Wir haben uns dazu entschieden, unser lange ersehntes Sabbatical zu nutzen, um mit dem Fahrrad etwas von der Welt zu sehen. Für unser kleines Abenteuer haben wir knapp sechs Monate Zeit. Mal sehen, wieviele Kilometer da wohl zusammen kommen :)
  • Day170

    Auf Thailands Straßen

    May 12 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Unterwegs in Thailand wird, wie auch in den anderen von uns beradelten Ländern, viel gewunken, gelacht und oft nach uns gerufen. Die Rufe kommen meist aus Hängematten oder schattenspendenden Bambushütten, die scheinbar überall zum Hausrat gehören. Besonders auf den kleinen Landstraßen begegnen wir mit Palmölpflanzen beladene Autos und vor allem Mopeds und Roller. Viele davon wurden als Lasten- oder Mehrpersonenfahrzeug umfunktioniert. Die Fahrer sind nicht selten (wenn überhaupt) im Grundschulalter. Da wird dann gerne von einem 10 Jährigen aufs Gas getreten, natürlich in Badelatschen und ohne Helm, versteht sich. Uns sicherheitsbewussten Deutschen grault es bei diesem Anblick!
    Von der Küstenprovinz Krabi bewegten wir uns Richtung Khao Sok Nationalpark mit Zwischenstopp in Ao Luk. Wir bewunderten schon auf dem Weg dorthin die Vielzahl an steilen, bewucherten Felswänden. Dabei passierten wir zwei Männer, die eine Leine hielten, die hoch in die Palmen führte. Bei genauerer Betrachtung sahen wir, dass kleine Affen hier als Erntehelfer eingesetzt werden. Die Äffchen liefen auf der Kokosnuss, wie auf einem Laufband, bis sich die Kokusnuss löste und hinunter fiel. Ein außergewöhnliches Spektakel :)
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  • Day168

    Gastfreundliche Polizisten

    May 10 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C

    Die kommende Etappe war ziemlich lang und regnerisch. Immer wenn es anfing zu nieseln, suchten wir uns einen Unterschlupf und kurz darauf schüttete es aus allen Kübeln. Unser Weg führte uns nach Krabi zur Highway Police. Wir hatten von einem koreanischen Radreisenden den Tipp bekommen, dass man hier als Radfahrer unterkommt. So war es und noch viel besser! Wir wurden herzlich von den Polizisten empfangen, konnten duschen, Wäsche waschen und wurden sogar bekocht. Eine tolle Erfahrung! :)
    Wir fuhren von hier aus durch Krabi Town nach Ao Nang. Das war absolut nicht unser Pflaster. Oberkörperfrei herumlaufende, sich extrem wichtig findende Party-Backpacker, laute amerikanische Musik, wahnsinnig hohe Preise - so hatten wir uns das "Malle Thailand" vorgestellt. Uns war das im wahrsten Sinne zu bunt und das obwohl Nebensaison ist und Krabi im Vergleich zu Phuket noch harmlos sein soll. Wir fanden eine nette Unterkunft am Nachbarstrand Nopparat Thara und schlemmerten endlich mal wieder leckere Thai Curries (, die es tatsächlich nur an den Touri-Spots gibt).
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  • Day166

    Pak Meng Beach

    May 8 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C

    Unser nächster Zwischenstopp war die Stadt Trang, wo wir bei einer Warmshowers Familie unterkamen. Hier verfolgten wir auf dem Fernseher einen Ausschnitt der tagelangen Krönungszeremonie des neuen thailändischen Königs Vajiralongkorn. Da Gelb die Farbe des thailändischen Könighauses ist, sahen wir in diesen Tagen überall auf der Straße gelb gekleidete Thais. Insgesamt spürt man im Süden Thailands noch deutlich den muslimischen Einfluss. Immer wieder passierten wir bunte Moscheen. Damit hatten wir gar nicht gerechnet, aber fanden das schön, weil wir das Gefühl haben, dass die Muslime immer besonders nett grüßen. :)
    Von Trang machten wir uns auf den Weg an die Küste der Andamanensee. Hier wütete 2004 der furchtbare Tsunami, woran noch Denkmäler und vor allem die überall verbreiteten Evakuierungsschilder erinnern. Wir wählten Pak Meng als Tagesziel. Pak Meng ist ein touristischer Spot für die Einheimischen. Unter den riesigen Pinien, die direkt am Strand wachsen, picknicken thailändische Familien mit Blick auf die vielen kleinen Inseln und Karstfelsen der Bucht. Die Nebensaison ließ den Ort noch verschlafener wirken, als er eh schon ist. Der perfekte Ort, um einen Tag Pause einzulegen!
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  • Day163

    Hello again, Thailand!

    May 5 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C

    Von Kuala Perlis (Malaysia) hätten wir nochmal die Chance gehabt einen Abstecher nach Langkawi, der berühmten Touri-Strandinsel, zu machen. Aber das Wetter sah nicht sehr einladend aus und so nutzten wir den Tag um noch ein paar Kilometer weiter an die Grenze zu Thailand zu radeln. Die Landgrenze haben wir am 05. Mai dann überfahren. Eigentlich wären wir gerne noch länger in Malaysia geblieben, aber zum einen wollen wir Anfang Juni in Bangkok sein, weil wir unseren Rückflug nun fix haben und zum anderen beginnt nun der Ramadan. Während des muslimischen Fastenfestes ist das Trinken und Essen in der Öffentlichkeit nicht gerne gesehen und die malaysischen Restaurants und Shops haben zwischen Sonnenaufgang und -untergang geschlossen. Somit fuhren wir also über die thailändische Grenze. Wer hätte gedacht, dass wir so schnell wiederkommen? ;)
    Das Grenzgebiet erinnerte uns stark an die sächsische Schweiz - nur eben in der tropischen Variante. Grün bewachsene Felsen ragten zu allen Seiten in die Höhe und wir hatten mit einigen Steigungen zu kämpfen - bei der Luftfeuchtigkeit und Hitze nicht ganz ohne. Nach dem unkomplizierten Grenzübergang begrüßte uns Thailand zunächst mit strahlendem Sonnenschein. Mit einem Mal baute sich eine riesige dunkelgraue Wolke auf und es schüttete als gäb's kein Morgen mehr. Trotz Regenzeit waren wir in Malaysia immer verschont worden, es regnete ab und an abends oder nachts. Willkommen in Thailand! Willkommen in der Regenzeit! :)
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  • Day163

    Selamat tinggal - Auf Wiedersehen!

    May 5 in Malaysia ⋅ ⛅ 28 °C

    Unsere Zeit in Malaysia war leider viel zu kurz! Dieses Land hat uns in jeder Hinsicht verzaubert. Das große Netz an Seitenstraßen ermöglichte uns super entspanntes Fahrradfahren in einer wahnsinnig schönen Umgebung: Plantagen, Strände, kleine Dörfer, Wälder, Reisfelder, Berge...
    Die Menschen waren unfassbar freundlich auf ihre ganz besondere Art uns Weise. Es wurde viel gelacht, gewunken, gehupt und die Malayen tragen ein so wundervolles Lächeln im Gesicht! Toll war auch, dass viele (wenn auch manchmal nur sehr basic) Englisch sprechen. Der Kulturmix war klasse, vor allem weil dadurch auch das Essen so abwechslungsreich und lecker wie in keinem anderen Land war.
    Zu guter letzt war es uns sehr sympathisch, dass es hierzulande viele super süße Straßenkatzen anstatt Straßenhunde gibt (Ausnahme erster Tag in Malaysia) :)
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  • Day161

    Sahnehäubchen!

    May 3 in Malaysia ⋅ ⛅ 33 °C

    Von Pantai Murni ging es durch viele kleine Dörfer, meist Fischerorte und die Menschen waren wahnsinnig freundlich und strahlten uns überall an! Auch die Landschaft war traumhaft. Es ging durch die Reisfelder - rechts von uns grün bewachsene Berge und links das blaue Meer. Die Küste von Butterworth nach Kuala Perlis war Malaysias unerwartetes Sahnehäubchen für uns :)Read more

  • Day161

    7000 km

    May 3 in Malaysia ⋅ ⛅ 33 °C

    Auf unserem Weg nach Kuala Perlis haben wir schließlich die 7000 geknackt! :)

    Malaysia Statistik bis hierher:
    Tage on the road: 8
    Tage nicht in the road: 2
    Km in Malaysia: 537 km
    Durchschnittliche Tageskilometer: 67,1 km

    Pannen - unverändert:
    Stefan: 4
    Alina: 2

  • Day160

    Provinz Kedah

    May 2 in Malaysia ⋅ ⛅ 32 °C

    Eigentlich wollten wir von der Insel Penang mit der Fähre übersetzen zur Insel Langkawi. Durch einen Vorfall, bei dem ein E-Bike auf einer dieser Fähren ein Feuer auslöste, gibt es seit Anfang 2019 strenge Vorschriften, weshalb wir unsere Räder halb auseinander hätten bauen müssen. Deshalb entschieden wir uns stattdessen die Autofähre zurück zum Festland zu nehmen und weiter Richtung Norden zu radeln. Die beste Entscheidung!
    Die Strecke von Butterworth nach Pantai Murni war der Wahnsinn! Nachdem wir die Stadt verlassen hatten, fuhren wir mit einem kleinen Boot über den Fluss Sungai Merbok, der an dieser Stelle ins Meer mündet. Das war ziemlich aufregend, weil die Wellen es uns erschwert haben das kleine Bötchen mit unseren Rädern zu beladen. Hat aber alles geklappt! :)
    Wir folgten ab nun ausschließlich kleinen Straßen, die durch die Provinz Kedah führten und genossen am Abend den wunderschönen Sonnenuntergang.
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  • Day159

    George Town

    May 1 in Malaysia ⋅ ⛅ 32 °C

    Das bekannte George Town auf der Insel Penang war unser nächster Zwischenstopp. Wir setzten mit der Autofähre über, was gerade einmal 50 Cent für uns beide kostete und erstaunlich unkompliziert war. In George Town verbrachten wir dann unseren wohlverdienten fahrradfreien Tag und schlenderten durch die Straßen. Die kulturelle Mischung ist in dieser Stadt auf engstem Raum spürbar.
    Die muslimischen Frauen tragen hierzulande nicht wie im Oman Vollverschleierung, sondern meist Kopftücher in allen erdenklichen Farben. Die Inderinnen kleiden sich mit traditionellen Saris und die Chinesinnen und Touristen laufen in Hot Pants herum. Wir liefen durch "Little India", genossen Samosas und Curry, schlenderten durch ein chinesisches Dorf, das auf Holzstelzen im Meer gebaut ist und passierten eine Vielzahl an Moscheen. Besonders beliebt bei Touristen ist die Stadt für die bunte Street Art. Wir fanden die Straßenkunst ganz nett, aber auch nicht weltbewegend.
    Dadurch dass George Town ein Touristenmagnet ist, sind hier natürlich die Preise auch ganz andere als auf dem Festland. Hier kostet ein Cappuccino im Hipstercafé schnell mal 3-4 Euro, wofür man normalerweise etwa drei bis vier Hauptgerichte verspeisen kann. Aber auch in George Town findet man etwas weiter außerhalb die authentischen einheimischen Lokale und so futterten wir uns an unserem freien Tag fröhlich durch.
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  • Day157

    Palmen überall!

    April 29 in Malaysia ⋅ ⛅ 33 °C

    Malaysia ist eines dieser Länder, in denen sich ein Großteil des alltäglichen Lebens draußen abspielt. Auf dem Weg sehen wir Frauen, die Kleidung oder Geschirr waschen, Männer, die an ihren Mopeds herumschrauben oder die wuchernden Palmenzweige bekappen und Kinder, die Karten spielen oder Fahrrad fahren. Wir fuhren fast ausschließlich kleine Seitenstraßen, auch wenn das nie der direkteste Weg ist. Aber es ist schön, so viel von Land und Leuten mitzubekommen und die Ruhe zu genießen.
    Ein Großteil unserer Strecke führte durch Palmölplantagen. Mehr als 30 Prozent des weltweit produzierten Palmöls kommen alleine aus Malaysia. Es ist ein bisschen, wie durch eine Wüste zu fahren. Anstatt soweit das Auge reicht Sand, gibt es soweit das Auge reicht Palmen. Und das über unendlich viele Kilometer.
    Wenn wir dann nachmittags in einem Ort eintrudeln und eine Unterkunft gefunden haben, dürfen sich unsere Körper immer erstmal von der schwülen Hitze erholen bevor wir dann auf Essensjagd gehen. Gutes Essen zu finden ist in Malaysia nicht schwer. Bei den Einheimischen besonders beliebt sind die überall verbreiteten Food Courts. Es gibt Sitzmöglichkeiten um die sich verschiedene Essensstände reihen. Man kann wählen zwischen chinesischen, indischen, malaysischen oder westlichen Speisen. Wir sind täglich dabei fleißig verschiedene Köstlichkeiten zu testen. Besonders "interessant" war der hierzulande berühmte Nachtisch ABC, der aus Eis, Sahne, Sirup, Bohnen, Mais und Gelee besteht. Kann man machen, muss man aber nicht ;)
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