• Fernwehradeln
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Slow cycling around the World

🇩🇪Dem Fernweh hinterher🌍 Läs mer
  • Thessaloniki🌇

    11 september 2023, Grekland ⋅ 🌙 24 °C

    Hier im Süden lernt man auf diese Stehklos zu gehen. Also diese Toiletten ohne 🚽 mit nur nem Loch im Boden. Ist vielleicht hygienischer insgesamt, ich finde es aber etwas ungemütlich😂.
    Außerdem, wenn du so tief in die Hocke gehen musst, was machst du dann bei Knieproblemen?
    Oder etwa bei Muskelkater wie in den kommenden Tagen?
    Unnötige Infos abgeschlossen.
    Da liegt sie, die Stadt Thessaloniki. Weiße, unzählige Häuser säumen den Hang der Bucht (Thermaischer Golf). Die Bucht als Teil der Ägäis trennt die Peninsula Chalkidiki von dem großen Teil des Festlandes weiter im Westen.
    Ich rolle den Hügel runter und ein ✈️ im Landeanflug sennst mir fast den Fahrradhelm vom Kopf, so tief fliegt es.

    Alle guten Dinge sind drei. Aber es wird sicherlich auch noch ein viertes Mal (und noch viele mehr) geben, denn der Olymp will ja mit Sicherheit bewandert werden. Wovon rede ich? Von meinen lieben Radfahrkollegen Christoph und Heike, die hier ganz selbstverständlich neben dem weißen Turm an der Promenade auf die Wiese zu mir hin gerollt kommen. So genial, wie wir uns immer wieder treffen. Es macht mir richtig Spaß. Irgendwie cool, nicht allein im Land zu sein.
    Bis jetzt habe ich ein ziemlich positives Bild von den Griechen. Wenn man sie grüßt, grüßen Sie freundlich zurück und wenn man nach Wasser fragt, wird man sicherlich auch nicht abgewiesen. Und das, obwohl es sich hier wieder alles so wohlhabend anfühlt an der Küste. Auf den Hügeln steht eine Finca neben der nächsten Villa.

    Die Häufigkeit von Hundegangs übertrifft für mich jedes andere Land. Nicht selten werde ich schließlich doch noch von den Schäfern gerettet. Das Adrenalin wird also zuverlässig regelmäßig weiterhin in die Höhe geschossen. Heike hat einer die Tage tatsächlich während dem Fahren in die Hinterradtaschen gebissen! (Eindruck im Video)

    Am Abend bin ich, wie oftmals, viel zu spät dran und radel noch schnell auf Schotterwegen bis vor an die Wasserlinie eines kleinen Flussdeltas.
    Hinter dem Damm an der Küste finde ich ein Plätzchen auf den trocken gefallenen Feuchtwiesen. Der Sternenhimmel über mir zieht langsam auf, während die Sonne erst orangene, dann lila Farben im Westen hinter den Berghängen hinterlässt und die Lichter Thessalonikis am gesamten östlichen Horizont zu funkeln beginnen. Ruck zuck (naja dauerte schon ne Weile) also einmal die gesamte große Bucht umrundet.

    Es ist wirklich schön hier, aber ich bin müde.
    Die grillen Zirpen, aber es ist dunkel.
    Es war ein schöner Tag, aber ich muss mein Zelt noch aufbauen.
    Wie schön wäre es gerade in ein schon aufgebautes Zuhause hinein zu laufen mit einem schon gekochten Abendessen. Aber dann hätte ich ja keine solchen einprägenden Erinnerungen geschaffen, keine Sterne würden beim "Aussicht genießen " (Toilettengang) funkeln und den Sonnenaufgang würde ich mit Sicherheit verpassen.
    Gute Nacht ihr Lieben, ich koche mir jetzt Bulgur mit griechischem Feta und einem Haufen Gemüse.
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  • Eingeladen im Bergdorf🏡🫏

    12 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 26 °C

    Vor Start der Reise habe ich mich schon darauf gefreut, unser aller Supermarktobst in seiner natürlichen Umgebung zu sehen.
    Wie wächst eine Kiwi? Wann sind Feigen reif? Ein Granatapfelbaum... keine Ahnung wo die Granaten 💣wachsen.
    Jetzt schon.
    Über für Traktoren vorgesehene Pfade führte es mich an diesem Tag an Kiwis, Nektarinen, Pfirsichen, Äpfeln, Feigen und allerlei Gemüse vorbei. Zum Glück fällt auch viel "angedetschtes" vom Baum, dass ja eh nicht verkauft werden kann😉

    Eine süße Bergstraße ohne Verkehr habe ich mir vorausschauend zurechtgelegt, um nicht nur wieder Aussicht zu haben und Höhenmeter zu genießen, sondern um natürlich auch wieder Griechen außerhalb der Touriküste zu treffen.
    Und was ein Volltreffer! In dem süßen alten Dörfchen Sykia auf einem Berggrat lande ich bei Eleni und ihrer Familie im Haus. Ich bin überglücklich und froh, endlich (seit Rumänien!) wieder mit einer solchen Begegnung beschenkt zu werden. Das Ehepaar wohnt den Winter über beim Rest der ausgewanderten Familie in Hamburg und kann dadurch wie das halbe Dorf auch, sehr gutes deutsch.
    Ich darf Schnaps und leckeren Käse probieren und das Abendessen ist erste Sahne. Eleni kocht Aubergine und Zucchini in der Pfanne und zusammen mit einem Paprika- Tomatengericht und Fetakäse und Brot werden diese serviert.
    Alles Bio BIO BIO übrigens, denn vom Garten sind es nur ein paar Schritte in die Küche. Feta ist hier in Griechenland genau wie der Joghurt in unzähliger vielfältiger Ausführung mit versch. Fettgehalten und Milchzusammensetzungen zu bekommen.
    Spät abends kommt noch Überraschungsbesuch in Form einer der Töchter vorbei und wir teilen uns das Gästezimmer.
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  • ln der Brombeerhecke

    14 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 20 °C

    Ganz normal hier in 🇬🇷das Katzenbabys von den Nachbarn in den Garten "geworfen" werden.
    Nicht nur Hunde, auch Katzen gibt es hier wahrlich überall im Überfluss. Bei der rasanten Reproduktion scheint Kastration häufig völlig außer Frage zu sein. Aber stimmt schon, wer zahlt das für diese tausenden Babys?
    Jedenfalls spielte ich mit dem Gedanken eine süße Dreifarbige mitzunehmen, die Olympbesteigung in den folgenden Tagen wäre dann nur eine etwas größere Herausforderung geworden🤣.
    Vor Mittag komme ich bei den Herzensmenschen nicht los. Ich finde es ehrlich gesagt mittlerweile sogar etwas komisch, WIE schnell ich mich pudelwohl bei Einheimischen fühle. Manchmal dauert das nur ne halbe Stunde und ich habe das ZUHAUSE- Gefühl😄.

    Stam, ein Warmshowertyp, leiht mir dankenswerterweise einen Rucksack für die kommende Wanderung. Um bei ihm vorbei zu radeln, muss ich aber erst vom Berg runter und stecke dann ohne Übertreibung ne gute Stunde auf so nem verdammten Brombeerpfad fest( nachdem ich durch ein wildes Gipsy- Blechhüttendorf musste). Eigentlich navigiere ich NIE mit Google Maps außerhalb von Städten. Bei den geplanten 4km dachte ich das eine Mal jetzt, dass es schon passen würde. Die Dornen, welche mich und das Fahrrad von allen Seiten zu verschlingen versuchen, sind mir in diesem Fall aber wieder eine besondere Lehre. Dass ich zuvor Torte als Dankeschön für Stam gekauft habe und diese nun in der Nachmittagshitze in der Tasche vor sich hin schmilzt, macht die Sache nicht wirklich entspannter.

    Mit 1h Verzögerung tauche ich doch noch bei ihm auf, wir spazieren für eine halbe Stunde und ich bin super inspiriert von dieser kurzen, aber wertvollen Begegnung. Mit manchen Reisemenschen kannst du einfach mehr oder weniger direkt in die spannenden Themen eintauchen. Da musst du nicht über das Wetter und tausende andere Floskeln warm werden, um zur Essenz vorzudringen.

    Vorfreudig düse ich am Abend runter ans blaue nass und da steht es wieder, das grasgrüne Zuhause 🏕️ von den Kirchzartenern. (H&C)
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  • Tag 1 der Trilogie🧌🏔️

    14 september 2023, Grekland ⋅ ⛅ 20 °C

    Die Meereshöhe ist unser Startlevel. 🐠
    0m .Let's goooooo🆙
    Nach einem entspannten Warmfahren auf Meereshöhe, sagt Heike treffend: jetzt ist Schluss mit lustig. Und tatsächlich radeln wir ab dann nur noch bergauf. In dem letzten Dorf (Litohoro) am Hang kaufen wir kräftig ein. Wir kalkulieren für drei Tage am Berg. Da dürfen Nüsse, Bananen, Riegel, Müsli, Schokolade und Kekse nicht zu kurz kommen.
    Christoph lässt noch seine Schuhe kleben und wir fragen der netten Nationalparkbeauftragten Löcher in den Bauch über eventuelle Wanderrouten. Die Straße schlängelt sich am Hang entlang durch Welda bis auf 1100 m zu dem Restaurant Prionia. Auf dem Weg in die Höhe überblicken wir nicht nur einen spektakulären Canyon, sondern genießen die Schlingen in der Straße mit Blick auf den Meereshorizont.
    Ein lustiger Argentinier mit schlechter Schaltungsübersetzung battelt sich mit mir auf den letzten Höhenmetern, indem er abwechselnd rasend schnell läuft (sein Fahrrad schiebend) und wieder fährt. Nach mehrmaligem lautstarken gegenseitigem Überholen beschließen wir den Rest zusammen zu 🚴‍♀️.
    Zu später Stunde rollen wir auf den Wanderparkplatz, der mit Toiletten und Mülleimern und natürlicher Quelle bestens ausgestattet ist. Er ist der Startpunkt für alle frischen Wanderer und empfängt die müden, aber glücklich aussehenden Menschen wieder.
    Unser Lager wird an diesem Abend neben einem glasklaren, eiskalten Bergfluss unterhalb des Restaurants im Wald errichtet. Wieder einmal handelt es sich hier mehr oder weniger um eine Grauzone. Offiziell ist wild campen im Nationalpark verboten, aber auf diesem Fleck wird es tagtäglich für Wanderer und Radfahrer geduldet.
    Wir sind etwas aufgeregt auf den nächsten Tag, aber ich kann es nicht erwarten da endlich rauf zu steigen.👆⬆️⏫⏫⏫⏫🆙

    Abreise im Video 🤣
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  • Tag 2 der Trilogie 🏔️🥾🫏

    16 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 15 °C

    1100m ➡️ 2600m

    Finny 🚲und die zwei Maschinen von Heike und Christoph ließen wir möglichst gut abgeschlossen an der Parkplatzschranke zurück. Um zum Startpunkt unserer Aufstiegsroute zu gelangen, trampten wir mit zwei Luxemburgern 4 km auf der Straße zurück nach unten und quetschen uns zu dritt mit all unserem Gepäck in ein mini mini Auto.

    Der Wald 🌳 war nebelverhangen und der Blick in die Tiefe riss nur Stück für Stück weiter auf. Der Pfad leitete uns sozusagen an der östlichen Außenseite des Bergmassivs nach oben, wodurch sich uns anschließend bei Erreichen der Baumgrenze die Aussicht auf die Küste eröffnete.
    Die späte Nachmittagssonne tat ihr Bestes, um die Gämse an den spärlich bewachsenen Hängen in szenisches Licht zu tauchen. Auch die umliegenden Berghänge bekamen eine sehenswerte Schattierung verpasst.
    Der schmale Trail verlangte noch ein paar weitere Höhenmeter von unseren Waden. In Mitten eines Grades liefen wir auf die alpinen Felswände des Massivs zu und schoben uns über die Kante auf das Plateau der Musen, eine hügelige Hochebene mit gelbgrünen, im Wind wehenden, Wiesen.

    Christos Kakalos, eine kleine hübsche Steinhütte , empfing uns in Form von einer handvoll freundlichen Griechen. Das Refugium ist mit zwei Räumen (Küche, Essraum) und dem Schlafsaal oben drüber wirklich schnuckelig klein. Diesen teilen wir uns alle mit 17eng aneinander liegenden Matratzen.
    Zudem scheint es sich hier eher um ein exklusiv griechisches Hüttenerlebnis zu handeln. Denn außer einem positiv verrückten Engländer, der hier trailrunning mäßig auf den Gipfel hoch und runter rennt, sind alle anderen Touris auf die 100Betten Hütte weiter gezogen.
    Durchaus natürlich eine super Erfahrung: Hüttenessen und Berggespräche mit Sternenhimmel gucken auf 2600m in kalter frischer Luft. Dazu stellte sich der Weg zum Klohäusschen als wunderschön heraus, da ich nicht nur die Sterne in ungewohnter Schärfe über mir glitzern sah, sondern auch unter mir die Lichter an der Küste. ✌🏻⭐️
    Video🤩
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  • 👆Den Göttern so nah, dem Abgrund auch

    17 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 23 °C

    Tag 3 der Trilogie- Finale🎊🎈

    DER OLYMP
    -das höchste Bergmassiv Griechenlands
    -bestehend aus mesozoischem Kalkstein
    - In der griech. Mythologie: der Sitz der olymp. Götter
    -UNESCO Biosphärenreservat

    Der Tag geht in die top 3 der Reise ein. Von 2600 m bis auf den höchsten Gipfel Griechenlands (Mytikas 2917m) und zurück auf 1000 m. 24h, die den Platz dieses Tagebuchs sprengen würden. Hiermit will ich aber unbedingt ein paar Eindrücke und Momente festhalten:

    0. Beim Toilettengang in der Mitte der Nacht kann ich nur über die Milchstraße, die quer über die Hütte verläuft, staunen. Tief tief in der Ebene in der Ferne sieht man noch leicht das funkeln Thessalonikis am Rande der Bucht. Was leuchte ich da in der Nacht wohl an? Da war doch tatsächlich ein buschiger Rotfuchs, der hier oben mitten in den Bergen herum streunt.

    1. Aus dem Fenster des Schlafsaals sehe ich die Sonne auf Meereshöhe aus dem Meer steigen. Als ich aus der Hütte in die frische Morgenluft hinauslaufe und die Morgensonne die Gipfel in warmes Licht taucht, sitzen da schon Heike und Christoph eingemummelt in ihren Schlafsäcken.

    2. Der Wanderpfad führt mitten in der bogenförmigen riesigen Steinbergwand entlang. Zur linken Seite geht es gute 1000 m Berg ab und rechts dementsprechend steil nach oben. Wir biegen alsbald um die Ecke und sehen einen Haufen bunter Kletterer in einer Seilschaft in der Wand hängen.
    Wow, hier geht es also zum höchsten Gipfel Griechenlands hinauf. Nahezu jeder trägt einen Helm und wir haben unsere Fahrradhelme auch vorsorglich schon am Rucksack baumeln. Trotzdem sieht es super steil aus und durchaus ziemlich gefährlich ohne Sicherung, da sich in der Kalksteinwand ständig Kiesel und größere Steine lösen können und auf die Wanderer hinunter krachen können.

    3. Der Nervenkitzel packt mich und ich gebe extra acht, dass jeder Hand- und Fußtritt sitzt und sich kein Felsbrocken durch mich aus der Wand löst. Selber abzurutschen ist eine Sache, aber jemandem einen Stein auf den Kopf zu schmeißen, eine andere. Der Blick runter zu Christoph, der unter mir in der Wand hängt, ist durchaus nicht schwindelfrei. Fast schon lustig, dass eine solche lose Wand auf diesen super bekannten Gipfel völlig ohne Seil, Tritt, Irgendwas- Sicherung für die Allgemeinheit zugelassen ist. In den Alpen wäre da wahrscheinlich ruck zuck ein Klettersteig daraus gemacht worden. Mir macht diese Aktion aber genau deshalb so so so viel Spaß. Endlich wieder was mit Actioooooooon (Das Berge runter Rasen gibt mir immer weniger den richtigen Kick...leider) .
    Machen ja täglich dann doch hunderte Leute hier und so viele Kreuze hängen dann doch nicht in der Wand✌🏻😉

    4. Der atemberaubende Blick um uns herum. Schwer zu beschreiben, aber ich versuche es:
    Das Meer liegt tief unter uns in östlicher Richtung. Die Sonne spiegelt sich auf der Oberfläche und reflektiert breitflächig helle Strahlen.
    Rundherum umgeben uns die anderen Gipfel, die allesamt meist nur wenige Meter niedriger sind. Besonders von dem Gipfel Skala im Süden, eröffnet sich der Blick auf einen schmalen Grad namens Kakoskala, welcher durch "leichte Kletterei" jenen Gipfel mit unserem verbindet.
    Ein Typ neben mir stößt einen Jubelschrei aus und ich stimme spontan mit ein.
    Christoph und ich teilen uns einen Mars - Schokoriegel. Ganz aus dem Universum raus sind wir hier zwar grad noch nicht, überirdisch schön ist es trotzdem😆.

    5. Wieder heil herunter geklettert, stehen uns weitere Hangüberquerungen bevor und plötzlich ziehen nicht nur der Nebel, sondern auch dicke Wolken auf. Sieht cool aus, wie die Schwaden erst spektakulär schnell über die Felsen hinauf ziehen und uns dann umhüllen. Immer wieder reißt ein Stück Himmel auf und wir sind so so froh, noch rechtzeitig auf dem Gipfel gewesen zu sein.

    6. Nach zig Höhenmetern bergab befinden wir uns bei der letzten Berghütte, gönnen uns einen Kaffee und bereiten unsere Waden mental auf die letzten Stunden im steilen Tal vor. Diese ziehen sich aber ganz schön in die Länge und wir laufen alle irgendwann wie auf Eiern mit Zittern in den Waden und Oberschenkeln.
    Der Muskelkater an den nächsten 4 Tagen war jedenfalls von feinster Art. Man müsste ja meinen, dass das Radfahren hilft. Beim bergauf Laufen würde ich da sogar durch die etwas ähnliche Drückbewegung zustimmen. Das Abbremsen bergab ist aber ja bekanntlich eine total andere Hausnummer.
    Hat sich aber ohne jegliche Frage sowas von gelohnt! Auch der Abstieg durch eine Vielfalt an Nadel und Laubwald- Variationen durch ein Tal mit einem schönen Flussbett, kann sich wirklich sehen lassen.🌲☘️🌿🌱🦋

    7. Ich kniee unter einem kleinen Wasserfall des glasklaren Bergflusses und bekomme Hirnfrost. Mann ist es ars**kalt. Aber wie schön, sich all die schweißtreibenden Strapazen der letzten Tage von der Haut wischen zu lassen.

    8. Nach einem von Heike unschlagbar gekochten Couscous und Gemüseratatouille lassen wir den Abend körperlich völlig erschöpft ausklingen. Wir liegen da, in unseren Schlafsäcken an einen Baum angelehnt, das Weinglas in der einen Hand und die Schokolade in der anderen und die Sterne funkeln zwischen den Baumkronen hindurch.
    Nur plötzlich auftauchende Wildschweine ,ohne Witz keine 6 m entfernt, lassen uns dann aufrappeln und in das wohlverdiente Bett verkriechen.
    Wir hatten unsere Zelte wieder, wie zwei Nächte zuvor, neben dem Fluss auf unserem Wildcamping Spot aufgestellt.

    Machts jut

    🫶🏻Video
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  • DAS macht mich glücklich

    18 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 24 °C

    Ist es all die Zeit an der frischen Luft?
    Die rasende Geschwindigkeit bergab?
    Die unbeschreiblichen Ausblicke in die Tiefe?
    Das feine griechische Essen im Restaurant?
    Die angenehme und lustige Reisebegleitung?
    Das Nachtschwimmen allein' unterm Sternendach?
    Die bunt gefüllten Wraps abends am Strand?

    ODER alles zusammen? Das wird es sein.
    Viele würden es nicht als Luxus bezeichnen, auf 1000m Höhe auf einem Stein sitzend den Morgenkaffee zu trinken und danach das Geschirr im eisigen Bergbach zu waschen.
    Ohne Teller abends mit Stirnlampen auf Strandliegen die Tortillas befüllen.....
    Aber genau DAS empfinde ICH gerade als absoluten Traumluxus.
    Ich DURFTE mich im eisigen Bergwasser duschen, ich durfte Kaffee trinken, obwohl ich sonst gar keinen dabei habe, ich durfte leckere Wraps mit Pestohummus genießen und dabei den Sternen und den Wellen zugucken.
    Ungefähr 23h am Tag draußen.

    Okay okay okay ja es ist nicht immer so leicht und einfach. Seit Wochen hat es kaum geregnet. Mehr als Tshirt und Shorts brauch man meistens nicht zu tragen. Außerdem ja, das Geld für Restaurants und für den Campingplatz ist mehr wie ich eigentlich ausgebe und ausgeben möchte. Durchaus ein gekaufter zusätzlicher Luxus. Ein Luxus, den man sehr gut genießen kann und für den auch ich gerne Geld ausgebe. Vor allem weil Genießen in guter Gesellschaft so viel mehr Spaß macht.
    Unterm Strich empfinde ich trotzdem insgesamt die einfachen Dinge als ausschlaggebend für Glück. Beziehungsweise die Fähigkeit das Einfache/ Grundlegende zu genießen.
    Darin möchte ich noch besser werden. Bewusst noch mehr Wert zu schätzen, wenn da morgens Heikes Stimme ertönt: "Kaffee ist fertig" und ich aus dem Zelt krieche:). Oder wenn hinter einer Ecke wieder endlich eine typische, in einen Steinwall eingebaute, Quelle auftaucht und man sich das kühle Wasser über den Kopf kippen kann.

    Irgendwann hat man wieder kack Phasen. Das lässt einen die guten Tage extra genießen.
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  • Aufn Kastanienberg nuff🌰🌰🌰🥄

    19 september 2023, Grekland ⋅ ☁️ 20 °C

    1.Tag Pausentag am Sylvia Camping 🌊
    Zwei Stunden mal GAR NICHTS MACHEN im Zelt war suuuuuuper gemütlich, angenehm und hervorragend.
    Man kümmert sich ja ansonsten immer um seinen Haushalt, sein Fortbewegungsmittel, Findpenguins🫣 und die Nahrungsaufnahme, da fühlt sich Serie glotzen und ein langer Mittagsschlaf wie ein entspannter Normale-Welt- Sonntag an.

    2.Tag Mit 17% auf die Höhe
    Heike und Christoph wollte ich bei Meteora in Thessalien im Inland wieder treffen. Kam nicht so wie gedacht, dazu morgen mehr. 😉
    In einem größeren Küstenort ließ ich mir die lange Mähne 💇🏻‍♀️kürzen, stopfte die Taschen auf dem Markt wieder mit viel zu viel Gemüse voll und hielt ein Mittagstief am Fuße eines steilen verwinkelten Dorfes. Mittagsschlaf, in Form von einem 20-30minütigen Versinken, ist optimal, ich liebe es! Der Körper schläft, aber der Kopf ist noch wach. 👏
    Ein kleiner fataler Fehler bestand in diesem Moment nur darin, dass ich während diesem müden Schlummern den Joghurtbecher( mit meinem Göffel) hinunter warf. Das hatte verheerende Auswirkungen auf den nächsten Tag. ‼️🥄

    Bei durchschnittlich 10-17% auf den nächsten 8km schraubte ich mich mit Schlangenlinien die unbeschreiblich steile Straße in die Berge hinauf. Zusätzlich wechselte sich der super Asphalt mit holprigen Schotterpassagen ab, die bergauf eine besondere Herausforderung darstellten. Aufgrund dieses Belages musste ich die Strecke aber nur mit einer Handvoll Jeeps teilen, die zu den Kastanienplantagen hinauf fuhren. Schade, dass ich für die stacheligen Früchte noch zwei-drei Wochen zu früh dran war. Denn noch nie habe ich diese Fülle an Kastanienbäumen auf dieser Höhe (bis ca. 1000m) erlebt. Fragwürdig, wie man hier am abschüssigen Hang überhaupt die Ernte einfahren kann. Die Kombination aus grünen vollgehangenen Bäumen und der Küstensicht ist jedoch ohne Frage hübsch.

    Das Telefonat mit Lioba erfreute mich an diesem Abend besonders und leistete mir beim Kochen Gesellschaft 🙌🏻
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  • 🥄🍴Die Fluten zwingen uns über den Berg

    20 september 2023, Grekland ⋅ 🌙 23 °C

    Der Titel klingt etwas reißerisch. Die Überschwemmungen vor etwa 10Tagen hier in der Kornkammer Griechenlands haben aber tatsächlich einen erschreckenden Schaden angerichtet und uns zumindest die Route abgeschnitten und damit zu einer abenteuerlichen Ausweichroute gezwungen. Warum wir?

    Der Göffel🥄🍴
    Naja, wie gestern angedeutet, lag mein Gabel- Löffel noch in Skotina am Fuße des Berges verlassen neben der Pausenbank, während ich 1100m höher meine heißen Nudeln mit flüssiger Soße per Hand löffelte.
    Zig Sachen mit hohem materiellen Wert habe ich ja leider schon wieder in allen Ländern liegen lassen, der Gedanke an meinen heiligen Titan- Göffel da unten im Gras konnte ich aber einfach nicht verkraften. Schließlich hat mir das 15€ Teil jetzt schon den dritten Sommer mindestens zwei Mal täglich einen super Dienst geleistet.
    Lange rede kurzer Sinn: Mir ist das graue Ding so ans Herz gewachsen, dass ich eine Stunde lang die ganzen 20km wieder in die Tiefe gedüst bin und mit einem freudigen Wiedersehen den Göffel wieder eingesammelt habe. 😆 Den absurdesten Umweg den ich jemals gemacht habe. Video---
    Die Alternativroute durch den Pinios Canyon deckte sich dadurch wieder mit derjenigen von Heike und Christoph und ruck zuck standen wir wieder zusammen vor der gesperrten!!! Schlucht. Der Fluss hatte die Brücken der Bundesstraße bei dem Starkregen mitgerissen. Die Autobahn war zwar wieder offen, mit zig Kilometern durch Tunnel für unser aber unmöglich.
    Uns blieb nichts anderes übrig, als über eine winzige Straße über Schotterwege die Schlucht über den Berg zu umfahren. Dumm war nur, dass es auf steilem Schotter bis auf 500m hoch ging und die Mittagssonne ein Spiegelei auf meinem Schutzblech hätte braten können. Diese Hitze immer..... meteorologisch standen wir kurz vor dem Herbstanfang und einige Bäume hinterlassen hier überall auch schon ihr buntes Blätterkleid auf der Erde.....aber es ist trotzdem noch bullig heiß. 🥵
    Die Abfahrt hätte man eher Abholpern nennen können. Eine Schieberei auf ausgewaschenen Schotterpisten in steiler Serpentinenform.
    Die Schlammlinie
    Nach dem Schotter- Schieben bergab, gelangten wir in der Nachmittagssonne doch tatsächlich an die nördliche Grenze des ursprünglich überschwemmten Gebietes, welches eine ungefähre Größe von Hamburg eingenommen hat.
    Zwar sah man von dort nur noch wenige Wiesen mit feuchten Pfützen, die Schlammlinie auf geschätzten 2-3m an den Bäumen wies aber noch auf die Hochwasserlinie hin. Unvorstellbar, diese Höhe, ja diese Wassermassen, die hier noch kurz vorher gewesen sein mussten (2023, September) und auch die hohen Maisfelder komplett eindeckten.
    10 000 Nutztiere ertranken, ein 5tel der landwirtschaftlichen Produktion in Thessalien ging verloren und und und.........
    Grundnahrungsmittel wie Getreide und 🫒 Oliven 😉 sind damit wohl auch viel futsch.

    Der hübsche Olivenhain mit grüner (Camping-🫣) Wiese zwischen den olivgrünen Bäumen erfreute unser Campingherz an diesem Abend besonders. Rundherum tat das Abendlicht wie so oft wieder einen sehr guten Job und ließ die trockenen, gelb farbenen Hügel mit den grünen Büschen (lustige Pockel aufm Berg) wieder mal besonders einmalig aussehen.
    C&H dürfen vor dem Zubettgehen sogar einen Skorpion an ihrem Innenzelt von innen bestaunen. Sehr beruhigend🤭
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  • Kleine afrikanische Wildnis🦆🟡

    21 september 2023, Grekland ⋅ 🌙 23 °C

    Eine einsame Straße mit neuem schwarzen Teer.
    Eine hübsche Schildkröte mitten darauf.
    Eine spaßige Abfahrt mit Blick in die Ebene.
    Eine hektische Kleinstadt und viel zu viel Lärm.
    Ein Feigenbaum mit XXL Früchten.

    Am frühen Nachmittag durchfuhren wir in der brütenden Mittagshitze ein Flusstal mit kargen, hellgelben trockenen Hügeln zu beiden Seiten. Die spärliche Bewachsung in Form von Büschen war ganz lustig anzuschauen, weil sie wie Pockel auf dem Rücken der Hügel thronten.
    Wo sind die Elefanten und Nashörner, die hier zum Fluss hinunter wandern? Diese Hitze, Trockenheit und das menschenleere Tal versetzen uns gedanklich für eine Weile auf den afrikanischen Kontinent.
    Mittagsmüde und mit rinnendem Schweiß suchten auch wir ,wie wilde Tiere, rastlos nach einem schattigen Pausenplätzchen. Da mussten dann ein paar Plantagenbäume ausreichen. Und wie schön, das waren einfach Mandelbäume! Wie cool ist das denn, Mandeln einfach so selbst vom Baum zu pflücken!
    Wieder mal ein Schäfer, umgeben von seinen Hunden, einer Schafsherde und weiten hügeligen Flächen, schenkte uns ein freundliches Kalispera, Guten Abend! Mit Google Teanslate bekamen wir anschließend auch das "Go": Yepp, wir dürfen auf dem Hügel dort oben übernachten.......:)
    Und was ein Spot! Meine Herren, da fallen einem mal kurz wieder die Augen ausm Kopf. Natur, Natur, Natur, Sonnenuntergang und frei umherziehende Schafs🐏, 🐮, 🐴 und 🐐Herden auf den Wiesen zu unseren Füßen.🤭
    Der Mond guckte an diesem Abend zu unserer Freude auch wieder hervor und bestrahlte mit seinem (fast) Neumondlicht das Abendmahl.
    Ich entdeckte an diesem Abend wieder das Sternbild- Suchen für mich. Wie super man hier beim Zelten in der Natur stets mitverfolgen kann, wie Mond und Sterne in ihren Bahnen wo und wann entlang ziehen............👌🏻🌓💫. Video!!!
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  • Ein Kaffee ☕️ geht noch

    22 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 30 °C

    Hügelübernachtung -> Meteora Camping
    Die kleinen weißen Sträßchen auf den Karten sind oftmals das, wonach wir suchen. Kaum Verkehr auf einsamen Wegen entlang von abgelegenen Bauernhöfen und freundlichen Griechen, die keine Touristen gewöhnt sind.
    Manchmal, wie an diesem Tag, waren die Wege aber nicht asphaltiert. Da muss dann auch mal der Reifendruck runter, um (wieder einmal in der Mittagshitze) auf grobem Schotter einige hundert Höhenmeter hinauf zurückzulegen.
    Mittlerweile bin ich wirklich Fan vom griechischem Kaffee. Wie auch in Bosnien, Serbien oder anderen Balkanländern wird dieser Kaffee türkischen Ursprungs in einer kleinen Tasse serviert. Zusammen mit Zucker genießt man (mir ist er sonst viel zu bitter) den starken Geschmack am Besten.
    Lustig oder herausfordernd ist zudem die Tatsache, dass sich stets der ganze Kaffeesatz auf dem Boden der Tasse befindet. Ruckzuck hat man da oftmals zu weit getrunken und verzieht etwas angewidert dann das Gesicht.

    Bevor wir an diesem Abend also auf einen Camping nahe der Meteora Felsen einrollten, musste noch eine kleine Koffeinstärkung für die letzten 5 Kilometer her.
    ☕️☕️☕️🇬🇷💙
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  • Die Griechische Landschildkröte🐢

    23 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 30 °C

    Ups, da bin ich doch tatsächlich über eine Schildkröte gestolpert🫣🤭. Das kann einem auch nur hier passieren😂🐢
    Die Gute schaute nach dem von mir verpassten Tritt aber nicht so freundlich drein. 😬
    Die Griechischen Landschildkröten sind immer eine erfreuliche Entdeckung auf oder neben der Straße und den Wanderwegen.... Außer natürlich man sieht die kleinen Süßen platt gedrückt auf dem Asphalt.. Um das zu verhindern, trägt Christoph schon die ein oder andere mal vom risikoreichen Straßenbelag in das sichere Grün.

    Am zweiten Tag an den Meteora Klöstern in Thessalien spielt sich neben dem steinigen Wanderpfad auch ein hübsches Naturschauspiel ab. Zwei der Landschildkröten zoffen sich um einen schmackhaften Pilz. Die Größe der Zungen und die Kraft, mit welcher Pilzstücke aus dem leckeren Gewächs herausgerupft werden, finde ich besonders beeindruckend. Video😄
    Eine ähnlich langsame Geschwindigkeit wie diese Tiere hatten wir drei an diesem Samstag auch an den Tag gelegt.
    Die Touristenorte Kalampaka und Kastraki sind nahe an die Meteora Felsen heran gebaut. Auf einem der Campingplätze hatten wir unser Basislager aufgebaut, um von dort mit Spaziergängen die Klöster und Felsen zu erkunden.
    Nach dem Ausschlafen, dem Kaffee trinken am Pool mit Felsensicht und dem Kaufen von Bäckerteilchen beschränkten wir uns also auf einen langsamen Spaziergang. Ein paar Fledermäuse flogen in den von uns erkundeten kleinen Höhlen herum. Zudem erarbeiten wir uns einen hübschen Ausblick durch die Felsen gen Osten, indem wir zu einem schmalen, in die Lauft ragenden Finger- Felsen, hinauf stiegen.

    In unserer Campingecke fanden sich übrigens auch endlich zwei weitere Freiburger Partien und ich konnte mein Gepäck zumindest um einen kleinen gefüllten Packsack erleichtern( Mitarbeiter Adco😅)👌🏻
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  • Die Schwebenden Klöster: Meteora

    24 september 2023, Grekland ⋅ ☁️ 17 °C

    Der Touri- Auflauf (Bild3) lässt erblicken, dass die beeindruckenden Bauten der schwebenden Klöster Menschen aus aller Welt anziehen.
    Busse aus ganz Griechenland, Mazedonien und Albanien werden hier angekarrt. Und nicht zu unrecht, schließlich ist es kaum vorzustellen, dass Mönche hier um 14Jhdt. begannen, Stein für Stein hinaufzutragen. Das geschah mit simplen Strickleitern an den tiefen Felswänden, welche teilweise ein paar hundert Meter gerade abfallen. Das Sedimentgestein formt zwar hübsche unzählige Kuhlen( welche sich hervorragend zum Nisten eignen 🐣🦅) , zum Klettern ist das bröckelnde Zeug aber eine Herausforderung.
    Zwei der Klöster sind Nonnen- Klöster.

    Die Menschenmassen konnten wir aber relativ gelassen hinnehmen, da wir in den Morgenstunden schon Aussicht und ein paar Klöster in aller Ruhe für uns selbst genießen durften. (Bild4)
    Denn wir sind so früh aufgestanden, dass wir noch mit Stirnlampen aus den Zelten krochen und sogar das Brot beim Bäcker noch nicht fertig war. Und das soll was heißen.
    Nachdem einige der beeindruckenden Felsen vom Morgenlicht hübsch golden angeleuchtet wurden, stiegen wir zum Grande Meteora hinauf. Ganz im typischen Camper Style kochten wir uns leckeren heißen Kaffee, welcher die perfekte Geschmacksergänzung zum warmen Schokocroissant darstellte.

    ✴️wohlgenährtes Eichhörnchen, dass auf nem Kabel über mir entlang balancierte
    ✴️Schildkröten, die Pilze essen
    ✴️dreifarbige Babykatzen
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  • Notfallnachricht von der Griech. Reg.

    25 september 2023, Grekland ⋅ 🌧 21 °C

    "Es werden Starkregen und Gewitterfronten erwartet. Bitte halten sie sich in den nächsten 48h möglichst wenig draußen auf."
    Brumm bräääähm. Oder so ähnlich unangenehm klang es als ich auf Toilette saß und dieser Alarm am Handy losging. Ich muss sagen, ich war etwas unruhig gestimmt, schließlich wollte ich eigentlich weiter gen Westen radeln. Und Fahrrad fahren geht ja nur draußen😕.
    Wie so oft ist aus diesem Umstand aber was richtig Schönes entstanden.
    Wir haben uns ein Apartement genommen, ein Gemüse- Obst- Festmahl gekocht, auf unsere Zeit angestoßen 🍷 und Katzen gestreichelt. Hier kommen Apartements nämlich zusammen mit kleinen Kätzchen☺️🙌🏻.
    Und während es zwar den Tag über nur in der Ferne gewitterte und wir herzlich verschont blieben, ging es am Abend draußen aber so richtig ab. Was eine Erleichterung dort nicht zelten zu müssen!!!
    Rosmarinkartoffeln, Ofengemüse mit Tzatziki, Salat, Obstsalat mit Joghurt.....
    Super einen Ofen zu haben🎉

    ⭐️Christoph hat noch das Leben einer Gottesanbeterin gerettet (saß auf der Straße) :Video
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  • Beschenkt vom Bürgermeister🍪🍞🍟🏠

    26 september 2023, Grekland ⋅ ☁️ 18 °C

    ⚪️Kaffee, Rührei, Tratsch mit H&C

    Ich düse wieder alleine weiter gen Nordwesten....
    ⚪️Nachwirkungen der Fluten zu erkennen: ausgewaschene breite Flussläufe, braunes Siffwasser in den Bächen, herunter gebrochene Straßen, freigelegte Wurzeln der Bäume an den Hängen.... Die Zuläufe des Pinios- Flusses müssen gewaltige Mengen Wasser von den Bergen gebracht haben.

    ⚪️Hundegangs über Hundegangs: Nicht wundern im Video besinge ich die Hunde etwas beleidigend🫣. Zeigt nur eine typische Situation wie man auf mehrere Hunde trifft und das meistens bedeutet , dass man Absteigen und Schieben muss. Eigentlich sind das leider größtenteils nur arme Haufen Hunde, die nicht das angenehmste Leben genießen dürfen.
    ⚪️Man kennts: das Wetter ist gut und man trödelt rum, experimentiert mit der Kamera und genau dann, wenn man zum nächsten Bergdorf hochkriecht, bricht der Schüttregen auf einen nieder. Aber auch hier kam wieder ein Engel geflogen in Form von einem 🚙Fahrer.
    Der Grieche meinte ich solle mich am Fenster festhalten und er zieht mich hoch. Nach einem Kilometer ist mir aber schon der Arm abgeflogen😅🙋🏻‍♀️.
    Bevor er mich wieder meinem Schicksal überlassen hat, erzählte er mir noch von einer alten Schule in dem Dorf Kalomira, in der ich übernachten könnte. "Der Bürgermeister ist bestimmt im Dorfcafe und gibt dir den Schlüssel." Gesagt getan, ich latschte da wie oft hier zu 10 älteren Herren in ein einfaches Café hinein. Ein paar Minuten später bekam ich einen griech. Kaffee vorgesetzt und der Bürgermeister drückte mir noch ein Essenspaket mit Sandwiches, Keksen und Chips in die Hand, bevor er mir die Schule aufschloss.

    In der alten Schule
    Neben mobilen Wahl- Parzellen und Kabeltelefonen breitete ich die Isomatte über ein paar zusammengeschobenen Schultischen auf. Meine pitschnasse Kleidung trocknete darauf ratzefatz durch einen Heizstrahler, während ich mit hochgelegten Beinen und Chips in der Hand ⚽️ schaute. Denn wär glaubt mir das.. in diesem alten Schuppen hier gibt es nämlich nicht nur eine Toilette, sondern auch Wlan😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂👍.
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  • Bergpass in Nebelschwaden

    27 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 19 °C

    3 Kaffeeeinladungen
    8 Tomaten
    1 Bergpass
    2 weggebrochene Straßen

    Im Dorfcafe von gestern Abend wurde ich am nächsten Morgen von einem Heilbronner zu noch nem Kaffee ☕️ eingeladen. Mir geht ein bisschen nach, wie grob und unsympathisch er über Rumänien gesprochen hat und die Menschen als "extrem dummes Volk bezeichnet hat".
    Mit so einer Haltung möchte ich nicht nicht durch die Welt gehen. Ich habe 🇷🇴in mein Herz geschlossen. Sie mögen andere wirtschaftliche Gewohnheiten haben...kein Grund hier mit Beleidigungen um sich zu werfen.

    Nach der ☕️Einladung am Nachmittag in einem weiteren Dorf, trank ich mit einer 72jährigen Französin in ihrem umgebauten Buss ein weiteres ☕️Getränk. Sie bekam 4 meiner 8 geschenkten Tomaten. Beschwingt von dieser interessanten Begegnung düste (krieche) ich auf 1700m hoch auf den Kalapaka Pass. Bei Einbruch der Dunkelheit und Nebelschwaden fror ich mir da oben einen Ast ab und zog mir alles über was ich besaß.
    Der Herbst ist zweifellos da. Wärmere Kleidung muss demnächst 📦 doch her.
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  • Grüntöne, Blautöne, Gebirgszüge

    28 september 2023, Grekland ⋅ ☀️ 22 °C

    ⚫️Beste Morgenstimmung in meinem Unterstand. Kitschige 2000er 🎧🎶(Video!) war heute Programm
    ⚫️Auf und ab: Intervalltraining auf kleiner, verkehrsamer hübscher Straße :ein elendes Hoch und Runter
    ⚫️Abendlicht vom Feinsten
    ⚫️Das saftige dunkle Grün der dicht bewachsenen Hügel unterhalb in südlicher Richtung geht in der Ferne in Blautöne über.
    🖤Gebirge auf allen Seiten
    ⚫️Zelten auf Epirus Trail auf Schotter. Schöne Minuten beim Einbruch der Dunkelheit dagesessen und gedankenverloren in Richtung Sonnenuntergang geglotzt.

    Das Auf und Ab war heute etwas nervtötend.
    An sich ereignisloser Tag (außer die Natur👌🏻). Aber tiefes Zufriedenheitsgefühl am Ende.
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  • Kaffee Kaffee Bier, Hier gefällt es mir!

    29 september 2023, Grekland ⋅ ☁️ 18 °C

    Von Sonnenaufgang 🌄 bis Zeltaufbau bei Vollmondlicht: heute war ein Herzenstag. Ich liebs. Und während ich hier mit voll gegessenem Pastabauch das Mondlicht auf 1400m beobachte, muss ich wirklich lachen, als ich die Ereignisse des Tages vor meinem inneren Auge vorbeiziehen lasse.
    Ich habe diese Grün- und Blautöne in dieser Kulisse glaub' noch nie so intensiv beobachten dürfen. (Bilder gestern) Hoffentlich behalte ich das lange in Erinnerung. 💙💙💙

    Ohne Frühstück und bevor die Morgensonne sich durch die Wolken kämpfte, machte ich mich heute auf zum ersten traditionellen Steindorf des Tages. Verwinkelte Gärten mit angebautem Gemüse, Walnussbäume und Weinreben umarmen die an den Hang gebauten hübschen Häuser aus hellgrauem Stein. Blaue Fenster und hinauf rankende Pflanzen verzieren die Wände. Was in einem solchen idyllischen Dörfchen nie fehlen darf, ist die ebenfalls aus grauen Steinen erbaute Kirche mit typischen Rundbögen und mit dem von Säulen gerahmtem Außenraum bzw. Gang. Eine Wasserquelle mit Ikonen oder ähnlichen Andenken an Götter, Heilige etc. findet sich außerdem zuhauf.
    Zu dieser frühen Stunde läuft mir nur ein älterer Mann mit einer vollbepackten Gemüsetasche entgegen, die er sich im gebückten Gang über die Schulter gehängt hat. Kalimera! Den Rest versteh ich nicht. Ah doch, die Aussicht findet er immer noch super. 👍 Daumen hoch und breites Grinsen. 😄
    In Mitten des Caféplatzes thront eine majestätische Platane und eine lange Holzbank verläuft entlang des Geländers, dass den Menschen hier bloß davor schützt, aufgrund des atemberaubenden Ausblickes nicht mit gaffendem Mund in die Tiefe zu stürzen.
    Die Wolken vervollständigen das Naturkunstwerk in der saftig grünen Landschaft heute morgen dadurch, dass sie das Sonnenlicht so brechen, dass einzelne Sonnenstrahlen bestimmte Hügelrücken hervorheben. Andere dieser von dichtem Wald bewachsenen Hügel wiederum bleiben noch dunkelgrün und blasser, wodurch sich scharfe und wunderschöne Kontraste abzeichnen. Aufsteigender Nebel zwischen diesen Ketten erzeugt den Eindruck, dass es auch von unten leuchtet. Und dann das i- Tüpfelchen: Verschiedene Typen von Gebirgsketten thronen im Hintergrund sowohl im Süden als auch im Südwesten. Alpine Felswände neben grasgrünen Hochebenen, alles schräg angeleuchtet von sich ständig bewegenden Sonnenstrahlen...................
    Ohne Witz ich hab das gestern schon versucht zu beschreiben und mit Bildern einzufangen, aber es war die Tage einfach nur sehr sehr fantastisch, was das Licht hier gezaubert hat.

    Jetzt hab ich noch gar nichts vom Rest des Tages für mich festgehalten. Lass so viel gesagt sein:
    ⚪️ Ein Haufen internationaler Touristen hat mir mit netten Gesprächen heute mehrmals ein paar Lacher entlockt. I love Travel- Smalltalk
    ⚪️ Die alten Steinbrücken sind nicht nur besonders schön gebaut, sondern auch hübsch anzuschauen.
    ⚪️Gut gelaunt nach der ersten Koffeinzufuhr des Tages düse ich los und verliere die gerade erst geklaute Klopapierrolle. Karma😂😂😂
    Münchner reichen sie mir ein paar Minuten später aber wieder aus dem Autofenster, nachdem sie sie eingesammelt haben.
    ⚪️ Das Sackgassensteindorf Dipolo (oder so ähnlich) ist verdammt schnuffig und rettet mich vorm Schüttregen des Nachmittagsgewitters.
    ! Eine sehr liebe israelische Urlaubsfamilie lädt mich im zweiten Café des Tages mit an den Tisch ein. Wir teilen uns Bier und ich darf eine leckere Pilzsuppe bestellen🥰🥰🥰. !

    ⚪️ Der Aussichtspunkt auf 1400m auf die Vikos Schlucht treibt mir am Abend unerwartet die Tränen in die Augen. Unerwartet gewaltige Natur. Hier muss ich zum Sonnenaufgang wieder her!
    ⚪️ Die Regensburger Camper Simon+Elena schenken mir Strom und Wasser💦

    Ich hoffe Niemandem gehen diese super positiven Beschreibungen dieser Tage auf den Senkel.
    Meinem Future- Self möchte ich nur sagen: Hier wars zur Zeit einfach extrem genial. Ja die Höhenmeter tun wie immer etwas weh, die Laune ist aber selten durchschnittlich so gut, wie zur Zeit.
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  • Lustige Begegnungen im Touridorf

    30 september 2023, Grekland ⋅ ☁️ 18 °C

    Vikos Schlucht
    Eigentlich dachte ich heute passiert nix. Ich schau mir den Sonnenaufgang am Aussichtspunkt an und chill dann. Hab ich auch beides gemacht, aber irgendwie ist der Tag trotzdem wieder mal super lustig und unerwartet verlaufen.
    -Der 🌅 Aufgang gehört mir 2h ganz alleine vorne an der Schlucht. Bisschen mit dem Selbstauslöser rumprobiert😄(Bilder) ......

    Die paar Stunden bis 14Uhr wurde weiter geschlummert und außer, dass eine Ziegenherde, eine Schafherde und einige Kühe am Zelt vorbei galoppiert sind, ist nix passiert. Lustig, aber wie oft jetzt schon riesige Kühe auf dieser Tour neben meinem Zelt waren..... meine Vorsicht ist irgendwie verflogen. Sie waren ja auch nur einmal in Rumänien so aufdringlich gewesen. (haben die Zeltstangen angeknabbert)

    Der Stone Forest war auch äußerst hübsch anzuschauen. Lustig wie fast alle Sehenswürdigkeiten geologisch sind. Die plattenartigen Kalksteinformationen sind wirklich beeindruckend.
    Kalkstein und Tonstein sind aufeinander geschichtet und verwittern mit untersch. Geschwindigkeit, deshalb diese Formen.
    Vor allem mit Schlucht, Bergen und Gewitterfront im Hintergrund: 1A ✅

    Kaffeetrinken, Wasser auffüllen und in Restaurants nach Brot fragen (der nächste Mini Markt ist nämlich 20km entfernt)....das war der Plan in dem 400m tiefer gelegenen Bergdorf Monodendri. Letzteres war erfolglos. Aber im zweiten Kaffee rennt wieder irgendnen anderer Tourist auf mich zu, sagt mir schnell, wo ich wandern soll und lässt mir seine Essenstüte mit einem Reisgericht und 🍞 BROT‼️ da. "Er wollte das eigentlich später essen, aber er gibt es jetzt lieber mir."
    Und das ohne mit mir über die Brotproblematik geredet zu haben. Hahaaaaa ich sitz hier mal wieder mit Koffein im Blut und lache vor mich hin. Zu lustig wieder, wie mir Sachen gerade irgendwie zugeflogen kommen.

    Gleich kommen Christoph und Heike hier hochgedüst. 🫣😂😂😂😂😂😂
    Ich dachte ja ich sehe sie erst in paar Wochen wieder. Falsch gedacht. Langsam bin ich nicht mehr überrascht. 😂😂😊👌🏻
    10min später: schon wieder mit zwei uuultra netten Griechen geredet. Was sind die hier alle so krass nett und offen? Diese Frage habe ich heute auch mal direkt eine Athenerin gefragt. Sie meinte nur grinsend, dass das in der Natur der Griechen läge. Sie sei selbst sehr neugierig.
    Vielleicht bin ich hier gerade aber auch so ein Alien aufm Berg und deshalb labern mich alle an🤩😂. Gleich kommen ja die anderen zwei, dann bin ich nicht mehr die einzige Verrückte:)
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  • Die tiefste Schlucht der Welt🌍

    1 oktober 2023, Grekland ⋅ ☀️ 18 °C

    Aktuell: Ich wohne auf dem Elea Beach auf Peleponnes im Süden Griechenlands neben der Feuerwehrauto- Familie🚒. Es ist Vollmondzeit und die Mondfinsternis steht vor der Tür. Bis Halloween 🎃 werden hier Kinder bespaßt, mannshohe Wellen 🌊erschwommen und lange Abende zusammen gesessen. Die Temperaturen lassen es zu, hier ohne Außenzelt unter einem saftig grünen Pinienbaum zu wohnen.
    Die Erinnerungen der letzten Wochen will ich aber jetzt gerne doch noch festhalten. Also versetzten wir uns zurück in die Berge Nordgriechenlands. Die Temperaturen sind hier oben schon frisch Anfang Oktober.

    Vikos Canyon
    Der die das tiefste größte kleinste Irgendwas.
    Die guten alten Rekorde, die sich jedes Land auf die Fahne schreibt.
    Wir hatten wohl auch unsern kleinen Rekord an diesem Tag gebrochen, als wir im Affenzahn 🥾 wieder aus der Schlucht hoch nach Mitochondrium🧫 😉 äh Mododendri aufgestiegen sind.

    Der Tag begann für mich aber eigentlich wieder im Morgengrauen mit dem Sonnenaufgang 🌄 vorne über der Schlucht. Gleich wie gestern, nur mit dem feinen entscheidenden Unterschied, dass ich diesmal nicht alleine war. Mit Heike und Christoph kam außerdem noch der Spirituskocher samt Kaffee und Müsli mit auf die Felsen. Genau so wie ich mir das gestern noch alleine da hockend erträumt /manifestiert habe. ☺️
    Selten habe ich das erleben dürfen, dass andere Mitwandernde genau so begeistert all die kleinen hübschen Details neben dem Weg bewundern. Wir drei bestaunten unter anderem die Meere aus Alpenveilchen, einen neugierigen Eichelhäher und die wie ein Windspiel in der Luft flatternden hauchdünnen Blätter der weiß-nicht- mehr- wie sie heißt- Pflanze.
    Das Gästehaus Sylvia hatte an diesem Abend ein Zimmer mit 3 Betten für uns. Yeiiiii juchuu Luxus🎊
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  • Mit FOKUS voran 📸

    2 oktober 2023, Grekland

    Das "Gasthaus Silvia" Frühstück wurde von uns dreien bis zum Ende zelebriert, drei !!!mal haben wir den Spirituskocher für Kaffee angeschmissen und so einen herrlich langsamen Morgen/Tag genossen.
    Christoph hat mir zudem nicht nur den Tacho repariert, sondern es auch ruck zuck geschafft, das der Autofokus an meiner Kamera funktioniert. Das sorgte für einige Lacher, schließlich bin ich fast 1 Jahr davon ausgegangen, dass es sich um ein Objektiv ohne Autofokus handelt😂

    Spät am Nachmittag konnte ich mich doch noch schweren Herzens loseisen...... und die Landschaft präsentierte mir noch hervorragende Aussichten in der Abendstimmung. Albaniens 🏔️ Berge im Norden, Griechenlands Pindos Gebirge im Süden...
    Die Mobilen Daten habe ich am Abend sowas von verbrannt, weil mich irgendwie die Lust gepackt hat deutschen und schwedischen TV 📺 zu glotzen..🙃

    ⚪️schwed. Allsång SVT geglotzt🤣
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  • FR:EE in Albanien

    4 oktober 2023, Albania ⋅ ☀️ 27 °C

    Lisa, Lisa, Lena
    🇦🇱Spät los gekommen, Reisepass wieder mal wiedergefunden, müde am Aoos Fluss zur Grenze gerollt, super angenehm ruhig, die Beamten spielen mit dem Drogenhund
    🇦🇱Welches Land jetzt? Direkt hinter Grenze an der Abzweigung:über die Berge nach Nordmazedonien oder flach in den Norden(und dann wieder 🇬🇷)❓❔
    Jackpot! Weit und breit niemand außer 30 schwedische🇸🇪 Radfahrer mit alb. Fahrradtour- Guide. Richtung ist entschieden!
    🇦🇱Erster Eindruck Albanien: fette Berge und Caaaaaaaaaamper überall (in keinem Land bis jetzt soo extrem!) EM, VS, RE, OF, KA, Baden- Württemberg ist stark vertreten..... ,
    Deut. Rentner mit Bus und nem Geologen als Guide, café, warme Quellen mit Schwefelgeruch, lange auf Steinbrücke gehockt und das Menschentreiben beobachtet..
    🇦🇱PLÖTZLICH sehe ich da ein FR:EE Kennzeichen auf dem Parkplatz, eine junge Frau mit blonden Locken beugt sich aus dem Fenster, es ist Lisa vom Pt Freiburg! ⚽️⚽️ habe mit ihr mal ⚽️ gespielt.
    Luuustig! Jeiii ich habe Mitreisende gefunden!
    Sehr schöner Abend mit lecker essen und lisa + lisa & lena( aus dem Van nebenan) , 🌿, Sterne gucken, ratzemüde
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  • Canyon Wanderung mit Lisa und Lena

    5 oktober 2023, Albania ⋅ ☁️ 28 °C

    Canyon- Wanderung:
    Lisa läuft ganz selbstverständlich den steinigen Weg vollkommen barfuß, krass.
    Was mir auch immer wieder bei neuen Zusammenkünften mit Reisenden auffällt: die Fülle an exotischen, außergewöhnlichen Geschichten, die da in kürzester Zeit aufgetischt werden.

    Essen gehen auf albanisch:
    Ähnlich wie in Griechenland eignet sich ein zusammengewürfeltes Abendessen aus verschiedensten Kleinigkeiten. Salate, panierter Käse, Oliven, Pommes und Tzatziki....
    Begeistert hat mich ein kleines warmes Getränk namens "Salep". Ein dickflüssiges süßes Zeug mit Zimtgeschmack, welches getrunken oder gelöffelt werden kann. Nices Zeug, wirklich!
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  • Das blaue Auge 👁️+ Sfo ⚽️+ 🇸🇪

    7 oktober 2023, Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Ein Post im JETZT (November) und Ein Post in Albanien( Oktober) jetzt jeden Tag😂
    Albaaaanien
    Blau Blau Blau =
    Die Gemeinsamkeit der Highlights des heutigen Ereignisreichen Tages im bunten Albanien.
    Begegnungen. 💙💙💙💙💙💙💙

    🔵 Gjirokaster. Kommunistischer Baustil trifft auf modernste Kaffees, bunte Bazare und sowohl orthodoxe als auch muslimische Kirchen. Eine Burg im osmanischen Stil thront über der am Hang gebauten Stadt, während das breite Tal von beiden Seiten von 2000ern ⛰️ umrahmt wird. Die rötlich grauen Bergkämme Albaniens sind unverkennbar und hier im Süden bestimmen sie das Landschaftsbild. Bemerkenswert ist die tolle Stimmung, die sowohl in den Morgen- als auch Abendstunden erzeugt wird, wenn die Bergspitzen schräg erleuchtet werden.

    🔵Blue Eye. Wahnsinnig touristisch ausgebauter See mit strahlend blauer Karstquelle. Hier quellt Wasser in Massen aus dem Untergrund und das klare Wasser hat einen tiefen hellblauen Ton.
    Trotz Verbotsschildern planschen die Menschen vor meinen Augen in diesem wertvollen Ökosystem. Ich versuche nicht so spießig zu sein, aber mir zieht es alles zusammen bei dem Anblick. Die ganze Sonnencreme in diesem wunderhaften klaren Wasser. Im Karst ist durch die verminderte Filterung im leicht durchlässigen Gestein das Ökosystem besonders angreifbar.
    Auch der ganze Müll überall.. Es wirkt so, als wären wir hier einen Entwicklungsschritt früher als bei den Plitvicer Wasserfällen (auch Karst-> da war ich im Juni). Da wurde auch das Baden verboten und nach erschreckenden Messungen ist es jetzt unvorstellbar, dass sich da jemand ins 💦 wagt.
    By the way, bei dem Menschenauflauf....... der Aachtopf ist mindestens genau so cool bei uns in Baden Württemberg😎. Zwar nicht so 🔵, aber mit viel größerer Quelle.

    BEGEGNUNG 1
    🇸🇪 Rentnergruppe. Reisende Rentner sind klasse. Hab ich das schon mal erwähnt? Nach einem Haufen Deutscher hab' ich Glückspilz heute sogar zweimal die Chance mit lieben schwedischen Omas+ Opas schwedisch zu schnacken. Sie fotografieren mich zuhauf, stellen mir alle wild durcheinander Fragen und drücken mir einen der Kaffees☕️ in die Hand, die gerade an die Gruppe verteilt werden. 😊😊😊😊💞❣️
    Diese 🇸🇪 Begegnungen der letzten Tage machen mich ganz beseelt....... die Schwedensympathie ist noch ganz dolle da und hab' ich mir nicht nur eingebildet😜. Das Podcast Hören auf Schwedisch hat sich auch ausgezahlt. Lustig, ich konnte 🇸🇪reden, dabei höre ich immer nur.

    BEGEGNUNG 2
    ⚽️🟦◻️ Axel mit FR: Kennzeichen. Ich fahre gerade in guter Laune den kleinen Mulaz Pass hinauf auf geilstem neuen Teer..... da halte ich überschwänglich ein Freiburger Auto an. Und wie super lustig: Das Gesicht kenne ich doch! Und der Typ hat sogar ne Oberrieder ⚽️ Hose an( genau so eine, wie ich in Montenegro verloren hab😕).
    Axel und sein Mitfahrer schenken mir ne kalte Cola und ich fahre lachend weiter. Wie cool gerade, dass Albanien so touristisch boomt..... da wimmelt es nur so von Campern überall. Schon das zweite Freiburger Gesicht innerhalb von zwei Tagen. Und beide kenne ich vom Fußball. Schräg. Vielleicht düst ja noch jemand auf Korfu rum?🚌

    BEGEGNUNG 3 🐍 Schlangenbiss vor meinen 👀
    Situation: Zwei Biologen am Fluss mit Balkannatter in der Hand, ich lauf hin und lasse mir von Gregor Wolf die Schlange+ eine Nasenschrecke zeigen. Sein Kumpel nimmt die Schlange und erzählt, dass Bisse von dieser 🐍zwar weh tun können, aber harmlos sind. In diesem Moment beißt die Schlange ihm in die Hand und lässt nicht mehr los😂

    BEGEGNUNG 4. Weggeführt vom Albaner 🚙
    Was eine Abendzeit wieder!! Fette sich auftürmende Quellwolken schieben sich im Westen über die Bergketten und werden knallrot angestrahlt. Sterne tauchen auf und die kleinen Dörfchen funkeln. Jooo ich liebs.
    Außer halt, dass es hier um 19Uhr schon fast stockdunkel ist. (die griech. Zeit ist da besser)😌. Deshalb habe ich schnell die Initiative ergriffen und ein Pärchen mit Ziegen auf der Straße gefragt, ob sie mir einen Zeltplatztipp haben. Über den Sohn am Handy wurde kommuniziert.... und dann musste ich dem Auto von dem Typ kilometerweit auf und ab durch die Dörfer + Pampa und an Schafsherden vorbei hinterher fahren. -Hier werden abends überall die 🐑 und 🐐 von Männern nach Hause getrieben-.
    Im Dunkeln am Fluss verabschiedete er sich dann nach der ewigen Raserei und bedeutete mir noch, dass man hier schwimmen kann.
    Cooler Platz. Haufen Müll, aber eine riesige Betonfläche als meine Zeltplattform am kleinen Wasserfall.
    Da waren noch haufenweise mehr Gespräche mit Albanern und Touris heute dabei......🤩
    -süße Bäckerfrau -Selfiestab Bild am Blue Eye mit irgendwelchen Deutschen
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  • Rentnerparadise

    21 oktober 2023, Grekland ⋅ ☁️ 27 °C

    Es ist ne Weile her.... Albanien, Korfu, und jetzt Peleponnes im Süden Griechenlands.
    Nach über 5mon. ununterbrochen am Weiterziehen, hat sich irgendwo ein Schalter umgelegt. Irgendwie muss eine Veränderung her.

    Auf dem kostenlosen Stellplatz hier am Meer bin ich gerade gut umgeben von wohlwollenden Menschen.
    Heute: Das erste Armworkout seit Wochen. Tat sooo gut. Und das Beste daran? Die Schweizer Barbara und Martin (selbst Warmshowermitglieder und Radreisende) luden mich danach zum Yoga 🧘‍♀️ am Strand ein. Kaffee gab es an ihrem Camper nach einem Sprung in die Wellen 🌊 auch noch.

    Mittags durfte ich die erste Kürbissuppe🎃 des Jahres bei Caro und Sunny aus Belgien genießen. Im Anschluss wurde mit Nudeln und selbst gemachten Pesto noch einen drauf gesetzt:)

    Schwimmen am Nachmittag, Rumliegen wie n nasser Waschlappen wegen schwüler Gewitterstimmung und Gespräche über Gespräche bestimmten den Nachmittag. Eine Art von Nachbarschaft hat sich hier ruck zuck gebildet, in der man immer wieder in versch. Konstellationen beieinander an den Tischen sitzt.

    Ich bin dem Haufen super lieber Menschen hier sehr dankbar für alles.
    Dem ein oder anderen "Mansplaining" Moment (englisch für "Männer erklären dir die Welt") 🫣 kommt man hier aber auch nicht aus dem Weg.

    Dorothea/ Uli
    -geg. Sympathie, Wohlwollen, Respekt
    -Schwedenliebe, raus da, Welt anschauen
    -warmes Gefühl von toller Begegnung
    -positive motivierende Energie von gesunden Menschen

    Bella(18)
    -In bestem Fall folgt man seinem Gefühl. Trotzdem hinterfragen woher das Gefühl in erster Linie kommen könnte.
    -Man weiß nie, ob das jetzt der falsche/ richtige Weg war.

    Fahr ich weiter? oder nicht? Unruhe und Stress aufgrund der Obdachlosigkeit wird zur Gewohnheit, sprich Verinnerlichung von :ich bin hier fremd, ich nehme nur und gebe nicht, ich werde hier kaum gebraucht, ich bin ein Alien auf monströsem Fahrrad, der in die Gegend hier eindringt.
    Jupp. Manchmal hat man eine negative Sicht auf die Dinge.
    Ich brauche Wasser, Essen, Schutz und Raum zur Erholung. Eigentlich habe ich das hier. Warum fühle ich mich doch so unsicher und fehl am Platz? was denken andere von mir? Ich muss mich hier beweisen und besonders gut anstellen, ansonsten bin ich nicht gut genug. Judgement of others. Das war schon immer ein großer Stein in meinem Weg.
    Dabei, wen intressierts, wie lange ich hier bleibe?
    Ist das hier eine kleine Krise? Was spricht dagegen länger hier zu bleiben? Ich glaub ich mag es hier. Aber so sehr? Ich hause auf dreckigem Boden, Abwassergestank und keine Aussicht. Bin ich Camping- spiesig geworden? Ich werde verwöhnt von meinen Nachbarn, und das sind meine Gedanken? Bin ich mittlerweile einfach so konditioniert immer weiter zu ziehen? oder zu glauben, dass ich Km machen muss und weiter ziehen muss? Was ist falsch mit mir? Warum kann ich nicht hier einfach eine Woche bleiben?
    Bellas Mama drückte es gut aus: Du bist doch hier gut versorgt. Hör dir selber zu. Ist doch verrückt morgen 50km machen zu müssen, wenn Montag der Bus die ganzen 200km fährt, den du nehmen willst. Bleib doch noch ne Woche. Und doch schreit mein Ego, wenn ich es bitte, das Rad noch einen Tag stehen zu lassen.
    Ja ich will unbedingt zu Heike und Christoph weiter in den Süden fahren. Scheint nur so weit weit weit.

    Warum lege ich überhaupt so eine Entscheidung auf die größte Goldwaage immer?
    Im Supermarkt bereitet mir ja selbst die Brokkoli - oder Blumenkohl- Entscheidung starke Kopfschmerzen.

    Hinterfrage ich alles zu sehr? JA !
    Aber doch ist da dieses Gefühl alles mal analysieren zu müssen und verstehen zu können.
    Das Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit ist zur Zeit auf der Straße liegen geblieben, 50km wurden zur größten mentalen Anstrengung und die Gedanken an die nächsten Monate hängen so in der Luft rum. Metaphorisch kann man das vielleicht so erklären: der ganze Landweg Deutschland- Griechenland ist jetzt zurückgelegt. Damit ist auch die Aufgabe vor dem Winter erfüllt. Der Winter soll irgendwo hier stattfinden. Aber wo? Fährt man dann hier im Kreis ⭕️ um sich neue Aufgaben zu stellen? Aber dann dreht man sich ja im wahrsten Sinne im Kreis, sieht keinen Fortschritt mehr und der Antrieb ist sowieso weg.
    Ein Luxus, die nähere Zukunft komplett selbst bestimmen zu können. Keine Frage.
    Aber irgendwie habe ich immer ABSOLUT KEINE AHNUNG was ich dann will. Und ich denke ich müsste es wissen. Muss ich das? Arg. Ich treffe doch unzählige Reisemenschen überall, die alle schon die verrücktesten Reiseverläufe und Lebenswege begangen sind.......mmmmmmmh ❔

    Okay. Krisenbrille abziehen.
    Möglichkeiten. Possibilities. Das ist doch tatsächlich das, was aus diesem verfügbaren Zeitraum entsteht.
    Oliven ernten, mit Meeresschildkröten schwimmen, Freunde wieder treffen, gärtnern......ich freue mich schon von Herzen auf die (Vor-) Freude, die schon bald wieder aufblüht.
    ❓Habe ich wirklich Angst eine falsche Entscheidung zu treffen?
    ❓Bin ich überwältigt von all den Möglichkeiten?
    ❓Warum denk ich immer immer so viel nach, was andere über meine Entscheidungen denken? Die ham doch alle Besseres zu tun.

    Viele Fragen. Wenig Antworten.
    Veränderung ist voll von Ungewissheit.
    Und Möglichkeit.
    An was erinnert sich später mal wohl noch unsere "innere Omma" ? Was bleibt? Und für was lohnt es sich das Hirn zu zerbrechen?😉
    Das Leben ist schön.
    Cheers

    Anmerkung des Sommer 2024Ichs: Es ist UNNÖTIG sich Sorgen über die Zukunft zu machen. Es wird. Egal welche Entscheidung, welches Land, welche Richtung man wählt. Wenn man dem Gefühl folgt, trifft man die Menschen, die man treffen soll. Unglaublich wie ich gezweifelt habe, ob ich auf Kreta fahren soll oder nicht?!! Die Monate dort würde ich gegen kein Geld der Welt eintauschen.
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