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Laos-Kambodscha

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  • Irrawaddy Delfine

    12 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute stehen wir tatsächlich mit den Hühnern und der Sonne auf. Gegen kurz vor sechs beginnen die Hähne im Umkreis zu krähen und der Morgen dämmert. Die Familie meiner Unterkunft wird wach und beginnt mit den Frühstücksvorbereitungen. Und auch wir, die Gäste stehen mit auf und frühstücken dann alle gemeinsam auf dem Balkon kambodschanische Nudelsuppe mit wahlweise Tee oder Kaffee. Wie immer wieder sehr schmackhaft. Es ist keine Hühnersuppe, sondern eine leichte mit Lemongras und Ingwer gekochte Brühe. Sehr erfrischend.
    Nach einem entspannten Start in den Tag brechen wir gegen halb elf mit Vireak zusammen auf. Zunächst geht es zu Fuß zu einigen Nachbarhäusern, um Schildkröten, Hundewelpen und Küken anzusehen und Yakfrucht frisch vom Baum gepflückt zu probieren. Sehr aromatisch und süß!
    Dann begegnen wir einem Ochsenkarren, der einen neuen Gefrierschrank transportiert. Zum Schießen.
    Auf der Insel sind neben Fahrrädern und Rollern die Ochsen- und Ponykarren Transportmittel der Wahl. Autos gibt es auch hier keine.
    Wir sind bei einer vierköpfigen Familie untergebracht. Vireak, der älteste Sohn betreibt das Homestay, seine Mutter kocht. Es gibt noch seinen Vater und den jüngeren Bruder.
    Normalerweise leben die Familien auf Koh Trong von der Feldarbeit. Vireak erzählt mir, dass das jedoch harte Arbeit sei und er nicht wollte, dass seine Mutter so schwer arbeiten müsse. Daher begann er das Homestay. Sie betreiben es vor allem während der sechs Monate Trockenzeit. Dann kriegen sie bis zu sechs Gästeparteien in ihrem Haus unter. Sie haben dafür das große Gemeinschaftszimmer mit Vorhängen mehrfach abgetrennt und so je ein eigenes Refugium geschaffen mit großer Matratze und eigenem Moskitonetz. Er erzählt, dass sie sich dafür Geld leihen mussten, um das alles möglich zu machen, ihre Situation aber jetzt ein bisschen besser sei als noch vor einigen Monaten.
    Er spricht sehr gut Englisch, teilweise selbst beigebracht. Der Rest der Familie spricht kaum Englisch. Aber sie sind total bemüht und super lieb.
    Vireak nimmt sich jeden Tag die Zeit für seine Gäste, um sie herum zu führen. Wir nehmen nach einer relaxte Pause am Mekong die Fähre rüber nach Kratie und fahren von dort aus weiter mit dem Tuktuk. Wir besichtigen ein buddhistisches Schweigekloster und probieren ein bisschen einheimische Spezialitäten. Zum Beispiel sticky rice im Bambusrohr gegart und gekochte Mekong-Schnecken.
    Der Reis war super. Der Schneckensud auch. Aber das Fleisch ist in seiner Konsistenz gewöhnungsbedürftig. Immerhin esse ich zwei.
    Nach dieser Mutprobe haben wir uns die Delfine verdient und die sehen das anscheinend auch so. Bereits von der Treppe zum Anleger kann man beim Blick über den Mekong ihre Rücken- und Schwanzflossen sehen.
    Wir sind das einzige Boot draußen und haben viel Glück. Sie jagen gerade und dadurch sehen wir sie auch mal aus dem Wasser vollständig auftauchen, was sie im Gegensatz zu den Meeresdelfinen seltener machen.
    Wir verbringen fast eine Stunde auf dem Wasser und beobachten sie. Wunderschön.
    Schön ist außerdem, dass der Bootsmann nur den Motor nutzt um längere Distanzen zum Rausfahren zu überbrücken, danach schaltet er ihn komplett aus und paddelt nur über den Mekong.
    Es sollen noch ca. 90 Tiere in Kambodscha vorhanden sein. Die Tendenz ist leider bisher fallend. Ich bin froh sie gesehen zu haben.
    Zum Abschluss unseres Ausflugs fahren wir noch nach Kampi zu den Stromschnellen. Dort wird zur Trockenzeit jedes Jahr aus Holz ein Hängemattendorf errichtet. Für einen kleinen Obolus kann man dort die ganze Zeit in der Hängematte relaxen und dem Mekong zusehen. Der perfekte Ort für ein Schläfchen.
    Bald darauf geht es zurück nach Kratie und Koh Trong. Im Homestay gibt es wieder leckeres Abendessen und ich ziehe mich bald zurück, weil. Ich Kopfschmerzen ärgern. Ich habe zu wenig getrunken bei der Hitze.
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  • Zwischenstation Phnom Penh

    13 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌙 30 °C

    Leider hieß es wieder Koffer packen und nach einem schönen Frühstück im Homestay musste ich mich von den kleinen Katzen und Hunden und natürlich auch von den vielen lieben Menschen verabschieden. Es ging zurück mit dem Boot über den Mekong und dann weiter zur Busstation. Von dort starteten wir bald darauf auf die siebenstündige Busfahrt in die Hauptstadt.
    Zwischendurch geht es auch hier nicht ohne Zwischenstopps, aber alles in allem reist es sich ein wenig komfortabler als in Laos.
    Auf dem Weg sehe ich viele Pfeffer-Plantagen und wie die Einwohner die Rispen auf Planen vor ihrem Haus zum trocknen in der Sonne auslegen. Gegen fünf erreichen wir Phnom Penh. Als wir über den Mekong fahren sieht man soweit das Auge reicht nur Häuser entlang des Flusses.
    Schnell stecken wir auch im ersten Stau fest. Es ist Rushhour.
    Die Straße zu überqueren gerät hier schnell zur Mutprobe aufgrund unaufhörlicher Auto- und vor allem Rollermassen.
    Es ist laut, stickig und dreckig und unglaublich viel Verkehr. Typisch asiatische Großstadt.
    Mein Hostelzimmer ist nicht berauschend, aber da es nur eine Zwischenstation ist, stört mich das nicht. Auf der Suche nach einem Geldautomaten und bei der Erledigung kleinerer Besorgungen wird es mir jedoch schnell zu viel. Ich finde aber alles und kann mich bald darauf zurück ziehen. Die Dusche danach hilft aber auch ungemein.
    Morgen geht es gleich weiter nach Sihanoukville, um dann auf eine weitere Insel diesmal am Meer zu gelangen: Koh Rong Sanloem. Ein kleines Paradies mit langen Stränden, türkisblauem Meer. Genau das richtige für das weitere Ausspannen und als Geburtstagsgeschenk für mich selbst.
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  • Im Paradies angekommen

    14 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach einer etwas unruhigen Nacht werde ich gewohnt zeitig wach und versuche möglichst leise meine Taschen zu packen. Ich teile mir das Hostelzimmer nur mit einer Japanerin. Die erzählt mir dann einige Zeit später ungefragt und unvermittelt ihre halbe Lebensgeschichte. Gestern hatte sie noch kein Wort mit mir gewechselt. Crazy. Gott sei Dank geht sie dann bald darauf und ich kann in Ruhe frühstücken und fertig packen.
    Ich werde dann bald vom Hostel abgeholt, um zur Busstation zu fahren. Dort werden wir ohne weitere Begrüßung oder Ticketkontrolle angewiesen einzusteigen. Dann geht es auch schon los. Es dauert schon fast eine Stunde bis wir die letzten Ausläufer der Stadt hinter uns lassen. Es gibt viele Baustellen, unglaublich viel Verkehr und massenhaft Müll an den Straßenrändern. Auch in Laos lag einiges an Müll herum, doch hier wird es nochmals übertroffen.
    Im Bus gibt es das versprochene Free WiFi natürlich nicht. Der Fahrer versteht leider auch kein Wort Englisch oder er möchte es nicht verstehen. Auch das ist möglich. Fahren kann er leider auch nicht. Immer wieder beschleunigt er rasant, um dann genauso massiv plötzlich abzubremsen.
    Wir machen bei einer geplanten 4-stündigen Fahrt drei Pausen, die ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann. Klar werden am Ende fünf Stunden Fahrt draus. Doof nur, dass in einer halben Stunde die Fähre gehen soll, zu der wir eigentlich den Zubringer mitbezahlt haben. Nur sei der schon weg. Der nächste gehe gegen fünf. Dreieinhalb Stunden später! Wir könnten natürlich auch ein Tuktuk auf eigene Rechnung nehmen. Klar, was denn sonst. Ich bin genervt.
    Aber wir finden ein Tuktuk und wir schaffen auch die Fähre.
    Und lassen bald Sihanoukville hinter uns. Diese Großstadt am thailändischen Golf übertrifft Phnom Penh noch an Baustellen. An jeder Ecke prägen Banner mit chinesischen Schriftzeichen, die das große Bauprojekt dahinter preisen. Es ist, wie überall schon beschrieben, eine hässliche, staubige und vom Verkehr verstopfte Stadt. Gut, das ich sie hinter mir lasse.
    Auf der Fähre versuche ich noch meine Unterkunft anzurufen, da sie mich per Boot vom Anleger abholen müssen, es gibt keinen Landweg zum Sandy Beach.
    Die sind aber nicht erreichbar und wie immer ergibt sich auch da durch die Fährmitarbeiter eine Lösung.
    Als wir am Pier auf Koh Rong Sanloem ankommen, weiß ich, ich bin hier gerade genau richtig. Die Art wie sich der weiche, feine, weiße Sand unter den Füßen anfühlt und wenn das warme, türkisblaue Meer an deine Knöchel schwappt. So fühlt sich das Paradies an.
    Hier gibt es keine Busunternehmen, die mit Touristen in einem gebeutelten Land das große Geld machen möchten. Hier gibt es keine riesigen Baustellen, die die nächste Straße oder chinesische Fabrik fertig stellen, die kaum den Bürgern zugute kommt.
    Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen von Kambodscha enttäuscht. Ich hatte es mir anders vorgestellt. Aber nach ein paar Tagen im Paradies kann ich ja die Annäherung an das Land nochmal versuchen.
    Jetzt heißt es erstmal: Entspannung im Bungalow!
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  • Entspannter Tag am Strand

    15 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich bin heute gegen sechs aufgestanden, um mir den Sonnenaufgang anzusehen. Er war wunderschön.
    Danach habe ich mich nochmal ins Bungalow zurück gezogen, um etwas zu dösen in der milden Brise, die zum Fenster herein wehte.
    Dabei habe ich auch zwei kleine Eidechsen getroffen. Später gab es dann Bananen-Pancake mit Iced Coffee. Sehr lecker.
    Den restlichen Vormittag habe ich auf einer Liege am Strand mit Lesen und Wellen angucken verbracht.
    Zum Mittag gab es Gebratenen Reis mit relativ viel Pfeffer (natürlich Kampot-Pfeffer) und einem Ananas-Shake.
    Am Nachmittag bin ich am Strand entlang gelaufen und habe dann auch eine Runde im Meer gedreht. Sehr angenehme Wassertemperatur kann ich nur sagen.
    Den Nachmittag lasse ich auf der Bungalow-Terrasse mit Hören von Podcasts und lesen ausklingen.
    Zum Abendessen gibt es Redsnapper in Tamarinden-Sauce plus ein Angkor-Bier. Festessen.
    Einen Cocktail, wie die Karte verspricht, gibt es leider nicht im Angebot. Schade! Das wäre perfekt gewesen.
    Am Ende geht ein schöner Tag am Meer zu Ende mit Besuchen von Eidechsen, Schmetterlingen, einem kleinen verschmusten Kater, der leider nicht still hält und einer kleinen Kröte und ein paar Geckos.
    Wirklich schön!
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  • Noch ein entspannter Strandtag

    16 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌙 28 °C

    Heute Nacht wurde ich gegen 3 Uhr wach. Zunächst war mir gar nicht klar, was mich genau geweckt hatte, dann sah ich es.
    Der Himmel leuchtete. Und hin und wieder folgte ein Grollen.
    Ein Gewitter zog über das Meer und auf die Insel zu.
    Es war ein atemberaubendes Schauspiel, manchmal wurde der komplette Strand und das Meer taghell erleuchtet. Manchmal sah man in der Ferne, wie sich die Blitze über dem Meer entluden.
    Ich lümmelte mich in einer der Korbsesseln vor meiner Tür und schaute zu.
    Irgendwann wurde es zunehmend ungemütlich, denn der Wind frischte stark auf und der Donner krachte ohrenbetäubend. Dann kam der Regen.
    Ich verzog mich zurück ins Bett.
    Dementsprechend trübe und dunstig begann der Tag. Es wurde aber im Verlauf wieder sehr schön und sonnig.
    Ich ging auch wieder mehrmals schwimmen und traf einen Seestern.
    Zunächst hatte ich es für einen toten Seeigel oder ein anderes kugelförmiges Gebilde gehalten. Als ich es berühren wollte, löste sich die Kugel auf und ich erkannte einen Seestern mit langen Armen.
    Er hatte die Form wahrscheinlich angenommen, um die Brandung zu überstehen.
    Ansonsten verbrachte ich meine Zeit mit Sonnenbaden, Lesen, Dösen im Schatten.
    Gleichzeitig hielt der Tag mal wieder eine Lektion bereit.
    Ich wollte mir online ein Busticket buchen, da ich davon ausging, dass man hier auf der Insel mir nicht helfen könne.
    Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass man für Verified by Visa eine Tan benötigt, die man in der Regel per SMS bekommt. Wenn man denn Netz hat. Was ich hier draußen natürlich nicht hatte.
    Bis mir das aufging, war es mir schon heiß und kalt geworden, weil es einfach nicht funktionierte. Und ich versuchte, mit meinem Bankunternehmen Kontakt aufzunehmen. Dabei wurde mir dann erläutert, dass ich zu viele Tans hatte ungültig werden lassen und daher zunächst mein Online-Zugang gesperrt sei.
    Boah war ich wütend auf mich geworden. Warum machte ich auch so einen Murks. Aber eigentlich ist die Situation wieder urkomisch.
    Denn als ich bei der Rezeption vorsichtig wegen eines Bustickets anfragte, zückten sie eine riesige Übersicht über die verfügbaren Verbindungen mit Preisen etc. Ich hätte heulen und lachen mögen zur selben Zeit.
    Ich frage mich, wie oft bin ich den schweren Weg gegangen, wenn ich mit einer kleinen Frage/Bitte um Hilfe es so viel leichter hätte haben können?
    Warum glaube ich eigtl immer, alles allein machen zu müssen?
    Für alle die, die sich jetzt fragen, ob ich finanzielle Schwierigkeiten bekomme für den Rest der Reise: keine Sorge, Visa-Karte funktioniert trotzdem noch, ich kann nur gerade nicht meinen Kontostand einsehen. Das ist alles. Und ich habe jetzt beschlossen, das muss warten, bis ich wieder in Deutschland bin.
    Zum Abendessen gab es wieder Khmer-Essen. Lok Lak, Huhn in pfefferiger Soße mit Gemüse, Spiegelei und Reis. Sehr lecker!
    Morgen breche ich aus dem Paradies wieder auf und nähere mich nochmal der Erfahrung Kambodscha an. Es geht nach Kampot!
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  • Adrenalin und Ankunft in Kampot

    17 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌧 26 °C

    Gestern Abend hatte ich meinen ersten Schockmoment. Ich habe nämlich Besuch bekommen. Ich war am zusammen packen und rum kramen, als mein Blick hoch an die mir gegenüber liegende Wand gleitet.
    Plötzlich sitzt dort ein riesiger Gecko, ca. 30 cm lang, der Kopf so groß wie ein Fünf - Mark-Stück und ohne Witz, er fixierte mich.
    Ich habe mich so sehr erschrocken, dass es mich tatsächlich kurz ziemlich schüttelt und ich brauche eine Weile, um mich von dem Schock wieder zu erholen. Kleiner sind die definitiv niedlicher. Bald darauf verzieht sich das Tier gemächlich in die Zwischenwand. Das beruhigte mich. (Auf dem Foto kommt die Größe irgendwie gar nicht zur Geltung!)
    Der zweite Schock oder eigtl mehrere folgten dann in der Nacht. Erneut zieht ein heftiges Gewitter über die Insel hinweg.
    Der Wind ist so stark, dass der Regen zeitweise waagerecht fliegt und mir sogar die Tür aufliegt und es rein regnet.
    Aber am schlimmsten ist der Donner. Mehrfach entladen sich Blitze in direkter Nähe und mit solch einer Heftigkeit, dass mir bei dem Donner wirklich Angst und Bange wird. Ich zucke jedes Mal heftig zusammen und erwarte das schlimmste. Sowas habe ich vorher noch nicht erlebt.
    Nach einer Stunde flaut das Gewitter ab, aber selbst für die Inselbewohner war es sehr heftig, wie ich heute morgen erfuhr.
    Ich kann aber bald wieder einschlafen und morgens liegt das Meer so ruhig da, als wäre nichts gewesen.
    Nach dem Frühstück breche ich auf zur Fähre. Diese Fahrt auch über die große Schwester Koh Rong. Es ist spannend, den trubeligen Fischer/Touristenort zu sehen. Aber ich weiß für mich, das hätte ich nicht haben wollen. Alles richtig gemacht.
    Am Pier auf dem Festland hätte eigtl eine Fahrer auf mich warten sollen, der mich zum Bus bringt. Ich bin um 10:30 Uhr eingetroffen, um elf soll der Bus fahren(was er natürlich nicht tut), aber selbst nach einigem warten taucht niemand auf.
    Ich entscheide, selbst ist die Frau und winke mir ein Moto-Taxi, einen Motorroller, heran und los geht es zur Buszentrale. Dort trifft kurz nach mir auch der Bus nach Kampot ein. Er wird zwar 20min zu spät abfahren, aber so war ich deutlich entspannter.
    Auf der Fahrt mache ich dann die Bekanntschaft mit der unbeliebten Sorte der Backpacker.
    Einem jungen Typ, dessen Hose und T-Shirt schon lange keine Waschmaschine oder generell Wasser gesehen haben und der auch so riecht, als ob selbst das Geld für eine ordentliche Dusche zu knapp wäre.
    Am liebsten möchte man ihm ein paar Dollar zustecken, damit er sich zumindest für eine Nacht ein entsprechendes Zimmer mit sanitären Anlagen leisten kann.
    Es die Fraktion der Backpacker, die am äußersten Limit mit ihrem Budget sind und statt das Geld für einen Flug nach Hause zusammen zu kratzen, einfach nicht weg wollen, vllt weil zu Hause auch die Perspektive fehlt oder die Realität droht.
    Gott sei Dank bewegt er sich nur wenig, sodass ich einigermaßen die Fahrt von nur 3 Stunden überstehen kann.
    In Kampot angekommen, bin ich froh, mich dafür entschieden zu haben. Es ist ein schöner, entspannter Ort an einem Fluss nicht weit entfernt vom Meer. Und die Leute hier sind auch entspannter.
    Auf meinen ersten Streifzügen durch die Stadt erlebe ich wieder die schon in Laos lieb gewonnene Freundlichkeit und Gelassenheit. Das ist das Kambodscha, von dem man mir erzählt hatte und dass ich so gern erleben wollte.
    Zum Abendessen gibt es Khmer-typisches Red Curry, hier als sehr Gemüse-lastiger Eintopf mit Reis serviert. Super lecker.
    Heute bin ich zeitig zurück und faulenze noch ein wenig auf dem Balkon des Guesthouses. Das ist tatsächlich sehr angenehm, wegen des Windes, und sehr spannend, wegen einer stattfindenden Hochzeit in der Straße.
    Hochzeiten erfolgen hier nur zur Trockenzeit und die Feierlichkeiten dauern in der Regel drei Tage. Es werden große Zelte aufgestellt, die mit weißen Tüchern überspannt sind. Je nach Wunsch mit verschiedenen bunten Tuchlagen dekoriert. Die Plastikstühle erhalten weiße Hussen mit bunten Schleifen und der Eingang wird aufwendig mit ähnlich farbigen meist Kunstblumen dekoriert. Je nach Geldlage leistet man sich dazu mindestens eine Life-Performance und generell laute Musik.
    Und alle sind sehr chic und edel, wie zu einem Ball oder ähnlichem angezogen.
    Die ganze Straße steht voller Autos, es wird kreuz und quer geparkt.
    Bald werde ich mich aber losreißen, denn morgen werde ich auf eine kleine geführte Fahrradtour in die Dörfer um Kampot gehen. Ich bin sehr gespannt!
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  • Erlebnisse um Kampot

    18 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌙 27 °C

    Heute morgen hatte ich mich für eine Halbtages- Fahrradtour rund um Kampot angemeldet.
    Jedoch lief mal wieder nicht alles nach Plan, denn es tauchte niemand auf, um mich abzuholen. Als meine Gastgeberin nachfragte, waren diese ziemlich überrascht von meiner angeblichen Buchung. Nur dass ich diese ja durch einen längeren Mailverkehr nachweisen konnte.
    Im Verlauf stellte sich heraus, dass die Kollegen untereinander sich nicht richtig ausgetauscht hatten.
    Wenige Minuten später stand jmd zum Abholen bereit und da die Gruppe schon abgefahren war, bekam ich eine private Tour aber zum Gruppentarif.
    Und es war echt super.
    Wir fuhren ein gemächliches Tempo bei abwechselnder Bewölkung und Sonnenschein. Wir schauten uns die Lotuspflanze genauer an und ich lernte, dass die Samen gegessen werden, dass man aus dem Stängel Fäden gewinnen kann, die ähnlich wie bei Seidenraupen versponnen und zu Stoffen verarbeiten werden können. Mit den Wurzeln gekocht und noch einiges mehr.
    Außerdem besuchten wir eine örtliche Familie die typische Nudeln aus einer Reispaste herstellt und sich durch deren Verkauf bzw. das Kochen von Suppe damit ihren Lebensunterhalt verdienen kann.
    Andere Familien im Umkreis leben von der Herstellung einer Art Waffelröllchens, dass es nur aus Kampot gibt. Es wird aus Tapiokamehl, Eiern und Kokosmilch hergestellt.
    Das dürfte ich auch probieren und es war wirklich gut.
    Generell habe ich während der Tour viel über die Khmer und ihre Kultur und ihr Leben gelernt. Das hat sich definitiv gelohnt. Toll ist auch, dass Butterflytours auf Initiative durch kambodschanische Studenten entstanden ist, ursprünglich um ihr Englisch zu verbessern. Mittlerweile ist es ein kleines Unternehmen mit einigen regionalen Filialen geworden.
    Am Nachmittag bin ich nochmal durch die Straßen von Kampot gezogen und habe ein bisschen die entspannte Stimmung genossen. Außerdem habe ich noch eine Tour für morgen in den Bokor Nationalpark gebucht. Das wird eine Reise in die französische Kolonialzeit. Denn dort entstanden ein Kasino, eine Kirche und große Hotels, die dann jedoch nicht lange in Benutzung waren. Außerdem ist es dort angenehme 25°C warm. Die Khmer sprechen schon von Kälte!
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  • Bokor Nationalpark und Kampot Pfeffer

    19 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌙 24 °C

    Ich habe mir für heute eine Tour in den Bokor Nationalpark in Verbindung mit einigen Einblicken in die Salz- und Pfefferproduktion organisiert.
    Zunächst starten wir im Minivan in die Elephant Mountains. Die Berge sollen wie Elefantenrücken aussehen, daher der Name.
    Es geht auf einer steilen Bergstraße bis auf 1000m über dem Meeresspiegel hinauf. Hier oben hat auf dem Bokor Hill der König Norodom Sihanoukville und eine französische Gesandtschaft eine kleine Siedlung mit Residenzen, Casino und auch einer christlichen Kirche sowie einem buddhistischen Tempel bauen lassen. Das war um 1920. Im zweiten Weltkrieg und auch später im Indochina-Krieg wurde den Gebäuden übel zugesetzt und alles zerfiel.
    Es wirkt auch wie aus der Zeit gefallen.
    Aber jetzt entstehen dort oben plötzlich wieder Luxushotels und Wohnungen. Die Chinesen haben investiert. Momentan wirkt es aber immernoch wie eine Geisterstadt.
    Danach ist der erste Teil des Ausflugs abgeschlossen und wir werden zurück in die Stadt gebracht. Da sich für den zweiten Teil der gebuchten Tour niemand weiter gefunden hat, habe ich nun eine private Tour auf einem Motorroller.
    Es geht zu den Salzfarmen vor der Stadt. Leider hat es letzte Nacht so heftig geregnet, dass die Ernte der aktuellen Woche zerstört ist und es für mich nur die Anlage, aber kein Salz zu sehen gibt.
    Weiter geht es zu einer Höhle, die schon seit dem 7.Jh. als Tempel genutzt wird. Es ist beeindruckend.
    Während der Fahrt unterhalte ich mich viel mit meinem Guide. Er erzählt mir, dass er Grundschullehrer sei und er aber im zweiten Jobber nachmittags als Tuktuk- und Moto-Taxi-Fahrer arbeitet. Es sei üblich hier sogar drei oder vier Jobs zu haben. Zum einen ist das Leben durch viel importierte Waren teuer und meist wollen die Eltern die Schulbildung bezahlen können. Und häufig bedeutet das auch gerade für Englisch einen Privatlehrer zu bezahlen. Und das ist auch teuer.
    Während wir uns unterhalten, kommen wir am Secret Lake an, so secret ist der aber eigtl nicht.
    Er ist riesig und komplett von Hand ausgehoben.
    Durch Zwangsarbeiter unter dem Pol Pot-Regime oder den Khmer Rouge.
    Heute ist er Lebensgrundlage für Fischer.
    In direkter Nähe liegen viele Pfefferfarmen. Ich nehme an einer kostenlosen Führung und einem Tasting teil. Kampot Pfeffer ist neben dem Penja Pfeffer aus Kamerun der einige geschützte Peffername. Das heiß, da ist auch drin, was drauf steht.
    Das Tasting ist sehr spannend und pfeffrig-scharf. Aber tatsächlich schmeckt und riecht man einen Unterschied zwischen schwarzem, rotem, weißem und grünem Pfeffer.
    Danach geht es zurück in die Stadt. Nachdem ich mir den roten Staub abgespult habe, gehe ich nochmal zum Abendessen los. Heute wird es etwas untypisch. Ich esse einen Falafel-Teller. Ich habe keine Lust auf ewiges Gesuche durch die Lokale, bis mir was gefällt.
    Danach bin ich voll und gehe zurück ins Guesthouse. Es heißt mal wieder Tasche packen. Morgen werde ich mich nochmal an Phnom Penh versuchen.
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  • Phnom Penh, der zweite Versuch

    20 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 31 °C

    Am Morgen ging es mit dem Bus von Kampot in die Hauptstadt. Vorbei an trockenen Reisfeldern und karstigen Bergen ging es auf eine angenehme Fahrt im Minivan.
    Mit 1,5 Millionen ist Phnom Penh die bevölkerungsreichste Stadt Kambodschas. Und auch ein ziemliches Verkehrschaos. Nur weil eine Ampel grün ist, heißt das hier noch nicht, dass man auch fahren oder laufen kann. Geschweige denn, dass man überhaupt einfach so eine Straße überqueren kann.
    Ich mache mich zunächst auf ins National Museum of Arts. Hauptattraktion ist natürlich die Kunst aus der Angkor-Zeit. Diese stammt aus dem 7.Jh. Und es ist beeindruckend wie detailliert sie schon damals gearbeitet haben. Es sind Bronzestatuen dabei, die sind so filigran gearbeitet, dass die Form dazu sehr viel Arbeit gemacht haben muss.
    Der Innenhof ist wunderschön arrangiert und eine Ruhepol in dieser chaotischen und lauten Stadt.
    Am Mekong wurde ich dann auch nochmal vom Trubel Zeuge. Hier treiben sich neben Touris auch viele fliegende Händler mit Taubenfutter rum und dementsprechend hunderte Tauben. Dazu noch viele Khmer bei einer Gebetszeremonie, und Bettler und Invaliden.
    Ein Stück weiter stoße ich auf eine kleine Geschäftsstraße mit individuelleren Restaurants und Geschäften. Hier kann man tolle in Kambodscha produzierte Sachen finden. Ich werde auch sofort fündig. Ein kurze Hose und ein Kleid nenne ich nun mein Eigen.
    Wer hätte gedacht, daß dieser Nachmittag so entspannt werden würde. Ich bin wirklich zufrieden und glücklich.
    Danach ziehe ich weiter zum Abendessen. Ich bin mutig und traue mich in ein Khmer-Restaurant. Ich bin die einzige Ausländerin. Aber sie sind super lieb und ich entscheide mich für Shrimps in Knoblauch und Gebratene Nudeln mit Garnelen. Super lecker.
    Danach geht es zurück ins Hostel. Hier esse ich noch Longans (Lychee-artige Früchte) und Java-Äpfel,die habe ich einer Straßenverkäuferin abgekauft. Nur bzgl. der Menge sind wir uns nicht ganz einig geworden. Aber ich bin ja zur Zeit im Hostel, da werden sich also Abnehmer finden!
    Morgen wird es zunächst ernst. Ich fahre zu den Killing fields und in der Gefängnis, das zur Zeit der Khmer Rouge, dem Pol Pot-Regime Schauplatz für einen heftigen Genozid am kambodschanischen Volk geworden ist. Danach kommt noch der Königspalast und weitere Teile der Stadt dran.
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  • Killings Fields und Tuol Sleng

    21 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 30 °C

    Bitte nicht wundern, es werden heute zwei Footprints online sein. Es gibt viel zu erzählen und ich glaube das Thema Khmer Rouge verdient einfach ein eigenen Footprint. Aber Achtung, es ist nichts für schwache Nerven.
    Ich bin mit einem Tuktuk-Fahrer verabredet und es geht pünktlich los.
    Wir treffen nach einer knappen dreiviertel Stunde am Choeung Ek ein, den Killing fields bei Phnom Penh. Eine Gedenkstätte.
    Dieses ist das bekannteste, aber über ganz Kambodscha liegen hunderte verteilt, von denen man bis heute weiß. Gerade im Norden ist das Land so vermint, dass dort auch noch einiges an Massengräbern versteckt liegen könnte.
    Während der knapp vier Jahre des Pol Pot-Regimes wurden die Menschen systematisch aus den Städten vertrieben und ohne Vorkenntnisse zu landwirtschaftlicher Zwangsarbeit über min. 12 Stunden mit kaum zu Essen geknechtet. Es sollte ein kommunistischer Bauernstaat errichtet werden. Innerhalb von 48h wurden alle Städte "evakuiert". Danach gab es nur noch das Leben auf dem Land. Menschen mit weichen Händen, Brillen und/oder universitärer Ausbildung galten als Gefahr und wurden verhaftet. In einem dieser Gefängnisse wie Tuol Sleng wurden sie gefoltert und zu aberwitzigen Geständnissen gezwungen, um schließlich außerhalb der Stadt auf den sogenannten Killing fields hingerichtet zu werden. Ca. ein Viertel der kambodschanischen Bevölkerung kam so oder durch die Zwangsarbeit zu Tode. Mein Fahrer hat seinen Vater und Großvater unter dem Regime verloren. So geht es vielen kambodschanischen Familien. Viele haben bis heute vor allem psychisch unter den Folgen zu leiden.
    Die Killing fields sind meist Zufallsentdeckungen nach der Befreiung durch die Vietnamesen.
    In Choeung Ek wurde zunächst versucht, alle Massengräber auszuheben und allen eine letzte Ruhe zukommen zu lassen. Dafür wurde eine Stupa errichtet, in der die Gebeine aufgebahrt sind. Es waren zu viele und daher hat man sich entschlossen sie dort in Frieden liegen zu lassen. Nach starken Regenfällen treten immer noch Knochen und Kleidung zu Tage. Leider sind auch Kinder unter den Toten. Sie wurden an den Füßen festhaltend gegen einen Baum geschleudert und so umgebracht.
    Es ist unvorstellbar und zutiefst bedrückend, was hier passiert ist.
    Es lief nach dem Prinzip: "lieber einen Unschuldigen aus Versehen getötet, als einen Feind aus Versehen am Leben gelassen".
    Im Gefängnis kommen dann noch mehr heftige Geschichten dazu. Auch Bilder werden gezeigt. Zum Beispiel wie man bei Entdeckung des Gefängnisses Tote vorgefunden hat. Aber auch Fotos von den bereits Verstorbenen wurden gefunden. Es wurde alles systematisch dokumentiert. Und wird so zu einem bedrückenden Zeitzeugnis. Es gibt wohl auch einige Ausländer unter den Opfern. Zum Beispiel Journalisten oder Reisende.
    In Tuol Sleng kann man diese Fotos und die Zellen der Insassen noch hautnah erleben. Entweder wurden sie in Einzelhaft 1x1,5m großen Zellen provisorisch aus Ziegelsteinen in ehemaligen Klassenzimmern errichtet. Man sieht sogar noch die Tafeln. Oder aber sie wurden in größeren Zellen zu mehreren aneinander gefesselt liegend interniert.
    Ein riesiger Folterapparat und Genozid von Kambodschanern an Kambodschanern. Unvorstellbar.
    Und selbst nach Stürzung des Regimes sahen viele westliche Länder, auch Deutschland(!), die Khmer Rouge 1979 noch als die rechtmäßige Regierung an.
    Haben wir nichts aus unserer Geschichte gelernt? Die Verantwortung bleibt. Auch weiterhin.
    Erst in den 2000ern kam es zur Anklage der letzten noch Lebenden Regime-Führer. Pol Pot war da bereits tot.
    Auf den ersten drei Fotos seht ihr Aufnahme des Killing field. Die Dellen sind ausgehobene Massengräber. In der Stupa liegen aufgebahrt tausende Schädel von Opfern.
    Die anderen Bilder sind aus Tuol Sleng.
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  • Phnom Penh heute

    21 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌙 30 °C

    Ich habe gestern eine Verabredung mit einem Tuktuk-Fahrer getroffen, dass ich heute mit ihm eine Tour zu den Killing fields und dem ehemaligen Gefängnis machen würde. Dementsprechend bin ich ein bisschen aufgeregt, ob das auch klappt.
    Und tatsächlich pünktlich(!!!) steht ein Tuktuk-Fahrer vor der Tür und sagt, er sei der Bruder und würde mich heute entsprechend fahren. Er spricht ziemlich gut Englisch und ich bin beeindruckt über die Organisation.
    Kurz zu den Entfernungen, was nicht nur in Kambodscha, sondern auch für Laos gilt. Egal was Google Maps oder Maps.Me sagen,mach das doppelte draus und bei Rush hour das dreifache der angegebenen Zeit. "Schuld" sind  neben der Rush hour und damit die Menge der Motorroller und Autos, auch die Straßenverhältnisse und das generell innerorts 30km/h erlaubt sind. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum hier noch nichts schlimmeres passiert ist, während ich so den Straßenverkehr beobachte.
    Die Fahrt ist staubig, laut und heiß. Also nix für luxusliebende. Dafür gibt es viel zu sehen. Ich würde es so beschreiben:
    Phnom Penh ist sich mit einem Iced Green tea Cappuccino (eine gift-grüne gesüßteTeemischung auf Eis, lecker!) in der Hand im Tuktuk sitzend durch die immer währende Rush hour chauffieren zulassen, überladene kleine Motorräder zu überholen oder begleitet von einem lauten Hupkonzert von einem  Motorrad, das über und über mit frisch getöteten Hühnern behangen ist, überholt zu werden... Immer begleitet von Lärm, Abgasen, manchmal auch Gestank und der Wärme der Autos und dem Fahrtwind, der nur selten sich nicht wie ein warmer Föhn im Gesicht anfühlt.
    Um mich hinterher von den Killing fields abzulenken, lasse ich mich auf weitere Abenteuer für die Nase und das Auge ein. Ich besuche zunächst den russischen Markt. Nach 1980 hatten sich vor allem Russen in diesem Viertel angesiedelt, daher der Name. Es ist ein typischer asiatischer Markt, in dem es alles zu kaufen gibt, was man zum täglichen Leben braucht oder auch nicht. Es schlagen einem viele Gerüche in die Nase.
    Heftiger und eindrücklicher wird es später noch auf dem Nachtmarkt werden. Hier werden unter freiem Himmel auf Lotusblättern oder in einfachen Schüsseln alle erdenklichen Fluss- und Landbewohner feil geboten.
    Zwischendurch schaute ich mir heute aber auch den königlichen Palast an. Am eindrücklichsten waren dabei der Thronsaal und die Silberpagode. Beide dürfen von innen leider nicht fotografiert werden. Sie sind wirklich sehr schön und aufwendig eingerichtet. Der Thronsaal scheintfast nur aus Gold zu bestehen. Die Fliesen und der Teppich auf dem Boden haben das gleiche Muster von großen Blüten. Unter mehreren Kronleuchtern läuft der Blick auf einen goldenen niedrigen Thron mit sieben Schirmen darüber zu. Die Decke ist aufwendig und detailreich bemalt. Man könnte wahrscheinlich noch lange staunen.
    Die Silberpagode ist der Mittelpunkt des herrschereigenen Tempels zu Ehren von Buddha. Der Boden ist komplett mit Fliesen aus Silber ausgelegt. Das Zentrum bildet ein riesiger, goldener Sockel auf dem Buddha ruht und drumherum viele einzelne in verschiedenen Formen und Größen.
    Sehr beeindruckend. Die Wände bleiben jedoch im Vergleich zu vielen anderen Tempeln schmucklos. Aber eigtl ist das auch gar nicht nötig. Rund um die Tempelanlage verläuft ein Säulengang. Die Wand ist aufwendig bemalt mit Bildnissen aus Kriegshandlungen vermutlich aus der Geschichte der Khmer.
    Danach besuche ich noch den Wat Phnom der heiligste Tempel für die Buddhisten in Phnom Penh. Hier darf ich fotografieren, sodass ihr das auf dem letzten Bild seht.
    Zum Abendessen habe ich dann nicht mehr viel Lust auf großes Gesuche. Ich bin zu kaputt. Ich entscheide mich für den "Imbiss" gegenüber. Volltreffer. Das Curry wird frisch zubereitet und ist köstlich. Super.
    Morgen geht es weiter nach Battambang. Also heißt es mal wieder Tasche packen. Aber auch das ist nach fast fünf Wochen schon ziemlich schnell erledigt.
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  • Von Phnom Penh nach Battambang

    22 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute ging es per Mini-Van von der Hauptstadt in den Norden Kambodschas. Übrigens zählt Phnom Penh bereits mehr als 2 Millionen Einwohner, das hatte ich falsch erzählt.
    Die Fahrt legte ich allerdings eher halbliegend denn sitzend zurück. Die Einstellung für die Lehne war defekt. Da ich vorne zwischen Beifahrer und Fahrer saß, war das nur halb so bequem.
    Die Fahrt ging jedoch zügig vonstatten und schon nach weniger als 5 Stunden kamen wir an.
    Hier war ich dann heute Nachmittag und Abend zunächst erstmal frustriert. Wie immer gab es das Problem, dass ich alleine reise und damit keine Touren/Guides zur Verfügung stehen. Ich kann mich auch nach fünf Wochen leider nicht klonen oder duplizieren. Das frustriert mich. Und auch nach all der Zeit fehlt mir immer noch die Zuversicht, dass sich eine Lösung finden lassen wird. Vielleicht nervt mich auch nur der Umstand, immer einer zu wenig zu sein.
    Christoph hat das heute abfangen müssen. Danke dir, mein Schatz.
    Battambang ist ansonsten eine entspannte Kleinstadt mit schönen Häusern aus der Kolonialzeit. Obwohl Battambang noch nicht riesig touristisch erschlossen ist, gibt es auch hier eine kleine Expat-Szene.
    Das zeigt sich auch in vielen kleinen Hostels, Restaurants/Cafés und Galerien.
    Ich habe auch eine von einer Französin geführte Galerie eines kambodschanischen Künstlers gefunden, der sowohl zeitgenössische Fotografie als auch Bilder aus dem Alltag der Stadt in Wasserfarben anfertigt. Vielleicht kommt von hier das nächste Souvenir!
    Außerdem erlebe ich hier den dritten Stromausfall innerhalb von drei Tagen. Bereits in Phnom Penh war es zum Black Out gekommen. Die Wasserstände der Flüsse/Staudämme sind so niedrig, dass der Bedarf nicht gedeckt werden kann. Umso länger also die Trockenzeit andauert, umso häufiger wird das vermutlich passieren.
    Im Hostel in Phnom Penh verursachte das tatsächlich auch "Schwierigkeiten": kein Strom, kein WiFi. "tja, dann müssen wir uns miteinander unterhalten!" war die Reaktion eines Amerikaners. Schon lustig, denn ich hatte schon den Eindruck, dass es einige vor Probleme stellte.
    Nachdem ich ein bisschen durch die Straßen gelaufen bin, wollte ich eines von den Getränken der Kambodschaner probieren: Sirup aufgegessen mit Soda und aufgefüllt mit Eis. Oh Gott, purer Zuckerschock und so künstlich. Nach wenigen Schlucken landet das Teil im Müll.
    Beim Abendessen beweise ich wieder ein besseres Gespür. Es gibt ein traditionellen kambodschanischen Eintopf: Amok mit Fisch. Es heißt wirklich so. Sehr aromatisch, nicht scharf und wie eigtl immer super lecker.
    Danach verbringe ich den Abend im Restaurant des Hostels. Ich lasse mir ein kühles Ruby Red Amber Ale, ein kambodschanisches Craft Beer schmecken.
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  • Das Umland von Battambang

    23 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌧 29 °C

    Heute begann für mich ab um neun eine interessante Tour durch das Hinterland von Battambang. Es wurde eine private Tour, weil niemand sonst gerade Lust zu buchen hatte. Tony ist ein Bauer aus dem Umland, der bei den Mönchen in die Schule ging, weil sich seine Familie nicht die Ausbildung hätte leisten können und dann im Selbststudium seit einigen Jahren Englisch lernt. Aktuell, so erzählt er mit, liest er spät am Abend englische Zeitungen.
    In der Regenzeit bestellt er Felder und treibt seine Wasserbüffel über diese. In der Trockenzeit ist er Tuktuk-Fahrer mit Leib und Seele.
    Er nimmt mich mit zum Wat Samrong, dieses wurde zur Zeit der Khmer Rouge als Gefängnis missbraucht und die Mönche alle hingerichtet. Das älteste Gebäude ist ca. 300 Jahre alt.
    Heute leben wieder ca. 30 Mönche dort und es wurde sogar ein neuer Tempel gebaut. Außerdem gibt es direkt nebenan eine kleine Gedenkstätte für die Opfer der Khmer Rouge.
    Tony selbst hat zwei seiner neun Geschwister und seinen Onkel und seine Tante unter den Khmer Rouge verloren. Seine Cousinen wurden vergewaltigt, aber überlebten. Er sagt, sie seien heute mehr wie Schwestern.
    Aber bald sind wir auch bei der heutigen Regierung und er berichtet, er habe das Gefühl blind, taub und stumm gemacht zu werden. Auch heute würden Leute verschwinden, wenn sie sich gegen die Regierung richten würden.
    Er sagt, daß Land leide sehr unter der Korruption und teilweise käme es einer Regierung unter Sadam Hussein gleich.
    Und tatsächlich macht es einen traurig, wenn man sieht, wie das Land zugunsten von einiger weniger und vor allem der Chinesen und Vietnamesen verkauft wird.
    Es macht einen nachdenklich.
    Tony fährt mich weiter in seinem zum Tuktuk umgebauten Daewoo - Pick-up übers Land und wir machen Halt bei Familien die Reisnudeln, Reiswein, Reispapier, sticky rice im Bambusrohr und getrocknete Bananen herstellen. Alle diese Familien haben ihr eigenes Geschäft aufgebaut und ich bin nur kurzfristig ein Zuschauer, der etwas kosten darf und deshalb einen kleinen Obolus hinterlässt. Sie leben nicht von den Touristen, sondern von ihrem Geschäft. Das fühlt sich besser an als die Situation damals in den Dörfern von Pakse in Laos.
    Ich besichtigen auch Ek Phnom einen alten Tempel aus der Angkor-Zeit. Mittlerweile ist er ziemlich verfallen und man muss auf seine Schritte aufpassen. Aber es sind immernoch sehr detailreiche Reliefs erhalten.
    Nebenbei versucht ein kleiner Junge, maximal 10 Jahre alt, mich zu begleiten und dadurch ein paar Dollar zu erbetteln. Ich fühle mich stattdessen nur verfolgt und unsicher. Wie soll ich damit umgehen?
    Ich bitte ihn mich allein zu lassen und nach kurzem Protest verlässt er mich.
    Mittag haben wir in einem Khmer-Restaurant, was mit seinen Plastikstühlen eher einem Schnellrestaurant gleicht. Aber ich esse ein sehr traditionelles Gericht. Bahn chev. Aus Kokosmilch, Ei, Gewürzen und einigem mehr wird eine Teiggrundlage geschaffen, die im Wok gebacken wird. Als Füllung wird Hühnchen mit Sprossen und Erdnüssen und Oyster-Sauce gemixt.
    Gegessen wird es mit heimischen Kräutern und einem Salat- oder Kohlblatt als Basis mit den Händen, gedopt in Erdnuss-Sauce. Lecker.
    Weiter geht es zur Bamboo-Train. Genutzt wird eine alte Bahnstrecken aus Zeiten der französischen Kolonialzeit. Als Gefährt dienen Bambusplattformen auf Bahnrädern betrieben mit einem Motor. Früher war es ein wichtiges Transportmittel, heute ist es eine reine Touristenattraktion. Das merkt man leider auch am Ende der Strecke. Sofort wird man belagert, etwas zu kaufen.
    Die Fahrt selbst ist holprig, laut und relativ rasant. Es pustet mir fast das Basecap vom Kopf. Der Fahrtwind ist leider kaum erfrischend. Es pustet einem permanent ein heißer Föhn um die Augen. Es geht vorbei an trockenen Reisfeldern. Ein Erlebnis war es trotzdem.
    Danach geht es zu, hier befinden sich sowohl die sogenannte Killing cave, die durch die Khmer Rouge zweifelhaften Ruf erlangte, als auch ein Bergtempel, der von vielen Affen bevölkert ist und die berühmten Bat-caves.
    Zur Dämmerung fliegen hier tausende Fledermäuse in einem nicht abreißenden Strom aus den Höhlen zum Beutezug aus. Der Wahnsinn!
    Es sieht aus, als würde sich ein Bienenschwarm aus dem Stock bewegen oder eine Schlange aus der Höhle winden.
    Laut Tony geht das ca. eine Stunde so, ohne dass der Strom der Fledermäuse abreißt.
    Bevor das Spektakel startet, kriege ich erneut Schnecken zum Kosten angeboten. Ich probiere zwei: eine vom Grill, die andere aus dem Kochtopf. Andere Reisende scheinen nicht so mutig. Obwohl sie ihnen unermüdlich angeboten werden, probiert sie kein einziger.
    Nach dem Fledermaus-Spektakel fahren alle Tuktuks zurück nach Battambang. Tony nimmt mich mit zu seiner Familie, um mir seine Wasserbüffel zu zeigen. Nebenbei lerne ich noch Teile seiner Familie kennen. Seine Tante zeigt mir ihre Hühnerküken und erklärt mir, dass sie sie aufziehen, um sie dann zu schlachten und zu verkaufen. Ohne, dass wir auch nur ein Wort des anderen verstehen würden, reichten die Gesten zwischen uns aus, um das wesentliche zu verstehen. Die Menschen können aus verschiedenen Kulturen kommen und kein Wort der Sprache des anderen verstehen und doch wird es, wenn sie sich aufeinander einlassen wollen, funktionieren. Schön.
    Danach geht es im Dunkeln zurück nach Battambang.
    Hier entscheide ich mich, im Hostel zu bleiben. Es gibt Ingwer-Hühnchen zum Abendessen. Außerdem trifft sich die Expat-Szene. Bald wird mir auch klar, warum. Heute gibt es ein Live-konzert mit alten und neuen Coversongs u.a. mit Olly, einem der beiden Hostelbesitzer.
    Es wird ein unvergesslicher Abend. Einer dieser perfekten Momente, die du nicht planen kannst. Wieder einmal: Schön!
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  • Faulenzen in Battambang und Regen

    24 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌧 25 °C

    Heute morgen war Ausschlafen angesagt. Soweit ich das noch kann, denn um sechs bin ich in der Regel immer wach. Aber heute konnte und wollte ich mich nochmal umdrehen. Das war gut.
    Frühstück gab es in einem Café um die Ecke in Form von Jasmin-Tee und Waffeln mit frischen Früchten.
    Danach kümmerte ich mich um meine Weiterreise nach Siem Reap. Eigentlich wollte ich mit dem Boot fahren, aber die Wasserstände sind sehr niedrig, sodass mir abgeraten worden ist. Na gut, dann das nicht. Dafür würde ich aber schon gerne noch ein bisschen was vom Leben am Fluss sehen. Die Partnerin des Hostel Inhabers organisiert mir einen Guide und Fahrt mit dem Tuktuk.
    Bis dahin heißt es faulenzen und noch ein kleines Souvenir einsacken. Ein Bild eines örtlichen Künstlers.
    Kurz bevor dann die kleine Tour starten soll, wird es sehr bewölkt und es geht los. Der Himmel öffnet seine schleusen und es regnet. Zunächst geht ein ziemlicher Platzregen runter, dann regnet es sich ein und man hat das Gefühl, die Zeit bleibt stehen.
    Viele stehen draußen auf der Straße und betrachten den Regen, Kinder hüpfen durchs Nass und spielen in den Pfützen.
    Es ist der erste Regen seit der langen Trockenzeit und er wird genossen.
    Die Tuktuk-Fahrt aufs Land wird dadurch zu einem kleinen Abenteuer. Immer wieder frischt der Wind auf und auch Donner und Blitze sind dabei. Die Fahrt wird etwas feuchtfrohlich. Aber Sem, der Fahrer verliert nicht seinen Humor und steuert sein mit Regenplanen ausgestattetes Tuktuk unermüdlich über die Schotter-/Schlammpisten.
    Und zum ersten Mal kommt meine Regenjacke zum Einsatz. Sie war die ganze Zeit im Rucksack verstaut und nicht schwer. Dass ich sie wirklich brauchen würde, habe ich aber immer bezweifelt.
    Nun bekomme ich einen kleinen Eindruck, wie es zur Regenzeit sein muss.
    Wir fahren zu einem alten Fischerdorf, das über viele Jahrzehnte nur mit dem Boot erreichbar war. Mittlerweile hat die Dorfgemeinschaft ihr Geld zusammengelegt und eine kleine Brücke bauen lassen. Autoverkehr ist auch weiterhin nicht möglich gewesen. Aber heute gibt es eine asphaltierte Straße und bald auch eine große für Autos befahrbare Brücke. In dortigen Wat begegnen mir einige junge Mönche. Danach geht es weiter zu einer muslimischen Fischergemeinde. An diesem Teil des Flusses gab es vor einigen Jahren starke Überschwemmungen und das Ufer ist abgerutscht. Dementsprechend steil ist Böschung immer noch. Ein Dorfbewohner sät derweil Morning Glory aus (typisches asiatisches "Gemüse", wir kennen es als eine Art Winde, probiert habe ich es noch nicht). Weiter am Fluss entlang sehe ich noch mehr Felder auf den zur Trockenzeit freiliegenden Sandbänken. Und tatsächlich hört nun auch langsam der Regen auf, sodass die Rückfahrt angenehmer wird. Aber es hat merklich abgekühlt. Eine schöne Abwechslung.
    Zurück in Battambang gibt es für mich ein Stück Schokoladenkuchen. Zum Abendessen wird es dann ein Burger. Ich habe keine große Lust auf Experimente.
    Jetzt entspanne ich noch ein bisschen. Dann geht es wieder ans Packen und ins Bett.
    Morgen steuere ich die letzte Etappe auf meiner Reise an. Und in einer Woche bin ich schon wieder zu Hause! Krass wie schnell die Zeit vergeht!
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  • Ankunft in Siem Reap

    25 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Anreise war heute sehr entspannt. Ich hatte im Mini-Van viel Platz für mich. Anscheinend war der eigentliche Bus überbucht und so fuhren einige wenige etwas komfortabler.
    Nach 4 Stunden erreichten wir Siem Reap.
    Die Stadt ist etwas trubeliger und größer als Battambang oder Kampot. Aber nicht vergleichbar mit Phnom Penh. Auch hier gibt es zentrale Märkte, um die sich das Leben organisiert.
    Nach dem ich mein Hostelzimmer bezogen hatte fuhr ich in die Stadt und ging auf Streifzug. Es gibt hier neben den üblichen Souvenirs auch viel Kunsthandwerk wie Schnitzwaren oder Malerei zu kaufen.
    Neben einfachen Touri-Läden findet man hier auch viele kleine, schöne Geschäfte mit hübschen Sachen.
    Bei meinem Spaziergang durch die Stadt fand ich mich bald in einem wunderschönen Wat wieder. Einem alten buddhistischen Tempel, der sehr aufwendig verziert ist.
    Von dort ist es aber auch nicht weit in die berüchtigte Pub-Street. Die Party- und Alkoholmeile in den Abendstunden. Vllt sehe ich sie mir in den kommenden Tagen mal genauer an. Das hängt vom Tagespensum ab.
    Den Abend habe ich entspannt am Pool des Hostels in Gesellschaft anderer Gäste verbracht.
    Morgen geht es auf große Tour zu den Tempeln von Angkor!
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  • Erste Annäherung an Angkor

    26 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir starteten heute gegen halb acht in die Tour. Zunächst musste ich mir ein Ticket besorgen. Danach fuhren wir einige Kilometer über Asphaltstraßen bis sich die ersten Anzeichen für die Khmer-Kultur von damals zeigten: Mauern erscheinen wie aus dem Nichts, dann das erste große Wasserbecken mit von Hand behauenen Stufen ringsherum.
    Dann tauchen hinter den Bäumen drei größere Türme auf, langsam zeichnet sich ein fast Palastartiges Gebilde ab. Der erste Tempel. Sehr erhaben und vor allem still liegt er vor mir.
    Es sind nur wenige andere Touristen zu sehen. Die sind an den berühmteren Angkor Wat und Angkor Thom zu finden. Ich aber mache zur Einstimmung zunächst eine andere Runde zu den äußeren Abschnitten des Gebiets.
    Ich werde am Vormittag zunächst fünf verschiedene Tempel abfahren, die sehr unterschiedlich sind. Manche sind aus dem 10.Jh. und noch hinduistisch geprägt, andere wurden entweder nachträglich nachdem Religionswechsel zum Buddhismus umgebaut, ergänzt oder ganz neu gebaut. Bis etwa zum 13.Jh. hat sich die Tempelstadt stetig erweitert und erneuert, danach gab es keine Bauten mehr.
    Ich werde euch nicht mit den Namen nerven, denn ich selbst habe schon Schwierigkeiten damit.
    Auf alle Fälle ist es sehr beeindruckend. Wie detailreich sie gearbeitet haben, was für ein Aufwand betrieben wurde, um diese ganzen Tempel zu bauen. Immerhin mussten die Steine aus einem Steinbruch viele Kilometer entfernt zurecht geschnitten nach Angkor gebracht werden, um sie vor Ort einzupassen und bildhauerisch zu bearbeiten.
    Eine wahre Hochkultur.
    Mit zunehmenden Sonnenstand wird es auch anstrengender und voller. Gegen Mittag kehre ich zunächst ins Hostel zurück.
    Allerdings nehme ich mir für den Nachmittag einen mit 30km relativ weit entfernten Tempel vor: Banthay Srei. Er soll sehr sehenswert sein. Und tatsächlich würde ich ihn als einen der schönsten der heute gesehenen Tempel einschätzen.
    An ihm kann man auch nach vielen Jahrhunderten noch immer die sehr detailreichen Verzierungen mit Legenden und tatsächlichen historischen Begebenheiten erkennen. Es ist unglaublich schön und beeindruckend. Am liebsten würde ich jeden kleinsten verzierten Stein fotografieren,so sehr begeistert und fasziniert es mich. (Bild 7 bis 10)
    Um ein bisschen Abstand von historischer Kultur zu bekommen, besuche ich außerdem eine kleine Schmetterlingsfarm, die durch die Zucht einheimischer Schmetterlinge viel zum Arterhalt beträgt. Ich sehe wunderschöne Exemplare.
    Danach geht es durch die Hitze zurück ins Hostel. Gott sei Dank gibt es ja den Fahrtwind.
    Hier entschließe ich mich für morgen meinen verfrühten Checkout anzugeben. Als ich das Hostel gebucht hatte, war mir nicht klar, wie sehr ich mich eigtl nach ein wenig eigenem Raum sehne. Das Hostel hat halt typische Hostelverhältnisse, nicht alle Duschen funktionieren, der Abfluss ist ziemlich schlecht, man kann aber gut Leute kennenlernen und der Pool ist cool. Aber es liegt auch etwas außerhalb. Und bei dem Verkehr und den staubigen Straßen mag man nicht immer laufen.
    Für zwei bis drei Nächte würde ich es also aushalten, aber länger nicht.
    Ich entscheide mich abgehoben für ein Hotelzimmer in bester Lage und bin ehrlich gesagt ganz glücklich und zufrieden mit dieser Entscheidung und mit mir.
    Danach starte ich zum Abendessen zurück in die Stadt. Es gibt gebratene Ananas mit Hühnchen und Reis. Dazu einen geeisten Tee. Sehr lecker,wenn auch einfach.
    Danach stromere ich durch die Innenstadt mit der berühmt-berüchtigten Pubstreet. Überall blinkt und leuchtet es. Zwischen Bars und Restaurants gibt es auch Souvenirshops und Massageläden.
    Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich für eine Fußmassage der besonderen Art. Das war am Anfang sehr kitzelig, doch dann konnte ich mich tatsächlich gut entspannen und habe es genossen.
    Mit babyweichen Füßen trete ich wieder per Tuktuk den Heimweg an.
    Morgen werde ich, nachdem ich es heute nur im Vorbeifahren gesehen habe, Angkor Wat einen ausführlichen Besuch abstatten. Ich freue mich schon sehr darauf.
    (weil es so viele Bilder heute zu zeigen gibt, erstelle ich einen zweiten Footprint mit ein paar Schmetterlingen und vom Abend in Siem Reap)
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  • Angkor Wat

    27 marca 2019, Kambodża ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute war endlich Angkor Wat dran. Noch in angenehmer Kühle geht es los. Die ersten Tuktuk kommen einem schon wieder entgegen. Sie haben den Sonnenaufgang gesehen und fahren nun erstmal zurück.
    Als ich dort ankomme, macht sich zunächst Ernüchterung breit. Schon jetzt sind viele Menschen unterwegs und der berühmte Blick auf Angkor über das Wasser ist so nicht zu haben. Der steinerne Dammweg über den Wasergraben wird restauriert. Rüber geht es über eine Pontonbrücke. Doch auch hier deutet sich schon an, warum Angkor Weltkulturerbe ist. Es ist groß, es ist noch so gut erhalten, sodass man eine Vorstellung bekommt, wie es damals ausgesehen hat und doch ist es schon ziemlich verwittert. Seit dem 12.Jahrhundert steht nun schon dort.
    Es ist spannend zu sehen, wie der Zahn der Zeit zwar daran genagt hat, aber es ist immer noch da und das teilweise mit sehr vielen Details.
    Nachdem man den Haupteingang im Westen passiert hat, bekommt man einen besseren Eindruck von dem eigentlichen Wat (Tempel). Von hier geht es weiter über einen Dammweg bis zum Tempel. Links und rechts stehen zwei aufwendig verzierte Gebäude, die als Bibliotheken bezeichnet werden. Ihren wahren Zweck weiß man aber nicht.
    Dann betritt man die sogenannte dritte Einfassung, denn der Innere Tempel wird von insgesamt drei Einfassungen, die teilweise aus aufwendig verzierten Galerien bestehen, beschützt. Grundsätzlich kann man sich die Anordnung quadratisch vorstellen und das Zentrum entspricht auch dem Allerheiligsten.
    Um so weiter man in das Innere vordringt, umso höher geht es. Hinter der zweiten Einfassung geht es steil die erste Einfassung hinauf. Hier dürfen nur noch eine begrenzte Anzahl der Besucher gleichzeitig hoch. Ich verzichte nach Blick auf die Schlange für heute.
    Denn leider sind auch gefühlt hunderte asiatischer Reisegruppen eingetroffen. Diese sind rücksichtslos, laut und einfach zu viele.
    Doch auch so, ist es sehr beeindruckend. Ich werde definitiv meine restliche Zeit morgen nochmals für einen Besuch nutzen. Dann aber zu anderen Tageszeiten.
    Trotz der vielen Menschen kann ich mich nicht dem Charme entziehen. Aus jedem neuen Blickwinkel heraus möchte man wieder zur Kamera greifen, denn so schön und beeindruckend sieht es aus. Um jede Ecke, die man biegt, bieten sich neue schöne, teils sehr gut erhaltene Details der Verzierung und der Baukunst. Unglaublich spannend.
    Nachdem ich die Reisegruppen gar nicht mehr ignorieren kann und die Sonne immer höher am Himmel steigt, beende ich meine Besichtigung dort und ziehe weiter.
    Angkor Thom: eine uneinnehmbare Stadt sollte es werden mit Tempeln, Palast und auch großer Stadtmauer. Über die Datierung ist man sich hier nicht so sicher, den jüngere Ausgrabungen belegen auch schon Reste aus dem 9. Jh., doch hauptsächlich geht es auf das 12.Jh. zurück.
    Hier hat mir besonders der Bayon, einer der Tempel gefallen. Er ist auf relativ kleiner Fläche gebaut, aber sehr detailreich. Alle vier Seiten der zahllosen Türme sind mit lächelnden, großen Steingesichtern verziert. Sie sollen Schutz in alle Richtungen des Reiches gewähren. Viele von ihnen sind noch wunderschön erhalten.
    Weitere bekannte Tempel auf meiner heutigen Tour sind Ta Keo und Ta Prohm. Ta Keo ist unvollendet und deshalb relativ schmucklos. Ta Prohm ist bekannt aus dem Film "Lara Croft".
    Der Reiz dieses Tempels: seine Ursprünglichkeit. Er steht so verfallen wie eh und je da. Herabgesturzte Steine liegen noch dort wo sie hingefallen sind und die Natur holte sich ihren Platz zurück. Große Bäume haben die Tempelbereiche teilweise überwuchert. Das sieht toll aus.
    Manche Teile sind mittlerweile abgesperrt. Zu groß ist die Gefahr, dass weitere Einstürze passieren oder Bäume umkippen.
    Am Nachmittag kehre ich zum Hostel zurück, um meine Sachen zu holen und das Hotel zu beziehen. Hier nehme ich erstmal eine ausführliche Dusche.
    Danach geht es zum Abendbrot in die Pub-Street. Hier kann man einfach am besten Leute beobachten.
    Für morgen habe ich einen besonderen Plan: auch ich will Angkor Wat im Licht der aufgehenden Sonne erleben! Also 4:30 Uhr aufstehen!
    (Diese Bilder sind alle von Angkor Wat, der zweite Footprint enthält Bilder der anderen Tempel)
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  • Bayon und Ta Prohm

    27 marca 2019, Kambodża ⋅ ☀️ 32 °C

    Die ersten vier Bilder sind am Bayon gemacht, dem Tempel mit den vielen Gesichtern. Die übrigen sind Bilder von Ta Prohm. Hier bekommt man einen Eindruck, wie die Tempel heute aussehen würden, wenn sich keiner darum gekümmert hätte, wie im Falle großer Teile der Bauten rund um Angkor geschehen. Czytaj więcej

  • Angkor Wat bei Sonnenaufgang

    28 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 31 °C

    Um 4:40 Uhr klingelt der Wecker. In 10 min bin ich fertig und auch der Tuktuk-Fahrer ist schon da. Es geht durch das noch dunkle Siem Reap. Nur einige weitere Tuktuk-Fahrer un die ersten Straßenverkäufer sind schon unterwegs oder in den Vorbereitungen für den kommenden Tag.
    Als wir in Angkor ankommen ist es stockfinster. Die Straßen waren beleuchtet, doch nun liegt alles dunkel vor uns. Wie Glühwürmchen bewegen sich die einzelnen Touristengruppen mit ihren Taschenlampen vorwärts. Viele kommen mit Guide, aber einige so wie ich ohne.
    Positioniert wird sich zunächst direkt an den Wasserspeichern vor dem Wat. Hier soll sich eine schöne Spiegelung ergeben, wenn die Sonne aufgeht. Und tatsächlich wird es langsam hell und mit der Helligkeit spiegelt sich Angkor Wat und das Farbenspiel des Himmels im Wasser. Sehr stimmungsvoll und malerisch.
    Kurz nach sechs ist es dann fast hell und ich entschließe mich, nicht auf den Sonnenball draußen, sondern hinter der dritten vllt auch zweiten Einfassung zu warten.
    Zunächst gibt es eine Enttäuschung, die oberste Plattform in der ersten Einfassung ganz oben ist noch nicht offen. Ich entschließe mich zunächst die Leere und Stille des Ortes und das warme Licht für Fotos zu nutzen. Dann finde ich zwischen der dritten und zweiten Einfassung einen tollen Platz zum Sitzen und Genießen: auf dem obersten Absatz der Treppe einer der Bibliotheken.
    Hier steigt, mir direkt gegenüber, die Sonne aus den Bäumen hinter der dritten Einfassung empor. Glutrot. Und taucht alles in ein goldenes Licht. Wunderschön.
    Nach vielen Minuten gehe ich weiter auf Erkundungstour über das Gelände und erfahre dann, dass die Plattform heute nicht begehbar sei. Immer einmal inder Woche werde die oberste Ebene zu Reinigungszwecken von bösen Geistern gesperrt.
    Mist, das wusste ich nicht. Und heute läuft mein 3-Tages-Pass ab. Ich bin ein bisschen enttäuscht.
    Ich streife weiter und erreiche die Ebene, wo einzelne Mönche Segnungen anbieten. Um einem Mann bei seiner Video-Aufnahme dieses Ritus nicht im Weg zu stehen, muss ich leicht versetzt dazu stehe bleiben und bekomme bei der traditionellen Bespruhung mit geweihte Wasser eine Ladung ab. Zunächst halte ich es für ein Versehen, doch dann passiert noch zweimal. Das war deutlich, ich stehe zu nah und soll mich vom Acker machen.
    Ich bin zutiefst geschockt. Nie im Leben würde mir einfallen, eine solche Zeremonie zu stören. Nur weil ich nicht durchs Bild laufen wollte.
    Mich hat diese Situation zutiefst getroffen und es ist mir unglaublich peinlich. Ich muss weinen, weil ich es persönlich nehme.
    Im Verlauf wird mir jedoch klar, dass es nichts persönliches war, sondern nur sichergestellt werden sollte, dass die Segnung nicht ihre Kraft verliert, weil ich daneben stehe.
    Während der kommenden Minuten bin ich aber dann auch nicht die einzige, der eine unfreiwillige Dusche zu Teil wird. Auch andere begehen den Fehler allzu interessiert und zu nah dabei zu stehen.
    Gegen eine Spende hole auch ich mir eine Segnung ab. Die jetzt wirklich für mich bestimmt ist. Nicht ohne zuvor den Mönch in Verlegenheit zu bringen, denn Frauen dürfen ihn nicht direkt ansprechen oder Blickkontakt aufnehmen. Ich stehe jedoch von vorher noch so neben mir, das ich das vergesse. Aber das ist mit der Segnung danach auch schon wieder vergessen.
    Immer noch ein bisschen beklommen und um mindestens eine Lektion zu mir selbst reicher, verlasse ich die inneren Einfassungen. Es ist mittlerweile kurz vor acht und schon jetzt merkt man, wie heiß dieser Tag noch werden wird. Nun strömen auch die asiatischen Touristengruppen in die Anlage. Ich ziehe mich zurück und fahre ins Hotel. Hier habe ich noch ein bisschen mit all den Eindrücken zu kämpfen.
    Aber nach dem Frühstück fasse ich den Entschluss meinen 3-Tages-Pass für eine andere Tempelgruppe etwas abgelegen von Angkor zu nutzen und mir für morgen, um doch noch die Plattform und Angkor im Nachmittagslicht zu sehen, einen 1-Tages-Pass zu kaufen.
    Vorher bin ich noch in der Stadt unterwegs. Hier gibt es einen schönen Laden für Naturkosmetik, die komplett in Kambodscha und fast ausschließlich mit kambodschanischen Zutaten hergestellt wird. Es gibt ein kleines Fabrikgelände, dass man sich kostenlos anschauen kann. Hier sieht man, wie die Angestellten Frauen alles in Handarbeit von der Verpackung aus Palmblättern bis zum eigentlichen Produkt selbst herstellen. Sehr interessant und cool, dass es das hier gibt ohne dass ein Expat seine Finger im Spiel haben muss.
    Gegen eins breche ich dann zur Rolous-Gruppe auf, drei kleinere und abgelegenere Tempel, die aber doch ihren Reiz haben und spannend anzusehen sind. Immer wieder begeistern mich die vielen Details, mit denen die einzelnen Steine dekoriert wurden und dadurch der Tempel von unten bis oben durchweg verziert war.
    Danach geht es in der Nachmittagshitze zurück.
    Ich nutze die Zeit bis zum Abendessen für ein ausgiebiges Bad im Hotelpool. Und ich habe ihn komplett für mich alleine inklusive Aussicht über die Dächer von Siem Reap und untergehender Sonne.
    Zum Abendessen gibt es dann Cashew - Hühnchen und Morning Glory ("Wasserspinat"). Morning Glory ist sehr zurückhaltend im Geschmack und ähnlich wie echter Spinat. Mit Knoblauch und Chili gedünstet sehr lecker.
    Die ersten sieben Bilder sind von Angkor Wat, die restlichen von der Rolousgruppe. Das siebente Bild zeigt die Bibliothek, wo ich einen Absatz höher als die Frau gesessen habe.
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  • Vierter Tag in Angkor Wat

    29 marca 2019, Kambodża ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute hätte ich bis um sieben Ausschlafen können, doch mein Kopf wollte nicht so richtig. Ich glaube die kommende Abreise und die Zeit danach wirft schon ihre Schatten voraus.
    Gegen acht starte ich erstmal zur Ticket-Office und wieder in den Park von Angkor. Für heute morgen steht nochmal Ta Prohm an.
    Ich möchte ihm in Licht der Morgensonne sehen und hoffe, dass es nicht zu voll ist.
    Da habe ich aber leider Pech gehabt. Zumindest draußen ist es voller als am Mittwoch. Doof. Doch im Innern wird mir helfen, dass ich alleine unterwegs bin und mich schon ein bisschen auskenne.
    Und tatsächlich gelingen mir ein paar tolle menschenleere Aufnahmen und teilweise im goldenen Licht der Morgensonne. Ich bin hin und weg. Der Tempel hatte mir schon vorher mit am besten gefallen, weil er in vielem noch natürlich ist. Es wurde wenig restauriert und "aufgeräumt".
    Und heute konnte ich es auch nochmal genießen. Denn gerade bei den Must-See der Tempel läuft man Gefahr alles nur durch die Kamera zu betrachten und vergisst dabei, das alles auch mal wirken zu lassen.
    Dafür kann ich mir heute die Zeit nehmen und es ist schön.
    Zwischendurch lege ich dann eine Pause ein, bevor ich nochmal zum Angkor Wat fahre.
    Es ist kurz nach eins und es ist heiß. Aber es stimmt, was der Reiseführer empfiehlt. Es sind keine Gruppen zu sehen, weil die alle beim Mittagessen sind und von der Touristenmenge insgesamt ist es fast mit den frühen Morgenstunden vergleichbar.
    Sehr angenehm.
    Und tatsächlich ist der Tempel jetzt schöner anzusehen und auf Fotos zu bekommen. Der Sonnenstand macht es möglich. Da man Angkor Wat von Westen betritt, hat man morgens die Sonne im Bild und damit fehlen manchmal die Details. Jetzt wird es angestrahlt und sieht umso schöner aus.
    An der Plattform gibt es keine Schlange, wo man sonst locker eine Stunde warten kann. Denn es sind nur max 100 Besucher zeitgleich erlaubt. Ich freue mich. Oben angekommen bin ich mal wieder von der Detailgenauigkeit, aber auch von der Aussicht fasziniert. Man bekommt hier einen schönen Überblick über das Gelände des Wat. Und es wird nochmal klar, wie riesig das ist. Es kommt tatsächlich einem Wunder gleich, dass es in nur 37 Jahren fertiggestellt wurde und so lange so steht.
    Da kaum Leute oben sind, kann man sich auch wirklich hinsetzen und den Anblick auf sich wirken lassen und genießen.
    Nach dem Abstieg gehe ich auf wieder anderen Wegen durch die Gemäuer und entdecke immer noch neue Dinge. Die Wände im Inneren müssen bemalt gewesen sein. Man munkelt auch, dass es teilweise mit Gold überzogen gewesen sein soll. Belege finden sich für das Auge eines einfachen Touristen aber nicht.
    Langsam kehre ich dem ganzen den Rücken und laufe zurück zum Eingang. Hier an der vierten Einfassung begegnen einem um diese Tageszeit einige Affen, die vermutlich die Hitze auch so unerträglich finden.
    Mit ein bisschen Wehmut steige ich in mein Tuktuk und kehre in die Stadt zurück.
    Hier wartet noch etwas schönes auf mich. Ich habe mir einen Termin für eine traditionelle Khmer-Massage gemacht.
    Eine Stunde lang werde ich entlang von Energiebahnen massiert und durchbewegt. Sehr entspannend. Und spannend. Die Massage erfolgt unter Einsatz des Körpergewichts des Masseurs mit Füßen, Ellenbogen, Händen etc.
    Zwischendurch knackt es ordentlich und ich werde sprichwörtlich eingerenkt.
    Danach fühlen sich meine Glieder sehr weich und leicht an. Tolles Gefühl.
    Zum Abendbrot gibt es einen Mango-Chicken-Burger. Auch wieder sehr lecker.
    Den Abend verbringe ich im Hotelzimmer. U.a. Um mich mit den Bordkarten rum zu ärgern. Egal, auch dafür gibt es eine Lösung.
    Morgen habe ich noch bis zum Nachmittag Zeit, um weiter durch die Stadt zu stromern und es mir gut gehen zu lassen.
    Der Flieger geht um halb acht abends. Und am Sonntag werde ich hoffentlich gegen halb zehn morgens in Hamburg landen.
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  • Letzter Tag und Landung in Hamburg

    31 marca 2019, Kambodża ⋅ 🌧 31 °C

    Gestern morgen habe ich meine Zeit bis zum Abflug genutzt, um nochmal ein wenig durch die Stadt zu spazieren und entspannt hier und da eine kleine Pause zu machen und mir auch nochmal was zu gönnen. Zum Beispiel einen Pancake oder Sommerrollen und dazu ein Wassermelonen-Gurken-Drink zu trinken.
    Ich lerne dabei auch noch einen 70jährigen kanadischen Hochschulprofessor Dale kennen, der noch zwei Mal in der Woche lehrt und aber im Frühjahr für zwei oder drei Monate sich Zeit nimmt, um zu reisen.
    Wir tauschen uns über Angkor Wat und unsere Jobs aus. Und da vergeht die Zeit wie im Flug bis ich zum Flughafen muss.
    Ich werde vom Hotel abgeholt. Der Check-in läuft reibungslos, wenn auch nicht geräuschlos.... Eine chinesische Gruppe möchte auch nach Hause und der Lärm ist sogar so laut, dass man die Flughafendurchsagen nicht mehr versteht. Aber Gott sei Dank werde ich von Bangkok Airways in deren Lounge eingeladen und von dort aus habe ich einen tollen Blick über das Rollfeld.
    Dann geht es pünktlich nach Bangkok. Auch in Bangkok läuft erstmal alles gut. Eine kleine Verspätung ergibt sich, weil wir zunächst keine Starterlaubnis bekommen. Sie fällt aber am Ende kaum ins Gewicht und trotzdem kümmert sich die Crew und das Bodenpersonal in Helsinki, dass auch alle ihre Anschlussflüge erreichen.
    Auch in Helsinki geht alles glatt, scheinbar. Circa eine halbe Stunde nach dem Start meldet der Kapitän plötzlich eine technische Störung, die zwar den Flugbetrieb an sich nicht einschränke, aber einer Untersuchung bedürfe, die Hamburg nicht leisten kann. Also muss das Flugzeug umkehren. Für alle Fälle. Nach einer halben Stunde im Flugzeug sitzend in Helsinki, ist der Sicherheitscheck unauffällig und das Flugzeug darf wieder starten.
    Der Flug nach Hamburg verläuft nun unauffällig und ich werde von Sonnenschein und natürlich Christoph in der Hafenstadt empfangen. Home sweet home.
    Auf diesem Weg möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mich auf dieser Reise begleitet haben, sei es über das Tagebuch, per WhatsApp, als tatsächliche Begleitung auf dem Weg, die ich vielleicht auch näher kennenlernen durfte oder die mir nur ein Lächeln schenkten. Ihr alle habt einen Teil zu dieser wunderschönen Reise beigetragen. Danke!
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    Koniec wyprawy
    31 marca 2019