• Paul Hubert
  • Paul Hubert

Afrika Overland Expidition

Wir sind vier Abenteurer in zwei selbst umgebauten Geländewagen🚗 und fahren sechs Monaten lang von Köln bis Kapstadt🌍 einmal quer durch Afrika. 🐆🦁
🚗 Route: Westküste Afrikas
📸 Hier gibt’s Einblicke in unseren Alltag
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  • Bureh Beach

    14–17 дек. 2025, Сьерра Леоне ⋅ 🌧 26 °C

    Morgens werden wir von etwa sechs Frauen mit ihren Kindern geweckt. Scheinbar haben unsere Autos Aufsehen erweckt, auch sie wollen nur schauen. Wir liegen noch im Bett und bleiben auch liegen. Sie beobachten uns und unsere Autos und rufen uns die ganze Zeit „Good Morning“ zu etwa 15 Minuten geht das so bis sie wieder gehen.
    Während wir morgens beim Frühstück sitzen kommen nochmal zwei Männer vorbei die auch nett und neugierig sind. Etwas später folgen ein paar Kinder und noch etwas später nochmal ein paar Männer mit ihren Frauen. Grundsätzliche stört es uns nicht, auch wenn es komisch ist das die meisten nichtmal mit uns reden und uns einfach beobachten. Irgendwann fragen sie nach Wasser, eigentlich wollen wir gerne was geben. Wir sind aber kein Supermarkt und das Dorf ist echt nicht weit entfernt. Da wir ständig gefragt werden entscheiden wir uns nichts zu geben. Langsam etwas genervt bauen wir unser Camp ab und fahren weiter.
    Wir steuern in Richtung Freetown die Hauptstadt von Sierra Leone. In die Stadt wollen wir aber nicht, für uns soll es an den Strand gehen. Auf dem Weg fahren wir noch zu einem Geldautomaten. Geld abheben ist hier garnicht so einfach, man muss erstmal einen Automaten finden der nicht leer ist. Bei der vierten Bank klappt es dann endlich. 20 Leone sind etwa 0,75€ und das ist der größte Schein hier. Maximal 800 Leone kann man abheben mehr Scheine passen nicht durch den Schlitz. Also heben wir insgesamt 17 mal ab. Tanken kann man überall auch nur bar bezahlen, der Tankwart hat dann neben seiner Säule eine große Kiste ca.60x60cm voll mit Geldbündel.
    Zufällig finden wir neben der Bank eine Schweißerei, hier lassen wir noch ein Ersatzteil von unserem Auto für 4€ schweißen.

    Angekommen am Bureh Beach sind wir in einem Starken Tropenregen gelandet.
    Wir parken unsere Autos unter einem Baum direkt auf dem Sand am Strand. Noch regnet es zu stark um das Dachzelt auf zu bauen, also ab in Meer im Regen. Ein unbeschreiblich geiles Gefühl, von oben der Kalte Regen auf dem Kopf, der gleichzeitig auf das Saltzwasser peitscht und spritzt. Der Körper schön im Warmen Meer, langsam merkt man wie die oberste Wasserschichten durch den Regen kälter wird. Einfach auf den Rücken ins Wasser legen und den Regen ins Gesicht prasseln lassen…🥰

    Der Schauer hört auf, wir bauen unser Camp auf und es fängt wieder an, gerade rechtzeitig sind wir fertig geworden. Wir bestellen uns im Restaurant etwas zu essen, da immer vorbestellt werden muss haben sie keinen Fisch und Fleisch mehr also einigen wir uns auf Pommes mit Reis, Omlett und Erdnusssauce. Wir warten trotzdem 90 Minuten auf unser Essen. Die Wartezeit überbrücken wir aber mit Bier und Karten spielen. Malte bringt Manuel und mir Durak bei.

    Danach lassen wir den Abend am Lagerfeuer mit ein paar Lokals die sich als unsere Aufpasser ausgeben ausklingen.
    Zwei von ihnen schlafen neben unseren Autos in einer Holzhütte, laut eigener Aussage um unsere Sicherheit in der Nacht zu gewährleisten. Toller Sicherheitsmann der nichtmal eine Taschenlampe hat.😂
    Am nächsten Tag hat Malte Geburtstag und wir verbringen den ganzen Tag entspannt am Strand. Wir leihen uns Bodyboards und Surfboards und haben Spaß am Meer. Abends gibt es im Restaurant Barracuda Filet mit Pommes und wir lassen den Abend mit einer weiteren Runde Durak ausklingen.
    Am nächsten Tag geht es morgens auf einen kleinen Boots Trip mit einem Local. Wir fahren zu einer kleinen Insel und angeln etwas mit der „Angel“ insgesamt fangen wir sechs kleine Fische. Danach gibt es frische Kokosnuss die uns einer der Jungs extra kurz vorher von der Palme Pflückt. Beeindruckend die Technik um die Palme hoch und runter zu kommen.
    Geöffnete bekommen wir die Kokosnüsse mit einer Machet. So komme ich auf die Idee zu fragen wo ich eine Machete für mich kaufen kann.
    15 Minuten später sitze ich zusammen mit ihm auf einem Mototaxi (zu dritt) und wir fahren Richtung Schmiede. Ich glaube die Bilder und Videos sprechen für sich, es scheint als wäre man im Mittelalter. Es war auf jeden Fall einer der coolsten Erfahrungen mit einem Local die ich bis hier hin hatte. Die Wartezeit während die Machete gefertigt wird nutzen wir für einen Rundgang durch das Dorf. Eindrücke die ich nie vergesse… Das Zentrum des Dorfs ist wie immer die Hauptstraße, abseits davon verteilen sich die Wohnhäuser (Hütten), alles nur verbunden mit Wegen kaum erreichbarer mit Mopeds. Das ist auch nicht notwendig da die Einheimischen meist selbst gar keine Mopeds und Autos besitzen. So ist es üblich sich mit den Moto Taxis fortzubewegen. In einem überfüllten Mini Local „Restaurant“ Sitzen etwa 50 Leute gequetscht und schauen auf einen kleinen Fernseher einen Film zusammen.
    Pupa, so heißt übrigens mein neuer Freund führt mich ins Wohngebiet zu einem Freund. Er ist gerade am Holz spalten damit die Familie kochen kann. Wir helfen ihm etwas anschließend kommt er mit zum Markt. Der Markt sei gefährlich für mich da einige Leute noch nie (oder selten) weiße Menschen gesehen haben.
    Ich soll meine Bauchtasche dicht bei mir tragen und aufpassen. Sie begleiten mich durch ein extremes Menschen Gedrängel durch den Markt und passen auf mich auf. Ehrlich gesagt fühle ich mich dadurch das die beiden direkt bei mir sind echt etwas sicherer. Denn viele sprechen mich an und sobald sie sehen das die beiden Jungs zu mir gehören ist Ruhe. Angeglotzt werde ich tatsächlich von fast jedem auf diese Markt. Am Hafen zeigen die Jungs mir mit welchen Boten hier Güter und Menschen übers Wasser transportiert werden.
    Ich gebe meinen Bodyguards einen Drink aus und wir holen meine Machete ab. Danach geht es zu viert auf dem Mototaxi zum Strand.
    6€ habe ich für den Schmied bezahlt und etwa 4€ für Drinks und Taxi.
    Etwas aufdringlich werden die Leute hier am Strand langsam schon. Wir sind nett und schicken niemanden weg, so sitzen sie auf unseren Stühlen sobald wir aufstehen und fühlen sich wie zuhause. Nach Wasser wird immer wieder gefragt, wir geben aber wieder nichts da wir nicht eine Mannschaft von 20 Leuten versorgen können.
    Auch nach Geld werden wir immer wieder gefragt. Nach drei Nächten sind wir froh weiter zu fahren, auch wenn der Ort paradiesisch schön ist. Es scheint ein wenig als hätten die Einheimischen eine Art Bindung zu uns aufgebaut da wir nett sind und sie nie weg scheuchen. So wird es für sie immer selbstverständlicher den ganzen Tag fast auf unserem Schoß zu sitzen und nach Geld und Wasser zu fragen.
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  • Visa stop

    17–19 дек. 2025, Сьерра Леоне ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir fahren Richtung Grenze nach Liberia, auf dem Weg Tanken wir und schrauben mal wieder an der Spur der Hinterachse vom Pajero.
    Außerdem fahren wir in einen Supermarkt von einem Inder. Der einzige Laden wo wir mal was anders kaufen können außer die Sachen vom Markt.
    Bis zur Grenze geht es heute noch nicht, wir suchen uns einen Schlafplatz nähe der Straße aber super gut Versteckt. Wir essen etwas und gehen schlafen. Am nächsten Tag habe ich Geburtstag als Geschenk bekomme ich Bauchschmerzen und Erbrechen, ein geiles Geschenk. Es geht mir schnallt besser aber wir entscheiden uns den Tag trotzdem ruhig zu machen. Leider kein besonderer Ort an dem wir hier sind aber man kann nicht alles haben. Die anderen kümmern sich etwa sieben Stunden um weitere Visa Anträge während ich im Schatten entspanne. Wir verbringen also eine weitere Nacht hier bevor es am nächsten Morgen weiter geht. Wenigstens haben wir hier komplett unsere Ruhe gehabt und keiner hat uns gefunden. 😂
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  • Robertsport

    19–22 дек. 2025, Либерия ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir verlassen unser Camp und ein paar Stunden später auch das Land. Es geht nach Liberia. 🇱🇷
    Der Grenzprozess klappt problemlos und schnell. Das Land wirkt ein wenig wie Amerika, nicht nur sieht die Flagge fast gleich aus auch ähnelt zum Beispiel die Uniform der Soldaten und einzelne Häuser. Auch die Kennzeichnen haben die gleiche Form und ein ähnliches Design.
    (Liberia wurde 1822 von der American Colonization Society (ACS) gegründet, um freigelassene afroamerikanische Sklaven in Westafrika anzusiedeln; daher die Namensgebung (Liberia = Land der Freien).

    Wir nennen es Möchtegern USA, das meinen wir überhaupt nicht abwertend. Es ist einfach nur so dass, neben den ganzen Sachen die der USA ähneln immer noch dieser Afrika vibe herrscht. Hütten aus Holz und Wellblech zeichnen die Landschaft. Die Hauptstraße durchs Land ist asphaltiert, immer wieder gibt es aber einen Schotter Abschnitt. Abseits der Hauptstraße gibt es nur Schotter oder die typischen Roten Stein/Sand Pisten. Nach der Grenze geht es für uns nach Robertsport. Uns überrascht ein Traumhafter Strand. Wir lernen Henning kennen, ein Deutscher der mit seinem ausgebauten VW T6 in Richtung Namibia unterwegs ist. Ein einheimischer Surfer bietet uns an für uns zu kochen. Für 20 US Dollar bereitet er uns auf dem Feuer vor unseren Augen Fisch mit Reis und Zwiebelsoße für 5 Personen zu. Für mich quasi das nachfeiern meines gestrigen Geburtstags.
    Nicht nur heißt die eigene Währung des Landes Liberian Dollar, der US Dollar wird als Haupt Zahlungsmittel verwendet. Auch die Geldautomaten zahlen nur USD aus, der Liberian Dollar den man z.B. auf dem Markt verwendet bekommt man nur bei Händlern auf der Straße.
    Henning hat etwas die Motivation verloren durch Afrika zu reisen. Das ständige Visa Thema, das ständige betteln, der schreckliche Verkehr, es sind so viele Sachen die ihn mehr stören als gedacht. Für uns ist Sein Standpunkt verständlich, besonders wen man alleine reist kann ich mir gut vorstellen das es den ein oder anderen schon etwas mehr belastet. Henning überlegt sein Auto aus Ghana nachhause zu verschiffen.
    Wir tauschen uns mit ihm über sämtliche Visa aus und führen auch abseits davon viele Gespräche. Nach zwei Tagen haben wir ihn motiviert und umgestimmt ohne das es unser Plan war. Beim verabschieden am Letzten Tag ist er uns dankbar, wir hoffen auf ein Wiedersehen wenn sich unsere Wege nochmal kreuzen sollten.
    Eigentlich wollten wir gerne Surfen, der Ort ist auch bekannt dafür. Aber leider haben wir kein Glück mit den Wellen sie sind klein und brechen nur sehr nah am Strand. Also tun wir ein paar Jungs aus dem Surfclub nur einen Gefallen und machen einige Bilder mit ihnen.

    Die Menschen hier sind wieder lieb aber aufdringlich, besonders die Kinder. Wir werden häufig nach Wasser und unseren Beachball Schlägern gefragt. Diese haben sie einmal bei mir gesehen, ab diesem Zeitpunkt waren die Dinger drei Tage lang im Einsatz. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefühlt hat die halbe Stadt mit den Dingern gespielt.
    Das die Menschen hier nicht viel haben merkt man immer wieder, 1,5L Wasserflaschen sind weg sobald ich sie leer gemacht habe. Diese sammeln sie um sie selbst zu befüllen. Unser Müll den wir täglich an einem Müllfass leeren wird auch immer durchsucht. So findet ein Baguette was eine Woche alt ist und bei uns im Auto verloren gegangen ist, sowie ein Leeres Nutella Glas einen neuen Besitzer. Das Glas Kratzen die Kinder bis auf den letzten Tropfen mit ihren Fingern aus.
    Was bei uns bleibt ist immer wieder das Gefühl etwas geben zu wollen. Wie gerne ich dem kleinen Jungen der neben uns sitzt einfach was anbieten würde. Wir machen es aber nicht, sehr häufig wird in Afrika davon geredet bettelnden Kindern nichts zu geben, da sie sich dran gewöhnen und andere Reisende die nichts geben respektlos behandeln. So hört man immer wieder das Geschrei der Kinder die ein Geschenk von uns verlangen. Ganz häufig werfen Kinder Steine, wir sind davon bisher zum Glück verschont geblieben. Bei Leon und Ana mit den wir am Anfang der Reise unterwegs waren sieht das Ganze anders aus. Sie waren mit anderen Reisenden unterwegs und diese haben durch Steine werfende Kinder ihre Heckscheibe zertrümmert.
    Was die Preise hier angeht… allgemein ist in diesem Land alles sehr teuer.
    Campingplatz p.P 5$ Nacht
    Wanderung 2 Stunden p.P 10$
    Essen im Restaurant am Strand p.P 15$
    Wir sind echt schockiert wie teuer es hier ist. Wenn man beachtet wo wir uns hier auf der Welt befinden würde man von was anderem ausgehen. Auch die anderen Länder waren bisher immer teurer als gedacht.

    Die Wanderung zu einem Alten Schiffswrack die Geld kosten sollte machen wir einfach ohne Guide selbst.

    Während wir in unseren Stühlen direkt am Strand in unserem Camp sitzen kommen immer wieder Fischer zu uns die uns ihren Fang präsentieren. Am liebsten wollen sie die Fische auch immer direkt an uns verkaufen.
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  • Kurzer Dschungel Stop

    22–23 дек. 2025, Либерия ⋅ ☀️ 28 °C

    Es geht weiter, wir entscheiden uns die Grenze zur Elfenbeinküste im Norden zu nehmen da hier die Straßen besser sein sollen. Für die Grenze im Süden des Landes müsste man sehr viel über Straße wie in Guinea fahren, da es hier im Süden aber kaum was zu sehen gibt entscheiden wir uns dagegen. Weihnachten planen wir in einer Eco Lodge in den Bergen im Norden des Landes zu verbringen. Die ganze Strecke schaffen wir heute nicht, weshalb wir nach ein paar Einkäufen und Tanken kurz vor der Hauptstadt Monrovia* unser Camp etwas weiter nördlich aufschlagen.
    Den Ort finden wir zufällig, wir fahren über eine Schotterstraße und schauen auf Satelliten Aufnahmen wo sich im Wald ein Weg mit einer Lichtung befinden. Dann heißt es rein in den Wald durch die engen Wege die meist für Mopeds gemacht sind und Augen offen halten nach Menschen sowie potentiellen Orten zum schlafen.
    Der Ort den wir heute gefunden haben ist mal wieder ein absoluter Traum.

    * (die Stadt ist übrigens nach dem damaligen US Präsidenten James Monroe der für die Gründung Liberias verantwortlich ist benannt)
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  • Sparfuchs

    23–24 дек. 2025, Либерия ⋅ ☁️ 30 °C

    Morgens bekommen wir mal wieder Besuch von zwei Arbeitern außen Wald mit Macheten in der Hand. Für uns nix neues da jeder hier eine Machete mit sich führt. Wir vermuten das die beiden im Wald arbeiten und Holzkohle herstellen, denn davon sehen wir immer wieder sehr viel in Säcken auf LKWs oder am Wegrand.
    Sie sagen nur hallo und gehen weiter.

    Wir verlassen unseren Stellplatz früh wieder und fahren Richtung Norden. Heute fahren wir bis kurz vor die Eco Lodge um die unglaublichen 25$ pro Person nicht für unnötig viele Nächte zu zahlen. Dicht an der Hauptstraße die hier nur noch aus Schotter besteht schlafen wir etwas versteckt im Gebüsch.
    Der Ort ist sowas von nicht besonders weshalb ich nicht einmal ein Bild davon habe.😂
    Dafür werden wir hoffentlich morgen Belohnt.
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  • Nimba Lodge

    24–26 дек. 2025, Либерия ⋅ ☁️ 20 °C

    Früh morgens fahren wir in die Lodge und bauen unser Camp auf.
    Die Lodge liegt in einem Nationalpark auf einem Berg. Früher wurde hier Eisenerz abgebaut, deshalb sieht man jetzt noch die Form des Bergs. Was noch übrig bleibt ist der Baggersee „Blue lake“.
    Wir machen eine Wanderung durch den Wald zusammen mit einem Guide der uns einiges über den Wald erzählt. Danach geht es für uns eine kleine Runde Kajak fahren.
    Vor unserem Weihnachtsessen am Heiligabend backen wir zusammen einen Kuchen aus einer Backmischung 😂 und trinken einen Kaffe.
    Danach gönnen wir uns etwas zu essen im Restaurant. Leider nichts besonderes für Heiligabend, da es echt nicht Gut schmeckt. Dafür ist das Ambiente in der Lodge echt gut, und so verbringen wir den ganzen Abend auf dem Sofa in der Lodge, trinken Bier und spielen Karten.

    Am nächsten Morgen geht es für Manuel und mich auf den Berg, wir wandern (klettern) etwa 5 km den Berg hoch und werden mit einer Wunderschönen Aussicht belohnt. Den restlichen Tag verbringen wir mit wunderschöner Aussicht in unserem Camp.
    Bevor es dunkel wird brechen wir wieder auf und fahren Richtung Grenze. Etwa 15 Km vor der Grenze schlagen wir im Gebüsch unser Camp für die Nacht auf.
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  • Elfenbeinküste

    26–27 дек. 2025, Кот-д'Ивуар ⋅ ⛅ 30 °C

    Wir packen unser Camp zusammen und es geht weiter Richtung Grenze. Der Prozess an der Grenze geht schnell und nach einer Stunde sind wir durch. Elfenbeinküste 🇨🇮, Land Nummer 13 auf unserer Reise.
    50m nach der Grenze geht es durch einen chaotischen Markt der Weg in der Mitte ist gerade mal so breit wie ein Auto und dann kommt uns auch noch ein LKW entgegen. Ein paar Minuten geht erstmal garnichts mehr. Der LKW Fahrer wird von seinem Beifahrer durchgelotst, so richtig wissen sie aber auch nicht was sie da tun. Also wird der ein oder andere Marktstand auch mal einfach mit dem LKW weg geschoben. Immer wieder schreien sich einfach plötzlich alle Leute gegenseitig an. Wir finden es lustig und amüsieren uns darüber wie niemand etwas geregelt bekommen.🫣😂
    In der Elfenbeinküste wird wieder Französisch gesprochen, leider ist damit auch erstmal die Zeit von einfacher Verständigung vorbei.
    Das Straßenbild, und somit auch die Gesellschaft ähnelt auch wieder mehr Guinea. Nur mit dem riesigen Unterschied das hier in der Elfenbeinküste bis auf die Grenzstraße alle anderen Straßen perfekt asphaltiert sind. Also wirklich, europäischer „Standard“ es gibt sogar perfekte Autobahnen. 🤯

    In der Stadt Duékoué finden wir zufällig über unsere Overlanderapp ein Restaurant welches an einem Teich liegt. Die Preise sind endlich mal so wie man sich das vorstellt und nicht völlig überteuert. Wir haben das Gefühl an einem Ort zu sein wo sonst nur einheimische Leute sind. Differenzieren muss man bei den Einheimischen natürlich auch. Die Leute die um uns rum an den anderen Tischen sitzen gehören nicht der Unterschicht, die wir meist auf der Straße antreffenden an. Es sind Menschen einer anderen Gesellschaftsklasse die uns als Hellhäutige Menschen auch nicht „besonders“ ansehen und behandeln. Auch mal schön einen Abend nicht die ganze Zeit nach Geld und Wasser gefragt zu werden und keine Kinder um sich rum zu haben die einem Taschentücher oder Ähnliches verkaufen wollen.
    Wir fragen den Chef ob es möglich ist um den Teich zu Schlafen da wir darüber gelesen haben.
    Für eine kleine Aufmerksamkeit währe auch das kein Problem. Einen festen Preis gibt es also nicht. So finden wir es am schönsten, wir zahlen also das was es uns wert ist.
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  • Yamoussoukro

    27–28 дек. 2025, Кот-д'Ивуар ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir verlassen unseren Schlafplatz am Teich direkt nach dem Frühstück.
    Es geht weiter in Richtung Yamoussoukro die Politische Hauptstadt der Elfenbeinküste. Die Straßen sind gut und wir kommen schnell voran. Auf dem Weg machen wir halt an einem Restaurant an der Straße. Leider wieder Fast Food , alle Restaurants die nicht nach Lebensmittelvergiftung oder Dünnschiss aussehen sind leider Fast Food und nichts Lokales. Es tut mir leid das so zu sagen aber mit einem empfindlichen Magen muss man hier echt aufpassen. Die Lokalen Restaurants sind einfach am Straßenrand und haben meist keine richtige Küche, keine Spül Möglichkeiten bis auf einen großen Eimer braunes Wasser. Auch ein Kühlschrank ist meist nicht vorhanden. Für uns also immer ein Risiko welches wir gut abwägen müssen.

    Während wir draußen auf unsere echt nicht leckere Pizza warten, können wir unseren Augen nicht trauen wo wir mittlerweile zum sechsten mal auf dieser Reise den Gelben Afrikabus sehen. Das erste mal haben wir ihn in der Westsahara gesehen. Mittlerweile kennen wir einige von ihnen schon etwas besser und haben auch schon Nummern ausgetauscht.
    Es ist echt immer wieder erstaunlich wie „viele“ Leute wir sehen die, die selbe Route fahren und das man sich immer wieder sieht ist auch schon fast normal. So sagen wir beim verabschieden mit den meisten Leuten immer, bis bald.

    Die Stadt hat Riesen Straßen und wenig Autos, viele Freiflächen in der Mitte der Stadt sind unbebaut. Die großen Straßen sind teilweise unbenutzt und schon wieder herunter gekommen. Es scheint etwas wie eine Stadt die jemand groß gemacht hat oder machen wollte. Als wäre alles einst neu gebaut worden und dann verfallen.
    So ist es auch finden wir später heraus, der erste Präsident der Elfenbeinküste hat sein Heimatort welcher damals 500 Seelen groß war zur Hauptstadt gemacht. Diese Hauptstadt besteht bis heute und auch einige beeindruckende Gebäude sind aus seinem Ursprung aber darüber morgen mehr. Sehr beeindruckend was man mit genug Geld und Macht hier erreichen kann.
    Gut für uns, wir finden mitten in der Stadt auf einer verlassenen Straße einen Platz wo wir Campen können.
    Eine halbe Stunde später fährt ein Defender und ein Toyota Landcruiser über die selbe Straße. Schon wieder sehen wir Reisende die wir zuvor auch schon gesehen haben was ein Zufall. Ein Spanier ein Franzose und ein Zyprer, sie stellen sich zu uns. Wir tauschen uns etwas aus, zum Abendessen gibt es heute Papaya und Ananas die wir zuvor am Straßenrand gekauft haben.

    An dieser Stelle wünsche ich jedem der das hier Liest einen guten Rutsch ins neue Jahr 🎆🎇🍾
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  • Notre-Dame-de-la-Paix de Yamoussoukro

    28–29 дек. 2025, Кот-д'Ивуар ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir brechen früh auf und wollen uns 1-2 Sachen in der Stadt anschauen bevor es weiter geht.
    Zu den verrückten Sachen die der Ehemalige präsentiert erbauen lies oder gesponsert hat gehört unter anderem, der Präsidentenpalast mit einem Teich voller Krokodile vor dem Eingang. Aber auch die dritthöchste Kirche der Welt für 300 Millionen. Ganz schön wohlhabend war der gute Mann. Wir besichtigen beides, die Kirche gefällt mir sehr gut. Besonders die bunten Fenster und die Riesen Kuppel finde ich sehr beeindruckend. Aber man merkt das die Kirche noch nicht so alt ist und mehr „modern“ im Stil einer uralten Kirche gebaut wurde. So sind beispielsweise die massiven, schönen Säulen einfach nur verkleidete beton Säulen. Auch an vielen anderen Ecken wirkt es billig und baufällig.
    Von der Politischen Hauptstadt geht es in die Wirtschaftliche Hauptstadt Abidjan, denn hier wollen wir Silvester feiern. Ganz bis in die Stadt fahren wir heute noch nicht, den eine Wohnung haben wir uns erst für morgen reserviert. So fahren wir von der Autobahn auf einen Schotterparkplatz, eigentlich nur zum pinkeln. Da es regnet überlegen wir wo wir einen Stellplatz evtl. überdacht finden. Das ist uns deshalb so wichtig, da wir für die nächsten 4 Nächte in Abidjan bleiben und das Dachzelt ansonsten Nass in der Plane gammelt.
    Beim pinkeln sehen wir einen Neu erbaute Lagerhalle welche aber noch nicht fertig und in Benutzung ist. Ein Security Mann kommt vorbei um zu fragen was wir hier machen. Wir kommen auf die Idee zu fragen ob wir in der Halle schlafen können. Nach etwa 4 Telefonaten kommt ein Inder in einem Pickup um die Ecke, er spricht Englisch das macht die Sache deutlich einfacher. Nach weiteren Telefonaten und Absprachen mit dem Chef klappt es und wir verbringen die Nacht in der Halle. Abends bringt der Inder uns eine kleine Portion Curry Hähnchen vorbei und setzt sich für ein Bier zu uns.
    Er will uns den Industriebetrieb in der Nachbarhalle zeigen. Natürlich sind wir Interessiert und so folgt eine Führung durch eine Halle in der Kunststoff Kanister hergestellt und befüllt werden. Abgefüllt wird hier Batteriesäure, Hydrauliköl und Glyphosat.

    Es macht Spaß sich mit solchen Leuten zu unterhalten und Erfahrungen und Meinungen austauschen. So kann man die eigenen Sichtweisen und Erfahrungen aus dem jeweiligen Land damit vergleichen wie andere nicht Einheimische das ganze sehen.
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  • Abidjan

    29 дек. 2025–2 янв. 2026, Кот-д'Ивуар ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir verlassen die Industrie Lagerhalle mit einem schön trocken zusammengepackten Dachzelt. Wir sind sehr früh dran und kommen super durch den Verkehr von Abidjan. Die Stadt ist die modernste bis jetzt das macht sich auch auf den Straßen und im Verkehr extrem bemerkbar. Vielleicht sind wir mittlerweile auch einfach etwas abgehärtet, das wir diese Stadt gut und Ordentlich finden. Zu vergleichen mit einer Europäischen Großstadt ist es trotzdem nicht. Wir frühstücken in einer Bäckerei und sind glücklich über richtigen Kaffe und Gebäck welches gut schmeckt.
    Danach geht es für uns in die Ghana Botschaft welche sich schnell als die schlimmste bisher herausstellt. Pro Person mussten zuvor 15 Dokumente online hochgeladen werden. Diese Dokumente haben wir alle nochmal ausdrucken und mitgebracht, auch wenn es nirgendwo genau so stand halten die Botschafter es für selbstverständlich.
    Zusammen mit sämtlichen anderen Reisenden kämpfen wir uns durch die Anforderungen durch, gehen immer wieder aus der Botschaft raus um weitere Dokumente auszudrucken. Gut das wir einen Drucker dabei haben. Aber auch unser Mobiles Büro auf der Motorhaube ist keine perfekte Lösung. Heute ist es so warm das der Laptop und der Drucker überhitzen. Also setzt sich Malte mit beidem ins Auto mit Klimaanlage und so funktioniert es dann auch. Während wir immer wieder im Wartebereich Platz nehmen wird uns beim letzten Mal schon gesagt das sie in 15 Minuten schließen. Das ganze obwohl wir einen Termin haben und die Öffnungszeiten eigentlich deutlich länger sind.
    Wir schaffen es trotzdem noch dran zu kommen und zahlen extra 120€ pro Person für den Fast way. Schon jetzt wird uns aber gesagt das sie die 24h Bearbeitung nicht einhalten können und wir bis zum 31ten (48Stunden) warten müssen.
    Naja eine gute Sache hat der Termin bei der Botschaft wir lernen viele neue Reisende kennen unter anderem eine ganze Familie. Dani und Christian mit ihren drei Jungs Collin(9), Basti(13), Cedric(15) und Hund im großen Mercedes LKW.
    Wir verstehen uns sehr gut und so verabreden wir uns noch für den selben Abend in einem Restaurant.
    Wir lassen den Abend zusammen ausklingen und führen nette Gespräche, denn es ist sehr interessant wie so eine Reise mit Kindern und der Schule möglich ist. Anschließende gehen wir zusammen zu unserem Airbnb zurück. Denn wir haben es geschafft mit den Parkwächtern auszuhandeln das die Familie im LKW so wie ein weiteres Deutsch französisch Pärchen auf dem Parkplatz übernachten können.

    Da wir in unserem Airbnb Kakerlaken und Mäuseschiss haben beschweren wir uns nach der ersten Nacht und bekommen diese umsonst. Zudem werden wir ohne Aufpreis in eine bessere Unterkunft umgebucht. Für uns ein paar Stunden Aufwand für den Umzug aber das ist es wert. Mit so einem Service haben wir hier nicht gerechnet, so sind wir positiv überrascht.
    Wir gönnen uns hier in der Stadt jeden Tag essen aus einem Restaurant da wir im Airbnb keine richtige Kochmöglichkeit haben.
    Am 31ten sind wir dann zur ausgemachten Uhrzeit an der Botschaft um unser Visum abzuholen. Wir werden aber vor bereits geschlossenen Türen von der Security angeschrien das alle schon längst weg sind. Telefonische ist auch keiner mehr zu erreichen. Für uns eine Katastrophe, wir wollten eigentlich morgen am ersten Januar weiter. Also heißt es für uns aufgrund des feiertags Airbnb verlängern und bis zum zweiten Januar bleiben… Nervig.
    Am Abend wollen wir etwas Silvester feiern und fahren mit einem Taxi zu einer Art Restaurant/Bar. Hier schauen wir mit den Einheimischen ein Fußballspiel des gerade stattfindenden Afrika Cup, essen etwas und trinken ein paar Bier.
    Danach geht es weiter wir wollen ans Wasser in eine Bar von der wir Feuerwerk beobachten können. 20minuten Taxifahrt dauern aufgrund von sämtlichen gesperrten Straßen 50 min. Und dann das noch die Bar ist voll und uns will keiner rein lassen.
    15 Minuten vor null sitzen wir wieder im Taxi auf dem Weg zu einem Platz wo wir das Feuerwerk sehen können. Der Verkehr ist so dicht das wir uns entschieden auszusteigen und zu fuß auf die nächste Brücke zu laufen. Das obwohl uns der Taxifahrer aufgrund der unsicheren Gegend davon abrät. Aber auf Silvester im Taxi hatte keiner von uns Lust. Wir kaufen noch schnell 4 Bier und gehen Richtung Brücke. Die Polizei lässt uns nicht drauf, ich hab es schon kommen sehen das schlimmste Silvester was ich je hatte und dann nicht mal ein Feuerwerk.
    Es kommen immer mehr einheimische Leute die auch drauf wollen und irgendwann gehen einfach alle los und wir schließen uns an.
    Auf der Brücke befinden sich mehr Polizisten als normal Zivilisten es hat den Eindruck als wären wir nicht ganz legal hier gelandet. Da aber hier keiner so wirklich weiß was er macht besonders auch die Polizei, ist das denke ich ok.
    Jetzt muss das Feuerwerk nur noch stattfinden denn nachdem wir um null anstoßen passiert erstmal nichts bis auf kleinerer private Feuerwerke in der Ferne.
    Ich hab es schon als das schlechteste Silvester abgeschrieben als um 00:25 immer noch nichts passiert ist. Wir wollen schon gehen aber ein Einheimischer hält uns auf, wir sollen bis 00:30 warten. Wieso auch immer ein Feuerwerk um diese Uhrzeit starten sollte aber wir hören auf ihn und warten, denn es würde ja schließlich zu Afrika passen denn nicht alles muss hier einen Sinn haben.
    Natürlich passiert aber auch um 00:30 nichts und wir fangen schon an uns lustig zu machen und plötzlich werden wir um 00:38 mit einer halben Stunde Feuerwerk inklusive Drohnen Show überrascht. Das krasseste Feuerwerk was ich je erlebt habe. So ist aus dem „schlimmsten“ Silvester dann doch noch was echt cooles geworden.

    Am zweiten Januar wollen wir dann endlich unser Visum für Ghana abholen. Um 9 Uhr stehen wir morgens vor der Botschaft… keiner da. 🤬
    Security teilt uns mit das die Botschaft erst am Montag den fünften aufmacht 🫠. Wir sind sauer aber so richtig, weil Montag hätten wir das Visum ja auch auf normalem Wege ohne Fast way für 60€ bekommen können und wir wollen nicht noch mehr Zeit in der Stadt verbringen. Wir klopfen also immer wieder an der Tür und fordern den Security Mann auf jemanden anzurufen. Etwa eine Stunde stehen wir vor verschlossener Tür bis plötzlich eine Botschafterin mit dem Auto vorbeikommt, scheinbar durch Zufall. So bekommen wir unsere Pässe dann doch endlich wieder mit Visum zurück.
    Was eine Scheiße…
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  • Strandtag

    2–4 янв., Кот-д'Ивуар ⋅ ⛅ 30 °C

    Einerseits wollen wir weiter Richtung Ghana andererseits lockt uns die Familie Kraft mit einem Wunderschönen Stellplatz unter Palmen am Strand 🏝️. Das ganze in wunderbare Gesellschaft von einigen Reisenden (überwiegend Deutsche). Wir entscheiden uns also nachdem wir unser Visum endlich bekommen haben und alle Vorräte an Wasser, Essen und Diesel aufgefüllt haben dazu doch noch für mindestens eine Nacht 45 Minuten zurück Richtung Westen zufahren.

    Wir werden mit einem der schönsten Stellplätze bisher überrascht. Uns wurde auf jeden Fall nicht zu viel versprochen.
    Nach einer Runde schwimmen im Meer, verbringen wir alle zusammen einen wunderschönen Abend am Lagerfeuer.
    Am nächsten Tag wachen wir im Paradies auf, was gibt es geileres als morgens nach dem aufstehen direkt ins Meer zu hüpfen.
    Wir verbringen einen weiteren schönen Tag hier und entscheiden uns noch eine Nacht zu bleiben. Am Nachmittag überraschen uns dann noch Ana und Leon die spontan vorbei kommen. Wir verbringen also einen weiteren schönen Abend zusammen mit allen anderen am Feuer. Mittlerweile ist das Camp mit 9 Fahrzeugen und 21 Leuten auch das größte in dem wir bisher waren. 🥳
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  • Richtung Grenze

    4–5 янв., Кот-д'Ивуар ⋅ ⛅ 28 °C

    Mittags verlassen wir den schönen Ort am Strand in guter Gesellschaft leider schon wieder. Aber aus gutem Grund, denn für uns geht es weiter in Richtung Ghana. Da unser erstes Ziel in Ghana sehr weit nördlich liegt peilen wir bereits jetzt schon eine Grenze weiter im Norden an.
    Denn die Straßen hier in der Elfenbeinküste sind super und das wollen wir soweit wie möglich nutzen.
    Wir fahren den ganzen restlichen Tag und suchen uns wie so oft einen Stellplatz über Satelliten Bilder raus. Bevor es ins Bett geht überrascht uns noch ein starkes Gewitter welches den Himmel hell leuchten lässt.
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  • Ghana

    5–6 янв., Гана ⋅ ☀️ 31 °C

    Morgens geht es früh weiter denn heute steht der Grenzübertritt nach Ghana an. Außerdem ist heute ein besonderer Tag… Halbzeit, drei Monate sind um. Der Grenzübertritt funktioniert wie so häufig reibungslos und ist schnell über die Bühne wir freuen uns mal wieder über ein englischsprachiges Land.
    Der erste Militär Checkpoint nach der Grenze nimmt von einer vorerst angespannten Stimmung eine schnelle Wendung und endet in einem netten Gespräch mit Austausch von sozialen Medien und einem Gruppenbild. Ghana erscheint uns sehr freundlich. Jeder Polizist erkundigt sich über den bisherigen Verlauf der Reise fragt ob alles ok ist und wir bekommen immer wieder Nummern der lokalen Polizei für den Fall das es ein Problem gibt.
    Das ganze obwohl Ghana eigentlich als sichereres Land gilt (Bis auf die Nordöstlichste Region).
    Wir haben das Gefühl unser Wohlbefinden ist vielen Beamten wichtig und machen uns Gedanken woran das liegen könnte. Vielleicht an der Regierung die die Sicherheit der Touristen sehr hoch priorisiert? Wir wissen es nicht aber der Eindruck bleibt.

    Unsere Länderflaggen auf der Küchenbox haben so langsam die besten Tage hinter sich. Durch die Sonne verblichen und durch den Regen aufgeweicht bleibt uns nichts anderes mehr übrig als diese hässlich mit Klebeband zu schützen, aber es werden immer mehr🥰.

    Zum Mittag gibt es heute ein Traditionelles Afrikanisches Gericht „FuFu“ in einem Local Restaurant. (FuFu ist ein fester und stärkehaltiger Brei aus Maniok oder Yams und Kochbananen) Eine Karte zum bestellen gibt es hier nicht. Es gibt nur 2-3 Gerichte zwischen denen man wählen kann. Da FuFu Traditionell mit Fingern gegessen wird gibt es auch keine Löffel, also essen wir es wie die Einheimischen mit den Fingern.

    Nach dem Essen fahren wir noch ein paar Stunden bis wir uns wieder über Satelliten Bilder einen Platz für die Nacht raus suchen. In einer kleinen verlassenen Sandgrube bauen wir unser Camp auf und genießen es in Ruhe am Lagerfeuer zu sitzen.
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  • Mole National Park

    6–7 янв., Гана ⋅ ⛅ 37 °C

    Es geht weiter Richtung Norden, bis Nachmittags reißen wir die letzter Kilometer bis zum Nationalpark. Für heute war’s das und wir setzen uns ins Restaurant mit Blick in die Natur und auf ein in der Ferne liegendes Wasserloch. Mit dem Aufbau unseres Dachzeltes müssen wir hier im Park warten bis es dunkel ist, denn die Baboons sind nur am Tag aktiv. Am Tag klauen sie Essen Müll und sämtliche andere Gegenstände und auch Dachzelt sind hier wohl schon häufiger zu Bruch gekommen.
    Am nächsten Morgen stehen wir noch in der Dunkelheit auf um das Dachzelt wieder zusammen zu packen, nicht nur wegen der Baboons, wir haben auch eine Safari früh am Morgen geplant.
    Die Safari fahren wir nicht mit unseren eigenen Autos, dafür gibt hier umgebaute Toyota Landcruiser mit Pritschen wo sich „Kinositze“ drauf befinden.
    An Tieren sehen wir Elefanten, Baboon’s, Antilopen, Rehe, Affen, Warzenschweine und verschiedene Vögel. Besonders die Elefanten sind sehr beeindruckend.
    Die Safari war die Reise hier hoch auf jeden Fall wert, auch wenn diese nur zwei Stunden gedauert hat.
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  • Way back

    7–8 янв., Гана ⋅ 🌙 29 °C

    Da es hier oben im Norden Ghanas garnicht so viel zu sehen gibt bis auf den Nationalpark lassen sich die nächsten 1-2 Tage lediglich als „Rückweg“ bezeichnen. Aber auf der Straße bekommt man hier ja schon einiges mit. Dementsprechende tuckern wir durch den Norden des Landes über mal gute und häufiger schlechte Straßen in Richtung Kumasi unser nächstes Ziel zum einkaufen.
    Abends bauen wir mal wieder auf einer über Satelliten Bilder gefundenen Freifläche unser Camp auf.
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  • Kumasi

    8–9 янв., Гана ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir fahren nach Kumasi rein um in einem Supermarkt in einer Mall einzukaufen. Alles bekommen wir wie so häufig nicht aber wir sind dennoch froh über einiges an Gemüse und abgepacktem Fleisch. Käse und so viele andere Sachen bleiben uns weiterhin zu teuer weshalb wir verzichten.
    Der Tag zieht sich durch den Großstadt Verkehr mal wieder so lange das wir uns nach dem einkaufen echt mal wieder beeilen müssen aus der Stadt raus zu kommen, um noch im hellen einen Schlafplatz im Busch zu finden.
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  • Schnelles Wiedersehen

    9–10 янв., Гана ⋅ 🌙 28 °C

    Wir verlassen unser Camp wie so häufig unter Beobachtung ein paar Einheimischer.
    Für uns nichts neues mehr, wir sind schon dran gewöhnt.
    Über eine Rotsand Straße fahren wir zum jüngsten Meteoriten Krater der Erde, dieser ist durch den Einschlag vor 1.07 Millionen Jahren entstanden😂. Mittlerweile ist der 10,5km Krater ein See, und auch die Berge um denn See sind auftürmungen die durch den Einschlag entstanden sind.
    Wir setzen uns in ein am See liegendes Restaurant und essen etwas, das Essen wird uns eingepackt in Frischhaltefolie serviert. Frisch gekocht ist es aber. 😂
    Nach unserem Essen fahren wir zügig weiter in Richtung Süden denn wir wollen morgen früh das Cape Coast Castel besichtigen. Während der Fahrt bekommen wir mit, das eine Gruppe unser lieblings Reisegefährten, die Familie Kraft auch in der Nähe von Cape Coast steht und die selben Pläne für morgen hat. Wir fühlen uns hier in Ghana sehr sicher weshalb wir uns dazu entscheiden das zu machen was wir sonst nie machen, wir fahren etwa eine Stunde im Dunkeln um noch heute bei den Krafts anzukommen.
    Mit unserer Ankunft ist die Freude beiderseits, wir unterhalten uns noch etwas bevor wir schlafen gehen.
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  • Cape Coast Castel

    10–12 янв., Гана ⋅ 🌙 28 °C

    Wir fahren früh los um früh unsere Führung zu starten.
    Cape Coast Castle ist eine von etwa vierzig sogenannten „Sklavenburgen“ oder großen Handelsfestungen, die von europäischen Händlern an der Goldküste Westafrikas (dem heutigen Ghana) errichtet wurden.
    Hier wurden die Sklaven gesammelt und gefangen gehalten bevor sie nach Amerika verschifft und dort Verkauf wurden.
    Beeindruckend und beängstigend zu gleich die Verhältnisse zu sehen in denen die Sklaven ausharren mussten.

    Nach der Führung fahren wir alle zusammen weiter aber diesmal nicht in gewohnter Konstellation, wir tauschen etwas durch und ich fahre im LKW der Familie mit. Eine tolle Erfahrung, während der Fahrt den Geruch von frisch gebackenen muffins aus der Wohnkabine in der Nase zu habe ist auf jeden Fall etwas ganz anders. Auch das fahren ist komplett anders, man ist deutlich langsamer da der ganze LKW besonders die Kabine bei den Straßen extrem schaukelt. Außerdem ist man deutlich höher was das Reisen deutlich anonymer macht. Man hat einfach keinen direkten Augenkontakt mit den Einheimischen und wird nicht die ganze Zeit angeschrien, angepfiffen und angeschnaltzt wie es sonst bei uns der Fall ist.
    Dafür hat man viel mehr Übersicht und sieht das Straßenbild aus einer etwas andern Perspektive.
    Ich versteh mich während der Fahrt in Führerhaus super mit Christian und Colin (10) der kleinste der drei Jungs. Er springt die ganze Zeit zwischen vorne und hinten durch einen Durchgang hin und her.
    Wir fahren bis nach Accra wo wir uns am Strand einen Stellplatz raus suchen hier wollen wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Der Strand ist leider von Müll übersät weshalb es nicht möglich ist schwimmen zu gehen. Wir verbringen einen schönen Tag bei 38grad welche durch die Brise das Meers erträglich sind. Dabei erledigen wir ein paar Sachen die die letzte Tage liegen geblieben sind. Malte beantragt das Kamerun Visum für uns alle wären der Rest an den Autos schraubt. Auf der Liste steht Flüssigkeiten checken, Luftfilter tauschen/ reinigen, Stoßstange wieder fest schrauben, Spritzschutz montieren und sämtliche andere Kleinigkeiten durch checken.
    Abends kühlt es endlich ab. Wir sammeln alle zusammen Holz für ein Feuer, den wir wollen grillen. Leon und Ana überraschen uns ein weiteres Mal, da sie die nächsten Tage wegen Visa Angelegenheiten in Accra verbringen werden.
    Wir bekommen außerdem noch Besuch von einer afrikanischen Rapper Bande die unser Camp als Kulisse für ihr Musikvideo nutzt. Eine verrückte Situation in der uns die Tränen vor Lachen laufen.
    Wir lassen den Abend zusammen am Feuer mit leckerem selbstgebackenen Naanbrot, Fleisch, Salat, und Alufolien Kartoffeln aus der Glut ausklingen.
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  • Die kühle Luft der Berge ⛰️

    12–14 янв., Гана ⋅ ⛅ 26 °C

    Morgens gehen wir alle getrennte Wege. Die Familie sowie Ana und Leon fahren früh nach Accra um sich um Visa zu kümmern die wir schon in Conakry gemacht haben. Wir fahren etwas später auch nach Accra, wir nutzen die Moderne Stadt und halten Ausschau nach Autoteile Shops da wir gerne noch mehr Luftfilter kaufen wollen. Diese setzen sich bei den Straßen und der trockenen staubigen Luft schneller zu als man schauen kann.
    Bei Mitsubishi selbst würden wir einen für umgerechnet etwa 131€ bekommen, was auch in Deutschland absolut absurd wäre. Wir fahren also weiter, In einem herkömmlichen Autoteile Shop ist der selbe Luftfilter für 13€ vorrätig. Verrückt.😂
    Nach der Suche geht es weiter in die Accra mall hier kaufen wir im Supermarkt ein und essen auch etwas von der Heißen Theke. Eigentlich haben wir bei dem Essen keine Bedenken, doch leider ist mein Magen da anderer Meinung so liege ich im Decatlon auf der Bank während die anderen shoppen. Naja halb so schlimm es hat sich schnell erledigt und wir wollen weiter. Kurz vor Abfahrt legen wir uns nochmal unter Jakobs Auto da er ein neues Klack Geräusch hat… beide hinteren Bremssättel sind lose, also legen wir noch eine 30 minütige Reparatur ein bevor es weiter geht. Da es mal wieder ordentlich spät geworden ist und der Verkehr der Stadt dicht ist fahren wir leider im dunkeln an unseren schlafspot in den Bergen. Den Ort haben wir von Christian empfohlen bekommen, und rate mal wer nach seiner Visa Runde auch vorbeikommt… die Familie Kraft mal wieder ein schnelles Wiedersehen.
    Wir bleiben zwei Nächte in der Treehouse Lodge, verbringen einen schönen Tag gemeinsam mit nicht allzu starker Hitze hier in den Bergen. Unsere Wäsche lassen wir hier auch waschen. Abends schauen wir alle zusammen noch einen Film auf unserer Leinwand.
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  • Botanischer Garten

    14 января, Гана ⋅ ☁️ 29 °C

    Morgens packen wir unser Camp hier in der treehouse lodge zusammen und fahren gemeinsam mit den Krafts in Richtung Botanischer Garten. Mal wieder in gemischter Konstellation fahre ich diesmal im LKW hinten in der Wohnkabine mit. Bei der Ausfahrt wird es kurz einmal ordentlich eng mit einer Stromleitung wo wir gerade so drunter passen.
    Ich finde es richtig cool in dem LKW und fühle mich auch während der Fahrt in der schaukeliegen Kabine wohl. Meiner Meinung nach ist es Das Reisemobil um mit einer so großen Familie eine solche Reise zu machen.

    Angekommen an dem Botanischen Garten watscheln wir etwa zwei Stunden über die Wege vorbei an den teilweise uralten Riesen Regenwald Bäumen. Die Highlights habe ich mal in ein paar wenigen Bildern zusammengestellt.
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  • Wli Waterfalls

    14–16 янв., Гана ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach dem Botanischen Garten geht es für uns wieder auf getrennten Wege weiter. Die Familie bleibt eine Nacht am Botanischen Garten, da sie etwas später erst nach Togo (das nächste Land) wollen trennen sich unsere Wege hier wohl bis auf weiteres erst einmal endgültig.
    Für uns geht es nun schon weiter Richtung Grenze denn hier wollen wir uns noch die Höchsten Wasserfälle Westafrikas in Ghana anschauen bevor wir das Land verlassen.
    Das Camp für die nächsten zwei Nächte bauen wir in der Waterfall Lodge auf. Ein Ort der von einem Älteren deutschen Pärchen geführt wird. Sie waren vor 25 Jahren auf der selben Reise wie wir unterwegs. Bis nach Südafrika haben sie es aber nie geschafft, dann in Ghana war Schluss. Hier fanden sie es besonders umgeben von den Bergen so schön, das sie sich entschlossen haben zu bleiben. Neben Stellplätzen für Camper in ihrem Garten neben Bananenbäumen Palmen und Ananas Pflanzen bieten sie auch einige Räume in Bungalows an. In der Mitte des Geländes befindet sich das Restaurant ebenfalls gebaut wie ein Bungalow. Mit spitzem Strohdach und Runder Grundfläche nur ohne Wände. Eine wunderschöne Atmosphäre. Abends lernen wir genau hier Vanessa und Simon kennen ein Pärchen welches genau wie meine Reisegefährten auch aus Köln kommt. Simon wohnt sogar nur ein paar Straßen von Malte entfernt.
    Sie sind hier in Ghana im Urlaub und erkunden auf eigene Faust als Backpacker das Land. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen zur Wanderung zu den Wli Waterfalls.
    Ach und übrigens der gelbe Bus steht mal wieder genau neben uns. Verrückt wie sich unsere Wege immer wieder kreuzen.
    Wir starten morgens um 7 mit der Wanderung. Nach etwa 4 Stunden erreichen wir den Upper Fall, den oberen der beiden Wasserfälle. Komplett nass geschwitzt freue ich mich auf nichts mehr als in das kühle Wasser zu hüpfen. Für mich ist es das erste Mal das ich so einen Wasserfall in echt sehe dementsprechend besonders auch das Gefühl in der Gischt des kalten Wassers zu stehen. Auch sich die Wassermassen auf den Kopf fallen zu lassen ist ein schönes Erlebnis welches ich so schnell nicht mehr vergessen werde.
    Nach dem Baden wandern wir mit unserem Guide zum unteren Wasserfall, nach weiteren 90 Minuten sind wir schon ordentlich platt und glücklich am unteren Wasserfall angekommen zu sein. Nach einer weiteren Abkühlung ist der Weg bis zu unserer Lodge nur noch auf ebener Strecke zurück zu legen. Als Belohnung gibt es erstmal eine frische Kokosnuss, anschließend ein Bierchen und … Currywurst. Vor ein paar Tagen haben wir noch davon gesprochen was wir von zuhause vermissen. Das Essen war auf jeden Fall ein großer Punkt. Umso glücklicher sind wir hier Currywurst mit Pommes auf der Karte zu lesen. Den restlichen Abend verbringen wir im Restaurant. Etwas später am Abend sehen wir dann auch noch zwei uns bekannte Gesichter Bernadet und Haio die beiden habe wir auch schon in der Treehouse Lodge kennen gelernt. Sie reisen mit ihrem Offroad Iveco mit Wohnkabine die selbe Route wie wir.
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  • Togo

    16–17 янв., Идти ⋅ 🌙 29 °C

    Nach unserer zweiten Nacht in der Waterfall Lodge geht es für uns weiter in Richtung Togo Grenze. Auf dem Weg tanken wir noch einmal voll da der Sprit in Togo und Benin deutlich schlechter sein soll als hier in Ghana. So werden wir auch unser restliches Geld der Ghana Währung los.
    Togo und Benin haben wie viele andere Westafrikanischen Länder die Einheitliche Währung CFA.
    Außerdem sind die beiden Länder wieder französisch sprachig.
    Die Grenze überfahren wir problemlos, der Prozess dauert trotzdem sehr lang da die Leute besonders auf der Togo Seite hier einfach kein Bock haben zu Arbeiten. So werden unser Dokument in Zeitlupe begutachtet und bearbeitet außerdem stempeln die hier direkt eine Seite im pass voll, und das mit vier verschiedenen stempeln. Den Beamten scheint das ganze ordentlich anstrengend zu sein. Naja nach etwa 2 Stunden haben wir die Grenze überwunden und fahren erst einmal ein gutes Stück Off-road über eine Dirt road durch den Regenwald.
    Nach etwa 20km kommt wieder eine Schranke, diesmal Zoll hier müssen wir unsere Papiere für das Auto ausfüllen lassen.
    Hier in Togo wollen wir uns eigentlich nichts anschauen und planen deshalb nur eine Nacht hier zu verbringen bevor es weiter nach Benin geht.
    Wir halten in der Stadt Kpalimé an um etwas zu essen, mit dem Restaurant Besitzer verstehen wir uns so gut, das wir direkt mal fragen wo wir hier eine SIM Karte als Backup bekommen. Denn hier in Togo funktioniert unser Starlink nicht. Starlink ist wohl noch mit Togo in Verhandlungen weshalb es hier geblockt ist.
    Nachdem Jakob sich eine SIM besorgt hat, gehen wir noch zusammen mit der Köchin des Restaurants auf Suche nach einer Machete. Am Restaurant sagt man uns wenn wir alleine gehen würden, würden sie uns viel zu viel Geld abnehmen. Wir laufen also zusammen mit der Köchin auf dem Markt und kaufen uns jeweils für etwa 4€ eine Machete.
    Jaa ich weiß wir haben uns in Sierra Leone schon Machete bauen lassen allerdings war das Metall eher weichgeglüht als gehärtet weshalb diese nichtmal eine Kokosnuss öffnen können.
    Auf dem Rückweg zum Restaurant sehen wir eine Beerdigung. Ein Sarg quer hinten auf einem Roller geschnallt und dahinter 20 weitere Roller, alle sind am hupen und fahren im Konvoi im Kreisverkehr mehrere Runden. Das ganze ordentlich schnell, so schnell das wir uns denken, die Leiche muss doch angeschnallt sein dadrin sonst liegt sie jetzt schon in einer Ecke. Eine verrückte Erfahrung aber hier scheinbar normal bekommen wir mit. Ein Bild haben wir leider nicht da alles zu schnell ging.
    Wir fahren weiter, raus aus der Stadt zu unserem Schlafspot mal wieder wild in der Natur. Nichts besonderes einfach abseits der Straße ein paar Meter in einen Weg rein bis auf eine Freifläche.
    Hier verbringen wir also unserer erste und eigentlich auch einzige Nacht in Togo… eigentlich…
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  • Die leere Patrone

    17–18 янв., Идти ⋅ 🌙 26 °C

    Wir fahren wie immer Morgens früh los, denn heute ist ja mal wieder ein Grenzübertritt auf dem Plan. Heute solle es von Togo nach Benin gehen. Um 13 uhr sind wir an der Grenze, in Togo klappt die Ausreise problemlos und nach etwa einer Stunde sind wir durch. In Benin verläuft anfangs auch alles nach Plan, unsere Reisepässe werden Eingestempelt und wir dürfen wieder zu den Autos. Hier wollen sie jetzt doch noch die Autos kontrollieren, sie schauen sehr genau hin, für uns kein Problem wir haben ja bis auf Bargeld nichts zu verstecken. In unserem Auto finden sie eine leere Patronenhülse welche wir in der Sahara gefunden haben. Anschließend drehen sie alles auf links und die Stimmung kippt langsam immer mehr. Ohne erkenntlichen Grund warten wir 2,5 std auf den „Chef". Ich meine was ist an einer Leeren offensichtlichen komplett verblichenen uralten Patronenhülse so schlimm? Der Chef kommt schließlich irgendwann an. Er zählt uns immer neue Gründe auf worauf wir Warten müssen bis wir weiter können…
    Das ganze geht von 5 min Papierkram, über Telefonat mit der deutschen Botschaft, Fingerabdrücke abgeben bis schlussendlich „deutsche Botschaft hat die Einreise verwehrt"
    Woraus die Beamten diese Aussage schließen ist uns nicht bewusst. 😂
    Nach ewiger Diskussion kippt die Stimmung komplett und wir werden handgreiflich dazu gebracht Benin wieder nach Togo zu verlassen. Der Notdienst der Deutschen Botschaft ist nicht bereit dazu uns zu helfen und die Situation zu klären. Im Nachhinein war sie vermutlich auch an dem Abend nicht mehr zu klären, da mit den Beamten vor Ort ein normales Gespräch nicht möglich war.

    Die Beamten in Togo nehmen uns netterweise wieder auf und sowohl den Ausreisestempel in Togo als auch den Einreise Stempel von Benin werden annulliert. Dadurch haben wir unsere beiden “Single Entry” Visa nicht verloren.
    Sie sagen uns wir sollen es einfach an einer anderen Grenze probieren, da die Beamten in Benin sich nicht kooperativ zeigen. Wir bedanken uns und sind froh das Niemandsland nach etwa 7 Stunden ohne Erfolg endlich wieder verlassen zu können und nicht hier schlafen zu müssen.

    Da der Tag schon lange vorbei ist, suchen wir im Dunkeln noch einen Schlafplatz. Da in den üblichen Apps nichts zu finden ist, schauen wir wie so oft selbst bei Google Maps, wo es ruhig aussieht. Mit einem halbwegs gutem Gefühl bauen wir unser Camp auf und gehen nach dem langen Tag zügig ins Bett. Nachts kommen erst 6 dann 8 dann über 12 Personen mit Taschenlampen und umrunden immer wieder die halbe Nacht das Camp.
    Nachts um 3 kommt zusätzlich noch ein Schuss aus einem Gewehr oder ähnlichem aus direkter nähe. Offensichtlich geht es nicht um uns, da niemand etwas sagt oder direkt zu uns kommt, jedoch gibt es einem trotzdem logischerweise kein gutes Gefühl.
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  • Benin? Benin!

    18–20 янв., Бенин ⋅ ⛅ 27 °C

    Morgens bekommen wir an unserem Schlafplatz mitten im Feld Besuch 10-12 Leute gemeinsam mit dem Dorfchef. Nach kurzem Gespräch steht fest: kein Problem hier zu stehen. Ein Selfie mit dem Dorfchef und die Sache passt glauben wir. Nach 15 min kommt er wieder, zusammen mit einem Gewehr bewaffneten Soldaten um Personalien aufzunehmen. Die Stimmung ist schon deutlich schlechter. Nach ein paar Fotos von Jakobs Pass hauen sie ab und wir dann auch.
    Wir fahren weiter in den Süden zur anderen Grenze um es hier zu probieren. Hier fängt das Probleme schon auf der Togo Seite an. Bereits bei der Einfahrt in das Grenzgebiet werden uns unsere Handfunkgeräte abgenommen. Anschließend werden wir in einen Raum mit Klimaanlage und TV gebracht und sie machen uns das Endspiel des Afrika Cups an. Es hieß in 2 Minuten kommt jemand und dann geht's weiter. Wir warteten ca. 2,5 std in diesem Raum, bis jemand kommt. 😂Anschließend kontrollieren sie die Autos knapp eine Stunde. Jede Kiste, jedes Fach, alles wird ausgeräumt. Jede Boxershort und Socke angeschaut und jeder Karton ausgepackt. Natürlich finden sie nichts. Anschließen geht es für uns wieder in den Raum und es heißt in ein paar Minuten können wir gehen. Insgesamt geht es dann noch 2-3 mal hin und her, bis wir schlussendlich nach ca. 7 std auf der Togo Seite weiter können. Unsere Funkgeräte werden beschlagnahmt, da diese wohl registriert werden müssen. Wieso auch immer das bei der Ausreise noch Sinn ergibt.
    Jetzt wird es spannend denke wir, hat die andere Benin Grenze diese Grenze über das Problem mit uns informiert oder nicht? Wissen die Beamten über unsere Patrone Bescheid oder nicht?
    Zum Glück nicht, unsere annullierten stempeln sehen sie aber interessiert sind sie nicht. Nach 15 Minuten haben wir den Einreisestempel und können weiter ohne das jemand einmal unser Auto durchsucht hat. Verrückt😂
    Es ist mittlerweile schon wieder dunkel, wir finden jedoch recht nah an der Grenze bei einer Beachbar einen Stellplatz, hier bleiben wir direkt zwei Nächte und ruhen uns erst einmal etwas aus.

    Neben dem ganzen Stress mit den Grenzen hatten wir in allen Ländern in Westafrika täglich sehr gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Ein Großteil der Menschen fährt, als wäre ihnen ihr eigenes Leben, sowie das Leben von allen anderen völlig egal. Als würden sie nicht eine Sekunde nachdenken bevor sie einfach losrasen, umdrehen, aus einer Seitengasse rausziehen oder eine dritte Spur im Gegenverkehr eröffnen, für welche keinen Platz ist. Zusätzlich fährt die Hälfte nachts ohne Licht und die andere Hälfte mit Fernlicht, was dazu führt, dass man nachts definitiv nicht fahren sollte. Wir sind jeden Tag froh, wenn wir zum Einen nicht selbst in einen Unfal verwickelt wurden und zum Anderen nicht Ersthelfer sein müssen, wenn wieder mal Menschen im Verkehr ums Leben kommen.
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  • Art Studio

    20–21 янв., Бенин ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir fahren weiter und fangen mit dem an, was wir ursprünglich in Benin machen wollten.
    Voodoo…
    Benin hat eine große Voodoo Kultur und davon wollen wir bisschen was sehen. Das große Voodoo Festival was hier einmal im Jahr stattfindet haben wir leider um eine Woche verpasst.
    Heute steht der Python Tempel auf dem Programm, viel gibt es hier nicht zu sehen lediglich ein großes Gebäude welches sich aktuell im Bau befindet und ein Paar Python Schlangen.
    Ich traue mich nicht sie mir um den Hals zu legen da ich Schlangen hasse aber Malte tut es. Aber einmal zu fühlen wie sich der Körper anfühlt lasse ich mir nicht entgehen. Reine Muskelmasse und von kalt auf warm in Sekunden ändert sie immer wieder ihre Temperatur je nach Untergrund.
    Echt beeindruckende Tiere aber mir reicht es dann auch und wir schauen uns die Souvenir Shops an.
    Es gibt viele Masken, die die Voodoo praktizierenden während ihren Ritualen tragen. Und auch Voodoo Puppen sehen wir. Danach essen wir etwas in einem Restaurant, seit langem werde ich von einer Portion hier mal wieder richtig satt.
    Danach fahren wir zu einem Art Studio in dem uns ein super netter Künstler begrüßt, er zeigt uns seine Ausstellung und sein Atelier.
    Ein super cooler Ort finden wir, einen Platz im Garten zwischen Bäumen hat er auch. Also bauen wir hier unser Camp auf und anschließend überrascht er uns mit etwas Zitronengras. Wir kochen zusammen einen Tee und unterhalten uns.
    Er hat eine Wohnung in Italien und ist somit häufiger in Europa, den europäischen touch in seiner Denkweise spürt man sofort. So macht es echt Spaß sich mit ihm zu unterhalten und Ansichten zu teilen.
    Auch über Benin sprechen wir viel, er berichtet wie viel sich in den letzten Jahren durch den neuen Präsidenten getan und Entwickelt hat.
    Neue Straßen fast überall, keine Korruption, Ausbau von Touristenattraktionen, einigermaßen geregelter Straßenverkehr, Rollerfahrer maximal zu zweit und immer mit Helm.
    Alles Sachen die uns auch schon aufgefallen sind.
    Ist ja scheinbar doch was möglich wenn nicht immer jeder nur an sich selbst denkt.
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