wird es ja auch noch anderes sein. Mein Ausflug sicher mal interessant, doch grundsätzlich KEIN MUSS. Es ist eine Altiplano Gegend, das oberste Dorf Huamaca liegt auf fast 3000 Metern Alles links und rechts neen der Strasse eher trist, staubig. Sicher attraktiv mit den vielen farbigen Felsen. Gemäss Recherchen war das Tal auch ein Teil des Inka-Trails. Auch deshalb ist es ein Teil des UNESCO-Welterbes.

    Bin dann wieder denselben Weg zurück, viele Strassen gibt es in den Anden halt nicht, im Gegensatz zur CH.
    Kurz vor San Salvador de Jujuy erreicht mich eine Nachricht von meinem Gastgeber, wann ich komme. Ich hatte natürlich wieder über weite Strecken keine Telefon oder Internetverbindung. Ich halte auf der Autobahn an (machen hier alle so - sie spazieren sogar über die richtungsgetrennten Strassen). Google meint in etwa 15 Minuten sollte ich dort sein, was ich mitteile. Er bedankt sich, leider hat er mir aber nicht von der kleinen Schwierigkeit erzählt, dass eine Betonbrücke, welche direkt zu ihm fürhern würde, zerbrochen und nicht befahrbar ist. Google hat sein hinteres Haus im Fadenkreuz, nicht den Teil, welchen er vermietet. So werde ich rundherum geführt, aber es führt kein Weg zum Rincon de la Vallee.
    Ich frage zwei Frauen, welche mich in eine andere Ecke senden wollen, Aber ich komme mit der Adressverfolgung (Hausnummer) auf der gleichnamigen Strasse wieder zu der Ecke mit der gebrochenen Brücke. Da ist eine Familie draussen, oder es ist ein kleines Restaurant, wo ich dann erneut frage. Einer weiss dann, wo der Rincon ist - ich muss zu Fuss über die Brücke und etwa 100 Meter laufen. Da angekommen läute ich dann und erkläre Pablo, dem Inhaber mein Problem. Dieser erklärt mir, wie ich mit dem Auto zu ihm komme und will es in Zukunft allen Gästen gleich mitteilen. Mit dem notwendigen Wissen ist das auffinden kein Problem, vorbei an einer Polizeistation und dann links in eine Lücke der Fahrbanabschrankung einbiegen - Google hat das aber auch nicht gekannt, zeitaufwändige Kleinigkeiten …

    Zimmerbezug- es ist rustikal, grundsätzlich schön, doch das Badezimmer ist gefangen, sehe auch gleich Schimmel, auch etwas an der Schlafzimmerdecke. Zuwenig Luftzufuhr bei der hohen Luftfeuchtigkeit hier und den kühleren Räumen ist das nicht gut. Aufenthaltsraum und Küche wunderbar, doch ich habe kein Essen mit. Ich sattle wieder meinen Stahlesel und fahre in die City von San Salvador. Finde gleich einen Parkplatz. Um die Ecke ist plötzlich dann ganz viel los, laute Musik, vil Geschrei und Hochbetrieb, auch um den Busbahnhof.
    Restaurants finde ich fast keines - Pizzabuden, an einer Ecke eines, welches Hühner grillt. Bestelle mir da eines, dazu ein Bier. Die Kassiererin hat mir das teuerste und kleinste Bier angedreht, wie ich nacträglichh einem konsultierenden Blick in die Speisekarte sehe. Das Huhn ist halb getrocknet, vermutlich die Reserve aus dem Wärmer … - aber ich kann nicht klagen, es ist Weihnachtsabend. Trotzdem rundherum ist Markt und viel Geschrei, wenige Läden haben offen, vor allem Getränke … - Bier und Wasser. Ich suche einen Shop mit Wein, das ist aber schwierig, trotzdem, dass in der Gegend auch Wein produziert wird. Ausserdem sind die Flaschen nicht angeschrieben, die Grossmutter führt den Laden und hat alles im Kopf, bzw. die wenigen Listen entahlten halt nicht Alles verkäufliche … die Enkel müssen ständig fragen. Aber das Geschäft läuft! Nehme dann mal eine Flasche mit ins Zimmer, für 2000 Pesos, das ist mehr Inhalt günstiger als das Bier, welches mich im Restaurant 2400 gekostet hat (Schwarzmarkt/Blue-Dollar-Kurs aktuell um 950 für 1 Dollar - Kurs CHF war .86 CHF) Ich mache mir einen gemütlichen Abend, schaue etwas fern und schreibe noch.
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  • Salta - Huamaca 24.12.23-Teil 1

    24 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☀️ 32 °C

    Am Morgen kann ich mein Auto übernehmen, einen Renault Sendero. Das geht rasch, wird aber etwas verzögert durch die Abgabe eines anderen Wagens, welcher kontrolliert wird. Eine halbe Stunde Bürokram, dann ist der Wagen zu meiner Verfügung und ich mach mich auf den Weg. Meine Befürchtung, dass ich den Wagen ev. wegen eines fehlenden internationalen Führerausweises nicht kriege, war vergebens. Man hat mir noch den erlaubten Fahrrayon gezeigt und darauf hingewiesen, das Grenzübertritte verboten sind! Auch Fahrttipps für unbefestigte Strassen hat mir der junge Mann verpasst.
    Für die Fahrt von Salta nach Jujuy wähle ich nicht die Autobahn, zudem kommt bei Google noch die Info, dass da etwas gesperrt ist und man umfahren muss, und daher diese Strecke zeitlich länger wird als die kurze, kurvige Strecke.
    Zuerst darf ich noch Autobahn. Die Direktverbindung entpuppt sich dann jedoch als schmales, meist nicht ganz zwei Autos Breite aufweisendes Sträußchen - bei Brücken meist nur einspurig.i So zum Einfahren bin ich erst mal langsam unterwegs. Es staubt selten, das Sträußchen führt meist durch Wald, selten einmal Gegenverkehr, was aber gefährlich werden kann. Die Strassenbankette sind nicht befestigt, teils flach zur Strasse, aber gerade in exponierten Ecken gibt es uU. tiefe Rillen, wenn man ausweichen muss. Von den Seiten sind auch Erdrutsche zu erwarten, die Erde ist durchsetzt mit Steinbrocken. Zuerst ist alles schön breit. Ich kann mich ein bisschen darin üben nicht den 6. Gang einlegen zu wollen, der Wagen hat ja nur 5 - da kratzt doch mal der Rückwärtsgang … Die ersten zwei Dörfer werden breiter verschlossen, danach geht es aufs Land, nur mit Fincas, dafür mit weidenden Pferden und Kühen, die Pferde vor allem sind entlang der Strasse und müssen manchmal mit Druck dazu bewegt werden die Strasse zu räumen. Auch ein mir unbekannter Vogel macht mir die Aufwartung. Auf der Strasse sind die Kurven angezeichnet, ob es links oder rechts geht, auch Engstellen sind mit Querstreifen und Geschwindigkeitsreduktion angezeigt, denn ab und zu quert ein Bach die Strasse.
    So langsam kriege ich Gefühl für den Wagen und fahre sportlicher, was durch ein entgegenkommendes Fahrzeug gleich in Frage gestellt wird, gerade nämlich just beim Ausweiten in eine seitliche Spur, habe kurz Mühe die Kontrolle zu behalten. Vor Kurven bin ich danach vorsichtiger. Was mich hier erstaunt, es hat unglaublich viele Rennvelofahrer auf der Strasse - ganze Gruppen, Zweierteams und Einzelkämpfer - löblich! Die Motorradfahrer sind zwar auch vertreten, aber deutlich in der Minderzahl. Echt ein Kurvenparadis, halt etwas eng und damit risikobehaftet, im Wald - für Urwald fehlen die Riesen … ist es schön schattig und auch feucht, häufig noch Wasserlachen.
    Ich passiere dann die Grenze nach Jujuy, die Strasse ist da nicht besser, komme noch an einem Stausee vorbei. Erreiche dann wieder ein breiteres Strassentrasse und komme flott voran nach San Salvador de Jujuy, wo ich gleich weiterfahre zum Unesco Weltkulturerbe - Quebrada de Humahuaca, welche ja da ungefähr beginnt.
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  • San Salvador Jujuy - Molinos 25.12.23-1

    25 dicembre 2023, Argentina ⋅ ☁️ 18 °C

    Zeitig erwacht, noch etwas Spanisch gelernt, auf halb Neun Frühstück - alles bestens, nur das mit der Milch im Thermoskrug habe ich nicht erkannt, frage nach, wie Pablo auftaucht. Die Brötchen sind auch besser als sonst - stolz erklärt er mir, dass er die selbst macht. Zahlen kann ich mit 20 $, für mich eine Erleichterung, spare die Pesos, welche mir auszugehen drohen.
    Fahre kurz vor zehn Uhr weg, durch die noch schlafende Stadt. Auf der Schnellstrasse ist wieder Kontrolle, komme an der ersten vorbei, bei der zweiten nehmen sie aber jeden raus. Es ist eine Alkoholkontrolle - jeder muss . Besonders ist, dass man aus Hygienegründen den Trichter nicht an den Mund nimmt, sondern mit spitzem Mund kräftig hineinblasen muss. Die junge Polizistin mit Zahnkorrekturspangen liess das Ding nicht aus der Hand - wollte den kräftigen Luftstoss aus dem Mund - ich habe am Weihnachtsabend ein Bier und noch Wein gehabt. Bin froh dass da nichts ist … Aber es wird nicht die einzige Kontrolle sein, mal wieder Ausweis, mein Führerausweis genügt immer bisher. Kurz vor Salta dann wieder eine Blaskontrolle, da wird jeder genommen keiner schlüpft.

    Kurz nach Start verfahre ich mich mit Google 2 x. Die Strassen sind manchmal so eng nebeneinander,, dass man es gar nicht sieht wo fahren, wenn man nicht genug vergrössert hat und meist gerade dann auch mit Verkehr beschäftigt ist. Der Rückweg ist derselbe wie der Hinweg - bis Salt, allerdings sind die Einfahrten auf die Schnellstrasse anders …
    Kurz vor Salta, halte ich noch um das auch hier sehr eindrückliche Flussbett festzuhalten, es fliesen sogar zwei zusammen. Hier gibt es auch eine inoffizielle Überfahrt für Fahrzeuge wie ich sehe. Doch - da ist dasselbe wie bei mir geschehen. Der Fluss hat mehr Wasser, man kommt nicht mehr durch. Für die einen Gelegenheit zu Baden, die andern versuchen die Furt etwas aufzufüllen, wieder andere suchen in Tümpeln nach Fischen.

    In Salta habe ich ein Problem mit der Autobahn, welche noch im Bau ist - Google besteht jedoch darauf, dass sie existiert! Ein Moto fährt durch, ich hinterher, aber der kann weiter oben bei einer Sperre durchschlüpfen, ich muss umkehren!
    Muss Google mal kurz Ausschalten, ist eher eine Behinderung gerade und fahre auf einer Strasse in die Richtung, kann aber weiter vorne nicht abbiegen auf die Hauptstrasse - also, auch da wieder zurück, bis ein Kreisel kommt. Sehe gleich noch eine Tankstelle und fülle meinen Tank auf, Benzin ist ja günstig hier. Der Tankmann wäscht mir die Scheiben, gebe ihm 1000 Pesos, etwas über einen Dollar, die Tankung bezahle ich mit Karte. Habe mich gar nicht geachtet, wieviele Liter. Kostet mich 22.75 in CHF = 23’499 Pesos. Denke es ist besser, hier noch aufzutanken, der Wagen ein Renault Sendero, 5 Gänge, ist sparsam.
    Ausgangs der Stadt fahre ich an einem Miltärlager vorbei - Kavallerie Aufklärungsregimenrt, im Gelände stehen Panzer, davor nur einer.
    Beim Weiterfahren sehe ich vor mir Regenwolken, zuerst ist es noch gut, dann ist die Strasse teils übersät mit Kies und Sand, dazu grosse Waserlachen. In einem kleinen Städtchen hat dann ein Bächlein eine Kreuzung dick überschwemmt. Man hat die Hauptstrasse schon freigeräumt, die Nebenstrasse ist dafür gesperrt, da liegen ziemliche Haufen.

    Bis jetzt ist es immer noch trocken, dann windet es plötzlich und es regnet heftig. Ich muss abbiegen nach Cachi. Die Fahrt führt nach kurzer Zeit in den Wald, zuerst ein Schutz, bald tropfen aber die Bäume auch. Bei offenen Strassenstellen muss ich die höchste Stufe der Scheibenwischer einschalten. Auch die Strasse ist teils sehr schlecht, sie besteht teils zur Hälfte aus Löchern. Ich versuche zu Umkurven, doch es sind zu viele. Ich hole jemanden ein und überhole gleich. Ein Familie in einem Kleinwagen. Weiter vorne fahre ich auf einen anderen auf, doch Überholen geht hier nicht, kurve eine halbe Stunde hinter dem her - gleicher Wagen wie ich.
    Wie ich endlich über holen kann, sehe ich mir den Fahrer an - dicklich und Brillenträger.. Der Regen hört dann endlich auf - ich hole einige Leute ein und kann gleich auch überholen. Eigentlich erstaunlich viel Verkehr hier! Dann geht es bergauf, zuerst asphaltiert, teils wieder mit Löchern, später geht die Strasse in ein Schotter, gestampfte Erde-Gemisch über. Bin froh ist der Regen hier nicht,, denn zwischendurch hat es doch rechte Steigungen und mit Wasser wäre das Leben hier hart! Zudem queren Wasserläufe die Strasse, keine Unterführung - da wo das Wasser quert, sind häufig Betonplatten eingebracht.
    Die schweren Regenwolken hängen noch immer über mir,. Doch ich habe Glück, es macht etwas auf. Bei den querenden Bächen wäre das sonst problematisch geworden. Habe ab und zu einen Langsamfahrer, aber überholen geht gut. Trotz einiger Fotosession überholt mich keiner, erst am Schluss, da mache ich nochmals eine Foto von dem Tal - und muss mal Pee. Etwas schwierig hier an den steilen Abhängen ohne Vegetation auf um 3000 Metern. Kurze Zeit später fahre ich in eine Nebelwand hinein, 40 kmh, mehr liegt nicht drin. Da sind noch Aussichtspunkte, doch ausser sich selbst oder die nähere Umgebung und andere Reisende sieht man nichts! Nach der Passhöhe ohne Angabe wird das Wetter langsam besser, ein Nationalparkzentrum ist im Nebel undeutlich zu sehen, doch nichts regt sich da. Der Nebel schwindet nun, ich fahre tiefer und komme aus den Wolken heraus. Diese hängen an den Gipfeln als graue Decke über mir..
    Ich komme an eine riesige kaktusbestandene Hochebene, welche ich durchquere. Der Pass war um 3300 Meter hoch. Seit dem Nationalparkzentrum ist wieder geteerte Strasse - gutes Fortkommen. Die Strasse wird mit 60, selten 80 ausgeschildert - aber keiner fährt so langsam, trotz Radardrohung. Hier macht es nicht mehr so viel Spass, die Strasse ist über Kilometer in der Ebene fast schnurgerade. Aber man kommt voran … Internetverbindung habe ich schon länger nicht mehr - Google gib mir wenigstens an, wo ich etwa bin.

    Dann ist da eine Gabelung und nichts angeschrieben, bin unsicher, Google hilft nicht, ich kann nicht vergrössern und schauen. Doch mir kommt in den Sinn, da war ein Wegweiser und Cachi ging nach links - also mache ich das. Ab hier dann leider wieder Schotterpiste, langsames Vorankommen und Staubwolke hinterher, welche ich meine auch im Mund zu spüren.
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