Chile
Concepción

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6 travelers at this place:

  • Day53

    Ein Tag am Meer

    February 22 in Chile

    Was Simon Bolivar für Kolumbien, Venezuela, Peru, Equador und Bolivien, das ist Bernardo O'Higgins für Chile: nämlich der bedeutendste Unabhängigkeitskämpfer. Zugleich wurde er zum ersten Führer des unabhängigen Chiles ernannt, unter dem Titel Director Supremo. Die Ausrufung der Unabhängigkeit wiederum geschah vor genau 200 Jahren in unserem heutigen Zielort "Concepcion", der eigentlich "La Concepcion de Maria Puririma del Nuevo Externo" heißt. Aber diese offizielle Namensversion ist nun wirklich etwas sperrig.

    Die Fahrt von Talca nach Concepcion beginnt - man kann es nicht anders sagen - langweilig, da Landschaft und Straßenführung zwar nett sind, aber sich gegen all die Highlights der vergangenen Wochen nicht behaupten können. Zum Glück streut Marc - als Variante zum direkten Weg - eine knapp 40 km lange Schotterstraße ein, die allerdings nur Martin/Katrin, Marc und ich selbst fahren wollen, obwohl sie verheißungsvoll Ruta del Mar heißt (ich hoffe, Ihr habt das Wortspiel bemerkt, "streut Schotterstraße ein", hahaha).

    Wo wir schon so schön dabei sind, verlängern wir unsere Küstenfahrt noch auf die Concepcion vorgelagerte Halbinsel und steuern dort das Fischerdorf "Calita Tumbes" an, das uns pittoreske Fotomotive und einen willkommenen Nachmittagskaffee bietet. Damit kein falscher Eindruck entsteht: das Mädel mit der Kochhaube stellt heißes Wasser, Plastikbecher und eine Dose Nescafe auf den Wackeltisch ... aber die Meeresfrüchte sind fangfrisch und der Blick auf die buntbemalten Boote großartig. Ein Tag am Meer! Wer summt da nicht den Fanta 4 Song mit?

    https://youtu.be/uFX_ZQCPerk
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  • Day19

    Chilenische Kultur

    October 23, 2016 in Chile

    Freitagabend war ich auf einem Konzert einer chilenischen Band, Congreso. Die Band existiert schon seit über 40 Jahren und ist ziemlich bekannt hier in Chile. Es ist ein klasse Mix aus dem lateinamerikanischen Rhythmus und Jazz sowie Rock. Die Band hat das Teatro ganz schön eingeheizt, war eine super Erfahrung und eine sehr gute Einführung in die chilenische Musik.
    Am Wochenende steht immer der Einkauf auf dem Markt an. Es gibt wahnsinnig viele Früchte, die man in Europa nicht kennt. Sehr lecker ist zum Beispiel die Chirimoya, eine Frucht aus den Anden. Sie ist wahnsinnig süß, man muss sie schälen und sollte die Kerne nicht essen. Die chilenische Kokosnuss ist auch sehr gut, man muss beim Öffnen nur auf seine Finger aufpassen. Gestern fand ich auf dem Markt kleine Gurken, die aber wie eine Honigmelone schmecken. Ich habe auch eine sehr spezielle Art von Pilzen probiert, es blieb dann auch nur beim Probieren. Im Mund fühlt es sich an wie ein kleiner Schwamm, der bei jedem Biss eine glitschige Substanz abgibt und sehr nach Erde schmeckt.
    Leider habe ich auch schon die chilenischen Süßigkeiten entdeckt. Manjar, auch bekannt als dulce de leche, das ganz ähnlich wie Karamel schmeckt und etwas zähflüssiger ist, ist mein absoluter Favorit. Im Supermarkt kann man sogar einen 1 Liter Topf kaufen. Moni, stell dir vor, hier verkaufen sie auf der Straße Churros mit Manjar!!!!
    Gestern gab es als Nachspeise Erdbeeren mit Manjar. Nachdem keinen Erdbeeren mehr da waren, mussten die Löffelbiskuits herhalten 😃
    Leider lässt sich auch pur sehr gut essen...
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  • Day31

    Erstes Erdbeben ✔

    November 4, 2016 in Chile

    Heute Mittag erlebte ich das erste Erdbeben in Chile. Ich saß gerade im Auto, als es anfing. Was macht man im Falle eines Erdbebens?
    Meine Gastfamilie hatte mich gleich am Anfang instruiert, damit ich mich im Falle des Falles richtig verhalten kann. Viel konnte man nicht tun. Das Beben dauerte circa 10 Sekunden und fühlte sich komisch an, gleichzeitig aber auch irgendwie aufregend, da es für mich das erste Mal war. Nach ein paar Minuten wurde im Radio gleich berichtet, dass sich das Epizentrum südlich von Santiago befindet und eine Stärke von 6.4 hatte - also gar nicht mal so wenig. In Santiago muss es demnach ordentlich gerüttelt haben und die Telefonverbindung funktioniert eine Weile nicht mehr. Eine Tsunamiwarnung wurde für kein Gebiet ausgesprochen - zum Glück.
    Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es heute tagsüber oder nachts nochmal beben könnte, denn ein Erdbeben kommt selten alleine.

    Der Frühling ist hier nun angekommen (ich weiß, bei euch wirds gerade kalt... 😋) und ich genieße gerade die warmen Sonnenstrahlen (LSF 50!!!!).
    Den ersten Kolibri (hier Picaflor genannt) habe ich auch schon gesehen.

    Morgen steht die Halloween-Party in der Diabetes Corporation an. Wir werden für die Kids auf dem Unicampus verschiedene Spielstationen erstellen und den ganzen Tag dort verbringen. Freue mich schon auf morgen. Maria, das erinnert mich an unsere Animationszeit 😄

    kleiner Nachtrag: ich bin schon seit einem Monat hier! Die Zeit rennt und mir geht es unglaublich gut hier!
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  • Day21

    Bewegende und prägende Momente

    October 25, 2016 in Chile

    Seit 2011 ist mein Papa "Patenonkel" eines chilenischen Jungens, der kurz nach dem schweren Erdbeben 2010 Diabetes bekam. Er und seine Familie verloren im März 2010 alles und mit alles, meine ich auch tatsächlich alles. Ihr Haus verschwand im Erdboden, da die Erde drei Meter weit Aufriss und das Haus quasi einsog. Da das Gesundheitssystem hier in Chile nicht so ist wie wir es aus Europa kennen, können sich nicht alle Familien das teure Insulin und die dazugehörigen Pens, sowie das Blutzuckermessgerät leisten. Als Papa letztes Jahr im März hier in Concepción war, besuchte er die Familie die ihn sehr herzlich empfing und ihn zu sich nach Hause einlud. Er erzählte mir damals, wie toll es war, sie endlich kennenzulernen, die wir bisher nur per Briefe und Fotos kannten. Natürlich möchte ich sie während meinem Aufenthalt auch kennenlernen - und nun lernten auch wir uns kennen.

    Am Dienstag wollte ich nach der Arbeit eigentlich nur kurz noch zum Einkaufen gehen, plötzlich erreichte mich eine Nachricht aus der Diabetes Corporation, Alexis, mittlerweile 12 Jahre alt und seine Familie sind gerade hier und haben erfahren, dass ich in Concepción bin und sie treffen möchte. Keine 5 Minuten später lernten wir uns alle vor dem Supermarkt kennen, kauften Empanadas und fuhren zu ihnen nach Hause. Nun habe ich diesen herzlichen Empfang der Familie auch erleben dürfen, ein Moment, den ich nicht vergessen werde. Stolz zeigte mir Alexis Papa, was er wieder aufgebaut hatte nach dem Erdbeben und welch schwere Zeit sie hatten. Ohne Haus auf der Straße lebend, die Wasserleitungen in diesem Viertel funktionierten lange Zeit nicht mehr. Das Wichtigste, erzählte er mir und fing dabei an zu weinen, ist dass der Familie nichts zugestoßen ist und sie alle glücklich sind. Er arbeitet viel, um seinen Kindern auch mal eine PlayStation leisten zu können. Es gibt keinen einzigen Tag im Jahr, an dem er nicht lacht und genau das möchte er auch seinen Kindern vermitteln - da wischte ich mir dann auch die Tränen aus den Augenwinkeln.
    Wir aßen gemeinsam, spielten Fußball, erzählten viel und lachten den ganzen Nachmittag und Abend.

    Dieser Erfahrung hat mich sehr geprägt und mir gezeigt, dass man alles im Leben schätzen soll, was man hat, die kleinen, sowie die größeren Dinge. Am meisten aber die Familie und Freunde, die einen durch das Leben begleiten.

    Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Familie mit einem unendlich großen Herz kennenlernen durfte.

    - Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
    Antoine de Saint-Exupéry
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  • Day81

    Frohe Weihnachten und...

    December 24, 2016 in Chile

    ... schöne Festtage euch allen!

    Ich habe Weihnachten mit meiner chilenischen Familie verbracht und mich sehr wohl gefühlt. Wir haben alle gemeinsam zu Abend gegessen, Geschenke ausgepackt und viel gelacht.

    ....aber meine Familie, in der Ferne, hat mir natürlich gefehlt. Eine kurze Unterhaltung auf Skype ersetzt keine warme Umarmung und ein Bussi zu Weihnachten. Der Geruch eines echten Tannenbaumes fehlte auch ein wenig...
    Diesmal auch kein leckerer Plätzchenteller von den Pretschuhs...(hebt zwei Kaffeeplätzchen für mich auf...😂)

    Das größte aller Geschenke an diesem Weihnachtsabend war zu bemerken, wie wichtig mir meine eigene Familie ist...

    ...Absence makes the heart grow fonder...💟
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  • Day15

    Die ersten Arbeitstage

    October 19, 2016 in Chile

    Ich werde die nächsten 3 Monate im Centro de Vida saludable mithelfen. In das Zentrum kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas. Neben medizinischen Untersuchungen, Ernährungsberatung und Sport werden sie auch psychologisch betreut. Ich habe bereits ein paar Patienten kennenlernt, gestern auch beim Sport mitgemacht (heute zwickt es sogar ein bisschen in den Oberarmen). Der Ernährungsberaterin werde ich morgen über die Schulter kucken können. Am Wochenende steht ein Camp für Diabetes-Kinder an, inklusive Übernachtung in der Einrichtung. Hauptsächlich sind die Psychologen für die Psychoedukation der Patienten und Eltern zuständig. Natürlich werden aber auch andere Themen behandelt, ganz individuell.
    Mit dem Fachvokabular tue ich mir noch schwer. Meist versuche ich es mir aus dem Englischen abzuleiten, klappt aber nicht immer. Ein paar Dinge habe ich mir schon von der Psychologin abgekuckt. Etwas befremdlich ist noch die Begrüßung der Patienten. Während man in Europa die Hand ausstreckt um die Klienten zu begrüßen, werden hier Küsschen verteilt. Ein Patient (14 Jahre) war ganz erstaunt, dass sich eine Deutsche nach Chile verirrt. Das Eis war aber schnell gebrochen, denn durch sein FC Bayern Trikot ergab sich gleich ein super Gesprächsthema. Wenn's um Fußball geht, ist man sofort befreundet, vor allem aber, wenn man den FCB kennt.

    Die Mittagspause habe ich in der Sonne verbracht (endlich ist sie da) und ein leckeres Empanada (gefüllt mit Käse und Fleisch) gegessen :-)
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  • Day36

    Dia de Psicólogo

    November 9, 2016 in Chile

    Am 9.11 feierten wir hier den Tag der Psychologen. Soweit ich weiß, gibt es diesen Tag in Deutschland nicht. Allerdings gibt es dafür in Chile quasi jeden Tag, um irgendetwas zu feiern.
    Hier ein Foto von Marcia und mir 😀

  • Day53

    BINGO!

    November 26, 2016 in Chile

    Von Samstag auf Sonntag fand das alljährliche Bingo der Diabetes Corporation statt und alle hatten eine Menge Spaß. Großes Event und viele Leute!
    Los ging es um 20.30 Uhr und ging bis um 2 Uhr morgens. Die Stimmung beim Bingo in Chile kann man sehr gut mit der im Münchner Bierzelt vergleichen, es war ein richtiges Fest.
    Es wurde getanzt, gesungen und gespielt, auch die Kinder kamen nicht zu kurz.
    Es war ein tolles Erlebnis!

    Hier die Crew - mittlerweile bin ich auch schon ein Teil davon und die Arbeit macht viel Spaß.
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  • Day32

    Halloweenparty in der Diabetes Corp.

    November 5, 2016 in Chile

    Ein Event, dass nicht fehlen darf, um Kinderherzen glücklich zu machen: eine Halloweenparty.
    Wir trafen uns mittags in der Corp, es gab Empanadas :) und dekorierten die Räume, verkleideten und schminkten uns.
    Zusammen mit den Kindern ging es dann auf den Unicampus, wo sie sich an verschiedenen Spielstationen austoben konnten.
    Nach dem Austoben wurde gemeinschaftlich der Blutzucker gemessen und je nach Bedürfnis, entweder der Insulin-pen ausgepackt oder das Zuckerwasser getrunken und ein Brot gegessen. Ich kam mir fast ausgeschlossen vor, weil ich meinen Blutzucker nicht messen musste :-P
    Wir Monitore und die Kinder hatten extrem viel Spaß an diesem Tag.
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You might also know this place by the following names:

Comuna de Concepción, Comuna de Concepcion, Concepción

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