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Weltreise ab 2022

●Ikigai●
Ikigai kommt aus dem japanischen und beschäftigt sich mit dem Sinn des Lebens und wofür es sich lohnt, morgens in den Tag zu starten. Nun folgen wir unserer Passion dem Reisen und haben dafür unseren Rucksack gepackt. Auf gehts.
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  • Tschüss Türkei - Hallo Bulgarien

    29. August 2023 in Bulgarien ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir verliessen vollgetankt und etwas wehmütig die Türkei und fuhren nach Griechenland zu unserem Gasprofi, wo wir die Gasflaschen füllten. Diese Gegend haben wir etwa acht Wochen zuvor schon Mal durchquert, wobei sie sich in kurzer Zeit völlig verändert hat. Wo vorher alles grün war, war jetzt alles schwarz - soweit das Auge reicht. Wir fuhren durch die abgebrannte Landschaft zur bulgarischen Grenze, wo wir im Stau gestanden sind. Wir wurden vom einzigen Zöllner des Grenzübergangs angehalten, der sehr interessiert und ausdauernd mit uns über das Wohnmobil geschwatzt hat. Da waren wir über den Stau nicht mehr besonders überrascht. 😅
    Nach einem High-five 🙏 gingen wir einkaufen und waren froh, dass die Waage für Früchte und Gemüse mit kleinen Fotos ausgestattet ist. In Bulgarien verwendet man die kyrillische Schrift, so dass wir im Supermarkt die Produkte oft mit dem Google-Übersetzter scannen.
    Zwei weitere Tage verbrachten wir in einem kleinen Nationalpark an einem See. Die Natur war wunderschön, hügelig und voller Fichten.
    Dort unternahmen wir zwei Wanderungen, wobei wir uns am zweiten Tag bei unserer selbstgeplanten Wanderung heillos verirrten. Wir irrten durchs Unterholz, liefen den Wald hoch und wieder runter, ständig auf der Suche nach einem Weg. Als es donnerte, war uns etwas mulmig zumute und Chantal fragte sich ständig, ob es in diesem Wald wohl Bären gibt. Nach etwa zwei Stunden mit Ästen im Gesicht und nach Bären Ausschau haltend, haben wir den Weg gefunden. 🤯
    Auf dem Weg nach Bansko, machten wir noch einen Abstecher zur „Devil’s Throat Cave“. Dort mischten wir uns unter die anderen Touristen, wo wir an einer Führung teilgenommen haben. Wir haben kein Wort verstanden und uns einfach die grosse Höhle angesehen. 😉
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  • Viele Wege führen nach…

    23. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 28 °C

    Istanbul! Oh wie lange hat sich Philipp schon auf die grösste Stadt der Türkei gefreut. Nach einem kurzen Stop in Ankara und einer Nacht in der Natur mit lautem Wolfsgeheul, fuhren wir mit hohen Erwartungen los. Kurz vor dem Tunnel, der uns von dem asiatischen Teil Istanbuls zum europäischen Teil bringen sollte, mussten wir von unserem Fahrplan abweichen, denn der Tunnel ist auf 2.80 Meter höhenbeschränkt.
    Deshalb fuhren wir mit der Fähre über den Bosporus, was auch ganz witzig war. So hatten wir immerhin genug Zeit um Rührei zu essen. 🤗
    Auf dem Weg zum Stellplatz predigten wir uns Mal wieder vor, dass wir uns besser nicht verfahren sollten. Und es kam, wie es kommen musste. Wir verpassten die Abzweigung und landeten mitten in der Stadt. Die Gassen eng, die Leute genervt, die Autos hupten ununterbrochen und unsere Stimmung im Tief.
    Nach einem Umweg von 25 Minuten kriegten wir immerhin einen Platz auf dem Stellplatz unserer Wahl. 10 CHF inklusive Strom, Dusche, WC und Waschmaschine, das hob unsere Stimmung gleich wieder an.
    Wir spazierten durch die Stadt in Richtung Ausgehmeile und sogen die ersten Eindrücke auf. Viele Leute wuselten durch die Strassen, gehupt wurde auch ohne unsere Hilfe und Geschäfte für alles und jeden reihten sich aneinander. Auf der Galatabrücke angelten Fischer, Möwen zogen ihre Kreise und die Katzen versuchten sich ein paar Fische zu erbetteln. Wir verdauten die neuen Eindrücke am Abend mit Dürüm. 😉
    Wir liessen uns Zeit um die Stadt zu erkunden und verbrachten stolze sieben Tage in Istanbul.
    Wir verbrachten einige Stunden in der Shoppingcenter. 😅 Neu mit auf der Reise: Ein neues Solarpanel, Hosen, T-Shirt und ein Paar Schuhe zum Schnäppchenpreis. Der Preis auf dem Etikett stammte wahrscheinlich noch aus anderen Inflationszeiten. An der Kasse beim Einscannen kam dann der Schock: 200 CHF. Nach einigen Abklärungen waren es dann doch „nur“ 110.
    Im Ikea werden auch in der Türkei skandinavische Möbel verkauft und wir kauften uns wieder ein neues Messer, da unser Letztes das Gemüse zu Tode gequetscht hat. Vielleicht haben wir mit dem anderen Modell mehr Glück. 🍅🍀
    Natürlich besuchten wir auch die Blaue Moschee und die Hagia Sophia. Bei Ersterer kriegte Chantal ein Kopftuch zum Ausleihen, in der Hagia Sophia kostete das „Einwegkopftuch“ 80 Rappen und erinnerte Chantal stark an die guten alten Zeiten im OP. 😊
    Vor dem Eingang der Moschee mussten wir unsere Schuhe ausziehen und in ein Regal stellen. Bei bis zu 40’000 Besuchern pro Tag könnt ihr euch den Geruch vor dem Schuhregal vielleicht vorstellen. 😅👡
    Wir sahen uns beide Moscheen an, was eine schöne Abwechslung zu den vielen Kirchen war, die wir bereits besucht haben.
    Wir besuchten auch den grossen Bazar, welcher uns leider ein wenig enttäuscht hat. Die Haupthalle war sehr schön anzusehen, verkauft wurden leider fast nur Plagiate in diversen Formen: Taschen, Kleidung, Schmuck, Parfum usw.
    Am Liebsten verbrachten wir die Zeit indem wir eifach Spaziergänge im Park, am Meer oder in unserem Afrika-Nahost-Quartier unternommen haben. Dort entdeckten wir auch unser Lieblingsrestaurant mit palästinensischem Essen. Ausserdem verbrachten wir wieder viel Zeit mit Schach spielen und versuchten uns neue Taktiken zu merken und gegeneinander anzuwenden. 😅
    Nach sieben Tagen in Istanbul fuhren wir weiter Richtung Griechenland, wo wir am folgenden Tag nach 52 Tagen die Türkei verlassen werden.
    Die Türkei: Es war Liebe auf den zweiten Blick, doch ist dieses Land zu unserem Lieblingsland auf der Wohnmobil-Tour geworden.
    Verschiedene Fragmente hinterliessen uns ein tolles Bild dieses Landes: Die schöne Natur, die herzlichen Leute, die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten, das legale Wildcamping, das leckere Essen, das klare Meer, die günstige Preise.
    Natürlich hatten wir auch hier wieder viel Gesprächsstoff und Themen zum Nachlesen, wobei sich vieles um Religion, Kultur, Geschichte und Tourismus drehte.
    An alle Camper: Setzt euch ins Fahrzeug, werft die Vorurteile über Bord und lasst euch überraschen. 💪
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  • Die letzte Runde in Kappadokien

    15. August 2023 in Türkei ⋅ 🌙 22 °C

    Auf ein Neues lockte uns der Berg, auf den wir beim Kaffee trinken eine schöne Aussicht haben. So stiefelten wir wieder los, bestiegen den Berg und genossen den Weitblick. Wir haben uns für eine neue Route entschieden und liefen fast das gesamte gigantische Plateau ab. Der Abstieg war dann leider ein Himmelfahrtskommando. Ein glatter sandiger Pfad schlängelte sich den Berg runter, neben dem winzigen Pfad ging es senkrecht bergab. Philipp wollte insgeheim umkehren, wollte es aber weder vor Chantal, noch sich selbst zugeben und ist einfach voller Fallangst weitergegangen. 😱
    Wir waren froh, dass wir wieder heil unten angekommen sind.
    Am nächsten Tag planten wir eine neue Wanderung und liefen kurz nach der Ballonshow los. Plötzlich erklang lautes Gebell und ein braunes Fellbündel hüpfte zwischen unseren Beinen auf und ab. Der ehemals schüchterne Strassenhund (wir tauften ihn ‚Chico‘), den wir seit ein paar Tagen auf dem Felsplateau mit Wasser versorgt haben, entdeckte uns im Tal.
    Chico begleitete uns einige Stunden auf unserer Wanderung, lief vor uns, wartete auf uns wenn wir zu langsam waren und spritzte uns mit stinkendem Wasser eines Tümpels voll, in dem eine tote Schildkröte lag.
    Die Landschaft war wie immer wunderschön, die Temperaturen sauheiss, die gigantischen Felspenisse lustig. Die kindischen Fotos bleiben unter Verschluss. 😉
    Am Abend sahen wir uns den Sonnenuntergang und die verschiedenen Fotoshootings an. Da kam ein Fotograf zu uns und fragte, ob sich seine Kundin bitte im Wohnmobil umziehen könne. So quetschte sich die Braut in ihren Reifröcken durch die Tür, drei Freundinnen folgten und nachdem sie fertig waren, zog sich auch noch der Bräutigam um. 😂 Parallel assen wir amüsiert Kartoffeln und Gemüse. 😂
    Am folgenden Morgen wollten wir eigentlich ausschlafen, doch wir wurden früh und vor allem laut geweckt. Mit verquollenen Augen sahen wir aus dem Fenster, direkt auf einen gelandeten Ballon und auf einen Korb voller Passagiere. Etliche Ballone landeten neben uns und das war bombastisch. Sie flogen oft nur einen Meter über dem Wohnmobil, so dass wir uns schon ein wenig Sorgen gemacht haben. 😅 Kurz darauf kamen auch schon die Touristenbusse angerast, um die Kunden nach dem Champagnertrinken wieder abzuholen.
    Als es schon fast zu kitschig wurde, kam uns Chico besuchen, der sich aber null für uns interessiert hat. 😂
    Das war auch ein würdiges Ende für eine tolle Zeit in Kappadokien und so fuhren wir weiter.
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  • Oh wie schön ist Kappadokien!

    14. August 2023 in Türkei ⋅ 🌙 22 °C

    Dass wir uns freuen wenn der Wecker klingelt, kommt bei uns selten vor. Doch drei Mal in Folge standen wir freudig um 05:20 auf, schnappten uns die Stühle, Tee und Sonnenblumenkerne und setzten uns voller Erwartungen hin.
    Den Ballonen und dem Sonnenaufgang zuzusehen und Tee zu trinken, hatte etwas sehr friedliches an sich und uns wurde dabei auch nie langweilig. Ausserdem waren wir damit beschäftigt Unmengen an Fotos zu schiessen und versuchten uns eher erfolglos an Selfies. 😅
    Nach dem Spektakel wanderten wir jeweils früh los, da am Nachmittag die Temperaturen auf etwa 35°C anstiegen.
    Nach der anstrengenden Wanderung vom Vortag, sahen wir uns nur das Dorf an. Wie erwartet kostete alles drei Mal mehr als in anderen türkischen Städten. So setzten wir uns wieder in „unser“ Kaffee und schlugen die Speisekarte auf. Hier konnten wir die Inflation erneut miterleben, die Preise wurden über Nacht erhöht. Dank dem aktuellen Kurs ist es für uns in der Türkei natürlich immer noch sehr erschwinglich, für die Einheimischen tut es uns Leid. Wir haben auch schon miterlebt, dass Leute an der Supermarktkasse nicht alle Produkte bezahlen konnten und sich dann gegen gewisse Güter entscheiden mussten.
    Am Abend wollten wir uns eigentlich die grosse Sternschnuppennacht ansehen, leider hat uns die Wolkendecke einen Strich durch die Rechnung gemacht. 🥺
    Auch an den folgenden Tagen waren wir wieder früh wach, der Wind wehte jeden Tag aus einer anderen Richtung und so fuhren die Ballone immer anders durch die Luft.
    Nach dem morgendlichen Spektakel war es an der Zeit einzukaufen und Wasser zu tanken. Wir füllten den Wassertank, unsere sechs Duschflaschen und fuhren nach Ürgüp ins Migros. Nachdem entschieden wir uns einen neuen Platz aufzusuchen, ziemlich genau auf der gegenüberliegenden Talseite, doch der Platz war nur halb so schön wie der bisherige, so entschieden wir uns wieder auf altbekanntem Terrain zu parkieren.
    Am Abend assen wir supersüsses Baklava aus dem Dorf, das uns ein bisschen süchtig gemacht hat. Ausserdem lernten wir eine nette italienische Familie kennen, die uns am Abend zu Speck (🐷) eingeladen hat, den sie aus Italien importiert haben. Schweinefleisch in der Türkei gibts nach unserem Wissensstand nirgends. 🚫🕌🐖
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  • Der frühe Vogel fängt den Wurm…

    12. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 28 °C

    …doch der späte Wurm, der lacht sich krumm?
    So ging es uns am ersten Morgen in Kappadokien, mit grosser Vorfreude auf die Ballonshow haben wir uns am Vorabend unseren Wecker auf 05:20 gestellt.
    Schlurfend in Trainerhosen streiften wir über das Felsplateau, aber leider war weit und breit kein Ballon in Sicht, dafür streifte die Sonne langsam die Hügel und erhellte den Tag in grandiosen Farben. Das war aber leider auch das einzige, was an jenem morgen in den Himmel stieg.
    Wir entschieden uns Kaffe zu trinken und eine Wanderroute herauszusuchen. Gesagt, getan. Wir liefen mit unserem Müll in der Hand los, auf der Suche nach einem Container, denn wir wollten den Müll immer noch nicht herumliegen lassen.
    Nach ganzen vier Kilometer über einen schönen Wanderweg, welcher vorbei an abwechslungsreichen Felsformationen und Tunnels führte, fanden wir endlich einen Container und Chantal wurde ihr Last los.
    Wir liefen weiter nach Göreme, vorbei an einer Quadstrecke. Ein sandiger, öder Weg, den wir noch mehrmals gehen werden, jedoch niemand von uns besonders gerne läuft. Es ist staubig, laut und die Sonne knallt extrem auf die trockene Landschaft und auf unsere Köpfe.
    Wir assen eine Kleinigkeit zu Mittag, der Kellner war überaus freundlich und die Preise in unserem Budget. Wir kauften uns ein Bier bevor wir uns auf den Nachhauseweg machten.
    Zuhause hörten wir Musik, tranken das Bier und genossen die kühle Brise. Leider war der Boden des Bieres zu nah am Flaschenhals, so dass der Durst nicht wirklich gelöscht werden konnte. Philipp machte sich mit dem Drahtesel auf ins Dorf, um Nachschub zu holen.
    Während dem Abendessen inklusive Sonnenuntergang, war auch wieder die Heiratsfakeshow auf Hochtouren am Laufen, wir amüsierten uns köstlich.
    Wir gingen früh zu Bett, hörten ein Wiederholtes mal ‚Fuck you very much‘ von Aidan Truhen, während wir dazu einschliefen.
    Nach einer unruhigen Nacht wurde Philipp durch ein Geräusch von einem Gebläse aus dem Schlaf gerissen. Schnell verliessen wir das Bett, schlüpften in bequeme Kleidung und wankten halb im Schlaf aus dem Womo heraus. Mit dem ersten Blick in Richtung Tal war klar: Heute wird geflogen! Überall bliesen sie Ballone auf, andere wurden bereits mit dem Brenner eingeheizt.
    In der Dunkelheit sahen die riesigen Ballone aus wie Glühbirnen. Mit Beginn der Dämmerung stiegen die ersten Ballone auf und der Wind trug sie in unsere Richtung. Es war einmalig die riesigen Ballone so nah zu sehen, wobei sie teilweise nur wenige Meter ab Boden geschwebt sind. Nach zweistündigem Staunen über das Spektakel, kehrten wir zurück zum Womo. Nun tauchten am Himmel noch allerhand lustige Ballone auf, welche wir zu einem Kaffee von der Ferne aus genossen.
    In Sichtweite war ein Hochplateau, welches die höchste Erhebung im näherem Umkreis ist und genau da marschierten wir hin.
    Oben angekommen war der Weg aber nicht mehr so klar zu erkennen und ein herab gab es auch irgendwie nicht, zumindest nicht auf der Seite wo wir standen. So liefen wir im Zick Zack zurück und herunter, bevor es wieder durch wunderbare Steinlandschaften ging. Die zahlreichen verschieden Planzen, welche uns die Beine zerkratzen wollten, waren auch auf diesem Weg wieder zu finden.
    Schliesslich schaffen wir es zur Quadpiste, so wussten wir immerhin, dass das Mittagessen nicht mehr lange warten muss.
    Gestärkt liefen wir den Berg wieder hoch, mussten jedoch umparkieren, weil die Hochzeitsagentur heute mehr „Anträge“ hatte. So genossen wir das Abendprogramm in vollen Zügen.
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  • Auf nach nach Kappadokien

    10. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 33 °C

    Das Bedürfnis, die Tempolimite immer ausreizen zu wollen, hat Philipp irgendwo in Griechenland verloren und so liessen wir uns zwei Tage Zeit um nach Kappadokien zu fahren.
    Wir fuhren gemächlich durch die wunderschöne Felslandschaft, die oft von einem grünen Band durchzogen war, wo sich ein Fluss durchschlängelte.
    Die Strassen waren wie immer beinahe leer und die Distanzen zwischen den kleinen Dörfern wurde immer grösser.
    Wir verbrachten eine ruhige Nacht an einem schönen Stausee mit fantastischen Blick auf einen Canyon.
    Philipp bauten eine gigantische Feuerstelle, entfachte ein kleines Feuer und liess es dann unter strengem Blick gleich wieder abbrennen, da der Wind auffrischte und wir immer noch keine Lust hatten, einen Brand zu legen.
    Dort lernten wir auch eine herzliche einheimische Familie kennen, die uns Tee, Sonnenblumenkerne und Brot vorbei brachte.
    Wir wollten uns mit türkischen Touristensüssigkeiten revanchieren, die leider nicht mal der kleine Junge mochte. 😅
    Am folgenden Tag sahen wir uns noch mehr Felsenhäuschen an, wo wir dann auch einen halbtoten Hasen sahen. Philipp wollte ihm etwas Wasser in eine nahegelegene Kuhle schütten, worauf ihm der Hase an die Brust gesprungen ist.
    Philipp war zum ersten Mal in seinem Leben von Kopf bis Fuss voller Gänsehaut und der Hase ist um sein Leben gehoppelt. Da hat er dann auch seine Sonnenbrille verloren, was wir erst gemerkt haben, als wir schon weggefahren sind. Das brachte uns dann eine Extraportion Felsenhäuschen ein.
    Beim Wassertanken an einem Dorfbrunnen trafen wir eine ältere Dame an, die Chantal grossmütterlich tätschelte und umarmte, wobei sie immer lachte, nur leider auf dem Foto nicht. 😄
    Wir reisten endlich in Kappadokien ein, genauer gesagt in Göreme. Ein Touristenhotspot mit vielen chinesischen Restaurants, Souvenierläden und Reiseagenturen mit Angeboten wie Kamelreiten, Fotoshootings, Ballonfahrten, Quadfahrten und vielem mehr.
    Dank Park4Night suchten wir nach einem hochgelegenen Felsplateau zum Übernachten und Dank GoogleMaps bogen wir bei einer Kamelfarm ab und fuhren auf einen sandigen, weichen Weg. Wie immer wenns brenzlig und sandig wird: Chantal schliesst ihre panischen Augen und Philipp fährt supercool rückwärts.
    Irgendwie fanden wir den riesigen Platz doch noch und freuten uns über die geniale Aussicht. Am Abend warf Philipp den Grill an, worauf kurz darauf neben uns ein Heiratsantrag stattfand. Wir (respektive Chantal) fühlte sich absolut fehl am Platz, jedoch war es zu spät um noch weg zu fahren.
    Es war keine Überraschung, dass sie Ja gesagt hat, denn wie wir später rausfinden werden, sind die Anträge gestellt und nur dazu da, um schöne Verlobungsfotos zu machen. 😂
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  • Im Ilhara-Nationalpark

    8. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 35 °C

    Nach einer schönen kalten Nacht auf einem vermüllten Schotterplatz, entdeckten wir einen zerfleischten, zerstörten Flipflop vor dem Wohnmobil, der zweite wurde entführt. Geteiltes Leid, halbes Leid: Nun werden wir bald beide shoppen gehen müssen. 🩴
    Wir fuhren zu einem Parkplatz vor den Eingang des Ilhara-Nationalparks und kauften uns für je 10 Franken ein Kombiticket.
    Ein Hund (eventuell der Flipflop-Hasser 🧐) folgte uns durch das halbe Tal, wir marschierten am Fluss entlang, besuchten die in Fels gehauenen Kapellen und hörten dem kostenlosem Audioguide aufmerksam zu.
    Wir entschieden uns spontan zu den Feenkaminen zu wandern anstatt mit dem Womo hinzufahren. So liefen wir über Stock und Stein, Hügel hoch und Hügel runter, aus dem Tal heraus. Der Weg war weder präpariert, noch gekennzeichnet und so liefen wir mehr als einmal dem falschen Pfad entlang und mussten feststellen, dass dies eine Sackgasse war.
    Der „Weg“ war oft traumhaft, andererseits zerkratze er uns die Beine als wir auf dem engen Trampelpfad durch die Dornbüsche wanderten und wir waren froh als er uns voller Kletten wieder ausspuckte.
    Die Mühe war es jedoch definitiv wert, als wir die Feenkamine sichteten, freuten wir uns sehr.
    Wir sahen uns die Höhlen in den riesigen Felsen an, kauften uns sechs Flaschen Wasser à 500 ml, weil sie nichts Grösseres verkauften und setzten uns erst Mal in den Schatten.
    Anschliessend besichtigten wir die „Selime Kathedrali“, eine weitere Höhlensiedlung, welche sehr beeindruckend war.
    Nach der Besichtigung waren wir dank den hohen Temperaturen noch verschwitzter als vorher und der Wasservorrat neigte sich schon wieder dem Ende zu, so kauften wir vor dem Rückweg nochmals vier Flaschen.
    Nach den ersten Paar Kilometern hat uns das Tal wieder geschluckt, durch die hohen Felswände bekamen wir endlich Schatten ab und unsere roten Köpfe konnten endlich abkühlen.
    Nach 25 Kilometern kamen wir endlich wieder zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, wir fuhren zurück zum Schotterplatz. Den riesigen Teller Spaghetti haben wir uns heute redlich verdient.
    Nachdem wir uns lange den Sternenhimmel angesehen haben, fielen wir müde ins Bett. 😴
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  • Konya , Sultanı und Aksaray

    6. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 37 °C

    Eine vierstündige Fahrt durch Weizenfelder führte uns nach Konya. Die Stadt zählt als Wallfahrtsort für viele Muslime und gefühlt besteht die Stadt fast nur aus Moscheen und Süssigkeitenläden. Wir kauften uns Baklava und co, setzten uns in den Park und drückten uns die ultrasüssen Backwaren rein, was unser Zahnarzt bestimmt nicht gutheissen würde.
    Den kostenlosen Stellplatz der Stadt fanden wir nicht schön, wir suchten uns selber einen Platz und fanden in der Dämmerung ein Feld voller Müll. Immer noch schöner als der andere Platz und im Müll ausblenden sind wir seit März 2022 Meister geworden.
    Immerhin waren wir alleine und konnten so super duschen. Unsere neuste Duschtechnik: Einer hält eine 5-Liter-Flasche aus dem Fenster, während der andere darunter duschen kann. 🚿
    Funktioniert super, bis auf den Unfall als Chantal sie aus Versehen auf Philipp runterfallen lies. 🤕🤬
    Am nächsten Tag fuhren wir nach Sulthani, zu einem historischen Gebäude voller Teppiche. 😂 Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

    Nächster Halt Aksaray: Keine schöne Stadt, aber sehr authentisch. Wir assen für 5 Franken in einem Restaurant mit drei Tischen zu Mittag. Nach einem Dürümteller, einem riesigen Salat, einem Lamacun (ihre Spezialität und ein Geschenk des Hauses), Wasser und Tee kriegten wir noch etwas Handparfum auf die Hände und verabschiedeten uns.
    Die Ruine, die wir uns eigentlich ansehen wollten, war nicht schön, dafür war der Besuch im Lebensmittelmarkt umso schöner. Ein Mann liess uns an der Kasse nach vorne (wir kauften nur zwei Maiskolben ein), worauf wir ihm dankten. Nachdem wir bezahlt haben, bat er die Kassiererin seine Äpfel ganz schnell zu scannen und drückte uns zwei in die Hände. Das passiert einem im Migros auch nicht jeden Tag. 🙂
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  • Ab ins Landesinnere

    5. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 35 °C

    In der Hoffnung auf etwas Abkühlung fuhren wir zur Yazılı-Schlucht. Die Fahrt führte uns an blauen Seen und unzähligen weiten Weizenfeldern vorbei.
    Am Strassenrand wurden von den Bauern ausserdem viele Erdbeeren und sogar Bananen verkauft. Apropos Strassen: Die Strassen in der Türkei sind top. 👍
    In der Schlucht zahlten wir je 60 Rappen Eintritt und trafen auf viele Einheimische, Grillstellen und Sitzgelegenheiten. Wir spazierten durch den Pinienwald am Fluss entlang und badeten im eiskalten klaren Wasser.
    Dazu kam einer der besten Gerüche der Welt: Trockener Pinienwald.
    Leider ging Philipp’s Flipflop unterwegs kaputt und so musste er mit einseitigem Storchenschritt zurück laufen.
    Am Eingang des Canyon trafen wir auf die Feuerwehr, die ein Feuer am löschen war.
    Wir fuhren ein Stück zurück, zu einem Schotterparkplatz am Strassenrand, welchen wir bei der Hinfahrt bereits entdeckt hatten, mit schöner Aussicht auf einen See.
    Kurz darauf hörten wir viele Glöckchen und die Rufe einer Hirtin. Letztere kam uns kurz darauf besuchen und signalisierte uns mit Gesten und strengem Blick, dass wir kein Plastik liegen lassen dürfen, ihre Ziegen würden das sonst fressen. Chantal’s Süssigkeiten entlockten ihr dann zögerlich ein angedeutetes Lächeln.
    Kurz darauf besuchte uns die Feuerwehr und bat uns, kein Feuer zu machen und keine Zigarettenstummel wegzuwerfen. So legten wir an diesem Abend ausnahmsweise kein Feuer und nahmen unseren Abfall wieder mit. 😉
    Lange blieben wir draussen sitzen und bestaunten die Sterne, so alleine und abgeschieden von der Zivilisation, konnten wir sogar die Milchstrasse sehen.
    Ab und zu flitzten sogar ein paar Sternschnuppen vorbei.
    Nach eingehender Recherche fanden wir heraus, dass der August der Monat mit den meisten Sternschnuppen ist und dass am 13. August sogar der Sternschnuppen-Höhepunkt ist. 🌠
    Zwischen 23 und 3 Uhr nachts durchquert die Erde die Staubwolke eines Kometen Namens Swift-Tuttel, welcher ungefähr alle 120 Jahre an der Welt vorbeisaust.
    Die Millimeter bis maximal eine Zentimeter grossen Staubkörner, welche bei der Kollision mit der Atmosphäre verglühen, erhellen unseren Nachthimmel mit Sternschnuppen.

    Freak-fact: Die Sternschnuppen kommen aus dem Sternbild Perseus heraus, Blickrichtung Osten, Nordosten.
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  • Die ewigen Feuer

    4. August 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 34 °C

    Auf dem Weg nach Kas sichteten wir drei Backpacker mit hochgeschrecktem Daumen am Strassenrand. 👍 Die drei Türken freuten sich über ihre erste Fahrt in einem Wohnmobil und fuhren eine Stunde mit uns mit, über die wohl schönsten Küstenstrassen des Landes.
    Da erfuhren wir, dass sie drei Künstler sind und im Land herum reisen. Wir hörten uns ihr Lieblingslied eines türkischen Sängers an und unterhielten uns auf englisch über dieses und jenes.
    In Kas luden wir sie wieder auf der Hauptstrasse ab und sahen uns das verschlafene Städtchen an.
    Nach einer letzten Nacht am Meer, fuhren wir zu den ewigen Feuern von Chimaera. 🔥 Bei schweisstreibenden Temperaturen liefen wir den steilen Berg hoch und dort brannten sie, wie sie es schon seit Jahrtausenden tun: Die ewigen Flammen.
    Durch kleine Felsspalten lodern etwa 30 cm hohe Flammen, angefacht aus Gas, welches aus dem Gestein austritt.
    Angeblich sollen sich früher sogar Seefahrer an den Flammen orientiert haben. 🧭
    Das gesamte Felsplateau roch nach „Feuerzeug“ und wir sahen uns das schöne Naturschauspiel an.
    Lange hielten wir es wegen der Hitze nicht aus und so fuhren wir in die Touristenhochburg Antalya.
    Wir fanden einen riesigen Parkplatz, geführt von einem herzlichen älteren Herrn, der uns zur Begrüssung gleich (uns unbekannte) Nüsse geschenkt hat. Philipp warf sich gleich eine Handvoll ein, bis ihm der Herr mit grossen Augen sagte, dass er die zuerst noch schälen müsse. 😂
    Wir sahen uns Antalya an und wurden wie so oft für Russen gehalten. Wir tranken ein Bier in einem Park, gingen Falafel essen und spazierten die weite Strecke zurück nach Hause, wo uns eine heisse Nacht erwartete. 🔥

    PS: Die Geschwindigkeitstafeln verstehen wir immer noch nicht so recht, deswegen liebe Eltern: Der Brief von der türkischen Polizei könnt ihr uns gerne per WhatsApp weitersenden. 😆📸
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  • Hängen geblieben

    1. August 2023 in Türkei ⋅ 🌙 26 °C

    Ein weiterer unbeschwerter Tag wartete auf uns und wir fuhren zum Saklikent-Nationalpark. Dort fuhren wir zu einem kleinen Campingplatz, wo uns gleich der Chef Brian und Fabio begrüssten. Fabio und seine Freundin Seraina aus dem Kanton Thurgau sind auf dem Campingplatz gestrandet, da der Anlasser ihres VW-T2-Busses kaputt ist. Nun arbeiten sie auf dem Platz mit und wir freuten uns darüber. 😉
    Wir richteten uns ein und bald kam uns Brian besuchen und bat um unsere Hilfe. Er bat uns noch Mal weg zu fahren und langsam den letzten Kilometer zum Platz zu fahren, da viele Gäste den Weg nicht finden würden.
    Lang Rede, kurzer Sinn: Wir packten zusammen, fuhren weg, fuhren wieder hin, wobei uns eine Drohne gefilmt hat. Hinter uns fuhren ein Paar Quads, was hoffentlich einen epischen Filmeffekt gibt. Wir sind jedenfalls auf die neue Homepage gespannt. 😄
    Brian spendierte uns ein Bier und kam uns während des Abendessens wieder besuchen.
    „Habt ihr Lust auf ein Night-Rafting? Das machen wir zum Ersten Mal!“
    „Klaro!“
    So liefen wir im Dunkeln zum Fluss, jeder kriegte einen grossen Gummiring, ein kleines Paddel und eine kleine Instruktion. Schon waren wir im eiskalten Wasser und glitten den Fluss runter.
    Reisen ist, wenn du nach einem Drohnenshooting bei Halbmond auf einem Gummiring den Dargaz runter reitest und hoffst, nicht verloren zu gehen. 🙏
    Wir haben uns an den Händen gehalten und hatten unseren Spass.
    Zurück auf dem Platz, haben wir Raki getrunken und Uno gespielt.

    Am nächsten Morgen wurden wir früh vom Wecker geweckt und liefen kurz darauf als erste in den Canyon. Umso weiter wir liefen, desto beeindruckender wurden die steilen Wände und die Felsformationen. Einmal mussten wir durch den glasklaren Fluss laufen, wobei uns fast die Füsse abgefroren sind.
    Das frühe Morgenlicht strahlte durch den Canyon und animierte uns zu einem Fotoshooting mit dem neuen Smartphone. Die Südamerikaner wären stolz auf uns. 💪

    Drei weitere Tage vergingen, an denen wir so vieles zu schätzen wussten: Die Gespräche & Spiele mit Seraina und Fabio, die kühlen Nächte, das Eis um die Ecke, die Gänse, Hühner und Hunde auf dem Campingplatz und die entspannte Atmosphäre. Dank Strom auf dem Platz kam auch die Nespresso-Kaffeemaschine zum Einsatz. ☺️
    Und es gab für uns auch noch einen Grund zum Bleiben, denn ein Feiertag stand vor der Tür.
    Welcher Feiertag stand vor der Tür? ➡️ Der erste August!
    Was machen vier Schweizer in der Türkei am Nationalfeiertag? ➡️ Rösti, Spiegelei und Salat!
    Mit wem feiern sie? ➡️ Mit den türkischen Mitarbeitern vom Campingplatz! 🥳
    So sassen wir abends alle zusammen, assen und hörten die Schweizer Nationalhymne. Fabio hat schon im Vorfeld allen den Rütlischwur beigebracht und alle haben ihren Einsatz mit Bravour gemeistert. Kurz darauf folgte die Türkische Nationalhymne, bei der wir alle stramm gestanden sind. 🇨🇭🇹🇷
    Von den Türken wollte merkwürdigerweise niemand mehr einen Nachschlag und zu der volkstümlichen Musik haben sich doch alle sehr diplomatisch geäussert. 🤔😂
    Nach dem Essen haben wir zu türkischer Musik getanzt (da wird fleissig mit den Fingern geschnipst) und den Abend gemütlich ausklingen lassen.
    Wir blieben zwei weitere Nächte und verabschiedeten uns.
    Seraina und Fabio: Wir werden uns wieder sehen! Schön war’s. ❤️
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  • In der Höhe wird’s kühler

    26. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 36 °C

    Die Strasse führte uns zuerst nach Fethiye, wir bestaunten die Felsengräber und gingen anschliessend lecker Dürüm essen.
    Wir wollten uns noch Safran kaufen, um wieder einmal ein kulinarisches Risotto zu kochen.
    Der Verkäufer am hübschen Gewürzstand, welchen wir uns aussuchten, wollte uns irgendwas Gelbes verkaufen, was aber ganz sicher kein Safran war. Es sah nur sehr ähnlich aus und als wir ablehnten, verschwand er im Laden und kam mit einer geheimnisvollen Phiole zurück.
    Verkäufer: „Original aus dem Iran, der beste Safran!“
    Philipp: „Der riecht nach nichts.“
    Verkäufer: „Ein guter Koch weiss, dass der Safran seinen Geschmack erst beim Kochen entfaltet!“ 👆🏼
    Ein klarer Fall von Verarsche, wir sind weggelaufen und wurden zum Abschied noch nett beschimpft.

    Wir fuhren ein kurzes Stück weiter nach Kayaköy und besichtigten, während uns die Sonne senkrecht auf den Kopf knallte, die Geisterstadt.
    Die Stadt wurde bis 1923 mehrheitlich von ethnischen Griechen bewohnt, diese wurden jedoch nach den Bestimmungen des Vertrags von Lausanne vertrieben.
    Mit voll aufgedrehter Klimaanlage fuhren wir weiter südlich nach Ölüdeniz, in der Hoffnung einen Schlafplatz zu finden. Wahrscheinlich hatten wir das erste Mal Stau und dass schon ein paar Kilometer vor Einfahrt in das Dorf.
    Hoffnung auf einen Parkplatz hatten wir keine mehr. So fuhren wir durch das Dorf und gleich wieder weiter. Siehe da ein steiler Parkplatz, sicher nicht zum Schlafen geeignet, aber den kleinen Fussmarsch um zu Baden nahmen wir gerne auf uns.
    Ölüdeniz wirkte wie der Ballermann für Engländer auf uns.
    Überall Restaurants, Fish and Chips, Bars, weisse verbrannte Haut, Schiffe und Touristenstände, um die besten Attraktionen zu buchen, die Preise selbstverständlich in englischen Pfund angegeben. Für uns zu viele Menschen und zu viel Trubel.
    Nach dem Meer und der schönen Stranddusche fuhren wir in die Höhe über eine einmalige Strasse mit einem phänomenalen Ausblick, geprägt von vielen Buchten und kristallklarem Wasser.
    Wir hatten Glück, in einer Kurve hatte es einen Kiesplatz mit zauberhaftem Ausblick. Zu Bratkartoffeln und Gemüse genossen wir den Sonnenuntergang.
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  • Spiel mir das Lied vom Schlamm

    25. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 40 °C

    Die Kühle der letzten Nacht dank der Klimaanlage war so berauschend, dass wir uns entschieden eine weitere Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen.
    So suchte Chantal die Betreiberin auf, während Philipp einen Nespresso-Kaffee schlürfte. Chantal’s verdrossene Miene bei der Rückkehr verriet, dass dies nicht möglich ist. Nach einer kurzen Recherche auf Park4night fanden wir einen Platz am Köyceğiz See.
    So packten wir alles ein und fuhren ohne fremde Hilfe aus der Parzelle heraus. 😉
    Die weitläufige Landschaft voller Nadelwälder und schroffen Hügeln ist ein einzigartiger Anblick, welchen wir nie in der Türkei vermutet hätten. So geniessen wir die Fahrten auf den Nebenstrassen immer mehr.
    Am See angekommen, stellten wir uns auf den Kiesplatz. Der Parkplatz gehört zum anliegenden Thermalbad und liegt sehr schön am Ufer des Sees.
    Der Platz mit Strom und Eintritt in das Thermalbad kostet unschlagbare 8 Franken für zwei Personen.
    Das stinkende heisse Schwefelbad gefiel Philipp so gut, dass er selbst nach einiger Zeit nur nach Schwefel stank.
    So half nur noch ein Schlammbad. Wir bestrichen uns zuerst komplett mit dem Schlamm, bevor wir uns in der Sonne ausbacken liessen. Das Abwaschen war dann etwas kniffliger, irgendwie wurden wir nicht mehr richtig sauber. Während die Haut trocknete hinterliess es einen weissen Schleier.
    Wir genossen die Ruhe und das leise Brummen der Klimaanlage für volle zwei Tage.
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  • Manche mögen’s heiss

    21. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 39 °C

    In Akbük fanden wir einen genialen Ort am Meer. Auf festem Untergrund kampierten wir vier Nächte direkt am Meer, räumten die halbe Garage auf unseren Vorplatz aus und machten es uns gemütlich.
    Wie so oft wurde auch hier Philipp auf türkisch angesprochen. Dann stellt sich jeweils raus, dass er wie ein Türke aussieht, besonders wegen dem Bart, der in der Türkei so nur Moslems tragen würden. 😂
    Die Temperaturen stiegen tagsüber auf 45°C und so waren wir froh, dass die Ägäis schön kalt ist.
    Ins Bett trauten wir uns jeweils erst um Mitternacht (bei etwa 30°C), dafür konnten wir uns vorher noch im ruhigen Meer treiben lassen und uns von dort aus die Sterne ansehen.
    Die Tage verbrachten wir mit den Strassenhunden, lesen, Stadt-Land-Fluss spielen, Eis essen, grillieren und Musik hören.
    Philipp lernte Hassan beim Baden kennen. Er ist ein pensionierter Deutschtürke und die beiden haben sich gleich zum Raki-Trinken verabredet. So tauchte Hassan tags darauf mit einer Flasche Raki auf und Chantal zog los, um eine Flasche kaltes Wasser zu kaufen, das natürlich bei diesen Temperaturen nicht lange kalt geblieben ist. Was wir (Dank Chantal) vom Raki-Trinken gelernt haben, ist dass man immer gemeinsam austrinkt, um anschliessend allen neu einzuschenken. Langsames, heimliches Nippen funktioniert nicht. 😅
    Wir konnten Hassan eine Menge Fragen stellen und lernten so einiges über Land und Leute.

    Nach vier Nächten gaben wir den Hunden ein letztes Mal Wasser und fuhren weiter nach Bodrum.
    Bodrum erwies sich als eine sehr schöne und touristische Stadt. Schon auf der Fahrt sahen wir aus der Ferne die vielen weissen Fassaden und bald reihten sich die vielen Luxusresorts aneinander. Wir parkierten auf einem riesigen Busparkplatz und schlenderten anschliessend durch die Gassen, welche von hellen Stoffbahnen überdacht sind. Das war bei der Höllenhitze fantastisch. Am Nachmittag setzten wir uns draussen vor eine Klimaanlage und Chantals Gesichtsfarbe wechselte von Tomate zurück auf Loreal 220.
    Den Abend verbrachten wir zu Burger (mittelmässig) und Bier (kalt) in einer Bar.
    Am folgenden Tag träumten wir von einer kalten Klimaanlage im Wohnmobil und so fuhren wir Richtung Marmaris und suchten einen Campingplatz.
    Beim dritten Anlauf fanden wir einen hübschen Platz und dann begann der Spass.
    Drei Männer „halfen“ Philipp beim Einparkieren auf dem engen Platz. Sie meinten es bestimmt gut und konnten von den bewährten Krall-Gerber-Handzeichen (erarbeitet unter Schweiss und Tränen) nichts wissen.
    So standen sie wild fuchtelnd hinter dem Fahrzeug und Chantal konnte nur mit Mühe eine freie Stelle zum Anzeigen finden. 😂
    Wenn ihr Philipp auf die Palme bringen wollt, stellt euch fuchtelnd hinter den Seitenspiegel oder gebt ihm ein kleines Kind mit Musikinstrument.
    Wir haben das Schiff sicher in den Hafen gefahren und uns bei allen herzlich bedankt. 😅
    Als Belohnung liessen wir die Klimaanlage an, putzten, luden alle elektronischen Geräte auf und hörten einige Folgen „Science Cops“.
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  • Türkei: Die zweite Woche

    13. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 37 °C

    Wir liessen in Canakkale geraden den Abend mit dem neuen Smartphone und Bier ausklingen, als uns die Polizei besuchte und uns sagte, dass wir nur bis Mitternacht bleiben dürfen. Mehr Bier für Chantal und dafür Wasser für Philipp. Wir warteten bis Mitternacht und fuhren etwa drei Kilometer weiter zum nächsten Parkplatz.
    Am nächsten Tag besuchten wir die kleine antike Stadt Assos und liefen die steilen Gassen zu den antiken Stätten hoch. Leider konnten wir wegen den vielen Souvenierläden die Gebäude kaum noch erkennen. 😂
    Die antike Stätte haben wir schliesslich nicht besucht, da wir seit Griechenland zugegebenermassen einen kleinen „Steinkoller“ haben und wir uns mittlerweile nicht mehr verpflichtet fühlen, uns alles anzugucken.
    Schön wars trotzdem und wir fühlten uns wie Könige, als wir im Restaurant essen gingen.
    Am Nachmittag freuten wir uns auf den Strand, so fuhren wir für die nächsten zwei Tage nach Akcay auf einen riesigen, sandigen Parkplatz. Wegen dem sandigen Untergrund wählten wir unseren Parkplatz sehr vorsichtig. Andere waren da optimistischer und so kam der Traktor drei Mal zum Einsatz.
    Der Ort konnte uns nicht wirklich überzeugen und so fuhren weiter nach Ayvalik.
    Dort besuchten wir die hübsche Stadt, genossen die neuen Eindrücke und gingen traditionellen Tee trinken. Wo bei uns alle Kaffee, Bier oder Softdrinks trinken würden, sehen wir hier eigentlich nur Tee. 🙂
    Wir fuhren weiter die Küste runter und landeten schliesslich in Dikili am Strand. Wir radelten mit unseren geliebten Rädern auf dem Fahrradweg an der schönen Strandpromenade entlang und gingen essen. Anschliessend gab es ein türkisches Eis (inklusive Showeinlage) und einen schönen Sonnenuntergang.
    Am folgenden Tag ging es weiter nach Aliaga, wo uns der Hunger in die Stadt trieb. Kommunikationsproblemen sei Dank, kriegte Philipp zwei Fleischgerichte serviert. 😂
    Zurück am Strand besuchte uns Mal wieder die Polizei und so wurden wir weggeschickt. An dieser Stelle muss Mal gesagt werden, dass die Polizisten jedes Mal sehr freundlich waren. Wir waren trotzdem Mal wieder ratlos und sassen schweigend im Wohnmobil am Strassenrand.
    Wir ignorierten sämtliche Vorsätze, fuhren schnell und mit Klimaanlage nach Izmir und tranken unter der Woche ein Bier in einer schönen Bar. Izmir ist eine schöne Stadt mit einem tollen Markt und so ging es uns gleich viel besser. 😉
    Der folgende Tag wurde von Philipp zum Kulturtag erklärt. Wir fuhren zur Akropolis Antik Kenti. Diese würden wir nicht umbedingt weiter empfehlen, ist aber kostenlos und eine gute Gelegenheit, um sich in der Hitze die Beine zu vertreten. 🏃‍♀️
    Der Kulturtag war noch nicht vorbei und nach einer voller Ladung Klimaanlage parkierten wir vor der antiken Stadt Ephesus.
    Wir spazierten durch die antike griechische Stadt und legten immer Mal wieder eine Trinkpause im Schatten ein. 💧
    Zu unserer Überraschung trafen immer Mal wieder asiatische Reisebusse ein und so suchten wir uns einen Weg durch die vielen Sonnenschirme auf Augenhöhe.
    Es war ein interessanter und schöner Ausflug, dessen Eintritt sich definitiv gelohnt hat.
    In Kusadasi konnten wir endlich unsere Meinung über türkische Strände ändern. Uns erwartete ein toller Sandstrand und eine schöne, lange Strandpromenade.
    Wir kampierten wie viele andere auf einem grossen Parkplatz. Die Türken sind wirklich sehr freundliche Leute. Wir wurden gleich mit einer geschnittenen Wassermelone begrüsst und als sie unseren kleinen Besen gesehen haben, wurden uns gleich zwei andere angeboten.
    Viele Einheimische würden gerne mit uns plaudern, es hapert jedoch wie so oft an der Sprachbarriere.
    Wir verbrachten drei gemütliche faule Tage am Strand und in Restaurants. Als uns Mal wieder ein Zelt zu Nahe auf die Pelle gerückt ist, haben wir umparkiert. 😅
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  • Die erste Woche in der Türkei

    8. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir fuhren zu der ersten Tankstelle und freuten uns über den unschlagbaren Preis von 0.86 CHF pro Liter Diesel. „Full?“ „Full.“ Wie jedes zweite Mal waren dann auch die Hände und der Schlüssel „full“.
    Die ersten Tage verbrachten wir an zwei verschiedenen Stränden. Da hat es uns nicht gefallen. Der Sand staubig wie ein Aschenbecher und viel Müll. Zudem funktionierte unsere SIM-Karte nicht, was auch etwas auf die Stimmung schlug. Schon in der erste Woche wurden wir zwei Mal von der Polizei verwiesen, was wir so nicht erwartet haben.
    Dazu muss man wissen, dass in der Türkei wildcampen erlaubt ist, was natürlich nicht bedeutet, dass man von der Polizei nicht weggeschickt werden kann.
    Die Türken campen unglaublich gerne. Überall stehen kleine Zelte, Campingstühle und winzige Wohnwagen. ⛺️
    Der Schatten unseres Wohnmobils ist sehr beliebt und dient gerne als Möglichkeit um den Teppich vor dem Eingang auszurollen oder das Zelt zu stellen.
    So fertig gejammert. Wir reisen eigentlich nicht um den schönsten Ort der Welt zu finden, sondern um fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen, was wir uns in den ersten Tagen auch wieder bewusst werden mussten.
    Die Kleinstadt Ayvalik gefiel uns sehr gut, wir schlenderten durch die Gassen und liessen die neuen Eindrücke auf uns wirken.
    Was uns in der Türkei auch aufgefallen ist: Es gibt wunderschöne Strandpromenaden, Pärke und viele Restaurants.
    Hier gönnen wir uns auch auswärts Essen zu gehen. Das Essen ist lecker und kostet uns pro Person meistens etwa 5 CHF.
    Einige Tage verbrachten wir in Çanakkale, einer schönen Stadt, wo wir uns sehr wohlgefühlt haben. Dort ist Chantal leider das Smartphone auf der öffentlichen Toilette auf den Boden gefallen. Pfui Teufel. Also hat sie es abgewaschen. Ja, die IP-Zertifizierung-67 (wasserdicht bis 1 Meter unter Wasser) erlischt anscheinend nach dem Ablauf der Garantie. Jegliche Reanimationsversuche schlugen fehl und so suchten wir am folgenden Tag nach einem Ersatz.
    Bald war klar: Das günstigste Samsung soll es sein. Ein grosses Hurra auf den Sparfuchs und den Minimalismus! Denkste. Nur die teuren Smartphones sind eSim-kompatibel und so wurde es doch ein teures, dafür mit einer Top-Kamera. Auch ihr profitiert nun also von tollen Aufnahmen. 😉 Dazu gab es sogar eine Samsung-Uhr geschenkt, welche wir in der Schweiz irgendwann wieder zu Geld machen werden.
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  • Auf in die Türkei

    6. Juli 2023 in Türkei ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach ziemlich genau zwei Monaten war unsere erste (von zwei) Gasflaschen aufgebraucht, so hatten wir immer ein Auge darauf, ob auf der Strecke irgendwo ein Gasprofi war, welcher die schweizer Flaschen auffüllen kann. 20 Kilometer vor der Grenze haben wir nun einen gefunden. 🔥
    Der etwas ältere Herr kam im Laufschritt auf uns zu, beäugte die Kunststoffgasflasche argwöhnisch, strich mit seinem Daumen und Zeigefinger um das Gewinde, nickte und lief mit energischen Schritten zurück in sein Häuschen.
    So schnell wie er verschwunden war, kam er mit einem Übergangsstück (Gasgewinde auf LPG) in der Hand wieder zurück.
    Kurzerhand füllte er 15 Liter in die Flasche, schnippte mit dem Finger an die Flasche und schüttelte lachend den Kopf. Nachdem wir 15 Euro bezahlt haben fuhren wir weiter Richtung Grenze.
    Wir gesellten uns in die Warteschlange und rollten Stück für Stück vorwärts, bis wir die Pässe dem griechischen Zollbeamten übergaben. Alles kein Problem ➡️ weiterfahren.
    Wir fuhren über die Brücke und sichteten die ersten türkischen Soldaten. Wir lächelten ihnen zu, worauf sie uns zuwinkten.
    Als wir auf die grossen weisse Bögen zufuhren, wurde die Spannung grösser. Ein Polizist kontrollierte bei jedem Fahrzeug die Ladung. 👮‍♀️
    Als wir den besagten Polizist zu Gesicht bekamen, mussten wir unser Lachen unterdrücken, denn er sah eins zu eins so aus wie Bax von der schweizer Serie ‚Tschugger‘.
    Als er schliesslich bei uns ankam, begrüsste er uns sehr herzlich in der Türkei, ein Blick ins WoMo wollte er nicht werfen, jedoch erkundigte er sich ob wir ein Victorinox Taschenmesser dabei haben. Schliesslich zeigten wir ihm das Messer, er sagten uns nickend und lächelnd, dass er das toll findet.
    Er drückte uns vier Kirschplaumen in die Hand uns wünschte uns eine schöne Zeit in der Türkei. 😍🇹🇷
    Er lief noch etwa fünfmal neben uns durch und winkte jedesmal herzlich, wobei wir immer noch am Bax denken mussten. 😆
    Bei der Passkontrolle musterte uns verstohlen lachend ein junger Mann an und fragte uns aus. Er fragte uns überrascht, was wir denn so lange in der Türkei machen wollen. Die Antwort „es ist ein grosses und wunderschönes Land, das braucht Zeit“ war ein Volltreffer, er lachte und stempelte die Pässe. Wir mussten noch in die Kamera gucken und durften dann zum letzten Posten fahren.
    Bei der Registration des Fahrzeuges lief auch alles glatt und der nette Herr rief uns noch zu: „Welcome Philipp King“. Kral heisst auf türkisch König. 😄
    So einen freundlichen Grenzübertritt haben wir noch nie erlebt und erleichtert rollten wir in die Türkei.
    Wir bezogen Bargeld und kauften uns eine SIM-Karte, welche irgendwie nicht funktionieren wollte. Der Verkäufer sagte noch es sei hier schlechtes Netz, was wir leider schliesslich glaubten.
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  • Strandtage

    3. Juli 2023 in Griechenland ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir fuhren weiter nach Asprovalta, wo entlang einer Nebenstrasse direkt am Meer parkiert werden darf. Entlang des ausgedehnten Strandes befanden sich mehrere Duschen, welche wir sehr ersehnten, denn in Thessaloniki kam nur der Lappen zum Einsatz. 🧼
    Als erste Amtshandlung liefen wir durch die Gassen und kauften uns einen grossen Sonnenschirm, welchen sich Chantal schon so lange gewünscht hat. ⛱️
    Tagsüber steckten wir unsere Nasen so tief in die Bücher, dass wir fast jeden Morgen ein neues Buch brauchten.👃
    Nachdem die Sonne das Firmament verliess und die Welt die Malstifte herausholte, machten wir einen Spaziergang durch die Promenaden, welche von Restaurant, Bars, Eisdielen, Maiskolben-Verkäufern und vielen Attraktionen für Kinder gesäumt ist.
    Philipp fühlte sich in die Zeit zurückversetzt, wo sie als Kinder oft nach dem Abendessen durch Follonica geschlendert sind, bis es schliesslich ein Eis gab. 🍦
    Wir dehnten unsere Strandtage in der Nähe von Zilotis aus, wo es viele Störche hatte. Zudem hatten wir tolle Bedingungen um den Donnermond zu bestaunen. 🌝
    Wie wir gelernt haben, heisst der Donnermond nur so, weil es der Vollmond in Juli ist. So hat jeder Vollmond seinen eingenen Namen. Schliesslich liessen wir unsere Strandtage in Alexandroupolis ausklingen. ☀️
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  • Thessaloniki

    27. Juni 2023 in Griechenland ⋅ ☀️ 31 °C

    In den letzten Tagen diskutierten wir oft darüber wo unsere Reise hinführen soll, entschieden haben wir uns dazu, dass wir noch nicht dazu bereit sind, in Richtung Norden zu ziehen. Im Gegenteil: Wenn wir schon mal so weit südlich sind, wieso nicht in die Türkei fahren?🇹🇷
    Wir fuhren sehr zielstrebig Richtung Thessaloniki, wo wir wieder die Grenze nach Griechenland überschritten, was nicht allen vergönnt war. Vor dem Zollhaus, auf und unter einem Tisch, sassen zwei Pfaue welche wahrscheinlich keinen Pass dabei hatten. 😄
    Vom Fahrtwind zerzausten Haaren (Chantal) erreichten wir schliesslich einen Kiesplatz direkt am Meer, ein paar Kilometer ausserhalb des Zentrums Thessalonikis.
    Wir luden die Fahrräder ab und pumpten die Reifen von Chantals Fahrrad wieder auf, bevor wir in ins Zentrum radelten.🚲
    Die Fülle der Stadt gefiel uns auf Anhieb, wir entschlossen uns noch in der Stadt, über Nacht zu bleiben.
    Wir kauften uns an einer Ecke einen Kaffee und recherchierten über die Türkei. Wir fanden heraus, dass wir eine von der Botschaft beglaubigten Erlaubnis benötigen, wo beglaubigt wird, dass wir das Fahrzeug rechtmässig benützen dürfen.☕️🎫
    Naja, wie es so oft durch ‚Jimmy Gold’ im Roman Finderlohn von Stephen King heisst: „Scheiss auf den Scheiss.“
    Es wird sich wohl noch zeigen, wo unsere Reise uns hinführt, den Versuch nehmen wir aber gerne in Kauf und reisen Richtung Türkei.
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  • Ohrid

    26. Juni 2023 in Nordmazedonien ⋅ ☀️ 25 °C

    Es war an der Zeit den gleichnamigen Ort zu dem See zu besuchen und so fuhren wir weiter nach Ohrid. Wir fanden einen kleinen Parkplatz ausserhalb der Stadt, in der prallen Mittagshitze flanierten wir dem Weg entlang Richtung Stadt. 😎
    Der rutschige kiesige Untergrund führte steil am Meer entlang nach oben.
    Nach einigen hundert Metern waren wir bereits schweissgebadet aber wir erblickten schon die erste Sehenswürdigkeit, nämlich die Kirche des heiligen Johann von Kaneo, welche Johannes von Patmos gewidmet ist. ⛪️
    Diese wurde im 15. Jahrhundert auf den Klippen über dem Strand von Kaneo erbaut. 
    Wir schlenderten durch die bunt gefüllten Strassen und erblickten immer wieder tolle Dinge. 💕
    Leider war an jenem Tag viel geschlossen und so konnten wir die Burg, welche wie so oft auf dem Gipfel thront, nicht besuchen und wir standen vor einem verschlossen geschmiedetem Eisentor. ❌
    Seit langem sahen wir wieder mal eine Moschee, achtsam hörten wir dem Muezzin zu, welcher das Gebet aussprach. 🔉
    Auf Reisen begegnen uns immer wieder viele Kirchen, Schreine, Moscheen und so weiter, und wir sind immer wieder verblüfft, wie viel Mühe und Energie in den Glauben und die Glaubenshäuser gesteckt werden.
    Ein Teil der Häuser in Ohrid ist in einem traditionellen architektonischem Stil erbaut, in welcher ein Gebäude drei Stufen umfasst, wobei die jeweils höhere Etage breiter gebaut wird, als die darunterliegende.
    Schliesslich begaben wir uns wieder auf die bergige Rückreise. Wir liefen noch einen kleinen Umweg und sahen uns das alte mazedonische Theater an, welches das kulturelle Zentrum im 3 Jh. war.
    Zurück beim Womo entschieden wir uns, noch ein letztes Mal in den Ohridsee zu hüpfen, bevor wir einen Schlafplatz für die Nacht suchten. 🛀
    Der Ohridsee und die Umgebung wird uns in guter Erinnerung bleiben.
    Schön wars. ☀️
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  • Gjirokastrer und der Ohridsee

    25. Juni 2023 in Albanien ⋅ ☁️ 24 °C

    Gjirokastrer und der Ohridsee

    Nach einer weiteren Nacht unter dem Viadukt, besuchte uns erneut der Hirte. Er setzte sich auf einen freien Stuhl und guckte uns einfach nur an.
    Dann sind wir weiter gefahren. 😉
    Wir fuhren in die hübsche Stadt Gjirokaster, welche auch Stadt der tausend Stufen genannt wird. Wir erklommen einige davon und landeten in einer schönen alten Burg. Wir durchstreiften die alten Gemäuer und guckten uns die vielen Kanonen an.
    Wie so oft spielten wir unser kleines Spiel namens „Reiseleiter“, bei dem einer den Reiseleiter spielt, was wir immer machen, wenn wir keine Ahnung haben, was genau wir uns eigentlich angucken.
    Der Andere darf dann doofe Fragen stellen und kriegt selbstverständlich doofe Antworten.
    „Hier, verehrte Damen und Herren, war früher die Waffenkammer. Hellebarden waren 1835 unheimlich angesagt. Auf der rechten Seite können sie die Toiletten bewundern.“
    Jay hat auch mitgemacht und wusste uns mit seinem Nicht-Wissen zu begeistern.

    Uns allen war nach ein paar ruhigen Tagen ohne Sehenswürdigkeiten und ohne Weiterfahrt zumute. Wir entschieden uns gegen das Meer und fuhren an den Ohridsee.
    Dieser zählt zu den ältesten Seen der Welt und gehört zum grösseren Teil zu Nordmazedonien. Wir blieben auf der albanischen Seite und schliefen direkt am See.
    Zwei weitere Nächte verbrachten wir zum ersten Mal auf einem kleinen Campingplatz mit allem Drum und Dran. Dort spielten wir mit Jay und Nina etliche Partien unseres Lieblingsspiels BrändiDog, was ein Riesenspass war.
    Für das Abendessen wollten die beiden Herren Fische angeln, was trotz vollem Körpereinsatz erfolglos war.
    Leider hatte Philipp wegen dem lauten Verkehr schlaflose Nächte und wir entschlossen uns, wieder zu unserem ursprünglichen Platz zurück zu fahren. Jay und Nina entschieden sich, weiterzureisen und so verabschiedeten wir uns. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen und freuen uns, wenn wir sie eines Tages wieder sehen. ❤️
    Nach weiteren zwei Tagen am See, entschieden wir uns, Albanien schon wieder zu verlassen und fuhren zuerst in das anliegende Dorf, um unsere letzte albanische Lek zu verprassen.
    Im winzigen Dorfladen unseres Vertrauens kannte man uns schon gut und der herzliche Inhaber zeigte uns seinen Wein. Er gestikulierte uns, dass er den Wein selber gekeltert hat und schenkte uns gleich eine Flasche. Anschliessend verschwand er durch die Hintertür und kam mit zwei randvollen Gläsern Rotwein zurück. Der Wein war ungewöhnlich aber trotzdem sehr lecker.
    Leider war zehn Uhr vormittags und Philipp wollte/musste noch fahren. Er hat dann ein wenig an seinem Glas genippt und mit Chantal’s leerem Glas getauscht. So durfte sie dann auf nüchternen Magen noch ein zweites Glas trinken. 🍷
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  • Was für ein Tag

    19. Juni 2023 in Albanien ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach einer sehr ruhigen Nacht unter dem Viadukt, wurden wir am nächsten Morgen von einer grossen Ziegenherde und einem Ziegenhirten überrascht. Dieser stellte sich auch rauchend und gestikulierend in unsere Mitte, was bei uns ein kleines Déjà-vu auslöste. Leider klappte die Kommunikation gar nicht, es wirkte dann eher so als ob er uns einfach gerne zugucken würde. 🤷‍♀️
    Wir fuhren schliesslich in die Stadt Saranda, um Geld abzuheben und einkaufen zu gehen. Der Verkehr in der Stadt war eine kleinere Katastrophe, da die Autos auf der Fahrspur parkierten. Chantal sprang dann raus und ging zur Bank, Philipp fuhr aus der Stadt, wo sie ihn dann wieder gefunden hat. 💪
    Währenddessen hat Nina angerufen und gesagt, dass ihre Geldbörse gestohlen wurde. Spoiler: Sie haben sie nur zu gut im Rucksack versteckt. 😅
    Wir machten uns dann auf den Weg zum Strand. Über einen engen Schotterweg gelangten wir zu einem überfüllten Parkplatz ohne Wendemöglichkeit. Wir entschieden uns zu dem unteren Parkplatz weiterzufahren, von dem uns die Leute versicherten, dass wir dort wenden können.
    Wir fuhren den steilen Schotterweg runter, über einen tiefen Absatz und standen zwischen den Autos.
    Vorwärts: nicht möglich, da wir im falschen Winkel zu den Autos standen und nur noch 2 cm links und rechts Abstand hatten.
    Rückwärts: nicht möglich, weil die Strasse zu steil war.
    Lösung: Das Kennzeichen des serbischen Autos fotografieren, den Besitzer ausfindig machen und ihn bitten etwas anders zu parkieren. Lächeln nicht vergessen und die hupenden Autos ignorieren.
    Chantal fragte sich schliesslich durch zwei Restaurants und den Strand. Nach einer halben Stunde fand sie den Besitzer fast am Ende des Strandes. 🙈
    Der parkierte dann netterweise etwas weiter hinten.
    An Wegfahren war wegen dem Durcheinander und dem ungenügendem Platz zum Wenden auch nicht zu denken und so tranken wir Kaffee bis sich der Parkplatz am Abend leerte. Mit Anlauf und leuchtender ABS-Anzeige kamen wir gerade so den Berg wieder hoch. Bei Jay und Nina lief es auch nicht ganz rund und wir waren alle froh, als wir wieder unter „unserem“ Viadukt parkierten. 😊
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  • Tschüss Griechenland - Hallo Albanien

    18. Juni 2023 in Albanien ⋅ ☀️ 26 °C

    Glücklich über den einfachen Grenzübertritt, setzten wir unsere Füsse auf albanischen Boden, klatschten ab 🖐️ und kauften als erstes eine albanische SIM-Karte von sehr freundlichen Verkäufern, welche gleich nach der Grenze auf uns warteten.
    Die Landschaft blieb wunderschön, im Gegensatz zu Griechenland erwarteten uns hier sehr viele Ziegen.

    Dann fuhren wir zum Parkplatz vom „Blue Eye“. Dort kaum auch gleich ein Ziegenhirte auf uns zu, gestikulierte rauchend etwas und stand sehr lange in unserer Mitte. Wir waren alle ziemlich verwirrt und nachdem Nina ihm etwas zu essen gegeben hat, ist er wieder gegangen.
    Im Bluey Eye schiesst das Wasser mit hohem Druck direkt aus einer Karstquelle hervor und fliesst dann in einen schönen Fluss ein. Das Wasser ist sehr klar, hellblau und ziemlich konstant bei kalten 12°C. Wir badeten ein wenig weiter unten im Fluss, jedenfalls so lange wir die Kälte ausgehalten haben. 🥶
    Wir übernachteten unter einem alten Viadukt, welches zu unserem Glück undicht war und wir so zu einer Dusche umfunktionierten. Da das Wasser aus so hoher Höhe runterfiel, kamen wir jedoch schnell an unsere Schmerzgrenze. 😅
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  • Die Vikos-Schlucht

    18. Juni 2023 in Griechenland ⋅ ⛅ 15 °C

    Zu viert reisten wir weiter Richtung Norden, durch den Nebel, Kurve um Kurve bis wir schliesslich weit oben im Nationalpark Pindos ankamen.
    Wir wanderten zum Aussichtspunkt, wo wir uns den Nebel ansahen. Nebel sieht in Griechenland auch nicht besser aus als sonst wo und so war Tee trinken angesagt. Nina und Jay unterhielten uns mit Geschichten aus der ganzen Welt und am Tag darauf starteten wir einen neuen Versuch.
    Im Sonnenschein sah alles viel schöner aus, Wildblumen säumten den Weg und wir versuchten nicht auf die vielen Schmetterlinge zu treten.
    Am Aussichtspunkt angelangt, hatten wir eine geniale Aussicht auf die Vikos-Schlucht. Mit dem Titel „Tiefste Schlucht der Welt“ hat sie es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.
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  • Die Meteora Klöster

    15. Juni 2023 in Griechenland ⋅ 🌧 23 °C

    Spontan reisten wir mit Nina und Jay weiter zu den Meteora Klöster.
    In der zerklüfteten Landschaft schweben die Klöster zwischen Himmel und Erde auf schwarzen mächtigen Felsnadeln. Wir waren schwer beeindruckt von der Architektur und fragten uns immer wieder, wie und weshalb die Mönche schon im 12. Jahrhundert die Klöster dort errichtet haben.
    Früher waren die damals 24 Klöster nur mittels Seilwinden und Strickleitern zu erreichen. Heute sind sie Dank Strassen und Treppen einfach zu besuchen und die sechs bewohnten Klöster können alle besichtigt werden.
    Wir waren jedenfalls schwer beeindruckt und können einen Ausflug nur weiterempfehlen.
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