New Plymouth (Tag 2 & Abreise)
8. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 20 °C
Zwei weitere Tage sind vergangen und wir befinden uns schon am südlichsten Punkt der Nordinsel, wo wir die letzte Woche verbringen werden.
Aber der Reihe nach, denn gestern wollten wir ja am Vulkan Mount Taranaki wandern. Gott sei Dank haben wir uns diesen bereits am Vorabend angesehen, denn während der vierstündigen Wanderung haben wir ihn aufgrund Wolken und Nebel kein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Da hatten wir das erste Mal etwas Pech mit dem Wetter und auch die Wanderung war kein Highlight (was in Neuseeland natürlich immer noch eine schöne Landschaft bedeutet).
Um die Stimmung etwas nach oben zu bekommen, haben wir Brotzeit an einem schönen See gemacht und sind zum Strand und waren in den (eiskalten) Wellen baden. Da uns der Vibe dort sehr gefallen hat, haben wir uns noch eine Pizza geholt und den Abend am Strand verbracht.
Später am selbigen Abend hatten wir dann noch die phänomenale Idee eine zweite Maschine Wäsche zu waschen. Ganz nach dem Motto „die trocknet bestimmt bis morgen“. Natürlich haben sich die physikalischen Gesetze über Nacht nicht völlig verändert und wir mussten das heute Morgen ausbaden. Aus gemütlichem Frühstücken und Packen wurde: unsere Wäsche quer über den Parkplatz in der Sonne verteilen. Irgendwann konnten wir dann ein Großteil einpacken bzw. im Auto zum weiter Trocknen aufhängen und aufbrechen.
Auf dem Weg in Richtung Wellington machten wir nochmals Halt zum Baden im Meer und Sonne tanken.
Jetzt sind wir in unserer Unterkunft für die nächsten sieben Tage und sind wir ehrlich, so weit entfernt von Campen oder im Auto schlafen waren wir angesichts der beheizten Klobrille noch nie! Aber im Budget, weshalb wir glücklich in die letzte Woche auf der Nordinsel blicken.
P.S.: Der stark kritisierte Adapter, der zweifach käuflich erworben und für Neuseeland als nicht funktionsfähig abgestuft wurde, kann nach einer kleinen Anpassung doch problemlos genutzt werden.
Trotzdem gut, dass wir vor Ort noch einen dritten gekauft haben.Weiterlesen
Wellington (Tag 1)
9. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 18 °C
Am heutigen Tag wollten wir uns noch Einiges ansehen, da das Wetter die Tage etwas schlechter werden soll. Starten wollte ich den Tag aber mit einem Honig Toast, auf den ich mich seit Wochen freue. Ist aber erst hier möglich, da es sich aufgrund der Aufenthaltsdauer zum ersten Mal gelohnt hat, Butter zu kaufen. Meine kindliche Vorfreude hat sich beim ersten Biss aber sowas von in Luft aufgelöst, als ich in die salzige Butter gebissen habe. Freut mich, dass das hier wohl so üblich ist, aber schmeckt halt scheiße!
Mit etwas gedämpfter Laune meinerseits ging es los in Richtung südlicher Küste, wo wir einen tollen Leuchtturm besucht haben. Von diesem aus konnten wir an der Küste auch Robben erkennen, weshalb wir uns gleich auf den Weg dorthin gemacht haben. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt das Wissen gehabt hätten, dass dort unzählige Robben ihr Quartier aufgeschlagen haben und sich unter den Sträuchern ausruhen, wären wir wohl nicht einfach direkt durch jene Sträucher dorthin gelaufen. Alter Finne haben wir uns erschrocken, als plötzlich ein riesiges Exemplar um die Ecke kam und uns angeknurrt hat. Ich bin vor Schreck ein paar Meter zurückgesprungen und Michaela hat die Opossum Taktik angewendet - einfach versteinert stehen bleiben. Da der Seelöwe (haben wir gegoogelt) am Fischbuffet gut zugeschlagen haben muss und nicht allzu agil aussah, würde ich meine Taktik im Nachgang immer noch als die empfehlenswerte ansehen. Gott sei Dank hatte er wohl mehr Angst vor uns und hat das Weite gesucht.
Nach der Begegnung haben wir die anderen Seelöwen aus guter Distanz dabei beobachtet, wie sie am Strand Sonne getankt haben. Da wir beide diese Tiere noch nie so nah in freier Wildbahn gesehen haben, war es ein echtes Highlight!
Da konnten die Putangirua Pinnacles (faszinierende Felswand) nicht ganz mithalten, waren aber trotzdem sehr schön.
Zum Schluss das Wichtigste: mit hoher Wahrscheinlichkeit haben wir heute in das richtige Butterregal gegriffen und einem gut gelaunten Frühstück steht morgen nichts im Weg.Weiterlesen
Wellington (Tag 2 & 3)
11. November 2025 in Neuseeland ⋅ ⛅ 19 °C
Was können wir von den letzten beiden Tagen erzählen? Von gestern können wir auf alle Fälle mal nichts zeigen, weil wir kein einziges Bild gemacht haben. Lag vermutlich daran, dass wir lange nicht aus dem Bett und auch danach schwer in die Gänge kamen. Das Wetter hat auch nicht so viel mehr her gegeben, deshalb sind wir noch in ein Fitnessstudio gegangen und haben anschließend den Tag gemütlich ausklingen lassen. Ich habe mich bei der händischen Eintragung im Fitness auch richtig doll angestrengt und habe Hoffnung, dass ich dort nicht wieder als Flavion in Erinnerung bleibe.
Heute war für die erste Tageshälfte wieder schlechtes Wetter angesagt, deshalb haben wir die Zeit für Orga-Kram und vor allem Planung für die ersten beiden Wochen auf der Südinsel genutzt. Nachmittags wollten wir noch ein bisschen raus und sind einen Küsten Track gelaufen. Zwar mussten wir noch im Regen starten, aber nach ein paar Kilometern gesellte sich die Sonne zu uns. Ebenfalls hatten wir immer wieder Gesellschaft von Schafen und mussten die ein oder andere Hängebrücke überqueren. Nicht wundern, dass auf den Bildern nur Michaela beim überschreiten dieser zu sehen ist - ich war damit beschäftigt nicht ohnmächtig zu werden und ohne Panikattacke auf der anderen Seite anzukommen.
Für den Rückweg haben wir spontan den Zug genommen, aber nicht kapiert, wie und wo man hierfür ein Ticket kaufen muss. So sind wir eine ganze Station schwarzgefahren. Ging zwar gut, aber ich bin mir sicher, dass mir jeder im Zug die Nervosität ansehen konnte. Nach dem Strafzettel letzte Woche mach ich mir aber durchaus Sorgen, dass ich mich zum Bad Boy entwickeln könnte.Weiterlesen
Wellington (Tag 4 - 6)
14. November 2025 in Neuseeland ⋅ 🌙 16 °C
Zwei Tage in Folge kein Footprint war auch für uns hart, aber jetzt sind wir wieder da. Um ehrlich zu sein hatten wir auch gar keine Bilder, da wir es sehr ruhig angehen lassen haben.
Vorgestern haben wir die Hauptstadt Wellington angeschaut. Nach einer Stunde haben wir uns gefragt, was wir eigentlich sonst immer in Städten machen. Da alle gefundenen Antworten wie „an jeder Ecke Kaffe und Kuchen konsumieren“, „bisschen shoppen“ und „keinen Snack auslassen“ nicht in unser derzeitiges Budget passen, waren wir relativ bald durch mit der Besichtigung. Und ja, ein Kaffee und Kuchen haben wir natürlich doch noch mitgenommen. Danach waren wir noch im Fitness und Michaela konnte ihren Distanzrekord im Joggen brechen. Hätte mich nicht ganz so für sie gefreut, wenn ich da schon vom bis heute andauernden Muskelkater-Gejammer gewusst hätte. Abends wurde noch Wäsche gewaschen und wieder in der ganzen Wohnung verteilt.
Gestern Früh ging es dann übermotiviert erneut ins Fitness (24h Zutritt nutzen). Ich musste in nassen Klamotten einmarschieren, da Michaela Strom für unsere Airbnb Vermieterin sparen wollte und die Heizung mit meinen dringend benötigten Klamotten ausgeschaltet hat. Völlig richtige Priorität gesetzt.
Nachmittags war ich noch im Barber-Shop (nein, nicht um meinen Bart zu stutzen) und hatte ein richtig nettes Gespräch mit dem Friseur. Obwohl er sehr schnell gesprochen hat und ich manchmal einfach nur mit „yes“ geantwortet habe. Diese Taktik hat mich auch auf einmal in eine Diskussion über Kryptowährung verfrachtet. Aber denke er hat nicht gemerkt, dass ich da mal so überhaupt gar keinen Dunst von habe.
Heute war das Wetter wieder top und wir haben eine sehr schöne Küstenwanderung gemacht. Hätten wir hierbei immer zum richtigen Zeitpunkt die richtige Abzweigung gefunden und uns nicht bei jeder Gelegenheit verfranzt, wären 8 km hierfür angedacht gewesen. Wir haben es dann in 12 km geschafft. So hatten wir aber die Chance, die tolle Tierwelt bei Windstärke 100 noch länger zu bewundern.
Die letzten beiden Kilometer führten direkt am Strand entlang, wo es leider einige richtig schöne Muscheln gab. Warum leider? Weil wir zweistellig Muscheln mitgenommen haben und diese natürlich unbedingt mit nach Deutschland müssen. Bei der jetzt schon kaum angespannten Füllmenge des ein oder anderen Rucksacks bin ich gespannt, wie hierfür der Plan aussehen wird.Weiterlesen
Motueka (Anreise & Tag 1)
16. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 16 °C
Gastbeitrag Michaela
Gestern Morgen ging es mit der Fähre rüber auf die Südinsel Neuseelands. Also genau genommen sind wir eigentlich schon vor einem Monat übergesetzt. Denn Flori hat die Monate wohl etwas durcheinander gebracht und die Fährentickets für Oktober gekauft. Diese finanzielle Zusatzausgabe werde ich beizeiten noch gegen ihn verwenden. Spaß.
Auf der Fahrt haben wir die wunderschöne Fjordlandschaft bewundert und sogar eine Gruppe Delfine gesehen. Meiner Meinung nach ist auf einem der Bilder bei genauem Hinsehen sogar ein Orca zu sehen, aber da scheiden sich die Geister. Viel ist gestern auch nicht mehr passiert und wir sind nach dem langen Reisetag früh ins Bett. Heute waren wir im Abel-Tasman-Nationalpark unterwegs. Türkisblaues Wasser, Sandstrand und viele kleine Buchten haben die Wanderung zu einem Highlight gemacht! Am Zielstrand angekommen haben wir mit einem Wassertaxifahrer ausgemacht, dass wir in einer Stunde mit dem Boot zurückfahren dürfen (Tickets hätte man wohl eigentlich im Vorhinein buchen müssen, upsi) und er hat versichert, dass da noch Plätze frei sind. Als wir zur Abfahrtzeit bereitstanden, haben wir aber schnell Zweifel an der Glaubwürdigkeit des guten Manns bekommen, denn es waren außer uns noch 20 andere Menschen da, die mit auf das kleine Speedboot wollten. Da hab selbst ich ohne Mengenvorstellung schnell gecheckt: das wird wohl nix. Also sind wir im Highspeed zurück zum Auto marschiert und kamen nach 25 km sehr erschöpft und stolz an. Die Aktion hat unseren Tagesplan aber ganz schön durcheinander gebracht, denn wir wollten unbedingt den Sonnenuntergang am Wharariki Beach anschauen - die Technikfüchse unter der Leserschaft kennen diesen schon als Windows 10 Hintergrundbild. Wir sind also direkt zum Strand gedüst und als Abendessen mussten ein paar Cracker reichen. „Jetzt muss es aber auch schön werden bei dem ganzen Rumgef***e hier“, F. S. zur Straßenlage. Die alles entscheidende Frage: Hat es sich gelohnt? Ja, definitiv! Der Strand bekommt von uns 5/5 Sandkörnern. Die Felsen plus Sonnenuntergang waren wirklich beeindruckend und den Weg wert. Schön war’s!Weiterlesen
Motueka (Tag 2 & Abreise)
18. November 2025 in Neuseeland ⋅ 🌧 17 °C
Nach einem überraschend sehr gelungenen Gastbeitrag übernehme ich wieder oder in anderen Worten: Papa ist wieder da!
Vorne weg noch ein kurzer Satz zu unserer Unterkunft in Motueka. Hier hatten wir ein Zimmer im Haus eines älteren Ehepaars, die wirklich super nett und süß waren. Gestern Früh haben sie uns beim Frühstück gleich erzählt, dass sie sich Sorgen um uns gemacht haben, weil wir am Vorabend erst so spät nach Hause kamen und erst schlafen konnten, als sie unser Auto gehört haben.
Da wir wirklich spät ins Bett kamen, haben wir gestern auch erstmal ausgeschlafen und entspannt zwei schöne Orte besucht, für welche kein großer Fußmarsch von Nöten war - den Split Apple Rock und eine schöne Wasserquelle. Falls immer noch jemand denkt, wir hätten bei der Fährenfahrt einen Orca gesehen, gestern dachte Michaela an der Quelle einen Otter gesehen zu haben. Entpuppte sich aber als Ente, weshalb es sich zuvor auch eher um einen weiteren Delfin gehandelt haben könnte.
Heute haben wir uns in der Früh von Blyda und David verabschiedet - wie im Film standen die beiden in der Einfahrt und haben uns hinterher gewunken. Für uns ging es dann weiter auf die Westseite der Insel, da wir diese gegen den Uhrzeigersinn bereisen werden. Auf halbem Weg schlafen wir jetzt in einem kleinen Airbnb auf einem Bauernhof, wo wir viele Tiere um uns haben und eine Katze nicht mehr los bekommen. Würde Michaela keine allergische Reaktion vortäuschen, dürfte die Süßmaus hier nächtigen. Ansonsten haben wir das schlechte Wetter genutzt und die restliche Zeit auf der Insel geplant bzw. Unterkünfte gebucht. Somit geht’s jetzt dann zufrieden ins Bett, bevor wir morgen die Weiterreise fortsetzen.
P.S.: Den Namen „Florian“ kennt hier wirklich niemand und da er auf Englisch schwierig zu kommunizieren ist bzw. ich keine Lust habe ihn immer zu wiederholen, werde ich mich zukünftig mit anderen Namen vorstellen. Für die heutige Airbnb Besitzerin heiße ich bereits Steve!Weiterlesen
Fox Glacier (Anreise & Tag 1)
20. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 16 °C
Nach einer Übernachtung in Ikamatua ging es weiter in Richtung Fox Glacier. Auf dem Weg wollten wir trotz Dauerregen noch die Pancake Rocks, beeindruckend geschichtete Steine an der Küste sowie im Meer, besichtigen. Diese schauen bei Sonnenschein und blauem Himmel bestimmt noch schöner aus, aber die tosende See machten den Anblick unserer Meinung nach nicht viel schlechter. Die Hoffnung, dass die widrigen Wetterbedingungen auch unseren zweiten Spot besonders darstellen lassen, wurde leider nicht erfüllt. Vielleicht hätten wir aber auch darauf kommen können, dass ein mit glasklarem, blauen Wasser angepriesener Fluss bei Starkregen eher zu einem grau fließenden Etwas wird. Unser Gewissen war trotzdem dahingehend rein, dass wir keine Schönwetter-Touristen sind und so sind wir weiter in unser Hostel. Hier haben wir mal wieder Gemeinschaftsküche sowie gemeinsam genutzte sanitäre Anlagen. Ich gebe dem Ganzen noch die restlichen zwei Tage eine Chance, bevor ich ein abschließendes Urteil gebe - sonderlich rosig wird sich mein Hostel Comeback aber vermutlich nicht lesen.
Heute Früh ging es euphorisch los! Der Wetterbericht versprach uns 13 Stunden Sonne und so wollten wir den Franz Josef Glacier besichtigen. Hierfür war ein Aussichtsberg mit perfektem Blick auf den Gletscher (Alex Knob Track) das Ziel. Am ersten Aussichtspunkt konnten wir einen ersten beeindruckenden Blick erhaschen - im Nachgang hätten wir genau hier (um ca. 8:50 Uhr) umdrehen und uns die weiteren 1.000 Höhenmeter und 15 Kilometer sparen können, denn danach haben wir den Gletscher kein einziges Mal mehr sehen können, da der Berg komplett vom Nebel verschlungen wurde. Aber wie sagte ein Wanderer am Gipfel, als alle vergeblich auf eine Aussicht warteten: „it‘s all about the journey“. Klar, haben wir uns gedacht, es zählt natürlich nur der matschige und anstrengende Kack-Weg und es ist völlig ausreichend, oben im nassen Gras zu sitzen und gerade so die eigenen Gliedmaßen zu erkennen.
Naja, um ehrlich zu sein waren wir am Schluss schon sehr stolz auf unsere bisher anstrengendste Tour und ein paar coole Spots hatte der Weg tatsächlich.
Danach gab es noch ein Gute-Laune-Eis und jetzt werden wir den Abend mit einer Partie Scrabble ausklingen lassen (Michaela, die studierte Deutsch Lehrerin, möchte nämlich eine Revanche).Weiterlesen
Fox Glacier (Tag 2)
21. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☁️ 14 °C
Nach der gestrigen Nebel-Verschwörung haben wir uns heute vorgenommen, dass wir noch früher aufbrechen werden, um das prophezeite gute Morgenwetter für den ein oder anderen guten Ausblick zu nutzen.
Ich habe sogar sehr gut im Hostel geschlafen, obwohl gestern Abend im Gemeinschaftsraum noch laut kommuniziert wurde. Ich hatte mir gerade zurecht gelegt, wie ich das junge Volk maßregeln werde, aber dann muss ich wohl einfach eingeschlafen sein. Da können sie aber froh sein dem Donnerwetter entgangen zu sein.
Also waren wir ausgeschlafen und es ging bereits vor dem Frühstück zum Lake Matheson. Dieser ist für die Reflexion der dahinter liegenden Berge bekannt. Auch hierfür ist gutes Wetter mehr als sinnvoll, weshalb die Laune beim 30 minütigen Fußmarsch dorthin begrenzt war, als es wiederum nach Nebel aussah. Zusätzlich wurde ich heimtückisch von einer Unzahl an Mücken angeknabbert. Eigentlich der Anfang eines Drehbuchs für einen äußerst zornigen und schlecht gelaunten Flori.
Dann wurden wir aber sowas von für unsere Hartnäckigkeit belohnt - innerhalb weniger Minuten zog es auf und wir hatten einen richtig geilen Ausblick auf den Mount Cook und die umliegenden Berge. Den haben wir wirklich sehr genossen.
Völlig euphorisch vergaßen wir, dass wir noch gar nichts gegessen haben und fuhren direkt zu einem Valley Track des Fox Gletscher weiter, da wir das Wetter unbedingt nutzen wollten. Auch das war richtig schön und wir haben alleine in der Sonne mit Blick auf den Gletscher entspannen können.
Kurz vor dem Mittag erinnerte uns der Körper aber daran, dass wir die Nahrungsaufnahme völlig aus den Augen verloren hatten. Die noch zu absolvierenden 4 km zurück waren somit ein Drahtseilakt zwischen „hangry“ werden und dem zufrieden sein aufgrund der schönen Erlebnisse. Im Hostel wurde dann aber das Frühstück ausreichend nachgeholt und wir haben den restlichen Tag entspannt verbracht und weiter gescrabbelt.
Mein Highlight war noch ein einstündiges Gespräch mit einem Schweden, das richtig interessant und schön war. Auch wenn es im Nachhinein schon sau unangenehm war, wie ich „Scheibenwischer“ mit meinem eingerosteten Englisch umschrieben habe.
In Summe ein Pluspunkt für das Hostel.
Morgen geht’s weiter in Richtung Süden! Freuen uns schon.Weiterlesen
Cromwell (Anreise & Tag 1)
23. November 2025 in Neuseeland ⋅ 🌙 7 °C
Das vorletzte Hostel in Neuseeland liegt hinter uns und ich kann im Nachgang sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Alles schön sauber und ich würde den Ort nun doch als überlebensfähiges Territorium einstufen. Wer jetzt noch Bock auf dauerhaftes Socialising hat, ist dort super aufgehoben - ich (und Michaela zur Hälfte) aber eher nicht. Aber alles fürs Einhalten des Reisebudgets!
Gestern ging es dann weiter Richtung Süden. Auf dem Weg wollten wir noch ein paar leicht zu erreichende Spots besuchen (Neuseeland Klassiker: Wasserfälle, klare Gewässer und schöne Viewpoints). Problem an den leicht zu erreichenden Spots ist natürlich, dass die alle leicht erreichen können. Aus diesem Grund hatten wir immer die nette Gesellschaft vieler anderer Touristen und häufig einen Bus mit asiatischen Insassen um uns. War trotzdem schön und wir kamen nachmittags schon in Cromwell im Airbnb an. Da wir hier leider nicht kochen können, haben wir noch eine Pizza geholt und entspannt auf der sonnigen Terrasse gegessen.
Heute Früh ging es bereits um fünf Uhr aus dem Haus, da wir einen der bekanntesten Wanderungen, den Roys Peak, machen wollten. Der Plan war so zu loszulaufen, dass alle Personen, die sich den Sonnenaufgang anschauen, schon wieder runter laufen und der Rest nach uns los läuft. Und was soll ich sagen - es hat tatsächlich mal einer unserer Pläne funktioniert. Beim Loslaufen konnten wir sogar noch den Sonnenaufgang beobachten und waren fast alleine auf dem Track unterwegs. Also natürlich abgesehen von den unzähligen Schafen, die wir jetzt schon ins Herz geschlossen haben.
Apropos Tiere: Auf der Hinfahrt hätten Ralf (das Auto) und ich fast eine komplette Entenfamilie und mehrere Hasen ausgelöscht. Irgendwie konnten wir aber noch ausweichen, was das erste gute Omen für heute war.
Zurück zur Wanderung. Als wir oben ankamen, konnten wir erkennen, warum man von der schönsten Aussicht in ganz Neuseeland spricht. Wirklich atemberaubend!
Glücklich vom Ausblick, dem schönen Wetter und den nicht getöteten Tieren haben wir oben erstmal zwei Stunden in der Sonne gegessen, geschlafen und die Zeit genossen. Nach einem kurzen Füße abkühlen im eiskalten See wurde der Tag vom „besten Eis, dass ich je gegessen habe“ in Wanaka abgerundet (Zitat Michaela - und jeder weiß, dass sie nicht selten Eis konsumiert).
Jetzt schreibe ich gerade mit der Sonne im Gesicht und Blick auf die umliegenden Weinberge diesen Footprint. Highlight-Tag!Weiterlesen
Cromwell (Tag 2)
24. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 12 °C
Nach dem gestrigen nächtlichen Aufbruch war heute Früh wieder Zeit für ein Frühstück. Ganz so einfach ist das ohne Küche gar nicht, aber mit Zubereitung am Fernsehtisch, Speisung im Bett und spülen in der Badewanne haben wir das ganz gut hinbekommen.
Da das Wetter heute nochmal gut werden sollte, haben wir den Ruhetag aufgeschoben und wollten in einem Gletschertal zum Wandern. Auf keine großen Komplikationen vorbereitet brachen wir (bzw. Ich) auf, bis wir 30 km vor dem Ziel auf eine, nennen wir sie mal Straße, abbogen. Ab hier wurde es eine abenteuerliche Fahrt über Stock und Stein. Als wir bei Kilometer 25 gerade den siebten Fluss mit dem völlig verwirrten Ralf überqueren mussten, meinte Michaela vorsichtig „ach ja, das habe ich gestern schon in den Rezensionen gelesen, aber dachte das ist nicht so wild“. War in Summe dann so mittel bis sehr wild, aber wir sind Gott sei Dank angekommen, denn die Natur in diesem Tal war der Wahnsinn. Von unzähligen Wasserfällen über beeindruckende Gletscher war alles dabei. Auch mit Schaf Content können wir wieder dienen, da der Weg durch ein 5.000 Schafe Feld führte. Auf dem Heimweg sind wir dann noch in einen Marsch von Schafen geraten - ich war inmitten der Schafe auch etwas überfordert, aber der Hirte hat mir einen Daumen nach oben gegeben, obwohl ich am Schluss fast noch seinen Hütehund über den Haufen gefahren hätte.
Haben uns noch über die Haltung der Schafe hier informiert und leider das gelesen, was man sich denken konnte - größtenteils für die Fleischproduktion genutzt. Bisschen schockierend aber doch, dass ein Großteil bereits im Alter von vier bis neun Monaten geschlachtet wird. Da ich die süßen Lämmer so ins Herz geschlossen habe, war es das definitiv mit Lammfleisch für mich.
Nachdem ich das losgeworden bin aber wieder Fokus darauf, dass es ein richtig toller Tag war. Nach der Wanderung sind wir nochmal in unsere kleine Lieblingsstadt Wanaka. Leider hatte die Eisdiele schon zu, weshalb wir noch mit Blick auf den See zum Abendessen eingekehrt sind und den Tag ausklingen lassen haben.
P.S. Beim Footprint schreiben hat mich gerade noch ein Hase besucht. Leider etwas scheu, aber habe ihn glaub ablichten können, bevor er weggeflitzt ist.Weiterlesen
Cromwell (Tag 3)
25. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☁️ 15 °C
Am heutigen sportlichen Ruhetag stand ein Besuch der Stadt Queenstown an. Da Michaela schon Bäckereien, Cafés und Restaurants in zweistelliger Höhe auf Google Maps markiert und zusätzlich extra weniger gefrühstückt hatte, um mehr essen zu können, haben wir den absoluten Sparkurs für den heutigen Tag ausgesetzt. Immerhin kommen wir vermutlich nie wieder nach Queenstown.
So ging es gleich los mit einer richtig leckeren Bäckerei auf einem Hausboot, auf dem es ein zweites Frühstück gab. Zusätzlich gab es den ersten Wettkampf des Tages im Kartenspiel Cabo. Gott sei Dank konnte ich meine Niederlage im Nachgang annullieren, da ich wohl ein paar Karten in der Verpackung vergessen hatte - clever gerettet.
Für den zweiten Wettkampf ging es mit der Gondel auf den anliegenden Berg, auf dem eine Art Sommerrodelbahn bzw. Mario Kart Fahrbahn war. Hier standen drei Runden an: Freies Training, Qualifying und gezähltes Rennen. Da ich bei zweitem das Schauspiel filmen wollte (vier Sekunden Video anbei) und beim Lenken mit einer Hand die Kontrolle völlig verlor, durfte Michaela das Rennen starten. In der vorletzten Kurve schlug hier das Imperium mit einem ausgeklügelten Überholmanöver über die Außenbahn zurück und konnte den Sieg einfahren. Großes Kino!
Danach ging es noch in einen Patagonia Store - ausgerechnet an dem Tag, an dem die Budgetgrenze gelockert wurde. Alles bis auf eine Wanderhose konnte ich Michaela ausreden - ohne diese wären wir aber heute noch im Laden.
Anschließend gab es noch Abendessen in einem typisch neuseeländischen Pub. Sebastian Vettel genehmigte sich hier völlig zurecht zwei Siegerbier. Da fiel es auch leichter, dass ich im abschließenden Cabo Spiel völlig unter die Räder kam.Weiterlesen
Cromwell (Tag 4 & Abreise)
27. November 2025 in Neuseeland ⋅ 🌬 15 °C
Unsere Tage in Cromwell und Umgebung sind leider schon wieder vorbei, denn hier war es wirklich wunderschön. Sowohl die Wanderungen durch spektakuläre Landschaften als auch die Städte Queenstown und Wanaka haben es uns richtig angetan.
Aber auch das kleinere Dorf Cromwell, in welchem unser schönes Airbnb Zimmer war, war toll. Hier haben wir uns gestern einen ganz gemütlichen Tag gemacht und die Sonne nochmal genossen. Vormittags waren wir noch bisschen im Fitness, bevor wir uns eine riesige Obstplantage angesehen haben. War aber mehr frisches Fruchteis und Früchte kaufen als große Besichtigung. Nachmittags war es ein Mix aus in der Sonne lesen, Musik hören und so lange spielen, bis ich aufgrund unerhörtem bühlerischen Glück keine Lust mehr hatte. Abends gab es eine Abschiedspizza auf der Terrasse.
Heute ging es dann Richtung Fiordland National Park, wo wir in Te Anau nächtigen. Auf dem Weg haben wir heute nochmal das bereits bekannte Hausboot Café mitgenommen. Aufgrund zweimaligem Besuch waren wir auch eindeutig zum dazugehörigen Merch-Kauf gezwungen.
Als wir dann auf unserem Holiday Park ankamen und unsere Hütte mit zwei Stockbetten bezogen, haben wir uns erstmal umgesehen und ich sage mal so, es würde an ein medizinisches Wunder grenzen, wenn mein Körper hier ohne Hexenschuss und Fußpilz herauskäme. Spaß beiseite, ist schon ganz okay und da ich sogar schon duschen war (was beim vorherigen Holiday Park nicht vorstellbar war), höre ich jetzt auch auf zu jammern. Vor allem weil wir sogar schon Wäsche waschen konnten, was bei der Unterhosen-Situation auch mehr als dringlich war.Weiterlesen
Te Anau (Tag 1)
28. November 2025 in Neuseeland ⋅ ☁️ 5 °C
Die erste Nacht im Stockbett ist vollbracht und erinnerte stark an das Schullandheim. Nur wollten dieses Mal wir am liebsten die Nachbarskinder um Ruhe bitten. Trotzdem kamen wir zu etwas Schlaf und waren heute um 6:30 Uhr abfahrbereit. Es ging nach Milford Sound, wo wir eine Bootsfahrt durch die Fjordlandschaft gebucht hatten. Schon der Weg dorthin war unglaublich, da einfach von allen Seiten Wassermassen von den Bergen in Form von Wasserfällen zu Boden stürzen.
Auf der Bootsfahrt trafen wir eine landschaftliche Kulisse vor, die wir noch nie sehen durften. Ein Highlight war auf alle Fälle, als das Boot direkt unter einem der riesigen Wasserfälle navigierte und man die Kraft der Natur am eigenen Leib spüren konnte. Ein Mitarbeiter der Bootstour machte hier auch Fotos von uns, was richtig cool war. Etwas unangenehm war jedoch, dass Michaela im Nachgang nachfragte, ob wir auch ein Foto von ihm machen sollen. Natürlich war das nicht nötig, da er die Tour ca. fünfmal pro Tag begleiten darf.
Ansonsten waren es unfassbar schöne aber auch unfassbar kalte zwei Stunden. Als einer von zwei mutigen Passagieren, die eine kurze Hose als clever ansahen, musste ich stark Kälte leiden und konnte mich mit drei Tee vor dem gefühlten Erfrierungstod bewahren. Michaela war derweil wieder auf Tiersichtung unterwegs und erkannte euphorisch Pinguine - waren aber zwei Möwen. Zwei Robben Babys können aber bestätigt werden.
Zurück an Land mussten wir uns erstmal im Auto aufwärmen, bevor wir uns noch auf eine Wanderung zu einem wunderschönen Bergsee begaben. Der Weg nach oben ging zu unserer Überraschung größtenteils durch einen Bach. Als ob wir nach dem nassen Vormittag noch eine Bachwanderung gebrauchen hätten können. Aber es hat sich wieder gelohnt und oben konnten wir in einer der regenreichsten Gegenden der Welt sogar noch ein paar Sonnenstrahlen tanken. Jetzt genießen wir nach dem Abendessen wieder die Schullandheim Vibes, bevor wir sehr zufrieden und mit den tollen Eindrücken des Tages schlafen gehen.Weiterlesen
Te Anau (Tag 2 & Abreise)
30. November 2025 in Neuseeland ⋅ 🌧 14 °C
Wir melden uns wieder vom derzeit sehr verregneten anderen Ende der Welt. Lassen wir uns davon die Laune verderben? Zwischendurch durchaus ja, aber ein Kuchen oder anderes Highlight stößt uns immer wieder zurück auf die sprichwörtliche Gute-Laune-Straße.
Gestern waren wir beim Frühstück erst noch sehr unmotiviert. Highlight war dann aber ein älteres deutsches Ehepaar, welches auf Lautsprecher mit ihrer Tochter telefonierte. War wirklich Comedy Gold und wir sind extra länger sitzen geblieben, um nichts zu verpassen. War auch gut, denn Irene (so muss die Ehefrau einfach geheißen haben) erzählte von ihrer Wanderung vom Vortag. Da dachten wir uns, dass sich das gar nicht verkehrt anhört und fassten den Plan, einfach das Gleiche zu machen. War eine schöne Wanderung durch einen wunderschönen Wald zu einem See, an dem wir sogar etwas Sonne abbekamen. Abends durfte ich mal selbständig den Kochlöffel für uns schwingen (sonst eher Teamarbeit mit Weisungsbefugnis auf Seiten Michaela) und ich sage mal so, wir leben noch und das Feedback war grundsätzlich sehr positiv.
Heute ging es ganz in den Süden und um ehrlich zu sein, fiel mir der Abschied von unserem Stockbett gar nicht so schwer. Ansonsten waren wir sehr froh, dass wir den Abstecher in den Fjordland Nationalpark gemacht haben. Hier im Süden spielt wie bereits erwähnt das Wetter gar nicht mit. Zur Aufbesserung der Laune gab es bereits einen Einkehrschwung zu Tee und Kuchen. Ansonsten werden wir unsere Pläne trotzdem durchziehen und morgen mit der Fähre zur Stewart Island fahren. Wenn wir da übrigens keinen Kiwi sehen, dann müssen wir die Existenz dieses Tieres endgültig in Frage stellen!Weiterlesen
Riverton (Tag 1)
1. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ ☁️ 11 °C
Heute stand ein Besuch inklusive Wanderung auf Stewart Island auf dem Programm. Die Vorfreude war heute Früh noch verhalten. Nachdem ich dann noch bei strömendem Regen in einer knöcheltiefen Pfütze versank und mich nochmal umziehen durfte, standen die Vorzeichen für heute nicht allzu gut. Als wir dann am Fähren Terminal ankamen und das Wetter schon besser aussah stieg die Vorfreude auf den wirklich südlichsten Teil Neuseelands jedoch langsam an.
Die einstündige Überfahrt war bei einer steifen Brise dann doch ganz schön wackelig. Als unser Gegenüber dann noch eine schwierig riechende Thunfisch Dose öffnete, dachte ich schon, dass wir Michaelas wackligen See-Magen verlieren. Ging aber alles gut und wir kamen inklusive einer weiteren Robben Sichtung auf der Insel an.
Dort machten wir uns auf den Weg zu einer Küstenwanderung. Auf dieser trafen wir auf genauso viele Kiwis wie Menschen - nämlich gar keine. Zweiteres, das überraschend gute Wetter sowie die tolle Natur waren es definitiv wert, dass wir die nicht ganz so kostengünstige Überfahrt auf uns nahmen. Und dieser Vogel hat es sich jetzt endgültig mit uns verscherzt und wird nicht weiter gesucht.
Nach der Wanderung gab es noch einen leckeren Kuchen in einem gemütlichen Café, bevor die Fähre schon wieder zurück fuhr. Hier saßen wir direkt zwischen zwei Hunden, die gar nicht so gut aufeinander zu sprechen waren. Die Sorge, dass wir gleich in einen illegalen Hundekampf geraten, bestätigte sich jedoch nicht.
Am Abend haben wir noch einen Strand besucht, der bekannt für seine schönen Steine ist. Und naja, jetzt müssen wir wohl versuchen Muscheln und Steine aus dem Land zu bekommen, da letztere auch so schön waren, dass sie nicht dort gelassen werden konnten. Mal sehen wie viele davon ich noch unauffällig hier im Garten verschwinden lassen kann.Weiterlesen
Riverton (Tag 2 & Abreise)
3. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ ☁️ 12 °C
Zwei weitere Tage sind vergangen und wir sind schon wieder auf dem Weg in Richtung Norden. Gestern sind wir ganz gemütlich in den Tag gestartet und haben uns in einem Café in Riverton erstmal ein zweites Frühstück genehmigt. Denke, dass Earl Grey Tea jetzt mein Ding wird und auch in Deutschland immer mal wieder eine Tea-Time einberufen werden könnte.
Am Nachmittag haben wir noch einen Wasserfall und im Anschluss die Cathedral Caves, riesige Höhlen an einem wunderschönen Sandstrand, besucht. Hier kam sogar der blaue Himmel ein bisschen zum Vorschein und wir hatten eine wundervolle Kulisse. Größte Herausforderung war dann nur noch auf einem Fuß stehend den anderen vom Sand zu befreien und anschließend direkt in Socken und Schuhe zu schlüpfen. Bei Michaela, deren Gleichgewichtssinn bedingt ausgeprägt ist, entwickelte sich dies zu einem richtigen Schauspiel, bei welchem sich die anderen Strandbesucher den ein oder anderen Lacher nicht verkneifen konnten. Zurück ging es dann mit Bravo Hits 2007. Zuhause gab es noch ein paar Streicheleinheiten für den Hund auf unserem Hof - hier wurde keine allergische Reaktion wie bei der armen Katze damals erfunden.
Auf dem heutigen Weg nach Dunedin, wo wir für eine Nacht einen Zwischenstopp einlegen, haben wir gleich zwei Wasserfälle, einen Leuchtturm sowie einen Strand, der nur durch einen Tunnel zu erreichen ist, besucht. An letzterem machte eine Robbe gerade eine kleine Schwimmpause und hatte so gar keine Scheu vor uns. Näher kommen wir wohl nie wieder an eine Robbe in freier Wildbahn.
Den Abend haben wir mit Pizza und einem Bad im Whirlpool ausklingen lassen - man gönnt sich ja sonst nichts auf so einer Reise.
Beim Warten auf unsere Pizza gab es noch eine hochklassige Runde Jenga - der souveräne Sieger kann aus dem angehängten Bildmaterial entnommen werden.Weiterlesen
Fairlie (Anreise & Tag 1)
5. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ 🌬 19 °C
Nach einer Nacht in Dunedin ging es gestern schon weiter nach Fairlie, was gleichzeitig auch den vorletzten Stopp in Neuseeland bedeutet. Bevor es wirklich losging, haben wir uns aber noch einen wunderschönen Strand angesehen, wo wir unsere Freunde die Robben wieder getroffen haben. Waren aber alle sehr müde und haben am Strand geschlafen - also die Robben. Wir waren nach der Dünen Wanderung aber auch gleich wieder sehr erschöpft und haben uns in einem netten Café erstmal ein zweites Frühstück genehmigt. Danach ging es aber wirklich in Richtung Norden, wo wir noch kurz Stopp an einem für die runden Felsen bekannten Strand machten, bevor wir tatsächlich in Fairlie ankamen.
Hier sind wir heute gleich zum wunderschönen Lake Tekapo gefahren - oder wie es ein deutscher Wanderer, den wir letzte Woche getroffen haben, gesagt hat „da in Takebo“. Auf einer kurzen Wanderung hatten wir einen tollen Ausblick auf die umliegenden Berge sowie den See. Auf der Wanderung merkten wir schon, dass es unglaublich windig war. Als wir im Tal noch ein wenig durch die Stadt liefen und die schöne Landschaft genießen wollten, hat sich das in einen krassen Sturm verwandelt. Da wir beide noch nie so einem Wind ausgesetzt waren, hatten wir aber eigentlich ziemlich viel Spaß! Also immer dann, wenn uns kein Sand oder anderes ins Gesicht peitschte. Bei einer Zipline auf einem Spielplatz, welche wir natürlich testen mussten, entstand auch eines der witzigsten Videos seit langem: Michaela im Kampf gegen die Natur und technische Konstruktion der Zipline.
Danach ging es noch zum Lake Pukaki, der fast noch schöner war. Mount Cook versteckt sich diese Woche stark in einer Regenwolkendecke, aber wir konnten heute schon einen Blick erhaschen und werden weiter hartnäckig bleiben.
Eigentlich wollten wir nachmittags noch eine Runde Scrabble Kids spielen (Kinder Variante ist etwas passender und einfacher für Michaela), haben uns aber doch für Lesen und Musik hören in der Sonne entschieden, was ein toller Tagesabschluss war.Weiterlesen
Fairlie (Tag 2)
6. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 15 °C
Der Tag startete mit einem von Michaela neu eingeführten Nikolaus Brauch. Wie an Ostern das Osternest mussten wir heute gegenseitig einen Schoko Nikolaus in der Wohnung verstecken. Ich hatte meinen sehr bald gefunden. Vielleicht auch, weil Michaela beim Verstecken so viel Lärm mit den Tassen machte, dass er dort sein musste (das erfährt sie jetzt auch über den Footprint). Mein Versteck in der halb aufgebrauchten Nudelpackung hingegen war so phänomenal, dass mehrere Tipps von Nöten waren.
Jetzt aber zum weiteren Tagesverlauf. Das Wetter war mal wieder viel besser als angekündigt und der Mount Cook zeigte sich in seiner vollen Pracht. Diesen Anblick haben wir aus mehreren Blickwinkeln genossen. Highlight war eine kleine Wanderung, auf der wir komplett alleine unterwegs waren und die fantastische Aussicht in Ruhe genießen konnten.
Danach haben wir noch die Clay Cliffs besucht, was eine völlig andere landschaftliche Begebenheit bot. War auch super schön!
Eigentlich wollten wir dann zurückfahren und noch im Lake Tekapo baden gehen, als uns am Straßenrand ein Frisbee Golf Kurs ins Auge viel. Da mussten wir natürlich umplanen! Kurzer Hand bei zwei Privatpersonen vier Frisbees geliehen und durchgestartet. Das war eine wilde Geschichte, weil wir vor Ort ein älteres Ehepaar fragten, wo man diese leihen kann. Die meinten nur, wir sollen ihnen einfach hinterher fahren. Sie brachten uns dann zu einem Privathaus, wo uns ein nettes Ehepaar die Frisbees gab und vermutlich am liebsten gleich selber mitgekommen wäre.
Ich hatte großen Spaß beim anschließenden Spiel, war aber auch eher alleine. Bei Michaela lief es so mittel und die Laune näherte sich Bahn für Bahn dem Nullpunkt an. Aber nicht ganz so schlimm wie bei mir, wenn ich im Minigolf versage.
Alles in allem aber eine coole Abwechslung und wir haben die Frisbees mal für eine mögliche Wiederholung behalten.
P.S.: Hätte im Nachgang den Nikolaus nicht unbedingt finden müssen. Hier ist es wohl ein Ding, dass es sich bei den Schoko Nikoläusen um in Schokolade eingegossene Marshmallows handelt. War sogar für Michaela fast zu süß. Aber nur fast!Weiterlesen
Fairlie (Tag 2 & 3)
8. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 10 °C
Auf der Zielgeraden zeigt sich Neuseeland nochmal von seiner allerschönsten Seite!
Gestern ging es jedoch erst sehr ruhig los. Nach dem Frühstück ging es für uns beide zum Joggen und in einen anschließenden Fitness Zirkel im Garten. Habe vor dem Zirkel mal wieder ganz schön große Sprüche geklopft, die mir völlig auf die Füße gefallen sind, weil ich komplett eingebrochen bin. Muss wohl im Garten auf irgendwas allergisch gewesen sein - anders ist das nicht zu erklären.
Danach haben wir uns einen Besuch bei einer beliebten Bäckerei im Dorf gegönnt. Dass ich Michaela hier bis Tag 2 fernhalten konnte, grenzt an ein kleines Wunder. War super lecker und wohl nicht unser letzter Besuch.
Am Abend ging es nach Timaru, eine kleine Stadt an der Ostküste. Hier waren wir Abendessen und sind danach zum Strand, weil hier zum Sonnenuntergang kleine Pinguine an Land kommen sollten. Hier mussten wir lange warten und nutzten zum Zeitvertreib das Spiel Stirnraten. Handy vor die Stirn und das Gegenüber muss so viele Wörter beschreiben wie in 30 Sekunden möglich. Spätestens als ich Michaela das Tier „Alpaka“ mit der Erklärung „ein Pferdeartiges Tier, dass du richtig gern magst“ näher bringen wollte und ihr erster Vorschlag „der Pinguin“ war, haben wir uns eingestanden, dass das (noch) nicht unsere Stärke ist. Aber wieder gute Überleitung zu den Pinguinen, denn nach zwei Stunden kamen sie tatsächlich und es war unglaublich schön, witzig und süß die kleinen Tiere zu beobachten.
Heute ging es in den Mount Cook National Park, wo wir den berühmtesten und höchsten Berg des Landes unbedingt aus nächster Nähe sehen wollten. Hier haben wir erst den Hooker Valley Track absolviert. War sehr schön, jedoch hingen die Wolken noch sehr tief, weshalb die Berggipfel nicht ersichtlich waren. Später fanden wir auch heraus, dass wir zu diesem Zeitpunkt einen komplett verkehrten Berg als Mount Cook identifiziert hatten und sowieso immer in die falsche Richtung blickten. Profis einfach!
Da das Wetter immer besser wurde, sind wir auch in die zweite Wanderung gestartet, welche 2.200 Stufen in die Höhe führte. Und dort passierte es Gott sei Dank! Inmitten von Michaelas „scheiß Treppen“, „noch schlimmer als Joggen“ und „Ich hasse Treppensteigen“ Gemaule zeigte sich Mount Cook - dieses Mal der richtige! War definitiv unser Highlight.
Nicht verschweigen möchten wir aber auch die Gletscher sowie die Gletscherlandschaft, die sich auf dieser und der dritten Wanderung (Tasman Glacier) heute zeigten.
Somit ein perfekter Abschluss unserer Wanderungen in diesem tollen Land.Weiterlesen
Fairlie (Tag 4 & Abreise)
10. Dezember 2025 in Neuseeland ⋅ ☀️ 26 °C
Über dem gestrigen Tag stand die Überschrift: Wir müssen unbedingt Wäsche waschen!
Trotzdem haben wir uns erstmal nicht stressen lassen und gemütlich gefrühstückt. Anschließend ging es für uns beide eine Runde zum Joggen, bevor wir das Wäsche Thema nicht mehr weiter aufschieben konnten. Haben es aber so erträglich wie möglich gestaltet. Die Wartezeit für die Laufzeit der Waschmaschinen haben wir mit einem Besuch bei der Bäckerei überbrückt. Die des Trockners dann mit einer harten Partie Mau-Mau.
Als wir die Wäsche zuhause wieder in die Rucksäcke gepackt haben, entwickelte sich schnell die Sorge, wie wir alles wieder mit nach Hause bringen sollen. Erste Maßnahme war, dass Michaela ihr Muscheln auf ein Minimum reduzieren durfte. Die übrig gebliebenen wurden schweren Herzens im Garten gelassen.
Ansonsten haben wir noch alle Reste beim abendlichen Kochen verwertet und den Tag ausklingen lassen.
Heute ging es nach Christchurch, von wo wir übermorgen nach Sydney fliegen werden. Hier haben wir ein Zimmer in einer Männer-WG, wo es sehr fragwürdig ist, ob unser privates Bad wirklich nur von uns genutzt wird. Aber ich als mittlerweile abgehärteter Backpacker grinse da nur müde darüber.
Wir sind noch ein bisschen durch Christchurch geschlendert und sind sehr begeistert. Michaela hauptsächlich, weil es einen Ben & Jerry’s Laden gibt und ich, weil wir in einem tollen Pub zu Abend gegessen haben.
Zusätzlich haben wir zum ersten Mal richtige Weihnachtsdeko gesehen. Bisschen komisch bei 27 Grad, aber wenigstens etwas weihnachtliche Stimmung.
Freuen uns auf alle Fälle schon darauf, die Stadt morgen noch genauer kennenzulernen.Weiterlesen
Christchurch (Tag 1 & Abflug)
12. Dezember 2025 in Australien ⋅ 🌧 22 °C
Heute melden wir uns bereits aus Sydney, starten aber mit den letzten Stunden aus Neuseeland.
Gestern war deshalb auch ein sehr sentimentaler Tag, da wir uns langsam aber sicher verabschieden mussten. Vormittags mussten wir bereits Ralf, unseren treuen Gefährten auf vier Rädern, abgeben. Er wurde zwar zweimal beim Falschparken und ebenfalls zweimal beim Überschreiten der Geschwindigkeitsbeschränkungen ertappt, aber wir waren trotzdem mehr als zufrieden. Ebenfalls zufrieden waren wir, dass wir trotz der ein oder anderen off-road Erfahrung die komplette Kaution zurückbekommen haben.
Danach ging es in die Innenstadt, wo wir den restlichen Tag verbracht haben. Frühstück, Museumsbesuch, Foodmarket, botanischer Garten, Bier-Tasting und in der Sonne sitzen - war ein sehr schöner Stadttag. Am Abend haben wir dann noch ein Getränk in der Sonne getrunken und haben die Zeit in Neuseeland Revue passieren lassen.
Heute stand seit langem mal wieder ein Reisetag an, da es ab in Richtung Australien ging. Einzig amüsant daran war wie immer der Kampf zwischen Michaela und ihrem Endgegner DEM Rucksack.
Sind jetzt aber gut in Sydney angekommen und wurden auch nicht festgenommen, obwohl Michaela den halben neuseeländischen Meeresgrund importiert hat.Weiterlesen
Sydney (Tag 1)
13. Dezember 2025 in Australien ⋅ ☀️ 24 °C
Nach über 12 Stunden sind wir wieder zurück in unserem Airbnb und hatten einen wilden ersten Tag in Sydney.
Heute Früh ging alles normal los und unser Airbnb Host (wohnen im zehnten Stock bei einer dreiköpfigen Familie) gab uns noch ein paar super Tipps, wie wir die Stadt am besten erkunden können. Im Nachgang dachte er vermutlich, hätte ich den Idioten einfach nur erklärt, wie sie aus dem Haus kommen. Denn als wir zwei mit dem Aufzug nach unten Richtung Ausgang fuhren, landeten wir irgendwie im Parkhaus des Gebäudes. Und ab hier begann das Unheil so richtig. Nachdem wir nicht aus dem Parkhaus kamen, da wir keinen Chip für das Tor hatten, fuhren wir mit einem anderen Aufzug wieder nach oben. Hier landeten wir dann aber in einem anderen Teil des Gebäudes, wo wir definitiv nicht hin durften. Blöd war nur, dass wir von hier auch keine Berechtigung mehr hatten, mit dem Aufzug zurück in die Tiefgarage zu fahren. Hört sich alles komisch und unrealistisch an, aber wir standen dann tatsächlich an einer verschlossenen Tür und konnten nicht mehr vor und zurück - und vor allem nicht raus. Deshalb riefen wir den Vermieter an und es wurde noch unangenehmer, denn wir mussten nur den Emergency Exit Button drücken und schon waren wir in Freiheit.
Alles in allem ging es dann etwas verspätet und beschämt los und wir starteten mit einer Fährenfahrt durch den Hafen bis zum berühmten Opernhaus. Dort haben wir erstmal gefrühstückt und anschließend die tolle Umgebung erkundet. Hier hatte Michaela auch endlich die Chance eine ihrer liebsten Filmszenen aus Findet Nemo zu rezitieren.
Am Nachmittag stand noch ein sportliches Highlight auf dem Programm, denn wir holten uns spontan Tickets für das Erstliga Fußballspiel Western Sydney Wanderers gegen Brisbane. Das Beste an diesem trostlosen 0-0 war aber eigentlich die fundierte taktische Analyse von Michaela, die von der ballbesitzenden Mannschaft mehr Pressing verlangte. Skandalös hingegen, dass der Bierstand in Minute 75 bereits geschlossen war und mir ein verdientes drittes Getränk verwehrt blieb.
Das habe ich beim Abendessen jedoch nachgeholt und es sind zwei Feststellungen zu treffen:
1. Nach zweieinhalb Monaten mit nahezu keinem Schluck Alkohol bin ich nach vier Bier ganz schön auf Sendung!
2. In diesem Zustand konnte ich mein raffiniertes Cabo-Spiel auf ein noch höheres Level heben.
Jetzt muss ich aber dringend schlafen.Weiterlesen
Sydney (Tag 2 & 3)
15. Dezember 2025 in Australien ⋅ ⛅ 22 °C
Wir sitzen schon wieder am Flughafen und blicken auf drei Tage Sydney zurück. Gestern startete der Tag mit einem Frühstück, das mal so richtig in die Hose ging. Irgendwie muss der Kellner die Bestellung falsch verstanden haben und wir bekamen ein Avocado Brot mit einer 3cm dicken Schicht Knoblauchbutter. Was sich erstmal ganz okay anhört, war wirklich maximal ekelhaft. Gott sei Dank wird man von so einem Knoblauch Geschmack auch gar nicht so lange begleitet. Danach ging es mit der Fähre zum Bondi Beach. Da ich für australische Gewässer ein Badeverbot ausgesprochen habe, um möglichen Hai-Angriffen zu entgehen, gingen wir im angrenzenden Pool zum Baden und hatten eine gute Zeit. Danach haben wir noch was in einer Bar an der Promenade gegessen und eine junge Deutsche wieder getroffen, die wir schon auf Bali kennengelernt haben. Sie arbeitet jetzt genau in dieser Bar und wir hatten auch hier eine coole Zeit - obwohl ich mit meinem Gericht nochmalig ins Klo gegriffen habe. Haben uns dann aber dafür entschieden gegen Nachmittag wieder zurück in die Unterkunft zu fahren, weil die Sonne schon gereicht hat. Als wir dann mitbekommen haben, was am frühen Abend am Strand vorgefallen ist, waren wir doppelt froh, aber auch sehr überfordert mit der Situation. So eine schreckliche und hasserfüllte Tat an einem Ort, an dem wir wenig Stunden zuvor so viele gut gelaunte Leute gesehen und kennengelernt haben, die einfach nur eine gute Zeit haben wollten, ging bzw. geht uns noch stark nach.
Heute wollten wir vor dem anstehenden achtstündigen Flug unbedingt noch Sport machen, weshalb wir ins Fitness gegangen sind. Wurden nur bisschen komisch angeschaut, als wir da mit unseren riesen Rucksäcken einmarschiert sind. Hat aber gut getan und jetzt sind wir auch schon am Gate und warten auf den Flug nach Singapur. Unser Uber Fahrer hat die Fluggesellschaft als richtig schlecht und unbequem angepriesen. Wenn es ähnlich wird wie der Prozess am Flughafen, während dem die Mitarbeiter die Abgrenzungen für die Check-In Schlange aufgebaut haben, wird es ein Fiasko - sind richtig hyped!
Was bleibt von Sydney (das gestrige Ereignis ausgeschlossen):
- wunderschöne Hafenstadt
- doch keine Anakondas an jeder Ecke
- Pokémon Go ist hier noch so ein Ding, dass sich die Menschen dafür in großen Gruppen sogar verkleidenWeiterlesen
Singapur (Tag 1)
16. Dezember 2025 in Singapur ⋅ 🌧 28 °C
Nach einem Nachtflug mit keiner Sekunde Schlaf kamen wir Ortszeit um 2 Uhr in Singapur an. Hab mich aber sehr gefreut, dass Marcus (saß rechts von mir und hat sich sehr nett vorgestellt) während des Flugs bequem mit seinem Kopf auf meiner Schulter schlafen konnte.
Einreise und Einchecken lief aus einem Guss und der einzig kleine Fauxpas war lediglich, dass Michaela sich eine eSIM für das falsche Land gekauft hat. Ist aber auch kompliziert mit diesen Stadtstaaten.
Heute haben wir in unserer Miniatur-Unterkunft erstmal richtig ausgeschlafen und sind dann auf kulinarische Reise durch die Stadt gegangen. Immer nach 5.000 Schritten hatten wir uns einen neuen Snack verdient. Meine 10.000 Schritte Suppe kam wohl direkt aus der Chilli Hölle und hat mich richtig fertig gemacht. Michaela hat immer wieder mein Ego getriggert, weshalb ich das Ding komplett verzehrt habe und vermutlich ab Januar wieder was schmecken kann.
Ansonsten befinden wir uns hier gerade mitten in der Monsun Zeit! Clever, dass wir unseren Schirm in Neuseeland gelassen haben, weil wir das gar nicht auf dem sprichwörtlichen Schirm hatten. So haben wir viel Zeit in den riesen Shopping-Centern verbracht. Als wir uns zwischendurch raus getraut haben, muss ein Hotel Mitarbeiter wohl so viel Mitleid mit uns gehabt haben, dass er uns seinen Schirm schenkte. Ohne seine Geste relativieren zu wollen, entpuppte sich dieser sehr früh als defekt, weshalb wir wieder ohne Regenschutz unterwegs waren und sein werden.
Abends war das Wetter aber wieder okay und wir haben uns noch die Lichtershow angeschaut und liegen jetzt zufrieden im Bett.Weiterlesen
Singapur (Tag 2 & 3)
18. Dezember 2025 in Singapur ⋅ ☁️ 29 °C
Zwei weitere Tage in Singapur sind vergangen und es sind nur noch wenige Stunden, bis es schon wieder zum Flughafen geht.
Gestern hätten wir als Vogel sowas von keinen Wurm gefangen, denn wir sind erst gegen mittags aus der Unterkunft gekrochen. Gott sei Dank frühstücken wir keine Würmer sondern French Toast, und diesen haben wir auch mittags noch gefunden. Im Anschluss haben wir gleich einen Schirm gekauft, damit wir nicht ganz so wetterabhängig sind. Seit diesem getätigten Kauf hat es dann übrigens kein einziges Mal mehr geregnet. Gestehen uns den Fehleinkauf aber nicht ein und stopfen den noch irgendwie in unser Gepäck. Ansonsten haben wir uns das arabische Viertel angesehen und dort auch zu Abend gegessen. Essen war super, musikalische Unterhaltung schwierig. Saßen zwischen zwei Restaurants mit verschiedener Auffassung von Musik, weshalb von links Chart Musik aus den Lautsprechern dröhnte und von rechts weihnachtliche Musik. War sehr amüsant und anstrengend. Abends haben wir uns zum Abschluss noch die Lichtershow in den Gardens by the Bay angesehen.
Heute mussten wir uns schon ein bisschen für die anstehenden Tage auf den Malediven vorbereiten. Deshalb wurde im Fitnessstudio an der Strandfigur gearbeitet und die Klamotten ein letztes Mal gewaschen.
Singapur hat uns sehr gut gefallen, da es für eine Großstadt extrem grün ist und irgendwie keine große Hektik ausstrahlt. Klima würde mich aber völlig fertig machen.Weiterlesen


















































































































































































































































































































































































