Wir haben uns dazu entschieden, unser lange ersehntes Sabbatical zu nutzen, um mit dem Fahrrad etwas von der Welt zu sehen. Für unser kleines Abenteuer haben wir knapp sechs Monate Zeit. Mal sehen, wieviele Kilometer da wohl zusammen kommen :)
  • Day192

    Einmal ist keinmal...

    June 3 in Thailand ⋅ 🌙 30 °C

    Ihr Lieben! Es ist schön, dass ihr uns auf unserer Reise ein Stück begleitet habt. Uns hat es viel Spaß gemacht ein paar Eindrücke und Erlebnisse unseres SabBIKEticals mit euch zu teilen.
    Vieles konnten wir natürlich nicht festhalten, weil wir es im Vorbeifahren gesehen haben oder es sich einfach nicht durch die Kamera einfangen ließ. Das sind oft die besonderen Momente, die man nicht festhalten kann und will. Das sind die Momente, für die man selbst auf Reisen geht anstatt sich eine Reisedoku anzugucken oder bei Google Earth abzutauchen. Es sind die Menschen! Die zahllosen Menschen, die uns angelächelt haben - mal strahlend, mal verschmitzt, mal schüchtern. Die vielen thumbs up, das Hupen, Lichthupen, Winken, "Where do you go?", "Where are you from?", "Welcome", ...
    Egal in welchem Land, wir wurden immer offen und freundlich empfangen und haben uns willkommen gefühlt und richtig negative Erfahrungen mussten wir zum Glück nie machen. Neben den Menschen hat uns auch die Natur eine Menge gegeben. Mit dem Fahrradfahren ist man einfach viel näher dran als vom Auto, Bus oder Zug aus. Man sieht die unterschiedlichsten Landschaften, hört die Vögel, das Meeresrauschen oder die raschelnden Blätter, spürt die Sonne, aber auch den Wind und Regen.
    Wir durften auf unserer Reise eine Menge lernen. Über die Länder, ihre Natur und ihre Kultur. Kuba, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Thailand, Taiwan und Malaysia. Diese Länder hätten unterschiedlicher kaum sein können.
    Kuba mit der katholischen Kirche, dem Sozialismus, den leeren Regalen im Einkaufsladen, den Oldtimern und Pferdewagen, den bewucherten Bergen und unendlichen Zuckerrohrplantagen. Die V.A.E. und der Oman mit dem Islam und ihren Monarchien, ihren prachtvollen Häusern, den Kamelen und typischen Toyota Jeeps und den weiten Wüsten und rauen Gebirgen. Thailand mit dem Buddhismus und seiner Militärregierung, mit den kleinen Häuschen, den vielen fahrbaren Straßenständen, dem versmogten Norden, den imposanten Karstformationen und einsamen Stränden im Süden. Taiwan mit dem Taoismus und seinem semipräsidentiellen System, mit den riesigen Großstädten, den Horden an Mopeds und Rollern und mit den grünen Reisfeldern zwischen den hohen Bergen. Malaysia mit dem Religionenmix aus Islam, Buddhismus und Hinduismus und seiner Wahlmonarchie, mit seinen prachtvollen Kolonialstädten, seinen zahllosen kleinen Fischerdörfern, alten Jeeps und LKWs und seinen grenzenlosen Palmölplantagen.
    Wir durften während der Reise aber auch viel über uns lernen. Zum Beispiel darüber, wie wir Europäer und Deutsche in anderen Ländern und Kulturen wahrgenommen werden. Stichworte waren hier immer wieder Bier, Autos und Fußball. Die Reise hat uns auch gezeigt, wie privilegiert wir eigentlich sind und wie häufig wir das im Alltag vergessen. Wir haben viele Menschen gesehen und getroffen, die beispielsweise Berufe haben, die keiner von uns machen wollen würde. Und man muss dazu sagen, dass wir bei weitem nicht in den ärmsten Ländern der Welt unterwegs waren. Man merkt auf so einer Reise also, was zu Hause gut läuft, aber auch was besser sein könnte. Wer hätte gedacht, dass wir in Bangkok und Taipei über die Berliner und Hamburger U-Bahn lästern werden? Auch über uns als Paar und Team haben wir viel erfahren. Meistens war das Radeln entspannt und schön, aber es gab auch Extremsituationen, in denen wir zusammenhielten. Und natürlich hat auch auf so einer Reise jeder mal eine guten und mal einen schlechten Tag. Dann haben wir uns gegenseitig motiviert, um jeden Tag ein Stückchen voran zu kommen. Denn das Ziel der Reise war der Weg.
    Und dieser Weg war wunderbar!
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  • Day192

    Unsere SabBIKEtical Abschlussstatistik

    June 3 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C

    Die letzten Kilometer sind gefahren. Unsere Fahrräder haben uns insgesamt einen guten Dienst erwiesen und auch unsere Körper haben mitgespielt. Mancher Kilometer war wirklich hart erkämpft und andere Strecken gingen leicht vom Bein. Insgesamt sind wir sehr stolz auf unsere Leistung, aber darauf kommt es nicht an, sondern auf unsere Erlebnisse, die wir beim Fahrradfahren hatten. Hier kommt unsere Abschlussstatistik!

    GESAMT:
    Tage on the road: 132
    Tage nicht on the road: 60
    Gefahrene Kilometer gesamt: 8535
    Durchschnittliche Tageskilometer: 64,659
    Minimale Tageskilometer: 14
    Maximale Tageskilometer: 120
    Maximale Geschwindigkeit: 81,6
    Nächte im Zelt: 47
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 18

    DEUTSCHLAND:
    Probekilometer: 160

    KUBA:
    Tage on the road: 19
    Tage nicht on the road: 11
    Gefahrene Kilometer in Kuba: 1360
    Durchschnittliche Tageskilometer: 71,5
    Nächte im Zelt: 3
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 0

    V.A.E.:
    Tage on the road: 5
    Tage nicht on the road: 2
    Gefahrene Kilometer in V.A.E.: 324
    Durchschnittliche Tageskilometer: 64,8
    Nächte im Zelt: 3
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 0

    OMAN:
    Tage on the road: 44
    Tage nicht on the road: 9
    Gefahrene Kilometer im Oman: 2531
    Durchschnittliche Tageskilometer: 57,5
    Nächte im Zelt: 38
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 9

    THAILAND (Nord+Süd):
    Tage on the road: 35
    Tage nicht on the road: 20
    Gefahrene Kilometer in Thailand: 2320
    Durchschnittliche Tageskilometer: 68,5
    Nächte im Zelt: 0
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 4

    TAIWAN:
    Tage on the road: 17
    Tage nicht on the road: 11
    Gefahrene Kilometer in Taiwan: 1198
    Durchschnittliche Tageskilometer: 70,5
    Nächte im Zelt: 3
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 5

    MALAYSIA:
    Tage on the road: 9
    Tage nicht on the road: 2
    Gefahrene Kilometer in Malaysia: 642
    Durchschnittliche Tageskilometer: 71,3
    Nächte im Zelt: 0
    Nächte eingeladen/Warmshowers: 0

    last but not least unsere
    ...

    PANNENSTATISTIK:
    Was für ein Kopf an Kopf Rennen! Durch den Fahrradtausch überholt Alina Stefan noch auf den letzten Kilometern!

    Endstand Fahrer:
    Alina: 7 - Stefan: 5

    Endstand Fahrrad:
    Alina: 3 - Stefan: 9
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  • Day188

    Endspurt!

    May 30 in Thailand ⋅ ☁️ 33 °C

    Unser nächster Halt war der Urlaubsort Cha-am. Auf dem Weg dorthin radelten wir noch einige traumhafte Kilometer an Stränden entlang bis wir der Großstadt Hua Hin näher kamen. Hua Hin ist eine absolute Hotelhochburg, was für uns bedeutete "nichts wie weg hier". Cha-am ist auch touristisch, aber eher beliebt bei den Thais. Wir merkten, wie verwöhnt wir in den letzten Wochen von Thailands leeren Traumstränden waren! Aus Cha-am brachen wir auf nach Phetchaburi. Diese Stadt bestand gefühlt nur aus Tempeln und einer übertrumpfte prachtvoll den nächsten. Wir schauten uns am Morgen die Khao Luang Höhle an, die uns als Geheimtipp empfohlen wurde. Wir waren fasziniert von dem magischen Flair. Überall Buddhafiguren, Kerzen und natürlich Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagmaten. Auf dem Rückweg wurden wir von einem der unzähligen Affen richtig übel angefaucht, sodass wir uns fix aus dem Staub machten. Es ging nun durch Mangrovenwälder, Salzgewinnungsanlagen und wir mussten der einen oder anderen Bananenstaude ausweichen, die auf die Straße wucherte. Schließlich landeten wir am späten Nachmittag in Damnoen Saduak. Wir waren vorgewarnt worden, dass dieser Ort, der für seinen "floating market" bekannt ist, sehr touristisch ist. Tatsächlich fanden wir am Abend kein einziges geöffnetes Restaurant und konnten uns nicht erklären, was hieran touristisch sein sollte... Bis der nächste Tag anbrach. Früh morgens wollten wir uns auch ein Bild vom schwimmenden Markt machen. Von kleinen Booten aus wird alles mögliche verkauft - vor allem Tourikram! Es war der Wahnsinn! Viele Busse hatten schon früh am Morgen Massen an Touristen aus Bangkok in den kleinen Ort gekarrt und wir erkannten Damnoen Saduak gar nicht wieder. Von hier aus fuhren wir weiter nach Bangkok. Unsere verbleibenden Kilometer sind gezählt!Read more

  • Day184

    Phraya Nakhon Cave

    May 26 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir machten einen Ausflug in den nahe gelegenen Nationalpark um die Höhle Phraya Nakhon zu besichtigen. Der Weg zur Höhle führte zunächst über einen ordentlichen Hügel. Für unser Schwitzen wurden wir mit einem fantastischen Ausblick über die Bucht und den weißen Strand belohnt. Wir konnten viele südliche Brillenlangure beobachten. Dies ist eine vom Aussterben bedrohte Affenart, die wie der Name vermuten lässt, ein lustiges Muster im Gesicht trägt. Weiter ging es den nächsten Berg hinauf zu Höhle. Es war ein wirklich besonderer Ort. Ein kleiner buddhistischer Tempel steht in der Mitte dieser großen Höhle. Die Pflanzenwelt erobert die Höhle zurück und so schimmerten die grünen Blätter im Sonnenlicht, das durch eine große Öffnung in der Höhlendecke fiel. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft wurden wir auf unseren Rädern von einem der heftigsten Gewitter, die wir in Asien erlebt haben, erwischt - fast! Zum Glück fanden wir im richtigen Moment (mal wieder) Zuflucht in einem kleinen Tante-Emma-Laden.Read more

  • Day183

    Entspannen in Sam Roi

    May 25 in Thailand ⋅ 🌬 25 °C

    In Bankrut übernachteten wir in einer Garage von zwei Warmshowers Jungs, die diese extra für Radfahrer angemietet haben. Es war so heiß! Die beiden Ventilatoren fühlten sich an wie zwei Föhne. Nach einer mittelmäßig erholsamen Nacht ging es weiter Richtung Norden. Über den kleinen, wuseligen Küstenort Ban Khlong Wan fuhren wir nach Sam Roi. Wir kamen durch den Nationalpark Khao Sam Roi Yot, den seine grün bewachsenen Berge und vielen Höhlen auszeichnen. Der Himmel färbte sich plötzlich dunkelgrau und wir flitzten förmlich durch den Park, um das Gewitter nicht abzubekommen. In Sam Roi verbrachten wir drei Nächte in einem Bungalow in der Nähe des wunderschönen Strandes. Es gab jede Menge köstliches Essen, entspannte Spaziergänge und sogar einen "kühlen" Pool.

    *Die Bedeutung der Vokabeln "Erfrischung", "kalt" und "kühl" kennen wir nicht mehr... :D
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  • Day180

    Life is a Beach!

    May 22 in Thailand ⋅ ☁️ 30 °C

    Strandhopping vom allerfeinsten! Wir fuhren nun einen Großteil der Strecke direkt am thailändischen Golf entlang und uns erwartete ein Traumstrand nach dem anderen. Das Geniale war, dass es überall komplett leer war. Das liegt an der Nebensaison, da sich wegen hoher Temperaturen und Luftfeuchte nicht viele Touristen im Mai hierher trauen. Und wenn, dann scheinen sie nach Krabi, Phuket oder auf die Inseln zu reisen. Perfekt für uns! Insgesamt waren wir aber auch sehr begeistert von der Bauweise hier. Es gibt keine großen Hotelklotze an der Küste, sondern lediglich kleine Bungalows. Unsere Unterkünfte der letzten Tage waren traumhaft. Direkt am Strand... bzw. direkt auf dem Strand! Insgesamt waren die meisten Küstenabschnitte unbebaut. Auch auf den Straßen begegneten wir kaum einer Menschenseele. Wenn unsere Radtouren nicht gerade an einem langen weißen Strand entlang ging, führten die Straßen durch riesige Kokosplantagen. Wir sind begeistert von der Prachuap Khiri Khan Provinz!Read more

  • Day179

    8000 km

    May 21 in Thailand ⋅ ⛅ 35 °C

    Unseren letzten Tausender haben wir nun voll gemacht! Die 8000 steht! :)

    Südthailand Statistik bis hierher:

    Tage on the road: 12
    Tage nicht in the road: 4
    Km in Thailand (Süd): 925 km
    Durchschnittliche Tageskilometer: 77,1 km

    Nächte Warmshowers/eingeladen: 2

    Pannen:
    Stefan: 5
    Alina: 3

    Kleiner Nachtrag:
    Direkt nach unserem 8000. Kilometer hat Alina es geschafft! Ein Platten Hattrick! Drei platte Reifen innerhalb weniger Kilometer. Das Problem war, dass die Flicken bei der hohen Luftfeuchtigkeit einfach nicht hielten. Es sei aber angemerkt, dass Alina die Platten mit Stefans Fahrrad hatte :D
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  • Day176

    Scenic Route

    May 18 in Thailand ⋅ ⛅ 35 °C

    Ab und zu sahen wir in den letzten Tagen ein Schild mit der Aufschrift "Scenic Route" - und fanden diesen Titel mehr als passend. Wir schlängelten uns weiterhin möglichst nah an der Küste entlang. Immer wieder erhaschten wir tolle Ausblicke auf kleine und große Buchten. Wir überquerten einige Flüsse, an denen sich häufig Fischerdörfer befanden. Diese Dörfer sahen zum Teil sehr ärmlich aus. Wenige Quadratmeter zusammengezimmerte Holzlatten sind das zu Hause dieser Menschen. Wie gut wir es doch haben! Und wie wahnsinnig freundlich und neidlos uns die Menschen hier dennoch begegnen.
    An der Ostküste herrschten nun Kokospalmen vor, immer wieder wurden wir von Jeeps überholt, auf denen kleine Erntehelfer (Äffchen) saßen. Herzrasen bereitete uns der Anblick der Arbeiter, die die Kokosnussschalen mit einer Art Speer knackten - und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit! Dagegen waren die bellenden Hunde, die uns ab und an hinterher rannten und wegen denen wir den einen oder anderen Sprint einlegten, harmlos. Aber bisher sind die meisten Hunde eh unbeeindruckt von uns und lassen uns in Ruhe (Toi, toi, toi!). Schließlich landeten wir in Tung Wua Laen. Dieser Ort ist wohl das, was man einen Traumstrand nennen darf. Weißer Sand, grüne Palmen und hellblaues Wasser! Tagsüber wirkte die kleine Strandpromenade der Hitze wegen wie ausgestorben, aber am Abend war der Strand ein beliebter Treffpunkt thailändischer Familien. Was für eine schöne, gemütliche Stimmung. Besonders schön und gemütlich war hier auch unsere Unterkunft. In Thailand übernachten wir häufig in kleinen Bungalows. Für ca. 15 Euro bekommt man hier ein Doppelbett, eigenes Bad und eine Klimaanlage - und das in wirklich gutem Zustand.
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  • Day173

    Kikeriki

    May 15 in Thailand ⋅ 🌧 33 °C

    Wir brachen nun Richtung Ostküste auf und die letzten Tage waren unspektakulär schön. Wir fuhren durch Kokos-, Palmöl- und Kautschukplantagen, an Fischreusen vorbei und überquerten einige ins Meer mündende Flüsse. Auf dem Weg sahen wir eine Versammlung an Männern aller Altersgruppen, waren neugierig und hielten an. Wir erkannten schnell, dass es sich hier um die vielen Hähne drehte und dachten zuerst, es handle sich um einen Hahnenkampf. Dieser Wettbewerb wurde aber nicht von demjenigen gewonnen, der den stärksten Gockel hat, sondern von demjenigen, dessen Hahn am häufigsten kräht! Es gab eine Juri, die jedes Krähen notierte und eine Strichliste führte. So kann man sich auch seine Zeit vertreiben! :DRead more

  • Day171

    Khao Sok Nationalpark

    May 13 in Thailand ⋅ ⛅ 32 °C

    Im Örtchen Ban Chiao Lan starteten wir am Morgen zum wenige Kilometer entfernten Staudamm Ratchaprapha. Hier schlossen wir uns mit einem australischen Vater-Sohn-Gespann zusammen und hüpften auf eines der populären Longtail Boote um den riesigen Stausee zu erkunden. Wir hatten es uns bei weitem nicht so toll vorgestellt und wurden von der Schönheit dieser außergewöhnlichen Landschaft in den Bann gezogen. Riesige, steile Kalksteinformationen und kleine grüne Inseln ragten aus dem türkisen See. Die absoluten Helden sind hier die Pflanzen, die sich auf all den Felsen ausbreiten. Wir machten einen Stopp bei einem schwimmenden Resort und hüpften in den badewannenwarmen See. Es fing mal wieder ordentlich an zu schütten, aber wir waren ja eh schon nass ;)Read more