Belize - Mennoniten in Shipyard Village
11. mai 2025, Belize ⋅ ☀️ 31 °C
Wir haben gut geschlafen. Doch morgens ist von den Bewachern keiner mehr zu sehen und das Tor steht sperrangelweit auf. So viel zu dem Thema Bewachung. Wir haben aber gut und ruhig geschlafen. Das ist ja die Hauptsache. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Hauptkirche. Belize Stadt wirkt Sonntag morgens total verschlafen, etwas abgegammelt und irgenwie ärmlich. An der anglikanischen Kathedrale angekommen, entpuppt diese sich als eine einfache aber schöne Holskirche. Es ist kurz vor zehn. Um zehn soll der Gottesdienst losgehen, aber der Vorgängergottesdienst ist noch in vollem Gange. Also warten wir. Kurz nach zehn ist der Gottesdienst zu Ende. Die einen gehen, die anderen kommen. Wir haben bereits halb elf und nichts geht los. Thomas meint, die haben eben die karibische Zeit. Dann endlich geht es los. Der Gottesdienst ist schön und da heute Muttertag ist werden die Mütter entsprechend geehrt. Das ist langwierig, da jede Mutter nach vorne gerufen wird und ein Geschenk bekommt. Wir klinken uns irgenwann aus und suchen eine Internetverbindung um unsere Eltern anzurufen. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt, welche wirklich keine Hifhlighs bietet und fahren dann los. Unser Ziel heute ist Lamanai, eine Maya Ausgrabungsstätte. Wir fahren bis vor Orange Walk und biegen dann ab. Nach ein paar Kilometern hört der Asphalt an und die Schotterpisten beginnt. Die Fahrt geht quer durch Mennonitenland. Die einzelnen Höfe liegen weit verstreut. Die Menschen nutzen Pferdekutschen und sind sehr altertümlich gekleidet. Die Männer tragen Hosen mit Hosenträgern und breitkrempige helle Hüte. Die Frauen haben meist dunkele lange Kleider an und die Haare unter einem Tuch versteckt. Auf dem Tuch dann noch ein breitkrempiger Hut. Die Kinder sind genauso wie die Erwachsenen gekleidet und es gibt viele Kinder. Die Menschen sind blond und hellhäutig. Die Mennoniten stammen aus Deutschland und Holland und sind vor mehr als hundert Jahren nach Belize gekommen, um Landwirtschaft zu betreiben und frei ihren Glauben leben zu können. Sie haben sich nicht in das Land integriert sondern leben separiert in ihren Gemeinschaften und sprechen Ditsch, ein deutscher Dialekt, welcher wie Plattdeutsch klingt. Das ist wirklich interessant. Die Ortschaften haben keinen Stadtkern und auch keine Kirche. Nur weit auseinanderliegende Bauernhöfe. Wir fahren bis zu den Ausgrabungen und finden in dem kleinen indegenen Dörfchen einen schönen Stellplatz im Garten eines Guatemalteken. Da es schon später Nachmittag ist, gehen wir essen und bummeln bis zum Fluß. Die Ausgrabungen werden wir morgen früh besichtigen. Ein schweizer Päärchen steht auch noch auf dem Stellplatz. Die beiden sind auf den Weg nach Panama und wir unterhalten uns noch ganz nett.Les mer
Belize Caribbean Highway
10. mai 2025, Belize ⋅ ☀️ 30 °C
Nach einem guten Frühstück verabschiedet uns die Dame von der Lodge sehr freundlich und das Boot bring uns zurück zu unserem Buschen. Wir nehmen nochmal Abschied von der Insel und genießen die Fahrt über das Meer. Unser Buschen hat die Zeit am Hafen unbeschadet überstanden. Wir packen wieder alles ein und fahren weiter auf dem Caribbean Highway. Wir gehen noch einkaufen und füllen neues Trinkwasser auf. Auf dem Weg Richtung Belize City habe ich einen schönen Stellplatz am Meer gefunden. Den steuern wir an. Nach etwa 15 Kilometer über Schotterstraße mit teilweise tiefen Sand sind wir da. Der Besitzer mäht gerade den Vorgarten und begrüßt uns freundlich auf deutsch. Er ist eigentlich Kanadier. Aber seine Eltern sind aus Deutschland ausgewandert und in seiner Familie wurde deutsch gesprochen. Er warnt uns, dass zur Zeit leider das Sargasso an den Strand geschwemmt werde. Wir steigen aus. Der Platz liegt wunderschön am Meer. Vom Strand ist leider vor lauter Sargasso nichts zu sehen. Zum Stellplatz selber können wir leider auch nicht, da ein dickes Expedi vor uns den Sandboden völlig aufgewühlt hat und wir uns ohne 4x4 nicht in den aufgewühlten Sand trauen. Schade, Ralf ist sehr gastfreundlich, aber so richtig lustig würde es hinten in der Einfahrt nicht und mit dem unbenutzbaren Strand und dem Meer wegen des Sargasso ist es auch nicht so gut. Das Seegras vergammelt auch schon und so fängt es auch an zu riechen. Wir beschließen, nach Belize Stadt weiter zu fahren. Nach etwa zwei Stunden sind wir da und suchen einen Stellplatz. Angeblich kann man beim Ramada auf dem Parkplatz stehen. Doch da ist eine riesige Baustelle und gar kein Stellplatz. Wir fragen bei verschiedenen Hotels nach. Das erste lehnt ab, beim zweiten können wir unbewacht auf der Straße stehen und die Wisky Bar willunverschämte hundert Belizedollar. Wir fahren weiter zu einem Restaurant. Dort essen wir gut und können auf dem bewachten Parkplatz auch gerne über Nacht stehen. Doch leider ist heute eine kleine Kirmes nebenan, welche aber spätestens um 12 Uhr Nachts zu Ende sei. Das ist dann auch nicht so geeignet für die Nacht. Wir gehen noch zu Fuß spazieren und finden ein Hotel auf dessen Parkplatz wir bewacht nächtigen können. Dort ist es auch ruhig.Les mer
Tobacco Caye (3)
9. mai 2025, Belize ⋅ 🌬 29 °C
Wieder sind wir mit dem Meeresrauschen eingeschlafen und wieder aufgewacht. Wir frühstücken, faulenzen, paddeln und schnorcheln. Dazu gibt es noch gutes Essen. Was will man mehr an einem Tag auf einer Trauminsel. An dieses ruhige Nichtstun kann man sich so richtig gut gewöhnen.Les mer
Tobacco Caye (2)
8. mai 2025, Belize ⋅ 🌬 29 °C
Wir wachen vom Meeresrauschen auf, holen uns eine Tasse Kaffee und setzen uns auf unseren Balkon. Ein wunderschöner geruhsamer Auftakt. Dann geht es weiter mit einem leckeren Frühstück und dann genießen wir den Tag einfach nur faul. Es gibt Kajaks und Standup Paddleboards. Da ich das immer schon mal probieren wollte, ist das die Gelegenheit. Ich schaue mir ein Youtube Video an, in dem ich mir die Grundlagen des Standup Paddeln in zehn Minuten erklären lasse. Hört sich nicht so schwierig an. Also rauf auf das Brett und tatsächlich funktioniert es einwandfrei. Es ist wie über das Wasser laufen. Ich bin begeistert. Thomas probiert es auch. Leider tut sein Schnitt an der Hand bei dieser Paddeltechnik weh. Mit dem Kajak geht es, aber das Standup Paddle ist für ihn nicht gut. Also nimmt er das Kajak und ich das Standup Paddle. So vertreiben wir uns die Zeit und gehen auch noch schnorcheln. Leider haben die hohen Temperaturen des Wassers zu einer Korallenbleiche am Riff geführt. Die Korallen haben alle ihre herrlichen Farben verloren. Das ist ein echtes Drama und wirklich traurig so zu sehen, wenn man vorher märchenhafte karibische Unterwasserwelten gesehen hat und jetzt das. Sehr, sehr schade.Les mer
Tobacco Caye (1)
7. mai 2025, Belize ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück holt uns das Boot von der Windward Lodge ab. Wir schließen das Buschen ab und hoffen, dass es sicher auf dem privaten Gelände steht. Die Fahrt geht über das türkisfarbene Wasser der Karibik. Bis der Kapitän Delfine sichtet. Er stoppt und lässt uns ein paar schöne Photos von den Tieren machen, welche ziemlich nahe an das Boot kommen. Was ein schöner Auftakt zu unseren Inseltagen. Tabacco Cay selber liegt malerisch direkt vor dem Riff. Unser Boot legt an. Die Dame von der Lodge nimmt uns in Empfang und zeigt uns unser kleine Cabana. Eine wunderschöne kleine Holzhütte auf Stelzen mit einem einladenden Balkon davor. Was braucht man mehr. Wir stellen unserere Rucksäcke ab und die Dame zeigt uns die Lodge, das Restaurant, die Sunset Bar und den Holzsteg, von dem aus wir zum Riff schnorcheln können. Ein paar riesige Rochen schweben unter dem Steg im glasklaren Wasser. Das ist alles wirklich ein Inseltraum. Wir sind begeistert und hängen uns erst mal in die Hängematte vor der Hütte. Unter Palmen vesteht sich, mit Blick auf den Strand und das Riff. Hier braucht man eigentlich gar nicht mehr weg. Wir laufen nochmal um die Insel, was in 10 Minuten passiert ist. Es gibt nur noch drei andere Lodges und ein paar Fischerhütten. Alles total verschlafen, und da wir Nebensaison haben, auch nur wenige Touristen. Abends zum Sonnenuntergang setzen wir uns in die Bar. Danach gibt es das wirklich lecker Abendessen. So vergeht Tag nummer eins auf der Insel.Les mer
Mary Sharp's Hot Sauce
6. mai 2025, Belize ⋅ ☁️ 31 °C
Heute geht es auf zur Karibik. Wir frühstücken gemütlich und verabschieden uns von der netten Wirtin. Zunächst fahren wir bis Belmopan und dann den Hummingbird Highway zur Küste. Die Strecke wird in den Reiseführern als eine der schönsten Strecken in Belize beschrieben. Und tatsächlich schlängelt sie sich durch dschungelige Berglandschaften und landwirtschaftlich genutzte Täler. Sehr schön. Kurz vor der Karibikküste machen wir einen kleinen Zwischenstopp bei der Factory von Mary Sharp. Das ist die scharfe Soße von Belize. Sozusagen das Tabasco von Belize. Wir werden freundlich empfangen und eine nette junge Dame gibt uns sofort eine Tour durch di0e Fabrik, in der mehrere tausend Flaschen täglich produziert werden. Angefangen hat es mit einer Ladung Chile Habanera, welche Marry Sharp in den achziger Jahren des letzten Jahrhunderts von einem Nachbarn geschenkt bekommen hat. Um die vielen Habaneras nicht verkommen zu lassen, hat sie eine scharfe Soße daraus gekocht und die abgefüllten Flaschen verkauft. Diese wurden ihr aus den Händen gerissen und so fuhr sie mit der Produktion fort. Mitlerweile gibt es 17 verschiedene Soßen. Dazu noch leckere Marmeladen aus tropischen Früchten und Liköre auf Fruchtbasis. Alles sehr lecker. Wir können das gesamte Sortiment am Ende verkosten und nehmen so einiges mit. Schade, dass wir so gute Marmeladen nicht schon zu Beginn unserer Reise kaufen konnten. Dann fahren wir nach Dangriga an die Küste. Die Bevölkerung ist rein schwarz und der Ort sehr ärmlich. Wir stoppen an einer Apotheke, weil Thomas immer noch ein hartnäckiger Husten quält. Ich steige aus und da kommt ein riesiger Rasta-Mann mit weit ausgebreiteten Armen schreiend auf mich zu. Ich flüchte in die Apotheke. Der Typ war definitiv nicht normal oder auf Droge. Die Leute in der Apotheke meinten er sei "loco", was so viel heißt wie verrückt. Na ja. Thomas hat nichts davon mitbekommen, da es im toten Winkel des Buschens stattgefunden hat. Auf den Schreck hin suchen wir uns ein Restaurant am Meer. Davon gibt es exakt eines im ganzen Ort. Dafür ist die Aussicht auf die türkisfarbene Karibik und den Strand hervorragend und das Essen auch sehr lecker. Im Anschluß fahren wir zum Hafen, von dem aus es morgen auf die Tabacco Cayes gehen soll. Der Hafen ist eine kleine Mole und auf Privatgeläne. Wir suchen uns ein Plätzchen am Meer unter dem Schatten einer Pinie und lassen den Abend mit einem Birchen und einen Sonnenuntergang über dem Meer ausklingen. Schon bald treiben uns aber die kleinen Mücken, welche auch Sandflies oder No-Seens genannt werden ins Buschen.Les mer
Xunantunich
5. mai 2025, Belize ⋅ ☁️ 35 °C
Wir haben eine ruhige Nacht und frühstücken erst mal gemütlich am Fluss Lars und Steffen, die beiden Fahrradjung, verabschieden sich und treten in die Pedale. Wir beschliessen, uns heute mit dem Taxi zu den Ausgrabung fahren zu lassen. Wir fragen unsere Wirtin von der Lodge, und die bietet uns an, dass ihr Neffe uns mitnimmt. Dieser setzt uns an der Fähre zur Ausgrabungsstätte ab. Da keine Brücke existiert, hat man eine kleine Fähre eingerichtet, welche von einer kleinen Handkurbel manuell angetrieben an einem Seil zum anderen Flussufer führt. Wir besteigen die Fähre und Thomas darf sogar die Handkurbel selber betätigen. Innerhalb von zwei Minuten sind wir drüben und wandern zum Eingang der Ausgrabungsstätte. Es ist schon heiß, aber zum Glück führt der Weg im Schatten von Bäumen entlang. Wir bezahlen unseren Eintritt und laufen zum Hauptplatz der Akropolis. Dieser Hauptplatz ist gesäumt von vier großen ausgegrabenen Pyramiden. An der Hauptseite steht die Hauptpyramide mit einer eindruchsvollen Größe und Höhe. Sie erinnert an die grossen Pyramiden von Tikal. Da das Wetter immer heißer wird, laufen wir zu allererst auf die große Pyramide hoch. Von oben hat man einen phantastischen Ausblick auf die gesamte kleine Ausgrabungsstätte und über den Dschungel bis hin über die Grenze nach Guatemala. Langsam kommen auch andere Besucher und es wird voller. Wir laufen noch über den Hauptplatz mit seinen Pyramiden. Thomas besteigt noch die gegenüberliegende Pyramide der großen Hauptpyramid, um besonders schöne Fotos machen zu können. Kleine Ballspielplätze säumen den Hauptplatz und über den Bau der großen Akropolis hinweg kommt man auf einen zweiten, kleineren Platz. Hier sind die Pyramiden noch nicht ganz ausgegraben aber trotzdem sind wir von der Größe der beiden Plätze sehr angetan. Auch außerhalb von Tikal hatten die Maya große Städte gebaut, welche offensichtlich von großer Bedeutung waren. Nicht nur die Hauptstadt Tikal hatte eine faszinierende Architektur, sondern auch viele kleinere Mayastädte, welche sich bis hinein nach Mexiko ziehen. Uns treibt die Hitze jedoch von der Ausgrabungsstätte fort. Am Eingang genehmigen wir uns eine kleine Flasche kalten Wassers und machen uns auf den Rückweg. Uns begegnet eine Ambulanz welche größer ist als unser Buschen. Diese ist auch über die Fähre gekommen. Vielleicht hätten wir doch mit dem Bus fahren sollen. Aber nun sind wir zu Fuß unterwegs und laufen zurück. An der Fähre angekommen, setzen wir über und suchen einen kleinen Obststand. Der Polizist schickt uns leider in die falsche Richtung. Wir laufen wieder zurück zur Hauptstrasse und finden einen kleinen Stand mit super schönen Ananas. Dann versuchen wir, ein Taxi anzuhalten. Beim dritten Taxi gelingt es uns, einen passablen Preis auszuhandeln und wir fahren wieder zurück auf die Lodge. An der Lodge bekommen wir ein leckeres Mittagessen und wir legen uns in der heißen Mittagszeit in unsere Hängematte. Am Abend gibt es noch einen tollen Sonnenuntergang über dem Fluss.Les mer
Clarissa Falls
4. mai 2025, Belize ⋅ ☁️ 36 °C
Wir hatten eine ruhige Nacht. Nur Brüllaffen wecken uns mit Sonnenaufgang. Wir frühstücken und fahren gemüttlich los. Am Parkausgang geben wir unsere letzen Quetzal für Marmelade und ein kleines Souvenier aus. Dann geht es zur Grenze. Erst wieder 11 Kilometer schlechte unbefestigte Straße zurück zur Hauptstraße und dann noch etwa 50 Kilometer Slalom zur Grenze. Dort geht die Ausreise flott und auch die Einreise nach Belize. Nach etwa einer Stunde sind wir durch und stehen in Belize. Im Grenzötchen gehen wir in die Kirche, welche am Sonntag offen hat, sowie zum Geldautomaten, um Geld zu ziehen. Die Atmosphäre im Örtchen ist ürplötzlich karibisch. Die Häuschen sind windschief und bunt angemalt. Die Menschen sind überwiegend schwarz. Wir bekommen problemlos unsere Propamgasflasche aus den USA aufgefüllt. Danach ist Thomas allerdings schweißgebadet. Es ist megaheiß und schwül. Wir fahren zu einem Campingplatz am Fluß. Der Empfang auf der Lodge ist nett und wir bekommen sogar ein leckeres Mittagessen. Auf dem Stellplatz treffen wir wieder Lars und Steffen, die beiden deitschen Radfahrer aus Tikal. Man sieht, mit dem Fahrrad kommt man gemauso weit wie mit dem Wohnmobil. Nur das Fahrradfahren selber in dieser erbarmungslosen Hitze würden wir nicht mehr schaffen. Der Fahrtwind würde kühlen behaupten die beiden Jungens. Wir wünschen es ihnen. Wir lassen den Tag in der Hängematte am Fluß ruhig ausklingen.Les mer
Yaxha
3. mai 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 36 °C
Heute wollen wir weiter nach Yaxha, der nächsten Ausgrabungsstätte. Es sind nur etwa 120 Kilometer, aber die haben es in sich, die ersten 20 Kilometer bis zum Parkausgang darf man nur maximal 30km/h fahren. Dann fahren wir am See von Flores vorbei und parken, um mit den Eltern und Philipp zu sprechen. Wir sehen eine Frau im See schwimmen, welche uns auch freundlich zuwinkt. Sie spricht mich an und so entwickelt sich ein nettes Gespräch. Sie ist Österreicherin und seit 4 Jahren am Goetheinstitut in Guatemala Stadt tätig. Spontan lädt sie uns ein. Leider kommen wir in Guatemala Stadt nicht mehr vorbei. Wir freuen uns dennoch über die Einladung. Weiter geht es Richtung Grenze nach Belize. Die Straße wird immer schlechter und Thomas fährt das reinste Slalom. Dann biegen wir auf eine unbefestigte Straße ab und es gibt 11 Kilometer schlechte unbefestigte Straße durch den Dschungel. Am Eingang von Yaxha kaufen wir das Eintrittsticket und erkundigen uns nach dem Campingplatz. Der ist überraschenderweise kostenfrei bei Besuch der Ruinen. Das ist eine wirklich nette Überraschung. Wir fahren zum Campingplatz direkt am See. Im März muß es heftige Regenfälle gegeben haben und so ist der Wasserpegel noch recht hoch. Die Bäume m Ufer stehen noch unter Wasser und zu den wirklich schön am See gelegenen Palapas kommt man auch nicht mit dem Buschen. Durch das Uferwasser mit dem matschigen Untergrund wollen wir lieber nicht fahren. Also stellen wir uns oberhalb auf den kleinen Parkplatz neben eine Gemeinschaftspalapa. Ausgerechnet da kommt der einzigste Besucher des Tages und Thomas muss ziemlich kurbeln bis wir einen halbwegs ebenen Platz haben, Dann noch vorne die Keile und so geht es. Der andere Besucher fährt wieder weg. Seiner Frau und Tochter ist das hier zu viel Natur. Na, uns soll es recht sein. Wir machen in der Mittagshitze Siesta und essen einen Salat. Als es langsam kühler wir, laufen wir zu den Ausgrabungen. Etwa 20 Minuten steil bergauf und wir sind am Eingang. Die erste Pyramide empfängt uns. Eine Gruppe älterer Amerikaner ist auch da. Es ist ganz schön anstrengend bei dem Klima und dann sogar noch mit Stöcken als Gehhilfe. Amerikaner sind schon komisch. Einige trauen sich nicht aus ihrem Bundesstaat und andere meinen, noch im hohen Alter Dschungeltouren machen zu müssen. Das muss man nicht verstehen. Wir laufen weiter. Ein wirklich lautes Brüllaffenkonzert beginnt. Wir klettern über alte Ruinen und suchen den Baum, auf dem die Affen stehen. Das Konzert hat auch eine Gruppe junger Amerikaner angelockt. Bei so viel trampelden Menschen verstummen die Affen. Wir laufen an vielen nur wenig ausgegrabenen Gruppen vorbei bis zum Ende. Dort gibt es zwei wunderschöne Pyramiden. Wir klettern hoch und genießen die Aussicht. Dann laufen wir zu Akropolis. Dieset Hauptplaz wird neben dem Hauptgebäude der Akropolis von drei Pyeamiden flnkiert. Sehr eindruckvoll, wenn auch nicht so hoch wie Tikal. Wir klettern auf die Pyramide, vom der aus man den Sonnenuntergang am besten sehen kann. Erst sind nur drei Leute oben, dann kommen immer mehr. Einige Posen wie die Blöden und es ist wirklich unangenehm. Wir verlassen die Pyramide, bevor der Sonnenuntergang losgeht. Schade, aber hier gibt es keine Aufsicht wie in Tikal, welche für Ruhe sorgt. Wir besichtigen noch einige nebenliegende Ausgrabungsfelder und laufen zurück zum Campingplatz bevor es ganz dunkel ist. Die Ausgrabung hat sich gelohnt, ist aber nach Tikal ist alles schon eher zweitklassig.Les mer
Tikal (2)
2. mai 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 34 °C
(...)
Wir gehen zunächst eine Kleinigkeit essen und legen uns in den Schatten der Palapa neben unseren Stellplatz. Dann wird es am späten Nachmittag wieder kühler und wir gehen gegen vier Uhr wiederaufbereitet auf das Ausgrabungsgelände. Wir schauen noch einige der abgelegenen Tempelgruppen an und steuern um halb sechs die Pyramide in der verlorenen Stadt an. Von dieser Pyramide hat man einen 360 Grad Rundumblick. Zunächst sind wir zu dritt, aber schon bald kommt eine Gruppe nach der anderen. Sie wollen alle den Sonnenuntergang am sehen. Wir beschließen, einfach dazubleiben und abzuwarten. Keiner schickt uns weg oder fragt nach unseren Führer. Also genießen wir den Sonnenuntergang mit Aussicht über den Dschungel und die anderen Pyramidenspitzen. Die Führer bitten alle leise zu sein und so haben wir den unverwechselbaren Sound des Urwalds, So geht ein beeindruckender Tag mit einem besonderen Sonnenuntergang zu Ende.Les mer
Tikal (1)
2. mai 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 27 °C
Wir stehen am nächsten Morgen früh auf und wandern schon vor acht auf die Ausgrabungen. Wir steuern gezielt das Highlight an, Die beiden großen Tempel von Tikals Blütezeit und die Akropolis. Noch sind nur wenige Besucher da und wir sind schwer beeindruckt von der schwieren Größe der Bauwerke, der päzisen Architektur und dem guten Erhaltungszustand. Es ist noch kühl von der Nacht und so besteigen wir den Tempel und die Akropolis. Von oben hat man immer neue und faszinierende Perspektiven. Tikal muss eine riesige Stadt mit mehr als einer Million Einwohner gewesen sein. Die Fasade der Bauwerke müssen mit roter Farbe verziert worden sein. An einigen Stellen sieht man noch die Farbreste. Wir wandern weiter. Der kleine ausgegrabene Teil der Stadt erstrecktsich über nehrere Quadratkilometer. Also laufen wir weite Strecken und besteigen die höchsten Pyramiden. Auf den Plattformen sieht man über das grüne Blätterdach des Dschungels und sieht wiederum die höchsten Pyramiden daraus heraus ragen. Wir sind mehr als begeistert. Gegen Mittag treibt uns die Hitze zurück auf den Campingplatz.
(...)Les mer
Uaxactun
1. mai 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 34 °C
Am nächsten Morgen fahren wir nach Uaxachtun. Die Straße ist nicht durchgehend geteert aber auch nicht so schlecht, wenn man langsam fährt. Wir brauchen mehr als eine Stunde für 24 Kilometer und stellen dann unser Buschen mitten im Dorf unter einen Baum im Schatten ab. Das wirklich ursprüngliche Dörfchen gruppiert sich entlang einer ehemaligen Flugzeuglandebahn, welche nun mit Gras bewachsen ist und in der Mitte sogar einen Zocalo hat. Zunächst besuchen wir zwei Ausgrabungsgruppen oberhalb der Landebahn. Das Ballfeld ist gut ausgegraben. Von den Tempelruinen sind viele noch überwachsen. Einige sind freigelegt. An der Akropolis hat man den höchsten Tempel freigelegt, inklusive des Tempelchen darauf. Er ist zu besteigen und oben im Tempel gibt es sogar noch Fledermäuse. Wir haben eine tolle Sicht von oben auf das Ausgrabungsfeld und das Dörfchen. Hier treffen wir auch die erste guatemaltekische Familie, welche das Gelände besichtigt. Ansonsten hatten wir das ganze Gelände für uns alleine, was eine wunderbare Atmosphäre hat. Wir beschließen, zu den anderen Ausgrabungsgruppen auf der anderen Seite des Dorfes zu gehen. Auf dem Weg hält uns ein kleiner Junge an und fragt ob wir eine Kokusnuß wollten. Die Mama steht am Zaun und winkt uns zu. Wir sagen zu und der Junge bringt uns zu seiner Hütte. Mehr ist der Holzverschlag nicht, in dem die beiden Eltern mit zwei Söhnen leben. Sie machen jedem von uns eine Kokusnuß auf und wir sitzen mit ihnen auf ihrem Hof im Schatten und unterhalten uns. Eigentlich gehen die Kinder zur Schule, welche von acht bis ein Uhr stattfindet. Wir haben jedoch elf Uhr und die Kinder sind offensichtlich zu Hause. So eng sieht man das hier anscheinend nicht. Die Kokusnuß ist erfrischend. Dann bekommen wir sie sogar noch aufgehackt und können das glibbrige Fruchtfleisch auslöffeln. Das war ein guter Zwischenstopp. Die Frau will zehn Qetzales pro Kokosnuß. Thomas hat nur 100 Quetzal. Wechselgeld lässt sich auch im Geschäft nicht auftreiben. Also lassen wir es dabei und verbuchen es unter Entwicklungshilfe. Weiter geht es. Wir besichtigen noch eine Gruppe von astronomischen Bauwerken, welche zur Ermittlung der Sonnenwende und der Tag- und Nachtgleiche verwendet wurde. Die Maya hatten einen sehr präzisen Kalender. Die Pyramiden wurden für diese Berechnugen genutzt. Die nächsten Ausgrabungsgruppen finden wir leider nicht mehr. Wir beschließen, wieder zurück zu laufen und fahren die unbefestigte Straße zurück auf den Campingplatz von Tikal. Wir gehen essen und besuchen die beiden Museen. Diese sind etwas enttäuschend. Für eine so große Ausgrabungsstätte wird extrem wenig gezeigt. Das Museum von Copan war dagegen gigantisch.Les mer
Fahrt nach Tikal
30. april 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 34 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück und einem kleinen Plausch mit unserem Gastgeber geht es weiter nach Tikal. Der Google sagt uns für die 180 Kilometer drei Stunden voraus, und bei uns dauert die Fahrt erfahrungsgemäß noch länger. Die Straße ist in einem schrecklichen Zustand und Thomas muß Slalom um die Schlaglöcher fahren. Wir tanken noch unterwegs den nur beim Puma erwerblichen Diesel mit extra niedrigen Schwefelgehalt. Wir wollen unser Buschen nicht zu sehr strapazieren. Die Straße wird erst besser, als wir nach Tikal abbiegen. Wir fahren an einem wunderschön sauberen See vorbei und gelangen an die Eingangspforte von Tikal. Hier lassen wir uns eine Durchfahrtgenehmigung für Uaxachtun ausstellen, ohne die man dort nicht hinfahren kann. Thomas hat den 01.05 angegeben und so fa33hren wir also morgen erst nach Uaxachtun bevor wir das berühmte Tikal besichtigen. Am Campingplatz angekommen, stellen wir uns unter schattenspendende Bäume neben zwei deutsche Radfahrer, welche auch gerade angekommen sind. Sie sind seit mehr als einem Jahr unterwegs und in Alaska am obersten Ende der Panamericana gestartet. Hut ab, das ist wirklich richtig intensiv. Wir gehen uns das Bändchen für das Camping am Eingang holen und beschließen, heute Abend doch schon mal nach Tikal zu gehen. Wir haben ein Ticket extra für den Sonnenuntergang erworben. Die Ranger am Eingang klären uns aber darüber auf, dass man für die Sonnenuntergangstour eine zusätzlichen Guide brauche. Wir können um 17 Uhr kommen und mit einer Gruppe mitgehen. Wir wollen aber keinen Guide und beschließen, es nachher nochmal so zu probieren. Erst kochen wir uns nochmal Essen und genießen den Nachmittag im Schatten. Wir gehen extra etwas nach 17 Uhr zum Eingang damit die Gruppen weg sind. Wir dachten das wäre schlau, dann ließen sie uns so rein. Aber weit gefehlt. die Gruppen seien jetzt weg. Jetzt bräuchten wir einen eigenen Führer. Wir wollen aber keinen. Die Sonnenuntergangstour geht aber nur mit Führung, obwohl wir das Tiket doch schon gekauft haben. Nach einigem Hin und Her beitet er uns einen Freund an, welcher für die Tour nochmal dasselbe verlangt, wie der bereits gezahlte Eintrittspreis. Das ist doch wohl mehr als unverschämt. Wir sind empört und beschließen, dann gar nicht reinzugehen. Wie kann man Tickets verkaufen um dann am Eingang nochmals die Extrabezahlung eines Führers zu verlangen, ohne das bei Ticktverkauf genau so anzugeben. Das ist wirkliche Abzocke. Ich schreibe noch am selben Abend eine empörte Beschwerdemail an die Ticketverkaufsstelle und bitte um Rückerstattung des Sonnenuntergangstickts. Frechheit.Les mer
Fahrt über den Rio Dulce nach Livingston
29. april 2025, Guatemala ⋅ ☁️ 31 °C
Morgens laufen wir zur Bootsablegestelle. Die Boote sollen um 9:30 nach Livingston abfahren. Wir sind sicherheitshalber schon um 9:00 Uhr da. Die Ticketverkäufer sagen, das öffentliche Boot nach Livingston ginge um 9:30 los, wir sollten an der Bootsablegestelle warten. Wir beobachten die Frauen beim Wäsche waschen im See. Dann kommt der Ticketverkäufer runter und ein Boot legt an. Das sei eine Toristentour. Wir können für den gleichen Preis mitfahren wie das öffentliche Boot. Thomas wehrt das noch ein bisschen ab, aber ich finde es gar nicht so schlecht. Dann bekommen wir doch mehr vom Rio Dulce mit und rasen nicht so durch. Also stimmen wir zu, bezahlen und steigen ein. Die Hinfahrt soll drei Stunden dauern. Dann ist in Livingston 2,5 Stunden Aufenthalt und dann die Rückfahrt. Wir stoppen noch an drei Lodges. Dann sitzen 14 Personen im Boot. Wir haben den Platz ganz vorne und können so die geruhsame Fahrt genießen. Das Boot stoppt am Ufer und an kleinen Inselchen. Man sieht viele Vögel und auch Wasserpflanzen. Der Fluß wird immer breiter und geht in ein Flußdelta über. Wir fahren in einen Arm und es gibt einen kurzen Toilettenstop. Dann fahren wir an steilen Felswänden vorbei, welche von tief grünen Dschungel überwuchert sind. Die grüne Hölle. Wir kommen in Livingston am Bootssteg eines Hotels an. Werden rausgelassen und um 14:30 geht das Boot von da zurück. Wir schlendeern durch Livingston. Es ist ein etwas verschlafenes und sehr heruntergekommenes Dörfchen. Die Einwohner sind meist schwarz, was wir bisher so noch nicht in Guatemala gesehen haben. Am Stadtstrand setzen wir uns an einen Tisch unter Palmen. Der Strand wäre hübsch, wenn er nicht so vermüllt wäre. Eine Frau geht in dem trüben Wasser schwimmen. Für uns sieht es nicht sehr einladend aus. Ein junges Mädchen kommt und nimmt die Bestellung auf. Wir möchten Bier. Sie zählt drei Namen auf. Das letzte haben wir noch nicht gehört, soll lokal sein. Wir bstellen es und das Mädchen kommt mit zwei kleinen Schnapsgäsern mit bräunlicher Füllung an. Schnaps um die heißeste Mittagszeit haben wir nicht bestellt. Wir wollten ein Bierchen, denn wir haben Durst. Sie meint nur lakonisch, dass sei doch auch Alkohol. Wir bestehen aber auf das Bierchen, bekommen ein Corona und der Schnaps geht wieder zurück. Dann laufen wir noch etwas am Ufer entlang. Der Strand ist völlig überbaut mit schrottreifen Gebäuden und der letzte Rest sieht abgeschwemmt aus. Livingston ist wirklich kein einladender Ort und so sind wir froh, nach 2,5 Stunden wieder zurückfahren zu können. Die Rückfahrt geht zackig und schnell. Wir genießen den Fahrtwind und den wirklich wunderschönen Fluß. Natur pur ohne jegliche Bebauung. Zurück in San Felipe am Fort gehen wir zu einem Restaurant am Ufer essen. Der Blick von dort zur Brücke über den Rio Dulce ist phänomenal und das Essen ist super lecker. Ich habe einen gegrillten Fisch mit Kokusnußsosse und Bananen. Das ist zum reinlegen, und Thomas hat die großen Charakol Schnecken in Knoblauchsauße. Das ist wirklich ein echtes kulinarisches Highlight unserer Reise. Wir lassen den schönen Tag gemütlich am Buschen ausklingen. Wir kaufen noch die Online Tikets für Tikal und nach einigem hin und her klappt es dann doch.Les mer
Rio Dulce - Castillo San Felipe de Nara
28. april 2025, Guatemala ⋅ ☀️ 31 °C
Die Nacht war dann doch erstaunlich ruhig und wir werden erst gegen morgen nach Sonnenaufgang von den Lastern geweckt. Wir stehen auf und wollen frühstücken. Thomas schneidet die Mangos nach Philpps Technik. Er sticht ein Messer durch die Frucht in den Kern. Wenn es fest sitz kann er es am Griff festhalten, die Frucht schälen und dann das Fruchtfleisch kunstvoll vom Kern schneiden. Diesmal ist der Kern jedoch recht weich und das Messer dringt tief ein. Nachdem das Fruchtfleich ab ist, versucht Thomas, das Messer wieder herauszubekommen und fügt sich dabei einen tiefen Schnitt zu. Wir verarzten ihn. Hoffentlich heilt ales wieder gut bei dem tropischen Wetter. Weiter geht es. Heute ist die Straße erstaunlich leer und kaum Gegenverkehr. Nach etwa 20 Kilometern kommen wir zum Stehen. Wir stehen in einen riesiegen Stau. Landarbeiter blockieren die Straße. Keiner weiß wie lange. Wir schwitzen und gehen in ein Cafe von wo aus wir die Straße beobachten können. Erst ein Kaffee, dann eine Suppe und wir warten fast drei Stunden. Dann wird es uns zu viel und wir versuchen, auf der Gegenspur möglichst weit nach vorne zu kommen. Immer wenn jemand entgegen kommt, müssen wir ausweichen. Wir kommen etwa vier Kilometer voran , bis zu dem Ort an dem wir eigentlich abbiegen müssten. Die Polizei sagt Thomas, es würde noch ca. eine Stunde dauern bis es weiter geht. Was ein Mist. Wir stellen uns in den Schatten eines Cafes und Thomas besorgt uns eine kalte Cola, da geht es unerwarteter Weise los. Wir springen in das Buschen und Thomas ordnet sich ein und dann schaffen wir es wirklich um 15 Uhr in Rio Dulce zu sein. Wir sind seit neun Uhr unterwegs für etwa 70 Kilometer. Das ist auch rekordverdächtig. Wir finden einen schönen Stellplatz und gehen das alte Castillo San Felipe de Lara besichtigen. Es liegt wunderschön am Ausgang des Izbal Sees zum Rio Dulce. Wir genießen die Besichtigung, das angenehme Wetter und den schönen Wind. Danach kochen wir mal wieder selber und schreiben an unserem Reiseblog.Les mer
Quiriguá
27. april 2025, Guatemala ⋅ ⛅ 31 °C
Heute gehen wir nach dem Frühstück nochmal ins Städtchen, um 08:00 Uhr ist der Gottesdienst, an dem wir teilnehmen wollen. Die Kirche ist sehr voll, wir bekommen gerade noch einen Platz. Es gibt Livemusik von einem Gitarristen und drei Sängerinnen, sehr schön, aber mit dem Verstärker recht laut. Der Pfarrer ist sehr gut zu verstehen, es dauert etwa anderthalb Stunden. Danach telefonieren nochmal mit der Familie und dann geht es weiter, unser Ziel heute ist Quiriguá, eine weitere Maya-Stätte. Doch erst einmal müssen wir die Grenze nach Guatemala überqueren. Das wird unser bisher schnellster und einfachster Grenzübertritt. Sowohl die Migration als auch der Zoll beider Länder sind in einem Gebäude und nach sage und schreibe 25 Minuten ist es geschafft. Das ist geradezu rekordverdächtig. Wir fahren also weiter durch Guatemala. Gegen Nachmittag überkommt uns der Hunger und wir suchen uns ein gutes Restaurant am Straßenrand und gehen essen. Danach fahren wir nach Quirigura suchen uns einen schönen, schattigen Platz zum parken und gehen zum Ticketschalter. Es ist schon nach vier Uhr, wir sind nicht sicher, ob das heute noch klappt. Der sehr freundliche Mann dort meint aber, so groß sei das Gelände nicht, es sei ja noch über eine Stunde offen, also gehen wir heute noch rein. Die Entscheidung war richtig, es ist ein weitläufiges Gelände mit einigen großen Pyramiden und vielen sehr hohen Stelen, darunter die mit 10,7m höchste Stele der gesamten Maya-Kultur. Die Stelen sind sehr detailreich und kunstvoll gearbeitet, sehr interessant. Wir schlendern über das Gelände und auf die Gebäude, das ist hier alles noch zugänglich und auch jeweils mit Tafeln beschrieben. Die Stadt Quiriguá war in ihrer Bedeutung offenbar damals sehr viel wichtiger, als die Ruinen heute erahnen lassen, immerhin haben sie einen Krieg gegen Copan gewonnen, so gegen Ende der Blütezeit von Copan. Besonders schön ist die Besichtigung auch dadurch, daß wir fast alleine sind, sehr schön. Da das Personal der Ausgrabungsstätte uns erlaubt auf dem Parkplatz über Nacht stehen zu bleiben und dieser mit einem Tor gesichert ist und die ganze Nacht bewacht, bleiben wir praktischer Weise dort stehen, Nach der Besichtigung gönnen wir uns noch eine Dusche am Buschen und ein gutes Bierchen vor dem Schlafengehen. Neben der Ausgrabungsstätte ist eine große Bananenplantage, zu der ein heftiger Schwerlastverkehr herrscht - jetzt am Abend wird es weniger, hoffentlich fangen sie morgen nicht allzu früh wieder an.Les mer
Copan Museum
26. april 2025, Honduras ⋅ ☁️ 25 °C
Heute sind die Museen von Copan angesagt, das Skulpturen-Museum an der Ausgrabungsstätte und das archäologische Museum in der Stadt. Nachdem uns die Aras geweckt haben und wir ein gutes Frühstück hatten - nur die Brötchen vom Bäcker gestern waren etwas dröge - spazieren wir zum Ausgrabungsfeld, dort ist das Skulpturen-Museum, i dem die Originale der Stelen und weitere Fundstücke zu sehen sind. Es ist schön dargestellt und interessant. Die Arbeiten sind sehr kunstvoll, da waren die Maya den Azteken weit voraus. Nach dem Museum gehen wir erstmal zurück zum Buschen und halten eine kurze Pause, dann geht es weiter in die Stadt. Wir gönnen uns einen Kaffee am Zocalo und gehen dann in das archäologische Museum. Dort sind Vasen und Schmuckstücke aus Copan ausgestellt, sehr schön und der kunstvoll gearbeitete Stücke, manche erinnern Vasen fast an altgriechische Vasen, sehr eindrucksvoll. Allerdings sind es nur wenige Exponate, die hätte man ohne weiteres auch in dem anderen Museum mit zeigen können. Aber auf die Art kann man natürlich zweimal Eintritt einnehmen, ein Schelm … Wir schlendern weiter durchs Städtchen, heute ist hier viel los, sie feiern den "Tag der spanischen Sprache". Wirgehen auf eine der Dachterassen und gönnen uns ein Bierchen. Schöner Blick über das Treiben auf dem Zocalo. Wir beschließen, entgegen unserer ursprünglichen Idee, nicht wieder ins deutsche Restaurant zu gehen, schließlich sind wir in Honduras, da essen wir doch lieber etwas hondurianisches, und das einheimische Bier mit dem bezeichnenden Namen Salvavida (Labensrettung) ist auch sehr gut. Am Ende landen wir wieder auf der Dachterasse, das Essen ist sehr gut. Nach dem Essen spazieren wir noch einmal über den Zocalo und hören uns einige Darbietungen der Schüler an, da ist heute noch richtig viel los. Dann nehmen wir uns wieder ein Tuk-Tuk und fahren zum Buschen.Les mer
Copan
25. april 2025, Honduras ⋅ ⛅ 28 °C
Wir fahren heute noch so etwa zwei Stunden und stehen dann auf dem Parkplatz der weltberühmten Mayaruinen von Copan. Wir beschließen dort zu bleiben und zunächst die Ruinen zu besuchen und dann einen Stellplatz für die Nacht zu suchen. Der Eintritt ist wirklich exorbitant. Sie preisen alles extra aus. Die Ausgrabungen, die unterirdischen Stollen, die beiden Museen (eines am Ausgrabungsfeld und ein zweites in der Stadt). Wir nehmen das volle Programm und fangen mit dem Ausgrabungsfeld an. Das ist wirklich sehr beeindruckend, seit Teotihuacan haben wir keine so imposanten Pyramiden und Bauten mehr gesehen. Dazu gibt es ganz viele sehr kunstvoll gearbeitete Stelen, das haben wir überhaupt nochnirgends in der westlichen Hemisphäregesehen, wirklich sehr eindrucksvoll. Leider ist in dem teuren Eintritt kein Plan und auch sonst keine Information enthalten, aber Claudia findet im Google-Play-Store einen Audio-Guide. Damit können wir die Erklärungen zu den einzelnen Stationen - Pyramiden und Stelen/Skulpturen anhören. Das ist sehr interessant - ohne diese Infos wäre es sehr schade, einfach nur durchzulaufen. Reiseführer sind für diese Region auch nicht einfach zu bekommen, Costa Rica gibt es noch sehr gut, aber für Mittelamerika ist es schwierig und Honduras gibt es schon gerade gar nicht. Wir sind also froh über den Audio-Guide und genießen den damit noch imposanteren Spaziergang durch die antike Stadt. Copan war zwischen 400 und 800 n. Chr. Bewohnt und damals eine der vier großen Maya-Städte, zusammen mit Tikal, Uxmal und Palenque. Nach 800 war die Maya-Kultur überall im Niedergang, die Wissenschaftler sind sich bis heute nicht ganz einig, warum. Es scheint eine Kombination aus Überbevölkerung und Raubbau an der Natur, Klimawandel (schon damals!) und inneren Zwistigkeiten gewesen zu sein. Als Teil des Rundgangs besuchen wir auch die Tunnels, von denen wir aber eher enttäuscht sind. Man kann gut sehen, daß die Pyramiden immer wieder über bestehende Bauwerke drüber gebaut wurden und damit auch immer höher und größer wurden, aber wirklich viel sehen kann man nicht, zumal nur sehr kleine Teile der existierenden Tunnels zugänglich sind. Das hätten wir uns auch sparen können, aber die Maya-Stadt selbst hat uns wirklich sehr beeindruckt. Sie erinnert tatsächlich in gewisser Weise an Palenque (das wir vor 26 Jahren besichtigt hatten und wo wir auch auf dieser Reise noch hin wollen), weil viele Bauten von der Natur überwuchert waren und erst mühsam freigelegt und teilweise auch rekonstruiert werden mußten. Am Ende des Rundgangs finden wir eine Sitzgelegenheit auf dem Hauptplatz, wo wir unseren mitgebrachten Tee und ein paar Plätzchen genießen können. Hier am Rand der Augrabungsstätte stehen auch große, schattenspendende Bäume, in denen Scharen großer roter Aras leben und sich lautstark bemerkbar machen. Die Aras werden offensichtlich angefüttert und scheinen zu Copan dazu zu gehören. Sehr schöne Tiere. Als wir genug haben, gehen wir zurück zum Buschen und fahren zu dem Campingplatz, den wir uns für heute ausgesucht haben. Auf dem Weg zuum Parkplatz treffen wir noch die Familie aus Quebec, die wir bei Guido in Costa Rica bereits kennengelernt hatten. Sie erzählen uns, dass sie gestern auch auf den von uns ausgesuchten Campingplatz wollten, der hatte da aber wegen Probleme mit dem Wasser geschlossen und sie sind dann im Garten eines Hotels nahebei gelandet. Na gut, wir probieren es auch - aber auch heute ist der Platz geschlossen und der Besitzer läßt sich auch nicht davon überzeugen, daß wir ja autark sind und eigentlich nur den Platz zum Stehen brauchen. Der wäre nämlich gut und recht weit von der lauten Straße entfernt. Also auch für uns Plan B, das Hotel. Am Ende sind wir eher froh darüber, dar Platz dort ist sehr viel schöner, mit schattenspendenden Bäumen, auf denen auch viele Aras zu sehen sind - und wieder in Nachbarschaft der Familie aus Quebec. Wir stellen uns auf und gehen dann in die Stadt. Dort gibt es ein von einem Deutschen namens Thomas betriebenes Restaurant mit eigener Brauerei, da wollen wir hin. Wir laufen hoch in das Stätchen, ein sehr schönes Städtchen mit Zocalo und kleinem Park und Kirche, sehr sauber und schön aufgemacht. Vorher gehen wir noch in einer Bäckerei vorbei, um uns für das Frühstück morgen ein paar Brötchen mitzubringen. Im deutschen Restaurant sind wir die ersten Gäste, Florian, der Junior-Chef begrüßt uns sehr freundlich. Das Weißbier überzeugt uns nicht, aber das Pils ist sehr lecker, auch das Essen ist sehr gut, echte deutsche Küche mit hausgemachten Kässpätzle und einer vorzüglichen Bratwurst. Das war sehr gut, wir nehmen uns ein Tuk-Tuk zum Hotel und fallen müde ins Bett.Les mer
Cataratas de Pulhapanzak
24. april 2025, Honduras ⋅ ⛅ 30 °C
Wir frühstücken gemütlich in unserem Tropenparadies und laufen nochmal den Berg hoch. Ich hatte gestern einen kleinen Pfad hinter den Duschen gesehen und Thomas hat gerade einem Man getroffen, welcher uns den Weg rauf empfohlen hat. Wir maschieren also durch dieKakaobüme, Bananenstauden und Palmen. Oben angekommen gibt es eine freie Kuppe auf der nur Gras wächst, welche einen 360 Grad Rundumsicht zuläst. Wunderschön. Schade, dass wir dies nicht schon gestern wußten. Der Sonnenuntergang wäre hier oben wunderschön gewesen. Wir brechen jedoch auf. Nach einer guten halben Stunde Fahrt erreichen wir die Wasserfälle Pulhapanzak. Es ist noch früh am Morgen und noch nicht so viel los. Wir bezahlen Eintritt und maschieren los. Es gibt einen Fußweg nach unten. Wir starten also oberhalb der Wasserfälle am Fluß und wandern runter um die wirklich sehenswerten Fälle von unten zu bewundern. Trotz der Trockenzeit stehen wir auf der Aussichtsplattform im Sprühregen. Das ist ein wirklich leicht zu erreichender Wasserfall. Der Stopp hat sich mehr als gelohnt. Wir fahren weiter Richtung Copan. Wir müssen bisan den Stadtrand von Pedro Sula, der angeblich gefährichsten Stadt von Honuras. Außer einer wirklich überweltigenden Menge an Müll am Stadtrand merkt man davon nichts. Wir fahren also langsam die schlechte Straße mit dem vielen Verkehr entlang. Gegen 17 Uhr beschließen wir für heute Schluß zumachen. Ein nettes Motel am Straßenrand bietet uns die Möglichkeit in ihrem schön angelegten Garten mit vielen unterschiedlichem Geflügel, welches frei herumläuft zu übernachten. Zudem gibt es noch gutes Essen im Restaurant. Was will man also mehr.Les mer
Kajaktour am Lago Yojoa
23. april 2025, Honduras ⋅ ⛅ 25 °C
Wir haben erstaunlich kühl geschlafen und frühstücken gemütlich zwischen Kakaobäumen und Palmen. Dann gehen wir zum Fluß, wo schon das Kajak bereitliegt. Die Westen und Paddel haben wir in der Kakaofarm schon mittgenommen. Wir paddel gemütlich den Kanal runter. Nach etwa einem Kilometer eröffnet sich der weite Blick auf den See, welcher von wildem Dschungel umwuchert wird und an dessen seiten sich die Berge recht steil erheben. Ein wunderschöner tropischer See und so ganz anders als die vorhergehenden Vulkanssen. Wir fahren das rechte Ufer entlang und bemerken, dass es doch nicht so unbewohnt ist wie auf den ersten Blick angenommen. Immer wieder mal steht ein kleines Haus in Ufernähe, jedoch nie bis an das Ufer selber. So erhält sich das natürliche Seeufer. Es geht auf die Mittagszeit zu und es wird immer heißer in der Sonne. Wir ruden ans Ufer und genießen etwas Ruhe und beobachten die Vögel. Dann paddeln wir zurück zum Kanaleingang, machen noch einen kleinen Abstecher in die andere Richtung und fotografoeren die gelb bliehenden Seerosen. Nach etwa 4 Stunden sind wir wieder zurück. Das hat sich wirkloch gelohnt und wir konnten so den Lago Yojoa gut kennenlernen, da sonst keine Straßen an sein Ufer führen. Wir ziehen uns kurz etwas trockenes an und fahren die gut zwei Kiloeter zum Nationapark. Hier werden satte 10 Dollar Eintritt pro Person von Ausländern verlangt. Ausländer müssen hier immer absurd hohe Eintrittspreise zahlen. Für die Hondurianer gibt es einen Eintrittspreis im Centbereich. Das nenne ich mal Diskriminierung. Der Weg durch den Dchungel ist jedoch schön angelegt. Es gibt einen Aussichtsturm von dem man schön die Vögel beobachten kann, einige mit Dschungel überwucherte Pyramieden und einen langen Holzsteg über das Schilff der Seeuferlandschaft. Alles in allem war es am Ende doch noch ganz schön. Das Kaffee hatte leider weder Kaffee noch Kakao. Dafür konnten wir im kleinen angrenzenden Museum eine neue Vase bewundern, welche gerade erst in den Äckern der Umgebung gefunden wurde und von Archeologen der Universität von Honduras Aufbereitet und aufgestellt wurde. Auch mal interessant. Das Volk, welches hier die Pyramiden gebaut hat ist noch weitestgehend unerforscht. Man weiß nur, dass sie keine Maya waren. Also noch immer ein großes Forschungsfeld. Heute Abend kochen wir selber und gehen dann relativ früh ins Bett.Les mer
Comayagua
22. april 2025, Honduras ⋅ ⛅ 30 °C
Nach einer ruhigen Nacht werden wir morgens von den Pfauen geweckt. Wir frühstücken und fahren in die Stadt Comayagua. Der zunächst angesteuert Parkplatz ist voll. Wir fahren noch einmal ums Eck und Thomas kurbelt gekonnt souverän in eine enge Parklücke. Wir besichtigen den wunderschönen und bunten Zocalo und die Kathedrale. Diese hat einen wunderschön vergoldeten Hauptaltar und eine vergoldeten Seitenkapelle. Eine so prachtvolle Kirche haben wir seit Mexiko nicht mehr gesehen. Dieses Bistum in Honduras muss sehr reich gewesen sein. Wir schlendern noch etwas durch das bunte Städtchen und heben etwas Bargeld aus dem Gedautomaten ab. Die Stadt gefällt uns ausgezeichnet und wenn hier nicht das Golfhotel gewesen wäre, wären wir hier nie gelandet. Weiter geht. Thomas zirkelt wieder auf den Millimeter aus. Wir müssen wieder durch den Eingang raus. Für das Ausparken in die andere Richtung war nicht genug Platz da. Thomas hat das Buschen bis auf den letzten Millimeter im Griff. Dann geht es weiter zum Lago de Yojoa. Wir fahren zunächst zur vielgepriesenen Brauerei. Der Overlander Stellplatz entpuppt sich jedoch als Parkplatz. Nicht voll, aber eben auch nur ein Parkplatz. Wir fahren auf die andere Seite des Kanals zu eine Kakaofarm. Dort werden uns gleich zwei Stellplätze inmitten eines tropischen Garten zwischen den zu vermietenden Cabanas angeboten. Das ist mehr nach unseren Geschmack. Also bleiben wir da. Wir arrangieren bei unserem Wirt für morgen ein Kajak um auf den See fahren zu können. Nach einer Dusche gehen wir essen. Dieses entpuppt sich als überaus sperrlich. Da koche ich doch besser selber. Dafür unterhält sich Thomas super mit einem älteren schwarzen Herrn, welcher auf der Kakaofarm arbeitet und lebt. Wir nennen ihn Einstein, da er Thomas die Relativitätstheorie erklärt. Thomas ist beeindruckt, dass er diese sogar im Ansatz verstanden hat. Das hätte man hier bei dem Bildungsniuveau nicht erwartet. Zudem erzählt er einiges über Honduras und dessen Bevölkerung und Geschicht. Trotz des schlechten Essens doch noch ein interessanter Abend.Les mer
Eine Partie Golf in Comayagua
21. april 2025, Honduras ⋅ ☀️ 31 °C
Nach einer super ruhigen Nacht, einem gemütlichen Frühstück und unseren Hantelübungen schwingen wir uns in unser Buschen und fahren über Tegucigalpa, die Hauptstadt von Honduras nach Comayagua. Hier habe ich ein Hotel mit Golfplatz entdeckt, an dem wir auch über Nacht stehen können. Noch vor Tegucigalpa ist eine Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung. Es steht niemand da, um den Verkehr zu regeln, also fahren wir los. Hinter uns kommt noch ein Lieferwagen nach. Kaum sind wir losgefahren, kommt uns allerdings xer Gegenverkehr entgegen, das ist nun aber wirklich schlecht. Thomas fährt zur Seite, der Lieferwagen auch. Da kommt auch schon ein Motorrad mit einem der Bauarbeiter. Er ist ganz wütend, was sas solle, wir seien hier ni hat in den USA, sondern in Honduras, er werde uns melden. Erbost zischt er wieder ab. Der Lieferwagen hinter uns ist schon weiter gefahren und nun vor uns. Und direkt am Ende der Baustelle steht natürlich eine Polizeikontrolle. Den Lieferwagen, der ja nun vor uns war, haben sie schon am Wickel. Uns winken sie dann einfach durch, zwei Protokolle auf einmal ist dann wohl zu viel. Da haben wir aber riesiges Glück gehabt, das hätte nicht so einfach geendet und wir haben ja tatsächlich einen Fehler gemacht. Ganz langsam fahren wir vorbei und dann rasch weiter. Es ist bereits Nachmittag als wir in Comayagua ankommen. Das heißt, es ist nicht mehr ganz so heiß und so legen wir mit dem Golfen los. Der Golfplatz liegt in einer einmaligen Landschaft. Leider ist er etwas wenig gut gepflegt. Uns als Golfanfänger stört das nicht weiter, und so genießen wir unseren Golfkurs. Wir haben eher ein Problem, weil es kei en Plan gibt und wir oft den nächsten Abschlag mühsam suchen müssen. Am Ende finden wir aber immer die nächste Bahn, Nach 9 Löchern beenden wir das Spiel, da die Sonne wunderschön hinter den Bergen untergeht. Wir gehen duschen und dann im hoteleigenen Restaurat lecker Essen. Dazu gibt es ein deutsches Paulaner, welches super schmeckt bei der Hitze.Les mer
Ocotal und Grenzübergang nach Honduras
20. april 2025, Nicaragua ⋅ ☀️ 30 °C
Ostersonntag morgen besuchen wir die Messe um sieben. Unsere Gastgeberin am Schwimmbad hat uns vorher sogar noch einen Kafffee gemacht und ein kleines Stückchen Kuchen für jeden hingestellt. Das ist wirklichs sehr nett. Wir kommen kurz vor sieben an der Kathedrale an und diese ist bis zum letzten Platz besetzt. Also stehen wir vor dem Kirchenportal. Zum Glück im Schatten. Der Gottesdienst ist sehr feierlich und dauert fast zwei Stunden. Danach bummeln wir gemütlich zurück. Wir haben ein Frühstück bestellt und bekommen ein sehr gutes nicaraguanisches Frühstück. Thomas sogar mit Reis und Bohnen. Gallo Pinto darf hier bei keiner Mahlzeit fehlen. Wir genießen das Frühstück und telefonieren nochmal Ostern sehr lange und ausfühlich mit der Familie. Danach verabschieden wir uns von unseren netten Gastgebern. Zunächst fahren wir in die Stadt zum Supermarkt und kaufen noch etwas ein. Dann beschließen wir, die übrigen nicaraguanischen Cordoba nicht zurückzutauschen sondern der örlichen Kirche zu spenden. Nachdem wir die represive Haltung des Ortegaregimes gegen die Kirche selber erlebt haben, denken wir, dass diese Unterstützung hier gut aufgehoben ist. Wir suchen den Pfarrer. Da wir diesen nicht finden können, werfen wir das Geld in die Spendenbox, welche uns von einen der Kirchenmitarbeiter gezeigt wird. Wir hoffen, dass es sinnstiftend genutzt werden kann. Dann fahren wir zur Grenze. Es ist wenig los. Also zunächst nicaraguanische Ausreise. Migration, Ausreisestempel in den Pass, Zollprozeder und nochmalig polizeiliche Kontolle des Fahrzeugs. Alles läuft reibungslos. Dann Einreise Honduras. Desinfektion des Buschen, Einreisestempel und Zoll für das TIP. Auch das läuft einwandfrei. Was hatten wir ein Glück. Nach uns kommt ein Reisebus und die Leute stehen Schlange. Doch für uns hat der Grenzübergang knappe zwei Stunden gedauert. Das ist rekorverdächtig und das am Ostersonntag. Wir fahren weiter auf der Schlaglochpiste von Honduras. Der Campingplatz liegt zum Glück kurz hinter der Grenze und so kommen wir noch vor dem Dunkelwerden an. Der Campingplatz wird von einer jungen hondurianischen Familie betrieben, welche erst letztes Jahr aus den USA zurück gekommen ist und diesen Campingplatz eröffnet hat. Sie empfangen uns super nett auf englisch. Wir sind die einzigen Gäste und können uns unseren Stellplatz aussuchen. Für den Abend stellen sie uns Brennholz zur Verfügung und so machen wir seit langem wieder ein Lagerfeuer, unser ganz persönliches Osterfeuer.Les mer
Somoto Canyon
19. april 2025, Nicaragua ⋅ 🌙 23 °C
Wir haben eine ruhige Nacht hinter uns und frühstücken gemütlich. Heute haben wir um 9 Uhr eine Canyontour gebucht. Wir fahren zunächst mit unserem Führer Eden zusammen ein Stück auf dem Pickup die Straße hoch. Dann steigen wir aus und wandern zum Canyon runter. Zunächst waten wir durchs Wasser, aber schon bald kommen Abschnitte, in denen wir durchs Wasser schwimmen müssen. Die Dame vom Restaurant hatte davon nichts gesagt, und so hat Thomas seine Photoausrüstung dabei, welche sehr wasserempfindlich ist. Der Führer hat zum Glück eine wasserfeste Tasche dabei, und so funktioniert das Schwimmen ganz gut. Der Canyon ist wunderschön. Die Felswände türmen sich hoch zu beiden Seiten des Flusses auf und leuchten in allen Gelb- und Rotschattierungen. Es wird ein wirklich tolles Erlebniss. Zum Schluß fahren wir noch mit einem Ruderboot. Hier ist der Fluß nun breit genug dafür und die Wasserqualität wird auch schlechter, so dass wir ganz froh darüber sind. Zur Mittagszeit sind wir wieder zurück am Buschen. Wir beschließen, noch heute nach Ocotal zu fahren, da es nicht so lustig ist, den Nachmittag auf einem Parkplatz zu verbringen. Nach gut zwei Stunden Fahrt sind wir in Ocotal und beziehen unseren Stellplatz an einem Freibad. Es ist Nachmittag und sehr heiß und so ist dieses Schwimmbad auch gut besucht. Wir stellen uns an den Rand an ein ruhiges Plätzchen im Schatten. Die Besitzer sind sehr nett. Von dort laufen wir in die Stadt, besuchen die Kirche und besichtigen die kleine Stadt, welche die Partnerstadt von Wiesbaden ist. Einige Marktstände haben noch auf, und so können wir noch Obst und Gemüse kaufen. Zum Abendessen gibt es eine gute Pizza im Restaurant des Schwimmbads.Les mer
Via Crucis und Fahrt nach Somoto
18. april 2025, Nicaragua ⋅ ☀️ 26 °C
Nach einer ruhigen Nacht sind wir direkt an der Kirche, an der die Prozession startet. Pünktlich um 10 Uhr geht es los. Die Gemeinde versammelt sich vor der Kirche. Umständlich werden die Jesusfigur, die Marienfigur und die des Apostels Johannes seitlich zur Calvarientreppe heruntergetragen. Dann beginnt die Prozession am unteren Ende des Calvarienbergs auf dem Kirchengelände. Die Prozession folgt den Stufen nach oben, etwa alle drei Stufen ist eine Kreuzwegstation, an der dann Predigten und Gebete gesprochen werden. Die Gemeinde knubbelt sich um die Figuren. Die Prozession läuft sehr feierlich ab, bis die Prozession in der Kirche ankommt und der Priester mit einem Gebet in der Kirche endet. Wir verlassen den Kirchenparkplatz. Dort haben sich am Ausgang sehr auffällig Militärposten mit schweren Maschinengewehren positioniert. Diese sind von der Staatsgewalt geschickt, um die Einhaltung des Versammlungsverbots auf der öffentlichen Straße zu beaufsichtigen. Daher das Gedränge um den Calvarienberg. Ortegas Regime erlaubt diese Prozession nur auf dem Kirchengelände. Auf der öffentlichen Straße ist sie verboten. Was ein übergriffiger Staat. Es ist erstaunlich, dass trotzdem so viele Menschen zu Kirche gehen und traurig zugleich, wie dieses Regime die Glaubensfreiheit beschneidet. Wenn man die ausufernd bunten und lauten Prozessionen in Antigua Guatemala dagegen sieht, weiß man, was diesen Menschen verboten wird. Wir möchten nicht wissen, wie viele für ihren Glauben Einschrenkungen ihres persönlichen Lebens hinnehmen müssen, wenn dies schon im öffentlichen Leben so demonstartiv zur Schau gestellt wird. Armes Nicaragua und vor allem arme Nicaruagianer. Es ist für uns ein bedrückendes Gefühl und das als Touristen. Wir verlassen San Rafael del Norte und fahren durch die Berge Richtung Staatsgrenze Honduras. Am Nachmittag kommen wir am Somoto Canyon an. Wir bezahlen unseren Eintritt, welcher für Ausläder das mehr als viefache kostet wie für die Einheimischen. Das handhaben hier alle Länder in Mittelamerika so. Auch das ist mit unserem mitteleuropäischen Gleichheitsempfinden nicht vereinbar. Was würde in Deutschland für ein Aufschrei durch die Presse gehen, wenn Ausländer einen mehrfachen Eintrittspreis bezahlen müssten wie Deutsche. Das wäre undenkbar. Aber hier ist es normal. Wir parken auf dem noch recht vollen Parkplatz. Es ist Ostersamstag und die Nicaraguaner haben alle frei. Die Dame des angrenzenden Restaurants meint, am Abend seien alle weg und wir können gerne über Nacht stehen bleiben. Wir parken im Schatten und laufen vor zum Canyon. Wir müssen zweimal den kleinen Fluss kreuzen und stehen am Eingang des Canyons, der allerdings recht unspektakulär aussieht. Viele nicaraguanische Familien platschen im Wasser und viele recht Betrunkene torkeln herum. Wir gehen zurück. Der Parkplatz ist schon fast leer. Wir gehen duschen und essen zu Abend. Dann sind alle fort und es ist wunderschön ruhig.Les mer



















































































































































































































































































































































































































