Colombia
Guatapé

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Travelers at this place
    • Day 93

      Guatapé

      May 10, 2022 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

      Aus Medellín ging es nun mit dem Bus in das 2h entfernte Guatapé.

      Guatapé ist eine kleine Gemeinde mit ca. 9000 Einwohnern und wurde als eine ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde durch den Bau des Stausees Peñol-Guatapé in den 1970er Jahren zu einem Tourismuszentrum.

      Der Stausee wurde zur Stromerzeugung für Medellín errichtet, auf dessen Grund das ursprüngliche Dorf El Peñol liegt. Zehn Jahre dauerte es bis der Rio Nare den Stausee endlich gefüllt hatte. Die Planungen für die große Staustufe nahmen Anfang der 1970er-Jahre keine besondere Rücksicht auf die Dorfbewohner. Den Bewohnern wurde eine lächerliche Entschädigung gewährt, 22 alte Menschen blieben auch angesichts des steigenden Wassers in ihren zerstörten Häusern und starben dort. Auch der Friedhof sollte einfach geflutet werden, was zu zahlreichen Protesten und dem
      Umsetzen der Gräber führte. In dem neuen Dorf gab es für die alten Einwohner kaum Platz. Mit ihrer geringen Entschädigung konnten sie sich die neuen Häuser nicht mehr leisten und zogen in die Elendsquartiere Medellins oder anderer großer Städte Kolumbiens. Viele Proteste folgten. Das neue El Peñol wurde ohne einen zentralen Platz in der Mitte gebaut, damit die Einwohner keinen Platz hatten, wo sie sich etwa versammeln konnten, um weiter zu protestieren. Und so ist El Peñol vielleicht das einzige Dorf in Antioquia oder in ganz Kolumbien, das keinen Dorfplatz hat. Nur eine eigenartige Boje in Kreuzform erinnert an den Turm der Dorfkirche des alten Dorfes El Peñol.

      Heute ist der Stausee auch ein Freizeit- und Erholungsgebiet, viele gut betuchte Menschen haben hier Ferienhäuser, so auch einst Herr Escobar.

      Das Örtchen Guatapé selbst ist bekannt für das wunderschöne Zentrum, welches mit bunt bemalten Häusern und engen Gassen, kolumbianischer Musik und kulinarischen Köstlichkeiten in dieser tollen Landschaft auf seine Besucher und uns wartet.

      Und so erfreuen wir uns schon bei unsere Ankunft an der lebendigen kleinen Stadt, schlendern durch die Gassen und bewundern die vielen künstlerischen Bemalungen an den Häusern, die ihre Geschichten erzählen.

      Für den nächsten Tag mieten wir uns einen Roller und fahren zunächst zum 220 m hohen „Fels von Guatapé“ (oder auch Fels von El Peñol). Die Städte Guatapé und El Peñol liegen seit langem im Streit über ihren Gebietsanspruch. Einwohner von Guatapé begannen ihren Anspruch dadurch zu unterstreichen, dass sie den Namen ihrer Stadt auf den Fels malen wollten. Nachdem die Einwohner von El Peñol dies bemerkten, beendeten sie die Weiterarbeit durch einen Aufmarsch, sodass heute an der Nordseite nur in weißer Farbe ein großes „G“ und ein unvollständiges „U“ zu sehen ist.

      In eine Felsspalte wurden Treppen hineingebaut, sodass die Besucher heute nach sehr steilen 659 Stufen oben auf einer Plattform die 360 Grad Aussicht genießen können.
      Dabei sind die Treppen für den Auf- und Abstieg auf architektonisch eigenartige Weise, ineinander verschlungen, verwinkelt und doch voneinander getrennt. Mal führen die schmalen und sehr steilen Stufen ins Innere des Felsens, dann wieder nach Außen mit beeindruckendem Panoramablick auf die einzigartige Landschaft. „El Peñon“ ist der Legende nach ein Meteorit, der hier vor Urzeiten niedergegangen sein und magische Kräfte haben soll.

      Schweißgebadet kommen auch wir oben an und haben mal wieder Glück. Wo der Tag noch regnerisch begonnen hat, kommt nun pünktlich zu unserer Ankunft hier oben zwischen den Wolken die Sonne durch und gibt dem ganzen so noch einen schönere Atmosphäre 😍. Wir können richtig weit sehen und den verwinkelten Stausee mit seinen vielen Inseln von hier oben bewundern. Kaum zu glauben, dass dies alles künstlich angelegt wurde. Selbst die ehemaligen Skeptiker und Gegner der Vorhabens finden nun die ganze Umgebung sehr schön und gelungen (anders werden das aber mit Sicherheit die komplett aus der Gegend Vertriebenen empfinden).
      Als es sich so langsam füllt, treten wir den Rückzug an und fahren mit dem Roller in die andere Richtung bis nach San Rafael. Unterwegs gibt es noch einen kleinen Chorizo-Snack und wir halten Ausschau nach einem passenden Ort, an dem Manu etwas fischen kann. Wir fahren den Fluss auf- und abwärts aber leider ist hier alles entweder Privatgrund oder so zugewuchert, dass keine Chance besteht, ans Ufer zu gelangen.

      Also geht es weiter zum Wehr Santa Rita, wo das Wasser des Stausees je nach Wasserstand in den Río Nare abgelassen werden kann. Heute liegt die Schussrinne allerdings trocken und ist daher weniger spektakulär.

      Eigentlich wollten wir noch zum Haus von Pablo Escobar, der Hacienda la Manuela, welche nach seiner Tochter benannt wurde und sein letzter Bau war. Es benötigte fünf Jahre bis die wunderschöne Hacienda mit Pflanzen aus aller Welt, einer Disko, türkischem Bad, Sauna und Swimmingpool fertiggestellt wurde.
      Der Bau wurde im Jahre 1993 durch eine Bombe des Cali Kartells zerstört, sodass heute nur noch die Grundmauern stehen. Nach dem Anschlag kamen viele „Plünderer“, die nach Kokain und Dollarscheinen in den Doppelwänden suchten. Ob sie erfolgreich waren, wissen wohl nur sie 😅.
      Leider kommt man aber auf dem Landweg nur über mehrere Privatgrundstücke und massiv schlechte Straßen dorthin, eine Bootstour mit vielen anderen Touristen und Partymusik hat uns nicht so richtig gereizt. Wir lassen daher Escobar Escobar sein genießen stattdessen in Guatapé bei gutem Essen den Abend, bevor es dann weiter in Richtung Karibikküste geht.
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    • Day 100

      Guatapé und der grosse Fels

      June 12, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

      Wie die alte Fastnacht kommt noch unser Bericht von Guatape. 😆🌎

      Vom 10. bis 12. Juni sind wir also in Guatapé. Wir reisen von Jardin via Medellin. Es ist eine längere Reise, wir sind gut 7 Stunden unterwegs, es klappt alles super und wir warten auf keinen der drei Busse länger als 5 Minuten.

      Vom Busterminal laufen wir am Ufer vom See in Guatapé zu unserer Unterkunft, welche ganz passend den Namen "Hostel Lakeview" trägt. 🏞🏡

      Wir haben einen Tipp fürs Abendessen bekommen und gehen dem nach und landen bei Oscar, welcher Empfang, Service, Koch und DJ in einem ist. Das Essen ist herrlich und wir beenden den Abend mit gemütlichem Schlendern im bereits dunklen aber sehr farbigen Guatape und einem frisch gezapften Bier.

      Am nächsten Morgen empfangt uns der Himmel mit Wolken, doch wir wollen die frühen Stunden nutzen und zu den Ersten zählen, die "el Peñol" besteigen. El Peñol ist ein auffälliger Inselberg aus Granit und misst an seiner höchsten Stelle 220m. Für wenig Geld geht es mit dem Tuktuk zum Eingang und der Marsch der ca. 750 Treppenstufen umfasst geht los. Mit kleinen Pausen, wahrscheinlich schon bei Stufe 100, kommen wir oben an und können noch vor dem grossen Touristenansturm die schöne Aussicht geniessen. 🪨😍
      Nach einem Frühstück zur Stärkung danach geht es wieder ins Städtchen, welches wir nun bei Tageslicht erkunden.

      Am Abend gehen wir den verschiedenen Bars am See nach, beobachten die Boote, die anlegen, und landen am Ende in einer Bar, wo ein Fussballspiel gezeigt wird und fiebern mit.

      Nach zwei Nächten geht es bereits wieder zurück nach Medellin. 🚌

      Wir schlafen in einem Hostel, das uns von Reto empfohlen wurde, da es einem Schweizer Freund von ihm gehört. Da es sich um ein Boutique Hostel handelt, können wir uns nur je ein Bett im 6er Dorm leisten. Sollte ich mal wieder auf die Idee kommen, bitte haltet mich davon ab. Wir schlafen, wenn man dem so sagen kann, mit den Schnarchgeräuschen von unserem 75-jährigen Mitbewohner dann irgendwann doch ein. 🙄🙉🥱

      Das Highlight ist jedoch die eigene Bäckerei, welches im Hostel dazugehört. So kaufen wir uns dann einen ganzen Zopf, welchen wir bereits kurz nach Ankunft am Flughafen verschlungen haben.

      Für uns heisst es "Adios Colombia", du warst toll! ♥️
      Und doch freuen wir uns sehr zurück nach Mexiko zu kommen.
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    • Day 5

      Urwaldgeschrei

      May 14 in Colombia ⋅ 🌩️ 25 °C

      73km
      1823hm

      Da wir gestern auf ca. 1000m runtergefahren sind, mussten wir früh starten. Doch schon um 6:30Uhr waren wir aufgrund der Temperaturen und Luftfeuchtigkeit direkt durchgeschwitzt. Die Landschaft war noch grüner als am Tag zuvor und die Tiere machten einen Heidenlärm. Die ersten 45km ging es auf und ab auf ruhigen Straßen, die zum Teil durch Erdrutsche verdreckt waren, direkt durch den Urwald.
      Dann kamen wir nach San Rafael, wo wir unsere Mittagspause verbracht haben. Von da an waren es nur noch 27km nach Guatapé, allerdings alles bergauf. Anstrengend, aber immerhin wurden die Temperaturen zunehmend angenehmer.
      Die Nacht verbringen wir in Guatepé. Der Ort ist bei Touristen sehr beliebt. Bunt, Kunstwerke, Bars und Restaurants und allerlei Kitsch zu kaufen. Aber ganz nett zum Durchschlendern. Es liegt direkt an einem riesigen Wasserreservoir. Allerdings ist da gerade nur wenig Wasser drin, trotz Regenzeit ist es zu trocken. Für die Leute hier ein Problem, da die Gemeinde hier vom Tourismus lebt und dieser auf der speziellen Landschaft und Natur basiert.
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    • Day 29

      Guatape - Piedra del Penol

      January 2, 2020 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

      Gestern starteten wir schon früh morgens um von Medellin mit dem Bus ins "2h" entfernte Guatape zu fahren. Guatape ist eine Kleinstadt in mitten eines riesigen Stausees, aus dem sich unzählige Inseln erheben. Die Hauptattraktion dort ist der Piedra del Penol, ein Fels auf den man mit knapp 700 Stufen besteigen kann. Die tolle Aussicht lockt natürlich nicht nur uns an sondern auch unzählige Touristen und einheimische aber was solls. Allein die Hinfahrt dauerte aufgrund des Verkehrs anstatt der angegebenen 2h letztendlich über 3h. Nachdem wir den Felsen erklommen hatten suchten wir uns ein stilles Plätzchen zum Baden. Natürlich nackt 😅, denn Badehose hatten wir keine dabei. Den Rest des Tages schlenderten wir durch den Ort und verweilten in einem Café.

      Zurück in Medellin packten wir unsere Rucksäcke und fuhren mit dem Nachtbus nach Salento, 280 km südlich von Medellin.
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    • Day 23

      Guatapé

      January 20, 2020 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

      Nicht nur Medellín hat viel zu bieten, auch das Umland hält so manches Ausflugsziel bereit.
      So findet man ca. 70km östlich ein kleines Schmuckstück namens Guatapé mit seinem Wahrzeichen, dem gigantischen Monolithen El Peñol.

      Also früh mit dem Bus gestartet und erstmal 750 Stufen rauf auf den Fels um die Aussicht zu genießen, bevor sich die Touristenmassen durchschleusen.
      Trotz der Wolken war es das absolut wert.
      Der Blick auf den Stausee und die vielen Inseln war wirklich unglaublich und wir fühlten uns schon fast ein wenig wie in Leipzig 😂
      Viele Schöne und Reiche haben hier imposante Anwesen und auch Pablo Escobars nun unbewohntes Ferienanwesen kann man hier irgendwo finden.

      Nach Guatapé kann man sich entweder mit einem Tuk-Tuk kutschieren lassen oder geht zu Fuß.
      Wir haben uns für letzteres entschieden.
      So konnten wir noch die Natur genießen und haben einen neuen Kumpel gefunden 🐶
      Gemeinsam haben wir dann das schöne Städtchen erkundet.
      Die Häuser sind hier bunt bemalt und verleihen den vielen kleinen Gassen einen besonderen Charme.

      Fazit: EinTouristenmagnet, der sich wirklich gelohnt hat 👍🏼
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    • Day 101

      Guatape

      January 27, 2020 in Colombia ⋅ ☁️ 15 °C

      Kurz mal zwei Tage raus ins bergigere Land nach Guatape. Es gibt hier einen riesigen künstlichen See und viele Aussichtspunkte von denen man ihn gut seen kann. Wir waren in einem ziemlich schönen hostel mit guter Stimmung und netten Menschen. Vielleicht komm ich nochmal hierher zurückRead more

    • Day 153

      Guatape

      June 24, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

      Vanuit Medellin deden we een daguitstap naar Guatape, een dorpje omgeven door een groot meer dat bekend staat als een heel gezellige en mooie plek. Op de weg naar Guatape ligt ook een grote rots, de 'Piedra del Penol', die naar verluidt een prachtig beeld geeft over de heuvelige omgeving en vaak de eerste bestemming is voor bezoekers van Guatape.

      Het verliep echter een beetje minder vlot dan verwacht. Blijkbaar hebben de Colombianen verlof eind juni, wat een enorme boost geeft aan het binnenlandse toerisme. Het krioelde van de mensen nabij de rots, en dit betekende dat we een uur zouden moeten aanschuiven om erop te klimmen. Ook zouden we de tocht naar boven zoals mieren achter elkaar aan moeten lopen. We weten allemaal hoeveel Tom houdt van mensenmassa's, maar beslisten dan toch maar niet op de rots te gaan om te vermijden dat we verpletterd werden, en reden door naar Guatape zelf.

      De hoeveelheid mensen in Guatape zelf viel gelukkig veel beter mee, en het dorpje bleek uiteindelijk heel kleurrijk en gezellig te zijn, dus spendeerden we het merendeel van de dag in het dorpje. We aten een lekkere lasagne, zochten souvenirtjes en dronken een pintje vooraleer we terugkeerden naar Medellin.
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    • Day 134

      Oh, wie schön ist Guatapé

      June 28, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 19 °C

      Für viele ist Guatapé nur ein Tagesausflug etwa zwei Stunden östlich von Medellín. Wir nehmen uns etwas mehr Zeit und bleiben ein paar Tage hier. Und das ist eine super Entscheidung, denn Guatapé entpuppt sich als wirklich positive Überraschung. Die Bilderbuch-Landschaft und das milde (wenn auch wechselhafte) Wetter begeistern uns sofort 🌤

      Der kleine Ort liegt bei etwa 1.900 Metern Höhe am riesigen Stausee Guatapé-Peñol. Der Stausee wird primär für die Stromerzeugung genutzt und liefert ganze 70% des kolumbianischen Strombedarfs. Durch das malerische Landschaftsbild mit den vielen kleinen Inseln und Halbinseln wird die Region vor allem von Kolumbianern als Erholungsgebiet genutzt 🏞

      Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Fels von Guatapé, ein riesiger Inselberg aus Granit, den man schon aus der Ferne emporragen sieht. Wir stapfen die 675 Stufen bis zur Spitze und werden mit einem unglaublichen Ausblick belohnt. Am nächsten Tag steht eine Radtour an, um den Felsen aus allen Winkeln bestaunen zu können 🚴🏼‍♀️ Wir radeln durch das hügelige Gelände und können uns am Ende mit einem Sprung in den Stausee erfrischen 🏊🏼‍♂️ Das eigentliche Highlight der Tour ist allerdings unser Guide Marcel, ein US-Amerikaner, der 20 Jahre als Pilot bei der Navy war, eine Surfschule in Costa Rica betreibt und jetzt einen Fahrradclub in Kolumbien aufbaut. Er unterhält uns mit lustigen Anekdoten aus seinem Leben und gibt uns Tipps für die weitere Reise.

      Der Ort Guatapé ist auch total schön mit seinen bunten Straßen, verzierten Häuserfassaden und verträumten Cafés ☕️ Defintiv einer unserer Lieblingsorte auf der bisherigen Reise 😊
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    • Day 18

      Piedra del Penol und Guatapé

      August 19, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

      Der letzte Eintrag über Medellin hatte die Eindrücke recht ausführlich beschrieben, sodass ich mich diesmal kurz halten möchte.
      Während unserem Medellinaufenthalt mussten wir kurz durch schnaufen und sind in die Natur gefahren. Zwei Stunden von der Stadt entfernt liegt auf einer Hochebene die Stadt Guatape, die malerisch vom Wasser umspielt liegt. Zur städtischen Stromversorgung wurde an dieser Stelle ein Stausee geflutet, der eine traumhafte Landschaft erzeugt hat und so gar nicht gekünstelt wirkt. Sehen kann man diese von einem einzigartigen Wahrzeichen: der Piedra del Penol. Ein Fels, der seit unglaublichen 70 Millionen Jahren dort steht. Bei guten Wetter kann man von den 210m über 500km weit blicken. Wir genossen in vollen Zügen, was wir da sahen. Man sollte allerdings sehr früh aufbrechen, um ein wenig dem Touristrom zu entkommen. Schafft man es diesen dann zu ignorieren, spürt man, was dieser Ort alles so zu erzählen hätte.

      Den Nachmittag verbrachten wir in der Stadt Guatape, die mit ihrer Farbenpracht fast schon übertrieben hat und man am liebsten jede Fassade fotografiert hätte. Also lasse ich die Bilder sprechen.
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    • Day 110

      Guatapé & ein trauriger Abschied

      September 20, 2022 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

      Nach einem sehr frühen Frühstück bestellten wir uns ein Uber, welches uns zum Terminal del North (Busbahnhof) brachte. Wieder einmal waren wir seeeehr spät dran, ich verliere langsam die Eigenschaft meiner Schweizer Pünktlichkeit.😅

      Der Bus, der uns nach Guatapé bringen sollte, wartete schon voll besetzt mit Touristen (die ein offizielles Ticket gekauft haben) als wir 10 Minuten zu spät am Terminal eintrafen. 😅

      Die Fahrt mit dem Kleinbus sollte etwa 2 Stunden dauern. Der Fahrer bekreuzigte sich, bevor er auf das Gaspedal trat und verschiedene Heiligenfiguren schmücken das Glasfenster vor uns. Da wird keine Gurte fanden um uns anzuschnallen, hofften wir, dass seine Gebete die Fahrgäste miteinschliessen.😜 Als der Bus das Terminal verlassen hatte, öffnete der Busbegleiter (jeder kolumbianische Reisebus hat neben dem Busfahrer auch einen Begleiter an Bord) im fahrenden Bus die Türe und rief den Menschen am Strassenrand „Guatapé, Guatapé“ zu. Immer mal wieder sprang ein neuer Passagier an Bord, drückte dem Begleiter ein paar Pesos in die Hände und machte es sich irgendwo gemütlich. Da alle Plätze besetzt waren, füllte sich der Mittelgang mit stehenden Menschen und auch ganz vorne, wo wir sassen, machten es sich ein paar Fahrgäste auf dem Boden bequem. Wenn jemand aussteigen wollte, musste er nur rufen und der Bus hielt sofort am gewünschten Ort an.

      Ab und zu stiegen auch Strassenverkäufer ein, die uns verschiedenste Waren anboten. Das wäre mal eine Geschäftsidee in der Schweiz, denn wieviel Mal wir da schon Durst oder Hunger im Bus sitzend verspührten..hmmm 😅🤔😇 Durch die vielen Stopps, kamen wir erst um 11 Uhr am berühmten La Piedra an. Schnell überholten wir die riesigen Touristengruppen und reihten uns in die lange Schlange ein, um den Fels von Guatapé zu besteigen. Es waren ca. 700 Stufen zu erklimmen, doch das war für uns kein Problem. Leider war der Aufstieg sehr mühsam, da es immer mal wieder staute wenn jemandem die Puste ausging.😜 Vom Gipfel aus hattn wir eine tolle Aussicht auf den Stausee Peñol-Guatapé.

      Da wir keine geführte Tour gebucht hatten, mussten wir selber schauen, wie wir in die Stadt Guatapé gelangten. Unser Entschluss zu laufen, bereuten wir keinesfalls. Gleich zu Beginn lief uns ein süsser Hund über den Weg und wir riefen ihm zum Spass „Guatapé“ zu, damit er uns den Weg zeigte. Lustigerweiswe lief er danach alles vor uns hin, bis in die Stadt!! Einen besseren Guide hätten wir uns nicht wünschen können. 🐕

      Zu Beginn verlief der Weg direkt an der Strasse entlang, was nicht so toll war, da wir mehrmals angehupt wurden. Unser kleiner Freund führte uns aber bereits bei der ersten unübersichtlichen Kurve über einen Steinpfad hinauf auf einen kleinen Hügel. Von hier aus hatten wir einen Bomben Ausblick auf den Fels und konnten die Strasse umgehen. 🪨

      ❗️Fun Fact: Der Fels liegt zwischen den zwei Gemeinden, El Peñol und Guatapé. Aufgrund der Rivalität und Besitzansprüche der zwei Städte, haben beide die Sehenswürdigkeit für sich beansprucht und mit ihren Ortsnamen ergänzt:

      Piedra del Peñol
      Piedra de Guatapé

      Einige Bürger von Guatapé versuchten sogar in einer Nacht und Nebel Aktion den Felsen zu beschriften, doch sie konnten gestoppt werden. Noch heute sind das weiße G und der erste Strich für das U zu sehen.❗️

      Dem Pfad entlang liefen wir weiter in Richtung Stadt. Kurz vor dem Ziel mussten wir noch eine ziemlich morsch aussehende Holzbrücke überqueren um auf die andere Strassenseite zu gelangen. Nach einigem Hin und Her überwanden wir unsere Angst und mit weichen Knien liefen wir schnell über die sehr wacklige Brücke.

      Guatapé ist eine sehr farbenfrohr Stadt mit bunten Häusern, die von Sockelleisten mit aufgemalten Verzierungen und Kunstwerken geschmückt werden. Unser Mittagessen genossen wir in einem kleinen Restaurant mit dem lustigen Namen „Guatacrêpe“ in welchem leckere, süsse und salzige Crêpes angeboten wurden. Zum Hauptgang bestellten wir eine salzige Variante & zum Dessert eine mit Arequipe. 🤭🫠

      Nach der Stärkung spazierten wir durch die kleinen Gassen, stöberten in den vielen Geschäften und bewunderten die schönen Malereien. Um 15:30 sassen wir dann schon wieder in einem Bus zurück nach Medellin.

      Was wir wirklich an Medellin lieben, ist die rieeesige Auswahl an leckeren, internationalen Restaurants. Wir liessen uns an diesem Abend auf die Peruanische Küche ein und besuchten das Restaurant Rocota. Das Ambiente, die Drinks (Pisco Sour), die Musik und das unglaublich gute Essen, veganer Ceviche Salat und das Lomo Anticuchero überzeugten uns sehr. Nochmals eine klare 10/10 Empfehlung. 💫

      Heute liessen wir unseren letzten Tag so gemütlich angehen, dass wir sogar unser Frühstück verpassten. Dieses holten wir dann am Mittag nach, als wir eine gesunde Açai Bowl in einem Café löffelten. Nachdem wir zurück zum Hotel spazierten, nahmen wir uns die Zeit, um nochmals Wäsche zu waschen und unsere Weiterreise zu buchen. Am Abend wurden wir leider vom weniger guten Essen im Restaurant Caduff (Schweizer Inhaber) enttäuscht. Da hätten wir von den Spätzli und der Pasta mehr erwartet.

      Die letzten Tage in Medellin waren einfach nur toll und wir sind traurig, dass wir die Stadt jetzt hinter uns lassen. Wenn wir irgendwann zurückkehren, dann mit Freunden, damit wir das Nachtleben noch mehr geniessen können. 🎉 👯
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    You might also know this place by the following names:

    Guatapé, Guatape

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